Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 12305
Eingetragen
15.3.2002
Branche
Großhandel mit elektronischen Bauteilen und TelekommunikationsgerätenGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Telekommunikationsgeräten sowie elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen a. n. g.
Gegenstand
Großhandel mit Telekommunikationsartikeln und Büroelektronik, Hardware und Software, sowie Vermittlung von Mobilfunkverträgen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mehmet Karatas
seit 24.3.2021
Geschäftsführer
Yusuf Karatas
seit 31.10.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

63263 Neu-Isenburg
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Yukatel GmbH

Offenbach am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Inhaltsverzeichnis

1. Prüfungsauftrag

2. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

3. Grundsätzliche Feststellungen

3.1. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

3.2. Zusammenfassende Feststellung

4. Durchführung der Prüfung

4.1. Gegenstand der Prüfung

4.2. Art und Umfang der Prüfungsdurchführung

5. Feststellungen zur Rechnungslegung

5.1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

5.2. Jahresabschluss

5.3. Lagebericht

6. Stellungnahme zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

6.1. Wesentliche Bewertungsgrundlagen

6.2. Feststellung zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

7. Schlussbemerkungen

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Wirtschaftliche Grundlagen

Gesellschaftsrechtliche Grundlagen

Allgemeine Auftragsbedingungen

An die Yukatel GmbH, Offenbach am Main

1. Prüfungsauftrag

In der Gesellschafterversammlung am 20. Dezember 2022 der

Yukatel GmbH, Offenbach am Main

--im Folgenden auch kurz "Yukatel" oder "Gesellschaft" genannt--

sind wir zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 gewählt worden. Die Geschäftsführung hat uns daraufhin den Auftrag erteilt, den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2022 unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht zu prüfen.

Dem Auftrag liegen die als Anlage 7 beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017 zu Grunde. Unsere Haftung richtet sich nach Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen. Im Verhältnis zu Dritten sind Nr. 1 Abs. 2 und Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen maßgebend.

2. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Yukatel GmbH, Offenbach am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Yukatel GmbH, Offenbach am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Yukatel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazu gehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mainz am Rhein, den 6. Februar 2024

Lampe & Kollegen AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Schorndorfer, Wirtschaftsprüfer

gez. Dr. Knobling, Wirtschaftsprüfer"

3. Grundsätzliche Feststellungen

3.1. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

Folgende Kernaussagen des Lageberichts sind aus unserer Sicht hervorzuheben:

Die Lieferkettenprobleme im Markt für Mobiltelefone und Smartphones und die konjunkturelle Lage haben sich auf die Geschäftstätigkeit der Yukatel GmbH kaum nachteilig ausgewirkt. Dennoch sind die Umsatzerlöse der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 von EUR 680,9 Mio. in 2021 um EUR 37,2 Mio. bzw. 5,5 % auf EUR 643,6 Mio. gesunken. Dieser Umsatzrückgang beruht zum einen auf einer Verschiebung des Produktportfolios hin zu etwas günstigeren Geräten. Zum anderen hat die Errichtung des architektonisch sehr anspruchsvollen neuen Firmensitzes in Dreieich-Sprendlingen mit einem Investitionsvolumen von mehr als EUR 35 Mio. personelle Ressourcen in Anspruch genommen.

Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen sind die Wareneinstandskosten mit einem Rückgang um EUR 38,9 Mio. bzw. 5,9 % überproportional gesunken, was die Verschiebung hin zu günstigeren Geräten widerspiegelt. Aufgrund von allgemeinen Preisanstiegen, höheren Werbekosten sowie Abschreibungen auf den Vorratsbestand haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2,2 Mio. bzw. 35,7 % erhöht. Die Personalkosten sind im Zusammenhang mit einer Verminderung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl (einschließlich Auszubildenden) von 60 im Vorjahr auf 58 um EUR 0,5 Mio. bzw. 5,9 % gesunken. Das Geschäftsjahr 2022 schließt insgesamt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 7,4 Mio., was im Vergleich zum Vorjahr einer Ergebnisverschlechterung um EUR 0,7 Mio. bzw. 8,6 % entspricht.

Im Zuge der herrschenden Markt- und Branchenverhältnisse ist der Warenbestand zum Bilanzstichtag von EUR 18,8 Mio. im Vorjahr auf EUR 34,5 Mio. gestiegen. Aufgrund einer gleichzeitigen Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 9,7 Mio. im Vorjahr auf EUR 11,2 Mio. und der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 9,8 Mio. im Vorjahr auf EUR 13,3 Mio. ist das Working Capital (Summe aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) im Vergleich zum Vorjahr um EUR 13,8 Mio. bzw. 74,3 % deutlich gestiegen.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden abermals hohe Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von EUR 7,3 Mio. (i.Vj. EUR 14,8 Mio.) getätigt. Die Investitionen betreffen mit EUR 7,1 Mio. ein im Bau befindliches Geschäftsgebäude. Da diese Vermögenserhöhung nicht vollständig aus Eigenmitteln finanziert werden konnten, wurden weitere Bankdarlehen in Höhe von EUR 8,5 Mio. aufgenommen. Der Bestand an flüssigen Mitteln ist zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr um EUR 4,0 Mio auf EUR 6,6 Mio. gestiegen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist ergebnisbedingt von EUR 47,4 Mio. auf EUR 54,8 Mio. angestiegen. Aufgrund der gleichzeitigen Erhöhung der Bilanzsumme von EUR 74,9 Mio. im Vorjahr auf EUR 94,0 Mio. hat sich die Eigenkapitalquote allerdings um 4,9 Prozentpunkte von 63,2 % im Vorjahr auf 58,3 % vermindert.

Die wesentlichen operativen Risiken gehen für die Yukatel GmbH von der hohen Volatilität der Preise und Mengen in Beschaffung und Vertrieb, potenziellen Forderungsausfällen sowie der Fluktuation des Vertriebspersonals aus. Die Geschäftsführung versucht, das Risikopotenzial durch die weitere Verbreiterung der Beschaffungs- und Vertriebsbasis auf nationaler und internationaler Ebene zu begrenzen. Beschaffungs- und absatzbezogenen Dispositionsrisiken werden durch eine fortlaufende Bestandsanalyse und die tägliche Anpassung der Einkaufsund Verkaufskonditionen begegnet.

Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklungen waren auch im Geschäftsjahr 2023 negativ beeinflusst durch hohe Inflationsraten, hohe Energie- und Finanzierungskosten sowie den Rückgang von Konsumausgaben der privaten Haushalte. Das Marktforschungsinstitut Gartner hat für das Jahr 2023 einen Rückgang im Bereich Smartphone-Handel von 9,9 % festgestellt und nannte als Grund hierfür die längere Produktbindung der Kunden an das bereits vorhandene Smartphone. Auch die Yukatel GmbH war hiervon betroffen und hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich beendet.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet das ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. in Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 0,9 % und für 2025 eine leichte Beschleunigung auf 1,3 %. Das Marktforschungsinstitut Gartner prognostiziert im Bereich Smartphone-Handel ein Wachstum von etwa 0,6 % im Jahr 2024 aufgrund von aggressiveren Marketingkampagnen für neue Produkteinführungen und eines erhöhten Wunsches der Kunden nach einem 5G-netzfähigen Gerät. Vor diesem Hintergrund prognostiziert die Geschäftsführung der Yukatel GmbH für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatzanstieg im einstelligen Prozentbereich.

3.2. Zusammenfassende Feststellung

Wir stellen aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse fest, dass der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Zu den wirtschaftlichen und gesellschaftsrechtlichen Grundlagen der Gesellschaft verweisen wir im Übrigen auf die Anlagen 5 und 6.

4. Durchführung der Prüfung

4.1. Gegenstand der Prüfung

Wir haben gemäß § 317 HGB den Jahresabschluss - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Yukatel GmbH, Offenbach am Main, für das zum 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr geprüft.

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Urteil über den Jahresabschluss und den Lagebericht abzugeben.

Die Prüfung der Einhaltung anderer gesetzlicher Vorschriften gehört nur insoweit zu den Aufgaben der Abschlussprüfung, als sich aus diesen anderen Vorschriften üblicherweise Rückwirkungen auf den Jahresabschluss oder den Lagebericht ergeben. Ergänzende Bilanzierungsbestimmungen aus dem Gesellschaftsvertrag ergeben sich nicht.

Gemäß § 317 Abs. 4a HGB hat sich eine Abschlussprüfung nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand der Gesellschaft oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

4.2. Art und Umfang der Prüfungsdurchführung

Die Grundzüge unseres prüferischen Vorgehens haben wir bereits im Abschnitt Wiedergabe des Bestätigungsvermerks (vgl. Abschnitt 2 in diesem Bericht) dargestellt. Zusätzlich geben wir folgende Informationen zu unserem Prüfungsansatz und unserer Prüfungsdurchführung:

Auf der Grundlage eines risiko- und systemorientierten Prüfungsansatzes haben wir im Rahmen der Prüfungsplanung zunächst eine Prüfungsstrategie erarbeitet.

Die hierzu erforderliche Risikoanalyse basiert auf

unserem Verständnis der Gesellschaft, ihres Umfelds, ihrer wesentlichen Ziele und Strategien,

unserem Verständnis der damit verbundenen Geschäftsrisiken, die wesentliche falsche Angaben im Abschluss zur Folge haben können,

analytischen Prüfungshandlungen zur vorläufigen Einschätzung der Lage der Gesellschaft,

einer Beurteilung der Auswahl und Anwendung von Rechnungslegungsmethoden,

unserem Verständnis der Messung und Überwachung des wirtschaftlichen Erfolgs der Gesellschaft sowie

einer Beurteilung des internen Kontrollsystems der Gesellschaft, soweit dies für die Abschlussprüfung relevant ist.

Bei der Beurteilung des Risikos einer wesentlichen Fehlaussage im Jahresabschluss oder Lagebericht haben wir sowohl Risiken auf Ebene des Abschlusses insgesamt als auch Risiken auf Aussageebene, das heißt für die Abbildung einzelner Arten von Geschäftsvorfällen und für einzelne Kontensalden und Abschlussangaben, eingeschätzt. Dieses Vorgehen diente zugleich der Identifizierung bedeutsamer Risiken, die einer besonderen Berücksichtigung bei der Prüfung bedürfen. Dabei wurden auch unsere Feststellungen aus der vorangegangenen Jahresabschlussprüfung berücksichtigt.

Auf Grundlage der Risikobeurteilung wurden daraufhin einzelne Prüfungsziele identifiziert und ein entsprechendes Prüfungsprogramm entwickelt. In diesem Prüfungsprogramm wurden neben den Schwerpunkten der Prüfung für jedes Prüfungsziel der anzuwendende Prüfungsansatz sowie die Art und der Umfang der Prüfungshandlungen festgelegt. Dabei wurden auch die zeitliche Abfolge der Prüfung und der Mitarbeitereinsatz geplant. Hierbei haben wir die Grundsätze der Wesentlichkeit und der Risikoorientierung beachtet und daher unser Prüfungsurteil überwiegend auf der Basis von Stichproben getroffen.

Als Ergebnis des Risikobeurteilungsprozesses sowie der Festlegung von Prüfungsstrategie und Prüfungszielen haben wir folgende Schwerpunkte unserer Prüfung festgelegt:

Zugänge Sachanlagen sowie Festlegung der Nutzungsdauern und Abschreibungen

Bestand und Bewertung der Vorräte,

Bestand und Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,

Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten,

Periodenabgrenzung in der Umsatzrealisierung.

Die Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen umfassten System- und Funktionstests, analytische Prüfungshandlungen sowie Einzelfallprüfungen.

Bei der Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sind wir wie folgt vorgegangen: Entsprechend der im Rahmen der Prüfungsplanung vorgenommenen Schwerpunktsetzung haben wir Aufbau und Implementierung der für die einzelnen Prüfungsziele relevanten internen Kontrollen geprüft. Im zweiten Schritt der Systemprüfungen werden Funktionstests ausgewählter interner Kontrollen durchgeführt.

Die Erkenntnisse der Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems wurden für die Beurteilung der Risiken wesentlicher Fehlaussagen im Jahresabschluss oder Lagebericht sowie für die Auswahl von Art, Umfang und zeitlicher Einteilung der für die einzelnen Prüfungsziele durchzuführenden analytischen Prüfungshandlungen und der Einzelfallprüfungen herangezogen.

Im Rahmen unserer Einzelfallprüfungen haben wir Bestätigungen der für die Gesellschaft tätigen Kreditinstitute sowie --in Stichproben-- der Kunden und Lieferanten eingeholt. Die Bestimmung dieser Stichproben erfolgte in Abhängigkeit unserer Erkenntnisse über das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem sowie von Art und Umfang der jeweils zu beurteilenden Geschäftsvorfälle im Wege einer Zufallsauswahl oder einer bewussten Auswahl der zu prüfenden Stichprobenelemente.

Wir haben die Prüfung (mit Unterbrechungen) in den Monaten November 2023 bis Februar 2024 durchgeführt und am 6. Februar 2024 abgeschlossen.

Alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise sind erteilt worden. Die Geschäftsführung hat uns die Vollständigkeit der Buchführung, des Jahresabschlusses und des Lageberichts schriftlich bestätigt.

5. Feststellungen zur Rechnungslegung

5.1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

Die Bücher der Gesellschaft sind ordnungsmäßig geführt. Die Belegfunktion ist erfüllt. Die Buchführung und die weiteren geprüften Unterlagen entsprechen nach unseren Feststellungen den gesetzlichen Vorschriften.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir festgestellt, dass die von der Gesellschaft getroffenen organisatorischen und technischen Maßnahmen geeignet sind, die Sicherheit der verarbeiteten rechnungslegungsrelevanten Daten und IT-Systeme zu gewährleisten.

5.2. Jahresabschluss

Der uns zur Prüfung vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ist ordnungsmäßig aus den Büchern und den weiteren geprüften Unterlagen der Gesellschaft entwickelt worden. Die Eröffnungsbilanzwerte wurden ordnungsgemäß aus dem Vorjahresabschluss übernommen. Die deutschen gesetzlichen Vorschriften zu Ansatz, Ausweis und Bewertung sind in allen wesentlichen Belangen beachtet worden.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind in allen wesentlichen Belangen nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Der Anhang enthält alle vorgeschriebenen Angaben.

Die Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB ist zu Recht erfolgt.

5.3. Lagebericht

Der Lagebericht der gesetzlichen Vertreter entspricht in allen wesentlichen Belangen den deutschen gesetzlichen Vorschriften.

6. Stellungnahme zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

6.1. Wesentliche Bewertungsgrundlagen

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind von der Gesellschaft im Anhang beschrieben worden. Im Rahmen unserer Prüfung sind uns keine wesentlichen Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass gesetzlich zulässige Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte abweichend vom Vorjahr ausgeübt wurden:

Im Folgenden geben wir eine Übersicht über die durch die Gesellschaft ausgeübten Bilanzierungswahlrechte und Ermessensspielräume, die unserer Ansicht nach eine wesentliche Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2022 haben.

Sonstige Rückstellungen

Nach den Vorschriften des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) müssen Hersteller, Importeure und auch Händler von Mobiltelefonen, Smartphones und Tablets an Urheber eine angemessene Vergütung zahlen, da diese Geräte zur Vervielfältigung von urheberrechtlich geschützten Werken benutzt werden können. Zuständig für die Geltendmachung der Ansprüche der Urheber ist in Deutschland die Zentralstelle für private Überspielungsrechte ("ZPÜ").

Zum heutigen Zeitpunkt ist die Höhe der von der Yukatel GmbH zu entrichtenden Vergütung für die Geschäftsjahre bis einschließlich 2022 jedoch noch völlig unklar und offen, da unter anderem die Rechtslage bezüglich der vergütungsmindernden Berücksichtigung in Deutschland erworbener und anschließend exportierter Geräte noch nicht abschließend geklärt ist. Es stellt sich ohnehin die Frage, ob überhaupt solch ein Vergütungsanspruch bestanden hat. Hinzu kommt, dass die ZPÜ importierte Geräte, welche unmittelbar nach dem Import wieder exportiert werden, ebenfalls nicht berücksichtigt; nicht alle importierten Geräte verbleiben zwingend in Deutschland.

Aufgrund der unsicheren Rechtslage und nur unter Berücksichtigung des Standpunkts der ZPÜ hat die Geschäftsführung der Yukatel GmbH aus Vorsichtsgründen eine Rückstellung für potenzielle Zahlungen an die ZPÜ gebildet. Zum 31. Dezember 2013 wurde daher erstmals eine diesbezügliche Rückstellung in Höhe von TEUR 1.450 dotiert. Zum Ende des Geschäftsjahres 2014 wurde dieser Rückstellungsbetrag um TEUR 1.100 auf TEUR 2.550 erhöht. Für das Geschäftsjahr 2015 ergab sich eine weitere Erhöhung des Rückstellungsbetrags um TEUR 1.150 auf TEUR 3.700. In den Geschäftsjahren 2016 bis 2022 erfolgten weitere Zuführungen in Höhe von jeweils TEUR 1.000. Die ZPÜ-Rückstellung beträgt daher zum 31. Dezember 2022 insgesamt TEUR 10.700 (i.Vj. TEUR 9.700).

6.2. Feststellung zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

In Gesamtwürdigung der zuvor beschriebenen Bewertungsgrundlagen sind wir der Überzeugung, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

7. Schlussbemerkungen

Dieser Prüfungsbericht wurde nach den Grundsätzen des IDW Prüfungsstandards 450 n.F. erstellt.

Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

Der von uns uneingeschränkt erteilte Bestätigungsvermerk ist im vorstehenden Abschnitt 2 dieses Prüfungsberichtes wiedergegeben.

 

Mainz am Rhein, den 6. Februar 2024

Lampe & Kollegen AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Schorndorfer, Wirtschaftsprüfer

Dr. Knobling, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 12.890,00 30.394,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.705.930,83 13.854.362,83
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 804.821,00 933.259,00
3. Anlagen im Bau 19.762.630,32 34.273.382,15 12.657.332,19 27.444.954,02
34.286.272,15 27.475.348,02
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 34.488.668,00 18.756.253,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.164.073,34 9.651.385,11
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.278.245,94 13.442.319,28 2.050.845,82 11.702.230,93
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 5.168.912,70 14.383.143,50
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.633.749,68 2.592.096,13
59.733.649,66 47.433.723,76
94.019.921,81 74.909.071,78

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 47.301.582,64 39.164.845,93
III. Jahresüberschuss 7.435.259,90 8.136.736,71
54.786.842,54 47.351.582,64
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.726.104,97 2.724.675,42
2. Sonstige Rückstellungen 11.386.518,16 10.159.352,81
13.112.623,13 12.884.028,23
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.000.000,00 3.815.982,16
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.303.299,26 9.849.432,05
3. Sonstige Verbindlichkeiten 817.156,88 1.008.046,70
--davon aus Steuern EUR 551.575,09 (i. Vj. EUR 323.073,48)--
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i. Vj. EUR 200,00)----
26.120.456,14 14.673.460,91
94.019.921,81 74.909.071,78

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 643.641.991,28 680.885.818,03
2. Sonstige betriebliche Erträge 304.464,61 230.838,99
--davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 0,00 (i.Vj. 0,00)--
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -614.257.025,40 -653.114.109,27
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.209.454,07 -7.718.579,59
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -579.719,62 -8.789.173,69 -578.174,25 -8.296.753,84
--davon für Altersversorgung EUR 6.320,00 (i.Vj. EUR 7.582,83)--
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -496.443,94 -494.185,96
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.508.946,97 -6.269.756,63
--davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR 0,00 (i.Vj. EUR 0,00)-
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 40.971,92 0,00
8. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -2.276.984,47 -317.510,99
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -162.657,43 -15.197,69
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.058.886,11 -3.694.289,33
11. Ergebnis nach Steuern 7.437.309,80 8.914.853,31
12. Sonstige Steuern -2.049,90 -778.116,60
13. Jahresüberschuss 7.435.259,90 8.136.736,71

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

I. Gesetzliche Grundlagen

Die Yukatel GmbH hat ihren Sitz in Offenbach am Main und ist in das beim Amtsgericht Offenbach am Main geführte Handelsregister unter der Nummer HRB 12305 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Anwendung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

1. Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen auf der Grundlage einer Nutzungsdauer von drei oder fünf Jahren bewertet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden darüber hinaus außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die betreffenden immateriellen Vermögensgegenstände mit dem ihnen am Bilanzstichtag beizulegenden Wert anzusetzen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, die der voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechen, bewertet. Bewegliche Sachanlagen werden planmäßig linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 150 werden sofort abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über EUR 150 und EUR 1.000 werden in einen Sammelposten eingestellt und im Jahr des Zugangs sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren linear abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit dem Nennwert angesetzt ohne Berücksichtigung der gesetzlichen Umsatzsteuer.

2. Umlaufvermögen

Die Handelswaren sind mit den Einstandspreisen, die nach dem gleitenden Durchschnittsverfahren ermittelt werden, bewertet oder dem zum Stichtag geltenden niedrigeren Einkaufspreis. Dem Verwertbarkeitsrisiko wurde durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert, vermindert um angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, angesetzt.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zum Nennwert angesetzt oder dem am Stichtag geltenden niedrigeren Markts- bzw. Börsenkurs. Außerplanmäßige Abschreibungen werden dahingehend durchgeführt sowie etwaige Wertaufholungen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden grundsätzlich Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwendungen für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Diese Ausgaben werden mit dem Nennwert bewertet.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt und ist vollständig erbracht.

4. Sonstige Passiva

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Alle übrigen Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

In Fremdwährungen abgewickelte Geschäfte werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls erfasst und am Jahresende mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet, sofern sie kurzfristig sind. Anderenfalls wird unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips ein Vergleich mit dem Stichtagskurs vorgenommen.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt (vgl. Anlage zum Anhang). Das Anlagevermögen hat sich im Zuge der Errichtung eines Geschäftshauses in Dreieich, dessen Fertigstellung im ersten Quartal 2024 erwartet wird, erhöht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mit Ausnahme von Forderungen aus geleisteten Mietkautionen in Höhe von TEUR 18 (i.Vj. TEUR 15), die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden, sind sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände innerhalb eines Jahres fällig.

Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen sowie Vertriebskosten.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 12.000 (i.Vj. TEUR 3.816) durch Grundpfandrechte besichert.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden mit TEUR 99.842 (i.Vj. TEUR 145.925) im Inland und mit TEUR 543.800 (i.Vj. TEUR 534.961) im Ausland erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse werden fast ausschließlich durch den Verkauf von Handelswaren erwirtschaftet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Geldeingänge auf ausgebuchte Forderungen in Höhe von TEUR 1 (i.Vj. TEUR 3) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 29 (i.Vj. TEUR 2).

3. Sonstige Angaben

Nachtragsbericht

Es haben sich keine Ereignisse nach dem Stichtag ergeben die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 107 (i.Vj. TEUR 218). Davon bestehen keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen oder aus der Altersvorsorge.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 23 (i.Vj. TEUR 23) und resultiert ausschließlich aus Abschlussprüfungsleistungen.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Yukatel GmbH sind Herr Yusuf Karatas, Kaufmann, Neu-Isenburg, und Herr Mehmet Karatas, Kaufmann, Heusenstamm.

Die Angabe des Honorars unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Mitarbeiterzahl

Die Yukatel GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 58 (i.Vj. 59) Angestellte sowie 0 (i.Vj. 1) Auszubildende.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe TEUR 7.435 nebst Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 47.302 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Offenbach am Main, den 6. Februar 2024

Yusuf Karatas

Mehmet Karatas

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Historische Anschaffungskosten
1.1.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 251.726,39 4.773,00 256.499,39
251.726,39 4.773,00 0,00 256.499,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.218.567,08 122.403,09 0,00 14.340.970,17
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.908.116,12 74.893,85 37.756,27 1.945.253,70
3. Anlagen im Bau 12.657.332,19 7.105.298,13 0,00 19.762.630,32
28.784.015,39 7.302.595,07 37.756,27 36.048.854,19
29.035.741,78 7.307.368,07 37.756,27 36.305.353,58
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 221.332,39 22.277,00 243.609,39
221.332,39 22.277,00 0,00 243.609,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 364.204,25 270.835,09 0,00 635.039,34
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 974.857,12 203.331,85 37.756,27 1.140.432,70
3. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
1.339.061,37 474.166,94 37.756,27 1.775.472,04
1.560.393,76 496.443,94 37.756,27 2.019.081,43
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 12.890,00 30.394,00
12.890,00 30.394,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.705.930,83 13.854.362,83
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 804.821,00 933.259,00
3. Anlagen im Bau 19.762.630,32 12.657.332,19
34.273.382,15 27.444.954,02
34.286.272,15 27.475.348,02

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

1. Grundlagen und Geschäftsmodell

Die Yukatel GmbH ist ein innovatives Unternehmen mit internationaler Ausrichtung. Die Gesellschaft wurde im Jahr 2002 gegründet. Ihr Sitz befindet sich in Offenbach am Main in einem angemieteten Bürokomplex mit über 1.000 qm Nutzfläche einschließlich eigener Lagerfläche und Reparaturcenter.

Die Gesellschaft ist ein international agierender Großhändler mit einer Kernkompetenz im Bereich der globalen Distribution von Mobiltelefonen und beliefert Wiederverkäufer im In- und Ausland mit Mobiltelefonen, Smartphones und Tablets. Das angebotene Sortiment umfasst alle namhaften Hersteller und wird ständig um aktuelle Trends erweitert. Durch die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Geschäftskunden, Distributoren, Zulieferern und Resellern konnte die Yukatel GmbH seit ihrer Gründung ihre Marktposition stetig ausbauen.

Im Fokus der Geschäftsabwicklungen liegen stets Kundenzufriedenheit und Qualität. Dies spiegelt sich in allen Abwicklungsschritten von einer unkomplizierten Auftragsannahme bis hin zu einer termingerechten und einwandfreien Lieferung wider. Eine auf die individuellen Anforderungen der Kunden abgestimmte und optimierte Logistikabwicklung, die ständig erweitert wird, sichert jederzeit die punktgenaue Einhaltung von Lieferterminen. Als notenbankfähiges Unternehmen mit bester Bonität strahlt die Gesellschaft für ihre Kunden und Partner Zuverlässigkeit und Seriosität aus.

Neben dem Großhandel mit Mobiltelefonen, Smartphones und Tablets wurde in den vergangenen Jahren ein neues Geschäftsfeld im Bereich GPS-Flottenmanagement und -Ortung unter der Marke "routecontrol" entwickelt und erfolgreich im Markt platziert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Deutsche Bundesbank berichtet in ihrem Jahresbericht für das Jahr 2022 über eine weltweit hohe Inflationsrate. Insbesondere in den Industrieländern wurde der stärkste Preisanstieg in den letzten 40 Jahren festgestellt. Grund hierfür war unter anderem die unerwartet schnelle Erholung vieler Volkswirtschaften nach der Corona-Pandemie sowie die weltweit expansive Geld- und Fiskalpolitik. Die Rohstoffpreise sind im Zusammenhang mit coronabedingten Lieferkettenstörungen und der hohen Nachfrage stark gestiegen.

Zusätzlich hat der Russland-Ukraine Krieg den Energiepreisen Auftrieb gegeben. Insgesamt stiegen die Verbraucherpreise in den Industrieländern im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,8 % (im Vorjahr 3,5 %).

Der globale Handel mit Smartphones lag in 2022 auf dem niedrigsten Niveau seit 2013 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 12,0% verringert wie das Marktforschungsinstitut Counterpoint Technology Market Research Ltd. meldet.

2. Geschäftsverlauf

Die Lieferkettenprobleme im Markt für Mobiltelefone und Smartphones und die konjunkturelle Lage haben sich auf die Geschäftstätigkeit der Yukatel GmbH kaum nachteilig ausgewirkt. Dennoch sind die Umsatzerlöse der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 von EUR 680,9 Mio. in 2021 um EUR 37,2 Mio. bzw. 5,5 % auf EUR 643,6 Mio. gesunken. Während sich das Ausfuhrgeschäft im Vergleich zum Vorjahr um EUR 8,8 Mio. auf EUR 543,8 Mio. erhöhte, sank das inländische Umsatzvolumen um EUR 46,1 Mio. auf EUR 99,8 Mio. Dieser Umsatzrückgang beruht zum einen auf einer Verschiebung des Produktportfolios hin zu etwas günstigeren Geräten. Zum anderen hat die Errichtung des architektonisch sehr anspruchsvollen neuen Firmensitzes in Dreieich-Sprendlingen mit einem Investitionsvolumen von mehr als EUR 35 Mio. personelle Ressourcen in Anspruch genommen. Der von der Geschäftsführung erwartete Rückgang der Umsatzerlöse hat sich damit bestätigt.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen sind die Wareneinstandskosten mit einem Rückgang um EUR 38,9 Mio. bzw. 5,9 % überproportional gesunken, was die Verschiebung hin zu günstigeren Geräten widerspiegelt. Aufgrund von allgemeinen Preisanstiegen, höheren Werbekosten sowie Abschreibungen auf den Vorratsbestand haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2,2 Mio. bzw. 35,7 % erhöht. Die Personalkosten sind im Zusammenhang mit einer Verminderung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl (einschließlich Auszubildenden) von 60 im Vorjahr auf 58 um EUR 0,5 Mio. bzw. 5,9 % gesunken. Das Geschäftsjahr 2022 schließt insgesamt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 7,4 Mio., was im Vergleich zum Vorjahr einer Ergebnisverschlechterung um EUR 0,7 Mio. bzw. 8,6 % entspricht.

Im Zuge der herrschenden Markt- und Branchenverhältnisse ist der Warenbestand zum Bilanzstichtag von EUR 18,8 Mio. im Vorjahr auf EUR 34,5 Mio. gestiegen. Aufgrund einer gleichzeitigen Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 9,7 Mio. im Vorjahr auf EUR 11,2 Mio. und der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 9,8 Mio. im Vorjahr auf EUR 13,3 Mio. ist das Working Capital (Summe aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) im Vergleich zum Vorjahr um EUR 13,8 Mio. bzw. 74,3 % deutlich gestiegen.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden abermals hohe Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von EUR 7,3 Mio. (i.Vj. EUR 14,8 Mio.) getätigt. Die Investitionen betreffen mit EUR 7,1 Mio. ein im Bau befindliches Geschäftsgebäude. Da diese Vermögenserhöhungen nicht vollständig aus Eigenmitteln finanziert werden konnten, wurden weitere Bankdarlehen in Höhe von EUR 8,5 Mio. aufgenommen. Der Bestand an flüssigen Mitteln ist zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr um EUR 4,0 Mio. auf EUR 6,6 Mio. gestiegen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist ergebnisbedingt von EUR 47,4 Mio. auf EUR 54,8 Mio. angestiegen. Aufgrund der gleichzeitigen Erhöhung der Bilanzsumme von EUR 74,9 Mio. im Vorjahr auf EUR 94,0 Mio. hat sich die Eigenkapitalquote allerdings um 4,9 Prozentpunkte von 63,2% im Vorjahr auf 58,3% vermindert.

Die Yukatel GmbH hat im Geschäftsjahr 2022 stets über ausreichende Finanzmittel verfügt, um ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber Dritten termingerecht nachzukommen. Entsprechend hat die Gesellschaft von Kreditratingagenturen beste Bonitätsbewertungen erhalten.

4. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Der für die Geschäftsführung der Yukatel GmbH wichtigste finanzielle Leistungsindikator sind die erwirtschafteten Umsatzerlöse. Der wichtigste nicht-finanzielle Leistungsindikator ist die Anzahl an Mitarbeitern. Während die Umsatzentwicklung in den Erwartungen liegt, hat sich die Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr 2022 planmäßig entwickelt.

III. Chancen- und Risikobericht

Die wesentlichen operativen Risiken gehen für die Yukatel GmbH von der hohen Volatilität der Preise und Mengen in Beschaffung und Vertrieb, potenziellen Forderungsausfällen sowie der Fluktuation des Vertriebspersonals aus.

Die Geschäftsführung versucht, das Risikopotenzial durch die weitere Verbreiterung der Beschaffungs- und Vertriebsbasis auf nationaler und internationaler Ebene zu begrenzen. Beschaffungs- und absatzbezogenen Dispositionsrisiken werden durch eine fortlaufende Bestandsanalyse und die tägliche Anpassung der Einkaufs- und Verkaufskonditionen begegnet.

Durch gezielte Mitarbeitermotivationsmaßnahmen sowie die Einstellung qualifizierter neuer Mitarbeiter wird das Risiko einer nachteiligen Mitarbeiterfluktuation minimiert.

Währungsrisiken bestehen nur in geringem Umfang, da in der Regel in Euro fakturiert wird.

Eine signifikante Ertragschance besteht für die Folgejahre in der Erweiterung des Produktsortiments um geeignete Komplementärprodukte zu Mobiltelefonen, Smartphones und Tablets.

Hierzu hat die Geschäftsführung, neben dem bereits erfolgreich am Markt platzierten Geschäftskundenprodukt "routecontrol", auch die IoT Marke M2M-Unity ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um eine IoT Digitalisierungs- und Managementplattform für M2M SIM-Karten. Aufgrund der immer höher steigenden Nachfrage an vernetzten Geräten ist der Bedarf an IoT M2M SIM-Karten auf internationaler Ebene gegeben. Mit Ihrem Produkt M2M-Unity unterstützt die Yukatel GmbH B2B Kunden, um diese SIM-Karten zu verwalten und zu überwachen.

Zusätzlich bietet die Yukatel GmbH unter der Marke "NEXTwawi" ein Warenwirtschaftssystem für den Mobilfunkhandel an. Die Software ist speziell für den Mobilfunkhandel konzipiert und deckt alle relevanten Bereiche ab.

Durch die neuen Produkte baut die Yukatel GmbH weitere Standbeine auf und sorgt damit für noch mehr Stabilität und erhöht somit das Umsatz- und Ertragspotenzial.

IV. Prognosebericht

In ihrem Monatsbericht Januar 2024 erwartet die Deutsche Bundesbank einen Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % aufgrund der schwachen Auslandsnachfrage und der hohen Energiekosten. Daneben haben gestiegene Finanzierungskosten die Investitionen gedrückt. Auch die privaten Haushalte haben sich bei ihren Konsumausgaben zurückgehalten. Die Inflationsrate lag auch im Jahr 2023 im historischen Vergleich außergewöhnlich hoch. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) lag im Jahresdurchschnitt bei 6,0 % (Im Vorjahr 8,7 %), wobei sich die Inflationsrate im Jahresverlauf deutlich rückläufig entwickelt hat.

Das Marktforschungsinstitut Gartner stellte für das Jahr 2023 einen Marktrückgang im Bereich Smartphone-Handel von 9,9 % fest und nannte als Grund hierfür die längere Produktbindung der Kunden an das bereits vorhandene Smartphone.

Auch die Yukatel GmbH war hiervon betroffen und hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich beendet.

Das ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. (kurz: ifo Institut) erwartet für das Jahr 2024 in Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 0,9 % und für 2025 eine leichte Beschleunigung auf 1,3 %.

Für das Jahr 2024 prognostiziert das Marktforschungsinstitut Gartner im Bereich Smartphone-Handel wieder ein leichtes Wachstum von etwa 0,6 %. Das Institut vermutet als Grund hierfür aggressivere Marketingkampagnen für neue Produkteinführungen sowie den erhöhten Wunsch der Kunden nach einem 5G-netzfähigen Gerät.

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Prognose rechnet die Geschäftsführung der Yukatel GmbH für das Geschäftsjahr 2024 mit einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

 

Offenbach am Main, den 6. Februar 2024

Yusuf Karatas

Mehmet Karatas

Wirtschaftliche Grundlagen

Die Yukatel GmbH wurde am 25. Januar 2002 gegründet. Alleiniger Gesellschafter ist Herr Mustafa Dogan. Ihr Sitz befindet sich in Offenbach am Main in einem angemieteten Bürokomplex mit über 1.000 qm Nutzfläche einschließlich eigener Lagerfläche und Reparaturcenter.

Die Gesellschaft ist ein international agierender Großhändler und beliefert Wiederverkäufer im In- und Ausland mit Mobiltelefonen, Smartphones und Tablets. Das angebotene Sortiment umfasst alle namhaften Hersteller und wird ständig um aktuelle Trends erweitert. Der Einkauf erfolgt grundsätzlich herstellerunabhängig bei Großhändlern im In- und Ausland.

Neben dem Großhandel mit Mobiltelefonen, Smartphones und Tablets wurde das Produktsortiment in den vergangenen Jahren um Komplementärprodukte erweitert. Unter der Marke "routecontrol" werden Systeme aus dem Bereich GPS-Flottenmanagement und -Ortung angeboten. Unter der IoT Marke M2M-Unity wird eine Digitalisierungs- und Managementplattform für M2M SIM-Karten angeboten.

Die Gesellschaft beschäftigte zum 31. Dezember 2022 58 Angestellte.

Das Anlagevermögen hat sich im Zuge der Errichtung eines Geschäftshauses in Dreieich, dessen Fertigstellung zum Ende des ersten Quartals 2024 erwartet wird, erhöht.

Gesellschaftsrechtliche Grundlagen

Gründung 25. Januar 2002 (Eintragung in das Handelsregister am 15. März 2002)
Firma Yukatel GmbH
Sitz Offenbach am Main
Geschäftsadresse Merianstraße 23, 63069 Offenbach am Main
Gesellschaftsvertrag Der Gesellschaftsvertrag datiert vom 25. Januar 2002, zuletzt geändert am 7. März 2002 mit Eintragung in das Handelsregister am 31. Oktober 2002.
Handelsregister Amtsgericht Offenbach am Main, Nr. HRB 12305
Der letzte uns vorliegende Handelsregisterauszug datiert vom 28. Dezember 2022.
Gegenstand Gegenstand des Unternehmens ist der Großhandel mit Telekommunikationsartikeln und Büroelektronik, Hardware und Software sowie Vermittlung von Mobilfunkverträgen.
Geschäftsjahr Kalenderjahr
Stammkapital EUR 50.000,00 (voll erbracht)
Kapitalverhältnisse Alleiniger Gesellschafter ist Herr Mustafa Dogan.
Vorjahresabschluss In der Gesellschafterversammlung am 20. Dezember 2022 ist
(1) der von der Geschäftsführung aufgestellte, von uns geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 nebst Lagebericht vorgelegt und der Jahresabschluss festgestellt worden;
(2) der ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von EUR 47.301.582,64 auf neue Rechnung vorgetragen worden;
(3) dem Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2021 Entlastung erteilt worden.
Größe der Kapitalgesellschaft Die Gesellschaft ist i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft.
Geschäftsführer Yusuf Karatas, Neu-Isenburg Mehmet Karatas, Heusenstamm
Steuerliche Verhältnisse Die Gesellschaft wird beim Finanzamt Offenbach am Main II unter der Steuernummer 044 249 0050 geführt.
Die Steuerveranlagungen sind bis einschließlich des Geschäftsjahres 2021 erfolgt.

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