Modul-Consult e.K.
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Gröninger seit 25.5.2022 | Geschäftsführer |
Dieter Armin Buchdrucker seit 24.5.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 99.99% | |
Bundesrepublik Deutschland | 0.00% |
Bundesrepublik Deutschland | 0.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HENSOLDT Avionics GmbHPforzheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2024I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die HENSOLDT Avionics GmbH ist unter der Registernummer HRB 715560 im Handelsregister B des Amtsgerichts Mannheim eingetragen und hat ihren Sitz in der Karlsruher Straße 91, 75179 Pforzheim. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§275 Abs. 2 HGB) gegliedert. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind gemäß den Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB aufgestellt worden. Größenabhängige Erleichterungen gem. § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Aufgrund der bestehenden Organschaft mit der HENSOLDT Holding Germany GmbH werden latente Steuern im Jahresabschluss auf Ebene des Organträgers ausgewiesen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Im vorliegenden Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten stehen dem nicht entgegen. Es wird vorsichtig bewertet. Namentlich werden alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind gemäß § 256a HGB am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet worden. Entwicklungskosten werden bei der HENSOLDT Avionics GmbH gemäß dem bestehenden Ansatzwahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB aktiviert. Die Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung der neuen Generationen von Mission Management Systemen und weiterer Systeme für die Situational Awareness und Video Management für den Einsatz in der zivilen Luftfahrt wurden als Entwicklungskosten unter den immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens aktiviert. Die im Jahresabschluss 2024 angesetzten Entwicklungskosten reflektieren die den Entwicklungsprojekten zuzuordnenden Teile der Personalkosten jener Mitarbeiter, welche die Entwicklungsarbeit in den Projekten leisten. Darüber hinaus wurden vornehmlich die zugehörigen Materialeinzelkosten aktiviert. Weitere Aktivierungen wurden für Weiterentwicklungen für ergänzende Module der Systeme sowie laufende Upgrades vorgenommen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die aktivierten Entwicklungsprojekte werden nach Fertigstellung und erreichter Marktreife linear über eine Laufzeit von fünf Jahren planmäßig abgeschrieben. Als Geschäfts- oder Firmenwert wurde der gezahlte Kaufpreis, soweit dieser den Reinvermögenswert der erworbenen Geschäftsbetriebe bzw. der erworbenen Anteile übersteigt, bilanziert. Daneben wurden Teile der Beratungsleistungen aus den Erwerben als Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Aufgrund der Marktstellung unseres Unternehmens und der teilweise langfristig bestehenden Kundenstrukturen gehen wir davon aus, dass dieser immaterielle Wert langfristigen Charakter hat und haben deshalb eine Nutzungsdauer von 15 Jahren unterstellt. Entgeltlich erworbene Software sowie die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die geschätzte Nutzungsdauer angesetzt. Diese Nutzungsdauer liegt bei Software und Lizenzen zwischen 3 und 5 Jahren. Sachanlagen werden zwischen 3 und 12 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen alle nach der linearen Methode. Die Gesellschaft verfügt über Finanzanlagen, welche sich aus den Anschaffungskosten der Beteiligungen an den Tochtergesellschaften HENSOLDT Avionics US HoldCo, EuroAvionics UK Ltd. sowie der Kapitalrücklage bei der EuroAvionics Schweiz AG zusammensetzen. Vorräte wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt, sofern dies aufgrund großer Lagerreichweite oder zweifelhafter technischer Einsatzmöglichkeiten geboten war. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der Materialsowie Fertigungsgemeinkosten, der Werteverzehr des Anlagevermögens und angemessene Teile der Verwaltungskosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Zur Abdeckung von Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen, dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch die Bildung von einer Pauschalwertberichtigung auf Nettoforderungen Rechnung getragen. Kassenbestände und Bankguthaben werden zum Nominalwert bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag in Höhe ihres Nominalbetrages ausgewiesen, sofern sie sich auf einen bestimmten Leistungszeitraum nach dem Bilanzstichtag beziehen . Im Eigenkapital wurden das Gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage abgebildet. Der vororganschaftliche Gewinnvortrag beträgt wie im Vorjahr TEUR 588. Unter den sonstigen Rückstellungen wurden vor allem personalbezogene Schuldposten sowie ungewisse Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit ihrem erwarteten Erfüllungsbetrag eingestellt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und von Kunden erhaltene Anzahlungen wurden ebenfalls zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind in der Anlage dargestellt. 2. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte Die HENSOLDT Avionics GmbH macht von dem bestehenden Ansatzwahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch und hat die Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Projekte für den Einsatz in der zivilen Luftfahrt als Entwicklungskosten unter den immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens aktiviert. Die im Jahresabschluss 2024 angesetzten Entwicklungskosten betragen TEUR 16.652 (Vorjahr TEUR 11.687) und reflektieren die den Entwicklungsprojekten zuzuordnenden Teile der Personalkosten jener Mitarbeiter, welche die Entwicklungsarbeit in den Projekten leisten. Der Anteil der Personalkosten beträgt 100%. 3. Geschäfts- oder Firmenwert Die HENSOLDT Avionics GmbH hat nach § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB den aus dem Erwerb der EAN KG resultierenden Firmenwert aktiviert. Dieser beläuft sich zum 31.12.2024 auf TEUR 6.362 (Vorjahr TEUR 8.824). Der Firmenwert wird linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer des Firmenwerts beträgt 15 Jahre. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden abzüglich einer Einzelwertberichtigung i. H. v. TEUR 168 (Vorjahr TEUR 121) als auch einer zur Deckung des allgemeinen Ausfallrisikos erforderlichen Pauschalwertberichtigung (TEUR 105, Vorjahr TEUR 87) angesetzt. Die Pauschalwertberichtigung auf Forderungen gegen inländische Debitoren wurde mit 1,25% und auf Forderungen gegen ausländische Debitoren mit 2,5% angesetzt. Aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren TEUR 160 (Vorjahr TEUR 278) aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen in Höhe von TEUR 2.961 (Vorjahr TEUR 350) resultieren aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit HENSOLDT Avionics Holding GmbH. Weitere Forderungen aus dem Cash-Pooling Vertrag mit der HENSOLDT Gruppe (Vorjahr TEUR 2.032), bestehen nicht. Alle Forderungen und sonstigen Vermögengegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 5. Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 132 beinhalten im Wesentlichen Versicherungs- und Qualifizierungsvorauszahlungen. 6. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der HENSOLDT Avionics GmbH beläuft sich auf TEUR 1.000 (Vorjahr TEUR 1.000). Die Kapitalrücklage beläuft sich Stand 31.12.2024 auf TEUR 36.442 (Vorjahr 36.442). Letztere resultiert insbesondere aus der Ablösung der bisherigen Gesellschafterdarlehen des ehemaligen Gesellschafters durch den Gesellschafter HENSOLDT Holding Germany GmbH zum 16.08.2017 in Höhe von TEUR 34.951. 7. Rückstellungen Im laufenden Geschäftsjahr wurde eine Betriebsprüfung für die Jahre 2016 bis 2019 durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass die steuerliche Organschaft der HENSOLDT Avionics Holding GmbH und der HENSOLDT Avionics GmbH für das Geschäftsjahr 2016 aufgrund der nicht durchgeführten Ergebnisabführung gescheitert ist. Dies hat zur Folge, dass die HENSOLDT Avionics Holding GmbH eine Steuerforderung hat, während die HENSOLDT Avionics GmbH eine Steuerrückstellung bilden muss. Die Ergebnisse dieser Prüfung wurden in den Steuerrückstellungen verarbeitet und umfassen Gewerbesteuerrückstellungen in Höhe von TEUR 536 sowie eine Körperschaftsteuerrückstellung in Höhe von TEUR 577. Zusätzlich wurden die daraus resultierenden Zinsen von TEUR 166 in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Die zum Bilanzstichtag bestehenden sonstigen Rückstellungen (TEUR 2.843, Vorjahr TEUR 1.879) umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Lieferantenverbindlichkeiten (TEUR 706, Vorjahr TEUR 378), Rückstellungen für einen gewährten Staffelrabatt (TEUR 654, Vorjahr TEUR 0), Rückstellungen für Urlaub und andere personalbezogene Posten (TEUR 430, Vorjahr TEUR 469), Rückstellungen aus Gewährleistungsansprüchen, bzw. vertragliche Entschädigungen (TEUR 351, Vorjahr TEUR 333), für Provisionsabrechnungen (TEUR 313, Vorjahr TEUR 427), Rückstellungen für die Rücknahmeverpflichtung von Gebrauchtgeräten (TEUR 116, Vorjahr TEUR 126) sowie Rückstellungen für Prüfungs- und Abschlusstätigkeiten (TEUR 67, Vorjahr TEUR 60). 8. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen per 31.12.2024 keine vor. Bei Übernahme der HENSOLDT Avionics Holding GmbH durch die HENSOLDT Holding Germany GmbH am 16.08.2017 wurden sämtliche Verbindlichkeiten der HENSOLDT Avionics GmbH durch Ausreichung eines Darlehens des neuen Gesellschafters getilgt, welches in der Folgeperiode aus dem operativen Cash Flow der Gesellschaft ebenfalls vollständig getilgt werden konnte. Seit dem 05.06.2020 existiert zwischen den Gesellschaften der HENSOLDT Gruppe ein Cash Pooling Vertrag, welcher die Verbindlichkeiten und Guthaben der HENSOLDT Avionics GmbH mit den Verbindlichkeiten und Guthaben aller anderen Gesellschaften permanent verrechnet. Zum 31.12.2024 bestand eine Verbindlichkeit aus dem Cash-Pool in Höhe von TEUR 1.130 (Vorjahr Forderung TEUR 2.032) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen folgender Unternehmen zusammen:
Weitere TEUR 1.333 (VJ TEUR 1.333) resultieren aus einem Verrechnungskonto gegenüber der Muttergesellschaft HENSOLDT Avionics Holding GmbH, sowie TEUR 40 (VJ TEUR 35) aus Zinsverbindlichkeiten gegenüber der HENSOLDT AG. Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sowie die Sicherheiten stellen sich wie folgt dar:
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die HENSOLDT Avionics GmbH erzielte Umsatzerlöse im In- und Ausland wie folgt (in TEUR):
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 1 (VJ TEUR 2) enthalten. 3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Im Geschäftsjahr wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 4.431 (Vorjahr TEUR 4.652) vorgenommen. Diese setzen sich zusammen aus Abschreibungen auf selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in Höhe von TEUR 1.414 (Vorjahr TEUR 1.636), auf entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Pflichten in Höhe von TEUR 451 (Vorjahr TEUR 381), auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 2.463 (Vorjahr TEUR 2.463) sowie auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr TEUR 172). Darüber hinaus wurden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 277 Abs. 3 S. 1 HGB in Höhe von TEUR 2.649 (Vorjahr TEUR 0) auf geleistete Anzahlungen vorgenommen. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 18 (VJ TEUR 6) enthalten. Im Geschäftsjahr 2024 musste die Geschäftsführung im Rahmen eines Entwicklungsprojekts (CaviMission) externe Dienstleister mit insgesamt TEUR 4.475 (Vorjahr TEUR 2.154) Aufwand beauftragen, um den Projektfortschritt zu gewährleisten und wesentliche Meilensteine in der Projektplanung einzuhalten. V. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Zum Abschlussstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 583. Diese bestehen aus einem Mietvertrag für das Geschäftsgebäude in Pforzheim von TEUR 400 mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026 sowie aus Leasingverpflichtungen für Kfz (TEUR 183). Die Gesellschaft hat Abnahmeverpflichtungen, die aus der Beschaffung geschäftsüblicher Baugruppen bestehen. Diese Verpflichtungen belaufen sich zum 31. Dezember 2024 auf TEUR 9.266. 2. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2024 durchschnittlich 62 (Vorjahr 69) Mitarbeiter. Hiervon fielen auf die folgenden Bereiche:
3. Organe der Gesellschaft Die Geschäfte der Muttergesellschaft (HENSOLDT Avionics Holding GmbH) und der deutschen Tochtergesellschaft HENSOLDT Avionics GmbH werden durch Herrn Dieter Buchdrucker sowie Herrn Michael Gröninger geführt. Beide Geschäftsführer sind von der Beschränkung nach § 181 BGB befreit. Bezüglich der Bezüge wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 4. Beteiligungen Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen direkt oder indirekt (HENSOLDT Avionics USA LLC) beteiligt:
5. Muttergesellschaft Die HENSOLDT Avionics GmbH ist ein Unternehmen der HENSOLDT-Gruppe und wird in den Konzernabschluss der HENSOLDT AG, Taufkirchen, für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss ist auf der Website der HENSOLDT-Gruppe erhältlich. 6. Ergebnisverwendung Das Jahresergebnis in Höhe von TEUR -2.961 wird von der Muttergesellschaft aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags vom 21.12.2012 und der Änderungsvereinbarung vom 15.11.2019 übernommen. Der vororganschaftliche Gewinnvortrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Pforzheim, den 10.03.2025 Dieter Buchdrucker Michael Gröninger Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024A. Unternehmenszweck Die HENSOLDT Avionics GmbH (nachfolgend „HENSOLDT Avionics“ genannt) konzentriert sich auf die Entwicklung und Vermarktung zivil zertifizierter Avioniksysteme. Im August 2013 wurde die Tochtergesellschaft AEROTECH Ltd. erworben, die ein, zum Angebot von HENSOLDT Avionics komplementäres, Produktspektrum an Planungssystemen für die Luftfahrt entwickelt und vertreibt. Die Gesellschaft wurde in EuroAvionics UK Ltd. umbenannt. Im Februar 2014 wurde die EuroAvionics US-HoldCo in den USA gegründet, die 100 % der Anteile an der LCX Systems, LLC. erworben hat. LCX wurde nach dem Kauf in EuroAvionics USA LLC. umbenannt; eine weitere Umbenennung fand im Jahr 2021 in HENSOLDT Avionics USA LLC statt. Diese vertreibt die Produkte von HENSOLDT Avionics an die amerikanische Luftfahrtindustrie. Zum 1. Januar 2016 wurde die Tochtergesellschaft EuroAvionics Schweiz AG als 100 %-Tochter der HENSOLDT Avionics GmbH gegründet, welche sich insbesondere im Avionik-Sektor UAV/OPV (Unmanned Aerial Vehicle / Optionally Piloted Vehicle) bewegt. Im Geschäftsjahr 2022 wurde der Vorstandsbeschluss der HENSOLDT AG gefasst, sich aus dem Marktsegment UAV/OPV zurückzuziehen und die Schließung der Gesellschaft EuroAvionics Schweiz AG wurde eingeleitet. Per 31.07.2022 wurde der Geschäftsbetrieb eingestellt. Im Geschäftsjahr befand sich die Gesellschaft in Liquidation. Der Antrag zur Löschungsbewilligung wurde im Jahr 2025 bewilligt, die Löschung erfolgte am 19. Februar 2025. Im Jahre 2017 wurde die EuroAvionics Gruppe zu 100 % an die HENSOLDT Holding Germany GmbH, Taufkirchen, veräußert. Die HENSOLDT Avionics GmbH agiert seither weiterhin als selbstständiger Anbieter für die oben genannten Lösungen unter der Dachorganisation des Verteidigungstechnologieunternehmens HENSOLDT. B. Geschäft, Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf Die unternehmerische Führung der HENSOLDT Avionics obliegt dem Management Team um die beiden Geschäftsführer, Herr Dieter Buchdrucker und Herr Michael Gröninger. Die HENSOLDT Avionics GmbH ist ein bedeutender Entwickler, Hersteller und Vermarkter von elektronischen Systemen zur Situationserkennung, sogenannten Situational Awareness Systemen für Luftfahrzeuge. Gegründet in 1993, hat sich die Gesellschaft zu einem modernen Luftfahrtzulieferunternehmen mit einem internationalen Partnernetzwerk entwickelt. HENSOLDT Avionics bietet ein breit diversifiziertes Produktspektrum zivil zertifizierter Komponenten an, die speziell auf die spezifischen Bedürfnisse professioneller Piloten abgestimmt sind. Anwendungsgebiete finden sich in den Bereichen Search and Rescue (SAR), Law Enforcement, Emergency Medical Services (EMS), Surveillance oder auch VIP-Transporte. Die Kernkompetenzen des Unternehmens liegen in der partnerschaftlichen Identifizierung von Kundenwünschen sowie der hierauf abgestimmten Lieferung von flexiblen Problemlösungen durch entsprechende Software- und Hardwareentwicklungen basierend auf serialisierten Standardprodukten, sog. COTS-Produkte (Commercial off the Shelf). Der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2024 entsprach nicht den Erwartungen der Konzernleitung sowie der Geschäftsleitung. Insgesamt konnte das Umsatzvolumen jedoch gegenüber dem Vorjahr um 17,4 % gesteigert werden. Das Umsatzziel für 2024 wurde um 21,6 % verfehlt, insbesondere aufgrund der zeitlich verschobenen Fertigstellung der Projekte CaviMission und RV1. Losgelöst von den Umsatzerlösen konnte die Gesellschaft einen deutlich gestiegenen Auftragseingang von 19,3 % auf TEUR 21.522 (Vorjahr TEUR 18.039) in 2024 verzeichnen, wodurch die Basis für weiteres, signifikantes Wachstum in den Folgeperioden geschaffen wurde. Zusammengefasst konnte entgegen dem allgemeinen Trend (Rückgang des BIP in Deutschland 2024 um 0,2 %) ein deutliches Wachstum sowohl in den Auftragseingängen als auch in den Umsatzerlösen erzielt werden. Das für die Beurteilung der Ertragskraft unseres Unternehmens besonders aussagekräftige Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag im Geschäftsjahr 2024 bei TEUR 5.268 und somit 23,6 % über dem Vorjahreswert (TEUR 4.261). Das geplante Ziel von TEUR 9.200 wurde damit um 42,7 % verfehlt. Die EBITDA-Marge lag mit 31,8 % über dem Vorjahreswert (30,2 %). Diese relative Abweichung resultiert insbesondere aus der hohen Fixkostenremanenz, mit der ein geringes Kosteneinsparungspotenzial einhergeht. Darüber hinaus war die Firma von erhöhten Aufwendungen durch externe Entwicklungsdienstleister (Mehrkosten in Höhe von TEUR 4.475) betroffen. Das Jahresergebnis vor Abzug von Zinsen und Steuern beläuft sich auf TEUR -1.812 (VJ TEUR -390) Aufgrund der bestehenden Ergebnisabführungsverträge, einerseits zwischen der HENSOLDT Avionics Holding GmbH mit der HENSOLDT Avionics GmbH und andererseits zwischen der HENSOLDT Holding Germany GmbH und der HENSOLDT Avionics Holding GmbH, erfolgt eine Verlustübernahme des jeweiligen Gesellschafters und somit der Verlustausgleich des Ergebnisses auf null. Forschung und Entwicklung sowie sonstige Angaben Mit unseren Entwicklungsaktivitäten verfolgen wir das Ziel, die Wettbewerbsposition der HENSOLDT Avionics vor dem Hintergrund der anstehenden technologischen Herausforderungen zu stärken. Insbesondere durch innovative Lösungen mit hoher Integrationsdichte wollen wir uns Vorteile im Wettbewerb verschaffen. Darüber hinaus möchten wir mit den, sich teilweise noch in der Entwicklung befindenden, neuen Produkten, welche auf die Anforderungen unserer Kunden zugeschnitten sind, die Wachstumschancen der weltweiten zivilen Luftfahrt ausschöpfen. Die Schwerpunkte liegen unverändert in der Neubzw. Weiterentwicklung von intelligenten Avioniksystemen. Gemeinsam mit der HENSOLDT-Gruppe verfolgt die HENSOLDT Avionics die Neuentwicklung von Programmen in den Bereichen Airborne Computer, Mission Management / Situational Awareness, Mission Management sowie Vision Systeme und Cyber Secure Connectivity als COTS-Produkte für die zivile und militarisierte Nutzung. Im Geschäftsjahr 2024 beschäftigte die HENSOLDT Avionics 68 Mitarbeiter davon 6 Azubis (Vorjahr: 74 Mitarbeiter davon 5 Azubis), hiervon entfallen 18 (Vorjahr 23) Mitarbeiter auf den Bereich Forschung und Entwicklung. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der HENSOLDT Avionics Ertragslage In nachstehender Übersicht wird die Ertragslage der HENSOLDT Avionics für die Jahre 2024 und 2023 vergleichend dargestellt:
Die Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 16.541. Das entspricht einer Umsatzsteigerung von TEUR 2.449 im Vorjahresvergleich. Die Ursachen hierfür sind die gegenüber den Vorjahren deutlich verbesserten Marktbedingungen (erhöhte Vertriebspräsenz bei den Kunden vor Ort, bzw. Messeteilnahmen). Die Umsatzerlöse teilen sich dabei wie folgt auf:
Unter Berücksichtigung von Bestandsveränderungen und dem Abzug der Materialaufwendungen konnte im Geschäftsjahr ein Rohergebnis von TEUR 11.890 (Vorjahr: TEUR 10.615 erreicht werden. Das entspricht einer Rohmarge von 71,9 % der Umsatzerlöse (Vorjahr 75,3%). Die Entwicklungsleistungen für die künftigen Produkte der HENSOLDT Avionics, bzw. der Division „Airborne Solutions“ innerhalb HENSOLDT wurden im Geschäftsjahr 2024 fortgeführt. Die aktivierten Eigenleistungen (Entwicklungskosten, vorwiegend Personalkosten) belaufen sich auf TEUR 6.379 (Vorjahr 4.111). Hauptsächlich handelt es sich um die Entwicklung der Nachfolgesysteme der etablierten EuroNAV7-Serie sowie um Videomanagementsysteme (VDU) und Groundcontrol Systeme. Die Personalaufwendungen des Geschäftsjahres belaufen sich auf TEUR 4.813 (Vorjahr: TEUR 5.079). Die Reduzierung ist auf den Rückgang des eigenen Personals zugunsten der Ausweitung externer Dienstleister zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fallen weitgehend als fixe Kosten an. Lediglich die umsatzabhängigen Vertriebsaufwendungen, Entwicklungskosten durch die Beauftragung externer Dienstleister und Teile der Reisekosten weisen variable Bezüge auf. Die Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegt im Geschäftsjahr bei TEUR 8.502 (Vorjahr: TEUR 5.619). Wesentliche Einzelposten sind: Intercompany Allocation der HENSOLDT AG (TEUR 738), Entwicklungskosten (TEUR 1.767), Fremdarbeiten (TEUR 3.918), Raumkosten (TEUR 353), Kosten der Warenabgabe (TEUR 339), Fahrzeugkosten (TEUR 261), Zertifizierungskosten (TEUR 73), Werbe- und Reisekosten (TEUR 339), Aufwendungen für die zeitlich befristete Überlassung von Rechten (TEUR 181) sowie Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 105). Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 314 (Vorjahr: TEUR 233) sind im Wesentlichen geprägt von verrechneten Sachbezügen bei der KFZ-Gestellung (TEUR 71) und Erträgen aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen (TEUR 161). Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge ergibt sich für das Geschäftsjahr 2024 ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von TEUR 5.268 (31,8 % der Umsatzerlöse), woraus eine Erhöhung von TEUR 1.007 gegenüber dem Vorjahr resultiert. Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 7.080 (Vorjahr: TEUR 4.651) beinhalten vornehmlich Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungskosten (TEUR 1.414) und planmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR 2.463). Darüber hinaus wurden zwei Entwicklungsprojekte außerplanmäßig abgeschrieben (TEUR 2.649). Das Betriebsergebnis (EBIT) beläuft sich auf TEUR -1.812 und hat sich gegenüber dem Vorjahreswert (TEUR -390) um TEUR 1.422 verschlechtert. Die gebuchten Ertragsteuern (TEUR 959, Vorjahr TEUR 0) resultieren aus der Betriebsprüfung der Jahre 2016 bis 2019. Organträger und somit Steuerschuldner für das laufende Geschäftsjahr ist durch den Gesellschaftervertrag vom 16.08.2017 die HENSOLDT Holding Germany GmbH. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanz der HENSOLDT Avionics GmbH 2024 ist geprägt von den Auswirkungen des Erwerbs des eigenen Geschäftsbetriebs im Jahr 2012 und dem Erwerb von Tochtergesellschaften in UK (2013) und USA (2014) sowie der Gründung der Tochtergesellschaft in der Schweiz (2016). Der Wert der Finanzbeteiligungen beläuft sich auf TEUR 4.575 (Vorjahr: TEUR 4.575). Auf der Aktivseite der Bilanz wird nach planmäßigen Abschreibungen ein Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 6.362 (Vorjahr: TEUR 8.824) ausgewiesen. Der Posten Geschäfts- und Firmenwert reflektiert den gezahlten Kaufpreis, soweit dieser den Reinvermögenswert der erworbenen Geschäftsbetriebe bzw. der erworbenen Anteile übersteigt. Daneben wurden Teile der Beratungsleistungen aus den Erwerben als Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Weitere bedeutende Aktivposten stellen die aktivierten Entwicklungskosten (TEUR 16.652; Vorjahr: TEUR 11.687), die Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 2.528; Vorjahr TEUR 3.359), die Vorräte (TEUR 9.039; Vorjahr: TEUR 7.748) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 4.620; Vorjahr: TEUR 3.630) sowie die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 3.121; Vorjahr: TEUR 2.659) dar. Die Aktivierung der Entwicklungskosten basiert vorwiegend auf den geplanten Neuentwicklungen von Systemen für die neue Generation von Bodensystemen (Ground Control Station), sowie der Modernisierung der etablierten Mission Managementsysteme. Entgegen der ursprünglichen Zielsetzung den wesentlichen Teil der Entwicklungsarbeiten im Jahr 2023 abzuschließen und die Systeme im Markt zu platzieren, musste dieses Vorhaben aufgrund struktureller Probleme (e.g. Personalengpass) auf die Folgejahre 2025 verschoben werden. Um sicherzustellen, dass das Unternehmen auf verlängerte Lieferzeiten und gestiegene Einkaufspreise reagieren kann und um die Resilienz der Lieferkette zu erhöhen, wurde der Lagerbestand ausgeweitet. Durch die Erhöhung der Lagerbestände wird sichergestellt, dass genügend Waren zeitgerecht verfügbar sind, um die Nachfrage der Kunden zu erfüllen und Lieferengpässe zu vermeiden. Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Umsätzen, die teilweise zum Stichtag noch nicht fällig waren. Die Passivseite ist geprägt durch die Mittelherkunft für den Erwerb des Geschäftsbetriebs, die durch die Gesellschafter als Kapitalrücklage (TEUR 36.442) geleistet wurde. Die Steuerrückstellungen umfassen Gewerbesteuerrückstellungen in Höhe von TEUR 536, sowie eine Körperschaftsteuerrückstellung in Höhe von TEUR 577, die aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2016 bis 2019 entstanden sind. Zusätzlich wurden die daraus resultierenden Zinsen von TEUR 166 in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 2.843 (Vorjahr: TEUR 1.879), eine detaillierte Aufstellung ist dem Anhang zu entnehmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten mit Bezug zum operativen Geschäftsbetrieb betragen TEUR 7.019 (Vorjahr: TEUR 4.362). Im Geschäftsjahr 2024 hat die HENSOLDT Avionics ein negatives Jahresergebnis von TEUR 2.961 (Vorjahr: TEUR 350 Verlust) hervorgebracht, welches durch die HENSOLDT Avionics Holding GmbH ausgeglichen wird. Zur Abschätzung der Entwicklung der Finanzlage wird auf den Free Cash Flow abgestellt. Diese Kennzahl lag im Geschäftsjahr 2024 bei TEUR -3.474 (Vorjahr: TEUR -351). Der negative FCF ist vor allem auf die erhöhten Aufwendungen für externe Dienstleister im Rahmen eines Entwicklungsprojektes und des hohen Anteils an Fixkosten zurückzuführen. Die Gesellschaft steht aufgrund des Cash-Pools im Konzernverbund HENSOLDT lediglich einem minimalen Liquiditätsrisiko gegenüber. Die vertraglich vereinbarte Linie liegt bei TEUR 5.000. Zum Bilanzstichtag besteht eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 1.130 (Vorjahreswert Forderung TEUR 2.032). Die Liquidität war im Geschäftsjahr zu jederzeit sichergestellt.
Kapitalflussrechnung für interne Zwecke Insgesamt weist die Gesellschaft eine stabile und zukunftssichere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auf. C. Chancen und Risikobericht Die HENSOLDT Avionics hat ein Risikomanagementsystem implementiert, welches einen systematischen und transparenten Umgang mit Chancen und Risiken ermöglicht. Unsere Methoden zur Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Berichtserstattung von Risiken werden kontinuierlich weiterentwickelt. Das interne Kontrollsystem der HENSOLDT Avionics verfolgt das Ziel, die Effektivität und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung sowie die Einhaltung maßgeblicher Compliance- sowie gesetzlicher Vorschriften sicherzustellen. Um die nachhaltige Implementierung der Rahmenbedingungen des Mutterkonzerns und interner Regelungen sicherzustellen, hat die Geschäftsleitung ein IKS mit folgenden Elementen implementiert:
Das Geschäftsjahr 2024 war im Wesentlichen durch zwei Faktoren geprägt: zum einen konnten die Auftragseingänge erhöht werden, was vor allem auf die Neuausrichtung des Vertriebsteams und der erhöhten persönlichen Kundenkontakte zurückzuführen ist. Zum anderen konnte personalseitig die Fluktuationsquote von 24% mit einer Zugangsquote von 17% nicht komplett ausgeglichen werden. Aufgrund der innovativen Neuentwicklungen der Vorjahre, die längst im Markt nachgefragt werden und dem allgemeinen Bedarf nach Mission Management Systemen, geht die Gesellschaft in den kommenden Jahren wieder von deutlichem Wachstum aus. Durch die engere Einbindung der HENSOLDT Avionics-Gruppe in die HENSOLDT-Gruppe, geht die Geschäftsleitung davon aus, Synergieeffekte nutzen zu können und gemeinsam weitere neue Produkte und Programmlinien zu entwickeln. Innovative Systeme und Produktprogramme basierend auf einer gemeinsamen Marktstrategie der HENSOLDT Avionics und dem Konzern HENSOLDT sorgen für das erforderliche Wachstum. Personalrisiko Die Nachfrage nach Fachpersonal, insbesondere im Bereich Engineering, jedoch auch in kaufmännischen Berufen steht einem zu geringen Angebot auf dem Personalmarkt gegenüber. Die Luftfahrtbranche befindet sich in einer Nische, welche in der Region bezogen auf den Personalmarkt vor allem mit der Automotivebranche sowie allgemein mit Tarif- Unternehmen sowie Unternehmen in vermeintlich attraktiveren Regionen im Wettbewerb steht. Somit besteht aktuell, weiterhin ein hohes Risiko, den Kapazitätsbedarf an qualifiziertem Fachpersonal ausreichend decken zu können. Die Firma hat diesem Nachteil insofern entgegengewirkt, dass vermehrt externe Dienstleister sowie Fremdarbeitskräfte rekrutiert wurden. Auch künftig wird sich ein Kapazitäts- und Know-how-Ausgleich mit vermehrter Fremdbeauftragung erfüllen lassen. Preisänderungsrisiko Die HENSOLDT Avionics unterliegt einem höheren Risiko durch gestiegene und ggf. weiter steigende Lieferantenpreise. Begründet ist dies v.a. durch den Russlandkrieg gegen die Ukraine und die globale Teileverknappung bei Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffen. Des Weiteren vermeidet HENSOLDT den Einkauf von Bauteilen aus China, was zur Substitution durch deutsche, bzw. europäische Lieferanten zwingt, mit dann i.d.R. höheren Einkaufspreisen. Eine Kompensation des Preisänderungsrisikos durch Weitergabe der Erhöhungen an die Kunden wird nur bedingt möglich sein. Aufgrund der vorherrschenden EURO-Währung sowohl auf der Einkaufs- als auch Verkaufsseite der HENSOLDT Avionics stuft das Management ein Währungsrisiko als minimal ein. Aufgrund der Nutzung des gruppenweiten Cash-Pools mit der HENSOLDT-Gruppe wird das Zinsänderungsrisiko minimiert. Beschaffungsrisiko Ein latentes Risiko besteht in der Luftfahrt generell durch die Abkündigung von zertifizierungsrelevanten Bauteilen. Dieses wird in unserer Gesellschaft jedoch durch ein umfangreiches „Obsolescence Management“ minimiert und wird als gering eingeschätzt. Liquiditätsrisiko sowie Risiko aus Zahlungsstromschwankungen Die Gesellschaft steht aufgrund des Cash-Pools im Konzernverbund HENSOLDT lediglich einem minimalen Liquiditätsrisiko gegenüber. Die vertraglich vereinbarte Linie von TEUR 5.000 wird zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.130 (Vorjahreswert Forderung TEUR 2.032) genutzt. Die Geschäftsführung stellt durch regelmäßige Besprechungen sicher, dass sämtliche wesentlichen Informationen hinsichtlich der Kunden- und Lieferantenprozesse dem erweiterten Management zugänglich gemacht werden. Darüber hinaus werden alle sich daraus ergebenden Risiken erörtert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das bereits etablierte Forderungsmanagement so weit optimiert, dass die Forderungslaufzeiten gegenüber den Vorjahren noch weiter reduziert werden konnten. Die Gesellschaft unterliegt keinen Zahlungsstromschwankungsrisiken. Die HENSOLDT Avionics hat ein effektives Risikomanagementsystem etabliert, das einen transparenten Umgang mit Chancen und Risiken ermöglicht. Im Geschäftsjahr 2024 verzeichnete das Unternehmen steigende Auftragseingänge, bedingt durch die intensiveren Kundenkontakte nach der COVID-19-Krise. Innovative Produktentwicklungen und die enge Zusammenarbeit innerhalb der HENSOLDT-Gruppe bieten vielversprechende Wachstumschancen. Insgesamt stuft das Management die Chancen gegenüber den Risiken höher ein, so dass das geplante Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit realisierbar sind. E. Prognosebericht Die Geschäftsleitung geht für das kommende Geschäftsjahr von einem weiteren Umsatzanstieg aus, dessen Höhe im Wesentlichen von der forcierten Vertriebsaktivität abhängen wird. Etwa die Hälfte des Umsatzplanes ist bereits mit konkreten Kundenbestellungen oder Kundenprojekten hinterlegt. Das gemeinsam mit der Konzernleitung geplante Umsatzbudget für das Jahr 2025 beinhaltet ein Wachstum von 30,2 % gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Das Potenzial im Bereich der Avionik ist hierfür vorhanden. Wir rechnen für das laufende Geschäftsjahr 2025 bei einem geplanten Jahresumsatz von MEUR 21,5 mit einem Betriebsergebnis (EBITDA) von rund MEUR 8,6.
Pforzheim, den 10.03.2025 Dieter Buchdrucker Michael Gröninger Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die HENSOLDT Avionics GmbH, Pforzheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HENSOLDT Avionics GmbH, Pforzheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HENSOLDT Avionics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Karlsruhe, den 17. März 2025 KPMG AG Hanns-Jörg Schwebler, Wirtschaftsprüfer Nina Stefanie Nagel, Wirtschaftsprüferin |
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