KENTER GmbHLiquidiert

89340 Leipheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 2016
Vorher
Kenter Bodenreinigungsmaschinen Vertriebs- und Service GmbH
Eingetragen
4.10.1989
Branche
Großhandel mit industriellen Textil-, Näh- und StrickmaschinenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Maschinen (ohne landwirtschaftliche Maschinen und Büromaschinen) und technischem Bedarf a. n. g.Großhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Handel mit Bodenreinigungsmaschinen aller Art, mit Zubehör einschließlich Reinigungsmitteln, Wartung, Reparatur und Service sowie Vermittlung des Leasings von Bodenreinigungsmaschinen. Die Gesellschaft ist weiterhin als Komplettanbieter für den modernen Dienstleister im Bereich technischer Investitionsgüter einschließlich dem dazugehörigen Dienstleistungspaket tätig. Die Gesellschaft kann solche Maschinen auch selbst herstellen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

70.00% identifiziert30.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
70.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

49.000 €
70.00%
Germany
21.000 €
30.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KENTER GmbH (vormals: Kenter Bodenreinigungsmaschinen Vertriebs- und Service GmbH)

Leipheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2019 bis zum 31.08.2020

Lagebericht 2019/2020

KENTER GmbH

A. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses und der Lage des Unternehmens

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die KENTER GmbH ist im Vertrieb und Service von Bodenreinigungsmaschinen und im Vertrieb von nachhaltigen Reinigungsmitteln (sustainable liquids) tätig. Zu unseren Kunden zählen vor allem Dienstleistungsunternehmen, aber auch Industriekunden, Einzelhandelsketten, Städte und Gemeinden, Krankenhäuser und Kliniken, Hotels und Gastronomie, Fachhändler und diverse Gewerbetreibende.

KENTER sieht sich als Innovationstaktgeber. Im Fokus unserer Bemühungen stehen Nachhaltigkeit, ein hoher Kundennutzen und Transparenz. Diese Ziele erreichen wir mit einer innovativen Produktpolitik und marktgerechten, modernen bzw. digitalen Geschäftsmodelle, die die Effizienz der Abläufe bei unseren Kunden signifikant steigert, was in Zeiten von Fachkräftemangel rasant an Bedeutung gewinnt.

Durch den weiteren Ausbau der Produktgruppe sustainable liquids, sowie der Einführung weiterer Systemkomponenten in unserem Portfolio, entwickelt sich die KENTER GmbH hin zum Lösungsanbieter, was künftig die Abhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen im Bereich Investitionsgüter reduzieren soll.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Ein Großteil unserer Kunden sind Gebäudereinigungsunternehmen, die Branche verzeichnet laut dem BIV (Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks) einen Umsatzrückgang und kommt auf ein Umsatzvolumen von ca. 19,9 Mrd.€ in 2020, was einem Rückgang ggü. 2019 von ca. 0,6% entspricht.

Geschäftsverlauf

In diesem schwierigen, ab dem Frühjahr von Corona geprägten, Geschäftsjahr haben wir über alle Vertriebswege hinweg konsolidiert rückläufige Umsätze hinnehmen müssen. Die Umsätze im Kerngeschäft sind ggü. dem Vorjahr um 11% zurückgegangen. Wir haben diesen Trend rasch erkannt. Um diesen Rückgang zu kompensieren, haben wir uns im Frühjahr 2020 dazu entschlossen, an dem open house Verfahren der Bundesregierung im Bereich PSA teilzunehmen. In der Folge haben wir im April / Mai 2020 insgesamt 1.100.000 Atemschutzmasken an den BUND ausgeliefert. Eine vollständige Zahlung der gelieferten Ware durch den BUND ist nicht erfolgt, unsererseits wurde Klage erhoben und ein Rechtsstreit ist anhängig. Wir haben dementsprechend eine Wertberichtigung auf unsere Forderung vorgenommen. Auf der Kostenseite haben wir mit Einsparungen im Sachkosten- und Personalbereich, sowie mit Kurzarbeit reagiert.

Der positive Trend im Kerngeschäft der vergangenen Jahre konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019/2020 nicht fortsetzen. Auch unsere Gesellschaft ist von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen, wenngleich die Auswirkungen im Berichtsjahr vergleichsweise moderat ausgefallen sind.

Die Vertriebsaktivitäten mussten während des ersten Lockdowns fast vollständig eingestellt werden und liefen auch danach nur langsam wieder an. Nach wie vor ist eine gewisse Investitionszurückhaltung bei unseren Kunden zu spüren.

Ertragslage

Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 2.162 T€ gestiegen.

Der Materialaufwand ist um 17% gestiegen.

Das Rohergebnis lt. HGB hat sich im Vergleich zum Vorjahr absolut um 102 T€ vermindert.

Der Einmaleffekt aufgrund der Durchführung des Maskenverkaufs an die Bundesregierung ist in diesem Rohergebnis mit einem Anteil von 4.560 T€ enthalten. Des Weiteren konnten die sonstigen betrieblichen Erträge aufgrund des Erhalts von Kurzarbeitergeld als auch der Soforthilfe gesteigert werden.

Da wir auch im GJ 19/20 aufgrund einer Vielzahl von Produktinnovationen, die wir auch auf der Branchenleitmesse CMS im September 2019 präsentiert haben, von einem weiteren Umsatzwachstum ausgegangen sind, haben wir zu Anfang des Geschäftsjahres weiter Personal aufgebaut. In Folge dessen sind die Personalkosten auf Jahressicht um ca. 6,6% oder absolut 300 T€ gestiegen. Eine zurückhaltende Investitionspolitik, insbesondere im 2. Halbjahr, und eine Reduzierung des Mietmaschinenbestandes, führten zu leicht reduzierten Abschreibungen (- 4,9%). Bei den Werbe- und Reisekosten schlagen die Messekosten der CMS mit ca. 433 T€ zu Buche, weshalb wir in diesem Bereich nahezu eine Verdoppelung auf 849 T€ (+ 88,2%) zu den Vorjahreswerten sehen. Die Raumkosten sind trotz des 2. Standortes in Günzburg auf unverändertem Niveau des Vorjahres (+0,12%). Die weiteren betrieblichen Kosten - mit Ausnahme der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - befinden sich nahezu auf Vorjahresniveau.

Aufgrund der bislang nur teilweise erfolgten Bezahlung der Forderungen aus der Lieferung von Schutzmasken erhöhte sich der Bedarf an Einzelwertberichtigungen auf den Forderungsbestand im Berichtsjahr sehr deutlich. Es entstanden im Berichtsjahr Aufwendungen aus Wertminderungen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.215 T€. Hierbei entfällt ein Betrag von 1.188 auf die Forderungen gegen den Bund.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich um 77 T€ gegenüber dem Vorjahr. Die Zinsaufwendungen sind um 69 T€ auf 149 T€ gestiegen, was zum Teil auch der Vorfinanzierung des Maskengeschäftes mit der Bundesregierung geschuldet ist.

Aufgrund der Nutzung des Verlustrücktrages bei der Körperschaftsteuer erhalten wir in diesem Jahr einen Betrag von 150 T€ an Steuern erstattet.

Der Jahresfehlbetrag beträgt 833 T€, im Vorjahr konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 754 T€ ausgewiesen werden.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.301 T€ erhöht.

Auf der Aktivseite ist das Sachanlagevermögen aufgrund planmäßiger Abschreibungen und dem Abbau des Bestandes der Mietmaschinen um 149 T€ gesunken. Der Bestand der Finanzanlagen ist nahezu auf Vorjahresniveau. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 1.689 T€.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände erhöhten sich im Berichtsjahr deutlich auf 1.885 T€. Zum einen ist diese Entwicklung des Anteils der nicht wertberichtigten Forderungen gegen den Bund als auch der gestiegenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 1.219 T€. Aufgrund der Steuerrückforderungen erhöhte sich der Bestand an sonstigen Vermögensgegenständen im Vergleich zum Vorjahr um 369 T€ auf 458 T€. Der enthaltene Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Vorräte sind nahezu auf Vorjahresniveau. Der Rechnungsabgrenzungsposten verringerte sich um 144 T€.

Unsere Kapitalstruktur ist durch die getätigte Kapitalrücklage und die Gewinnrücklagen der Vorperioden gut und weit überdurchschnittlich. Die Eigenkapitalquote beträgt trotz des Jahresfehlbetrages und der erhöhten Bilanzsumme 32,2 %.

Die Rückstellungen verringerten im Vergleich zum Vorjahr. U.A. durch den Abbau von Urlaubstagen und Überstunden, konnten die Rückstellungen im Personalbereich im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert werden (-62,7%)

Unsere Verbindlichkeiten gliedern sich in überwiegend kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten auf.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 36,0% der Bilanzsumme. Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken. Insoweit stellt sich die Fälligkeitsstruktur so dar, dass 90 % der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten kurzfristig und 10 % mittel- und langfristig sind.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 12,3% der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtsjahr deutlich u.a. durch die beantragten Stundungen der Umsatzsteuervoranmeldungen für die Monate April und Mai 2020.

Finanzlage

Unsere Finanzlage ist weiterhin stabil. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Gesellschaft war jederzeit liquide. Zur Verbesserung der Finanzierungsstruktur und zur Sicherstellung der langfristigen Finanzierung der Gesellschaft wurde ein Finanzierungpaket über insgesamt 4 Mio.€ geschnürt, welches erst teilweise im neuen Geschäftsjahr in Anspruch genommen wurde.

Der operative Cash Flow war im Geschäftsjahr 2019/20 mit 1.676 T€ negativ.

Aufgrund der Investitionen in das Anlagevermögen war der Cash Flow aus dem Investitionsbereich mit 230 T€ negativ. Die geplanten Investitionen für das kommende Geschäftsjahr werden zu einem wesentlichen Teil in das neue Schulungs- und Innovationscenter in Leipheim, sowie in die Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse fließen.

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich war mit 1.170 T€ positiv.

Insgesamt ergibt sich ein negativer Cash Flow in Höhe von 736 T€. Die Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres durch die Inanspruchnahme der zur Verfügung gestellten Kontokorrentlinien sichergestellt.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Basis für unsere interne Unternehmenssteuerung sind verschiedenste Auswertungen hinsichtlich Umsatz, Liquidität und Ergebnis. Hierzu werden detaillierte Monatsberichte über die Vermögen-, Finanz- und Ertragslage erstellt. Des Weiteren wird die monatliche BWA ausgewertet und mit Planzahlen verglichen. Wir arbeiten an einer weiteren Verfeinerung der Controllingmechanismen, z.B. Auswertungen nach Vertriebswegen, Produktgruppen und Margenbetrachtungen.

Gesamtaussage

Unsere wirtschaftliche Lage kann trotz der besonderen Umstände in diesem Geschäftsjahr insgesamt als gut bezeichnet werden. Die im Vorjahr getroffenen Prognosen bei der Umsatz- und Ergebnisentwicklung sind aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen nicht eingetroffen.

B. Prognose-, Chancen und Risikobericht

I. Prognosebericht

Durch die Einführung eines CRM Systems sind wir mittlerweile in der Lage, unseren Vertrieb zielgerichteter zu steuern und Kundenpotentiale systematisch aus zu bauen. Zudem haben wir die Zeit des Lockdowns eine professionelle Onlinemarketing Software eingeführt, um mit unseren Kunden digital in Kontakt zu blieben. Erste Erfolge stellen sich ein und werden konsequent weiterverfolgt.

Wir digitalisieren die innerbetrieblichen Prozesse und Abläufe konsequent, um für die Zeit nach Corona schlanker & effektiver aufgestellt zu sein. So werden beispielsweise zeitnah digitale Archivierungssysteme eingeführt, oder Bestellprozesse unserer Kunden elektronisch abgewickelt.

Wir arbeiten weiterhin an der Transformation hin zum Lösungsanbieter ("one stopp shopping") und bieten den Kunden nunmehr auch innovative und digitale Abrechnungsmodelle an (z.B. pay per use) , die dem Kunden, gerade in dieser Zeit, maximale Flexibilität bieten.

Mit einigen Produkten, z.B. dem Tersano Iclean Mini haben wir bereits erste Erfolge im B2C Geschäft über Onlineverkauf erzielen können, diese werden wir über konsequente Nutzung der sozialen Medien wie Instagram usw. weiter ausbauen und positionieren, da wir hier großes Potential mit guten Margen sehen.

In der Zukunftstechnologie "Robotics" konnten wir einen Exklusivvertrag mit einem der weltweiten Marktführer aus Singapur schließen. Durch den rasanten technologischen Fortschritt und der damit verbundenen immensen Umsatzpotentiale in diesem Bereich ist es unseres Erachtens extrem wichtig, hier einen starken Partner an unserer Seite zu haben.

Natürlich haben wir auf die Pandemie auch mit einer Anpassung unseres Produktportfolios reagiert und eine ebenfalls exklusive Kooperation mit einem amerikanischen Hersteller für professionelle Luftreinigungsgeräte geschlossen. Diese, teilweise durch staatliche Programme geförderte, Produkte eröffnen uns die Chance, die Investitionszurückhaltung in unseren klassischen Produktbereichen, zu kompensieren. Generell ist auch vorstellbar, dass die Thematik Reinigung & Hygiene aufgrund der Pandemie langfristig einen höheren Stellenwert erfährt, was sich positiv auf unser Geschäftsmodell auswirken würde.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv.

Zur wesentlichen Verbesserung des Ergebnisses werden folgende Maßnahmen eingeleitet:

Implementierung neuer, zeitgemäßer, flexibler und margenträchtiger Abrechungsmodelle

Sichern von strategische wichtigen Zukunftstechnologien

Agiles Anpassen des Produktportfolios aufgrund der Pandemie

Digitalisierung und Verschlankung unserer Geschäftsprozesse

Wir erwarten im folgenden Geschäftsjahr 2020/21 (unter Herausrechnung des Sondereffektes aus dem Maskengeschäft) eine Annäherung an das Umsatz- und Renditeniveau aus dem Geschäftsjahr 2018/19.

Durch das Schaffen einer neuen Finanzierungsstruktur werden wir - unabhängig von eventuellen, weiteren Zahlungen aus dem Maskengeschäft- auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen und unseren Innovationskurs weiterhin solide finanzieren zu können.

II. Risikobericht

Die Pandemie hat nicht nur bei uns vieles verändert. Als größtes Risiko sehen wir derzeit eine nachhaltige Eintrübung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes und eine damit verbundene längerfristige Investitionszurückhaltung bei unseren Kunden. Dem wirken wir entgegen, indem wir angepasste Geschäftsmodelle wie pay per use entwickeln und anbieten.

Wir passen unser Produktportfolio den geänderten Bedürfnissen an, dies bedeutet in letzter Konsequenz jedoch auch, dass unser Personal in einer Vielzahl von neuen Bereichen geschult und fortgebildet werden muss.

Den daraus resultierenden Anpassungen in unserem täglichen Tun begegnen wir mit Neugier, Mut & Teamgeist in der festen Überzeugung, das herausfordernde Umfeld gemeinsam zu meistern.

Mit unseren Hauptlieferanten und Kunden pflegen wir gerade in diesen Zeiten ein enges und vor allem auch partnerschaftliches Verhältnis.

Die Liquiditätslage kann mit gut beurteilt werden; es sind keine Engpässe zu erwarten. Zur Absicherung eventueller Forderungsausfälle haben wir eine Warenkreditversicherung abgeschlossen. Die Liquiditäts- und Ertragssituation wird durch ein weiter ausgebautes Controlling ständig überwacht, um Abweichungen zeitnah zu erkennen, damit zeitnahe geeignete Maßnahmen ergriffen werden können.

Aufgrund der vorgenannten offenen Forderung gegen den Bund aus der Lieferung von Schutzmasken haben wir mit Datum vom 16.06.2020 Klage vor dem LG Bonn eingereicht. Ein Termin zur Güteverhandlung ist für den 20.10.2021 anberaumt. Unabhängig davon befinden wir uns in Vergleichsverhandlungen mit der Beklagten. Das daraus resultierenden finanzielle Risiko haben wir mit der vorgenannten Einzelwertberichtigung angemessen berücksichtigt.

III. Chancenbericht

Unsere Portfoliodurchmischung, bestehend aus unserem langjährig angestammten Kerngeschäft, gepaart mit unseren exklusiven Produktinnovationen und innovativen Geschäftsmodellen lassen uns optimistisch in die Zukunft blicken.

Auch wenn durch die Pandemie bedingt, unsere Entwicklung zum Systemanbieter etwas langsamer verläuft als erwartet, sehen wir einen klaren Trend zum "one stopp shopping" und uns damit bestätigt, hier langfristig auf dem richtigen Weg zu sein.

Zusammen mit einem höheren internen Digitalisierungsgrad und der damit entstehenden höheren Skalierbarkeit haben wir unsere Meinung nach beste Bedingungen geschaffen, erfolgreich und gestärkt aus dieser globalen Wirtschaftskrise hervorzugehen und rasch auf den Wachstumspfad zurückzukehren.

IV. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir im Wesentlichen dann, sollten sich die Rahmenbedingungen nicht stabilisieren. Wir sind jedoch der festen Überzeugung, Produkt- als auch Prozessseitig das Richtige getan zu haben, die Krise zu meistern und aus dieser gestärkt hervor zu gehen. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Durch die Unsicherheit betreffend des Weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie und deren Auswirkung auf die wirtschaftliche Gesamtsituation kann eine verlässliche Unternehmensplanung für die kommenden Geschäftsjahre nicht erstellt werden.

V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Ausleihungen und diverse Linien bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme, lassen sich jedoch nicht immer verhindern. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden und es wurde eine Warenkreditversicherung abgeschlossen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Abzug von Skonti gezahlt.

Das langfristig im Unternehmen gebundene Vermögen ist durch das Eigenkapital gedeckt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Ein Zinsrisiko ergibt sich aus marktbedingten Schwankungen des Zinsniveaus. Diesem Risiko begegnen wir durch Zinsfestschreibungen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Geschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung über die Bonität unserer Kunden bzw. wickeln derartige Geschäfte über Vorauskassen ab.

 

Rainer Kenter, Geschäftsführer

Steffen Herrmann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.8.2020
EUR
31.8.2019
EUR
A. Anlagevermögen 1.706.040,81 1.949.957,76
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 65.064,66 130.055,66
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 65.064,66 130.055,66
II. Sachanlagen 860.342,32 1.007.928,96
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 167.153,00 175.601,00
2. technische Anlagen und Maschinen 60.996,00 68.682,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 568.817,00 753.063,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 63.376,32 10.582,96
III. Finanzanlagen 780.633,83 811.973,14
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 325.118,00 290.118,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 389.948,83 456.288,14
3. Beteiligungen 65.567,00 65.567,00
B. Umlaufvermögen 10.502.008,50 8.814.014,53
I. Vorräte 5.998.197,66 6.198.148,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.488.740,45 2.604.724,42
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 917.666,59 616.494,92
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 92.130,80 97.528,41
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.478.943,06 1.890.701,09
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 15.070,39 11.141,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 54.838,00 199.250,21
Bilanzsumme, Summe Aktiva 12.262.887,31 10.963.222,50

Passiva

31.8.2020
EUR
31.8.2019
EUR
A. Eigenkapital 3.951.046,62 4.783.243,53
I. gezeichnetes Kapital 70.000,00 70.000,00
II. Kapitalrücklage 1.449.000,00 1.449.000,00
III. Gewinnrücklagen 1.000.000,00 1.000.000,00
IV. Gewinnvortrag 2.264.243,53 1.510.026,68
V. Jahresfehlbetrag 832.196,91 -754.216,85
B. Rückstellungen 735.941,00 1.045.470,00
C. Verbindlichkeiten 7.575.899,69 5.134.508,97
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.423.650,75 2.513.379,53
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 11.500,68 95.477,96
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.131.904,63 2.488.533,97
Bilanzsumme, Summe Passiva 12.262.887,31 10.963.222,50

Gewinn- und Verlustrechnung

1.9.2019 - 31.8.2020
EUR
1.9.2018 - 31.8.2019
EUR
1. Rohergebnis 9.520.796,20 9.623.220,57
2. Personalaufwand 4.848.980,66 4.549.270,17
a) Löhne und Gehälter 3.927.407,40 3.790.571,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 921.573,26 758.698,25
davon für Altersversorgung 93.329,21 75.478,66
3. Abschreibungen 499.718,29 524.669,57
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 499.718,29 524.669,57
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.008.066,59 3.430.183,54
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 34.910,82 3.159,97
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.423,24 30.793,69
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 149.328,31 79.792,63
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -150.412,96 294.973,05
8. Ergebnis nach Steuern -811.461,45 775.125,30
9. sonstige Steuern 20.735,46 20.908,45
10. Jahresfehlbetrag 832.196,91 -754.216,85

Anhang zum 31. August 2020

KENTER GmbH, Günzburger Str. 60, 89340 Leipheim

Identifikation der Gesellschaft

Die Firma der Gesellschaft lautet KENTER GmbH und hat ihren Sitz in 89340 Leipheim.

Die Gesellschaft ist beim Registergericht Memmingen unter der Handelsregisternummer HRB 2016 eingetragen.

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach handelsrechtlichen Grundsätzen für Kapitalgesellschaften aufgestellt sowie nach ergänzenden Vorschriften des GmbHG. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft erfüllt zum Bilanzstichtag die Kriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt.

Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung des Jahresabschlusses, entspricht grundsätzlich der des Vorjahres.

Mitzugehörigkeitsvermerke

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit Euro 92.130,80 (VJ: Euro 97.528,41) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit Euro 883.956,64 (VJ: Euro 582.825,37) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit Euro 11.500,68 (VJ: Euro 95.477,96) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit Euro 8.843,63 (VJ: Euro 37.117,51) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibung (Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahre) vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibung (Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahre) vermindert. Zinsen für Fremdkapital werden nicht aktiviert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu Euro 800,-- netto wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

Soweit erforderlich wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge wurden mit den bis zum Bilanzstichtag entstandenen Herstellungskosten angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten angesetzt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Das Wahlrecht nach § 255 Abs. 3 HGB, Aktivierung von Zinsen für Fremdkapital, wird nicht in Anspruch genommen.

Die geleisteten Anzahlungen wurden mit dem Nennbetrag bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Ausfallrisiko und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Der durchschnittliche Marktzinssatz wird als 10-Jahresdurchschnittszins der Deutschen Bundesbank für Restlaufzeiten von 15 Jahren ermittelt. Erträge und Aufwendungen aufgrund von Änderungen des Rechnungszinses werden im Zinsergebnis erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Im Zinsergebnis werden die auf das Geschäftsjahr entfallenen Zinsanteile aus der Auf- bzw. Abzinsung ausgewiesen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von Bilanzposten in fremder Währung bis zu einem Jahr erfolgt gemäß § 256a HGB.

Die Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen den zeitanteilig vorgeleisteten Beträgen.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Euro 1.974,00 (VJ: Euro 1.974,00) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenstände sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von Euro 5.286,50 (VJ: Euro 5.286,50) enthalten.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Gewährleistung Euro 272.100,--
Personalkosten Euro 160.100,--
Umsatzboni Kunden Euro 52.600,--
Kosten für Abschluss und Prüfung Euro 53.000,--
Archivierung Euro 24.500,--
Sonstige Euro 38.000,--
Euro 600.300,--

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") angewendet. Für die Berechnung wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz: 2,51 % (VJ: 2,86 %)

Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung: 0,00 %

Zugrunde gelegte Sterbetafel: Richttafel 2018 G

von Klaus Heubeck

Aufgrund der geänderten Berechnung des Durchschnittszinses durch die Verlängerung des Betrachtungszeitraumes von 7 auf 10 Jahre ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von Euro 5.854,00 (VJ: Euro 6.964,00).

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit mehr als ein Jahr Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag Davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert Art und Form der Sicherheit
gegenüber Kreditinstituten 3.981.649,03 385.815,18 56.186,54 4.423.650,75 1.780.549,34 1, 2, 3
(Vorjahr) (1.612.293,30) (791.530,58) (109.555,65) (2.513.379,53) (91.900,00)
aus Lieferungen und Leistungen 1.517.645,63 0,00 0,00 1.517.645,63 0,00 4
(Vorjahr) (2.129.798,24) (0,00) (0,00) (2.129.798,24)
aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen 8.843,63 0,00 0,00 8.843,63 0,00 4
(Vorjahr) (37.117,51) (0,00) (0,00) (37.117,51)
aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 11.500,68 0,00 0,00 11.500,68 0,00 4
(Vorjahr) (95.477,96) (0,00) (0,00) (95.477,96)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.614.259,00 0,00 0,00 1.614.259,00 0,00 1
(Vorjahr) (356.940,84) (0,00) (0,00) (356.940,84)
7.133.897,97 385.815,18 56.186,54 7.575.899,69 1.780.549,34

1 = keine Sicherheiten

2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen, Sicherungsübereignung

3 = Sicherungsabtretung Forderungen

4 = branchenübliche Eigentumsvorbehalte

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß 251 HGB.

Es bestehen Bürgschaften in Höhe von insgesamt Euro 502.700,00, davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 487.000,00 (im Vorjahr Euro 487.000,00). Auf Grund der finanziellen Situation des Hauptschuldners gehen wir davon aus, dass wir nicht in Anspruch genommen werden.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Mietverträge: jährliche Gesamtmiete:

von Immobilien in Höhe von Euro 414.938,16

von beweglichem Anlagevermögen in Höhe von Euro 8.461,52

Leasingverträge: Leasingraten in Höhe von insgesamt Euro 532.950,77 bei einer Restlaufzeit bis zu 60 Monaten

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen Euro 93.329,21 (im Vorjahr: Euro 75.478,66).

In den Zinsen und Ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von Euro 3.345,00 (VJ: Euro 3.917,00) enthalten.

Ergebnisse aus der Währungsumrechnung

Der GuV-Posten "sonstige betriebliche Erträge" enthält Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 14.374,70 (VJ: Euro 4.897,85)

Der GuV-Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" enthält Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 34.910,82 (VJ: Euro 3.159,97).

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern enthalten Erstattungen in Höhe von TEuro 150 für Vorjahre.

Außergewöhnliche Aufwands- und Ertragsposten

In den Umsatzerlösen sind einmalige Umsätze in Höhe von TEuro 4.560 gebucht. Dieser Umsatz wurde durch das Open-House-Verfahren der Bundesregierung zum Maskenkauf generiert.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden TEuro 50 Corona-Soforthilfe und TEuro 161 Kurzarbeitergeld ausgewiesen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für die Bildung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEuro 1.188 enthalten, welche ausschließlich auf die Forderung gegenüber der Bundesregierung eingestellt wurde.

Sonstige Pflichtangaben

Namen der Geschäftsführer

Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Herr Rainer Kenter, Geschäftsführer

Herr Steffen Herrmann, Geschäftsführer (ab 04.04.2020)

Vergütung der Geschäftsführer

Hinsichtlich der Geschäftsführergehälter wird die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB angewendet.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen mit einem Betrag von mindestens 20 v. H. der Anteile

Name und Sitz Anteilshöhe
in %
Jahresergebnis 2019 Eigenkapital zum 31.12.2019
KENTER Müller GmbH Brandis 51 % -19.768,65 Euro 174.242,84 Euro
KENTER Rhein-Neckar GmbH, Waghäusel 50 % 116.256,91 Euro 614.837,45 Euro
KENTER Hagro Maschinen Vertriebs GmbH, Berlin 50 % 14.065,74 Euro 223.866,07 Euro
KENTER-Broda Reinigungsmaschinen GmbH, Krefeld 75,1 % -49.099,51 Euro -238.582,12 Euro

Des Weiteren ist die Gesellschaft mit 100 % an der Investmentgoods 24 GmbH, Günzburg beteiligt. Das Ergebnis zum 31.08.2019 betrug TEuro -47. Das Eigenkapital zum 31.08.2019 betrug TEuro - 14.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt 2019/2020 wurden beschäftigt:

Mitarbeiter gesamt 98 (VJ: 94)

Derivative Finanzinstrumente

Im Geschäftsjahr wurde ein Zinsswap zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus variabel verzinslichen (EURIBOR) Darlehen verwendet. Dem Zinsswap liegt ein Grundgeschäft im vergleichbaren, gegenläufigen Risiko (Mikro-Hedge) zugrunde. Das mit der aus dem Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft gebildeten Bewertungseinheit nach § 254 HGB gesicherte Kreditvolumen beträgt zum Bilanzstichtag TEuro 336. Die Regelungen zur Bildung einer Bewertungseinheit zur kompensatorischen Bewertung der Sicherungsbeziehung werden angewandt. Aufgrund der Volumen- und Laufzeitkongruenz (Laufzeit bis 30.09.2023) ergibt sich eine Wirksamkeit von 100 %.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresfehlbetrag zum 31.08.2020 in Höhe von Euro 832.196,91 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von Euro 2.264.243,53 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

 

Leipheim, den 18.05.2021

Rainer Kenter, Geschäftsführer

Steffen Herrmann, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Entwicklung des Anlagevermögens - Anlagespiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.09.2019 Zugänge davon Zinsen Abgänge Umbuchungen/ Zuschreibungen Stand 31.08.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 400.078,99 0,00 0,00 13.822,96 0,00 386.256,03
2. geleistete Anzahlungen 45.666,66 14.500,00 0,00 0,00 0,00 60.166,66
445.745,65 14.500,00 0,00 13.822,96 0,00 446.422,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 186.480,82 11.414,44 0,00 0,00 0,00 197.895,26
2. technische Anlagen und Maschinen 71.812,15 0,00 0,00 0,00 0,00 71.812,15
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.799.190,84 246.897,88 0,00 233.542,50 0,00 1.812.546,22
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.582,96 52.793,36 0,00 0,00 0,00 63.376,32
2.068.066,77 311.105,68 0,00 233.542,50 0,00 2.145.629,95
III. Finanzanlagen
1. Anteile verbundene Unternehmen 290.118,00 35.000,00 0,00 0,00 0,00 325.118,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 456.288,14 21.260,69 0,00 87.600,00 0,00 389.948,83
3. Beteiligungen 65.567,00 0,00 0,00 0,00 0,00 65.567,00
811.973,14 56.260,69 0,00 87.600,00 0,00 780.633,83
3.325.785,56 381.866,37 334.965,46 0,00 3.372.686,47
Abschreibungen
Stand kumuliert 01.09.2019 Zugänge Zuschreibungen Abgänge Zugänge / Umbuchungen kumuliert Stand 31.08.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 315.689,99 79.481,00 0,00 13.812,96 0,00 381.358,03
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
315.689,99 79.481,00 0,00 13.812,96 0,00 381.358,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 10.879,82 19.862,44 0,00 0,00 0,00 30.742,26
2. technische Anlagen und Maschinen 3.130,15 7.686,00 0,00 0,00 0,00 10.816,15
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.046.127,84 392.688,85 0,00 195.087,47 0,00 1.243.729,22
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.060.137,81 420.237,29 0,00 195.087,47 0,00 1.285.287,63
Finanzanlagen
1. Anteile verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.375.827,80 499.718,29 0,00 208.900,43 0,00 1.666.645,66
Buchwerte
Stand 31.08.2020 Stand 31.08.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.898,00 84.389,00
2. geleistete Anzahlungen 60.166,66 45.666,66
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
65.064,66 130.055,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 167.153,00 175.601,00
2. technische Anlagen und Maschinen 60.996,00 68.682,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 568.817,00 753.063,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 63.376,32 10.582,96
860.342,32 1.007.928,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile verbundene Unternehmen 325.118,00 290.118,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 389.948,83 456.288,14
3. Beteiligungen 65.567,00 65.567,00
780.633,83 811.973,14
1.706.040,81 1.949.957,76

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.07.2021 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KENTER GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KENTER GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KENTER GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben Sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Günzburg, den 18.05.2021

U & P GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Claudia Kober, Wirtschaftsprüferin

Thomas Lang, Wirtschaftsprüfer

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