Algatec Solar AGLiquidiert

Kotschkaer Weg 8, 04932 Röderland, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 8146
Eingetragen
26.9.2008
Branche
Herstellung von Solarzellen und SolarmodulenGroßhandel mit PhotovoltaikmodulenHerstellung von Solarwärmekollektoren
Gegenstand
Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von Solarmodulen aller Art

Historie

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Management

NameRolle
Liquidator
Liquidator
Liquidator

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Algatec Solar AG

Röderland

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Lagebericht

ALGATEC Solar AG

Kotschkaer Weg 8

04932 Röderland OT Prösen

1. Geschäftstätigkeit und Struktur

Die ALGATEC Solar AG produziert und vertreibt hochwertige Solarmodule auf Basis monound polykristalliner SoIarzellen für den deutschen und internationalen Photovoltaik-Markt. Im brandenburgischen Prösen (Gemeinde Röderland) und in Großräschen unterhält das Unternehmen eine der größten und modernsten Produktionsstätten für Solarmodule in Europa. Im Jahr 2009 wurde der Ausbau für eine jährliche Produktionskapazität in Großräschen auf 100 Megawatt (MW) begonnen. Dies wird voraussichtlich in 2010 abgeschlossen sein.

2. Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie

Die ALGATEC Solar AG wird durch ein erfahrenes Managementteam geführt, dass über einen ausgeprägten ökonomischen Hintergrund verfügt und seit Jahren in der Branche der Erneuerbaren Energien tätig ist.

Die Aufgaben verteilen sich wie folgt:

Rainer Ruschke ist Vorstandsvorsitzender und verantwortet als CEO die Bereiche Strategie, Unternehmenskommunikation, Internationalisierung, Marketing, Business Development sowie Forschung und Entwicklung.

Ullrich Jank zeichnet sich verantwortlich für das operative Geschäft (COO) sowie für den Einkauf, die Logistik und das Personal.

Dr. Stefan Malik ist der erste Ansprechpartner seitens des Vorstandes für den Kapitalmarkt (CFO) und verantwortet innerhalb der ALGATEC Solar AG das Reporting und Controlling, das Beteiligungsmanagement, die Investor Relations, das Risikomanagement sowie das Rechts -und Finanzwesen.

André Freud wurde als Vorstandsmitglied zum 05. Juni 2009 abberufen.

Die Organisation des schnellen Wachstums der ALGATEC Solar AG wird unterstützt durch eine starke zweite Managementebene. Im Jahr 2009 wurden hierfür ein Leiter Logistik sowie ein Gesamtleiter IT eingestellt. Neben den Vorstandssitzungen nutzen wir Steuerungsinstrumente wie zum Beispiel die Führungskreistagung, auf der die wesentlichen strategischen und planerischen Fragen der Unternehmensführung diskutiert werden.

Ziel der ALGATEC Solar AG ist es, das starke Wachstum der vergangenen Jahre konsequent fortzusetzen. Mittelfristig wollen wir mindestens 50 Prozent unseres Umsatzes außerhalb von Deutschland generieren, insbesondere in Europa.

Die Produktionsfähigkeit bei der Solarmodulherstellung hängt auch von der ausreichenden Beschaffung von Solarzellen ab. Zur Sicherung unserer Rohstoffversorgung pflegen wir partnerschaftliche Beziehungen mit unseren Lieferanten. Wir haben bei diesen eine kritische Größe erreicht, so dass Preise und Konditionen marktorientiert gestaltet werden können. Dies ermöglicht Beidseitig eine rasche Anpassung an sich wandelnde Marktbedingungen.

Die ALGATEC Solar AG hat die Bedeutung eines eigenständigen Vertriebs für ihre Ertragskraft frühzeitig erkannt. Wir haben bereits im Jahr 2007 qualifizierte Vertriebsmitarbeiter eingestellt und konnten so eine tiefe Marktdurchdringung im Heimatmarkt erreichen. Die klare Fokussierung der Vertriebsstrategie auf Fachhändler und Installateure, die bei der ALGATEC Solar AG sowohl Solarmodule als auch die zum Betrieb von Solarsystemen notwendigen Komponenten wie Montagesysteme und Wechselrichter erhalten, wird konsequent ausgebaut und verstärkt, zunehmend auch im internationalen Kontext.

3. Forschung und Entwicklung

Bei Photovoltaik-Anlagen sind Leistung, Ertrag, Langlebigkeit sowie die Kosten pro Watt Nennleistung die Parameter, die für unsere Kunden entscheidend sind. Deshalb stehen diese Parameter im Fokus der stetigen technischen Verbesserung unserer Solarmodule. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Produktmanagement, das die Bedürfnisse unserer Kunden genau kennt. Unsere Abteilung Entwicklung wurde im Jahr 2009 neu strukturiert und enger mit dem Fachbereich Produktionssteuerung verzahnt.

Um die Produktion langfristig zu stabilisieren, wurden auch in 2009 Komponenten alternativer Zulieferer intensiv geprüft, mit dem Ziel einer guten Verfügbarkeit von Komponenten mit gleichbleibend hoher Materialqualität. Die Abteilung Anwendungs- und Prozesstechnik arbeitet zudem an der weiteren Standardisierung der Komponenten.

Jede Neuentwicklung muss bei uns erst umfangreiche standardisierte Testreihen bestehen. Anschließend wird sie einer externen Zertifizierung beim TÜV und erst dann einer kommerziellen Verwendung zugeführt. Das sichert die Vorreiterrolle der ALGATEC Solar AG bei ertragsstarken Qualitätsmodulen. Auch im Jahr 2009 widmeten wir dem Ausbau der Prüf- und Testeinrichtungen viel Aufmerksamkeit.

4. Gesamtwirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen

Die weltwirtschaftliche Produktion ging im Jahr 2009 erstmals in der Nachkriegszeit zurück. Aufgrund der ausgeprägten internationalen Verflechtung wurde Deutschland von der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise besonders stark getroffen. Die Exporte gingen um 14,7 Prozent zurück, die Importe um 8,9 Prozent. Insbesondere wegen der Einbrüche bei den Ausfuhren schrumpfte das reale Bruttoinlandsprodukt im vergangen Jahr um 5 Prozent - so stark wie nie zuvor seit Bestehen der Bundesrepublik.

Im Sommerhalbjahr 2009 setzte eine allmähliche Erholung der Wirtschaft ein. Trotz dieser Aufwärtstendenz war der Abstand gegenüber dem Vorjahresniveau beträchtlich. So war die Industrieproduktion noch im November 2009 saisonbereinigt um knapp 18 Prozent geringer als bei ihrem Höchststand im ersten Quartal 2008.

Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise sind weiterhin spürbar. Auch wenn sich der Zugang zu Krediten wieder etwas gebessert hat, gestaltet sich die Fremdfinanzierung vieler Unternehmen weiterhin schwierig. (Vgl."Photon"2009)

Die ALGATEC Solar AG ist konservativ aufgestellt und arbeitet ohne Bankdarlehen. Gleichzeitig haben die positiven Geschäftsentwicklungen im vierten Quartal 2009

und ein konsequentes Cash - Management für Liquiditätsüberschüsse gesorgt. Wir sehen damit den Entwicklungen am Finanzmarkt relativ gelassen entgegen. Steigende Finanzierungskosten wirken sich aber auch bei Photovoltaik-Großprojekten negativ aus. Davon wird die ALGATEC Solar AG nach wie vor weniger berührt, da der wesentlichen Umsatz aus kleinen bis mittelgroßen Aufdach-Anlagen resultiert, die aufgrund des Risikoprofils weniger stark von der Bankenkrise betroffen sind.

In unseren europäischen Kernmärkten erweisen sich die politischen Rahmenbedingungen weiterhin als stabil. In den Staaten der Europäischen Union gibt es einen breiten gesellschaftlichen Konsens über die Förderungswürdigkeit der Erneuerbaren Energien. Der Klimaschutz bleibt ein zentrales Thema auf der politischen Agenda.

5. Branchenentwicklung

5.1 Deutschland

Im Jahr 2008 wurde der uns prognostizierte Käufermarkt Wirklichkeit: Ende 2008 haben unsere Kunden in der Erwartung sinkender Preise eine abwartende Haltung eingenommen, die bis zur Mitte des Jahres 2009 anhielt. Dann waren die Preise für Photovoltaik-Systeme so weit gesunken, dass die Kaufzurückhaltung vollkommen aufgegeben wurde und ab Mitte August eine Jahresendrally begann, wie sie der deutsche Markt bislang nicht gesehen hat.

Die Rahmenbedingungen für die Photovoltaik-Industrie sind in Deutschland weiterhin positiv. Die Bundesregierung bekräftigte ihre ambitionierten Klimaschutzziele und stellt die Grundzüge des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) nicht Infrage. Gleichwohl wurde im Herbst 2009 im Koalitionsvertrag bekannt gemacht, dass mit schnellen Änderungen zu rechnen ist, dies ist sicherlich ein entscheidender Faktor für das Wachstum des deutschen Marktes im vierten Quartal 2009 gewesen.

Durch die Veränderungen im EEG ist eine Schätzung der installierten Leistung für 2010 sehr schwierig. Im Vorjahr wurden laut Bundesnetzagentur bis zum 30.September 2009 mehr als 1.500 MW installiert, für das Gesamtjahr 2009 rechnen viele Branchenbeobachter mit deutlich mehr als 3.000 MW.

Eine Schätzung verschiedener Marktteilnehmer:

Neu installierte Leistung in Megawatt in Deutschland

  2009e 2010e 2011e 2012e Durchschnittliche Wachstumsrate
LBBW 3.050 3.400 3.445 3.445 4,1%
Sarasin 2.318 2.596 2.881 3.170 11,0%
Mittelwert 2.684 2.998 3.163 3.308 7,2%

Ende 2009 waren nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft rund 50.000 Beschäftigte in der deutschen Photovoltaik-Branche beschäftigt. Seit der Novellierung des EEG im Jahr 2004 sind damit insgesamt über 43.000 neue Beschäftigungsverhältnisse entstanden, die meisten davon in Ostdeutschland.

(Vgl. Landesbank Baden-Württemberg 18.2.2009)

5.2 Europa

Die ALGATEC Solar AG beobachtet intensiv die Marktentwicklung in allen europäischen Staaten und bahnt Vertriebskontakte früh an. Das ermöglicht eine schnelle Marktdurchdringung, sobald ein Photovoltaik-Markt in eine Phase starken

Wachstums eintritt. Neues Potenzial bieten, wegen neuer Einspeisevergütungen, insbesondere die Slowakei und Großbritannien.

In der Slowakei sind bislang kaum mehr als 1,5 Megawatt Solarstromleistung installiert. Ende 2009 wurde eine Einspeisevergütung eingeführt, die einen 15 Jahre garantierten Verfügungssätze von umgerechnet 43 Eurocent pro Kilowattstunde vorsieht. Angesichts einer jährlichen Einstrahlung zwischen 1100 und 1400 Kilowattstunden pro Quadratmeter ist die Vergütung sehr attraktiv.

Auch Großbritannien hat eine Einspeisevergütung für Erneuerbare Energien eingeführt. Anfang Februar 2010 veröffentlichte das Department of Energy and Climate Change (DECC) die Vergütungssätze, die vom 1. April 2010 an gelten: Demnach werden für Solarstrom je nach Anlagengröße umgerechnet zwischen 47,3 und 33,6 Eurocent gezahlt. Die Einspeisevergütung hat eine Laufzeit von 25 Jahren, die Degression steht noch nicht fest.

5.3 Nordamerika

Der Photovoltaik-Markt mit dem weltweit wohl größten Potenzial bleibt auch 2009 hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück: Für die USA reichen die Branchenangaben für die neu installierte Leistung von 440 MW bis knapp 800 MW. Damit wächst der US-Markt zwar weiterhin, ein "Takeoff" des Marktes blieb allerdings aus. Einige Marktforscher rechnen 2010 mit weniger als einem Gigawatt neuer Photovoltaik-Leistung in den USA.

Der Photovoltaik-Markt in den USA ist weiterhin durch eine nur schwer überschaubare Vielfalt an Fördermaßnahmen gekennzeichnet: Vergünstigungen für Solarstrom-Anlagen sind von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich ausgestaltet und basieren hauptsächlich auf Steuerkrediten, Prämien, Rabatten, sogenannten Net-Metering sowie auf beschleunigten Abschreibungen. Einspeisetarife sind dagegen nur vereinzelt vorhanden.

6. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Zur besseren Darstellung der Ertragslage zur Entwicklung der ALGATEC Solar AG, wurden die Vorjahreszahlen der Trend Capital GmbH & Co. KG und der ALGATEC Solar AG als Vergleichszahlen zusammengefasst.

6.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2009 erreichten 18,7 Mio. Euro. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 47%: Wir haben damit unser selbstgestecktes Ziel von mindestens 15 Millionen Euro Umsatz in 2009 übertroffen. Gleichzeitig erhöhte sich die Gesamtleistung um diesen Zuwachs auf 19,9 Mio. Euro.

Von den Umsätzen entfielen12% auf das Ausland (EU).

Die sonstigen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Zuwendungen der öffentlichen Hand (Investitionszulage 2009)

Der Materialaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr annähernd proportional zur Gesamtleistung auf 13,4 Mio. Euro. Das entspricht einer Materialaufwandsquote von ca. 67%.

Der Personalaufwand in 2009 belief sich auf 3,7 Mio EUR. Dabei stieg die Mitarbeiterzahl der ALGATEC Solar AG von 97 Mitarbeiter in 2008, auf 197 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2009.

Der sonstige betriebliche Aufwand in Höhe von 1,6 Mio EUR wurde vorwiegend durch Raumkosten (Mieten), Rechts- und Beratungskosten, Werbe- und Reisekosten, Fahrzeugkosten und Instandhaltungskosten sowie Abschluss- und Prüfungskosten als auch sonstigen Kosten verursacht und konnte aber gegenüber dem Vorjahr um 100 TEUR verringert werden.

6.2 Vermögens- und Finanzlage

Die ALGATEC Solar AG investiert im Geschäftsjahr 2009 vornehmlich in den Ausbau des neuen Produktionsstandortes in Großräschen und in die Kapazitätserweiterung um ca. 100 Megawatt. Die Finanzierung erfolgte teilweise durch Eigenmittel und durch Aufnahme von Lieferantenkrediten in Höhe von insgesamt 10 Mio. Euro. Zusätzlich werden für die Investitionen in den Ausbau des Produktionsstandortes Prösen öffentliche Zuschüsse und Zulagen beantragt.

Die Eigenkapitalquote der ALGATEC betrug zum Abschluss des Geschäftsjahres 2009 - 21,4% -; gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Verringerung um 3,1%, bedingt durch die Investitionen und den zum Stichtag relativ hohen Vorratsbestand von 3,3 Mio. EUR.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Die Minderung der flüssigen Mittel gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Bezahlung der ehemaligen Kommanditisten der GmbH & Co. KG.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet und

Die Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind ausreichend bemessen. Pensionsrückstellungen wurden nicht gebildet, da eine Anwartschaft für diesen Zeitraum noch nicht erfüllt war.

Die ALGATEC Solar AG finanziert sich derzeit aus ihren Erträgen ohne Inanspruchnahme jedweder Kreditlinien. Zur Absicherung größerer Projekte besteht eine Avallinie in Höhe von 500 TEUR.

7. Chancen und Risiken

Die Geschäftstätigkeit der ALGATEC Solar AG ist von der staatlichen Förderung regenerativer Energieträger abhängig, ohne die die solare Stromerzeugung derzeit noch nicht wettbewerbsfähig ist. Eine Aufhebung oder nachteilige Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen könnte die Nachfrage nach photovoltaischen Anlagen in unseren Absatzmärkten reduzieren oder sogar ganz zum Erliegen bringen. Unseres Erachtens lassen die politischen Meinungsäußerungen wesentliche Risiken dieser Art derzeit nicht erkennen.

Des Weiteren wird die Nachfrage nach alternativen Energien auch durch die allgemeine Wahrnehmung der Energiepreisentwicklung beeinflusst. Sinkende Preise bei konventionellen Energieträgern wie Erdöl oder Gas könnten einen dämpfenden Effekt auf die Nachfrage haben.

Photovoltaische Anlagen werden auch über Fremdkapital finanziert, dass teilweise von staatlichen Förderbanken wie der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau, refinanziert wird. Ein deutlicher Anstieg der Zinssätze würde die Rentabilität von Solar-Anlagen negativ beeinflussen und die Nachfrage würde möglicherweise sinken. Vor dem Hintergrund des geringen Risikos und der öffentlichen Unterstützung erwarten wir kurz- und mittelfristig keinen signifikanten Zinsanstieg für die Finanzierung von privaten Aufdachanlagen. Aus demselben Grund sehen wir, anders als für solare Großkraftwerke, keine grundsätzliche Verknappung der Finanzierungsmittel für die von ALGATEC Solar AG vertriebenen Solar-Anlagen.

Wir haben unser Kundenportfolio 2009 weiter diversifiziert: In Deutschland verbreiten wir unser Kundenportfolio aus Installateuren, Projektentwicklern und Fachhändlern zusehends, international gewinnen wir neue Kunden hinzu und erschließen neue Märkte. Wir streben auch im internationalen Geschäft langfristige Partnerschaften an, womit wir unsere Abhängigkeit von einzelnen Märkten verringern wollen. Mit dem Grosshändler Sunline Solar AG, Fürth wurde im Herbst 2009 eine Kooperation eingegangen, was ein Absatzpotential von 10 MW p.a. absichert.

Für 2010 ist der Absatz durch die Mischung Neukundengeschäft und OEM-Geschäft gesichert.

Die Solarindustrie war in der Vergangenheit vom knappen Rohstoff Silizium und von damit einhergehenden Engpässen bei der Versorgung mit Siliziumzellen geprägt. Diese Situation hat sich Ende 2009 bereits deutlich entspannt und wir rechnen im Laufe des Jahres 2010 mit einer weiteren Entspannung. Als Reaktion auf die Versorgungssituation haben wir für einen Teil unserer zukünftigen Produktion in der Vergangenheit langfristige Lieferverträge abgeschlossen, in denen Mengen, Preise und Preisanpassungsklauseln vereinbart sind. Das vierte Quartal 2009 hat deutlich gezeigt, dass sich bei sich verändernden Marktbedingungen auch die von uns gezahlten Zellpreise marktkonform anpassen. Wir sind bestrebt, unsere Zuliefererbasis weiter zu diversifizieren. Dies gelingt uns zusehends, wie zusätzlich abgeschlossene Verträge mit neuen und etablierten Solarzellen-Herstellern zeigen.

Neben Siliziumzellen werden bei der Herstellung von Modulen weitere Materialien wie Solarglas, Kontaktdosen, Aluminiumrahmen und spezielle Folien eingesetzt. Auch diese Materialien müssen unseren hohen Qualitätsansprüchen, die nicht jeder am Markt agierende Lieferant erfüllen kann, genügen. Die Zahl der infrage kommenden Lieferanten schränkt sich dadurch ein. Wir sind permanent bestrebt, weitere Lieferanten aufzubauen, die unsere hohen Qualitätsansprüche erfüllen können. Das unverändert hohe Wachstum der Photovoltaik-Industrie könnte die Beschaffungssituation zudem verschärfen. Der Totalausfall bestimmter Lieferanten würde sich negativ auf unsere Ertragslage auswirken. Wesentliche Risiken aus einer Materialverknappung oder einem Lieferantenausfall erwachsen dem Unternehmen aus heutiger Sicht nicht.

Das fortgesetzte Wachstum der ALGATEC Solar AG stellt hohe Anforderungen an unsere interne Organisationsstruktur. Durch enge Zusammenarbeit und regelmäßige und rechtzeitige Information der Verantwortlichen wird ein möglichst reibungsloser Ablauf gewährleistet. Vorübergehende Ineffizienzen können dabei jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Damit sind wir bestens für die Marktsituation 2010 positioniert.

8 Mitarbeiter

Die ALGATEC Solar AG ist ein junges dynamisch wachsendes Unternehmen. Zum 31. Dezember 2009 verfügte die Gesellschaft, aufgrund des Ausbaus unserer Produktionsstättein Prösen und des neuen Standortes Grossräschen, insgesamt über 197 Mitarbeiter, dass heißt, die Anzahl der Mitarbeiter ist im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 100 Prozent gewachsen.

31.12.2009 31.12.2008
171 87 Produktion (gewerblich)
4 5 Vertrieb/Marketing
22 5 Verwaltung/Finanzen
197 97 Mitarbeiter gesamt

9. Prognosebericht

Während das erste Quartal 2010 durch den starken Winter beeinträchtigt war, mit der Folge eines kleinen Verlustes, konnte dies im 2. Quartal bedingt durch die EEG-Diskussion mehr als vollständig ausgeglichen werden. Vor allem für das 3. und 4. Quartal 2010 wird auf Grund von erwarteten internationalen Aufträgen und der realisierten Kapazitätserweiterung eine weitere deutliche Belebung angenommen, die für das gesamt Geschäftsjahr 2010 zu einem insgesamt positiven Jahresergebnis von ca. 9% der Umsatzerlöse führen soll.

Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2010 mit einem Fertigungsvolumen von ca. 35 MW und für das Jahr 2011 mit ca. 73 MW gerechnet.

Für 2011 liegen noch keine abgeschlossenen Verträge vor, jedoch befindet sich die Gesellschaft in Auftragsverhandlungen über ein Volumen von mehr als 90 MW. In der Planung für 2011 wurde deshalb die Kapazitätsauslastung in allen Quartalen nur mit 60% angesetzt und im 1. Quartal mit 25%.

Für das OEM-Geschäft rechnen wir infolge der schlechten Preisgestaltung mit einer weiteren Abnahme des Umsatzvolumens im Verhältnis zum Gesamtvolumen.

Das Hauptaugenmerk richtet die Gesellschaft auf den sogenannten Eigenvertrieb der Module, wobei hier allein in Italien, Frankreich und Spanien ein Absatz von

25 bis 50 MW erwartet wird.

Weitere Auslandsmärkte, die in 2011 zum Tragen kommen könnten, sind Türkei und Holland.

Im Herbst 2009 wurde eine Tochtergesellschaft in den USA gegründet.

Die geplanten Personalkosten werden sich entsprechend der Kapazitätserweiterung entwickeln.

Auch für das Geschäftsjahr 2011 wird auf Grund der ausgeweiteten Kapazität und einer verbreiterten Kundenbasis mit deutlich gestiegen Umsatzerlösen und einem im Vergleich zu 2010 besseren Jahresergebnis gerechnet.

Röderland,

Rainer Ruschke Dr. Stefan Malik Ullrich Jank

Vorstandsvorsitzender Vorstand Vorstand

Bilanz

Aktiva

  31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
A. Anlagevermögen 9.800.808,62 4.101.281,04
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.812.737,54 2.414.405,54
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1.768.163,54 2.357.550,54
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 44.574,00 56.855,00
II. Sachanlagen 7.953.373,08 1.686.874,50
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 90.248,50 37.802,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4.415.983,00 1.304.510,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 364.610,00 309.895,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.082.531,58 34.667,50
III. Finanzanlagen 34.698,00 1,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 34.698,00 1,00
B. Umlaufvermögen 8.880.273,38 5.739.506,79
I. Vorräte 3.327.524,89 1.361.204,94
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.554.630,80 825.330,18
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.149.653,28 198.811,31
3. fertige Erzeugnisse und Waren 623.240,81 303.069,00
4. geleistete Anzahlungen 0,00 33.994,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.266.552,51 1.067.600,28
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.911.262,60 736.231,46
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 122.044,74 122.044,74
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.233.245,17 209.324,08
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.286.195,98 3.310.701,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 113.279,72 1.915,05
Bilanzsumme, Summe Aktiva 18.794.361,72 9.842.702,88

Passiva

  31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
A. Eigenkapital 4.008.723,76 2.410.421,50
I. gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 2.475.000,00 2.475.000,00
III. Gewinnrücklagen 5.000,00 0,00
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 -114.578,50
V. Bilanzgewinn 1.478.723,76 0,00
davon Verlustvortrag 114.578,50 0,00
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 113.459,93 145.819,93
C. Rückstellungen 1.986.908,30 1.426.331,28
D. Verbindlichkeiten 12.685.269,73 5.860.130,17
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 162.197,44 110.885,44
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.785.948,68 1.073.672,28
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 611.733,06 110.865,94
4. sonstige Verbindlichkeiten 9.125.390,55 4.564.706,51
Bilanzsumme, Summe Passiva 18.794.361,72 9.842.702,88

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.1.2009 - 31.12.2009
EUR
1.1.2008 - 31.12.2008
EUR
1. Rohergebnis 8.326.043,23 1.330.548,64
2. Personalaufwand 3.723.761,91 932.507,07
a) Löhne und Gehälter 3.315.389,75 871.212,55
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 408.372,16 61.294,52
3. Abschreibungen 1.076.644,97 40.824,40
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 1.076.644,97 40.824,40
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.609.956,53 466.181,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.702,62 10.019,37
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 192.525,55 15.634,04
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.728.856,89 -114.578,50
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 126.383,28 0,00
9. sonstige Steuern 4.171,35 0,00
10. Jahresüberschuss 1.598.302,26 -114.578,50

Ergebnisverwendung

  1.1.2009 - 31.12.2009
EUR
1.1.2008 - 31.12.2008
EUR
10. Jahresüberschuss 1.598.302,26 -114.578,50
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 114.578,50  
12. Einstellungen in Gewinnrücklagen 5.000,00 0,00
a) in die gesetzlichen Rücklage 5.000,00 0,00
13. Bilanzgewinn 1.478.723,76 0,00

Anhang

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Algatec Solar AG, Röderland OT Prösen

1. Allgemeine Angaben

Die Algatec Solar AG, Röder OT Prösen ((im Folgenden auch kurz "Algatec Solar AG"), ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 i. V. m. § 267 Abs. 4 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 der Algatec Solar AG ist nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt worden.

Die Algatec Solar AG erwarb mit Wirkung zum 3. November 2008 und schuldrechtlicher Rückwirkung zum 2. Januar 2008 alle Kommanditanteile an der Trend Capital GmbH & Co. Algatec Solarwerke Brandenburg KG, Elsterwerda, (im Folgenden auch kurz "TC Algatec KG").

Durch Rücktritt der Komplementäre sind die Vermögensgegenstände und Schulden der TC Algatec KG, mit Übergang der Kommanditanteile zum 3. November 2008 auf die Algatec Solar AG angewachsen und die TC Algatec KG ohne Auflösung erloschen.

Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahr 2008 sind die Geschäftszahlen des Jahres 2009 nur eingeschränkt mit den Zahlen des Vorjahres vergleichbar.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der aus der Anwachsung der TC Algatec KG resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß § 255 Abs. 4 S. 2 HGB über vier Jahre ab dem Wirtschaftsjahr 2009 abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten werden neben den unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert ab EUR 150,00 bis zu einem Wert von EUR 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs in den Sammelposten eingestellt. Der Sammelposten wird über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Investitionszuschüsse werden in einem passivisch gebildeten Sonderposten erfasst. Dieser wird als Gegenposten zum mitfinanzierten Anlagevermögen über einen Zeitraum von fünf Jahren erfolgswirksam aufgelöst.

Investitionszulagen werden mit Erfüllung der sachlichen Voraussetzungen für die Gewährung der Zuwendungen und der an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit der Antragstellung sofort als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten.

Unfertige und fertige Erzeugnisse und Leistungen sind zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. In die Herstellungskosten wurden die Material- und Lohneinzelkosten und angemessene Teile der Gemeinkosten sowie der Wertverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet worden.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten neben den das Geschäftsjahr betreffenden auch die noch nicht veranlagten Steuern für die Rechtsvorgängerin, TC Algatec KG.

Die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung tragen.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Kurs im Anschaffungszeitpunkt bzw. dem höheren Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Fremdwährungsumrechnung erfolgte zum Mittelkurs als einfacher Durchschnitt von Geld- und Briefkurs.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Bruttoanlagenspiegel

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt (siehe Anlage zum Anhang).

2. Geschäfts- und Firmenwert

Bei der im Jahr 2008 erfolgten Anwachsung der TC Algatec KG auf die Algatec Solar AG und der Übernahme der Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitwert entstand aus dem Unterschiedsbetrag zum Kaufpreis sämtlicher Geschäftsanteile der TC Algatec KG ein Geschäfts- oder Firmenwert im Sinne des § 255 Abs. 4 HGB in Höhe von EUR 2.357.550.

Die im Jahr 2009 vorgenommene Abschreibung auf den Geschäfts- und Firmenwert beträgt EUR 589.387,00 (Vorjahr: TEUR 0).

3. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind insgesamt Forderungen i. H. v. TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 46) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Alle weiteren Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

4. Guthaben bei Kreditinstituten

Unter den Guthaben aus Kreditinstituten werden Guthaben in Höhe von EUR 13.493 (Vorjahr: TEUR 1.748) ausgewiesen, die treuhänderisch auf dem Anderkonto vom Rechtsanwalt, Herr Roland Richter, zweckgebunden verwaltet werden. Das Guthaben dient der Begleichung von Zahlungsverpflichtungen aus dem Kommanditanteilskaufvertrag und wird auf Anweisung durch die Algatec Solar AG ausgezahlt.

Außer der Zweckbindung bestehen keine Verfügungsbeschränkungen.

5. Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Personalrückstellungen für Bonuszahlungen und Urlaub in Höhe von EUR 1.145.309 (Vorjahr: TEUR 503), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von EUR 116.086 (Vorjahr: TEUR 105) sowie in Höhe von EUR 93.749 (Vorjahr: TEUR 95) eine Rückzahlungsverpflichtung für auf Anzahlungen gewährte Investitionszulage sowie Zinsen nach dem Investitionszulagengesetz 2005 enthalten, die auf eine bestellte Maschine entfallen, die nicht bis zum 31. Dezember 2006 durch den Lieferanten geliefert werden konnte. Des Weiteren sind darin in Höhe von EUR 249.892 (Vorjahr: TEUR 40) Rückstellungen für laufende Gerichtsverfahren und Risikovorsorgen sowie Prozesskosten enthalten.

6. Aufstellung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten

  bis 1 Jahr
EUR
(Vorjahr: TEUR)
1 bis 5 Jahre
EUR
(Vorjahr: TEUR)
größer 5 Jahre
EUR
(Vorjahr: TEUR)
Gesamtbetrag
EUR
(Vorjahr: TEUR)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute 26.248 (0) 135.949 (0) 0 (0) 162.197 (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.785.949 (1.074) 0 (0) 0 (0) 2.785.949 (1.074)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 611.733 (0) 0 (111) 0 (0) 611.733 (111)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.465.054 (2.885) 5.660.337 (1.791) 0 (0) 9.125.391 (4.676)
Gesamt 6.888.984 (3.959) 5.796.286 (1.902) 0 (0) 12.685.270 (5.861)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Sunline-Solar AG, Fürth, und der Algatec Project GmbH, Prösen, aus Darlehensverbindlichkeiten.

Das Darlehen der Sunline-Solar AG, Fürth, wurde im Januar 2010 zurückbezahlt.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 2.013.784 (Vorjahr: TEUR 1.809) enthalten. In Höhe von EUR 1.827.526 (Vorjahr: TEUR 1.650) entfallen diese sonstigen Verbindlichkeiten auf ein Darlehen gegenüber der Algatec Equity Partners, L.P., Dix Hills, New York, USA, mit einer maximalen Laufzeit bis zum 31. Dezember 2011 oder der früheren Erlangung vereinbarter Fremd- oder Eigenkapitalfinanzierungen und einer Verzinsung von 6 % p. a.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten zudem insbesondere Verpflichtungen zur Restkaufpreiszahlung aus dem Erwerb der Kommanditanteile der TC Algatec KG in Höhe von EUR 592.000 (Vorjahr: TEUR 2.393) sowie Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen in Höhe von EUR 5.484.425 (Vorjahr: TEUR 187).

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Eigentumsvorbehalte im üblichen Rahmen. Die Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen sind durch Eigentumsvorbehalt am Mietkaufgegenstand gesichert.

7. Eigenkapital

Das Grundkapital von EUR 50.000,00 ist eingeteilt in 50.000 Stück Stammaktien zum Nennwert von je 1 Euro.

Bei der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 2.475.000 handelt es sich um Zuzahlungen der Gesellschafter gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB, die im Jahr 2008 in das Eigenkapital geleistet worden sind.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden EUR 5.000 in die gesetzliche Rücklage gem. § 150 Abs. 2 AktG eingestellt.

4. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen:

    1.11. bis
Region 2009 31.12.2008
  EUR TEUR
Inland 16.482.975 2.145
EG 2.129.157 0
Drittland 49.987 0
Gesamt 18.662.119 2.145

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Eigentumsvorbehalte im üblichen Rahmen. Die Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen sind durch Eigentumsvorbehalt am Mietkaufgegenstand gesichert.

2. Eigenkapital

Das Grundkapital von EUR 50.000,00 ist eingeteilt in 50.000 Stück Stammaktien zum Nennwert von je 1 Euro.

Bei der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 2.475.000 handelt es sich um Zuzahlungen der Gesellschafter gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB, die im Jahr 2008 in das Eigenkapital geleistet worden sind.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden EUR 5.000 in die gesetzliche Rücklage gem. § 150 Abs. 2 AktG eingestellt.

5. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Herr RA Roland Richter (Aufsichtsratsvorsitzender), Rechtsanwalt

Herr Frank Simon, Unternehmer

Herr Dr. Hartmut Suppert, Rechtsanwalt

Herr Robert M. Rubin, Vorstand Solar Thin Films, Inc., New Jersey, USA (ab 6. November 2009)

Herr Gary Maitland, Rechtsanwalt (ab 6. November 2009)

Herr Martin Holborn, (ab 6. November 2009)

Herr Rainer K. Schmidt, (ab 7. Juni 2010)

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten folgenden Personen dem Vorstand an:

Rainer Ruschke (Vorstandsvorsitzender, CEO), Dipl. Ingenieur

Ullrich Jank (COO), Dipl. Ingenieur

Dr. Stefan Malik (CFO), Dipl.-Kaufmann

André Freud (CMO), Jurist (bis 5. Juni 2009)

2. Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf EUR 1.232.382 (Vorjahr: TEUR 615).

Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit EUR 30.000 (Vorjahr: TEUR 0).

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 107. Darüber hinaus beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich zwei Auszubildende.

3. Gewährte Kredite an Mitglieder des Vorstands

Im Geschäftsjahr 2008 wurde ein Darlehen an das ehemalige Vorstandsmitglied Herrn André Freud i. H. v. EUR 25.000 gewährt. Das Darlehen ist rückzahlbar in 12 monatlichen Raten und ist mit 6 % verzinslich. Zum Bilanzstichtag beträgt die Forderung EUR 16.667 (Vorjahr: TEUR 25).

An Vorstände und Aufsichtsrat wurde im September 2008 Darlehen von insgesamt EUR 5.000 gewährt. Das Darlehen ist innerhalb von 6 Monaten zurückzuzahlen und ist mit 6 % verzinslich. Zum Bilanzstichtag ist noch keine Rückzahlung erfolgt.

Daneben wurden Vorschüsse an Vorstände zum Bilanzstichtag von EUR 87.989 (Vorjahr: TEUR 30) sowie an nahestehende Personen von EUR 54.500 (Vorjahr: T€ 0) gewährt.

4. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen mit einem Betrag von mindestens 20 % der Anteile

An der Algatec Project GmbH, Prösen, werden 100 % der Anteile gehalten. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2008 EUR 33.140 (Vorjahr: TEUR 12) und der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2008 EUR 21.628 (Vorjahr: TEUR 21).

An der Sunline-Solar AG, Fürth, wurden zum 31. Dezember 2009 68,5 % der Anteile gehalten.

An der Algatec US wurden zum 31. Dezember 2009 100 % der Anteile gehalten.

5. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Mitarbeiter 2009 2008
Arbeiter Produktion 90 61
Angestellte 15 11
Geringfügig Beschäftigte 2 1
Gesamt 107 73

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 107. Darüber hinaus beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich zwei Auszubildende.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

  31.12.2009
Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen 1.111.600
Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben 14.293.559
Übrige Verpflichtungen 893.470
Gesamt 16.298.629

Der Mietvertrag in Prösen hat eine Laufzeit bis September 2015. Der Mietvertrag in Großräschen läuft bis August 2014.

Die Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben betreffen abgeschlossene Verträge über Anlagevermögen.

Die übrigen Verpflichtungen betreffen mit EUR 850.000 Einzahlungsverpflichtungen in die Sunline-Solar AG, Fürth, und mit EUR 43.470 Leasingverpflichtungen.

6. Weitere Angabepflichten nach dem Aktiengesetz

Die Algatec Equity Partners L.P., Dix Hills, New York, USA, hat der Gesellschaft mitgeteilt, dass eine wesentliche Beteiligung nach § 20 AktG besteht.

Röderland, den 8. November 2010

Vorstand

Rainer Ruschke

Dr. Stefan Malik

Ullrich Jank

Anlagespiegel

Algatec Solar AG, Röderland OT Prösen

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2009

  Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am 1.1.2009 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.944,00 800,00 0,00 59.744,00
2. Geschäfts- und Firmenwert 2.357.550,54 0,00 0,00 2.357.550,54
  2.416.494,54 800,00 0,00 2.417.294,54
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 38.632,01 57.478,71 0,00 96.110,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.329.268,76 3.500.661,45 0,00 4.829.930,21
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 323.041,63 134.671,31 0,00 457.712,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 34.667,50 3.047.864,08 0,00 3.082.531,58
  1.725.609,90 6.740.675,55 0,00 8.466.285,45
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 37.947,00 3.250,00 34.698,00
Summe Anlagevermögen 4.142.105,44 6.779.422,55 3.250,00 10.918.277,99
Kumulierte Abschreibungen Restbuchwerte
Stand am 1.1.2009 Stand am 31.12.2009 Stand am 31.12.2009 Stand am 31.12.2008
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.089,00 15.170,00 44.574,00 56.855,00
2. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 589.387,00 1.768.163,54 2.357.550,54
  2.089,00 604.557,00 1.812.737,54 2.414.405,54
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 830,01 5.862,22 90.248,50 37.802,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.758,76 413.947,21 4.415.983,00 1.304.510,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.146,63 93.102,94 364.610,00 309.895,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 3.082.531,58 34.667,50
  38.735,40 512.912,37 7.953.373,08 1.686.874,50
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 34.698,00 1,00
Summe Anlagevermögen 40.824,40 1.117.469,37 9.800.808,62 4.101.281,04

Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

1.1.2009 - 31.12.2009

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 5.000,00 EUR. Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 2.013.784,40 EUR.

1.1.2008 - 31.12.2008

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 5.000,00 EUR. Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 1.708.666,22 EUR.

Bestätigungsvermerk

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 sowie dem Lagebericht der Algatec Solar AG, Röderland OT Prösen, den folgenden eingeschränkten

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss ‑ bestehend aus Bilanz, Gewinn‑ und Verlustrechnung sowie Anhang ‑ unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Algatec Solar AG, Röderland OT Prösen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Mit Ausnahme des im folgenden Absatz dargestellten Prüfungshemmnisses und der Einschränkung haben wir unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung mit der im nachfolgenden Absatz dargestellten Ausnahme bzw. Einschränkung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkungen zu keinen Einwendungen geführt:

- Das Vorhandensein der ausgewiesenen Vorräte in Höhe von € 3.327.524,89 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir infolge der Beauftragung nach dem Bilanzstichtag nicht an der Inventur teilnehmen konnten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte gewinnen konnten.

- Entgegen § 249 Absatz 1 Satz 1 HGB wurden Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von € 260.000,00 nicht gebildet.

Mit diesen Einschränkungen entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Leipzig, den 10. November 2010

Susat & Partner oHG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rudolph, Wirtschaftsprüfer

Scheinpflug, Wirtschaftsprüfer

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