Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 52649
Vorher
Lentjes GmbHAE & E Lentjes GmbH
Eingetragen
14.10.2005
Branche
Energetische Verwertung von AbfällenHerstellung von TurbinenHerstellung von Dampfkesseln und Kesseln zum Erzeugen von überhitztem Wasser
Gegenstand
Der Vertrieb, die Planung, Errichtung und Inbetriebnahme von Anlagen oder Komponenten auf den Gebieten der Kraftwerkstechnik und der Umwelt- und Entsorgungstechnik, insbesondere von Kraftwerken aller Art, Anlagen zur Verbrennung von Hausmüll sowie von sonstigen festen, pastösen, flüssigen und gasförmigen Abfällen, Reststoffen oder Biomassen und Anlagen der Abgasreinigung sowie die Ausführung von Dienstleistungen in diesen Bereichen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sanghyung Kang
seit 17.2.2026
Geschäftsführer
Jürgen Rasch
seit 29.12.2025
Prokura
Kisoon Park
seit 16.10.2024
Prokura
Donggil Kim
seit 15.10.2024
Geschäftsführer
Youngki Lim
seit 15.10.2024
Geschäftsführer
Philipp Stolzenburg
seit 2.9.2024
Prokura
Sergej Kembel
seit 24.10.2023
Prokura
Oguzhan Narin
seit 24.10.2023
Prokura
Kerstin Sebastian
seit 17.10.2019
Prokura
Dirk Stokvis
seit 12.7.2018
Geschäftsführer
Christian Schug
seit 9.7.2013
Prokura
Ina Metzig
seit 26.3.2013
Prokura
Ariane Teilmans
seit 30.11.2005
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Doosan Power Systems S.A.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Doosan Power Systems S.A.
Luxembourg
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Doosan Lentjes GmbH

Ratingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell

Die Doosan Lentjes GmbH (nachfolgend auch "Doosan Lentjes") ist im internationalen Anlagenbau tätig und befasst sich mit dem Vertrieb, der Planung, der Errichtung und der Inbetriebnahme von Gesamt- und/oder Teilanlagen der Energie-, Entsorgungs- und Umwelttechnik und ist dabei fallweise auch als Generalunternehmerin für die schlüsselfertige Erstellung der Anlagen tätig.

Die Doosan Lentjes GmbH gehört zum südkoreanischen Doosan Konzern. Bei größeren internationalen Projekten bietet die Gesellschaft auch gemeinsam mit der Konzerngesellschaft Doosan Enerbility Co., Ltd., Südkorea (nachfolgend auch "DE" genannt) an, die eine führende Konzerngesellschaft der Doosan-Gruppe ist.

Auf Basis eigener Technologien baut die Doosan Lentjes GmbH rostbasierte Müllverbrennungsanlagen für die umweltverträgliche Entsorgung von kommunalen Abfällen. Des Weiteren werden biomassegefeuerte Kraftwerke mit zirkulierender Wirbelschichtfeuerung realisiert. Weiterhin bietet Doosan Lentjes Klärschlammverbrennungsanlagen an. In diesem Bereich ist aufgrund aktueller gesetzlicher Bestimmungen die Nachfrage im deutschen Markt stark angestiegen. Im Bereich der Emissionsschutzanlagen liefert die Gesellschaft kalkbasierte nasse als auch trockene Rauchgasentschwefelungsanlagen sowie SCR-Entstickungsanlagen und Entstaubungsfilter vornehmlich in Ergänzung eigener Verbrennungstechnologien.

Die Gesellschaft verfügt nicht über eigene Fertigungsstätten. Von der Doosan Lentjes GmbH konzipierte Anlagenteile werden von Unterlieferanten oder von Fertigungsstätten im Doosan Konzern gefertigt und von diesen unmittelbar auf die jeweiligen Baustellen zur Montage durch von der Doosan Lentjes GmbH beauftragte Montagefirmen geliefert. Die laufende Überwachung von Fertigung und Montage erfolgt durch die Doosan Lentjes GmbH.

Doosan Lentjes GmbH bietet selektiv ebenfalls reine Ingenieurleistungen an. Kundenseitig werden zusätzlich Ingenieurdienstleistungen, wie z.B. für Machbarkeitsstudien und Planungsleistungen nachgefragt, was zu Folgeaufträgen in der o. g. Form führen kann.

1.2. Forschung und Entwicklung

Die Doosan Lentjes GmbH verfügt über zwei eigene Labore zur Durchführung experimenteller Untersuchungen, in denen Verfahrensentwicklungen und -optimierungen sowie strömungsmechanische Untersuchungen an Modellen durchgeführt werden. Zusätzlich werden mit theoretischen und rechnerischen Ansätzen Möglichkeiten zur Verbesserung von Betriebsverhalten und Betriebs- und Herstellungskosten, für die von der Doosan Lentjes GmbH angebotenen Technologien untersucht. So ist die Doosan Lentjes GmbH führend in der Anwendung modernster CFD- und DEM-Tools (Strömungs- und Müllrostsimulationen); beispielhaft hierfür sind Optimierungen bei ZWS-Dampferzeugern, Rostverbrennungs- und Rauchgasentschwefelungsanlagen, wo die Ergebnisse der F&E-Aktivitäten z.B. zu kompakterer Bauweise oder reduziertem Verbrauch von Betriebsmitteln führen. Die F&E-Mitarbeiter sind aktiv in die Bearbeitung von Aufträgen einbezogen, um Feedback aus den laufenden Projekten zu erhalten und dieses in zukünftigen Projekten zu nutzen.

Darüber hinaus werden bei in Betrieb befindlichen Anlagen und im Rahmen von Inbetriebnahmen Betriebsdaten erfasst und ausgewertet. Zielsetzung ist dabei, die Basis für die Auslegung und Optimierung von zukünftigen Anlagen zu sichern und zu verbessern.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Bestandsanlagen im Gebiet der Müllverbrennung analysiert, um zusätzliche Synergien für die fortwährende Technologieentwicklung zu schaffen. Die Betriebszuverlässigkeit und die Erhöhung der Toleranz gegenüber Störfaktoren aus dem Anlagenbetrieb wurden so weiter verbessert. Weiterhin wurde die Entwicklung neuer Technologiebausteine, wie z.B. die Ammoniakzufeuerung für Bestands-Wirbelschichtanlagen zur Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes weiter vorangetrieben und ein weiteres Patent hierzu vorbereitet. Im Bereich der CCS/CCU-Technologien (CO 2 -Abscheidung und Speicherung/Weiterverwendung) nimmt die Doosan Lentjes GmbH als Technologiepartner weiterhin an einem mehrjährigen transnationalen Forschungsvorhaben zur CO 2 -Abscheidung bei der Wirbelschichtverbrennung von Ersatzbrennstoffen teil.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 waren im Bereich F&E 9 Mitarbeiter beschäftigt. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2023 betrugen 1,0 Mio. EUR.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Rahmenbedingungen

Die Doosan Lentjes GmbH ist ein weltweit tätiger Anlagenbauer und in Angebots- und Abwicklungsprojekte in West- und Osteuropa sowie Asien eingebunden. Demzufolge sind die Entwicklungen der globalen Rahmenbedingungen für die Doosan Lentjes GmbH von Bedeutung.

Die weltweite Corona-Pandemie hat auch im Jahr 2023 weiterhin Einfluss auf das Geschäft der Doosan Lentjes GmbH genommen, jedoch im Vergleich zu den Vorjahren in abgeschwächter Form. Insbesondere die noch immer nicht vollständig wieder hergestellten Lieferketten aus Asien belasten das operative Geschäft. Daraus resultieren eingeschränkte Verfügbarkeit von Komponenten und Materialien bei gleichzeitig stark steigenden Preisen und verlängerte Lieferzeiten. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre konnten entsprechende Maßnahmen in der Projektabwicklung sowie der Angebotserstellung ergriffen werden.

Der seit Februar 2022 andauernde Krieg in der Ukraine und Auswirkungen oder Risiken daraus werden seitens der Geschäftsführung kritisch beobachtet und bewertet. Grundsätzlich ist Osteuropa ein wichtiger Markt für die Doosan Lentjes GmbH. Hierzu gehören allerdings nicht die Ukraine und Russland; in keinem der beiden Länder gibt es laufende Aufträge, aktuelle Angebote oder direkte Zukäufe. Zurzeit bestehen laufende Aufträge und geplante Auftragszugänge in Polen.

Hervorgerufen durch die weltweiten finanzpolitischen Maßnahmen während der Corona-Pandemie sowie durch den Ukraine-Krieg hat die Inflation in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Neben den gestiegenen Material-, Personal- und Energiekosten haben die steigenden Zinsen einen erheblichen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der Projekte im Bereich der thermischen Abfall- und Klärschlammverbrennung. Zwar hat sich die Inflation inzwischen verlangsamt, jedoch liegen die Beschaffungskosten -obwohl mittlerweile rückläufig- immer noch deutlich über dem vor-Krisen-Niveau. Auch wenn die Mehrzahl dieser Projekte von kommunalen Trägern entwickelt wird, welche die gestiegenen Investitionskosten grundsätzlich umlegen können, so dass die Entsorgungssicherheit nicht gefährdet wird, sind dennoch einige Projekte in der Hoffnung auf eine deutlichere Reduzierung des allgemeinen Preisniveaus zunächst gestoppt worden. Wir erwarten, dass diese spätestens in den kommenden 1-2 Jahren wieder zur Ausschreibung kommen werden.

Gemäß der Weltbank ist die Weltwirtschaft im Jahr 2023 um 0,9 % stärker gewachsen als im Jahr 2022 prognostiziert. Für das Jahr 2024 erwartet die Weltbank, dass die Weltwirtschaft zum dritten Mal in Folge langsamer wachsen werde mit einem Wachstum von 2,4% aufgrund hoher Zinsen, globaler Risiken und geringer Investitionen. Der Konflikt im Nahen Osten könne das Wachstum zusätzlich hemmen. Die Prognosen weisen darauf hin, dass sowohl die Industrienationen, als auch ärmere Länder in den beiden Folgejahren langsamer wachsen werden als vor der Corona-Pandemie. Allerdings habe sich das Risiko eines globalen Abschwungs verringert.

Gemäß deutschem ifo Institut wird die deutsche Wirtschaft in 2024 nur noch um 0,9% anstelle wie prognostiziert um 1,4% wachsen. Gründe sieht das Institut in der krisenbedingten Unsicherheit, wodurch mehr gespart wird und weniger investiert. Zusätzliches Risiko für das Wachstum ist die unklare Lage um den Bundeshaushalt, wodurch die Wachstumsrate bei einer Kürzung des Haushalts um 20 Milliarden Euro auf 0,7% fallen könnte.

Der Verband Deutscher Maschinenbauer e.V. (VDMA), dessen Prognosen sowohl für den Maschinenbau als auch für den Anlagenbau Bedeutung haben, erwartete im Dezember 2023 für 2023 einen Rückgang der realen Produktion von 1 % anstelle eines Wachstums von 1 %, wie ursprünglich vor einem Jahr prognostiziert. Der VDMA rechnet für 2024 aktuell mit einem realen Produktionsrückgang von 4 %. Diese Entwicklung sei auf die anhaltende Flaute der globalen Konjunktur und dadurch ausbleibende Auftragseingänge zurückzuführen.

Die Novellierung der Klärschlammverordnung in Deutschland und die Verpflichtung zur Phosphorrückgewinnung ab dem Jahr 2029 haben zu einer konstanten Nachfrage nach Klärschlammverbrennungsanlagen geführt. Aufgrund der großen Erfahrung mit der erforderlichen Technologie und einer großen Anzahl von Referenzanlagen in Europa sieht sich die Doosan Lentjes GmbH gut positioniert, um an diesem Markt zu partizipieren.

Darüber hinaus bleiben wachsende Müllmengen bei gleichzeitigem Rückgang der Akzeptanz für Deponierung die wesentlichen Markttreiber für Müllverbrennungsanlagen. Die Müllverbrennung ist integraler Bestandteil der Kreislaufwirtschaft neben Wiederverwertung und Recycling, aber insbesondere in den Wachstumsmärkten sind politische Entscheidungsprozesse und die wirtschaftliche Instabilität die größten Herausforderungen für die Implementierung der bewährten Technologie. Die gestellten technischen Anforderungen bedient Doosan Lentjes mit der hauseigenen Müllverbrennungstechnologie. Die umfangreiche Erfahrung von Doosan Lentjes im Bau von Müllverbrennungsanlagen zeigt sich in der großen Anzahl von Referenzanlagen weltweit.

2.2. Geschäftsverlauf und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.2.1. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf der Doosan Lentjes GmbH wird wesentlich vom Auftragseingang und vom Auftragsbestand beeinflusst. Neben Auftragseingang und Auftragsbestand zählen die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern zu den finanziellen Leistungsindikatoren.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte der geplante Auftragseingang zu 80 % erreicht werden. Gründe für das Ausbleiben von weiteren geplanten Auftragseingängen liegen für Europa in dem im Februar 2022 begonnenen Ukraine-Krieg und den hieraus resultierenden oben genannten Folgen. Besonders hervorzuheben ist der Erhalt eines weiteren Auftrages für eine Müllverbrennungsanlage in Polen mit einem Auftragswert von knapp 95 Mio. EUR. Zum Zeitpunkt der Erfassung dieses Auftragseingangs stand dieser noch unter dem auflösenden Vorbehalt der vom Kunden beizubringenden vollständigen Projektfinanzierung. Bei diesem Projekt hat sich die Doosan Lentjes im Konsortium mit der Doosan Enerbility Co., Ltd. gegen internationalen Wettbewerb erfolgreich durchsetzen können. Das Permit-Engineering wurde sofort arbeitswirksam, das NTP2 für den Hauptauftrag folgt 12 Monate später und wird damit zur Auslastung der Gesellschaft in 2024 ebenso beitragen, wie ein in 2022 gewonnener Auftrag zu einer Errichtung einer Klärschlammverbrennungsanlage, dessen vollständige Arbeitswirksamkeit ebenfalls im GJ 2024 liegt.

Der im Geschäftsjahr 2023 erzielte Auftragseingang beträgt somit 101,5 Mio. EUR (in 2022: 38,5 Mio. EUR).

Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 beträgt 490,0 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 395,1 Mio. EUR). Der Auftragsbestand ist im Vergleich zum Vorjahr durch den erzielten Auftragseingang und nur 2 kleinen Aufträgen, die im Jahr 2023 an die Kunden übergeben worden sind, stark gestiegen und hat eine Reichweite bis in das Geschäftsjahr 2027.

2.2.2. Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar:

Bei Umsatzerlösen von 16,4 Mio. EUR ist im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresfehlbetrag von 37,9 Mio. EUR entstanden. Das negative Jahresergebnis ist größtenteils aus Auftragsverschlechterungen in den Großaufträgen und verschobenen Auftragseingängen in 2022 und 2023 und damit geringen aktivierten Eigenleistungen zurückzuführen.

Die Umsatzerlöse von 16,4 Mio. EUR lassen sich im Wesentlichen auf folgende Projekte zurückführen: Im Geschäftsjahr 2023 wurden eine Rauchgasentschwefelungsanlage in der Türkei und das Permit Engineering einer Klärschlammverbrennungsanlage in Belgien von den Kunden übernommen.

Von den Umsatzerlösen in Höhe von 16,4 Mio. EUR (im Vorjahr: 22,0 Mio. EUR) entfielen 1,6 Mio. EUR (im Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) auf das Inland und 14,8 Mio. EUR (im Vorjahr: 21,9 Mio. EUR) auf Umsätze im Ausland.

Die Materialaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Mio. EUR gesunken. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen) beträgt rund 108 % (im Vorjahr: rund 85 %).

Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund eines geringeren Aufbaus von Pensionsrückstellungen um 6 % gesunken. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3 Mitarbeiter verringert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund von geringeren Kosten für Fremdarbeitskräfte deutlich um 11% gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von geringeren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen deutlich um 37% gesunken. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sind in Höhe von 0,6 Mio. EUR angefallen (Vorjahr 1,3 Mio. EUR) und betreffen im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Auftrags- und Gewährleistungsrückstellungen.

Das Finanzergebnis ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert und beläuft sich auf 1,1 Mio. EUR. Das Finanzergebnis beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens gegenüber der Doosan Power Systems S.A. (Luxemburg) und Zinsaufwendungen aus einer Kreditlinie.

Im Geschäftsjahr 2023 sind keine Ertragsteuern angefallen.

Das Geschäftsergebnis (EBIT) beträgt -39,0 Mio. EUR (im Vorjahr: -9,7 Mio. EUR) und hat sich gegenüber dem Vorjahr stark verschlechtert. Die Verschlechterung des Geschäftsergebnisses ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass der bestehende Auftragsbestand hohe Auftragsverluste im Wesentlichen aufgrund von erhöhtem Materialaufwand und Verspätungen in der Abwicklung hinnehmen musste. Bei einem positiven Finanzergebnis von 1,1 Mio. EUR ist ein Jahresfehlbetrag von -37,9 Mio. EUR angefallen. Das Jahresergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 29,2 Mio. EUR vermindert.

2.2.3. Finanzlage

Die Doosan Lentjes GmbH verfügt zum 31. Dezember 2023 über liquide Mittel von insgesamt 12,5 Mio. EUR (im Vorjahr: 10,7 Mio. EUR).

Aufgrund der kurzfristig fällig stellbaren Darlehensforderungen, die sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 64,2 Mio. EUR belaufen, war und ist die Gesellschaft in der Lage, alle kurzfristig fälligen Zahlungsverpflichtungen zu begleichen. Für die Sicherstellung der Liquidität sind daher die Liquiditätszuflüsse aus den Darlehensrückzahlungen maßgeblich.

Der operative Cashflow hat sich im Wesentlichen bedingt durch die negativen Abweichungen in mehreren aktuellen Projekten im abgelaufenen Geschäftsjahr mit -50,6 Mio. EUR (im Vorjahr: +5,4 Mio. EUR) deutlich negativ entwickelt. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist mit -0,3 Mio. EUR im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr. Insbesondere bedingt durch die Aufnahme neuer Finanzmittel beläuft sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf +52,7 Mio. EUR (im Vorjahr: -0,02 Mio. EUR).

Die laufenden Kundenprojekte der Doosan Lentjes GmbH werden überwiegend durch Anzahlungen der Kunden vorfinanziert.

Im Februar 2023 hat die Doosan Lentjes GmbH von einer ausländischen Bank eine Kreditlinie in Höhe von 28,5 Mio. EUR eingeräumt bekommen. Die Doosan Enerbility Co., Ltd. hat hierfür Sicherheiten gestellt. Im Oktober 2023 hat die Doosan Enerbility Co., Ltd. der Doosan Lentjes GmbH ein Darlehen über 26 Mio. EUR eingeräumt.

2.2.4. Vermögenslage

Hinsichtlich der Vermögenslage haben sich im Geschäftsjahr folgende wesentliche Entwicklungen ergeben:

Zum 31. Dezember 2023 beläuft sich die Bilanzsumme auf 422,4 Mio. EUR und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 139,8 Mio. EUR erhöht.

Das auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesene Vermögen sowie der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag besteht zu 15% (im Vorjahr: 22%) aus Anlagevermögen, zu 71 % (im Vorjahr: 72%) aus Vorräten, zu 2 % (im Vorjahr: 2 %) aus Forderungen und Rechnungsabgrenzungsposten, zu 3% (im Vorjahr: 4 %) aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten sowie zu 9 % aus einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag (Vorjahr: 0 %).

Die Vorräte haben sich um 96,1 Mio. EUR erhöht, was auf den hohen Auftragsbestand und den Leistungsfortschritt in den Projekten zurückzuführen ist. Von dem Anstieg der unfertigen Leistungen in Höhe von 96,5 Mio. EUR entfallen 2,1 Mio. EUR auf den Auftragseingang des Geschäftsjahres 2023 und 101,6 Mio. EUR auf den Auftragsbestand der Vorjahre, die sich hauptsächlich auf drei thermische Müllverwertungsanlagen und eine Holzverbrennungsanlage beziehen. Dagegen wurden insgesamt 7,3 Mio. EUR (Bestand zum 31. Dezember 2022), im Wesentlichen eine Rauchgasentschwefelungsanlage in der Türkei, im Geschäftsjahr 2023 abgerechnet.

Unter den Finanzanlagen sind Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 64,3 Mio. EUR. Diese entfallen in Höhe von 64,2 Mio. EUR auf Darlehensforderungen gegenüber der Doosan Power Systems S. A. (Luxemburg). Diese Darlehensforderungen können vertragsmäßig jederzeit innerhalb von 14 Tagen fällig gestellt werden. Weiterhin wurde der Doosan Lentjes Czech s.r.o. im Geschäftsjahr 2022 ein Darlehen gewährt, dass zum Jahresende in Höhe von 0,1 Mio. EUR valutiert. Das Darlehen ist verzinslich, wird laufend getilgt und hat eine Laufzeit bis 2028.

Zum 31. Dezember 2023 weist die Doosan Lentjes GmbH ein negatives Eigenkapital von 36,0 Mio. EUR (im Vorjahr: +1,9 Mio. EUR) aus. Der Jahresfehlbetrag von 37,9 Mio. EUR hat sich eigenkapitalvermindernd ausgewirkt. Die Eigenkapitalquote hat sich verringert und beträgt -8,5 % (im Vorjahr: 0,7%).

Die Rückstellungen in Höhe von 31,8 Mio. EUR (im Vorjahr: 32,6 Mio. EUR) beinhalten zu 78% (im Vorjahr: 76%) Pensionsrückstellungen, zu 13% (im Vorjahr: 13%) auftragsbezogene Rückstellungen, zu 4% (im Vorjahr: 6%) Personalkostenrückstellungen und zu 5% (im Vorjahr: 5%) übrige Rückstellungen, wie z.B. Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und andere ungewisse Verpflichtungen.

92 % der Bilanzsumme entfallen auf Verbindlichkeiten (im Vorjahr: 88 %). Hiervon betreffen im Wesentlichen 232,4 Mio. EUR erhaltene Anzahlungen für laufende Aufträge (im Vorjahr: 168,7 Mio. EUR) und 123,3 Mio. EUR Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (im Vorjahr: 70,1 Mio. EUR). Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus Anzahlungen für laufende Aufträge, bei denen die Doosan Lentjes Unterauftragnehmer von Konzerngesellschaften ist, sowie einem Darlehen, welches die Doosan Enerbility Co., Ltd. der Doosan Lentjes GmbH eingeräumt hat.

2.2.5. Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklung gegenüber früher berichteten Erwartungen

Im Prognosebericht des Vorjahres wurde für das Geschäftsjahr 2023 davon ausgegangen, dass Auftragseingang, Auftragsbestand und Umsatz im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 stark steigen werden. Weiterhin plante die Geschäftsführung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 mit einem leicht höheren Jahresfehlbetrag. Diese Prognosen sind nur zum Teil eingetreten.

Der geplante Auftragseingang konnte wie bereits erläutert, aufgrund des Ukraine-Krieges und dadurch verschobener Investitionen wegen der hohen Marktverunsicherung und Kostensteigerungen zu 80 % erreicht werden. Insoweit liegt der Auftragseingang etwas hinter den Erwartungen zurück. Aufgrund des erreichten Auftragseingangs von 101,5 Mio. EUR konnte der Auftragsbestand deutlich steigen. Besonders hervorzuheben ist der Erhalt eines weiteren Auftrages für eine Müllverbrennungsanlage in Polen mit einem Auftragswert von knapp 95 Mio. EUR. Bei diesem Projekt hat sich die Doosan Lentjes im Konsortium mit der Doosan Enerbility gegen internationalen Wettbewerb erfolgreich durchsetzen können.

Der Umsatz erreichte nur knapp 10 % des prognostizierten Umsatzes, da sich die Kundenabnahmen von zwei Aufträgen in das Jahr 2024 verschoben haben.

Der Auftragseingang des Geschäftsjahres 2023 liegt mit 101,5 Mio. EUR rund 160 % über dem Auftragseingang des Vorjahres. Der Auftragsbestand liegt knapp 100 Mio. EUR über dem Auftragsbestand des Vorjahres und hat eine Reichweite bis in das Geschäftsjahr 2027. Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 25 % verringert. Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 liegt 29,2 Mio. EUR über dem Jahresfehlbetrag des Vorjahres. Die Prognose im Lagebericht des Vorjahres ging allerdings von einem im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 nur leicht höheren Jahresfehlbetrag aus. Die Verschlechterung des Geschäftsergebnisses ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass der bestehende Auftragsbestand hohe Auftragsverluste im Wesentlichen aufgrund von erhöhtem Materialaufwand und Verspätungen in der Abwicklung hinnehmen musste.

2.2.6. Personal

Die Gesellschaft verfügt über sehr gut ausgebildetes Personal im ingenieurtechnischen und kaufmännischen Bereich. 68 % der Mitarbeiter verfügen über einen Hoch- bzw. Fachhochschulabschluss, davon besitzen 86 % einen technischen Hoch- bzw. Fachhochschulabschluss. Sehr viele Mitarbeiter verfügen über langjährige Berufserfahrungen im internationalen Großanlagenbau. Interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen sichern ein hohes Qualifikationsniveau.

Zum 31. Dezember 2023 hat die Doosan Lentjes GmbH einen Personalstand von 181 Mitarbeitern.

2.2.7. Umweltschutz

Wir orientieren unsere Anlagen und Dienstleistungen an den Bedürfnissen und steigenden Ansprüchen der sich wandelnden Gesellschaft. Dabei berücksichtigen wir verantwortungsvoll ökonomische, soziale und ökologische Erfordernisse, führen einen offenen und konstruktiven Dialog und bringen gesellschaftliche und unternehmerische Interessen in Einklang. Insbesondere bei der Entwicklung neuer Anlagen stehen Umweltaspekte bzw. die sinnvolle Nutzung von Umweltressourcen im Vordergrund.

2.2.8. Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Zusammenfassend kann zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft festgehalten werden, dass der Auftragseingang deutlich höher zum Vorjahr war und der geplante Auftragseingang für das Jahr 2023 zu 80 % erreicht werden konnte. Der Auftragsbestand hat sich aufgrund des Auftragseingangs und der Verschiebung der Kundenabnahme von zwei Aufträgen in das Jahr 2024 um knapp 100 Mio. EUR erhöht. Der Umsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr um 25% verringert, ist allerdings wesentlich niedriger als für das Geschäftsjahr 2023 prognostiziert worden ist. Das Ergebnis vor Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 29,2 Mio. EUR verschlechtert und ist auch gegenüber der Prognose deutlich schlechter ausgefallen. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem ein Jahresfehlbetrag von 8,7 Mio. EUR angefallen ist, hat sich der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2023 auf 37,9 Mio. EUR erhöht. Das Jahresergebnis war im Geschäftsjahr insbesondere auf erhöhte Kosten durch verzögerte Abnahmen von zwei Anlagen und erhöhte Materialkosten aufgrund der Inflation zurückzuführen.

Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der Geschäftsentwicklung in Bezug auf den erzielten Auftragseingang und die Ergebnisentwicklung nicht zufrieden. Die Ergebnisentwicklung ist nicht zufriedenstellend, da sich, neben den massiv erhöhten Beschaffungskosten, die Fertigstellung zweier Aufträge kostenwirksam verzögert hat und der Umsatz hieraus nicht mehr im Geschäftsjahr 2023 realisiert werden konnte. Durch den weiterhin hohen Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2023 und einer guten Auftragseingangsprognose für 2024 ist davon auszugehen, dass sich die Ergebnisentwicklung in den nächsten Jahren verbessern wird.

3. Risiken-, Chancen- und Prognosebericht

3.1. Risikobericht

3.1.1. Risikomanagement

In der Doosan Lentjes Gruppe wird durch regelmäßige Risikomeldungen der Konzerngesellschaften gewährleistet, dass die Entscheidungsträger zeitnah über mögliche Risiken der künftigen Entwicklung informiert werden. Zusätzlich wird ein Risikoberichtswesen mit konsolidierten Planungsrechnungen, monatlichen Konzernabschlüssen und Project Review Meetings eingesetzt, um die unterschiedlichen Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu analysieren. Sämtliche verbindliche Angebote unterliegen einem Genehmigungsprozess, in welchem mögliche Risiken analysiert und bewertet sowie Kalkulationen detailliert hinterfragt werden. Die Entwicklungen bei den laufenden Projekten sowie bei Projekten, die sich in der Gewährleistungsphase befinden, werden laufend hinsichtlich technischer und kommerzieller Risiken überwacht. Die Prozesse u.a. des Risikomanagements sind aufgrund der berichteten Abweichungen angepasst worden.

3.1.2. Risiken aus laufenden und abgeschlossenen Aufträgen

Die Doosan Lentjes GmbH bewegt sich auf einem schwierigen und hart umkämpften Markt. Das Geschäftsfeld des Großanlagenbaus ist aufgrund seiner technologischen Anforderungen, langfristiger Planungs- und Projektlaufzeiten sowie komplexer Vertragsgestaltungen und Finanzierungen sehr anspruchsvoll und ist durch den hohen Wettbewerbsdruck risikobehaftet.

Zum Bilanzstichtag wurden die aus drohenden oder schwebenden Rechtsstreitigkeiten oder aus anderen kritischen Sachverhalten stammenden Chancen und Risiken bei der Doosan Lentjes GmbH sowie ihrer Tochtergesellschaft unter dem Aspekt untersucht, ob eine Inanspruchnahme aus dem jeweiligen Risiko wahrscheinlich ist und somit bilanzielle Vorsorge getroffen werden muss.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten. Die bestehenden Rechtsstreitigkeiten betreffen Verfahren, in denen die Doosan Lentjes GmbH oder ein Konsortium, an dem die Doosan Lentjes GmbH beteiligt ist, Klägerin ist. Risiken sind hieraus keine zu erwarten. Daneben bestehen allerdings strittige Sachverhalte mit Kunden und Lieferanten, die bisher noch außergerichtlich in Abstimmung sind.

Alle zum 31. Dezember 2023 erkennbaren Risiken aus laufenden oder abgeschlossenen Aufträgen wurden bilanziell -auch unter der teilweisen Berücksichtigung identifizierter Chancen- in Höhe der wahrscheinlichen Inanspruchnahme berücksichtigt. Die Bewertung dieser ist allerdings branchenbedingt mit Unsicherheiten behaftet, da die bis zur Fertigstellung der jeweiligen Projekte noch zu erwartenden Aufwendungen zum Teil nicht eindeutig abgeschätzt werden können und diese sich durchaus durch zukünftige externe und interne Einflüsse verändern können.

3.1.3. Risiken aus einem zu niedrigen Auftragsbestand

Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem Auftragseingang im niedrigen dreistelligen Millionenbereich geplant. Am Bilanzstichtag hat Doosan Lentjes Angebote mit einem Gesamtvolumen von insgesamt rund 470 Mio. EUR am Markt platziert bzw. bereitet weitere Angebote vor. Es kann angenommen werden, dass zumindest einige dieser Ausschreibungen gewonnen werden können. Die konkrete Planungslandschaft sieht Projekte im Bereich der Müll- und der Klärschlammverbrennung in der Auftragseingangsplanung für das Geschäftsjahr 2024 vor, bei denen erfolgsversprechende Chancen bestehen. Zusätzlich ist eine Klärschlammverbrennungsanlage in Belgien bereits als Auftragseingang im Geschäftsjahr 2024 mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag gesichert.

Die Auftragszugänge der letzten Geschäftsjahre aber auch die verspäteten Auftragsabrechnungen haben dazu geführt, dass sich der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2023 auf einem im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegenen Niveau befindet. Allerdings werden die neuen Aufträge aufgrund der langfristigen Auftragsfertigung planmäßig im Wesentlichen erst in den Geschäftsjahren 2024 bis 2027 fertiggestellt und erst dann zu einer Umsatz- und Ergebnisrealisierung führen. Die Höhe der Umsatzrealisierung ist demnach davon abhängig, ob in einem Geschäftsjahr wesentliche Aufträge fertiggestellt und abgerechnet werden können. Im Geschäftsjahr 2023 ist jedoch der Auftragseingang etwas hinter der Planung zurückgeblieben. Weiterhin haben sich aufgrund der im Geschäftsjahr bei den laufenden Aufträgen eingetretenen Baukostenerhöhungen, die im Wesentlichen infolge des Ukraine-Krieges entstanden sind, die ursprünglich geplanten Auftragsergebnisse stark vermindert. Die Gesellschaft hat bereits mit einigen Auftraggebern Anpassungen der Auftragswerte erreicht und wird auch im Geschäftsjahr 2024 entsprechende Verhandlungen mit Auftraggebern fortsetzen. Für die zukünftige Entwicklung der Doosan Lentjes ist es notwendig, dass signifikante Auftragszugänge kontinuierlich erzielt werden und somit gewährleistet wird, dass in den nachfolgenden Geschäftsjahren kontinuierlich Aufträge mit einem entsprechenden Umsatz- und Ertragsvolumen an die Kunden übergeben und abgerechnet werden können. Ziel muss sein, dass die Gesellschaft in jedem Geschäftsjahr positive Jahresergebnisse erzielen kann, die dann zu einer stetigen Erhöhung des Eigenkapitals führen. Sollten in den nächsten Geschäftsjahren keine kontinuierlichen signifikanten Auftragszugänge erreicht werden können oder die Auftragsergebnisse deutlich hinter der Planung zurückbleiben, könnte es zu einer Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Situation kommen.

Die Liquiditätsplanung für das Geschäftsjahr 2024 weist unter Berücksichtigung des geplanten Auftragseingangs und der Darlehensrückzahlungen einen durchgängig positiven Finanzsaldo aus. Die Liquiditätsplanung wird monatlich aktualisiert, um eventuelle bestandsgefährdende Liquiditätslücken frühzeitig zu erkennen und um Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Zum Bilanzstichtag verfügt die Doosan Lentjes GmbH über insgesamt 64,2 Mio. EUR an Darlehensforderungen gegenüber der Doosan Power Systems S. A. (Luxemburg). Die Darlehensrückzahlungen werden planmäßig im Jahr 2024 fällig. Die finanzielle Stabilität der Gesellschaft ist damit gewährleistet und es besteht ausreichende Sicherheit darüber, dass die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 gewährleistet ist.

Die finanzielle Lage der Doosan Lentjes GmbH ist aufgrund der zurzeit vorliegenden Liquiditätsplanung stabil. Für das Geschäftsjahr 2024 ist damit zu rechnen, dass die Gesellschafterin Maßnahmen zur Erhöhung des Eigenkapitals vornehmen wird. Bei planmäßiger Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2024 ist weder eine drohende Zahlungsunfähigkeit noch eine insolvenzrechtliche Überschuldung zu erwarten. Eine insolvenzrechtliche Überschuldung wird aufgrund der positiven Fortführungsprognose nicht eintreten.

3.1.4. Fremdwährungsrisiken

Zur Kurssicherung von Kunden- und Lieferantenaufträgen, die in fremder Währung abgerechnet werden, schließt die Doosan Lentjes GmbH in der Regel Devisentermingeschäfte ab. Diese beinhalten eine Vereinbarung über den Devisenkauf oder -verkauf, der zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt wird. Bei Abschluss werden bereits im Voraus Betrag, zukünftiger Erfüllungszeitpunkt und insbesondere der Währungskurs festgelegt. Die Laufzeit der Devisentermingeschäfte orientiert sich an den geplanten Zahlungsströmen der jeweiligen Aufträge. Termingeschäfte zu Spekulationszwecken werden nicht getätigt.

Die Darlehensforderungen in Höhe von insgesamt 64,2 Mio. EUR sind in der Währungseinheit Euro rückzahlbar und unterliegen somit keinem Währungsrisiko.

3.1.5. Beschaffungsrisiken

Beschaffungsrisiken, wie z.B. steigende Rohstoffpreise für Stahl, werden in der Auftragskalkulation berücksichtigt, soweit diese Risiken erkennbar sind. Risiken, die aus der wirtschaftlichen Konstitution von Lieferanten resultieren können, werden bereits im Ausschreibungsverfahren, unter anderem durch Bonitätsprüfungen, Rechnung getragen. Ebenso werden bereits im Ausschreibungsverfahren die Qualitätsstandards der Lieferanten untersucht und beurteilt.

Für den Fall, dass sich in der Beschaffungsphase Kostensteigerungen ergeben, besteht das Risiko, dass diese nicht an die Kunden weitergegeben werden können.

Schlechtleistungen von Lieferanten könnten sich auf die im Bau befindlichen Aufträge sowie auf die zeitgerechte Fertigstellung der Aufträge auswirken. Dies könnte zu zusätzlichen Kostenbelastungen, zum Beispiel für die Beseitigung der Schäden oder für Vertragsstrafen, führen, die sich dann auf die Ertrags- und Finanzlage auswirken könnten.

3.1.6. Risiken aus dem Ukraine-Krieg

Mit dem Einmarsch der russischen Streitkräfte in das ukrainische Staatsgebiet ist am 24. Februar 2022 der Ukraine-Krieg ausgelöst worden. Zum heutigen Zeitpunkt dauert der Konflikt weiter an und hat zu negativen Reaktionen auf den Beschaffungsmärkten geführt. Der Ukraine-Krieg hat zu einer Erhöhung von Energiekosten bzw. von Produktionskosten für die im Bau befindlichen Anlagen geführt. Die Erhöhung der Produktionskosten für die im Bau befindlichen Aufträge wurden in den revidierten Kostenerwartungen berücksichtigt. Hierdurch wurden die ursprünglich geplanten Margen teils komplett aufgezehrt. Mit einigen Kunden konnten bereits Erhöhungen der Auftragswerte zur teilweisen Abdeckung der Mehrkosten vereinbart werden und die Gesellschaft hat es zum Ziel, weitere Erhöhungen der Auftragswerte mit den Kunden zu vereinbaren, wozu zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments schon positive und teils weit fortgeschrittene Verhandlungen geführt wurden.

3.1.7. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Als international tätiger Anlagenbauer bestehen für die Doosan Lentjes GmbH typische Risiken, die in der Branche vorherrschen. Die Doosan Lentjes GmbH hat jedoch die normalen Branchenrisiken weitgehend unter Kontrolle und kann bei der Bewältigung dieser Risiken auf die Erfahrungen ihrer Mitarbeiter und auf erfolgte Lernprozesse zurückgreifen. Auswirkungen könnten aber weiter eine reduzierte Verfügbarkeit von Komponenten und Materialien bei gleichzeitig stark steigenden Preisen, verlängerte Lieferzeiten und begrenzte Transportkapazitäten insbesondere aus Asien haben.

Die Risiken, die insbesondere aus einem zu niedrigen Auftragsbestand resultieren können, hat die Geschäftsführung unter ständiger Beobachtung. Für die zukünftige Entwicklung der Doosan Lentjes ist es notwendig, dass signifikante Auftragszugänge kontinuierlich erzielt werden können und somit gewährleistet wird, dass in den nachfolgenden Geschäftsjahren kontinuierlich Aufträge mit einem entsprechenden Umsatz- und Ertragsvolumen an die Kunden übergeben und abgerechnet werden können, so dass die Gesellschaft langfristig wieder in jedem Geschäftsjahr positive Jahresergebnisse erzielen kann, die dann zu einer stetigen Erhöhung des Eigenkapitals führen.

Liquiditätsrisiken liegen, nicht zuletzt aufgrund der hohen Darlehensforderungen gegenüber der Doosan Power Systems S. A. (Luxemburg), nicht vor. Für das Geschäftsjahr 2024 ist damit zu rechnen, dass die Gesellschafterin Maßnahmen zur Erhöhung des Eigenkapitals vornehmen wird. Ohne diese Maßnahmen zur Eigenkapitalerhöhung wird das handelsrechtliche Eigenkapital der Gesellschaft im Laufe des Geschäftsjahres 2024 voraussichtlich negativ bleiben. Dies wird allerdings zu keinen insolvenzrechtlichen Folgen führen, da die Gesellschaft eindeutig über eine positive Fortführungsprognose verfügt. Die positive Fortführungsprognose wird zum einen durch den hohen Auftragsbestand sowie die erwarteten Auftragszugänge gestützt. Bereits heute ist der Auftragszugang einer Klärschlammverbrennungsanlage in Belgien im Jahr 2024 abgesichert. Weiterhin verfügt die Gesellschaft über eine ausreichende Liquidität zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit. Neben der frei verfügbaren Liquidität verfügt die Gesellschaft über Darlehensforderungen in Höhe von 64,2 Mio. EUR, die im Laufe des Geschäftsjahres fällig werden. Weiterhin hat die Gesellschaft im Februar 2023 eine Kreditlinie in Höhe von 28,5 Mio. EUR eingeräumt bekommen, für die sich die Doosan Enerbility Co., Ltd. verbürgt hat. Diese Kreditlinie wird im Februar 2024 zurückgezahlt und mit 14,5 Mio. EUR verlängert. Die dann insgesamt verfügbare Liquidität gewährleistet die Fortführung des Geschäftsbetriebes der Doosan Lentjes GmbH. Es kann davon ausgegangen werden, dass das negative Eigenkapital kurzfristig durch Eigenkapitalmaßnahmen der Gesellschafterin ausgeglichen wird. In der Vergangenheit wurden bereits mehrmals Eigenkapitalmaßnahmen durch die jeweiligen Gesellschafterinnen durchgeführt. Es kann mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass dies auch weiterhin praktiziert wird.

Die weltweite Corona-Pandemie hat auch im Jahr 2023 Einfluss auf das Geschäft der Doosan Lentjes GmbH genommen, hier jedoch in verstärkter Form im Zusammenspiel mit den Folgen der Ukrainekrise. Daraus resultieren verringerte Verfügbarkeit von Komponenten und Materialien bei gleichzeitig stark steigenden Preisen und verlängerte Lieferzeiten. Die für 2024 zu erwartenden Auswirkungen sind nicht verlässlich abschätzbar. Es ist jedoch davon auszugehen, dass das Investitionsklima sich gegenüber 2023 verbessern wird, da zumindest die Unwägbarkeiten im Hinblick auf verfügbare Energie und diesbezügliche Kosten deutlich abgenommen haben und sich eine Normalisierung der Beschaffungskosten allmählich bereits abzeichnet.

3.2. Chancenbericht

Die Doosan Lentjes GmbH ist durch ihre thermische Abfall- und Klärschlammbehandlungstechnologien inklusive der hauseigenen Lösungen zur Emissionsreduzierung gut positioniert, um an den systemrelevanten Märkten Energie und Abfall zu partizipieren.

Im Rahmen der fortschreitenden Dekarbonisierung der Gesellschaft ziehen sich international agierende Großkraftwerksbetreiber weiterhin konsequent aus der kohlegefeuerten Energieerzeugung zurück und treiben den Ausbau von Anlagen zur Energieerzeugung basierend auf erneuerbaren Energien voran. Diese Entwicklung wird gefördert durch den zunehmenden ESG-Fokus der Investoren und der finanzierenden Institutionen. Im Zuge dieser Entwicklung werden in einigen Regionen Europas insbesondere Alternativen zu fossilen Brennstoffen gesucht, um den erforderlichen Fernwärmebedarf zu decken. Diesbezüglich arbeitet die Doosan Lentjes GmbH verstärkt in Zusammenarbeit mit der südkoreanischen Konzerngesellschaft DE an der Erschließung der Marktpotenziale vornehmlich in Asien und Europa im Bereich der Biomasse- und EBS-Kraftwerke als Substitution für das rückläufige Geschäft mit kohlegefeuerten Kraftwerken. Durch die Energiekrise in Europa gewinnt die Energieerzeugung aus alternativen Brennstoffen erheblich an Bedeutung, was insbesondere in Ost-Europa Interesse an EBS-Kraftwerken geweckt hat.

Weiteres Potential für den Absatz von Müllverbrennungsanlagen entwickelt sich in Deutschland, da rund 20 % der lokalen Abfallverbrennungskapazitäten älter als 40 Jahre sind. Dadurch werden in den nächsten Jahren kontinuierlich Modernisierungs- und Ersatzinvestitionen für Müllverbrennungsanlagen erforderlich. Zusätzlich zur Verbrennungstechnologie kann die Doosan Lentjes GmbH in den Projekten auf ihre hauseigenen Technologien zur Rauchgasreinigung zugreifen, um die Emissionsgrenzen der revidierten BREF entsprechend den Kundenwünschen einzuhalten.

Der Markt für Klärschlammverbrennungsanlagen, angestoßen durch die Novellierung der Klärschlammverordnung in Deutschland im Jahr 2017, ist stabil und entwickelt sich konstant weiter. Derzeit befinden sich in Deutschland zahlreiche Klärschlammverbrennungsanlagen in unterschiedlichen Planungs- und Vergabestadien, inzwischen befinden sich die ersten Anlagen in der Inbetriebnahmephase. Eine Ausdehnung des diesbezüglichen Marktes auf Anrainerstaaten wird erwartet.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich die Chancenlage des Unternehmens durch die Fokussierung auf die Bereiche Müll- und Klärschlammverbrennung stark verbessert hat. Durch die Sicherung eines Auftrags für eine Klärschlammverbrennungsanlage in Belgien in 2022 sowie eines weiteren Auftrages für eine Müllverbrennungsanlage in Polen sind weitere Schritte getan, um das Potential, das der Markt in den nächsten Jahren bietet, zu nutzen.

3.3. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 plant die Doosan Lentjes GmbH im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr in Bezug auf die verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren mit einem im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 stark steigenden Auftragseingang, Auftragsbestand und Umsatz. Die Geschäftsführung plant für das Geschäftsjahr 2024 mit einem im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 stark verringerten Jahresfehlbetrag. Das prognostizierte negative Ergebnis ist darauf zurückzuführen, dass der im Geschäftsjahr 2024 abzurechnende Umsatz aus dem bestehenden Auftragsbestand keine positiven Ergebnisbeiträge durch die hohen Auftragsverschlechterungen aufgrund der Auswirkungen des Ukraine-Krieges zu verzeichnen hat. Allerdings ist die Gesellschaft weiterhin bestrebt, die Auftragsergebnisse durch Nachverhandlung der Auftragswerte zu verbessern.

Die Liquiditätsplanung weist für die nächsten 12 Monate einen durchweg positiven Finanzsaldo aus. Des Weiteren sichern die im Februar 2023 eingeräumte Kreditlinie sowie die Darlehensforderungen gegenüber der Doosan Power Systems S. A. (Luxemburg) zusätzlich die Liquidität der Gesellschaft.

Wir gehen aus heutiger Sicht davon aus, dass sich aufgrund der sehr guten Entwicklung bei den Auftragseingängen mit den bereits unterschriebenen Verträgen für eine Müllverbrennungsanlage in Polen sowie einer Klärschlammverbrennungsanlage in Belgien, der unverändert guten Auftragseingangs-Pipeline für 2024 und aufgrund dessen, dass zusätzlich davon auszugehen ist, dass das Investitionsklima sich gegenüber 2023 verbessern wird, da zumindest die Unwägbarkeiten im Hinblick auf verfügbare Energie und diesbezügliche Kosten deutlich abgenommen haben, sich die Ertragslage in den nächsten Jahren verbessern und somit auch die Finanzlage der Doosan Lentjes GmbH auskömmlich sein wird.

 

Ratingen, den 15. März 2024

Die Geschäftsführung

Dirk Stokvis

Kisoon Park

Dukrae Park

Seungwoo Sohn

Donggil Kim

Youngki Lim

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 74.777,00 57.060,00
II. Sachanlagen 925.686,00 517.782,00
III. Finanzanlagen 64.282.370,03 61.347.665,94
65.282.833,03 61.922.507,94
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 300.986.668,37 204.852.183,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.200.138,36 4.960.798,01
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 12.470.563,98 10.657.509,65
320.657.370,71 220.470.491,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 514.021,82 222.991,21
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 35.979.856,45 0,00
422.434.082,01 282.615.990,39

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 487.262.600,18 487.262.600,18
III. Verlustvortrag -485.407.677,46 -476.749.005,09
IV. Jahresfehlbetrag -37.860.779,17 -8.658.672,37
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 35.979.856,45 0,00
0,00 1.880.922,72
B. Rückstellungen 31.788.108,77 32.631.972,77
C. Verbindlichkeiten 390.645.973,24 248.103.094,90
- davon aus Steuern EUR 307.151,76 (Vorjahr: EUR 2.452.456,76)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.940,05 (Vorjahr: EUR 1.940,05)
422.434.082,01 282.615.990,39

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis -8.618.814,79 23.160.277,15
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -16.752.738,76 -16.438.693,88
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.709.244,31 -4.232.593,39
davon für Altersversorgung: EUR 74.558,80 (Vorjahr: EUR 1.748.503,12)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -249.088,74 -255.377,42
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.659.477,42 -11.981.679,16
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung: EUR 171.678,17 (Vorjahr: EUR 127.455,04)
5. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.327.648,47 1.654.893,94
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 3.327.648,47 (Vorjahr: EUR 1.654.893,94)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 80.941,43 1.779,75
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.280.005,05 -447.279,36
davon aus Aufzinsung EUR 443.300,00 (Vorjahr: EUR 436.948,40)
davon an verbundenen Unternehmen: EUR 186.409,65 (Vorjahr: EUR 0,00)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -120.000,00
9. Ergebnis nach Steuern -37.860.779,17 -8.658.672,37
10. Jahresfehlbetrag -37.860.779,17 -8.658.672,37

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.930.989,28 50.232,57 396.446,05 1.584.775,80
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.522.127,24 661.700,17 802.113,08 3.381.714,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 617.526,69 0,00 0,00 617.526,69
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 61.347.664,94 2.946.704,09 12.000,00 64.282.369,03
61.965.191,63 2.946.704,09 12.000,00 64.899.895,72
67.418.308,15 3.658.636,83 1.210.559,13 69.866.385,85
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.873.929,28 32.515,57 396.446,05 1.509.998,80
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.004.345,24 216.573,17 764.890,08 2.456.028,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 617.525,69 0,00 0,00 617.525,69
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
617.525,69 0,00 0,00 617.525,69
5.495.800,21 249.088,74 1.161.336,13 4.583.552,82
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 74.777,00 57.060,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 925.686,00 517.782,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 64.282.369,03 61.347.664,94
64.282.370,03 61.347.665,94
65.282.833,03 61.922.507,94

Anhang für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Die Doosan Lentjes GmbH hat ihren Sitz in Ratingen und ist beim Amtsgericht Düsseldorf unter HRB 52649 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Doosan Lentjes GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gliederungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 bzw. 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Die Bilanzierung und Bewertung der einzelnen Posten erfolgt auf Basis der allgemeinen Bestimmungen gemäß den §§ 246 bis 256a HGB sowie der speziellen Vorschriften für Kapitalgesellschaften entsprechend den §§ 264 bis 288 HGB. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften wurden unverändert beibehalten. Größenabhängige Erleichterungen nach § 288 Absatz 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Die Gesellschaft hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Jahresfehlbetrag in Höhe von 37,9 Mio. EUR (Vorjahr: -8,7 Mio. EUR) erwirtschaftet und weist zum 31. Dezember 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 36,0 Mio. EUR aus. Die bilanzielle Überschuldung wird sich im kommenden Geschäftsjahr planmäßig weiter vergrößern.

Vor dem Hintergrund eines die operative Auslastung zumindest teilweise sichernden und bis in das Geschäftsjahr 2027 reichenden Auftragsbestands von rund 490,0 Mio. EUR (Vorjahr: 395,1 Mio. EUR) und vielfältigen Akquisebemühungen für weitere Projektaufträge einerseits und am Bilanzstichtag frei verfügbarer liquider Mittel von 12,5 Mio. EUR, nicht genutzter bis Februar 2025 befristeter Kreditlinien von 14,5 Mio. EUR und jederzeitig kurzfristig fälliger konzernintern ausgereichter Darlehen von 64,2 Mio. EUR andererseits, hat die Geschäftsführung diesen Jahresabschluss unverändert unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Sinne des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt.

Für das Geschäftsjahr 2024 ist damit zu rechnen, dass die Gesellschafterin Maßnahmen zur Erhöhung des Eigenkapitals vornehmen wird. .

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Auf Zugänge werden Abschreibungen zeitanteilig verrechnet.

Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB nicht in Anspruch genommen. Entwicklungskosten werden in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 1 und 5 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Die Sachanlagen werden planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 1 und 10 Jahren abgeschrieben.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 800 EUR werden in Anlehnung an das steuerliche Wahlrecht des § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Finanzanlagen

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, soweit nicht der niedrigere beizulegende Wert anzusetzen ist. Der beizulegende Wert wird anhand anerkannter Bewertungsverfahren ermittelt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung. Bei einer voraussichtlich nur vorübergehenden Wertminderung wird in Ausübung eines handelsrechtlichen Wahlrechtes keine Abschreibung vorgenommen.

Vorräte

Unfertige Anlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Fremdleistungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die erbrachten Eigenleistungen für Projektmanagement, Konstruktion/Engineering, Beschaffung und technische Beratung werden zu einem einheitlichen Stundensatz bewertet. Dabei werden neben den Einzelkosten und notwendigen Fertigungsgemeinkosten auch anteilige Kosten für den Werteverzehr des Anlagevermögens, allgemeine Verwaltungskosten und Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen berücksichtigt.

Abschläge zur verlustfreien Bewertung werden, soweit erforderlich, auftragsbezogen zunächst aktivisch als Wertberichtigung bis zur Höhe des jeweilig aktivierten Betrags der unfertigen Anlage und danach passivisch durch Bildung von Drohverlustrückstellungen vorgenommen. Noch anfallende Stunden für Projektmanagement, Konstruktion/Engineering, Beschaffung und technische Beratung werden bei der Ermittlung der verlustfreien Bewertung in Höhe des Stundensatzes für die Aktivierung von unfertigen Anlagen angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen, wobei auch Länderrisiken berücksichtigt werden.

Auf den Nettobetrag der nicht einzelwertberichtigten Forderungen wird grundsätzlich

darüber hinaus für das allgemeine Kreditrisiko eine Pauschalwertberichtigung i. H. v. 2,0 % für inländische Forderungen bzw. 3,5 % für ausländische Forderungen gebildet.

Forderungen und Verbindlichkeiten werden verrechnet, soweit die Voraussetzungen für eine Aufrechnung gegeben sind.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge in Folgeperioden darstellen.

Der Unterschiedsbetrag zwischen Ausgabebetrag und Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit wird auf der Aktivseite aufgenommen. Der Unterschiedsbetrag wird auf die Dauer der Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt und planmäßig jährlich abgeschrieben.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelten Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen (2,50 % bzw. 2,00 %, Vorjahr: 2,50 % bzw. 1,95 %) sowie eine Fluktuation von durchschnittlich 2,00 % werden bei der Ermittlung des Barwertes der erdienten Anwartschaften berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt unter Anwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G. Den so ermittelten Altersversorgungsverpflichtungen wird pauschalierend eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Es wird der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre von 1,83 % angesetzt (Vorjahr: 1,78 %). Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre (1,75 %; Vorjahr: 1,44 %) ein gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe von 314 TEUR (Vorjahr: 1.409 TEUR). Der Zinsanteil, der in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen enthalten ist, wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 187 TEUR (Vorjahr: 375 TEUR).

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für die Abzinsung der sonstigen Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2023 je nach Restlaufzeit zwischen 1,00 % und 1,09 % (Vorjahr: 0,48 % und 0,56 %). Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wird auf eine Abzinsung verzichtet. In Abhängigkeit vom Zinssatz und der Höhe der Rückstellung ergibt sich ein Zinsertrag bzw. ein Zinsaufwand.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Forderungen, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten in Fremdwährungen resultieren im Wesentlichen aus dem Projektgeschäft. Bei Erteilung des Auftrags durch den Kunden wird der aktuelle Tageskurs als Kalkulationskurs festgelegt und bis zur Fertigstellung des Projektes beibehalten. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden unterjährig zu den Kalkulationskursen der jeweiligen Projekte umgerechnet und eingebucht.

Für nicht in Bewertungseinheiten einbezogene Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wird eine Fremdwährungsbewertung wie folgt vorgenommen:

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet, sofern ihre Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt. Fremdwährungsforderungen, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, werden jeweils zum Kurs des Transaktionstags oder mit dem niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, werden jeweils zum Kurs des Transaktionstags oder zum höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Bei der Fremdwährungsumrechnung wurden zum Bilanzstichtag folgende Devisenkassamittelkurse verwendet:

Land ISO-Code Kurs EUR
Großbritannien GBP 0,8689
Japan JPY 156,3112
Republik Korea KRW 1.426,5900
Polen PLN 4,3347
Taiwan TWD 33,8323
Tschechische Republik CZK 24,6986
Vereinigte Staaten USD 1,1064

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden sind steuerliche Verlustvorträge zu berücksichtigen, soweit sie zukünftig nutzbar sein werden. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung ist in der Bilanz als passive latente Steuer anzusetzen. Im Fall einer Steuerentlastung wird von dem Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht.

Grundsätze für die Umsatzrealisierung und Periodenabgrenzung

Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind bzw. der Gefahrenübergang erfolgt ist. Der Gefahrenübergang fertiggestellter Anlagen erfolgt dabei im Regelfall durch formelle Abnahme des Kunden und Ausstellung von sogenannten Provisional Acceptance Certificates (PAC) oder vergleichbarer Erklärungen.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im Anlagengitter gesondert dargestellt, das als Anlage zum Anhang beigefügt ist.

Der Anteilsbesitz der Gesellschaft setzt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:

Höhe des Anteils am Kapital Höhe des Eigenkaptitals / Fehlbetrages (-) Ergebnis des Geschäftsjahres Gewinn (+) / Verlust (-)
Name und Sitz der Gesellschaft in TEUR in TEUR
Doosan Lentjes Czech s.r.o., Praha (CZ) 100,00% 76 -66

Unter den Finanzanlagen sind Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 64.158 TEUR enthalten. Diese entfallen auf Darlehensforderungen gegenüber der Doosan Power Systems S. A. (Luxemburg). Die Darlehen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind jederzeit kurzfristig kündbar. Gemäß den Darlehensverträgen besteht jeweils die Möglichkeit, die Darlehenslaufzeit zu verlängern.

Mit Vertrag vom 06.04.2022 wurde der Tochtergesellschaft der Doosan Lentjes Czech s. r. o. ein Darlehen in Höhe von 150 TEUR gewährt. Es handelt sich dabei um ein verzinsliches Darlehen mit einer Laufzeit von 7 Jahren. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 beträgt die Darlehensforderung 124 TEUR.

Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Unfertige Anlagen 322.942 204.671
Abzgl. Wertberichtigung -22.208 -412
Geleistete Anzahlung 253 593
300.987 204.852

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von insgesamt 5.161 TEUR (Vorjahr: 5.161 TEUR) enthalten, die in Höhe von 3.024 TEUR (Vorjahr: 3.017 TEUR) einzelwertberichtigt sind.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 1.005 TEUR (Vorjahr: 634 TEUR) enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Umsatzsteuerforderungen im Inland in Höhe von 1.608 TEUR (Vorjahr: Verbindlichkeit 2.099 TEUR) und gegenüber den Finanzämtern im Ausland in Höhe von 1.034 TEUR (Vorjahr:143 TEUR) enthalten. Außerdem enthält dieser Posten debitorische Kreditoren in Höhe von 444 TEUR (Vorjahr: 169 TEUR), Forderungen aus Kautionen von 137 TEUR (Vorjahr: 135 TEUR) sowie Forderungen aus der Abrechnung von Devisentermingeschäften in Höhe von 282 TEUR (Vorjahr: 282 TEUR).

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

In den liquiden Mitteln sind nicht frei verfügbare Mittel in Höhe von 1.122 TEUR (Vorjahr: 1.035 TEUR) enthalten. Die übrigen liquiden Mittel sind frei von Rechten Dritter und frei verfügbar.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist mit 26 TEUR unverändert zum Vorjahr.

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 487.263 TEUR (Vorjahr: 487.263 TEUR).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen betreffen Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern und aktiven Mitarbeitern.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalkostenrückstellungen, auftragsbezogene Rückstellungen sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Personalkostenrückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Bonuszahlungen, ausstehenden Urlaub und Jubiläumsverpflichtungen. Die auftragsbezogenen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Nachlaufkosten für abgerechnete Aufträge und Gewährleistungsrückstellungen. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Langzeitarbeitskonten in Höhe von 290 TEUR wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Zeitwert des als Deckungsvermögen zu berücksichtigenden Wertguthabens verpfändeter Bankguthaben in Höhe von 210 TEUR saldiert. Der Zeitwert entspricht den Anschaffungskosten. Es wird somit zum Bilanzstichtag eine saldierte Rückstellung in Höhe von 80 TEUR ausgewiesen. Soweit Erträge aus dem Deckungsvermögen vorliegen, werden diese mit Aufwendungen aus den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet.

Verbindlichkeiten

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28.500 0
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (28.500) (0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 232.408 168.676
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (232.408) (168.676)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.539 6.765
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (5.462) (6.765)
davon mit einer Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre (77) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 123.264 70.139
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (123.264) (70.139)
Sonstige Verbindlichkeiten 935 2.523
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (935) (2.523)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen die in Anspruch genommene Kreditlinie einer englischen Geschäftsbank. Die Kreditlinie wurde im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 28.500 TEUR gewährt. Die Kreditlinie ist grundsätzlich nicht zweckgebunden.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind erhaltene Anzahlungen für Aufträge in Höhe von 89.566 TEUR (Vorjahr: 71.176 TEUR) und Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 26.000 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) enthalten. Weiterhin enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 8.875 TEUR (Vorjahr: 1.996 TEUR) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 2.824 TEUR (Vorjahr: 2.050 TEUR) sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten wurden mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4.040 TEUR (Vorjahr: 5.083 TEUR) verrechnet. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden mit entsprechenden Forderungen gegen verbundene Unternehmen saldiert, soweit die Voraussetzungen für eine Aufrechnung möglich sind.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 307 TEUR (Vorjahr: 2.452 TEUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In diesem Posten sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 601 TEUR (Vorjahr: 1.342 TEUR), Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 218 TEUR (Vorjahr: 156 TEUR) und periodenfremde Erträge in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 19 TEUR) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten als wesentliche Posten Fremdleistungen in Höhe von 3.013 TEUR (Vorjahr: 5.251 TEUR), Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von 2.112 TEUR (Vorjahr: 2.042 TEUR) und Zuführung zu Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 845 TEUR (Vorjahr: 1.127 TEUR).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus dem zusätzlichen Rückstellungsbedarf infolge der Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB in Höhe von 187 TEUR (Vorjahr: 187 TEUR) enthalten.

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Der Posten enthält Erträge aus der Verzinsung von Darlehensforderungen gegen die Gesellschafterin Doosan Power Systems Ltd. in Höhe von 3.328 TEUR (Vorjahr: 1.655 TEUR).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 443 TEUR (Vorjahr: 437 TEUR) enthalten.

Sonstige Angaben

Derivative Finanzinstrumente

Zur Kurssicherung von Kundenverträgen, die in fremder Währung abgerechnet werden, sind durch die Doosan Lentjes GmbH für die erwarteten Zahlungseingänge Devisentermingeschäfte abgeschlossen worden. Diese beinhalten Vereinbarungen über den Devisenverkauf auf der Grundlage vertraglich vereinbarter Zahlungseingänge und den Währungskurs. Termingeschäfte zu Spekulationszwecken werden nicht getätigt.

Insgesamt bestehen zum Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte mit folgenden Fristigkeiten:

Abgesichertes Volumen

<3 Monate 3 Monate bis 1 Jahr > 1 Jahr bis 3 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verkauf 1.244 0 0 1.244
1.244 0 0 1.244

Die Verkaufsgeschäfte betreffen die Währung Polnischer Zloty (PLN).

Die Devisentermingeschäfte werden unter Anwendung der Einfrierungsmethode zu einer Cashflow-Hedge-Bewertungseinheit zusammengezogen. Die Wirksamkeit wird mit der Critical-Term-Match-Methode geprüft. Es wird ein Wertausgleich von 100 % erwartet.

Die Devisentermingeschäfte haben einen negativen beizulegenden Zeitwert von 224 TEUR (Vorjahr: negativer beizulegender Zeitwert von 43 TEUR). Die beizulegenden Zeitwerte werden aus Marktdaten bzw. finanzmathematischen Bewertungsmodellen abgeleitet. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgt auf Basis des Fixings der Europäischen Zentralbank am Bewertungsstichtag. Die von der Commerzbank AG ermittelten Marktterminkurse werden mit den vereinbarten Terminkursen verglichen. Die Differenz aus der Bewertung des Devisentermingeschäftes zum vereinbarten Terminkurs und der Bewertung zum Marktterminkurs bildet den Marktwert.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren ohne Geschäftsführung, Mitarbeiter in Elternzeit und Auszubildende durchschnittlich 185 Mitarbeiter (Vorjahr: 188 Mitarbeiter) beschäftigt.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (ohne Geschäftsführung und Auszubildende) verteilt sich über folgende Bereiche:

Einkauf 10 (Vorjahr: 9)
Vertrieb 19 (Vorjahr: 24)
Forschung und Entwicklung 9 (Vorjahr: 8)
Engineering 121 (Vorjahr: 119)
Verwaltung und sonstige 26 (Vorjahr: 28)

Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Herr Dirk Stokvis, Moers, CEO

Hauptberuflicher Geschäftsführer

Herr Kisoon Park, Düsseldorf, CFO (seit 19. April 2023)

Hauptberuflicher Geschäftsführer

Herr Sanghoun Park, Düsseldorf, CFO (bis 19. April 2023)

CFO der Doosan Škoda Power s.r.o., Tschechische Republik

Herr Sukjoo Kang, Esher Surrey, Großbritannien (bis 28. Februar 2024)

CEO und CFO der Doosan Power Systems S.A., Luxemburg

Herr Hongook Park, Seoul, Republik Korea (bis 28. Februar 2024)

Executive Vice President, Doosan Enerbility Co., Ltd., Republik Korea

Herr Jeongtaek Lee, Seoul, Republik Korea (bis 28. Februar 2024)

Vice President, Doosan Enerbility Co., Ltd., Republik Korea

Herr Seungwoo Sohn, Seoul, Republik Korea (seit 28. Februar 2024)

Executive Vice President, Doosan Enerbility Co., Ltd., Republik Korea

Herr Donggil Kim, Gyeonggi-do, Republik Korea (seit 28. Februar 2024)

Vice President, Doosan Enerbility Co., Ltd., Republik Korea

Herr Youngki Lim, Gyeonggi-do, Republik Korea (seit 28. Februar 2024)

CEO und CFO der Doosan Power Systems S.A., Luxemburg

Herr Dukrae Park, Seoul, Republik Korea (seit 28. Februar 2024)

Hauptberuflicher Geschäftsführer

Die Bezüge des Geschäftsführungsorgans belaufen sich auf 570 TEUR (Vorjahr: 315 TEUR). Bezüglich der Angaben der Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans nach § 285 Nr. 9b) HGB macht die Gesellschaft von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Nicht in der Bilanz ausgewiesene Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag liegen keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen Verpflichtungen in Höhe von 6.671 TEUR (Vorjahr: 7.168 TEUR) mit folgenden Fälligkeiten:

fällig bis zu 1 Jahr: 1.179 TEUR (Vorjahr: 967 TEUR)
fällig zwischen 1 bis zu 2 Jahren: 1.046 TEUR (Vorjahr: 967 TEUR)
fällig über 2 Jahre: 4.446 TEUR (Vorjahr: 5.234 TEUR)

Sie betreffen in Höhe von 5.772 TEUR (Vorjahr: 6.452 TEUR) Mietverpflichtungen für die Hauptverwaltung in Ratingen.

Konzernverhältnisse/Konzernabschluss

Die Doosan Lentjes GmbH ist ein Tochterunternehmen der Doosan Power Systems Ltd., Luxemburg und wird in den Konzernkreis der Doosan Power Systems S.A., Luxemburg, (kleinster Konzernkreis) einbezogen. Der Konzernkreis der Doosan Power Systems S. A. wird in den Konzernkreis der Doosan Enerbility Co., Ltd., Changwon (Republik Korea) einbezogen. Der Konzernkreis der Doosan Enerbility Co., Ltd. ist wiederum in den obersten Konzernkreis der Doosan Corporation Co., Ltd., Seoul (Republik Korea) (größter Konzernkreis), einbezogen.

Der Konzernabschluss der Doosan Corporation Co., Ltd. wird nach den Korean International Financial Reporting Standards (Korean-IFRS) aufgestellt. Der Abschluss wird veröffentlicht und ist unter Doosan Tower, 275, Jangchungdan-ro, Jung-gu, Seoul, Republic of Korea; PO: 04563, abrufbar. Die Doosan Power Systems S.A. steht mit der Doosan Enerbility Co., Ltd. in einem Konzernverhältnis. Der Konzernabschluss der Doosan Power Systems S.A. wird in den Konzernabschluss der Doosan Enerbility Co., Ltd. einbezogen.

Der Konzernabschluss der Doosan Power Systems S.A. wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Abschluss wird veröffentlicht und ist unter Intertrust, Luxembourg 6, rue Eugène Ruppert, L-2453 Luxembourg, Grand-Duchy of Luxembourg, abrufbar. Der Konzernabschluss der Doosan Power Systems S.A. hat für einen von der Doosan Lentjes GmbH aufzustellenden Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß § 291 HGB befreiende Wirkung.

Von den deutschen Rechnungslegungsgrundsätzen abweichende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden finden im befreienden Konzernabschluss insbesondere in folgenden Bereichen Anwendung: Im Bau befindliche Projekte werden nach IFRS in Höhe des Fertigstellungsgrades als Umsatz inklusive eines anteiligen Ergebnisses realisiert. Nach deutschem Handelsrecht darf der Umsatz erst nach Fertigstellung der Anlage und Abnahme durch den Kunden realisiert werden. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu aktivieren. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt die Abzinsung mit einem stichtagsbezogenen Kapitalmarktzins.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 37.860.779,53 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- oder Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Ratingen, 15. März 2024

Die Geschäftsführung

Dirk Stokvis

Kisoon Park

Dukrae Park

Seungwoo Sohn

Donggil Kim

Youngki Lim

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Doosan Lentjes GmbH, Ratingen

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Doosan Lentjes GmbH, Ratingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Doosan Lentjes GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 6. Mai 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gez. Winkler, Wirtschaftsprüfer

gez. Fries, Wirtschaftsprüferin

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung hat am 23.09.2024 den Beschluss gefasst, den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresfehlbetrag von EUR 37.880.779,17 auf neue Rechnung vorzutragen.

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