STRATI-Tiefbau GmbH
Selbe AdresseSpezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Gerstensehr seit 5.5.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Kies und Schotter Ost GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 68.97% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gröschler GmbHGüterslohJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012LageberichtGröschler GmbH, Betrieb eines Straßen- u. Tiefbauunternehmens, Sieweckestraße 19, 33330 GüterslohA. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit Die Gröschler GmbH in Gütersloh am Stammsitz der Gröschler Gruppe wurde 1869 durch Christof Gröschler gegründet und ist eines der ältesten Straßen- und Tiefbaubauunternehmen in Deutschland. Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2012 nicht verändert. Das Leistungsspektrum der Gröschler GmbH in Gütersloh umfasst folgende Punkte:
Standorte von Tochterunternehmen : a. Standort Iserlohn (Jungjohann GmbH)
b. Standort Damme (Stüve GmbH)
c. Standort Ahlen (Cohrs GmbH)
Die Strategie der Gröschler GmbH bezieht sich auf: Die Gröschler GmbH fokussiert sich auf die Kernkompetenzen (Asphaltbau, große Straßenbauprojekte und anspruchsvoller Kanalbau) und die individuelle Leistungsfähigkeit der einzelnen Unternehmensteile. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass insbesondere im innerstädtischen Straßenbau zum Teil unkalkulierbare Risiken und nicht realisierbare Leistungsansätze zu berücksichtigen sind. Diese Maßnahmen sind in der Vergangenheit häufig defizitär abgewickelt worden. Das im August 2010 festgelegte Konzept, dass diese Maßnahmen nur noch in Ausnahmefällen angeboten werden, wenn beispielsweise durch die Vergabe bestimmter Arbeiten an Subunternehmer die Risiken kalkulierbar sind und geeignetes Personal für die Bauausführung vorhanden ist, wird ohne Veränderungen weiterverfolgt. Die Struktur der Auftraggeber ist nach wie vor stark auf die öffentliche Hand konzentriert. Der Anteil der privaten Auftraggeber liegt bei ca. 15 %. Tendenziell erwarten wir weiterhin in den nächsten Jahren eine Zunahme an privaten Aufträgen aus der Industrie. Im Berichtsjahr haben die beschlossenen Umstrukturierungsmaßnahmen erste ergebnisverbessernde Erfolge insbesondere durch die Arbeitsvorbereitung, das intensivierte Baustellencontrolling und die konsequente Nachverfolgung in der Projektabrechnung erbracht. Durch die Implementierung einer voll integrierten Finanzbuchhaltung werden ab 2012 der Liquiditätsfluss, die Risikovorschau und die Ertragsprognosen verbessert. Im Berichtsjahr konnten wir die verfügbaren, produktiven Kapazitäten voll auslasten. Geschäftsverlauf Entwicklung der Gesamtwirtschaft In Deutschland verlangsamte sich die konjunkturelle Entwicklung im Laufe des Jahres 2012 zusehends. Der inländische Konsum entwickelte sich im Zuge einer stark rückläufigen Investitionstätigkeit schwach. Aufgrund der zwischenzeitlichen Zuspitzung der Krise im Euro-Raum und der Rezessionen in großen Mitgliedstaaten gingen die Exporte in den Euro-Raum zurück. Dies konnte, trotz der sich immer weiter eintrübenden Weltwirtschaft und dank der Abwertung des Euro, durch den Außenhandel mit Ländern außerhalb des Euro-Raums mehr als ausgeglichen werden. Im Ergebnis trug der Außenhandel maßgeblich zum beobachteten Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts bei. Für 2013 wird mit einer leichten Konjunkturbelebung gerechnet. Die Mittel der öffentlichen Auftraggeber sind nach wie vor nicht ausreichend, um die notwendigen Baumaßnahmen auszuschreiben. Entwicklung der Branche Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung beeinflusste auch die Baubranche. Für diese Entwicklung gibt es zahlreiche Ursachen: - Die Impulse durch Auftragsvergabe der öffentlichen Hand waren nicht in ausreichendem Maße vorhanden - Neu- und Erweiterungsinvestitionen größeren Umfangs in der Industrie wurden auf Grund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nur sehr schleppend vorgenommen. - Der Preisverfall am Markt konnte wie in den Jahren zuvor trotz gestiegener Kosten nur zu einem sehr geringen Anteil gestoppt werden. Die allgemeine Branchenentwicklung zeigte sich auch in den Umsätzen des Unternehmens. Sowohl Umsatz als auch Gesamtleistung konnten im Vergleich zum Vorjahr nicht gehalten werden. Einschätzung der Unternehmensleitung Der Geschäftsverlauf war im Geschäftsjahr gekennzeichnet von: - einer erst spät im Jahresverlauf einsetzenden, ausreichenden Ausschreibungstätigkeit des öffentlichen Sektors. - die Unsicherheit im Rahmen der Euro-Krise machte sich auch erheblich im Bereich der privatwirtschaftlichen Investitionen negativ bemerkbar. Die Geschäftsentwicklung der Gröschler GmbH war insgesamt zufriedenstellend. Das Jahr 2012 verlief für die Gröschler GmbH zufriedenstellend. Die Entwicklung in der Gesamtwirtschaft wirkte sich negativ auf das Ergebnis aus. Dies gilt sowohl für das Betriebs- als auch für das Finanzergebnis. Das Ergebnis der Gröschler GmbH wurde in 2012 durch die Insolvenz der Fa. Jungjohann in Höhe von TEUR 235 beeinflusst. Das Jahr 2013 entwickelte sich verhalten positiv. B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gröschler GmbH erfüllte im Geschäftsjahr 2012 nicht unsere Erwartungen, da insbesondere Wertberichtigungen auf Darlehensforderungen an die Tochtergesellschaften Cohrs GmbH und Stüve GmbH in Höhe von TEUR 2.300 das Gesamtergebnis negativ beeinflusst haben. 1. Ertragslage Die Umsatzerlöse sanken von TEUR 29.593 um 10 % auf TEUR 26.561. Der Auftragseingang von TEUR 26.893 lag über dem des Vorjahres. Unser Auftragsbestand zum Bilanzstichtag erhöhte sich von TEUR 1.563 auf TEUR 4.330. Die derzeitige Auftragslage kann insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet werden. Der Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres entspricht einer Auslastung von ca. 2,5 Monaten. Wir haben ein Jahresergebnis von TEUR - 2.169 erzielt. Dieses negative Ergebnis wurde durch die Wertberichtigung auf Darlehensforderungen gegenüber Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR - 2.305 hervorgerufen. Operativ wurde ein Überschuss von insgesamt TEUR 136 erzielt. Die Gesamtleistung sank um TEUR 1.163 auf TEUR 24.126. Die Personalkosten bewegten sich leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die Leistung pro Beschäftigtem betrug TEUR 208. Bei der Versorgung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen traten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu keinem Zeitpunkt nennenswerte Engpässe auf. Die Beschaffungsmarktpreise bewegten sich nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres.Auch die bitumenhaltigen Materialien waren nicht von signifikanten Preisschwankungen betroffen. 2. Finanzlage Einen Überblick über die Herkunft und über die Verwendung der finanziellen Mittel des Unternehmens gibt die nachstehende Kapitalflussrechnung, welche die Zahlungsmittelflüsse nach der indirekten Methode darstellt und den Grundsätzen des vom Deutschen Standardisierungsrat DSR erarbeiteten Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 2 (DRS 2) entspricht. In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme in die drei Bereiche Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt.
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Berichtsjahr verändert haben. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im Berichtszeitraum TEUR 60,2 (VJ TEUR 632,0). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf TEUR - 505,1 (VJ TEUR - 40,1). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf TEUR - 328,3 (VJ TEUR -288,5). Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr angespannt. Unter Hinweis auf den Liquiditäts- und Finanzplan gehen wir davon aus, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Für 2013 prognostizieren wir einen weiteren Abbau des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages um ca. TEUR 450 und für 2014 um weitere ca. TEUR 580. Unsere Finanzierung erfolgte weitgehend aus Fremdmitteln. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte durch langfristige Mittel. 3. Vermögenslage Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 14,3 % gekennzeichnet. Die Immateriellen Vermögenswerte haben sich um TEUR 17 erhöht. Das Sachanlagevermögen verminderte sich um TEUR 81. Im Wesentlichen wurde in LKW's, Baumaschinen und Geräte investiert. Das Umlaufvermögen und aktive Rechnungsabgrenzungsposten verminderten sich um TEUR 6.499. Wertpapiere und flüssige Mittel umfassen 1,5 % der Bilanzsumme. 24,9 % der Bilanzsumme entfallen auf Vorräte. Unser Vorratsvermögen betrug TEUR 3.718. Das Unternehmen wird auch zukünftig seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen können. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag erhöhte sich um TEUR 2.169 auf TEUR -3.715. Die Pensionsrückstellungen haben einen Anteil von 41,1 % an der Bilanzsumme. 4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Das Jahr 2012 war gekennzeichnet von großer Unsicherheit, die durch die Euro-Krise ausgelöst wurde. Belastet wurde die Gesamtsituation von der weiterhin notwendigen Unterstützung der Cohrs GmbH und der Fa. Stüve. Die Insolvenz der Jungjohann GmbH führte ebenso zu einer Liquiditäts- und Ergebnisbelastung. Zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wird im Einzelnen ausgeführt: Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat sich 2012 zufriedenstellend in der Gröschler GmbH wiedergespiegelt. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2013 ein positives Ergebnis in einer Größenordnung von ca. T€ 400. Für 2012 verzeichneten wir einen Rückgang der Gesamtleistung in Höhe von TEUR 1.162. Für 2013 rechnen wir mit einer Gesamtleistung in Höhe von ca. TEUR 24.000. Für das Jahr 2012 registrierten wir eine nachlassende Nachfrage und insgesamt zufriedenstellende Erlöse mit einem nicht zufriedenstellenden operativen Jahresergebnis. Wir rechnen in 2013 mit einem im Branchenvergleich zufriedenstellenden Ergebnis. Unsere Kapazitäten waren 2012 ausgelastet. Dieser Trend setzt sich auch in 2013 bei anhaltender guter Beschäftigung fort. Die Umsatzentwicklung des Jahres 2012 verlief weitgehend zufriedenstellend. Wir gehen davon aus, dass sich die konjunkturelle Belebung in 2013 und 2014 fortsetzt. Wir erwarten eine positive Entwicklung unseres Auftragseingangs. Wir erwarten einen guten bis sehr guten Auftragsbestand. Unsere Investitionstätigkeit wird sich auf Ersatzinvestitionen konzentrieren. Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt im Wesentlichen über Leasing bzw. Sonderkredite mit durchschnittlichen Laufzeiten von 48 Monaten. Zum Jahreswechsel 2012 waren mit 116 Mitarbeiter in unserem Unternehmen 2 Mitarbeiter mehr beschäftigt als zum vergleichbaren Vorjahreszeitpunkt. Bis Ende 2013 erwarten wir einen gleichbleibenden Beschäftigungsstand. C. Prognosebericht Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken Die Effekte der Konjunktur bzw. die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben elementaren Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gröschler GmbH. Auf Grund der konjunkturellen Lage und der in 2012 zufriedenstellenden Entwicklung der Gröschler GmbH rechnet das Unternehmen in 2013 mit einem Umsatz von ca. TEUR 24.000. Dies entspricht dem Verlauf im Jahre 2012. Sowohl die Auftragslage als auch öffentliche und private Ausschreibungen bewegen sich über dem Vorjahresniveau. Für 2013 wird nicht mit einer Umsatz- und Ertragssteigerung gerechnet. Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in: - sinkenden Rohstoffpreisen - belebender Konjunktur - einer stabilen finanziellen Situation Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben. D. Risikobericht Risikomanagementziele und -methoden Das Risikomanagementsystem wurde neu konzipiert, um den aktuellen Anforderungen besser entsprechen zu können. Die konsequente Weiterverfolgung der angestrebten Ergebnisse wird das Handeln der Geschäftsleitung in erheblichem Maße auch zukünftig beeinflussen. Die bislang erzielten Erfolge und optimierten Prozesse werden in regelmäßigen Abständen überprüft, ggf. in Frage gestellt und weiter optimiert. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die Ausfallrisiken sind bei öffentlichen Auftraggebern relativ gering. Die Liquiditätsversorgung der Gröschler GmbH ist im Wesentlichen durch die vorgehaltenen Sichteinlagen, Barmittel, Kreditlinien und Gesellschafterdarlehen sichergestellt. Für 2013 und 2014 werden diese Liquiditätsreserven für ausreichend erachtet. Dies wird im vorliegenden Sanierungsgutachten bestätigt. Weitere wesentliche Risiken Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Die für die Gröschler GmbH wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen könnte das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden. Abgabenerhöhungen und Preissteigerungen können zu einer weiteren Reduzierung der Nachfrage führen und sich somit negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken. Produktrisiken Wir sehen keine Produktrisiken. Investitions-/Finanzierungsrisiken Unter Hinweis auf die Fortbestehungsprognose sehen wir keine außergewöhnlichen Finanzierungsrisiken. Personalrisiken Die Gröschler GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals. Wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale - negative Entwicklung der Zahlungsfähigkeit - Verschärfung der Wettbewerbssituation - angespannte wirtschaftliche Verhältnisse Die Gröschler GmbH ist zum Bilanzstichtag 31.12.2012 mit TEUR 3.715 bilanziell überschuldet. Die bilanzielle Überschuldung findet ihre wesentlichen Ursachen neben dem außerordentlichen schlechten Ergebnisssen in 2010, den in 2012 vorgenommenen Einzelwertberichtigungen auf Darlehensforderungen gegenüber Tochtergesellschaften wie auch in den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 6.141 zum 31.12.2012 . Diese sind naturgemäß sehr langfristig. Die laufenden Zahlungen an aktive Pensionsbezieher betragen p.a. TEUR 348. Des Weiteren verweisen wir diesbezüglich auf die Angaben im Anhang. Aufgrund der bestehenden Überschuldung wurde im Rahmen eines Sanierungsgutachtens eine Fortbestehungsprognose bis zum 31.12.2014 erstellt. Die Prognose zeigt, dass die Gesellschaft auch weiterhin ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen wird. Die Fortbestehungsprognose bis zum 31.12.2014 berücksichtigt keine Einnahmen aus den wertberichtigten Forderungen gegenüber den Tochterunternehmen Fa. Stüve GmbH, Damme und Fa. Cohrs GmbH, Ahlen in einer Gesamthöhe von TEUR 2.305. Rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale Wir sehen keine rechtlichen Bestandsgefährdungspotentiale. E. Forschung und Entwicklung Es besteht keine Forschungs- und Entwicklungsabteilung. F. Bestehende Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen bestehen nicht. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Derartige Vorgänge bestehen nicht.
Gütersloh, 30. September 2013 gez. Hagen Gröschler gez. Markus Dorgerloh gez. Jürgen Gerstensehr BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum 31.12.2011Gröschler GmbH Betrieb eines Straßen- u. Tiefbauunternehmens, 33330 GüterslohAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Gröschler GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Zum 31.12.2012 ist die Gesellschaft bilanziell überschuldet und weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 3.680.261,18 aus. Die Rechtsfolgen der Überschuldung treten jedoch nicht ein, da die Gesellschaft über eine positive Fortführungsprognose gemäß eines extern beauftragten Sanierungsgutachtens verfügt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Ausleihungen zum Nennwert - unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen zum Barwert - sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die unfertigen Bauleistungen werden mit den bis zum Bilanzstichtag angefallenen Herstellungskosten bewertet. In diese werden Fertigungslöhne, Fertigungsmaterial, Fremdleistungen und die Sondereinzelkosten der Fertigung sowie die Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Baustellen, die voraussichtlich mit einem Verlust abschließen werden, wurden unter Berücksichtigung dieser Verluste bewertet. Bei den unfertigen Bauleistungen wurde eine Abwertung in Höhe von EUR 30.200,00 vorgenommen. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen EUR 6.141.601,00. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Die Angaben beinhalten nicht diejenigen Beträge, die den Geschäftsführern zuzurechnen sind. Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden größere Beträge für noch nicht vereinnahmte Ergebnisanteile aus Arbeitsgemeinschaften und eine Rückdeckungsversicherung erfasst. Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die sog. PUC-Methode (Projected-Unit-Credit-Methode) angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Der zum 01.01.2010 ermittelte Unterschiedsbetrag aus der Anwendung der Bewertungsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes beträgt insgesamt EUR 1.562.409,00. Es wurde von dem Wahlrecht der Übergangsvorschrift des Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Dementsprechend ist bis spätestens zum 31.12.2024 in jedem Geschäftsjahr mindestens 1/15 des Unterschiedsbetrags zuzuführen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Betrag in Höhe von EUR 104.161,00 zugeführt. Die nicht in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen betragen zum Bilanzstichtag EUR 1.249.926,00. Hiervon entfallen auf laufende Pensionen EUR 777.629,00 und auf Anwartschaften auf Pensionen EUR 472.297,00 In den Rückstellungen für Pensionen ist eine Rückstellung für die Hinterbliebene des ehemaligen Geschäftsführers in Höhe von EUR 794.663,00 enthalten. Der Betrag der für diese Verpflichtung nicht gebildete Rückstellung beläuft sich auf EUR 161.728,00. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit> 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 11.467,70 (Vorjahr: EUR 13.627,70). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 1.103.230,05. Als Sicherheiten für die gewährten Bankdarlehen und aus diversen Mietkaufverträgen wurden entsprechende Gegenstände des Anlagevermögens sicherungsübereignet. Ferner sind ein Wertpapierdepot und eine Rückdeckungsversicherung verpfändet. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 519.650,21 (Vorjahr: EUR 1.684.917,08). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 6.972.255,49 (Vorjahr: EUR 10.142.436,65). Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Für die Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde ein Wertpapierdepot verpfändet. Daneben ist dieses auch für eigene Verbindlichkeiten verpfändet. Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen Bei den nach § 251 HGB ausgewiesenen Haftungsverhältnissen in Höhe von EUR 2.408.550,84 handelt es sich im wesentlichen um die Mithaftung aus der Hingabe von Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften für laufende bzw. abgeschlossene Bauaufträge. Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung waren keine nennenswerten Mängel seitens der Auftraggeber bekannt bzw. angemeldet, die eine mögliche Inanspruchnahme der Bürgschaften zur Folge hätten, so dass auch für die Haftungsverhältnisse zum Bilanzstichtag nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen die Pachtverträge für den von der Gröschler GmbH genutzten Grundbesitz. Die sich aus diesen Verträgen ergebenden Aufwendungen betragen EUR 274.300,00 pro Jahr. Für die gesamte Restlaufzeit dieser Verträge (2 Jahre) ergibt sich eine sonstige finanzielle Verpflichtung in Höhe von EUR 548.640,00. Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 1.582.503,26 sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterung der außerordentlichen Aufwendungen Der ausgewiesene Betrag der außerordentlichen Aufwendungen betrifft in Höhe von EUR 104.161,00 den Anteil von 1/15 des Unterschiedbetrags nach Artikel 67 Abs. 1 EGHGB aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Hagen Gröschler, Ingenieur, Marienfeld Jürgen Gerstensehr, Kaufmann, Gütersloh Markus Dorgerloh, Ingenieur, Harsewinkel Vergütungen der Geschäftsführer Die Angaben nach § 285 Nr. 9 a) und b) HGB sind gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
* über das Vermögen der August Jungjohann GmbH wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Unterschrift der Geschäftsführung
Gütersloh, 05.09.2013 gez. Gröschler gez. Gerstensehr gez. Dorgerloh Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.09.2013 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersDer Jahresabschluss wird in verkürzter Form offengelegt. Der nachfolgend wiedergegebene Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gröschler GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Berlin, den 30. September 2013 W
& P GmbH
Peter Sturm, Wirtschaftsprüfer |
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