Beteiligungsgesellschaften
Semperit Profiles Leeser GmbH
Ottostraße 25, 41836 Hückelhoven, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mesut Bilgin seit 23.10.2024 | Geschäftsführer |
David Sandrell seit 16.8.2023 | Geschäftsführer |
Ralf Schiffer seit 9.5.2022 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Semperit Technische Produkte Gesellschaft m.b.H | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Semperit Profiles Leeser GmbHHückelhovenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung, Verarbeitung, der An- und Verkauf von Gummi- und Kunststofferzeugnissen jeglicher Art. Die Semperit Profiles Leeser GmbH, Hückelhoven (im Folgenden "Semperit Leeser" oder "Gesellschaft"), ist Hersteller und Entwickler von Gummiprofildichtungen für Fenster und Behälter. Per 16./17. November 2017 erfolgte der Abschluss eines Gewinnabführungsvertrages und die Begründung einer steuerlichen Organschaft mit der Semperit Profiles Deggendorf GmbH ("Semperit Deggendorf"). Ertragsteuerliche Themen werden somit seit 2017 nur noch beim Organträger (Semperit Deggendorf) erfasst. II. Entwicklung auf den Rohstoff- und Energiemärkten Für die Gummi-Industrie sind die Rohstoffe Butadien, Ruß sowie eine Vielzahl weiterer Chemikalien von großer Relevanz, deren Verfügbarkeit trotz anhaltend militärischer Konflikte (Russland-Ukraine Konflikt, Konflikte im Nahen und Mittleren Osten) im Geschäftsjahr 2024 nicht wesentlich beeinträchtigt war. Die Rohstoffpreise sind im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt gesunken. Für den Füllstoff Ruß ist die Preisentwicklung von "Heavy Fuel Oil (HFO)" ein relevanter Preisindikator. Dieser lag durchschnittlich im Geschäftsjahr 2024 um rund 3 % unter dem Durchschnittswert des Vorjahres, welches wiederum mit der allgemeinen Entwicklung des Rohölpreises korreliert. Der Rohölpreis lag um rund 2 % unter dem Vorjahreswert. Auf Grund der aktuellen Handelskonflikte zwischen China und den USA zeichnen sich auch weitere steigende Preistendenzen am Rohstoffmarkt ab. Die Energiepreisbremse für Strom- und Gaspreisdeckel der Bundesregierung ist zum 31. Dezember 2023 ausgelaufen. Während sich der Gaspreis auf einem höheren Niveau stabilisiert hat, zeigt sich der Strompreis 2024 nach wie vor sehr volatil. III. Forschungs- und Entwicklungsbericht Die Erforschung und Entwicklung angepasster Rezepturen und bedarfsgerechter Mischungs-zusammensetzungen sowie eine kontinuierliche Sortimentssteuerung erfolgen gruppenweit zentralisiert in unserem Entwicklungszentrum in Wimpassing, Österreich. Entsprechend unserer Wachstumsstrategie entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden spezifische, individuelle Lösungen, um unsere Marktposition weiterhin erfolgreich zu stärken. Die Kundenzufriedenheit steht dabei an erster Stelle unserer Unternehmensphilosophie. Dies unterstützen wir durch Produktionsvoraussetzungen mit qualitativ hochwertigen Produkt- und Serviceleistungen. Semperit Leeser ist zertifiziert nach ISO 9001 sowie nach ISO 50001. IV. Wirtschaftsbericht Branchenbezogene Rahmenbedingungen Laut dem "World Economic Outlook Update" des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Januar 2025 soll die globale Wirtschaft im Jahr 2025 um 3,3 % (2024: 3,1 %) wachsen. Für den Markt in Deutschland wurden 0,3 % (Schätzung 2024: -0,2 %) Wachstum prognostiziert, für die weltgrößte Volkswirtschaft in den USA 2,7 % (Schätzung 2024: 2,8 %) und für die zweitgrößte Volkswirtschaft in China 4,6 % (Schätzung 2024: 4,8 %). Der IWF rechnet für das Jahr 2025 weltweit mit einer weiter fallenden Inflationsrate von 4,2 % (Schätzung 2024: 5,8 %). Diese wird sich in den Industriestaaten früher dem Zielwert annähern als in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Der Ausblick 2025 ist für die Gesellschaft aus heutiger Perspektive vorsichtig positiv. Der Auftragsbestand entspricht dem des Vorjahres. Die Preise konnten auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden, was zu einem Anstieg der Margen aufgrund der niedrigeren Rohstoff- und Energiepreise führte. Für den Standort Hückelhoven gilt es daher weiterhin, die Verbesserungsmaßnahmen und Einsparungsprojekte in der Produktion sowie konsequentes Kostenmanagement in allen Bereichen fortzuführen. Optimierungen im Supply Chain Management, Erhöhung der Produktivität, Steigerung der Maschinenverfügbarkeit, Automatisierung und Reduzierung der Qualitätskosten werden weiter im Fokus stehen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes nachhaltig sicherzustellen. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr wurde im Wesentlichen durch die schwierige Lage der deutschen Gesamtwirtschaft, und im Speziellen des deutschen Bausektors, geprägt. Die schwächelnde Bauwirtschaft führte zu einer gesunkenen Nachfrage nach Produkten der Semperit Leeser. Aufgrund der schwachen Nachfrage lag der Umsatz der Semperit Leeser im Jahr 2024 mit TEUR 35.047 unter dem Vorjahresumsatz (TEUR 36.952). Die Harmonisierung der Produktionsstandorte zwischen der Semperit Deggendorf und der Semperit Leeser wurde weiter fortgesetzt. Das bereits seit längerem eingeführte gemeinsame und einheitliche ERP-System läuft erfolgreich und bietet eine wichtige Automatisierung in den Bereichen Logistik, Beschaffung und Absatz. Im Jahr 2024 wurde die Übersiedelung der Produktion von industriellen Moosgummiartikeln von Dalheim nach Hückelhoven abgeschlossen. Alle produktionsnotwendigen Anlagen und Maschinen, welche sich in der alten Betriebsstätte befanden, wurden am Standort Hückelhoven neu aufgebaut und einer Aufbereitung unterzogen. Darüber hinaus wurde die neue Produktionshalle, welche vorher als Lagerhalle diente, auf den neuesten Stand hinsichtlich einer effizienten und nachhaltigen Energiezufuhr gebracht sowie mit einer neuen Stromversorgung versehen. Der Verkauf der Betriebsstätte in Dalheim wurde im Geschäftsjahr 2024 durchgeführt. Darüber hinaus wurde auch die Zusammenarbeit mit dem Semperit-Konzern weiter verstärkt, um weitere Synergieeffekte zu generieren. Dies führte zu einer Erhöhung der Effizienz und einer Verringerung der operativen Risiken. Für die Gewährleistung der Kundenzufriedenheit auf einem sehr hohen Niveau wurden regelmäßige Kunden- Monitorings und klare Verantwortlichkeitsregelungen fortgesetzt. Dies dient dabei als Grundvoraussetzung für die stetige Gewinnung neuer Kunden auch außerhalb der Fenster- und Fassadenbranche. Lage des Unternehmens Ertragslage Der Umsatz der Semperit Leeser ist im Jahr 2024 um TEUR -1.905 auf TEUR 35.047 (Vj. TEUR 36.952) zurückgegangen. Die Absatzmenge (Tonnage) ist mit 5.308 t (Vj. 5.823 t) um-515 t bzw. -8,8 % gesunken. Darin enthalten sind Intercompany-Verkäufe in Höhe von 658 t (Vj. 681 t). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr von TEUR 234 um TEUR 1.203 auf TEUR 1.437 gestiegen. Der Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aus Erträgen aus dem Abgang von Sachanlagen. Der Materialaufwand hat sich von TEUR 17.072 im Vorjahr um TEUR -2.594 (-15,2%) auf TEUR 14.478 verringert. Der Rückgang resultiert aus niedrigeren Rohstoffpreisen aufgrund verbesserter Bedingungen bei Lieferketten und niedrigeren Energiekosten sowie dem oben erwähnten Absatzrückgang. Der Personalaufwand hat sich um TEUR -1.260 auf TEUR 8.662 (Vj. TEUR 9.922) reduziert. Der Rückgang resultiert aus dem Abbau von Personal. Der Abschreibungsaufwand ist in 2024 um TEUR 1.893 (126 %) auf TEUR 3.399 gestiegen. Die Abschreibungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 9,9 % der Gesamtleistung (Vj. 3,9 %). Der Grund für den Anstieg ist eine außerplanmäßige Abschreibung der Anlagen im Bau um TEUR 1.745. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 8.038 auf TEUR 8.212 erhöht. Darin enthalten sind Reparaturen und Instandhaltungen in Höhe von TEUR 1.286 (Vj. TEUR 1.354), Weiterbelastungen im Verbundbereich in Höhe von TEUR 2.572 (Vj. TEUR 2.196), Ausgangsfrachten in Höhe von TEUR 1.403 (Vj. TEUR 1.322), Leiharbeitnehmerkosten in Höhe von TEUR 364 (Vj. TEUR 325), Verpackungsmaterial TEUR 878 (Vj. TEUR 945), Werkzeugkosten TEUR 258 (Vj. TEUR 266), Rechts- und Beratungsaufwendungen in Höhe von TEUR 153 (Vj. TEUR 188) sowie verschiedene betriebliche Kosten in Höhe von TEUR 1.299 (Vj. TEUR 1.441). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 23,4 % der Umsatzerlöse (Vj. 21,7 %). Insgesamt ist das Ergebnis nach Steuern von TEUR 1.842 im Vorjahr auf TEUR 1.150 im Geschäftsjahr 2024 gesunken. Das Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von TEUR 1.125 liegt ebenfalls unter dem Vorjahresniveau (Vj. TEUR 1.815). Vermögenslage Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 liegt die Bilanzsumme mit TEUR 23.873 um TEUR -858 (-3,5 %) unter dem Vorjahreswert von TEUR 24.731. Ursächlich hierfür sind mehrere Effekte, die im Folgenden dargestellt werden. Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR 16.923 um TEUR -1.876 (-11,1%) auf TEUR 15.046 gesunken. Grund dafür ist der Abgang des Produktionsstandorts Dahlheim und eine außerplanmäßige Abschreibung von Anlagen im Bau. Das Umlaufvermögen (Vorräte, Forderungen, liquide Mittel und übrige Aktiva) beträgt TEUR 8.647 (Vj. TEUR 7.633). Der Vorratsbestand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR-734 (-22,6 %) auf TEUR 2.510 gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich von TEUR 1.927 im Vorjahr um TEUR 26 auf TEUR 1.953 (1,4 %) verändert. Die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR +1.539 auf TEUR 3.771 resultiert im Wesentlichen aus einem erhöhten Cash-Pool-Guthaben in Höhe von TEUR 3.707 (Vj. TEUR 2.200). Finanzlage Das Eigenkapital hat sich mit TEUR 18.700 (Vj. TEUR 18.700) zum Jahresende nicht verändert. Die Eigenkapitalrendite (berechnet auf Basis des Eigenkapitals zum jeweiligen Geschäftsjahresende) hat sich aufgrund des geringeren Jahresüberschusses von 9,7 % auf 6,0 % (-3,7 %) verschlechtert. Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR -745 auf TEUR 1.336 (Vj. TEUR 2.081) gesunken. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 690 (Vj. TEUR 920), Rückstellungen für Garantie- und Gewährleistungsansprüche in Höhe von TEUR 119 (Vj. TEUR 143), ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 236 (Vj. TEUR 701) sowie Kundenboni in Höhe von TEUR 291 (Vj. TEUR 316). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von TEUR 758 im Vorjahr um TEUR + 571 (+ 75,4 %) auf TEUR 1.329 gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen zum Stichtag TEUR 1.260 (Vj. TEUR 2.000). Darin enthalten ist die Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag, der die Semperit Leeser dazu verpflichtet, das erwirtschaftete Ergebnis an die Muttergesellschaft Semperit Deggendorf abzugeben. Diese Verbindlichkeit wurde mit TEUR 1.125 (Vj. TEUR 1.815) erfasst. Über das konzerninterne Cash Pooling steht der Gesellschaft eine Rahmenkreditlinie von bis zu TEUR 4.000 (Vj. TEUR 3.500) zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag bestand aus dem Cash Pooling eine Forderung von TEUR 3.707 (Vj. TEUR 2.200). Für Einzelheiten zu den Investitionen wird auf die Vermögenslage bzw. die Kapitalflussrechnung verwiesen. Die im Folgenden aufgestellte Kapitalflussrechnung enthält Cash-Pool-Forderungen im operativen Cashflow. Kapitalflussrechnung
Gesamtaussage zur Entwicklung der Gesellschaft im Berichtszeitraum Vor dem Hintergrund der stabilen Liquiditäts- und Finanzierungsbasis sowie des zentralen Einkaufs der Semperit- Gruppe beurteilt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft insgesamt trotz der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen als positiv. V. Chancen- und Risikobericht Risikomanagement-System Mit der Implementierung des monatlichen Berichtssystems ist die Gesellschaft in der Lage, eine kontinuierliche und frühzeitige Risikoerkennung und -vermeidung durchzuführen. Relevante Risiken werden aus verschiedenen Perspektiven priorisiert und ihre Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Das monatliche Berichtssystem ist auch dem Management zugänglich. So wird sichergestellt, dass potentielle neue Risiken auf Managementebene diskutiert werden und danach, bei Relevanz, in die Berichterstattung aufgenommen werden. Mindestens einmal jährlich erfolgt eine umfassende Risikoberichterstattung der Einzelrisiken samt Aggregation an den Aufsichtsrat der Semperit-Gruppe. Der reguläre Berichterstattungsprozess wird durch einen Ad-hoc-Prozess ergänzt, um kritische Themen rechtzeitig zu eskalieren. Mit der Integration der Gesellschaft in die Konzernstrukturen und damit in das Konzern-Risikomanagementsystem der Semperit AG Holding, Wien, Österreich, ist die Gesellschaft Teil der durchgängig implementierten Planungs-, Kontroll- und Informationssysteme für alle Unternehmensbereiche. Die fortlaufende Anpassung dieses Systems an sich ändernde Rahmenbedingungen ist Grundlage für eine kontinuierliche und frühzeitige Risikoerkennung und - vermeidung auf Konzernebene. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken Die marktseitig schwache Entwicklung der Bau- und damit einhergehend der Fenster- und Fassadenindustrie stellt die Gesellschaft vor besondere marktseitige Herausforderungen. Wir sehen uns hierfür, trotz der Krisensituation, gut gerüstet und planen, mittels innovativer Produkte Marktentwicklungen vorwegzunehmen bzw. zu begleiten. Gemäß der Planung wollen wir neben den Wachstumszielen in Europa in klar definierten Zielregionen international wachsen. Allerdings bergen der Ukraine-Konflikt sowie die daraus resultierenden Sanktionen des Westens gegen Russland große Risiken. Auf der Beschaffungsseite sind dies vor allem Ruß und Gas, die weiterhin Folgeeffekte auf energieintensive Rohstofffertigungen, wie z. B. synthetische Kautschuke, haben. Unternehmensbezogene Chancen und Risiken Procurement Zur Herstellung ihrer Produkte kauft Semperit Leeser unter anderem große Mengen an Rohstoffen wie Kautschuk (Natur- und Synthesekautschuk), Chemikalien, Füllstoffe und Festigkeitsträger aus Textil und Stahl sowie Energie (Gas, Strom) ein. Die Beschaffung der Rohstoffe erfolgt durch den Zentraleinkauf der Semperit-Gruppe. Diese Rohstoffe unterliegen größeren Preisschwankungen. Preiserhöhungen können in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation nur in Teilen beziehungsweise mit Zeitverzug an Kunden weitergegeben werden, weshalb ein Anstieg der Rohstoffpreise zu einer Ergebnisbelastung führen kann. Die Semperit Leeser betreibt eine aktive Preispolitik, um diese wirtschaftlichen Effekte möglichst reduzieren zu können. Die Gesellschaft schätzt dieses Risiko als mittel ein. Produktentwicklung, Technologie und Verfahrenstechnik Unser Hauptanliegen liegt im Bereich der Produktentwicklung weiterhin in der Entwicklung und Verbesserung hochwärmedämmender Dichtungen und Verfahrenstechniken. In der Produktion sind wir aufgrund eines strikten Qualitätsmanagements und strenger Zertifizierungen jederzeit in der Lage, potenzielle Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und weitgehend zu eliminieren. Zudem wird mithilfe einer tagesaktuellen Auftragskontrolle das Produktionsrisiko stark dezimiert. Insgesamt steht eine umwelt- und ressourcenschonende Auslegung und Steuerung aller Prozesse und Materialflüsse zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit im Mittelpunkt unserer Geschäftstätigkeit. Für mögliche Risiken im Bereich Gebäude und Produktionseinrichtungen sowie der Haftung besteht kollektiv ausreichender Versicherungsschutz, welcher regelmäßig überprüft wird. Trotz potenzieller Störungen und Stehzeiten durch Maschinenbruch gewährleisten systematische Maschinenwartungen eine schnelle Reaktionsfähigkeit und können diese in angemessener Zeit beheben. Die Gesellschaft schätzt dieses Risiko als gering ein. Umsatz- und Absatzentwicklung Als Zulieferer der Fenster- und Behälterindustrie sind wir stets mit Gewährleistungsrisiken konfrontiert. Mithilfe eines allumfassenden Qualitätsmanagements kann dieses Risiko reduziert werden. Kleinere Mängel und Gewährleistungsforderungen können im operativen Geschäftsbetrieb korrigiert und bereinigt werden. Der permanente Konkurrenzdruck am Markt resultiert automatisch in einem erhöhten Absatz- und Umsatzrisiko. Durch die Optimierung unserer Fertigungsprozesse und die Straffung und Effizienzsteigerung von Abläufen begegnen wir den branchenüblichen Deckungsbeiträgen und erwirtschaften EBITDA-Renditen im marktüblichen Rahmen. Die Forcierung eines aktiven Managements aller Kundenbeziehungen und des Produktportfolios sowie einer marktnahen Entwicklung von neuen und innovativen Produkten, führt zu einer wesentlichen Reduktion des Absatzrisikos am Markt. Die Gesellschaft schätzt dieses Risiko als mittel ein. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Aufbauend auf einer gelebten Unternehmenskultur wird im Zuge dessen Wert auf Entfaltung, Verantwortungsbewusstsein, Loyalität und Innovationsbereitschaft unserer Mitarbeiter gelegt. Demnach sehen wir uns in der Verantwortung, jedem Einzelnen ein breit gefächertes Fortbildungs- und Weiterbildungsangebot anzubieten und langfristig zu fördern. Maßgeschneiderte Personalschulungen schaffen auch weiterhin die Voraussetzung, dass den Anforderungen der Kunden im Sinne der Kundenzufriedenheit voll Rechnung getragen wird. Umweltschutz und Arbeitssicherheit Hinsichtlich eines nachhaltig ausgerichteten sozial-ökologischen Arbeitsumfelds sehen wir unsere besondere Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern, Kunden und weiteren Stakeholdern in einer kontinuierlichen Dokumentation und Verbesserung möglicher Umwelt- und Gesundheitsbelastungen, welche aus unserer Geschäftstätigkeit resultieren können. Hohe Umwelt- und Qualitätsstandards sowie Arbeitssicherheitsprogramme unterstützen und sensibilisieren unsere Mitarbeiter für einen sparsamen Ressourcenumgang sowie ein vorsorgliches Unfallverhütungsbewusstsein. Die Gesellschaft schätzt dieses Risiko als mittel ein. Finanzwirtschaftliche Entwicklungen Die finanzwirtschaftlichen Risiken wie Liquiditätsrisiken, Bonitätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden laufend durch eine aktualisierte, genaue Liquiditätsplanung unmittelbar von der Geschäftsleitung überwacht. Aus diesem Grund kann erkennbaren Sollabweichungen frühzeitig entgegengewirkt werden. Dem Delkredererisiko begegnen wir sowohl mit laufenden Bonitätsprüfungen als auch mit maßgeschneiderten Kreditversicherungen. Ein aktiver und naher Kontakt zum Kunden vor Ort und ein laufender Informationsaustausch schaffen die Grundlage für eine vertrauensvolle, faire und loyale Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Da manche unserer Kunden nur eingeschränkt delkredereversichert sind, liefern wir unsere Waren im Bedarfsfall nur gegen Vorauskasse. Die Gesellschaft schätzt dieses Risiko als gering ein. Gesamtrisiko Die Gesamtrisikosituation der Gesellschaft setzt sich aus den Einzelrisiken aller beschriebenen Risikokategorien zusammen. Aufgrund der anhaltend schwierigen Wirtschaftslage rechnet die Geschäftsführung mit einem herausfordernden Branchenumfeld. Etwaige größere und bestandsgefährdende Risiken sind nicht präsent. VI. Prognosebericht Künftige gesamtwirtschaftliche Situation Die Prognose aus dem Vorjahr für das EBIT wurde nicht erreicht, für das EBITDA wurde sie übertroffen. Das Umsatzziel wurde knapp nicht erreicht. Wir waren bereits im Vorjahr vorsichtig, was die Absatzzahlen des Unternehmens betrifft und diese Einschätzung spiegelt sich in den gesunkenen Absatzmengen wider. Der Ausblick 2025 ist für die Gesellschaft aus heutiger Perspektive vorsichtig positiv. Als Risikofaktoren sind das niedrige prognostizierte Wirtschaftswachstum in Deutschland und die herrschenden Konflikte in der Ukraine sowie im mittleren Osten, die zu erneuten Verwerfungen auf den Energiemärkten und bei Lieferketten führen könnten, zu nennen. Positiv sind die aktuellen Preise für unsere Produkte hervorzuheben. Die Semperit Leeser, welche ihre Geschäftstätigkeit auf die Märkte in West- und Zentraleuropa forciert, wird weiterhin durch die zentralisierte, werksunabhängige gemeinsame Vertriebsabteilung der Muttergesellschaft in Deggendorf und den globalen Vertriebskanälen des Semperit-Konzerns in Nordamerika, Asien und Osteuropa profitieren. Bestehende Marktanteile in den definierten Kernsegmenten und Kernländern werden gezielt weiter ausgebaut und nachhaltig gefestigt. Wir sehen ebenfalls über die bisherigen Kernmärkte hinaus weiteres Wachstumspotential, insbesondere in den angestammten Kompetenzbereichen des Unternehmens - dementsprechend dem Fenster- und Fassadenbau sowie den Industrieprofilen. Für 2025 rechnet das Unternehmen mit einem stabilen Umsatz, trotz des niedrigen prognostizierten Wirtschaftswachstums. Das EBITDA wird sich auf gleichbleibenden Niveau bewegen, das Betriebsergebnis und das Ergebnis vor Gewinnabführung werden im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher ausfallen. Eine kontinuierlich hohe Kundenbindung sowie die Innovationskraft und profitables Wachstum der Absatzmengen zählen weiterhin zu den Kernelementen unserer strategischen Zielsetzungen. Zudem werden interne Abläufe permanent optimiert und die Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft Semperit Deggendorf für die Ausschöpfung von Synergieeffekten weiter vertieft bzw. ausgebaut. Darüber hinaus unterstreichen wir unser Verantwortungsbewusstsein im Bereich des Klimaschutzes mithilfe eines langfristig ausgerichteten Forschungs- und Entwicklungsprogramms zur Forcierung einer effizienten und ressourcenschonenden Produktion.
Hückelhoven, den 14. März 2025 Mesut Bilgin, Geschäftsführer der Semperit Profiles Leeser GmbH David Sandrell, Geschäftsführer der Semperit Profiles Leeser GmbH Bilanz für OffenlegungszweckeAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke
Anhang für OffenlegungszweckeI. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Semperit Profiles Leeser GmbH mit Sitz in Hückelhoven im Handelsregister des Amtsgerichts Mönchengladbach unter der Nummer HRB 17874 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum ergibt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei den technischen Anlagen und Maschinen 5 bis 25 Jahre und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 bis EUR 1.000 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen werden - soweit erforderlich - auf zweifelhafte Forderungen vorgenommen. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Stichtag, die zu Aufwendungen nach dem Stichtag führen, erfasst. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft mit der Semperit Profiles Deggendorf GmbH, Deggendorf (Organträger), werden Steuern nur beim Organträger erfasst. Somit werden keine Steuerrückstellungen angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. II. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Im Rahmen der Migration des neuen SAP-Systems wurden Umgliederungen einzelner Anlagegüter innerhalb der Anlagenklassen vorgenommen. Veränderungen der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie den kumulierten Abschreibungen auf die jeweiligen Buchwerte sind dadurch nicht entstanden. Die Umgliederungen sind im Anlagenspiegel ersichtlich. Im Geschäftsjahr wurden Anlagen im Bau um TEUR 1.745 außerplanmäßig abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Geschäftsjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 65 (Vj. TEUR 32). Aus Cash Pooling betragen die Forderungen im Geschäftsjahr 2024 TEUR 3.707 (Vj. TEUR 2.200). Die Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 401 (Vj. TEUR 182) resultieren aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Eigenkapital Alleinige Gesellschafterin ist die Semperit Profiles Deggendorf GmbH, Deggendorf. Das Stammkapital beträgt TEUR 2.700 (Vj. TEUR 2.700) und die Kapitalrücklage beträgt TEUR 16.000 (Vj. TEUR 16.000). Zwischen der Semperit Profiles Leeser GmbH, Hückelhoven, und der Semperit Profiles Deggendorf GmbH, Deggendorf, wurde zum 16./17. November 2017 ein Gewinnab-führungsvertrag geschlossen. Der Gewinn der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 wird auf der Grundlage dieses Vertrages an die Gesellschafterin abgeführt. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 846 (Vj. TEUR 690) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 136 (Vj. TEUR 186). Zudem sind Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 1.125 enthalten (Vj. TEUR 1.815). Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte für Lieferantenverbindlichkeiten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Miet- und Leasingverpflichtungen Zweck: Unter Finanzierungsaspekten wurden mehrjährige PKW-Leasingverträge, Miete von Büromaschinen und die Miete einer Lagerhalle abgeschlossen. Risiken: Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Ver-mögensgegenstände nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt. Vorteile: Für die Gesellschaft ergibt sich durch den Abschluss der Verträge ein Liquiditätsvorteil.
Übrige sonstige Verpflichtungen Zudem bestehen Bestellobligos für Abnahmeverpflichtungen aus Einkaufskontrakten für den Kauf von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von TEUR 534 (Vj. TEUR 620) mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. IV. Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich aus den folgenden Mitgliedern zusammen:
Bezüge der Geschäftsführung In Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB wird auf Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Pillar II Mit dem ab 1. Januar 2024 in Deutschland anzuwendenden Mindestbesteuerungsgesetz (MinBestG) wurden die OECD-Musterregelungen sowie die entsprechende EU-Richtlinie zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen ("Pillar II") in deutsches Recht umgesetzt. Die B&C Privatstiftung, Wien, ist die oberste Muttergesellschaft der Semperit Profiles Deggendorf GmbH und ihrer Tochtergesellschaften im Sinne der Mindestbesteuerungsregeln. Die Semperit Profiles Deggendorf GmbH ist gemäß Mindestbesteuerungsgesetz eine im Teileigentum stehende Muttergesellschaft und trägt sämtliche eventuell in Deutschland anfallenden Ergänzungssteuern. Die Semperit Profiles Leeser GmbH ist daher vom Mindestbesteuerungsgesetz grundsätzlich betroffen, es werden aber keine Ergänzungssteuern anfallen. Die Semperit Profiles Leeser GmbH wendet die Ausnahmeregelung gem. § 274 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Bilanzierung latenter Steuern, die sich aus der globalen Mindestbesteuerung ergeben, an. Konzernzugehörigkeit Die Semperit Profiles Leeser GmbH, Hückelhoven, wird in den Konzernkreis der B & C Holding, Wien, Österreich, welche für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss erstellt, einbezogen. Die Semperit Aktiengesellschaft Holding, Wien, Österreich, stellt für den kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf. Die Konzernabschlüsse sind am jeweiligen Sitz der Muttergesellschaften erhältlich. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Semperit Aktiengesellschaft Holding, Wien, Österreich, einbezogen wird. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Abschlussstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten.
Hückelhoven, den 14. März 2025 Mesut Bilgin David Sandrell Anlagenspiegel für Offenlegungszwecke
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersIn dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: An die Semperit Profiles Leeser GmbH, Hückelhoven Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Semperit Profiles Leeser GmbH, Hückelhoven, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Semperit Profiles Leeser GmbH, Hückelhoven, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg, den 14. März 2025 FALK GmbH & Co KG Dr. Michael Knoblauch, Wirtschaftsprüfer Dr. Stefan Tichy, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2024 wurde von der Gesellschafterversammlung am 14. April 2025 festgestellt. Beschluss zur Verwendung des ErgebnissesAufgrund der vertraglichen Ergebnisübernahme von EUR 1.124.567,44 durch die Semperit Profiles Deggendorf GmbH, Deggendorf, ergibt sich ein ausgeglichenes Ergebnis. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
2 nahegelegene Organisationen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen