Stammdaten

Register
Amtsgericht Kassel HRB 16408
Eingetragen
30.6.2014
Branche
BeteiligungsgesellschaftenBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Gegenstand
Die Errichtung, der Erwerb und der Betrieb energiewirtschaftlicher Anlagen sowie das Halten und Verwalten von Unternehmen, die energiewirtschaftliche Anlagen errichten, erwerben oder betreiben. Die Gesellschaft kann ihren Aufgabenbereich auf alle Gebiete der Ver- und Entsorgung, auf die Errichtung, den Erwerb und Betrieb von Datenkommunikationsnetzen sowie auf die Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Information und Kommunikation sowie auf den Betrieb von Verkehrsanlagen ausdehnen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rolf Kruse
seit 22.10.2021
Prokura
Olaf Kieser
seit 10.2.2021
Geschäftsführer
Manuel Dr. Karb
seit 1.10.2020
Prokura
Geschäftsführer
Carolin Heilmann
seit 19.8.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

EAM GmbH & Co. KG
Germany
130.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EAM Beteiligungen GmbH

Kassel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht
der EAM Beteiligungen GmbH
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Die EAM Beteiligungen GmbH (EAMB)

1. Überblick

Die Gesellschaft ist eine Zwischenholding, die im Wesentlichen direkt oder indirekt alle Beteiligungen der EAM-Gruppe hält. Bei den Beteiligungen handelt es sich vor allem um Energieversorgungsunternehmen, wovon die EAM Netz GmbH (EAM Netz) mit Sitz in Kassel die wichtigste ist. Außerdem betreibt die EAMB im Verlauf des Flusses Rehbach, der südlich von Herborn in die Dill mündet, eine Kette von Wasserkraftwerken zur flexiblen und umweltfreundlichen Stromgewinnung.

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal und nutzt Dienstleistungen der EAM-Gruppe.

2. Kommunale Gesellschafter und regionale Verbundenheit

Über das Mutterunternehmen EAM GmbH & Co. KG (EAM) sowie kommunale Sammel- und Vorschaltgesellschaften ist die EAMB ein zu 100 % kommunales Unternehmen. Seit der Gründung im Jahr 1929 befinden sich der Sitz der EAM-Gruppe mit der Leitung und den zentralen Funktionen in Kassel.

Die EAM stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss auf und hatte zum Bilanzstichtag 127 mittelbare Anteilseigner. Dies sind zum einen zwölf Landkreise aus Hessen, Südniedersachsen, Ostwestfalen und Westthüringen sowie die Stadt Göttingen, welche zusammen über 61,90 % der Anteile verfügen. Die restlichen 38,10 % der mittelbaren EAM-Anteile halten insgesamt 113 Städte und Gemeinden sowie ein Zweckverband, dem 30 Ortsgemeinden aus Rheinland-Pfalz beigetreten sind. Da somit alle EAM-Anteile in den Händen von Kommunen und Landkreisen liegen, ist die EAM tief mit der Region verbunden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Inflationsrate in Deutschland ist, ausgehend von ihren Höchstständen von fast 9 % zu Beginn des Jahres 2023, im weiteren Verlauf gesunken; dennoch blieb der Jahreswert mit 5,9 % (Vorjahr: 6,9 %) hoch. Die dadurch ausgelöste Schwächung des Konsums und der weitere deutliche Anstieg des Zinsniveaus trugen dazu bei, dass nach dem Corona-Einbruch 2020 wieder eine Rezession eingetreten ist. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im abgelaufenen Jahr um 0,3 %, nachdem es im Jahr 2022 noch um 1,8 % gewachsen war.

2. Energiepolitisches Umfeld

Die Energiepolitik blieb stark im öffentlichen Fokus. Die Gaslieferstopps für die Jamal- und Nord Stream-Pipelines sowie weitere Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ließen insbesondere für das erste Quartal 2023 eine europäische Energiemangellage befürchten. Durch eine Vielzahl von Maßnahmen wurde diese aber abgewendet. Nach den vorherigen Rekordmarken sanken daraufhin ab Ende 2022 die Börsenpreise für Erdgas und Strom deutlich; sie sind jedoch - auch für Endkunden - noch spürbar höher als vor den Verwerfungen der letzten Jahre. Erhalten blieben auch die Sorgen um die Stabilität unserer kritischen Infrastruktur.

Die Bundesregierung will den Energieverbrauch senken und den Umstieg auf erneuerbare Energieträger erheblich beschleunigen. Der Umstieg zielt nicht nur auf den Strom, sondern auch auf die übrigen und mengenmäßig sogar noch größeren Energiesektoren, das heißt Wärme und Verkehr. Zentrale Wegmarken waren das Energieeffizienz- und das Wärmeplanungsgesetz, die Änderung des Gebäudeenergiegesetzes ("Heizungsgesetz") sowie das sog. Solarpaket I. Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts musste die Ampelkoalition jedoch viele Vorhaben ihres Klima- und Transformationsfonds streichen und weitere sind durch den aktuellen Bundeshaushalt nicht gedeckt.

Der Zuwachs an Photovoltaik-Anlagen beschleunigte sich deutlich; bei der Windkraft blieb er aber erneut hinter den Zielen zurück aufgrund der langwierigen Verfahren und weil der Zubau in großen Teilen Süddeutschlands bei Null lag. Schließlich endete das Atomzeitalter in der deutschen Stromerzeugung mit der Abschaltung der letzten Kernkraftwerke im April 2023.

Die Energiewende stellt wegen der Abnahme grundlastfähiger Stromerzeuger und der deutlichen Zunahme volatiler Stromerzeuger völlig neue Anforderungen an die Strominfrastruktur. Damit diese auch künftig zuverlässig funktioniert, müssen die Netze schnell ausgebaut und modernisiert werden. Zum weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien verweisen wir auf unseren Prognosebericht (Abschnitt III. 1).

3. Branchensituation

3.1 Netzbetrieb und sein regulatorisches Umfeld

Die Netzentgelte von Netzbetreibern wie der EAM Netz unterliegen der gesetzlichen Anreizregulierung. Die von den Regulierungsbehörden genehmigten Erlösobergrenzen für den Betrieb von Strom- und Gasversorgungsnetzen werden Effizienzanforderungen unterworfen, die eine jährliche Absenkung der beeinflussbaren Anteile an den Erlösobergrenzen zur Folge haben. Diese und weitere Effekte der Anreizregulierung führen zu dauerhaften Erlöseinbußen und erhöhen den Kostensenkungsdruck.

Die Branchensituation der Strom- und Gasnetzbetreiber wird dabei einerseits durch die regulatorischen Rahmenbedingungen definiert - hierzu zählen insbesondere die Festlegungen der Bundesnetzagentur (BNetzA) bezüglich der Eigenkapitalzinssätze, der generellen und sektoralen Produktivitätsfaktoren sowie der individuellen Effizienzwerte. Für weitere Details zur Regulierung verweisen wir auf unseren Prognosebericht (Abschnitt III. 2).

Darüber hinaus wirken große externe Faktoren wie die zunehmende Digitalisierung und die Entwicklung der Material- und Dienstleistungsmärkte.

3.2 Energievertrieb

Im Verlauf des Jahres 2023 ist eine Entspannung an den Großhandelsmärkten eingetreten. Allerdings liegen die Preisstellungen immer noch oberhalb der Marken vor der Ukraine-Krise. Die Bundesregierung hatte in 2022 mehrere Entlastungspakete mit einem Gesamtvolumen von über 200 Mrd. € auf den Weg gebracht, von denen für 2023 insbesondere die Umsatzsteuersenkung für Gas- und Wärmelieferungen sowie die Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme zu nennen sind. Die systemseitige Umsetzung dieser Maßnahmen in den Abrechnungssystemen der Energieversorger erforderte erhebliche Kraftanstrengungen und wirkt auch noch in das Jahr 2024 in Form von bspw. verspäteten Abrechnungen.

Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V. verzeichnete die deutsche Energiewirtschaft im Kalenderjahr 2023 einen weiteren Rückgang des Erdgasverbrauchs um 4,3 % gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich hierfür waren die Witterungsbedingungen und die Sparanstrengungen auf vielen Ebenen. Im gleichen Zeitraum ist der Stromverbrauch in Deutschland um 3,6 % gesunken.

3.3 Branchensituation in weiteren ausgewählten Geschäftsfeldern

3.3.1 Wärmeversorgung

Der Markt für dezentrale Energielösungen bleibt interessant und ist durch eine weiter zunehmende Wettbewerbsintensität gekennzeichnet. Den zuletzt gesunkenen Preisen für Erdgas und Strom steht eine starke Erhöhung der CO 2-Bepreisung ab 2024 gegenüber. Insbesondere die gesunkenen Strompreise stellen eine Herausforderung für den Ausbau der Windkraft und der Photovoltaik dar.

Um die Herausforderungen bei der Strom- und Wärmewende im industriellen und kommunalen Bereich auch vor dem Hintergrund des zunehmenden Ausbaus der Erzeugungskapazitäten bei Wind und Photovoltaik effizient zu erfüllen, werden brennstofffreie Wärmeerzeugungstechnologien wie die Wärmepumpe zunehmend interessant. Gerade der Wärmemarkt bietet erhebliches Potenzial zur Senkung der Treibhausgasemissionen. Das Heben dieser Potenziale ist aber stark abhängig von Förderungen. Die dazugehörige "Bundesförderung effizienter Wärmenetze" wurde Ende Januar 2024 wieder aufgenommen.

3.3.2 Windenergie

Mit einem Anteil von 32 % der öffentlichen Nettostromerzeugung in Deutschland war die Windkraft im Jahr 2023 erneut die wichtigste Stromquelle. Insgesamt wurden fast 140 Terawattstunden aus Windenergie erzeugt.

Nachdem das "Gesetz zur Erhöhung und Beschleunigung des Ausbaus von Windenergieanlagen an Land" im Februar 2023 in Kraft trat, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen der sogenannten "Windgipfel" im Frühjahr 2023 die "Windenergie-an-Land-Strategie" vorgestellt, um den Ausbau beschleunigen. Eckpunkte sind unter anderem, Genehmigungsverfahren für Windprojekte zu vereinfachen sowie schneller zu bearbeiten, kurzfristig Flächen zu mobilisieren sowie das Repowering zu beschleunigen.

3.3.3 Telekommunikation

Die Umsatzerlöse der deutschen Telekommunikationsanbieter sind im Geschäftsjahr 2023 voraussichtlich um etwa 0,3 % gestiegen. Die Nachfrage nach leistungsstarken Breitbandstrukturen hat sich erneut erhöht. Während bei den Glasfaseranschlüssen (FttH/B) Angebot und Nachfrage zunahmen, sank die Zahl der vermarkteten DSL-Breitbandanschlüsse. Der Ausbaufokus liegt daher mittlerweile klar im FttH/B-Bereich. Die Umsetzung erfolgt größtenteils durch privatwirtschaftliche Investoren.

4. Innovation und Nachhaltigkeit

Entsprechend der zunehmenden Veränderungsdynamik analysiert die EAM-Gruppe kontinuierlich die Markt- und Technologietrends. Daraus leiten wir Implikationen für das Bestandsgeschäft sowie Chancen ab, die durch unser Innovationsmanagement in Geschäftsmodelle und Produkte übersetzt werden. Für ihre Innovationskraft wurde die EAM-Gruppe mit dem TOP 100-Siegel 2024 der compamedia GmbH ausgezeichnet.

Schon seit Jahren haben wir uns einer nachhaltigen Entwicklung verschrieben und gestalten diese aktiv, weshalb wir auch ein integriertes Nachhaltigkeitsmanagement aufbauen. Dieses hat zudem den Vorteil, sich besser auf Vorgaben von Banken, Kunden und Gesetzen einzustellen sowie unsere Position in verschiedenen Wettbewerben zu stärken. Die EAM-Gruppe hat im Jahr 2023 die dritte Phase zum Aufbau ihres Nachhaltigkeitsmanagements begonnen, in der unter anderem Prozesse und Verantwortlichkeiten etabliert werden. Schließlich wurde das erste Nachhaltigkeitsmagazin veröffentlicht, das auch als Ergänzung zu unserem Nachhaltigkeitsbericht nach DNK-Standard zu verstehen ist.

Bei den Verwaltungsgebäuden der EAM-Gruppe liegt der Fokus aktuell auf der Bewertung und priorisierten Verbesserung der jeweiligen energetischen Situation. Auf den Liegenschaften sollen zudem weitere PV-Anlagen installiert werden. Im Fuhrpark verfolgen wir eine kontinuierliche Verbrauchssenkung und einen Umstieg auf E-Mobilität; hinzu kommt eine Ausrüstung aller Unternehmensstandorte mit Wallboxen.

5. Geschäftsverlauf und Ertragslage

Die EAMB erwirtschaftet als Zwischenholding nur geringfügige Umsatzerlöse im Wesentlichen aus der Einspeisung von Strom aus den Wasserkraftwerken im Verlauf des Rehbachs in das Stromnetz und erzielt hieraus ein Rohergebnis von +0,4 Mio. €, welches aufgrund von Direktvermarktung höher als im Vorjahr ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 deutlich um 6,4 Mio. € auf 6,9 Mio. € gestiegen. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen Prozesskostenrisiken und drohende Verluste im Zusammenhang mit Beteiligungen.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen, welches die Ertragslage der Gesellschaft entscheidend prägt, belief sich auf + 77,9 Mio. € (Vorjahr: + 79,8 Mio. €). Der Rückgang beruht vor allem auf einer niedrigeren Gewinnabführung der EAM Netz.

Das Zinsergebnis ist mit - 2,1 Mio. € (Vorjahr: - 0,3 Mio. €) negativ und im Wesentlichen auf den gestiegenen Zinssatz im Cash-Pooling zurückzuführen.

Die Gewinnabführung an die EAM belief sich auf 69,3 Mio. € und lag unter dem Vorjahreswert von 79,2 Mio. €. Sie entspricht der Prognose für das Geschäftsjahr 2023.

6. Tochterunternehmen und wesentliche Beteiligungen

6.1 EAM Netz GmbH, Kassel ( EAM Netz )

Die EAMB hält unverändert 100 % der Geschäftsanteile an der EAM Netz, welche das bedeutendste Tochterunternehmen der EAMB ist.

Die EAM Netz betreibt vor allem Verteilnetze für Strom und Erdgas in weiten Teilen Hessens, in Südniedersachsen, Teilen von Ostwestfalen, Westthüringen und Teilen des Landkreises Altenkirchen in Rheinland-Pfalz. Die Verteilnetze decken eine Fläche von etwa 12.000 km² mit rund 1,4 Mio. Einwohnern ab. Im Versorgungsgebiet der EAM Netz werden 280 Kommunen unmittelbar oder mittelbar über Beteiligungen an Netzeigentumsgesellschaften mit Strom und Erdgas versorgt.

Die Investitionen der EAM Netz beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf insgesamt 108,1 Mio. €. Davon entfielen 82,8 Mio. € auf Strom- und 6,0 Mio. € auf Erdgasversorgungsanlagen. Die restlichen Investitionen verteilten sich vor allem auf den Intelligenten Messstellenbetrieb, auf Wasser- und Abwasseranlagen, auf Straßenbeleuchtung (Masten und Leuchten) sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Umsatzerlöse der EAM Netz betrugen im Jahr 2023 insgesamt 1.071,0 Mio. €. Über ihr Stromnetz wurde eine Energiemenge von 6,59 TWh und über das Gasnetz wurden 6,16 TWh verteilt.

Die EAM Netz erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Gewinn nach sonstigen Steuern von 75,5 Mio. €. Für dieses Geschäftsjahr erhielt die EAMB von der EAM Netz eine Gewinnabführung von 60,6 Mio. €; den Restbetrag von 14,9 Mio. € hat die EAM Netz ihren Gewinnrücklagen zugeführt.

6.2 BeSte Stadtwerke GmbH, Steinheim ( BeSte )

Die BeSte ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der EAMB.

Gegenstand des Unternehmens ist insbesondere der Vertrieb von Strom, Gas und Wärme. Hauptvertriebsgebiete sind der Kreis Höxter, die angrenzende Kreise Lippe und Paderborn und sowie der Landkreis Holzminden.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt.

Die Umsatzerlöse betrugen 112,3 Mio. €. Die BeSte erzielte hierbei einen Jahresüberschuss von 6,8 Mio. €, der mit dem Verlustvortrag der BeSte verrechnet und im Übrigen auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. Damit ist die BeSte nicht länger bilanziell überschuldet.

6.3 EAM Natur Energie GmbH, Kassel (EAMP)

Die EAMB hält alle Geschäftsanteile an der EAMP.

Im Geschäftsbereich Wärmeversorgung beliefert die EAMP in über 100 Projekten Kunden mit Energie und Wärme sowie mit energienahen Dienstleistungen. Im Bereich Windenergie bietet sie Projektentwicklungen und andere Dienstleistungen an; außerdem ist sie an Gesellschaften beteiligt, die in Hessen Windparks betreiben. In der Sparte Bioenergie erzeugt die EAMP Biomethan zur Einspeisung ins Erdgasnetz aus pflanzlichen Rohstoffen sowie Bioabfällen und betreibt dezentrale Biogasanlagen zur Strom- und Wärmeversorgung. Daneben engagiert sich die EAMP in weiteren Geschäftsfeldern wie Photovoltaik, Ladeinfrastruktur und Dienstleistungen für die E-Mobilität.

Im Geschäftsjahr investierte das Unternehmen 24,2 Mio. € in immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen.

Im Jahr 2023 erzielte die EAMP Umsatzerlöse von 45,7 Mio. € und einen Jahresüberschuss vor Gewinnabführung an die EAMB von 2,6 Mio. €.

6.4. Stadtwerke Gelnhausen GmbH, Gelnhausen (STWG)

Die STWG ist ein 100%iges Tochterunternehmen der EAMB.

Die Geschäftsfelder der STWG liegen in den Bereichen Strom-, Wasser- und Wärmeversorgung.

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2023 lagen bei 2,1 Mio. € und entfielen im Wesentlichen auf die Wasserversorgung sowie auf das an die EAM Netz verpachtete Stromverteilnetz.

Im Jahr 2023 betrugen die Umsatzerlöse der STWG 30,8 Mio. € und der Jahresüberschuss 2,3 Mio. €. Es ist vorgesehen, davon einen Teilbetrag von 2,0 Mio. € auszuschütten und den Rest in die Gewinnrücklagen der STWG einzustellen.

6.5 EAM EnergiewendePartner GmbH, Kassel (EWP)

Nach dem Pilotprojekt "EnergiewendePartner" der EAM-Gruppe im Jahr 2022 befindet sich die EWP seit Anfang 2023 als eigenständige Gesellschaft im Aufbau. Der Geschäftszweck richtet sich an Kommunen, kommunale Einrichtungen und Landkreise im Geschäftsgebiet der EAM-Gruppe (kommunale Gesellschafter). Er besteht im Wesentlichen in der Beratung, Planung und Umsetzung von Maßnahmen der Energiewende in den Sektoren Strom, Wärme, Mobilität und Straßenbeleuchtung. Das Ziel ist, die Energiewende bei den kommunalen Gesellschaftern voranzutreiben, um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen.

Die EWP wurde als 100 %iges Tochterunternehmen gegründet. Im Geschäftsjahr 2023 sind 18 kommunale Gesellschafter beigetreten, wodurch die Beteiligungsquote der EAMB zum Bilanzstichtag auf 91,5 % der Kapitalanteile sank.

Im Berichtsjahr wurden keine Investitionen getätigt.

Die EWP wird das Geschäftsjahr 2023 voraussichtlich mit einem anlaufbedingten Jahresfehlbetrag von knapp 0,1 Mio. € abschließen.

6.6 EAM Energie GmbH, Kassel (EAME)

Die EAME ist ein Gemeinschaftsunternehmen der EAMB und der Städtische Werke Aktiengesellschaft, Kassel. Beide Gesellschafter halten jeweils 50 % der Geschäftsanteile an der EAME.

Gegenstand der EAME ist der Vertrieb von Energie, insbesondere von Strom und Gas im Geschäftsgebiet der EAM-Gruppe, und weiteren energiewirtschaftlichen Produkten.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine nennenswerten Investitionen getätigt.

Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 182,0 Mio. € und der Jahresüberschuss auf 6,4 Mio. €. Es ist vorgesehen, den Jahresüberschuss voll an die Gesellschafter auszuschütten.

6.7 Netcom Kassel Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Kassel (Netcom)

Netcom ist ein Gemeinschaftsunternehmen der EAMB und der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs- GmbH (KVV), Kassel. Beide Gesellschafter halten jeweils 50 % der Geschäftsanteile.

Die Netcom erbringt mittels eigener und fremder Netze Telekommunikationsdienstleistungen für öffentliche Einrichtungen, Gewerbetreibende sowie private Haushalte. Das Geschäftsmodell beinhaltet daneben auch die Erstellung und den Betrieb von Netzen. Ihr Ziel ist die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Nordhessen mithilfe preiswerter und hochentwickelter Telekommunikationsdienstleistungen.

Die Investitionen des Geschäftsjahres betrugen voraussichtlich 0,6 Mio. €.

Die Netcom wird für das Geschäftsjahr 2023 voraussichtlich Umsatzerlöse von 26,0 Mio. € und einen Jahresfehlbetrag von 3,0 Mio. € ausweisen. Bedingt durch eine andauernde Verlustsituation aus dem Breitbandgeschäft weist die Gesellschaft ein negatives Eigenkapital aus.

6.8 EW Eichsfeldgas GmbH, Leinefelde - Worbis (EG)

Die EG ist eine gemeinsame Beteiligung der EAMB (Anteil 49,0 %) und der Eichsfeldwerke GmbH, Heilbad Heiligenstadt (EW; Anteil 51,0 %).

Der Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten der EG liegt im Gasbereich (Netz und Vertrieb). Ferner betreibt die EG eine Biogasanlage und vermarktet die erzeugten Biogasmengen. Ein weiteres Geschäftsfeld ist der Stromvertrieb.

Die EG tätigte im Geschäftsjahr 2022 Investitionen von 2,1 Mio. €.

Im Geschäftsjahr 2022 beliefen sich die Umsatzerlöse auf 54,1 Mio. € und der Gewinn nach Steuern betrug 7,8 Mio. €. Zwischen der EW und der EG bestand ein Gewinnabführungsvertrag, der von der EW zum 1. Januar 2023 gekündigt wurde. Die EAMB hat für das Geschäftsjahr 2022 als außenstehende Gesellschafterin eine Ausgleichszahlung von 2,8 Mio. € vereinnahmt.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde rückwirkend zum 1. Januar 2023 ein neuer Gewinnabführungsvertrag zwischen EW und EG geschlossen. Ferner haben die Gesellschafter eine Einzahlung von 2,0 Mio. € in die Kapitalrücklage der EG geleistet, von denen 1,0 Mio. € auf die EAMB entfallen.

6.9 Stadtwerke Göttingen Aktiengesellschaft, Göttingen ( SWGö )

An der SWGö ist die EAMB mit 25,1 % beteiligt. Mehrheitsgesellschafterin mit einem Anteil von 50,1 % ist die Göttinger Versorgungs- und Verkehrsbetriebe GmbH (GöVV). Die restlichen 24,8 % werden von der Gelsenwasser AG gehalten.

Das Kerngeschäft der SWGö umfasst die Gas-, Wasser- und Wärmeversorgung sowie den Stromvertrieb.

Die Investitionen betrugen im Jahr 2022 insgesamt 13,3 Mio. €.

Im Geschäftsjahr 2022 beliefen sich die Umsatzerlöse der SWGö auf 156,5 Mio. € und der Gewinn nach Steuern betrug 19,8 Mio. €. Auf der Grundlage des zwischen der GöVV und der SWGö abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags hat die EAMB als außenstehende Gesellschafterin für das Jahr 2022 eine Ausgleichszahlung von rund 2,2 Mio. € erhalten.

6.10 Kreiswerke Main - Kinzig GmbH, Gelnhausen (KWMK)

Die KWMK ist eine 24,5%ige Beteiligung der EAMB; der Main-Kinzig-Kreis hält die übrigen Anteile.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt im Strom- und Wasserbereich. Darüber hinaus wird das Geschäft im Bereich dezentrale Energietechnologien und erneuerbare Energien (insbesondere Windenergie) über eine Beteiligung weiterentwickelt. Über die Tochtergesellschaft Regionalverkehr Main-Kinzig GmbH ist die KWMK im öffentlichen Personen- und Nahverkehr tätig. Außerdem ist sie gemeinsam mit der Mainova AG zu jeweils 50 % an der Gasversorgung Main-Kinzig GmbH beteiligt. Darüber hinaus betreibt die KWMK zwei Windparks und ist an zwei weiteren Windparks beteiligt.

Die KWMK investierte im Geschäftsjahr 2022 insgesamt 14,7 Mio. €.

Im Geschäftsjahr 2022 beliefen sich die Umsatzerlöse auf 140,2 Mio. € und der Jahresüberschuss auf 5,7 Mio. €. Die EAMB erhielt 0,5 Mio. € als Gewinnausschüttung für das Jahr 2022.

6.11 Energie Waldeck - Frankenberg GmbH, Korbach (EWF)

Die EAMB ist mit rund 15,3 % an der EWF beteiligt. Mehrheitsgesellschafter mit einem Anteil von 51,8 % ist der Zweckverband Energie Waldeck Frankenberg mit Sitz in Korbach. Die restlichen 32,9 % werden von der Thüga Aktiengesellschaft, München (Thüga), gehalten.

Die EWF ist in den Geschäftsfeldern Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmeversorgung sowie Verkehr und Bäderbetrieb tätig. Die Minderheitsgesellschafter Thüga und EAMB partizipieren jeweils nur an den Ergebnissen der Versorgungssparten.

Im Geschäftsjahr 2022 investierte die EWF 18,6 Mio. € in das Anlagevermögen.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 beliefen sich auf 242,9 Mio. € und der Jahresüberschuss auf 11,9 Mio. €. Vom Bilanzgewinn des Jahres 2022 in Höhe von 10,5 Mio. € erhielt die EAMB einen Anteil von 2,2 Mio. € als Ausschüttung.

7. Finanzlage und Investitionen

Die Finanzlage der EAMB war geprägt durch das Cash-Pooling in der EAM-Gruppe. Zu Beginn des Geschäftsjahres betrugen die saldierten Cash-Pooling-Verbindlichkeiten der EAMB 53,2 Mio. €.

Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 1,6 Mio. €. Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelzufluss von 61,3 Mio. €. Darin waren insbesondere Beteiligungserträge von 75,6 Mio. € und erhaltene Zinsen von 4,1 Mio. € enthalten; gegenläufig wirkte ein saldierter Mittelabfluss in Finanzanlagen von 18,4 Mio. €. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug 75,0 Mio. € und betraf die Gewinnabführung (69,3 Mio. €) sowie gezahlte Zinsen (5,7 Mio. €). Die Cash-Pooling-Verbindlichkeiten sind damit zum Bilanzstichtag auf 68,6 Mio. € gestiegen.

Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gesichert.

8. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der EAMB belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 607,2 Mio. € (Vorjahr: 638,6 Mio. €).

Das Anlagevermögen der Gesellschaft ist von 516,1 Mio. € auf 534,3 Mio. € gestiegen. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen Investitionen in Finanzanlagen.

Das Umlaufvermögen von 72,9 Mio. € (Vorjahr: 122,5 Mio. €) beinhaltete hauptsächlich Forderungen aus Cash-Pooling gegen die EAM mit 65,2 Mio. € und sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 7,5 Mio. €.

Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag unverändert 449,1 Mio. €. Die Eigenkapitalquote stieg auf 74,0 % (Vorjahr: 70,3 %).

Die Rückstellungen stiegen deutlich von 17,0 Mio. € auf 22,7 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten betrugen 135,4 Mio. € nach 172,5 Mio. € im Vorjahr. Der Rückgang resultierte vor allem aus dem Cash-Pooling mit der EAM Netz.

9. Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren sind das Jahresergebnis vor Gewinnabführung und die Beteiligungserträge anzusehen. Die Indikatoren werden mittels zuverlässiger Steuerungsinstrumente aus dem Controlling sowie dem Rechnungswesen der EAM permanent überwacht, um frühzeitige Hinweise auf die zukünftige Geschäftsentwicklung zu erhalten.

III. Prognosebericht

1. Energiewende und regenerative Energien

In den Stromnetzen bedeuten die Ausbauziele für die Erneuerbaren Energien, die E-Mobilität und die CO 2-neutrale Wärmeversorgung einen starken Leistungszuwachs und eine ebenfalls stark steigende Zahl von Einspeise- und Verbrauchsstellen. Die Beschleunigung der Energiewende und des Ausbaus der Infrastruktur stellen daher hohe Anforderungen an die EAM Netz und verlangen deutlich erhöhte Investitionen sowie wesentlich größere Ressourcen an Material und Fachkräften. Die Engpässe in beiden Bereichen erweisen sich als enorme Herausforderungen für die gesamte Branche.

Der Aufbau des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes soll im Jahr 2024 beginnen. Für die kommenden Jahrzehnte rechnen wir mit einem Gasnetz, das zwar kürzer als das heutige Erdgasnetz der EAM Netz, für die Versorgung aber weiter relevant sein wird.

Im Februar 2024 einigte sich die Bundesregierung auf Kernpunkte ihrer lang erwarteten Kraftwerksstrategie. Dazu gehört der Bau neuer Gaskraftwerke, welche die Schwankungen der Wind- und Solarenergie ausgleichen und ab 2035 auf Wasserstoffbetrieb umgestellt werden sollen.

2. Regulierung des Netzbetriebs

Die wirtschaftliche Lage von Netzbetreibern wie der EAM Netz wird auch künftig durch die von der BNetzA festgelegen Erlösobergrenzen für die Netzentgelte geprägt. Wichtigste Bestandteile der Erlösobergrenzen sind der Kostenersatz und die Eigenkapitalverzinsung für die Netzinvestitionen.

Beim Kostenersatz werden nur für sog. dauerhaft nicht beeinflussbare Kosten wie z. B. vorgelagerte Netzkosten tatsächliche Jahreswerte berücksichtigt. Die Kombination aus Zeitversatz und hoher Inflation führt zu einer starken wirtschaftlichen Belastung. Zudem sank die Eigenkapitalverzinsung erneut, was die Wirtschaftlichkeit der Investitionen vor allem bei Bestandsanlagen deutlich verschlechtert.

Im Kern ist das Regulierungsmodell darauf ausgelegt, einen effizienten Netzbetrieb in einem statischen Umfeld anzureizen. Ein solches Umfeld besteht jedoch nicht mehr angesichts der heutigen energiepolitischen Ziele. In ihrem Eckpunktepapier aus 2024 erkennt die BNetzA die hohe Versorgungssicherheit, aber auch die enormen Herausforderungen für die Netzbetreiber an. Auf die Kritikpunkte reagierte sie u.a. mit dem Vorschlag, die Regulierungsperioden künftig von fünf auf drei Jahre zu verkürzen sowie den Regulierungsrahmen zu modernisieren und zu vereinfachen. Die Folgen können aber erst nach einer weiteren Konkretisierung bewertet werden.

3. Wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens im Jahr 2024

3.1 Ergebnisentwicklung

Die Ertragslage der EAMB wird weiterhin durch die Ergebnisvereinnahmungen von den Tochterunternehmen und Beteiligungen bestimmt. Deren Entwicklung wird wiederum im Wesentlichen durch die oben beschriebenen Auswirkungen der Energiewende und den Regulierungsrahmen für den Netzbetrieb beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2024 erwartet die EAMB einen Jahresüberschuss von etwa 68 Mio. € vor Gewinnabführung an die EAM.

3.2 Investitionen

Für das Geschäftsjahr 2024 plant die EAMB Investitionen von etwa 6 Mio. €. Diese betreffen den Erwerb neuer sowie die Finanzausstattung bereits bestehender Beteiligungen.

4. Allgemeine Prämissen sowie Unsicherheiten

Unseren Prognosen und Planungen liegen Prämissen zugrunde, die mit Unsicherheiten verbunden sind. So haben wir beispielsweise unterstellt, dass sich aus den militärischen Konflikten insbesondere in der Ukraine sowie um Israel und den Gazastreifen keine wesentlichen Beeinträchtigungen für die wirtschaftliche Entwicklung ergeben.

IV. Internes Kontrollsystem sowie Risiko- und Chancenbericht

Für die Unternehmen der EAM-Gruppe besteht ein rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem, dessen Wirksamkeit unter anderem im Rahmen der Jahresabschlussprüfung geprüft wird.

Die EAMB ist in das formalisierte Risikofrüherkennungssystem der EAM-Gruppe nach § 91 Abs. 2 Aktiengesetz eingebunden. Dabei werden eventuelle Risiken zweimal jährlich im Rahmen von Risikomanagementsitzungen bewertet und berichtet. Geschäftsführungen und Aufsichtsräte werden frühzeitig, regelmäßig und bei Bedarf ad hoc über wesentliche Risiken informiert.

Aufgrund des Geschäftsmodells der EAMB bestehen Risiken und Chancen aus der Entwicklung ihrer Beteiligungen.

Die größten Risiken ergeben sich im finanzwirtschaftlichen Bereich aus der Regulierung des Netzgeschäfts, aus dem Fondsrisiko in Form von marktbedingten Wertschwankungen im Deckungsvermögen für Pensionszusagen (CTA-Fonds) sowie aus Forderungsausfallrisiken. Weiterhin bestehen IT-Risiken, denen die EAM-Gruppe unter anderem durch den Einsatz qualifizierter Dienstleistungsunternehmen und die Umsetzung angemessener Sicherheitsvorschriften entgegenwirkt. Außerdem bestehen allgemeine Risiken hinsichtlich der Material,- Dienstleistungs- und Personalbeschaffung. Durch den regulatorischen Rahmen, der die Refinanzierung der EAM Netz über das Regulierungskonto zulässt, werden einige dieser Risiken jedoch abgemildert.

Nach den aktuell vorliegenden Erkenntnissen bestehen für die EAMB unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeiten keine bestandsgefährdenden Risiken.

Chancen für das Geschäft ihrer Beteiligungen sieht die EAMB in weiteren Effizienzsteigerungen, in der Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen für andere Energieversorger sowie im Aufbau neuer Geschäftsfelder. In dem immer komplexer werdenden technischen und rechtlichen Umfeld ist die EAM-Gruppe durch ihre Kompetenz und Leistungsfähigkeit gut aufgestellt, was Wege für neue Partnerschaften und Dienstleistungsangebote eröffnet.

Kassel, den 14. März 2024

Die Geschäftsführung

Bilanz der EAM Beteiligungen GmbH zum 31. Dezember 2023

in T€ Anhang
Abschnitt C.
31.12.2023 31.12.2022
Aktiva          
Anlagevermögen          
Sachanlagen (1) 249   250  
Finanzanlagen (2) 534.089 534.338 515.889 516.139
Umlaufvermögen          
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3)   72.899   122.467
      607.237   638.606
Passiva          
Eigenkapital (4)        
Gezeichnetes Kapital   130.000   130.000  
Kapitalrücklage   102.303   102.303  
Gewinnrücklagen   216.817 449.120 216.817 449.120
Rückstellungen (5)   22.746   16.975
Verbindlichkeiten (6)   135.371   172.511
      607.237   638.606

Gewinn- und Verlustrechnung der EAM Beteiligungen GmbH
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

in T€ Anhang
Abschnitt D.
2023 2022
Umsatzerlöse (1) 756 420
Sonstige betriebliche Erträge (2) 133 174
Materialaufwand (3) 370 388
Abschreibungen (4) 1 1
Sonstige betriebliche Aufwendungen (5) 6.937 485
Ergebnis aus Finanzanlagen (6) 77.893 79.836
Zinsergebnis (7) -2.181 -325
Ergebnis nach Steuern   69.293 79.231
Sonstige Steuern   7 6
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn (8) 69.286 79.225
Jahresüberschuss   0 0

Anhang 2023

B. Allgemeine Angaben

(1) Jahresabschluss

Die EAM Beteiligungen GmbH (EAMB) hat ihren Sitz in Kassel und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Kassel (HRB 16408).

Der Jahresabschluss der EAMB ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt worden. Die EAMB ist eine Kleinstkapitalgesellschaft im Sinne des § 267a Abs. 1 HGB. Die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes wurde entsprechend § 6 des Gesellschaftsvertrages in Anwendung der Vorschriften des Dritten Buches des HGB für große Gesellschaften aufgestellt.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und GuV anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Bilanz bzw. GuV oder im Anhang zu machen sind, insgesamt im Anhang genannt. Soweit einzelne Posten in der Bilanz oder GuV zusammengefasst werden, erfolgt eine Aufgliederung im Anhang. Das Gliederungsschema wurde in der GuV um die Position "Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn" erweitert. Soweit nicht anders vermerkt, sind die Werte in den tabellarischen Aufstellungen in Tausend Euro (T€) angegeben. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt.

Die EAMB ist nach § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen. Die Gesellschaft erzeugt Strom aus erneuerbaren Energien gem. § 3 Nr. 18b EnWG. Somit fällt die EAMB unter § 6b Abs. 1 EnWG und es liegen deshalb unterschiedliche Tätigkeiten im Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG vor.

Zwischen EAMB und EAM GmbH & Co.KG (EAM), Kassel, besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

Rundungsdifferenzen können aus rechentechnischen Gründen zu Abweichungen führen.

(2) Konzernzugehörigkeit

Die EAMB ist gemäß § 291 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht gem. §§ 290 ff. HGB aufzustellen, befreit.

Die EAMB ist mit ihren Tochterunternehmen in den befreienden Konzernabschluss der EAM (Amtsgericht Kassel, HRA 17324) einbezogen. Die EAM ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB bei der das Unternehmensregister führenden Stelle elektronisch eingereicht und dort bekannt gemacht. Diese Unterlagen sind im Internet unter www.unternehmensregister.de zugänglich.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

(1) Aktiva

Anlagevermögen

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Neben der linearen findet auch die degressive Abschreibungsmethode Anwendung. Für Sachanlagen, die bereits zum 1. Januar 2010 vorhanden waren und degressiv abgeschrieben wurden, wird das Beibehaltungswahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB ausgeübt und die degressive Abschreibung fortgeführt. Neuzugänge werden zeitanteilig linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei technischer oder wirtschaftlicher Wertminderung. Geleistete Anzahlungen werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt.

In den Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den direkt zurechenbaren Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und der allgemeinen Verwaltungsgemeinkosten enthalten.

  Nutzungsdauern
in Jahren
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 16 - 40

Abnutzbare Vermögensgegenstände mit Zugang und Anschaffungskosten von mehr als 250 € und bis zu 800 € werden im Jahr des Zugangs in der Regel in voller Höhe abgeschrieben. Abnutzbare Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten 250 € nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr grundsätzlich voll aufwandswirksam berücksichtigt.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, bei Ausleihungen zum Nennbetrag, oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, wenn die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Bei Wegfall der Gründe für Abschreibungen werden entsprechend Zuschreibungen vorgenommen.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt; erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt worden. Niedrig verzinste oder unverzinsliche langfristige Forderungen sind abgezinst.

(2) Passiva

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Kapitalrücklage wurde nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB dotiert.

Der Gewinn wird entsprechend dem Gewinnabführungsvertrag abgeführt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins abgezinst. Die Abzinsung wird auch für ursprünglich langfristige Rückstellungen vorgenommen, deren Restlaufzeit am Bilanzstichtag ein Jahr nicht überschreitet.

Erträge und Aufwendungen aus der Ab- und Aufzinsung von Rückstellungen sowie aus Änderungen der Zinssätze werden gesondert unter dem Posten "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" und "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag ausgewiesen.

Steuern

Es besteht eine umsatz- und ertragsteuerliche Organschaft mit der EAM.

C. Angaben zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

in T€ Anschaffungs - bzw. Herstellungskosten*
  Stand Zugänge Abgänge Stand
  01.01.2023     31.12.2023
Sachanlagen        
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 712 - - 712
Technische Anlagen und Maschinen 7.175 - - 7.175
  7.887 - - 7.887
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 407.209 14.000 25 421.184
Beteiligungen 135.082 4.100 - 139.182
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 19.000 375 - 19.375
  561.291 18.475 25 579.741
  569.178 18.475 25 587.628
in T€ Kumulierte Abschreibungen*
  Stand Zugänge Abgänge Stand
  01.01.2023 31.12.2023
Sachanlagen        
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 476 0 - 476
Technische Anlagen und Maschinen 7.161 1 - 7.162
  7.637 1 - 7.638
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen - - - -
Beteiligungen 26.402 - - 26.402
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 19.000 250 - 19.250
  45.402 250 - 45.652
  53.039 251 - 53.290
in T€ Buchwerte
     
  31.12.2023 31.12.2022
Sachanlagen    
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 236 236
Technische Anlagen und Maschinen 13 14
  249 250
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 421.184 407.209
Beteiligungen 112.780 108.680
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 125 -
  534.089 515.889
  534.338 516.139

*Im Geschäftsjahr gab es keine Umbuchungen.

(2) Finanzanlagen

Anteilsbesitz

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist aus der Beteiligungsliste ersichtlich, die Bestandteil des Anhangs (Anlage 1) ist. In der Anteilsbesitzliste werden Kapitalgesellschaften nur aufgeführt, wenn die EAMB direkt oder indirekt mit mehr als 20% beteiligt ist.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15 -
- davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr (-) (-)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 72.721 121.721
  - davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr (-) (-)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 109 668
  - davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr (-) (-)
  - davon sonstige Vermögensgegenstände (109) (668)
Sonstige Vermögensgegenstände 54 78
  - davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr (-) (-)
  - davon Steuern (16,0) (68)
    - davon nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstandene    
    Forderungen für noch nicht abzugsfähige Vorsteuer (16,0) (28)
      72.899 122.467

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
- Sonstige Vermögensgegenstände 72.573 121.683
  - davon Forderungen aus Cash-Pooling (65.204) (118.273)
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 148 38
    72.721 121.721
- Forderungen gegen Gesellschafterin EAM 69.981 121.174
  - davon Forderungen aus Cash-Pooling (65.204) (118.273)

Die Verbindlichkeiten gegenüber der EAM aus dem Gewinnabführungsvertrag wurden mit den Forderungen aus Cash-Pooling verrechnet.

(4) Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt und wird von der EAM gehalten.

(5) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Drohende Rückzahlungsverpflichtungen 11.145 10.620
Sanierungsverpflichtungen 6.066 6.312
Drohende Verluste 5.000 -
übrige 535 43
  22.746 16.975

(6) Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 0
  - davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (-) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 135.348 172.511
  - davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (135.348) (172.511)
  - davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (98) (173)
  - davon sonstige Verbindlichkeiten (132.250) (172.338)
    - davon Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling (133.755) (171.513)
  - davon gegenüber Gesellschafterin EAM (133) (101)
    - davon Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling (-) (-)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1 -
  - davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (1) (-)
  - davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (1) (-)
    - davon sonstige Verbindlichkeiten (-) (-)
Sonstige Verbindlichkeiten 22 -
  - davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (22) (-)
      135.371 172.511

Wie im Vorjahr wurden die Forderungen aus dem Gewinnabführungsvertrag gegen die EAM Netz GmbH (EAM Netz), Kassel mit den Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling verrechnet.

(7 ) Haftungsverhältnisse

in T€ 2023
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 524
- davon für verbundene Unternehmen (524)

Zur Absicherung eines Darlehens der EAM sind die Geschäftsanteile an der EAM Netz verpfändet und unterliegen damit einer Verfügungsbeschränkung.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird als gering eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem auf den Bonitätsbeurteilungen der Primärverpflichteten sowie auf Erkenntnissen vergangener Geschäftsjahre.

(8) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 7.052 T€ (Vorjahr: 7.601 T€). Davon betreffen 428 T€ (Vorjahr: 402 T€) verbundene Unternehmen und 250 T€ (Vorjahr: 500 T€) assoziierte Unternehmen.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben Laufzeiten bis zum Jahr 2025 und bestehen u. a. aus Darlehenszusagen, Dienstleistungsverträgen und Verpflichtungen zur Einzahlung in Kapitalrücklagen.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

in T€ 2023 2022
Stromerzeugung 713 377
Sonstige Umsatzerlöse 43 43
  756 420

Die Umsatzerlöse im Bereich Stromerzeugung betreffen Einspeisevergütungen und Erlöse aus der Direktvermarktung der Rehbachtalkette.

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

in T€ 2023 2022
Andere periodenfremde Erträge 89 93
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens - 58
Übrige 44 23
  133 174

(3) Materialaufwand

in T€ 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 9 8
Aufwendungen für bezogene Leistungen 361 380
  370 388

(4) Abschreibungen

Die Abschreibungen auf Sachanlagen sind im Anlagenspiegel einzeln dargestellt. In den Abschreibungen sind 1 T€ degressive Abschreibungen enthalten, die aus dem angewandten Beibehaltungswahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB resultieren.

(5) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in T€ 2023 2022
Aufwendungen aus der Zuführung zur Rückstellung für drohende Verluste 5.000 -
Aufwendungen aus Dienstleistungsverträgen mit der EAM 214 233
Fremd- und Beratungsleistungen 160 220
Übrige 1.563 32
  6.937 485

(6) Ergebnis aus Finanzanlagen

in T€ 2023 2022
Erträge aus Beteiligungen 14.449 11.344
  - davon aus verbundenen Unternehmen (2.100) (2.235)
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 63.198,0 87.002
  - davon Ergebnisabführung EAM Netz (60.610) (86.493)
  - davon Ergebnisabführung EAMP (2.588) (2.509)
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 496 490
Abschreibungen auf Finanzanlagen 250 19.000
    77.893 79.836

(7) Zinsergebnis

in T€ 2023 2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.076 401
  -davon aus verbundenen Unternehmen (4.046) (324)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.257 726
  -davon an verbundene Unternehmen (5.731) (433)
    - 2.181 - 325

( 8 ) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn

Im Geschäftsjahr wurden 69.286 T€ gemäß Gewinnabführungsvertrag an die EAM abgeführt (Vorjahr: 79.225 T€).

( 9 ) Geschäfte größeren Umfangs gemäß § 6b Abs. 2 EnWG

Folgende Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen sowie assoziierten Unternehmen sind zu nennen:

in T€ 2023 2022
Aufwendungen    
  Cash-Pooling- und Dienstleistungsverträge mit EAM Netz 6.354 858
  Dienstleistungsverträge mit EAM 214 233
Erträge    
  Cash-Poolingvertrag mit EAM 4.046 324
  Darlehnsvertrag mit Netcom Kassel Gesellschaft für
Telekommunikation mbH, Kassel
496 490

Die Leistungen wurden zu marktüblichen Konditionen erbracht.

Ergänzende Angaben

(1) Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers wird verzichtet, da diese im Konzernanhang der EAM angegeben werden.

(2) Geschäftsführung

Olaf Kieser
Kassel

Vorsitzender der Geschäftsführung der EAM Verwaltungs-GmbH, Kassel

Wettbewerbsgeschäft
Kommunikation und Geschäftsführungsbüro
Strategie/Einkauf
IT/Prozesse

Hans-Hinrich Schriever
Bovenden

Geschäftsführer der EAM Verwaltungs-GmbH, Kassel

Netze
Controlling- und Betriebswirtschaft
Finanz- und Rechnungswesen
Personal
Recht
Steuern

Die Geschäftsführer der EAMB erhalten von der Gesellschaft keine Vergütung.

(3) Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken, haben sich nicht ergeben.

 

Kassel, den 14. März 2024

Die Geschäftsführung

Olaf Kieser

Hans-Hinrich Schriever

Anlage 1 zum Anhang - Beteiligungsbesitzliste

    Anteil am Kapital Eigenkapital
31.12.2022
Ergebnis
2022
Name und Sitz der Gesellschaft   % T€ T€
Anteile an verbundenen Unternehmen        
EAM Netz GmbH, Kassel 1 100,00 425.500 -
EAM Natur Energie GmbH, Kassel 1 100,00 53.315 -
Stadtwerke Gelnhausen GmbH, Gelnhausen   100,00 15.027 2.307
BeSte Stadtwerke GmbH, Steinheim   100,00 -1.578 555
EAM 7. Vermögensverwaltungs GmbH, Kassel   100,00 22 0
EAM 8. Vermögensverwaltungs GmbH, Kassel   100,00 22 0
EAM 9. Vermögensverwaltungs GmbH, Kassel   100,00 22 0
EN Tiefbau Mitte GmbH, Hofgeismar 3 100,00 588 -26
EN Tiefbau Süd GmbH, Lahntal-Sterzhausen 3 100,00 1.388 -21
Landgraf-Energietechnik-GmbH, Schlitz 2,8 100,00 991 863
Windpark Stollberg GmbH, Dillenburg 2,7 100,00 17.219 6.139
Windpark Bratberg GmbH, Liebenau 2,8 100,00 - -
Windpark Hopfenberg GmbH, Dillenburg 2 98,00 16 -2
Bietergemeinschaft EAMP/Stadtwerke Göttingen AG GbR, Kassel 2 90,00 10 -5
Beteiligungen        
EAM EnergiewendePartner GmbH, Kassel 4 91,50 25 3
EAM Energie GmbH, Kassel   50,00 11.536 7.926
Netcom Kassel Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Kassel   50,00 -29.734 -1.861
EW Eichsfeldgas GmbH, Leinefelde-Worbis 1 49,00 16.685 -
Gaswerk Bad Sooden-Allendorf GmbH, Bad Sooden-Allendorf   49,00 2.772 520
WärmeEnergie Großkrotzenburg GmbH, Großkrotzenburg 2,8 49,00 - -
Bioenergie Northeim-Osterode Verwaltungs-GmbH, Northeim 2,6 49,00 24 -1
EKM Energieeffizienz Kommunal Mitgestalten GmbH, Kassel 3,5 40,40 25 0
EGF EnergieGesellschaft Frankenberg mbH, Frankenberg (Eder) 1 40,00 15.258 -
EMB Netz GmbH & Co. KG, Marburg 3 39,00 15.001 398
Bürgerwind Schwalmstadt GmbH, Schwalmstadt 2 35,00 1.559 1.304
Stadtwerke Bebra GmbH, Bebra   32,10 9.424 1.163
Gasversorgung Biedenkopf GmbH, Biedenkopf 6 30,00 2.812 611
Stadtwerke Göttingen AG, Göttingen 1 25,10 59.684 4.200
metelligent GmbH, Baunatal   25,10 -196 -53
Windpark Die Gleiche GmbH, Ottrau 2 25,00 3.848 3.339
Kreiswerke Main-Kinzig GmbH, Gelnhausen   24,50 68.742 5.733
Windpark Reinhardswald GmbH & Co. KG, Grebenstein 2 20,00 7.181 -105
TMZ Thüringer Mess- und Zählerwesen GmbH & Co. KG, Erfurt 3 10,00 639 -15

1Gewinnabführungsvertrag; 2Beteiligung der EAM Natur Energie GmbH, Kassel; 3Beteiligung der EAM Netz GmbH, Kassel; 4Gesellschaftsvertragliche Stimmrechtsbeschränkungen; 5Anteil Stimmrechte 16%; 6Angabe für das Geschäftsjahr 2021; 7Angabe für das Geschäftsjahr 2023; 8Gründung/Anteilskauf in 2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die EAM Beteiligungen GmbH, Kassel

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRES ABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurtei le

Wir haben den Jahresabschluss der EAM Beteiligungen GmbH, Kassel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EAM Beteiligungen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

G rundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der R echnungslegungspflichten nach §  6b Abs.   3   EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

Kassel, den 28. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Markus Küfner, Wirtschaftsprüfer

ppa. Matthias Schwarze-Gerland, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 05.06.2024 festgestellt.

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