Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 127079
Eingetragen
10.2.2004
Branche
Herstellung von Schädlingsbekämpfungs-, Pflanzenschutz- und DesinfektionsmittelnErbringung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen für den PflanzenbauForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Gegenstand
Die Forschung, die Herstellung und der Vertrieb im Bereich von Produkten des chemischen und biologischen Pflanzenschutzes, der Schädlingsbekämpfung und verwandten Produkten sowie die Erbringung von damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Darüber hinaus ist die Gesellschaft mit dem Vertrieb von landwirtschaftlichem und gärtnerischem Saatgut (inkl. der daraus entstehenden Stecklinge und Jungpflanzen) jeder Art befasst.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dominique Dr. Kreul
seit 11.9.2025
Prokura
Ulrich Kirnberger
seit 9.10.2024
Prokura
Prokura
Prokura
Alexander Goncharov
seit 17.2.2024
Prokura
Annette Candreia
seit 23.1.2024
Geschäftsführer
Jan Kling
seit 12.12.2023
Prokura
Prokura
Prokura
Marina Dr. Mellenthin
seit 12.4.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert81.58% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Syngenta Crop Protection AGCHE
81.58%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Syngenta Germany GmbH
Germany
2.097.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Syngenta Agro GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Handelsregister HRB 127079 des Amtsgerichts Frankfurt am Main

INHALTSVERZEICHNIS

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Allgemeine Hinweise

Registerinformationen

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erläuterungen zur Bilanz

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 121.520,06 68.812,00
121.520,06 68.812,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 342.334,34 364.290,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.567.968,55 1.647.153,27
1.910.302,89 2.011.443,80
2.031.822,95 2.080.255,80
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 74.125.644,44 52.823.198,05
74.125.644,44 52.823.198,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.635.288,22 8.992.929,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 84.869.535,39 118.117.914,73
davon gegen Syngenta GermanyGmbH EUR 60.000,00 (Vj. EUR 60.000,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.098.378,69 7.432.687,06
112.603.202,30 134.543.531,67
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 47.816,67 39.870,52
186.776.663,41 187.406.600,24
188.808.486,36 189.486.856,04

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.100.000,00 2.100.000,00
II. Kapitalrücklage 2.042.167,52 2.042.167,52
4.142.167,52 4.142.167,52
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 90.264.986,96 90.035.130,82
2. Rückstellungen für Steuern 157.000,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 72.821.902,08 56.235.235,04
163.243.889,04 146.270.365,86
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.622.688,68 1.644.129,08
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.161.821,90 34.334.114,46
davon gegenüber Syngenta Germany GmbH EUR 10.246.855,908 (Vj. EUR 6.426.808,28)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.637.919,22 3.096.079,12
davon aus Steuern EUR 498.963,13 (Vj. EUR 460.186,28)
21.422.429,80 39.074.322,66
188.808.486,36 189.486.856,04

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 272.947.754,89 279.523.267,72
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.454.256,03 4.611.976,12
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (212.203.867,88) (210.685.559,96)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (2.774.477,14) (2.211.504,38)
(214.987.345,02) (212.897.064,34)
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (26.295.642,02) (27.034.907,14)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (6.057.575,80) (14.727.083,54)
davon für Altersversorgung EUR 1.275.266,00 (Vj. EUR 9.640.379,00)
(32.353.217,82) (41.761.990,68)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (578.948,11) (540.543,13)
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (20.908.083,67) (22.514.045,16)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.741.290,14 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 3.675.045,78 (Vj. EUR 0,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (1.611.868,53) (1.691.658,16)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (101.632,36) (3.768,02)
10. Ergebnis nach Steuern 9.611.205,55 4.726.174,35
11. Sonstige Steuern (44.135,97) (10.534,47)
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn (9.657.069,58) (4.715.639,88)
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00
14. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung Angaben zu Davon-Vermerken gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Syngenta Agro GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 127079 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer, die bis zu fünf Jahre beträgt, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer, die überwiegend zwischen 1 und 30 Jahren liegt, linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden gesammelt aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen:

- Technische Anlagen und Maschinen: 1 - 30 Jahre
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 1 - 20 Jahre

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt.

Die Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h., es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen, sofern dieser Wert den Buchwert unterschreitet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der so genannten Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, bzw. für die österreichische Betriebsstätte unter Verwendung der "AVÖ 2018-P, Generationentafel für Angestellte" ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Der vergleichbare siebenjährige Zinssatz beträgt 1,76 % (Vj. 1,43 %). Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,20 % (Vj. 2,20 %), Gehaltstrends mit 3,00 % (Vj. 3,00 %) und eine Dynamik der gesetzlichen Rentenversicherung mit 2,90 % (Vj. 2,90 %) berücksichtigt. Für die österreichische Betriebsstätte beträgt der Rechnungszins 3,75 % (Vj. 3,10 %), der Gehaltstrend 3,60 % (Vj. 3,00 %) und die erwarteten Rentensteigerungen 2,00 % (Vj. 2,40 %).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden im Sinne des § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Berichtswährung

Die Berichtswährung der Gesellschaft ist der Euro.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 im Anlagenspiegel dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 152.898,50 86.308,73 - 239.207,23
152.898,50 86.308,73 - 239.207,23
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.519.207,78 60.689,99 (124.087,50) 1.455.810,27
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.286.531,22 388.429,81 (34.862,80) 5.640.098,23
6.805.739,00 449.119,80 (158.950,30) 7.095.908,50
6.958.637,50 535.428,53 (158.950,30) 7.335.115,73
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (84.086,50) (33.600,67) - (117.687,17) 121.520,06 68.812,00
(84.086,50) (33.600,67) - (117.687,17) 121.520,06 68.812,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen (1.154.917,25) (82.646,18) 124.087,50 (1.113.475,93) 342.334,34 364.290,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (3.639.377,95) (462.701,60) 29.949,53 (4.072.129,68) 1.567.968,55 1.647.153,27
(4.794.295,20) (545.347,44) 154.037,03 (5.185.605,61) 1.910.302,89 2.011.443,80
(4.878.381,70) (578.948,11) 154.037,03 (5.303.292,78) 2.031.822,95 2.080.255,80

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ggü. Dritten bestehen in Höhe von TEUR 23.635 (Vj. TEUR 8.993).

Der Ausweis der Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrifft neben Cash-Pooling-Forderungen (TEUR 77.136, Vj. TEUR 112.587) gegen die Syngenta Treasury AG, Basel/Schweiz im Wesentlichen noch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.363 (Vj. TEUR 4.313).

Sämtliche Forderungen und Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 2.100 (Vj. TEUR 2.100) und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage von TEUR 2.042 (Vj. TEUR 2.042) ist in Höhe von TEUR 1.926 für die Ausschüttung gesperrt.

Die Ausschüttungssperre setzt sich wie folgt zusammen:

Aus der Verrechnung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert TEUR 991.

Aus der Unterschiedsbewertung der Abzinsung der Pensionsrückstellung zwischen sieben- und zehnjährigen Durchschnittszinssatz gemäß § 253 Abs. 2 i. V. m. Abs. 6 HGB TEUR 935.

Alleinige Gesellschafterin ist die Syngenta Germany GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer 127021.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Nach der Verrechnung des Zeitwerts des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 2.841 (Vj. TEUR 3.115) mit den Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 93.106 (Vj. TEUR 93.150) betragen die Pensionsverpflichtungen nun TEUR 90.265 (Vj. TEUR 90.035). Die korrespondierenden Zinsaufwendungen betragen (TEUR 1.591).

Der Unterschied zwischen dem Zeitwert des Deckungsvermögens (TEUR 2.841) und dessen Anschaffungskosten (TEUR 1.850) in Höhe von TEUR 991 unterliegt nach § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre, wobei die Ausschüttungssperre zum Bilanzstichtag 31.12.2023 aufgrund der ausreichend verfügbaren Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 2.042 nicht greift.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 935 und unterliegt in Übereinstimmung mit dem BMF-Schreiben vom 23. Dezember 2016 im Zusammenhang mit dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Syngenta Germany GmbH nicht der Abführungssperre, jedoch der Ausschüttungssperre.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 72.822 (Vj. TEUR 56.235) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Kundenboni, Verpflichtungen aus dem Personalbereich (Gratifikation und Urlaubsansprüche) und ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 18.162 (Vj. TEUR 34.334) in etwa zur Hälfte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus der Ergebnisabführung.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023 2022
- nach Regionen TEUR % TEUR %
Inland 242.406,80 89,01 256.481,19 91,76
Ausland 19.430,90 7,13 20.869,27 7,47
Sonstige Umsatzerlöse Inland und Ausland 11.110,05 3,86 2.172,81 0,77
272.947,75 100,00 279.523,27 100,00

Von einer weiteren Aufgliederung der Umsätze wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 2 2. Halbsatz HGB abgesehen.

Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 3.454 (Vj. TEUR 4.612) betreffen fast ausschließlich periodenfremde Erträge aus Rückstellungsauflösungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 20.908 (Vj. TEUR 22.514) betreffen vor allem Werbe- und Vertriebsaufwendungen sowie Verwaltungsaufwand. Außergewöhnliche Aufwendungen i. H. v. TEUR 1.327 sind im Zusammenhang mit der Restrukturierung angefallen.

Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge in Höhe von TEUR 3.741 (Vj. TEUR 0) ergeben sich aus der Verzinsung des Guthabens bei der Syngenta Treasury AG, Basel/Schweiz.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.612 (Vj. TEUR 1.692) ergeben sich aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Gewinnverwendung

Der Jahresgewinn in Höhe von TEUR 9.567 wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die Muttergesellschaft, Syngenta Germany GmbH, abgeführt.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bestanden keine in der Bilanz zu vermerkenden oder im Anhang anzugebenden Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum 31. Dezember 2023 in Gestalt von Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 9.498 (Vj. TEUR 9.498); davon fällig im Folgejahr in Höhe von TEUR 2.019 (Vj. TEUR 2.019). Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2032.

Geschäftsführung

Annette Candreia, Master of Arts

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft nimmt bei der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung die Erleichterungen des § 285 Nr. 9 Buchstabea HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Die Gesellschaft nimmt bei der Angabe der Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung die Erleichterungen nach § 285 Nr. 9 Buchstabeb HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Mitarbeiter beträgt 230 (Vj. 215).

Die Mitarbeiterstruktur stellt sich wie folgt dar:

Mitarbeitertyp 2023 2022
Tarifangestellte 94 86
Außertarifliche Mitarbeiter 129 124
Leitende Angestellte 4 2
Aushilfen 3 3

Konzernverhältnisse

Die Muttergesellschaft der Syngenta AG, Basel/Schweiz, ist die Syngenta Group (HK) Investment Company Limited, Hongkong/China. Das oberste Mutterunternehmen von Syngenta ist Sinochem Holdings Corporation Ltd., Peking/China, ein chinesisches Staatsunternehmen.

Die Syngenta AG, Basel/Schweiz, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und die Syngenta Group Co. Ltd., Peking/China, für den größten Kreis der Unternehmen auf. Diese Konzernabschlüsse sind über die jeweiligen Gesellschaften erhältlich.

Die direkte Muttergesellschaft, Syngenta Germany GmbH, Frankfurt am Main, ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 291 HGB befreit, da sie in den Konzern Syngenta AG, Basel/Schweiz, eingebunden ist.

Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 bis zur Erstellung des Jahresabschlusses sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Lage der Gesellschaft eingetreten.

Die Auswirkungen des inzwischen seit mehr als einem Jahr andauernden russischen Krieges gegen die Ukraine belasten die deutsche Wirtschaft nach wie vor erheblich. Die Inflation und insbesondere die Energiepreise sind nach wie vor auf einem Allzeithoch. Die Getreidepreise sind in 2023 nach einem starken Anstieg im Vorjahr in erster Linie aufgrund des Getreideabkommens zwischen Russland und der Ukraine sowie der guten Ernte in Nordamerika und der damit in Zusammenhang stehenden Ausweitung der Angebotsmenge drastisch gesunken. Durch die Einbindung in den Konzernverbund sieht das Unternehmen keine gestiegenen Risiken bei Liquidität oder allfälligen Forderungsverlusten. Die Lieferfähigkeit wird innerhalb der Organisation mit höchster Priorität angestrebt und sichergestellt. Für die lokalen Märkte, Deutschland - Österreich - Schweiz, ergibt sich diesbezüglich aktuell kein Risiko.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das berechnete Honorar des Abschlussprüfers beträgt für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 69 und entfiel ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Das Vorjahreshonorar betrug TEUR 69.

 

Frankfurt am Main, 12. September 2024

Die Geschäftsführung

Annette Candreia

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die Syngenta Agro GmbH ist Teil des Bereichs Syngenta Crop Protection des internationalen Konzerns Syngenta Group Co. Ltd. mit Sitz in Peking/China. Anfang 2020 wurden die Geschäftsbereiche neu unterteilt in die Bereiche Syngenta Crop Protection, Syngenta Seeds, Adama und Syngenta Group China. Der Konzern ist die Dachorganisation aller Agro-Unternehmen, welche dem chinesischen Staatskonzern Sinochem Holdings Corporation Ltd., Peking/China, zugehörig sind.

Das Segment Syngenta Crop Protection (Pflanzenschutz) wird in Deutschland durch die Syngenta Agro GmbH, Frankfurt am Main, vertreten. Der Schwerpunkt der Umsätze im Segment Pflanzenschutz liegt in den Kulturen Getreide, Mais sowie Spezialkulturen.

Gegenstand des Unternehmens sind die Forschung, die Herstellung und der Vertrieb im Bereich von Produkten des chemischen und biologischen Pflanzenschutzes, der Schädlingsbekämpfung und verwandten Produkten sowie die Erbringung von damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Darüber hinaus ist die Gesellschaft mit dem Vertrieb von landwirtschaftlichem und gärtnerischem Saatgut jeder Art befasst. Die Hauptabsatzmärkte sind Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der Warenbezug erfolgt größtenteils von anderen Konzernunternehmen, hauptsächlich aus der Schweiz und dem Vereinigten Königreich.

Die Syngenta Agro GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Holding-Gesellschaft Syngenta Germany GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main.

Zwischen der Syngenta Agro GmbH sowie ihrer Muttergesellschaft Syngenta Germany GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Ziele und Strategien

Syngenta - Kompetenz vom Saatgut bis zur Ernte

Der weltweit steigende Bedarf an Nahrungsmitteln stellt den gesamten Landwirtschaftssektor vor wachsende Herausforderungen. Syngenta bietet passende Lösungen mit modernen Pflanzenschutzmitteln und leistungsfähigem Saatgut.

Sichere Ernten - mit Pflanzenschutzmitteln von Syngenta

Die Landwirte in Deutschland produzieren Rohstoffe für hochwertige Nahrungsmittel. Diese zu schützen ist unsere Mission. Von A wie Amistar (Fungizid) bis Z wie Zintan (Herbizid) bietet Syngenta eine breite Palette an Pflanzenschutzmitteln an.

Syngenta hat im Geschäftsjahr 2020 seine "integrated crop strategy", mit einer kombinierten Vertriebsorganisation für Pflanzenschutz und Saatgut, in eine differenzierte Vertriebsorganisation transformiert und dabei die beiden Bereiche neu aufgestellt. Hintergründe sind eine stärkere Fokussierung auf die Kernthemen Pflanzenschutz und Saatgut und das Streben nach nachhaltiger Landwirtschaft für beide Bereiche, welche unterschiedlicher Antworten bedürfen, um sich erfolgreich für die Zukunft zu rüsten. [1] Der Leitgedanke "Denken wie ein Landwirt" spiegelt dabei unverändert den kritischen Ansatz des Teams wider.

Syngenta hilft Landwirten weltweit, die Qualität und Erträge ihrer Ernten zu steigern, um eine ständig wachsende Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Durch Forschung, eingehende Kenntnis der Bedürfnisse der Landwirte und laufende Innovationen hat sich Syngenta zu einem weltweit führenden Unternehmen entwickelt. [2]

Forschung und Entwicklung

Syngentas Wissenschaftler arbeiten stetig an neuen Methoden, um für unsere Kunden nachhaltige Ertrags- und Qualitätssteigerungen zu erreichen. Syngenta hat dabei die Verbindung umfassender Erfahrung aus Biowissenschaften, Chemie, Pflanzengenetik und Agronomie im Blick. Diese Verbindung ermöglicht uns, innovative Wege in der Entwicklung integrierter Saatgut- und Pflanzenschutz-Lösungen zu gehen.

In Deutschland wird die Entwicklungsarbeit an verschiedenen Versuchsstandorten im Feld fortgesetzt. Hier werden die Produkte geprüft und Daten für die Zulassung erarbeitet. Zudem erfolgt die Entwicklung von neuen Produkten in Zusammenarbeit mit verbundenen Unternehmen.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Knapp die Hälfte der Fläche der Bundesrepublik Deutschland wird landwirtschaftlich genutzt. Zuletzt betrug die Agrarfläche rund 16,5 Mio. Hektar Land. Während vor allem die Anzahl der Betriebe mit kleinerer Fläche rückläufig ist, steigt die Anzahl der großen landwirtschaftlichen Betriebe mit über 200 Hektar Fläche an. [3]

Die Folgen der globalen Krisen belasteten die deutsche Wirtschaft auch im Jahr 2023. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. [4]

Wie schon in den Vorjahren war auch die Ernte 2023 durch schwierige Witterungsbedingungen geprägt. Auf ein recht kaltes und nasses Frühjahr folgten ein trockener Frühsommer und zu viele Niederschläge während der Erntezeit, welche es den Landwirten erschwerte die Ernte einzufahren und diese in einige Fällen sogar unmöglich machte. [5]

Das regulative politische Umfeld im nationalen und europäischen Pflanzenschutzmarkt ist aufgrund des anhaltenden öffentlichen Drucks auf die Politik weiterhin als schwierig einzustufen. Die von der Europäischen Kommission im Oktober 2020 beschlossene "Farm to Fork"-Strategie und die im Oktober 2023 vom Umweltausschuss der EU beschlossene Verordnung, welche unter anderem eine Halbierung der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln bis 2030 vorsehen, sind markante Beispiele hierfür. [6]

Nicht zuletzt aufgrund des wachsenden regulatorischen Drucks sondern auch aufgrund der gesunkenen Absatz- und Umsatzzahlen blicken die Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands Agrar e. V. auf ein schwieriges Jahr zurück. Das Umsatzvolumen der Hersteller von Pflanzenschutzmitteln sank 2023 um 6,2 Prozent auf 1,342 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,431 Mrd. Euro). [7]

Demgegenüber haben sich die Unternehmensergebnisse in der Landwirtschaft laut dem Situationsbericht des Deutschen Bauernverbands im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2022/23 weiter deutlich verbessert. Nach vielen schwachen Jahren hat sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe in den letzten beiden Jahren damit erheblich verbessert. Mit Ausnahme der Wein- und Obstbaubetriebe konnten von dieser Entwicklung nahezu alle Betriebsformen in unterschiedlichem Umfang profitieren. [8]

Die Wettbewerbssituation im Pflanzenschutzmarkt hat zuletzt keine nennenswerten Veränderungen gesehen, so gab es keine Zusammenschlüsse, keine aufstrebenden neuen Marktteilnehmer oder ungewöhnlich große Verschiebungen von Marktanteilen.

Geschäftsverlauf

Die Nettoumsatzerlöse stellen den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator dar und sind von insgesamt EUR 279,5 Mio. in 2022 auf EUR 272,9 Mio. im Berichtsjahr leicht gesunken. Neben einer höheren Rabattquote sind vor allem hohe Lagerbestände auf Handelsseite, gepaart mit geringeren Applikationen von Pestiziden aufgrund von ungünstigen Wetterbedingungen hierfür ursächlich.

Die zu feuchte Witterung im Frühjahr hat dazu geführt, dass Feldarbeiten und Applikationen teilweise erst sehr spät begonnen haben, wohingegen sich die anschließende Trockenheit vor allem im Bereich der Getreidefungizide und der Maisherbizide stark limitierend auf deren Anwendung ausgewirkt hat. In der Folge ergab sich in nahezu allen Geschäftsbereichen ein Umsatzrückgang, einzig der Bereich Biostimulanzien konnte ein Umsatzwachstum verzeichnen.

Der umsatzstärkste Bereich der Fungizide verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen moderaten Umsatzrückgang um 3,3%, der sich in erster Linie auf die anhaltende, sommerliche Trockenheit und den damit einhergehenden, geringen Krankheitsdruck zurückführen lässt.

Der Umsatz im Bereich der Herbizide entwickelte sich analog zum generellen Marktwachstum und verzeichnete einen Rückgang von 6,4% gegenüber dem Vorjahr. Maisherbizide und Getreideherbizide verzeichneten aufgrund von nassen Wetterbedingungen und verspäteten Aussaaten den größten Umsatzrückgang.

Die Umsätze im Bereich Saatschutz sind nach einer Umsatzsteigerung von 12,5% im Vorjahr im Geschäftsjahr 2023 in etwa gleicher Höhe rückläufig und liegen damit annährend auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2021.

Der Insektizidmarkt verzeichnete in 2023 einen Umsatzrückgang von 9,8% gegenüber dem Vorjahr. [9] Auch bei Syngenta lag der Umsatz mit Insektiziden unter dem des Vorjahres. Der Rückgang um 6,1% kam unter anderem aufgrund des Verkaufsstops des Produkts Force Evo in Österreich zustande.

Der Umsatz im Bereich der Biostimulanzien ist durch die neuerliche Erweiterung des Produktportfolios und insbesondere aufgrund der Einführung des auf die optimale Stickstoffversorgung von Pflanzen ausgerichteten Biostimulans NutrinioN gegenüber dem Vorjahr um 147,8% signifikant gewachsen.

Im Geschäftsbereich Professional Solutions (SPS) musste hingegen ein deutlicher Umsatzrückgang von 15,3% gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 verzeichnet werden. Stärkster Treiber des volumenbedingten Rückgangs ist das Fungizid zur Bekämpfung von pilzlichen Rasenkrankheiten Medallion TL.

Im Berichtsjahr 2023 waren durchschnittlich 230 (2022: 215) Mitarbeiter beschäftigt.

Ertragslage

Das Unternehmen ist strategischer Lieferant für die deutsche Landwirtschaft und den Gartenbau.

Während die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr um EUR 6,6 Mio. auf EUR 272,9 Mio. leicht zurückgegangen sind, hat sich das Ergebnis nach Steuern vor allem aufgrund eines deutlich verbesserten Finanzergebnisses um EUR 4,9 Mio. auf EUR 9,6 Mio. deutlich erhöht.

Die Materialaufwandsquote ist gegenüber dem Vorjahr um 2,6% auf 78,8% leicht angestiegen, was in erster Linie auf eine höhere Rabattquote zurückzuführen ist. Darüber hinaus ist sie in hohem Maße transferpreisabhängig.

Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr vor allem bedingt durch geringere Aufwendungen für Altersversorgung um EUR 9,4 Mio. auf EUR 32,4 Mio. gesunken. Hintergrund des Einmaleffekts im Vorjahr war die Berücksichtigung eines höheren Rententrends im Rahmen der Bewertung der Pensionsverpflichtungen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen liegen mit EUR 0,6 Mio. annähernd auf dem Niveau des Vorjahres.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 20,9 Mio. (Vj. EUR 22,5 Mio.) enthalten im Wesentlichen Werbe- und Vertriebsaufwendungen sowie Verwaltungsaufwand Hintergrund für die höheren Aufwendungen im Vorjahr waren Einmaleffekte im Zusammenhang mit Produktrücknahmen sowie steuerlichen Außenprüfungen.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind mit EUR 1,6 Mio. etwas geringer ausgefallen als im Vorjahr (Vj. EUR 1,7 Mio.) und enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen. Demgegenüber wurden im Berichtsjahr erstmalig Zinserträge in Höhe von TEUR 3.741 vereinnahmt, welche sich aus der Verzinsung des Guthabens bei der Syngenta Treasury AG, Basel/Schweiz, ergeben.

Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage

Die Vorräte liegen mit EUR 74,1 Mio. deutlich über dem Niveau des Vorjahres (EUR 52,8 Mio). Wesentliche Ursache für den Anstieg waren die hohen Lagerbestände im Großhandel, die überwiegend dadurch zustande kamen, dass Landwirte und Einzelhändler in Erwartung steigender Preise bereits im Jahr 2022 erhebliche Volumen an Pestiziden vorgekauft hatten, was in der Folge vor allem in der Frühjahrssaison zu einem zurückhaltenden Kaufverhalten führte.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit EUR 23,6 Mio. ebenfalls deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Vj. 9,0 Mio.). Ursächlich für deren Anstieg sind zum Jahresende 2023 mit längeren Zahlungszielen versehene Vorverkäufe an den Großhandel.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um EUR 33,2 Mio. auf EUR 84,9 Mio. gesunken, was im Wesentlichen dem Rückgang der Cash-Pool Forderungen geschuldet ist. Ursächlich für deren Rückgang sind im Vergleich mit dem Vorjahr geringere Umsatzerlöse, bei einem deutlich höheren Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und geringeren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zum Geschäftsjahresende.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit EUR 4,1 Mio. aufgrund von geringeren Forderungen aus Umsatzsteuer deutlich geringer ausgefallen als im Vorjahr (Vj. EUR 7,4 Mio.).

Aufgrund des existierenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Syngenta Germany GmbH gab es keine Veränderungen im Eigenkapital.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 72,8 Mio. sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 16,6 Mio. gestiegen, was hauptsächlich auf höhere Vertriebsrückstellungen zurückzuführen ist.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Berichtsjahr um EUR 16,1 Mio. auf EUR 18,2 Mio. gesunken, was maßgeblich auf einen geringeren Warenbezug von verbundenen Unternehmen zum Jahresende zurückzuführen ist.

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr 2,2%. Sie verfügt zum Bilanzstichtag über ein Guthaben in Höhe von EUR 77,1 Mio. bei der Syngenta Treasury AG, Basel/Schweiz. Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt. Aufgrund der Einbindung in den Unternehmensverbund der Syngenta Group und deren Cash-Pooling-Struktur bestehen keine Bedenken hinsichtlich der Liquidität der Gesellschaft.

Zusammenfassende Einschätzung durch die Geschäftsführung

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wird insgesamt als stabil und positiv beurteilt.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Syngenta verfügt über gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter. Damit dies auch weiterhin der Fall ist, bieten wir unseren Mitarbeitern neben herausfordernden und abwechslungsreichen Aufgaben eine leistungsgerechte Vergütung sowie attraktive Zusatzleistungen wie Altersversorgung, Gewinnbeteiligung und Gesundheitsangebote an.

Jährlich finden die anonymisierten Mitarbeiterbefragungen "Pulse Survey" statt, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu analysieren und zu verbessern. Die Geschäftsführung misst den Ergebnissen dieser Befragungen eine hohe Bedeutung zu und stellt Entscheidungen darauf ab.

Syngenta betreibt ein internes HSE-Tool (Health, Safety, Environment), um den gestiegenen Anforderungen an Umweltschutz und Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Hierbei geben alle angeschlossenen Standorte der Syngenta Agro GmbH Daten zu Energie-, Kraftstoff- und Wasserverbräuchen sowie Entsorgungsaufwendungen an, um sich in internen Audits an den Ergebnissen messen zu lassen.

Des Weiteren arbeitet Syngenta kontinuierlich an der Verbesserung der technischen Ausstattung, insbesondere an den energieintensiven R&D-Standorten, um die Energieverbräuche und die damit verbundenen Treibhausgas-Emissionen zu senken.

Nicht zuletzt versucht Syngenta, alle Mitarbeiter durch Schulungen, Aushänge und Begehungen auf Gefahren und Unfallrisiken am Arbeitsplatz aufmerksam zu machen, um diese möglichst vollumfänglich zu vermeiden.

C. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementprozess

Der Syngenta-Konzern verfügt über ein umfassendes Chancen- und Risikomanagement, das auch die Gesellschaft Syngenta Agro GmbH miteinbezieht.

Alle Tochtergesellschaften haben im Rahmen des Internen Kontroll-Frameworks (ICF) alle wichtigen Prozesse in Anlehnung an Sarbanes-Oxley dokumentiert und die möglichen Risiken sowie Kontrollen definiert. Die rechnungslegungsbezogenen Kontrollen zur Vermeidung möglicher Risiken und Fehler sowie Aufdeckung etwaig vorhandener Fehler wurden einer Überprüfung unterzogen.

Die Risiken der Tochtergesellschaften sind zur möglichen Früherkennung dokumentiert und werden in den regelmäßigen Sitzungen der Geschäftsführung bewertet. Hier werden auch Maßnahmen eingeleitet, um den zu erwartenden Risiken rechtzeitig entgegenzusteuern.

Richtlinien zur Führung des Geschäfts werden regelmäßig aktualisiert. Sie unterliegen der ständigen Kontrolle durch die Geschäftsführung, die zuständigen Mitarbeiter und den regelmäßig durchgeführten Prüfungen durch den Konzern sowie andere unabhängige Einrichtungen. Regelmäßige Berichterstattung in Geschäftsführungssitzungen, Verkaufsgebietssitzungen sowie die Verpflichtung der einzelnen Mitarbeiter, erkennbare Risiken mitzuteilen, dienen einer frühen Risikoerkennung und dem Risikomanagement.

Preisveränderungen und die daraus erwachsenden Chancen und Risiken sollen durch ein straffes Controlling und durch genaue Beobachtung des Marktes erkannt werden. Dem Ausfallrisiko wird durch ein gut strukturiertes Forderungsmanagement begegnet. Die Anbindung an den konzernweiten Cash-Pool und ein professionell aufgesetztes Treasury seitens des Konzerns begrenzen mögliche Liquiditätsrisiken.

Um aufkommende Chancen nutzen zu können, werden die Geschäftsprozesse auf Flexibilität und Schnelligkeit überprüft. Im Rahmen von internen Audits werden auch Verbesserungspotentiale überprüft, mit dem Ziel, veränderte Rahmenbedingungen auf dem Markt als Chancen zu nutzen.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Die Syngenta Agro GmbH entwickelt und vertreibt Pflanzenschutzmittel vorrangig für die Absatzmärkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz und stellt als Partner der Landwirtschaft Produkte und Dienstleistungen in hoher Qualität für Ackerbau und Spezialkulturen zur Verfügung. Zum Produkt-Programm von Syngenta gehören Herbizide, Fungizide, Insektizide sowie Wachstumsregler und Qualitätsbeizen.

Im Geschäftsbereich Professional Solutions werden zudem dezidiert Pflanzenschutzlösungen für eine Reihe verschiedener professioneller Anwender angeboten. Durch eine Kombination aus erstklassiger Wissenschaft und globaler Expertise, gepaart mit Investitionen in neue und aufkommende Technologien, liefert Syngenta diesen Fachleuten innovative Lösungen für den Pflanzenschutz.

Das geplante Geschäft wird konsequent nach einem detaillierten Kampagnenplan realisiert. Veränderungen am Markt können sehr schnell erkannt und es kann mit darauf abgestimmten Maßnahmen zeitnah reagiert werden.

Während im Jahr 2023 die Preise für Weizen und andere Feldfrüchte stetig gesunken sind, erholen sich die Getreidepreise im aktuellen Jahr vor allem aufgrund einer erwarteten, geringeren Angebotsmenge wieder. Neben einer rückläufigen Getreideanbaufläche in Deutschland sind es vor allem aufgrund von Frostschäden befürchtete Ernteverluste in Russland welche zuletzt für einen sprunghaften Anstieg der Getreidepreise sorgten. [10] Für Syngenta könnte sich daraus eine Chance in Bezug auf den Absatz von Pflanzenschutzmitteln ergeben, da nicht nur in Russland sondern auch hierzulande aufgrund von extremem Wetterbedingungen auftretende Beschädigungen der Ackerkulturen gegebenenfalls neue Ausssaaten und damit wiederum neue Applikationen erforderlich machen könnten. Auf der anderen Seite erschweren die regional sehr unterschiedlich ausgeprägten, teilweise massiven Regenfälle und Überschwemmungen die Befahrbarkeit der Böden und damit die Aussaat. Die Folgen für die Landwirtschaft sind dementsprechend noch nicht absehbar und mögliche Szenarien erstrecken sich dabei von der Verlagerung auf andere Kulturen bis hin zu Totalausfällen der Ernte, was wiederum unterschiedliche Implikationen für das Geschäft von Syngenta nach sich zieht.

Im Geschäftsjahr 2023 sind die Umsatzerlöse um insgesamt 2,6% leicht gesunken, während das Ergebnis nach Steuern mit einer Steigerung von rund 102,9% deutlich über dem erwarteten Niveau liegt. Im Gegensatz zu der im Vorjahr treffend prognostizierten Umsatzentwicklung wurde die Einschätzung bezüglich des Ergebnisses nach Steuern aufgrund der stark gestiegenen Zinserträgeweit übertroffen.

Für das Geschäftsjahr 2024 prognostiziert die Geschäftsführung in Anlehnung an die Marktentwicklung einen Umsatzrückgang im prozentual unteren zweistelligen Bereich. Haupttreiber der geringeren Umsatzerwartung sind ein aktuell durch Überkapazitäten gekennzeichneter Pflanzenschutzmarkt, der nach wie vor mit hohen Lagerbeständen im Handel zu kämpfen hat. Einer bedarfsgerechten Absatzplanung und stringenten Kosteneffizienz folgend, besteht gleichwohl die Erwartung ein im Vergleich zu Vorjahr nur leicht rückläufiges Ergebnis nach Steuern zu erzielen.

Chancen- und Risikobericht

Risiken, die zu materiellen Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebes führen oder den Bestand des Unternehmens gefährden, lagen im Geschäftsjahr nicht vor und sind derzeit nicht erkennbar.

Die nachfolgend aufgeführten Chancen und Risiken werden in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft vor Risikobegrenzungsmaßahmen erläutert.:

Als in der Landwirtschaft tätiges Unternehmen ist Syngenta stark von den Wetterverhältnissen sowie den Preisen für Agrarrohstoffe abhängig. Außerdem könnten Verbote zur Nutzung bestimmter chemischer Substanzen sowie Verzögerungen bei der Registrierung neuer Produkte hinzukommen.

Die Zulassungssituation in Deutschland gibt weiterhin Anlass zur Sorge. Es gibt nach wie vor einen großen Zulassungsrückstau bei den Behörden in ganz Europa, während gleichzeitig Produktregistrierungen auslaufen. Ebenfalls hat sich die öffentliche Meinung zum Thema Pflanzenschutz weiter deutlich getrübt, was politischen Druck auf die Entscheidungsträger ausübt. Vor dem Hintergrund der von der EU geplanten Halbierung der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln und der damit einhergehenden Schwächung des konventionellen Pflanzenschutzes setzt Sygnenta weiter verstärkt auf den Ausbau und die Kommerzialisierung von Biostimulanzien. Ebenfalls ein großes Wachstumspotenzial birgt der Markt für digitale Services, den Syngenta mit eigenentwickelten, innovativen Produkten wie zum Beispiel der Cropwise Spray Assist App für eine optimierte Anwendung von Pflanzenschutzmitteln weiter für sich erschließen möchte. Des Weiteren begegnet Syngenta diesen Herausforderungen mit Konzepten im Bereich Stewardship, um auf die veränderten Gegebenheiten zusammen mit dem Handel und den Landwirten zu reagieren und die daraus entstehenden Potentiale im Markt zu erschließen. Des Weiteren hat Syngenta eine Serie von Veranstaltungen gestartet, bei welchen proaktiv auf alle Stakeholder, auch auf solche, welche der Verwendung von konventionellen Pflanzenschutzmitteln kritisch gegenüberstehen, zugegangen wird, um gemeinsam eine Vision für die Zukunft der Landwirtschaft zu erarbeiten.

Die Landwirtschaft und die Wirtschaft in Deutschland insgesamt sind weiterhin stark durch den Ukraine Krieg belastet. Energiepreise und Zinsen verharren auf einem hohen Niveau und beeinflussen alle Ebenen der Wertschöpfungskette vom Produzenten bis zum Landwirt. Nach einem drastischen Preisverfall in 2023 erholen sich die Getreidepreise im aktuellen Jahr wieder, was in der Folge wieder zu einer höheren Intensität der Pestizidanwendung in der Landwirtschaft führen könnte. Gleichzeitig sinkt jedoch die Getreideanbaufläche in Deutschland und unterschreitet in 2024 laut Schätzung des statistischen Bundesamts voraussichtlich erstmals die Marke von sechs Millionen Hektar, was sich wiederum dämpfend auf die Nachfrage auswirken könnte. [11] Insgesamt kennzeichnet sich der Pflanzenschutzmarkt in 2024 weiterhin durch schwierige Rahmenbedingungen. Überkapazitäten in der Produktion und überdurchschnittliche Lagerbestände beim Großhandel zählen dabei zu den maßgebenden Einflussfaktoren. Doch auch angesichts dieser schwierigen Rahmenbedingungen navigiert Syngenta sicher und zielorientiert durch diese volatile und unsichere Zeit. Syngenta gehört mit seinen Produkten und seinem Geschäftsmodell zu den wichtigen Faktoren zur Sicherung der globalen Nahrungsversorgung. Durch die Einbindung in den Konzernverbund sieht das Unternehmen keine gestiegenen Risiken bei Liquidität oder allfälligen Forderungsverlusten. Aufgrund einer konsequent auf die Kundenbedürfnisse ausgerichteten, bedarfsgerechten Absatzplanung und stringenter Kosteneffizienz besteht gleichwohl die Erwartung ein in Vergleich zum Vorjahr nur leicht rückläufiges Ergebnis zu erzielen.

[1] https://www.topagrar.com/acker/news/syngenta-startet-eigenstaendige-vertriebsorganisation-11995829.html

[2] https://www.chemanager-online.com/news-opinions/nachrichten/syngenta-group-vereint-die-unternehmen-syngenta-adama-und-die-landwirtschaft

[3] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/206250/umfrage/landwirtschaftliche-nutzflaeche-in-deutschland/

[4] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

[5] https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/pflanzenbau/ackerbau/ernte-2023.html

[6] https://www.umweltbundesamt.de/themen/irrefuehrende-berechnung-eu-plaene-zur

[7] https://www.iva.de/newsroom/neuigkeiten/pressemitteilung/iva-sieht-wettbewerbsfaehigkeit-der-deutschen-landwirtschaft

[8] https://www.bauernverband.de/topartikel/dbv-situationsbericht-mit-verbesserten-ergebnissen-in-2023-24

[9] https://www.iva.de/publikationen/jahresbericht-20232024

[10] https://www.agrarheute.com/markt/marktfruechte/getreidepreise-brechen-oben-hohe-ernteverluste-russland-621721

[11] https://www.agrarheute.com/markt/marktfruechte/deutsche-bauern-ernten-immer-weniger-getreide-622072

 

Frankfurt am Main, 12. September 2024

Die Geschäftsführung

Annette Candreia

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Syngenta Agro GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Syngenta Agro GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Syngenta Agro GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31.Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung dergesetzlichen Vertreter‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlussesund des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 12. September 2024

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