Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 431004
Vorher
Gwinner Vertrieb GmbH
Eingetragen
30.10.2001
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnEinzelhandel mit WohnmöbelnHerstellung von Büromöbeln
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Herstellung von, Handel mit und Vertrieb von Möbeln und sonstigen Einrichtungsgegenständen aller Art sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Markus Bernd Fauser
seit 22.1.2024
Geschäftsführer
Robin Gerd Henssler
seit 26.4.2023
Prokura
Sebastian Göggel
seit 26.4.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
50.00%
Claudia Gwinner
49.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

72555 Metzingen
465.000 €
50.00%
Claudia Gwinner
72285 Pfalzgrafenweiler
455.700 €
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gwinner Wohndesign GmbH

Pfalzgrafenweiler

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Gwinner Wohndesign GmbH ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit Produktionsstätten in Pfalzgrafenweiler im Schwarzwald. Als Möbelhersteller entwickeln, produzieren und vermarkten wir Wohn- und Speisenprogramme im mittleren bis gehobenen Preissegment.

Die Distribution erfolgt im In- und Ausland ausschließlich über den Möbelhandel.

Mit einer marktorientierten Produktentwicklung, gut ausgebildeten, leistungsfähigen und motivierten Mitarbeitern sowie einer flexiblen Produktion, sind wir ein kompetenter und zuverlässiger Partner des Möbelhandels für die Einrichtungsbereiche Wohnen und Speisen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach aktuellen Schätzungen des IWF schrumpfte die globale Wirtschaftsleistung 2020, bedingt durch die Corona-Krise, um 3,5%.

Auch die deutsche Volkswirtschaft musste in 2020 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 4,9% hinnehmen.

Laut der Bundesagentur für Arbeit lag die Arbeitslosenquote in Deutschland im Jahresdurchschnitt bei 5,9% gegenüber 5,0 % in 2019.

Die Umsätze der deutschen Möbelindustrie sind in 2020 um 3,7% Prozent im Vergleich zum Vorjahr, auf 17,2 Mrd. Euro zurückgegangen. Dabei erwies sich der heimische Markt für die Branche als deutlich stabiler als der Export. Während die Inlandsumsätze der deutschen Möbelindustrie lediglich um 1,6% sanken, gaben die Auslandsumsätze um 7,9% nach.

Von den einzelnen Sparten entwickelte sich die Küchenmöbelindustrie mit einer Umsatzsteigerung von 4,5% am besten. Auch die Polstermöbelproduzenten konnten mit einem Zuwachs von 1,9% abschließen. Bei den sonstigen Möbeln, zu denen auch die Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel gezählt werden, wurde ein Umsatzrückgang von 7 Prozent verbucht.

Die deutsche Möbelindustrie beschäftige im Durchschnitt des vergangenen Jahres 82.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 468 Betrieben.

Die Zahl der Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten ist weiterhin rückläufig. Dies ist Ausdruck des fortschreitenden Konzentrationsprozesses in der mittelständisch geprägten Branche, zu dem auch die zunehmende Wettbewerbsintensität im In- und Ausland sowie die steigende Konzentration auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten beitragen.

2. Geschäftsverlauf

Im Auftragseingang konnten wir 2020, trotz der Corona-Pandemie, ein Wachstum von 3% erzielen. Dem Inlandswachstum von 8% steht allerdings ein Minus in den Exportmärkten gegenüber. Vor allem in den "sonstigen" Exportmärkten (West- und Osteuropa) mussten wir, pandemiebedingt, einen Rückgang von 15 % verzeichnen. Die Exportquote lag bei ca. 26 %.

Beim Umsatz konnten wir eine Steigerung von knapp 2% erzielen und haben uns damit besser als der Markt entwickelt.

Das 1. Halbjahr 2020 war stark von der Corona-Pandemie, die seit Mitte März Deutschland und weite Teile Europas im Griff hatte, geprägt. Die europaweiten Handelsschließungen hatten erhebliche Umsatzeinbußen zur Folge. Diesem Umsatzeinbruch sind wir mit einer kompletten Werkschließung im April und Kurzarbeit in den Monaten Mai und Juni begegnet.

Nach dem Abebben der ersten Corona-Welle verzeichneten wir ab Anfang Juni einen rasanten Anstieg der Auftragseingänge, der bis Jahresende Bestand hatte. Infolgedessen waren die Produktionsbereiche im gesamten 2. Halbjahr sehr gut ausgelastet. Um Auslastungsspitzen in diesen Monaten zu bewältigen, waren Sonderschichten, Samstagsarbeit und der Einsatz von Leiharbeitern notwendig.

Wir haben, wie viele Unternehmen der Branche, bis zum Jahresende von den eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten der Verbraucher und dem Trend zum Cocooning profitiert. Die gute Entwicklung unterstreicht allerdings auch die Attraktivität des Gwinner-Produktportfolios, das in die Bereiche Wohnen, Speisen und Couchtische unterteilt ist.

Die im Jahr 2019 vorgestellten Programme für die Multi-Channel Vermarktung haben sich sehr gut entwickelt, die Umsätze konnten - wenn auch noch auf niedrigem Niveau - verdoppelt werden.

Auf der Hausmesse Süd - Ende September 2020 - haben wir ein modernes Planungsprogramm gelauncht. Die Resonanz der Facheinkäufer war sehr gut. Die Auslieferung an den Handel beginnt im 2. Quartal 2021, die umfangreiche Platzierungsphase wird sich bis weit in das Jahr 2021 erstrecken.

Alle anderen nationalen und internationalen Messen sind im Berichtsjahr der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen.

Die Zahl, der im Jahresdurchschnitt beschäftigen Mitarbeiter betrug 137 (VJ 139).

Die Warenbeschaffung unterlag moderat steigenden Preisen bei Rohstoffen und Halbfabrikaten. Höhere Preissteigerungen mussten wir bei Entsorgungs-, Energie- und Logistikkosten verzeichnen.

Unter Berücksichtigung der Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie sind wir mit der Geschäftsentwicklung im Jahr 2020 zufrieden. Der bereits 2019 erkennbare Turnaround setzte sich auch im Berichtsjahr nachhaltig fort. Neben einem positiven Betriebsergebnis konnten wir, nach zwei Verlustjahren, einen Jahresüberschuss erzielen.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag 31.12.2020 betrug das bilanzielle Eigenkapital TEuro 3.221. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 32,6%. Unter Berücksichtigung hybrider Darlehen mit Eigenkapitalcharakter in Höhe von TEuro 855 lag das wirtschaftliche Eigenkapital bei TEuro 4.077 was einer wirtschaftlichen Eigenkapitalquote von 41,3% entspricht.

Im Geschäftsjahr 2020 wurden Investitionen in Höhe von TEuro 275 getätigt. Die Investitionen dienten im Wesentlichen der weiteren Digitalisierung des Unternehmens.

Die Forderungen aus Lieferung und Leistung haben sich aufgrund gestiegener Umsatzerlöse im 4. Quartal 2020 um TEuro 689 auf TEuro 3.611 erhöht.

Die Vorräte, in Höhe von TEuro 2.078 bewegen sich leicht unter dem Vorjahresniveau von TEuro 2.096.

3.2 Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens ist solide.

Durch das unternehmensinterne Finanzmanagement ist die zielgerichtete Steuerung und Kontrolle der betrieblichen Zahlungsströme jederzeit sichergestellt. Finanzielle Leistungsindikatoren wie Umsatzentwicklung und das Ergebnis vor Ertragsteuern werden laufend überwacht, um ggf. frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können. Die Darstellung und Analyse erfolgt monatlich innerhalb der Berichterstattung über den Geschäftsverlauf und die Lage. Zur Beurteilung der finanziellen Leistungsindikatoren werden dabei auch der Auftragseingang und die freien Liquiden Mittel dargestellt.

Das Guthaben bei Kreditinstituten betrug zum Bilanzstichtag TEuro 1.369.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden aufgrund der Corona-Pandemie nur im 3. und 4. Quartal planmäßig um TEuro 438 getilgt. Für das 1. und 2. Quartal konnten mit den Kreditinstituten Tilgungsaussetzungen für die Darlehen vereinbart werden.

Zur weiteren Liquiditätssicherung wurde darüber hinaus ein Förderdarlehen von TEuro 800 aufgenommen.

Das Ziel, möglichst alle Lieferantenrechnungen mit Skonto zu bezahlen, konnten wir jederzeit realisieren.

3.3 Ertragslage

Das Rohergebnis erhöhte sich auf TEuro 13.851 und lag damit bei leicht gesunkener Materialquote um TEuro 356 über dem Vorjahresergebnis von TEuro 13.495. Durch die Verschmelzung der Gwinner International GmbH und der Netfurn GmbH mit der Gwinner Wohndesign GmbH sind sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEuro 171 in das Rohergebnis eingeflossen.

Die Personalkosten (inkl. Leiharbeit) sind proportional zur Gesamtleistung um TEuro 63 auf TEuro 7.448 gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit TEuro 5.810 um TEuro 473 unter dem Vorjahresniveau von TEuro 6.283. Insbesondere Kosten im Zusammenhang mit Messen und anderen vertrieblichen Aktivitäten waren aufgrund der Corona-Pandemie rückläufig. Darüber hinaus konnten auch in anderen Bereichen Kosteneinsparungen realisiert werden.

Aufgrund des verbesserten Rohergebnisses und der geschilderten Kosteneinsparungen lag der Jahresüberschuss bei TEuro 248 (VJ: Jahresfehlbetrag TEuro 422).

III. Prognoseberichte

Für 2021 wird nach aktuellen Prognosen in Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 3%, in der EU von 3,7% erwartet.

Aufgrund der Unwägbarkeiten der Pandemie hat der Verband der Deutschen Möbelindustrie bisher keine Umsatzprognose für das Jahr 2021 veröffentlicht.

Wir gehen aktuell davon aus, dass die ursprünglich für 2021 geplante Umsatzsteigerung und eine weitere Ergebnisverbesserung, bedingt durch die dritte Welle der Corona-Pandemie, nicht zu realisieren sind. Vor allem im ersten Halbjahr erwarten wir - je nachdem wie lange die Corona-Notbremse in Deutschland und die Lockdown-Phasen in Europa andauern - Umsatzeinbußen. In wie weit dieser Nachfrageinbruch durch positive Nachholeffekte im zweiten Halbjahr wiederum kompensiert werden kann, ist aus heutiger Sicht schwer einzuschätzen, ebenso die grundsätzliche Entwicklung der Konsumkonjunktur in den nächsten Monaten. Von daher erwarten wir für das zweite Halbjahr 2021 eine Geschäftsentwicklung auf Planniveau.

Positiv bleibt auch im Jahr 2021 die hohe Nachfrage beim Wohnungsbau. Die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Mehrfamilienhäuser bewegt sich seit Herbst 2020 auf einem hohen Niveau. Sie sind ein wichtiger Frühindikator zur Einschätzung zukünftiger Bauaktivitäten, da Baugenehmigungen geplante Bauvorhaben darstellen und somit auch ein Indikator für den zukünftigen Möbelkonsum sind.

Den Auswirkungen der dritten Welle der Pandemie sind wir im 1. Quartal 2021 mit zeitnahen und konsequenten Anpassungen im Personalbereich (Stundenabbau und Kurzarbeit) und Einsparungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen begegnet. Darüber hinaus haben wir für die Monate Januar bis März und Mai staatliche Wirtschaftshilfe (Überbrückungshilfe III) beantragt.

Wir gehen aktuell davon aus, dass Auftragseingang und Umsatz sich auf Vorjahresniveau bewegen werden und wir ein ausgeglichenes Unternehmensergebnis erzielen.

IV. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Als Hersteller von Wohnmöbeln sind wir im Rahmen unseres unternehmerischen Handelns einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt. Grundlage für das Risikomanagement ist die klare Festlegung von Zielen und die Überwachung ihrer Erreichung. Das kontinuierliche Berichtssystem erfasst berichtspflichtige Risiken und gewährleistet eine zeitnahe Reaktion.

Risiken der Marktentwicklung werden durch ein differenziertes Agieren im Inland und auf Exportmärkten, mit ihren jeweils unterschiedlichen Konjunktursituationen gemindert. Für das Jahr 2021 ergeben sich, ähnlich wie im Jahr 2020, aufgrund der Corona-Pandemie Konjunkturrisiken auf fast allen für uns relevanten Märkten. Welche Auswirkungen die Pandemie auf die Konsumentwicklung in den einzelnen Märkten hat, bzw. wie schnell sich auch die Märkte erholen, ist aktuell schwer einzuschätzen.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft wird derzeit durch die Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie beeinflusst. Wie lange sich diese Einschränkungen auf unsere Geschäftstätigkeit auswirken werden, lässt sich derzeit nicht verlässlich beurteilen. Aufgrund der fortschreitenden Impfkampagne gehen wir allerdings davon aus, dass sich die Situation ab Juni 2021 sukzessive verbessern wird. Wenn die Einschränkungen, wider Erwarten, über das erste Halbjahr 2021 hinaus massive Auswirkungen haben sollten, wird die notwendige Liquidität durch die dargestellten liquiditätssichernden Maßnahmen der vergangenen Monate und die beantragte Wirtschaftshilfe sichergestellt. Falls unter diesen Voraussetzungen externe finanzielle Mittel nicht in ausreichender Höhe generiert werden können, stellt dies ein bestandsgefährdendes Risiko dar.

Durch die Zusammenarbeit mit renommierten Designern zur Neu- und Weiterentwicklung unserer Produkte sowie einem professionellen Produktmanagement, gewährleisten wir eine innovative Produktpolitik die Einrichtungstrends rechtzeitig erkennt und umsetzt.

Qualitäts- und Gewährleistungsanforderungen wird durch die Qualitätssicherung der gesamten Prozesskette einschließlich der Zulieferer, unter Einhaltung der Empfehlungen und Standards der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (RG 340) begegnet.

Alle wesentlichen Kunden sind über Kreditversicherung oder über die Zentralregulierer der Einkaufsverbände abgesichert. Kunden ohne Bonität zahlen in Vorkasse. Überfällige Forderungen werden durch ein aktives Debitoren-Management intensiv verfolgt und überwacht.

Währungsrisiken werden vermieden, da grundsätzlich in Euro fakturiert wird.

Um das Beschaffungsrisiko durch unvorhersehbare Ausfälle einzelner Lieferanten zu begrenzen, beobachten wir ständig den Beschaffungsmarkt und halten Ausschau nach geeigneten Alternativlieferanten. Die Versorgungssicherung erreichen wir durch frühzeitige Abstimmung unserer Bedarfsmengen mit den Hauptlieferanten in Verbindung mit Rahmenaufträge und kurzfristig erteilten Einzelabrufen.

In der heutigen digitalisierten Welt lässt sich eine 100% Sicherheit der EDV-Systeme nicht erreichen. Unsere bestehenden Systeme werden daher laufend optimiert, permanent aktualisierte Firewalls und Virenscanner sind für uns eine Selbstverständlichkeit. Differenzierte Datensicherungsstrategien tragen dazu bei, Datenverluste zu vermeiden.

Auch unter Berücksichtigung der aktuellen Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie, gehen wir derzeit von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus.

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 2.688.310,83 3.097.726,88
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 331.191,00 279.398,00
II. Sachanlagen 1.994.078,00 2.435.757,00
III. Finanzanlagen 363.041,83 382.571,88
B. Umlaufvermögen 7.130.737,32 6.492.814,88
I. Vorräte 2.077.923,04 2.095.801,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.684.175,68 3.097.769,92
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.368.638,60 1.299.243,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 55.998,45 65.507,73
Bilanzsumme, Summe Aktiva 9.875.046,60 9.656.049,49

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 3.221.211,04 2.972.800,22
I. gezeichnetes Kapital 930.000,00 930.000,00
II. Gewinnrücklagen 381.256,27 381.256,27
III. Gewinnvortrag 1.661.543,95 2.083.692,42
IV. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 248.410,82 -422.148,47
B. Rückstellungen 1.207.100,00 1.266.732,00
C. Verbindlichkeiten 5.446.735,56 5.416.517,27
Bilanzsumme, Summe Passiva 9.875.046,60 9.656.049,49

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 13.850.543,81 13.494.839,14
2. Personalaufwand 7.000.234,84 7.025.570,23
a) Löhne und Gehälter 5.754.332,20 5.734.183,15
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.245.902,64 1.291.387,08
3. Abschreibungen 654.204,16 576.500,12
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 654.204,16 576.500,12
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.809.642,97 6.282.588,43
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 5.048,97 5.126,42
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 258,80 35.808,99
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 138.750,68 125.868,35
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,11 -57.071,11
9. Ergebnis nach Steuern 253.018,82 -417.681,47
10. sonstige Steuern 4.608,00 4.467,00
11. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 248.410,82 -422.148,47

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Sitz der Gwinner Wohndesign GmbH ist in Pfalzgrafenweiler. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 431004 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß den Gliederungsvorschriften des § 275 HGB aufgestellt.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die Bewertung erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Zu den bestehenden bestandsgefährdenden Risiken wird auf die Ausführungen im Nachtragsbericht und im Lagebericht verwiesen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare, nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 10 Jahren.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 20 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis Euro 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr als Abgang behandelt.

Für Werkzeuge ist entsprechend § 256 in Verbindung mit § 240 Abs. 3 HGB ein Festwert in Höhe von TEuro 50,0 (Vorjahr: TEuro 50,0) gebildet.

Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Einbeziehung von Anschaffungsnebenkosten und unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen bewertet.

Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Erkennbare Einzelrisiken aus Lagerdauer oder Planabweichungen werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Je nach Restlaufzeit beträgt dieser zwischen 0,47 % und 1,42 %.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als Passiv latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der Anlagegegenstände ist nachfolgend im Anlagespiegel dargestellt:

Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2020
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2020
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.664.893,99 200.982,34 0,00 1.865.876,33
II. Sachanlagen 10.105.173,14 63.335,82 43.643,97 10.124.864,99
III. Finanzanlagen 382.571,88 10.469,95 30.000,00 363.041,83
Summe Anschaffungs- und Herstellungskosten 12.152.639,01 274.788,11 73.643,97 12.353.783,15
Abschreibungen 01.01.2020
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2020
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.385.495,99 149.189,34 0,00 1.534.685,33
II. Sachanlagen 7.669.416,14 505.014,82 43.643,97 8.130.786,99
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Abschreibungen 9.054.912,13 654.204,16 43.643,97 9.665.472,32
Buchwerte 31.12.2020
Euro
Vorjahr
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 331.191,00 279.398,00
II. Sachanlagen 1.994.078,00 2.435.757,00
III. Finanzanlagen 363.041,83 382.571,88
Summe Buchwerte 2.688.310,83 3.097.726,88

Ergänzende Angaben gemäß § 327 Satz 1 Nr. 1 HGB:

31.12.2020
Euro
Vorjahr
Euro
Aktivseite
A. Anlagevermögen
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.715.081,00 2.096.617,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 278.997,00 339.140,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 30.000,00
B. Umlaufvermögen
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 56.109,01
Passivseite
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.591.940,00 3.230.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 102,14

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Gewährleistungsansprüche, Handelsvertreterabfindungen, Kundenboni, Arbeitnehmeransprüche sowie ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten betreffen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr Euro 2.730.915,56 (Vorjahr: Euro 2.511.517,27), mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr Euro 2.715.820,00 (Vorjahr: Euro 2.905.000,00), davon wiederum mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren Euro 877.500,00 (Vorjahr: Euro 730.000,00).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr Euro 876.120,00 (Vorjahr: Euro 325.000,00), mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr Euro 2.715.820,00 (Vorjahr: Euro 2.905.000,00), davon wiederum mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren Euro 877.500,00 (Vorjahr: Euro 730.000,00).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden auf den Betriebsgrundstücken in Pfalzgrafenweiler besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Eigentumsvorbehalte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2020 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Erfüllungsbetrag der Versorgungsverpflichtung und Lastwert zum 31. Dezember 2020

Für die VKG Versorgungskasse Gwinner e.V. wurde mit Hilfe eines versicherungsmathematischen Gutachtens gemäß Art. 28 EGHGB ein Lastwertgutachen erstellt. Der Erfüllungsbetrag der Versorgungsverpflichtung beträgt zum 31. Dezember 2020 TEuro 2.452,1, das Kassenvermögen TEuro 1.186,6 und der Lastwert TEuro 1.265,5.

Verpflichtungen aus Leasingverträgen

Am Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betreffend bewegliche Wirtschaftsgüter in Höhe von TEuro 179,9. Davon werden TEuro 100,0 im Jahr 2021 fällig.

Die jährliche Miete für Grundstücke und Gebäude beträgt TEuro 479,5. In den Folgejahren ist mit Mietaufwendungen in ähnlicher Größenordnung zu rechnen. Die Kündigungsfrist für die Mietverträge beträgt zum Bilanzstichtag zwischen 3 und 19 Monaten.

Darlehen mit Besserungsschein

Zum Bilanzstichtag bestehen nicht bilanzierte Darlehen in Höhe von TEuro 935,6 die in Vorjahren aufgrund von Verzichtserklärungen ausgebucht wurden. Die Verzichtserklärungen sind mit Besserungsabreden versehen und leben bei Eintritt der Besserungsabrede wieder auf.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEuro 224,3 (Vorjahr: TEuro 53,2) enthalten. Darin enthalten sind außergewöhnliche Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEuro 52,4 (Vorjahr: TEuro 5,2), periodenfremde Erträge aus Anpassungen aufgrund der Betriebsprüfung in Höhe von TEuro 0,0 (Vorjahr: TEuro 48,0) und außergewöhnliche Erträge aus Verschmelzungen in Höhe von TEuro 171,9 (Vorjahr: TEuro 0,00).

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEuro 8,2 (Vorjahr: TEuro 6,2) enthalten.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Mieten sind im Geschäftsjahr um TEuro 115,2 aufgrund von zeitlich befristeten Mietreduzierungen außergewöhnlich gemindert.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEuro 10,7 (Vorjahr: TEuro 10,0) enthalten.

Sonstige Angaben

Die Gesellschaft hat diverse Leasingverträge für Software sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Die Leasinggeschäfte führen zu einer Verbesserung der Liquiditätssituation und zur Verbesserung der Eigenkapitalquote.

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 137 Arbeitnehmer beschäftigt. Hiervon entfielen 44 auf kaufmännische Mitarbeiter und 93 auf gewerbliche Mitarbeiter. Außerdem wurden durchschnittlich 16 Auszubildende beschäftigt.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch:

Herr Volker Held, Diplom-Ingenieur Holztechnik (FH)

Herr Burkhard Schmidt, Industriefachwirt

Herr Thomas Wälde, Industriekaufmann

Angaben zu den Bezügen nach § 285 Nr. 9a HGB entfallen im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB.

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Werner Reiser (Vorsitzender), Diplom-Kaufmann, Unternehmensberater

Herr Till Friedrich, Diplom-Ingenieur, Unternehmensberater (seit 13. Januar 2021)

Herr Christoph Goeser, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater

Frau Claudia Gwinner, Geschäftsführerin

Angaben zu den Bezügen nach § 285 Nr. 9a HGB entfallen im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB.

Bedingt durch die dritte Welle der Conona-Pandemie gehen wir aktuell davon aus, dass unsere ursprünglich für 2021 geplanten Umsatzsteigerungen nicht zu realisieren sind. In wie weit Nachfrageeinbrüche des ersten Halbjahres im zweiten Halbjahr wieder kompensiert werden können lässt sich derzeit nur schwer einschätzen. Sollten die aktuellen Einschränkungen, wider Erwarten, über das erste Halbjahr 2021 hinaus massive Auswirkungen haben und liquiditätssichernde Maßnahmen nicht in ausreichender Höhe generiert werden können, stellt dies ein bestandsgefährdendes Risiko dar. Wir verweisen hierzu auf die Angaben im Lagebericht, insbesondere in den Abschnitten "Prognosebericht" und "Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung".

sonstige Berichtsbestandteile

 

Pfalzgrafenweiler, den 16. April 2021

gez. Volker Held

gez. Burkhard Schmidt

gez. Thomas Wälde

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.04.2021 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss wurde von uns erstellt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir mit Datum vom 29. Mai 2021 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Gwinner Wohndesign GmbH, Pfalzgrafenweiler

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gwinner Wohndesign GmbH, Pfalzgrafenweiler - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gwinner Wohndesign GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Lagebericht in den Abschnitten "Prognosebericht" und "Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung" sowie auf den Nachtragsbericht im Anhang, in denen die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass die Liquiditätslage infolge der Auswirkungen durch die Corona-Pandemie beeinflusst wird. Sollten die aktuellen Einschränkungen über das erste Halbjahr 2021 hinaus massive Auswirkungen haben und liquiditätssichernde Maßnahmen nicht in ausreichender Höhe generiert werden können, stellt dies ein bestandsgefährdendes Risiko dar. Dies weist auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaftengeltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Reutlingen, den 06. Juli 2021

RWT Reutlinger Wirtschaftstreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Jürgen Strauß, Wirtschaftsprüfer

gez. Stefan Oberländer, Wirtschaftsprüfer

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