Reinhardt Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Scheer seit 30.1.2026 | Geschäftsführer |
Sebastian Alexander Wurth seit 30.1.2023 | Prokura |
Maximilian Reinhardt seit 5.4.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Reinhardt Automobile GmbHHagenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Reinhardt Automobile GmbHGeschäftsjahresbeginn: 01.01.2023 Geschäftsjahresende: 31.12.2023 1 Grundlagen des Unternehmens1.1 Geschäftsmodell des UnternehmensDie Reinhardt Automobile GmbH ist aus der im März 2018 gegründeten Reinhardt & Dressman Automobile GmbH hervorgegangen. Sie ist ein Handelsunternehmen für hochwertige Automobile aus Vorbesitz, welches sich auf Fahrzeuge der Marke Audi spezialisiert hat. Gelegentlich werden auch andere Fahrzeugmarken vermarktet, z. B. wenn ein Fahrzeug in Zahlung genommen wird. Der Schwerpunkt liegt jedoch sowohl im Warenangebot als auch von Seiten der internen Prozessdarstellung auf der Marke Audi. Die Reinhardt Automobile GmbH beschäftigt sich aufgrund umfassender Expertise ausschließlich mit dem Fahrzeughandel von hochwertigen Automobilen aus Vorbesitz. Es werden keine Neufahrzeuge vermarktet, ebenso werden keine Reparatur- oder Servicedienstleistungen für Fahrzeuge betriebsfremder Dritter angeboten. Trotzdem unterhält das Unternehmen eine eingetragene Fachwerkstatt und wird deshalb auch als eingetragener KFZ-Meisterbetrieb im KFZ-Handwerk geführt. Durch die Eintragung als KFZ-Meisterbetrieb stellen wir die durchgängig fachgerechte Servicierung- und Reparatur aller vermarkteten Fahrzeuge sicher. Zudem ist die aktuell bei der Reinhardt Automobile GmbH erreichte pro Kopf Vertriebs- und Ergebnisleistung nur durch die ebenfalls eigens vom Unternehmen entwickelten hochqualifizierten Mitarbeiter im gewerblich/technischen Bereich möglich. Ebenso wichtig für den bisherigen Unternehmenserfolg sind die im Unternehmen selbst entwickelten und auf das Geschäftsmodell speziell zugeschnittenen Organisationsprozesse. Durch eine entsprechend vorteilhafte und fortlaufende Synchronisierung und Feinjustierung aller genannten Erfolgshebel ist die Reinhardt Automobile GmbH im direkten Wettbewerbsvergleich Mitbewerbern deutlich überlegen. Insbesondere im Vergleich Umsatz pro Mitarbeiter stechen wir im direkten Wettbewerbsvergleich deutlich positiv hervor. 1.2 Forschung und EntwicklungAls reines Handelsunternehmen ist die Reinhardt Automobile GmbH nicht im Bereich der Forschung tätig. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbedingte RahmenbedingungenBedingt durch den Beginn der Corona-Pandemie war das deutsche Bruttoinlandsprodukt (im folgenden BiP) im Jahr 2020 erstmals seit 2009 (-5,7%) wieder rückläufig (-3,7%). Im Jahr 2021 hat sich das deutsche BiP jedoch wieder positiv entwickelt (2021: +2,6%). Dieser Trend hat sich leicht abgeschwächt auch im Jahr 2022 (+1,8%) fortgesetzt. Leider war das Jahr 2023 (-0,3%) wieder leicht rückläufig. Dieser Rückgang ist unter anderem auf die anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten sowie auf die Auswirkungen des Angriffskriegs auf die Ukraine zurückzuführen. Im Vergleichszeitraum 2010 - 2020 lag die durchschnittliche Steigerung des jährlichen BiP bei +1,2%. Im Jahr 2023 lag die Herausforderung für die deutsche, europäische und weltweite Wirtschaft in der Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine Kriegs. Die im Jahr 2022 eingetretenen plötzlichen Preiserhöhungen im Bereich der Energieträger Strom, Gas und Öl waren erfreulicherweise im Jahr 2023 wieder deutlich rückläufig. Die Megawattstunde (im Folgenden als Mwh bezeichnet) Strom wurde im September 2022 mit durchschnittlich 483,15 EUR gehandelt. Der Handelswert sank hierfür im September 2023 erheblich auf 110,18 EUR (-438,51%). Auch die durchschnittlichen Einfuhrpreise für Erdgas haben sich im Jahr 2023 (41 EUR/Mwh) gegenüber dem Jahr 2022 (127,10 EUR/Mwh) erheblich verringert (-310%). Der Preis für Öl hat sich ebenfalls von durchschnittlich 685,94 EUR im Jahr 2022 auf durchschnittlich 584,83 EUR im Jahr 2023 verringert (-14,75%). Resultierend aus den hohen Energiepreisen sowie den allgemeinen Preissteigerungen hat sich im Jahr 2022 eine erhebliche Steigerung der Inflationsrate eingestellt (Durchschnittswert im Jahr 2022: 7,9%, vgl. Durchschnittswert 2010 - 2020: 1,24%). Die Inflationsrate im Jahr 2023 hat sich mutmaßlich bedingt die sinkenden Energiepreise wieder etwas verringert und war insgesamt über den Jahresverlauf abfallend (Durchschnittswert im Jahr 2023: 6,27%, Durchschnittswert im Q4/2023: 4,63%). Auf dem Arbeitsmarkt zeigte sich eine hohe Stabilität. Die Beteiligungsquote erreichte mit 83,6% der erwerbsfähigen Bevölkerung einen Rekordwert, was auf die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte und die steigende Arbeitskraftbeteiligung der inländischen Bevölkerung zurückzuführen ist. Der Außenhandel im Jahr 2023 war von Unsicherheiten geprägt. Im Vorjahresvergleich verringerten sich die Exporte um -1,8% und die Importe um -3,0%. Insgesamt konnte ein positiver Handelsbilanzüberschuss erzielt werden. 2.2 Lage der AutomobilbrancheDie Automobilbranche in Deutschland erlebte im Jahr 2023 eine gemischte Entwicklung. Die im Jahr 2022 allgegenwärtigen Preissteigerungen der Bruttolistenpreise für Neufahrzeuge haben sich auch im Jahr 2023 in einem ähnlichen Maße fortgeführt. Die Lieferkettenproblematik und hat sich jedoch im Verlauf des Jahres 2023 zu einem Großteil entspannt, sodass wieder genug Neufahrzeuge zur Verfügung standen. Bedingt durch die im ersten Halbjahr des Jahres 2023 zumindest teilweise noch bestehenden Lieferengpässe sanken die Produktionszahlen von Neufahrzeugen um -4,2% im Vergleich zum Vorjahr. Der Fahrzeugexport im Jahr 2023 ging gegenüber dem Jahr 2022 um -2,5% zurück. Der Exportrückgang ist mutmaßlich der vorgenannten gesunkenen Gesamtproduktionsmenge an Fahrzeugen zuzurechnen. Der im Jahr 2022 erfolgte Preisanstieg im Bereich von Gebrauchtwagen um +16,27% im Vergleich zum Jahr 2021 kam im Jahr 2023 zum Erliegen. Ursächlich hierfür war die dauerhaft gute Verfügbarkeit von Neufahrzeugen nach Beendigung der Lieferkettenstörungen. Die Preise für Gebrauchtwagen blieben jedoch dauerhaft hoch und korrigierten sich im Jahr 2023 anders als die Energiepreise lediglich um -1% nach unten. Die Anzahl der Besitzumschreibungen im inländischen Gebrauchtwagenmarkt stieg nach einem schwachen Jahr 2022 um +7%. Neben den OEMs und Zulieferern hat die Ertragslage speziell im kapitalintensiven Fahrzeughandel im Berichtszeitraum unter den steigenden Zinsen gelitten. Der Drei-Monats-Euribor stieg im Vergleich vom Dezember 2022 von 1,97% um +101,02% auf 3,96%. Infolgedessen erhöhten sich die Zinsaufwendungen bei den Fahrzeughändlern im Jahr 2023 exorbitant. Einhergehend mit der Zinserhöhung ist im Verlauf des Berichtsjahres ein schneller Warenumschlag wichtiger denn je geworden. Die Automobilhersteller (nachfolgend "OEMs" genannt) investierten verstärkt in digitale Technologien und Automatisierung, um Effizienzsteigerungen zu realisieren und Kosten zu senken. Die Bedeutung von Software und Konnektivität in modernen Fahrzeugen nimmt weiterhin in einem hohen Tempo zu. OEMs und deren Zulieferer der Automobilbranche sprachen im Jahr 2023 Ihren Aktivitäten im Bereich Forschung & Entwicklung von fahrzeugbezogenen IT-Services einen hohen Stellenwert zu. Im Bereich der Entwicklung sowie dem Vertrieb von Fahrzeugen mit alternativen Antriebskonzepten war das Jahr 2023 ebenfalls eine Herausforderung. Die OEMs investierten erhebliche Investitionssummen in die Forschung & Entwicklung von BEV (Battery Electric Verhicles / Elektrofahrzeuge, im folgenden BEVs genannt) und anderen alternativen Antrieben. Für viele Verbraucher ist der Umstieg auf ein Elektrofahrzeug jedoch noch weit entfernt. Nur 3% der aller PKW-Halter in Deutschland besitzen aktuell ein Elektrofahrzeug. Von den restlichen 97% können sich jedoch nur 39% einen Wechsel auf ein BEV vorstellen, hiervon jedoch nur 5% in den nächsten 12 Monaten. Die vorgenannten Zahlen spiegeln die schwierige Absatzsituation sowie die hohe Skepsis von Verbrauchern gegenüber der Elektromobilität wieder. Es bleibt abzuwarten, wie die OEMs auf diese Situation reagieren. Einige große OEMs haben als Reaktion auf die Situation bereits Abweichungen von im Jahr 2022 deutlich kommunizierten "Electric-only"-Strategien angekündigt. Die Situation hat sich im zweiten Halbjahr 2023 deutlich verschärft, sodass zum Teil Produktionsstraßen bestimmter, schwach nachgefragte Fahrzeugmodelle, stillgelegt worden. Die deutsche Automobilbranche stand im Jahr 2023 auch durch die neuen Wettbewerber aus dem asiatischen und chinesischen Raum erheblich unter Druck. Es erfordert hohe Effizienzsteigerungen in der Produktion sowie eine rasche Weiterentwicklung der IT-Strukturen in und um die Fahrzeuge der OEMs, um die Position des Wirtschaftsstandortes Deutschland als führender Innovations- und Produktionsstandort für hochwertige Premiumfahrzeuge weiterhin für sich behaupten zu können. 2.3 Geschäftsverlauf- und LageDer Geschäftsverlauf ist insgesamt als deutlich positiv zu bewerten und entspricht den Erwartungen der Geschäftsleitung. Die erst seit sechs Jahren bestehende Reinhardt Automobile GmbH beschäftigte im Berichtszeitraum inklusive Auszubildende durchschnittlich 35 Mitarbeiter (VJ-Durchschnitt: 26) und ist zu einem der größten vertragsungebundenen Fahrzeughändlern im Umkreis der Heimatregion und zunehmend auch darüber hinaus erwachsen. Im Berichtszeitraum wurden erhebliche zukunftsweisende Investitionen getätigt. Es wurden zusätzliche Flächen angemietet und erschlossen, um eine höhere Menge an Fahrzeugen handeln zu können. Darüber hinaus wurden erhebliche zukunftsweisende Investitionen im Bereich der Büroräumlichkeiten sowie der IT-Infrastruktur getätigt. Als besondere Schwierigkeiten im Jahr 2023 galten weiterhin der Ukraine Konflikt und die Marktpreisschwankungen im Gebrauchtwagenbereich. Letztere resultieren aus der durch Auflösung der Lieferkettenproblematik deutlich gestiegenen Verfügbarkeit von Neufahrzeugen. Eine hohe Anzahl an schnell verfügbaren Neufahrzeugen zu attraktiven Konditionen wirkt sich umgehend wertmindernd auf den Wert von jungen Gebrauchtfahrzeugen aus. Durch professionelles Agieren am Markt, einem detaillierten Reporting & Controlling sowie einem ausgefeilten Risikomanagement konnte mit den vorgenannten Problemen jedoch so gut umgegangen werden, dass ein zufriedenstellendes Jahresergebnis 2023 erwirtschaftet werden konnte. Die Geschäftsleitung ist mit dem Geschäftsverlauf im Jahr 2023 vollumfänglich zufrieden. 2.3.1 Ertragslage Die Reinhardt Automobile GmbH ist auch im Berichtsjahr erneut gewachsen. Die Umsatzerlöse erhöhten sich von T EUR 45.180 uf T EUR 84.000 um +85,91%. Im Berichtszeitraum wurden 2.310 Fahrzeuge verkauft (Vorjahr: 1.242 / +94,04%). Das Rohergebnis erhöhte sich im Berichtsjahr um +93,05 % bzw. um T EUR 2.556 von EUR T 2.747 im Vorjahreszeitraum auf EUR T 5.304 im Berichtsjahr. Der Personalaufwand erhöhte sich, bedingt durch die Einstellung von zusätzlichem Personal sowie durch die Erhöhung von Löhnen und Gehältern bei dem Bestandspersonal, um +58,50% bzw. von VJ T EUR 1.027 auf T EUR 1.628 im Berichtszeitraum. Aufgrund des höheren Warenbestands und dem Anstieg des Leitzinses erhöhten sich die Zinsaufwendungen erheblich um +143,32% von T EUR 252 im VJ auf T EUR 615 im Berichtszeitraum. Die Warenbeschaffung erfolgt weiterhin ohne fest vertraglich gebundene Abnahmeverträge über verschiedene Auktions- und Handelsplattformen. Hier konnten wir im Berichtszeitraum auf bewährte Techniken des Zukaufs sowie auf bereits lang bestehende Geschäftsbeziehungen zurückgreifen. Zum Geschäftsjahresende wurden durch den Geschäftsführer vorausschauend konservative Wertberichtigungen in Höhe von T EUR 52 auf den Gebrauchtwagenbestand vorgenommen. Aufgrund der im GJ 2022 umfangreichen Investitionen in das Wachstum und die Weiterentwicklung des Unternehmens sowie aufgrund des für uns positiven Geschäftsverlaufs erhöhte sich das Ergebnis im Berichtszeitraum erheblich von VJ T EUR 361 auf T EUR 1.270 bzw. um +347,39%. 2.3.2 Finanzlage Die flüssigen Mittel lagen zum Bilanzstichtag am 31.12.2023 bei T EUR 1 (VJ: T EUR 11). Zur Finanzierung der Handelsware standen der Reinhardt Automobile GmbH neben dem Eigenkapital im Berichtszeitraum insgesamt Kreditlinien über T EUR 13.100 zur Verfügung. Diese Kreditlinien wurden im Berichtszeitraum, neben der Hausbank, von drei weiteren Banken zur Verfügung gestellt. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 wurden abermals erhebliche und werthaltige Investitions- und Umbaumaßnahmen mit einem Investitionswert von ca. T EUR 443 vorgenommen. Unter Verwendung der vorgenannten Mittel wurden neue Lagerflächen für Fahrzeuge erschlossen. Darüber hinaus wurde ein etwa 350 qm großer interner Verwaltungsbereich, welcher auch Sozialräume für Mitarbeitende beinhaltet, errichtet. Darüber hinaus wurden die sanitären Anlagen für unsere Kunden renoviert und der Wartebereich für unsere Kunden wurde in umfangreichem Maße neugestaltet. Aufgrund der guten Finanzlage des Unternehmens waren wir in der Lage, sämtliche Investitionen aus dem laufenden Cash-Flow zu tätigen. Aufgrund der Investitionen im GJ 2022 sowie der Investitionen im Berichtszeitraum stiegen die Abschreibungen weiter von VJ T EUR 107 auf T EUR 188 um +75,06%. Die Liquidität im Berichtszeitraum war stets auskömmlich und gewährleistet. Die Reinhardt Automobile GmbH hat keinerlei Zahlungsschwierigkeiten. Allen Tilgungs- und Zahlungsverpflichtungen konnte stets nachgekommen werden. Die Geschäftsleitung erwartet hier auch für die Folgejahre keinerlei Engpässe. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Reinhardt Automobile GmbH erhöhte sich hauptsächlich aufgrund des höheren Bestands (Vorräte) um +73,29% von VJ T EUR 8.767 auf T EUR 15.193 im Berichtszeitraum. Das Anlagevermögen stieg um +105,52% von T EUR 499 im Vorjahreszeitraum auf T EUR 1.030 im Berichtszeitraum. Die Vorräte erhöhten sich von im GJ 2022 T EUR 7.978 auf T EUR 12.541 im Berichtszeitraum. Die Wertberichtigungen auf die Gebrauchtwagenbestände verringerten sich aufgrund eines verbesserten Bestandsmanagements von im VJ EUR T 196 auf EUR T 52 im Berichtszeitraum. Tabellarische Darstellung über die Verbindlichkeiten der Gesellschaft auch unter Betrachtung des Vorjahreszeitraums:
Die gestiegenen Verbindlichkeiten aus LuL. resultieren aus einer höheren Anzahl von Zukäufen zum Jahresende. Die Reinhardt Automobile GmbH verfügt im Berichtszeitraum über ein Eigenkapital i. H. v. T EUR 1.082. Der Jahresüberschuss i. H. v. T EUR 1.270 wird gem. Ergebnisabführungsvertrag vom 30.03.2023 an die verbundene Reinhardt Holding GmbH abgeführt und dort thesaurierend verwendet. Die Geschäftsleitung erwartet durch die fortlaufend thesaurierende Verwendung der Gewinne ein weiterhin steigendes Eigenkapital in der Reinhardt Holding GmbH. 3 ZweigniederlassungsberichtDie Reinhardt Automobile GmbH unterhält keinerlei Zweigniederlassungen im In- und Ausland. 4 Chancen- und Risiken4.1 Risikobericht4.1.1 Gesamtgeschäftsrisiko Nachdem im Geschäftsjahr 2023 die Zinsen durchgehend gestiegen sind, ist allmählich eine Beruhigung der Lage zu erwarten. Die Zinsen sind seit Dezember 2023 erstmalig seit zwei Jahren wieder rückläufig. Die Preise für Gebrauchtfahrzeuge sind aufgrund der dauerhaften hohen Zinsbelastung des Handels merklich gesunken. Ein weiteres erhebliches absinken der Preise ist aufgrund der bereits vorhandenen Preisattraktivität der Handelsware nicht zu erwarten. Die grundsätzliche Nachfrage nach Gebrauchtfahrzeugen wird weiterhin stabil und auf einem hohem Niveau bleiben, aufgrund der sich u. a. auf breiter Front festgesetzten hohen Neuwagenpreise sowie der deutlich gestiegenen allgemeinen Kosten. 4.1.2 Personal & Arbeitssicherheit Der Fach- und Führungskräftemangel hat sehr anspruchsvolle Auswirkungen auf die Gesamtbranche. Kein oder zu wenig Personalverfügbarkeit schränkt das aktive Tagesgeschäft und auch die Chancen auf schnelles Wachstum erheblich ein. Wir, die Reinhardt Automobile GmbH begegnen dieser Herausforderung seit mehreren Jahren mit verschiedenen und nachweislich wirksamen Maßnahmen. An dieser Stelle ist hier ein über die Jahre gewachsenes und durch die Führungsverantwortlichen initiiertes und fortlaufend gepflegtes sehr angenehmes Betriebsklima zu nennen. Weiter hervorzuheben sind eine die Mitarbeiter stark lokalisierende sowie eine werteorientierte Personalführung und -steuerung durch die Verantwortlichen. Neue Talente und neue Ideen gewinnen wir durch die kontinuierliche Ausbildung und Förderung von jungen Menschen sowohl im kaufmännischen (Automobilkaufleute) als auch im technischen Bereich (KFZ-Mechatroniker sowie Weiterbildungsmöglichkeiten vom KFZ-Mechatroniker zum KFZ-Meister). Ebenso hervorzuheben sind je nach Tätigkeitsbereichen zugeschnittene kompetenz- und erfolgsbasierte Entlohnungsmodelle mit einer durchgängig branchenüberdurchschnittlichen Bezahlung der Beschäftigten. Entsprechend vom Unternehmen angebotene Onboarding- und Personalentwicklungsmaßnahmen stärken die Bindung zwischen Personal und Unternehmen sowie die Kompetenz und Handlungssicherheit eines jeden einzelnen Mitarbeiters enorm. Als abrundend sind sämtliche Arbeitsplätze in allen Arbeitsbereichen des Unternehmens zu nennen. Durchgehend sind diese hochwertig und auf dem neusten Stand der Technik ausgestattet. Im Bereich der Arbeitssicherheit erfüllen wir sämtliche gesetzliche Verpflichtungen, u. a. Schulung von Ersthelfern, Brandschutzhelfern, Bildung eines Arbeitssicherheitsrates (ASA-Ausschuss), Hinzuziehung von externen Arbeitssicherheitsberatern, regelmäßige Elektroprüfungen, Sicherstellung des Brandschutzes, Sicherstellung des Umweltschutzes. Entsprechende Prüfungen der Berufsgenossenschaft und des Umweltamts wurden ohne nennenswerte Beanstandungen durchlaufen. Fehler durch menschliches Versagen in allen Bereichen unseres Unternehmens versuchen wir durch umfangreiche Betriebs- und Geschäftsanweisungen sowie durch standardisierte digitale Prozesse zu vermeiden. 4.1.3 IT-Sicherheit Die IT-Sicherheit wird durch Hinzuziehung eines externen IT-Dienstleisters, entsprechende Zugriffsregelungen für Mitarbeiter auf historische Daten sowie regelmäßige Datensicherungen gewährleistet. Für verschiedene Szenarien von Angriffen, Ausfällen und Datenverlust bestehenden entsprechende Konzepte zur raschen Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit des Unternehmens. Zur Wahrung der hohen Sicherheitsstandards soll an dieser Stelle nicht auf weitere Details eingegangen werden. 4.1.4 Bonitätsbeurteilungen und Forderungsmanagement Alle Fahrzeuge müssen vor Auslieferung vollumfänglich bezahlt sein. Offene Forderungen, ohne den Gegenwert (das Fahrzeug) im Haus zu haben, können so erst gar nicht entstehen. Zur Sicherstellung der zeitnahen Begleichung unserer Forderungen und zur schnellen Absehbarkeit eines eventuellen Stornogeschäftes legen wir in unseren Kaufverträgen mit unseren Kunden ein vertragliches Zahlungsziel binnen fünf Werktagen verbindlich fest. Barmittel nehmen wir aus Sicherheitsgründen verschiedenster Art grundsätzlich nur in einer Höhe von max. 1.000,00 EUR pro Geschäftsvorfall an. 4.1.5 Bestandsrisiko Den Fahrzeugbestand prüft und managt die Geschäftsleitung täglich aktiv mit fortlaufend weiterentwickelten Prozessen und verfeinerten Instrumenten für eine bestmögliche Chancenerhöhung im Vertrieb bzw. zur maximal möglichen Risikominderung. Eine weitere tägliche Zielvorgabe durch die Geschäftsleitung an alle Beteiligten ist es möglichst niedrige Standzeiten pro verkauftes Fahrzeug zu realisieren, um so möglichst erst gar keinen Risikobestand aufzubauen. Der Risikobestand wird engmaschig beobachtet, um möglichst schnell geeignete Risikominderungsmaßnahmen einleiten zu können. 4.1.6 Rechtliche Risiken Durch die Veränderung des Kaufrechts mit Eintritt zum Januar 2022 verlängert sich die Beweislastumkehr im Rahmen der Sachmangelhaftung von einem halben auf ein Jahr. Bei der Betrachtung dieser Gesetzesänderung unter Risikogesichtspunkten gibt es ausschließlich Auswirkungen auf den Handel im B2C-Bereich. Im B2B-Bereich arbeiten wir grundsätzlich mit einem Ausschluss der Sachmangelhaftung. Aus diesem Grund haben wir im Berichtszeitraum vermehrt im B2B-Bereich gehandelt. So konnten wir die B2B-Verkaufsquote von 38,24% auf 66,49% erhöhen. Der risikobehaftete Verkauf an Privatpersonen ist von 61,76% auf 33,51% verringert worden. Darüber hinaus verkaufen wir in Abhängigkeit von der Motorisierung unsere Fahrzeuge ab einem Alter von 5-7 Jahren und einer Fahrleistung von 125.000 - 150.000 KM nur noch an Gewerbetreibende (B2B) unter Ausschluss der Sachmangelhaftung. Durch die bereits von der Geschäftsleitung angeordnete deutlich verstärkte Nutzung durch den künftig nochmals konsequenteren aktiven Zusatzverkauf von bewährten und etablierten Reparaturkostenversicherungen begrenzen wir das auf uns möglicherweise zurückfallende Risiko aktiv und spürbar. Im Bereich der Finanzierungsvermittlung tragen wir kein Bürgschaftsrisiko für die vermittelten Finanzierungen. Dieses Risiko liegt vollumfänglich bei der finanzierenden Bank. An uns ausgezahlte Provisionen für vermittelte Finanzprodukte werden ebenfalls nicht rückbelastet. 4.1.7 Technologierisiken Wir befinden uns aktuell in einem Technologie Umbruch vom Bereich der reinen Verbrennerfahrzeuge über Fahrzeuge mit Hybridmotor (Verbrennungs- und Elektromotor mit Batterie) bis hin zu vollelektrischen Fahrzeugen. Etwaige Verschiebungen durch schnelle Entwicklungen und neue Technologien z. B. im Bereich der Hybrid- und Elektrofahrzeuge stellen zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund verschiedener Marktumstände ein noch schwer einschätzbares Handelsrisiko dar. Fahrzeuge mit alter Technologie lassen sich nicht mehr zu den ursprünglich geplanten Preisen vermarkten. Vor allem im Bereich der Elektromobilität sind derzeit noch schnelle und entscheidende Entwicklungssprünge hinsichtlich der elektrischen Reichweite, der momentan noch unzureichenden Ladeinfrastruktur sowie der noch steigenden Ladegeschwindigkeit zu erwarten. Durch neue Modellgenerationen mit deutlich mehr Reichweite und bedingt durch die schnelle Technologieentwicklung, erwarten wir deutlich geringere Produktzyklen. Resultierend hieraus sind, insbesondere bei gebrauchten Elektrofahrzeugen, deutlich schnelle Preisabwärtskorrekturen als bei Verbrennerfahrzeugen zu erwarten. Altbewährte Methoden zur Restwertbestimmung sind an dieser Stelle zumindest neu zu bewerten, vermutlich jedoch hinfällig. Wie schon im Wirtschaftsbericht beschrieben sehen sich die OEMs aktuell mit erheblichen Problemen im Bereich der alternativen Antriebe, insbesondere im Bereich der BEVs, konfrontiert. In der Tatsache, dass durch die Medien in immer größerem Umfang publiziert wird, dass Massen an Elektrofahrzeugen eingelagert und nicht verkauft werden, sehen wir ein erhebliches Risiko. Der Preis- und Absatzdruck der verschiedenen OEMs und Fahrzeughändler wird höher und umfassender. Darüber hinaus korrigieren hohe Abschläge auf ausgewiesene Bruttolistenpreise für Neufahrzeuge der OEMs die Gebrauchtwagenpreise nach unten. Den zuvor genannten Risiken begegnen wir auch hier wieder mit einem aktiven Bestandsmanagement, kurzen Standzeiten und einem ausgewogenen Bestand über alle Antriebskonzepte. Darüber hinaus analysieren wir die Verkaufskennzahlen bei den bereits verkauften Fahrzeugen und generieren hiermit wichtige Erfahrungswerte aus unserem eigenen Unternehmen. 4.2 ChancenAls freier Automobilhändler sind wir nicht direkt an die Neuwagenbranche gekoppelt, sondern laufen parallel dazu in einem eigenen Geschäftszweig. Wir müssen keine kostenintensiven CI-Vorschriften von Fahrzeugherstellern und Importeuren einhalten und haben so einen unmittelbaren Wettbewerbsvorteil. Darüber hinaus steht es uns frei, ob wir Verbrenner, Hybrid oder Elektrofahrzeuge verkaufen. Wir sind an keine Verkaufsquoten gebunden und können die Ware handeln, mit welcher sich der beste Deckungsbeitrag erwirtschaften lässt. Diese Tatsache bringt uns im alltäglichen Geschäft enormen Handlungsspielraum und weitreichende Flexibilität da wir genau die Ware kaufen können, welche aktuell am Markt nachgefragt wird. Der Trend im Automobilhandel geht deutschlandweit zu immer größer werdenden Automobilhandelsgruppen, welche sich aufgrund ihrer Größe nicht ansatzweise so schnell auf sich veränderte Marktbedingungen einstellen können wie wir. Erschwerend kommt hier hinzu, dass OEMs mit Ihren angeschlossenen Vertragshändlern immer häufiger langfristige Absatz- und Zielvorgaben vereinbaren und hier bei Nichterfüllung der Verlust von erheblichen Jahresbonuszahlungen droht. Als freier Player auf diesem Markt sind wir von diesen Vorgaben unangetastet und haben hierdurch einen erheblichen Wettbewerbsvorteil, weil wir die Ware handeln können, welche wir handeln wollen und nicht die, die ein OEM z. B. aufgrund von EU-Emissionsverordnungen handeln muss. In sämtlichen Marktbereichen und auch im Handel mit sämtlichen Antriebskonzepten können wir aufgrund unserer aktiven Marktbeobachtung jederzeit sehr schnell auf etwaige Veränderungen reagieren. Hierbei helfen uns unsere bewährten Systeme zur fortlaufenden Einwertung unserer Bestände. In Kombination mit unseren kurzen Standzeiten und aktivem Risikomanagement sind wir sehr flexibel. Durch unsere im gesamten Unternehmen sehr flachen Hierarchien sind wir in der Lage, sämtliche Geschäftspolitischen Entscheidungen wie z. B. Nachlässe bei einzelnen Geschäften oder Entscheidungen über interessante Zukäufe, schnell, nachhaltig und fachlich fundiert zu treffen. Insbesondere diese schnellen Entscheidungen in Kombination mit gut entwickelten Einkaufsystemlandschaften werden uns bei der aktuellen und zukünftig zu erwartenden Marktsituation (deutlich mehr Ware auf dem Markt) dabei helfen, die Interessantesten und Margenstärksten Fahrzeuge einkaufen zu können. Insbesondere unter Berücksichtigung der erheblichen Investitionen im GJ 2023 sowie den fortlaufend schwierigen externen Einflüssen sind wir mit unserem Jahresergebnis sehr zufrieden. Die bisher vorliegenden Zahlen des Geschäftsjahres 2024 geben Anlass dazu, nochmals eine Umsatzsteigerung von >15 % im GJ 2024 im Vergleich zum GJ 2023 zu erwarten. Darüber hinaus werden aktuell erneut erhebliche Flächenerweiterungsmaßnahmen ergriffen. Unter anderem wurden zwei Immobilien erworben, welche weitere Kapazitäten für Fahrzeugabwicklung und Fahrzeuglagerung bieten.
Hagen, 16.07.2024 Maximilian Reinhardt, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Die Reinhardt Automobile GmbH hat ihren Sitz in Hagen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hagen unter HR B 10925 eingetragen. 2. ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a sowie §§ 264 bis 288 HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind beibehalten worden. 3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Vermögens- und Schuldposten sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen gemäß § 253 HGB bewertet worden. Dabei wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und sofern sie der Abnutzung unterliegen abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert worden. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibung erfolgt bei Zugängen pro rata temporis. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Vorräte wurden mit den individuellen Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Die Anschaffungskosten der Ersatzteile wurden nach der gleitenden Durchschnittsmethode ermittelt. Der Fahrzeugbestand wurde unter den Vorräten ausgewiesen. Hinsichtlich der Gebrauchtwagen wurde der niedrigere beizulegende Wert durch entsprechende Abschläge ermittelt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind zum Nominalwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die im Geschäftsjahr verausgabten bzw. vereinnahmten Beträge, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum in folgenden Geschäftsjahren darstellen, wurden als Rechnungsabgrenzungsposten aktivisch abgegrenzt und zeitanteilig aufgelöst. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Verbindlichkeiten entsprechen jeweils ihrem Erfüllungsbetrag. 4. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GUV 4.1. Sachanlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Sachanlagevermögens ist im folgenden Anlagespiegel dargestellt:
4.2. Steuerrückstellungen Die im Geschäftsjahr ausgewiesenen Steuerrückstellungen betreffen die noch nicht abgerechnete Steuerzahlungen des Vorjahres:
4.3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie decken alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und Unwägbarkeiten ab. 4.4. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten und deren Fälligkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
4.5. Haftungsverhältnisse Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestehen nicht. 4.6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es liegen keine angabepflichtigen Sachverhalte nach § 285 Nr. 3 HGB vor. Folgende nach § 285 Nr. 3a HGB anzugebende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen sind für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung: a) Mietverpflichtungen für das Gebäude mit einem Gesamtbetrag von TEUR 672
b) Leasingverpflichtungen für Büro- und Geschäftsausstattung in Höhe von ca. TEUR 51 c) Mietverpflichtungen für eine Grundstück in Höhe von TEUR 55
4.7. Angaben zu den Umsatzerlösen Von den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 45.183 entfallen TEUR 23.462 auf regelbesteuerte Gebrauchtfahrzeuge, TEUR 10.573 auf differenzbesteuerte Gebrauchtfahrzeuge, TEUR 9.723 auf innergemeinschaftliche Fahrzeuglieferungen, TEUR 1.235 auf Ausfuhrlieferungen in Drittländer, TEUR 182 auf Provisionserlöse und TEUR 8 auf sonstige Umsatzerlöse. 4.8. Angaben zu den sonstigen betrieblichen Erträgen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Versicherungsentschädigungen, Zuschüsse, Erstattungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz, verrechnete sonstige Sachbezüge und Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen enthalten. 4.9. Ergebnisabführungsvertrag Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Reinhardt Holding GmbH. 5. SONSTIGE ANGABEN 5.1. Nachtragsbericht Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. 5.2. Beschäftigtenzahl Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt: • 28 Angestellte, • 7 Auszubildende. 5.3. Geschäftsführung Zum Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Maximilian Reinhardt, Kaufmann, Hagen, bestellt. Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nimmt die Gesellschaft die Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. 5.4. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Geschäftsführer schlägt vor, das Jahresergebnis aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Reinhardt Holding GmbH an diese GmbH abzuführen. Der Jahresabschluss wurde am 16.08.2024 festgestellt.
Hagen, 16. August 2024 Reinhardt Automobile GmbH, Hagen gez. Maximilian Reinhardt, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.08.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Reinhardt Automobile GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Reinhardt Automobile GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Reinhardt Automobile GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Hagen, 30. September 2024 Arldt, Wirtschaftsprüfer |
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