Omexom Energy Projects GmbH

EUREF-Campus 12, 10829 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 203114
Vorher
aptus 1405. GmbHConverse Energy Projects GmbHActemium Energy Projects GmbH
Eingetragen
22.1.2019
Branche
Herstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Gegenstand
Die Bereitstellung von Projektlösungen für die Energieversorgung mit Nieder- und Mittelspannung in Deutschland

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Karsten Huttel
seit 3.2.2026
Prokura
Markus Popp
seit 3.2.2026
Geschäftsführer
Oliver Kühn
seit 3.2.2026
Prokura
Christian Schiebeck
seit 3.2.2026
Prokura
Prokura
Uwe Jäger
seit 3.2.2026
Prokura
Ivonne Dutschke
seit 27.10.2025
Prokura
Stephanie Hock
seit 6.1.2025
Prokura
Michael Herbst
seit 6.1.2025
Prokura
Christoph Ritter
seit 31.1.2024
Prokura
Maik Bar
seit 31.1.2024
Prokura
Carsten Treucker
seit 23.2.2021
Prokura
Thomas Steck
seit 23.2.2021
Prokura
Ella Akan
seit 23.2.2021
Prokura
Jens Roseneck
seit 12.12.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH
Germany
500.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Actemium Energy Projects GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Actemium Energy Projects GmbH gehört zum Konzernkreis der VINCI S.A., Nanterre (Frankreich).

Als Dienstleister und Systemintegrator mit Schwerpunkt sowohl in der Industrie, im Infrastrukturbereich als auch im Bereich der Energieversorger ist die Actemium Energy Projects GmbH dezentral organisiert und erreicht damit eine breite Marktabdeckung in Deutschland. Der Sitz der Gesellschaft ist in Berlin.

Die Actemium Energy Projects GmbH hat drei Vertriebsregionen, die intern auch als separate Geschäftseinheiten (Divisionen) geführt werden. Die Division Nord-Ost hat ihr Hauptbüro in Berlin, die Division West in Seligenstadt (ab 01. Januar 2022 in Frankfurt/Main) und die Division Süd hat ihr Hauptbüro in Mannheim. Neben den Hauptbüros ist die Gesellschaft an 19 weiteren Standorten in Deutschland tätig.

Die wesentlichen Geschäftsgebiete der Actemium Energy Projects GmbH liegen im Bereich der kompletten schlüsselfertigen Neu-Installation von Energieversorgungsanlagen im Nieder-/Mittel- und teilweise im Hochspannungsbereich, inklusive Umbauten in Gebäuden, teilweise Errichtung von Gebäuden, Montagen, Inbetriebnahmen, Bauleitung und Erdarbeiten. Zusätzlich bietet die Actemium Energy Projects GmbH Serviceleistungen wie die Wartung, Erweiterung / das Retrofit von bestehenden Energieversorgungsanlagen an.

Die für das Lösungsportfolio benötigten Produkte verschiedener Hersteller beschafft sich die Actemium Energy Project GmbH auf dem freien Markt. Bevorzugter Partner ist dabei die Schneider Electric GmbH. Die Gesellschaft hat eine langfristige Kooperation als Solution Partner der Schneider Electric mit der Schneider Electric GmbH geschlossen.

2. Forschung und Entwicklung

Als Systemintegrator tätigt die Gesellschaft keine eigene Produktentwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nachdem die Wirtschaftsleistung im Sommer 2021 trotz zunehmender Liefer- und Materialengpässe wieder gewachsen war, wurde die Erholung der deutschen Wirtschaft durch die vierte Corona-Welle und erneute Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen zum Jahresende gestoppt. Das BIP stieg in 2021 um 2,9%. Die Lieferengpässe und die Verschlechterung der Corona-Situation zum Jahresende haben das Wachstum 2021 gebremst. 1

Die zunächst erwartete kräftige Erholung für das Jahr 2022 verschiebt sich weiter nach hinten. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind wahrscheinliche Folgen. Insbesondere in der Europäischen Union wird sich das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für einige Mitgliedstaaten dar. Nicht zuletzt können ein Lieferstopp oder ein Importembargo für russische Energieträger nicht ausgeschlossen werden.

Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust. Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemiewellen fallen aber zunehmend geringer aus. Dagegen verschärfen der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Diese angebotsseitigen Schwierigkeiten treffen voraussichtlich noch auf eine weiterhin robuste Konsumnachfrage. Insbesondere die kontaktintensiven Dienstleistungen dürften sich im Sommerhalbjahr 2022 weiter erholen. Im Zuge einer weiteren Normalisierung der Konsumstruktur zwischen Gütern und Dienstleistungen sollten zumindest die pandemiebedingten Engpässe im Verlauf des Jahres an Einfluss verlieren. Wachstumsimpulse dürften durch den teilweisen Abbau ungeplanter pandemiebedingter Ersparnisse und einen soliden Arbeitsmarkt entstehen. Der Sachverständigenrat prognostiziert im Euro-Raum für die Jahre 2022 und 2023 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts ( BIP) von jeweils 2,9 %. Für die Prognose unterstellt der Sachverständigenrat, dass die Energiepreise im Prognosezeitraum erhöht bleiben, es jedoch nicht zu einem Stopp russischer Energielieferungen kommt. Das deutsche BIPdürfte im Jahr 2022 um 1,8 % und im Jahr 2023 um 3,6 % zulegen. Der Sachverständigenrat erwartet für den Euro-Raum Inflationsraten von 6,2 % und 2,9 % (HVPI) in den Jahren 2022 und 2023 und von 6,1 % und 3,4 % (VPI) für Deutschland. Die große Abhängigkeit von russischen Energielieferungen birgt das erhebliche Risiko einer geringeren Wirtschaftsleistung bis hin zu einer Rezession bei gleichzeitig deutlich höheren Inflationsraten.

Aufgrund von Großaufträgen hat die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im Dezember 2021 nochmals 34,1% mehr neue Bestellungen eingesammelt als im Vorjahr. Die Inlandsorders erhöhten sich im letzten Monat des vergangenen Jahres um 42,0% und die Auslandsorders um 27,6%. Aus dem Euroraum gingen 19,8% mehr Aufträge ein als noch im Dezember 2020. Kunden aus Drittländern steigerten ihre Bestellungen um 32,0%. Für das gesamte Jahr 2021 steht damit ein Bestellplus von 23,9% in den Büchern. Die Auftragseingänge aus dem Inland wuchsen um ein Fünftel (+20,1%) und die aus dem Ausland um 27,0%. Für 2022 rechnet der ZVEI mit einem realen Produktionswachstum von 4%. Das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie ist auch zu Jahresbeginn gestiegen. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen im Januar 2022 nochmals deutlich besser aus als im Dezember 2021. 60% der Branchenfirmen bewerteten ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation im Januar als gut. 31% stuften sie als stabil und 9% als schlecht ein. Was die nächsten sechs Monate betrifft, so gingen 26% der Elektrounternehmen von expandierenden Geschäften aus. 66% erwarteten gleichbleibende und 8% nachlassende Aktivitäten. 2

Aufgrund der Einflüsse durch die Pandemie kommt es hin und wieder zu Verzögerungen bei den Auftragsabwicklungen. Insbesondere der Preisanstieg bei den Materialien und die verlängerten Lieferzeiten beeinflussen das Projektgeschehen und führen zu verlängerten Projektlaufzeiten.

2. Geschäftsverlauf

Für die Steuerung des Unternehmens werden sowohl der Auftragseingang als auch das Ergebnis nach Steuern als Kenngröße verwendet. Beide finanziellen Leistungsindikatoren sind für den finanziellen Erfolg der Gesellschaft geeignete Kenngrößen, die insbesondere die Langfristigkeit des Projektgeschäfts und die Qualität der Projektsteuerung abbilden.

Der Auftragseingang 2021 liegt mit 182,2 Mio EUR leicht unter unseren Erwartungen jedoch 49% über dem Vorjahr. Die Investitionsneigung unserer Kunden bleibt auf ähnlichem Niveau wie im vergangenen Jahr, jedoch gestaltet sich der Vergabeprozess aufgrund des Pandemiegeschehens langwieriger, was zu Verzögerungen bei den Vergaben führte. Die Unabhängigkeit bei der Produktwahl für Zulieferprodukte hat einen erheblichen Spielraum bei der Geschäftsentwicklung zugelassen. Die Actemium Energy Projects GmbH hat seit der Integration in den VINCI Konzern Geschäftsfelder entwickelt, die in der Historie nicht oder nur nachrangig angegangen wurden.

Das Jahresergebnis vor Verlustausgleich für das Geschäftsjahr 2021 beträgt 1.852 TEUR und liegt damit deutlich über dem erwarteten Ergebnis in Höhe von -3.750 TEUR).

Der Geschäftsverlauf ist trotz des Einflusses der Pandemie als stabil zu bewerten und wird von uns insoweit auch insgesamt als zufriedenstellend beurteilt.

3. Lage

a ) Ertragslage

Die Actemium Energy Projects GmbH hat im Geschäftsjahr 2021 einen Auftragseingang in Höhe von MEUR 182,3 erzielt. In den einzelnen Unternehmensbereichen stellt sich die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahresgeschäftsjahr (2020) wie folgt dar:

31.12.2021 31.12.2020
MEUR % MEUR %
   
Division Nord-Ost 60,3 33,1% 48,0 39,3%
Division West 80,6 44,2% 43,4 35,6%
Division Süd 41,4 22,7% 30,6 25,1%
182, 3 100,0% 122,0 100,0%

Der Auftragsbestand der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag EUR 257,5 Mio.

Die Umsatzverteilung auf die Unternehmensbereiche ist im Folgenden tabellarisch aufgeführt:

31.12.2021 31.12.2020
MEUR % MEUR %
Division Nord-Ost 78,3 42,1% 39,3 35,5%
Division West 61,3 33,0% 50,2 45,3%
Division Süd 46,3 24,9% 21,2 19,2%
185, 9 100,0% 110, 7 100,0%

Die Umsatzlegung erfolgt nach HGB auf der Basis der Completed-Contract-Methode, sodass Umsätze erst nach Abschluss und Abnahme festgelegter Leistungen durch den Kunden fakturiert werden können. Der Umsatzanstieg ist zum einen auf den Abschluss einiger Großprojekte und zum anderen auf die Ausweitung der Geschäftsfelder zurückzuführen. Durch die Produktunabhängigkeit ist es unter dem neuen Eigner gelungen, Projekte erfolgreich anzugehen, die in der Vergangenheit nicht erreichbar waren.

2021 2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 185.832 119,8 110.833 96,9 74.999 67,7
Bestandsveränderung -30.763 -19,8 3.521 3,1 -34.284 -973,7
Andere aktivierte Eigenleistungen 38 0,0 0 0,0 38 100,0
Gesamtleistung 155.107 100,0 114.354 100,0 40.752 35,6
Materialaufwand -116.364 -74,9 -96.634 -84,5 -19.730 20,4
Personalaufwand -30.121 -19,4 -27.715 -24,2 -2.406 8,7
Abschreibungen -10.884 -7,0 -5.305 -4,7 -5.579 105,2
Sonstiger betrieblicher Aufwand -12.674 -8,2 -11.226 -9,8 -1.448 12,9
Aufwendungen für die Betriebsleistungen * -170.043 -109,6 -140.880 -123,2 -29.163 20,7
Sonstige betriebliche Erträge 14.411 9,3 6.066 5,3 8.345 137,6
Betriebsergebnis -52 6 -0,3 -20.460 -17,9 19.935 -97,4
Zinsergebnis -592 -0,4 -546 -0,5 -46 8,5
Ergebnis vor Steuern -1.118 -0,7 -21.006 -18,4 19.888 -94,7
Steuern von Einkommen und Ertrag -532 -0,3 0 0,0 -532 100,0
Ergebnis nach Steuern -1.649 -1,1 -21.006 -18,4 19.357 -92,1
Sonstige Steuern -202 -0,1 -94 -0,1 -108 114,9
Jahresergebnis vor EAV -1.85 2 -1,2 -21.100 -18,5 19.249 -91,2
* ohne sonstige Steuern

Die Bestandsveränderung erklärt sich im Wesentlichen durch die Abrechnung mehrerer größerer Projekte.

Der Materialaufwand resultiert mit TEUR 116.364 im Wesentlichen aus dem Materialverbrauch zur Ausführung der Projekte.

Die Steigerung im Personalaufwand resultiert im Wesentlichen aus den Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie aus der Einstellung von Mitarbeitern.

Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 10.884 resultieren im Wesentlichen aus der Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwertes in Höhe von TEUR 10.478 Die Abschreibungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes wurde von 15 Jahren auf 10 Jahre verkürzt. Daraus ergibt sich eine zusätzliche Abschreibung in Höhe von TEUR 2.934 und eine Erhöhung der jährlichen planmäßigen Abschreibung um TEUR 2.515 auf TEUR 7.544.

Das Betriebsergebnis (TEUR -526) wurde durch diese Sachverhalte wesentlich geprägt. Wir verweisen auch auf unsere Ausführungen zum Geschäftsverlauf.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten mit TEUR 5.250 eine Auflösung einer Rückstellung für Haftungs- und Prozessrisiken für eine Abnahmeverpflichtung, die erfüllt werden konnte sowie die Auflösung von Rückstellungen für andere Projektrisiken in Höhe von TEUR 3.510.

Das Jahres ergebnis beträgt TEUR -1.852 und ist vom Gesellschafter aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags auszugleichen. Durch höhere Umsatzerlöse und einem niedrigeren prozentualen Material- und Personaleinsatz im Vergleich zu 2020 konnten wir das Jahresergebnis um TEUR 19.248 verbessern.

b) Finanzlage

Liquidität

Am Ende des Geschäftsjahres 2021 verfügt die Gesellschaft über ein Cashpoolgutaben bei der Gesellschafterin von TEUR 64.371 (Vorjahr TEUR 12.422) und über Guthaben bei Kreditinstituten von TEUR 258 (Vorjahr TEUR 678).

Die Gesellschaft finanziert sich aus den Umsatzerlösen und für die laufenden Projekte überwiegend aus den projektbezogenen erhaltenen Anzahlungen.

Die bilanzielle Kapitalstruktur speist sich aus Quellen der Innen- und Eigenfinanzierung, sodass keine konzernfremden Finanzierungen zur Deckung herangezogen werden mussten. Die Fähigkeit unserer Gesellschaft, ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können, war zu keiner Zeit gefährdet, und ist auch für das kommende Geschäftsjahr nahezu gesichert.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber 2020 um TEUR 35.821 auf TEUR 159.139 erhöht.

31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 59.137 37,2 69.625 56,4 -10.488 -15,1
Sachanlagevermögen 1.238 0,8 824 0,7 414 50,2
Langfristig gebundenes Vermögen 60.375 38,0 70.449 57,1 -10.074 -14,3
Vorräte 2.046 1,3 1.083 0,9 963 89,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29.350 18,4 17.088 13,9 12.262 71,8
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 66.816 42,0 33.553 27,2 33.263 100,0
Sonstige Vermögensgegenstände 294 0,2 467 0,4 -173 -37,0
Flüssige Mittel 258 0,2 678 0,5 -420 -61,9
Kurzfristig geb. Vermögen und flüssige Mittel 98.764 62,0 52.869 42,9 45.895 86,8
159.139 100,0 123.318 100,0 35.821 29,0

Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich im Wesentlichen aufgrund der planmäßigen Abschreibung des Firmenwertes vermindert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um TEUR 12.262 auf TEUR 29.350 erhöht.

Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 66.816 die Gesellschafterin und entfallen mit TEUR 64.371 auf das Cashpool-Guthaben, mit TEUR 1.852 auf den Verlustausgleichsanspruch und mit TEUR 593 auf die verbundenen inländischen Forderungen.

31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital 500 0,3 500 0,4 0 0,0
Kapitalrücklage 37.051 23,3 37.051 30,0 0 0,0
Eigenkapital 37.551 23,6 37.551 30,4 0 0,0
Rückstellungen für Pensionen u.ä.      
Verpflichtungen 3.604 2,3 3.214 2,7 390 12,1
Steuerrückstellungen 388 0,2 2 0,0 386 19.299,0
Sonstige Rückstellungen 47.726 30,0 40.479 32,9 7.247 17,9
Rückstellungen 51.718 32,5 43.695 35,6 8.023 18,4
Erhaltene Anzahlungen auf      
Bestellungen 61.778 38,8 34.259 27,8 27.519 80,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen      
und Leistungen 4.382 2,8 1.940 1,5 2.442 125,9
Verbindlichkeiten gegenüber      
verbundenen Unternehmen 2.820 1,8 3.359 2,7 -539 -16,0
Sonstige Verbindlichkeiten 888 0,6 2.514 2,0 -1.626 -64,7
Verbindlichkeiten 69.869 44,0 42.072 34,0 27.797 66,1
159.139 100,0 123.318 100,0 35.821 29,0

Der Posten Eigenkapital beinhaltet per 31. Dezember 2021 das Stammkapital i. H. v. TEUR 500 und die Kapitalrücklage i. H. v. TEUR 37.051. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme von 30,4 % auf 23,6 % zurückgegangen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich im Wesentlichen durch die Aufzinsung um TEUR 372 auf TEUR 3.604 erhöht.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen auf Grund der Rückstellungen für fehlende Selbstkosten (TEUR +8.031) und der Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten (TEUR -5.173) aufgrund einer Auflösung einer Rückstellung für Haftungs- und Prozessrisiken für eine Abnahmeverpflichtung, die erfüllt werden konnte um TEUR 7.247 auf TEUR 47.726 gestiegen.

Die erhaltenen Anzahlungen übersteigen die unfertigen Leistungen um TEUR 61.778.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbezogen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.442 erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen neben Lieferungen und Leistungen mit TEUR 1.070 sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.750.

4. Nichtf inanzielle Leistungsindikatoren

Organisation, Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft richten sich nach Grundsätzen des VINCI-Konzerns. Es wird großer Wert darauf gelegt, dass jede Konzerngesellschaft ausreichend Autonomie sowohl in der Definition und Umsetzung der Strategie als auch im kurzfristigen operativen Geschäft behält. Dies fördert den Unternehmergeist und die Reaktionsbereitschaft. Eingebettet in Werte wie Solidarität, Vertrauen und Verantwortung gilt immer der Grundsatz Ertrag vor Volumen.

Für die Gesellschaft ist die Gesundheit der Mitarbeiter, auf die sich die Betriebsleistung stützt, ein hohes Gut. In der VINCI-Gruppe ist die UH1-Kennzahl (Unfallhäufigkeitswert), die sich aus der Anzahl der Unfälle ≥ 1 Tag Arbeitszeitausfall, multipliziert mit 1 Mio. Stunden und dividiert durch die Anzahl der insgesamt geleisteten Stunden errechnet, die wichtigste Kennzahl zum Thema Arbeitssicherheit. In Summe liegt der UH1-Wert für die Actemium Energy Projects bei 6,13 (Vj. 6,52). Das Ziel -Null Unfälle - wird auch in 2022 ein sehr wichtiges Ziel der Gesellschaft bleiben.

III. Prognosebericht

Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen der Geschäftsführung und sind naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Die gute Entwicklung in 2021 hat sich fortgesetzt. Der bisherige Auftragseingang des Geschäftsjahres 2022 ist auf einem hohen Niveau. Im Vergleich zum Berichtsjahr 2021 erwarten wir einen Rückgang. Im Geschäftsjahr 2021 gab es einige Sondereffekte aufgrund einer erhöhten Investitionsneigung in der Pharmaindustrie aufgrund der COVID-Pandemie. Für das gesamte Geschäftsjahr prognostizieren wir einen Auftragseingang in Höhe von ca. EUR 162 Mio.

Im Hinblick auf die aktuelle Entwicklung in der Corona-Krise haben wir sämtliche für uns erkennbaren Maßnahmen ergriffen, um die bestehenden Prognosen zu halten. Durch unsere Tätigkeit im systemrelevanten Bereich der Infrastrukturen versuchen wir in Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern und Kunden die Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten. Hierbei unterstützen uns die dezentrale Struktur und die aufgestellten Notfallpläne. Der Ausblick unterstellt, dass sich die derzeitigen Auswirkungen der Corona-Krise auf unsere Unternehmung nicht weiter verschlechtern.

Zusätzlich dürfte die militärische Intervention Russlands in der Ukraine die Lieferengpässe und Kostensteigerungen beim Material und der Energie verschärfen. Hier rechnen wir mit einer teilweisen Kompensation durch unsere Kunden, sowie mit zusätzlichen Projekten, um die priorisierte Energiewende und angestrebte Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern voran zu treiben. Eine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage lässt sich aber nicht ausschließen. Das Risiko und der Einfluss auf die Gesellschaft bezüglich unserer Projekte mit Bezug zu Russland, welche wir bereits im Bestand haben, beziffern wir derzeit als nicht wesentlich.

Im Geschäftsjahr 2022 rechnen wir mit einer Ergebnisverbesserung gegenüber dem Berichtsjahr 2021 und prognostizieren ein ausgeglichenes Jahresergebnis. Durch die Änderung der Abschreibungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes im Geschäftsjahr 2021 war das Ergebnis im Geschäftsjahr 2021 außergewöhnlich belastet.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Als Folge der anhaltenden Corona-Pandemie und der gestiegenen Risiken hinsichtlich der Inflation und Lieferketten aufgrund der militärischen Intervention Russlands in der Ukraine, wird mit einer Verzögerung der Erholung der deutschen Wirtschaft für 2022 gerechnet.

Der Einfluss der weiterhin anhaltenden Corona-Pandemie auf die Actemium Energy Projects GmbH hielt sich bisher in Grenzen, die weitere Entwicklung ist dennoch final nicht abschätzbar.

Drohende Inflationsrisiken betreffend der Preise auf dem Material- und Leistungsmarkt werden von uns engmaschig beobachtet. Die Entwicklungen der Preise werden bei der Preisgestaltung unserer Angebote berücksichtigt. Hier besteht insbesondere das Risiko, dass Preissteigerungen bei Zeitverzug der Materialbestellungen nicht zu 100% an unsere Kunden weiter gegeben werden können.

Geopolitische Risiken, wie beispielsweise die militärische Intervention Russlands in der Ukraine, die Verschärfung von Handelskonflikten oder außenpolitische Konflikte können die Rahmenbedingungen für unsere Gesellschaft negativ beeinträchtigen und zu einem operativen Betriebs- und Ertragsrisiko führen.

Eine Auswirkung auf die Investitionsneigung aufgrund der vorgenannten Sachverhalte ist bei unseren Kunden derzeit noch nicht zu beobachten.

Insgesamt wird das gesamtwirtschaftliche Risiko von uns als mittleres Risiko bewertet.

Branchenspezifische Risiken

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist im Wesentlichen geprägt durch Kalkulations-, Kredit- und Ausführungsrisiken. Unsere Gesellschaft begegnet diesen Risiken, indem vor der Angebotsabgabe, eine umfassende Risikoevaluierung der potentiellen Aufträge durchführt wird. In diesem Zusammenhang wird die Bonität der potentiellen Kunden überprüft sowie das Risikoprofil eines potentiellen Projektes bewertet. Diese Bewertung ist die Grundlage für eine Entscheidung, ob ein Angebot abgegeben wird. Während der Ausführungsphase werden regelmäßige Projektreviews durchgeführt, in denen individuelle Projektrisiken besprochen sowie Maßnahmen zur Risikominimierung festgelegt werden. Die Auswirkung wird entsprechend monetär bewertet und in der laufenden Projektkalkulation berücksichtigt.

Dieser Prozess wird im Unternehmen durchgehend gelebt und ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie, welche eine transparente Darstellung der Aufträge und deren Abwicklung vorgibt.

Insgesamt wird das branchenspezifische Risiko von uns als niedriges Risiko bewertet.

Ertragsorientierte Risiken

Ertragsorientierte Risiken bestehen im Zusammenhang mit der Projektabwicklung. Diese Risiken resultieren im Wesentlichen aus Fertigungsmängeln sowie Fristen- und Kostenüberschreitungen. Daher existiert im Rahmen der Akademie der Muttergesellschaft VINCI Energies Deutschland GmbH ein Ausbildungsprogramm, das sich über eine kontinuierliche Schulung schwerpunktmäßig an Projekt- und Bauleiter wendet. Dieses Ausbildungsprogramm ist als integrativer Teil des Projektgeschäftes verankert, um in der Projektausführung den verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die notwendige Kompetenz zu vermitteln und zu vertiefen.

Ertrags- und liquiditätswirksame Fehlentwicklungen werden dadurch möglichst früh erkannt und ihnen wird entsprechend gegengesteuert.

Ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften am Markt ist derzeit in nahezu allen Bereichen zu beobachten. Dies führt zur Verlangsamung des weiter angestrebten organischen Wachstums. Aus diesem Grund erhöhen wir den Fokus auf die Ausbildung von Fachkräften und auf die verstärkte Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen und einem Kapazitätsausgleich bei gleichzeitiger Akquise von Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt.

Insgesamt wird das ertragsorientierte Risiko von uns als niedriges Risiko bewertet.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft finanziert sich über erhaltene Anzahlungen. Die Gesellschaft ist über die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main in den Cash-Pool-Verbund der VINCI integriert.

Währungsrisiken bestehen aufgrund größtenteils nationaler Beauftragungen in Euro-Valuta nur in sehr geringem Umfang. Außerhalb der Eurozone werden Währungsrisiken, wenn nötig, durch Devisentermingeschäfte abgesichert.

Insgesamt wird das finanzwirtschaftliche Risiko von uns als niedriges Risiko bewertet.

2. Chancenbericht

Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch interne Ablauf-, Risiko- und Qualitätskontrollen durch.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Als Chance nehmen wir die breite Marktpräsenz des VINCI-Konzern wahr. Daraus ergeben sich aus unserer Sicht viele Anknüpfungspunkte bei Kunden, bei denen die Actemium Energy Projects GmbH heute noch nicht präsent ist. Zusätzlich sehen wir vielfältige Zusammenarbeitsmöglichkeiten mit den Konzerntöchtern entlang der Wertschöpfungskette wie z.B. im Bereich der Betonstationen, der Automatisierungstechnik sowie im Bereich von Montagen und Serviceleistungen.

Über die Entwicklung des europäischen Energiesystems besteht derzeit noch Unsicherheit. Es kristallisieren sich drei mögliche Szenarien heraus. Jedes Szenario ist auf die schwerpunktmäßige Nutzung eines Energieträger fokussiert: i) das vorrangig elektrische System, ii) ein wasserstoffdominiertes System, iii) ein System, in dem synthetisches Gas eine zentrale Rolle spielt. Der Bedarf elektrischer Energie ist für alle diese Szenarien elementar und wird in zwei Dimensionen sichtbar. Zum einen bei der Verwendung von Elektrizität in der Endenergienutzung und zum anderen bei der Einführung von Wasserstoff und synthetischem Gas, die mit Hilfe von elektrischer Energie hergestellt werden. 3 Der dadurch steigende Bedarf wird aus unserer Sicht eine Steigerung der Investitionen in die Energieerzeugung und -verteilung nach sich ziehen, von der die Gesellschaft partizipieren möchte.

Den fortschreitenden Druck in Deutschland, sich von der Abhängigkeit vom russischen Energiemarkt zu lösen, sehen wir als weitere Chance für Wachstum. Daraus resultieren eine steigende Zahl von Investitionen in den Bereichen Wasserstoff und im Bereich der erneuerbaren Energien.

3. Gesamtaussage

Es sind bis zum heutigen Tage keine finanziellen oder operativen Risiken identifiziert worden, die ein entwicklungsbeeinträchtigendes oder bestandsgefährdendes Potenzial darstellen würden, sodass die Unternehmensfortführung als gesichert angesehen werden kann.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Eigenmitteln und Lieferantenkrediten.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

 

Berlin, den 29.04.2022

Die Geschäftsführung
Jens Roseneck
Harald Friedrich

1 vgl. destatis, Pressemitteilung Nr. 74 vom 25.02.2022
2 vgl. ZVEI-Konjunkturbarometer, Ausgabe Februar 2022Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Januar 2021
3 DIW Wochenbericht Nr.6/2022

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

  31.12.2021 31.12.2020
 
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Software 39.518,80 49.201,92
2. Geschäfts- oder Firmenwert 59.097.191,81 69.575.417,31
  59.136.710,61 69.624.619,23
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf Fremden Grundstücken 5.276,13 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 454.994,43 302.918,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-    
ausstattung 693.506,75 521.185,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 84.031,61 0,00
  1.237.808,92 824.103,69
  60.374.519,53 70.448.722,92
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 45.975,40 0,00
2. Unfertige Leistungen 93.882.349,37 124.645.745,03
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -93.882.349,37 -124.645.745,03
4. Geleistete Anzahlungen 2.000.521,39 1.082.407,07
  2.046.496,79 1.082.407,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29.349.570,73 17.088.291,65
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 66.815.508,01 33.553.342,51
3. Sonstige Vermögensgegenstände 294.394,14 467.314,37
  96.459.472,88 51.108.948,53
III. Guthaben bei Kreditinstituten 258.449,71 677.856,06
  98.764.419,38 52.869.211,66
  159.138.938,91 123.317.934,58

Passiva

  31.12.2021 31.12.2020
 
A. Eigenkapital    
I Stammkapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 37.051.266,11 37.051.266,11
  37.551.266,11 37.551.266,11
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche    
Verpflichtungen 3.603.900,00 3.214.002,00
2. Steuerrückstellungen 387.980,33 2.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 47.726.322,28 40.478.747,17
  51.718.202,61 43.694.749,17
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 61.778.351,58 34.258.943,78
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.382.470,86 1.940.061,92
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.820.442,02 3.358.980,08
4. Sonstige Verbindlichkeiten 888.205,73 2.513.933,52
(davon aus Steuern € 830.151,92, Vorjahr € 721.395,11)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 27.462,06,    
Vorjahr € 7.586,38)    
  69.869.470,19 42.071.919,30
  159.138.938,91 123.317.934,58

Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

    2021 2020
   
1. Umsatzerlöse 185.831.569,04 110.833.416,95
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an und unfertigen Leistungen -30.763.395,66 3.520.867,04
3. andere aktivierte Eigenleistungen 37.804,99 0,00
    155.105.978,37 114.354.283,99
4. Sonstige betriebliche Erträge 14.411.380,44 6.066.011,26
5. Materialaufwand    
  a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -95.659.952,88 -79.790.755,71
  b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -20.704.016,56 -16.843.337,43
    -116.363.969,44 -96.634.093,14
6. Personalaufwand    
  a) Löhne und Gehälter -25.177.046,15 -23.501.808,10
  b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersver-    
  sorgung und für Unterstützung -4.943.743,86 -4.213.352,00
  (davon für Altersversorgung € 308.253,69, Vorjahr € 0,00)    
    -30.120.790,01 -27.715.160,10
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-    
  gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -10.883.535,09 -5.304.657,34
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.674.499,06 -11.226.151,04
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -592.412,08 -545.589,86
  (davon Aufwand aus Aufzinsung € 366.198,00, Vorjahr € 355.151,00)    
  (davon an verbundene Unternehmen € 95,74, Vorjahr € 13.931,80)    
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -531.623,56 0,00
11. Ergebnis nach Steuern -1.649.470,43 -21.005.356,23
12. Sonstige Steuern -202.035,86 -94.224,12
13. Erträge aus Verlustübernahme 1.851.506,29 21.099.580,35
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

A. Allgemeine Information

Alleinige Gesellschafterin der Actemium Energy Projects GmbH mit Sitz in Berlin ist die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg unter Registernummer HRB 203114 registriert.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung in den aktuellen Fassungen aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den handelsrechtlichen Grundsätzen. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Bewertungsgrundsätze hinsichtlich des Geschäfts- oder Firmenwertes geändert.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die entgeltlich von Dritten erworbene Software wird zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer über drei Jahre linear pro rata temporis abgeschrieben. Der im Rahmen einer Sachzuzahlung im Geschäftsjahr 2019 erworbene Geschäfts- oder F irmenwert wird ab diesem Geschäftsjahre über 10 Jahre linear abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen pro rata temporis angesetzt. Die Anschaffungskosten enthalten die Fremdkosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten, Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

− Technische Anlagen und Maschinen: 1 bis 15 Jahre
− Betriebs- und Geschäftsausstattung: 2 bis 12 Jahre

Für Anlagegüter, deren Anschaffungskosten € 800,00 nicht übersteigen, wurden in vergangenen Geschäftsjahren jährlich Sammelposten gebildet, die über fünf Jahre abgeschrieben werden. Seit dem Geschäftsjahr 2020 werden diese Anlagegüter im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einschließlich anteiliger Abschreibungen auf das Anlagevermögen berücksichtigt, soweit es der Fertigung dient. Die Herstellungskosten enthalten keine Fremdkapitalzinsen. Aufwendungen für drohende Verluste werden zunächst von den aktivierten Anlagen in Arbeit aktivisch abgesetzt. Für darüberhinausgehende erwartete Verluste werden Rückstellungen gebildet. Die erhaltenen Anzahlungen werden bis zur Höhe der unfertigen Leistungen aktivisch von diesen abgesetzt. Ein darüberhinausgehender Betrag wird passivisch ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Für unverfallbar ausgeschiedene Pensionsberechtigte oder nach Eintritt des Versorgungsfalles wird als Berechnungsmethode der Barwert der künftigen Pensionsleistungen berücksichtigt. Als Finanzierungsendalter wurde das nach dem Rentenreformgesetz 2007 frühestmögliche Rentenbeginnalter angesetzt (zweites Wahlrecht).

Die Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und einem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,87 % p.a. zum 31. Dezember 2021 (Vorjahr 2,31 % p.a.) unter Berücksichtigung einer pauschalen Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit einer Rentendynamik von 1,80 % p.a. (Vorjahr 1,60 % p.a.) und einer durchschnittlichen Fluktuation von 4,5 % p.a. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung mit dem 10-jährigen Durchschnittszins und der Bewertung mit dem 7-jährigen Durchschnittszins gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 401 (Vorjahr TEUR 504). Nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB unterliegt dieser einer Ausschüttungssperre, jedoch keiner Abführungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages auf Vollkostenbasis angesetzt und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen.

Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit-, Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren und nach den Heubeck-Richttafeln 2018 G. Hierbei kamen folgende Bewertungsparameter zum Ansatz:

Altersteilzeit Jubiläum Sterbegeld
2021 2020 2021 2020 2021 2020
Fluktuation Keine Keine 4,50 % 4,50 % 4,50 % 4,50 %
Rechnungszins 1,35 % 1,60 % 1,35 % 1,60 % 1,35 % 1,60 %
Bezüge Dynamik 2,50 % 2,50 % 2,50 % 2,50 % 2,50 % 2,50 %

Verbindlichkeiten werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsvaluten

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip).

C. Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände

Im immateriellen Anlagevermögen ist ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 59.097 (Vorjahr TEUR 69.575) enthalten, der über einen Zeitraum von 10 Jahren linear entsprechend der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben wird. Der im Zuge der Übertragung des Projektgeschäftes entstandene Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert die immateriellen Werte des Kunden- und Marktzugangs sowie das Know-how der übernommenen Mitarbeiter. Die Abschreibungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes wurde aufgrund einer Neubewertung der Verweildauer der Projektmitarbeiter im Unternehmen sowie eine Neubewertung der Stabilität, der Bestandsdauer und dem Lebenszyklus der Produkte in unserer Branche von 15 Jahren auf 10 Jahre verkürzt. Daraus ergibt sich eine zusätzliche Abschreibung in Höhe von TEUR 2.934 und eine Erhöhung der jährlichen planmäßigen Abschreibung um TEUR 2.515 auf TEUR 7.544.

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Vorräte

Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um noch nicht abgerechnete Projektleistungen aus Ingenieurs- und Konstruktionstätigkeiten. Dem Bestand an unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 93.882 (Vorjahr TEUR 124.646) stehen erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 155.661 (Vorjahr TEUR 148.905) gegenüber. Davon werden TEUR 61.778 (Vorjahr TEUR 34.259) passivisch ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Nur die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Gewährleistungseinbehalte in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr TEUR 144) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren sind nicht vorhanden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 593 (Vorjahr TEUR 31) sowie sonstige Forderungen gegen die Gesellschafterin, die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, in Höhe von TEUR 66.223 (Vorjahr TEUR 33.522). Diese betreffen mit TEUR 64.371 (Vorjahr TEUR 12.422) das laufende "Cash-Pooling" und mit TEUR 1.851 (Vorjahr TEUR 21.100) die Verlustausgleichsverpflichtung aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags.

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt zum Stichtag unverändert TEUR 500 und die Kapitalrücklage wie im Vorjahr TEUR 37.051.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen folgende projekt- und personalbezogenen Rückstellungen:

31.12.2021 31.12.2020
Rückstellung für TEUR TEUR 
fehlende Selbstkosten 19.559 11.528 
Haftungs- und Prozessrisiken 7.989 12.715
diverse Projektrisiken 6.678 4.651
(außer Gewährleistung)    
fehlende Eingangsrechnungen 5.275 5.047 
Bonus, außertarifliche Vergütung, Jahresabschlussvergütung 2.468 2.144
Gewährleistung 1.989 1.068
ausstehende Urlaubstage, Überstunden und Gleitzeit 1.219 1.275
sonstige Belegschaft 1.117 767
Altersteilzeit 776 322
Berufsgenossenschaftsbeiträge 428 798
Übrige 228 164
47.726 40.479

Die Rückstellungen für Haftungs- und Prozessrisiken enthält eine Rückstellung für eine Abnahmeverpflichtung in Höhe von TEUR 7.218 (Vorjahr TEUR 12.500), welche voraussichtlich in dem vereinbarten Kooperationszeitraum nicht erfüllt werden kann. Die Rückstellung wurde um TEUR 32 abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten besitzen folgende Restlaufzeiten:

31.12.20 21 bis 1 Jahr über 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR
Erhaltene Anzahlungen 61.778 61.778 0
Vorjahr 34.259 34.259 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.382 4.382 0
Vorjahr 1.940 1.940 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.820 2.820 0
Vorjahr 3.359 3.359 0
Sonstige Verbindlichkeiten 888 888 0
Vorjahr 2.514 2.514 0
Gesamt 69.868 69.868 0
(Vorjahr) 42.072 42.072 0

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 5 Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.070 (Vorjahr TEUR 873) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.750 (Vorjahr TEUR 2.486) von denen TEUR 435 rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

Gegenüber der Gesellschafterin, der VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, bestehen zum Stichtag Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr TEUR 68).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die nicht aus der Bilanz ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen, im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen, betragen für die folgenden:

bis 1 Jahr 1 bis
5 Jahre
größer 5
Jahre
Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
fremde Dritte 1.740 1.398 116 3.254
verbundene Unternehmen 51 172 223

Neben den oben dargestellten finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen existieren weitere finanzielle Verpflichtungen aus Bestellungen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 64.501 davon TEUR 7.591 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2021 2020
TEUR TEUR
Inland 137.991 110.430
Ausland 47.841 403
Gesamt 185.832 110.833
fremde Dritte 183.596 110.523
verbundene Unternehmen 2.236 310
Gesamt 185.832 110.833

Die Umsatzerlöse Ausland untergliedern sich in folgende Ländergruppen:

2021
TEUR
Europa/nicht EU-Länder 40.228
Afrika 7.505
EU-Länder 107
Gesamt 47.840

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erstreckt sich insbesondere auf Dienstleistungen wie Entwicklung, Planung, Engineering, Vertrieb, Montage, Inbetriebsetzung, Wartung von elektrischen Anlagen. Die Gesellschaft bietet Projekt- und Serviceleistungen von der Entwicklung über die Realisierung bis zur Wartung und Instandhaltung. Der Kompetenzschwerpunkt liegt in den Bereichen Industrie, Infrastruktur und Energieversorgungsunternehmen. Die Umsätze betreffen insbesondere Leistungen im Bereich der Energietechnik. Zur internen Steuerung werden die Umsatzerlöse in Gänze betrachtet. Es erfolgt keine Aufteilung in die einzelnen Geschäftstätigkeiten. Wir verweisen auf die ergänzende Darstellung zur Ertragslage im Lagebericht.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen die periodenfremden Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 13.156 (Vorjahr TEUR 4.091) beinhaltet. Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Erträge von TEUR 16 (Vorjahr TEUR 4).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungskursverluste von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 2) enthalten.

E. Sonstige Erläuterungen und Angaben

Ergebnisabführungsvertrag

Zwischen der Actemium Energy Projects GmbH und der VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main, besteht mit Wirkung seit dem 1. Januar 2020 ein Ergebnisabführungsvertrag. Die Actemium Energy Projects GmbH ist daher verpflichtet, den Gewinn an die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH abzuführen. Bei der VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH besteht umgekehrt die Verpflichtung zum Verlustausgleich.

Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da diese Angabe im Konzernabschluss der VINCI S.A. erfolgt, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt des Geschäftsjahres 303 (Vorjahr 274) Mitarbeiter, davon 213 (Vorjahr 206) Angestellte und 91 (Vorjahr 69) gewerbliche Arbeitnehmer. Hierin enthalten waren im Jahr 2021 durchschnittlich 4 (Vorjahr 4) kaufmännische und 5 (Vorjahr 0) gewerbliche Auszubildende.

Organe der Gesellschaft

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung.

Die Geschäftsführung wurde durch nachstehend genannte Geschäftsführer wahrgenommen:

Jens Roseneck, Berlin, Leiter Pôle VED-IEP, Dipl. Ingenieur Energietechnik / Dipl. Wirtschaftsingenieur

Harald Friedrich, Frankfurt, Leiter strategische Entwicklung VED Industrietechnik, Industriekaufmann

Auf die Angabe der Geschäftsführervergütung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält.

Ergebnisverwendung

Entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag ist das Ergebnis in voller Höhe von der Muttergesellschaft auszugleichen.

Nachtragsbericht

Die Folgen der seit Anfang 2020 fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus sind aktuell noch immer nicht final abschätzbar, können sich jedoch auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken und haben sich im Jahr 2020 und 2021 negativ auf die gesamtwirtschaftliche Lage ausgewirkt. Die geopolitischen Ereignisse im Zusammenhang mit der militärischen Intervention Russlands in der Ukraine können einen direkten oder indirekten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Berichtsgesellschaft im Jahr 2022 haben.

In welcher Art und Weise sich die zu erwartenden Einflüsse auf die Entwicklung der Berichtsgesellschaft im Jahr 2022 auswirken, wird fortlaufend untersucht. Hinsichtlich der im Bestand befindlichen Aufträge haben vorgenannte Ereignisse auch im worst case keinen Einfluss auf die Unternehmensfortführung, da für die Risiken eine ausreichende Risikovorsorge getroffen wurde. Die zu erwartende Lieferengpässe und damit verbundene Kostensteigerungen beim Material und der Energie, dürften zu einer allgemeinen Kostensteigerung im Materialbereich führen, inwieweit diese Mehrkosten an die Kunden weitergegeben werden können, kann aktuell nicht abschließend beantwortet werden. Jedoch rechnen wir mit einer teilweisen Kompensation und zusätzlichen Projekten, um die priorisierte Energiewende und angestrebte Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern voran zu treiben.

Konzernzugehörigkeit

Alleingesellschafterin ist die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main.

Der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird, wird von der VINCI S.A., 1973, boulevard de la Défense, 92500 Nanterre, Frankreich, erstellt und in deutscher Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. VINCI S.A. stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

 

Der Ort der Offenlegung ist:
Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre
4, rue Pablo Neruda
92020 Nanterre cedex
Frankreich
552 037 806 RCS Nanterre

 

Berlin, den 29. April 2022

Die Geschäftsführung
(Jens Roseneck)
(Harald Friedrich)

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021

  Anschaffungskosten
  1.1.2021 Zugänge Abgänge Um-
buchungen
31.12.2021
  EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Software 69.593,98 22.995,00 0,00 0,00 92.588,98
2. Geschäfts- oder Firmenwert 75.443.223,59 0,00 0,00 0,00 75.443.223,59
  75.512.817,57 22.995,00 0,00 0,00 75.535.812,57
II. Sachanlagen          
1. Bauten auf Fremden Grundstücken 0,00 5.740,40 0,00 0,00 5.740,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 404.263,52 297.304,17 45.000,00 0,00 656.567,69
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung
669.580,38 444.174,25 120.932,23 0,00 992.822,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 84.031,61 0,00 0,00 84.031,61
  1.073.843,90 831.250,43 165.932,23 0,00 1.739.162,10
  76.586.661,47 854.245,43 165.932,23 0,00 77.274.974,67
  Kumulierte Abschreibungen
  1.1.2021 Zugänge Abgänge Um-
buchungen
31.12.2021
  EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Software 20.392,06 32.678,12 0,00 0,00 53.070,18
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.867.806,28 10.478.225,50 0,00 0,00 16.346.031,78
  5.888.198,34 10.510.903,62 0,00 0,00 16.399.101,96
II. Sachanlagen          
1. Bauten auf Fremden Grundstücken 0,00 464,27 0,00 0,00 464,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 101.345,03 100.314,50 86,27 0,00 201.573,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung
148.395,18 271.852,70 120.932,23 0,00 299.315,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  249.740,21 372.631,47 121.018,50 0,00 501.353,18
  6.137.938,55 10.883.535,09 121.018,50 0,00 16.900.455,14
  Buchwerte
  31.12.2021 31.12.2020
  EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Software 39.518,80 49.201,92
2. Geschäfts- oder Firmenwert 59.097.191,81 69.575.417,31
  59.136.710,61 69.624.619,23
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf Fremden Grundstücken 5.276,13 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 454.994,43 302.918,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung
693.506,75 521.185,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 84.031,61 0,00
  1.237.808,92 824.103,69
  60.374.519,53 70.448.722,92

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Actemium Energy Projects GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Actemium Energy Projects GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Actemium Energy Projects GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 29. April 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bernhard Klinke, Wirtschaftsprüfer
ppa. Peter Hillebrand, Wirtschaftsprüfer


Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 8. Juli 2022 festgestellt.

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