Greif Germany GmbHLiquidiert

Dieselstraße 4, 50859 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 65126
Vorher
Blitz 08-305 GmbHGreif Germany Holding GmbH
Eingetragen
7.1.2008
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
die Herstellung und der Handel mit Fässern, Behältern sowie sonstigen Verpackungsmitteln, der Handel mit Maschinen und maschinellen Einrichtungen zur Herstellung von Verpackungsmitteln aller Art sowie die Verarbeitung von Kunststoffen.

Historie

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Management

NameRolle
Anja Simon
seit 27.3.2017
Prokura
Thomas Thierling
seit 27.3.2017
Prokura
Ludek Masopust
seit 18.5.2016
Geschäftsführer
Marc Becker
seit 15.9.2014
Prokura
Marco Krätz
seit 1.7.2013
Geschäftsführer
Simone Lindenblatt
seit 22.7.2009
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Greif Germany GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Greif Germany GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Greif Germany GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2014 bis zum 31.10.2015

Bilanz zum 31. Oktober 2015

Aktiva

31.10.2015 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen    
I. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.871.589,01 4.069
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.787.618,01 4.612
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 255.534,08 411
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 436.593,33 1.043
  9.351.334,43 10.135
II. Finanzanlagen    
Beteiligungen 2.556,46 2
  9.353.890,89 10.137
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.091.278,32 3.965
2. Unfertige Erzeugnisse 560.991,72 563
3. Fertige Erzeugnisse 408.688,02 480
  5.060.958,06 5.008
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 166.776,19 560
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.746.447,28 4.595
3. Sonstige Vermögensgegenstände 18.416.597,61 17.894
  27.329.821,08 23.049
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.333,06 21
  32.398.112,20 28.078
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.182,54 0
  41.780.185,63 38.215

Passiva

   
  31.10.2015 Vorjahr
  EUR TEUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200
II. Kapitalrücklage 8.186.678,25 8.187
  8.386.678,25 8.387
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 21.670.299,99 19.142
2. Sonstige Rückstellungen 5.770.832,47 3.407
  27.441.132,46 22.549
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.990,24 15
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.475.638,70 3.572
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.799.435,30 3.123
4. Sonstige Verbindlichkeiten 672.310,68 569
davon aus Steuern: EUR 672.310,68 (Vorjahr: TEUR 569)    
  5.952.374,92 7.279
  41.780.185,63 38.215

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. November 2014 bis 31. Oktober 2015

2014/2015 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 75.822.920,89 79.201
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 73.159,96 27
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.161.678,38 1.169
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 45.899.216,85 49.499
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.449.370,93 3.168
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 12.596.589,85 9.406
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.111.432,10 3.132
davon für Altersversorgung: EUR 987.053,00 (Vorjahr: TEUR 1.135)    
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.327.911,08 2.048
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.843.354,74 12.513
davon aus Währungsumrechnung: EUR 13.761,29 (Vorjahr: TEUR 0)    
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 2
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.971.585,56 1.722
davon aus Aufzinsung: EUR 2.955.102,58 (Vorjahr: TEUR 1.700)    
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -4.288.021,80 -1.089
11. Außerordentliche Aufwendungen = Außerordentliches Ergebnis -363.328,00 -363
davon aus erstmaliger Anwendung BilMoG: EUR 363.328,00 (Vorjahr: TEUR 363)    
12. Sonstige Steuern 121.028,93 114
13. Erträge aus Verlustübernahme 4.772.378,73 1.566
14. Jahresüberschuss 0,00 0

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014/2015

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand Stand
1.11.2014 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.10.2015
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 466.784,40 0,00 0,00 0,00 466.784,40
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.755.281,96 0,00 4.755.281,96 0,00 0,00
  5.222.066,36 0,00 4.755.281,96 0,00 466.784,40
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.966.668,00 0,00 0,00 31.282,50 4.997.950,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.973.614,04 108.114,56 2.697,17 991.492,80 10.070.524,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 689.179,83 0,00 0,00 20.465,12 709.644,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.043.240,42 436.593,33 0,00 -1.043.240,42 436.593,33
  15.672.702,29 544.707,89 2.697,17 0,00 16.214.713,01
III. Finanzanlagen          
Beteiligungen 2.556,46 0,00 0,00 0,00 2.556,46
  20.897.325,11 544.707,89 4.757.979,13 0,00 16.684.053,87
Kumulierte Abschreibungen
Stand Stand
1.11.2014 Zugänge Abgänge 31.10.2015
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 466.784,40 0,00 0,00 466.784,40
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.755.281,96 0,00 4.755.281,96 0,00
  5.222.066,36 0,00 4.755.281,96 466.784,40
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 898.239,86 228.121,63 0,00 1.126.361,49
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.361.728,60 923.874,78 2.697,16 5.282.906,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 278.196,20 175.914,67 0,00 454.110,87
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  5.538.164,66 1.327.911,08 2.697,16 6.863.378,58
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  10.760.231,02 1.327.911,08 4.757.979,12 7.330.162,98
Buchwerte
Stand
31.10.2015 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
  0,00 0,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.871.589,01 4.068.428,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.787.618,01 4.611.885,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 255.534,08 410.983,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 436.593,33 1.043.240,42
  9.351.334,43 10.134.537,63
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 2.556,46 2.556,46
  9.353.890,89 10.137.094,09

Anhang für 2014/2015

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Fristigkeitsvermerke zu den Forderungen und den Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. 4 und 5 HGB) wurden zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit in den Anhang aufgenommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (5 Jahre; lineare Methode) vermindert. Der Firmenwert ist aufgrund der Stabilität und Bestandsdauer der Branche sowie des Lebenszyklus der Greif Produkte über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben und zum Ende des Geschäftsjahres als Abgang dargestellt worden (vollständige Abschreibung wurde im Vorjahr erreicht).

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vermindert. Der Umfang der aktivierten Herstellungskosten entspricht den Pflichtbestandteilen des § 255 Abs. 2 HGB.

Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt über die nachfolgenden Nutzungsdauern:

Betriebsgebäude 40 Jahre
Maschinen, Werkzeuge, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 10 Jahre

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 150 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Für geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 liegen, wird die Poolregelung angewandt; sie werden über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurde bereits von der Möglichkeit zum Wechsel von der Poolregelung hin zur Sofortabschreibung der geringwertigen Wirtschaftsgüter Gebrauch gemacht.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens berücksichtigt werden.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit und niedrigeren Verkaufserlösen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen für individuell erkennbare Einzelrisiken aktiviert. Die nicht mit den bestehenden Pensionsrückstellungen saldierungsfähigen Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen sind mit den durch die jeweiligen Versicherer mitgeteilten geschäftsplanmäßigen Deckungskapitalien zzgl. der unwiderruflich zugeteilten Überschussbeteiligungen bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der projizierten Einmalbeitragsmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung zum 31. Oktober 2015 wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,17 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 31. Juli 2015 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,75 % und erwartete Rentensteigerungen mit 1,75 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit 3 % p.a. berücksichtigt. Die Zinsänderungseffekte aus der Aufzinsung der Rückstellung werden im Finanzergebnis erfasst.

Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren verteilt. Zum Bilanzstichtag beläuft sich der Unterdeckungsbetrag der nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB noch nicht gebildeten Rückstellung auf TEUR 3.633 (Vj. TEUR 3.997).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen - vorgegeben von der Deutschen Bundesbank - abgezinst.

Basierend auf den in der Betriebsvereinbarung über betriebliche Sonderleistungen festgelegten Jubiläumsprämien wurden in der Berechnung der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen sowohl die Betriebszugehörigkeit als auch eine Fluktuationsrate berücksichtigt. Für die Abzinsung wurde der gleiche Zinssatz wie bei der Berechnung der Pensionsrückstellung zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Höhe der im Rahmen eines ABS-Programmes verkauften Forderungen beträgt zum Stichtag TEUR 9.154 (Vj. TEUR 9.551). Die Forderungen konnten aufgrund des Risikotransfers auf den Forderungserwerber zum Bilanzstichtag ausgebucht werden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 1.718 (Vj. TEUR 451) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 4.772 (Vj. TEUR 1.566) Forderungen gegen den Gesellschafter aus der Verlustübernahme. Darüber hinaus bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem Cash-Pooling in Höhe von TEUR 2.256 (Vj. TEUR 2.321).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten nicht verrechnungsfähige Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen in Höhe von TEUR 18.184 (Vj. TEUR 17.749) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Latente Steuern

Auf Ebene der Gesellschaft werden keine latenten Steuern gebildet, da diese nur auf Ebene des Organträgers erfasst werden.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 5.771; Vj. TEUR 3.407) wurden im Wesentlichen für Personalkosten (TEUR 3.861; Vj. TEUR 1.545), Boni und Gutschriften (TEUR 1.062; Vj. TEUR 923) sowie ausstehende Kostenrechnungen (TEUR 847; Vj. TEUR 938) gebildet.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten wie im Vorjahr keine gegenüber dem Gesellschafter.

Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Außerbilanzielle Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 531 (Vj. TEUR 589). Diese resultieren aus diversen Miet- und Leasingverträgen, die zwischen November 2015 und Dezember 2019 enden.

Mit Wirkung zum 20. April 2015 wurde zwischen der Greif Inc., Delaware, Ohio/USA, und der Rabobank International, London Branch, für einen Zeitraum von 1 Jahr - beginnend ab dem 20. April 2015 - im Anschluss an das seit dem 27. April 2012 bestehende Programm ein aktualisiertes European Accounts Receivable Purchase Agreement abgeschlossen. Aufgrund dieses Vertrages werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die Greif

Service Belgium BVBA, Belgien, veräußert und übertragen (vgl. Erläuterungen zur Bilanz). Dabei bleiben Forderungen gegen Kunden aus bestimmten Ländern durch diesen Vertrag unberücksichtigt. Factoring hat eine Finanzierungsfunktion, da eine Bevorschussung der Forderungen erfolgt. Nachteil der Factoringvereinbarung sind die damit verbundenen Zinsaufwendungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse nach Sparten

1.11.2014-31.10.2015 1.11.2013- 31.10.2014
TEUR TEUR
Industrieverpackungen 64.993 66.167
Handelsware 10.830 13.034
Nettoerlöse 75.823 79.201

Umsatzerlöse nach Regionen

Die Umsatzerlöse resultieren in Höhe von TEUR 68.567 (Vj. TEUR 71.802) aus Inlandsgeschäften; der übrige Anteil entfällt mit TEUR 6.722 (Vj. TEUR 6.882) auf das europäische und mit TEUR 534 (Vj. TEUR 517) auf das außereuropäische Ausland.

Außerordentliche Aufwendungen

Aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultieren TEUR 363 außerordentliche Aufwendungen für die ratierliche Umstellung der Rückstellung für Pensionen.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:

 

Marco Krätz, BU Manager, Dipl. Betriebswirt (FH) / Dipl. Logistiker (FH), Montabaur, Deutschland,

 

Alain Sirejacob, SBU Manager Western Europe und General Manager EarthMinded Western Europe, Rochefort du Gard, Frankreich, bis zum 30. April 2016

 

Ludek Masopust, SBU Manager Central, Usti Nad Labem, Tschechische Republik, seit dem 1. Mai 2016.

Herr Marco Krätz ist hauptberuflich Geschäftsführer der Greif Germany GmbH. Die Herren Alain Sirejacob und Ludek Masopust sind nicht hauptberuflich Geschäftsführer der Gesellschaft und erhalten keine Bezüge. Der Ausweis der Bezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Pensionsverpflichtungen für frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und ihrer Hinterbliebenen

Für laufende Pensionen wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 1.502 (Vj. TEUR 1.322) gebildet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2015 2014
Produktion 130 132
Verwaltung 56 35
Vertrieb 10 10
  196 177

Honorar des Abschlussprüfers

Für das abgelaufene Geschäftsjahr sind Gesamthonorare für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 128 angefallen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es existieren keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Personen oder Unternehmen.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Greif Germany GmbH, Köln, wird in den Konzernabschluss der Greif Inc. mit Sitz in Delaware/Ohio, USA einbezogen, die zugleich den Konzernabschluss für den größten wie auch den kleinsten Kreis einbezogener Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in englischer Sprache erhältlich. Des Weiteren wird der Konzernabschluss in deutscher Sprache beim Bundesanzeiger veröffentlicht werden.

 

Köln, den 15. Juli 2016

M. Krätz

L. Masopust

Die Geschäftsführung

Lagebericht zum 31. Oktober 2015

I. Grundlagen des Unternehmens

1) Geschäftsmodell des Unternehmens

Greif Germany GmbH mit Sitz in Köln ist ein Konzernunternehmen der Greif Inc., Delaware, Ohio, USA.

Die Gesellschaft produziert und vertreibt in der Bundesrepublik Deutschland Industrieverpackungen und unterhält den Handel von Produkten ausländischer Greif Gesellschaften.

Seit mehr als 80 Jahren sind das Unternehmen und seine Rechtsvorgänger in Deutschland mit der Produktion von Stahlfässern befasst, die auch heute noch den größten Teil der Geschäftstätigkeit darstellt.

Zwischen der Greif Germany Holding GmbH als herrschendem Unternehmen (Organträger) und der Greif Germany GmbH als beherrschtem Unternehmen (Organgesellschaft) besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Das Berichtsjahr dieses Abschlusses zum 31.10.2015 umfasst das vom Kalenderjahr abweichende Geschäftsjahr vom 01.11.2014 bis zum 31.10.2015 (im Folgenden: Berichtsjahr 2015).

Die Gesellschaft gehört mit dem überwiegenden Anteil der Tätigkeiten zum metallverarbeitenden Gewerbe und für den übrigen Anteil zum kunststofferzeugenden Gewerbe und ist Mitglied in den entsprechenden Interessenverbänden. Die Mitarbeiter werden entsprechend den dort geltenden Tarifbestimmungen entlohnt. Für die Werke Köln-

Lövenich und Attendorn wendet die Gesellschaft das zwischen dem METALL NRW Verband der Metall- und Elektro- Industrie Nordrhein- Westfalen e.V. und der IG Metall Bezirksleitung Nordrhein- Westfalen vereinbarte Tarifsystem ERA (Entgeltrahmenabkommen) an. Für das Werk Hamburg gilt die entsprechende Vereinbarung.

Die Gesellschaft unterhält ein Altersversorgungswerk, zu dem auch die Mitarbeiter

einen Beitrag leisten. Im Übrigen gewährt die Gesellschaft ihren Mitarbeitern auch außertarifliche Vergütungen, die sich sowohl an der Erreichung von Leistungs- als auch Finanzergebnisvorgaben orientieren.

Die Gesellschaft ist nach ISO 9001:2008 (Qualitätsmanagement) und nach ISO 14001:2004 (Umweltmanagement) erfolgreich durch Lloyds Register (LRQA) geprüft und mit den entsprechenden Zertifizierungen ausgestattet.

2) Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen bestehen in Attendorn (Stahlfässer), Hamburg (Stahlfässer), Köln (Stahl- und Fibrefässer), Lindweiler (Fassverschlüsse) und Monzingen (Plastikfässer). Die Produktionsstätten befinden sich in Attendorn, Hamburg, Köln und Monzingen.

Zweigniederlassung Umsatz 2014/ 2015 Mitarbeiter Anzahl 2014/ 2015 Investitionsvorhaben 2015/ 2016
in TEUR in TEUR
Attendorn 18.788 50 30
Hamburg 19.114 50 741
Köln-Lövenich 22.137 69 161
Lindweiler 10.523 8 0
Monzingen 5.261 19 0
Total 75.823 196 932

3) Ziele und Strategien

Die Gesellschaft verfolgt die Strategie, den mengenmäßigen Marktanteil in jedem Fall zu halten. Dazu werden notfalls auch verlustbringende Aufträge angenommen, sollten zuvor größere Volumina an einen Konkurrenten verloren gegangen sein. Bei positiver Marktanteilsentwicklung hingegen liegt die Priorität auf einem qualitätsgerechten Preisniveau. Dies kann zur Ablehnung von Kundenanfragen führen, wenn nichtkostendeckende Preise verlangt werden. Dieser Strategie folgend ist aufgrund eingeleiteter Maßnahmen insgesamt der Marktanteil im Stahlfassbereich nach unseren Schätzungen nahezu konstant geblieben.

Im Kunststoffbereich verfolgt die Gesellschaft grundsätzlich die gleiche Marktstrategie wie auf dem Stahlmarkt. Auch hier ist der Hintergrund der um ein Vielfaches höhere Hebel des Preises gegenüber der Menge bezogen auf den Gewinn.

4) Forschung und Entwicklung

Eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung wird bei der Greif Germany GmbH in Deutschland nicht unterhalten.

5) Beschaffung

Zur Produktion unserer Produkte setzen wir extern beschaffte Materialien und Leistungen ein. Die Preise der Rohstoffe, Verpackungen und bezogenen Waren werden - neben Angebot und Nachfrage - im Wesentlichen bestimmt von den Preisen der Vorrohstoffe, die zu ihrer Herstellung benötigt werden.

Um die Effizienz zu verbessern und die Materialversorgung sicherzustellen, optimieren wir fortlaufend die Wertschöpfungskette bei gleichzeitiger Erhaltung unseres Qualitätsniveaus. Neben der fortlaufenden Verhandlung neuer, wettbewerbsfähiger Vertragskonditionen ist unser fortgeführtes Programm zur Reduzierung der Gesamtbeschaffungskosten ein wesentlicher Faktor unserer Bemühungen für die Zukunft.

Die wichtigsten Rohstoffe der Gesellschaft sind Polyethylen, Stahl sowie Kraftliner.

II. Wirtschaftsbericht

1) Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Zuversichtlich gingen die deutschen Unternehmen in das Jahr 2015. Die recht optimistische Jahresprognose des Wirtschaftsministeriums wurde durch einen zwar abgeschwächten aber weiter fortgesetzten Wachstumskurs bestätigt. Die deutsche Wirtschaft zeigte sich im Frühling trotz Ukraine-Krise und des Tauziehens in Europa um die Zukunft Griechenlands in guter Stimmung. Allerdings trübte sich dieser Optimismus zur Jahresmitte durch das bis dato erfolglose Bemühen um eine Lösung der Schuldenkrise in Griechenland sowie die drohende Pleite des Landes erstmals wieder ein. Trotz der aktuell guten konjunkturellen Lage wurden auch die deutschen Unternehmen angesichts der sich zuspitzenden Entwicklung in Griechenland langsam nervös und verunsichert. Maßgeblich dazu beigetragen haben das Versorgungschaos bei verschiedenen PE- und PP-Typen und die damit unmittelbar verbundene Preisexplosion bei den Rohstoffen. Allein bis Mai 2015 meldeten die wesentlichen europäischen Rohstoffproduzenten europaweit über 40 Ausfälle ihrer Produktionsanlagen durch "höhere Gewalt" (Force Majeure). Während die deutsche Wirtschaft nach einschlägigen Prognosen zwar weiter auf Wachstumskurs bleiben wird, drücken diese Preissteigerungen erheblich auf die Margen. Nach wie vor belasten auch die hohen Stromkosten die Wettbewerbsfähigkeit der Branche.

(Quelle: IK Jahresbericht 2014/15 © IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.)

Auch der Verband der Chemieindustrie, zu denen Greifs Topkunden im Stahlbereich gehören, berichtet von einem schwierigen Jahr. Die wirtschaftliche Bilanz der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland zeigt 2015 Licht und Schatten. Die Produktion konnte zwar leicht zulegen, aber der Umsatz stagnierte wegen der erneut sinkenden Herstellerpreise. Während die Exporte nach Übersee insbesondere durch die Abwertung des Euros im Vergleich zum Dollar deutlich zulegten, blieb die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen im Inland schwach. Insgesamt stieg die Produktion 2015 um 1 Prozent. Ohne Pharmazeutika sank das Mengengeschäft jedoch um 0,5 Prozent. "Für ein besseres Ergebnis fehlten durchgreifende Impulse von der Weltwirtschaft", sagte Marijn Dekkers, Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI).

(Quelle:https://www.vci.de/die-branche/zahlen-berichte/schwieriges-jahr-fuer-die-deutsche-chemie-wirtschaftliche-bilanz-der-branche-2015.jsp)

Geschäftsverlauf

Abgesehen von einigen kundenbedingten Schwankungen war diese Entwicklung über alle Produktgruppen recht einheitlich. Trotz der stabilen Nachfrage setzte sich der massive Preiskampf sowohl im Stahlfass- als auch im Kunststofffass-Bereich jedoch fort. Insbesondere Wettbewerber aus dem osteuropäischen Ausland sind mit sehr niedrigen Preisen in den deutschen Markt vorgedrungen.

Durch Erweiterungen der Anlagenkapazität einiger Mitbewerber in den vergangenen Jahren wurde diese Situation verstärkt. Durch diesen Aufbau von Überkapazitäten wurde die Verhandlungsposition aller Hersteller im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter geschwächt.

Hauptabnehmer des Spiralon ®-Stahlfasses sind die Chemie-, die Mineralöl- und die Lebensmittelindustrie. Im Werk Köln-Lövenich wurde außerdem das Sortiment an Standard- und Spezialfässern aus gewickeltem Kraftliner (Fibre-Trommeln) produziert. Dem beständigen Bedarf an Kunststofffässern trugen wir durch das Angebot von 200 l-Valerex ®-Fässern Rechnung, die im Werk Monzingen hergestellt werden.

Die Investitionen des Unternehmens in Höhe von TEUR 545 (Vj. TEUR 1.251) lagen fast ausschließlich im Bereich Technische Anlagen und Maschinen. Das Investitionsvolumen ist somit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 706 gesunken.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr für inner- und außerbetriebliche Ausbildungen der Mitarbeiter rd. TEUR 57 (Vj. TEUR 23) aufgewendet.

2) Lage

a) Ertragslage

Insgesamt liegen die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 75.823 (Vj. TEUR 79.201) unter den Planungen und unter Vorjahresniveau, was primär auf den Preisdruck im Markt zurückzuführen ist.

Damit sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 % gesunken.

Der Rohertrag in Höhe von TEUR 27.401 (Vj. TEUR 26.561) ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 840 gestiegen.

Dies resultiert im Wesentlichen aus dem vorteilhafteren Kundenmix sowie den eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung der Fertigungskosten, die sich insbesondere in den rückläufigen Materialaufwendungen niedergeschlagen haben. Darüber hinaus lagen die Stahleinstandspreise unter dem Vorjahr. Der Management Engineering & Production Services (MEPS) ist kontinuierlich gesunken während des Geschäftsjahres.

Das negative Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -4.288 (Vj. TEUR -1.089) ist im Vergleich zum Vorjahr trotz gestiegenem Rohertrag um TEUR 3.199 gesunken. Dies liegt hauptsächlich an der Bildung einer Rückstellung für Restrukturierung in Höhe von Mio. EUR 2,6 sowie gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 1,3 erhöhten Zinsaufwendungen aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen.

In diesem Jahr weisen wir nach sonstigen Steuern und außerordentlichen Aufwendungen einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 4.772 aus, der aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Greif Germany Holding GmbH von dieser ausgeglichen werden muss.

Die geänderten Bewertungsregelungen bedingt durch das BilMoG führten im Geschäftsjahr 2010/2011 zu einem Unterschiedsbetrag bei der Pensionsrückstellung, der über einen Zeitraum von 15 Jahren aufwandswirksam verteilt wird: Im vorliegenden Abschluss wurden TEUR 363 als außerordentlicher Aufwand ausgewiesen. Weiterhin wird das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 2.955 (Vj. TEUR 1.700) durch die Aufzinsung der Pensionsrückstellung belastet. Davon entfällt ein Betrag von TEUR 1.900 (Vj. TEUR 628) auf den Rückgang des Diskontierungszinssatzes.

Insgesamt wurden die für das Berichtsjahr 2015 erwarteten Umsatzziele nicht erreicht. Das Greif Business System hat und wird auch in Zukunft die Produktivität des Herstellungsprozesses sowie die anderen Prozesse im Unternehmen optimieren. Es wird als wesentlicher Treiber von Effizienzsteigerungen angesehen.

b) Vermögens- und Finanzlage

Finanzlage

Die Gesellschaft nimmt mit anderen europäischen Greif Gesellschaften am Cash-Pool (zentrales europäisches Greif Cash Management) in Belgien teil. Damit werden der Gesellschaft die für den Betrieb des Unternehmens notwendigen Finanzmittel direkt zur Verfügung gestellt. Die Kreditlinien der Deutschen Bank AG sind deshalb basierend auf diesen Cash-Pool festgelegt.

Der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 1.100 und der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit von TEUR 545 übersteigen den positiven Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 1.566, der aus der Verlustübernahme des Vorjahres resultiert, um TEUR 79. Der Finanzmittelfonds beläuft sich auf TEUR 2.263. Er beinhaltet mit TEUR 2.256 Cash-Pooling-Forderungen.

Für das Berichtsjahr wird die Gesellschaft aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 4.772 von der Greif Germany Holding GmbH ausgeglichen bekommen.

Im Folgejahr sind weitere Investitionen im Bereich Technische Anlagen und Maschinen mit über 100 % der verdienten Abschreibungen geplant. Strukturelle Investitionen können darüber hinaus getätigt werden, genauere Angaben können dazu jedoch noch nicht gemacht werden.

Vermögenslage

Das Aktivvermögen wird im Wesentlichen durch das Anlagevermögen und Sonstige Vermögensgegenstände geprägt. Hier führte im Wesentlichen der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zu einer Erhöhung der Bilanzsumme um TEUR 3.565. Auf der Passivseite haben sich insbesondere die Pensionsrückstellungen und die Rückstellungen für Restrukturierung gegenüber dem Vorjahr erhöht. Das Eigenkapital beträgt TEUR 8.387. Es repräsentiert am Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 20,1 % (Vj. 21,9 %).

c) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Kennzahl Budget 2014/2015 2014/2015 2013/2014
Umsatz 88.384 75.823 79.201
DSO 47 Tage 51 Tage 47 Tage
DPO 18 Tage 15 Tage 17 Tage
DIO 30 Tage 32 Tage 30 Tage
Safety - Medical Cases 0 2 5

Für unsere interne Unternehmenssteuerung ermitteln wir die auf US GAAP basierenden Kennzahlen Umsatzerlöse, DSO (durchschnittliche Forderungstage), DPO (durchschnittliche Verbindlichkeitstage) und DIO (durchschnittliche Lagerdauer). Anhand dieser Kennzahlen steuern und überwachen wir unser Unternehmen. Ferner wird die nichtfinanzielle Kennzahl Safety - Medical Cases regelmäßig kontrolliert.

Wir ermitteln, ob und wie schnell unsere Kunden zahlen (DSO), um als Resultat aus dieser Kennzahl die Zahlungsziele mit unseren Lieferanten, zu den Forderungen passend, zu harmonisieren (DPO). Des Weiteren erhalten wir die Information, ob wir an dieser Stelle Handlungsbedarf haben, die Zahlungsziele bei schlechterer Zahlungsmoral unserer Kunden bei den Lieferanten neu zu verhandeln. Ermittelt wird auch die durchschnittliche Lagerdauer, die ein Artikel bei uns auf Lager liegt, bevor er verarbeitet und letztlich verkauft wird. Diese Information hilft uns, nicht zu viel Kapital in den Beständen zu binden. Die Kennzahl Safety - Medical Cases gibt die Anzahl der Arbeitsunfälle an.

III. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind / Nachtragsbericht

Mit Gesellschafterbeschluss aus April 2016 wurden Herr Ludek Masopust als neuer Geschäftsführer der Greif Germany GmbH bestellt und Herr Alain Sirejacob als Geschäftsführer abberufen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 18. Mai 2016.

IV. Prognosebericht

Entwicklung der Gesellschaft und Risiken der künftigen Entwicklung

Nach Ansicht der Geschäftsleitung wird sich die Ertragssituation künftig durch die bereits erkennbaren Produktionsverbesserungen positiv entwickeln. Speziell die Bereiche Umsatzerlöse, Material- und sonstige betriebliche Aufwendungen stehen im besonderen Fokus der Geschäftsleitung.

Die Greif-Gruppe ist in Europa seit Jahren auf dem Verpackungsmarkt in dem Teilbereich Stahlfässer und Papierfässer (Fibre drums) sowie Flexible Verpackungen (Big-Bags) tätig. Eine weitere Zusammenfassung der Vertriebsbereiche der Gruppen-Unternehmen Greif Germany GmbH in Köln und Greif Plastics Germany GmbH in Mendig wird zu einem breiteren Marktauftritt und zu Umsatzsteigerungen führen.

Da die Greif Germany GmbH Bestandteil des Cash Poolings der internationalen Greif Gruppe ist, wird auch zukünftig immer sichergestellt, dass alle Zahlungsverpflichtungen fristgerecht erfüllt werden können.

Für das Geschäftsjahr 2016 gehen wir von einer konstanten Nachfrage aus. Zudem gehen wir von einem leicht sinkenden Marktpreisniveau aufgrund des aggressiven Verhaltens seitens der Wettbewerber aus. Unsere Strategie ist es, wieder auf ein leistungsgerechtes Mengenniveau zurückzufinden, und wir erwarten daher im kommenden Geschäftsjahr wieder steigende Umsatzerlöse, insbesondere im Stahlfassbereich. Die eingeleiteten

Restrukturierungsmaßnahmen werden zu einer deutlich besseren Kostenstruktur führen, die zu einer Gewinnabführung an die Muttergesellschaft Greif Germany Holding GmbH führen wird. Die Kennzahlen DIO, DPO, DSO bleiben im nächsten Jahr auf Vorjahresniveau. Unser Ziel ist es, im Geschäftsjahr 2016 keinen Unfall zu haben.

Kennzahl Budget 2015/2016 2014/2015 2013/2014
Umsatz 79.796 75.823 79.201
DSO 54 Tage 51 Tage 47 Tage
DPO 14 Tage 15 Tage 17 Tage
DIO 29 Tage 32 Tage 30 Tage
Safety - Medical Cases 0 2 5

V. Chancen- und Risikobericht

1) Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Sollte es in Zukunft nochmals erhebliche weltweite Turbulenzen an den Finanzmärkten geben und sich dadurch die allgemeine Konjunktur abschwächen, kann dies auch auf die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und dadurch auch auf die Nachfrage nach unseren Produkten negativen Einfluss haben. Hieraus resultierend könnten für uns nicht unerhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Ertragsorientierte Risiken

Die künftigen Ergebnisse der Gesellschaft werden einerseits von der Mengen- und Preisentwicklung auf dem Markt für großvolumige Behälter, andererseits vom Niveau der Rohstoffkosten wesentlich beeinflusst. Mit den meisten Großkunden sind Stahlpreisgleitklauseln vereinbart, welche die Risiken der Stahlpreisentwicklungen beschränken. In allen diesen Faktoren begründen sich sowohl Chancen als auch Risiken.

Die sich stabilisierende Nachfragesituation wird die Gesellschaft dazu nutzen, nicht-kostendeckende Preise in breiter Front zu erhöhen.

Auf das Risiko eines andauernden Preiskampfes ist die Gesellschaft durch das führende Kostenniveau vorbereitet. Weitere Kosteninitiativen in den Bereichen Einkauf, Lohnkosten und Produktivität wurden bereits in Vorjahren ins Leben gerufen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken sind aufgrund der Zugehörigkeit unseres Unternehmens zum Cash Pool der internationalen Greif Gruppe in keiner Weise zu erkennen. Uns stehen dadurch die Kreditlinien des Mutterkonzerns für Zahlungen immer zur Verfügung.

Aus diesem Grunde beurteilen wir unsere Liquiditätslage als sehr zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten

Im Wesentlichen werden im Unternehmen als Finanzinstrument die Forderungen und die Verbindlichkeiten verwendet.

Normale Risiken im Bereich Forderungsausfall sind erkennbar und unterstehen einer ständigen Kontrolle. Zur Sicherung der Forderungen hat das Unternehmen eine Kreditlinie mit Überwachung eingeführt. Zusätzlich wird noch eine Alterungsstruktur für den Forderungsbestand aufgestellt und stetig überwacht.

Die Verbindlichkeiten werden alle innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele ausgeglichen. Der Verbindlichkeitsbestand wird fortlaufend auf Überfälligkeiten überwacht und die Alterungsstruktur der Verbindlichkeiten betrachtet.

2) Chancenbericht

In 2014 wurde damit begonnen, die Vertriebsaktivitäten der Gruppen-Unternehmen Greif Germany GmbH, Greif Plastics Germany GmbH in Kleinblittersdorf und EarthMinded Germany GmbH in Mendig zu konsolidieren. Damit ist eine gezieltere Fokussierung auf den Kunden möglich ("one face to the customer"). Ferner kann das gesamte Produktportfolio inklusive neuer und rekonditionierter IBCs (Intermediate Bulk Container) aus einer Hand angeboten werden. Auch in 2016 wird verstärkt daran gearbeitet, die Vertriebsaktivitäten aber auch alle anderen internen Prozesse aller deutschen Gesellschaften weiter anzugleichen und zentral zu steuern. Ein weiterer Schritt hierzu wurde mit der Verschmelzung der Gesellschaften Greif Plastics Germany GmbH und EarthMinded Germany GmbH in 2016 bereits vollzogen.

Innerhalb der Greif Gruppe gibt es ein Kostensenkungsprogramm, genannt "Transformation", das von der Konzernzentrale in Zusammenarbeit mit externer Unterstützung erarbeitet wird. Im Rahmen von "Transformation" sollen weitere Einsparpotenziale aufgedeckt werden, von denen auch die Greif Germany GmbH in der Zukunft profitieren wird. Hierzu wurden im abgelaufen Geschäftsjahr Rückstellungen gebildet und auch bereits einige Maßnahmen umgesetzt.

Gesamtaussage

Die im Vorjahr gesetzten Ergebnisziele konnten im Berichtsjahr nicht erreicht werden. Die aber nun aufgesetzten Maßnahmen sollen der Firma ein neues Fundament und eine erhebliche Ertragssteigerung in der Zukunft ermöglichen. Aus diesem Grunde können wir für die zukünftige Entwicklung eine positive Gesamtaussage für unser Unternehmen geben.

 

Köln, den 15. Juli 2016

Die Geschäftsführung

M. Krätz

L. Masopust

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Greif Germany GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. November 2014 bis 31. Oktober 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Greif Germany GmbH, Köln, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 15. Juli 2016

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Tissen , Wirtschaftsprüfer

Dr. Panning, Wirtschaftsprüfer

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