Rudi Schwaiger Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Schwaiger seit 7.5.2024 | Geschäftsführer |
Stephanie Buchbauer seit 7.5.2024 | Prokura |
Markus Gebhart seit 30.1.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 65.00% | |
| 35.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hans Brunner GmbHGlonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anhang für das Geschäftsjahr 2023Erläuterungen zum Jahresabschluss 1. Allgemeines Die Hans Brunner GmbH mit Sitz in Glonn ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Handelsregisternummer München HRB 75389 eingetragen. Der Jahresabschluss der Hans Brunner GmbH für das Wirtschaftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB sowie des GmbH-Gesetzes erstellt. Sämtliche Angaben, bei denen ein Auswahlrecht zwischen Bilanz / Gewinn- und Verlust-rechnung und Anhang besteht, wurden aus Gründen der Übersichtlichkeit und Klarheit in den Anhang verlagert. Die Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittlere Kapitalgesellschaft. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten im Sinne des § 255 HGB aktiviert. Die Zugänge des Wirtschaftsjahres werden ab Zugangsmonat pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten angesetzt, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, sofern zum Stichtag der dauerhaft niedrigere Wert niedriger ist als die Anschaffungskosten. Das Umlaufvermögen wird ebenfalls zu Anschaffungs- und Herstellungskosten gemäß § 255 HGB aktiviert. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Tagespreis zum Bilanzstichtag. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten, allgemeine Verwaltungskosten) bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten finden auch angemessene Zuschläge für Gemeinkosten je nach Fertigungsgrad Berücksichtigung bei der Ermittlung der Herstellungskosten. Für ungängige Bestände erfolgen angemessene Abschläge. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Beim Ansatz der Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens wird das strenge Niederstwertprinzip beachtet. Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Die latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden Differenzen: • Unterschiedliche Bewertung der sonstigen Rückstellungen (Abzinsung / Aufzinsung) Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungs-abgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf der Basis eines Ertragssteuersatzes von 27 %. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergibt sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer. Für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Schulden am Bilanzstichtag werden angemessene Rückstellungen gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftig kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (veröffentlicht in der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB). Dabei wurde gemäß § 253 Abs. 2 HGB bei den langfristigen Personal-rückstellungen pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Verbindlichkeiten sind jeweils mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel am Ende des Anhanges zu entnehmen. Bei den geringwertigen Anlagegütern bis EUR 800,00 wurde der Abgang im Zugangsjahr unterstellt. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der geschätzten Nutzungsdauer der jeweiligen Wirtschaftsgüter vorgenommen. Sie werden sowohl linear als auch degressiv abgeschrieben, sobald die lineare Abschreibungsmethode zu höheren Werten führt, wird umgestellt. Zugänge des Jahres 2023 wurden ausschließlich linear abgeschrieben. Die Finanzanlagen betreffen zum einen die Gesellschaftsanteile an der brasilianischen Tochtergesellschaft Brunner do Brasil, Sao Paulo. Zum andern an die Tochtergesellschaft ausgereichte langfristige Darlehen zur Anlauffinanzierung. Die Ausleihungen haben Laufzeiten zwischen einem und fünf Jahren und werden angemessen verzinst. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Tochtergesellschaft Brunner do Brasil. Die Restlaufzeit liegt unter einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Vermögensgegenstände haben alle eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind wie folgt strukturiert:
Der unter der Position Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten gesichert. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen Versicherungserstattungen, Anlagen-verkäufe, Rückstellungsauflösungen und andere Erträge. Darunter sind auch EUR 290,05 (VJ EUR 0,00) Erträge aus der Währungsumrechnung erfasst. Der Personalaufwand enthält EUR 95.439,90 (VJ EUR 71.913,30) Aufwendungen für die Altersversorgung. Die Abschreibungen sind aus dem Anlagespiegel ersichtlich. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen vor allem Abschreibungen auf Forderungen, Betriebs- und Instandhaltungsaufwendungen sowie die Aufwendungen für Verwaltung und Vertrieb. In der Position Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sind EUR 18.150,00 (VJ EUR 15.054,17) Zinserträge von verbundenen Unternehmen enthalten. Außerdem sind hier EUR 3.080,00 Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen ausgewiesen (VJ EUR 989,00). In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind EUR 0,00 (VJ EUR 0,00) Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fallen im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 149 (VJ TEUR 124) an. 5. Sonstige Angaben Als alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:
Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB (Gesamtbezüge Organe) wird Gebrauch gemacht. Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 121 Mitarbeiter (84 Arbeiter, 37 Angestellte) beschäftigt. Daneben waren noch 10 Auszubildende beschäftigt. Die Gesellschaft ist zum 31.12.2023 mit 80 % am Stammkapital von R$ 450.000,00 (R$= Brasilianische Real) der Brunner do Brasil Importacao, Exportacao, Commer-cializacao é Industrializacao de moldes para Chocolate Ltda., Sao Paulo beteiligt. Zum 31.12.2022 beträgt das Eigenkapital der Gesellschaft lt. Bilanz R$ ./. 1.234.304,70 Das Ergebnis des Wirtschaftsjahres zum 31.12.2022 beträgt R$ ./. 30.561,51. Am Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen: • Haftungsverhältnisse Gesamtschuldnerische Haftung für Kredite der Besitzgesellschaft Rudi Schwaiger Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG. Die Kredite der Kreissparkasse Ebersberg valutieren zum 31.12.2023 mit insgesamt EUR 1.070.091,07. Die Darlehen der Oberbank AG valutieren zum 31.12.2023 mit EUR 306.406,66. Außerdem hat die Gesellschaft gegenüber der HypoVereinsbank für drei Kredite der Rudi Schwaiger Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG eine Bürgschaft in Höhe von TEUR 1.945 übernommen. Die Darlehen valutieren zum 31.12.2023 mit EUR 770.472,42. Mit Ausnahme branchenüblicher Lieferanteneigentumsvorbehalte bestanden sonst keine weiteren aus der Bilanz nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse. • Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus bestehenden Leasing- und Mietverträgen ergibt sich - neben der Pacht an die Besitzgesellschaft von TEUR 1.394 - eine Jahresbelastung von TEUR 154, mit Laufzeiten zwischen 2 und 72 Monaten. Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.
Glonn, 02.07.2024 Hans Brunner GmbH Geschäftsleitung Rudi Schwaiger Markus Gebhart Christoph Schwaiger Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hans Brunner GmbH Hans-Brunner-Straße 1 85625 Glonn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hans Brunner GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hans Brunner GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 2. August 2024 RIFA
AUDIT GMBH
Lutz Wohlmeiner, Wirtschaftsprüfer Die Gesellschaft hat teilweise Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften bei der Offenlegung in Anspruch genommen. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers wie oben abgedruckt bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss in der Fassung vom 2. August 2024. Der Jahresabschluss wurde von der Gesellschafterversammlung in dieser Form am 5. August 2024 festgestellt. Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Lagebericht des Jahresabschlusses 2023Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preisbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich in 2023 um 0,3 % verringert. Die konjunkturelle Entwicklung wurde dabei im Jahr 2023 von einem nach wie vor krisengeprägten Umfeld gebremst. Hierzu haben die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch massiv gestiegene Zinsen sowie eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland beigetragen. Somit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zum "Vor-Corona-Jahr" 2019 beträgt der Zuwachs der Wirtschaftsleistung damit marginale 0,7 %. Auch im Jahr 2023 haben sich die einzelnen Wirtschaftsbereiche unterschiedlich entwickelt. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung sank im verarbeitenden Gewerbe um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr. Das Baugewerbe konnte trotz unverändert hoher Baukosten, Fachkräftemangel und den zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen preisbereinigt ein minimales Wachstum von 0,2 % erzielen, was hauptsächlich durch energetische Sanierungen verursacht wurde. Im zusammengefassten Wirtschafts-bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe sank dagegen die preisbereinigte Bruttowertschöpfung um 1,0 %, was hauptsächlich durch die Rückgänge im Groß- und Einzelhandel verursacht wurde. Vor allem aufgrund der hohen Verbraucherpreise sanken die privaten Konsumausgaben in 2023 um preisbereinigt 0,8 % und entfernten sich damit wieder vom Vorkrisenniveau in 2019. Damit entfielen in 2023 die privaten Konsumausgaben als Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Auch die preisbereinigten Konsumausgaben des Staates verringerten sich in 2023 erstmals seit 20 Jahren um 1,7 %, induziert durch den Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2023 von 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 0,3 Millionen Erwerbstätige mehr als im Vorjahr und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Verbraucherpreise sind um 5,9 % zum Vorjahr angestiegen. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die Preisanstiege für Energieprodukte (+ 5,3 %) und Nahrungsmittel (+ 12,4 %). Die Jahresteuerungsrate ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln (Kerninflation) lag 2023 bei + 5,1 % und damit niedriger als die Gesamtinflationsrate. Der Preisindex der Waren ist um 7,3 % gestiegen und der der Dienstleistungen um 4,4 %. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Trotz dieser gesamtwirtschaftlichen Faktoren war das Jahr 2023 für die Hans Brunner GmbH ein Jahr des Wachstums und der positiven Entwicklungen. Trotz der Herausforderungen auf globaler Ebene konnten wir unsere Position im Markt stärken und wichtige Fortschritte in verschiedenen Geschäftsbereichen erzielen. Große Auswirkungen für unser Geschäft ergaben sich auch im Jahr 2023 durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Unser Russlandgeschäft, das sich gerade sehr positiv entwickelt hatte, kam sofort zum Erliegen, da alle Großkunden ihre Produktionen in Russland unmittelbar stoppten. Dies führte zu einem direkten Umsatzrückgang. Der Krieg verursachte auch große Unsicherheit im gesamten osteuropäischen und eurasischen Raum, was auch uns, jedoch noch stärker einige Mitbewerber, betraf. Diese versuchten, ihre verlorenen Geschäfte auf anderen Märkten zu kompensieren, was zu einem Überangebot und extremem Preisdruck führte. Die gestiegenen Rohstoffpreise konnten nicht direkt an die Kunden weitergegeben werden. Obwohl sich die Situation gegen Ende 2022 entspannte, war das Jahr 2023 hier auch nicht einfach. Trotz der direkten Umsatzverluste konnte der Vorjahresumsatz über andere Märkte gesteigert werden. Insgesamt liegt der Umsatz knapp 11 % über dem Vor-Corona-Niveau von 2019 und stellt damit für uns einen absoluten Rekord dar. Die gestiegenen Einkaufspreise für unsere wichtigsten Rohmaterialien hatten einen negativen Einfluss auf die Ertragssituation. Aufgrund des erhöhten Wettbewerbs-drucks konnten diese Preisanstiege nicht durch höhere Verkaufspreise kompensiert werden. Marktgeschehen Das Jahr 2023 war geprägt von einem sehr erfreulichen Auftragseingang. Insgesamt lag der Auftragseingang 15 % über dem Vorjahreswert und somit auch über dem Vor-Corona-Niveau. Der Umsatz stieg um etwa 16 % und übertraf damit unsere Erwartungen. Auch die ersten drei Monate des Jahres 2024 begannen vielversprechend. Der Auftragseingang war im ersten Quartal nochmals höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zusammen mit dem Auftragsüberhang aus 2023 startete das Jahr 2024 aus umsatztechnischer Sicht sehr positiv. Ein besonderes Highlight war die Interpack, die im Mai 2023 nach sechs Jahren Pause wieder stattfand. Diese Leitmesse der Branche in Düsseldorf hat traditionell den Start in ein erfolgreiches Geschäftsjahr markiert. Ergebnis Das Jahresergebnis nach Steuern liegt mit TEUR 351 ca. TEUR 50 über dem Vorjahr (VJ TEUR 296). Das Jahresergebnis entwickelte sich leider auch im Jahr 2023 nicht erwartungsgemäß. Eine große Rolle spielt dabei weiterhin der Anstieg der Materialpreise bei gleichzeitigem Anstieg der freien Produktionskapazitäten auf dem Markt durch den spontanen Wegfall des russischen Marktes. Es ist uns leider nach wie vor nicht immer gelungen die gestiegenen Materialpreise an die Abnehmer weiterzugeben und durch höhere Erlöse auszugleichen. Die spiegelt sich im Ergebnis 2023 noch deutlicher wider als im Jahr 2022. Die Materialeinsatzquote ist mit rund 27,8 % um ca. 2,5% höher als im Vorjahr. Damit liegt der Materialeinsatz weiter deutlich über dem langjährigen Mittel; 2023 ist hier der höchste Wert im Zehn-Jahreszeitraum. Die Personaleinsatzquote liegt mit ca. 45,2% in unserem Zielbereich und konnte erfreulicher-weise noch einmal leicht gesenkt werden. Andererseits liegt der absolute Betrag der Personalkosten mit TEUR 8.214 und ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 757 gestiegen. In Zeiten von Personalknappheit werden die Personalkosten in Zukunft unsere Ertragskraft schmälern. Dem wollen wir durch mehr Automatisierung entgegenwirken. Die Abschreibungen lagen mit TEUR 492 leicht über Vorjahresniveau. Vermögen- und Finanzlage Das Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr wieder absolut erhöht (+ TEUR 352) und stieg im Verhältnis zur Bilanzsumme auf 59,94 % (VJ 52,40 %). Die Bilanzsumme fiel um TEUR 726 im Jahr 2023 auf TEUR 9.711 (VJ TEUR 10.437). Das Fremdkapital hat sich im Jahr 2023 um absolut TEUR 1.078 verringert, prozentual auf 40,06 % (VJ 47,60 %); der Verschuldungsgrad liegt mit 66,83 % wieder deutlich unter dem Vorjahr (VJ 90,84 %). Die Nettoverschuldung ist ebenfalls deutlich gesunken. Das Sachanlagevermögen steigt nach zwei Jahres um TEUR 123. Die Abschreibungen mit TEUR 492 und die Abgänge mit TEUR 37 liegen ebenfalls unter den Investitionen von TEUR 641 ins Sachanlagevermögen. Das Finanzanlagevermögen (Brunner do Brasil) erhöht sich im Saldo um weitere TEUR 500 im Berichtsjahr (langfristige Ausleihungen). Das langfristig gebundene Anlagevermögen liegt bei gesunkener Bilanzsumme auf höherem Niveau wie 2022. Die Anlageintensität steigt leicht von 33,81 % auf 32,57 %. Nach dem starken Anstieg des Vorjahres reduziert sich der Wert des Vorratsvermögen deutlich um TEUR 1.072 auf TEUR 3.451 (VJ TEUR 4.523). Die hohe Bevorratung des Vorjahres aufgrund herrschenden Materialknappheit am Markt ist nicht mehr erforderlich. Finanziell steht das Unternehmen nach wie vor solide da. Zahlungen werden unter Nutzung von Skonto getätigt. In 2023 wurden Kredite in Höhe von TEUR 1.000 zurückgeführt. Der Bestand an flüssigen Mitteln liegt zum Bilanzstichtag mit TEUR 575 leicht unter dem Vorjahr (TEUR 625). Forderungen werden systematisch analysiert und zeitnah angemahnt. Mögliche Forderungsausfälle sind über eine Versicherung abgesichert. Der Forderungsbestand liegt mit TEUR 1.783 unter dem Vorjahr (TEUR 2.203). Forderungsausfälle und Wertberichtigungen sind auf relativ niedrigem Niveau. Die sonstigen Rückstellungen steigen um TEUR 153 auf TEUR 1.180 (VJ TEUR 1.027); die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 200) liegen ebenfalls zum Bilanzstichtag auf niedrigerem Niveau als im Vorjahr (VJ TEUR 255). Die sonstigen Verbindlichkeiten liegen mit TEUR 265 deutlich unter dem Wert des Vorjahres von TEUR 959. Organisation und Personalentwicklung Die eingeplanten Ausbildungsstellen konnten wie geplant besetzt werden. Zum weiteren Ausbau unserer Produktionskapazitäten in Brasilien bilden wir einen brasilianischen Auszubildenden als Facharbeiter aus. Die Facharbeitersituation hat sich etwas entspannt. Aufgrund unserer qualifizierten Ausbildung wurden Facharbeiter übernommen. Darüber hinaus wurde die Ausbildung einer Hilfskraft zum Facharbeiter im Bereich Spritzguss abgeschlossen. Mit der Ausbildung einer weiteren Hilfskraft wurde unmittelbar danach begonnen. Dieses Konzept ist sehr vielversprechend, da die Hilfskräfte ihre Eignung bereits in einem längeren Beschäftigungsverhältnis gezeigt haben. Ein Generationenwechsel steht in einigen Bereichen an, sodass junge Führungskräfte mit frischen Ideen eingesetzt wurden. Diese Führungskräfte wurden über Jahre darauf vorbereitet, kommen aus der eigenen Firma und haben ihre Fachkompetenzen über Jahre aufgebaut. Diese neuen Perspektiven werden unser Unternehmen dabei unterstützen, innovativer und wettbewerbsfähiger zu werden. Im gesamten Unternehmen wird weiter an der Erhöhung der Produktivität gearbeitet. Dabei werden moderne Führungstechniken sowie aktuelles Wissen im Bereich Organisation und Automatisierungstechnik eingesetzt. Mit unseren hochqualifizierten Mitarbeitern sind wir dazu sehr gut gerüstet und werden diese Qualifikationen durch Ausbildung im Meister-, Techniker- und Ingenieurbereich weiter ausbauen. Projekte Unser größtes Projekt im Jahr 2023 war weiterhin die Schaffung des neuen Bereiches Recycling. Die dazu angemietete Halle wurde nach und nach optimiert und mit den benötigten Maschinen zum Trennen und Zerkleinern der Altformen ausgestattet. In diesem Zuge haben wir auch ein Materialprüfungslabor eingerichtet, das uns die Daten liefert, damit das gewonnene Mahlgut als hochwertiges Kunststoffmaterial veräußert oder wiedereingesetzt werden kann. Mit den gegebenen Kosten haben wir errechnet, dass wir ca. 240 Tonnen Material pro Jahr recyceln müssen, um in diesem Bereich den Break-even-Point zu erreichen. Im Jahr 2023 hatten wir einige Anlaufschwierigkeiten, sodass wir im gesamten Jahr nur 66 Tonnen Material recyceln konnten. Wir wissen, dass wir hier zwar der Umwelt einen Dienst erwiesen haben, allerdings hat dies monetär ein Defizit in Höhe von ca. TEUR 60 bedeutet. Im Q1/ 2024 haben wir jedoch bereits mehr Polycarbonat recycelt als im gesamten Vorjahr. Damit sehen wir uns mit diesem Projekt absolut auf Kurs und werden 2024 nicht nur für die Umwelt, sondern auch auf finanzieller Ebene einen positiven Beitrag zum Gesamtergebnis erwirtschaften. Ein neues 5-Achs-Fräszentrum wurde in Auftrag gegeben, das Mitte 2024 eintreffen wird. Dieses Zentrum wird uns erhebliche Zeitersparnisse bringen, da mehrere manuelle Schritte nun automatisch ausgeführt werden können. An dem Projekt "Werkzeugmanagement" wurde weitergearbeitet und das System wurde unseren Kunden zugänglich gemacht. Die Anzahl der gelagerten Werkzeuge konnte bereits deutlich reduziert werden. Das Projekt wurde Mitte 2023 abgeschlossen und das System ab diesem Zeitpunkt schrittweise unseren Kunden zugänglich gemacht. Ein Ziel dieses Projektes ist es, das Werkzeuglager in der bestehenden Größe auf lange Sicht gleichbleibend zu lassen. Das Eisportionierergeschäft wurde veräußert. Wir haben einen Partner gesucht und gefunden, der langjährig auf dem Markt bekannt ist und der dieses Geschäft weiterführt, sodass wir uns stärker auf unser Kerngeschäft konzentrieren können. Ein weiteres Projekt war die Einführung der Mini Spin, einer kleinen Schokoladenschleuder, die als Tischgerät konzipiert wurde, damit kleinere Chocolatiers auf eine erste maschinelle Produktion abseits der Handproduktion umsteigen können. Ein weiteres Einsatzgebiet der Mini Spin ist in Showrooms von großen Herstellern, da sie gleichzeitig kostengünstig und ansprechend ist. Einzelmuster, Testformen und Prototypen werden in Zukunft nur noch in diesem Format erstellt. Ein weiteres neues Projekt war der Start der eigenen Brunner-Serien "Naturals" und "Eggolution". "Naturals" ist eine Schokoladentafelserie, die von natürlichen Designs inspiriert ist, und "Eggolution" ist eine Serie neuer Schokoladeneier, die verschiedene Formen und Designs zeigen. Beide Serien dienen kleineren Kunden als direkte Verkaufsobjekte und größeren Kunden als Ideen für eigene Designs. Eine bedeutende Investition war die Anschaffung einer neuen Thermoformanlage. Diese Anlage wird die Sicherung unserer Produktion gewährleisten und uns ermöglichen, die Qualität und Effizienz unserer Fertigungsprozesse weiter zu verbessern Der Ausbau weltweiter Vertriebsaktivitäten wurde intensiviert, wobei der Schwerpunkt auf Asien, den Mittleren Osten und Nordamerika gelegt wurde. Nachhaltigkeit LED-Beleuchtung Wir haben die Beleuchtung in unseren Produktions- und Büroräumen großflächig auf LED-Technik umgestellt. Diese Maßnahme reduziert nicht nur unseren Energieverbrauch erheblich, sondern trägt auch zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch eine bessere Lichtqualität bei. Elektroautos Zur Förderung der Nachhaltigkeit und Reduzierung unseres CO 2 -Ausstoßes haben wir unsere Fahrzeugflotte zu 90% auf Elektroautos umgestellt. Dies ist ein weiterer Schritt in unserem Engagement für umweltfreundliche Technologien und nachhaltige Geschäftspraktiken. Recycling Unser Recyclingprojekt, das sich auf das Trennen und Zerkleinern von Altformen konzentriert, hat im Jahr 2023 bedeutende Fortschritte gemacht. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten konnten wir im ersten Quartal 2024 bereits mehr Polycarbonat recyceln als im gesamten Jahr 2023. Dieses Projekt trägt nicht nur zur Reduzierung von Abfall bei, sondern stellt auch sicher, dass wertvolle Materialien wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden. Die Investitionen wurden Großteils von der Besitzgesellschaft getätigt. Zweigniederlassung Brunner do Brasil Im Jahr 2023 verzeichnete Brunner do Brasil ein starkes Wachstum. Trotz des Regierungswechsels führte die rege Nachfrage in den ersten Monaten des Jahres 2023 zu einer starken Zunahme der Aufträge. Die Nachfrage stieg im Laufe des Jahres stark an und hält bis heute (Q1/2024) an. Dies ist auch auf verstärkte Vertriebsaktivitäten in Brasilien und die positive Akzeptanz des Konzeptes in Nachbarländern zurückzuführen. Nach den Investitionen in den Werkzeugbau haben wir neu gedacht und eine Produktionshalle langfristig gemietet und eine Spritzgussmaschine gekauft. Die Brunner do Brasil war im Jahr 2023 in folgenden Geschäftsfeldern tätig:
In das Jahr 2024 gehen wir in Brasilien mit sehr optimistischen Erwartungen. Wir haben einen sehr guten Auftragsvorlauf und konnten einen großen Teil unserer administrativen Herausforderungen abarbeiten. Die Teilnahme an der Interpack war ein Erfolg, und die brasilianischen Kollegen haben auch an der Fipan teilgenommen. Beide Veranstaltungen waren sehr erfolgreich. Brunner do Brasil hat nach wie vor ein knapp negatives Ergebnis, aber die Perspektiven für 2024 sind vielversprechend. Situation und Aussicht für das Geschäftsjahr 2024 Risiken Engpässe durch eingeschränkte Materialverfügbarkeit bei Polycarbonat beobachten wir derzeit nicht mehr. Auch die Preise sind wieder etwas zurückgegangen, liegen jedoch noch deutlich über dem Niveau vor dem Krieg in der Ukraine. Diese gestiegenen Kosten weiterzugeben, hat sich 2023 als sehr schwierig gezeigt und wird auch 2024 eine Herausforderung bleiben. Während Fachkräfte zwar verfügbar sind, steigen die Gehälter jedoch in einem Maße, das unsere Kostenstruktur erheblich belastet und somit eine nachhaltige Heraus-forderung für die Rentabilität darstellt. Darüber hinaus sehen wir uns mit stark steigenden Strompreisen konfrontiert, was unsere Betriebskosten weiter erhöht und die Rentabilität zusätzlich unter Druck setzt. Chancen Die Schokoladenbranche in Europa ist eine sehr stabile Branche. Die Geschäfte laufen gut und es besteht Aussicht auf eine weitere Umsatzsteigerung. Besonders außerhalb der EU expandiert die Schokoladenindustrie stark. Wir beobachten hohe Investitionstätigkeiten in Ländern, in denen es bisher nur kleine lokale Hersteller gab, die als Nischenanbieter tätig waren. Wir haben unsere Vertriebsaktivitäten in diesen Ländern stark ausgebaut und werden dies weiterverfolgen. Wir erwarten ein starkes Geschäftsjahr 2024 und streben an, den Vorjahresumsatz zu übertreffen. Der Markt zeigt einen Nachholbedarf an Investitionen und die erhöhte Vertriebsaktivität mit neuen Messebesuchen in verschiedenen Ländern wie den USA, Indien oder China wird die Nachfrage beflügeln. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der fortschreitenden Automatisierung unserer Produktionsprozesse. Durch den Einsatz modernster Technologien wollen wir die Effizienz steigern, die Fehlerquote reduzieren und die Produktionskosten senken. Dies wird uns helfen, unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern und die Ertragslage nachhaltig zu stärken. Dies zeigt sich bereits im ersten Quartal 2024 mit einem deutlich gestiegenen Auftragseingang im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres. Auch der Umsatz konnte auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden. Fazit Insgesamt sehen wir die Entwicklung unseres Geschäftes im Jahr 2024 positiv. Wir gehen von einer weiteren Expansion des Marktes aus. Wir erwarten, dass der Umsatz ca 5% über dem Vorjahr liegt und streben für das Ergebnis ein besseres Niveau als 2023 an.
Glonn, 02. Juli 2024 Hans Brunner GmbH Geschäftsleitung Rudi Schwaiger Markus Gebhart Christoph Schwaiger |
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