ALSTOM Lokomotiven Service GmbH

Tangermünder Straße 23A, 39576 Stendal, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 3960
Eingetragen
25.11.2002
Branche
Reparatur und Instandhaltung von SchienenfahrzeugenHerstellung von Lokomotiven und anderen SchienenfahrzeugenVermietung von Schienenfahrzeugen
Gegenstand
Unternehmensgegenstand der Gesellschaft sind allgemeine Eisenbahnversorgungsund -dienstleistungen, insbesondere im Zusammenhang mit Diesellokomotiven, einschließlich Handel mit Lokomotiven und Lokomotivenzubehör, Überholung und Instandsetzung von Lokomotiven und Lokomotivenzubehör, leichte und schwere Instandhaltung und Ersatzteilversorgung.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Elisabeth Böhm
seit 23.1.2026
Prokura
Julia Isabelle Radt
seit 6.5.2022
Geschäftsführer
Francois Muller
seit 3.6.2021
Geschäftsführer
Jörg Neubauer
seit 15.9.2020
Prokura
Jan Van den Houte
seit 8.4.2020
Prokura
Stefan Heinzmann
seit 28.1.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ALSTOM Lokomotiven Service GmbH

Stendal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.03.2024
EUR
Vorjahr
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 0,00 532,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremdem Grundstücken 1.139.353,25 1.045.227,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.814.182,56 4.633.456,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.679.334,03 1.688.512,64
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 455.126,24 317.158,71
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.665.000,00 0,00
11.752.996,08 7.684.887,86
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.602.132,19 9.363.515,29
2. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 14.775.675,29 9.987.407,72
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -681.942,32 -121.412,28
23.695.865,16 19.229.510,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.513.965,55 4.747.537,36
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.786.626,00 10.981.708,25
3. Sonstige Vermögensgegenstände 116.151,06 151.409,45
16.416.742,61 15.880.655,06
40.112.607,77 35.110.165,79
51.865.603,85 42.795.053,65

Passiva

31.03.2024
EUR
Vorjahr
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 11.503.750,70 11.503.750,70
III. Gewinnrücklagen 5.547.881,54 5.547.881,54
IV. Jahresergebnis 0,00 0,00
17.551.632,24 17.551.632,24
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 0,00 251,67
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.300.000,00 4.210.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 14.386.694,27 11.518.785,57
D. VERBINDLICHKEITEN 18.686.694,27 15.728.785,57
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.849.900,52 1.250.891,24
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.652.968,41 8.047.799,01
3. Sonstige Verbindlichkeiten 124.408,41 215.693,92
15.627.277,34 9.514.384,17
51.865.603,85 42.795.053,65

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

(im Vergleich zur Vorjahresperiode)

01.04.2023 - 31.03.2024
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 39.724.188,46 39.864.675,39
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 4.788.267,57 1.876.649,71
3. Gesamtleistung 44.512.456,03 41.741.325,10
4. Sonstige betriebliche Erträge 544.495,65 157.056,94
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -14.005.659,17 -11.186.527,58
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.859.908,81 -9.242.858,23
-23.865.567,98 -20.429.385,81
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -11.908.673,27 -10.765.482,87
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorung -2.377.320,26 -2.329.070,51
- davon für Altersversorgung: EUR 153.098,52 (Vorjahr: EUR 249.650,97) -14.285.993,53 -13.094.553,38
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 985.983,78 - 1.168.772,48
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.184.047,55 -14.301.857,68
9. Zinsen und ähnliche Erträge 293.346,24 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 439.353,90 - 143.251,28
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -408,17
12. Ergebnis nach Steuern - 7.410.648,82 - 7.239.846,76
13. Sonstige Steuern -425,66 -18.204,59
14. Jahresergebnis vor Verlustübernahme -7.411.074,48 -7.258.051,35
15. Erträge aus der Verlustübernahme 7.411.074,48 7.258.051,35
16. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Amtsgericht Stendal, HRB 3960

(1) Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB. Der Vergleichszeitraum ist das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Angaben im Anhang erfolgen, soweit nicht anders angeben, in TEUR.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt worden. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen, die im Herstellungszeitraum auf deren Finanzierung entfallen, sind nicht angesetzt worden. Die Abschreibungszeiträume entsprechen den voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Hinsichtlich der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wird auf folgende Tabelle je Anlagenklasse verwiesen.

Grundstücke und Bauten 7 bis 40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 10 Jahre

Die Abschreibungen wurden bis zum 31.12.2010 bei Zugängen des beweglichen Anlagevermögens sofern zulässig nach der degressiven Abschreibungsmethode vorgenommen. Sofern die gleichmäßige Verteilung der Restbuchwerte auf die restliche Nutzungsdauer höhere Abschreibungswerte ergibt, erfolgt ein Übergang auf die lineare Methode. Seit dem 01.01.2011 erfolgt die Abschreibung bei Zugängen des beweglichen Anlagevermögens nach der linearen Abschreibungsmethode.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis zu EUR 1.500,00 werden als Aufwand erfasst.

Mietereinbauten werden linear über die Nutzungsdauer, längstens jedoch über die voraussichtliche Restmietdauer abgeschrieben.

Finanzanlagen

Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung angesetzt.

Umlaufvermögen

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten nach dem Durchschnittswertverfahren unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Darüber hinaus wird die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mittels einer Slow-Mover-Analyse angepasst.

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen wurden unter Beachtung des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit den niedrigeren, ihnen am Abschlussstichtag beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben Fertigungs- und Materialeinzelkosten angemessene Teile notwendiger Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen.

Auftragsrisiken werden soweit möglich aktivisch von den angearbeiteten Aufträgen abgesetzt. Sofern eine aktivische Kürzung nicht möglich ist, werden die Risiken als Rückstellungen ausgewiesen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - sie sind zu Nominalwerten bilanziert - wurde das allgemeine Ausfallrisiko durch eine pauschale Wertberichtigung berücksichtigt. Der pauschale Wertberichtigungssatz beträgt dabei, unverändert gegenüber dem Vorjahr, 2,0 Prozent.

Für erkennbare Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Dabei wird jeweils eine Einzelfallbetrachtung der gesamten Forderungen durchgeführt und das jeweilige geschätzte Ausfallrisiko wertberichtigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bilanziert.

Erhaltene Investitionszuschüsse aus Vorjahren wurden in Höhe der bewilligten Zuwendung als Sonderposten passiviert. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände. Steuerfreie Zulagen aufgrund des Investitionszulagengesetzes werden im gleichen Jahr erfolgswirksam vereinnahmt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden nach den handelsrechtlichen Vorschriften abgezinst.

Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte auf der Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Der Rechnungszins wurde unter Berücksichtigung des zulässigen Pauschalverfahrens und zum Inventurstichtag 31.12.2023 mit 1,83 % bestimmt (durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre), der Vergleichszinssatz aus dem Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre mit 1,80 %. Die rechnerisch angesetzten langfristig zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen betragen 2,90 % p.a. Ein Karrieretrend wird dabei als prozentualer Zuschlag berücksichtigt. Die langfristige Rentendynamik wurde mit 2,00 % p.a. und die biometrischen Annahmen mit den Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt.

Die versicherungsmathematische Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgte auf der Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Der Rechnungszins wurde unter Berücksichtigung des zulässigen Pauschalverfahrens und zum Inventurstichtag 31.12.2023 mit 1,80 % bestimmt. Die rechnerisch angesetzten langfristig zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen betragen 2,90 % p.a. Die biometrischen Annahmen wurden mit den Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung. Für Gewährleistungsrisiken erfolgte die Rückstellungsbildung auf Basis einer Einzelbetrachtung pro Auftrag.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Organgesellschaft

Die Gesellschaft ist in den Organkreis der ALSTOM Transport Deutschland GmbH einbezogen. Laufende und latente Steuern werden auf Ebene der Organträgerin, der ALSTOM Transport Deutschland GmbH, bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz
(Werte in TEUR)

(3) Anlagevermögen

Es wird auf die gesonderte Anlage zum Anhang zur Entwicklung des Anlagevermögens verwiesen.

(4) Immaterielle Vermögensgegenstände

Keine Zugänge.

(5) Sachanlagen

Die Zugänge in Höhe von TEUR 135 im Bereich "Grundstücke und Bauten" betreffen im Wesentlichen den Umbau und die Erweiterung des Besprechungszimmers in Halle 1 (Emporen Bereich) sowie die Erneuerung von Duschen und Waschräumen.

Die Zugänge in Höhe von TEUR 49 im Bereich "Technische Anlagen und Maschinen" betreffen im Wesentlichen das Verschließen offener Gleisbereiche sowie eine Farbmischanlage.

Die Zugänge in Höhe von TEUR 395 im Bereich "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" betreffen im Wesentlichen Transportpaletten, Hilfsdrehgestelle, ein HYTORC-Schrauber, ein Indusi-Prüfgerät sowie zwei Bodenreiniger.

Die Zugänge in Höhe von TEUR 259 im Bereich "Anlagen im Bau" betreffen im Wesentlichen eine Schleif- und Fräsmaschine, die Erneuerung der Weiche 7 sowie eine Schaltanlage zur Stromversorgung.

(6) Anteile an verbundenen Unternehmen

Unsere Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 100 % Anteile an der Westf. Lokomotiv-Fabrik Reuschling GmbH & Co. KG, Hattingen, zu einem bisherigen Kaufpreis von TEUR 4.635 erworben. Der Kaufpreis kann noch variieren, da das Working Capital Adjustment noch nicht endgültig abgeschlossen wurde.

Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr im selben Zusammenhang die WLH Beteiligungs-GmbH zu 100% mit einem Kaufpreis von TEUR 30 erworben, die als Komplementär-GmbH der KG fungiert.

Die Westf. Lokomotiv-Fabrik Reuschling GmbH & Co. KG wurde am 28. Februar 2024 in die ALSTOM Reuschling Service GmbH & Co. KG umbenannt.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung unseres Jahresabschlusses, lagen uns noch keine testierten Jahresabschlüsse der oben genannten Gesellschaften vor.

(7) Vorräte

31.03.2024 31.03.2023
Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffe 9.602 9.364
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 14.776 9.987
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -682 -121
23.696 19.230

(8) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.03.2024 31.03.2023
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.514 4.748
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr 4.514 4.748
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.787 10.982
davon gegen Gesellschafter 11.787 10.982
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr 11.787 10.982
Sonstige Vermögensgegenstände 116 151
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr 116 151
16.417 15.881

Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.740 (Vj TEUR 3.684) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 9.047 (Vj . TEUR 6.820). Darin sind TEUR 7.411 (Vj. TEUR 7.258) aus der Ergebnisabführung enthalten.

Die Forderungen gegen die Gesellschafterin sind nicht besichert. Die finanzielle Stabilität der Gesellschafterin und des ALSTOM Konzerns bietet jedoch eine angemessene Sicherheit für Gelder, die im Rahmen dieser Vereinbarungen an den Konzern ausgeliehen wurden. Wir sind deshalb von der Werthaltigkeit dieser Forderungen in vollem Umfang überzeugt.

(9) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Es bestehen keine Kassenbestände und keine Guthaben bei Kreditinstituten.

(10) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 500 wird zu 100 % von der ALSTOM Transport Deutschland GmbH, Salzgitter, gehalten.

(11) Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklage wurde durch das im Zuge des Erwerbs in Höhe von 51 % der Anteile durch die ehemalige ALSTOM GmbH gezahlte Agio und die Einbringung von Sacheinlagen durch den ehemaligen Gesellschafter, Deutsche Bahn AG, gespeist.

(12) Jahresfehlbetrag

Zwischen der Gesellschaft und ihrer Muttergesellschaft, der ALSTOM Transport Deutschland GmbH (vormals ALSTOM GmbH) besteht seit 10. Juni 2013 ein ungekündigter Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Auf Basis dieses Vertrages wurde im Geschäftsjahr der Jahresfehlbetrag vollständig ausgeglichen und als Ertrag aus der Verlustübernahme ausgewiesen.

(13) Sonderposten für Investitionszuschüsse

Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt entsprechend der jeweiligen anteiligen Abschreibung des Vermögensgegenstands, dem die Investitionszuschüsse zugeordnet werden.

(14) Pensionsrückstellungen

Der Zeitwert der Anteile vom Deckungsvermögen (Spezialfond)beträgt zum 31. März 2024 TEUR 47.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung zum 31. März 2024 vor Verrechnung mit dem Deckungsvermögen beträgt TEUR 4.346.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB entspricht TEUR 19.

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung sowie der Effekt aus der Zinssatzänderung von insgesamt TEUR 50 wurden mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 4 saldiert.

(15) Sonstige Rückstellungen

31.03.2024 31.03.2023
Sonstige Rückstellungen 14.387 11.519
14.387 11.519

Die "Sonstigen Rückstellungen" wurden zur Deckung von ausstehenden Rechnungen in Höhe von TEUR 4.774 (Vorjahr TEUR 3.358), Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 421 (Vorjahr TEUR 299), für Personalkosten in Höhe von TEUR 2.206 (Vorjahr TEUR 1.657), für drohende Verluste in Höhe von TEUR 407 (Vorjahr TEUR 421), für nachlaufende Kosten in Höhe von TEUR 6.484 (Vorjahr TEUR 5.725) und übrige ungewisse Verpflichtungen in Höhe von TEUR 95 (Vorjahr TEUR 59) gebildet.

(16) Verbindlichkeiten

31.03.2024
TEUR
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
TEUR
Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
TEUR
31.03.2023
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.850 2.850 0 0 1.251
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.653 12.653 0 0 8.047
davon aus Lieferungen und Leistungen 1.349 1.349 0 0 3.174
davon ggü. Gesellschaftern 0 0 0 0 0
davon aus Finanzverkehr 11.304 11.304 0 0 4.436
davon Sonstige 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 124 124 0 0 654
davon aus Steuern 116 116 0 0 544
Verbindlichkeiten 15.657 15.657 0 0 9.514

Aufgrund der Anwendung des Wahlrechts nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB werden die erhaltenen Anzahlungen auf der Aktivseite ausgewiesen.

Bei den entgegengenommenen Warenlieferungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten zum 31.03.2024 hatten, wie im Vorjahr, ausschließlich Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

(17) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus langfristig abgeschlossenen Mietverträgen bestehen auf der Basis der heute zu zahlenden Miete (inkl. Nebenkostenvorauszahlung) für die Folgejahre Gesamtverpflichtungen von TEUR 1.491(Vorjahr TEUR 1.533). Hierbei entfallen TEUR 401 (Vorjahr TEUR 468) auf ein verbundenes Unternehmen.

Aus Leasingverträgen über Dieselloks, PKWs und Gabelstapler bestehen Gesamtverpflichtungen in Höhe von TEUR 11.213 (Vorjahr TEUR 10.433). Durch die Miete bzw. das Leasing ergibt sich der Vorteil des im Vergleich zur Investition späteren Zahlungsmittelabflusses.

Der Gesamtbestand der Bürgschaften per 31.03.2024 beträgt gegenüber Banken und Versicherungen TEUR 4.620 (Vorjahr TEUR 4.640).

Zum Bilanzstichtag bestanden außerdem Einkaufsverpflichtungen im geschäftsüblichen Umfang.

Das Risiko einer Inanspruchnahme wird jeweils als gering eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem auf Erkenntnissen vergangener Geschäftsjahre.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(18) Umsatzerlöse

2023/24 2022/23
Aufgliederung nach Arten:
Verkauf Lokomotiven 3.178 1.139
Revision und Bedarfsinstandsetzung 16.159 18.522
Niederlassung Waibstadt 4.000 4.111
Vermietung/Wartung Lokomotiven 7.486 7.117
Dienstleistungen ALSTOM Konzerngesellschaften Service 5.112 6.103
Erträge F&E Konzern 1.018 263
Service 2.076 2.079
Handelsware 618 493
Sonstige 77 38
39.724 39.865
Aufgliederung nach Regionen:
Inland 37.774 38.536
Ausland 1.950 1.329
39.724 39.865

(19) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus betrieblichen Nebenerträgen sowie periodenfremde.

Die periodenfremden Erträge resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 310 (Vorjahr TEUR 15).

In den betrieblichen Nebenerträgen sind im wesentliche ein Ertrag aus einer Schadensersatzleistung von TEUR 102 enthalten.

(20) Materialaufwand

2023/24 2022/23
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 14.006 11.186
Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.860 9.243
23.866 20.429

(21) Personalaufwand

2023/24 2022/23
Löhne und Gehälter 11.909 10.766
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 2.377 2.329
(davon für Altersversorgung) (153) (250)
14.286 13.095

Im Durchschnitt wurden beschäftigt:

2023/24 2022/23
Gewerbliche Arbeitnehmer 163 149
Angestellte 62 69
Langzeitkranke 12 6
237 224

Zusätzlich beschäftigte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 10 Auszubildende und Praktikanten (Vorjahr 10).

(22) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

2023/24 2022/23
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 986 1.169

(23) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Betriebs-, Verwaltungs-und Vertriebskosten berücksichtigt.

Als wesentliche Positionen sind dabei die Kosten für Mieten und Pachten und Leasinggebühren in Höhe von TEUR 3.586 (Vorjahr TEUR 3.468), die Reparaturen u. Instandhaltung in Höhe von TEUR 2.830 (Vorjahr TEUR 1.177) und für Konzerngebühren in Höhe von TEUR 2.282 (Vorjahr TEUR 4.482) zu nennen.

(24) Finanzergebnis

2023/24 2022/23
Zinsen und ähnliche Erträge 293 0
(davon an verbundene Unternehmen) (293) 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -439 -143
(davon an verbundene Unternehmen) (-390) (-58)
(davon aus Aufzinsung) (-49) (-85)
-439 -143

Die Zinserträge resultieren aus der Verzinsung der Ergebnisabführung zwischen dem Zeitpunkt der Zahlung und dem Zeitpunkt des Anspruches (Feststellung des Jahresabschlusses).

Die Zinsaufwendungen beruhen im Wesentlichen auf der unterjährigen Inanspruchnahme des Cash-Pools.

(25) Sonstige Steuern

2023/24 2022/23
Sonstige Steuern 0 -18

Sonstige Angaben

(26) Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung erhielt im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft.

(27) Mitglieder der Geschäftsführung

Francois Muller, Berlin, Vice President Product Line Services DACH

Julia Isabelle Radt, Berlin, Legal Counsel

(28) Abschlussprüferhonorar

Die Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB unterbleiben, da das Gesamthonorar des Abschlussprüfers im Konzernabschluss der ALSTOM S.A., Saint-Ouen, Frankreich, offengelegt wird.

(29) Konzernzugehörigkeit

Das Stammkapital wird zu 100 % von der ALSTOM Transport Deutschland GmbH, Salzgitter, gehalten (vgl. Punkt 10).

Das Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den der Jahresabschluss der ALSTOM Lokomotiven Service GmbH einbezogen ist, ist die ALSTOM S.A., Saint-Ouen, Frankreich. Der Konzernabschluss wird entsprechend in englischer Sprache im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

(30) Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Stendal, den 26. September 2024

Francois Muller, Geschäftsführer

Julia Isabelle Radt, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens nach HGB per 31.03.2024

(Werte in €)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.04.2023 Zugänge Zuschüsse Abgänge Umbuchungen Stand am 31.03.2024
Immaterielle Vermögensgegenstände
Werte und Rechte 460.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 460.000,00
Software 56.638,15 0,00 0,00 4.800,00 0,00 51.838,15
Summe Sachanlagen 516.638,15 0,00 0,00 4.800,00 0,00 511.838,15
Grundstücke und Bauten 6.276.911,91 135.428,67 0,00 0,00 89.649,92 6.501.990,50
Technische Anlagen und Maschinen 6.316.318,08 48.535,66 0,00 0,00 18.842,43 6.383.696,17
Lokomotiven 7.053.049,33 0,00 0,00 1.419.190,77 0,00 5.633.858,56
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 7.036.560,61 395.301,08 0,00 90.715,96 12.642,58 7.353.788,31
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 317.158,71 259.102,46 0,00 0,00 -121.134,93 455.126,24
Summe 26.999.998,64 838.367,87 0,00 1.509.906,73 0,00 26.328.459,78
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 4.665.000,00 0,00 0,00 0,00 4.665.000,00
0,00 4.665.000,00 0,00 0,00 0,00 4.665.000,00
SAP-Bilanz 27.516.636,79 838.367,87 0,00 1.514.706,73 0,00 26.840.297,93
Abschreibungen Buchwerte
Stand am 01.04.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand am 31.03.2024 Stand am 31.03.2024 Stand am 01.04.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Werte und Rechte 460.000,00 0,00 0,00 460.000,00 0,00 0,00
Software 56.105,51 532,64 4.800,00 51.838,15 0,00 532,64
Summe Sachanlagen 516.105,51 532,64 4.800,00 511.838,15 0,00 532,64
Grundstücke und Bauten 5.231.684,48 130.952,77 0,00 5.362.637,25 1.139.353,25 1.045.227,43
Technische Anlagen und Maschinen 5.382.883,18 148.455,93 0,00 5.531.339,11 852.357,06 933.434,90
Lokomotiven 3.353.027,79 306.905,72 987.900,45 2.672.033,06 2.961.825,50 3.700.021,54
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 5.348.047,97 399.136,72 72.730,41 5.674.454,28 1.679.334,03 1.688.512,64
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 455.126,24 317.158,71
Summe 19.315.643,42 985.451,14 1.060.630,86 19.240.463,70 7.087.996,08 7.684.355,22
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 4.665.000,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 4.665.000,00 0,00
SAP-Bilanz 19.831.748,93 985.983,78 1.065.430,86 19.752.301,85 7.087.996,08 7.684.887,86

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die in Stendal ansässige ALSTOM Lokomotiven Service GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der ALSTOM Transport Deutschland GmbH, Salzgitter. Oberste Muttergesellschaft ist die an der französischen Wertpapierbörse notierte ALSTOM S.A., Saint Ouen/Frankreich.

Die Gesellschaft betreibt neben dem Standort Stendal noch den Standort Waibstadt und ein Depot in Chemnitz zur Abwicklung eines langlaufenden Wartungsvertrages für elektrische Triebzüge.

Die ALSTOM Lokomotiven Service GmbH bietet ein umfassendes Dienstleistungsangebot im Bereich der Wartung und Instandsetzung von Diesellokomotiven der Leistungsklasse 700-1500 kW an. Das Angebot umfasst:

die präventive und korrektive Instandhaltung und Instandsetzung verschiedener dieselhydraulischer und dieselelektrischer Rangierlokomotiven mit den wesentlichen Leistungsumfängen wie Hauptuntersuchungen, Unfallinstandsetzungen und Modernisierungen

die Überholung und Reparatur von Komponenten, wie z.B. von Getrieben und Drehgestellen

die Vermietung von Lokomotiven und Komponenten inkl. Übernahme sämtlicher Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten

den bundesweiten Serviceeinsatz bei Lokausfällen und die Übernahme von planmäßigen Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten

die Vermietung von Rangierlokomotiven mit Hybridtechnologie

ein umfassendes Ersatzteilgeschäft.

Darüber hinaus haben wir im Geschäftsjahr 2023/24 die umfassendere Prüfung und Überholung von Fahrzeugen und Komponenten der 3-achsige Hybrid-Rangierlokomotive PRIMA H3 in unserem Werk Stendal implementiert.

Der im Geschäftsjahr 2021/22 neu fixierte "Scope of Supply" für neue H 3 Hybridlok Projekte mit hohen Lieferkadenzen, hat nach wie vor Bestand. Daneben wurde ein umfassendes "Transfer of Technology" Programm erarbeitet, um die Konstruktion und Montage übernehmenden Rolling Stock Sites Belfort, Frankreich (Konstruktion) und Vado Ligure, Italien (Montage) sachgerecht bei der geplanten Übernahme zu unterstützen. Die Ausrollung dieses Programms steht jedoch weiterhin wie in den Vorjahren in Abhängigkeit in Erwartung befindlicher Auftragseingänge.

Die Neuauflage der Fertigung von Komponenten der PRIMA H 3 Lokomotive zur Integration in neue technische Konfigurationen in neuen Refurbishment Projekten für den "Hydrogen Hybrid" oder auch die vollelektrische Rangierlokomotive "Panther" ist nach wie vor fester Bestandteil der Unternehmensplanungen.

Marktentwicklung

Die ALSTOM Lokomotiven Service GmbH ist in unterschiedlichen Marktsegmenten der Rangierlokomotiven in der Leistungsklasse 700-1500 kW tätig.

Der Bedarf an gebrauchten wie neuen Lokomotiven im Bereich der Rangierlokomotiven ist nach wie vor auf dem deutschen Markt vorhanden. Weiterhin besteht eine große Nachfrage nach CO 2 neutralen Rangierfahrzeugen. Darüber hinaus erhalten wir etliche Anfragen unserer Kundschaft, wie Bestandsfahrzeuge bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen zur CO 2 -Neutralität ertüchtigt werden könnten. Ebenfalls ist bei den Rangierlokomotiven, welche von unserer Kundschaft auf dem öffentlichen Netz der DB eingesetzt werden, die Nachfrage an der neuen Zugsicherungsanlage ETCS gestiegen.

In dem Bereich Mietlokomotiven ist die Nachfrage an Hybridlokomotiven in der Klasse der PRIMA H3 und an den dieselhydraulischen Lokomotiven der Baureihe V100 weiterhin sehr stabil. Der Mietpool der Gesellschaft ist für das Kalenderjahr 2024 bereits heute nahezu ausgebucht.

Durch diese stabile Marktentwicklung aus den letzten Jahren, wurde für die ALSTOM Lokmotiven Service GmbH entschieden den Mietpool wie folgt zu erweitern:

Eine G 1206 Lokomotive in der Leistungsklasse 1.500 kw

Drei bis vier Lokomotiven in der Leistungsklasse 1.300 kw

Derzeit laufen auch für diese Lokomotiven schon die ersten Gespräche sowie Angebote an unsere Kunden, die diese Lokomotiven gerne für sich sichern und anmieten würden.

Im dem Marktsegment der Instandhaltung, Modernisierung und Service an dieselhydraulischen und dieselelektrischen Lokomotiven unterschiedlicher Hersteller ist der Wettbewerb weiterhin groß. Trotzdem bewegen sich der Auftragseingang und der Umsatz auf stabilem Niveau und konnten zum Vorjahr gehalten werden. Ein Konzept für die Ertüchtigung von TRAXX E-Lokomotiven in den Bereichen der Zugfunkanlage und Energiezähler konnten für unsere Kollegen aus ALSTOM Kassel in einem Auftrag umgesetzt werden. Die Komponentenaufarbeitung, als Beispiel im Bereich der Nickel-Cadmium Traktionsbatterien nimmt Fahrt auf. Neben den eigenen Bedarfen an Aufarbeitung von Batterien aus dem Bereich der Mietpoollokomotiven oder den Wartungsverträgen, sind auch die ersten externen Anfragen dazu gekommen. Hierzu wurde z.B. an einen namenhaften Automobilhersteller ein erstes Angebot gelegt.

Im Bereich der Wartungsverträge konnten neue Verträge, wie zum Beispiel eine G 1206 im FullService für die SBB Cargo Deutschland GmbH, gewonnen werden. Weiterhin werden auslaufende Altverträge auf Weiterführung geprüft.

Der Bereich Green Retraction hat sich in diesem Geschäftsjahr im Bereich der Technologie Wasserstoff wie folgt entwickelt:

Die Kundschaft wartet mit großem Interesse auf den ersten Testbetrieb der H3 Lokomotive mit Wasserstoffverbrennungsmotor, welcher bei dem Kunden VPS erfolgen wird. Dieser innovative Motor wurde durch ALSTOM Stendal und Partner entwickelt. Geplanter Start ist im Mai 2024.

Der Betreiber eines großen Binnenhafens möchte mit einem Bestandskunden den Bahnbetrieb ab 2028 mit Wasserstofflokomotiven betreiben. Erste Gespräche mit dem Hafenbetreiber, einem Tankstellenbetreiber für H2 und weiteren Interessenten aus der Schifffahrt und Spedition sind intensiv gestartet. Parallel ist mit dem o.g. Bestandskunden die Ertüchtigung ihrer Bestandslokomotiven der V100 Baureihe in Bearbeitung.

Mit einem großen Industrie- und Technologieunternehmen haben Gespräche stattgefunden, wie ALSTOM ihre Bestandsflotte von ca. 40 - 60 Stück Rangierlokomotiven mit dem Wasserstoffverbrennungsmotor ICE (Internal Combustion Engine) ertüchtigen kann.

2. Forschung und Entwicklung

Ein Schwerpunkt des Geschäftsjahres 2023/24 war die technische Verarbeitung der Erfahrung aus dem betrieblichen Geschehen des Lokomotivbetriebes aller in Stendal behandelten Lokomotiven. Im Ergebnis konnten verschiedene technisch neue Konfigurationen erarbeitet und zugelassen werden, deren Anwendung im Feld die Zuverlässigkeit der verschiedenen Flotten weiter nachhaltig verbessert.

Der besondere Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit zur Integration des europäischen Zugsicherungssystems ETCS Level 2 für einen Schweizer Kunden konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Dies erfolgte gemeinsam mit dem Alstom Schwesterwerk in Charleroi, Belgien, und einer Bietergemeinschaft, einem Konsortium aus den Unternehmen Deuta, Siemens und Thales. Die entsprechende Zulassung wurde April 2023 erreicht, der Abschluss der Integration in der Flotte des Kunden SBB Cargo erfolgte zu Ende August 2023. Direkt im Anschluss wurden die abschließenden Arbeiten zum Erlangen der deutschen Zulassung begonnen. Im ersten Schritt konnte noch im Geschäftsjahr 2023/24 der Eintrag des Fahrzeuges in das europäische Register ERA TV erreicht werden (Eintrag am 04.03.2024). Damit konnte mit der Erstellung aller Dokumente für die Genehmigung der Erweiterung des Verwendungsgebietes der schweizer Lokomotiven auch für Deutschland begonnen werden. Stand heute ist davon auszugehen dass dieser Prozess im Herbst 2024 beendet werden kann.

Die Integration einer neuen Batteriegeneration auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie wurde weiter ausgerollt. Die Entwicklungsaktivitäten der Gesellschaft zum Management des externen Batteriesystemlieferanten, als auch auf die Einführung einer eigenen neuen Kompetenz zum Monitoring aller Arten von Traktionsbatterien und die Industrialisierung der Aufarbeitung der noch in einer hohen Anzahl im Markt befindlichen Nickel-Cadmium Traktionsbatterien, konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

Die enge Zusammenarbeit mit Betreibern und insbesondere dem Schwesterwerk in Ridderkerk, Niederlande hat die weitere Optimierung des Fahrzeugmonitorings in Echtzeit nachhaltig vorangetrieben. Dazu musste sowohl die PRIMA H3 als auch die bekannten Fahrzeuge der V 100 Klasse in das konzerneigene Tool HealthHub komplett integriert werden. Damit werden nun modernste BigData-Analysen des Lokbetriebes und auch die Nutzung von Telemetriedaten in Echtzeit ermöglicht.

Die Wahrnehmung und weitere Ausprägung der Halterverantwortung für Fahrzeuge, die bei Kunden im Eisenbahnbetrieb sind und durch die Gesellschaft überwacht und instandgehalten werden, wurde weiter ausgebaut. Mit diesen Maßnahmen wurde auch im Geschäftsjahr 2023/24 die umfängliche Betreuung der Kunden weiter systematisch vorangetrieben, um die Kundenzufriedenheit weiter zu vertiefen.

Die Technologie der Wasserstoffdirektverbrennung in angepassten gebrauchten Dieselmotoren im Refurbishment von hybriden Lokomotiven ist eine umsetzbare und einsetzbare Technologie für emissionsfreien Betrieb. Der erste Prototyp vom 23.November 2022 wurde weiterentwickelt und getestet. Die Testläufe haben ein Lebensdauerthema an einer zugelieferten Komponente identifiziert. Deren Überarbeitung und Erprobung in erneuten Testläufen ist positiv. Die Ergebnisse dieser betrieblichen Erprobung, die im 1. Quartal 2025 geplant sind, werden Eingang in die Entwicklungsvorgaben eines innovativen Refurbishment Kits erhalten, mit dem dann der Eintritt in eine neue emissionsfreie technische Ära realisiert werden kann.

Neben den Entwicklungsthemen im Bereich der Rangierlokomotiven wurde ein weiteres Projekt initiiert, in dessen Kern die Übertragung der aktuellen Erkenntnislage auch auf einen Motor angewendet werden soll, der in Dieseltriebwagen in großen Stückzahlen im Einsatz ist. Die Ergebnisse der Arbeiten haben zum Juli 2024 zum Erfolg geführt. Auch dieser Motorentyp ist mit Wasserstoffdirektverbrennung in der Lage CO 2 frei zu arbeiten. Im nächsten Schritt des Projektes ist vorgesehen zu Ende des Kalenderjahres 2025 ein sogenanntes adaptiertes Powerpack in ein Fahrzeug einzubauen, um öffentlichkeitswirksam die neu gegebenen Möglichkeiten dieser Technologie einem Kreis Interessierter Betreiber von Dieseltriebwagen vorzustellen.

Mit Blick auf die bis dato erreichten Ergebnisse ist es der Gesellschaft gelungen ein weiteres Projekt zu akquirieren. Hierbei geht es um die Verprobung und Vorbereitung einer Transformation von bestehenden Dieselmotoren in Personentriebwagen. Sowohl die Akquise dieses Projektes als auch die dem innewohnenden Chancen haben für die Perspektive der Gesellschaft eine hohe Bedeutung.

Die weiter entwickelte Konzeptstudie einer rein elektrisch angetriebenen Rangierlokomotive auf Basis einer V 100 hat die ersten Stufen der Machbarkeit erfolgreich passiert, allerdings konnte noch keine abschließende kommerzielle Struktur vereinbart werden. Aktuell wird an diesem Sachverhalt als auch an der Zulassungsstrategie weiter intensiv gearbeitet. Damit folgt die Gesellschaft planmäßig und zielstrebig den gesetzten Zielen.

Für die reinen F&E Aktivitäten, d.h. ohne die Ingenieurleistungen bei der Erbringung des Produktportfolios, hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023/24 M€ 0,4 aufgewendet. Diese F&E-Aktivitäten werden nicht von einer speziellen F&E-Abteilung erbracht, so dass sich die Anzahl der beteiligten Mitarbeiter nicht bestimmen lässt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen)

Gemäß dem Statistischen Bundesamt ist das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um -0,1 Prozent in 2023 gesunken.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. 1

Die Bahnindustrie in Deutschland erreichte im Kalenderjahr 2023 mit 14,4 Milliarden Euro Umsatz einen neuen Umsatzrekord. Der Auftragseingang der Bahnindustrie in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen und stellt mit 21,5 Milliarden Euro ebenfalls einen Rekord dar. 2

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die für die Steuerung des Geschäfts wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, die einen Bezug zum handelsrechtlichen Jahresabschluss aufweisen, sind unter Punkt II.2 und II.3 dargestellt. Es handelt sich hierbei um den Auftragseingang, die Umsatzerlöse, das Jahresergebnis und den Cash flow.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden nicht wesentlich zur Unternehmenssteuerung herangezogen.

3. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf 2023/24 unterschied sich in der Zusammensetzung der Geschäftsfelder nicht wesentlich von dem des Vorjahres. Die Umsatzerlöse blieben insgesamt gegenüber dem Vorjahr stabil (GJ 2023/24 M€ 39,7; GJ 2022/23: M€ 39,9). Den wesentlichsten Rückgang erfuhren die Revision und Bedarfsinstandsetzungen (M€ -2,3). Diese Rückgänge wurden im Wesentlichen durch einen Anstieg der Erlöse aus dem Verkauf von Lokomotiven kompensiert (M€ +2,0).

Die Umsatzerlöse lagen um ca. M€ 4 unterhalb der prognostizierten (budgetierten) Umsatzerlöse, hauptsächlich verursacht durch ein verzögertes Anwachsen des Geschäftsfeldes umwelt- und ressourcenschonender Lösungen, wie die industrielle Modernisierung im Betrieb befindlicher Bestandsflotten, des sogenannten Green Retractionings, hier zu erwähnen die Remotorisierung der Baureihe BR204.

Der Auftragseingang nahm um M€ 4,3 gegenüber dem Vorjahr zu (GJ 2023/24 M€ 26,0; GJ 2022/23: M€ 21,7), wobei die schwere Instandhaltung mit ca. M€ 10 den Hauptanteil ausmachte, gefolgt von Auftragseingängen für Miet- und Wartungsverträge in Höhe von ca. M€ 6.

1 Statistisches Bundesamt (2024)
2 Verband der Bahnindustrie in Deutschland e.V. (2024).

Die Auftragseingänge lagen insgesamt in etwa auf dem Niveau der angenommenen Auftragseingänge von M€ 24,8 für das Geschäftsjahr.

Das Jahresergebnis vor Erträgen aus Verlustübernahmen blieb im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls stabil (GJ 2023/24 M€ -7,4; GJ 2022/23: M€ -7,3). Erneute Anpassungen der aktuellen Lokomotiven-, Wartungs- und Mietverträge (M€ -2,6) sowie weitere Streckenverluste der PRIMA H3 Lokomotiven (M€ -1,6) wirkten sich negativ auf das Ergebnis aus. Auch das Geschäft der schweren Instandhaltung und des Service blieb in diesem Jahr hinter erwarteten Ertragskraft zurück (M€ -1,2) Hinzu kamen durch Krankenstände und geringere Stundennutzungsgrade verursachte Belastungen. Für das Geschäftsjahr 2023/24 wurde ein insgesamt leicht negatives Ergebnis von M€ -0,8 angenommen, das durch die oben genannten Effekte deutlich verfehlt wurde.

4. Lage

Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr (1. April 2023 bis 31. März 2024) hat sich der Krieg in der Ukraine nicht wesentlich auf die Ertragslage ausgewirkt.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr ein Jahresergebnis von M€ -7,4 (Vorjahr M€ -7,3) vor Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen erzielt. Der EBIT für das Geschäftsjahr, d.h. das Ergebnis vor Zinsen und ähnlichen Erträgen, vor Zinsen und ähnlichen Aufwendungen, vor Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen, vor Steuern vom Einkommen und Ertrag und vor sonstigen Steuern beträgt M€ -7,3 (Vorjahr M€ -7,1). Die Ursachen haben wir im Geschäftsverlauf erläutert (s.o.)

Die Gesellschaft erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von M€ 39,7 (Vorjahr M€ 39,9), die ebenfalls im Geschäftsverlauf erläutert wurden.

Die Umsatzrendite, d.h. das Verhältnis des EBIT zu den Umsatzerlösen beträgt -18,3 % (Vorjahr -17,8 %).

Bedingt durch den Bestandsaufbau bei den unfertigen Erzeugnissen erzielte die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Gesamtleistung von M€ 44,5 (Vorjahr M€ 41,7). Der Materialaufwand beträgt im Verhältnis zur Gesamtleistung 53,6 % (Vorjahr 48,9 %). Der hohe Anteil ist darauf zurückzuführen, dass umfangreiche Dienstleistungen im Bereich der Montage, der Wartung und des Engineerings bezogen werden. Der Anteil kann von Geschäftsjahr zu Geschäftsjahr entsprechend der Fortschritte der einzelnen Projekte erheblich schwanken.

Der Personalaufwand beträgt M€ 14,3 (Vorjahr M€ 13,1). Die Steigerung des Personalaufwands ist durch die jährlichen Lohn- und Gehaltssteigerung, aber auch durch den Anstieg der Mitarbeiterzahlen verursacht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr M€ 13,2 (Vorjahr M€ 14,3). Als wesentliche Posten sind die Kosten für Mieten und Pachten und Leasinggebühren in Höhe von M€ 3,6 (Vorjahr M€ 3,5), für Reparaturen und Instandhaltungen in Höhe von M€ 2,8 (Vorjahr M€ 1,2) und für Konzernabgaben in Höhe von M€ 2,3 (Vorjahr M€ 4,5) zu nennen.

Das Jahresergebnis wurde mit einem Zinsergebnis von M€ -0,1 (Vorjahr M€ -0,1) belastet. Darin enthalten sind Zuführungen zu der Pensionsrückstellung in Höhe von M€ -0,0 (Vorjahr M€ -0,1).

Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023/24 in Höhe von M€ -7,4 wird entsprechend dem bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag durch die ALSTOM Transport Deutschland GmbH, Salzgitter, ausgeglichen.

Finanzlage

Zum Abschlussstichtag werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von M€ 11,3 ausgewiesen, die der Gesellschaft im Rahmen des bestehenden Cash-Pool-Vertrages von dem Treasury-Center der ALSTOM-Holding in Paris zur Verfügung gestellt wurden. Darüber hinaus bestanden zum 31. März 2024 weder Guthaben noch Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres gewährleistet.

Der Net Cash-Flow d.h. der Unterschiedsbetrag bei den quasi liquiden Mitteln zuzüglich der Guthaben und abzüglich der Verbindlichkeiten bei den Kreditinstituten zwischen dem 31.03.2023 und dem 31.03.2024, beläuft sich auf M€ -6,9 (Vorjahr M€ -4,5) und hat die getroffenen Erwartungen von ca. M€ +7,9 deutlich verfehlt. Allerdings hatten wir im Forecast auch nicht den Erwerb der Westfälischen Lokomotiv-Fabrik Reuschling GmbH & Co. KG, Hattingen (heute Alstom Reuschling. Service GmbH & Co. KG, Hattingen) und der WLH Beteiligungs-GmbH, Hattingen antizipieren können.

Vermögenslage

31. März 2024
MEUR
31. März 2023
MEUR
Anlagevermögen 11,8 7,7
Kurzfristig gebundenes Vermögen 40,1 35,1
Eigenkapital 17,6 17,6
Langfristige Verbindlichkeiten 4,3 4,2
Kurzfristige Verbindlichkeiten 30,0 21,0

Das Anlagevermögen der Gesellschaft ist zum 31. März 2024 zu 185,9 % durch Eigenkapital und langfristige Fremdmittel gedeckt (Vorjahr 283,2 %). Die Veränderung ist im Wesentlichen durch den Erwerb der Beteiligungen verursacht, siehe Anhang.

Das kurzfristig gebundene Kapital, das sich aus der Differenz des kurzfristigen Vermögens und der kurzfristigen Verbindlichkeiten ergibt, ist gesunken (lfd. Jahr M€ +10,1; Vorjahr M€ +14,1).

Als Ursache für die Veränderung des kurzfristigen Vermögens ist der Bestandsaufbau bei den unfertigen Erzeugnissen und Leistungen zu nennen. Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich im Wesentlichen die sonstigen Rückstellungen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöht.

Sachinvestitionen

Die Investitionen in Sachanlagen zuzüglich der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau beliefen sich für das Geschäftsjahr 2023/24 auf M€ 0,8 (im Vorjahr M€ 1,2).

Sämtliche Investitionen wurden vollständig aus der Inanspruchnahme des Cash-Pooling-Kontos finanziert und sind über den Ergebnisabführungsvertrag vom 10. Juni 2013 abgesichert.

Am 31. März 2024 wurden insgesamt 249 Mitarbeiter/-innen einschließlich 8 Auszubildenden und Praktikanten beschäftigt (am 31. März 2023 insgesamt 241).

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf und die Lage unserer Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023/24 entspricht nicht unserer Erwartung.

III. Prognosebericht

Die Bundesregierung stellt im Jahreswirtschaftsbericht fest, dass die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland im vergangenen Jahr noch deutlich von den Nachwirkungen der vorangegangenen und teils anhaltenden Krisen geprägt war: Der massive Energiepreisanstieg schlug sich mit Verzögerung auch in nachgelagerten Wertschöpfungsstufen nieder und mündete so in einem starken Verbraucherpreisanstieg auf breiter Linie. Insbesondere die dadurch hervorgerufenen erheblichen Kaufkraftverluste dämpften die binnenwirtschaftliche Nachfrage spürbar. Die geldpolitischen Reaktionen der Zentralbanken auf die hohe Inflation dämpften auch das Wirtschaftswachstum bei wichtigen Handelspartnern, was die außenwirtschaftliche Nachfrage spürbar belastete. Hinzu kam ein hoher Krankenstand der Erwerbstätigen im vergangenen Jahr, der sich über ein verringertes Arbeitsvolumen auch negativ auf die Wertschöpfung ausgewirkt haben dürfte.

In der Jahresprojektion geht die Bundesregierung davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf 2024 langsam von diesen Belastungen erholt und wieder an Dynamik gewinnt. Insgesamt wird in der Jahresprojektion für dieses Jahr mit einer Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,2 % gerechnet. 2025 schwenkt die Wirtschaft der Projektion gemäß mit einem Wachstum um 1,0 % wieder auf einen Wachstumspfad ein. Wachstumsimpulse dürften dabei vor allem vom privaten Verbrauch ausgehen: Die inflationsbedingten Kaufkraftverluste der privaten Haushalte dürften zunehmend überwunden werden und deutlich anziehende Löhne in Verbindung mit einer insgesamt robusten Beschäftigung zu einer Belebung des privaten Konsums führen. Unterstützt wird die Erholung von Maßnahmen der Bundesregierung, die Unternehmen und private Haushalte entlasten, den Investitionsstandort Deutschland stärken und damit Wachstumsimpulse setzen. Hierzu zählen das Wachstumschancengesetz und Maßnahmen aus dem "Wohnbaugipfel" sowie weitere Steuerentlastungen.

Der Anstieg der Verbraucherpreise dürfte spürbar abnehmen und sich nach einer jahresdurchschnittlichen Rate von 5,9 % im vorangegangenen Jahr weiter deutlich auf 2,8 % im laufenden Jahr verringern. Im Jahr 2025 dürfte die Inflationsrate mit 1,9 % wieder nahe dem EZB-Zielwert von 2,0 % liegen.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren weiterhin positiv darstellt. Der Beschäftigungsaufbau dürfte sich weiter fortsetzen, wenn auch mit etwas geringerer Dynamik als im Vorjahr. Nach einem leichten jahresdurchschnittlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit in diesem Jahr wird im Zuge der konjunkturellen Erholung 2025 ein Rückgang erwartet.

Die weltwirtschaftliche Nachfrage blieb im vergangenen Jahr im Zuge der spürbaren geldpolitischen Straffungen und gestiegener geopolitischer Risiken und Unsicherheiten insgesamt schwach. Auch für 2024 ist nur ein unterdurchschnittliches Wachstumstempo der Weltwirtschaft zu erwarten. Deshalb rechnet die Bundesregierung mit einer verhaltenen Exportentwicklung und privaten Ausrüstungsinvestitionen. Ein Rückgang bei den Bauinvestitionen aufgrund deutlich gestiegener Finanzierungs- und Baukosten dürfte dazu führen, dass die realen Anlageinvestitionen insgesamt in diesem Jahr erneut leicht zurückgehen.

Chancen für eine günstigere Entwicklung bestehen, wenn die Inflation schneller als angenommen zurückgeht, die Leitzinsen früher als erwartet gesenkt und damit vermehrt Investitionen angeregt werden oder die weltwirtschaftliche Belebung kräftiger ausfällt.

Zu den Risiken für die dargestellte Entwicklung gehören hohe Unsicherheiten mit Blick auf die geopolitischen Konflikte, die zu erneuten Preisanstiegen, u. a. bei der Energie, führen könnten. 3 Bedingt durch diese hohen Unsicherheiten ist die Prognosefähigkeit weiterhin wesentlich eingeschränkt.

Trotzdem geben wir basierend auf unserer Budgetplanung folgende Prognosen mit weiteren Anmerkungen ab:

Für das Geschäftsjahr 2024/25 erwarten wir einen Auftragseingang im Verhältnis zu diesem Geschäftsjahr in gleicher Höhe. Die Umsatzerlöse werden auf einem ähnlich hohen Niveau liegen, wie in diesem Geschäftsjahr. Das Jahresergebnis wird vor Ergebnisabführung mit einem geringen einstelligen Millionenbetrag negativ sein, während sich der Cash flow in einem sehr niedrigen einstelligen Millionenbetrag auf positiven Niveau bewegen wird.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Um den möglichen Risiken entgegenzuwirken, ist die Gesellschaft in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden, welches mit geeigneten Instrumenten nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft minimiert.

Die aktuell bedeutsamsten Risiken, dem sich die Gesellschaft gegenübersieht, resultieren aus dem Krieg in der Ukraine. Daraus resultieren allgemein Störungen von Lieferketten. Grundsätzlich ist die Gesellschaft aufgrund ihres Geschäftsmodells in der Lage, Teile der Produktions- und Dienstleistungsausfälle in späteren Perioden wieder nachzuholen. Wirtschaftliche Auswirkungen aus ggf. entstehenden Lieferverzögerungen sind von Klauseln in den Abnahmeverträgen, welche Ausnahmen für Fälle von höherer Gewalt beinhalten, überwiegend abgedeckt. Wie sehr die nationale und internationale Nachfrageseite von dem Krieg in der Ukraine mittelfristig betroffen sein wird, ist derzeit schwer absehbar. Insgesamt ist festzuhalten, dass die Dauer der sich aus dem Krieg in der Ukraine ergebenden Einschränkungen und Ausfälle, wie auch die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen einen wesentlichen Einfluss auf die hieraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen für die Gesellschaft hat.

3 Bundesregierung (2024)

Der wesentliche Teil des operativen Geschäftes ist die Komponentenfertigung und Instandhaltung von Lokomotiven mit mehrjährigen Laufzeiten. Diese mehrjährigen Laufzeiten können zusätzliche Risiken verursachen, die durch erhöhte Unsicherheiten aufgrund der mit zunehmendem Prognosehorizont im Rahmen von Projektplanungen abnehmenden Planungspräzision verursacht sind. Diese Risiken können sich z.B. in den Bereichen der Forschung und Entwicklung, Beschaffung und Fertigung auswirken und zu ungeplanten Mehrkosten durch Änderungen von Preisniveaus im Zeitablauf, Terminschwierigkeiten, Auslastungsschwankungen sowie der Notwendigkeit einer Finanzierung des working capital führen. Vorstehend genannte Risiken können im Laufe eines Projektes zu nicht unerheblichen Abweichungen tatsächlicher Kosten gegenüber geplanten Kosten führen. Daher gilt die besondere Aufmerksamkeit der Unternehmensleitung der Auftragsverfolgung durch alle mit der Projektabwicklung betrauten Bereiche und der Bewertung von Auftragsrisiken von der Angebotsphase bis zur vollständigen Auftragsauslieferung. Dies erfolgt mit einer zeitnah mitlaufenden Kalkulation und Risikobeurteilung. Erkennbare Belastungen werden regelmäßig ergebniswirksam berücksichtigt.

Ein Insolvenzrisiko von strategischen Zulieferunternehmen wird derzeit nicht gesehen.

Risiken im Zusammenhang mit Fremdwährungen werden mittels Devisentermingeschäften erheblich reduziert. Auf Grund unserer internationalen Geschäftsbeziehungen und der damit einhergehenden Fakturierung in Fremdwährung können Wechselkursschwankungen entstehen. Gemäß den Konzernrichtlinien werden diese Fremdwährungsgeschäfte mittels Devisentermingeschäften konzernintern kursgesichert. Zum 31. März 2024 bestanden keine Devisentermingeschäfte.

2. Chancenbericht

Im Kontext nationalen und europäischen Anspruchs zu Umwelt- und Klimaschutz besteht bei unserer Kundschaft zunehmende Nachfrage nach Möglichkeiten CO 2 neutraler Ertüchtigung von Bestandsflotten sowie nach CO 2 neutralen Rangierfahrzeugen.

Die hierbei vergleichsweise guten Preis-Leistungsrelationen innovativer und umweltschonender Modernisierungen erschließen Auftragschancen, die durch neue Fahrzeuge insbesondere im kostensensitiven Rangierbetrieb nicht erschließbar sind.

Die hiermit verbundenen Marktsegmente der Instandhaltung, der Wartung und des Service werden in diesem Zusammenhang für eine stabile Auslastung sorgen. Dasselbe gilt für einen nahezu für das nächste Jahr vollständig ausgelasteten Mietpool, der weiterhin in seiner Anzahl an Lokomotiven im Wachsen begriffen ist.

3. Gesamtaussage

Basierend auf dem dargestellten Risikomanagementsystem sind aktuell, auch unter Kenntnis und Einschätzung der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden könnten.

Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag steht die ALSTOM Transport Deutschland GmbH für theoretisch mögliche bestandsgefährdende Risiken ein. Es ist aktuell nicht vorgesehen, diesen Vertrag in den nächsten Geschäftsjahren zu kündigen.

V. Umwelt-, Gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit

Mit unserer kontinuierlichen Verbesserungskultur etablieren wir Alstom am Standort Stendal als qualitäts- und sicherheitsbewusstes Unternehmen mit den Kernkompetenzen Konstruktion, Fertigung, Inbetriebnahme und Service von Schienenfahrzeugen weiter im Markt. Respekt gegenüber den Ethik & Compliance-Regeln, der Sicherheit und Gesundheit unserer Beschäftigten sowie der Umwelt ist uns dabei sehr wichtig. Aus diesem Grunde sehen wir es als Verpflichtung an, unsere Beschäftigten in die EHS-relevanten Prozesse mit einzubinden und streben dabei eine langfristige und kontinuierliche Verbesserung unserer Leistungen im Bereich des Umwelt- und Gesundheitsschutzes an.

Auch im Geschäftsjahr 2023/24 konnten die Mitarbeiter an den zahlreichen Bildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen der BGHM im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz teilnehmen. Neue Mitarbeiter sind zudem als Brandschutz- oder Ersthelfer sowie als Sicherheitsbeauftragte ausgebildet worden. Alle notwendigen arbeitsmedizinischen Vorsorge- und Pflichtuntersuchungen konnten durchgeführt werden. An zwei Terminen im November wurde den Mitarbeitern die Grippeschutzimpfung zur Verfügung gestellt. Die Betriebsärztin (BAD GmbH, Salzwedel) nahm an allen vier EHS-Ausschuss-Sitzungen teil und hat zusammen mit EHS zahlreiche Arbeitsplatzbegehungen durchgeführt, wodurch die Vorsorge- und Pflichtuntersuchungen alle aktualisiert werden konnten. Auch das Gefahrstoffkataster wird derzeit anhand der Einsatzmengen neu bewertet und mögliche Vorsorgeuntersuchungen den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

Im vergangenen Geschäftsjahr gab es keine Unfälle mit Ausfalltagen. Es kam im Werk vorwiegend zu Handverletzungen wie Prellungen, Quetschungen und Schürfwunden. Diese wurden in den EHS Ausschüssen (EHS-Committee und ASA Sitzungen) besprochen und bewertet. Die entsprechenden Gefährdungsbeurteilungen wurden in diesem Konsens überarbeitet und Maßnahmen hieraus resultierend abgeleitet.

Im Juni 2023 konnte in Zusammenarbeit mit der Krankenkasse eine Gesundheitswoche durchgeführt werden. Schwerpunkt lag hierbei auf den Themen Mentale Gesundheit, Stresstest sowie Fitness und Body Check.

Im Dezember 2023 wurde der Standort Stendal einer Rezertifizierung für die ISO 9001, 14001 und 45001 unterzogen. Das Zertifikat ist demnach bis März 2026 gültig.

 

Stendal, den 26. September 2024

Francois Muller

Julia Isabelle Radt

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ALSTOM Lokomotiven Service GmbH, Stendal:

Wir haben den Jahresabschluss der Gesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALSTOM Lokomotiven Service GmbH, Stendal, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 1. Oktober 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Joachim Dannenbaum, Wirtschaftsprüfer

Hajo Hauschildt, Wirtschaftsprüfer

GESELLSCHAFTERBESCHLUSS

Wir, die ALSTOM Transport Deutschland GmbH, mit Sitz in Salzgitter, eingetragen beim Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter HRB 204464, sind Alleingesellschafterin der ALSTOM Lokomotiven Service GmbH, mit Sitz in Stendal, eingetragen beim Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter HRB 3960.

Nach vorhergehender Befassung sowie Zustimmung durch den Aufsichtsrat in der Sitzung vom 30.01.2025 fassen wir unter Verzicht auf alle gesetzlichen und satzungsmäßigen Form- und Fristvorschriften hiermit folgenden Gesellschafterbeschluss:

1. Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.03.2024

Die von der Geschäftsführung aufgestellte Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der ALSTOM Lokomotiven Service GmbH für das Geschäftsjahr 01.04.2023 bis 31.03.2024 wird festgestellt und genehmigt.

2. Ergebnisverwendung

Nach Ausgleich des Verlustes in Höhe von EUR 7.411.074,48 durch die ALSTOM Transport Deutschland GmbH weist die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von EUR 0,00 aus. [...]

6. Prüferbestellung

Zum Prüfer für das Geschäftsjahr 01.04.2024 bis 31.03.2025 wird die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg bestellt.

Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst. Damit ist die Gesellschafterversammlung beendet.

 

Salzgitter, den 17.02.2025

ALSTOM Transport Deutschland GmbH

Dr. Christian Bieniek, Geschäftsführer

Hauke Werner, Geschäftsführer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

5 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.