Ambulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
Signata GmbH
Siemensstraße 4, 49356 Diepholz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulf Dr. Merschmann seit 29.1.2024 | Geschäftsführer |
Ulrich Feindt seit 27.12.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Signata GmbHDiepholzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Gliederung Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Forschung und Entwicklung Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens Ertragslage Finanzlage Vermögenslage Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Finanzielle Leistungsindikatoren Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Prognosebericht Chancen- und Risikobericht Risikobericht Branchenspezifische Risiken Ertragsorientierte Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken Risiken aus Finanzinstrumenten Unternehmensfortführung Chancenbericht Gesamtaussage 1. Grundlagen des Unternehmens1.1. Geschäftsmodell des UnternehmensKerntätigkeit der Signata GmbH ist die Produktion von Gangwahlsystemen und Parksperren-Aktuatoren für Pkw am Standort in Diepholz. Die Signata GmbH erwirtschaftet dabei ihre Umsätze zum Großteil im europäischen Raum und in geringeren Umfängen in Nordamerika und China. Ein Teil dieser Umsätze wird dabei am Standort Diepholz selbst produziert, es besteht jedoch auch eine Lohnfertiger-Beziehung zur Signata Bulgaria EOOD. Die Produktionsleistung wird hierbei vollumfänglich durch die bulgarische Tochtergesellschaft erbracht und zu festgelegten Transferpreisen an die Signata GmbH verrechnet, der Außenumsatz wird durch die GmbH realisiert. Weiterhin ist die Signata GmbH als Muttergesellschaft der Signata-Gruppe für die weltweite Steuerung und strategische Ausrichtung der Gruppe sowie fachlich für das Controlling, das Finanzmanagement, das Rechnungswesen, die Informationstechnologie, die Forschung & Entwicklung, das Marketing und die Kommunikation der Gruppengesellschaften zuständig. Diese Dienstleistungen werden über Umlagen-Verrechnungen an die Tochtergesellschaften Signata USA LLC und Signata Automotive Control Systems (Shenyang) Co., Ltd weiterberechnet. Seit dem 01.04.2023 fungiert die Signata GmbH als eigenständiges Unternehmen in Folge eines erfolgten Asset Deals im Zuge eines Carve-Outs von der ZF Friedrichshafen AG. Im selben Geschäftsjahr zum 01.12.2023 wurde die Signata GmbH als Teil der gesamten Signata-Gruppe eine indirekte 100%ige Tochter der AEQUITA Management SE, München. Aufgrund dieser beiden nicht geschäftsüblichen Transaktionsvorfälle und dem Betrachtungszeitraum von neun Monaten ist das Geschäftsjahr 2023 nicht mit vorherigen und nachfolgenden Geschäftsjahren hinsichtlich der Ertragslage sowie Finanz- & Vermögenslage vergleichbar. Auf die hieraus resultierenden Sondereffekte wird in den weiteren Kapiteln eingegangen. Zur Signata-Gruppe gehören im Jahr 2023 die Signata GmbH (Fertigung und Verwaltung, Diepholz in Deutschland), die Signata USA LLC (Verwaltung, Northville in USA), die Signata Mexico, S. de R.L. de C.V. (Fertigung, Juarez in Mexiko), die Signata Automotive Control Systems (Shenyang) Co., Ltd (Fertigung, Shenyang in China) und die Signata Bulgaria EOOD (Fertigung, Kuklen in Bulgarien). Mit dieser Struktur hat die Signata-Gruppe heute Produktionsstätten in Europa, Asien und Amerika und damit in allen wichtigen Absatzmärkten der Automobilindustrie. Im Mittelpunkt der Tätigkeiten der Signata GmbH steht die Herstellung von Pkw-Gangwahlsystemen sowie Pkw-Parksperren-Aktuatoren sowie die Entwicklung von Produkten im Bereich der Aktuatorik wie zum Beispiel Disconnect-Aktuatoren. Beliefert werden globale Kunden der Automobilindustrie, insbesondere im Mittelklasse- bis -Luxus-Fahrzeugsegment. Die Signata GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt insgesamt 315 eigene Mitarbeiter (ohne Auszubildende). 1.2. Forschung und EntwicklungDie Signata GmbH betreibt eigene Forschung und Entwicklungstätigkeiten, um das bestehende Produktportfolio stetig weiterzuentwickeln. Die Forschungstätigkeiten sind hierbei vor allem auf die Entwicklung eines marktreifen Produktes unter Nutzung der MRF-Technologie sowie die Ausweitung der Aktuatorik-Anwendungen mit Hinblick auf Tür-Aktuatoren fokussiert. Im Jahr 2023 lagen die Entwicklungsausgaben bei EUR 7,4 Mio. Neben den laufenden Entwicklungen liegt ein wesentliches Augenmerk auf der Wahrung, Verwaltung und Vermarktung der ca. 280 Patente und Schutzrechte, die das Intellectual Property der Signata-Gruppe bilden. Die Umschreibung der von ZF Friedrichshafen übertragenen Patente auf Signata ist teilweise noch nicht abgeschlossen. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene RahmenbedingungenAufgrund der globalen Kunden- & Lieferantenbasis der Signata GmbH sowie der bestehenden Beziehungen zu den Tochtergesellschaften in den USA und China ist für die Einordung der Rahmenbedingungen des Geschäftsjahres 2023 der Signata GmbH die gesamtheitliche Betrachtung der Weltwirtschaft relevant. Im Verlauf des Berichtsjahres verzeichnete die Weltwirtschaft eine stärkere Entwicklung als zu Jahresbeginn erwartet. Das Wachstum lag mit 3,1% nur leicht unter dem langfristigen Trend. Die Bemühungen vieler Notenbanken um eine straffere Geldpolitik wirkten wachstumsdämpfend, doch wurden diese Effekte durch positive Impulse seitens der Fiskalpolitik sowie durch niedrigere Energie- und Rohstoffpreise abgemildert. Es gab jedoch beträchtliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Regionen, wobei die US-Wirtschaft überraschend widerstandsfähig war, während die Volkswirtschaften Europas und Chinas eher schwach abschnitten. Der Welthandel blieb verhalten und zeigte nur geringe Anzeichen einer Erholung. 1 Die US-Wirtschaft trotzte erfolgreich den Rezessionsrisiken. Trotz einer weiteren Anhebung des Leitzinses durch die US-Zentralbank Fed um 100 Basispunkte auf 5,5% blieb das Wachstum robust. Insbesondere der private Konsum expandierte dynamisch, unterstützt durch großzügige Fiskalprogramme und Ersparnisse aus der Zeit der Pandemie. Die Inflationsrate sank weiter und lag mit durchschnittlich 3,7% deutlich unter dem Vorjahr, aber nach wie vor über dem Zielwert der Fed. Diese Entwicklung, zusammen mit kräftigen Lohnzuwächsen, trug zur Stärkung der verfügbaren Einkommen bei, was wiederum das Wirtschaftswachstum auf 2,5% im Gesamtjahr beschleunigte. 2 In der Eurozone verlief die wirtschaftliche Entwicklung deutlich verhaltener, obwohl die Belastungen durch hohe Energiepreise im Vergleich zum Vorjahr spürbar nachließen. Trotzdem blieb der Industriesektor stark unter Druck und schrumpfte im Gesamtjahr deutlich. Der private Konsum stagnierte größtenteils aufgrund weiterhin hoher, wenn auch rückläufiger Inflationsraten und steigender Zinsen. Die Inflation in der Eurozone lag im Jahresdurchschnitt bei 5,4%, deutlich über dem Notenbankziel von rund 2%, weshalb die Europäische Zentralbank ihren Kurs der geldpolitischen Straffung beibehielt; der Leitzins stieg im Jahresverlauf um weitere 200 Basispunkte auf 4,5%. Während die Wirtschaft der Eurozone im ersten Halbjahr dank Aufholeffekten nach der Pandemie und nachlassenden Lieferkettenstörungen ein kleines Wachstum verzeichnen konnte, ging die Wirtschaftsleistung in der zweiten Jahreshälfte leicht zurück, was zu einem Gesamtwachstum von lediglich 0,5% führte. 3 Die chinesische Wirtschaft erlebte nach dem Ende der "Null-COVID"-Maßnahmen einen kräftigen Start ins Jahr 2023, konnte jedoch diese Dynamik nicht beibehalten. Vor allem die ausgeprägte Schwäche im Immobiliensektor und die damit verbundene Vertrauenskrise bei den Verbrauchern dämpften die Erholung. Dank staatlicher Stützungsmaßnahmen und geldpolitischer Lockerungen wurde das ausgerufene Wachstumsziel von 5,2% dennoch erreicht. Im Gegensatz zu den USA und Europa, sah sich die chinesische Wirtschaft nicht mit Inflation konfrontiert. 4 Die Wechselkurse entwickelten sich im Berichtszeitraum volatil. Der US-Dollar bewegte sich in einer Bandbreite von 1,05 und 1,13 und beendete das Jahr gegenüber dem Euro etwas schwächer bei 1,1050. Der Renminbi verzeichnete eine Schwankungsbreite von 7,2 bis 8,1. Die chinesische Währung beendete das Berichtsjahr im Vergleich zum Euro leichter bei Kursen um 7,80. Der bulgarische Lewa blieb aufgrund des bestehenden Currency-Board-Systems und der fixen Bindung an den EURO bei einem konstanten Wechselkurs von 1,956. 5 Die Entwicklung an den Rohstoffmärkten verzeichnete eine deutliche Entspannung. Preise für Öl, Gas und Strom sanken deutlich und unterstützten die Abschwächung der Inflation. 6 Diese Rahmenbedingungen prägten auch die Entwicklung des weltweiten Automobilmarkts im Jahr 2023. Der weltweite Pkw-Markt bewegte sich in diesem Umfeld deutlich über dem Vorjahresniveau. Der europäische Pkw-Markt erholt sich langsam vom Krisenniveau. Im Jahr 2023 wurden 14% mehr Neuzulassungen als im Vorjahr verzeichnet. Trotzdem liegt das Gesamtabsatzvolumen noch immer rund 19% unter dem des Jahres 2019. Der US-amerikanische Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge verzeichnete im Kalenderjahr 2023 eine dynamische Entwicklung von 12%. Damit liegt der US-amerikanische Markt noch 9% hinter dem Vorkrisenniveau. 7 Ein weiterer deutlicher Anstieg der Verkaufszahlen war auf dem chinesischen Markt zu beobachten. Der Pkw-Markt entwickelte sich deutlich besser als die chinesische Gesamtwirtschaft. Der Absatz verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr 2022 einen Anstieg von 11%. Mit mittlerweile fast 26 Millionen verkauften Fahrzeugen ist China mit Abstand größter Pkw-Markt der Welt und liegt nur noch knapp unterhalb der gemeinsamen Absatzzahlen der USA und Europa. 8 Im Jahr 2023 setzte sich der globale Trend hin zur Elektromobilität in den drei größten Automobilmärkten Europa, USA und China fort. 9 Für die Signata GmbH, spezialisiert auf Gangwahlsysteme und Parksperren-Aktuatoren, bedeutet dieser Wandel eine differenzierte Marktentwicklung. Gangwahlsysteme, primär in Verbrennungsmotorfahrzeugen eingesetzt, könnten durch den Rückgang dieses Segments an Bedeutung verlieren. Im Gegensatz dazu finden Parksperren-Aktuatoren sowohl in Verbrennern als auch in Elektrofahrzeugen Anwendung und bieten somit ein Potenzial für zukünftiges Wachstum. Die duale Beschaffungsstrategie vieler Kunden erhöht den Wettbewerbsdruck, wobei Signatas Vorteile in der eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie in langjährigen Kundenbeziehungen liegen. Angesichts der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen ist es für Signata essenziell, den Fokus verstärkt auf die Weiterentwicklung und Vermarktung ihrer Parksperren-Aktuatoren zu legen, um die Marktposition zu sichern und auszubauen.
1
https://www.oecd-ilibrary.org/sites/0fd73462-en/index.html?itemId=/content/publication/0fd73462-en.
2.2. Geschäftsverlauf und Lage des UnternehmensDie Signata GmbH wurde in Vorbereitung auf den Asset-Deal im Jahr 2022 neugegründet und hat im Berichtsjahr zum 01.04.2023 die operative Tätigkeit aufgenommen. Hieraus resultieret ein 9-monatiges operatives Geschäftsjahr, was bewirkt, dass von der berichteten Lage möglicherweise nicht auf die zukünftige Lage geschlossen werden kann. Weiterhin ist ein Vergleich mit Vorperioden aus diesem Grund nicht möglich. Das Geschäftsjahr 2023 stellt das erste operative Berichtsjahr der Signata GmbH dar und war geprägt durch eine Vielzahl an Sondereffekten, die sich im Abschluss der Gesellschaft widerspiegeln. Grundlage dieser Sondereffekten stellt der erfolgte Asset-Deal in Folge des Carve-Out aus der ZF Friedrichshafen AG sowie der Verkauf der Signata GmbH an den neuen Gesellschafter AEQUITA dar. Mit dem Vollzug des Carve-Out der Signata GmbH zum 01.04.2024 wurde die Signata GmbH durch die ZF Friedrichshafen AG in 2 Tranchen mit Eigenkapital (freie Kapitalrücklage) in Höhe von EUR 46,6 Mio. im April und EUR 70,0 Mio. im September zur Finanzierung des Erwerbs der Finanzanlagen und sonstigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten ausgestattet. Im Zuge des Asset-Deals wurden u.a. bestehende Vorräte, Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Mitarbeiter sowie Kunden- & Lieferantenverträge mit übernommen. Für die Signata GmbH ergab sich daraus ein Goodwill in Höhe von EUR 11,2 Mio. zum Stichtag 31.12.2023. Wesentlicher Bestandteil der separat erworbenen Finanzanlagen stellen die Anteile an verbundenen Unternehmen dar, so wurden im April 2023 die Anteile an der Signata USA LLC und der Signata Automotive Control Systems (Shenyang) Co., Ltd erworben. Bereits im Jahr 2022 wurden EUR 11,0 Mio. Eigenkapital in die neugegründete Signata Bulgaria EOOD eingebracht. Die Sachanlagen bestehen zum Großteil aus den Produktionsmaschinen und -Anlagen, aber auch aus immateriellem Vermögen in Form von Patenten und Schutzrechten. Die Signata GmbH war dabei weiterhin Teil des ZF-Cashpools. Durch ein Verkäuferdarlehen der ZF Friedrichshafen AG wurde die Signata GmbH im Vorlauf des Kaufes durch den neuen Gesellschafter AEQUITA mit weiterem Fremdkapital ausgestattet und vom ZF-Cashpool getrennt. Zum 01.12.2023 ist die Signata GmbH an den neuen Gesellschafter übergegangen. Das Jahr 2023 war geprägt von vielfältigen Herausforderungen, insbesondere durch die nachlaufende Komplexität und die Kosten des Carve-Outs, sowie einer steigenden Kostenbasis aufgrund anhaltender Inflation und Energiepreissteigerungen. Durch die erstmalige Eigenständigkeit der Signata GmbH waren vor allem die administrativen Bereiche HR, IT und Finance zu Beginn des Geschäftsjahres vor prozessuale Herausforderungen gestellt, die jedoch mit Beendigung des Geschäftsjahres nahezu vollständig überwunden werden konnten. Das operative Geschäft im Sinne von Einkauf, Produktion und Vertrieb der Signata GmbH konnte im Zuge des Carve-Outs reibungslos fortgeführt werden. So konnten im Jahr 2023 Neuprojekte mit einem Laufzeitumsatz von in Summe EUR 100 Mio. für die Signata GmbH gewonnen und insgesamt ein Umsatz von EUR 139,0 Mio. erwirtschaftet werden. Die Kostenstruktur der Signata GmbH ist 2023 durch Sondereffekte resultierend aus dem Carve-Out belastet. So traten im Zuge der Durchführung des Asset-Deals einmalige Transaktionskosten in Höhe von EUR 0,5 Mio. sowie außerordentliche Aufwendungen für die Sicherstellung der Eigenständigkeit der Signata GmbH in Höhe von EUR 14,2 Mio. auf, die sich in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bemerkbar machen. Aufgrund dessen hat die Signata GmbH 2023 ein negatives berichtetes EBITDA von EUR -18,7 Mio. erwirtschaftet. Die Liquiditätssituation gestaltete sich dabei aufgrund des durch die ZF Friedrichshafen AG bestehenden Verkäuferkredites sowie die Einführung der Factoring-Linie mit EUR 17,9 Mio. auskömmlich. Mit Blick auf die weitere Zukunft der Signata GmbH und der gesamten Signata-Gruppe wurden zur nachhaltigen Verbesserung von Ertrag und Sicherung des Liquiditätsniveaus verschiedene Maßnahmen definiert und mit deren Umsetzung begonnen. Hierzu gehört insbesondere ein Ergebnisverbesserungsprogramm, das in allen Gesellschaften der Signata-Gruppe zur Wirkung kommt. Ziel des Programms ist es, insbesondere kurz- und mittelfristig wirksame Maßnahmen zur Verbesserung des Geschäftsergebnis effizient umzusetzen. Das Maßnahmenprogramm besteht aus fünf wesentlichen Workstreams: 1. Vertrieb, 2. Direktes Material, 3. Indirektes Material, 4. Verwaltung und 5. Produktion. Dem Programm liegt neben Maßnahmen auch eine Governance zugrunde, um in unterschiedlichen Gremien wöchentlich und monatlich Maßnahmen und deren Effekte zu verfolgen und sicherzustellen. Flankiert wird das Programm durch kurzfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Liquidität. 2.2.1. ErtragslageDie Ertragslage der Signata GmbH im Jahr 2023 war geprägt durch die genannten Sondereffekte resultierend aus dem Asset-Deal und Carve-Out Prozess. Die Signata GmbH erwirtschaftete EUR 139,0 Mio. Umsatz im Jahr 2023. Die Verrechnung der Umlagen an Tochterunternehmen machen dabei EUR 7,8 Mio. und die Verrechnung von R&D Leistungen und Werkzeugkosten EUR 6,8 Mio. des Umsatzes aus. Der Produktumsatz beträgt EUR 124,4 Mio., von denen EUR 93,3 Mio. mit Shiftern und EUR 31,1 Mio. mit Aktuatoren erwirtschaftet wurden. Der in der Signata GmbH selbst produzierte Umsatz lag bei EUR 119,7 Mio., der Umsatzanteil aus der Lohnfertigung der Signata Bulgaria EOOD betrug EUR 4,8 Mio. Der Materialaufwand betrug EUR 91,3 Mio. und wurde durch eine nötige True-Up-Verrechnung mit der Bulgaria EOOD im Dezember von EUR 3,4 Mio. beeinflusst. Die Materialaufwandsquote lag bei 65,7%. Bereinigt um die durch den verzögerten Anlauf in Bulgarien nötigen True-Up-Verrechnung ergibt sich ein Materialaufwand von EUR 87,9 Mio. und eine Materialaufwandsquote von 63,3%. Der Personalaufwand beträgt EUR 20,2 Mio., was einer Personalaufwandsquote von 14,5% entspricht. Aufgrund der Verbuchung in die sonstigen betrieblichen Aufwände nicht in den Personalkosten enthalten sind EUR 9,1 Mio. für die Inanspruchnahme von ZF-Leiharbeitern. Hierbei handelt es sich um Mitarbeiter, die dem Betriebsübergang widersprochen haben, aber für die Geschäftsfähigkeit der Signata GmbH benötigt werden. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 33,4%, wie auch die absoluten sonstigen betrieblichen Aufwendungen von EUR 46,4 Mio. waren dabei durch die genannten Einmaleffekte resultierend aus dem Carve-Out in Höhe von EUR 14,8 Mio. beeinträchtigt. Das berichtete EBITDA im Berichtsjahr ist mit EUR -18,7 Mio., stark negativ jedoch durch die erheblichen Einmalkosten von EUR 14,8 Mio. beeinflusst. Die EBITDA-Quote liegt bei -13,5%. Das um Währungseffekte, Gesellschafterumlage sowie Einmaleffekte, insbesondere wie oben bei der Beschreibung des sonstigen betrieblichen Aufwands dargestellt, bereinigte "operative EBITDA" lag im Geschäftsjahr bei EUR -3,4 Mio. Die Investitionstätigkeit waren vor allem durch den Asset Deal getrieben. Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände betrugen insgesamt einschließlich Asset Deal EUR 38,0 Mio. und wurden im Jahr 2023 mit EUR 6,2 Mio. abgeschrieben. Die Investitionen für Finanzanlagen für Anteile an verbundenen Unternehmen resultierend aus dem Asset Deal betrugen EUR 58,9 Mio. und wurden im Zuge der Neubewertung zum Stichtag 31.12.2023 mit EUR 20,6 Mio. abgeschrieben. Die gesamten Abschreibungen belaufen sich auf EUR 26,8 Mio., was einer Abschreibungsquote von 19,3% entspricht. EUR 20,6 Mio. der Abschreibungen entfallen dabei auf die Neubewertung des Beteiligungsbuchwertes der Signata Automotive Control Systems (Shenyang) Co., Ltd, die aufgrund einer angepassten Erwartungshaltung hinsichtlich der Business- & Ertragslage des Unternehmens nötig war. Der Zinsaufwand von EUR 1,4 Mio. entfällt insbesondere auf die Verzinsung des Cashpools während der Zugehörigkeit zum ZF-Konzern auf die gestundeten Zinsen für das ZF-Darlehen. Im Berichtsjahr wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -46,4 Mio. erzielt. 2.2.2. FinanzlageIm Laufe des Berichtsjahres 2023 hat sich die Liquiditätslage der Signata GmbH infolge des Asset-Deals und der daraus resultierenden Investitions- & Finanzierungstätigkeiten stetig verändert. Mit der Einführung einer Factoring-Linie zum Jahresende konnte innerhalb der Signata GmbH ein Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von EUR 17,9 Mio. erwirtschaftet werden. Der Jahresabschluss weist zum Stichtag 31.12.2023 ein Eigenkapital von EUR 70,2 Mio. und eine bilanzielle Eigenkapitalquote von 41,4% auf. Die Kapitalrücklage von EUR 116,6 Mio. wurden im Laufe des Jahres 2023 in 2 Tranchen im April EUR 46,6 Mio. und September EUR 70,0 Mio. in die Signata GmbH durch die ZF Friedrichshafen AG eingebracht. Eigenkapitalmindernd wirkte sich der Jahresfehlbetrag von EUR 46,4 Mio. aus. Die Kreditverbindlichkeiten gegenüber Dritten liegen bei 22,7% der Bilanzsumme. Die Kreditverbindlichkeiten gegenüber Dritten betrugen zum Stichtag EUR 38,5 Mio. Das bestehende Darlehen ist dabei fest mit 6% verzinst. Die Rückzahlung der Zinsen kann dabei im Rahmen der Gesamtlaufzeit flexibel gestundet werden. Das Darlehen ist bis zum 01.12.2028 zugesagt; es besteht eine vertraglich vereinbarte Verlängerungsoption um ein Jahr. Dem Darlehensgeber gegenüber bestehen bankübliche Reportingverpflichtungen, jedoch existieren keine banküblichen Covenants. Es bestehen beiderseitig definierte Cash-Events, die eine vorzeitige Teilrückzahlung des Darlehens zur Folge haben können. Diese werden laufend bewertet und innerhalb der Unternehmensplanung berücksichtigt. Als weiteres Mittel der Finanzierung wurde für die Signata GmbH Ende 2023 eine Factoring-Linie in Höhe von EUR 30 Mio. vereinbart, die theoretisch von mehreren Gesellschaften in der Signata-Gruppe genutzte werden kann. Die Laufzeit des Factorings ist auf ein Jahr festgeschrieben mit laufender Prolongation um ein weiteres Jahr. Das Factoring wird zu einer Gebühr von 0,15% gewährt und mit 1,65%-Punkten auf den tagesaktuellen 3-Monats EURIBOR verzinst. Im Jahr 2023 beliefen sich die Investitionen in das Anlagevermögen einschließlich Asset Deal auf rund EUR 98,0 Mio. Davon entfallen EUR 60,0 Mio. auf Investitionen für Finanzanlagen. EUR 38,0 Mio. entfallen auf Investitionen für Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände. Die Nettoverschuldung (verzinsliches Fremdkapital abzgl. Liquide Mittel) der Gesellschaft beträgt dabei EUR 20,6 Mio. zum Stichtag. Die Cash-Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit waren erheblich durch die Sondereffekte des Asset-Deals beeinflusst. 2.2.3. VermögenslageDie Vermögenslage der Signata GmbH hat sich in Folge des Asset-Deals im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 stetig verändert. Die Bilanzsumme betrug EUR 169,5 Mio. zum Stichtag 31.12.2023. Das Anlagevermögen in Höhe von EUR 82,1 Mio. setzt sich aus EUR 12,0 Mio. Sachanlagen, EUR 19,6 Mio. Immateriellen Vermögensgegenständen und EUR 50,4 Mio. Finanzanlagen zusammen. Im Zuge des Asset Deals mit ZF wurde ein Großteil der Immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen (EUR 29,9 Mio.) erworben, die weiteren Zugänge belaufen sich auf EUR 8,1 Mio. Bei den Finanzanlagen wurden neben den bereits in der Eröffnungsbilanz enthaltenen Anteilen an der bulgarischen Tochtergesellschaft, bei der eine weitere Zuzahlung in die Kapitalrücklage erfolgte, insbesondere die amerikanische (EUR 27,4 Mio.) und die chinesische (EUR 26,5 Mio.) Tochtergesellschaft im Zusammenhang mit dem Carve-Out erworben. Letztere wurde im Rahmen der Beteiligungsbewertung zum Jahresende um EUR 20,6 Mio. abgeschrieben aufgrund einer Anpassung der Business- & Ertragslage im Vergleich zum Erwerbszeitraum. Das Umlaufvermögen in Höhe von EUR 86,9 Mio. wurde ebenfalls zu einem großen Teil im Rahmen des Asset Deals zum 1. April 2023 übertragen. Zum Bilanzstichtag. besteht das Umlaufvermögen als größtem Einzelposten aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 25,0 Mio., daraus entfallen EUR 6,6 Mio. auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und EUR 18,4 Mio. auf Finanzforderungen. Gegen Dritten bestehen EUR 23,7 Mio. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Vorratsvermögen beläuft sich zum Stichtag auf EUR 13,7 Mio. und hat sich im Nachlauf des Asset-Deals nicht wesentlich verändert. Das weitere Umlaufvermögen bilden die liquiden Mittel in Höhe von EUR 17,9 Mio. und EUR 6,6 Mio. sonstige Vermögensgegenstände bestehend insbesondre aus dem Factoring-Sicherheitseinbehalt und der rückforderbarer Umsatzsteuer. Auf der Passivseite belaufen sich die Verbindlichkeiten auf EUR 65,4 Mio., wovon der Großteil auf das im Zuge der Veräußerung an AEQUITA gewährte ZF-Darlehen von EUR 38,5 Mio. entfällt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 27,0 Mio. setzen sich aus EUR 19,0 Mio. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten, EUR 5,5 Mio. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen, EUR 1,7 Mio. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und EUR 0,7 Mio. sonstige Verbindlichkeiten zusammen. Die kurzfristigen Forderungen sowie die liquiden Mittel übersteigen dabei deutlich die kurzfristigen Verbindlichkeiten der Signata GmbH und zeigen eine gesunde Liquidität 2. Grades. Die Rückstellungen in Höhe von EUR 33,8 Mio. wurden im Wesentlichen im Zuge des Asset-Deals übertragen und setzten sich aus EUR 21,4 Mio. Rückstellungen für Pensionen und sonstigen Rückstellungen von EUR 12,4 Mio. für Aufwendungen für ausstehende Rechnungen, Garantiefälle und Rückstellungen für Preisreduktionen zusammen. 2.2.4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf sowie zur Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDas abgelaufene Geschäftsjahr war geprägt von besonderen Herausforderungen und Einmaleffekten resultierend aus Asset-Deal und Carve-Out-Prozess. Das negative Ergebnis bezogen auf das berichtete EBITDA lag zum Großteil in den Kosten im Zuge des Carve-Outs sowie einer allgemein zu hohen Kostenstruktur aufgrund der bestehenden Konzernvergangenheit begründet. Es wurden Maßnahmen eingeleitet, um eine nachhaltige weiterführende Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Signata GmbH zu gewährleisten, um den bekannten und sich nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 nochmals verschärfenden Herausforderungen innerhalb der Automobilbranche entgegenzuwirken. Die gesamtheitliche Entwicklung der Signata GmbH im Jahr 2023 kann trotz aller Herausforderungen als positiv gesehen werden stellt eine stabile Ausgangsbasis und wirtschaftliche Lage für die kommenden Jahre dar. 2.3. Finanzielle LeistungsindikatorenDie Signata GmbH zieht für ihre interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz und operatives EBITDA (Gewinn vor Finanzergebnis, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, bereinigt um Währungseffekte, außerordentliche Einmaleffekte und Gesellschafterumlage des Neueigentümers AEQUITA) heran. Diese stellen neben anderen finanziellen Leistungsindikatoren die beiden bedeutsamsten Kennzahlen für die interne Unternehmenssteuerung dar. Die Berechnung des operativen EBITDA ergibt sich wie folgt:
Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Signata GmbH einen Umsatz in Höhe von EUR 139,0 Mio. erwirtschaften und erreichte EUR -3,4 Mio. operatives EBITDA. Dieses Ergebnis ist beeinflusst durch nicht quantifizierbare Effizienzverluste durch die Prozesskomplexität des Carve-Outs. In diesem Jahr kann der Vergleich Plan- zu Ist-Werten inkl. Abweichungsanalyse entfallen, da dieses Geschäftsjahr das erste mit operativer Tätigkeit und das erste, für das ein Lagebericht aufgestellt wird. 2.4. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie Signata GmbH und die Signata-Gruppe sind nach den Qualitätsstandards DIN EN ISO 9001, IATF 16949 sowie in den produzierenden Gesellschaften nach dem Umweltstandard DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Die Einhaltung der Anforderungen und Vorgaben der Qualitäts- und Umweltmanagement-Normen wird kontinuierlich durch interne Audits überwacht. Die Gültigkeit der Zertifikate wird regelmäßig durch externe Zertifizierungsgesellschaften geprüft und bestätigt. Die Unternehmen erfassen und bewerten im Rahmen der Umweltzertifizierung ihre Emissionswerte sowie Energie- und Medienverbräuche. Während die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren für die Beurteilung bestimmter Aspekte eine wichtige Rolle spielen, werden sie von uns - anders als die o.g. finanziellen Leistungsindikatoren - nicht zur konkreten Steuerung der Gesellschaft genutzt. 3. PrognoseberichtIm Jahr 2024 verzeichnete die Weltwirtschaft ein moderates Wachstum von 2,8%. In den USA verlangsamte sich das Wachstum auf 1,7%, während die Eurozone ein Wachstum von 1,4% erreichte. China konnte ein Wachstum von 4,3% verzeichnen. 10 In der Automobilbranche entwickelten sich die internationalen Märkte unterschiedlich. In Europa und den USA wuchsen die Märkte im unteren einstelligen Bereich, blieben jedoch unter dem Vorkrisenniveau von 2019. In China stieg der Pkw-Absatz im ersten Halbjahr leicht an, zeigte jedoch im zweiten Quartal aufgrund einer schwachen Konsumlage deutliche Rückgänge. 11 Die wirtschaftliche Entwicklung der wesentlichen Absatzmärkte der Signata GmbH ist weiterhin von Unsicherheiten geprägt und zeigt für das Jahr 2025 unterschiedliche Tendenzen auf. In Europa wird die Wirtschaft der Eurozone voraussichtlich ein moderates Wachstum von etwa 1,2% verzeichnen. Während Länder wie Spanien und Irland höhere Wachstumsraten erreichen könnten, wird Deutschland nach zwei Jahren der Rezession nur ein bescheidenes Wachstum prognostiziert. In den USA wird für 2025 ein im Vergleich zu 2024 leicht reduziertes Wirtschaftswachstum von 2,3% prognostiziert, das sich 2026 auf 1,8% verlangsamen könnte. China bleibt weiterhin eine zentrale treibende Kraft der globalen Wirtschaft, wobei das Wachstum auf 4,6% geschätzt wird - ein Wert, der unter dem historischen Durchschnitt liegt. 12 Wesentliche Unsicherheitsfaktoren sieht die Signata GmbH in den weiterhin ungelösten Konflikten in Nahost und im Russland-Ukraine-Krieg sowie in der durch die neue US-Regierung angekündigten Zollpolitik und die zu erwartende zukünftige Ausrichtung der US-Wirtschaft hin zu einer protektionistischeren Wirtschaftspolitik. Dies könnte in der Folge die mögliche Einführung oder Erhöhung von Zöllen seitens China und der EU bedeuten und damit ein nachhaltiges Ansteigen der globalen Inflation. Diese geopolitischen Risiken, können das erwartete moderate globale Wachstum weiter schwächen. 13 Infolgedessen erwarten wir auch für die Automobilmärkte ein differenziertes Bild für 2025. In Europa und den USA ist mit einem schwachen Wachstum des Automobilmarktes zu rechnen. Gleichzeitig stehen Automobilhersteller in beiden Regionen jedoch vor strukturellen Herausforderungen wie Überkapazitäten und ein zunehmender Preisdruck, die möglicherweise zu Werksschließungen führen könnten. 14 Dem gegenüber ist in China mit weiterem starkem Wachstum insbesondere im Bereich der Elektrofahrzeuge auszugehen. Im Jahr 2025 wird erwartet, dass China mehr Elektrofahrzeuge als Verbrenner verkaufen wird, wodurch das Land im Bereich nachhaltiger Mobilität deutlich vor westlichen Märkten liegt. 15 Insgesamt gehen wir resultierend aus den erwarteten Entwicklungen der Einzelmärkte von einem leichten Wachstum in den für die Signata GmbH relevanten Absatzmärkten aus. Im Geschäftsjahr 2024 konnte basierend auf den derzeit vorliegend vorläufigen Geschäftszahlen ein Umsatz von EUR 179,6 Mio. erwirtschaftet werden. Der Anstieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 resultiert aus dem nun 12-monatigen Betrachtungszeitraum. Trotz der allgemeinen Erwartung eines leicht wachsenden Automobilmarkts gehen wir für die Signata GmbH im Jahr 2025 von einem rückläufigen Umsatz im niedrigen 2-stelligen Prozentbereich aus. Dies liegt in der Kundenstruktur der Signata GmbH und der derzeitigen Entwicklungen im Bestellverhalten der Kunden begründet. Mit Blick auf die Ertragslage und die erreichte Optimierung der Kostenstruktur konnte im Jahr 2024 ein positives operatives EBITDA von EUR 2,6 Mio. durch die Signata GmbH realisiert werden. Für 2025 erwarten wir unter der Annahme der weiteren erfolgreichen Umsetzung des eingeleiteten Ergebnisverbesserungsprogramms ein positives operatives EBITDA im hohen einstelligen Millionenbereich, und damit gegenüber 2024 ein deutlich verbessertes Niveau. Auf Basis der Entwicklung in den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres 2025 befindet sich die Umsetzung der Maßnahmen insgesamt noch im Plan. Der Umsatzrückgang wird auf Basis der bisherigen Entwicklung etwas stärker ausfallen als ursprünglich erwartet, aber weiterhin im niedrigen zweistelligen Bereich erwartet.
10
https://www.allianz-trade.de/wissen/wirtschafts-news/wirtschaftsausblick-2024-globales-wachstum-erholt-sich-trotz-anhaltender-risiken.html.
4. Chancen- und RisikoberichtAus dem derzeitige Marktumfeld und den damit verbundenen Dynamiken resultieren vielfältige Risiken, denen sich die Signata GmbH ausgesetzt sieht. Das frühzeitige Erkennen wesentlicher Risiken, deren Analyse und wirksame Gegensteuerung ist daher die zentrale Aufgabe der Geschäftsführung der Signata GmbH aber auch der Geschäftsführer der Tochtergesellschaften und aller Mitarbeiter. Dafür besteht ein Risikomanagementsystem, das für die Signata-Gruppe risikobehaftete Entwicklungen so zeitig wie möglich identifiziert, analysiert und die Einleitung gegensteuernder Maßnahmen ermöglichen soll. Das Risikomanagementsystem ist ein integraler Bestandteil des wertorientierten Führungs- und Planungssystems des Konzerns und in allen Gesellschaften integriert. Die Verantwortung für das Risikomanagementsystem und den korrespondierenden Prozessen liegt bei der Geschäftsführung der Signata GmbH. Wesentliche, unerwartet auftretende Risiken sind unverzüglich zu berichten. Die Steuerung der Risiken und Chancen findet im Signata-Teilkonzern durch Maßnahmen der verantwortlichen Bereiche grundsätzlich auf Konzernebene statt. Die Wirtschaftlichkeit einer Maßnahme wird vor ihrer Umsetzung bewertet. Die Signata GmbH ist indirekt von den Risiken der Tochtergesellschaften durch die bestehende Finanzierung über Intercompany-Kredite und die operative Leistungsverflechtung betroffen und steuert diese über globale Funktionen. 4.1. RisikoberichtDie verschiedenen Risikobereich werden auf Basis einer Gesamtbetrachtung hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung in "gering", "mittel" oder "hoch" eingestuft. 4.1.1. Branchenspezifische RisikenZum Stichtag 31.12.2023 wurden die branchenspezifischen Risiken basierend auf den damaligen Erkenntnissen noch als mittel eingestuft. Aktuell stufen wir die branchenspezifischen Risiken mit Hinblick auf die neusten Erkenntnisse zur allgemeinen Entwicklung der Automobilbranche als hoch ein. Die Automobilindustrie steht im Jahr 2025 vor einer Vielzahl signifikanter Herausforderungen, die sowohl bestehende als auch neu aufkommende Risiken umfassen. Obwohl sich die globalen Lieferketten seit 2023 stabilisiert haben, bleibt die Branche aufgrund ihrer starken internationalen Vernetzung anfällig für Störungen. Die Chipkrise, die in den vergangenen Jahren erhebliche Auswirkungen auf die Automobilproduktion hatte, zeigt weiterhin Effekte in Form von verlängerten Lieferzeiten und erhöhten Produktionskosten. Zwar haben sich die Engpässe verringert, doch die Abhängigkeit von Halbleiterlieferungen bleibt ein kritischer Faktor. In Europa und Nordamerika führen Überkapazitäten und intensiver Preiswettbewerb dazu, dass zahlreiche Fabriken im Jahr 2025 von Schließungen oder Verkäufen bedroht sind. Besonders in Hochkostenländern steigt der Druck auf die Hersteller, Produktionskapazitäten anzupassen, um wirtschaftlich rentabel zu bleiben. Die Nachfrage nach Neuwagen hat sich seit dem Einbruch im Jahr 2020 nicht vollständig erholt. Für das Jahr 2025 prognostiziert der Verband der Automobilindustrie (VDA) in Deutschland einen leichten Anstieg der Pkw-Neuzulassungen um 1 % auf 2,8 Millionen Einheiten. Dies entspricht etwa einem Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. 16 Diese Entwicklung könnte sich 2025 fortsetzen, insbesondere wenn verschärfte CO2-Flottenziele der EU nicht erreicht werden und hohe Strafzahlungen drohen. Der Übergang von Verbrennungsmotoren zur Elektromobilität stellt die Branche vor erhebliche Herausforderungen. Während die Produktion von batterieelektrischen Fahrzeugen weltweit steigen soll, kämpfen traditionelle Hersteller mit der schnellen Anpassung an diese Veränderungen. Gleichzeitig erhöhen neue Wettbewerber, insbesondere aus China, den Druck auf etablierte Unternehmen. Steigende Energiepreise und potenzielle Engpässe in der Energieversorgung stellen weitere Risiken dar. Obwohl in den Wintern 2022/23 und 2023/24 keine gravierenden Versorgungsprobleme auftraten, könnten zukünftige Einschränkungen die Produktionsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie beeinträchtigen. Effizientes Energiemanagement und langfristige Verträge mit Lieferanten sind daher entscheidend, um diese Risiken zu mindern. Als Automobilzulieferer ist die Signata GmbH stark von wenigen großen Original Equipment Manufacturers (OEMs) abhängig. Da diese bei Elektrofahrzeugen geringere Marktanteile als bei Verbrennerfahrzeugen haben, besteht das Risiko eines schrumpfenden Marktes für Zulieferer. Die Notwendigkeit, sich an neue Marktbedingungen anzupassen und Beziehungen zu aufstrebenden Herstellern aufzubauen, wird immer wichtiger. Mit der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung von Fahrzeugen steigt zudem das Risiko von Cyberangriffen. Die Implementierung von Cyber Security Management Systemen gemäß der UNECE R155 ist daher unerlässlich, um die Sicherheit von Fahrzeugen und den Schutz sensibler Daten zu gewährleisten. Die Automobilindustrie sieht sich im Jahr 2025 mit einer Vielzahl komplexer Risiken konfrontiert. Ein proaktives Risikomanagement, die Anpassung an technologische Veränderungen und die Sicherstellung stabiler Lieferketten sind entscheidend, um in diesem dynamischen Umfeld erfolgreich zu bestehen. Hinsichtlich einer potenziellen Gefährdung der Unternehmensfortführung in Zusammenhang mit branchenspezifischen Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Unterabschnitt 4.1.5 "Unternehmensfortführung".
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https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2025/250121_PM_Jahrespressekonferenz_2025_DE.
4.1.2. Ertragsorientierte RisikenDie ertragsorientierten Risiken stufen wir als mittel ein. Als zentrales Risiko für die Ertragsentwicklung der Signata GmbH werden Steigerungen der Kostenbasis gesehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Verhandlung von Preismechanismen mit unseren Lieferanten und die Weitergabe von Preissteigerungen an unsere Kunden. Zudem sind die Verbesserung der Materialkostenbasis und weitere Effizienzsteigerungen im Overhead-Bereich und Produktionsverbund der Signata wesentliche Aspekte. Für die künftige Entwicklung der Ertragskraft ist weiterhin eine starke Fokussierung auf die Margenqualität bei laufenden und neuen Aufträgen erforderlich. Es besteht das Risiko, dass die Maßnahmen nicht in dem erforderlichen Maße umgesetzt werden können. Derzeit gehen wir, auf Basis der laufenden Verhandlungen mit Lieferanten und Kunden sowie der Umsetzung entsprechender Maßnahmen, davon aus, dass die Ziele erreicht beziehungsweise übertroffen werden können. Das Risiko wird als beherrschbar eingestuft. Für die fortschreitende Transformation in Richtung Aktuatorik sind weitere Neuaufträge in signifikantem Umfang erforderlich. Die Signata GmbH hat sich ambitionierte Ziele für das Neugeschäft gesetzt. Sollten diese nicht erreicht werden, kann das geplante Umsatzniveau für die Jahre ab Auslaufen des Verbrennergeschäfts nicht mehr erreicht werden, was das Ergebnis belasten und weitere Anpassungsmaßnahmen in der Gruppe erforderlich machen könnte. Planungsunsicherheiten durch Abrufschwankungen bei wesentlichen Kunden sowie insgesamt reduzierte Abrufe stellen ein weiteres wesentliches Risiko für die Signata GmbH dar. Kurzfristigen Nachfrageschwankungen wird generell durch eine Flexibilisierung der Produktionskapazitäten (Einsatz von Leiharbeitskräften sowie Mitarbeitern mit befristeten Arbeitsverträgen und flexible Schichtsysteme), eine enge wöchentliche Abstimmung zwischen Vertrieb, Produktion, Logistik, Einkauf und Finanzen sowie durch Maßnahmen zur Reduktion der Fixkosten begegnet. In der automobilen Großserienfertigung entstehen Produkthaftungsrisiken. Diesen Risiken beugt die Signata GmbH durch eine sorgfältige Produktentwicklung gemeinsam mit den Kunden und einem umfangreichen Qualitätsmanagement vor. Zusätzlich werden die Auswirkungen dieser Risiken durch Versicherungsverträge unterlegt. Standardrisiken sind über Versicherungen abgedeckt. Hinsichtlich einer potenziellen Gefährdung der Unternehmensfortführung in Zusammenhang mit Ertragsrisiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Unterabschnitt 4.1.5 "Unternehmensfortführung". 4.1.3. Finanzwirtschaftliche RisikenDie finanzwirtschaftlichen Risiken stufen wir als niedrig ein. Für die Signata GmbH sowie die Signata-Gruppe existieren keine Kreditfinanzierung durch klassische Kreditinstitute oder Bankhäusern. Die bestehenden Kredit-/Darlehensfinanzierungen der Signata GmbH wurden durch den Verkäufer ZF Friedrichshafen AG gewährt. Die Finanzierung seitens der ZF Friedrichshafen AG ist bis November 2028 mit der Option zur Verlängerung um ein weiteres Jahr gesichert. Für die Darlehensfinanzierungen ist ein fixer Zinssatz von 6% vereinbart, welcher über den Darlehenslaufzeit flexibel gestundet werden kann. Hierdurch existiert für die Signata GmbH kein Risiko durch ansteigende Zinssätze am Kapitalmarkt. Das Budget 2024 und die Folgejahre berücksichtigen dabei die mit der ZF Friedrichshafen AG und der Signata GmbH beiderseitig definierte vom Eintreten bestimmter Ereignisse und Kennzahlen abhängigen Cash-Events, die eine vorzeitige Teilrückzahlung des Darlehens zur Folge haben. Diese werden laufend bewertet soweit ein Ereignis sich hinreichend wahrscheinlich abzeichnet und die weiteren Bedingungen gegeben sind entsprechend und innerhalb der Unternehmensplanung berücksichtigt. Die Liquiditätssituation der Signata GmbH und übergeordnet der Signata-Gruppe hat sich im Verlauf des Jahres 2023 im Rahmen der geplanten Mittelabflüsse durch den Asset Deal stabil entwickelt und wurde durch die Einführung einer Factoring-Linie zum Ende des Jahres 2023 weiter abgesichert. Die Laufzeit des Factorings geht zum Aufstellungszeitpunkt bis März 2027. Das Factoring wird auf Basis des tagesaktuellen 3-Monats EURIBOR plus Marge verzinst. Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Signata GmbH sowie aller Signata Gesellschaften wird durch aktives tägliches / wöchentliches Cash Management, regelmäßige Bottom-up-Liquiditätsprognosen sowie unterstützendes Working Capital-Management begleitet. Die erfolgreiche Weiterführung der eingeleiteten Effizienz- und Verbesserungsmaßnahmen in der Signata GmbH sowie die Umsetzung der Kundenbeiträge sollen den Kapitalbedarf für die Signata GmbH auf Basis unserer Planung sichern. Deutliche Planabweichungen, etwa weil Risiken aus anderen Bereichen sich materialisieren, könnten jedoch die Liquidität deutlich belasten. In Bezug auf die potenzielle Gefährdung der Unternehmensfortführung in Zusammenhang mit finanzwirtschaftlichen Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Unterabschnitt "4.1.5 Unternehmensfortführung". 4.1.4. Risiken aus FinanzinstrumentenZu den in der Signata GmbH bestehenden Finanzinstrumenten zählen (Intercompany-)Kredite, Forderungen, Verbindlichkeiten, Factoring und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Sichtguthaben bei Kreditinstituten werden bei einzelnen Gesellschaften verzinst und generieren so zusätzliche Erträge. Darüber hinaus werden durch die Signata GmbH risikolose Finanzanlagen durchgeführt, die innerhalb von vier Wochen verfügbar sind. Eine längerfristige Bindung von Kapital ist derzeit nicht vorgesehen, um weiterhin flexibel agieren und auf Veränderungen schnell reagieren zu können. Auf eine Absicherung eines möglichen Zinsänderungsrisikos wurde aufgrund des gering eingeschätzten Risikoausmaßes verzichtet. Ein externer Kredit besteht gegenüber der ehemaligen Eigentümerin ZF Friedrichshafen. Die Finanzierung ist im Zuge des Eigentumsübergangs entstanden. Durch die Langfristigkeit der Finanzierung sowie den fixierten Zinssatz von 6% ist ein Zinsänderungsrisiko gering und die Zinsaufwendungen fest planbar. Bei Factoring ist die Verzinsung variabel, wodurch ein gewisses Zinsänderungsrisiko gegeben ist. Die operativen Gesellschaften der Signata-Gruppe verfügen über einen gewachsenen Kundenstamm mit langjährigen Geschäftsbeziehungen, welche bereits vielfach vor der Firmierung der Signata GmbH bestanden. Es findet eine laufende Überwachung von Kunden durch diverse Watchlisten statt, das Mahnwesen wird regelmäßig und konsequent durchgeführt. Hierdurch werden mögliche Forderungsausfallrisiken minimiert und das Risikomanagement der Signata-Gruppe dahingehend proaktiv durchgeführt. Darüber hinaus nutzt die Signata GmbH das Factoring als Instrument zur Sicherstellung eines regelmäßigen Liquiditätszuflusses. Das Liquiditäts- und Ausfallrisiko ist dementsprechend gering. Die Tochtergesellschaften führen ihre operativen Finanzgeschäfte größtenteils eigenständig durch. Die strategische Steuerung erfolgt durch die Signata GmbH, es findet eine laufende Abstimmung statt. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Ausrichtung der Finanzgeschäfte gemäß den unternehmensinternen Vorgaben sowie der Planung für das jeweilige Jahr erfolgt. Durch diese regelmäßige Abstimmung wird auch in den Tochtergesellschaften das Liquiditätsrisiko als gering eingeschätzt. Auch die Lieferanten der Signata-Gruppe werden laufend durch Watchlisten überprüft. Dies gilt sowohl für neue als auch bestehende Lieferanten. Durch dieses Instrument können Ausfallrisiken in der Lieferkette frühzeitig erkannt und abgewendet werden. Verbindlichkeiten werden von den Konzerngesellschaften innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Eine kurzfristige externe Finanzierung ist nicht notwendig, da die Gesellschaft über ausreichend Kapital verfügt und das bereits angesprochene Factoring genutzt wird. Intern refinanzieren sich die Tochterunternehmen über Intercompany-Kredite. Im Regelfall ist die SIGNATA GmbH Kreditgeberin, nur in Ausnahmefällen erfolgt eine Finanzierung zwischen den Tochterunternehmen, so beispielsweise zwischen Signata USA LLC als Kreditgeberin und Signata Mexico S. de R.L. de C.V. als Kreditnehmerin. Die Koordination der Intercompany-Transaktionen erfolgt ebenfalls durch die Signata GmbH. Hierdurch wird ebenso ein Liquiditätsrisiko der Signata-Gruppe minimiert und somit als niedrig bewertet. Einige Einheiten verfügen über Fremdwährungskonten, andere Einheiten transferieren in Hauswährung. Das Fremdwährungsrisiko ist aufgrund dessen gering. Zur weiteren Absicherung gegen Liquiditätsrisiken wird eine rollierende 13-Wochen-Liquiditätsvorschau sowie eine langfristige Liquiditätsplanung bis Ende 2027 durchgeführt, um jederzeit steuernd eingreifen zu können. Insgesamt verfolgt die Geschäftsführung beim Management der Finanzpositionen des Mutterunternehmens eine konservative Risikopolitik. Sämtliche vorgestellte Maßnahmen zielen darauf ab, mögliche Risiken früh zu erkennen und zu vermeiden. 4.1.5. UnternehmensfortführungDie Signata GmbH befand sich im Geschäftsjahr 2023 in einer Übergangsphase, die durch die im Zuge des Carve-Outs entstandenen Sondereffekte geprägt war. Diese einmaligen Belastungen wirkten sich sowohl auf die Ertragslage als auch auf die Bilanz und den Cashflow aus. Trotz dieser Herausforderungen wurde der Carve-Out erfolgreich abgeschlossen. Die Finanzierung der Signata GmbH ist durch langläufige Darlehensverträge gesichert, darüber hinaus wurde Ende 2023 eine Factoring-Linie eingeführt. Mit Abschluss des Carve-Outs entfällt ab 2024 die damit verbundene Sonderbelastung, wodurch eine verbesserte Ertragslage erwartet wird. Erste operative Fortschritte, insbesondere im Bereich der Profitabilität und Liquidität, wurden bereits durch erfolgreich geführte Kundenverhandlungen und den Start operativer Verbesserungsmaßnahmen erzielt. Darüber hinaus wurden interne Prozesse im Laufe des Jahres zunehmend effizienter, da sich Abläufe, die sich durch den Carve-Out zunächst neu einspielen mussten, weiter stabilisiert haben. Dies führt zu einer Produktivitätssteigerung sowohl auf Ebene der Signata GmbH als auch innerhalb der gesamten Signata-Gruppe, die sich über das Geschäftsjahr 2023 hinaus positiv auswirken sollte. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich dieser positive Trend fortsetzen wird und die für die Signata GmbH definierten EBITDA-Ziele erreicht werden können, sofern die gestarteten Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung konsequent umgesetzt werden. Gleichwohl bleiben, insbesondere auch angesichts der bestehenden externen Risiken weiterhin Anstrengungen im Rahmen des eingeleiteten Effizienzsteigerungsprogramms erforderlich, um die Profitabilität und Liquidität nachhaltig zu sichern. Sollte es aufgrund der bestehenden erheblichen Risiken entgegen unserer Einschätzung zu wesentlichen negativen Abweichungen in der Unternehmensplanung kommen, besteht das Risiko, dass das derzeitige Darlehen von ZF-Friedrichshafen mittel- und langfristig nicht ausreicht, um die Liquidität der Gesellschaft zu sichern. In diesem Fall wäre die Fortführung der Unternehmenstätigkeit davon abhängig, ob die Gesellschaft Mittel von anderen Kreditgebern oder dem neuen Gesellschafter akquirieren kann. Insoweit haben wir den vorliegenden Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt, da wir auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung und der bestehenden Finanzierungsstruktur, die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft für überwiegend wahrscheinlich erachten. 4.2. ChancenberichtChancen sieht die Geschäftsführung der Signata GmbH insbesondere in der guten technologischen Position der Signata-Gruppe bei der Entwicklung und Herstellung von komplexen Lösungen im Bereich Schaltsystemen und Aktuatoren. Hierzu gehören auch die global ausgerichteten Produktionskapazitäten der Signata-Gruppe in wichtigen Absatzregionen. Insbesondere die im Geschäftsjahr 2023 erfolgte Gewinnung von Neuaufträgen im Bereich Aktuatorik unterstreichen die technologische Kompetenz der Signata- Gruppe und die enge Kundenbeziehung zu den führenden Automobilherstellern. Die Parksperren- und Disconnect/Tür-Aktuatoren sind komplexe mechatronische Systeme mit software-basierten Funktionen, die insbesondere auch in Elektrofahrzeugen eingesetzt werden können. Somit ermöglicht dies Wachstum im Einklang mit zukünftigen Antriebstechnologien bzw. einen Ausgleich zum rückläufigen Geschäft mit Schaltungssystemen. Auch konnten für das neue Produktfeld neue Kunden hinzugewonnen werden, sowohl ein führender deutscher Premium-OEM wie auch einer der Top-3 weltweiten Systemlieferanten. Für diesen liefert Signata aus der Tier-2-Rolle. Weitere Anfragen stehen derzeit in Verhandlung mit allen wesentlichen Kunden. Weitere Chancen sieht die Geschäftsführung in der überplanmäßigen und schnelleren Umsetzung der Maßnahmen aus dem Ergebnisverbesserungsprogramm. Hierzu gehört insbesondere eine raschere Umsetzung der Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung in den Werken, Anpassung der Verwaltungsstrukturen auf ein geeignetes Maß, Verschlankung der bestehenden Konzernprozesse sowie Reduktion der Kostenbasis im Materialaufwand und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Zusätzlich könnte ein Absinken der Rohstoffpreise zu einer deutlichen Entlastung der Kostenbasis an den Standorten führen. Nachlassender Inflationsdruck und mögliche Energiekostensenkungen könnten ebenfalls zu einer Entlastung führen. Die Entwicklung der Weltwirtschaft sowie des weltweiten Automobilmarktes könnte besser als prognostiziert eintreten und die Erwartungen der Signata-Gruppe volumen- und ertragsseitig übertreffen, mit entsprechend positiven Effekten auf die Abrufzahlen und damit die Umsätze und letztlich auch das Ergebnis. Aus dem Wechsel des Eigentümers der Signata GmbH von der ZF Friedrichshafen AG zur AEQUITA Management SE ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken, die sich in ihrer Gesamtheit die Waage halten. 5. GesamtaussageDie Risiken für die zukünftige Entwicklung der Signata GmbH erscheinen nach unserer Einschätzung beherrschbar. Entscheidend hierfür sind die erfolgreiche Umsetzung der bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung der Ertrags- und Kostenstruktur sowie die Gewinnung weiterer Neuaufträge. Die Umsetzung der primär organisatorischen Maßnahmen zur Erreichung der Produktivitätsziele in den Werken, Anpassung der Verwaltungsstrukturen auf ein geeignetes Maß, Verschlankung der bestehenden Konzernprozesse sowie Reduktion der Kostenbasis im Materialaufwand und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Maßnahmenumsetzung im Verlauf 2024 verlief über Plan. Die Liquiditätssituation der Signata GmbH und der Signata-Gruppe hat sich im Verlauf von 2024 stabil bewegt. Durch den langfristig laufenden Darlehensvertrag, den fixierten stundbaren Zinssatz und die weiteren eingesetzten Finanzierungsinstrumente sehen wir mögliche Liquiditätsrisiken als beherrschbar an.
Diepholz, 2. April 2025 Ulrich Feindt, Geschäftsführer Dr. Ulf Merschmann, Geschäftsführer Bilanz für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang zum 31.12.2023I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSSDie Signata GmbH, gegründet am 21.01.2022, ist unter HRB 210776 im Handelsregister beim Amtsgericht in Walsrode eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Siemensstraße 4, 49356 Diepholz. Im Jahr 2022 bestand nur eine Mantelgesellschaft, die für den Carve-Out gegründet wurde und aus diesem Grund ist ein Vorjahresvergleich nicht möglich. Zum 01.04.2023 hat die Signata GmbH im Rahmen eines Asset Deals mit der ZF Friedrichshafen AG die operativen Tätigkeiten aufgenommen. Dadurch sind in dem Jahresabschluss der Signata GmbH für 2023 nur neun Monate dargestellt. Bis zum 30.11.2023 gehörte die Signata GmbH zur ZF Friedrichshafen AG und wurde zum 01.12.2023 an den Aequita-Konzern verkauft. Die Gesellschaft hat ihren Jahresabschluss nach den Regeln für große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Der Abschluss wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Trotz der bestehenden latenten Risiken, die - falls sie sich manifestieren - den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten, geht die Geschäftsführung auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung davon aus, dass die Liquidität auf Basis der bestehenden Finanzierung und der eingeleiteten Maßnahmen mindestens bis Mitte des Jahres 2026 gesichert ist. Wir verweisen ergänzend auf unsere ausführlichen Darstellungen im Abschnitt "4.1.5 Unternehmensfortführung" des Lageberichts. II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind angewendet worden: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert und linear nach voraussichtlichen Nutzungsdauern um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zugänge des Geschäftsjahres werden zeitanteilig (pro-rata-temporis) abgeschrieben. Den Abschreibungen der Posten des Sachanlagevermögens liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde: Immaterielle Vermögensgegenstände: 3 Jahre Geschäfts oder Firmenwert: 10 Jahre Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken: 33 Jahre Technische Anlagen und Maschinen: 6 Jahre Betriebs und Geschäftsausstattung: 3 Jahre Die Abschreibungen erfolgen bei im Mehrschichtbetrieb eingesetzten Maschinen durch entsprechende Mehrschichtzuschläge. Die planmäßige Abschreibung des Geschäfts oder Firmenwertes erfolgt über zehn Jahre gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB, da eine verlässliche Schätzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer nicht möglich ist. Abnutzbare bewegliche, selbständig nutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden entsprechend der steuerlichen Regelung nach § 6 Abs. 2 EStG im Geschäftsjahr der Anschaffung bzw. Herstellung voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, sofern eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt. Entfällt der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Das Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungskosten werden sofort im Aufwand erfasst. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Direktversicherungsansprüche gegen Lebensversicherungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten (Aktivwert bzw. Deckungskapital des Versicherungsvertrags) unter Beachtung des gemilderten Niederstwertprinzips am Abschlussstichtag bewertet. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder wenn eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung besteht zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Soweit Gründe für vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird im Umfang der Werterhöhung zugeschrieben, jedoch nicht über die Anschaffungskosten hinaus. Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Der niedrigere beizulegende Wert wird auf Basis niedrigerer Wiederbeschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ermittelt. Der Ansatz der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten, die neben den direkt zurechenbaren Material-, Lohn- und Sondereinzelkosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen enthalten. Bei der Berechnung der Herstellungskosten werden auch produktionsbezogene Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Abwertungen für Verwertbarkeitsrisiken werden in ausreichendem Maße vorgenommen. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung sowie eine Abwertung nach Gängigkeit kommen zum Ansatz. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch individuelle Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Das Gezeichnete Kapital, die sonstigen Posten des Eigenkapitals und der durch das Eigenkapital nicht gedeckter Fehlbetrag des Vorjahres werden zum Nennwert bilanziert. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zum Stichtag gemäß Planformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer bis dahin abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie Fluktuationswahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung wird pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Folgende Annahmen liegen der Bewertung zugrunde: Rechnungszinssatz (10 Jahresdurchschnitt): 1,82 %/p.a. Rechnungszinssatz (7 Jahresdurchschnitt): 1,74 %/p.a. Anwartschaftstrend (z.B. Gehalt): 2,50 %/p.a. Rententrend: 2,20 %/p.a. Rententrend bei Garantieanpassung: 1,00 %/p.a. Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt. Erfolgswirkungen aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen werden grundsätzlich im Personalaufwand ausgewiesen, bis auf die Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes, welche im Zinsaufwand ausgewiesen werden. Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet; dabei werden künftige Kostentrends berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Effekte aus Zinsänderungen werden in der GuV unter den Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge oder Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Die Bewertung der pauschalen Gewährleistungsrückstellungen erfolgt auf der Basis aktueller Gewährleistungskosten unter Berücksichtigung von Gewährleistungs- und Kulanzfristen sowie der Umsatzentwicklung. Die Bewertung der Drohverlustrückstellungen erfolgt auf der Basis bestehender Verpflichtungsüberhänge unter Berücksichtigung von Vollkosten. Die Altersteilzeitverpflichtungen sind über ein treuhänderisch gehaltenes Bankguthaben gegen Insolvenz im Rahmen eines Treuhandmodells abgesichert. Diese ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit den Rückstellungen saldiert. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden bei der Transaktion mit dem aktuellen Tageskurs eingebucht und bei Restlaufzeit bis zu einem Jahr am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite entweder unverändert mit dem Wechselkurs im Zeitpunkt des Entstehens der Fremdwährungsforderung bzw. -verbindlichkeit oder mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Effekte aus Währungsumrechnungen werden in der GuV unter den Posten sonstiger betrieblicher Aufwand und sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, soweit erwartet wird, dass sie innerhalb der nächsten fünf Jahre genutzt werden können. Neben Verlustvorträgen bestehen Differenzen insbesondere aufgrund unterschiedlicher Abschreibungsdauer des Geschäfts- und Firmenwerts sowie aus Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen einschließlich Deckungsvermögen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie des gewerbesteuerlichen Hebesatzes der Gesellschaft mit einem Steuersatz von derzeit 30 %. Von dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zur Aktivierung eines aktiven latenten Steuerüberhangs wurde kein Gebrauch gemacht. Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt mit der Erbringung der Leistung bzw. bei der Lieferung von Waren mit dem Gefahrenübergang auf den Kunden, soweit keine abweichenden vertraglichen Regelungen bestehen. III. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN
DER BILANZ UND DER GEWINN- UND
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| Verrechnete Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen) | ||
| Rückstellung für Altersvorsorgeverpflichtungen | TEUR | 23.943 |
| Deckungsvermögen | TEUR | 2.561 |
| Nicht durch Vermögen gedeckter Betrag | TEUR | 21.382 |
| Verrechnete Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen) | ||
| Historische Anschaffungskosten | TEUR | 2.416 |
| Beizulegender Zeitwert | TEUR | 2.561 |
| Erträge/Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen | TEUR | -145 |
Zinserträge aus dem Deckungsvermögen wurden mit den Aufwendungen aus der Abzinsung der Altersvorsorgeverpflichtungen saldiert. Im Geschäftsjahr beliefen sich die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Altersvorsorgeverpflichtungen auf TEUR 150, während die Erträge aus dem Deckungsvermögen TEUR 145 betrugen. Die Nettozinsaufwendungen aus der Altersvorsorgeverpflichtung betragen somit TEUR 5 und ist im Zinsaufwand ausgewiesen. Diese Saldierung erfolgt im Einklang mit den Regelungen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB.
Sonstige Rückstellungen
Im Berichtsjahr beinhalten die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Aufwendungen für ausstehende Rechnungen TEUR 3.875 (Vorjahr: TEUR 0), für zu erteilende Gutschriften an Kunden TEUR 3.166 (Vorjahr: TEUR 0), für Garantieverpflichtungen TEUR 2.933 (Vorjahr: TEUR 0), übrige Personalbezogene Rückstellungen TEUR 1.172 (Vorjahr: TEUR 0) sowie für Drohverluste TEUR 973 (Vorjahr: TEUR 0).
Rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 669. Diese wurden mit zu Zeitwerten bewerteten Deckungsvermögen von TEUR 184 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der Zeitwert wurde aus dem Marktpreis abgeleistet. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens lagen bei TEUR 184. Der Zinsaufwand TEUR 1 wurde mit dem Ertrag aus dem Deckungsvermögen TEUR 0 im Zinsaufwand im Zinsaufwand verrechnet.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft setzen sich wie folgt zusammen:
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Gesmatbetrag
in EUR |
Restlaufzeit bis zu einem Jahr | Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren | |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 1.747.572,00 | 1.747.572,00 | 0,00 | 0,00 |
| (Vorjahr) | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 19.021.502,33 | 19.021.502,33 | 0,00 | 0,00 |
| (Vorjahr) | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 5.527.696,75 | 5.527.696,75 | 0,00 | 0,00 |
| (Vorjahr) | 11.120.987,64 | 11.120.987,64 | 0,00 | 0,00 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 39.129.635,53 | 684.298,65 | 38.445.336,88 | 0,00 |
| (Vorjahr) | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe | 65.426.406,61 | 26.981.069,73 | 38.445.336,88 | 0,00 |
| Vorjahr | 11.120.987,64 | 11.120.987,64 | 0,00 | 0,00 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 5.528 resultieren vollständig aus den Liefer- und Leistungen und enthalten TEUR 940 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Vorjahr TEUR 11.121 aus Finanzverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern). Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus Darlehensverbindlichkeiten TEUR 38.445 (Vorjahr: TEUR 0) und Steuerverbindlichkeiten TEUR 669 (Vorjahr: TEUR 0) zusammen. Davon bestehen Verbindlichkeiten im Rahmen der soz. Sicherheit von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 0).
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse wurden in folgenden Tätigkeitsbereichen erzielt:
|
2023
in EUR |
2022
in EUR |
|
| Erlöse Serienfertigung | 124.347.883,80 | 0,00 |
| Erlöse Entwicklung | 6.822.363,71 | 0,00 |
| Erlöse Werkzeuge | 10.970,00 | 0,00 |
| Erlöse sonstige | 7.802.007,94 | 0,00 |
| Summe | 138.983.225,45 | 0,00 |
Die übrigen Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Dienstleistungen, die an verbundene Unternehmen erbracht wurden.
Die Umsatzerlöse wurden in den folgenden geographisch bestimmten Märkten erzielt:
|
2023
in EUR |
2022
in EUR |
|
| Deutschland | 64.994.755,57 | 0,00 |
| Ausland | 73.988.469,88 | 0,00 |
| Summe | 138.983.225,45 | 0,00 |
Der ausländische Umsatz wurde überwiegend im EU-Ausland erzielt.
Periodenfremde Erträge
Im Geschäftsjahr erhielt die Gesellschaft eine Erstattung aus einer Versicherung in Höhe von TEUR 287.
Personalaufwand
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
|
2023
in EUR |
2022
in EUR |
|
| Löhne und Gehälter | 15.621.337,63 | 0,00 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 4.563.549,48 | 0,00 |
| Davon für Altersversorgung | 1.833.497,12 | 0,00 |
| Summe | 20.184.887,11 | 0,00 |
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 46.401 (Vorjahr: TEUR 4) enthalten im Wesentlichen TEUR 28.451 (Vorjahr: TEUR 0) Konzernumlagen, TEUR 11.358 (Vorjahr: TEUR 0) sonstige fremde Dienstleistungen, TEUR 766 (Vorjahr: TEUR 0) Garantieaufwendungen, TEUR 755 (Vorjahr: TEUR 0) Wartungskosten, TEUR 531 (Vorjahr: TEUR 0) Ausgangsfrachten, TEUR 411 (Vorjahr: TEUR 0) Aufwand für Versicherungen, TEUR 334 (Vorjahr: TEUR 4) Aufwand für Beraterleistungen.
Der Aufwand für Konzernumlagen enthält einmalige Transaktionskosten in Höhe von TEUR 543, sowie in außergewöhnlicher Größenordnung Aufwendungen für die Sicherstellung der Eigenständigkeit der Signata GmbH in Höhe von TEUR 14.232.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Zinserträge in Höhe von TEUR 612 (Vorjahr: TEUR 0) resultieren im Wesentlichen mit TEUR 607 (Vorjahr: TEUR 0) aus Darlehen an verbundenen Unternehmen.
Abschreibungen auf Finanzanlagen
Im Berichtsjahr wurde eine Abwertung der Beteiligung gegen SIGNATA Automotive Control Systems, Shenyang, in Höhe von TEUR 20.550 vorgenommen.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.444 (Vorjahr: TEUR 43) beinhalten im wesentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.423 (Vorjahr: TEUR 43) für die Nutzung des Cashpools und für ein Darlehen über TEUR 38.300.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag kommen in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 0) aus Aufwendungen für Quellensteuern.
IV. ERGÄNZENDE ANGABEN
Geschäftsführung
Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:
| • |
Herr Jörg Meyer, Wagenfeld, (Head of Research and Development) bis zum 04.10.2023 |
| • |
Herr Thomas Buda, Lemförde (Operations, Projekt Management, Qualität, Einkauf, Vertrieb, R&D) bis zum 29.07.2024 |
| • |
Herr Ulrich Feindt, Schondorf am Ammersee, (Finance, Personal, IT, Legal & Compliance, seit dem 12.12.2023 |
Am 04.10.2023 wurde Herr Jörg Meyer, Wagenfeld, mit sofortiger Wirkung aus der Geschäftsführung der Gesellschaft auf eigenen Wunsch abberufen.
In der Gesellschafterversammlung vom 12.12.2023 wurde Herr Ulrich Feindt, Schondorf am Ammersee, mit sofortiger Wirkung zum Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt.
In der Gesellschafterversammlung vom 15.01.2024 wurde Herr Ulf Merschmann, Lippstadt, mit sofortiger Wirkung zum Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt.
Am 29.07.2024 wurde Herr Thomas Buda, Lemförde, mit sofortiger Wirkung aus der Geschäftsführung der Gesellschaft abberufen.
Die Gesellschaft macht gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben bzgl. der Gesamtbezüge der Geschäftsführung, da ein Geschäftsführer kein Gehalt direkt von der Gesellschaft bezieht.
Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB
Für das Geschäftsjahr 2023 beträgt das Honorar des Abschlussprüfers TEUR 140, die auf Abschlussprüfungsleistungen entfallen.
Mitarbeiterzahl
Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 315 Mitarbeiter (Vorjahr: 0 Mitarbeiter). Von diesen sind 100 Mitarbeiter (Vorjahr: 0 Mitarbeiter) gewerbliche Arbeitnehmer sowie 215 Mitarbeiter (Vorjahr: 0 Mitarbeiter) Angestellte. Die Berechnung der Mitarbeiterzahlen 2023 basieren auf den Quartalen mit operativer Geschäftstätigkeit ab dem Carve-Out.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzten sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
|
< 1 Jahr
in EUR |
> 1 - 5 Jahre
in EUR |
> 5 Jahre
in EUR |
Gesamt
in EUR |
|
| Miet- und Pachtverträge | 662.665,31 | 2.557.168,42 | 3.048.714,69 | 6.268.548,42 |
| Vorjahr | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe | 662.665,31 | 2.557.168,42 | 3.048.714,69 | 6.268.548,42 |
| Vorjahr | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
Aufstellung Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB
Die Gesellschaft war am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen beteiligt:
| Name und Sitz der Gesellschaft |
Anteil
in % |
Jahresabschluss |
Eigenkapital
TEUR |
Ergebnis
TEUR |
| Signata USA LLC, Farmington Hills (USA) | 100,0 | 2023 | 6.413 | -20.455 |
| Signata Automotive Control Systems Co., Ltd. | 100,0 | 2023 | 19.711 | -5.602 |
| Shenyang, (China) | ||||
| Signata Mexico S. de R.L. de C.C, Juarez (Mexico) | 99,9 | 2023 | -96 | -386 |
| Signata Bulgaria EOOD, Kuklen (Bulgarien) | 100,0 | 2023 | 15.721 | 120 |
* Quelle: lokale Abschlüsse umgerechnet mit dem Stichtagskurs.
Konzernverhältnisse
Die Gesellschaft ist eine indirekte 100 %-ige Tochter der AEQUITA Management SE, München, und wird in den nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellten Konzernabschluss einbezogen (größter und kleinster Kreis von Unternehmen). Die AEQUITA Management SE ist beim Unternehmensregister unter der Registernummer HRB 240845 abrufbar. Aus diesem Grund nimmt die Gesellschaft die Befreiung nach § 291 Abs. 2 Satz 4 HGB in Anspruch.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
2024 wurde eine zusätzliche Beteiligung in Höhe von TEUR 1 in Indien erworben, die die Signata Gruppe mit Forschungs- und Entwicklungsleistungen unterstützt. Bei dieser Gesellschaft sowie der Tochtergesellschaft in Bulgarien erfolgten nach dem Stichtag Kapitalerhöhungen von insgesamt Mio. EUR 4,8.
Mit der ZF Friedrichshafen AG wurden nachträglich Einigungen erzielt, die den Carve-Out-Prozess aus 2023 betrafen. Hieraus resultierten Erträge im niedrigen einstelligen Millionenbereich, die im Jahresabschluss 2024 berücksichtigt werden.
Ende 2024 wurden außerdem Restrukturierungsmaßnahmen mit einem Freiwilligenprogramm mit Aufwendungen im niedrigen einstelligen Millionenbereich gestartet, um die Personalaufwendungen mittelfristig zu reduzieren.
Ergebnisverwendung
Über die Verwendung des Jahresergebnisses liegt folgender Vorschlag vor:
Der Jahresfehlbetrag von 46.362.773,04 EUR wird zusammen mit dem Verlustvortrag von 47.307,26 EUR auf neue Rechnung vorgetragen.
Diepholz, den 2. April 2025
Ulrich Feindt, Geschäftsführer
Dr. Ulf Merschmann, Geschäftsführer
Anlagenspiegel 31.12.2023
|
kumuliert
in EUR |
Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.01.2023 | Zugang Asset deal 31.03.2023 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand 31.12.2023 | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 0,00 | 8.607.857,00 | 635.607,25 | 0,00 | 0,00 | 9.243.464,25 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 12.109.161,98 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 12.109.161,98 |
| Gesamt | 0,00 | 20.717.018,98 | 635.607,25 | 0,00 | 0,00 | 21.352.626,23 |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 2. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 187.928,00 | 17.528,70 | 0,00 | 0,00 | 205.456,70 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 0,00 | 6.744.455,00 | 6.082.027,69 | 0,00 | -643,00 | 12.825.839,69 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0,00 | 1.943.155,03 | 1.151.291,48 | 0,00 | -176.152,91 | 2.918.293,60 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 278.907,62 | 237.997,88 | 0,00 | -4.049,42 | 512.856,08 |
| Gesamt | 0,00 | 9.154.445,65 | 7.488.845,75 | 0,00 | -180.845,33 | 16.462.446,07 |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.000.001,00 | 0,00 | 58.876.604,08 | 0,00 | 0,00 | 69.876.605,08 |
| 2. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 1.042.634,00 | 71.859,00 | 1.114.493,00 | ||
| Gesamt | 11.000.001,00 | 1.042.634,00 | 58.948.463,08 | 0,00 | 0,00 | 70.991.098,08 |
| Total | 11.000.001,00 | 30.914.098,63 | 67.072.916,08 | 0,00 | -180.845,33 | 108.806.170,38 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| Stand 01.01.2023 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Zuschreibungen | Stand 31.12.2023 | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 0,00 | -813.371,25 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -813.371,25 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | -908.187,15 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -908.187,15 |
| Gesamt | 0,00 | -1.721.558,40 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -1.721.558,40 |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 2. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | -4.622,70 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -4.622,70 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 0,00 | -3.844.814,69 | 0,00 | 643,00 | 0,00 | -3.844.171,69 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0,00 | -646.176,41 | 0,00 | 76.885,81 | 0,00 | -569.290,60 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Gesamt | 0,00 | -4.495.613,80 | 0,00 | 77.528,81 | 0,00 | -4.418.084,99 |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | -20.550.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -20.550.000,00 |
| 2. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Gesamt | 0,00 | -20.550.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -20.550.000,00 |
| Total | 0,00 | -26.767.172,20 | 0,00 | 77.528,81 | 0,00 | -26.689.643,39 |
| Restbuchwerte | ||
| Stand 31.12.2023 | Stand 31.12. Vorjahr | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 8.430.093,00 | 0,00 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 11.200.974,83 | 0,00 |
| Gesamt | 19.631.067,83 | 0,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| 2. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 200.834,00 | 0,00 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 8.981.668,00 | 0,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.349.003,00 | 0,00 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 512.856,08 | 0,00 |
| Gesamt | 12.044.361,08 | 0,00 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 49.326.605,08 | 11.000.001,00 |
| 2. Sonstige Ausleihungen | 1.114.493,00 | 0,00 |
| Gesamt | 50.441.098,08 | 11.000.001,00 |
| Total | 82.116.526,99 | 11.000.001,00 |
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Signata GmbH, Diepholz
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Signata GmbH, Diepholz - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Signata GmbH, Diepholz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und |
| • |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Erstprüfung
Der Jahresabschluss der Gesellschaft der Signata GmbH, Diepholz, für das vorhergehende Geschäftsjahr vom 21. Januar bis zum 31. Dezember 2022, der die Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 bildet, wurde nicht geprüft. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 ist diesbezüglich nicht modifiziert.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 2. April 2025
Deloitte
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Katharina Haugg, Wirtschaftsprüferin
Sophia Schorp, Wirtschaftsprüferin
Der Jahresabschluss wurde am 2. April 2025 festgestellt.
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