Tarent GmbH
72mGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Müller seit 26.4.2023 | Prokura |
Fabian Ackermann seit 26.4.2023 | Prokura |
Marko Pesic seit 15.8.2013 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
batterium GmbHFreiberg am NeckarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023der batterium GmbH, Freiberg am NeckarI. Darstellung der Gesellschaft Unternehmensprofil Der Hauptgeschäftsbereich der batterium GmbH liegt in der applikationsnahen Produktentwicklung und dem Vertrieb von elektrischen und elektrochemischen Systemkomponenten für die mobile und autarke Stromversorgung. Mit dem eigenen online-Fachhandelsshop für Batterien und unabhängige Stromversorgung „autobatterienbilliger.de1 (ABB)“ sowie der Eigenmarke „ECTIVE2“ werden die verschiedenen Themen der mobilen und stationären Stromversorgung realisiert. Der Vertrieb an Privatkunden erfolgt online über die beiden eigenen Online-Shops „autobatterienbilliger.de“ und „ECTIVE“ sowie über externe Plattformen wie Amazon und Ebay. Neben dem Online-Verkauf, bietet die batterium eine fundierte persönliche Beratung durch Fachmitarbeitende im firmeneigenen Abholmarkt am Sitz der Gesellschaft in Freiberg am Neckar, sowie telefonisch oder per E-Mail. Die Onlinepräsenz besteht in Deutschland und im europäischen Ausland, insbesondere in Österreich und Frankreich. Gewerbekunden werden vom Fachpersonal in der Firmenzentrale in Freiberg am Neckar betreut. Über „autobatterienbilliger.de“ werden unter anderem Starterbatterien für Autos und Motorräder, Versorgerbatterien, Ladegeräte, Powerstations und Solartechnik vertrieben. Bei den Produkten handelt es sich Eigenprodukte der Marken „Accurat“ und „ECTIVE“ sowie um Fremdhandelswaren von anderen Herstellern, wie zum Beispiel „Exide“ und „Varta“. Auf der Plattform „ECTIVE“ werden nur „Autarkie-Produkte“ dieser Eigenmarke angeboten. Diese Marke ist spezialisiert auf Versorgungsbatterien mit Ladetechnik und Wechselrichtern sowie Solarstromspeicher und Powerstationen für mobile und stationäre Anwendungen. Der Abholmarkt in Freiberg am Neckar bietet Starterbatterien für Autos und Motorräder der Eigenmarke „Accurat“ und anderer Hersteller an. An Gewerbekunden werden vor allem Produkte für die autarke Stromversorgung der Eigenmarken geliefert. Für die Eigenmarken entwickelt das Team der battrium GmbH Produktspezifikationen, welche anschließend an spezialisierte europäische Fertigungsbetriebe Hersteller - überwiegend aus Italien - sowie nach China weitergegeben und dort umgesetzt werden. Dabei wird die Großhandelsstufe umgangen, um hochwertige Produkte zu besonders attraktiven Preisen anbieten zu können. Knapp die Hälfte der für das Unternehmen gefertigten Batterien stammen aus europäischer Produktion, der übrige Anteil kommt größtenteils aus chinesischen Fertigungsstätten. Fremdhandelswaren, insbesondere für „autobatterienbilliger.de“, werden in erster Linie über europäische Großhändler oder Hersteller beschafft. Die Abwicklung von administrativen Back-Office-Aufgaben sowie Teile des Kundenservice erfolgt in Zusammenarbeit mit einer Service-Gesellschaft in Belgrad, der Hauptstadt der Republik Serbien. Forschung und Entwicklung Beständig findet eine laufende Weiterentwicklung diverser Produkte im Rahmen von Kundenaufträgen, Abstimmungen mit Produzenten sowie auch aufgrund eigener interner Entwicklungen statt. Des Weiteren konzentriert sich die F&E-Aktivität auf permanente technische Weiterentwicklung der eigenen Produkte bzw. deren Abstimmung auf die Anforderungen des Marktes. Projektabhängig sind unverändert zu den Vorjahren etwa drei Mitarbeiter nur mit technischen Weiterentwicklungen befasst. Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren sind insbesondere die Gesamtleistung, das Rohergebnis, das Betriebsergebnis sowie ein angemessener Warenbestand. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind insbesondere der Umfang der Qualitätsretouren und die Mitarbeiterzufriedenheit. II. Darstellung der Lage 1. Wesentliche Ereignisse und Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 stand die batterium GmbH vor der anspruchsvollen Aufgabe, zuvor aufgebauten Warenüberhängen zu begegnen. Diese hatten sich in den vergangenen Jahren im Zuge weltweiter Lieferengpässe - insbesondere bedingt durch die Corona-Pandemie - angesammelt. Aus Sorge vor erneuten Störungen in den globalen Lieferketten kam es ab Mitte 2022 zu gezielten Bevorratungsmaßnahmen („strategische Sicherheitskäufe“), um die Lieferfähigkeit jederzeit gewährleisten zu können. Diese proaktive Maßnahme zur Absicherung der Versorgungssicherheit war im damaligen Marktumfeld eine nachvollziehbare und verantwortungsvolle Entscheidung. Im Rückblick erwiesen sich die Lagerbestände in einzelnen Produktgruppen jedoch als über das notwendige Maß hinausgehend - vor allem angesichts einer sich abzeichnenden Normalisierung der globalen Lieferketten sowie einer sich im Laufe des Jahres 2023 abschwächenden Marktnachfrage. In der Folge kam es zu einem Anstieg der Lagerhaltungs- und Bestandskosten sowie zu einem verlangsamten Abverkauf in bestimmten Segmenten. Trotz umfangreicher und gezielter Verkaufsmaßnahmen sowie durchgeführter Rabattaktionen konnten die Bestände nicht in allen Bereichen vollständig auf ein wirtschaftlich optimaleres Niveau reduziert werden. Vor diesem Hintergrund arbeitet das Unternehmen derzeit intensiv an der Weiterentwicklung seines Bestandsmanagements. Ziel ist es, künftig noch agiler auf Marktschwankungen zu reagieren und Lagerbestände noch präziser an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. 2. Konjunktur und Marktentwicklung Nach einem Anstieg im Vorjahr von 1,4% ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 um 0,3% gesunken. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Insbesondere nahm der private Konsum im Jahr 2023 vor allem wegen der hohen Verbraucherpreise preisbereinigt um 0,8% gegenüber dem Vorjahr ab. Besonders stark sanken die Ausgaben für langlebige Güter. Gemäß Zentralverband der Elektro- und Digitalindustrie e.V. (ZVEI) entwickelte sich die deutsche Elektroindustrie im Jahr 2023 kontinuierlich mit einem Umsatzwachstum von 6% auf 237,9 Mrd. EUR gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2023 verzeichnete der deutsche Batteriemarkt demnach ein starkes Wachstum von 32% und erreichte ein Gesamtvolumen von 23,2 Milliarden Euro. Den größten Marktanteil hatten Lithium-Ionen-Batterien, die mit einem Umsatz von 18,9 Milliarden Euro erneut deutlich zulegten - ein Plus von 58% gegenüber dem Vorjahr. Damit wuchs das Segment zwar weiterhin stark, jedoch nicht mehr ganz so rasant wie zuvor. Stabil geblieben ist der Markt für Bleibatterien, der ein Volumen von etwas über 1 Milliarde Euro erreichte. Bleibatterien haben sich in bestimmten Einsatzbereichen als einziges massentaugliches Batterieprodukt bewährt - etwa bei der unterbrechungsfreien Stromversorgung in Krankenhäusern und Rechenzentren, in Gewerbe- und Heimspeichern, mobilen Speichersystemen oder als Starter- und Bordnetzbatterien in Fahrzeugen. Im Gegensatz dazu kommt in Bereichen wie der Elektromobilität oder bei erneuerbaren Energien häufig ein Mix verschiedener Technologien zum Einsatz. Zwischen 2019 und 2023 ist der deutsche Batteriemarkt um beeindruckende 429% gewachsen - ein deutliches Zeichen für die wachsende Relevanz elektrischer Energiespeicher in all ihren Formen. Besonders stark zeigt sich dieses Wachstum bei Lithium-Ionen-Batterien: Ihr Marktvolumen hat sich seit 2019 mehr als verneunfacht. Ausschlaggebend dafür war vor allem der starke Anstieg der Importe nach Deutschland. Anders sieht es bei Bleibatterien aus. Ihr Markt blieb in den letzten Jahren weitgehend stabil und liegt aktuell leicht über dem Niveau von 2019. Der Umsatzrückgang im Jahr 2023 bei der batterium GmbH resultiert vor allem aus den Eigenmarken für die autarke Stromversorgung. Dazu beigetragen hat der starke Nachfragerückgang bei Wohnmobilien nach dem Corona-Boom. Als die batterium GmbH gehen wir aufgrund der sehr dynamischen Ausweitung von Batterie- und Stromversorgungssystem für alle möglichen Anwendungen des Alltags in den nächsten Jahren von etwas kleineren, aber dennoch stabilen Wachstumsraten bis in die 2030er Jahre aus. 3. Umsatz-, Aufwands- und Ergebnisentwicklung der batterium GmbH Zu den Umsatzrückgängen in Höhe von -3.576 TEUR bzw. -9% haben vor allem Versorgungsbatterien mit -1.510 TEUR bzw. -20%, Wechselrichter mit -1.441 TEUR bzw. -26% Solarpanele mit -604 TEUR bzw. -25%, Autobatterien mit -736 TEUR bzw. -7% sowie mit 595 TEUR bzw. -100% der aus dem Sortiment genommenen mobilen Kühlboxen geführt. Positiv haben sich dagegen das Solarzubehör mit 695 TEUR bzw. 205%, Motorradbatterien mit 354 TEUR bzw. 18%, Lithium-Versorgungsbatterien mit 323 TEUR bzw. 6% und Batterieladegeräte mit 324 TEUR bzw. 31% entwickelt. Insbesondere die Eigenmarke „ECTIVE“ musste durch eine verringerte Nachfrage und eine deutliche Verschärfung der Wettbewerbsintensität bei Komponenten der mobilen Stromversorgung einen Rückgang verzeichnen. Daneben war im Jahr 2023 wieder insbesondere in den verstärkt fokussierten indirekten Vertriebskanälen wie Amazon und Ebay eine zunehmende Wettbewerbsintensität mit Auswirkungen auf das Preisniveau aller Produktkategorien zu spüren. Mit einem Umsatzvolumen von 30,2 Mio. EUR (Vorjahr: 34,1 Mio. EUR) bleibt der Marktplatz Deutschland der wichtigste Absatzmarkt der Gesellschaft (im Geschäftsjahr mit 83,2% und im Vorjahr mit 85,6%). Die Umsätze in andere EU-Länder sind im Jahr 2023 vom 348 TEUR bzw. 6,4% auf 5.747 TEUR gestiegen. Die Umsatzerlöse mit sog. Drittländer sind weiter von untergeordneter Bedeutung. Der geringere Umsatz liegt vor allem an der sich abschwächenden Marktnachfrage. Im Vergleich zum Vorjahr sind die sonstigen betrieblichen Erträge um -911 TEUR auf 359 TEUR (Vorjahr: 1.270 TEUR) gesunken. Grund hierfür sind im Wesentlichen niedrigere Erträge aus Wechselkursdifferenzen (-890 TEUR) sowie die aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung (-71 TEUR). Das Rohergebnis ist im Jahr 2023 im Verglich zum Vorjahr um -4.072 TEUR bzw. 25,2% auf 12.099 TEUR gesunken. Bereinigt um die Erträge aus Wechselkursdifferenzen von 150 TEUR (Vorjahr 1.040 TEUR) und aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung von -3 TEUR (Vorjahr -74 TEUR) ist das korrigierte Rohergebnis um -3.111 TEUR bzw. 20,7% auf 11.946 TEUR gesunken. Der Materialaufwand ist um 443 TEUR bzw. 1,8% auf 24.512 TEUR gesunken. Trotz leichter Verkaufspreiserhöhungen ist die Materialaufwandsquote bezogen auf das dargestellte korrigierte Gesamtleistung von 62,4% im Vorjahr auf 67,2% im Jahr 2023 gestiegen. Aufgrund der verhältnismäßig langen Lieferzeiten auf dem Beschaffungsmarkt konnten die negativen Preisniveauentwicklungen auf dem Absatzmarkt erst zeitverzögert bei den Preisverhandlungen mit den Lieferanten für künftige Bestellungen berücksichtigt werden. Dieser Umstand, sowie die Bewertung nunmehr schwer verkäuflicher Produkte, erforderte zum Jahresende eine Warenabwertung. Die Personalkosten betragen 3.753 TEUR und liegen 388 TEUR über denen des Vorjahres. Grund dafür sind neue Anstellungsverhältnisse und Sonderzahlungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um -367 TEUR bzw. -4,1% auf 8.537 TEUR reduziert. Bei um 457 TEUR auf 933 TEUR gestiegenen bezogene Fremdleistungen vor allem für Programmierungs-, Marketing- und E-Commerce-Leistungen ergibt sich der Rückgang vor allem aus geringeren Verkaufs- und Werbekosten im Zusammenhang mit dem Umsatzrückgang. Der Rückgang des Betriebsergebnisses, als Ergebnis vor Zinsaufwendungen und Ertragsteuern, auf -260 TEUR (Vorjahr 3.840 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus dem gesunkenen Rohertrag. Das negative Finanzergebnis erhöhte sich durch eine höhere Inanspruchnahme von Bankkrediten und höheren Zinssätzen um -62 TEUR zum Vorjahr auf -98 TEUR. 4. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um -631 TEUR gesunken und beträgt zum 31. Dezember 2023 13.840 TEUR. Das Anlagevermögen der batterium GmbH hat sich geringfügig um -30 TEUR reduziert. Hintergrund ist eine über dem Investitionsvolumen liegende Abschreibung. Das Umlaufvermögen hat sich auf 13.633 TEUR (Vorjahr: 14.250 TEUR) reduziert. Ursächlich hierfür sind bei weiter um 1.445 TEUR gestiegenen Vorräten vor allem Rückgang der flüssigen Mittel auf 745 TEUR (Vorjahr 3.599 TEUR). Dagegen habe sich die sonstigen Vermögensgegenstände um 864 TEUR erhöht, was vor allem Steuererstattungsansprüche im Zusammenhang mit dem negativen Jahresergebnis liegt. Auf der Passivseite ergibt sich der Rückgang der Bilanzsumme bei gestiegenen Bankverbindlichkeiten neben dem aufgrund des Jahresfehlbetrags um -397 TEUR gesunkenen Eigenkapitals vor alles aus gesunkenen kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 45,9% (Vorjahr 46,7%) der Bilanzsumme. Durch die Nettokreditaufnahme von Bankdarlehen haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 104 TEUR erhöht. Bei einem Jahresfehlbetrag von -397 TEUR (Vorjahr 2.749 TEUR) beträgt durch die Erhöhung des Umlaufvermögens der operative Cashflow -.2.821 TEUR (Vorjahr 2.092 TEUR). 5. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage Der Umsatzrückgang lag auf dem erwarteten Niveau. Aufgrund der stark gestiegenen Materialeinsatzquote konnte nicht wie erwartet ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht werden. Wir sind mit der Umsatzentwicklung und vor allem mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Effizienz- und Kosteneinsparungen durch die interne Trennung der Sparten „autobatterienbilliger.de“ und „ECTIVE“ kamen erst im Jahr 2025 zum Tragen. III. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung und Ausblick 1. Chancen- und Risikobericht Ein Ausfallrisiko der Gesellschaft besteht in einem Zahlungsausfall von Kunden, insbesondere den Großkunden. Das Risiko betrifft dabei nur die im Anteil leicht gestiegenen Geschäftskunden (B2B), da Privatkunden in der Regel nur nach vorheriger Zahlung beliefert werden. Aufgrund der hohen Anzahl von Kunden auch im B2B-Bereich, bestehen grundsätzlich keine besonders hohen einzelnen Ausfallrisiken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen im Wesentlichen zur Finanzierung des Working Capitals. Da die Gesellschaft ihre Handelsware mit steigender Tendenz knapp unter der Hälfte aus China bezieht und ihre Lieferantenverbindlichkeiten in US-Dollar begleicht, kann ein langfristig steigender Dollarkurs Verkaufspreiserhöhungen erforderlich machen. Dem Wechselkursrisiko wird mit einem konstanten Monitoring der Kurse und dem Abschluss von Devisentermingeschäften als Sicherungsgeschäfte (Hedging) für die Wareneinkäufe in Fremdwährung begegnet. Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft kann sich aufgrund nicht vorhersehbarer wirtschaftlicher und konjunktureller Veränderungen schlechter darstellen als zuvor angenommen. Ebenso nehmen politische Unwägbarkeiten in Deutschland, sowie die im internationalen Umfeld, Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens (die Auswirkungen der Konflikte internationaler Handelspartner, die aktuelle Zoll-Politik der USA, der Ukraine-Krieg sowie die Nachwirkungen der Covid-19-Pandemie). Negative Planabweichungen können zu Warenüberbeständen führen, die durch technische Weiterentwicklungen nicht mehr oder nur mit Preisnachlässen verkauft werden können. Durch den im Februar 2022 ausgebrochenen Krieg in der Ukraine ist die batterium GmbH nicht unmittelbar betroffen, da sie weder nennenswerte Kunden als auch Lieferanten in der Ukraine oder in Russland hat. Mittelbar ergeben sich bei der batterium GmbH Auswirkungen im Zusammenhang mit der Verschärfung der Lieferkettenproblematik, Kostensteigerung vor allem beim Material und bei den Transportkosten, steigendes Zinsniveau und sonstige allgemeine Auswirkungen der Inflation. Auch eine Belastung der Gesamtwirtschaft durch die aktuellen Zoll-Politik der USA kann das Geschäft der batterium GmbH belasten. Diese Entwicklung könnte die Wettbewerbsintensität weiter verschärfen und sich negativ auf die geplanten Verkaufsmengen auswirken. Um diesen Risiken zu begegnen, wertet die batterium GmbH regelmäßig Marktpreisentwicklungen sowie die Vertriebsaktivitäten aus und trifft preisstrategische Maßnahmen. Des Weiteren besteht durch niedrige Markteintrittsbarrieren insbesondere in dem Niedrigpreissegment sowie Produktpiraterie das Risiko von Marktanteilsverlusten durch neue Wettbewerber. Das Risiko wird als branchenüblich eingestuft. Die Gesellschaft wirkt diesen Risiken mit hoher Produktqualität und einer hohen Entwicklungsgeschwindigkeit bei Produktinnovationen entgegen. Im Beschaffungsbereich können Lieferverzögerungen der Lieferanten zu Lieferengpässen führen. Auch im Jahr 2023 stellten stark volatile Transportpreise für Seefrachtcontainer ein Risiko für die wirtschaftliche Planung und Stabilität dar. Die teils kurzfristigen und schwer kalkulierbaren Schwankungen bei den Frachtraten erschweren die verlässliche Kostenkalkulation und beeinträchtigten somit die Marge und Wettbewerbsfähigkeit. Besonders herausfordernd ist die Preisvolatilität bei langfristigen Lieferverträgen, da zuvor vereinbarte Verkaufspreise nicht mehr mit den gestiegenen Transportkosten in Einklang gebracht werden können. Grundsätzlich pflegt die Gesellschaft langfristige vertragliche Beziehungen zu ihren Lieferanten, wodurch Abhängigkeiten entstehen und Risiken aus Lieferengpässen begünstigt werden können. Andererseits bieten langfristige Lieferantenbeziehungen Planungssicherheit und die Chance kooperativ auf neue Marktentwicklungen zu reagieren. Bzgl. der Rohstoffe besteht ein Risiko in Chinas dominanter Marktstellung bei kritischen Materialien wie Seltene Erden, indem China durch Exportbeschränkungen seine Vormachtstellung nutzt. Die Unternehmensabläufe sowie die interne und externe Kommunikation der Gesellschaft basieren in hohem Maße auf Informationstechnologien. Eine wesentliche Störung oder gar ein Ausfall der Systeme kann zu einem Datenverlust und einer Beeinträchtigung der IT-gestützten Geschäftsprozesse führen. Nicht zuletzt hat deswegen die Informationssicherheit einen hohen Stellenwert, der sich in der regelmäßigen Weiterentwicklung und Kontrolle der IT-Landschaft widerspiegelt. Intelligente Endgeräte bieten die Möglichkeit, sich durch einzigartige Merkmale im Wettbewerb abzuheben, weshalb sie im Fokus der hauseigenen Entwicklungsaktivitäten stehen. Durch kontinuierliche Marktbeobachtung und entsprechende Produktneuheiten sieht die Gesellschaft zusätzliche Wachstumsfelder. Das Risiko von Cyberangriffen wird, wie bereits in den Jahren zuvor zunehmend als wachsendes Problem erkannt. Da die reibungslose Abwicklung der Geschäftsprozesse stark von der IT-Infrastruktur abhängt und im Fall eines Angriffs erhebliche Schäden entstehen können, liegt der Fokus der Unternehmens-IT auf dem konsequenten Ausbau geeigneter Sicherheitsmaßnahmen, auch wenn diese mit nicht unerheblichen Kosten verbunden sind. Zur Vorfinanzierung der Wareneinkäufe sind Bankdarlehen und Bankkreditlinien erforderlich. Die gestiegenen Zinsen für die Kreditinanspruchnahmen führen zu höheren Finanzierungskosten. Von einer weiteren Ausweitung der Kreditinanspruchnahmen wird derzeit nicht ausgegangen. Weitere Risiken bestehen in einer möglichen Reduktion der Margen einzelner Produktbereiche - insbesondere bei Geschäften mit hohen Volumina. Hier wird mit einer konsequenten Weiterentwicklung der Produkte sowie Besetzung von Nischen gegengearbeitet. Der frei verfügbare Finanzmittelbestand in Verbindung mit den eingeräumten Kreditlinien wird gemäß Planungen auch in den Jahren 2024 und 2025 jederzeit die Zahlungsfähigkeit der batterium GmbH jederzeit gewährleisten. Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bestehen nicht, sodass diese nicht gefährdet ist. 2. Ausblick Das deutsche preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2024 lt. Statistischem Bundesamt (Destatis) weiter um -0,2% gesunken. Die Bruttowertschöpfung ging um -0,4% zurück. Die privaten Konsumausgaben sind nur schwach gestiegen. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts für das Jahr 2025 steigt das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2025 um 0,2%. Nach zwei Rezessionsjahren führen vor allem die Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staats zu einem Anstieg. Im Zentrum der Vertriebsstrategie steht in den Jahren 2024 und 2025 nicht wie in den Vorjahren die Erschließung neuer geografischer Regionen, sondern der Ausbau eines stabileren B2B Kundenstamms sowohl bei „autobatterienbilliger“ als auch bei „ECTIVE“. Die Erschließung zusätzlicher Märkte wie dem Seeschifffahrts- und Wassersportbereich eröffnet einerseits neue Wachstumsperspektiven, erfordert andererseits aber auch eine gezielte Stärkung und Professionalisierung des aktuellen Vertriebsteams. Für die Jahre 2024 und 2025 rechnen wir mit Umsatzrückgängen auf 35 Mio. EUR bzw. 31 Mio. EUR. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einem negativen Ergebnis vor Ertragsteuern in der Größenordnung des Jahres 2023. Da die Sparmaßnahmen im Jahr 2025 greifen zeichnet sich ein positives Ergebnis ab. Neben üblichen Ersatzbeschaffungen und Aufstockungen sind keine besonderen Investitionen geplant. Der Personalbestand wird etwas vermindert. Die Überbestände bei den Vorräten konnten deutlich abgebaut werden.
Freiberg am Neckar, den 23. Januar 2026 batterium GmbH Marko Pesic Geschäftsführung BilanzAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht scroll
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen wird außerplanmäßig abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben und gleichzeitig als Abgänge ausgewiesen. Die Genossenschaftsanteile werden zum Nennwert angesetzt Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Beschaffungs- oder am Absatzmarkt zum Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Geleistete Anzahlungen wurden zum Nennwert angesetzt. Der Ansatz der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Alle erkennbaren Risiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Liquide Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währungen lautende kurzfristige Vermögensgegenstände und kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet worden. Es wurden beim Jahresabschluss die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 36 TEUR (Vorjahr: 36 TEUR). Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind vor allem Rückstellung für Gewährleistungen/Kulanz und Personalrückstellungen enthalten. Betrag der Verbindlichkeiten mit Sicherungsrechte Bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 2.142 (Vorjahr: 2.236 TEUR) durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Es handelt sich um die Abtretung des Warenlagers sowie um eine Globalzession. Verbindlichkeitenspiegel 2023 scroll
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Verpflichtungen im Sinne von § 251 HGB bestehen zum 31. Dezember 2023 nicht. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 728 TEUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese Verpflichtungen setzen sich zusammen aus noch zu leistende Mieten aufgrund abgeschlossener Mietverträge in Höhe von 665 TEUR und noch zu leistenden Leasingraten für den Fuhrpark in Höhe von 63 TEUR. Der Vorteil der Miet- und Leasingverträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb. Risiken können sich aus der Laufzeit ergeben. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus künftigen Wareneinkäufen in USD wurde bis zum Bilanzstichtag ein Devisentermingeschäft über USD 1,0 Mio. abgeschlossen. Dieses Devisentermingeschäft wird am 28. Juni 2024 fällig. Im Vergleich zum vereinbarten Umrechnungskurs in EUR von USD/EUR 1,10641 ergibt sich bei einem Umrechnungskurs zum 31. Dezember 2024 von USD/EUR 1,105 ein rechnerischer nicht gebuchter Buchgewinn von 1 TEUR. Da das Devisentermingeschäft (Sicherungsgeschäft) im Zusammenhang mit den Wareneinkäufen im Jahr 2024 (Grundgeschäfte) als Bewertungseinheit definiert werden, handelt es sich hierbei um einen sog. antizipativen Portfolio-Hedge, der nach der sog. Einfrierungsmethode berücksichtigt wird. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Nennenswerte außergewöhnliche Erträge oder Aufwendungen sind im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht angefallen. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer beträgt 74 davon 46 Angestellte und 28 gewerbliche Arbeitnehmer. Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane Der Geschäftsführung gehörten an: • Herr Marko Pesic, Kaufmann, Ludwigsburg. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 (4) HGB verzichtet. Nachtragsbericht Der Ausbruch des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 und die Eskalation des Nahostkonflikts im Oktober 2023 haben keine nennenswerten unmittelbare Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der batterium GmbH. Jedoch ist die Gesellschaft auch von den Folgewirkungen dieser Krisen betroffen, insbesondere der Preissteigerungen, der Lieferkettenprobleme sowie der Beeinträchtigung der Weltwirtschaft. Siehe dazu die weiteren Ausführungen im Lagebericht. Im Jahr 2026 ist der Umzug der Firmenzentrale und des Lagers in eine Immobilie in der Nähe von Ludwigsburg geplant. Ein Mietobjekt steht bereits in einer engeren Auswahl, die Verträge sind aktuell aber noch nicht unterzeichnet. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 6.060.951,12 auf neue Rechnung vorzutragen.
Freiberg am Neckar, den 23. Januar 2026 Marko Pesic sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.01.2026 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die batterium GmbH, Freiberg am Neckar Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der batterium GmbH, Freiberg am Neckar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der batterium GmbH, Freiberg am Neckar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ludwigsburg, den 23. Januar 2026 Jahnke & Hofmann GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Gunther Jahnke, Wirtschaftsprüfer |
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