Bossard Aerospace Germany GmbH

Kapellenstraße 9, 85622 Feldkirchen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 261882
Vorher
Boysen GmbH
Eingetragen
22.12.2020
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Entwicklung, Produktion und Vertrieb sowie Handel mit Flugzeugelementen; Halten und Verwalten von Beteiligungen an anderen Unternehmen -welcher Rechtsform auch immer, sei es im Inland, sei es im Ausland-; Erbringung von Management-Dienstleistungen für vorstehend genannten Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Frank Dr. Hilgers
seit 11.5.2021
Geschäftsführer
Andreas Obermeier
seit 22.12.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Bossard Group AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bossard Beteiligungs GmbH
Germany
1.050.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bossard Aerospace Germany GmbH (vormals: Boysen GmbH)

Feldkirchen (vormals: München)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1 Allgemeine Angaben

Die Firma Bossard Aerospace Germany GmbH, München ist mit 65 Mitarbeitern (2023) am Hauptsitz Feldkirchen und in der Zweigniederlassung Hamburg geschätzter Partner der Luft- und Raumfahrtindustrie und handelt Verbindungsteile mit Kunden in den Bereichen der namhaften Luftfahrthersteller, OEMs, Airlines und Reparaturbetriebe.

Die Bossard Aerospace Germany GmbH (nachfolgend Bossard Aerospace) wurde mit Gesellschafterversammlung vom 18.10.2023 und Handelsregistereintragung vom 03.11.2023 von der Boysen GmbH in die Bossard Aerospace Germany GmbH umbenannt. Ebenso wurde der Sitz vom Stahlgruberring 49, 81829 München in die Kapellenstr. 9, 85622 Feldkirchen verlegt.

Die alleinige Gesellschafterin der Bossard Aerospace ist die Bossard Beteiligungs GmbH, Illerrieden.

1.1 Geschäftsmodell

Als Spezialist für Verbindungstechnik in der Luft- und Raumfahrt bietet das Unternehmen Bossard Aerospace hochwertige Einzelkomponenten und kundenspezifische Lösungen für Anwendungen der folgenden Kundengruppen weltweit an:

OEMs (Original Equipment Manufacturers) - Klassische Flugzeugbauer wie Airbus sowie deren Zulieferer (First Tier und Second Tier Supplier)

Airlines - Fluggesellschaften, welche Line-Maintenance, also kleinere Reparaturen, durchführen

MRO (Maintenance, Repair, Overhaul) - Reparaturwerften, welche Heavy-Maintenance, also größere Reparaturen, durchführen

Ebenso werden andere Distributoren in selbigen Geschäftsbereichen beliefert.

Das Unternehmen gehört zur Bossard Gruppe als Anbieter von intelligenten Lösungen für industrielle Verbindungstechnik.

Die Kompetenzen von Bossard Aerospace, wie zum Beispiel die Kundennähe sowie die Expertise im Luftfahrtbereich, ergänzen das Bossard Portfolio. Andererseits ergänzen die Kompetenzen von Bossard, insbesondere im Bereich der Dienstleistungen im Supply Chain Management, das Portfolio von Bossard Aerospace. Die sich daraus ergebenden Synergieeffekte nutzt Bossard Aerospace, um sich stärker im Markt der Luftfahrtverbindungselemente zu positionieren.

1.2 Ziele und Strategien

Bossard Aerospace möchte weiterhin der Ansprechpartner für kundennahe Lösungen im Bereich Verbindungstechnologie in der Luft- und Raumfahrt sein. Zusätzlich zu zeitgerechter Lieferung, hoher Qualität sowie einer wettbewerbsfähigen Preispolitik möchte sich Bossard Aerospace mit dem Hintergrund der Service-Provider-Mentalität von Bossard von der Konkurrenz abgrenzen.

Das interne Steuerungssystem besteht im Bereich der Planung aus den jährlich zu erstellenden Budgets (einschließlich der Monatsbudgets). Im Rahmen der monatlich erstellten Berichterstattung werden den realisierten Werten die Planwerte aus den Monatsbudgets gegenübergestellt und etwaige Abweichungen analysiert.

Ebenso liegt ein großes Augenmerk auf dem Vorjahresvergleich. Größere Abweichungen, welche nicht dem Geschäftsverlauf entsprechen, werden analysiert und entsprechende Maßnahmen ergriffen.

1.3 Forschung und Entwicklung

Im Unternehmen werden keine Forschung- und Entwicklungsarbeiten verfolgt.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Sachverständigenrat nahm im Rahmen seines Jahresgutachtens 2023/24 zur gesamt-wirtschaftlichen Lage Stellung. "Gegenüber dem Vorjahr dürfte die Wirtschaftsleistung im aktuellen Jahr schrumpfen und im kommenden Jahr deutlich langsamer wachsen als in den 2010er-Jahren. Die aktuelle Entwicklung ist angesichts der im vergangenen Jahr stark gestiegenen Energiepreise und des hohen Anteils der energieintensiven Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung nicht überraschend. Die im Jahresgutachten präsentierte Mittel- und Langfristprojektion des deutschen Produktionspotenzials, unabhängig von der aktuellen konjunkturellen Schwäche, deutet auf deutliche Wachstumshemmnisse für die kommenden Jahrzehnte hin." 1

"Erstens ist absehbar, dass durch die demografische Alterung der Anteil der 20- bis 64-Jährigen an der Gesamtbevölkerung sinken wird und das inländische Arbeitsvolumen zurückgeht.

Zweitens sind das Produktivitätswachstum und das Wachstum des Kapitalstocks, aber auch der Modernitätsgrad des Kapitalstocks, seit Jahrzehnten rückläufig. Dies spiegelt sich in den niedrigen und gesunkenen Gründungsraten und der geringen Verfügbarkeit von Wagniskapital für junge Wachstumsunternehmen wider.

Deutschland droht somit eine Alterung nicht nur seiner Bevölkerung, sondern auch seiner industriellen Basis." 2

Die Herausforderungen, Ziele und Maßnahmen werden mit: "Wachstumsschwäche überwinden - In die Zukunft investieren" 3 zusammengefasst.

"Schwaches Potentialwachstum

Innovation stärken

Arbeitsvolumen ausweiten

Investitionsanreize setzen" 4

"Fragmentierte und wenig liquide Kapitalmärkte

Kapitalmarktfinanzierung der Unternehmen stärken

Haushalte vermehrt am Kapitalmarkt beteiligen

Grenzüberschreitende Investitionen vereinfachen" 5

1 Pressemitteilung Sachverständigenrat Jahresgutachten 2023/ 24 vom 08.11.2023

2 Pressemitteilung Sachverständigenrat Jahresgutachten 2023/ 24 vom 08.11.2023

3 Pressemitteilung Sachverständigenrat Jahresgutachten 2023/ 24 vom 08.11.2023

4 Pressemitteilung Sachverständigenrat Jahresgutachten 2023/ 24 vom 08.11.2023

"Steigende Armutsgefährdung und stagnierende untere Einkommen

Bessere Armutsprävention und Erwerbsanreize in der Grundsicherung

Erwerbsanreize und Erwerbsmöglichkeiten verbessern

Klima- und Krisenpolitik sozial ausgestalten" 6

"Steigender Finanzierungsbedarf der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV)

Finanzierung der GRV langfristig stabilisieren

Kurzfristig wirksame Reformelemente ergänzen, soziale Härten berücksichtigen

Strukturelle Reformen angehen" 7

"Rückständige Forschungsdateninfrastruktur in Deutschland

Rahmenbedingungen der amtlichen Statistik verbessern

Höhere Datenverfügbarkeit und besserer Datenzugang" 8

Konjunktureller Ausblick 9

BIP in Deutschland und im Euro-Raum 10

5 Pressemitteilung Sachverständigenrat Jahresgutachten 2023/ 24 vom 08.11.2023

6 Pressemitteilung Sachverständigenrat Jahresgutachten 2023/ 24 vom 08.11.2023

7 Pressemitteilung Sachverständigenrat Jahresgutachten 2023/ 24 vom 08.11.2023

8 Pressemitteilung Sachverständigenrat Jahresgutachten 2023/ 24 vom 08.11.2023

9 Pressemitteilung Sachverständigenrat Jahresgutachten 2023/ 24 vom 08.11.2023

10 Pressemitteilung Sachverständigenrat Jahresgutachten 2023/ 24 vom 08.11.2023

Jahr Reales BIP Prognose JG 2022 Prognose März 2023 Prognose JG 2023 Reales BIP
(Veränderung zum Vorjahr in %) (Deutschland) (Veränderung zum Vorjahr in %) (Deutschland) (Veränderung zum Vorjahr in %) (Deutschland) (Veränderung zum Vorjahr in %) (Deutschland) (Veränderung zum Vorjahr in %) (Euro-Raum 2 )
2018 1 1,8
2019 1,1 1,6
2020 -3,8 -6,1
2021 3,2 6
2022 1,8 1,7 3,5
2023 -0,2 0,2 -0,4
2024 1,3 0,7
Jahr Prognose JG 2022 Prognose März 2023 Prognose JG 2023
(Veränderung zum Vorjahr in %) (Euro-Raum 2 ) (Veränderung zum Vorjahr in %) (Euro-Raum 2 ) (Veränderung zum Vorjahr in %) (Euro-Raum 2 )
2018
2019
2020
2021
2022 3,3
2023 0,3 0,9 0,6
2024 1,5 1,1

Titel: BIP in Deutschland und im Euro-Raum

1 - Prognose des Sachverständigenrates.

2 - Werte basieren auf saison- und kalenderbereinigten Quartalswerten. Prognose JG 2022 ohne Kroatien.

Quellen: Eurostat, Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen

© Sachverständigenrat |
23-485-01-1

Verbraucherpreisindex in Deutschland 11

Quartal Kerninflation 3 Nahrungsmittel Energie Inflationsrate Langfristiger Durchschnitt 4
(Prozentpunkte bzw. %) (Wachstumsbeiträge in Prozentpunkten) (Prozentpunkte bzw. %) (Wachstumsbeiträge in Prozentpunkten) (Prozentpunkte bzw. %) (Wachstumsbeiträge in Prozentpunkten) (Prozentpunkte bzw. %) (Veränderung zum Vorjahresquartal in %) (Prozentpunkte bzw. %) (Veränderung zum Vorjahresquartal in %)
2018-Q1 1,1 0,2 0 1,3 1,7
2018-Q2 1,1 0,3 0,3 1,8 1,7
2018-Q3 1,2 0,3 0,5 2 1,7
2018-Q4 1,3 0,2 0,6 2 1,7
2019-Q1 1,1 0,1 0,2 1,5 1,7
2019-Q2 1,3 0,1 0,3 1,6 1,7
2019-Q3 1,1 0,2 0 1,4 1,7
2019-Q4 1,2 0,2 -0,1 1,2 1,7
2020-Q1 1,1 0,3 0,1 1,6 1,7
2020-Q2 0,9 0,5 -0,5 0,8 1,7
2020-Q3 0,3 0,1 -0,4 0 1,7
2020-Q4 0,3 0,1 -0,5 -0,1 1,7
2021-Q1 1,2 0,2 0,1 1,5 1,7
2021-Q2 1,3 0,1 0,7 2,2 1,7
2021-Q3 2,5 0,5 1 3,9 1,7
2021-Q4 2,8 0,5 1,4 4,7 1,7
2022-Q1 2,3 0,6 1,9 4,8 1,7
2022-Q2 3 1,1 2,5 6,6 1,7
2022-Q3 3,2 1,7 2,3 7,2 1,7
2022-Q4 4,2 2,1 2,1 8,4 1,7
2023-Q1 4,7 2,3 1,1 8,1 1,7
2023-Q2 4,6 1,6 0,3 6,5 1,7
2023-Q3 4,2 1 0,4 5,5 1,7
2023-Q4 3,4 0,5 0,2 4,2 1,7
2024-Q1 3 0,2 0,1 3,3 1,7
2024-Q2 2,7 0,2 0 2,9 1,7
2024-Q3 2,6 0,2 -0,2 2,6 1,7
2024-Q4 2,4 0,1 -0,3 2,3 1,7

11 Pressemitteilung Sachverständigenrat Jahresgutachten 2023/ 24 vom 08.11.2023

Titel: Verbraucherpreisindex in Deutschland1

1 - Basierend auf saison- und kalenderbereinigten Daten.

2 - Prognose des Sachverständigenrates.

3 Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie.

4 - Durchschnitt über den Zeitraum von 1999 bis 2022.

Quellen: Deutsche Bundesbank, Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen

© Sachverständigenrat | 23-485-01-2

Aktuelle Entwicklungen

Die durch die Corona-Pandemie beeinflussten Schwierigkeiten in der Branche sind weitestgehend überwunden und es zeigte sich im Geschäftsjahr 2023 eine deutliche Erholung. Die Reisekilometer pro Passagier erreichten wieder 94,1% des Wertes aus 2019, wohingegen diese Entwicklung in 2022 noch bei 68,7% lag. 12 Somit ist eine deutliche Verbesserung seit den durch Corona beeinflussten Jahren sichtbar. Der Luftfahrt-Verband IATA geht mit Meldung vom 31.01.2024 davon aus, dass sich das Passagieraufkommen 2024 wieder auf dem Niveau von vor Corona befinden wird. 13

2.2 Geschäftsverlauf

Nach Corona-bedingt angeschlagenen Jahren und einem erstarktem Geschäftsjahr 2022 ging der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 leicht zurück. Dies lag in erster Linie an einer Trennung von einem weniger profitablen Kunden. Der Umsatz sank sich im Geschäftsjahr 2023 um rund 3% gegenüber Vorjahreszeitraum. Aus demselbem Grund sank der Auftragseingang um 2% im Vergleich zum Vorjahr.

12 IATA Air Passenger Market Analysis - December 2023 vom 31.01.2024

13 IATA Global Air Travel Demand Continued Its Bounce Back in 2023 vom 31.01.2024

Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2023 untertrafen damit das Budget um rund 7%.

Der Operating Profit (Jahresüberschuss vor Steuern, Zinsaufwendungen, Zinserträgen, Aufwendungen und Erträgen aus der Währungsumrechnung) untertraf das Budget um rund 1%, was in erster Linie auf die Abwertung der Lagerbestände zurückzuführen ist.

Insgesamt beurteilt die Gesellschaft das Geschäftsjahr als dennoch als zufriedenstellend.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Auszug aus der Gewinn- und Verlustrechnung

in T€ 01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Umsatzerlöse 26.447 27.366
Ergebnis nach Steuern 3.153 4.325

Der Umsatzrückgang von rund 3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultierte aus der Trennung von einem weniger profitablen Kunden. Weiterhin profitierte die Gesellschaft aus vermehrten Flugbewegungen und dem daraus folgenden erhöhten Wartungsbedarf sowie einer Erhöhung der Produktionstätigkeit der Herstellerbetriebe mit einer Rückkehr zur Normalität nach der Corona-Pandemie. Die Bruttomarge (Umsatzerlöse-Materialaufwand / Umsatzerlöse) verminderte sich um 1,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr 2022 aufgrund erhöhter Abschreibungen auf den Warenbestand. Positiv gegenläufig waren erhöhte Margen aus dem Warenverkauf.

Die Personalaufwendungen sanken im Vergleich zum Vorjahr um rund 3% insbesondere aufgrund des Wegfalls von Rückstellungen für Abfindungen.

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl hat sich von 54,75 im Vorjahr auf 65,25 erhöht. Grund dafür waren übliche Personalbewegungen sowie eine Stärkung des Vertriebsteams.

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus realisierten Wechselkursgewinnen (246 T€) und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (128 T€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Berichtszeitraum bei 2.917 T€. Diese entfallen im Wesentlichen auf Miete und Raumkosten (477 T€), Kosten der Warenabgabe (246 T€), Kosten der Versicherungen und Beiträge (182 T€), KFZ-Kosten (174 T€), sowie Werbe- und Reisekosten (406 T€) und Wechselkursverlusten (471 T€).

Das Jahresergebnis liegt im Wesentlichen bedingt durch die zuvor beschriebenen Effekte im Berichtszeitraum bei 3.153 T€ (Vorjahr: 4.325 T€).

2.3.2 Finanz- und Vermögenslage

Die Finanzlage und Liquidität der Firma sind weiterhin als gut zu bezeichnen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten lagen zum Stichtag 31. Dezember 2023 bei 2.079 T€ (Vorjahr 2.351 T€).

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 9% von 29.211 T€ am 31. Dezember 2022 auf 31.862 T€ am 31. Dezember 2023 aus folgend aufgeführten Gründen:

Das Anlagevermögen von Bossard Aerospace betrug zum Stichtag 31. Dezember 2023 1.071 T€ nach 496 T€ zum 31. Dezember 2022. Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in Höhe von 723 T€ vorgenommen. Diese resultieren aus Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung, insbesondere für das neue Büro und Lager.

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 stieg das Umlaufvermögen der Bossard Aerospace von 28.593 T€ in der Vorperiode auf 30.658 T€. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken aufgrund der Umsatzrückgänge im Geschäftsjahr um 731 T€. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen stiegen von 68 T€ auf 76 T€. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sanken von 2.351 T€ auf 2.079 T€. Zudem wurden Darlehen von 4.593 T€ an verbundene Unternehmen vergeben (Vorjahr 3.469 T€).

Die Eigenkapitalquote ist von 88,0% im Vorjahr auf 90,6% gestiegen. Parallel hierzu hat sich die Fremdkapitalquote von 12,0% auf 9,4% vermindert. Die sonstigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2023 mit 1.615 T€ haben sich zu den Vorjahreswerten mit 1.949 T€ vermindert. Dies resultierte insbesondere aus verbrauchten Rückstellungen für Abfindungen.

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 sanken die Verbindlichkeiten der Bossard Aerospace von 1.483 T€ in der Vorperiode auf 1.234 T€. Wesentlich verantwortlich hierfür war der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des reduzierten Bestellaufkommens, begründet auch durch niedrigere Umsatzerlöse als in der Vorperiode.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmensstrategie und die daraus resultierenden Ziele werden von der Bossard Aerospace Geschäftsführung in Abstimmung mit der Bossard AG festgelegt. In regelmäßigen Sitzungen gemeinsam mit den Führungskräften sowie den Area Managern erfolgt die Überprüfung der Erreichung und Weiterentwicklung der Ziele.

Zur Steuerung des Unternehmens setzen wir wesentliche Finanzkennzahlen wie Umsatz, Bruttomarge sowie Operating Profit (Jahresüberschuss vor Steuern, Zinsaufwendungen, Zinserträgen, Aufwendungen und Erträgen aus der Währungsumrechnung) ein. Diese Kennzahlen werden im Zuge von institutionalisierten, monatlich erstellten Reports an die Geschäftsführung berichtet.

Vorjahresvergleich

in T€ 01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Umsatzerlöse 26.447 27.366
Bruttomarge mit Dritten 47,2% 43,9%
Operating Profit 3.338 4.195

Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2023 unterschritten das Budget von 28.300 T€ um rund 7% aufgrund der genannten Trennung von einem weniger profitablen Kunden und einem verhalteneren Bestellverhalten der Kunden als antizipiert.

Die Marge mit Dritten überstieg das Budget von 44,0% um 3,2 Prozentpunkte.

Der Operating Profit unterschritt das Budget um rund 1%, was in erster Linie auf die geringeren Umsätze und eine erhöhte Abwertung der Lagerbestände zurückzuführen ist. Gegenläufig positiv auf den Operating Profit wirkte die Marge in Prozent mit Dritten ein.

Somit beurteilt die Gesellschaft das Geschäftsjahr als zufriedenstellend.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikomanagement

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der Bossard eingebunden. Geschäftsübliche Chancen und Risiken werden im Rahmen eines monatlichen Berichtswesens erfasst, bewertet, analysiert und der Geschäftsführung vorgelegt. Auch findet im Rahmen des Konzernberichtswesens eine monatliche Analyse signifikanter Abweichungen zwischen aktuellen und erwarteten Ergebnissen statt.

3.2 Chancen

Unverändert zum Vorjahr bestehen folgende Chancen:

Bossard Aerospace verfügt über eine diversifizierte Kundenstruktur und ein breites Produktportfolio. Diese Chance ist besonders hoch zu bewerten, da dadurch auch in der Vergangenheit die größten Schwierigkeiten durch beispielsweise die Corona-Pandemie abgewendet werden konnten.

Durch die Konzentration auf direkten Kundenkontakt werden wir weiterhin die Betreuung des Kundenstammes verbessern, Neukunden gewinnen und somit mittel- bis längerfristig weitere Umsatzsteigerungen erzielen. Im Zusammenhang mit einem sich konsolidieren Markt und entsprechend größer und unpersönlicher werdender Konkurrenten, sehen wir dies als große Chance. Auch die mit den Zusammenschlüssen der Konkurrenz einhergehende Verkleinerung der Risikostreuung in der Supply Chain unserer Kunden ist als positiv für Bossard Aerospace zu bewerten.

Zudem ist Bossard Aerospace weiterhin der Ansprechpartner für kundennahe Lösungen im Bereich Verbindungstechnologie in der Luft- und Raumfahrt. Hierzu werden insbesondere das Business Development, der Vertrieb und das Marketing weiter ausgebaut. Dieser Weg wird unter dem Dach der Bossard AG weiterhin verfolgt. Die Chance aus Bestandslösungen sowie neu eingebrachter Lösungen durch Bossard wird derzeit auf mittelhoch eingeschätzt, wird sich mittelfristig aber noch erhöhen.

Als Chance sehen wir auch die direkte Verbindung unserer Gesellschaft mit der Marke und dem weltweiten Netzwerk von Bossard, dem man nun auch mit einem Namenswechsel von Boysen in Bossard Aerospace Rechnung trägt. Auch diese Chance bewertet Bossard Aerospace als mittelhoch.

Durch Umzug des Büros und insbesondere des Lagers in neue, moderne, sowie größere Räumlichkeiten sind wir weiterem Wachstum, sowie geplanten Effektivitätssteigerungen gerüstet. Wir bewerten auch diese Chance als mittelhoch.

Insgesamt schätzt die Gesellschaft die Chancenlage als sehr positiv ein.

3.3 Risiken

Die Risikolage des Unternehmens hat sich nicht grundlegend zum Vorjahr verändert. Die folgenden Risiken sind in absteigender Rangordnung aufgelistet.

Einhergehenden Steigerungen der Rohmaterialkosten und steigenden Lieferzeiten begegnet die Gesellschaft mit strategischer Bevorratung und Reichweitenanalyse sowie enger Abstimmung mit Lieferanten und Kunden. Durch den geringen Anteil des Rohmaterials am Preis unserer Handelsware schätzen wir dieses Risiko als gering ein. Ebenso schätzen wir steigende Lieferzeiten als gering bis mittelhoch ein, da dies auch die Konkurrenz von Bossard Aerospace betrifft. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist hoch, jedoch mit einem niedrig zu erwartenden Schaden.

Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie sind mittlerweile zu vernachlässigen - in vielen Ländern liegt der Luftverkehr bereits über dem Niveau vor Corona. Insbesondere in Deutschland hat die Erhöhung von europaweiten Steuern und Gebühren in der Luftfahrt die vollständige Erholung der Branche verhindert. 14 Durch die internationale Aufstellung der Bossard Aerospace schätzt die Gesellschaft dieses Risiko allerdings als gering ein, wobei sich die Auswirkung mittelgroß entwickeln kann.

Nach sorgfältiger Überprüfung aller wesentlichen internen und externen Risikofaktoren schließt die Geschäftsleitung unternehmensgefährdende Umstände derzeit aus. Allen auftretenden Risiken begegnet die Geschäftsführung mit regelmäßigen Abstimmungen mit Einkauf, den Vertriebsteams, der Finanzabteilung und Innendienst. Ziel ist die aktive Steuerung der beeinflussbaren Größen im Unternehmen und eine weiterhin aktive Marktbearbeitung, um Chancen in der sich mittlerweile deutlich abschwächenden Krise zu identifizieren und für das Unternehmen nutzbar zu machen.

3.3.1 IT

Unberechtigte Datenzugriffe, Datenmissbräuche oder Systemausfälle können erhebliche Störungen im betrieblichen Ablauf verursachen. Um dies zu verhindern, werden technische Maßnahmen wie Zugriffsberechtigung, Virenscanner, Firewall- und Backup-Systeme eingesetzt. Unsere IT-Systeme werden fortlaufend überprüft und den aktuellen Anforderungen angepasst. Es besteht ein Notfallkonzept mit täglichen Sicherungskopien und Spiegelung der Daten. Das Risiko von Phishing etc. ist generell als hoch einzustufen, mit einer für Bossard Aerospace niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Schadenshöhe bei Eintritt ist niedrig.

14 Handelsblatt, "Fliegen wird deutschlandweit immer teurer" vom 17.04.2024

3.3.2 Absatzrisiko

Unser Geschäftsumfeld wird durch die regionale und weltweite Konjunktur beeinflusst. Daraus können sich auf den Absatzmärkten hohe Preis- und Mengenschwankungen ergeben. Deshalb analysieren wir intensiv die wirtschaftliche Entwicklung, um die Absatzrisiken möglichst gering zu halten. Wir begegnen diesem Risiko mit einem breiten Produktsortiment und einem Kundenportfolio, das verschiedenste Bereiche der Luft- und Raumfahrt sowie Weltregionen umfasst. Das Risiko sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet Bossard Aerospace als mittelgroß, wobei die Auswirkung aufgrund der breiten Streuung als gering einzuschätzen ist.

3.3.3 Qualität

Die Qualitätsstandards in der Flugzeugbranche sind sehr hoch. Diese Anforderungen erfüllt Bossard Aerospace zur vollen Zufriedenheit seiner Kunden, was sich im internen Indikator "Güte der Auslieferungen" (Anzahl berechtigter Reklamationen zu ausgelieferten Positionen) widerspiegelt. Dieser beträgt für das Kalenderjahr 2022 0,18% (Kalenderjahr 2022: 0,32%). Somit konnte das Ziel von 0,3% erreicht werden.

Außerdem werden von Seiten der Abteilung Qualitätssicherung weitere Kennzahlen und Auswertungen wie z.B. Lieferantenbewertung, Fehlerursachenanalyse und On Time Delivery verfolgt, die dem Unternehmen ermöglichen, zeitnah Trends zu erkennen und rechtzeitig gezielt Maßnahmen zu ergreifen.

Bossard Aerospace wird von der unabhängigen Zertifizierungsstelle SGS jährlich auditiert. Die in der Vergangenheit durchgeführten Überwachungs- und Rezertifizierungsaudits ergaben keine wesentlichen Beanstandungen. Somit wurde die Konformität des Qualitätsmanagementsystems mit den Anforderungen des für Bossard Aerospace gültigen internationalen Standards EN 9120 erneut bestätigt.

Generell kann für die Risiken aus der Qualität unserer Ware das Risiko, die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die potentielle Schadenshöhe als gering eingestuft werden.

3.4 Prognose

Aufgrund guter Zukunftsprognosen und steigender Produktionsraten bei den Herstellern von Luftfahrzeugen sowie einer bereits guten Auftragslage und interner Umstrukturierungen innerhalb der Bossard Aerospace Gruppe mit Standorten Deutschland, Schweiz und USA, speziell die Übernahme der Logistik von Bossard Aerospace Schweiz, rechnen wir für den Moment mit einer Umsatzsteigerung für das Geschäftsjahr 2024 im niedrigen zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr. Auf der Beschaffungsseite macht sich die Steigerung der Inflationsrate durch gestiegene Beschaffungspreisen bemerkbar. Wir gehen auch weiterhin davon aus, dass unsere Lieferanten die von uns benötigten und georderten Mengen zeitgerecht liefern können. Allerdings bleibt der Beschaffungsmarkt wegen Rohstoffknappheit und einem hohen Konkurrenzdruck sehr angespannt. Dem begegnen wir mit Preiserhöhungen auf Kundenseite sowie einer detaillierten Reichweitenanalyse.

Mit dem wirtschaftlichen Umfeld und der Gesamtheit der ergriffenen Maßnahmen erwarten wir einen Anstieg beim Operating Profit im mittleren zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr. Die Auftragslage zeigt aktuell einen positiven Trend.

Unsicherheit und Ungewissheit im Hinblick auf den weiteren Kriegsverlauf in der Ukraine sowie im Nahen Osten, geopolitische Spannungen in Fernost, Beeinträchtigungen von Lieferketten sowie zwar mittlerweile abgeschwächte, aber dennoch weiter präsente Inflationsraten prägen die Wachstumsprognosen der Weltwirtschaft. Die Gesamtheit dieser Faktoren kann negative Auswirkungen auf Konsum- und die Investitionsbereitschaft in verschiedenen Branchen haben. Deshalb analysieren wir intensiv die wirtschaftliche Entwicklung, um resultierende Absatzrisiken möglichst gering zu halten. Wir begegnen diesen Risiken mit einem breiten Kundenportfolio sowie neuer Logistiklösungen, um Kunden an uns zu binden. Darüber hinaus betreiben wir ein aktives Kostenmanagement über alle Bereiche des Unternehmens. Maßnahmen und deren Umsetzung erfolgen immer unter Beachtung von Mitarbeiteraspekten.

Für das Jahr 2024 wird mit einem Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes von 0,7% gerechnet. Der inflationsbedingte Kaufkraftverlust, die schlechteren Finanzierungsbedingungen und die Belastung durch eine Schwäche des Außenhandels verhindern einen stärkeren Aufschwung im Jahr 2024. 15

Im Moment rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatzanstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber Vorjahr. Bei der Bruttomarge erwarten wir eine Stagnation. Beim Operating Profit erwarten wir einen Anstieg im mittleren zweistelligen Prozentbereich.

Insgesamt trifft der bisherige Geschäftsverlauf nach dem Stichtag bereits unsere Erwartungen. So gehen wir aktuell davon aus, dass das Budget erreicht wird. Eine gewisse Unsicherheit bezüglich der gesamtwirtschaftlichen Lage bleibt bestehen - hier im Besonderen Rohmaterial- und Energieknappheit mit einhergehenden Preissteigerungen und Lieferengpässen.

 

Feldkirchen, den 06. August 2024

Geschäftsführer

Kai von Buddenbrock

Dr. Frank Hilgers

15 Jahresgutachten 2023/24 des Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 1.070.437,81 496.177,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 41.612,00 42.445,00
II. Sachanlagen 1.028.825,81 453.732,00
B. Umlaufvermögen 30.658.358,89 28.593.422,77
I. Vorräte 20.672.879,40 18.894.343,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.906.215,60 7.348.538,69
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.079.263,89 2.350.541,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 133.269,30 121.444,88
Bilanzsumme, Summe Aktiva 31.862.066,00 29.211.044,65

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 28.861.140,93 25.708.425,04
I. Gezeichnetes Kapital 1.050.000,00 1.050.000,00
II. Kapitalrücklage 17.422.520,60 17.422.520,60
III. Gewinnvortrag 7.235.904,44 2.911.198,20
VI. Jahresüberschuss 3.152.715,89 4.324.706,24
B. Rückstellungen 1.766.812,63 2.019.296,75
C. Verbindlichkeiten 1.234.112,44 1.483.322,86
Bilanzsumme, Summe Passiva 31.862.066,00 29.211.044,65

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 11.785.826,41 12.565.169,29
2. Personalaufwand 5.618.426,78 5.770.465,84
a) Löhne und Gehälter 4.712.882,42 4.972.924,49
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 905.544,36 797.541,35
3. Abschreibungen 128.176,84 98.291,88
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 128.176,84 98.291,88
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.917.072,81 2.361.565,27
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 127.789,84 1.440,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.185,94 1.147,06
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 96.037,99 10.433,00
8. Ergebnis nach Steuern 3.152.715,89 4.324.706,24
9. Jahresüberschuss 3.152.715,89 4.324.706,24

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Bossard Aerospace Germany GmbH, Feldkirchen

I. Allgemeine Angaben

Die Bossard Aerospace Germany GmbH hat ihren Sitz in Feldkirchen und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 261882 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften sowie den Regelungen des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft ist auf Grund der Bilanzsumme, des Umsatzes und der Anzahl der Arbeitnehmer als "mittelgroße Kapitalgesellschaft" einzuordnen (§ 267 Abs. 2 HGB).

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

2. Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen drei und vier Jahren angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibung vermindert. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen drei und fünfzehn Jahren angesetzt. Zugänge bis Euro 250,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Zugänge mit einem Wert zwischen Euro 250,00 und Euro 1.000,00 werden entsprechend den steuerlichen Regelungen in einem Sonderposten zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte wurde unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte wurden zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt.

Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde zum Nennwert für geleistete Zahlungen, welche wirtschaftlich das Folgejahr betreffen, bilanziert.

Das Eigenkapital wurde mit dem Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken gebildet. Davon betreffen Euro 5.000,00 Archivierungsrückstellungen langfristiger Natur.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Bei einer Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten von einem Jahr oder weniger wurden die §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewendet.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagespiegel (Anlage zum Anhang).

2. Forderungen

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von Euro 13.450,00 (Vorjahr: Euro 13.450,00). Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Eigenkapital

Der Ausweis eines Bilanzgewinns im Vorjahr in Höhe von EUR 7.235.904,44 wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit und Klarheit zugunsten eines Gewinnvortrags in Höhe von EUR 2.911.198,20 und des Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 4.324.706,24 aufgegeben.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen teilen sich wie folgt auf:

Euro
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen Waren 1.005.314,88
Übrige Rückstellungen 81.842,76
Rückstellungen für Personalkosten 186.500,00
Rückstellungen für Gewährleistungen 128.000,00
Rückstellung für Kundenboni 75.100,00
Rückstellungen für Mitarbeiterboni 63.000,00
Berufsgenossenschaft/Schwerbehindertenabgabe 24.100,00
Rückstellungen für Jahresabschlusserstellung, -prüfung und Steuererklärungen 46.300,00
Rückstellung zur Erfüllung der Aufbewahrungspflicht 5.000,00
1.615.157,64

5. Verbindlichkeiten

Die vom Gesetz geforderten Angaben zu den Verbindlichkeiten lassen sich aus der nachfolgenden Übersicht entnehmen:

davon Restlaufzeiten
Gesamt unter 1 Jahr über 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Übrige Verbindlichkeiten 1.234.112,44 1.234.112,44 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.483.322,86) (1.483.322,86) (0,00) (0,00)
davon aus Steuern 65.624,01
(Vorjahr) (85.124,58)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 22.826,23
(Vorjahr) (23.237,90)
Summe 1.234.112,44 1.234.112,44 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.483.322,86) (1.483.322,86) (0,00) (0,00)

6. Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte:

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Euro 76.313,76 (Vorjahr: Euro 68.451,60).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Euro 266.455,37 (Vorjahr: Euro 6.147,00).

7. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen auf Erträge aus der Währungsumrechnung Euro 246.114,44 (Vorjahr: Euro 288.751,15). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 470.529,50 (Vorjahr: Euro 148.975,08) enthalten.

Die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von Euro 23.491,21 (Vorjahr: Euro 21.874,36).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinserträge aus der Gewährung von Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von Euro 126.411,84 (Vorjahr: Euro 1.440,00).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 682,44).

IV. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Gesamt davon im folgenden Geschäftsjahr fällig
TEUR TEUR
aus Mietverträgen 1.922 485
aus PKW-Leasingverträgen 246 86
aus übrigen Miet-/Leasingverträgen 8 3
Summe 2.176 574

2. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Die durchschnittliche Zahl von Beschäftigten setzte sich wie folgt zusammen:

2023 Vorjahr
Angestellte 62,25 51,75
Gewerbliche Arbeitnehmer 1,00 1,00
Beschäftigte Arbeitnehmer § 285 Nr. 7 HGB 63,25 527,5
Geschäftsführer 2,00 2,00
65,25 54,75

3. Namen der Geschäftsführer

Im Geschäftsjahr wurde die Geschäftsführung durch

Herr Dr. Frank Hilgers, Dr. der Naturwissenschaften, CEO Bossard Nord-/Osteuropa und

Herr Kai von Buddenbrock, Industriekaufmann (seit 13. Januar 2023)

wahrgenommen.

Unter Inanspruchnahme des § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Organbezüge gemäß § 285 Nr. 9 HGB verzichtet.

4. Sonstige Angaben

Nachtragsbericht

Nach dem Stichtag sind keine Vorgänge besonderer Bedeutung aufgetreten.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Laufe des Geschäftsjahres führte das Unternehmen die folgenden Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen durch, welche alle zu marktüblichen Konditionen stattfanden: Verkäufe und Einkäufe von Waren, Management-Dienstleistungen, Darlehen.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Bossard AG, Zug, für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss ist unter https://www.bossard.com/de-de/ueber-uns/investor-relations/jahresbericht-/ einsehbar.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.152.715,89 zuzüglich des Gewinnvortrags in Höhe von EUR 7.235.904,44 wie folgt zu verwenden:

Vortrag auf neue Rechnung.

6. Unterzeichnung des Jahresabschlusses gemäß § 245 HGB

 

Feldkirchen, den 6. August 2024

Die Geschäftsführung

gez. Dr. Frank Hilgers

gez. Kai von Buddenbrock

Anlagenspiegel

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023 Stand 01.01.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.275,25 0,00 0,00 72.275,25 69.830,25
2. geleistete Anzahlungen 40.000,00 0,00 0,00 40.000,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 112.275,25 0,00 0,00 112.275,25 69.830,25
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.001.277,98 722.816,65 262.261,42 1.461.833,21 547.545,98
Summe Sachanlagen 1.001.277,98 722.816,65 262.261,42 1.461.833,21 547.545,98
Summe Anlagevermögen 1.113.553,23 722.816,65 262.261,42 1.574.108,46 617.376,23
Abschreibungen Restbuchwerte
Geschäftsjahr Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2023 Stand 01.01.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 833,00 0,00 70.663,25 1.612,00 2.445,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 40.000,00 40.000,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 833,00 0,00 70.663,25 41.612,00 42.445,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 127.343,84 241.882,42 433.007,40 1.028.825,81 453.732,00
Summe Sachanlagen 127.343,84 241.882,42 433.007,40 1.028.825,81 453.732,00
Summe Anlagevermögen 128.176,84 241.882,42 503.670,65 1.070.437,81 496.177,00

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21. Oktober 2024 festgestellt.

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bossard Aerospace Germany GmbH (vormals: Boysen GmbH), Feldkirchen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bossard Aerospace Germany GmbH (vormals: Boysen GmbH), Feldkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bossard Aerospace Germany GmbH (vormals: Boysen GmbH), Feldkirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 6. August 2024

FALK GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Bastian Wenk, Wirtschaftsprüfer

gez. Steffen Ahrens, Wirtschaftsprüfer

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