Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 203446
Eingetragen
22.7.1993
Branche
Bau von Industrieanlagen, außer GebäudenHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
der Edelstahlrohrleitungs- und Anlagenbau einschließlich Montage, Schwarzrohrleitungsbau, allgemeiner Metallbau, Stahlbau, Demontage und technische Dienstleistungen sowie der Vertrieb und die Montage von Astron-Fertighallen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Reichmann
seit 20.12.2023
Prokura
Markus Bartsch
seit 20.1.2021
Geschäftsführer
Marco Unger
seit 16.12.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
46.22%
K**** B******
21.33%
21.33%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
B+S Beteiligung und Verwaltung GmbH
Germany
88.89%
M**** U****
11.11%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hartung GmbH

Unterwellenborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die HARTUNG GmbH blickt auch in 2024 zurück auf ein gutes Geschäftsjahr 2023. Nach einem lange verhaltenen Auftragseingang in den ersten drei Quartalen 2023 verbesserte sich dieser erst im 4. Quartal sprunghaft auf 22.860 TEUR. Alle Geschäftsbereiche hatten dennoch bedingt durch den guten Auftragsbestand auch in den ersten drei Quartalen eine kontinuierliche Vollauslastung des eigenen Personals. Jedoch wurden in dieser Zeit weniger Aufträge an Dritte vergeben, was sich in der deutlich geringeren Gesamtleistung der Gesellschaft widerspiegelt. Das Betriebsergebnis blieb unabhängig davon dank des hohen abgerechneten Umsatzes auf Vorjahresniveau. Durch die Thesaurierung des Gewinns verbesserte sich erneut das Eigenkapital. Das Unternehmen investierte auch in 2023 in allen Geschäftsbereichen und finanzierte dies aus dem einfachen Cash-Flow.

Die HARTUNG GmbH hat damit ihre Position auch 2023 im Marktumfeld weiter gestärkt und ausgebaut. Sie ist in all ihren Geschäftsbereichen ein attraktiver und zuverlässiger Partner ihrer Kunden.

Die Konjunktur im Marktumfeld des Unternehmens kühlte im gesamten Jahr 2023 weiter gegenüber 2022 merklich ab. Besonders in der für das Unternehmen wichtigen Stahl- und Chemieindustrie sowie Papier- und Zellstoffindustrie standen weniger Projekte als in den letzten zwei Jahren zur Vergabe an. Die hohe Inflation und dadurch explodierende Lohnkosten, allgemeine Marktunsicherheiten durch politisch nicht durchdachte Entscheidungen (z.B. Heizungsgesetz), eine immer mehr ansteigende Bürokratie (z.B. Hinweisgebergesetz, Lieferkettengesetz), massiver Überwachungsdruck von Aufsichtsbehörden (BG Besuche ohne Anmeldung) und das unsägliche Schweigen der Deutschen gegen den Terror gegen Israel lässt Investoren zögern und beschwert das Unternehmertum in Deutschland. Projekte haben sich vor allem wegen der verfehlen Energiepolitik deutlich verteuert und machen den Standort Deutschland weiter unattraktiv. Eine Erholung der Konjunktur in Deutschland ist derzeit nicht absehbar.

Die weltweite Papierindustrie leidet weiter an sinkendem Papierverbrauch im Bereich der Feinpapiere und des Zeitungsdrucks. Die massiven Investitionen der vergangenen Jahre im Bereich Verpackungspapier haben auch dort zu industriellen Überkapazitäten geführt. Durch die Politik getriebene steigende Energiepreise, besonders in Deutschland, drücken auf die Investitionstätigkeit bei Neuanlagen. Neue Anlagen werden vorrangig im Ausland gebaut.

Die Auswirkung auf den Auftragseingang der Gesellschaft konnte im Gegensatz zu den meisten Wettbewerbern im Markt verhältnismäßig gut kompensiert werden. Dabei zahlte sich die Diversifizierung der Gesellschaft, die Fähigkeit neben Großprojekten auch Kleinaufträge effizient abzuwickeln und die Möglichkeit, im Anlagenbau kapazitiv flexibel zu reagieren, aus.

Unter diesen Rahmenbedingungen ist ein Auftragseingang in 2023 von ca. 22.860 TEUR mehr als zufriedenstellend. Bei einer Gesamtleistung von 18.040 TEUR des Unternehmens in 2023, verbleibt trotz des Abbaus in den ersten drei Quartalen ein Auftragsüberhang von 14.510 TEUR in den Büchern. Damit ist in alle Fertigungsbereichen die Auslastung bis Mitte 2025 gesichert. Durch die Abrechnung eines Großprojektes lag der Umsatz in 2023 mit 23.670 TEUR deutlich über der Gesamtleistung.

Die Materialpreise stabilisierten sich nach dem starken Anstieg in 2022 sowohl im Schwarzstahl als auch im Edelstahlbereich auf ein normales Niveau der Vorjahre. Am Jahresende lag der Legierungszuschlag bei 3.373,- EUR pro Tonne bei der Stahlgüte 1.4404. Ebenso normalisierten sich die Lieferzeiten auf die "Vor-Corona" Zeit.

Outokumpu Monatliche Legierungszuschläge für Flachprodukte Jan. 2023 - Dez. 2023
Edelstahl-Bezeichnung EUR Währung / Tonne
Outokumpu EN ASTM Jan. Feb. Mrz. Apr.
Supra
Supra 316L/4404 1.4404 316L 4673 5083 5472 5040
Mai Jun. Jul. Aug.
4207 4052 3881 3660
Sep. Okt. Nov. Dez.
3721 3756 3612 3373

Zusammenfassend sind wir mit dem Geschäftsverlauf in 2023 mehr als zufrieden. Kunden und Lieferanten hatten auch in diesem Jahr in HARTUNG einen zuverlässigen Partner. Neue Arbeitsplätze wurden geschaffen und die Mitarbeiter am Unternehmens-Erfolg beteiligt. Das Unternehmen engagiert sich weiter im christlichen und sozialen Bereich. HARTUNG ist ein kerngesundes Unternehmen, das sich mit Freude und Mut gerne den Herausforderungen der Zukunft stellt.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 der HARTUNG GmbH hat sich um 1.820 TEUR auf 6.960 TEUR erhöht.

Die in 2023 getätigten Investitionen belaufen sich auf 234 TEUR. Damit mindert sich das Anlagevermögen der HARTUNG GmbH um 15 %. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass mit der HARTUNG GbR eine Betriebsaufspaltung vorliegt, in der das Anlagevermögen an Gebäuden und Grundstücken enthalten ist.

Die Entwicklung des Umlaufvermögens spiegelt den Abschluss eines Großprojektes 2023 wider. Die Halberzeugnisse haben sich um 35 % von 15.989 TEUR auf 10.355 TEUR vermindert. Diese Reduzierung geht einher mit einem Rückgang der erhaltenen Anzahlungen von 33 % auf 10.525 TEUR. Dadurch hat sich die Gesamtposition der Vorräte gemindert von 16.147 TEUR im Vorjahr auf 10.525 TEUR im Geschäftsjahr 2023. Die Position der Forderungen ist von 1.643 TEUR auf 1.592 TEUR gesunken.

Durch die Thesaurierung des in 2023 erwirtschafteten Gewinns in die Rücklage hat sich das Eigenkapital von HARTUNG zum 31.12.2023 von 3.249 TEUR auf 4.112 TEUR erhöht.

Die Rückstellungen sind von 312 TEUR auf 438 TEUR gestiegen. Gebildet wurden die Rückstellungen Gewährleistung pauschal und Gerichtskosten.

Die Verbindlichkeiten haben sich um 85 TEUR auf 1.269 TEUR verringert, da die komplette Finanzierung über Eigenmittel und Kundenanzahlungen dargestellt werden konnte. Die Linienausnutzung gegenüber Kreditinstituten lag wie bereits in den Vorjahren über das gesamte Geschäftsjahr bei null.

2. Finanzlage

Zur Beurteilung der Finanzlage wurde von uns die als Bestandteil des Jahresabschlusses veröffentlichte Kapitalflussrechnung auf der Grundlage des Finanzmittelfonds (= kurzfristig verfügbare flüssige Mittel) gemäß DRS 2 zur Kapitalflussrechnung erstellt. Die Cash-Flows aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit haben sich demnach wie folgt entwickelt:

in TEUR 2023 2022
Cash-Flow einfach 1.198 1.252
Cash-Flow laufender Geschäftstätigkeit 3.203 -966
+ Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -173 -532
+ Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 0 -302
= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 3.030 -1.800
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.399 3.199
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.429 1.399

Im Geschäftsjahr 2023 ist ein positiver einfacher Cash-Flow in Höhe von 1.198 TEUR erwirtschaftet worden. Im Vergleich zu dem Cash-Flow des Vorjahres von 1.252 TEUR ergibt sich hier eine geringe Abweichung um 54 TEUR. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich deutlich erhöht, dies resultiert aus Abrechnung des Großprojektes. Der Finanzmittelfond befindet sich mit 4.429 TEUR deutlich über Vorjahresniveau.

Das Finanzmanagement hat bei HARTUNG das Ziel, die Finanzkraft der Gesellschaft auf hohem Niveau zu halten und damit die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens durch die Sicherstellung der Liquidität zu wahren.

3. Ertragslage

Die Entwicklung der Eckdaten der Ertragslage gegenüber dem Vorjahr zeigt die folgende Aufstellung:

in TEUR 2023 2022 Veränderung
Gesamtleistung 18.040 26.036 -7.996
Materialaufwand 11.160 18.743 -7.583
Personalaufwand 3.178 3.339 -161
Abschreibungen 335 394 -59
sonstige Aufwendungen/sonstige Erträge 2.216 2.356 -140
EBITDA 1.485 1.590 -105
EBIT (Ergebnis vor Steuern) 1.202 1.194 8
Steuern 339 336 3
Jahresüberschuss 863 858 5

Konjunkturbedingt ist im Geschäftsjahr 2023 die Gesamtleistung um 31 % auf 18.040 TEUR gesunken. Der dennoch gute EBITDA von 1.485 TEUR zeigt, dass HARTUNG strukturell so aufgestellt ist, die anlagenbauspezifischen Marktschwankungen flexibel kompensieren zu können. Der Materialanteil an der Gesamtleistung betrug 62 % im Geschäftsjahr 2023.

Die Personalkosten beinhalten Sonderprämien in Höhe von 217 TEUR, die an die Mitarbeiter als Anerkennung für die guten Leistungen im Geschäftsjahr 2023 ausgeschüttet wurden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 286 TEUR auf 2.256 TEUR gesunken. Dies resultiert aus den variablen Komponenten im Bereich sonstigen Aufwendungen, wie Energie-, Fracht-Vertriebskosten und Fortbildungskosten.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Veränderungen erfolgt, über die zu berichten wäre.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

HARTUNG steht auf einem soliden Fundament. Das Unternehmen hat eine hohe Eigenkapitaldecke, ein ausgewogenes Produktportfolio und ist auf den wichtigen Märkten vertreten. In den letzten Jahren hat HARTUNG frühzeitig sein Betätigungsfeld nicht nur diversifiziert, sondern auch internationalisiert. Die Auftragsbücher sind daher weiterhin gut gefüllt und global gesehen prosperieren die Kernmärkte unvermindert weiter. Insofern liegen die zukünftigen Risiken eher in einer grundsätzlichen Erschütterung der internationalen Wirtschaft.

Abgesehen von diesen, wie oben beschrieben, intern nicht beeinflussbaren Risiken, kann HARTUNG die Chancen der zukünftigen Entwicklung aktiv gestalten. Der vor Jahren eingeleitete Weg der Diversifizierung und die Internationalisierung des Unternehmens werden mit Weitsicht weiter vorangetrieben. Begrenzender Faktor für den Ausbau sind häufig limitierte Management-Kapazitäten. Durch interne Weiterbildung aktueller und zukünftiger Leistungsträger und bedachte Ergänzung durch externes Recruiting entwickelt HARTUNG seine zukünftige Führungs-Generation, um noch mehr Chancen nutzen zu können.

Neben der Internationalisierung wird daran gearbeitet, konsequent die Effizienz des Standortes zu verbessern. Prämisse ist hierbei eine möglichst hohe Auslastung und Senkung der Stückkosten bei gleichbleibend hoher Qualität. Diverse Programme haben bereits in den vergangenen Jahren Verbesserung in Hinsicht der Kosten als auch der Liefertreue erbracht. Dies ist ein andauernder Prozess, der auch in den nächsten Jahren das Handeln der Führungsmannschaft bestimmen wird.

Im Vergleich zu den Marktbegleitern ist HARTUNG durch seine Diversifizierung unabhängiger von branchenbezogenen Krisen. Vorausschauendes Management im Bezug auf neue Märkte und Produkte, notwendige Investitionen, Effizienzsteigerung, schonender Umgang mit Ressourcen und nicht zuletzt ein hoher Standard an Arbeitssicherheit sorgen dafür, dass HARTUNG auch in Zukunft eines der führenden Unternehmen im Rohrleitung-, Behälter und Stahlbau sein wird.

Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit und Vorsorge vor Einzelrisiken

Finanzwirtschaftliche Risiken

Durch die konservativen Finanzierungsstrukturen und die hohe Eigenkapitalausstattung verfügt die Gesellschaft über eine solide und stabile Finanzbasis. Die Liquiditäts- und Avalbeschaffung der Gesellschaft erfolgt in Anlehnung an den aktuellen Bedarf in enger Abstimmung mit unseren Bankpartnern. Fremdwährungsrisiken bestanden bisher nicht, da alle Geschäfte in EUR abgewickelt wurden. Sollte sich das in der Zukunft durch die Internationalisierung ändern, werden zur Vermeidung von Fremdwährungsrisiken zur Absicherung von Grundgeschäften auf Beschaffungs- und Absatzseite derivative Finanzinstrumente zur Sicherung der Fremdwährungstransaktionen eingesetzt.

Zudem wird das Risiko von Forderungsausfällen durch unterschiedliche Zahlungssicherungsinstrumente begrenzt.

Personal

Zum 31.12.2023 beschäftigte HARTUNG 58 Mitarbeiter und 10 Auszubildende. Der gute Name des Hauses und die regionale Lage der Standorte sorgen dafür, dass trotz des Fachkräftemangels bei der Einstellung von Arbeitern und Angestellten alle Positionen adäquat besetzt werden konnten. Auch die geplante Anzahl von Lehrlingen kann jedes Jahr besetzt werden. Das seit Jahren gepflegte Konzept, Führungskräfte und andere Leistungsträger aus dem eigenen Hause heraus zu rekrutieren, bewährt sich weiterhin.

In der Belegschaft besteht eine hohe Bereitschaft an Weiterbildung. HARTUNG Mitarbeiter sind offen für Neues und stellen sich gerne Herausforderungen. Die Kombination zwischen langjähriger Firmenzugehörigkeit und Neueinstellungen sorgt für ein Betriebsklima, das Innovation fördert. Kunden schätzen die Kompetenz, Flexibilität, Zuverlässigkeit und Offenheit unserer Mitarbeiter.

Vormaterialpreise

Die Bevorratung bei HARTUNG erfolgt im Wesentlichen auftragsbezogen. Das Risiko schwankender Vormaterialpreise reduziert sich damit. In der Gesamtbetrachtung unseres Umlaufvermögens stellen diese Positionen keine kritischen Größenordnungen dar. Tendenziell gehen wir im Jahr 2024 von gleichbleibenden Vormaterialpreisen aus.

Ausblick auf das kommende Jahr

Entsprechend dieses Berichtes erwarten wir für 2024 ein ordentliches Geschäftsjahr.

Wie bereits im letzten Jahr liegt ein hoher Auftragsbestand vor. Da die Auftragsbücher voll gebucht sind, erwarten wir einen Rückgang im Auftragseingang in 2024. HARTUNG ist in seiner Organisationsstruktur so flexibel aufgestellt, dass auch größere Rückgänge im Auftragseingang abgefedert werden können. Die Ertragslage dürfte ähnlich der des aktuellen Jahres sein.

 

Unterwellenborn, den 29.04.2024

HARTUNG GmbH

Markus Bartsch, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 825.447,40 971.998,40
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 14.759,50 41.951,50
II. Sachanlagen 803.172,00 922.531,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,50 1,50
2. technische Anlagen und Maschinen 366.598,00 383.227,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 436.572,50 539.302,00
III. Finanzanlagen 7.515,90 7.515,90
B. Umlaufvermögen 6.105.029,30 4.124.108,88
I. Vorräte 82.993,46 1.081.606,66
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 10.525.180,79 15.841.052,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.592.423,66 1.643.079,71
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 31.350,00 30.056,25
2. sonstige Forderungen/Vermögensgegenstände 1.561.073,66 1.613.023,46
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.429.612,18 1.399.422,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.777,67 43.626,45
Bilanzsumme, Summe Aktiva 6.960.254,37 5.139.733,73

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.112.197,58 3.249.042,15
I. gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 3.149.042,15 2.290.460,08
III. Jahresüberschuss 863.155,43 858.582,07
B. Rückstellungen 438.156,00 312.376,00
C. Verbindlichkeiten 2.409.900,79 1.578.315,58
Bilanzsumme, Summe Passiva 6.960.254,37 5.139.733,73

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.926.513,80 7.478.682,48
2. Personalaufwand 3.178.149,64 3.339.618,69
a) Löhne und Gehälter 2.669.063,43 2.760.787,13
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 509.086,21 578.831,56
davon für Altersversorgung 4.508,08 6.460,77
3. Abschreibungen 335.522,26 394.174,87
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.256.173,93 2.541.618,31
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 52.788,07 90,25
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11,50 1.720,93
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 339.827,11 335.655,86
8. Ergebnis nach Steuern 869.617,43 865.984,07
9. sonstige Steuern 6.462,00 7.402,00
Jahresüberschuss 863.155,43 858.582,07

Anhang

Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen Hartung GmbH, hat ihren Sitz in Unterwellenborn und wird unter der Registernummer HRB 203446 beim Amtsgericht Jena geführt.

Der Jahresabschluss der Hartung GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses gelten die folgenden Ansatz- und Bewertungsvorschriften. Diese richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung wie Einzelbewertung, Periodenabgrenzung, Realisations-, Imparitäts-, Vorsichts-, Wertaufhellungs-, Stetigkeits- und Going-Concern-Prinzip.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 264, 265-266, 268-274a, 276-277 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB aufgestellt.

Posten in der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird gemäß § 253 Abs. 3 HGB zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung sind außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Im Berichtsjahr wurden die geringwertigen Anlagegüter bis 800 Euro Anschaffungskosten sofort abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden gemäß §§ 253 Abs. 4, 256 HGB zu Anschaffungs-bzw. Herstellungskosten angesetzt. Abschreibungen sind vorzunehmen, soweit diese mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag anzusetzen sind. Ist ein solcher nicht festzustellen, ist auf den beizulegenden Wert am Abschlussstichtag abzuschreiben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Unfertige Erzeugnisse wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen.

Die erhaltenen Anzahlungen wurden aufgrund des Wahlrechtes nach § 268 Abs.5 S.2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bewertet. Zweifelhafte, einbringungsgefährdete Forderungen werden einzelwertberichtigt und vom Forderungsbestand aktivisch gemindert. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Im Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe erbracht. Der Gewinnvortrag enthält die Ergebnisse der Vorjahre.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden gemäß § 249 Abs. 1 HGB für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB) angesetzt.

Verbindlichkeiten werden gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode) und wurden nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen mit den Vorräten verrechnet.

Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1 Restlaufzeiten Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr; Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betreffen Kautionen in Höhe von € 2.930.

Sonstige Rückstellungen

Die Offenlegungserleichterungen gemäß § 327 Nr. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Verbindlichkeiten Restla

Verbindlichkeiten in Höhe von 2.409.900,79 haben eine Restlaufzeit von einem Jahr.

Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Es wurden die Offenlegungserleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

Sonstige Pflichtangaben

Angaben zu den Verbindlichkeiten gemäß § 285 Nr. 1 und 2 HGB

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 0,00.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

2024
TEUR
2025-2028
TEUR
ab 2029 p.a.
TEUR
Verpflichtungen
aus Pachtvertrag 234 935 234
aus Mietverträgen 15 58 15
Management Fee 180 720 180
429 1.713 429

Zahl der Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB

Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 58 Arbeitnehmer.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen

Gewerbliche Mitarbeiter 31
Angestellte Mitarbeiter 27
Beschäftigte gem. § 267 Abs. 5 HGB 58
Auszubildende 10
Geschäftsführer 1
Gesamt 69

Organe der Gesellschaft

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Geschäftsführer: Markus Bartsch, Berlin-Staglitz-Zehlendorf

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 863.155,43 zusammen mit dem verbleibenden Gewinnvortrag in Höhe von € 3.149.042,15 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Unterwellenborn, den 18. April 2024

Markus Bartsch, Geschäftsführer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung hat am 15. Oktober 2024 beschlossen, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 126.161,11 2.210,00 29.022,00 99.349,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 27.244,21 0,00 0,00 27.244,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 782.681,56 59.899,71 0,00 842.581,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.581.541,89 171.924,05 197.504,62 1.555.961,32
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 7.515,90 0,00 0,00 7.515,90
Gesamtsumme 2.525.144,67 234.033,76 226.526,62 2.532.651,81
Abschreibungen
Kumuliert 01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Kumuliert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 84.209,61 29.401,00 29.021,00 84.589,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 27.242,71 0,00 0,00 27.242,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 399.454,06 76.529,21 0,00 475.983,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.042.239,89 229.592,05 152.443,12 1.119.388,82
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme 1.553.146,27 335.522,26 181.464,12 1.707.204,41
Buchwert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.759,50 41.951,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 1,50 1,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 366.598,00 383.227,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 436.572,50 539.302,00
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 7.515,90 7.515,90
Gesamtsumme 825.447,40 971.998,40

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

"An die Hartung GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hartung GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hartung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Plauen, 12. September 2024

HKMS Treuhand GmbH Plauen
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Michael Köbrich, Wirtschaftsprüfer"

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