EXCOR Korrosionsforschung GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christine Beuleke seit 1.8.2023 | Liquidator |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Action Composites GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Action Composites Hightech GmbHWilsdruffJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 31.12.2021Bilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2021
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS ZUM 31.12.2021
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2021Die Action Composites Hightech GmbH mit Sitz in Wilsdruff, STT Kesselsdorf, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter der Nummer 31433, ist ein Tochterunternehmen der Action Composites GmbH, mit Sitz in Ried im Innkreis, Österreich. Sie wird in den Konzernabschuss der Action Composite Technology Limited, Hongkong, einbezogen, der gleichzeitig den kleinsten wie den größten Konsolidierungskreis bildet. Der Konzernabschluss ist in Hongkong erhältlich. Die Action Composites Hightech GmbH, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB, die von den Erleichterungsvorschriften des § 288 HGB teilweise Gebrauch gemacht hat. (1) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2021 bilanziell überschuldet. Die Bilanzierung und Bewertung im Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen, da die Action Composites International Limited, British Virgin Islands, für ihre Forderungen gegenüber der Gesellschaft in Höhe von TEUR 12.780 eine Rangrücktrittserklärung mit der Gesellschaft vereinbart hat und zudem die Action Composites GmbH, mit Sitz in Ried im Innkreis, Österreich, in einer Patronatserklärung der Gesellschaft eine Zusage gegeben hat, die unter Berücksichtigung der Ertrags-, Vermögens und Liquiditätsplanung der Gesellschaft die Finanzkraft der Gesellschaft im Betrachtungszeitraum bis Ende 2023 gewährleistet. Wir verweisen auf die weiteren Erläuterungen hierzu im Lagebericht. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Abnutzbare Vermögensgegenstände werden planmäßig abgeschrieben. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, wenn die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten. Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Bauten auf fremden Grundstücken 10-25 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 4-15 Jahre, andere Anlagen 3-25 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10 Jahre. Die planmäßigen Abschreibungen der abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenstände werden nach der linearen Methode vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Geringwertige Anlagegüter, das sind Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich EUR 250 werden im Jahr des Zugangs ergebniswirksam erfasst. Für Anlagenzugänge eines Geschäftsjahres, deren Anschaffungskosten für den einzelnen Vermögensgegenstand mehr als EUR 250, aber nicht mehr als EUR 1.000 betragen, wird ein Sammelposten gebildet. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst. In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten. Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Handelswaren sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bei der Ermittlung des Wertansatzes gleichartiger Vorräte findet die Durchschnittsbewertung Anwendung. Vertriebsrisiken und Risiken aus eingeschränkter Verwertbarkeit sind angemessen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind die erkennbaren Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method). Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte zum 31. Dezember 2021 wie schon im vorigen Abschluss auf Basis der "Heubeck Richttafeln 2018 G" und unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen Gehaltssteigerungsrate von 2,5 % und eines Rententrends von 1,0 %. Die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt für das Rumpfgeschäftsjahr 2021 gemäß § 253 Abs. 2 HGB pauschal mit dem veröffentlichten Marktzinssatz von 1,87 % (im Vorjahr betrug der Rechnungszins 1,97 %) der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen zum 31.12.2021 unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen 10 Jahre sowie des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen 7 Jahre beläuft sich auf TEUR 35. In Höhe dieses Betrages besteht eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Für weitere Risiken oder Verpflichtungen im Personalbereich, wie beispielsweise für Urlaubsansprüche, werden Rückstellungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. (2) Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweiligen ungünstigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von 1 Jahr oder weniger werden mit Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. (3) Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen ist im Einzelnen im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. (4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im vorigen Abschluss eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich den Liefer- und Leistungsverkehr. (5) Eigenkapital Im Bilanzverlust ist der Verlustvortrag des Vorjahres in Höhe von TEUR 29.151 enthalten. (6) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Drohverlust- und Garantierückstellungen in Höhe von TEUR 165 (Vorjahr TEUR 0), ausstehende Resturlaubs- und Überstundenansprüche in Höhe von TEUR 109 (Vorjahr TEUR 166), Jahresabschlussgebühren und Archivkosten in Höhe von TEUR 153 (Vorjahr TEUR 15), Verpflichtungen aus ausstehenden Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr TEUR 264), Prozessrisiken in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr TEUR 9) sowie übrige weitere sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr TEUR 311). (7) Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr TEUR 12.780 eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 645 (Vorjahr TEUR 0). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 0). TEUR 500 der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden mit einer Verpfändung von Fertigerzeugnissen besichert. (8) Umsatzerlöse Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse gemäß § 285 Nr. 4 HGB nach Tätigkeitsbereichen sowie geo-graphisch bestimmten Märkten unterbleibt nach § 288 Abs. 2 HGB. (9) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außergewöhnliche Erträge aus Verkäufen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 242 sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 69 (Vorjahr TEUR 378) und sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 67. (10) Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1) enthalten. (11) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag/ Latente Steuern Latente Steuerbe- und -entlastungen aus temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen Buchwerten von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der Gesellschaft und den jeweiligen steuerbilanziellen Wertansätzen werden miteinander saldiert; der Überhang aktiver latenten Steuern wird in der Bilanz nicht angesetzt. (12) Mitarbeiter
Nachtragsbericht Die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine Konflikts lassen sich derzeit nur schwer abschätzen. Wir gehen derzeit davon aus, dass er sich im Geschäftsjahr 2022 nicht negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft auswirken wird. Darüber hinaus sind seit Ende des Geschäftsjahrs keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2021 verändert haben. (13) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen bestehen insgesamt in Höhe von TEUR 547. Davon haben TEUR 281 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. (14) Geschäftsführung Während des Rumpfgeschäftsjahres und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Frau Christine Beuleke, Schärding, Österreich Herrn Dr. Jens Werner, Coswig Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführer unterbleiben mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.
Wilsdruff, STT Kesselsdorf, den 26. August 2022 Christine Beuleke, Geschäftsführerin Dr. Jens Werner, Geschäftsführer Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2021ction Composites Hightech GmbH- Wilsdruff, STT Kesselsdorf -I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell Geschäftsgegenstand der Action Composites Hightech GmbH ist die Entwicklung und Herstellung von Fahrzeugrädern aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) und Hybridfahrzeugrädern unter Nutzung von CFK sowie weiteren CFK-Fahrwerks- Komponenten und deren Vermarktung. Die Action Composites Hightech GmbH liefert als einer von wenigen weltweiten Anbietern CFK-Räder in verschiedenen Ausführungen und Designs an Automobilhersteller. CFK-Motorradräder für den Aftermarket werden an B2B- und B2C-Kunden verkauft. Bei der Herstellung setzt die Gesellschaft eigenständig entwickelte und patentierte Verfahren ein, die von der Prototypenentwicklung bis zur Kleinserienfertigung im eigenen Produktionsbereich vorbereitet und umgesetzt werden. Auf Basis der weitestgehend patentierten Fertigungstechnologie versteht sich die Gesellschaft als Technologieführer. Aktuell werden durch die Eingliederung in die Action Composites Gruppe (AC-Gruppe) weitreichende Synergieeffekte erschlossen. Noch nicht automatisierte Teilschritte der Fertigung werden sukzessive zu den asiatischen Gesellschaften der AC-Gruppe verlagert, um so die Kosteneffizienz des deutschen Standortes zu stärken, indem die in Asien gefertigten Produkte (z.B. Preforming-Teile) als kostengünstige Zukaufteile genutzt werden können. Entsprechend der Leitlinien der AC-Gruppe bilden die Leistungsindikatoren für Profitabilität, Wertbeitrag und Liquidität die Grundlage für die operativen und strategischen Managemententscheidungen. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit (Brutto-Cashflow nach Investitionen, vor Zinsen und Steuern) sowie das Betriebsergebnis (EBIT). Der Aufbau eines eigenständigen kaufmännischen Bereichs mit eigener Finanzbuchhaltung und einem Finanzcontrolling war zum 31. Dezember 2021 weitgehend abgeschlossen. Die entsprechenden bisherigen Vereinbarungen mit der Vorgesellschafterin, bis zum 31.08.2021 die thyssenkrupp AG, und ihren Gesellschaften wurden bis zum Ende des Kalenderjahres 2021 beendet. Bis zum endgültigen Aufbau des eigenständigen kaufmännischen Bereiches werden die noch nicht im eigenen Haus vorhandenen Bereiche über den Zukauf externer Kapazitäten abgedeckt. 2. Forschung und Entwicklung Im Rumpfgeschäftsjahr 2021 hat die Gesellschaft neben CFK-Rädern für den Motorrad- Aftermarket schwerpunktmäßig Räder und Stabilisatoren für europäische OEM-Projekte entwickelt. Neben den Motorradrädern konzentriert sich die Gesellschaft derzeit auf die Entwicklung von neuartigen Voll-Carbonrädern sowie Hybridrädern für einschlägige OEM-Kunden aus Europa. Die Entwicklungen haben bereits eine hohe technische Reife erlangt und sollen planmäßig in eine Serienfertigung für die Kunden münden. Weitere Leichtbaulösungen für die Automobil- und Motorradindustrie sind ebenfalls in der Entwicklung. Zum Beispiel werden Stabilisatoren sowie Lenkungsbauteile aus CFK entwickelt und industrialisiert. Prototypenversuche laufen und erste Bauteilvalidierungen liefen erfolgreich, so dass eine zeitnahe Kommerzialisierung und Serienbelieferung er- wartet werden kann. Bei der Entwicklung neuer Einsatzmöglichkeiten von CFK-Komponenten für den Fahr- zeug-, Maschinen- und Anlagenbau arbeitet die Gesellschaft eng mit Partnern aus dem wissenschaftlichen Umfeld zusammen. Die Gesellschaft besitzt eine Vielzahl von IP-Rechten für Carbonräder wie Patente, Markenanmeldungen und Gebrauchsmuster. Für diese Entwicklungen setzte die Gesellschaft im Rumpfgeschäftsjahr wie im Vorjahr Sachkosten in Höhe von 27 % des Umsatzes ein. Es sind rund 50 % der Ingenieure und der Produktionsmitarbeiter schwerpunktmäßig in der Forschung und Entwicklung eingesetzt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Markt für CFK-Räder hat sich im vierten Quartal 2021 weiter positiv entwickelt. So bieten neben Ferrari (diverse Modelle) und Ford (GT, Mustang GT350, GT350R und GT500) nun auch Bentley (Bentayga), Chevrolet (Corvette Z06) sowie Renault (Mégane R.S.) CFK-Räder als Serienausstattung an. Im Bereich Motorrad bietet neben BMW nun auch Ducati CFK-Räder auf Serienmodellen an. Getrieben durch die Marktbeobachtung der anderen Hersteller sollte dies die Verbreitung der CFK-Räder weiter fördern. Es zeigt sich somit weiterhin ein kontinuierlicher positiver Trend für die zunehmende Verbreitung von CFK-Felgen im speziellen Hochpreissegment. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie hat auch die Action Composites Hightech GmbH zu spüren bekommen. Insbesondere bei dem weiterhin im Fokus stehenden Aftermarket war die Nachfrage verhaltener als geplant. Im OEM-Bereich wurden avisierte Projekte seitens der Kunden verschoben bzw. zurückgestellt. 2. Geschäftsverlauf und Lage Im Rumpfgeschäftsjahr 2021 konzentrierte sich die Serienfertigung auf den Motorrad- Aftermarket-Bereich. Für die im Geschäftsjahr 2020/21 auf Basis des Schließungsbeschlusses der thyssenkrupp AG gekündigten OEM-Aufträge konnten mit den Kunden keine Einigungen über die Weiterführung der Projekte vereinbart werden. Damit liefen alle vier OEM- Kundenprojekte zum 31.12.2021 aus. Zwei der OEM Projekte (Porsche Stabilisator; Maserati Vollcarbonrad) konnten allerdings durch die Muttergesellschaft bzw. die Schwestergesellschaft in Vietnam in neue Serienprojekte überführt werden. Die Gesellschaft soll hierbei zukünftig die Gruppen-Gesellschaften mit Entwicklungsleistungen, dem Bau von Prototypen sowie der Zulieferung von Halbfertigteilen etc. unterstützen. Durch den Ausbau der Modellpalette für die CFK-Motorradräder mit Straßenzulassung sowohl in Europa als auch in Japan und USA konnte die Gesellschaft ihre Wettbewerbsposition weiter ausbauen. Die Markteinführung des ersten Radmodells für Einarm- schwingen-Motorräder ist ebenfalls erfolgreich weitergeführt worden. Die Aftermarket- Produkte befinden sich weiterhin in der Phase der Markteinführung, insbesondere in Europa außerhalb des DACH-Raumes sowie im Rest der Welt. Im Rumpfgeschäftsjahr 2021 blieben die Umsätze aus dem Aftermarket aufgrund des am Markt bekannt gewordenen Verkaufes der Gesellschaft und der damit einhergehenden Unsicherheiten bei den Kun- den im Vergleich zum Vorjahr zurück. Aus dem Entwicklungsgeschäft mit OEM-Kunden konnten Erträge erwirtschaftet werden. Neue OEM-Projekte konnten trotz starker Bemühungen aufgrund der COVID-19- Pandemie sowie der beschriebenen Umstellungen im Geschäftsbetrieb bis Ende des Geschäftsjahres nicht akquiriert werden. a) Ertragslage Der Umsatz hat sich im Vergleich zum letzten Quartal des vorigen Geschäftsjahres um 20% von € 0,5 Mio. auf € 0,6 Mio. gesteigert. Der Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich von T€ -1.802 auf T€ -2.578 erhöht, wobei das Vorjahresergebnis durch den Verzicht einer Intercompany Forderung seitens der ehemaligen Konzernmuttergesellschaft thyssenkrupp AG in Höhe von € 8,5 Mio. verbessert wurde. Der Personalaufwand ist aufgrund der vorgenommenen Anpassungen an die Kapazität durch das Auslaufen befristeter Verträge proportional um 29 % gesunken. Die allgemeinen Verwaltungskosten blieben bis auf das Volumen aus den Dienstleistungen mit der thyssenkrupp Business Services für die Zentralbereiche konstant. Es ergaben sich erhöhte Aufwendungen im Zusammenhang mit Neupositionierung der Gesellschaft nach dem Closing am 1. September 2021. Die Abschreibungen erhöhten sich insgesamt um 15 %, da im August 2021 im Zuge der Vorbereitungen des Verkaufs des Unternehmens an die AC-Gruppe noch Patente und Maschinen im Wert von T€ 1.114 von anderen Unternehmen des Thyssenkrupp-Konzerns erworben wurden. b) Finanzlage Die Eigenkapitalquote beträgt -96 % (Vorjahr: -49 %), wobei hier die nachrangig gestellten Intercompany-Verbindlichkeiten als eigenkapitalersetzend zu werten sind. Unter Berücksichtigung dieser Mittel ergibt sich eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 73 % zum 31. Dezember 2021 (Vorjahr: 85 %). Die Gesellschaft finanziert den Geschäftsaufbau sowie die laufende Geschäftstätigkeit durch Darlehen im Unternehmensverbund der AC-Gruppe, da aus der eigenen operativen Geschäftstätigkeit noch keine Zahlungsmittelüberschüsse generiert werden. Der Saldo der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt zum 31. Dezember 2021 T€ 13.280 (Vorjahr: T€ 12.780). Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit betrugt T€ -920 und lag damit T€ 1.248 über dem Vorjahr und über dem im November 2021 geplanten negativen Cashflow in Höhe von T€ -1.415. Die Finanzierung der Gesellschaft ist seit September 2021 maßgeblich von Darlehen der Unternehmen der AC-Gruppe abhängig. Durch die enge Einbindung des Unternehmens in die AC-Gruppe bestehen aus Sicht der Geschäftsführung keine Finanzierungsengpässe. Die Alleingesellschafterin der Gesellschaft, die Action Composites GmbH, mit Sitz in Ried im Innkreis, Österreich, hat in einer Patronatserklärung der Gesellschaft die Zusage gegeben, die unter Berücksichtigung der Ertrags-, Vermögens und Liquiditätsplanung der Gesellschaft die Liquiditätsausstattung der Gesellschaft bis Ende 2023 gewährleistet. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2021 T€ 14.788 (Vorjahr: T€ 14.219). Enthalten ist ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von T€ 7.237 (Vorjahr: T€ 4.651). Auf der Aktivseite reduzierte sich das Anlagevermögen insbesondere aufgrund von Patentverkäufen innerhalb der Gruppe und einigen Maschinenverlagerungen von T€ 5.314 auf T€ 4.639. Die Vorräte verringerten sich von T€ 2.403 auf T€ 1.718. Der Rückgang des Bestandes betraf aufgrund der Projektverschiebungen und -kündigungen alle Positionen von den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen bis hin zu den Fertigteilen und der Handelsware. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind aufgrund der erfolgten nachträglichen Abrechnungen nach dem Eigentümerwechsel von T€ 976 auf T€ 601 gesunken. Der Bestand an liquiden Mitteln verringerte sich aufgrund des negativen Jahresergebnisses, unterstützt durch die Zuführung von Finanzmitteln durch die AC-Gruppe von T€ 843 auf T€ 568. Auf der Passivseite reduzierten sich die Rückstellungen von T€ 952 auf T€ 800 und die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Zuge des weiteren Finanzbedarfs von T€ 13.268 auf T€ 13.988. d) Gesamtbeurteilung Insgesamt wird die Geschäftsentwicklung der Action Composites Hightech GmbH im Rumpfgeschäftsjahr 2021 aus Sicht der Geschäftsführung mit dem Start der Aktivitäten zur Integration in die Action Composites Gruppe und vor dem Hintergrund der anhalten- den weltweiten Auswirkungen der COVID-19-Pandemie als zufriedenstellend beurteilt. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Es wird erwartet, dass der CFK-Räderanteil im Markt weiter steigen wird. Mittelfristig geht die Gesellschaft davon aus, dass die Zahl der Wettbewerber im Großserienumfeld stabil bleibt. Im Aftermarket und bei Kleinserienproduktionen ist aufgrund der gestiegenen Nachfrage sogar von einer zunehmenden Anzahl von Marktbegleitern auszugehen. Im nächsten Geschäftsjahr liegt der Schwerpunkt der Gesellschaft auf der Unterstützung der Mutter- und Schwesterngesellschaften bei der Produktentwicklung für die verbleiben- den OEM-Aufträge der AC-Gruppe sowie in der weiteren Integration der Aktivitäten der Serienfertigung in die Struktur der AC-Gruppe. Der zunächst vorgesehene Produktions- und Umsatzanstieg durch die Serienfertigung im OEM-Bereich im Geschäftsjahr 2022 kann aufgrund der Kündigungen der OEM-Projekte nicht mehr erzielt werden. Vielmehr werden nun Umsätze aus der Entwicklungstätigkeit und dem Prototypenbau sowie der Zulieferung von Halbzeugen innerhalb der AC-Gruppe erwartet. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein im Verhältnis deutlich niedrigerer Umsatz im Ver- gleich zum Vorjahr (2020/2021) geplant, da wie bereits ausgeführt, in vier Projekten der Start der Serienproduktion nicht stattfinden kann. Die avisierte neue Unternehmensstrategie und -planung wird im Geschäftsjahr 2022 aufgrund der langen Vorlaufzeiten von neuen Entwicklungsprojekten und Produktionsaufträgen nur einen geringen Einfluss auf Umsatz und Ergebnis haben. Die daraus resultierenden positiven Effekte werden frühestens für das dann folgende Geschäftsjahr 2023 erwartet. Aufgrund des Verhältnisses von Produktions- und Umsatzvolumen zu Produktions- und Entwicklungsaufwand werden im Geschäftsjahr 2022 ein erneutes negatives Betriebsergebnis (EBIT) und Verluste geplant, wobei sie leicht unter den Verlusten des abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahres liegen werden. Trotz eines geplanten Personalabbaus sowie geplanter Restrukturierungsmaßnahmen wird zur Finanzierung der operativen Tätigkeiten weiter die finanzielle Unterstützung des Eigentümers erforderlich sein, da auch für das Geschäftsjahr 2022 mit einem leicht negativen Cashflow aus operativer Tätigkeit gerechnet wird. Im weiteren Verlauf wird für das Jahr 2023 ebenfalls noch ein Verlust geplant. Für die Geschäftsjahre 2024 und folgend werden positive Betriebsergebnisse angestrebt. 2. Chancen- und Risikobericht Chancen ergeben sich aus der Integration und Neuaufstellung der Projekte und Prozesse in die international aufgestellte AC-Gruppe mit der Konzentration auf die Entwicklung von Fahrzeugteilen aus Carbonfasern, da in den neuen Strukturen die Erfahrungen und Marktkenntnisse speziell für dieses Marktsegment besser genutzt und geteilt werden können. Speziell für die Entwicklung hin zu kostendeckenden Projektstrukturen ergeben sich weitere Chancen aus der erfolgreichen Verlagerung von Teilbereichen der Fertigung nach Asien. Durch die Verlagerung der nicht automatisierten Prozessschritte zu den asiatischen Produktionsstätten der AC-Gruppe können signifikante Produktkostenvorteile generiert werden. Infolge der Verlagerung nach Asien können zudem Optimierungen im Materialeinkauf sowie bei der Materialeinsatzquote realisiert werden. Chancen durch Skaleneffekte und durch eingeleitete und geplante Maßnahmen zur Prozesskostensenkung können innerhalb der AC-Gruppe realisiert werden. Dadurch können am Standort Kesselsdorf die vorhandenen Kapazitäten und Ressourcen für die Entwicklung neuer Produkttypen in einer steigenden Anzahl von Projekten eingesetzt werden, so dass planmäßig ab dem Geschäftsjahr 2024 Gewinne erzielt werden können. Damit zusammenhängend können sich Chancen aus der Ausweitung des Kundenstamms und der Breite des Entwicklungsvolumens im OEM-Bereich sowie aus der erfolgreichen Marktdurchdringung im Motorrad-Aftermarket durch den Aufbau und Akzeptanz einer neuen Eigenmarke der AC-Gruppe ergeben. Die Entwicklung des Unternehmens ist verschiedenen allgemeinen und speziellen Risiken ausgesetzt. Bei den allgemeinen Risiken ist das Unternehmen dem Lieferkettenrisiko aufgrund der seit 2020 auftretenden Verwerfungen in den Logistikketten ausgesetzt, woraus sich er- höhte Anstrengungen bei der rechtzeitigen Beschaffung der Carbonfasern auf Basis der in den Angeboten kalkulierten Preise sowie die termingerechte Lieferung der Produkte an die Produktionsstandorte der OEM-Kunden ergeben. Im Rumpfgeschäftsjahr 2021 waren zudem steigende Kosten bei Zukaufteilen, insbesondere im Bereich der Carbonfasern, zu verzeichnen. Für das Geschäftsjahr 2022 sind weiter steigende Kosten zu erwarten. Deren Hersteller sind durch die aktuell erhebliche Nachfrage nach Carbonfasern produktionsseitig mittelfristig stark ausgelastet, was neben höheren Einkaufspreisen auch zur Lieferengpässen führen kann. Die beschriebene Integration in die AC-Gruppe hilft diesen Beschaffungsrisiken entgegenzuwirken. Daneben hängt der Erfolg des Unternehmens an der Attraktivität als Arbeitgeber zur Bindung des Fachpersonals und der Reaktionsmöglichkeiten aufgrund des Projektgeschäftes. Das betrifft die allgemeinen Risiken des Arbeitsmarktes mit der Werbung und Bindung der speziellen Facharbeiter, Entwicklungsingenieure sowie der weiteren Fachkräfte. Es können Beschränkungen der Entwicklungstätigkeit auftreten, wenn es nicht gelingt, das Fachpersonal zu halten oder entsprechend des möglichen ansteigenden Projektvolumens neu aufzubauen. Zusätzlich ergeben sich allgemeine Risiken aus der möglichen Verschärfung gesetzlicher Auflagen sowie aufgrund der weiter steigenden Energiekosten und Beschaffungspreise mit Beginn des Ukrainekrieges im Februar 2022. Parallel besteht weiter ein hoher Kostendruck durch den sich verstärkenden Wettbewerb über neue Marktteilnehmer und mögliche Volumenkürzungen im Bestellvolumen durch die OEM-Hersteller. Es besteht das generelle Risiko, dass die Nachfrage der OEM-Kunden nach Carbon Felgen nicht wie erwartet ansteigen, sondern zurückgehen wird. Spezielle Risiken ergeben sich aus den Gefahren von erneuten Verschiebungen der SOPs durch die OEMs aus der anhaltenden Chipkrise im Automotivbereich, aus der Logistikkrise und speziellen Rohstoffengpässe (z.B. Magnesiumkrise). Es können mögliche Rückschläge bei den technischen Freigaben der Entwicklungsergebnisse auftreten und andererseits aus der notwendigen Hochlaufabsicherung der Serienprojekte inklusive der Anlagen- und Personalbeschaffung, der Einkaufsabsicherung etc. Durch die Zusammenarbeit mit namhaften OEMs sind keine konkreten Forderungsausfallrisiken ersichtlich. Aufgrund eines strikten Qualitätsmanagements wird zudem das Risiko von Gewährleistungsfällen als gering eingeschätzt. Allgemeine Markt- bzw. branchenbezogene Risiken können wie auch die Einzelrisiken die Vermögens- und Ertragslage beeinflussen. Darunter sind kundenseitige Marktrisiken wie Konjunkturzyklen und Veränderungen des Kundenverhaltens sowie ressourcenabhängige Marktrisiken wie die Preisgestaltung und Verfügbarkeit von Lieferantenleistungen zu nennen. Darüber hinaus werden die Auswirkungen der anhaltenden COVID-19-Pandemie als Risikofaktor für eine Beeinträchtigung der operativen Geschäftsentwicklung gesehen. Insbesondere könnte sich dies in Verzögerungen der OEM-Entwicklungsprojekte sowie eines geringeren Umsatzes im Aftermarket auswirken. Aufgrund der Dynamik der Situation sind die möglichen Auswirkungen hieraus allerdings nicht konkret abschätzbar. Insofern die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf dem derzeitigen Niveau verbleiben, wird mit keinen weiteren negativen Auswirkungen auf die künftige Entwicklung gerechnet. Durch die Konzernfinanzierung in Verbindung mit der von der Muttergesellschaft erhaltenen und bis Ende 2023 gültigen Patronatserklärung ist die Finanzkraft der Action Composites Hightech GmbH unter Berücksichtigung einer Worst-Case-Planung gesichert. Insofern bestehen aus Sicht der Geschäftsführung keine bestandsgefährdenden Risiken.
Wilsdruff, STT Kesselsdorf, den 26. August 2022 Action Composites Hightech GmbH Christine Beuleke, Geschäftsführerin Dr. Jens Werner, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Action Composites Hightech GmbH, Willsdruff, STT Kesselsdorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Action Composites Hightech GmbH, Willsdruff, STT Kesselsdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Action Composites Hightech GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit§ 317 HGB unter Beachtung der vorn Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 26. August 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Michael Herting, Wirtschaftsprüfer ppa. Oliver Zielewski, Wirtschaftsprüfer |
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