FENYX GmbH
Selbe AdresseEinzelhandel mit sonstigen Gebrauchtwaren a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karl Johan Andersson seit 9.2.2026 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Matsmart in Scandinavia AB | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Motatos GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Motatos GmbH, BerlinI. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist unter der Firma Motatos GmbH mit Sitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Registernummer HR B 212773 eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde auf Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie der einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Bei der Aufstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden die generellen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die besonderen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 bis 256 HGB beachtet und eingehalten. Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Eine rückwirkende Anwendung der geänderten Schwellenwerte nach § 267 HGB i.V.m. Art. 93 Abs. 2 EGHGB kam im Geschäftsjahr 2023 nicht in Betracht. Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Zugrundelegung des Grundsatzes der Fortführung des Unternehmens gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Bezüglich bestandsgefährdender Risiken, denen die Motatos GmbH ausgesetzt ist, verweisen wir auf Abschnitt "6. Risikobericht" des Lageberichts. Insofern besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, so dass die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögensgegenstände zu realisieren und ihre Schulden zu begleichen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. In die Herstellungskosten werden angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Wertverzehrs des Anlagevermögens und Kosten der allgemeinen Verwaltung unter Nutzung der Kapazitätsausnutzung einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bzw. zum beizulegenden Wert bewertet. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen abgebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert ermittelt und angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag erfasst, soweit diese einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellten. Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt. Steuerrückstellungen beinhalten das Geschäftsjahr betreffende, noch nicht veranlagte Ertragsteuern. Sonstige Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Vermögensgegenstände oder Schulden mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in fremder Währung wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen oder Schulden mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden das Realisations- und Imparitätsprinzip berücksichtigt. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Ansprüche aus Leistungsbeziehungen mit anderen Konzernunternehmen in Höhe von TEUR 11.535 (Vorjahr: TEUR 12.505). Diese Forderungen entfallen in voller Höhe auf die alleinige Gesellschafterin. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich zum Bilanzstichtag wie folgt:
Im Vorjahr wiesen die Verbindlichkeiten folgende Restlaufzeiten auf:
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden zum Bilanzstichtag und im Vorjahr nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen des Vorjahres beinhalteten ein Darlehen der Muttergesellschaft. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung nach § 285 Nr. 31 HGB aus einer Transferpricing-Vereinbarung mit der Muttergesellschaft (Konzernumlage) in Höhe von TEUR 17.703 (Vorjahr: TEUR 12.863) enthalten. V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus bestehenden Miet- und Leasingverträgen bzw. Dienstleistungsverträgen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 48.979 (Vorjahr: TEUR 897). Davon sind TEUR 4.894 innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus einem im Jahr 2023 abgeschlossenen 10-jährigen Vertrag mit einem Logistikdienstleister. Haftungsverhältnisse, über die nach § 251 HGB zu berichten wäre, lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Angaben zu Arbeitnehmern Während des Geschäftsjahres beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich folgende Gruppen von Mitarbeitern:
Angaben zu dem gesetzlichen Vertreter Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte durch Herrn Karl Andersson geführt. Der ausgeübte Beruf von Herrn Karl Andersson besteht in der hauptamtlichen Geschäftsführung der Gesellschaft sowie der Muttergesellschaft Matsmart in Scandinavia AB. Der vorgenannte Geschäftsführer hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für seine Tätigkeit von der Gesellschaft selbst keine Vergütung bezogen. Konzernverhältnisse Die Motatos GmbH wurde in den Konzernabschluss der Matsmart in Scandinavia AB mit Sitz in Stockholm, Schweden, einbezogen. Der Konzernabschluss kann im elektronischen Register des Bolagsverket mit Sitz in Sundsvall, Schweden, unter der Nummer 556901-6354 eingesehen werden. Ergebnisverwendung Der Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresüberschuss des Jahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit Wirkung vom 21. März 2024 wurde Herr Karl Andersson als Geschäftsführer abberufen und Herr Alexander Holzknecht zum neuen Geschäftsführer bestellt. Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, sind nicht eingetreten.
Berlin, 3. Juli 2024 Alexander Holzknecht, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlage des Geschäfts und Tätigkeit der Gesellschaft Die Motatos GmbH (nachfolgend auch Motatos, Gesellschaft oder wir) wurde 2019 gegründet und ist seitdem am deutschen Markt aktiv. Motatos ist eine Tochtergesellschaft der Matsmart in Scandinavia AB, die 2014 in Schweden gegründet wurde. Motatos betreibt einen Online-Supermarkt, der über die firmeneigene Website (https://www.motatos.de/) hauptsächlich lange haltbare Lebensmittel (sogenanntes Trockensortiment) anbietet. Diese werden über den Postweg zu den Endkunden verschickt. Das Geschäftsmodell von Motatos besteht darin, Produkte von etablierten Lebensmittelherstellern aufzukaufen, die
Die jeweiligen Produkte werden bei ausgewählten Partnern aufgekauft, im Motatos Warehouse zwischengelagert und letztendlich teilweise versandkostenfrei innerhalb von 24 bis 48 Stunden zum Kunden geschickt. Das Aufkaufen dieser Produkte verhindert die potenziell anstehende Entsorgung und ermöglicht es Motatos, die Einkaufspreise vergleichsweise tief anzusetzen und die jeweiligen Lebensmittel dementsprechend auch günstiger den Endverbrauchern anzubieten. Das Geschäftsmodell von Motatos trägt somit aktiv dazu bei, die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und eine nachhaltige Nutzung der bereits verarbeiteten Ressourcen zu ermöglichen. Zudem bietet Motatos seinen Partnern eine Lösung an, um mit Überproduktionen effizient und ressourcenschonend umzugehen. Stationäre Läden werden momentan nicht betrieben. Die Produkte werden direkt von Motatos an die Kunden geschickt. Alle Kunden wurden dabei klimaneutral mithilfe von "GoGreen" DHL beliefert, sodass Motatos nicht nur durch den Aufkauf von, sondern auch beim Verkauf klimafreundliche Prozesse etabliert hat. Durch die Partnerschaft mit der DHL kann Motatos deutschlandweit verschicken und hat somit keine geografischen Restriktionen für die Belieferung innerhalb Deutschlands. Im Jahr 2023 wurde zudem auch noch Österreich als weiterer Absatzmarkt erschlossen, der von der deutschen Gesellschaft ebenfalls bedient wird. Die Motatos GmbH besitzt neben der Niederlassung in Berlin keine weitere Zweigstelle bzw. Niederlassung. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Im Jahr 2023 zeigte sich die deutsche Wirtschaft weiterhin resilient, obwohl sie durch anhaltende geopolitische Spannungen und makroökonomische Herausforderungen belastet wurde. Trotz einer sich abzeichnenden Erholung in einigen Sektoren blieb die konjunkturelle Entwicklung hinter den langfristigen Durchschnittswerten zurück. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3% niedriger als im Vorjahr (Quelle: Destatis, Pressemitteilung Nr. 19 vom 15. Januar 2024). Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9% gelegen (Quelle: Destatis, Pressemitteilung Nr. 20 vom 16. Januar 2024). Dies reflektiert weiterhin die tiefgreifenden Auswirkungen der Energiepreiskrise und der Kosten für Rohstoffe. Trotz der fortgesetzten Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank blieben die Verbraucherpreise unter Druck. Die Arbeitslosenquote ist im Jahresdurchschnitt 2023 leicht auf 5,7% gestiegen (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Presseinfo Nr. 2 vom 3. Januar 2024). 2.2. Branchenentwicklung Im Jahr 2023 ging der reale Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel gegenüber dem Vorjahr um 3,9% zurück. Im Internet- und Versandhandel ging der Umsatz im Jahr 2023 real um 3,9% und nominal um 0,4% gegenüber 2022 zurück. Die Branche konnte insbesondere in den von der Corona-Pandemie geprägten Jahren 2020 und 2021 sehr hohe Zuwächse verbuchen (+25,1% bzw. 11,5%), wohingegen die realen Umsätze in den folgenden zwei Jahren ebenfalls sanken. Infolgedessen waren die Umsätze 2023 real 12,0% niedriger als im Jahr 2021, jedoch noch immer 22,8% höher als im Jahr 2019 (Quelle: Destatis, Pressemitteilung Nr. 41 vom 31. Januar 2024). Der Anteil des E-Commerce mit Waren am gesamten Einzelhandel im engeren Sinn (inkl. Lebensmittel) ging vergangenes Jahr auf 10,2 Prozent zurück (2022: 11,8 Prozent) (Quelle: Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V., Pressemeldung vom 24. Januar 2024). Die fortschreitende Digitalisierung und die erhöhte Akzeptanz von Online-Lebensmittelgeschäften, unterstützt durch verbesserte Logistik und Technologien, stellen einen weiterhin positiven Trend dar, von dem wir erwarten, dass er das Wachstum unseres Unternehmens weiter fördert. Wir glauben, dass dieser Trend auch in den nachfolgenden Monaten aufgrund der hohen Inflation Bestand haben wird. Insbesondere glauben wir, dass E-Commerce eine immer stärkere Rolle im Lebensmittelmarkt spielen und eine stetig höhere Akzeptanz in Deutschland finden wird. Aufgrund dieser Entwicklung glauben wir, dass sich die Anteile von Motatos am Gesamtmarkt erhöhen werden. 3. Geschäftsverlauf Im Vergleich zum ursprünglichen Plan konnte Motatos das gesteckte Ziel von 35 Mio. EUR Nettoumsatz nicht aufrechterhalten. Durch eine nachteilige Entwicklung der Logistikkosten und dem damit einhergehenden Kostendruck wurden zur Profitabilitätssteigerung Verschiebungen in den Marketingbudgets vorgenommen. Insbesondere eine Reduktion der Budgets für Brand Awareness Marketing von -18% haben das geplante Wachstum für das zweite Halbjahr verlangsamt. Maßgeblich betroffen war hiervon das 3. Quartal. Ein veränderter Marketing-Mix im 4. Quartal hat eine Trendumkehr bereits wieder eingeleitet. Gleichzeitig konnte das operative Geschäft mit weniger FTE als ursprünglich geplant betrieben werden, da Synergien mit der Matsmart Gruppe genutzt werden konnten. Insbesondere der Support durch cross-funktionalen Einsatz des globalen Performance Marketing Teams sei hier hervorzuheben. Außerdem konnten Erweiterungen des Einkaufsteams auf 2024 verschoben werden, da sich die Einkaufsvolumina langsamer als ursprünglich geplant entwickelt haben. Trotzdem blickt Motatos auf ein weiteres erfolgreiches Jahr 2023 zurück. Trotz des oben erwähnten Drucks auf die Logistikkosten konnte erstmals ein positives Ergebnis für die Contribution Margin (DB 2) erwirtschaftet werden. Weiterhin profitiert Motatos von dem starken Fokus vieler Kunden auf preiswerte Angebote. Der zweite Fokus in der Markenpositionierung auf Nachhaltigkeit hat etwas an Bedeutung verloren. Insbesondere gegen Ende des Jahres konnte hier aber wieder eine Trendumkehr beobachtet werden. Unsere Beobachtungen im Jahr 2023 zeigen zudem eine deutliche Veränderung im Suchverhalten unserer Kunden. Eine abnehmende Markenloyalität, die sich in einer verstärkten Nachfrage nach generischen Grundnahrungsprodukten zu Lasten der bekannten A-Marken widerspiegelt, hat das Einkaufsverhalten maßgeblich beeinflusst. Dieser Trend hat sich auch in unserem Shop-Sortiment bemerkbar gemacht, wo wir eine Zunahme bei den Suchanfragen nach preisgünstigen Alternativen und Eigenmarken festgestellt haben. Durch das Angebot, hochwertige Trockennahrungsmittel und Markenprodukte zu deutlich günstigeren Preisen als der traditionelle Lebensmitteleinzelhandel anzubieten, hat Motatos sich als attraktive Alternative für preisbewusste Kunden etabliert, die nicht auf Qualität verzichten möchten, jedoch zunehmend zu kosteneffektiveren Optionen greifen. Im Jahr 2023 konnte die Kundenbasis auf nunmehr 290.000 Kunden gesteigert und mit der Eröffnung des österreichischen Shops, der über die deutsche Gesellschaft betrieben wird, das Potential für künftiges Wachstum zusätzlich erweitert werden. 4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 4.1. Ertragslage Der Umsatz stieg im Jahr 2023 um 15% auf 29,2 Mio. EUR. Dabei wurden insbesondere gute Ergebnisse mit Staple Goods erwirtschaftet (bspw. Pasta, Konserven, Saucen und ähnliche Produkte für den Vorratsschrank). Auch die Kategorien Snacks und Konfektionen sowie Softdrinks sind ähnlich wie im Vorjahr die größten Umsatztreiber, wachsen im Vergleich zum Gesamtumsatz aber langsamer an. Daneben konnte das größte Umsatzwachstum in den Kategorien Tiernahrung und Fitness verzeichnet werden. Der Trend einer geringere "Markentreue" bei den Konsumenten setzte sich auch 2023 weiter fort. Die Haupteinnahmequellen von Motatos sind hauptsächlich Lebensmittel aus dem Bereich des Trockensortiments. Darüber hinaus werden über den Online-Supermarkt aber auch Drogerieartikel, Tiernahrung und vermehrt Non-Food Produkte wie Küchenutensilien oder Spielwaren angeboten. Auch 2023 wird der Service von Motatos überwiegende von weiblichen Kundinnen in Anspruch genommen. Der Trend verstärkte sich im Vergleich zum Vorjahr erneut und macht nun 70% der Bestellungen aus. Der Materialaufwand stieg im Geschäftsjahr 2023 von 16,2 Mio. EUR um 2,0 Mio. EUR auf 18,2 Mio. EUR. Haupttreiber dieser Entwicklung war weiterhin das Wachstum im Jahr 2023 und die allgemeinen Preisanstiege bzw. die Inflation. Aufgrund des Wachstums stiegen auch die operativen Tätigkeiten und somit dementsprechend auch die Gesamtkosten um ca. 15 % von 38,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 44,6 Mio. EUR im Berichtsjahr. Der Personalaufwand stieg entsprechend dem Wachstum unserer Mitarbeiterzahl von 1,0 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 1,3 Mio. EUR im Berichtsjahr. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg von 18 im Jahr 2022 auf 20 an. Weitere Aufwendungen ergaben sich insbesondere aufgrund von erhöhten Marketingaktivitäten (2023 10,3 Mio. EUR gegenüber 2022 9,3 Mio. EUR.), die das Ziel hatten, den Bekanntheitsgrad von Motatos in Deutschland zu erhöhen. Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete die Motatos GmbH einen Jahresüberschuss in Höhe von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Das positive Ergebnis wird durch die Struktur der Matsmart/Motatos-Gruppe ermöglicht, bei der die Motatos GmbH Mittel von der Muttergesellschaft erhält, um eine bestimmte operative Marge zu erreichen. Der Gewinnanstieg ist hauptsächlich auf die gestiegenen Nettoerlöse zurückzuführen, auf denen die Betriebsergebnisse basieren. Trotz schwieriger Marktlage und einem gesättigten Markt arbeitet Motatos insgesamt mit einer positiven Rohmarge. Allerdings wirken sich die Investitionen in bessere interne Strukturen und den ausgebauten Marketingaktivitäten auch auf die Gesamtrentabilität aus. 4.2. Vermögenslage Die Bilanzsumme sank im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Mio. EUR auf 18,3 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023. Die folgenden Faktoren haben zu dieser Entwicklung beigetragen: Die Vorräte stiegen um 0,1 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023 und spiegeln die wachsenden Aktivitäten von Motatos und das immer vielfältiger werdende Sortiment wider. Die Veränderung der Vorräte ist insbesondere auf erhaltene Anzahlungen zurückzuführen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen konnten im Geschäftsjahr 2023 um EUR 1,0 Mio. auf EUR 11,5 Mio. reduziert werden. Stichtagsbedingt sanken die liquiden Mittel von 1,7 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR. Das Eigenkapital erhöhte sich von 13,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 14,9 Mio. EUR im Berichtsjahr. Die Veränderung ist auf den erzielten Jahresüberschuss von 1,3 Mio. EUR zurückzuführen. Die Rückstellungen stiegen von 0,2 Mio. EUR auf 2,4 Mio. EUR. Davon sind 0,6 Mio. EUR auf für den Veranlagungszeitraum 2023 gebildete Rückstellungen für Ertragsteuern und 1,4 Mio. EUR sonstige Rückstellungen für ausstehende Leistungsverpflichtungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten von 4,2 Mio. EUR gegenüber verbundenen Unternehmen, die aus Darlehensverpflichtungen gegenüber der alleinigen Muttergesellschaft bestanden, wurden im Geschäftsjahr 2023 komplett zurückgeführt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich von 1,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 1,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr, aufgrund eines genaueren und konsequenteren Zahlungsmanagements. 4.3. Finanzlage Die liquiden Mittel zum Stichtag 31. Dezember 2023 liegen mit 1,3 Mio. EUR um 0,4 Mio. EUR unter Vorjahr. Die Gesellschaft ist trotz der im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Darlehensrückführungen weiterhin auf die finanzielle Unterstützung durch die Muttergesellschaft, der Matsmart in Scandinavia AB, angewiesen. Diese sichert der Gesellschaft auf Basis einer harten Patronatserklärung mindestens bis zum 30. September 2025 zu, dass die Motatos GmbH jederzeit in der Lage sein wird, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Eine Kündigung dieser Erklärung ist vorher nicht möglich. Durch gezielte Investitionen in die Automatisierung des Lagerwesens werden in den kommenden ein bis drei Jahren signifikante Effizienzgewinne erwartet, die eine schnellere Abwicklung der Bestellungen ermöglichen werden. 4.4. Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Wir erachten die Entwicklung der Motatos GmbH im Jahr 2023 als positiv. Mit einem Rohergebnis von 29,1 Mio. EUR (Vorjahr: 22,6 Mio. EUR) wurden die Erwartungen erfüllt. Die prozentuale Bruttomarge ist trotz höherer Kundenzahl und weiterem Ausbau des Geschäfts vergleichbar zum Vorjahr geblieben. Mit dem Gesamtergebnis von 1,3 Mio. EUR blieben wir unter den Planungen für dieses Jahr, da die tatsächlichen Kosten aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen höher gestiegen sind, als wir es vorgesehen haben. Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf 2023 zufrieden, da das Wachstum aus dem Vorjahr fortgesetzt werden konnte und mit der vergrößerten Kundenbasis gute Voraussetzungen für das weitere Wachstum geschaffen wurden. 5. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Für Motatos stellt insbesondere der Umsatz den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator dar. Die Erhöhung des Umsatzes um 14% auf 29,2 Mio. EUR ist ein zufriedenstellendes Ergebnis für die Motatos GmbH, wenngleich der Betrag infolge der allgemeinen Entwicklung in der E-Commerce- Branche hinter dem Plan zurückliegt. Die durchschnittliche Anzahl der im Unternehmen Beschäftigten betrug 2023 20 Mitarbeiter und erhöhte sich somit leicht im Vergleich zum Vorjahr. Die Mitarbeiteranzahl stellt eine wichtige nichtfinanzielle Kennzahl für Motatos dar, anhand derer die weitere Entwicklung geplant werden kann. 6. Risikobericht Grundsätzlich können direkte oder indirekte Folgen im Bereich des allgemeinen Lebensrisikos wie beispielsweise Naturkatastrophen, Pandemien, bewaffnete Konflikte oder höhere Gewalt und daraus resultierende Schäden nur eingeschränkt vorhergesehen werden. Es werden dennoch Maßnahmen ergriffen, um die entsprechenden Schäden teilweise vorab zu versichern. Weder der weiterhin anhaltende Krieg in der Ukraine noch andere geopolitische Unruhen hatten im Geschäftsjahr wesentliche unmittelbaren Auswirkungen auf Motatos, da wir keine Vermögenswerte in Russland, Belarus und der Ukraine besitzen. Während es keine direkten Auswirkungen des Kriegs auf die wirtschaftliche Lage von Motatos insgesamt gibt, ergeben sich weiterhin indirekte Effekte. So hat das Unternehmen zwar keine wesentlichen Lieferanten in den betroffenen Ländern, verzeichnete jedoch inflationsbedingt gestiegene Logistik- und Energieaufwendungen sowie einen Anstieg der Beschaffungskosten. Gesteigerte Kosten in den Zulieferketten unserer Hersteller spiegeln sich auch in unseren Bezugspreisen wider. Teilweise können die Preissteigerungen aber an unsere Kunden weitergegeben werden. Insgesamt sind die direkten und indirekten Auswirkungen des Ukrainekriegs - selbst bei noch länger andauerndem Kriegsgeschehen - auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft derzeit nicht wesentlich und werden es unserer Einschätzung nach auch nicht werden. Als unternehmensspezifische Risiken wurden die folgenden identifiziert: Ein Risiko ist weitere Konkurrenz, die das Wachstum teurer macht - insbesondere in Bezug auf die sogenannten Customer Acquisition Costs (Kosten, die anfallen, um einen Kunden für den Kauf eines Produkts zu gewinnen) und Customer Retention Costs (Kosten, die anfallen, um bestehende Kunden nicht zu verlieren). Allerdings stufen wir dieses Risiko als niedrig ein, da unser Geschäftsmodell hohe Markteintrittsbarrieren innehat. Motatos hat sich bereits sehr gut bei vielen bekannten Lebensmittelherstellern positioniert und besitzt ein Lieferantennetzwerk von über 650 Partnern, mit denen man vertrauensvoll zusammenarbeitet. Wir halten es für nicht wahrscheinlich, dass ein weiterer Marktteilnehmer es schafft in kurzer Zeit ähnliche Preise zu zahlen und die Umschlagsfrequenz auf das Motatos Niveau zu heben, sodass wir momentan weder kurz- noch langfristig Anzeichen dafür sehen Marktanteile aufgrund von neuen Wettbewerbern verlieren zu können. Da Motatos Überproduktion von anderen Lebensmittelherstellern aufkauft, sind wir direkt von der "Fehlplanung" unserer Lieferanten abhängig. Dementsprechend führen eine verbesserte Planung und genauere Prognosen unserer Lieferanten zu verknappten Kaufmöglichkeiten für uns. Allerdings hat die Historie gezeigt, dass es regelmäßig Überproduktionen gibt. Da wir auch nicht festgelegt sind auf bestimmte Produkte, finden wir in der Regel stets auch Produkte, die wir gut in unser Sortiment aufnehmen können. Zudem besitzen wir ein großes Netzwerk an Partnern, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, Über- oder fehlerhafte Produktionen finden und erwerben zu können. Ein weiteres Risiko in diesem Zusammenhang ist eine mögliche politische Regulatorik, die Überbestände verbietet, wodurch die Produktion bei Lebensmittelherstellern zurückgefahren werden könnte, allerdings gibt es momentan keine konkreten Anzeichen, dass solch eine Regelung kurz-, bzw. mittelfristig tatsächlich umgesetzt werden wird. Die Motatos GmbH unterliegt in finanzwirtschaftlicher Hinsicht einem Liquiditätsrisiko, das aus der Tatsache entspringt, dass sich die Gesellschaft nach ihrer Gründung im Jahr 2019 weiterhin in ihrer Aufbauphase befindet. Infolgedessen war die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 trotz der erfolgten Darlehensrückführungen auf die finanzielle Unterstützung durch die Muttergesellschaft, der Matsmart in Scandinavia AB, angewiesen bzw. wird dies auch in der Zukunft sein. Die Matsmart in Scandinavia AB hat gegenüber der Motatos GmbH mit Datum vom 17. August 2023 zur Sicherung des zukünftigen Liquiditätsbedarfs, der sich aus dem Umfang der geplanten, zukünftigen Geschäftstätigkeit ergibt, eine harte Patronatserklärung ausgegeben, um die fortlaufende Zahlungsfähigkeit der Motatos GmbH gewährleisten zu können. Die der Höhe nach unlimitierte Patronatserklärung kann frühestens mit Ablauf des 30. September 2025 gekündigt werden. Wir gehen davon aus, dass die Gesellschaft auch danach noch auf die finanzielle Unterstützung der obersten Muttergesellschaft angewiesen sein wird. Ohne die Aufrechterhaltung dieser finanziellen Unterstützung der obersten Muttergesellschaft wäre die Gesellschaft in ihrem Fortbestand gefährdet (bestandsgefährdendes Risiko). Wir analysieren unsere Risiken mindestens quartalsweise und erarbeiten dahingehend auch potenzielle Strategien aus, um die Risiken nicht zur Entfaltung für die Motatos GmbH kommen zu lassen bzw. zeitnah lindern und entschärfen zu können. 7. Chancenbericht Der Inflationsdruck ist etwas geringer als im Vorjahr, aber Lebensmittelpreise bleiben auf überdurchschnittlich hohem Niveau. Dies begünstigt weiterhin die Nachfrage nach günstigen Lebensmitteln und zieht preissensible Kunden an. In der Schnittmenge Nachhaltigkeit und Preissensibilität ist Motatos einzigartig positioniert. Zum Jahresende 2023 betrug die gestützte Markenbekanntheit von Motatos 18%. Investitionen in TV-Marketing im Jahr 2024 sollten es ermöglichen die Markenbekanntheit auf bis zu 40% zu steigern. Hieraus ergibt sich zusätzliches Potential für starkes Wachstum. Das etablierte Lieferantennetzwerk gibt uns mehr Zugriff auf Near- und Nonfood Sortimente, womit sich weitere zusätzliche Wachstumsfelder ergeben. Obwohl sich der E-Commerce Handel in den letzten beiden Jahren nur seitwärts bewegen konnte, zeigt die FMCG-Branche ("Fast Moving Consumer Goods") ein schnelleres Wachstum im Online-Bereich verglichen mit dem stationären Handel. Es wird auch für die Zukunft eine weitere Verschiebung der Umsatzanteile zugunsten des Onlinehandels erwartet. Motatos hat bereits eine ausreichende Bekanntheit, um von diesen Verschiebungen organisch zu profitieren. 8. Prognosebericht Motatos besitzt einen detaillierten Geschäftsplan, anhand dessen die zukünftige Entwicklung des Geschäfts modelliert wird. Motatos nutzt dabei Kohortenanalysen. Durch Iteration zwischen Plan- und Ist-Zahlen werden die Analysen stetig verbessert und bei Bedarf angepasst. Deutschland gilt für die Motatos-Gruppe als Wachstums- und Fokusmarkt. Für das Jahr 2024 werden Umsatzerlöse von 39 Mio. EUR erwartet. Dafür werden Investitionen insbesondere in das Marketing und den Ausbau des Sortiments getätigt. Das erwartete Umsatzwachstum von 37% soll insbesondere durch Marketinginvestitionen im TV-Umfeld unterstützt werden. Überdies wird für das Geschäftsjahr 2024 eine durchschnittliche Mitarbeiteranzahl von 22 veranschlagt. Zur Erhöhung der Profitabilität ist eine Investition für die effizientere Abwicklung im zentralen Warehouse geplant. Dadurch sollen die jeweiligen Prozesse zu einem hohen Grad automatisiert werden. Wir danken hiermit allen unseren Mitarbeitern, die auch im Jahr 2023 ihre Leistungsfähigkeit und ihr Durchhaltevermögen unter Beweis gestellt haben. Zudem möchten wir uns bei unseren Partnern, Anteilseignern und Lieferanten für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken.
Berlin, 3. Juli 2024 Alexander Holzknecht, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Motatos GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Motatos GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Motatos GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe in Abschnitt "II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang sowie die Angabe in Abschnitt "6. Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Matsmart in Scandinavia AB gegenüber der Motatos GmbH mit Datum vom 17. August 2023 zur Sicherung des zukünftigen Liquiditätsbedarfs, der sich aus dem Umfang der geplanten, zukünftigen Geschäftstätigkeit ergibt, eine harte Patronatserklärung ausgegeben hat, um die fortlaufende Zahlungsfähigkeit der Motatos GmbH gewährleisten zu können. Die der Höhe nach unlimitierte Patronatserklärung kann frühestens mit Ablauf des 30. September 2025 gekündigt werden. Die gesetzlichen Vertreter der Motatos GmbH gehen davon aus, dass die Gesellschaft auch danach noch auf die finanzielle Unterstützung der obersten Muttergesellschaft angewiesen sein wird und weist drauf hin, dass ohne die Aufrechterhaltung dieser finanziellen Unterstützung der obersten Muttergesellschaft die Gesellschaft in ihrem Fortbestand gefährdet wäre. Wie in der Angabe in Abschnitt "II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang sowie in der Angabe in Abschnitt "6. Risikobericht" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 3. Juli 2024 Grant
Thornton AG
Ulf Kellerhoff, Wirtschaftsprüfer Yannick Jaretzke, Wirtschaftsprüfer
Berlin 7/4/2024 Matsmart in Scandinavia AB durch Alexander Holzknecht, CEO, Motatos GmbH |
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