GLOBALE Pensions und Service GmbHLiquidiert

60311 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 84093
Vorher
VAGO Achtundzwanzigste Vermögensverwaltungs GmbHGlobale Beteiligungs GmbH
Eingetragen
6.8.2002
Branche
Geld- und WertdiensteVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Die Verwaltung des eigenen Vermögens sowie die Verwaltung und die Abwicklung der eigenen Pensionsverpflichtungen. Daneben erbringt die Gesellschaft Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Controlling, Corporate Finance, Schadenbearbeitung, Rechnungswesen, Asset Management, Revision, Risikomanagement, Personal, Recht, IT-Management, Facility Management und zentrale Dienste, soweit solche Leistungen nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz und dem Steuerberatungsgesetz zulässig sind und auch im Übrigen nicht erlaubnispflichtig sind.

Historie

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Management

NameRolle
Franz Ulmer
seit 23.7.2018
Geschäftsführer
Christian Neukamp
seit 23.7.2018
Geschäftsführer
Kay Uwe Erdmann
seit 23.7.2018
Geschäftsführer

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Globale Beteiligungs GmbH

Köln

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Geschäftsbericht 2013

GLOBALE Rück Gruppe, Köln

Inhalt

Geschäftsführer

 

Konzernlagebericht

 

Wirtschaftsbericht

 

Ertragslage der GLOBALE Rück Gruppe 2013

 

Beiträge

 

Entwicklung der Leistungen und Kosten

 

Vermögenslage

 

Finanzlage

 

Ergebnisentwicklung

 

Personalbericht

 

Risikobericht

 

Chancen

 

Nachtragsbericht

 

Prognosebericht

Konzernabschluss (IFRS) zum 31. Dezember 2013.

 

Konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung

 

Konsolidierte Bilanz

 

Konsolidierte Kapitalflussrechnung

 

Gesamtergebnisrechnung

 

Anhang und Erläuterungen inkl. Eigenkapitalveränderungsrechnung

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Geschäftsführer der Globale Beteiligungs GmbH

Dr. Achim Kann

Vorsitzender des Vorstands der GLOBALE Rückversicherungs-AG, München

Rieke K. Hankins (MIM)

Master of International Management, Minneapolis

Antje Kann (PHD)

Geschäftsführerin der Analytics Interactive Sole Proprietorship, San Francisco

Kay Uwe Erdmann

Vorstand der GLOBALE Rückversicherungs-AG, Frechen

Konzernlagebericht

Wirtschaftliche Lage

Im Jahresdurchschnitt hat sich die deutsche Wirtschaft als stabil erwiesen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt lag gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % höher.

Die deutsche Wirtschaft wurde durch die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und durch eine gebremste Entwicklung der Weltwirtschaft belastet; das Bruttoinlandsprodukt konnte nicht so kräftig wachsen wie in den Jahren zuvor (2012 = 0,7 % und 2011 = 3,3 %).

Im Jahresdurchschnitt büßte der deutsche Außenhandel an Dynamik ein. Der Außenbeitrag - die Differenz zwischen Exporten und Importen - bremste dadurch mit einem negativen Beitrag von 0,3 % das BIP­Wachstum 2013.

Die starke Binnennachfrage konnte dies nur bedingt kompensieren.

Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 0,9 %. Hingegen gingen die Investitionen von Staat und Unternehmen um 2,2 % zurück, womit sich die langanhaltende Zurückhaltung fortsetzt. Diese chronische Investitionsschwäche ist heikel für ein Land mit alternder und schrumpfender Bevölkerung.

Der Anteil der Erwerbstätigen erzielte in 2013 wieder einen neuen Höchststand und lag bei 41,8 Millionen.

Die Arbeitsproduktivität pro Kopf ging um 0,1 % zurück. Ein Teil davon erklärt sich dadurch, dass die Beschäftigten ihre Arbeitszeit reduzierten. Die Produktivität einer Arbeitsstunde nahm gleichzeitig nur um 0,3 % zu.

Trotz der politischen Situation in Europa waren die Finanzmärkte in einer stabilen Verfassung.

Ertragslage der GLOBALE Rück Gruppe 2013

Die nachfolgenden Zahlen sind im Wesentlichen durch die Run-Off-Entscheidung der GLOBALE Rück und ihrer Tochtergesellschaften beeinflusst. Aufgrund der geringen verbleibenden Prämien verzichten wir auf die Angabe beitragsbezogener Quoten.

Im Berichtsjahr verkaufte die GLOBALE Rück die Tochtergesellschaften in Australien, Kanada, Schweiz und USA an die AXA DBIO. Nach der Zustimmung der ausländischen Aufsichtsbehörden erfolgte das Closing in 2014. Darüber hinaus wurden die Gesellschaften in Barbados und England in 2013 geschlossen.

Demzufolge wurden die verkauften und die geschlossenen Gesellschaften zum 1.1.2013 dekonsolidiert. Entsprechend sind viele der in diesem Bericht aufgeführten Angaben nicht unmittelbar mit den Vorjahreszahlen vergleichbar.

Beiträge

Im Berichtsjahr beliefen sich die Bruttobeiträge aufgrund von Prämienrückverrechnungen der GLOBALE Rück Gruppe auf -172 Tsd. EUR (i. V. 779 Tsd. EUR). Diese teilen sich wie folgt auf:

Gebuchte Bruttobeiträge nach Sparten

2013 2012
Tsd. EUR Anteil
in %
Tsd. EUR Anteil
in %
Haftpflicht 1 -0,6 -545 -70,0
Kraftfahrt 18 -10,2 210 27,0
Sonstige -191 110,8 1.114 143,0
Summe -172 100,0 779 100,0

Bei den Nicht-Lebens-Rückversicherungsbeiträgen handelt es sich im Wesentlichen um Nachlaufprämien sowie Wiederauffüllungsprämien. Die Bruttobeiträge für Leben beliefen sich in 2013 auf 20 Tsd. EUR (i. V. 1.003 Tsd. EUR) und werden unter "Sonstige" ausgewiesen.

Entwicklung der Leistungen und Kosten

Nach einem Netto-Schadenertrag in Höhe von 53.554 Tsd. EUR im Vorjahr ergab sich im Berichtsjahr ein Schadenertrag von 1.423 Tsd. EUR. Die Rückstellungen (netto) reduzierten sich zum 31.12.2013 um 254.077 Tsd. EUR (i. V. 211.461 Tsd. EUR) gegenüber dem Vorjahr. Hierin sind Ablösungen in Höhe von 19.394 Tsd. EUR (i. V. 156.994 Tsd. EUR) und der Abgang durch die Veränderung des Konsolidierungskreises in i.H.v. 231.435 Tsd. EUR (i. V. 0 Tsd. EUR) enthalten. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (netto) reduzierten sich auf 10.275 Tsd. EUR (i. V. 35.695 Tsd. EUR).

Vermögenslage

Die Entwicklung der Aktienmärkte im Geschäftsjahr 2013 war äußerst positiv. Der DAX notierte Ende 2013 mit 9.552 Punkten um 25,5 % höher und der Dow Jones mit 16.577 Punkten um 26,5 % höher als zu Beginn.

Die Werte von Treasuries und deutschen Staatsanleihen fielen im Berichtszeitraum. Lag die Durchschnittsrendite der 10-jährigen US-Treasuries zum Jahresanfang bei 1,76 %, betrug sie zum Ende des Berichtsjahres bereits 3,03 %. Der Höchststand war dabei zum Jahresende zu verzeichnen und der Tiefststand Anfang Mai 2013 mit 1,64 %.

Bei den 10-jährigen deutschen Staatsanleihen war ebenfalls ein deutlicher Renditeanstieg zu verzeichnen. Hier stieg die durchschnittliche Rendite der Papiere um 45,8 % von 1,31 % auf 1,91 %. Die Rendite der Staatsanleihen mit zwei Jahren Laufzeit erhöhte sich von 0,01 % auf 0,21 %.

Die FED ließ die Leitzinsen im Berichtsjahr auf unverändert niedrigem Niveau in Höhe von 0,25 %. Die EZB senkte den Leitzins im Berichtszeitraum zweimal von 0,75 % auf 0,25 %.

Die realisierten Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen i. H. v. 1.194 Tsd. EUR (i. V. 30.365 Tsd. EUR) gingen wegen des stark reduzierten Kapitalanlagebestandes deutlich zurück. Die Neubewertungsrücklage

reduzierte sich durch Realisierungen und die Dekonsolidierung weiter um 15.029 Tsd EUR auf -3.536 Tsd. EUR.

Der Kapitalanlagebestand sank durch die Dekonsolidierung sowie die fortschreitende Abwicklung um 598.336 Tsd. EUR auf 250.235 Tsd. EUR. Auf die Rückstellung zum 01.01.2013 wurden Schadenzahlungen in Höhe von 17.484 Tsd. EUR (i. V. 154.864 Tsd. EUR) inklusive vorzeitiger Ablösungen vorgenommen.

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich trotz des Jahresverlustes 2013 sowie der ausgeschütteten Dividende auf 54,5 % (i. V. 40,4 %). Die Eigenkapitalrendite betrug aufgrund des negativen Ergebnisses -26,1 % (i. V. 24,7 %).

Finanzlage

Das Darlehen wurde im Berichtszeitraum vollständig getilgt. Hierfür wurden für Tilgung und aufgelaufene Zinsen 80.788 Tsd. EUR (i. V 122.014 Tsd. EUR) aufgewendet.

Ergebnisentwicklung

Durch die Dekonsolidierung der ausländischen Tochtergesellschaften sowie durch das gesunkene Schadenreservevolumen im Inland wurden deutlich geringere Abwicklungsergebnisse erzielt. Das Kapitalanlageergebnis reduzierte sich durch die gesunkenen Anlagemittel entsprechend. Das Konzernjahresergebnis der GLOBALE Rück Gruppe sank deutlich auf -116.341 Tsd. EUR (i. V. 91.792 Tsd. EUR). Ohne die Dekonsolidierungseffekte wäre ein Gewinn von 979 Tsd. EUR entstanden. Das Konzerneigenkapital sank um 206.850 Tsd. EUR auf 239.088 Tsd. EUR. Der in 2013 erfolgten Ausschüttung von 110.000 Tsd. EUR standen positive Eigenkapitaleffekte aus der Dekonsolidierung in Höhe von 21.820 Tsd. EUR gegenüber.

Personalbericht

Im Geschäftsjahr 2013 verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gruppe um 74 auf 36.

Wir danken allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren persönlichen Einsatz. Durch ihr Wissen und ihre Erfahrung haben sie wesentlich dazu beigetragen, die Herausforderungen des Geschäftsjahres 2013 zu bewältigen.

Risikobericht

Bei der GLOBALE Rück Gruppe wird dem Risikomanagement trotz fortschreitendem Run-Off ein unverändert hoher Stellenwert beigemessen. Den steigenden gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen entsprechen wir mit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und Optimierung des Risikomanagementsystems. Wesentliche Bestandteile dieses Systems sind die vom Vorstand verabschiedete Risikostrategie, das dezentrale Risikocontrolling mit zentraler Koordinierungsfunktion, das interne Modell zur Quantifizierung der Risikotragfähigkeit sowie insbesondere ein abteilungsübergreifendes Projekt zur Vorbereitung auf das neue europäische Aufsichtsregime Solvency II.

Dazu gehören:

die erforderlichen Solvabilitätsberechnungen (Säule I),

die Erweiterung des qualitativen Risikomanagements im Rahmen von Own Risk and Solvency Assessment (ORSA) und des Corporate Governance-Systems (Säule II) und

die Erweiterung des Berichtswesens zur Erhöhung der Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit und der Aufsichtsbehörde (Säule III).

Risikomanagement-System

Das Risikomanagement der einzelnen Gesellschaften ist Teil des Risikomanagements des Konzerns. Das zentrale Risikocontrolling der GLOBALE Rückversicherungs-AG ist für die Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie die Steuerung des Risikomanagementprozesses zuständig. Ihm obliegt die Koordination der dezentralen Risikoeinheiten in den einzelnen Gesellschaften zur Analyse und Überwachung der Risikosituation aus Gesamtunternehmenssicht.

Gegenstand der Betrachtung im Risikomanagementprozess sind die Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und -überwachung. Die jährliche Risikoinventur ist dabei ein wesentlicher Aspekt des Risikocontrollings. Sowohl zentral als auch dezentral werden identifizierte Risiken analysiert, quantifiziert und im Verlauf überwacht. Ad-hoc-Berichte werden in Ausnahmesituationen erstellt. Abgeleitete Maßnahmen werden nach Zuordnung der Verantwortlichkeiten im Hinblick auf Fortschritt und Effizienz überprüft. Das Management und die Verantwortung der einzelnen Risiken obliegen den Führungskräften, die Kontrolle und Überwachung den Führungskräften und dem Risikocontrolling.

Die Wertgrenzen zur Festlegung der Risikoklassen (A, B, C) wurden im Berichtszeitraum auf Basis der Eigenmittel ermittelt. Die identifizierten Risiken werden hinsichtlich ihrer Ertrags- und Liquiditätswirksamkeit bewertet. Trotz der gesunkenen Eigenmittel haben wir die Wertgrenzen aus Vergleichbarkeitsgründen aus dem Vorjahr übernommen. Demnach werden Risiken ab 20 Mio. EUR als A-Risiken kategorisiert. B-Risiken liegen zwischen 5 und 20 Mio. EUR, während die Wesentlichkeitsgrenze für C-Risiken auf 1 Mio. EUR festgelegt wurde.

Die Kategorisierung der Risiken erfolgt unter Beachtung der MaRisk und des Deutschen Rechnungslegungsstandards 20.

Im Projekt Solvency II werden die Solvabilitätsberechnungen vorbereitend bereits nach dem derzeitig diskutierten Stand des Solvency II-Standards dargestellt. Das Berechnungsmodell beinhaltet Bestandteile des Standardmodells wie auch eines partiellen internen Modells. Für die qualitativen Anforderungen, insbesondere ORSA, wird das Risikomanagementsystem ebenfalls sukzessive auf die Anforderungen vorbereitet. Dazu gehören die Verknüpfung vorhandener Prozesse mit der Implementierung und Dokumentation neuer Funktionen wie

des Limitsystems,

des Notfall-/Business Continuity-Planes,

der Compliancefunktion und

der Outsourcingfunktionen.

Damit bereitet die GLOBALE Rückversicherungs-AG sich fortlaufend auch auf den Supervisory Review Process vor.

Versicherungstechnisches Risiko

Das versicherungstechnische Risiko ist durch eine Abweichung zwischen erwartetem und tatsächlichem Schadenaufkommen gekennzeichnet. Wenngleich Schadenreserven auf aktuarieller Basis ermittelt und plausibilisiert werden, besteht dennoch das Risiko der Unterreservierung in bestimmten Geschäftsbereichen. Im Run-Off realisiert sich das vorgenannte Risiko in Form von Abwicklungsverlusten. Bei der Schadenbearbeitung wird daher eine intensive Prüfung der Einzelschäden, insbesondere von Großschäden, vorgenommen.

Die folgende Tabelle zeigt die Abwicklungsergebnisse der Gruppe, bezogen auf die Eingangsschadenreserven (netto) der einzelnen Geschäftsjahre. Aufgrund der geringen verbleibenden Prämien verzichten wir hier auf die Angabe der Schadenquoten.

2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004
Abwicklungsergebnis (netto) 0,4 % 9,8 % 7,2 % 1,0 % 15,1 % 4,0 % -4,1 % -5,0 % 0,2 % -3,2%

Marktrisiko

Das Marktrisiko beinhaltet die Risiken der Kapitalanlagen. Dies sind im Wesentlichen das Zinsänderungsrisiko, das Währungskursrisiko und das Aktienkursrisiko.

Die GLOBALE Rück Gruppe investiert ihr Kapital in Wertpapiere unterschiedlicher Asset-Klassen und Aussteller. Mit dieser Mischung wird ein hohes Maß an Sicherheit bei gleichzeitiger Rentabilität angestrebt. Es folgt eine Übersicht der Zusammensetzung der Buchwerte der Asset-Klassen sowie der Aufteilung nach Rating-Kategorien.

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Staatsanleihen 4.350 75.111
Pfandbriefe 14.220 17.195
Unternehmensanleihen 124.391 292.215
Bankanleihen 59.672 134.246
MBS/CMO   143.553
Summe 202.632 662.321
2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
AAA 15.242 60.117
AA 9.866 227.428
A 84.676 230.040
BBB 40.485 82.726
Lower 4.525 47.495
No rating 47.837 14.516
Summe 202.632 662.321

Das Gesamtexposure gegenüber europäischen Banken (inkl. Sichteinlagen und Festgeldern) hatte einen Marktwert von 60.498 Tsd. EUR (i. V. 317.760 Tsd. EUR) zum Ende letzten Jahres, davon waren 9.922 Tsd. EUR (i. V. 85.276 Tsd. EUR) durch Einlagensicherungsinstrumente bedeckt und 14.220 Tsd. EUR (i. V. 12.636 Tsd. EUR) in besicherte Wertpapiere (Covered Bonds) investiert. Das Investmentvolumen (inkl. Sichteinlagen und Festgeldern) zu bilanzierten Marktwerten bei Banken aus den sogenannten PIIGS-Staaten betrug 5.144 Tsd. EUR (i. V. 5.996 Tsd. EUR).

Das Zinsänderungsrisiko tritt als Kursrisiko festverzinslicher Wertpapiere sowie als Wiederanlagerisiko auf. Dem Kursrisiko wird durch kurze Restlaufzeiten der von uns gehaltenen Papiere begegnet. Der Anstieg des Zinssatzes für festverzinsliche Wertpapiere um 1 %-Punkt würde zu einem Wertverlust von 3.316 Tsd. EUR (i. V. 26.781 Tsd. EUR) führen. Bei dem Wiederanlagerisiko handelt es sich um die Gefahr, dass Kapitalanlagen, die der Bedeckung langfristiger, diskontierter Verbindlichkeiten (z. B. Pensionsrückstellungen) dienen, bei erneuter Anlage nach dem Laufzeitende der Papiere den notwendigen Zins nicht verdienen.

Das Währungskursrisiko besteht in Form des Währungsmismatches zwischen Verbindlichkeiten und Kapitalanlagen. Im Rahmen des Währungsrisikos wird überwacht, ob eine kongruente Währungsbedeckung gegeben ist. Eine negative Veränderung der Währungskurse um 10 % würde eine Eigenkapitalbelastung in Höhe von ca. 4.490 Tsd. EUR (i. V. 23.183 Tsd. EUR) bedeuten. Es erfolgt ein regelmäßiges Monitoring des Währungsexposures mit Bericht an den Gesamtvorstand der GLOBALE Rückversicherungs-AG, der auch Maßnahmenvorschläge zur Behandlung des Risikos (z. B. in Form von Devisentransaktionen) beinhaltet.

Das Marktrisiko für Aktien drückt sich in Kurswertschwankungen aus. Ein Rückgang der Aktienkurse um 20 % würde auf Basis von Marktwerten zu einer negativen Wertveränderung i. H. v. 338 Tsd. EUR (i. V. 3.402 Tsd. EUR) führen. Im Rahmen regelmäßiger Allokationsrunden wird die Ausrichtung des Kapitalanlageportfolios kontinuierlich aus Risikosicht analysiert und adjustiert.

Weitere wesentliche Risiken

Das Liquiditätsrisiko beinhaltet die Gefahr, bestimmte Wertpapiere zeitweise nur eingeschränkt handeln oder erforderliche Auszahlungen nicht der Fristigkeit entsprechend leisten zu können. Auszahlungen fallen z. B. bei Schadenzahlungen oder Vertragsablösungen an. Bei der Liquiditätsbereitstellung hat auch die weitere Abwicklung der GLOBALE Rück einschließlich der verbliebenen Niederlassung eine hohe Bedeutung.

Die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer der Aktivseite liegt in allen Währungen unter derjenigen der Passivseite. Daher besteht hier zurzeit kein Risiko.

Forderungsausfallrisiken bestehen im Wesentlichen im Ausfall von Retrozessionären oder Wertpapieremittenten. Das Ausfallrisiko von Wertpapieremittenten basiert auf den unterschiedlichen Bonitäten der Aussteller (siehe Seite 10). Diesem wird durch gezieltes Aussuchen der Emittenten sowie Portfolio-Diversifizierung Rechnung getragen. Die GLOBALE Rück Gruppe investiert überwiegend in Kapitalanlagen, die mit einem Investment-Grade-Rating ausgestattet sind. Das Risiko des Ausfalls von Retrozessionären wird durch aktives Forderungsmanagement möglichst gering gehalten.

Operationelle Risiken liegen in betrieblichen Systemen oder Prozessen und beinhalten sowohl menschliches Fehlverhalten und technisches Versagen als auch geänderte rechtliche Rahmenbedingungen. Durch Nutzung des Internen Kontrollsystems (IKS) werden alle relevanten Abläufe der GLOBALE Rück Gruppe überwacht und die Qualitätssicherung umgesetzt. Ein koordinierter Notfallplan dient dem Management als Vorbereitung auf unerwartete Situationen. Geänderte rechtliche Rahmenbedingungen werden frühzeitig in geeigneten Maßnahmen berücksichtigt.

Gruppensolvabilität

Die Gruppensolvabilitätsrechnung ergibt für den Berichtszeitraum einen Solvabilitätsbedarf in Höhe von 3.400 Tsd. EUR (i. V. 11.663 Tsd. EUR), bei Eigenmitteln in Höhe von 229.045 Tsd. EUR (i. V. 335.812 Tsd. EUR). Daraus resultiert eine Überdeckung von 225.645 Tsd. EUR nach einer Überdeckung von 324.150 Tsd. EUR im Vorjahr. Der Rückgang der Überdeckung resultiert aus dem negativen Konzernergebnis.

Chancen

Die GLOBALE Rück Gruppe ist auch weiterhin bestrebt, sich durch Ablösungen zu enthaften, wodurch es zu weiteren Einsparungen bei den bestehenden Schadenrückstellungen kommen könnte.

Nachtragsbericht

Nach der erfolgten Zustimmung der ausländischen Aufsichtsbehörden fand das Closing des Verkaufs der Tochtergesellschaften in Australien, Kanada, Schweiz und USA am 12.06.2014 statt.

Prognosebericht

Kostenbedingt erwarten wir 2014 einen versicherungstechnischen Verlust. Die Kapitalanlageerträge werden nicht ausreichen, diesen Verlust zu decken. Aufgrund des Wegfalls von Einmaleffekten wie z.B. die Dekonsolidierung von Tochtergesellschaften wird ein deutlich geringeres negatives Gesamtergebnis erwartet.

 

Köln, den 2. Juli 2014

Dr. Achim Kann

Rieke K. Hankins (MIM)

Antje Kann (PHD)

Kay Uwe Erdmann

Konzernabschluss (IFRS) zum 31. Dezember 2013

Konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
1. Gebuchte Bruttobeiträge (1) -172 779
2. Abgegebene Rückversicherungsbeiträge -66 -1.406
3. Veränderung der Netto-Beitragsüberträge 233 242
4. Verdiente Nettobeiträge -5 -385
5. Laufende Erträge aus Kapitalanlagen (2) 6.029 31.385
6. Laufende Aufwendungen aus Kapitalanlagen (3) -373 -1.870
7. Laufende Nettoerträge aus Kapitalanlagen 5.657 29.515
8. Realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen (4) 2.404 31.551
9. Realisierte Verluste aus Kapitalanlagen (4) -1.210 -1.186
10. Wertaufholungen und nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen (4) 1.263 3.257
11. Wertminderungen und nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen (4) -36 -808
12. Nettogewinne aus Kapitalanlagen 2.421 32.814
13. Sonstige Erträge (5) 32.288 46.458
14. Gezahlte Versicherungsfälle    
Brutto -19.351 -181.063
Anteil der Rückversicherer 1.867 26.199
Netto -17.484 -154.864
15. Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen    
Brutto 20.640 256.191
Anteil der Rückversicherer -1.964 -37.671
Netto 18.676 218.520
16. Leistungen aus Versicherungsverträgen (6) 1.192 63.656
17. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (7)    
Brutto -10.278 -35.698
Anteil der Rückversicherer 3 3
Netto -10.275 -35.695
18. Sonstige Aufwendungen (9) -39.465 -34.920
19. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -8.188 101.443
20. Finanzierungskosten (30) -2.581 -2.870
21. Aufwand aus Dekonsolidierung -117.320  
22. Ergebnis vor Ertragsteuern -128.089 98.573
23. Ertragsteuern (10) 11.748 -6.781
24. Konzernergebnis nach Ertragsteuern -116.341 91.792

Konsolidierte Bilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
A. Kapitalanlagen    
I. Jederzeit verkäufliche Kapitalanlagen (11), (12) 184.034 679.498
II. Kapitalanlagen mit erfolgswirksam gebuchten Wertschwankungen (11), (13) 58.102 81.227
III. Darlehen und Forderungen (14)   3.941
IV. Kurzfristige Anlagen 8.099 83.904
B. Andere Aktiva 250.235 848.571
I. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen (19) 16.305 60.125
II. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft 6.794 9.079
III. Sonstige Forderungen aus dem Versicherungs- und aus dem Rückversicherungsgeschäft (16) 3.660 21.986
IV. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kasse 7.794 133.321
V. Latente Steuerforderungen (10) 9.875 13.440
VI. Übrige Steuerforderungen 4.647 3.398
VII. Sonstige Aktiva (17) 139.067 12.949
  188.142 254.299
C. Immaterielle Vermögensgegenstände (18) 43 125
Summe Aktiva 438.419 1.102.995

Passiva

   
  2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
A. Versicherungstechnische Rückstellungen (19)    
I. Beitragsüberträge 117 615
II. Deckungsrückstellung 24 33
III. Schadenrückstellung (20) 102.168 400.207
IV. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen -1.719 763
  100.590 401.618
B. Andere Passiva    
I. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 38 889
II. Sonstige Verbindlichkeiten aus dem Versicherungs- und aus dem Rückversicherungsgeschäft (21) 14.585 40.379
III. Latente Steuerrückstellungen (10), (23) 3.594 8.543
IV. Übrige Steuerrückstellungen und -verbindlichkeiten (23) 245 14.956
V. Sonstige Passiva (22), (24) 80.279 190.673
  98.741 255.439
C. Eigenkapital (25) 239.088 445.938
Summe Passiva 438.419 1.102.995

Konsolidierte Kapitalflussrechnung (27)

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
I.1. Periodenergebnis -116.341 91.792
I.2. Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen (netto) 84.285 -221.596
I.3. Veränderung der aktivierten Abschlussaufwendungen    
I.4. Veränderung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten sowie der Abrechnungsforderungen und -verbindlichkeiten 4.169 23.438
I.5. Veränderung der sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten 8.737 14.191
I.6. Veränderung von zu Handelszwecken gehaltenen Kapitalanlagen -58.102 -8.071
I.7. Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 25.158 -29.999
I.8. Veränderung der Einlage bei Kreditinstituten -8.099 21.292
I.9. Veränderung sonstiger Bilanzposten -77.822 -1.035
I.10. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie Berichtigungen des Periodenergebnisses -4.853 23
I.11. Zahlungen aus außerordentlichen Posten    
I. Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -142.868 -109.965
II.1. Mittelzufluss aus der Endfälligkeit von Wertpapieren - bis zur Endfälligkeit gehalten    
II.2. Mittelabfluss aus dem Kauf von Wertpapieren - bis zur Endfälligkeit gehalten    
II.3. Mittelzufluss aus dem Verkauf von Wertpapieren - zum Zeitwert bewertet 314.890 905.966
II.4. Mittelabfluss aus dem Kauf von Wertpapieren - zum Zeitwert bewertet -334.084 -655.015
II.5. Mittelzufluss aus der Rückzahlung von Darlehen und übrigen Ausleihungen    
II.6. Mittelzufluss aus der Gewährung von Darlehen und übrigen Ausleihungen   2.875
II.7. Mittelzu-/-abfluss aus dem Kauf/Verkauf von Grundbesitz    
II.8. Mittelzu-/-abfluss aus dem Kauf von übrigen Kapitalanlagen (Beteiligungen, Sonstige) 227.355 126
II.9. Mittelzu-/-abfluss aus dem Kauf von Betriebs- und Geschäftsausstattung -32 -21
II. Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit 208.129 253.931
III.1. Mittelzufluss aus Kapitalerhöhungen    
III.2. Mittelabfluss aus Kapitalherabsetzungen    
III.3. Auszahlung an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter    
III.4. Gezahlte Dividende -110.000  
III.5. Tilgung/Aufnahme von längerfristigen Darlehen -80.788 -122.014
III. Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit -190.788 -122.014
Veränderung des Finanzmittelfonds (I.+II.+III.) -125.527 21.953
Finanzmittelfonds am Ende des Vorjahres 133.321 111.258
Währungskursdifferenzen   110
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres (Währungseffekte bereinigt) 133.321 111.368
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 7.794 133.321

Der negative Kapitalfluss durch den Abgang der Tochtergesellschaften der GLOBALE Rückversicherungs-AG betrug 94.965 Tsd. EUR. Der Verkaufspreis wurde erst mit dem Closing im Juni 2014 gezahlt.

Durch den Verkauf gingen folgende Werte ab: Aktiva:

Kapitalanlagen i.H.v. 569.058 Tsd. EUR

Retrorückstellungen i.H.v. 41.453 Tsd. EUR

Abrechnungsforderungen i.H.v. 16.050 Tsd. EUR

Depotforderungen i.H.v. 1.478 Tsd. EUR

sonstige Forderungen i.H.v. 7.965 Tsd. EUR

Passiva:

Versicherungstechnische Rückstellungen i.H.v. 278.842 Tsd. EUR

Abrechnungsverbindlichkeiten i.H.v. 11.752 Tsd. EUR

Depotverbindlichkeiten i.H.v. 816 Tsd. EUR

Sonstige Rückstellungen i.H.v. 18.980 Tsd. EUR

Sonstige Verbindlichkeiten i.H.v. 16.162 Tsd. EUR

Gesamtergebnisrechnung

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Im Eigenkapital erfasste Bewertungsgewinne/-verluste (AfS Wertpapiere) -2.265 -4.283
Umrechnungsdifferenzen bei der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe   -4.802
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei leistungsorientierten Plänen 1.016 -13.819
Steuern auf Posten mit direkter Eigenkapitalverrechnung -1.080 4.850
Direkt im Eigenkapital erfasstes Periodenergebnis -2.329 -18.054
Periodengewinn -116.341 91.792
Summe der in der Berichtsperiode erfassten Ertrags- und Aufwandsposten -118.670 73.739

Auf die Veränderung der Neubewertungsrücklage entfällt eigenkapitalmindernd eine anteilige latente Steuer von -119 Tsd. EUR (i. V. -513 Tsd. EUR).

Sowohl die Neubewertungsrücklage als auch die Umrechnungsdifferenzen bei der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe werden anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Anhang und Erläuterungen

Angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Der vorliegende Konzernabschluss wurde auf der Grundlage des § 315 Abs. 3 HGB in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) 1 und den dazugehörigen Verlautbarungen IFRIC (vormals SIC) aufgestellt. Gleichzeitig steht er im Einklang mit den Richtlinien der Europäischen Union zur Rechnungslegung. Es wurden alle IAS/IFRS beachtet, deren Anwendung für das Geschäftsjahr verpflichtend war.

Da IFRS 4 die Bewertung von Versicherungsverträgen nicht abschließend behandelt, jedoch die Beibehaltung der bisherigen Bilanzierungspraxis zulässt, wendet die GLOBALE Rück Gruppe - wie in den Vorjahren - die Bestimmungen der US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US­GAAP) an.

Konsolidierungskreis

Zum Konsolidierungskreis per 31.12. 2013 gehörte neben dem Mutterunternehmen Globale Beteiligungs GmbH, Im Mediapark 4 b, Köln (GBG), die GLOBALE Rückversicherungs-Aktiengesellschaft, Deutschland, die eine 100 %ige Beteiligung ist. Die GLOBALE Rückversicherungs-AG hat ein Eigenkapital i.H.v. 135.281 Tsd. EUR (i.v. 225.281 Tsd. EUR).

Konsolidierungsgrundsätze

Die zum 31.12.2013 datierten Jahresabschlüsse der konsolidierten Gesellschaften sind unter Anwendung folgender Maßnahmen zum Konzernabschluss zusammengefasst worden:

Die Kapitalkonsolidierung für die einbezogenen Gesellschaften erfolgte nach der beteiligungsproportionalen Neubewertungsmethode. Bei der Erstkonsolidierung im Jahr 2003 wurden die Beteiligungsbuchwerte der Muttergesellschaft gegen die zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung vorhandenen Eigenkapitalwerte aufgerechnet. Soweit sich danach noch ein aktiver Unterschiedsbetrag ergab, wurde dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge wurden ertragswirksam vereinnahmt, da ihnen keine zukünftigen Aufwendungen gegenüberstehen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte zum Stichtag des Erwerbs, dem 01.01.2003.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden aufgerechnet. Zwischenergebnisse sowie konzerninterne Aufwendungen und Erträge wurden eliminiert.

Durch erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen entstehende latente Steuern wurden im Vorjahr für alle Gesellschaften berücksichtigt und im Geschäftsjahr dekonsolidiert.

1 Seit 2002 gilt die Bezeichnung IFRS für das Gesamtkonzept der vom lAS Board verabschiedeten Standards. Bereits verabschiedete Standards werden weiterhin als International Accounting Standards (lAS) zitiert.

Währungsumrechnung

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden mit den Bilanzstichtagskursen, die Gewinn- und Verlustrechnung mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.

Anzeige gemäß § 264 Abs. 3 HGB

Die GLOBALE Rückversicherungs-AG, Köln, nimmt die befreiende Regelung des § 264 Abs. 3 HGB für den Einzelabschluss des Geschäftsjahres 2013 in Anspruch.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der vollkonsolidierten Gesellschaften wurden einheitlich nach den Rechnungslegungsgrundsätzen der International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU gelten, aufgestellt. Ihnen liegen die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu Grunde:

Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräume

Schadenrückstellungen wurden zum aktuariellen Midpoint bewertet. Für Pensionen wurden die im Anhang erwähnten versicherungsmathematischen Parameter verwendet. Die hieraus resultierenden Gewinne und Verluste sind erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.

Kapitalanlagen

Die nach IFRS 7 notwendigen Angaben zu den Risiken aus Finanzinstrumenten werden im Risikobericht gemacht.

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere wurden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unterschiedsbeträge zum Nennbetrag wurden zeitanteilig zu- bzw. abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung wurde eine Wertminderung auf den niedrigeren Zeitwert vorgenommen.

Jederzeit verkäufliche Wertpapiere wurden mit dem Zeitwert angesetzt, der generell dem Börsenwert bzw. bei Investmentfonds dem Rücknahmepreis entsprach. Bei festverzinslichen Wertpapieren wurden Kurse von Preisserviceagenturen verwendet. Unterschiedsbeträge zum Nennbetrag bei festverzinslichen Wertpapieren wurden zeitanteilig zu- bzw. abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung wurde eine Wertminderung auf den niedrigeren Zeitwert vorgenommen. Die aus Wertschwankungen resultierenden Gewinne und Verluste wurden nach Abzug latenter Steuern erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage innerhalb des Eigenkapitals erfasst. Im Falle voraussichtlich dauerhafter Wertminderungen wurden diese erfolgswirksam realisiert. Die Zu- und Abgänge wurden am Ausführungstag gebucht.

Der Zeitwert der zinssensitiven Finanzinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden, wird weitestgehend durch die Anwendung von Bewertungsmethoden bestimmt, die auf im Markt beobachteten Zinsertragskurven basieren.

Im Rahmen des IAS 39 wurden dauerhafte Wertminderungen wie im Vorjahr entsprechend den konkretisierten Impairment-Regeln ermittelt. Danach wurden aktiensensitive Wertpapiere bei signifikanter (> 20 %) oder dauerhafter (> 9 Monate) Wertminderung erfolgswirksam abgeschrieben.

Erneute Wertzuwächse von bereits erfolgswirksam abgeschriebenen Aktien wurden in der Neubewertungsrücklage erfasst. Erfolgswirksame Wertaufholungen sind hier nicht mehr möglich, d. h. die Realisierung in der Gewinn- und Verlustrechnung kann nur noch im Wege einer Veräußerung erfolgen.

Bei Rententiteln wurde eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung angenommen, sofern objektive Hinweise vorlagen, dass ein Verlust eingetreten ist, der die zukünftigen Zahlungsströme reduziert.

Die Kapitalanlagen mit erfolgswirksam gebuchten Wertschwankungen (in den Investment-Spezialfonds) wurden mit dem Zeitwert, überwiegend basierend auf Börsenkursen, angesetzt. Die Zuordnung in diese Kategorie erfolgte aufgrund der Steuerung dieses Portefeuilles auf Basis des Zeitwertes. Die aus dieser Bewertung resultierenden Erträge und Aufwendungen werden ohne Zusammenfassung mit den zugehörigen Zinsen und Dividenden im Anhang gesondert ausgewiesen.

Darlehen und übrige Ausleihungen wurden in Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen.

Kapitalanlagen, die nicht explizit einer Kategorie zugeordnet sind, werden in die Kategorie "Jederzeit verkäufliche Wertpapiere" eingestellt.

Die Bilanzierung der Einlagen bei Kreditinstituten erfolgte zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Andere Aktive

Die Ermittlung der Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen erfolgte grundsätzlich entsprechend den vertraglichen Bedingungen. Zur Berücksichtigung des Bonitätsrisikos wurden Wertberichtigungen vorgenommen.

Die Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft wurden mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Pauschalierte Einzelwertberichtigungen werden für eingetretene, jedoch noch nicht identifizierte Verluste wesentlicher Rückversicherungsforderungen individuell gebildet, für die keine Einzelwertberichtigung angesetzt ist. Diese pauschalierte Wertberichtigung erfolgt über ein Wertberichtigungskonto. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft sind zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen worden, uneinbringliche Forderungen wurden wertberichtigt.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich planmäßig linearer und außerplanmäßiger Abschreibungen aktiviert worden. Dabei wurden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Entgeltlich erworbene Software 2-5 Jahre
Selbst erstellte Software 5 Jahre
EDV-Anlagen 2,5-5 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattungen 2-10 Jahre

Darüber hinaus wird an jedem Bilanzstichtag geprüft, ob Wertminderungen oder Wertaufholungen bei den genannten Vermögenswerten vorzunehmen sind. Abschreibungen auf Software und auf Sachanlagen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung entweder den Funktionsbereichen Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb, Leistungen aus Versicherungsverträgen, Nettoerträgen aus Kapitalanlagen, Aufwendungen für Dienstleistungen oder den Sonstigen Aufwendungen zugeordnet. Wertaufholungen wurden unter den Sonstigen Erträgen erfasst.

Alle übrigen Aktiva wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Beitragsüberträge und Deckungsrückstellungen

Die Beitragsüberträge und Deckungsrückstellungen im übernommenen Versicherungsgeschäft wurden grundsätzlich nach den Vorgaben der Vorversicherer gestellt.

Schadenrückstellung

Die nach IFRS 4 und IFRS 7 notwendigen Angaben zu den versicherungstechnischen Risiken werden im Risikobericht auf Seite 9f. gemacht. Die Schadenrückstellung beinhaltet Aufwendungen für die am Bilanzstichtag bekannten und die bereits eingetretenen, aber nicht gemeldeten Versicherungsfälle sowie die Schadenregulierungskosten. Die Rückstellung wurde in Höhe der realistisch geschätzten künftigen Zahlungsverpflichtungen angesetzt. Zur Ermittlung der Rückstellungen im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft kamen anerkannte versicherungsmathematische Verfahren zur Anwendung. In Einzelfällen erfolgte eine Einzelbewertung. Die Schätzungen basieren zum einen auf Erfahrungen der Vergangenheit, zum anderen wurden aktuelle bzw. künftig erwartete soziale und wirtschaftliche Entwicklungen berücksichtigt. Die Schadenrückstellungen wurden mit Ausnahme der Rentendeckungsrückstellung nicht abgezinst. Die Passivierung der Schadenrückstellungen für das in Rückdeckung übernommene Geschäft erfolgte grundsätzlich anhand der Originalvorgaben der Vorversicherer. Darüber hinaus wurden anerkannte versicherungsmathematische Verfahren angewandt, um die Höhe der Rückstellung zu verifizieren. Gegebenenfalls wurden über die Angaben der Vorversicherer hinaus zusätzliche Rückstellungen gestellt.

Andere Passiva

Die Pensionsrückstellungen sind unter Berücksichtigung nationaler Gegebenheiten mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet worden. Als Berechnungsgrundlagen wurden aktuelle Sterbe-, individuelle Invaliditäts- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten, voraussichtliche

Pensionierungsgewohnheiten sowie erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen berücksichtigt. Als Rechnungszinsfuß wurde der Zinssatz der High Quality Corporate Bonds bzw. der Zinssatz für Staatsanleihen verwendet, deren Laufzeit der durchschnittlichen Laufzeit der Pensionsverpflichtungen entspricht.

Im vorliegenden Konzernabschluss wurde das SORIE Verfahren zur einheitlichen Bilanzierung der Pensionsrückstellungen angewendet.

Die Steuerrückstellungen wurden auf der Basis der einschlägigen nationalen Steuervorschriften berechnet. Die übrigen Rückstellungen wurden mit dem zu erwartenden Wert der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt.

Die Bilanzierung der übrigen Passiva erfolgte mit dem Rückzahlungsbetrag, da keine nennenswerte Zinskomponente vorlag. Soweit Anschaffungskosten für die Aufnahme von Fremdkapital anfielen, wurden diese auf die Laufzeit verteilt.

Der Zeitwert der Finanzinstrumente auf der Passivseite, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden, wird durch die Anwendung von Bewertungsmethoden bestimmt, die auf im Markt beobachteten Zinsertragskurven basieren.

Aktive und passive Steuerabgrenzung

Temporäre Unterschiedsbeträge, die sich durch Abweichungen zwischen IFRS- und Steuerbilanz ergaben, wurden durch die Bilanzierung latenter Steuern berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte in den Vorjahren für alle Gesellschaften mit unternehmensspezifischen Steuersätzen im Intervall zwischen 0 % und 40 %. Darüber hinaus wurden aktive latente Steuern auf künftig nutzbare steuerliche Verlustvorträge gebildet. Werden unrealisierte Gewinne/Verluste bei Wertpapieren nicht erfolgswirksam, sondern direkt im Eigenkapital erfasst, werden auch die latenten Steuern hierauf erfolgsneutral angesetzt. Für wesentliche Konsolidierungsmaßnahmen verwenden wir unternehmensspezifische Steuersätze; für die restlichen Konsolidierungsmaßnahmen wird ein einheitlicher Steuersatz von 32,45 % zu Grunde gelegt.

Nichtanwendung bereits verabschiedeter Standards

Die schon verabschiedeten und von der EU in EU-Recht übernommenen, aber noch nicht verpflichtend anzuwendenden und für unseren Konzernabschluss relevanten geänderten Standards oder Interpretationen

Änderungen an IAS 27 (Einzelabschlüsse, anzuwenden ab dem 1.1.2014)

Änderungen an IAS 28 (Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, anzuwenden ab dem 1.1.2014)

Änderungen an IAS 32 (Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden, anzuwenden ab dem 1.1.2014)

Änderungen an IAS 39 (Novation von Derivaten und Fortführung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften, anzuwenden ab dem 1.1.2014)

IFRS 10 (Konzernabschlüsse, anzuwenden ab dem 1.1.2014)

IFRS 11 (Gemeinschaftliche Tätigkeiten, anzuwenden ab dem 1.1.2014)

IFRS 12 (Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen, anzuwenden ab dem 1.1.2014)

wurden nicht angewandt. Die Anwendung würde zu keiner wesentlichen Änderung der Darstellung führen.

Hinweis

Auf Grund der teilweise maschinellen Erstellung dieses Berichts kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.

Eigenkapitalveränderungsrechnung

  Stamm-
kapital
Tsd. EUR
Kapital-
rücklage
Tsd. EUR
Neubewertungs-
rücklage
Tsd. EUR
Währungs-
umrechnungs-
rücklage
Tsd. EUR
Rücklage gemäß IAS 19
Tsd. EUR
Gewinnrücklage
Tsd. EUR
Gesamt
Tsd. EUR
Eigenkapital zum 31.12.2011 100 4 16.289 -40.604 -20.195 416.524 372.117
Nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Gewinne und Verluste     -4.796 -4.802 -8.456   -18.054
davon Währungsumrechnungsdifferenzen     -288 -4.802     -5.090
davon nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen     -4.508       -4.508
davon Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste         -8.456   -8.456
Veränderung Konsolidierungskreis              
Sonstige Differenzen           82 82
Konzernjahresergebnis           91.792 91.792
Ausschüttung an Anteilseigner              
Erhöhung des Stammkapitals              
Eigenkapital zum 31.12.2012 100 4 11.493 -45.407 -28.651 508.398 445.938
Nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Gewinne und Verluste     -2.384   55   -2.329
davon Währungsumrechnungsdifferenzen              
davon nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen     -2.384       -2.384
davon Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste         55   55
Veränderung Konsolidierungskreis     -12.844 45.407 14.115 -24.858 21.820
Sonstige Differenzen              
Konzernjahresergebnis           -116.341 -116.341
Ausschüttung an Anteilseigner           -110.000 -110.000
Erhöhung des Stammkapitals              
Eigenkapital zum 31.12.2013 100 -3.735   -14.480 257.199 239.088

Siehe auch Note 25 auf Seite 42.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Beiträge

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft -172 779
Abgegebene Rückversicherungsbeiträge -66 -1.406
Veränderung der Bruttobeitragsüberträgen 247 242
Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen -14  
Summe -5 -385

Die geringe Veränderung der Beitragsüberträge beruht darauf, dass im Wesentlichen nur noch Nachlaufprämien eingehen.

(2) Laufende Erträge aus Kapitalanlagen

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Erträge aus jederzeit verkäuflichen Wertpapieren 3.763 28.917
Kapitalanlagen mit erfolgswirksam gebuchten Wertschwankungen 1.798 1.410
Erträge aus ausgereichten Darlehen   6
Erträge aus Einlagen bei Kreditinstituten 468 1.052
Summe 6.029 31.385

(3) Laufende Aufwendungen für Kapitalanlagen

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen -373 -1.870

(4) Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Realisierte Gewinne aus:    
Jederzeit verkäuflichen Wertpapieren 893 30.991
Kapitalanlagen mit erfolgswirksam gebuchten Wertschwankungen 1.511 560
  2.404 31.551
Realisierte Verluste aus:    
Jederzeit verkäuflichen Wertpapieren -221 -992
Kapitalanlagen mit erfolgswirksam gebuchten Wertschwankungen -989 -194
  -1.210 -1.186
2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Nicht realisierte Gewinne und Wertaufholungen aus:    
Jederzeit verkäuflichen Wertpapieren 378 651
Kapitalanlagen mit erfolgswirksam gebuchten Wertschwankungen 885 2.606
Nicht realisierte Verluste und Wertminderungen aus:    
Anteilen an verbundenen/assoziierten Unternehmen   -101
Jederzeit verkäuflichen Wertpapieren   -706
Kapitalanlagen mit erfolgswirksam gebuchten Wertschwankungen -36 -1
  -36 -808

(5) Sonstige Erträge

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Zinsen aus Depotforderungen 391 323
Währungskursgewinne 27.701 30.866
Sonstige Zinserträge 8 2.024
Übrige Erträge 4.187 13.246
Summe 32.288 46.458

(6) Leistungen aus Versicherungsverträgen

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Zahlungen für Versicherungsfälle    
Bruttobetrag -19.351 -181.063
Anteil der Rückversicherer 1.867 26.199
Veränderung der Schadenrückstellung    
Bruttobetrag 21.020 246.398
Anteil der Rückversicherer -2.112 -37.981
Nettoerträge aus Versicherungsfällen 1.423 53.554
Veränderung der Deckungsrückstellung    
Bruttobetrag   4.694
Anteil der Rückversicherer   0
Veränderung der sonstigen vt. Netto-Rückstellungen -232 5.408
Veränderung der vt. Rückstellungen -232 10.102
Summe Leistungen Versicherungsverträge 1.192 63.656

(7) Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Verwaltungsaufwendungen Brutto -10.278 -35.698
davon ab:    
Erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 3 3
Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb -10.275 -35.695

(8) Personalentwicklung

2013 2012
Vorstände und Geschäftsführer 6 10
Mitarbeiter 36 110
Summe 42 120

(9) Sonstige Aufwendungen

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Währungskursverluste -32.163 -26.343
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.261 -3.102
Übrige Aufwendungen -4.041 -5.475
Summe -39.465 -34.920

(10) Ertragsteuern

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Laufende Steuern -8.275 10.057
Latente Steuern -3.473 -3.277
Ertragsteuern -11.748 6.781
Zusammensetzung der aktiven latenten Steuern:    
Nicht realisierte Verluste    
Latente Steuerforderungen auf Verlustvorträge    
Übrige zeitliche Bewertungsunterschiede 9.875 13.440
Summe 9.875 13.440
Zusammensetzung der passiven latenten Steuern:    
Nicht realisierte Gewinne -242 -616
Übrige zeitliche Bewertungsunterschiede 3.836 9.159
Summe 3.594 8.543
2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Ergebnis vor Steuern -128.089 98.573
Erwarteter Steueraufwand bei Anwendung des inländischen Steuersatzes von 32,45 % -41.565 31.987
Abweichung ausländische Steuersätze   -4.954
Steuerminderung aufgrund steuerfreier Erträge und sonstiger Posten 38.070 -728
Steuermehrung aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen und sonstiger Posten   3.298
Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen   -24.409
Laufende Ertragsteuern Vorjahre und nicht vom Einkommen abhängige Ertragsteuern -7.111 -69
Sonstiges -1.143 1.657
Summe -11.748 6.781

Der deutsche Ertragsteuersatz setzt sich zusammen aus einem Körperschaftsteuersatz von 15,00 % zuzüglich eines Solidaritätszuschlags auf die Körperschaftsteuer von 5,50 % und einem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 16,63 %. Inklusive der Gewerbesteuer ergibt sich insgesamt ein inländischer Ertragsteuersatz von 32,45 %.

Die latenten Steuerforderungen beziehen sich auf Pensionen in Höhe von 2.892 Tsd. EUR (i. V. 3.065 Tsd. EUR) und Sonstiges in Höhe von 6.983 Tsd. EUR (i. V. 10.375 Tsd. EUR).

Nicht angesetzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 8.894 Tsd. EUR (i.V. 6.782 Tsd. EUR) beziehen sich auf die Holdinggesellschaft und sind unbegrenzt nutzbar.

(11) Fair Value Hierarchi

Die zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente wurden gemäß den Angaben nach IFRS 7.27B einer dreistufigen Hierarchie wie folgt zugeordnet:

Stufe 1 - Bewertung anhand von Notierungen auf aktiven Märkten

Stufe 2 - Modellbewertung mit Inputfaktoren von aktiven Märkten

Stufe 3 - Modellbewertung mit nicht beobachteten Marktdaten

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 2013
Tsd. EUR
Zum Fair Value bewertete Vermögenswerte        
Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente 1.688 182.347   184.034
Ergebniswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente 37.816 20.285   37.816
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente        
Übrige Kapitalanlagen, soweit Finanzinstrumente        
Gesamtsumme der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte 39.504 202.632 0 221.850

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren festverzinsliche Wertpapiere, überwiegend über den OTC­Markt gehandelte Rententitel, mit einem beizulegenden Zeitwert von 202.632 Tsd. EUR nicht mehr der Stufe 1, sondern der Stufe 2 zuzuordnen. Für die Bewertung dieser Finanzinstrumente werden Durchschnittspreise von Preisserviceagenturen verwendet. Die Neuzuordnung resultiert aus der verabschiedeten Stellungnahme zur Rechnungslegung "IDW RS HFA 47 Einzelfragen zur Ermittlung des Fair Value nach IFRS 13". Demnach stellen die genannten Durchschnittspreise dann Stufe­2-Eingangsparameter dar, wenn die diesen Durchschnittskursen zugrunde liegenden Basisdaten bindende Angebote oder beobachtbare transaktionsbasierte Preise darstellen. Entsprechend wurden alle mittels derartiger Durchschnittspreise bewerteten festverzinslichen Wertpapiere, die bisher der Stufe 1 zugeordnet waren, pauschal in die Stufe 2 umgegliedert. Durch die Dekonsolidierung der ausländischen Tochtergesellschaften sind sämtliche Stufe 3 Wertpapiere entfallen.

Angaben zur Bilanz

(12) Jederzeit verkäufliche Kapitalanlagen

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Nicht festverzinsliche Wertpapiere    
Aktien 1.688 16.718
Investmentanteile   519
Festverzinsliche Wertpapiere    
Namensschuldverschreibungen 5.137 43.965
Schuldscheinforderungen   2.078
Inhaberschuldverschreibungen 177.209 581.540
Andere festverzinsliche Wertpapiere   30.797
Übrige Kapitalanlagen    
Sonstige Anteile   3.882
Summe 184.034 679.498

Nach vertraglichen Restlaufzeiten teilen sich die festverzinslichen jederzeit verkäuflichen Wertpapiere wie folgt auf:

Namensschuldverschreibungen 2013
Tsd. EUR
Schuldscheinforderungen 2013
Tsd. EUR
Inhaberschuldverschreibungen 2013
Tsd. EUR
Andere festverz. Wertpapiere 2013
Tsd. EUR
Bis zu einem Jahr     81.523  
Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahren 5.137   50.832  
Mehr als 2 Jahre und bis zu 3 Jahren     13.282  
Mehr als 3 Jahre und bis zu 4 Jahren     10.145  
Mehr als 4 Jahre und bis zu 5 Jahren     4.088  
Mehr als 5 Jahre und bis zu 6 Jahren     6.342  
Mehr als 6 Jahre und bis zu 7 Jahren        
Mehr als 7 Jahre und bis zu 8 Jahren        
Mehr als 8 Jahre und bis zu 9 Jahren     22  
Mehr als 9 Jahre und bis zu 10 Jahren        
Mehr als 10 Jahre     10.974  
Summe 5.137   177.209  
Fortgeführte Anschaffungskosten 2013
Tsd. EUR
Nicht realisierte Gewinne/Verluste 2013
Tsd. EUR
Kumulierte Wertminderungen 2013
Tsd. EUR
Marktwert 2013
Tsd. EUR
Jederzeit verkäufliche Wertpapiere 188.754 -3.913   184.034
Namensschuld verschreibungen 2012
Tsd. EUR
Schuldschein forderungen 2012
Tsd. EUR
Inhaberschuldverschreibungen 2012
Tsd. EUR
Andere festverz. Wertpapiere 2012
Tsd. EUR
Bis zu einem Jahr 3.036 0 132.710 25.602
Mehr als 1 Jahr und bis zu 2 Jahren 14.336 1.232 66.819 3.913
Mehr als 2 Jahre und bis zu 3 Jahren 5.193 415 45.208 669
Mehr als 3 Jahre und bis zu 4 Jahren 9.373 430 30.082 613
Mehr als 4 Jahre und bis zu 5 Jahren 2.953   41.255  
Mehr als 5 Jahre und bis zu 6 Jahren 6.735   27.943  
Mehr als 6 Jahre und bis zu 7 Jahren 381   23.749  
Mehr als 7 Jahre und bis zu 8 Jahren 1.959   46.711  
Mehr als 8 Jahre und bis zu 9 Jahren     22.763  
Mehr als 9 Jahre und bis zu 10 Jahren     62.116  
Mehr als 10 Jahre     82.184  
Summe 43.965 2.078 581.540 30.797
Fortgeführte Anschaffungskosten 2012
Tsd. EUR
Nicht realisierte Gewinne/Verluste 2012
Tsd. EUR
Kumulierte Wertminderungen 2012
Tsd. EUR
Marktwert 2012
Tsd. EUR
Jederzeit verkäufliche Wertpapiere 670.675 8.496 327 679.498

(13) Kapitalanlagen mit erfolgswirksam gebuchten Wertschwankungen

Es handelt sich hierbei ausschließlich um Kapitalanlagen aus Spezialfonds in Höhe von 58.102 Tsd. EUR (i. V. 81.227 Tsd. EUR).

(14) Darlehen und Forderungen

Bei den Darlehen handelt es sich im Vorjahr im Wesentlichen um ein Schuldscheindarlehen mit einem Zeitwert von 161 Tsd. EUR und einer Laufzeit von einem Jahr.

(15) Ratingkategorien zinssensitiver Titel

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
AAA 15.242 60.117
AA 9.866 227.428
A 84.676 230.040
BBB 40.485 82.726
Lower 4.525 47.495
No rating 47.837 14.516
Summe 202.632 662.321

(16) Sonstige Forderungen aus dem Versicherungs- und aus dem Rückversicherungsgeschäft

Rückversicherungsgeschäft 2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 3.660 21.986

(17) Sonstige Aktiva

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Abgegrenzte Zinsen und Mieten 2.618 8.438
Sonstige Forderungen 135.959 1.694
Betriebs- und Geschäftsausstattung 490 1.101
Andere Vermögensgegenstände   1.715
Summe 139.067 12.949

Die sonstigen Forderungen beinhalten eine Kaufpreisforderung für den Verkauf der Tochtergesellschaften der GLOBALE Rückversicherungs-AG in Höhe von 134.251 Tsd. EUR.

(18) Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände

EDV-Software - entgeltlich erworben -
Tsd. EUR
Buchwert 31.12.2012 125
Abgang durch Veränderung Konsolidierungskreis -23
Währungsanpassungen  
sonstige Zugänge 32
Abgänge  
planmäßige Abschreibungen -91
Wertminderungen  
Buchwert 31.12.2013 43
EDV-Software - entgeltlich erworben -
Tsd. EUR
Bruttobuchwert Stand 31.12.2013 8.397
Kumul. Abschreibungen/Wertminderungen Stand 31.12.2013 -8.354
Buchwert 31.12.2013 43
EDV-Software - entgeltlich erworben -
Tsd. EUR
Buchwert 31.12.2011 693
Zugang durch Veränderung Konsolidierungskreis  
Währungsanpassungen 0
sonstige Zugänge 21
Abgänge  
planmäßige Abschreibungen -589
Wertminderungen  
Buchwert 31.12.2012 125
EDV-Software - entgeltlich erworben -
Tsd. EUR
Bruttobuchwert Stand 31.12.2012 8.365
Kumul. Abschreibungen/Wertminderungen Stand 31.12.2012 -8.239
Buchwert 31.12.2012 125
Brutto 2013
Tsd. EUR
RV-Anteil 2013
Tsd. EUR
Netto 2013
Tsd. EUR
Beitragsüberträge 117   117
Deckungsrückstellung * 24 24 0
Schadenrückstellung 102.168 16.670 85.499
Sonstige vt. Rückstellungen -1.719 -389 -1.330
Versicherungstechnische Rückstellungen 100.590 16.305 84.285

* Die Deckungsrückstellung betrifft nur die nach FAS 60 bewertete Rückstellung.

Brutto 2012
Tsd. EUR
RV-Anteil 2012
Tsd. EUR
Netto 2012
Tsd. EUR
Beitragsüberträge 615 14 601
Deckungsrückstellung * 33 33 0
Schadenrückstellung 400.207 60.632 339.575
Sonstige vt. Rückstellungen 763 -553 1.316
Versicherungstechnische Rückstellungen 401.618 60.125 341.493

* Die Deckungsrückstellung betrifft nur die nach FAS 60 bewertete Rückstellung.

(20) Schadenrückstellung

Vt. Brutto-Schadenrückstellungen

Vt. Brutto Schadenrückstellungen nach Sparten 2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Haftpflicht 23.200 268.260
Kraftfahrt 20.446 54.868
Sonstige 58.522 77.079
Summe 102.168 400.207
VI. Brutto Schadenrückstellungsentwicklung 2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Bestand zum 01.01. des Geschäftsjahres    
Bruttobetrag 400.207 650.435
Anteil der Rückversicherer -60.632 -99.399
Nettobetrag 339.575 551.036
Währungskursdifferenzen   -3.043
Abgang durch Veränderung Konsolidierungskreis -231.435  
Schadenaufwand für Geschäftsjahresschäden    
Bruttobetrag    
Anteil der Rückversicherer    
Schadenaufwand für Vorjahresschäden    
Bruttobetrag 1.669 65.335
Anteil der Rückversicherer -245 -11.781
Summe 1.423 53.554
Schadenzahlungen netto (inkl. Schadenregulierungsaufwendungen) für Geschäftsjahresschäden    
Bruttobetrag    
Anteil der Rückversicherer    
für Vorjahresschäden    
Bruttobetrag 19.351 181.063
Anteil der Rückversicherer 1.867 -26.199
Summe 21.218 154.864
Bestand zum 31.12.    
Bruttobetrag 102.168 400.207
Anteil der Rückversicherer -16.670 -60.632
Nettobetrag 85.499 339.575

Die Position Schadenrückstellung enthält Beträge in Höhe von 10.000 Tsd. EUR, deren Realisierung vor dem 31.12.2014 erwartet wird.

Das nachfolgende Abwicklungsdreieck wurde um bereits abgelöste Verträge bereinigt. Die Übersicht der Schadenreserveabwicklung wurde auf Basis von Zeichnungsjahren für das Bruttogeschäft erstellt. Durch überwiegend nicht-proportionale Rückversicherung wird die Abwicklung auf Nettobasis tendenziell günstiger ausfallen. Ein Teil der Schadenreserven der GLOBALE Rück Gruppe bleibt unberücksichtigt, da er die Zeichnungsjahre vor 2001 betrifft; auch sind die IBNR nicht einzelnen Zeichnungsjahren zugeordnet.

Abwicklungsergebnisse (brutto) in Tsd. EUR

Zeichnungsjahr 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Zeichnungsjahres- Schadenaufwand 13.538 1.994 198 42 5            
1 Jahr später 18.533 1.874 170 55 142            
2 Jahre später 19.334 2.135 343 29 142            
3 Jahre später 19.488 2.082 289 29 142            
4 Jahre später 15.777 2.199 291 29 3            
5 Jahre später 15.532 2.182 290 29 3            
6 Jahre später 24.892 1.526 290 29              
7 Jahre später 23.975 1.382 290                
8 Jahre später 23.956 1.587                  
9 Jahre später 23.783                    
10 Jahre später 22.142                    
Gezahlte Schäden gesamt 23.234 1.404 36 29 3            
Verbleibende Schadenreserven (undiskontiert) 325 81 253                
Diskont                      
Bilanzierte Schadenreserven   81 253                

(21) Sonstige Verbindlichkeiten aus dem Versicherungs- und dem Rückversicherungsgeschäft

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem RV-Geschäft 14.585 40.379

(22) Sonstige Passiva

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 71.207 83.334
Andere Rückstellungen 7.960 18.023
Summe 79.167 101.356
Andere Verbindlichkeiten 1.111 89.316
davon Darlehen   78.207
davon Sonstige 1.111 11.109
Summe 1.111 89.316
Insgesamt 80.279 190.673

Rückstellungsspiegel

Andere Rückstellungen wurden gebildet für: Bilanzwerte 31.12.2012
Tsd. EUR
Währungskurs differenzen
Tsd. EUR
Abgang durch Veränd. Konso.Kreis
Tsd. EUR
Zuführung
Tsd. EUR
Verbrauch
Tsd. EUR
Auflösung
Tsd. EUR
Aufzinsung
Tsd. EUR
Gesamt 31.12.2013
Tsd. EUR
Ungewisse Verbindlichkeiten 4.126   1.126 2.000       5.000
Soziale Leistungen 1.980   1.142 26 380 3   480
Sonstige 11.918   9.127 2.005 2.099 217   2.480
Summe 18.023   11.395 4.031 2.479 220   7.960

Das Darlehen hat einen Marktwert von 0 Tsd. EUR (i. V. 78.207 Tsd. EUR) und wurde in 2013 zuzüglich aufgelaufener Zinsen getilgt.

(23) Steuerrückstellungen (latente und übrige)

Im Berichtsjahr wurden latente Steuerrückstellungen i. H. v. 3.594 Tsd. EUR gebildet (i. V. 8.543 Tsd. EUR). Die übrigen Steuerrückstellungen im Berichtszeitraum betrugen 104 Tsd. EUR (i. V. 14.134 Tsd. EUR).

(24) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen in Höhe von 70.382 Tsd. EUR (83.070 Tsd. EUR) betreffen die Pensionsversprechen der Unternehmen der GLOBALE Rückversicherungs-AG an ihre Mitarbeiter für die leistungsorientierten (defined benefit) Pensionspläne in Deutschland sowie seit dem 31.12.2006 auch Altersteilzeitverpflichtungen. Die hier aufgeführten Angaben berücksichtigen keine latenten Steuern.

Bei leistungsorientierten Pensionsplänen wird dem Begünstigten durch das Unternehmen oder Pensionsfonds eine bestimmte Betriebsrente zugesagt. Die zur Finanzierung zu zahlenden Beiträge des Unternehmens sind nicht im Vorhinein festgelegt. In Deutschland handelt es sich im Wesentlichen um Pensionspläne, bei denen die Leistung von der Anzahl der Dienstjahre sowie vom Gehalt der letzten zehn Dienstjahre oder vom erbrachten Versorgungsbeitrag des jeweiligen Dienstjahres abhängig ist.

Überleitung des Barwertes 2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
2011
Tsd. EUR
2010
Tsd. EUR
2009
Tsd. EUR
2008
Tsd. EUR
Barwert am 01.01. 108.338 108.429 95.793 86.555 78.660 84.990
Laufender Dienstzeitaufwand 326 439 480 448 403 1.544
Zinsaufwand 2.150 4.355 4.685 4.414 4.465 4.050
Beiträge der Planteilnehmer   9 11 11 9 11
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (-/+) -1.017 12.956 11.318 6.589 6.670 -5.762
Wechselkursänderungen   -239 1.273 2.089 455 -2.095
Gezahlte Leistungen -3.885 -6.173 -5.224 -4.313 -4.182 -3.893
Nach zu verrechnender Dienstzeitaufwand   2.448 93   75 551
Abgang durch Veränderung Konsolidierungskreis -35.074          
Plankürzungen           -736
Planabgeltungen   -13.886        
Barwert am 31.12. 70.838 108.338 108.429 95.793 86.555 78.660

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral über SORIE gegen die Rücklagen gebucht.

Aufteilung in Beträge aus Plänen, die nicht über einen Fonds finanziert werden, und in Beträge aus Plänen, die ganz oder teilweise aus einem Fonds finanziert werden 2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Barwert der Verpflichtungen, die nicht über einen Fonds finanziert werden 70.167 72.614
Barwert der Verpflichtungen, die ganz oder teilweise über einen Fonds finanziert werden 671 35.724
Barwert am 31.12. 70.838 108.338
Zeitwert des Planvermögens (-) -456 -25.268
Schulden der Pläne 70.382 83.070
Überleitung des Planvermögens 2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Zeitwert des Planvermögens am 01.01. 25.268 38.979
Erwartete Erträge aus Planvermögen 15 1.647
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (+/-) -1 -863
Wechselkursänderungen   -21
Beiträge des Arbeitgebers   941
Beiträge der Planteilnehmer   9
Gezahlte Leistungen (-) -22 -2.402
Unternehmenszusammenschlüsse   -13.022
Abgang durch Veränderung Konsolidierungskreis -24.804  
Zeitwert des Planvermögens am 31.12. 456 25.268

Die Erträge aus Pensionsfonds betrugen 14 Tsd. EUR (i. V. 784 Tsd. EUR).

Überleitung des Barwertes der Verpflichtung und des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens zu den in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Schulden 2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
2011
Tsd. EUR 2008
2010
Tsd. EUR
2009
Tsd. EUR
2008
Tsd. EUR
Barwert am 31.12. 70.838 108.338 108.429 95.793 86.555 78.660
Zeitwert des Planvermögens am 31.12. (-) -456 -25.268 -38.979 -33.408 -28.540 -25.567
Schulden der Pläne 70.382 83.070 69.450 62.385 58.015 53.093
Noch nicht angesetzte versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste (+/-)            
Noch nicht in der Bilanz angesetzter nach zuverrechnender Dienstzeitaufwand     498      
Jeder aufgrund der Begrenzung des IAS 19.58 (b) nicht als Vermögenswert angesetzte Betrag            
"Der beizulegende Zeitwert der am Bilanzstichtag als Vermögenswert gemäß IAS 19.104 A angesetzten Erstattungsansprüche"            
Andere in der Bilanz angesetzte Beträge            
Rückstellung 70.382 83.070 69.948 62.385 58.015 53.093
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen und Erträge 2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Laufender Dienstzeitaufwand 326 439
Zinsaufwand 2.150 4.355
Erwartete Erträge aus Planvermögen 15 1.647
Erwartete Erträge aus Erstattungsansprüchen, die gemäß IAS 19.104 A als Vermögenswert angesetzt worden sind    
Sonstige Gewinne und Verluste (+/-) 14.888 1.725
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand   2.448
Auswirkungen von Plankürzungen oder -abgeltungen   -864
Gesamter Pensionsaufwand 17.349 6.456

Die Aufwendungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung im Wesentlichen unter den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb und den Aufwendungen für Versicherungsfälle (Schadenregulierungsaufwendungen) ausgewiesen.

Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen (SERIE) 2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
SERIE zum 01.01. 36.543 24.787
Versicherungsmathematische Verluste -1.016 13.819
Erfolgswirksam aufgelöst 0 -275
Wechselkursänderungen   -1.725
Abgang durch Änderung Konsolidierungskreis -14.889  
Auswirkungen der Obergrenze gemäß IAS 19.58 (b)   -63
SORIE zum 31.12. 20.638 36.543

Auf die versicherungsmathematischen Verluste entfällt eigenkapitalerhöhend eine latente Steuer von 5.363 Tsd. EUR (i. V. 967 Tsd. EUR).

Entwicklung der Rückstellung im Geschäftsjahr 2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Rückstellung am 01.01. 83.070 69.947
Abgang durch Änderung Konsolidierungskreis -10.268 0
Wechselkursänderungen   -206
Aufwand 17.349 6.456
Gezahlte Beiträge   941
Zahlungen 3.863 3.770
Andere   -447
Veränderung SORIE -15.906 12.031
Rückstellung am 31.12. 70.382 83.070

Versicherungsmathematische Annahmen

Die Annahmen, nach denen die versicherungsmathematische Berechnung der Verpflichtungen erfolgt, richten sich nach den Verhältnissen des betreffenden Landes. Sie sind in der nachfolgenden Übersicht zusammengestellt:

Deutschland USA Kanada
2013 2012 2013 2012 2013 2012
Zinssatz 3,00% 3,00%   3,45%   4,00%
Erwarteter Ertrag des Planvermögens       3,97%   3,10%
Erwartete Gehaltssteigerung 2,50% 2,50%       4,00%
Rentendynamik 2,00% 2,00%       3,50%

Den Berechnungen wurden aktuelle, versicherungsmathematisch ermittelte biometrische Wahrscheinlichkeiten zu Grunde gelegt. Für USA und Kanada entfallen die Angaben der Tabelle aufgrund der Dekonsolidierung zum 01.01.2013.

Die Sensitivitäten der Pensionsrückstellungen ohne Altersteilzeit und Transfair-Pläne stellen sich in 2013 wie folgt dar:

Zins Gehalt Rente Leben
+0,5 % -0,5 % +0,5% -0,5 % +0,5 % -0,5 % +11,0 % -1,0 %
64.698 74.607 69.995 68.765 73.178 65.844 72.510 66.277

(25) Eigenkapital

Die Eigenkapitalentwicklung des Konzerns ist auf Seite 26 dargelegt.

Die Werte für das Stammkapital und die Kapitalrücklage sind mit den Werten der GBG, Köln, identisch. Das Stammkapital mit dem Nennwert von 100 Tsd. EUR setzt sich zusammen aus zweimal 49,5 Tsd. EUR und einmal 1 Tsd. EUR.

Die Neubewertungsrücklage enthält die Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten und den Marktwerten der jederzeit verkäuflichen Kapitalanlagen nach Abzug latenter Steuern.

Die Währungsumrechnungsrücklage enthält die Unterschiedsbeträge aus den Währungsumrechnungen der Eigenkapitalien der konsolidierten Unternehmen mit Stichtagskursen zu den entsprechenden Buchwerten der Obergesellschaften und die Unterschiedsbeträge aus den Währungsumrechnungen der Gewinn- und Verlustrechnungen, sofern diese zu Transaktions- bzw. Durchschnittskursen umgerechnet werden. Die Währungsumrechnungsdifferenzen auf die während der Konzernzugehörigkeit entstandenen Eigenkapitalien werden im Geschäftsjahr in dem jeweiligen Eigenkapitalbestandteil erfasst und gesondert in der Eigenkapitalentwicklung dargestellt. Als Gewinnrücklagen werden die Beträge ausgewiesen, die im Geschäftsjahr oder in einem früheren Geschäftsjahr aus dem Ergebnis gebildet worden sind.

Das Eigenkapital der GBG ist niedriger als das Konzern-Eigenkapital. Daher ist das Konzern-Eigenkapital nicht vollständig ausschüttungsfähig.

(26) Erläuterung zur Geschäftstätigkeit

Folgende Versicherungszweige wurden in Rückdeckung genommen:

- Feuerversicherung und Nebensparten

- Haftpflichtversicherung

- Kraftfahrtversicherung

- Lebens- und Krankenversicherung

- Luftfahrtversicherung

- Sonstige

- Technische Versicherungen

- Transportversicherung

- Unfallversicherung

( 27) Angaben zur Kapitalflussrechnung

Bei der Erstellung der Kapitalflussrechnung wurde der Standard DRS 2-20 des Deutschen Standardisierungsrats sowie IAS 7 beachtet. Es handelt sich hierbei um eine Überleitungsrechnung, die das Periodenergebnis in die Veränderung des Finanzmittelfonds überführt. Der Finanzmittelfonds beinhaltet die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand.

In der Kapitalflussrechnung wird dargestellt, welche Mittelflüsse (direkte Methode für Investments und Finanzierungen) bzw. welche Veränderungen von Bilanzposten (indirekte Methode) sich ungleich auf das Periodenergebnis und auf die Entwicklung des Finanzmittelfonds auswirken und daher innerhalb der Überleitung korrigiert werden müssen. Bei Anwendung der indirekten Methode werden Erhöhungen (Verminderungen) von Aktiva in der Überleitung subtrahiert (addiert) und Erhöhungen (Verminderungen) von Passiva addiert (subtrahiert).

Die Mittelflüsse und die Veränderungen der Bilanzposten werden dabei der Investitions-, der Finanzierungs- oder (als Restgröße) der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet, wodurch dem Leser ein Einblick in die Fähigkeit des Unternehmens zur Erwirtschaftung und in die Verwendung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gegeben werden soll.

Für die vorzeitige Ablösung von Rückversicherungsverträgen wurden in 2013 12.759 Tsd. EUR (i. V. 103.392 Tsd. EUR) bezahlt.

Im Berichtsjahr wurden Zinsen in Höhe von 2.604 Tsd. EUR (i. V. 16.025 Tsd. EUR) sowie Ertragsteuern (per Saldo) in Höhe von 2.362 Tsd. EUR (i. V. 6.793 Tsd. EUR) gezahlt.

(28) Fremdwährungen

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Währungskursverluste -32.163 -26.343
Währungskursgewinne 27.701 30.866
Summe -4.462 4.522
2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Zinsertrag 4.668 31.742
Zinsaufwand -5.842 -5.990
Summe -1.174 25.752

(30) Finanzierungskosten

Zinsaufwendungen für festverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten beliefen sich im Geschäftsjahr auf 2.870 Tsd. EUR (i. V. 8.835 Tsd. EUR).

Sonstige Angaben

(31) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Bilanzwert der verpfändeten, zur Sicherung übertragenen oder hinterlegten Vermögensgegenstände betrug:

2013
Tsd. EUR
2012
Tsd. EUR
Für das Rückversicherungsgeschäft 231 2.214
Für LoC 16.490 18.533
Sonstige 37.368 143.698
Summe 54.090 164.445

Unter Sonstige sind folgende Positionen enthalten:

a) Für das Darlehen sind Vermögenswerte i. H. v. 0 Tsd. EUR (i. V. 59.149 Tsd. EUR) verpfändet.

b) Hinterlegte Vermögenswerte für Pensionsverpflichtungen i. H. v. 36.707 Tsd. EUR (i. V. 40.003 Tsd. EUR).

(32) Vergütungsbericht

Die laufenden Bezüge des Leitungsorgans der GLOBALE Rück Gruppe betrugen 4.449 Tsd. EUR (i. V. 1.441 Tsd. EUR). Die Aufwendungen für langfristige Vergütungsbestandteile beliefen sich auf 1.350 Tsd. EUR (i. V. 3.566 Tsd. EUR).

Konzerninterne Geschäftsvorfälle der GLOBALE Rückversicherungs-AG und ihrer Tochtergesellschaften werden durch die Konsolidierung eliminiert und daher im Anhang nicht erläutert.

(33) Abschlussprüferhonorare

Die Honorare unseres Konzernabschlussprüfers KPMG AG betragen im Berichtsjahr 225 Tsd. EUR (i. V. 246 Tsd. EUR).

Davon entfallen auf die Prüfung der Abschlüsse 154 Tsd. EUR (i. V. 191 Tsd. EUR), auf steuerliche Beratung 53 Tsd. EUR (i. V. 55 Tsd. EUR) und auf sonstige Leistungen 18 Tsd. EUR (i. V. 0 Tsd. EUR).

(34) Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 205.191 Tsd. EUR wie folgt zu verwenden: Ausschüttung 10.000 Tsd. EUR, Vortrag auf neue Rechnung 195.191 Tsd. EUR.

Aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben.

 

Köln, den 2. Juli 2014

Dr. Achim Kann

Rieke K. Hankins (MIM)

Antje Kann (PHD)

Kay Uwe Erdmann

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Globale Beteiligungs GmbH, Köln, aufgestellten Konzernabschluss -- bestehend aus konsolidierter Gewinn- und Verlustrechnung, konsolidierter Bilanz, konsolidierter Kapitalflussrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Anhang und Erläuterungen inkl. Eigenkapitalveränderungsrechnung -­sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Köln, den 9. Juli 2014

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