ESAB Welding & Cutting GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Sägen und von Maschinenwerkzeugen für die Holzbearbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Björn Neubeck-Sänger seit 14.10.2024 | Prokura |
Harald Seitz seit 14.10.2024 | Prokura |
Kevin Joseph Johnson seit 26.7.2023 | Geschäftsführer |
Tamer Cansiz seit 26.7.2023 | Geschäftsführer |
Curtis Evan Jewell seit 26.7.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Exelvia International Holdings B.V. | 18.55% |
HTP Beteiligungs AG | 18.45% |
CAST Limited | 13.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TBi Industries GmbHKarbenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG zum 31. Dezember 2023Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gesellschaft ist unter der Firma TBi Industries GmbH, Karben, beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 131807 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt für die Aufstellung des Anhangs die größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von weniger als 800 EUR wurden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG vollständig abgesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Für schwer gängige Vorratsbestände erfolgten in Abhängigkeit von der Reichweite Gängigkeitsabschläge. Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte zum Nominalwert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % (im Vorjahr 1,4 %) der Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Tag ihrer Entstehung eingebucht. Sofern der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag niedriger war, wurde die Forderung mit diesem Wert bewertet. Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erfasst Abgrenzungen von kurzfristigen Aufwendungen. Die Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Hierbei wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt. Die Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Tag ihrer Entstehung eingebucht. Sofern der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag höher war, wurde die Verbindlichkeit mit dem höheren Devisenkassamittelkurs bewertet. Die Passivierung der übrigen Verbindlichkeiten erfolgte zu Erfüllungsbeträgen. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung Angaben zu Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einem gesonderten Anlagenspiegel im Anhang enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine erwartete Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind aufgeteilt mit einer erwarteten Restlaufzeit von bis zu einem Jahr TEUR 891 (VJ TEUR 2.403) und TEUR 9.716 (VJ TEUR 9.503) mit einer erwarteten Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 10.607 (VJ TEUR 11.906) resultieren, mit Ausnahme von Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus einer Finanzmittelanlage in Höhe von TEUR 9.716 (VJ TEUR 11.349), aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Stammkapital Das Stammkapital beträgt 2.000.000,00 EUR. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personalaufwendungen (TEUR 233), Kosten für die Standortverlagerung (TEUR 203) Garantieverpflichtungen und Lizenzgebühren (TEUR 184), ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 165) sowie für Jahresabschlusskosten (TEUR 58) zusammen. Verbindlichkeiten Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ist im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren sind nicht vorhanden. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 183 resultieren aus kurzfristigen Cash-Pool Verbindlichkeiten. Die übrigen Verbindlichkeiten aus Verbundverkehr betreffen Lieferungen und Leistungen. Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Von den Erleichterungen des § 275 HGB wird Gebrauch gemacht und im Rahmen der Offenlegung ein Rohergebnis ausgewiesen. Im Rahmen der Verlagerung des Standortes von Fernwald nach Karben und die damit verbundenen Anpassungen der Produktionsprozesse sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.984 entstanden. Die Aufwendungen sind im Material- und Personalaufwand mit TEUR 1.074 und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 910 enthalten. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die im Berichtsjahr ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Steuerertrag in Höhe von TEUR 167) betreffen Forderungen aus Körperschaftsteuern und Solidaritätszuschlägen für die Veranlagungszeiträume 2022 und 2021 aufgrund von Verlustrückträgen. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag i.H.v. EUR 989.663,86 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Sonstige Angaben Konsolidierungskreis Größter Konsolidierungskreis § 285 Nr. 14 HGB ESAB CORPORATION 909 Rose Avenue 8 th Floor North Bethesda Maryland (USA) https://www.sec.gov/edgar/browse/?CIK=1877322 Kleinster Konsolidierungskreis § 285 Nr. 14 a HGB ESAB Holdings Limited Warlies Park House Horseshoe Hill Upshire Essex EN9 3SL England https://find-and-update.company-information.service.gov.uk/company/01687590/filing-history Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden 91 Arbeitnehmer beschäftigt, davon sind 46 Angestellte und 45 Arbeiter. Darunter befanden sich durchschnittlich 6 Teilzeitangestellte. Zudem wurden durchschnittlich 3 Aushilfen beschäftigt. Angabe zu den Geschäftsführergehältern Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen In den folgenden Jahren werden jährliche sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen in Höhe von rund TEUR 257 erwartet. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 die Herren
Alle Geschäftsführer waren und sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
Karben, den 29. November 2024 Kevin Joseph Johnson, Geschäftsführer Tamer Cansiz, Geschäftsführer Curtis Evan Jewell, Geschäftsführer ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023TBi Industries GmbH, Karben
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens TBi Industries GmbH (nachfolgend "TBi" genannt) ist ein führender Hersteller von qualitativ hochwertigen Schweißbrennern und Zubehör. Der Sitz der Gesellschaft befand sich bis Juli 2023 in Fernwald und wurde dann nach Karben verlegt. Die Gesellschaft ist als Tochtergesellschaft im Rahmen des weltweit tätigen Konzerns ESAB Corporation, USA, in die ESAB-Konzerngruppe eingebunden. II. Wirtschaftsbericht 1. Geschäftsverlauf und Entwicklung der Branche unter Betrachtung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen Die immer noch anhaltende, schwierige Krisensituation des Vorjahres hat dazu geführt, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um rund 0,3 % gesunken ist. Europaweit ist das BIP um 0,4 % gestiegen. Länder mit dem größten Wirtschaftswachstum waren Malta, Türkei, Kosovo, Kroatien, Serbien Zypern und Spanien. Damit setzte sich die bereits im Vorjahr begonnene, angesichts des Kriegs in der Ukraine, eingetretene wirtschaftliche Schwächephase fort. Die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation (Ø5,9 % bundesweit), Materialengpässe, hohe Energiekosten und teils noch bestehende Coronaschutzmaßnahmen dämpften zu Jahresbeginn 2023 die Konjunktur. Im 2. Quartal 2023 belasteten vor allem die kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Dazu kamen die Einflüsse von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel in Deutschland und den hohen Unsicherheiten, etwa über die Folgen des Ende des Jahres 2023 eskalierenden Nahostkonflikts. Diese Entwicklungen wirkten sich auf den Geschäftsverlauf des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 aus. Zusätzlich wurde der Geschäftsverlauf in 2023 bestimmt durch die Auswirkungen der Standortverlagerung von Fernwald nach Karben. Diese hatte maßgeblichen Einfluss auf das TBi Gesamtergebnis. Die zum Jahresende 2022 gesteckten Umsatzziele wurden durch einen 14-tägigen Shutdown in der Mitte des Geschäftsjahres 2023 stark beeinflusst, trotz vorheriger Ankündigung an unsere Kunden. Nicht vorhersehbare Unwägbarkeiten haben dem Unternehmen trotz sehr guter Planung höchste Anstrengungen abverlangt. Wettbewerber haben kurzfristig daraus profitiert. Die Rückgewinnung der Kunden und der Umsätze werden als Aufgaben im Businessplan 2024 verankert. Dennoch führten die durch Standortverlagerung bedingten Prozessänderungen in allen Bereichen im Ergebnis auch zu Effizienzsteigerungen. Geschuldet durch den Weggang wertvoller Mitarbeiter mit sehr guter Berufserfahrung gab es zwar Produktionsengpässe und somit einhergehende längere Lieferzeiten. Diese konnten bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023 zu 80 % abgearbeitet werden. Trotz Standortverlagerung und der negativen Einflüsse der weltwirtschaftlichen Krisen auf Umsatz und Ergebnis des Unternehmens hat sich das Team TBi wieder neu und gut aufgestellt. Das TBi Business fokussiert sich mehr und mehr auf das Intercompany Geschäft, um über die Vertriebskanäle der einzelnen Regionen und Länder des Konzerns das Volumen der TBi Produktion (Auslastung) zu erhöhen. 2. Umsatz-, Auftragsentwicklung und Ergebnissituation im Jahr 2023 Im Geschäftsjahr konnte unser bestehendes Kundennetz stabil gehalten werden. Der Kundenstamm wurde nach dem Pareto-Prinzip genau beleuchtet und Kleinkunden auf Handelspartner verwiesen und diese Kundenaccounts geschlossen. Dabei wurden die Verkaufspreise im Vergleich zu Ende 2022 den Marktbedingungen angepasst. Mit einem Umsatzrückgang gegenüber Vorjahr von knapp 2,6 % waren die Bereinigungsmaßnahmen zufriedenstellend. Es wurden Umsätze diverser Länder im Drittkunden/Endkunden-Geschäft an die weltweiten ESAB-Vertriebsregionen übergeben und sind somit positiv (+6 %) in das Intercompany- Geschäft eingeflossen. Die Umsätze in einzelnen Ländern wie Frankreich (+1 %), Spanien (+15,5 %) und Mexico (+40 %) konnten sogar gesteigert werden. Dagegen brachen unsere Umsätze in den USA (-40 %) und in Deutschland mit -8 % stark ein. Länder wie Polen, Benelux und Österreich bewegen sind bei einem Umsatzrückgang von Ø 3,5 %. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Geschäftsjahres war geprägt von der Standortverlagerung, neuen Prozessen und Durchhaltevermögen mit dem Ziel, keine Kunden trotz schwieriger Einflüsse zu verlieren. Klare Ziele wurden gesetzt, nach Machbarkeit angepasst, kontinuierlich monitort und reflektiert. Es wurden alle verfügbaren Chancen genutzt, um langfristige, negative Auswirkungen zu verhindern. Ein großer Stamm von Mitarbeitern hat trotz herausfordernder Umstände motiviert am Gesamtziel gearbeitet. Allerdings konnten die im Jahr 2022 geplanten Budgeterwartungen für das Geschäftsjahr 2023 nicht erfüllt werden. Die geschilderten Einflüsse und Entwicklungen führten zu einem negativen Ergebnis für das Geschäftsjahr in Höhe von TEUR -990. 3. Produktion und Beschaffung Der weltweite ESAB-Konzernverbund erlaubt die wirtschaftliche Nutzung der lokalen Gegebenheiten und schnelle Reaktionen auf den wichtigsten Märkten. TBi nutzt bewährte Lieferanten, die regelmäßig in verschiedenen Kriterien bewertet werden, und kann auf das gelistete Lieferantennetzwerk des Konzerns zugreifen. Es wurden einige Kostensenkungsprojekte bezüglich der direkten Materialien umgesetzt, um die Kostenstruktur weiterhin zu optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Nach Firmenumzug vom bisherigen Standort der TBi Industries in Fernwald in das 40 km südlich bei Frankfurt liegende Werk Karben der ESAB Welding und Cutting GmbH wurden die generellen Produktionsprozesse weitgehend konzeptionell und inhaltlich übernommen und die bestehenden Vorteile der hohen Fertigungstiefe, mit der umfassenden Kontrolle über die Produktqualität beibehalten. Am Standort Karben wurde ein neues Lager- und Logistikkonzept eingeführt, dessen Grundkonzept die Nutzung der Höhe in den dort vorhandenen Hallen ist. Dies wird durch die Nutzung von 4 VLM (Vertikal Lift Modul) erreicht, ein vollautomatisches Lager, welches die Ware auftragsbezogen und automatisiert nahezu verwechslungssicher zum Mitarbeiter bringt. Ziel war es, die Logistikaufwendungen, die Wegezeiten und den Personalaufwand deutlich zu reduzieren. Durch den Umzug ist die Lieferperformance in der zweiten Jahreshälfte zunächst eingebrochen, konnte jedoch zum Jahreswechsel wieder auf ein zufriedenstellendes Niveau gebracht werden. Insgesamt ist der Umzug gut und innerhalb des Zeit- und Kostenplans verlaufen. 4. Produkt- und Sortimentspolitik Das TBi Produktportfolio blieb im Geschäftsjahr 2023 fast unverändert und umfasste:
Neben den Standardprodukten bietet TBi auch auf spezielle Kundenbedürfnisse zugeschnittene Sonderlösungen an, die mit nur geringen Abweichungen individuell gefertigt werden. Dazu gehören Sonder-Brennerhälse, die auf Kundenbedürfnisse gelängt und gebogen sind sowie Brennersysteme, die passend für übliche, auf dem Markt verfügbare Schweißmaschinen angepasst werden. TBi hat sich 2023 auf das bestehende Produktportfolio konzentriert, es wurden keine neuentwickelten Produkte seitens TBi in den Markt eingeführt. R&D Ressourcen wurden zu 100 % vom Mutterkonzern ESAB beansprucht, um neue, wegweisende Schweißsysteme zu entwickeln. Lediglich Produktbereinigungen nach dem Pareto-Prinzip 80/20 wurden vorgenommen. 5. Personal-, Sozialbereich und Organisationsstruktur Das Personalmanagement setzt sich abteilungsbezogen aus dem Geschäftsführer, der Personalreferentin und den jeweiligen Abteilungsleitern zusammen. Im Rahmen der Standortverlagerung wurden den Mitarbeitern des Unternehmens verschiedene Anpassungsangebote (z.B. sog. "Gardenleave" oder Fahrtkostenzuschüsse für die verbliebenen Mitarbeiter) gemacht. Es erfolgte die weitere Einbindung der Belegschaft in konzernübergreifende Mitarbeitergremien und vertraglichen Vereinbarungen. Neue Mitarbeitende wurden dazugewonnen, die zügig in den Betriebsablauf integriert werden konnten. Der durchschnittliche Personalbestand des Unternehmens reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023 von 106 auf 91 Personen und beträgt zum Jahresende 78 Personen. 6. Wichtige Maßnahmen im Geschäftsjahr 2023
7. Investitionspolitik Der Umzug an den neuen Standort Karben markierte eine wichtige Weiterentwicklung des Unternehmens und ermöglichte eine deutliche Verbesserung der Produktionskapazitäten und der Infrastruktur. Ein zentraler Bestandteil der Umstrukturierung waren die Anschaffung und die Integration moderner Maschinen, insbesondere im Bereich der Zerspanung. Hierdurch konnten die Effizienz und Präzision der Fertigung weiter gesteigert und die Wettbewerbsfähigkeit ausgebaut werden. Investitionen in den neuen Standort und in Maschinen sind Teil der langfristigen Wachstumsstrategie. 8. Umweltschutz TBi Industries GmbH fördert Engagement und vorbildliches Verhalten im Zusammenhang mit umweltfreundlichen Fertigungs-, Vertriebs- und Einkaufsprozessen. Seit 2019 hat die TBi Industries GmbH ein integriertes Managementsystem, aktuell nach ISO 14001 (Umweltmanagement) und ISO 45001 (Arbeitsschutzmanagement), implementiert, um die betriebliche Effizienz zu verbessern und die Einhaltung gesetzlicher und behördlicher Anforderungen sicherzustellen. Im Rahmen der Multi-Site-Zertifizierung wurde dies im September 2022 erneut zertifiziert und durch jährliche interne Audits und Überwachungsaudits aufrechterhalten. Für die Erfassung und Überwachung der Umweltdaten werden die Plattformen Dakota und Scope 5 nach ESAB-Standard eingesetzt. 9. Kurzdarstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage
Das Gesamtvermögen zum 31.12.2023 verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.036 bzw. - 5,1 % auf TEUR 19.460. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang des kurzfristigen Vermögens bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 1.300 zurückzuführen. Auch reduzierten sich die Vorräte um insgesamt TEUR 1.000. Gegenläufig wirkten sich Steuerforderungen für Ertragssteuern aus (+TEUR 787), die in den sonstigen Vermögensgegenständen erfasst sind. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen/Bilanzsumme) erhöhte sich von 8,2 % auf 11,0 %. Die Eigenkapitalquote des Geschäftsjahres verminderte sich durch den Jahresfehlbetrag von 86,1 % auf 85,6 %. Entsprechend erhöhte sich die Fremdkapitalquote von 13,9 % auf 14,4 %. Finanzlage
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres ist im Wesentlichen bestimmt durch den Jahresfehlbetrag von TEUR 990. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit des Geschäftsjahres von TEUR -696 betrifft Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 747 und für mittelfristige Finanzanlagen bei verbundenen Unternehmen von TEUR 212. Weiterhin erfasst sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit erhaltene Zinsen von TEUR 251. Der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2022 reduzierte sich um TEUR 2.029 auf TEUR -183 und entfällt insgesamt auf kurzfristige Cash-Pool-Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Ertragslage
Das Rohergebnis beträgt TEUR 9.836 und ist im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich durch einen Umsatzrückgang gesunken. Der Personalaufwand erhöhte sich im Wesentlichen durch Personalanpassungsmaßnahmen und gestiegenen Gehältern und Löhne um TEUR 730 auf TEUR 6.531. Weiterhin nahmen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 1.360 auf TEUR 4.402 zu, insbesondere durch umzugsbedingte Kosten. Unter Einbeziehung des Personalaufwands, der Abschreibungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen verbleibt ein negatives Betriebsergebnis von TEUR -1.374, das um TEUR 2.185 unter dem Vorjahreswert liegt. Das Finanzergebnis des Geschäftsjahres 2023 ist mit TEUR 251 positiv und resultiert aus Zinserträgen aus Finanzanlagen bei verbundenen Unternehmen. Unter Einbeziehung der Steuern aus Ertrag und Einkommen (Steuererstattung von TEUR 167) verbleibt ein Verlust nach Steuern von TEUR 957 (im Vorjahr ein Gewinn von TEUR 575). Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres beträgt TEUR -990 und reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR -1.530. III. Prognosebericht Entwicklungspotentiale und Zielvorgaben für die Folgejahre Das Geschäftsjahr 2023 war aufgrund der wirtschaftlich angespannten Situation und der Standortverlagerung ein sehr schwieriges Geschäftsjahr. Mit dem Umzug des Produktionsstandortes von Fernwald nach Karben, versuchte man frühzeitig der marktwirtschaftlichen Situation entgegenzuwirken, um zukünftig weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben und die Synergien des Standorts in Karben zu nutzen. Bedingt durch unsere weltweite und besonders breite Aufstellung sind wir davon überzeugt, weiterhin sicher und nachhaltig durch diese Krise zu steuern. TBi wird sich auch weiterhin durch Alleinstellungsmerkmale vom Wettbewerb differenzieren, Qualität und Service stehen im Mittelpunkt aller Leistungen. Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2024 wurden ursprünglich wieder nach oben angepasst. Allerdings halten die geschilderten Herausforderungen auch für das Geschäftsjahr 2024 unverändert an. Die gesamtwirtschaftliche Lage, speziell am Standort Deutschland hat sich zugespitzt und wir befinden uns in einer Rezession. Somit mussten wir im Laufe des Jahres 2024 unsere Umsatzziele nach unten korrigieren. Um dem teilweise entgegenzuwirken sind geplante Neuprodukte in der Startphase, dazu zählen neue Handgriffe für manuelle Schweißbrenner MIG/MAG und WIG. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 einen leichten Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr, was Folgen auf das Betriebsergebnis hat. Durch den Verkauf der Liegenschaft in Fernwald erwarten wir ein ausgeglichenes Betriebsergebnis. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Die Risikoanalyse wird kontinuierlich durch das betriebsinterne Controlling und das Management durchgeführt. Die Risikopotentiale werden regelmäßig erhoben, analysiert und bewertet. Es bestehen weltweit keinerlei Rechtsstreitigkeiten. Potenzielle Beeinträchtigungen des zukünftigen Geschäftsverlaufes könnten hervorgerufen werden durch:
Aufgrund der laufenden Überwachung durch die Geschäftsleitung wird diesen Risiken ausreichend entgegengewirkt. Eine der Stärken des Unternehmens ist es, sich flexibel auf die veränderten Umstände anzupassen. Durch die eingebundenen ESAB Strukturen wird hier ebenfalls entgegengewirkt. Für den Ausfall des russischen Marktes wurden alternative Vertriebskanäle gesucht. TBI im Konzernverbund ESAB achtet auch auf das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und die Sanktionskontrollen gegenüber Russland. Das Unternehmen verfügt zum Stichtag über ausreichendes bilanzielles Eigenkapital, um Verluste auszugleichen. Die Liquidität des Unternehmens wird durch die Treasury-Funktion (Finanzabteilung) von ESAB Corporation (dem obersten Mutterunternehmen) sichergestellt. 2. Chancenbericht Als Chancen für die Zukunft sehen wir eine engere Zusammenarbeit seitens des Vertriebs mit dem Mutterkonzern in der Nutzung der bestehenden Vertriebskanäle und Strukturen weltweit. Vertriebsaufgaben werden durch die Umstrukturierung weltweit neu verteilt. TBi Produkte werden durch den ESAB-Vertriebskanal mit verkauft unter der Verantwortlichkeit von der ESAB-Vertriebsleitung (Equipment LIP). Durch den Umzug nach Karben konnten wir zusätzliche Synergien und Kosteneinsparungen schaffen und somit dem Kosten- und Wettbewerbsdruck entgegenwirken. 3. Gesamtaussage Die allgemeine gesamtwirtschaftliche Marktsituation bleibt weiterhin genau zu beobachten und kann unvorhergesehen Einflüsse auf unser Ergebnis haben. Nach Beachtung der Chancen und Risiken ergeben sich für uns keine bestandgefährdenden Risiken. Trotz dem anhaltenden Ukrainekrieg, der Nahostkrise und die rückläufige gesamtwirtschaftliche Entwicklung können wir aufgrund unserer weltweiten und besonders breiten Aufstellung und durch die Einbindung in den ESAB-Konzern sicher und nachhaltig durch diese Krisen steuern.
Karben, den 29. November 2024 gez. Tamer Cansiz gez. Kevin Joseph Johnson gez. Curtis Evan Jewell BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TBi Industries GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TBi Industries GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TBi Industries GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Gießen, den 29. November 2024 THEOBALD
JUNG SCHERER AG
Prof. Dr. Hubert Jung, Wirtschaftsprüfer Sebastian Jung, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der TBi Industries GmbH, Karben, wurde am 13.12.2024 festgestellt. |
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