Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 5974
Vorher
KPSS-Kao Professional Salon Services GmbH
Eingetragen
16.12.1994
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und ReinigungsmittelnHerstellung von Körperpflegemitteln und DuftstoffenGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Ist der Betrieb einer chemischen Fabrik und der Vertrieb chemischer Erzeugnisse, insbesondere Kosmetika sowie von Friseurbedarf aller Art einschließlich der Herstellung und des Vertriebs von Einrichtungsgegenständen und Geräten für den Betrieb von Friseursalons. Die Gesellschaft kann auch Handel mit chemischen Rohprodukten oder Halbfertigwaren betreiben. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die dem Gegenstand des Unternehmens mittelbar oder unmittelbar zu dienen geeignet sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Takateru Hashiya
seit 10.3.2026
Geschäftsführer
Yoko Honda
seit 6.5.2025
Geschäftsführer
Nadine Lelitko
seit 19.3.2025
Prokura
Christian Melcher
seit 19.8.2024
Prokura
Juan Cristian Canthal
seit 28.3.2023
Geschäftsführer
Guido Kirchhoff
seit 10.10.2022
Geschäftsführer
Gabriele Arend
seit 13.10.2021
Prokura
Dominic Pratt
seit 29.9.2021
Geschäftsführer
Heiko Maile
seit 26.7.2021
Prokura
Volker Noll
seit 16.5.2019
Prokura
Maarten Verhoeven
seit 26.7.2018
Prokura
Michael Cramer
seit 21.7.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kao-CorporationJPN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Kao-Corporation
Japan
25.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kao Germany GmbH

Darmstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die Kao Germany GmbH mit Sitz in Darmstadt (nachfolgend auch kurz "Kao Germany" oder "Gesellschaft" genannt) ist ein Tochterunternehmen der japanischen Kao Corporation mit Sitz in Tokio/Japan. Innerhalb der weltweiten Kao-Organisation bildet die Gesellschaft zusammen mit ihren 13 Tochtergesellschaften das Rückgrat für die Entwicklung und den Vertrieb von hochwertigen Haarpflegeprodukten und Zubehör unter den friseurexklusiven Marken Goldwell und KMS.

Unverändert zeichnet die Kao Germany GmbH für die weltweite Entwicklung und die Pflege der friseurexklusiven Haarkosmetikmarken Goldwell und KMS verantwortlich. Kao Germany GmbH ist in dieser Funktion für die Ausarbeitung und Einführung von international einheitlichen Marketing- und Verkaufskonzepten, die Produktentwicklung sowie die überwiegende Belieferung der globalen Vertriebspartner mit den Produkten der Marken Goldwell und KMS im Rahmen eines weltweiten Supply-Chain-Managements verantwortlich. Der Vertrieb der Produkte an Friseursalons und Friseurgroßhändler erfolgt dabei grundsätzlich über die Landesorganisationen der Kao-Beauty-Care-Sparte. In Territorien ohne eigene Vertriebsorganisation erfolgt der Vertrieb auf Grundlage langfristiger Vertriebspartnerschaften über konzernfremde Exklusiv-Distributoren.

Darüber hinaus ist die Kao Germany GmbH verantwortlich für den Vertrieb der professionellen Haarpflegeprodukte der Marken Goldwell und KMS direkt an Friseurbetriebe und Großhändler innerhalb Deutschlands. Der Vertrieb salonexklusiver Haarpflegeprodukte in Deutschland ist ein wesentlicher Umsatz- und Ergebnisträger der Gesellschaft, dem entsprechend große Bedeutung zukommt.

Ziele und Strategien

Die strategischen Ziele der Gesellschaft werden durch die Geschäftsführung definiert und fortlaufend überprüft und an die sich ändernden Marktbedingungen angepasst.

Die Strategie der Division Salon berücksichtigt die globalen Wachstumstreiber in einem sehr fragmentierten, hart umkämpften und wettbewerbsintensiven Salongeschäft. Ziel ist hierbei nicht nur die Schärfung eines eigenständigen Salonprofils durch eine klare Abgrenzung vom Wettbewerb, sondern auch die klare Positionierung im Umfeld von L'Oréal, Wella und Schwarzkopf als einziger Global Player im Salon-Sektor mit gelebter "Friseur-Exklusivität" und einem Portfolio, das alle Kategorien des Salongeschäftes abdeckt. Um diese Ziele zu erreichen, planen wir eine Distributionsoffensive, die Neuausrichtung aller Dachmarken sowie fehlende Markensegmente zu besetzen und neue Märkte zu erschließen.

In den letzten Jahren haben wir den Fokus auf die strategische Neuausrichtung unserer Vertriebskanäle gesetzt. Wir streben eine deutliche Fokussierung und ein klares Bekenntnis zum direkten Salongeschäft sowie die weitere Verringerung der Abhängigkeit vom Großhandel und den Ausbau unseres Key-Account-Geschäfts (Value-Segment) an. Es ist weiterhin unser Ziel, eine stärkere Gewichtung unseres direkten Geschäftes mit großen und wachstumsstarken Kunden zu erreichen und im indirekten Geschäft eine zusätzliche Kundenbasis aus diesem "Value-Segment" aufzubauen.

In den vergangenen Jahren haben wir die strategische Neuausrichtung unserer Marken Goldwell und KMS durch substanzielle Relaunches abgerundet. Unser erklärtes Ziel, dem "Mehrwert Friseur" und dem "Mehrwert Salon Service", zu dem wir auch das betriebswirtschaftliche Salonmanagement des Friseurs zählen, höchste Priorität einzuräumen, verfolgen wir weiterhin mit vollem Einsatz. Damit stellen wir sicher, dass wir das Wachstum und die Profitabilität in den Salons festigen bzw. weiter ausbauen. Diesen Mehrwert schaffen wir durch unsere salonexklusive Ausrichtung sowie unser "Salon Value Creation Concept" und die damit einhergehende Fokussierung auf den weiteren Auf- bzw. Ausbau der Salonaktivitäten.

Zusätzlich wurden die internen und externen Prozesse speziell im Bereich Customer Service überarbeitet und erneuert, um das Salongeschäft in Zukunft auch in punkto Service und Qualität wettbewerbsfähiger und profitabler zu gestalten. Die Digitalisierung ist eine wesentliche Neuerung, die auch in allen Bereichen des Marketings, Sales und Education innerhalb des Salon-Sektors Einzug hält. Zum einen umfasst dies Schulungsprogramme für Friseure und Marketingunterstützung der Salons, die nun vermehrt digital angeboten werden, zum anderen die Vertriebsbereiche, in denen u.a. iPad-basierte Vertriebs- und Beratungstools die Aktivitäten des Vertriebspersonals unterstützen und damit auch die Planung und Steuerung der Salonaktivitäten ermöglichen.

Wir haben vier strategische Prioritäten definiert:

1.

"Win with Color" - Strategischer Schwerpunkt auf der Marke Goldwell Color und der Gewinnung von neuen Distributoren.

2.

"Win with Oribe" - Strategischer Fokus auf Haarpflege-Marken im höherpreisigen Segment mit hohem Wachstum in EMEA und Asien.

3.

"Optimise Channel Mix" - Strategischer Fokus auf alternative Kanäle (Retail, E-Com, D2C) mit Premium-Hair- Care-Marken (Oribe, Kerasilk, etc.).

4.

"Business Transformation" - Maßnahmen, um Business-Profit zu verbessern.

Forschung und Entwicklung

Als einer der weltweit führenden Anbieter von Beauty-Care-Produkten setzt die Kao Germany GmbH auf eine starke Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Deutschland. Ihre Grundlagenforschung und Technologieentwicklung machen kontinuierlich Produktleistungen möglich, die im Friseurmarkt sowie im Endverbrauchermarkt helfen, Kompetenz und Kreativität zu steigern und Dienstleistungsspektren zu erweitern. Die enge Kooperation innerhalb der globalen F&E-Organisation, mit weiteren Standorten in London, Cincinnati und Tokio, gewährleistet die Bündelung von Kompetenzen und die effiziente Anwendung neuer KAO-Technologien.

Im vergangenen Geschäftsjahr waren im F&E-Bereich durchschnittlich 139 (Vorjahr: 137) Mitarbeiter beschäftigt. Die Anzahl der angemeldeten Patente ist ein wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator für uns. Es wurden 16 Patente (Vorjahr: 12) im Bereich neuer Schlüsseltechnologien angemeldet. Damit liegt die Anzahl der neuen Patente über der Anzahl im Vorjahr.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Als Konzerngesellschaft der japanischen Kao Corporation ist die Kao Germany GmbH intern dem Segment "Consumer Products Business" zugeordnet. Mit ihren friseurexklusiven Marken Goldwell und KMS ebenso wie mit dem Vertrieb der Consumer-Care-Business-Marken Jergens, Bioré, Molton Brown und John Frieda agiert sie damit in der Konsumgüterindustrie.

Entsprechend ist die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft vor allem vom Konsumklima der Zielmärkte in Deutschland, EMEA und den Vereinigten Staaten abhängig.

Im Jahr 2023 verzeichnete die deutsche Wirtschaft einen leichten Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr, was auf hohe Energiepreise und ungünstige Finanzierungsbedingungen sowie eine schwache außenwirtschaftliche Nachfrage zurückzuführen ist. Die Schwäche betraf insbesondere das produzierende Gewerbe (-2,0 %). Der private Konsum fiel um 0,8 %. Diese Entwicklung spiegelt die anhaltenden Herausforderungen wider, die durch globale Krisen und wirtschaftliche Unsicherheiten geprägt sind. 1, 2

Angesichts der im vergangenen Jahr stark gestiegenen Energiepreise und des hohen Anteils der energieintensiven Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung ist diese Entwicklung nicht überraschend. Ein noch tieferer Einbruch konnte durch die umfangreichen wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Umstellung der Energieversorgung und zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiekrise verhindert werden. Zudem zeigten sich die Unternehmen und privaten Haushalte anpassungsfähig. Allerdings deutet die im Jahresgutachten präsentierte Mittel- und Langfristprojektion des deutschen Produktionspotenzials, unabhängig von der aktuellen konjunkturellen Schwäche, auf deutliche Wachstumshemmnisse für die kommenden Jahrzehnte hin. 3

Branchenentwicklung

Vor dem Hintergrund der vorstehend geschilderten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und im Euro-Raum verharrt die Branchenentwicklung in einer Seitwärtsbewegung. Der gesamte Haarpflegemarkt (Pflege und Styling) schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatzwachstum von Mrd. EUR 3,6 auf Mrd. EUR 3,2 gegenüber 2022 ab. Der Online-Handel gewann weiter an Bedeutung, wobei der E-Commerce-Anteil am Gesamtumsatz für Haarpflegeprodukte in Deutschland im Jahr 2023 bei knapp 20 % lag. 4

Auch die Friseurbranche in Deutschland stand im Jahr 2023 vor bedeutenden Veränderungen. Die Preise für Friseurdienstleistungen stiegen über die allgemeine Inflationsrate hinaus: Damenhaarschnitte verteuerten sich um 7,2 %, Herrenhaarschnitte um 7,6 % und Kinderhaarschnitte um 7,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieser Preissteigerungen bleibt die Branche mit Herausforderungen konfrontiert, insbesondere im Hinblick auf den Fachkräftemangel und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. 5

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/pm-bip.pdf ?_ blob=publicationFile I
2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/statement-bip.pdf?_ blob=publicationFile
3 Wachstumsschwäche überwinden - In die Zukunft investieren: Kurzfassung (sachverstaendigenrat-wirtschaft.de)
4 https://de.statista.com/themen/2061/haarpflege/
5 https://www.handwerksblatt.de/betriebsfuehrung/friseurbranche-in-deutschland-kaempft-trotz-hoeherer-preise

Der deutsche Haarpflegemarkt bleibt stark umkämpft und wird von großen Unternehmen dominiert. Diese Marktakteure setzen vermehrt auf Strategien wie Produktinnovationen, Marktexpansion sowie Fusionen, Übernahmen und Partnerschaften, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Dabei zeigt sich ein wachsender Fokus auf natürliche und biologische Produkte, um die Verbraucherbasis zu erweitern und Marktanteile zu sichern. Diese Entwicklungen unterstreichen den zunehmenden Trend zu Nachhaltigkeit und bewussterem Konsum - Themen, die den Markt auch zukünftig prägen werden. 6

Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Die Gesellschaft verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr für den wesentlichen finanziellen Leistungsindikator Umsatzerlöse eine leichte Erhöhung um Mio. EUR 2,3 auf Mio. EUR 190,4 (Vorjahr: Mio. EUR 188,2) und eine Ermäßigung der Materialaufwendungen um Mio. EUR 4,2 auf Mio. EUR 103,1 (Vorjahr: Mio. EUR 107,3). Darüber hinaus sind die Personalaufwendungen um Mio. EUR 3,5 auf Mio. EUR 57,5 (Vorjahr: Mio. EUR 54,0) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich ebenfalls um Mio. EUR 7,1 auf Mio. EUR 55,4 (Vorjahr: Mio. EUR 48,3). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um Mio. EUR 1,6 auf Mio. EUR 8,2 gesunken. Entsprechend negativ entwickelte sich der zweite wesentliche finanzielle Leistungsindikator, das operative Ergebnis, das sich absolut betrachtet um Mio. EUR 5,7 auf Mio. EUR -19,4 verschlechtert hat. Damit blieb die Entwicklung deutlich hinter unseren ursprünglichen Erwartungen von leicht steigenden Umsatzerlösen und einer entsprechend positiven Entwicklung des operativen Ergebnisses zurück. Die Hauptursache hierfür sind die gestiegenen Personalaufwendungen, die erhöhten Kosten in den Bereichen Marketing und Logistik, die geringeren Währungserträge sowie das Fehlen der einmaligen Erträge aus der Wertaufholung einer Beteiligung im Jahr 2022, obwohl sich die Rohmarge - definiert als Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand - verbessert hat.

Salon Business Deutschland

Bezogen auf das inländische Friseurdirektgeschäft sind die Umsatzerlöse leicht um 4,6 % auf Mio. EUR 55,9 gewachsen, was in etwa der Entwicklung in der Branche entspricht. Die deutsche Friseurbranche hat sich nach der COVID-Pandemie etwas erholt, als die Salons im Jahr 2023 ganzjährig geöffnet waren. Trotzdem haben der Mangel an qualifiziertem Personal und Probleme in den Lieferketten zu Verzögerungen des Wachstums geführt. Aufgrund der gestiegenen Energiepreise war es für uns unvermeidlich, die Preise leicht zu erhöhen. Insbesondere die gestiegenen Energiepreise und die daraus resultierende Inflation hatten eine geringere Besucherfrequenz der Verbraucher in Salons zur Folge.

Der E-Commerce-Sektor ist zwar gewachsen, konnte aber den Umsatzrückgang aus den Salons nicht vollständig auffangen. Auch das Direktgeschäft lag knapp unter Vorjahresniveau. Im Rahmen unserer strategischen Planungen, dem Direktgeschäft eine stärkere Bedeutung zukommen zu lassen, haben wir diese Entwicklungen aufmerksam verfolgt.

6 https://www.mordorintelligence.com/de/industry-reports/germany-hair-care-market-industry

Global Salon/Consumer Care Business

Das Geschäft mit ausländischen Tochter- und Schwestergesellschaften (Salon Haircare) sowie konzernfremden Distributoren ist im Geschäftsjahr 2023 zurückgegangen.

Die aus der Bewertung der Vorräte zu Standardkosten resultierenden Aufwendungen in Höhe von Mio. EUR 1,8 (Vorjahr: Mio. EUR 11,0) belasten die Umsatzerlöse der Gesellschaft und damit das operative Ergebnis - wie im Vorjahr - im Zusammenhang mit der Vereinheitlichung der konzerninternen Weiterbelastungen im Hinblick auf die IP-Mark-Ups innerhalb der bestehenden Transferpreisregelungen.

Der Umsatzrückgang ist teilweise auch auf Wechselkurseffekte zurückzuführen, insbesondere auf Wechselkursverluste mit Währung aus Großbritannien, Schweden, Norwegen, Südafrika und Australien, die einen negativen Effekt hatten.

Das Geschäft mit konzernfremden Distributoren betrifft wie im Vorjahr die Marken Goldwell und KMS im Rahmen des Salon Haircare Business, das Consumer-Care-Geschäft mit den Marken Jergens und Biore für die Region Mittlerer Osten sowie den Vertrieb mit Consumer Care Haircare der Marke John Frieda mit Distributoren innerhalb Europas. Hier zeigt sich gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum der Umsätze um 7,7 % auf Mio. EUR 6,2 aus dem Jergens- und Biore-Geschäft insbesondere in der Region Ost-Europa. Das Geschäft im Mittleren Osten liegt insgesamt mit Mio. EUR 8,5 über Vorjahresniveau.

3. Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Die Gesellschaft verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Zunahme der Umsatzerlöse um Mio. EUR 2,3 auf Mio. EUR 190,4 (Vorjahr: Mio. EUR 188,2) und gegenläufig einen Rückgang der Materialaufwendungen um Mio. EUR 4,2 auf Mio. EUR 103,1 (Vorjahr: Mio. EUR 107,3). Dies liegt vor allem daran, dass der starke Anstieg der Einkaufspreise aufgrund des Krieges in der Ukraine abgemildert wurde; ein Teil davon konnte an die Verkaufspreise der Vertriebsunternehmen weitergegeben werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Geschäftsjahr 2023 um Mio. EUR 1,6 auf Mio. EUR 8,2 verringert (Vorjahr: Mio. EUR 9,8). Dies resultiert im Wesentlichen aus einem Einfluss der geminderten Wechselkurserträge (Mio. EUR 2,6) sowie der Wertaufholung einer Beteiligung im Jahr 2022 (Mio. EUR 3,9), obwohl die Auflösung der Pensionsrückstellung mit Mio. EUR 5,5 positiv beigetragen hat. Darüber hinaus sind die Personalaufwendungen infolge der erhöhten Mitarbeiteranzahl um Mio. EUR 3,5 auf Mio. EUR 57,5 (Vorjahr: Mio. EUR 54,0) angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um Mio. EUR 7,1 auf Mio. EUR 55,4 (Vorjahr: Mio. EUR 48,3) gestiegen, hauptsächlich aufgrund gestiegener Marketing- und Logistikkosten. Entsprechend hat sich das operative Ergebnis absolut betrachtet um Mio. EUR 5,7 auf Mio. EUR -19,4 reduziert.

Die Stabilisierung/das leichte Wachstum der Umsatzerlöse mit entsprechendem Einfluss auf das operative Ergebnis ist im Wesentlichen auf die nachfolgenden Geschäftsbereiche zurückzuführen:

Der Vertrieb an inländische Friseur-Salons (Goldwell und KMS) schließt das Geschäftsjahr nahezu auf Vorjahresniveau mit einem geringfügigen Wachstum der Umsatzerlöse um Mio. EUR 2,4 auf Mio. EUR 55,9 ab.

Die Geschäftsaktivitäten Consumer Care MEA (Vertrieb von Consumer-Care-Produkten der Marke Jergens und Biore in der Region Mittlerer Osten) liegen im Geschäftsjahr 2023 mit Mio. EUR 8,5 über Vorjahresniveau.

Im Bereich der Verkäufe an Tochter- und Schwestergesellschaften (Intercompany-Geschäft) war eine Verringerung der Umsatzerlöse um Mio. EUR 7,6 auf Mio. EUR 46,3 zu verzeichnen. Diese resultiert hauptsächlich aus der Anpassung des IP Markup.

Das Geschäft mit konzernfremden Distributoren im Hair-Care-Bereich (Export) ist, wie in fast allen Sektoren, ebenfalls leicht höher. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 0,5 auf Mio. EUR 17,3 gestiegen. In 2023 gab es auch neue Exporte im Premium-Bereich: Von der Marke Oribe wurden Produkte im Wert von Mio. EUR 3,2 an konzernfremde Distributoren verkauft.

Die Erträge aus Beteiligungen sind im Geschäftsjahr aufgrund von erhöhten Dividendeneinkünften von den Tochtergesellschaften um Mio. EUR 0,9 auf Mio. EUR 3,5 (Vorjahr: Mio. EUR 2,6) gestiegen.

Insbesondere aufgrund des Anstiegs der aktiven latenten Steuern auf temporäre Unterschiede zwischen steuerbilanziellen und handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden sowie auf steuerliche Verlustvorträge ergibt sich im Geschäftsjahr ein Ertrag aus den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von Mio. EUR 5,9 (Vorjahr: Ertrag in Höhe von Mio. EUR 2,1).

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme blieb im Vergleich zum Vorjahr weitgehend auf dem gleichen Niveau, verzeichnete jedoch einen leichten Anstieg um Mio. EUR 1,5 Mio. auf Mio. EUR 230,9. Auf der Aktivseite ist der Rückgang im Wesentlichen durch die Reduktion der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um Mio. EUR 14,8 auf Mio. EUR 77,8 geprägt. Ursächlich hierfür ist die Umstrukturierung von unserer IP-Markup-Systematik.

Anfang 2023 beschloss Kao Germany GmbH, die Zusammenarbeit in Brasilien zu beenden; Kao Japan kam zu dem Schluss, dass die Impulse für das Geschäft in Brasilien eher im Konsumgüterbereich als im Friseurbereich liegen. Diese Entscheidung reduzierte die Investitionen in die Tochtergesellschaften um Mio. EUR 0,8.

Darüber hinaus ist das Eigenkapital entsprechend dem Jahresfehlbetrag um Mio. EUR 10,0 auf Mio. EUR 64,1 gesunken. Die Eigenkapitalquote ist somit von 32,3 % auf 27,7 % gesunken.

Entsprechend den vorgenannten Veränderungen in der Vermögens- und Finanzlage sowie dem sich daraus ergebenden Cashflow sind die liquiden Mittel um Mio. EUR 8,9 auf Mio. EUR 65,3 gestiegen. Die Liquidität der Kao Germany GmbH ist durch die Einbindung in die Finanzierung der Kao-Gruppe sowie durch das Euro-Cash-Pooling nachhaltig gesichert.

Unsere Gesellschaft ist im Rahmen der Cash-Pool-Vereinbarung innerhalb des Kao-Konzerns der Cash-Pool-Führer im Euro-Raum. Die Finanzlage ist daher wesentlich beeinflusst von der Finanzmittellage sowie der Inanspruchnahme des Cash-Pools der beteiligten Konzerngesellschaften innerhalb der Cash-Pool-Vereinbarung.

Die aktiven latenten Steuern stiegen hauptsächlich aufgrund des negativen Ergebnisses. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass im Jahr 2024 entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, so dass die latenten Steuern auf Verlustvorträge in Zukunft genutzt werden können.

Der Rückgang der Pensionsrückstellung um Mio. EUR 5,2 ist größtenteils auf die Auflösung der Pensionsrückstellung zurückzuführen.

Die Steigerung der Verbindlichkeiten betrifft im Wesentlichen die Verbindlichkeiten mit verbundenen Unternehmen um Mio. EUR 17,4.

Der Rückgang bei den sonstigen Verbindlichkeiten ist hauptsächlich auf die Bereinigung der Mehrwertsteuerposition zurückzuführen.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Die im Lagebericht des Vorjahres formulierte Erwartung einer Umsatzsteigerung im oberen einstelligen Bereich wurde nicht erreicht. Die Effekte resultieren im Wesentlichen aus dem Salongeschäft mit ausländischen Vertriebspartnern und verbundenen Unternehmen. Der Krieg in der Ukraine, die Engpässe bei der Verfügbarkeit von Materialien und die Inflation hatten ihre negativen Auswirkungen.

Aufgrund des leicht gestiegenen Umsatzes bei gleichzeitig gestiegenen Kosten sowie der Änderung der konzerninternen Verrechnung ist das operative Ergebnis negativ und liegt damit unter dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt konnten die Erwartungen an ein leicht positives operatives Ergebnis nicht erfüllt werden. Mit einem Jahresfehlbetrag von Mio. EUR 10,0 liegt dementsprechend das Ergebnis deutlich unter dem des Vorjahres, in dem ein Jahresfehlbetrag von Mio. EUR 9,2 erwirtschaftet wurde.

Das erzielte Jahresergebnis sowie die Umsatzentwicklung sind deutlich hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben und damit nicht zufriedenstellend.

4. Personal

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Kao Germany durchschnittlich 498 Mitarbeiter.

Als Leitlinie für alle Mitarbeiter dient nach wie vor die im sogenannten "Kao Way" verankerte Firmenphilosophie. Daraus abgeleitet werden die "Kao Leadership Values". Im Mittelpunkt stehen hierbei die Mission sowie die Werte und Prinzipien, die der Kao-Konzern weltweit für sich definiert und die jeder Mitarbeiter im Berufsalltag zu befolgen und zu berücksichtigen hat.

Erklärung zur Unternehmensführung bzgl. der Stärkung von Frauen in Führungspositionen

Im Aufsichtsrat der Kao Germany GmbH hat das Thema "Gender Balance" nach wie vor einen großen Stellenwert und wird durch fortlaufende Aktivitäten gefördert und unterstützt.

Die Initiative Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat sich zum Teilziel gesetzt, insbesondere Frauen in ihrer Karriereentwicklung zu stärken. Dieses wurde auch im Jahr 2023 weiter fortgesetzt. Insbesondere in ausgewählten Mitarbeiter- und Führungskräftetrainings werden die Kernelemente aus Vereinbarkeit von Familie und Beruf trainiert. Mit diesen Maßnahmen werden auch gezielt Männer unterstützt, sich aktiv in der Familie engagieren zu können.

Die Geschäftsleitung konnte das bestehende Mentoring-Programm erweitern und besonders Männer als Mentoren hinzugewinnen, die unter anderem die Förderung von Frauen und Karriere gezielt zum Thema haben.

Die Gesellschafter der Kao Germany erfüllen seit 2016 das gesetzte Ziel, 16,67 % der Aufsichtsratsmandate an weibliche Kandidaten zu vergeben.

Weiterhin hat sich die Gesellschaft verpflichtet, sowohl für die Geschäftsführung als auch die darunterliegende Führungsebene mindestens 20 % an Frauen zu etablieren. Hier wurde ein Ergebnis von 32 % erzielt, ebenso wie im Vorjahr (31 %).

Nach wie vor gilt die Aufmerksamkeit des Aufsichtsrates auch dem wichtigen Thema der Gleichbehandlung von Mitarbeitern unterschiedlicher Geschlechter, um die Zielquoten für eine Gender Balance für die Zukunft zu erhöhen.

5. Risikobericht sowie Risikomanagement

Der Erfolg unseres weltweit tätigen Unternehmens wird wesentlich vom Erkennen von Chancen und Risiken unserer unternehmerischen Tätigkeit und von einem bewussten Umgang mit diesen beeinflusst. Als Risiken bezeichnen wir alle internen und externen Ereignisse, die ein Erreichen unserer qualitativen und quantitativen Unternehmensziele negativ beeinflussen können. Um diese Risiken frühzeitig zu erkennen, angemessen in den strategischen und operativen Entscheidungen zu berücksichtigen und durch verschiedene Maßnahmen zu begrenzen, setzen wir Steuerungs- und Kontrollsysteme ein, welche in ihrer Gesamtheit das Risikomanagement der Kao Germany GmbH bilden. So wird die langfristige Entwicklung des Unternehmens in der Zukunft unterstützt. Das Risikomanagement ist somit ein fester Bestandteil unserer Unternehmensführung.

Im Vergleich zum Vorjahr veränderten wir das bestehende Risikomanagementsystem nicht wesentlich.

Risiken aus Wechselkursentwicklungen

Die Gesellschaft hat Richtlinien zur Steuerung, Limitierung und Überwachung der Wechselkurs- und Zinsentwicklungsrisiken erlassen, die im Einklang mit den Richtlinien der Kao Corporation stehen und streng überwacht werden. Diesen Vorgaben folgend, sichert Kao Germany jeweils nur einen Teil der Wechselkursrisiken, die sich aus den operativen Grundgeschäften ergeben, durch den Abschluss korrespondierender Sicherungsinstrumente ab.

Zur Absicherung operativer Grundgeschäfte in fremder Währung werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Transaktionen werden ausschließlich in marktgängigen Instrumenten (plain vanilla), wie z.B. Devisentermingeschäfte, Zins-Swaps und kombinierten Zins-/Währungs-Swaps (Cross Currency Swaps), durchgeführt. Transaktionen zu spekulativen Zwecken sind nicht gestattet und erfolgen entsprechend nicht.

Positive Marktwerte der Derivate beinhalten grundsätzlich ein Ausfallrisiko durch Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen der Kontrahenten. Bei unseren Vertragspartnern handelt es sich um Banken mit erstklassiger Bonität; das Ausfallrisiko wird somit als sehr gering eingestuft. Trotz der Turbulenzen auf den Finanzmärkten halten wir unsere positive Einschätzung hinsichtlich der Bonität und Verlässlichkeit unserer Bankpartner aus diesem Grund unverändert aufrecht.

Entsprechend den EMIR (European Market Infrastructure Regulation) bestehen weitreichende Anforderungen an Strategie, Organisation, Prozesse und IT-Systeme im Bereich Treasury/Derivate-Management. Sofern mehr als 100 OTC-Derivate pro Geschäftsjahr abgeschlossen werden, ist die Gesellschaft als nichtfinanzielle Gegenpartei prüfungspflichtig i.S.d. Art. 2 Nr. 9 EMIR. Die Gesellschaft hat im Umgang mit Währungsderivaten angemessene Verfahren und Vorkehrungen getroffen, um operationelle Risiken und Ausfallrisiken wirksam zu steuern. Zu diesen gehören zeitnahe Geschäftsbestätigungen, Portfolioabgleich und Regelungen zur Streitbeilegung. Die Meldepflichten von Neuabschlüssen, Änderungen und vorzeitigen Beendigungen von Derivatekontrakten an die Transaktionsregister DTCC und REGIS wurden an die Banken delegiert und strichprobenhaft durch unsere Treasury-Abteilung geprüft. Da im Geschäftsjahr 2023 weniger als 100 OTC-Derivate abgeschlossen wurden, ist die Gesellschaft nicht prüfungspflichtig.

Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer Beschaffungs- und Absatzstruktur in verschiedenen Währungsräumen tätig und dadurch bedingt Währungsrisiken ausgesetzt, die nicht komplett abgesichert werden können. Somit können sich in Folgejahren in Abhängigkeit von der Entwicklung von Währungsparitäten nicht beeinflussbare positive wie negative Einflüsse auf den Geschäftserfolg der Gesellschaft einstellen.

Beschaffungsmarktrisiken

Im Rahmen des strategischen Lieferantenmanagements wird weitgehend gewährleistet, dass Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von verschiedenen Lieferanten bezogen werden können und somit keine Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten besteht. Bestehenden Risiken wird durch eine weiterführende Konzentration dieser bei der Schwestergesellschaft Kao Manufacturing Germany GmbH entgegengewirkt. Dadurch ist die Abhängigkeit von konzernfremden Lohnfertigern reduziert.

Die Qualität der Produkte wird permanent durch eine hausinterne Qualitätskontrolle sowie ein externes Institut überwacht.

Absatzmarkt- und Adressenausfallrisiken

Als Unternehmen der Konsumgüterindustrie sieht sich die Kao Germany GmbH, in zum Teil stark konzentrierten Absatzmärkten, in besonderem Maß Risiken aus der Änderung von Marktbedingungen und damit einhergehendem Wettbewerbsverhalten großer Kunden sowie dem allgemeinen Konsumentenverhalten der Endverbraucher ausgesetzt.

Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch laufende Markt- und Nachfragebeobachtung, um frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können, einen ausgeprägten Fokus auf die Erforschung und Entwicklung innovativer Technologien und Produkte sowie die Erweiterung der Distribution in neue Märkte und Beauty-Care-Sektoren.

Weitere finanzwirtschaftliche Risiken sehen wir in der Zahlungsfähigkeit unserer Kunden. Dieses Risiko mindert die Gesellschaft neben langjährigen Partnerschaften vor allem durch intensives Kreditmanagement. Hierzu zählen insbesondere eine ausreichende Risikoanalyse für Neukunden, Bonitätsanalysen, die Einhaltung kundenspezifischer Kreditlimits, die Nutzung von Kreditversicherungen sowie die ausschließliche Belieferung gegen Vorkasse, sobald Einzelrisiken bekannt werden.

Organisationsrisiken

Um dem steigenden Kostendruck in unserem Marktumfeld auch zukünftig entgegentreten zu können, unterzieht die Gesellschaft interne Abläufe und Entscheidungsprozesse der Prüfung mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung und Effizienzsteigerung. Dies wird sich in den kommenden Jahren u.a. in der weiteren Zentralisierung von Serviceabteilungen und internen Funktionen an einem neuen europäischen Standort niederschlagen. Im Rahmen der detaillierten Projektplanung geht die Geschäftsleitung aktuell davon aus, dass hierdurch keine signifikanten Störungen und Risiken für den Geschäftsbetrieb eintreten.

Liquiditätsrisiken

Aufgrund der Einbindung der Gesellschaft in das weltweite Finanzmanagement des Kao-Konzerns sowie vor dem Hintergrund des Bestands an flüssigen Mitteln sehen wir aktuell keine Finanzierungsrisiken. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, auf ggf. notwendige finanzielle Mittel über die Einbindung in den Kao-Konzern mit der obersten Muttergesellschaft Kao Corporation, Tokio/Japan, zurückzugreifen.

Aus diesen Gründen bestehen nach unserer Einschätzung derzeit keine wesentlichen Risiken für die künftige Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft.

Risikomanagement

Die Gesellschaft ist in das weltweite Revisionsnetzwerk der Kao Corporation, Tokio/Japan, eingebunden. Die Revision hat in den vergangenen Geschäftsjahren ihre Tätigkeit in den Regionen Amerika und Europa intensiviert. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden durch die Geschäftsleitung für die kontinuierliche Verbesserung und Überarbeitung der internen Prozessabläufe und Kontrollsysteme genutzt.

Darüber hinaus zählt die Einhaltung geltender Gesetze und interner Compliance-Richtlinien zu den Verhaltensgrundsätzen der Kao-Gruppe. Dies spiegelt sich in der zentralen Vorgabe von Compliance-Regularien und der entsprechenden Umsetzung in den Landesgesellschaften wider. Die Kao Germany kontrolliert regelmäßig deren Einhaltung und schult laufend die Mitarbeiter der Region EMEA.

Des Weiteren ist seit mehreren Jahren innerhalb der Kao Germany ein Compliance/Risk-Assessment-Komitee etabliert, dessen Mitglieder sich aus der Geschäftsführung, Legal, Finance und Internal Audit zusammensetzen.

6. Prognose- und Chancenbericht

Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds

Die Weltkonjunktur ist mit neuem Schwung in das Jahr 2024 gestartet, angetrieben durch eine Erholung des globalen Warenhandels und eine steigende globale Industrieproduktion. Trotz hoher Zinsen und einer gestiegenen geopolitischen Unsicherheit sind insbesondere die Volkswirtschaften USA und China globale Wachstumstreiber. In den USA ist das Wachstum breit gestreut, während in China der Dienstleistungssektor die Wirtschaft antreibt. Der Sachverständigenrat prognostiziert ein globales BIP-Wachstum von 2,6 % für 2024 und 2,7 % für 2025.

Im Euro-Raum ist die Wirtschaft aktuell noch schwach, doch eine Erholung wird erwartet. Steigende Reallöhne und die globale Aufwärtsentwicklung sollen die Nachfrage stärken, und es wird ein BIP-Wachstum von 0,8 % bzw. 1,5 % in 2024 bzw. 2025 erwartet. Die Inflation im Euro-Raum wird für 2024 bei 2,4 % und für 2025 bei 2,1 % prognostiziert. Die geldpolitische Straffung könnte zu ersten Zinssenkungen im Jahr 2024 führen und die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen verbessern. 7

Die deutsche Konjunktur stabilisiert sich und dürfte im Jahresverlauf 2024 leicht anziehen. Der Sachverständigenrat rechnet für 2024 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 % und für 2025 mit 0,9 %. Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft wird von einer schwachen gesamtwirtschaftlichen Nachfrage geprägt, doch im Verlauf von 2024 soll der private Konsum die Konjunktur stützen. Gleichzeitig werden die deutschen Exporte vom wachsenden Welthandel profitieren, stehen jedoch vor Herausforderungen wie steigendem Wettbewerb und höheren Arbeits- sowie Energiekosten.

Der Sachverständigenrat Wirtschaft rechnet in den Jahren 2024 und 2025 mit einer Inflationsrate von 2,4 % respektive 2,1 %. Die Europäische Zentralbank wird vermutlich die Leitzinsen senken, was sich positiv auf die Finanzierungsbedingungen und privaten Investitionen auswirken könnte. Allerdings wird erwartet, dass diese Effekte erst 2025 die Nachfrage stützen.

7 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/fg2024/FG2024_Gesamtausgabe.pdf

Ein erhebliches Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung stellt die geopolitische Unsicherheit dar, insbesondere durch den andauernden Krieg in der Ukraine und den Nahostkonflikt, die die Energiepreise beeinflussen könnten.

Mittelfristig bleiben die Wachstumsaussichten für die deutsche Wirtschaft gemessen am Produktionspotenzial bis zum Ende des Jahrzehnts schwach. Vor allem der demografische Wandel und das damit zurückgehende Arbeitsangebot belasten mittelfristig den Wachstumsausblick. Der Sachverständigenrat schätzt das Potenzialwachstum im Jahr 2024 auf 0,5 % und im Jahr 2025 auf 0,4 %. Es dürfte bis zum Jahr 2029 auf diesem niedrigen Niveau verharren. 8

Die Haarpflegebranche in Deutschland zeigt positive Wachstumsaussichten für die kommenden Jahre. Laut Statista wird der Umsatz im Haarpflegemarkt im Jahr 2024 etwa Mrd. EUR 2,18 betragen. Es wird prognostiziert, dass das Marktvolumen bis 2029 auf Mrd. EUR 3,08 ansteigt, was einem erwarteten jährlichen Umsatzwachstum von 7,16 % (durchschnittliche jährliche Wachstumsrate 2024 bis 2029) entspricht. Trotz dieser positiven Prognosen steht die Branche vor Herausforderungen wie dem intensiven Wettbewerb und der Notwendigkeit, sich an veränderte Verbraucherpräferenzen anzupassen. Dennoch bieten die aktuellen Trends und Entwicklungen vielversprechende Perspektiven für die Haarpflegebranche in Deutschland. 9

Eng mit der Haarpflegebranche verbunden ist die Friseurbranche, die weiterhin vor anhaltenden Herausforderungen steht, die sich voraussichtlich auch in den Jahren 2024 und 2025 fortsetzen werden. Trotz eines Umsatzanstiegs von 19,4 % im Jahr 2022 aufgrund des Wegfalls von Corona-Schutzmaßnahmen und steigender Inflation bleibt die Lage angespannt. Der Fachkräftemangel verschärft sich weiter, da die Zahl der Auszubildenden sinkt, während steigende Betriebskosten und wirtschaftliche Unsicherheiten zu zurückhaltendem Kundenverhalten und Umsatzrückgängen führen. Die Prognosen für 2024 und 2025 bleiben unsicher, jedoch wird die Gewinnung von Nachwuchs- und Fachkräften eine zentrale Herausforderung bleiben, um die Zukunft der Branche zu sichern. 10

Kao Germany GmbH hat den Globalen Salon aufgrund der rückläufigen Rentabilität in den letzten drei Jahren als Sektor für Geschäftsumwandlung eingestuft. Um die Chancen und Risiken der Branche zu adressieren, und angesichts der rückläufigen Rentabilität hat im Q2 2024 die Geschäftsleitung ein Update zum Business Transformation Projekt gegeben.

Kao Germany GmbH hat bestätigt, dass das Salongeschäft eine hohe strategische Bedeutung für das gesamte Unternehmen hat, und erwartet, dass es sich transformiert und zu einem zukünftigen Wachstumssektor wird.

Unser Team setzt sich aus qualifizierten und engagierten Mitarbeitenden zusammen, und unsere Marken haben sich in der Branche bewährt. Um das Geschäft für zukünftiges Wachstum zu positionieren und die K27-Ziele zu erreichen, müssen wir klare strategische Prioritäten definieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen:

Stärkung der Fähigkeiten zur Umsetzung der strategischen Prioritäten.

Beseitigung von Ineffizienzen, die zu interner Frustration führen und die Rentabilität beeinträchtigen.

Dieses Transformationsprojekt hat für die Führung des Salonbereichs höchste Priorität und wird das Unternehmen vom jährlichen Rückgang hin zu profitablem Wachstum führen.

8 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fruehjahrsgutachten-2024-pressemitteilung.html
9 https://de.statista.com/outlook/emo/beauty-personal-care/personal-care/haarpflege/deutschland
10 https://imsalon.de/branchen-news/branche-detailseite/die-wirtschaftliche-lage-des-friseurhandwerks-branchenreport/

Das Führungsteam hat die strategischen Prioritäten zusammen mit den Plänen zur Stärkung der Schlüsselkompetenzen, die zur Beschleunigung der strategischen Prioritäten erforderlich sind, vorgestellt. Darüber hinaus werden wir weitreichende Pläne zur Verbesserung der Effizienz und zur Steigerung der Rentabilität vorstellen.

Chancen

Für das Jahr 2024 sowie die weiteren Jahre arbeiten wir weiter an unserem Ziel, stärker als der Markt zu wachsen. Unsere Strategien sind darauf ausgerichtet, in einem immer stärker fragmentierten Marktumfeld ein nachhaltiges, effizientes und profitables Wachstum im Friseurgeschäft zu generieren.

Im Kern unserer Strategie steht die Ausrichtung aller Aktivitäten am Kunden, mit dem Anspruch, Wertschöpfung für den Friseur zu gewährleisten und somit konsequent unserem Anspruch gerecht zu werden, der meistrespektierte und höchstkompetente Partner und friseurexklusiver Vollsortimenter zu sein.

Basierend auf dieser Strategie werden wir weiterhin unsere drei Kernziele kontinuierlich verfolgen und ausbauen:

1.

Kundenloyalität über vertikales Distributionswachstum,

2.

Bekenntnis zum direkten Friseurgeschäft über eine stringente Distributionsstrategie mit Fokus auf Premiumbzw. Key-Account-Partnerschaften und

3.

Klarer Fokus auf holistische Produkt- und Serviceinnovationen.

Unser Fokus liegt weiterhin auf dem Wachstum in unseren etablierten Märkten in Europa, Nordamerika sowie Australien. Darüber hinaus intensivieren wir unsere Vertriebsinitiativen, um weiteres Wachstum in den asiatischen Märkten zu erzielen.

Trotz einer zum Teil schwierigen Absatzsituation werden die Anstrengungen des Managements bestätigt, die Kosten im Bereich des Wareneinsatzes und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen konsequent zu kontrollieren und zu reduzieren. An diesem Kurs wird die Gesellschaft auch in den kommenden Jahren durch die Bündelung von Ressourcen und Optimierung von Prozessen in Europa und Amerika festhalten, um Synergieeffekte zu erzielen und die Ertragskraft zu stärken.

Die strategische Ausrichtung unserer Marken und neue Produktinitiativen eröffnen uns die Chance, trotz der weltweiten gesamtwirtschaftlich schwierigen Lage, im Global-Salon-Segment stärker als die Branchenerwartungen zu wachsen und so unsere Position innerhalb des Marktes zu verbessern.

Zusammenfassung unserer Ziele für 2024

Trotz des unverändert hochkompetitiven Marktumfelds, der Auswirkungen der Energiekrise und der Folgen des Ukraine-Krieges erwarten wir eine leichte Verbesserung des Geschäftes mit Jergens- und Biore-Produkten im Mittleren Osten, eine Umsatzsteigerung im oberen einstelligen Millionenbereich im Vergleich zum Berichtsjahr. Die erwartete Umsatzentwicklung basiert auf im ersten Quartal 2024 erfolgten Produkteinführungen auf den EMEA-Märkten, die sich auch in den aktuellen Entwicklungen der Umsatzerlöse bis Ende Mai 2024 widerspiegeln, sowie den fortgesetzten Investitionen in die Forschung und Entwicklung unserer Marken und der Umsetzung geplanter Marktkampagnen.

Unter Berücksichtigung der fortgesetzten Anstrengungen betreffend Effizienzsteigerungen und eines professionellen Fixkostenmanagements sowie der Erwartung bezüglich der Umsatzentwicklung rechnen wir mit einem positiven operativen Ergebnis im unteren einstelligen Millionenbereich und damit entsprechend mit einer Erholung des Jahresergebnisses für 2024.

Mit Blick auf unseren nichtfinanziellen Leistungsindikator "Anzahl der angemeldeten Patente" erwarten wir unter Berücksichtigung unserer strategischen Ausrichtung und der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im Jahr 2024 einen leichten Anstieg der Anzahl der anzumeldenden Patente.

 

Darmstadt, den 15. November 2024

Kao Germany GmbH

Guido Kirchhoff

Dominic Pratt

Michael Cramer

Cristian Canthal

Tsuyoshi Irimajiri

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70.393,87 16.692,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.399.015,28 14.064.911,61
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.399.422,28 3.262.773,72
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 407.868,44 109.547,83
17.206.306,00 17.437.233,16
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 31.371.661,28 32.171.661,28
48.648.361,15 49.625.586,76
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.366.197,72 12.998.496,10
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 77.751.526,10 92.544.879,03
3. Forderungen aus Kundendarlehen 33.498,56 36.447,81
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 33.498,56 (Vorjahr: EUR 36.447,81)
4. Sonstige Vermögensgegenstände 8.808.022,31 8.718.227,47
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 741,866.00 (Vorjahr: EUR 781.453,00)
98.959.244,69 114.298.050,41
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 65.342.256,78 56.383.881,29
164.301.501,47 170.681.931,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.909.904,44 1.360.048,01
D. Aktive latente Steuern 13.999.318,26 7.719.123,47
230.859.085,32 229.386.689,94

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000.000,00 25.000.000,00
II. Kapitalrücklage 4.421.300,00 4.421.300,00
III. Gewinnrücklage
Andere Gewinnrücklagen 3.436.260,34 3.436.260,34
IV. Gewinnvortrag 41.189.963,71 50.390.936,28
V. Jahresfehlbetrag 9.992.320,27 9.200.972,57
64.055.203,78 74.047.524,05
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12.292.055,00 17.451.358,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 139,00
3. Sonstige Rückstellungen 16.031.783,82 15.792.356,03
28.323.838,82 33.243.853,03
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.244.785,05 2.366.201,35
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 132.565.553,60 115.159.807,87
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.619.672,59 4.569.303,64
davon aus Steuern: EUR 772.381,01 (Vorjahr: EUR 2.023.948,21)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
138.430.011,24 122.095.312,86
D. Rechnungsabgrenzungsposten 50.031,48 0,00
230.859.085,32 229.386.689,94

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 190.444.820,99 188.167.549,18
2. Sonstige betriebliche Erträge 8.208.537,83 9.811.266,81
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 90.881.034,45 99.907.191,70
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.183.629,98 7.406.918,70
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 48.566.470,45 44.899.294,12
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.940.921,66 9.055.809,49
davon für Altersversorgung: EUR 2.393.034,88 (Vorjahr: EUR 2.231.655,54)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.065.617,26 2.162.319,34
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 55.398.629,32 48.274.897,95
7. Erträge aus Beteiligungen 3.511.449,51 2.614.630,00
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 3.511.449,51 (Vorjahr: EUR 2.614.630,00)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.062.102,66 362.966,86
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 2.029.727,21 (Vorjahr: EUR 327.308,25)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.016.824,75 573.869,39
davon an verbundene Unternehmen: EUR 2.789.102,22 (Vorjahr: EUR 131.909,94)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.858.427,59 -2.148.377,82
davon Ertrag aus latenten Steuern: EUR -6.280.194,79 (Vorjahr: EUR -2.522.123,47)
11. Ergebnis nach Steuern -9.967.789,29 -9.175.510,02
12. Sonstige Steuern 24.530,98 25.462,55
13. Jahresfehlbetrag 9.992.320,27 9.200.972,57

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Kao Germany GmbH mit Sitz in Darmstadt wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Darmstadt unter der Registernummer HRB 5974 geführt.

Der Jahresabschluss der Kao Germany GmbH (nachfolgend auch kurz "Kao Germany" oder "Gesellschaft" genannt) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbHG erstellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren und entspricht den Vorgaben des § 275 HGB. Die Gliederung der Bilanz folgt den Grundsätzen der §§ 265, 266 HGB. Zur Verbesserung der Klarheit der Berichterstattung werden dabei die den sonstigen Vermögensgegenständen zuzurechnenden kurz- und mittelfristigen Darlehensforderungen gegen Kunden in dem gesonderten Posten "Forderungen aus Kundendarlehen" ausgewiesen.

Die in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder wahlweise im Anhang anzubringenden Vermerke wurden zur besseren Klarheit und Übersichtlichkeit der Angaben teilweise im Anhang aufgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, die im Vergleich zum Vorjahr stetig beibehalten wurden.

Aktiva

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibung angesetzt. Von dem Wahlrecht zum Ansatz selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Die Abschreibung für bestehende immaterielle Vermögensgegenstände erfolgt linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer in folgenden Bandbreiten:

Lizenzen/EDV Software: 3 bis 10 Jahre
Warenzeichen: 15 Jahre

Die Abschreibung für Sachanlagen erfolgt ebenfalls linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer:

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken: 5 bis 50 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 13 Jahre
EDV-Anlagen: 3 Jahre
Mietereinbauten: entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen

Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden in entsprechender Anwendung des § 6 Abs. 2 EStG im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Sie werden in der Entwicklung des Anlagevermögens bei den Anschaffungskosten und Abschreibungen jeweils unter den Zu- und Abgängen des Geschäftsjahres ausgewiesen.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zu ihren Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Abschreibung beginnt ab dem Zeitpunkt, zu dem die betreffenden Vermögensgegenstände fertig gestellt sind und im Geschäftsbetrieb eingesetzt werden.

Ist den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens zum Bilanzstichtag wegen dauernder Wertminderung ein niedrigerer Wert beizulegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Wenn und soweit der Grund für außerplanmäßige Abschreibungen entfällt, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zu den historischen Anschaffungskosten abzüglich der bis zu diesem Zeitpunkt angefallenen kumulierten planmäßigen Abschreibungen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem zum Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung bewertet. Wenn und soweit der Grund für außerplanmäßige Abschreibungen entfällt, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zu den historischen Anschaffungskosten.

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen einschließlich der Forderungen aus Kundendarlehen erfolgt regelmäßig zum Nennwert abzüglich Wertberichtigungen für individuell ermittelte Einzelrisiken, die zum Teil in einem pauschalierten Verfahren in Abhängigkeit von der Fälligkeitsstruktur ermittelt werden. Zur Berücksichtigung allgemeiner Kreditrisiken werden darüber hinaus Pauschalwertberichtigungen gebildet. Niedrig- oder unverzinsliche langfristige Forderungen werden marktadäquat abgezinst.

Die nicht mit den bestehenden Pensionsrückstellungen saldierungsfähigen und unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen sind mit dem durch die jeweiligen Versicherer mitgeteilten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital zzgl. der unwiderruflich zugeteilten Überschussbeteiligungen bewertet.

Auf fremde Währung lautende Forderungen werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags bewertet. Für Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger kommen das Anschaffungskostenprinzip gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und das Imparitätsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht zur Anwendung.

Die Liquiden Mittel sind zum jeweiligen Nominalwert angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, soweit diesen passive latente Steuern gegenüberstehen bzw. diese voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre genutzt werden können. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes der Kao Germany von aktuell 31,70 % (Vorjahr: 31,70 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund der sich ergebenden Steuerentlastung nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht.

Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine bilanzierte aktive latente Steuer.

Passiva

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

In den Rückstellungen sind erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt.

Die Pensionsrückstellungen werden nach der Methode der laufenden Einmalprämien (sog. "Projected Unit Credit Method") unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,82 % p.a. (Vorjahr: 1,79 %) und auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Abzinsung erfolgt damit gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Dynamik der anrechenbaren Bezüge wurde mit 3,0 % berücksichtigt. Die erwarteten Rentensteigerungen wurden mit 2,4 % angesetzt.

Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrags werden angemessene Kostensteigerungen berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank auf Grundlage der RückAbzinsV bekannt gegeben werden. Entsprechende Abzinsungen waren im Geschäftsjahr vor allem bei personalbezogenen Verpflichtungen (Dienstjubiläen) vorzunehmen.

Die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesene Jubiläumsrückstellung ist nach der Projected-Unit-Credit- Methode auf Basis eines Zinssatzes von 1,46 % (Vorjahr: 1,09 %) und unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt worden. Der Zinssatz entspricht dem nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB pauschal von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünf Jahren ergibt. Erwartete künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % p.a. sowie eine angenommene Fluktuation von 3,0 % sind bei der Bewertung berücksichtigt worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Für Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger kommen das Anschaffungskostenprinzip gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und das Imparitätsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht zur Anwendung.

Derivative Finanzinstrumente werden einzeln mit dem Marktwert am Stichtag bewertet. Der Ansatz der derivativen Finanzinstrumente erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten des Derivats (soweit vorhanden) und Marktwert zum Bilanzstichtag, d.h. derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten werden durch den Ansatz von Drohverlustrückstellungen abgebildet, während derartige Geschäfte mit positiven Marktwerten grundsätzlich keinen Ansatz in der Bilanz finden.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

Die Zugänge des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 1.845 im Sachanlagevermögen betreffen in erster Linie Gegenstände der Büro- und Geschäftsausstattung. Diese entfallen auf Büro- und Laborausstattung für die Verwaltung und den Bereich Forschung & Entwicklung sowie auf den Ersatz bzw. die Erweiterung der IT-Ausstattung.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zu ihren Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 408 ausgewiesen. Die Abschreibung beginnt ab dem Zeitpunkt, zu dem die betreffenden Vermögensgegenstände fertig gestellt sind und im Geschäftsbetrieb eingesetzt werden.

Die Abgänge aus den Sachanlagen resultieren überwiegend aus der Vernichtung veralteter, weitgehend abgeschriebener IT-Hardware sowie Büro- und Laborausstattung.

Die Zusammenstellung des Anteilsbesitzes ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:

Anteil am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
Verbundene Unternehmen % TEUR TEUR Referenz
Kanebo Cosmetics Deutschland GmbH, Hamburg 100,0 3.202 1.233
N.V. Kao Belgium B.A., Herenthout/Belgien 100,0 1.100 82 *
Kao Netherlands B.V., Amersfoort/ Niederlande 100,0 4.497 635 *
Kao Austria Handelsgesellschaft mbH, Linz/Österreich 100,0 2.539 252 *
Kao Denmark A/S, Kopenhagen/Dänemark 100,0 870 120 *
KPSS (UK) Ltd., London/Großbritannien 100,0 4.261 311 *
Kao Finland Oy, Vantaa/Finnland 100,0 1.579 235 *
Goldwell Cosmetic (CZ) s.r.o., Brünn/ Tschechien 100,0 666 101 *
Kao South Africa (Pty.) Ltd., Johannesburg/ Südafrika 100,0 1.313 91 *
KPSS Hong Kong Ltd., Hong Kong/China 70,0 1.930 168 *
KPSS Taiwan Ltd., Taipeh/Taiwan 90,0 2.679 1.118 *
Kao Sweden AB, Stockholm/Schweden 100,0 2.182 199 *
Kao Norway AS, Oslo/Norwegen 100,0 936 224 *

* Angaben aus dem für Konsolidierungszwecke erstellten IFRS-Einzelabschluss zum 31. Dezember 2023

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 14.084 (Vorjahr: TEUR 23.210) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, TEUR 60.811 (Vorjahr: TEUR 62.580) Forderungen aus Cash-Pool-Vereinbarungen mit verbundenen Kao-Gesellschaften, TEUR 2.857 (Vorjahr: TEUR 6.734) übrige sonstige Forderungen sowie TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 21) Darlehensforderungen. Es entfallen TEUR 1.141 (Vorjahr: TEUR 1.482) auf Forderungen gegen die Gesellschafterin.

Die sonstigen Vermögensgegenstände entfallen mit TEUR 7.466 (Vorjahr: TEUR 7.767) vor allem auf Steuererstattungsansprüche. Des Weiteren enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände nicht verrechnungsfähige Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen in Höhe von TEUR 742 (Vorjahr: TEUR 781), die eine Restlaufzeit von über einem Jahr ausweisen.

Vermögensgegenstände zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten, welche ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind, wurden mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Die Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände betragen TEUR 10.355 (Vorjahr: TEUR 8.733). Der Erfüllungsbetrag der Schulden bestimmt sich nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB und entspricht somit dem Wert der zugehörigen Vermögensgegenstände.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen setzen sich im Wesentlichen aus abgegrenzten konzerninternen Kostenübernahmen zusammen.

Die zum Bilanzstichtag gemäß dem bilanzorientierten Temporary-Konzept gemäß § 264 Abs. 1 HGB angesetzten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus temporären Abweichungen zwischen den Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem kombinierten Ertragsteuersatz in Höhe von 31,7 % (Vorjahr: 31,7 %).

Der in Anwendung des Wahlrechtes aus § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB vorgenommene Ansatz des aktiven Überhangs voraussichtlicher künftiger Steuerentlastungsbeträge (aktive latente Steuer) in Höhe von TEUR 13.999 (Vorjahr: TEUR 7.719) ergibt sich zum Bilanzstichtag zusammengefasst aus den folgenden Positionen:

Latente Steuern zum 31.12.2023
Buchwerte Latente Steuer
HGB Steuerbilanz Differenz Steuersatz aktiv passiv
TEUR TEUR TEUR % TEUR TEUR
Temporäre Bilanzdifferenzen
Pensionsrückstellungen -12.292 -6.745 5.547 31,70 1.758 0
Sonstige Rückstellungen -3.701 -2.688 1.013 31,70 321 0
Sonstige Aktiva 314 441 127 31,70 40 0
Verlustvorträge 14.850 0
davon nach 5 Jahren wirksam -2.970
Saldo aktive latente Steuer 31.12.2023 13.999
Saldo aktive latente Steuer 1.1.2022 7.719
Veränderung der aktiven latenten Steuer 6.280

Bezüglich der ausschüttungsgesperrten Beträge wird auf die nachstehenden Erläuterungen verwiesen.

Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft lautet zum Bilanzstichtag unverändert auf EUR 25.000.000.

Von den übrigen Eigenkapitalbestandteilen sind zum Bilanzstichtag EUR 26.971 frei verfügbar. Diese setzen sich aus der im Geschäftsjahr 2013 gebildeten Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 4.421, den Gewinnrücklagen von TEUR 3.436, dem kumulierten Gewinnvortrag aus Vorjahren in Höhe von TEUR 41.190 sowie dem Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 9.992 zusammen. Nach Abzug des ausschüttungsgesperrten Betrags von TEUR 12.084 verbleibt somit ein ausschüttungsfähiges Eigenkapital in Höhe von TEUR 26.971.

In Höhe von TEUR 12.084 (Vorjahr: TEUR 5.932) resultiert der ausschüttungsgesperrte Betrag aus dem in Anwendung des Wahlrechtes aus § 274 HGB aktivierten latenten Steuerüberhang gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren 1,82 % p.a. (Vorjahr: 1,79 % p.a.) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren 1,74 % p.a. (Vorjahr: 1,45 % p.a.) ergibt sich ein gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 714). Weiterhin ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag von TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 240) aus dem über die Anschaffungskosten hinausgehenden Ansatz von Vermögensgegenständen auf der Aktivseite abzüglich der darauf entfallenden latenten Steuern.

Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für den Personalbereich (TEUR 6.768; Vorjahr: TEUR 5.422) sowie für ausstehende Rechnungen (TEUR 4.828; Vorjahr: TEUR 6.769) und Verkaufsmaßnahmen (Marketing-, Beratungs- und übrige Leistungen sowie ausstehende Werbekostenzuschüsse an Kunden/Kundenboni) in Höhe von TEUR 3.788 (Vorjahr: TEUR 2.592). Weiterhin bestanden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für Personalanpassungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 641 (Vorjahr: TEUR 1.009).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen auf die Gesellschafterin TEUR 1.144 (Vorjahr: TEUR 944). TEUR 100.840 (Vorjahr: TEUR 88.255) betreffen Verbindlichkeiten aus Cash- Pool-Vereinbarungen mit verbundenen Kao-Gesellschaften, TEUR 31.726 (Vorjahr: TEUR 26.905) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse resultieren nahezu ausschließlich aus dem Verkauf von Haar- und Hautpflegeprodukten. Die regionale Aufteilung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:

2023 Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Inland 54.290 52.221 2.069
Übriges Europa 48.135 48.004 131
Nordamerika 19.270 25.228 -5.958
Übrige Regionen 15.869 16.566 -697
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren 137.564 142.019 -4.455
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen/Seminaren 52.881 46.149 6.732
Umsatzerlöse Total 190.445 188.168 2.277

Die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen/Seminaren betreffen insbesondere Erträge aus konzerninternen Dienstleistungen (TEUR 52.881; Vorjahr: TEUR 46.108) sowie aus Dienstleistungen gegenüber Lieferanten (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 41).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 5.462 (Vorjahr: TEUR 0), Kursgewinne aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.512 (Vorjahr: TEUR 5.076) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 825).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kursverluste aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 3.421 (Vorjahr: TEUR 3.886).

Im Zinsaufwand sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 317 (Vorjahr: TEUR 309) aus der Aufzinsung von Pensions- und anderen längerfristigen Personalrückstellungen enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 288 (Vorjahr: TEUR 0) und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 9).

V. Verwendung derivativer Finanzinstrumente

Durch die Kao Germany GmbH werden derivative Finanzinstrumente zur Steuerung von gegenwärtigen und zukünftigen Währungs- und Zinsrisiken eingesetzt. Die Instrumente dienen der Sicherung des operativen Grundgeschäfts und der unternehmensnotwendigen Finanztransaktionen; zusätzliche Risiken entstehen deshalb nicht. Die Transaktionen werden ausschließlich in marktgängigen Instrumenten (plain vanilla), wie z.B. Devisentermingeschäfte, Zinsswaps und kombinierte Zins-/Währungs-Swaps (so genannte Cross Currency Swaps) durchgeführt. Transaktionen zu spekulativen Zwecken erfolgen nicht.

Devisentermingeschäfte werden auf Basis von Spotkursen in Euro-Währung (gemäß Fixing der Europäischen Zentralbank) und des Swap-Satzes auf Basis von Zinsdifferenzen beteiligter Währungen bewertet. Bei der Bewertung von Cross Currency Swaps erfolgt die Diskontierung des Future Value auf die aktuelle Valuta mit laufzeitabhängigen Zinssätzen (Barwertmethode = Present Value). Die Marktwertberechnung erfolgt auf Grundlage von durch inländische Bankpartner bereitgestellten Bewertungen.

Positive Marktwerte der Derivate beinhalten grundsätzlich ein Ausfallrisiko durch Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen der Kontrahenten. Bei unseren Vertragspartnern handelt es sich um Banken erstklassiger Bonität; das Ausfallrisiko wird somit als sehr gering eingeschätzt.

Der Bestand derivativer Finanzinstrumente per 31. Dezember 2023 setzt sich wie folgt zusammen:

Basiswert/ Nominalwert Marktwert Nicht realisierte Gewinne/Verluste Bilanzposten § 266 HGB
Devisentermingeschäfte TEUR TEUR TEUR
Ankauf Fremdwährungen 914 912 -2 Sonstige Rückstellungen
Verkauf Fremdwährungen 4.290 4.258 32

Wie bereits im Vorjahr wurden auch im Geschäftsjahr keine Bewertungseinheiten gebildet.

VI. Übrige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Rahmen der Darlehensvergabe der Landesbank Baden-Württemberg an Kunden der Gesellschaft haftet die Kao Germany gemeinsam mit den Darlehensnehmern. Das sich so zum Abschlussstichtag ergebende Haftungsrisiko beläuft sich auf TEUR 65.

Die Sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

Geschäftsjahr Vorjahr
gesamt Fälligkeit Fälligkeit Fälligkeit 31.12.2022
TEUR < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre TEUR
Abnahmeverpflichtungen u.Ä. 5.276 5.276 0 0 7.359
davon zugunsten verbundener Unternehmen 5.176 5.176 0 0 6.845
Verpflichtungen aus Mietverträgen, Erbbauzinsverpflichtungen u.Ä. 1.134 373 315 447 1.669
davon zugunsten verbundener Unternehmen 0 0 0 0 0
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 2.574 1.089 1.038 447 2.907
davon zugunsten verbundener Unternehmen 0 0 0 0 0
8.984 6.738 1.353 894 11.935

Mit Ausnahme von Miet- und Operating-Leasingverträgen, die im vorstehend genannten Verpflichtungsumfang enthalten sind, wurden "Off-Balance-Sheet"-Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB nicht getätigt. Der Abschluss derartiger Geschäfte, die insbesondere die Anmietung von Verwaltungsgebäuden einschließen, trägt auch zur Verminderung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko jeweils beim Vermieter bzw. Leasinggeber.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen entsprechend § 285 Nr. 21 HGB zu marktunüblichen Konditionen wurden nicht getätigt.

Abschlussprüferhonorar

Das für den Abschlussprüfer des Jahresabschlusses, die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, Zweigniederlassung Düsseldorf, im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorarvolumen gliedert sich wie folgt auf:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
a) Abschlussprüfungsleistungen 47 39
b) Andere Bestätigungsleistungen 8 5
c) Steuerberatungsleistungen 191 109
246 153

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Geschäftsführung der Kao Germany GmbH hat den Betriebsrat in einer Sondersitzung des Aufsichtsrats am 10. Juni 2024 über geplante Restrukturierungsmaßnahmen informiert. Ziel ist es, die Rentabilität zu verbessern und die Fixkosten zu senken, wobei der harte Wettbewerb und die daraus resultierenden notwendigen Veränderungen im Geschäftsbetrieb berücksichtigt werden. Die Restrukturierungsmaßnahmen betreffen neben den Vertriebsstandorten insbesondere den Verwaltungsstandort in Deutschland und sollen ab November 2024 umgesetzt werden. Die Kosten werden sich voraussichtlich auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag belaufen und das Management erwartet mittelfristig Kosteneinsparungen und eine Verbesserung des EBT in den nächsten 5 Jahren.

Verwendung des Jahresergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Mitarbeiter und Geschäftsführung

Die Zahl der Mitarbeiter (ausschließlich Angestellte) betrug im Jahresdurchschnitt:

2023 Vorjahr
Verwaltung/Logistik 85 83
Vertrieb/Marketing 274 270
Forschung & Entwicklung 139 137
498 490

Die Geschäftsführung der Kao Germany GmbH setzt sich wie folgt zusammen:

Dominic Pratt, President, Kao Salon Business Global, Groß-Gerau

Michael Cramer, Vice President, Consumer Care Business, EMEA, General Mgmt, Heppenheim

Guido Kirchhoff, President Global Operations, Wiesbaden

Hiroyuki Takahashi, Managing Director, Strategy, Frankfurt am Main, bis 1. März 2023

Cristian Canthal, General Manager Domestic Salon Germany, Königstein im Taunus, ab 1. März 2023

Tsuyoshi Irimajiri, Director, Global Salon Business Planning Marketing, Frankfurt am Main, ab 1. März 2023

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans im Geschäftsjahr 2023 betragen TEUR 1.405 (Vorjahr: TEUR 1.158).

An frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und deren Hinterbliebene wurden in 2023 Ruhestandsgehälter und andere Vergütungen in Höhe von TEUR 491 (Vorjahr: TEUR 748) gezahlt. Außerdem besteht für diesen Personenkreis eine Rückstellung für laufende Pensionen und Anwartschaften in Höhe von TEUR 8.575 (Vorjahr: TEUR 13.674).

Der Aufsichtsrat der Kao Germany GmbH setzt sich wie folgt zusammen:

Mitsunori Saka, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Akiko Hasegawa, Member of the board

Elke Strathmann, Diplom-Mathematikerin

Karen Frank, stellvertretende Vorsitzende

Carsten Fuckert *) , Business Development Manager

Stefan Niese *) , Associate Director Sales and Education Capabilities, Salon, Asia

*) Arbeitnehmervertreter

An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 48) ausgezahlt.

Konzernzugehörigkeit

Den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen stellt die Kao Corporation, Tokio/Japan, auf. Der Konzernabschluss kann über das Electronic Disclosure for Investors' NETwork (EDINET) der japanischen Financial Services Agency über die Website http://disclosure.edinet-fsa.go.jp/ in elektronischer Form abgerufen werden.

Befreiung von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und -lageberichts

Die Gesellschaft ist gemäß § 292 Abs. 1 HGB von der Pflicht nach § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts zum 31. Dezember 2023 befreit. Der befreiende Konzernabschluss sowie der befreiende Konzernlagebericht wurden von der Kao Corporation, Tokio/Japan, erstellt und einschließlich des Bestätigungsvermerks offengelegt. Die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen wurden unbeschadet des § 296 HGB in den befreienden Konzernabschluss einbezogen. Der befreiende Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board herausgegebenen International Financial Reporting Standards aufgestellt.

 

Darmstadt, den 15. November 2024

Kao Germany GmbH

Dominic Pratt

Michael Cramer

Cristian Canthal

Tsuyoshi Irimajiri

Guido Kirchhoff

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Bruttobuchwerte
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.692.914,61 64.012,35 0,00 0,00 3.756.926,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.510.126,14 164.570,94 15.850,00 714.596,10 27.975.950,98
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.805.439,38 1.272.439,06 93.697,83 1,00 21.171.575,27
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 109.547,83 407.868,44 -109.547,83 0,00 407.868,44
48.425.113,35 1.844.878,44 0,00 714.597,10 49.555.394,69
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 48.999.463,78 0,00 0,00 800.000,00 48.199.463,78
2. Sonstige Ausleihungen 2.235.367,24 0,00 0,00 0,00 2.235.367,24
51.234.831,02 0,00 0,00 800.000,00 50.434.831,02
103.352.858,98 1.908.890,79 0,00 1.514.597,10 103.747.152,67
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.676.222,29 10.310,80 0,00 3.686.533,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.445.214,53 825.819,13 694.097,96 14.576.935,70
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.542.665,66 1.229.487,33 0,00 17.772.152,99
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
30.987.880,19 2.055.306,46 694.097,96 32.349.088,69
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.827.802,50 0,00 0,00 16.827.802,50
2. Sonstige Ausleihungen 2.235.367,24 0,00 0,00 2.235.367,24
19.063.169,74 0,00 0,00 19.063.169,74
53.727.272,22 2.065.617,26 694.097,96 55.098.791,52
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70.393,87 16.692,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.399.015,28 14.064.911,61
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.399.422,28 3.262.773,72
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 407.868,44 109.547,83
17.206.306,00 17.437.233,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 31.371.661,28 32.171.661,28
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
31.371.661,28 32.171.661,28
48.648.361,15 49.625.586,76

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kao Germany GmbH, Darmstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kao Germany GmbH, Darmstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der Kao Germany GmbH, Darmstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt 4. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angabe zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die in Abschnitt 4. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen des Unternehmens bzw. von dessen Teilbereichen ein, um Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Jahresabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 15. November 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nicole Meyer, Wirtschaftsprüferin

Rong Wang, Wirtschaftsprüferin

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