Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 104600
Eingetragen
16.1.1987
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der Handel, Im- und Export und die Reparatur von Kraftfahrzeugen aller Art sowie der Handel mit Reifen und Ersatzteilen. Vermittlung von Finanzierungs- und Leasingverträgen und Autovermietung.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Christian Pawletta
seit 7.11.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Christian Pawletta
50.28%
49.72%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Christian Pawletta
Dessauer Str. 45, 76139 Karlsruhe
90.000 €
50.28%
Dessauer Str. 45, 76139 Karlsruhe
89.000 €
49.72%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Kuhn GmbH

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir sind ein Autohaus mit Händlervertrag der Marken CITROEN, DS, SUBARU und ISUZU.

Das Autohaus betreiben wir am Hauptstandort in Karlsruhe und angeschlossener Filiale in Graben-Neudorf. Unsere Geschäftsfelder umfassen neben dem Handel mit Neu- und Vorführwagen auch den Verkauf von Gebrauchtwagen, die Vermittlung von Leasing-, Finanzierungsverträgen und die Vermietung von Fahrzeugen. Der Werkstattservice und Teileverkauf rundet unser Spektrum als Allround-Mobilitätspartner ab.

2. Organisatorische Struktur / Zweigniederlassung (Filiale)

In Karlsruhe befindet sich der Hauptbetrieb, in Graben-Neudorf wird eine Filiale betrieben. Es handelt sich um eine unselbständige Betriebsstätte, deren Zahlen direkt in Karlsruhe einfließen. Die Ertrags- und Kostenanalyse der Filiale erfolgt im Rahmen betriebswirtschaftlicher Auswertungen. Umsatz- und Ertragslage unterliegen der stetigen Kontrolle.

II. Wirtschaftsbericht

Wirtschaftsbericht: Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen in Deutschland 2023

1. Wirtschaftswachstum und Konjunktur

Im Jahr 2023 stand die deutsche Wirtschaft vor erheblichen Herausforderungen. Nach den wirtschaftlichen Turbulenzen der Vorjahre, insbesondere durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und des Ukraine-Kriegs, stagnierte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) weitgehend. Laut Statistischem Bundesamt schrumpfte die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr leicht, bevor eine leichte Stabilisierung gegen Ende des Jahres eintrat. Ursachen hierfür waren:

Hohe Inflationsraten: Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt bei 5,9%, was zu einer gedämpften Kaufkraft der Verbraucher führte.

Energiekrise: Die Abhängigkeit von Gas und steigende Energiepreise belasteten Haushalte und Unternehmen gleichermaßen, auch wenn staatliche Entlastungspakete teilweise gegensteuerten.

Schwaches Exportwachstum: Die Nachfrage aus wichtigen Exportmärkten, insbesondere aus China und den USA, entwickelte sich schwächer als erwartet.

2. Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der schwachen Konjunktur relativ robust. Die Arbeitslosenquote in Westdeutschland blieb stabil bei etwa 5,3 %. Ein anhaltender Fachkräftemangel, insbesondere in technischen und handwerklichen Berufen, setzte jedoch viele Unternehmen unter Druck. Dies betraf auch die Automobilbranche, die auf qualifiziertes Personal in Bereichen wie Elektromobilität und Digitalisierung angewiesen ist.

3. Inflation und Konsumverhalten

Die hohe Inflation führte zu einer veränderten Konsumhaltung der Verbraucher:

Viele Haushalte schränkten größere Anschaffungen wie Neuwagenkäufe ein.

Der Gebrauchtwagenmarkt profitierte von der Zurückhaltung bei Neuwagen.

Parallel dazu wuchs die Nachfrage nach kostengünstigen Finanzierungslösungen und Leasingangeboten.

4. Entwicklung der Automobilbranche

Die Automobilbranche war 2023 weiterhin von einem Strukturwandel geprägt:

Elektromobilität: Der Absatz von Elektrofahrzeugen stieg, unterstützt durch staatliche Förderprogramme und den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Allerdings wurden die Förderprämien zum Jahresende reduziert, was die Nachfrage dämpfen könnte.

Lieferkettenprobleme: Engpässe bei Halbleitern und anderen Komponenten verbesserten sich leicht, blieben jedoch ein limitierender Faktor für die Produktionskapazitäten.

Nachfrage nach Gebrauchtwagen: Gebrauchtwagenpreise blieben auf einem hohen Niveau, was sich positiv auf den Handel auswirkte.

5. Politische und rechtliche Rahmenbedingungen

Klimapolitik: Die Bundesregierung hielt an ihrem Ziel fest, bis 2030 die Emissionen im Verkehr deutlich zu senken. Dies führte zu strengeren CO 2 -Grenzwerten für Fahrzeuge und einem verstärkten Fokus auf alternative Antriebe.

Fördermaßnahmen: Die staatlichen Förderungen für Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride wurden angepasst, was Auswirkungen auf das Kaufverhalten hatte.

Digitalisierung: Förderprogramme für digitale Transformation und Automatisierung spielten eine zentrale Rolle, um die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu sichern.

6. Fazit

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland waren 2023 von Unsicherheiten geprägt. Steigende Kosten, eine hohe Inflation und die Verlagerung hin zu nachhaltigen Mobilitätslösungen prägten die Automobilbranche. Für Autohäuser bedeutete dies:

Anpassung an veränderte Kundenbedürfnisse, insbesondere im Bereich Elektromobilität und Finanzierung.

Fokussierung auf den Gebrauchtwagenmarkt als zusätzliche Umsatzquelle.

Optimierung der Betriebsabläufe, um Effizienzsteigerungen zu erreichen.

III. Finanzielle Leistungsindikatoren

Unser Dealer-Management-System AUTODATA bildet die Grundlage für unsere interne und externe Buchhaltung (DATEV). Mithilfe dieses Systems können wir einen Betriebsvergleich im Rahmen der internen Erfolgsrechnung durchführen, der uns dabei unterstützt, fundierte Entscheidungen für die Unternehmensführung zu treffen. Eine zuverlässige Erfolgsrechnung ermöglicht es uns, frühzeitig qualitativ hochwertige Informationen zu erlangen, um das Unternehmen gezielt zu steuern und die Wirtschaftlichkeit unserer Kernbereiche kontinuierlich zu verbessern.

Dabei konzentrieren wir uns auf vier wesentliche Bereiche des operativen Geschäfts:

1.

Neufahrzeugverkauf: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Verkaufszahlen, Margen und Kosten, um die Rentabilität sicherzustellen und Wachstumspotenziale zu identifizieren.

2.

Gebrauchtfahrzeugverkauf: Im Gebrauchtwagenbereich überwachen wir sowohl die Beschaffungskosten als auch die Verkaufszahlen und die Marge, um die Effizienz des Verkaufsprozesses und die Lagerumschlaghäufigkeit zu optimieren.

3.

Teilevertrieb: Der Vertrieb von Ersatzteilen, Zubehör, Reifen und ähnlichen Produkten stellt einen besonders wichtigen Bereich dar, in dem wir fortlaufend eine umfangreiche Analyse der Wirtschaftlichkeit durchführen. Die Ergebnisse dieser Analysen zeigen Potenziale auf, die wir weiter ausschöpfen möchten, um den Ertrag zu steigern.

4.

Service- und Werkstattleistungen: In diesem Bereich nutzen wir eine detaillierte Kostenrechnung, um den Erfolg präzise zu ermitteln und mögliche Optimierungspotenziale zu erkennen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Effizienz der Werkstattabläufe und der Maximierung der Auslastung.

Zur weiteren Unterstützung der operativen Steuerung setzen wir auf eine umfassende Liquiditätsentwicklung und -planung, die es uns ermöglicht, Finanzierungskosten zu optimieren und auf kurzfristige Liquiditätsengpässe schnell zu reagieren. Durch die laufende Überprüfung und Planung der Liquidität können wir sicherstellen, dass ausreichend Mittel für Investitionen, laufende Ausgaben und unvorhergesehene Kosten zur Verfügung stehen.

Insgesamt sorgen diese Instrumente dafür, dass wir die finanzielle Leistungsfähigkeit des Unternehmens kontinuierlich überwachen, Risiken frühzeitig erkennen und gezielte Maßnahmen ergreifen können, um langfristig erfolgreich zu bleiben.

IV. Geschäftsverlauf und Lage

a. Ertragslage

• Neue Automobile inkl. Vorführwagen

Der Umsatz im Neuwagenbereich betrug in 2023 12.272 T€, Neuwagenumsatz 2022 14.304 T€. Dies ist ein Rückgang von -14,2 %. Grund hierfür sind die schlechte Lieferfähigkeit von neuen Fahrzeugen und die Streichung der Förderung (BAVA) von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen, in 2022 wurden deutlich mehr DS Fahrzeuge mit Prädikat "Premium" und Elektrisch angetrieben verkauft.

Der Jahresüberschuss 2023 betrug 262 T€ (2022 363 T€).

• Gebrauchte Automobile

Wir haben einen GW-Lager-Umschlagsfaktor von 6,89 in 2023 erreicht (2022: 7,61).

Der Umsatz im Gebrauchtwagenbereich betrug 2023 5.980 T€ (2022: 4.836 T€): Dies entspricht einer Steigerung von 23,7 %.

Auch in 2023 sind die nicht lieferbaren Neuwagen und hier hauptsächlich Transporter von hoher Bedeutung. Dadurch ist die gesteigerte Nachfrage von Gebrauchtwagen sehr hoch, aber es gibt keine oder nur zu einem überteuerten Preis. Ein hoher Anteil an auslaufenden Leasingfahrzeugen in 2023, wurde bis in 2024 verlängert, weil die neu Fahrzeuge nicht lieferbar sind; dadurch fehlen in 2023 sehr viele Gebrauchte Leasingrückläufer.

• Aftersales (Teile und Zubehör)

 

Im Bereich des Teilevertriebs betrug der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 2.465 T€ und ist damit 11,6 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 gestiegen (in 2022: 2.208 T€).

• Service / Werkstatt

 

Die Service- und Werkstattleistungen entwickelten sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 (1.321 T€) positiv. Die Umsätze in 2023 betrugen 1.481 T€ (+ 12,1 %).

b. Vermögenslage

Die Bilanzsumme und somit das betriebliche Vermögen beträgt 9.689 T€ (Vj. 2022: 7.931 T€).

Das Anlagevermögen beträgt im Geschäftsjahr 2023 127 T€ (Vj. 2022: 141 T€).

Das Vorratsvermögen betrug zum Bilanzstichtag 6.878 T€ (Vj. 2022: 5.404 T€). Dabei entwickelte sich der Fahrzeugbestand wie folgt:

31.12.2023 31.12.2022 Abweichung Wert %
Neuwagen 3.945 T€ 3.210 T€ +22,9 %
Vorführwagen 1.138 T€ 1.014 T€ +12,2 %
Gebrauchtwagen 1.594 T€ 1.001 T€ +59,2 %
gesamt 6.677 T€ 5.225 T€ +27,8 %

c. Finanzlage

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 18 T€ auf 107 T€ reduziert (Vj. 125 T€).

Die Lieferantenverbindlichkeiten haben sich stichtagsbezogen auf 6.391 T€ (Vj. 5.260 T€) erhöht.

Die Eigenkapitalquote beträgt 16,2 % (Vj. 17,7 %).

Die Vermögens- und Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen und stellt dadurch eine wesentliche Voraussetzung dar, um künftig weiterhin erfolgreich arbeiten zu können.

Gesamtaussage

Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf 2023 zufrieden und haben unser Ziel eines leicht gesteigerten Umsatzes und eines positiven Jahresergebnisses erreicht. Der Rückgang des Umsatzes im Neuwagenbereich um -14,2 % konnte durch den gestiegenen Umsatz im Gebrauchtwagenbereich +23,7 % ausgeglichen werden. Der weiterhin positive Verlauf im Teile- und Werkstattumsatz hat mit dazu beigetragen trotz der schwierigen Lage am Markt das gute Ergebnis zu behaupten.

V. Chancen- und Risikobericht

Absatzrisiken

Die Prognosen für das Autojahr 2024 in Deutschland und Europa zeichnen ein insgesamt herausforderndes Bild für die Automobilbranche. In Deutschland erwartet der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) einen Rückgang der Pkw-Neuzulassungen auf etwa 2,65 Millionen Einheiten, was einen Rückgang von rund 200.000 Fahrzeugen im Vergleich zu 2023 bedeutet. Dieser Rückgang wird auf verschiedene Faktoren zurückgeführt, wie etwa gestiegene Rohstoffkosten, die zu höheren Fahrzeugpreisen führen, sowie eine unsichere wirtschaftliche und politische Lage, insbesondere in Bezug auf die Verkehrs- und Klimapolitik. Die Unsicherheit über den Fortbestand des Umweltbonus und die Kostenbelastung für die Verbraucher könnten ebenfalls die Kaufentscheidungen negativ beeinflussen.

Trotz dieser Herausforderungen wird für den Gebrauchtwagenmarkt ein leichtes Wachstum erwartet. Der ZDK prognostiziert rund 6,2 Millionen Besitzumschreibungen, was zwar unter dem Niveau der Vorkrisenjahre liegt, aber dennoch einen stabilen Markt für Gebrauchtfahrzeuge widerspiegelt. Gebrauchtwagen bieten vielen Käufern eine preisgünstigere Mobilitätsoption, was diesen Sektor weiter stützen dürfte.

Zusätzlich wird im Bereich der Elektromobilität ein weiteres Jahr der Unsicherheit erwartet. Die Zahl der Neuzulassungen von E-Autos könnte aufgrund von Lieferschwierigkeiten und steigenden Kosten zurückgehen, während Plug-in-Hybride weiterhin ein wenig zulegen könnten.

Insgesamt sehen Experten für 2024 einen stagnierenden oder leicht rückläufigen Pkw-Markt, was auf eine breitere wirtschaftliche Unsicherheit und anhaltende Herausforderungen in der Produktions- und Lieferkette zurückzuführen ist.

Die Automobilbranche weltweit steht vor einer Reihe von Herausforderungen, die sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringen. Global betrachtet, verschieben sich die Schwerpunkte der Produktion und des Absatzes zunehmend nach Asien, insbesondere China, wo fast 60 % aller Fahrzeuge gebaut werden. Diese Entwicklungen sind besonders für die deutsche Automobilindustrie problematisch, da sie sich mit einer Reihe von Wettbewerbsdruck, darunter der Aufstieg neuer chinesischer Hersteller von Elektrofahrzeugen, konfrontiert sieht. Besonders der technologische Wandel hin zu Elektromobilität und die Expansion neuer Marktteilnehmer setzen die etablierte Industrie unter Druck.

Für Deutschland als Autoland, das traditionell eine starke Stellung im globalen Automobilmarkt innehat, bieten sich jedoch auch Chancen. Die deutsche Automobilindustrie hat die Umstellung auf Elektromobilität schneller vorangetrieben als viele europäische Mitbewerber und bleibt mit einem großen Fokus auf Innovation und Forschung ein globaler Akteur, besonders im Premiumsegment. Deutschland ist nach China der zweitgrößte Produzent von Elektrofahrzeugen, was den Standort weiterhin stärkt, auch wenn die Branche mit einem stagnierenden Wachstum und zunehmendem internationalen Wettbewerb kämpft.

Zu den größten Chancen für die Branche zählen die fortschreitende Digitalisierung und der verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), autonomem Fahren und vernetzten Fahrzeugtechnologien. Diese Technologien eröffnen neue Geschäftsmodelle, wie etwa Carsharing und digitale Vertriebskanäle. Gleichzeitig ist die Entwicklung in diesen Bereichen auch eine Quelle von Unsicherheit, da Unternehmen in neue Partnerschaften mit Technologieunternehmen investieren müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Risiken ergeben sich vor allem aus der Unsicherheit der globalen Lieferketten, die durch geopolitische Spannungen und die Pandemie verstärkt wurden. Auch die zunehmende Deglobalisierung und protektionistische Maßnahmen in verschiedenen Märkten könnten den Export, der für Deutschland von entscheidender Bedeutung ist, negativ beeinflussen.

Insgesamt hat die deutsche Automobilindustrie die Möglichkeit, ihre führende Position durch gezielte Investitionen in Forschung und Entwicklung, insbesondere in die Elektromobilität und digitale Technologien, zu behaupten. Es bleibt jedoch entscheidend, ob es gelingt, auf die Herausforderungen des globalen Wettbewerbs und der technologischen Umstellung adäquat zu reagieren.

Beschaffungsrisiken

Es bestehen langfristige Händler- und Lieferverträge mit SUBARU und ISUZU. Unsere Hauptlieferanten CITROEN und DS haben auf Grund der Neuausrichtung des Stellantis-Konzerns alle in diesem Verbund tätigen Händler zum 31.05.2023 (mit nachträglicher Verlängerung der Kündigungsfrist bis zum 30.6.2023) gekündigt. Die Autohaus Kuhn GmbH hat im gleichen Zuge uneingeschränkte Bestätigungen (LOIs) zur weiteren Zusammenarbeit über den Kündigungszeitpunkt hinaus erhalten. Gemäß diesen ist beabsichtigt, nahtlos neue Verträge auf Basis der aktuellen Eigentumsverhältnisse sowie Händler- und Werkstattanlagen abzuschließen.

Die Verlängerung des CITROEN HÄNDLERVERTRAG wurde gezeichnet, der am 01. Juli 2023 in Kraft tritt und automatisch am 31.Dezember 2026 endet. CITROEN verpflichtet sich vor Ablauf des CITROEN HÄNDLERVERTRAGS den neuen CITROEN RETAILERVERTRAR anzubieten, der am 01. Januar 2027 beginnt. Gleiches gilt für den CITROEN-SERVICE-PARTNER-VERTRAG.

Der CITROEN HÄNDLERVERTRAG NUTZFAHRZEUGE ist gezeichnet und wird über den 30. Juli 2025 hinaus verlängert und endet 31. Dezember 2026.

DS AUTOMOBILES HÄNDLERVERTRAG ist gezeichnet und wird über den 30.Juni.2025 hinaus verlängert und endet am 31. Dezember 2026.

DS AUTOMOBILSE SERVICE-PARTNER-VERTRAG, der am 1. Juli. 2023 mit unbestimmter Laufzeit in Kraft getreten ist, wurde bereits in 2023 unterzeichnet.

Gebrauchtwagenrisiken

Bei den Gebrauchtwagen bestehen interne Handlungsanweisungen, wonach grundsätzlich für alle Fabrikate eine Schwacke-Bewertung und eine fundierte technische Bewertung dem Angebotspreis zugrunde gelegt werden muss. Begründete Ausnahmefälle sind mit der Geschäftsleitung abzustimmen. So sichern wir uns einerseits ausreichend Gebrauchtwagen für unseren Markt, anderseits tragen wir damit die nötige Vorsorge, um auch dort noch positive DB III erzielen zu können.

Abverkaufs Risiken

Die Restwerte bei Leasinggeschäften werden von unserer Verkaufsleitung regelmäßig geprüft und ggf. angepasst, um hier dem Abverkaufs-Risiko bei der Rücknahme ausreichend Rechnung zu tragen. Wir werden in 2024 einen erheblichen Anstieg an Leasing-Rückläufern erhalten, ein Großteil der Leasingverträge sind über 24 Monate abgeschlossen worden, mit der Absicht in 2024 junge Gebrauchtwagen auch mit Elektroantrieben anbieten zu können.

Zinsänderungs- und Finanzierungsrisiken

Die PSA-Bank als Konzernbank hat in den letzten Jahren eine konstante Zinspolitik verfolgt. Durch die Konsolidierung mit der Stellantis-Financial-Services hat sich eine komplett neue Bank-Struktur ergeben, die sich aktuell im Aufbau befindet.

Politische Risiken

Die Automobilbranche sieht sich in den Jahren 2023 und 2024 mit verschiedenen politischen Risiken konfrontiert, die sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene wirken. Hier sind die wichtigsten politischen Risiken zusammengefasst:

1. Klimapolitik und Regulierung

Strengere Emissionsvorgaben: Die EU verschärft ihre CO 2 -Emissionsstandards für Pkw und Nutzfahrzeuge. Das geplante Aus für Neuwagen mit Verbrennungsmotoren bis 2035 bringt die Branche unter Druck, schneller auf Elektrofahrzeuge umzusteigen. Unternehmen müssen hohe Investitionen in die Entwicklung emissionsfreier Fahrzeuge tätigen.

Euro-7-Abgasnorm: Die Einführung der Euro-7-Norm, die ab 2025 in Kraft treten soll, stellt neue technische Anforderungen an Verbrennungsmotoren. Dies könnte die Kosten für Produktion und Entwicklung erheblich erhöhen und ältere Modelle unrentabel machen.

2. Subventionen und Förderprogramme

Abhängigkeit von staatlicher Unterstützung: Förderprogramme wie Umweltboni oder Steuervergünstigungen für Elektrofahrzeuge könnten gekürzt oder umgestaltet werden. Besonders in Deutschland wird diskutiert, inwiefern diese Subventionen langfristig tragfähig sind.

Internationale Wettbewerbsnachteile: Länder wie die USA setzen mit dem Inflation Reduction Act (IRA) auf massive Subventionen für lokal produzierte Elektroautos und Batterien. Europäische Hersteller könnten dadurch Wettbewerbsnachteile erleiden, falls keine vergleichbaren Förderprogramme in der EU etabliert werden.

3. Handelskonflikte und Protektionismus

USA und EU: Die Handelspolitik der USA (z. B. Zölle oder Subventionen für US-Produkte) könnte zu Spannungen mit der EU führen, insbesondere in Bezug auf Elektrofahrzeuge und Batteriezellen.

China: Die EU hat Ermittlungen wegen möglicher illegaler Subventionen chinesischer Elektroautohersteller eingeleitet. Ein Handelskonflikt mit China könnte zu höheren Kosten für europäische Hersteller führen, die stark von chinesischen Lieferketten abhängig sind.

4. Geopolitische Spannungen

Russland-Ukraine-Krieg: Der anhaltende Krieg in der Ukraine beeinträchtigt Lieferketten, insbesondere für Rohstoffe wie Nickel, Palladium und Aluminium, die für die Automobilproduktion essentiell sind. Politische Sanktionen und Energiekrisen belasten die Branche weiterhin.

Taiwan-Konflikt: Die Unsicherheit um Taiwan, ein wichtiger Hersteller von Halbleitern, birgt das Risiko von Versorgungsengpässen für die Automobilindustrie, die stark auf Chips angewiesen ist.

5. Infrastruktur und Energiepolitik

Ladeinfrastruktur: Die schleppende Umsetzung des Ausbaus der Ladeinfrastruktur in der EU könnte den Absatz von Elektrofahrzeugen bremsen. Politische Uneinigkeit zwischen Ländern und Kommunen verlangsamt den Fortschritt.

Energiepreise: Steigende Stromkosten und die Debatte um den Ausbau erneuerbarer Energien könnten den Betrieb von Elektrofahrzeugen und die Produktion verteuern.

6. Arbeitsmarkt und soziale Spannungen

Arbeitsplatzverlust: Der Übergang zu Elektromobilität gefährdet Arbeitsplätze in der Automobilindustrie, insbesondere in Bereichen wie der Produktion von Verbrennungsmotoren. Dies könnte zu politischem und gesellschaftlichem Druck führen.

Gewerkschaften und Streiks: Insbesondere in Deutschland könnten Gewerkschaften stärker für den Erhalt von Arbeitsplätzen und bessere Bedingungen mobilisieren, was politische Entscheidungen beeinflussen könnte.

7. Nationale und lokale Verkehrspolitik

Stadtverkehr und Fahrverbote: Immer mehr Städte setzen auf Umweltzonen, autofreie Innenstädte oder Einschränkungen für ältere Verbrennerfahrzeuge. Dies könnte die Nachfrage nach Fahrzeugen mit herkömmlichen Antrieben weiter dämpfen.

Förderung alternativer Verkehrskonzepte: Politische Unterstützung für öffentliche Verkehrsmittel, Carsharing oder Fahrradverkehr könnte langfristig den Markt für private Pkw verkleinern.

Diese politischen Risiken erfordern strategische Anpassungen von Automobilherstellern und -zulieferern. Unternehmen, die flexibel auf Regulierungen reagieren und in Innovationen investieren, sind besser positioniert, um den Herausforderungen zu begegnen.

Chancen

Die politischen Entwicklungen in den Jahren 2023 und 2024 bieten nicht nur Risiken, sondern auch Chancen für die Automobilbranche. Hier eine Übersicht der wichtigsten Möglichkeiten, die sich aus den politischen Rahmenbedingungen ergeben:

1. Chancen durch Klimapolitik und Regulierung

Innovation durch Emissionsvorgaben: Strengere Klimaziele wie die CO 2 -Reduktion und das Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035 in der EU fördern Innovationen und treiben die Entwicklung neuer Technologien wie Elektromobilität, Wasserstoffantriebe und synthetische Kraftstoffe voran. Unternehmen, die frühzeitig auf diese Trends setzen, können sich Marktanteile sichern.

Vorreiterrolle im Umweltschutz: Hersteller, die CO 2 -neutrale Fahrzeuge entwickeln, können ihr Image verbessern und eine führende Rolle im globalen Markt einnehmen. Dies stärkt die Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere bei Kunden, die umweltfreundliche Mobilität priorisieren.

2. Subventionen und Förderprogramme

Förderung für Elektromobilität: Staatliche Zuschüsse für Elektroautos, Ladeinfrastruktur und Batterieproduktion bieten Herstellern und Zulieferern eine Möglichkeit, Kosten zu senken und die Akzeptanz der Elektromobilität bei den Verbrauchern zu steigern.

EU-Programme für Wettbewerbsfähigkeit: Als Reaktion auf den Inflation Reduction Act (IRA) der USA arbeitet die EU an einem "Green Deal Industrial Plan", der europäischen Herstellern ebenfalls finanzielle Unterstützung bietet, um mit internationalen Konkurrenten mitzuhalten.

Partnerschaften mit staatlichen Institutionen: Die Zusammenarbeit mit Regierungen bei der Förderung erneuerbarer Energien und der Entwicklung grüner Technologien kann langfristige Wettbewerbsvorteile schaffen.

3. Handelsbeziehungen und Globalisierung

Diversifizierung der Lieferketten: Handelskonflikte mit China oder den USA könnten Unternehmen dazu ermutigen, ihre Lieferketten regionaler und widerstandsfähiger zu gestalten. Dies bietet Chancen für neue Zulieferer in Europa oder anderen Regionen.

Erweiterung globaler Märkte: Die wachsende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in Ländern wie Indien, Südostasien und Lateinamerika eröffnet Potenziale für Marktführer, die auf emissionsfreie Fahrzeuge setzen.

Technologieexport: Europäische Hersteller könnten von ihrer führenden Position in der Fahrzeugtechnologie profitieren, indem sie innovative Lösungen an Märkte mit strikteren Umweltvorgaben exportieren.

4. Chancen durch Geopolitik

Rohstoffstrategien: Investitionen in Rohstoffpartnerschaften, z. B. in Afrika oder Südamerika, könnten die Versorgung mit kritischen Materialien wie Lithium, Nickel oder Kobalt sichern. Unternehmen, die hier früh aktiv werden, sichern sich langfristig stabile Lieferketten.

Förderung europäischer Autonomie: Geopolitische Spannungen können dazu führen, dass die EU stärker in strategische Industrien wie die Batterieproduktion investiert, was die europäische Automobilbranche unabhängiger von asiatischen Herstellern macht.

5. Infrastruktur und Energiepolitik

Ausbau der Ladeinfrastruktur: Politische Unterstützung für den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur und Schnellladestationen schafft einen Wachstumsmarkt, von dem sowohl Fahrzeughersteller als auch Infrastrukturanbieter profitieren können.

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz: Der Fokus auf saubere Energiequellen bietet die Möglichkeit, Elektromobilität mit grüner Energie zu kombinieren, was die CO 2 -Bilanz der gesamten Branche verbessert.

Vorreiterrolle bei grüner Technologie: Unternehmen, die in energieeffiziente Fahrzeug- und Produktionstechnologien investieren, können ihre Marktposition stärken und sich als Pioniere etablieren.

6. Arbeitsmarkt und Transformation

Qualifizierung der Belegschaft: Der Wandel hin zur Elektromobilität bietet Chancen für die Schaffung neuer, zukunftssicherer Arbeitsplätze in Bereichen wie Softwareentwicklung, Batterietechnologie und Recycling.

Fokus auf Forschung und Entwicklung: Politische Förderprogramme für Innovation und Digitalisierung stärken die Wettbewerbsfähigkeit von Herstellern, die sich frühzeitig an die Transformation anpassen.

7. Nationale und lokale Verkehrspolitik

Nachfrage nach nachhaltiger Mobilität: Der politische Fokus auf nachhaltige Stadtmobilität (z. B. durch Umweltzonen und Förderung von E-Fahrzeugen) kann neue Geschäftsfelder wie Carsharing, Mikromobilität und Flottenmanagement eröffnen.

Integration in multimodale Verkehrssysteme: Unternehmen, die ihre Fahrzeuge in intelligente Verkehrssysteme integrieren, können von einer zunehmenden Digitalisierung des Verkehrs profitieren.

Die Automobilbranche hat in den Jahren 2023 und 2024 die Möglichkeit, durch innovative Technologien, strategische Partnerschaften und die Anpassung an regulatorische Anforderungen ihre Position zu stärken. Unternehmen, die proaktiv auf politische und regulatorische Veränderungen reagieren, können nicht nur Risiken minimieren, sondern auch langfristige Wettbewerbsvorteile erzielen.

VI. Prognose-Bericht

Die Planung für Ihren Händlerbetrieb mit den Marken CITROEN, DS Automobiles, SUBARU und ISUZU im Jahr 2024 sollte sich an den folgenden Rahmenbedingungen orientieren. Dabei spielen Markttrends, regulatorische Veränderungen sowie die strategische Positionierung der Marken eine entscheidende Rolle:

1. Markenübergreifende Rahmenbedingungen

Marktentwicklung und Wettbewerb

Nachfrage nach Elektromobilität: Mit zunehmendem Fokus auf emissionsfreie Fahrzeuge steigt der Druck, entsprechende Modelle im Portfolio zu haben. Besonders CITROËN und DS Automobiles positionieren sich im Segment der elektrifizierten Fahrzeuge. Für SUBARU und ISUZU, die stärker auf Verbrennungsmotoren setzen, könnte die Nachfrage aufgrund verschärfter Emissionsvorgaben sinken.

Herausforderung Gebrauchtwagenmarkt: Der Markt für junge Gebrauchte bleibt aufgrund der gestiegenen Neuwagenverfügbarkeiten stabil, was geringere Margen für Gebrauchtwagenverkäufe bedeuten könnte. Dennoch ist eine Diversifikation zwischen neuen und gebrauchten Fahrzeugen essenziell.

Kundenanforderungen

Individualisierte Mobilität: Kunden erwarten zunehmend flexible Mobilitätslösungen wie Leasing, Carsharing oder flexible Finanzierungskonzepte. Ein erweitertes Serviceangebot kann als Differenzierungsmerkmal dienen.

Digitale Prozesse: Der Trend zu Online-Verkauf, digitalen Beratungsdiensten und automatisierten Wartungserinnerungen wird weiter an Bedeutung gewinnen. Händler sollten hier mit verbesserten digitalen Schnittstellen und Marketing-Tools aufrüsten.

Regulatorische Einflüsse

Euro-7-Norm: Die geplante Einführung der Euro-7-Abgasnorm ab 2025 könnte die Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor in der Übergangszeit beeinflussen. Modelle, die dieser Norm entsprechen, sollten im Marketing besonders hervorgehoben werden.

Förderprogramme: Je nach politischer Ausgestaltung der staatlichen Förderung für E- Fahrzeuge müssen Anreizmodelle für Kunden angepasst werden. Der Fokus auf Förderungen und Steuervergünstigungen für Gewerbe- und Privatkunden bleibt ein Wettbewerbsvorteil.

2. Markenspezifische Überlegungen

CITROEN und DS Automobiles (Stellantis-Konzern)

Neue Vertragsbedingungen: Mit der Neuausrichtung des Stellantis-Konzerns und der geplanten Vertragsverlängerung bis Mitte 2024 ist eine enge Abstimmung mit dem Konzern entscheidend, um frühzeitig auf Änderungen in Lieferkonditionen oder Sortiment reagieren zu können.

Portfolio-Strategie: Der Fokus auf Elektro- und Plug-in-Hybridmodelle wird stärker, insbesondere bei DS Automobiles, das im Premiumsegment zunehmend elektrifiziert wird. CITROËN setzt verstärkt auf erschwingliche E-Modelle, was für eine breite Kundenzielgruppe interessant ist.

Markendifferenzierung: Der Premium-Anspruch von DS Automobiles erfordert ein stärkeres Augenmerk auf gehobene Verkaufsräume und eine exklusive Kundenansprache.

SUBARU

Starke Nische mit Allradkompetenz: SUBARU bleibt ein wichtiger Player in der Nische der Allradfahrzeuge. Das Image als zuverlässige Marke für Outdoor- und Abenteuerfahrzeuge sollte weiter ausgebaut werden.

Elektrifizierung: SUBARU hat mit dem Solterra (einem rein elektrischen Modell) einen Schritt in die Elektromobilität gemacht, jedoch bleibt der Fokus weiterhin auf Verbrennungsmotoren und Hybridlösungen. Die Marketingstrategie sollte eine klare Positionierung zwischen Tradition und Innovation verfolgen.

ISUZU

Kompetenz im Nutzfahrzeugbereich: ISUZU punktet bei Gewerbekunden mit robusten Nutzfahrzeugen und Pick-ups. Der Fokus auf Spezialmärkte wie Bau- und Landwirtschaft bietet eine stabile Grundlage.

Zunehmende Elektrifizierung: Auch bei ISUZU gibt es erste Schritte in Richtung Hybrid- und Elektroantriebe, die jedoch stärker auf Gewerbe- und Flottenkunden ausgerichtet sind. Diese Zielgruppen sollten gezielt adressiert werden.

3. Händlerbetrieb

Vertrieb und Kundenbindung

Stärkere Online-Präsenz: Mit einem Fokus auf digitale Verkaufskanäle können zusätzliche Kundengruppen erschlossen werden. Eine Plattform, die den Vergleich von Modellen und Vertragsoptionen erleichtert, könnte den Absatz fördern.

Erweiterte Dienstleistungen: Werkstattangebote wie Inspektionspakete, Abos für Wartungsservices oder Mobilitätslösungen (z. B. Mietwagen oder Carsharing) können die Kundenbindung stärken.

Leasingrückläufer-Management: Ein strategisches Management von Leasingrückläufern, insbesondere für junge Gebrauchtwagen von CITROEN und DS Automobiles, bietet Chancen für Zusatzverkäufe.

Werkstattgeschäft

Wartung von Hybrid- und E-Fahrzeugen: Die Werkstatt sollte frühzeitig auf die Wartung von Elektro- und Hybridfahrzeugen ausgerichtet werden, da dieser Bereich 2024 weiter wachsen wird.

Schulung der Mitarbeiter: Qualifikationsmaßnahmen für Servicemitarbeiter im Umgang mit Hochvolt-Technologie und Diagnosetools schaffen Wettbewerbsvorteile.

Ersatzteilmanagement: Der Fokus auf originale Ersatzteile für SUBARU und ISUZU, gepaart mit effizienten Lieferketten, bleibt entscheidend, um Gewerbekunden zufrieden zu stellen.

Ladeinfrastruktur

Installation von Ladestationen: Investitionen in Ladeinfrastruktur am Standort verbessern die Attraktivität des Betriebs und unterstützen den Absatz von Elektrofahrzeugen. Kooperationen mit Energieversorgern oder staatlichen Förderprogrammen können die Kosten senken.

VII. Umsatz- und Ergebnisprognose für 2024

Für die Umsatz- und Ergebnisprognose 2024 sind die erwarteten Rahmenbedingungen entscheidend. Unter Berücksichtigung der Marktentwicklung, politischer Einflüsse und branchenspezifischer Trends lassen sich folgende Punkte skizzieren:

Umsatzprognose

1. Neuwagenverkauf:

Normalisierung des Vertriebs Stellantis: Durch das Ende der Umstrukturierung beim Stellantis-Konzern erhoffen wir uns eine Normalisierung der Belieferung der Neufahrzeuge und hoffen die Umsätze aus 2023 zu halten und ggf. geringfügig zu senken in 2024.

Elektromobilität: Auf Grund des kurzfristigen Wegfalls der E-Mobilitätsförderung durch den Staat, wird die Vermarktung elektrischer Fahrzeuge erheblich erschwert. Hier wird eher mit einem leichten Rückgang der Vermarktung gerechnet in 2024.

SUBARU und ISUZU: Mit ihrer Nischenpositionierung könnten diese Marken stabile Verkäufe erzielen, jedoch ohne signifikante Wachstumsraten.

2. Gebrauchtwagenhandel:

Gebrauchtwagenmarkt wird rückläufig: Eine steigende Verfügbarkeit von Leasingrückläufern im Elektrobereich ist zwar eine Bereicherung des Angebotes, jedoch ist durch die Verunsicherung des Käufermarktes durch die Wankelmütigkeit der Politik hier mit keinem Wachstum in 2024 zu rechnen. Es wird mit einem deutlichen Umsatzrückgang gerechnet, je nach Marktentwicklung.

3. Werkstattgeschäft:

Hohe Auslastung: Es wird mit einer hohen durchschnittliche Werkstattauslastung gerechnet. Der anhaltende Wartungsbedarf älterer Fahrzeuge und die wachsende Anzahl elektrifizierter Modelle sichern solide Einnahmen.

Ergebnisprognose

Margenentwicklung:

Neuwagen: Margen könnten durch erhöhte Produktionskosten (Euro-7-Norm, Elektrifizierung) unter Druck geraten.

Gebrauchtwagen: Stabilisierung auf niedrigem Niveau, da Kunden durch steigende Lebenshaltungskosten preissensibler werden.

Werkstattgeschäft: Eine vernünftige Marge wird bleiben aufgrund der starken Nachfrage und spezialisierter Dienstleistungen wie Hochvolt-Wartungen konstant.

Gesamtergebnis:

Wir rechnen mit einem deutlich niedrigeren Umsatz sowie einem deutlich niedrigerem Ergebnis gegenüber dem Vorjahr.

Die Prognosen für 2024 zeigen ein insgesamt moderates Wachstum für die Automobilbranche. Während Unsicherheiten in den Bereichen Inflation, Energiepreise und geopolitische Spannungen bestehen bleiben, bieten die steigende Nachfrage nach Elektromobilität und ein stabilisierter Neuwagenmarkt Chancen für Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Eine flexible Anpassung an regulatorische und wirtschaftliche Veränderungen ist jedoch essenziell, um langfristig erfolgreich zu bleiben.

 

Karlsruhe, den 11.02.2025

Autohaus KUHN GmbH

Christian Pawletta, Geschäftsführer

Bilanz zum 31.12.2023

Autohaus Kuhn GmbH, Karlsruhe eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HR B 104600

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9,00 9,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.333,00 18.333,00
13.342,00 18.342,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.142,00 24.259,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 95.018,00 98.195,00
113.160,00 122.454,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.878.333,07 5.404.185,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.037.471,15 1.246.455,81
2. Sonstige Vermögensgegenstände 768.815,24 313.021,80
1.806.286,39 1.559.477,61
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 876.384,87 824.611,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.922,30 2.292,65
9.689.428,63 7.931.362,73

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 179.000,00 179.000,00
II. Bilanzgewinn 1.386.576,87 1.224.989,95
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 149.876,00 126.613,13
2. Sonstige Rückstellungen 910.972,24 707.339,77
1.060.848,24 833.952,90
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 107.170,52 124.986,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.390.769,18 5.259.647,39
3. Sonstige Verbindlichkeiten 565.063,82 308.786,49
7.063.003,52 5.693.419,88
9.689.428,63 7.931.362,73

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Autohaus Kuhn GmbH, Karlsruhe eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HR B 104600

2023 2022
1. Umsatzerlöse 23.109.957,69 23.831.884,77
2. Gesamtleistung 23.109.957,69 23.831.884,77
3. Sonstige betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche Erträge 27.878,59 40.759,29
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -18.256.987,57 -19.044.965,86
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -269.988,46 -248.418,74
-18.526.976,03 -19.293.384,60
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.169.798,72 -2.229.320,19
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -414.141,55 -454.608,46
-2.583.940,27 -2.683.928,65
- Davon für Altersversorgung € -16.979,44 (€ -18.942,40)
6. Abschreibungen
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -43.543,12 -52.205,51
b) Auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -176.630,14 -87.131,00
-220.173,26 -139.336,51
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.313.778,95 -1.248.062,72
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 40.413,99 44.756,89
- Davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen € 39.927,87 (€ 44.672,89)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -137.213,22 -21.982,53
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -129.711,89 -161.662,66
11. Ergebnis nach Steuern 266.456,65 369.043,28
12. Sonstige Steuern -4.869,73 -6.161,73
13. Jahresüberschuss 261.586,92 362.881,55
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.224.989,95 862.108,40
15. Ausschüttung -100.000,00 0,00
16. Bilanzgewinn 1.386.576,87 1.224.989,95

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Autohaus Kuhn GmbH, Karlsruhe

A. Allgemeine Angaben

Die Autohaus Kuhn GmbH mit Sitz in Karlsruhe ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer 104600 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Sofern die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, erfolgt die planmäßige Abschreibung über einen Zeitraum von 10 Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Zugänge mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit den niedrigeren Werten zum Stichtag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Auf der Aktivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die in den Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen Disagien werden linear über den Zeitraum der Zinsbindung der entsprechenden Darlehen abgeschrieben.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden nach § 253 Absatz 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in einem gesonderten Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Die Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes kann nicht verlässlich geschätzt werden. Entsprechend § 253 Abs. 3 S. 4 HGB erfolgt die Abschreibung über einen Zeitraum von zehn Jahren.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Restlaufzeit
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022 größer 1 Jahr 31.12.2023 größer 1 Jahr 31.12.2022
T€ T€ T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.037 1.246 0 0
sonstige Vermögensgegenstände 769 313 0 0
1.806 1.559 0 0

3. Rechnungsabgrenzungsposten

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
davon Disagien 2 2

4. Eigenkapital

In den zum 31.12.2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn von € 1.386.576,87 (Vorjahr: € 1.224.989,95) wurde ein Gewinnvortrag in Höhe von € 1.224.989,95 (Vorjahr: € 862.108,40) nach Ausschüttung in Höhe von € 100.000,00 (Vj. € 0,00) einbezogen.

5. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen umfassen die voraussichtliche Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuersteuernachzahlung für das Geschäftsjahr sowie Vorjahre.

Der tatsächliche Steueraufwand/ -ertrag aus dem MinStG für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf € 0,00.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Leasingrückläufer 619 491
Gewährleistungsverpflichtungen 0 11
Personalkosten 218 151
Übrige 74 54
911 707

Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags der langfristigen Rückstellungen für Leasingrückläufer wird für die Abzinsung der Vervielfältiger für eine angenommene Restlaufzeit von 2 Jahren gem. BMF vom 26.05.2005 Tabelle 2 herangezogen (0,8985).

7. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel in T€ zum 31.12.2023:

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Art & Form der Sicherheit Gesamt 31.12.2023
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 49 58 0 Grundschuld Dritte 107
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.391 6.391
3. Sonstige Verbindlichkeiten 565 565
- davon aus Steuern (121) (121)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (7) (7)
7.005 58 0 7.063

Verbindlichkeitenspiegel in T€ zum 31.12.2022:

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Art & Form der Sicherheit Gesamt 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 33 92 0 Grundschuld Dritte 125
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.260 5.260
3. Sonstige Verbindlichkeiten 308 308
- davon aus Steuern (125) (125)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (13) (13)
5.601 92 0 5.693

8. Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine wesentlichen Haftungsverhältnisse.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, insbesondere für die Geschäftsräume, in Höhe von insgesamt jährlich T€ 235 (Vj. T€ 236) / Gesamthöhe T€ 705 (Vj. T€ 708). Die Vorteile liegen in der größeren finanziellen Flexibilität in Folge geringerer Kapitalbindung. Nachteilig ist die Zahlungsverpflichtung über mehrere Jahre.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. außergewöhnliche Erträge von nicht untergeordneter Bedeutung

2023 2022
T€ T€
in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten:
Investitionszuschüsse 0 9
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 0 5
0 14

2. periodenfremde Aufwendungen von nicht untergeordneter Bedeutung

2023 2022
T€ T€
in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten:
Forderungsverluste 10 4

3. Erläuterungen zu den Zinsen und ähnlichen Erträgen

In den sonstigen Zinserträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellung in Höhe von T€ 40 (Vj. T€ 45) enthalten.

4. Erläuterungen zu den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellung in Höhe von T€ 5 (Vj. T€ 5) enthalten.

E. Nachtragsbericht

Es wurden Verlängerungsvereinbarungen in 2024 zu den Händlerverträgen mit DS Automobiles und Citroen abgeschlossen. Die Händlerverträge enden automatisch am 31.12.2026. Vor Ablauf der Frist sollen neue Retailerverträge angeboten werden mit Vertragsbeginn ab 01.01.2027.

Mit Subaru und Isuzu wurden Händler- und Service-Verträge mit unbegrenzter Laufzeit abgeschlossen.

Darüber hinaus ergaben sich nach dem 31. Dezember 2023 keine Ereignisse, über die berichtet werden muss.

F. Weitere Angaben

1. Arbeitnehmer

Jahresdurchschnitt
2023 2022
Angestellte 42 42

2. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft ist:

 

Herr Christian Pawletta, Geschäftsführer / KFZ-Meister, Karlsruhe

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die Gesellschaft agiert selbständig in ihrem Marktsegment. Sofern Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt werden, schließt die Gesellschaft diese Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen wie unter Fremden ab.

4. Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn bestehend aus dem Gewinnvortrag in Höhe von € 1.224.989,95 und dem Jahresüberschuss in Höhe von € 261.586,92 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Karlsruhe, den 11.02.2025

Christian Pawletta

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen (U) Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.475,79 0,00 0,00 32.475,79
2. Geschäfts- oder Firmenwert 50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
82.475,79 0,00 0,00 82.475,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 110.273,84 0,00 0,00 110.273,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 641.743,31 29.249,12 1.632,25 669.360,18
752.017,15 29.249,12 1.632,25 779.634,02
Gesamt 834.492,94 29.249,12 1.632,25 862.109,81
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.466,79 0,00 0,00 32.466,79
2. Geschäfts- oder Firmenwert 31.667,00 5.000,00 0,00 36.667,00
64.133,79 5.000,00 0,00 69.133,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 86.014,84 6.117,00 0,00 92.131,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 543.548,31 32.426,12 1.632,25 574.342,18
629.563,15 38.543,12 1.632,25 666.474,02
Gesamt 693.696,94 43.543,12 1.632,25 735.607,81
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9,00 9,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.333,00 18.333,00
13.342,00 18.342,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.142,00 24.259,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 95.018,00 98.195,00
113.160,00 122.454,00
Gesamt 126.502,00 140.796,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Autohaus Kuhn GmbH, Karlsruhe

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Kuhn GmbH, Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Kuhn GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, den 11.02.2025

REILING Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Karlsruhe

Prof. Dr. Ingo Storz, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

7 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.