H. Wilhelm Schaumann GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Futtermitteln für Nutztiere
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Mewes seit 27.10.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Enbycon Holding AGEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Huelsenberg Holding GmbH & Co. KGPinnebergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2021der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Pinneberg1. Geschäft und Rahmenbedingungen 1.1 Darstellung der Geschäftstätigkeit des Konzerns Der Huelsenberg-Konzern ist eine über die Jahre planvoll diversifizierte Unternehmensgruppe, die sich auf die folgenden vier Geschäftsbereiche konzentriert:
Die operative Führung der vier Geschäftsbereiche des Huelsenberg-Konzerns erfolgt durch vier Aktiengesellschaften, die der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Pinneberg, durch Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge untergeordnet sind. Die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG mit den die Geschäftsbereiche führenden Tochtergesellschaften stellt sich wie folgt dar:
In dem Geschäftsfeld Agrar führt die UNION AGRICOLE HOLDING Aktiengesellschaft, Pinneberg, Bereiche für die nationale und internationale Produktion und den Vertrieb von Tierernährung, Hygiene, Konservierung und sonstiger Produkte zur artgerechten und qualitativ hochwertigen Haltung und Fütterung von Nutztieren. Die Biotic Science Holding AG, Pinneberg, ist in dem Geschäftsfeld der probiotischen Biotechnologie, Enzyme und Algen tätig, in dem innovative Produkte für die Ergänzung oder Konservierung von Tiernahrung, für die Verbesserung und Stärkung von Böden und Pflanzen und zunehmend für den Einsatz in agrarfremden Bereichen erforscht, entwickelt und produziert werden. In der Sparte Microbial Additives werden zunehmend verschiedene Produkte, die lebensfähige Milchsäurebakterien enthalten, für die Futter- und Lebensmittelindustrie hergestellt. In der Sparte Biotech werden in Dienstleistung maßgefertigte Enzympräparate, vor allem für die Pharma- und Lebensmittelindustrie, hergestellt. Die Enbycon Holding AG, Pinneberg, betreibt die Konzernaktivitäten im Geschäftsbereich der Erneuerbaren Energien. Dabei konzentrieren sich die Geschäftsaktivitäten auf die dem Agrarbereich naheliegenden Biogasanlagen. Schwerpunkte sind die Betriebsoptimierung durch den Vertrieb von Bioreaktoren und Enzymen mit ergänzender Beratung der Anlagenbetreiber. In dem Geschäftsfeld Industrielle Mess- und Regelungstechnik führt die DURAG Holding AG, Hamburg, eine Anzahl von national und international angesiedelten Tochtergesellschaften, die als weltweit aufgestellte Anbieter in Nischenmärkten der Umweltüberwachungs- und Feuerungstechnik, des Emissions- und Prozessdatenmanagements sowie der Tunnelsensorik tätig sind. In den letzten Jahren konnten die Geschäftsbereiche Immissionsanalyse mit Messtechnik für Feinstaub und Nanopartikel und Mehrkomponenten-Gasanalyse wesentlich ausgebaut werden. Die Huelsenberg-Gruppe verfolgt die Strategie, gesundes Wachstum durch lösungs- und kundenorientierte Produkte und Dienstleistungen zu generieren. Der Schwerpunkt liegt hierbei darin, organisch zu wachsen und die damit verbundenen Synergien zu nutzen, wobei auch Akquisitionen und Kooperationen, sofern sie sinnvoll die bestehenden Geschäftsbereiche ergänzen, getätigt werden. Ein besonderer Fokus liegt in der weiteren Globalisierung der Tätigkeiten, um damit den wachsenden Ansprüchen der Kunden und des Marktes gerecht zu werden. Dementsprechend werden die historisch gewachsenen Strukturen ständig den markt- und kundenspezifischen Anforderungen sowohl operativ als auch strukturell angepasst. 1.2 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branchen Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2021 um 5,7 % gewachsen, nachdem sie im Jahr 2020 um 3,1 % geschrumpft war. Nachdem die globale Wirtschaft im ersten Halbjahr 2021 kräftig gewachsen ist, verlangsamte sich das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte. Grund hierfür waren gerissene Lieferketten, neue Corona-Wellen und das langsame Impftempo, insbesondere in den einkommensschwachen Entwicklungsländern. Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2021 vom Corona-bedingten Einbruch des Vorjahres erholt, wenngleich weniger deutlich als zunächst erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands ist um 2,7 % gewachsen, nachdem es im Jahr 2020 um 4,6 % gesunken war und damit die längste Wachstumsphase im vereinten Deutschland beendete. Ursächlich für das geringere Wirtschaftswachstum waren Lieferengpässe, die insbesondere die Automobilindustrie, die Elektroindustrie und den Maschinenbau belasteten sowie die vierte Corona-Welle mit weiteren Einschränkungen im Kampf gegen die Verbreitung des Virus. Diese belasteten insbesondere den Einzelhandel sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe. Nachdem sich das Bruttoinlandsprodukt in vielen anderen europäischen Ländern im Vorjahr deutlich stärker reduziert hatte, haben sich diese Länder im Jahr 2021 jedoch schneller erholen können. Insgesamt wuchs die Wirtschaftsleistung der EU-27 um 5,0 %, nachdem sie im Jahr 2020 um 6,3 % geschrumpft war. Nachdem die US-Wirtschaft im Jahr 2020 um 3,4 % geschrumpft ist und somit einen deutlich schwächeren Rückgang als die Wirtschaft in Europa erlebte, konnte das US-Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 um 5,6 % gesteigert werden. Allerdings belasten auch hier Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und die hohe Inflationsrate das Marktgeschehen. Die asiatischen Schwellenländer litten auch im Jahr 2021 unter den Folgen der Corona-Pandemie und weisen insgesamt ein unterdurchschnittliches Wirtschaftswachstum von 2,9 % aus. Insbesondere die strikte No-Covid-Strategie, die bei auftretenden Fällen immer wieder zu weitreichenden Abriegelungen und Stilllegungen von Betrieben und Häfen führt, belasteten die chinesische Wirtschaft und hatten Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft und die internationalen Güterströme. Weitere negative Auswirkungen gingen von dem angeschlagenen Immobiliensektor aus. So betrug das Wirtschaftswachstum in China knapp 8,0 % und lag damit deutlich unter Vorkrisenniveau. Die Wirtschaft in Indien ist im Gesamtjahr trotz sehr hoher Covid-19-Infektionszahlen im Frühjahr, die von weitreichenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie begleitet wurden, um 9,0 % gewachsen, nachdem im Jahr 2020 noch ein Rückgang der Wirtschaftsleistung von 7,3 % zu verzeichnen war. Hohe Rohstoffpreise haben in vielen Schwellenländern einen positiven Impuls auf das Wirtschaftswachstum erzeugt, so betrug das Wirtschaftswachstum in Lateinamerika 6,6 %. Die lateinamerikanischen Länder entwickelten sich allerdings uneinheitlich. Die Andenländer Peru, Chile und Kolumbien konnten ein vergleichsweise hohes Wirtschaftswachstum verzeichnen, während sich Mexiko und Brasilien deutlich schwächer entwickelten. Für die Entwicklung Brasiliens war ausschlaggebend, dass die Agrarproduktion dürrebedingt im Vergleich zum Vorjahr gesunken und der private Konsum infolge hoher Inflationsraten eingebrochen ist. Die Märkte der DURAG-Gruppe sind global, insofern nimmt die DURAG-Gruppe grundsätzlich an den allgemeinen Entwicklungen dieser Regionen teil. Allerdings sind die Produkte der Gruppe als Teil langfristiger Investitionsgüter in der Regel in ausgedehnte zyklische Projekte eingebunden, die zwar auch von den Bedingungen der Kapitalmärkte beeinflusst werden, aber weniger starken Schwankungen unterliegen, als kurzfristige Investitions- oder Konsumgüter. In der Biotic Science Holding AG und ihrem zunehmenden Drittgeschäft für die Biotech-, Lebensmittel- und Pharma-Industrie besteht eine Abhängigkeit von den Projekten und Märkten der global angesiedelten Kunden und deren Entwicklung. So können wirtschaftliche oder politische Änderungen schnell zu Änderungen in der Auftragslage führen, die es dann gilt auszugleichen. Die Geschäftsbereiche Agrar und Erneuerbare Energien, sowie die für diese Geschäftsbereiche produzierenden Unternehmen der Biotic Science Gruppe, sind vorwiegend von den Entwicklungen in der Landwirtschaft und den politischen Rahmenbedingungen abhängig. Die bundesdeutsche Getreideernte (einschließlich Körnermais) lag mit 42,2 Mio. t 2,5 % unter dem Vorjahresergebnis und rund 5,0 % unter der durchschnittlichen Erntemenge der Jahre 2015 bis 2020. Grund für das geringe Ernteergebnis waren bei nahezu unveränderter Anbaufläche niedrigere Hektarerträge. Bereits in den Vorjahren haben ungünstige Vegetationsbedingungen die Erntemengen negativ beeinflusst. Die globale Versorgungslage mit Getreide hat sich aufgrund der besseren Ernte, der jedoch ein gestiegener Verbrauch gegenübersteht, nicht wesentlich verbessert. Dies führte zu einem steigenden Weltmarktpreis für Getreide, der vor allem durch steigende Weizenpreise getrieben wurde. Die Welt-Sojabohnenernte ist um 5,0 % höher ausgefallen als im Vorjahr, was insbesondere auf höhere Erntemengen in den Vereinigten Staaten, Brasilien und Argentinien zurückzuführen ist. Im Jahr 2021 ist die globale Fleischerzeugung nach Angaben der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) nach zwei Jahren Rückgang um 4,2 % gewachsen. Grund für diese Entwicklung sind vor allem kräftige Wiederaufstockungen der Schweinebestände in China und anderen Ländern Ostasiens nach Überwindung der Afrikanischen Schweinepest. Die EU-27 ist mit rund 45,0 Mio. t nach China und den USA der weltweit drittgrößte Fleischerzeuger. Deutschland, Frankreich und Spanien sind die bedeutendsten Fleischproduzenten in der EU. Bereits 2018 hat Spanien Deutschland bei der Zahl der gehaltenen Schweine überholt und ist damit zum größten Schweinehalter in der EU geworden. Immer höhere Anforderungen und Kosten hinsichtlich des Umwelt- und Tierschutzes belasten die deutsche Schweineerzeugung. Von einem relativ hohen Ausgangsniveau ist die deutsche Fleischerzeugung seit dem Jahr 2016 rückläufig. Dominierend ist weiterhin das Schweinefleisch, das im Jahr 2021 einen Anteil von knapp 58 % an der gesamten deutschen Fleischerzeugung hatte. Der Export von Schweinefleisch gewinnt für die EU weiter an Bedeutung. Wie schon im Vorjahr ist der chinesische Importbedarf an Schweinefleisch hoch, da die chinesische Schweinefleischproduktion noch nicht wieder das Niveau wie vor dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest erreicht hat. Unter den Lieferländern nehmen Spanien und die USA wie schon im Vorjahr die Spitzenposition ein. Nach dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland im September 2020 und des damit verbundenen Exportstopps ist Deutschland für China kein Lieferland mehr. Die Zahl der Schweine, die in Deutschland gehalten werden, ist auch im Jahr 2021 gesunken, sie beträgt nun 23,6 Millionen (Vorjahr: 26,0 Millionen; -9,4 %), dies ist der niedrigste Schweinebestand seit dem Jahr 1996. Die Zahl der Betriebe, die Schweine halten, ist ebenfalls weiter um 7,8 % auf 18.800 gesunken. Die Zahl der Betriebe mit Schweinehaltung ist in Deutschland in der zurückliegenden Dekade um nahezu zwei Fünftel (39,1 %) gesunken. Da die Zahl der Betriebe in den letzten zehn Jahren stärker gesunken ist als die Zahl der gehaltenen Tiere, erhöhte sich der durchschnittliche Schweinebestand von 886 auf 1.254 Schweine je Betrieb. Der Rinderbestand fiel ebenso wie im Vorjahr und beträgt nun 11,0 Millionen Tiere (-2,3 %), die Zahl der Milchkühe verringerte sich auf 3,8 Millionen (-2,3 %). Die Zahl der Rinderhaltungen hat im Jahr 2021 mit 131.163 einen neuen Tiefstwert erreicht. Die Anzahl der Betriebe, die Milchkühe halten, verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 % auf 54.787. Die fortschreitende Konzentration im Schlachtviehbereich zeigt sich auch darin, dass viele Schlachtunternehmen durchgehende Verarbeitungsketten vom lebenden Tier bis zum verpackten Frischfleisch oder zur Wurst aufgebaut haben. Die Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona Pandemie, wie die Schließung der Gastronomie, führten im Vorjahr bei allen Fleischarten zu deutlichen Preisabschlägen. Während des Jahres 2020 kam es infolge von Covid-19-Ausbrüchen unter den Mitarbeitern immer wieder zur (Teil-) Schließung von Schlachtbetrieben, die zu Schlachtengpässen führten. Der Schlachtschweinepreis geriet ab September 2020 zusätzlich unter Druck, da nach dem erstmaligen Auftreten der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen in Deutschland ein Exportstopp von Schweinefleisch in Drittländer verhängt wurde. Diese Ereignisse wirken auch im Jahr 2021 noch nach und führten zu einem im Jahresdurchschnitt deutlich geringeren Preis für Schlachtschweine und Ferkel als im Jahr 2020. Zu Jahresbeginn lag der Schlachtpreis für Schweine der Handelsklasse E bei € 1,23 je kg Schlachtgewicht und erreichte dann im Frühsommer seinen Höchststand und lag bei € 1,61 je kg Schlachtgewicht. Bis zum Jahresende fiel der Preis kontinuierlich und lag zum Jahreswechsel nur noch bei € 1,30 je kg Schlachtgewicht und damit nur geringfügig höher als zu Beginn des Jahres. Nachdem der Erzeugerpreis für ein 25-kg-Ferkel im Sommer 2020 auf einem Rekordniveau von € 83,00 lag, kostete ein Ferkel zum Jahreswechsel 2020/2021 nur noch € 23,00. Bis zum Frühsommer 2021 erholte sich der Ferkelpreis etwas und stieg auf € 53,00, um dann bis zum Jahresende wieder auf € 23,00 zu fallen. Eine kostendeckende Produktion war im Jahr 2021, verstärkt durch die deutlich gestiegenen Betriebskosten, nicht möglich. Die produzierte Weltmilchmenge ist im Jahr 2021 erneut um 1,5 % gestiegen, wobei in nahezu allen Regionen Produktionszuwächse zu verzeichnen sind. Größter Milcherzeuger im weltweiten Vergleich ist seit 2017 nicht mehr die EU-27 (155 Mio. t), sondern Indien (206 Mio. t). Die EU konnte allerdings im Jahr 2017 Neuseeland vom Platz des weltgrößten Exporteurs von Milch und Milchprodukten verdrängen und diesen Platz auch im Jahr 2021 verteidigen, wobei das Exportvolumen gegenüber dem Vorjahr um 1,3 % gestiegen ist. Hauptimporteure sind die Länder Asiens. Die EU-weit produzierte Milchmenge lag 0,4 % über dem Vorjahreswert. Die in Deutschland erzeugte Milchmenge ist auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2017 gesunken. Grund für das rückläufige Volumen sind der fortschreitende Strukturwandel in der Milchviehhaltung sowie hohe Kosten für Kraftfutter, Dünger und Energie. Im Jahr 2021 lag der Preis bei durchschnittlich € 0,36 je kg konventionell erzeugter Milch und damit 3 Cent höher als im Jahr 2020. Die Rinderpreise in der EU lagen auf das gesamte Jahr gesehen über dem niedrigen Vorjahresniveau. Die Erzeugung von Rindfleisch, ebenso wie der Pro-Kopf-Verbrauch, hat sich in der EU und in Deutschland im Jahr 2021 weiter verringert. Der Erzeugerpreis für Schlachtbullen der Handelsklasse R3 ist um 13 % auf € 4,01 je kg Schlachtgewicht gestiegen. 1.3 Entwicklung der Geschäftstätigkeit - Konzern Der Huelsenberg-Konzern konnte sich trotz der schwierigen Rahmenbedingungen auch im Jahr 2021 insgesamt positiv entwickeln. Die folgenden Kennzahlen geben einen Überblick über die Entwicklung des Huelsenberg-Konzerns im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020:
Die einzelnen Geschäftsbereiche entwickelten sich im Geschäftsjahr jedoch, ebenso wie in den Vorjahren, uneinheitlich. Im Folgenden wird die Entwicklung der vier Geschäftsbereiche jeweils kurz dargestellt. 1.3.1 Entwicklung Konzernbereich Agrar Die Entwicklung des Geschäftsbereichs Agrar, und hier besonders die des deutschen Teils, wurde im Geschäftsjahr 2021 geprägt durch die nochmals verschlechterte Stimmungslage in der deutschen Landwirtschaft. Ursächlich hierfür sind die sehr niedrigen Schweinepreise, fehlende Planungssicherheit sowie deutlich gestiegene Betriebsmittelpreise. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen konnte der Außenumsatz des Agrarbereichs im Geschäftsjahr um 3,5 % gesteigert werden. Aufgrund des überproportionalen Anstiegs des Materialaufwands ist der Rohertrag jedoch marginal gesunken. Der Rohstoffbedarf wird durch langjährige nachhaltige Lieferantenbeziehungen und eine proaktive risikominimierende Einkaufspolitik abgedeckt. Der Einkauf der Unternehmen des Agrarbereichs ist maßgeblich von den Rohstoffen zur Herstellung von Misch- und Mineralfutter bestimmt. Diese umfassen insbesondere Soja- und Rapsschrot, Getreide, Aminosäuren, Vitamine und Phosphate. Auch im Jahr 2021 war die Rohstoffbeschaffung teilweise deutlich schwieriger als in der Vergangenheit. Zum Jahresende herrschte branchenweit ein Mangel an Lysin. Als essenzielle Aminosäure lässt sich Lysin jedoch nur schwer substituieren. Neben den Lieferverzögerungen durch die Corona-Pandemie führte ein gegen Ende des Jahres auftretender Containermangel dazu, dass sich Lieferungen zwischen Asien und Europa erheblich verzögerten und es zu einer massiven Verteuerung der Frachtraten kam. Das Geschäft in der Landwirtschaft ist durch kurzfristige Bestellungen geprägt. Dementsprechend besteht kein Auftragsbestand, der eine nennenswerte Umsatzreichweite darstellt. 1.3.2 Entwicklung Konzernbereich Biotechnologie Im Jahr 2016 hat der Konzernbereich im Rahmen der Neuausrichtung der Exportstrategie diverse neue Aufgabenbereiche übernommen. Hierzu gehört unter anderem die Übernahme der Verantwortung für den nord- und südamerikanischen Markt. Trotz der andauernden Corona-Pandemie und der damit zusammenhängenden Schwierigkeiten, insbesondere bei der Neukundengewinnung, konnte das Geschäft mit Bestandskunden ausgebaut und neue Kunden gewonnen sowie neue Märkte erschlossen werden. Die LACTOSAN GmbH & Co. KG, Kapfenberg (Österreich), produziert sowohl für konzerninterne Kunden als auch im Auftrag von externen Kunden in anderen Industrien. Diese schätzen die über die Jahre entwickelte Kompetenz, in komplexen und mit modernster Technologie ausgestatteten Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsprozessen, professionell Starterkulturen und Microbial Additives entwickeln, weiterentwickeln und reproduzieren zu können. Die Tilco-Alginure GmbH vertreibt ihre auf Algenbasis hergestellten biologischen Bodenverbesserer, Pflanzenschutz-, Dünge- und Futtermittel sowie Produkte für den Einsatz in Biogasanlagen, Kläranlagen und zur Tankreinigung auch an fremde Dritte. Die Umsätze mit Dritten aus dem Verkauf von Futtersäuren und Futterkonservierung, Enzymen, Spurenelementen und Siliermitteln sowie Probiotika konnten um 27,9 % gesteigert werden. Trotz gestiegener Aufwendungen für das Personal (+6,1 %) und höherer Vertriebs- (+54,8 %) und Betriebsaufwendungen (+8,4 %) hat sich das Betriebsergebnis des Geschäftsbereichs Biotechnologie wesentlich erhöht. 1.3.3 Entwicklung Konzernbereich Erneuerbare Energien Das Jahr 2021 war, ebenso wie die Vorjahre, in der deutschen Biogasbranche geprägt von Stagnation. In Deutschland gibt es rd. 9.650 Biogasanlagen, die potenzielle Kunden für die Gesellschaften des Konzernbereichs darstellen. Durch das Bekenntnis der Bundesregierung zur Energiewende und das Ziel, bis zum Jahr 2030 65 % und bis 2050 100 % des benötigten Stroms klimaneutral aus erneuerbaren Energien zu erzeugen, verbesserte sich die Grundstimmung bei den deutschen Biogasanlagenbetreibern. Denn dieses Ziel ist ohne den Biogassektor nicht zu erreichen und wurde entsprechend im EEG 2021 fixiert. Zudem hat die neu gewählte Bundesregierung im Koalitionsvertrag die Förderung der Bioenergie in Deutschland in einer nachhaltigen Biomasse-Strategie festgehalten. Ebenso sind Klimaschutzziele und der Kohleausstieg bis 2030 verankert und machen der Erneuerbare-Energien-Branche Mut. Die bereits etablierten Biogasmärkte (Italien, Tschechien, Niederlande, Frankreich, Großbritannien) werden auch in den nächsten Jahren zu den bedeutendsten Märkten zählen. Allerdings entwickelte sich der Neubau von Biogasanlagen auch in diesen Märkten -mit Ausnahme Frankreichs- im Jahr 2021 schleppend. In einer zunehmenden Anzahl an Ländern außerhalb Europas werden Biogasanlagen geplant, die organische Reststoffe vergären. Aufgrund der großen Mengen vorhandener Biomasse haben der südamerikanische und der US-amerikanische Markt das größte Entwicklungspotenzial. Im internationalen Bereich zeichnet sich zudem ab, dass die Gasaufbereitung anstelle der Verstromung des Biogases eine zunehmend wichtige Rolle spielt. Trotz dieses schwierigen Umfeldes konnte sich die Enbycon-Gruppe behaupten und Umsätze auf Vorjahresniveau erwirtschaften. Aufgrund des höheren Materialaufwands (+7,3 %) sowie gestiegener Personalaufwendungen (+8,4 %) hat sich das Betriebsergebnis des Konzernbereichs gegenüber dem Vorjahr jedoch wesentlich verringert. Der Einkauf der relevanten Optimierungs-Produkte beschränkt sich im Wesentlichen auf Rohstoffe, die im Huelsenberg-Konzern hergestellt werden. Damit besteht eine hohe Liefersicherheit, die die Enbycon-Gesellschaften hervorragend bei der Versorgung ihrer Kunden und ihrem Angebot im Markt unterstützt. 1.3.4 Entwicklung Konzernbereich Industrielle Mess- und Regelungstechnik Die DURAG-Gruppe erzielt einen großen Teil ihres Umsatzes aus dem Projektgeschäft. Trotz der andauernden weltweiten Corona-Pandemie und die zu deren Eindämmung ergriffenen Maßnahmen, hat der Konzernbereich seinen Außenumsatz beibehalten können. Die größten absoluten Umsatzzuwächse konnten in Deutschland (+17,4 %) und in der EU (+3,1 %) und hier vor allem in Frankreich erzielt werden. Der Umsatz in Europa trägt mit 59,7 % (Vorjahr: 56,6 %) zum Gesamtumsatz der DURAG-Gruppe bei. Das Geschäft in Asien konnte im Geschäftsjahr nicht gesteigert werden, trägt jedoch mit 25,2 % (Vorjahr: 26,3 %) wiederum einen erheblichen Teil zu den Gesamtumsätzen der DURAG-Gruppe bei. Auf der Produktseite waren insbesondere Umweltmesssysteme sowie Emissionsauswertesysteme erfolgreich. Die DURAG-Gruppe ist zunehmend ein Anbieter von kompletten Lösungen für ihre Kunden, was den Einsatz eines größeren Spektrums des Produktportfolios ermöglicht. Der Auftragseingang lag im Jahr 2021 bei knapp € 94,0 Mio. und damit wesentlich höher als im Vorjahr. Dies führte dazu, dass die DURAG-Gruppe mit einem Auftragspolster von € 33,1 Mio. in das Jahr 2022 gestartet ist. Die Materialverfügbarkeit war durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Lieferketten geprägt. Die kontinuierliche Sicherstellung der Rohmaterialien für den Produktionsprozess stellte eine große Herausforderung dar. Besonders im Elektronikbereich traten überdurchschnittliche Lieferzeiten und außergewöhnliche Preissteigerungen auf, die auch im Jahr 2022 bis dato noch anhalten. Verfügbarkeitsprobleme sowie gestiegene Energie- und Logistikaufwendungen führten in sämtlichen Warengruppen zu erheblichen Preissteigerungen. 1.4 Investitionen Der Konzern verfügt über ein Anlagevermögen, das bei Anschaffungskosten in Höhe von € 463,1 Mio. aktuell einen Buchwert von € 210,2 Mio. aufweist. Davon entfallen auf immaterielle Vermögensgegenstände Anschaffungskosten in Höhe von € 42,2 Mio. und Buchwerte von € 7,1 Mio. Auf Sachanlagen entfallen Anschaffungskosten in Höhe von € 406,8 Mio. und Buchwerte von € 189,3 Mio. Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen belaufen sich im Berichtsjahr auf € 18,8 Mio. Die Investitionen der Huelsenberg-Gruppe in das Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2021 € 47,7 Mio. und lagen damit € 28,9 Mio. über den verbuchten Abschreibungen. Für zukünftige Investitionen wird angemessene Liquidität vorgehalten. 1.5 Personal Der Huelsenberg-Konzern ist einem intensiven Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte ausgesetzt, welche die gesuchten wissenschaftlichen, technologischen oder marktspezifischen Fähigkeiten mitbringen müssen, um den über die Jahre erreichten hohen Qualitätsstandard zu sichern, nachhaltig in den Märkten zu agieren und neue Kunden gewinnen bzw. bestehenden Kunden dienen zu können. Der Konzern vertritt die Ansicht, dass leistungsbereite Mitarbeiter die Grundlage der erreichten Erfolge und des hohen Ansehens sind. So verfügen die Gesellschaften des Konzerns über betriebstreue Belegschaften, die sich überwiegend langfristig für die Huelsenberg-Gruppe engagieren und flexibel sind. Dadurch kann den steigenden Ansprüchen des Marktes durch Leistungsbereitschaft, langjährige Erfahrung und Kompetenz entsprochen werden. Um Mitarbeiter zu binden, werden attraktive Vergütungssysteme unterhalten und vielfältige Möglichkeiten angeboten, sich in den Geschäftsfeldern fort- und weiterzubilden. Um neue Mitarbeiter zu gewinnen, wird auch die intensive Zusammenarbeit mit Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten und Berufsverbänden genutzt. Aufgrund der immer noch schwierigen Pandemielage wurde eine vorsichtige Einstellungspolitik verfolgt. Die Anzahl der durchschnittlich im Jahr festangestellten aktiven Mitarbeiter im Konzern ist somit im Jahr 2021 nur um 2 Personen von 1.718 auf 1.720 gestiegen. 2. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 2.1 Ertragslage Die Konzern-Umsatzerlöse i.H.v. € 535,7 Mio. konnten im Berichtsjahr um € 23,6 Mio. (+4,6 %) erneut gesteigert werden. Die Erhöhung ist insbesondere durch organisches Wachstum erlangt worden. In Deutschland sind die Umsätze insgesamt um € 0,2 Mio. (+0,1 %) gestiegen. Im übrigen Europa haben sich die Umsätze um €17,0 Mio. (+10,0 %) erhöht. Außerhalb von Europa stieg der Umsatz um € 6,4 Mio. (+11,8 %). Der Rohertrag, der die Umsatzerlöse, die Bestandsveränderungen und die anderen aktivierten Eigenleistungen unter Berücksichtigung der Materialaufwendungen beinhaltet, hat sich um € 2,4 Mio. (-0,9 %) auf € 252,6 Mio. verringert. Die Rohertragsmarge hat sich um 2,6 %-Punkte auf 47,2 % verringert. Ursächlich hierfür sind geringere Bestandserhöhungen sowie im Verhältnis zu den Umsatzerlösen überproportional gestiegene Materialaufwendungen. Der Personalaufwand erhöhte sich durch die Einstellung neuer Mitarbeiter und vertragliche bzw. tarifliche Anpassungen um € 1,6 Mio. (+1,4 %) auf € 118,2 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um € 0,6 Mio. (-0,9 %) gesunken. Maßgeblich hierfür sind gesunkene Verwaltungsaufwendungen, insbesondere geringere Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern im Konzern ist um € 6,4 Mio. (+13,9 %) auf € 52,1 Mio. und der Konzernjahresüberschuss um € 5,7 Mio. (+16,3 %) auf € 40,8 Mio. gegenüber dem Vorjahr gestiegen. 2.2 Vermögenslage Das Anlagevermögen ist um 14,1 % auf € 210,2 Mio. gewachsen und hat damit einen Anteil von 41,1 % an der Bilanzsumme. Den zweithöchsten Anteil weisen die liquiden Mittel mit € 107,2 Mio. (21,0 %) auf, die jedoch aufgrund erhöhter Investitionstätigkeit um 14,0 % gesunken sind. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 21,8 % auf € 76,1 Mio. (Anteil an der Bilanzsumme von 14,9 %) gestiegen. Die Vorräte liegen mit € 89,0 Mio. (Anteil an der Bilanzsumme von 17,4 %) € 11,2 Mio. über Vorjahresniveau. Der Anstieg betrifft vor allem die Roh-Hilfs- und Betriebsstoffe (+16,9 %) sowie die fertigen Erzeugnisse und Waren (+18,6 %) und ist auf eine höhere Bevorratung, um trotz der aktuellen Engpässe bei Vorprodukten die Lieferfähigkeit sicherstellen zu können, zurückzuführen. Die Ertragskraft der Gruppe ermöglichte es auch in diesem Geschäftsjahr, die gesamthändisch gebundene Rücklage zu erhöhen und das Eigenkapital zu stärken. Die Konzern-Bilanzsumme ist um € 39,7 Mio. auf jetzt € 510,8 Mio. gestiegen, mit einem Anteil des Eigenkapitals an der Konzern-Bilanzsumme von 77,0 % (Vorjahr: 79,0 %). Das langfristige Fremdkapital hat einen Anteil von 10,6 % an der Bilanzsumme und hat sich absolut um € 3,6 Mio. auf € 54,3 Mio. erhöht. Darin enthalten sind im Wesentlichen Pensionsrückstellungen. Das kurzfristige Fremdkapital hat einen Anteil von 12,4 % (Vorjahr: 10,2 %) an der Bilanzsumme und hat sich um € 14,9 Mio. auf € 63,2 Mio. erhöht. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 2.3 Finanzlage Der Huelsenberg-Konzern hat im Geschäftsjahr 2021 erneut erhebliche Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit generiert und sich damit einen hohen Grad an Liquidität und Flexibilität für die laufenden Geschäftstätigkeiten sowie für Investitionen und Finanzaktivitäten bewahrt. Der Konzern ist einem starken Finanzprofil verpflichtet, das durch eine konservative Kapitalstruktur und finanzielle Flexibilität geprägt ist. Dadurch ist die Gewähr dafür gegeben, dass mittels einer konzernspezifischen Innenfinanzierung aus Eigenkapital, Darlehen und Cash Pooling-System die Finanzausstattung stets den Kapitalerfordernissen angepasst werden kann. Die Gruppe hat weder kurz- noch langfristige Finanzschulden. Im Berichtsjahr sind im Konzernabschluss lediglich niedrig verzinsliche Darlehen mit einer Restsumme in Höhe von € 0,2 Mio. auszuweisen. Die Finanzierung der Pensionspläne und Abfertigungen erfolgt über Rückstellungen, die sich im Berichtsjahr auf insgesamt € 54,3 Mio. belaufen. Die Huelsenberg-Gruppe arbeitet mit ihren Hausbanken unverändert eng zusammen. Dabei bestehen in Deutschland wie in Österreich mit diesen Instituten Vereinbarungen über Cash Pooling-Systeme. Bestehende Rahmenkreditverträge werden allein für Avale in Anspruch genommen. Obwohl der Konzern wirtschaftlich gesund und zukunftsfähig ist, wird seine Tätigkeit mit Angelegenheiten konfrontiert, welche durch die Zinspolitik und die Bankenkrise auch den Hausbanken Probleme bereitet und unter anderem deren Zukunft und Handlungsfähigkeit sowie ihre Bonität beeinträchtigen kann. Somit muss sich die Konzernmuttergesellschaft, die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Sorgen um die Sicherheit und Wertsicherung der Liquidität der Huelsenberg-Gruppe machen und sich mit der Absicherung der Einlagen und der Zinserträge beschäftigen. 3. Forschung und Entwicklung Die Forschung und Entwicklung wird im Huelsenberg-Konzern durch die verschiedenen Konzernbereiche durchgeführt. Dabei werden die jeweiligen Forschungsressourcen übergreifend in den einzelnen Geschäftsbereichen zielorientiert genutzt und deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2021 als eine Einheit in diesem Lagebericht dargestellt. Die bereits in den Vorjahren planmäßig erweiterten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in konzerneigenen Unternehmen wie der ISF GmbH, Wahlstedt, der Senzyme GmbH, Troisdorf, der österreichischen LACTOSAN GmbH & Co. KG und in dem Geschäftsbereich der DURAG-Gruppe gesellschaftsübergreifend in der Umweltmess- und Feuerungstechnik, wurden mit der Einstellung von zusätzlichem Personal und Kooperationen mit Universitäten und forschenden Unternehmen weiter fortgesetzt. Die Konzerngesellschaften stimmen ihre Strategie und Forschungsprojekte mit der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG als Konzernmuttergesellschaft und auch mit den Vertriebs- und Produktionsunternehmen der Huelsenberg-Gruppe ab, auch um die Produktion effizienter zu gestalten und die Arbeitssicherheit zu erhöhen. Jede neue Produktidee oder Änderungsanforderung wird in enger Zusammenarbeit mit dem Produktmanagement einem Screening unterzogen, das Projekte priorisiert, und danach in den Entwicklungsprozess einbindet. Die Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten bilden die Basis für den bisherigen Erfolg der Gruppe und sind für das weitere erfolgreiche Bestehen in den Märkten unerlässlich. Hierfür werden die Entwicklungsaufwendungen zumindest auf dem bereits hohen Niveau gehalten und falls erforderlich auch gesteigert. Die ISF GmbH entwickelte in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit den Vertriebsgesellschaften und konzernforschenden Gesellschaften neue Produktideen und Konzepte, von denen nachfolgend nur einige stichwortartig genannt werden:
Die Produkte der DURAG-Gruppe sind eng mit der Einhaltung von Emissions- und Immissionsrichtwerten und der Verbrennung fossiler Brennstoffe verbunden. Das gilt für die Produkte zur Messung von Emissionen und Immissionen, für die Sicherheitsüberwachung in Verkehrstunneln, für die Zündung von Flammen und Flammenüberwachung sowie die entsprechende Aufzeichnung und Aufbereitung von Messdaten. Die Steigerung der Effizienz von Verbrennungsprozessen, steigende Sicherheitsanforderungen und der zunehmende Einsatz regenerativer Energien, die nicht kontinuierlich zur Verfügung stehen, stellen zukünftig erhöhte Anforderungen an die Mess- und Regeltechnik von Kraftwerken, Raffinerien, Zement- und Müllverbrennungsanlagen und somit auch an die Forschung und Entwicklung der DURAG-Gruppe. Weltweit an Bedeutung gewinnt zudem der Bereich der Feinstaubbelastung und diesbezügliche Immissionsdatenmessung als Teil der Umweltüberwachung und der qualitativen Raumluftkontrolle im Rahmen von Arbeitsschutzprogrammen. Ausgehend von den Bedürfnissen der weltweit ansässigen Kunden realisiert die DURAG-Gruppe innovative und technologisch führende Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen. Charakteristisch ist daher für die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, dass die jeweiligen Gegebenheiten des Marktes und länderspezifische Vorschriften und Regeln beachtet werden müssen. Die Vielfalt einzuhaltender Normen und Richtlinien nimmt mit der technologischen Entwicklung der Exportmärkte kontinuierlich zu. Aus diesem Grund fließt ein nicht unerheblicher und steigender Anteil der vorhandenen personellen Kapazität und der Gesamtentwicklungskosten in die Anpassung der Produkte sowie die erforderlichen nationalen und internationalen Zulassungen und Zertifizierungen ein. Trotz dieser hohen Markteintrittshürden für die einzelnen Produkte sehen sich die Gesellschaften der DURAG-Gruppe insbesondere in den Wachstumsmärkten einem zunehmenden Wettbewerb ausgesetzt. Die Entwicklung von kostenoptimierten Produkten mit erweiterten Produkteigenschaften für die einzelnen Märkte und Einsatzgebiete gewinnt entsprechend an Bedeutung. In den Geschäftsfeldern Umweltmess- und Feuerungstechnik wurden in Zusammenarbeit mit den Vertriebsgesellschaften und dem Produktmanagement eine Reihe von Produkt- und Komponentenideen entwickelt, von denen nachstehend nur einige stichwortartig genannt werden:
4. Chancen- und Risikobericht Die Zusammenarbeit der Konzerngesellschaften im Vertrieb, in der Produktion sowie Forschung und Entwicklung bietet eine sehr gute Grundlage, neue Chancen zu erkennen und diesbezüglich Lösungen für die entsprechenden Märkte zu entwickeln und anzubieten. Die sich immer schneller verändernden Rahmenbedingungen für Erzeuger, Handel und Konsumenten stellen sowohl Chancen als auch Risiken dar. Auch in diesem Jahr hat der Huelsenberg-Konzern auf diese Herausforderungen durch einen flexiblen, kreativen Lösungsansatz angemessen reagieren und den Kunden effektive Lösungen anbieten können. Die Stärke der Huelsenberg-Gruppe ist dabei ihr kompetentes, hochqualifiziertes und innovatives Personal, das über gesellschaftsrechtliche und geographische Grenzen hinweg als Team kundenorientierte Lösungsansätze erarbeitet und umsetzt. Dieses hat dem Huelsenberg-Konzern grundlegend geholfen, Chancen zu identifizieren, die assoziierten Risiken zu bewerten und - wenn es angemessen war - die Gelegenheiten wahrzunehmen, um die Aktivitäten des Konzerns zu erweitern. Die Ausbreitung des Coronavirus hat sich ab Januar 2020, ausgehend von China, sehr dynamisch und weltweit entwickelt und trotz des Anlaufens der Impfkampagnen zu Beginn des Jahres 2021 hat die Pandemie auch das Jahr 2021 noch in erheblichem Maße geprägt. Regierungen und nationale Behörden haben weltweit Maßnahmen ergriffen, die das öffentliche Leben und die Wirtschaft teilweise immer noch außerordentlich einschränken. Die Gesellschaften des Konzerns erfreuen sich weiterhin starker Auftragseingänge und Auftragsbestände, so dass die Krise bisher keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Unternehmensgruppe im Ganzen hatte. Sowohl in den Produktionsstätten als auch im Vertrieb und in der Verwaltung wurden die erforderlichen Hygienemaßnahmen umgesetzt, um die Mitarbeiter zu schützen und den reibungslosen Ablauf der Geschäftsprozesse sicherzustellen. Einschränkungen der Lieferketten und Erhöhungen der Rohstoffpreise und Baumaterialien belasten die Konzerngesellschaften in unterschiedlichem Maße, konnten bisher jedoch meist ausgeglichen werden, so dass grundsätzlich alle Aufträge erfüllt werden konnten. Die Nachfrage nach Futtermitteln und artverwandten Produkten ist stabil. Die Gesellschaften des Unternehmensbereichs Industrieelektronik sind von den Maßnahmen in Folge der Corona-Krise stärker betroffen. Hersteller von Bauteilen, vor allen Dingen aus dem Ausland, können aufgrund von Produktionsbeschränkungen oder der Schließung von Häfen nicht termingerecht liefern, so dass es zu Lieferverzögerungen kommt. Die Corona-Lage normalisiert sich zunehmend, allerdings sind zum jetzigen Zeitpunkt die Auswirkungen weiterer Corona-Varianten, sowie ob impfstoffresistente Virusvarianten entstehen, nicht vorhersehbar. Die Auswirkungen weiterer Corona-Wellen auf die deutsche, europäische und weltweite Wirtschaftsentwicklung sind kaum vorhersehbar. Somit bleibt die Pandemie ein großes Risiko für das Wirtschaftswachstum. Der Konzern unterhält ein starkes Finanzprofil, was ihm in diesen Zeiten sehr zu Gute kommt. Somit sieht sich der Konzern gut vorbereitet, um auch diese Herausforderung erfolgreich zu meistern. Die Risikopolitik des Huelsenberg-Konzerns entspricht dem Bestreben nach nachhaltigem Wachstum und Steigerung des Unternehmenswertes, wobei versucht wird, Risiken adäquat zu bewerten. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Geschäftsstrategie. Die Gesellschaft bedient sich einer Reihe von Management- und Kontrollsystemen, die unterstützen, das Maß der Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist- zu antizipieren, zu messen und zu überwachen. Besonderes Gewicht haben dabei die sich weiter entwickelnde konzernweite strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen und die Zusammenarbeit mit externen qualifizierten Partnern. Nachfolgend werden wesentliche Risikofelder benannt, die das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen können, wobei unverkennbar ist, dass dies nicht die einzigen Risiken sind, denen der Konzern ausgesetzt ist. Geschäftsrisiken Die Unternehmensgruppe wird von Unwägbarkeiten der politischen und konjunkturellen Rahmenbedingungen im In- und Ausland beeinflusst. Dies gilt insbesondere für den von der EU und den agrar- und energiepolitischen Rahmenbedingungen abhängigen Agrarbereich sowie den Bereich Erneuerbare Energien. Hinzu kommt, dass die weltweiten Märkte, in denen Konzerngesellschaften auch wegen der Beschaffung von Rohstoffen tätig sind, ebenfalls hochgradig wettbewerbsintensiv bei Preisbildung, Produkt- und Servicequalität sind. So ist die Unternehmensgruppe immer wieder Preisdruck, Marktrückgängen oder geringerem Wachstum ausgesetzt. Ebenso können neuartige Technologien und Geschäftsmodelle einen großen Einfluss auf die bis dato durchgeführten Aktivitäten haben und somit tiefgreifende Umgestaltungen erforderlich machen. Operative Risiken Die Unternehmensgruppe ist diversen operativen Risiken ausgesetzt. So konkurriert sie systemimmanent mit "klassischen Produkten", wie z.B. im Agrarbereich mit Herstellern von Misch- und Fertigfutter, wobei der Wettbewerb jedes Jahr aufs Neue, auch durch die vom Weltmarkt bestimmten Rohstoffpreise, entschieden wird. Für den Bereich Industrielle Mess- und Regelungstechnik bilden Langzeitverträge nur ausnahmsweise die Basis des Geschäfts, wie z.B. bei Kooperationen im Rahmen der Entwicklung neuartiger Technologien mit großen Anlagenbauern bzw. Systemanbietern. Dabei kommen Großprojekte nach zum Teil wettbewerbsintensiven Angebotsphasen zustande. Zu den Risiken solcher Projekte gehören auch unerwartete technische Probleme, unvorhersehbare Entwicklungen an den Projektstandorten oder bei den Partnern sowie Produktsicherheits-, Arbeitssicherheits- und Umweltrisiken. Durch das hohe Qualitätsniveau der Produkte hat sich die Unternehmensgruppe die Anerkennung von Kunden, Lieferanten, Verbänden und Wissenschaft erworben. Dieser Erfolg ist jedoch nicht selbstverständlich und bedarf kontinuierlichem Bestreben, ihn zu erhalten. So besteht die Pflicht, das zur natürlichen Grundlage des Geschäfts gewordene hohe Niveau in keinem Moment zu gefährden, sondern - wo immer möglich - noch zu steigern. Dabei sind alle Konzerngesellschaften grundsätzlich allen Risiken ausgesetzt, die Innovationen innewohnen, insbesondere dem Produktrisiko und dem Risiko der Fehlentwicklung. Lieferantenrisiken Besondere Risiken liegen im Einkauf - neben der vertraglich vereinbarten Preisbindung zunehmend auch in der Sicherstellung der Qualität - der aufgrund der Produkthaftung zukünftig noch mehr Beachtung zu schenken ist. Der Krieg in der Ukraine hat auf die Rohstoffversorgung der Produktionsgesellschaften bereits erhebliche Auswirkungen und kann sich weiter verschärfen, wenn z.B. aufgrund politischer Entscheidungen die Versorgung mit Gas aus Russland eingeschränkt wird. Dies würde insbesondere bei Produkten, die mit hohem energetischem Aufwand hergestellt werden zu erheblichen Kostensteigerungen bzw. zu einer Einstellung der Produktion führen. Infolge des Russland-Ukraine-Kriegs sind die Preise für Phosphorquellen bereits massiv gestiegen, da wichtige Phosphorlieferanten auf die Sanktionslisten der EU gesetzt wurden. Dies führte dazu, dass z.B. in allen Rindermineralfuttermischungen der Phosphorgehalt um bis zu 50 % gesenkt werden musste. Zu einer weiteren Einflussgröße auf die Preisbildung wichtiger Rohstoffe sind im Agrarbereich Zulassungsbeschränkungen bzw. Freigaben von Rohstoffen geworden. Der Verkehrsfähigkeit von Rohstoffen liegen zum Teil politische Entscheidungen der EU zugrunde, die zu wesentlichen Markteinflüssen führen können. Diesen Risiken wird vorgesorgt, indem - wenn möglich - keine langfristigen Einkaufsverpflichtungen eingegangen werden. Nachdem vielfältigste hochwertige Rohstoffe in den Produkten eingesetzt werden, müssen sich die Unternehmen mit dieser Entwicklung bestmöglich arrangieren und aus Kostengründen bei der Beschaffung neue Quellen nutzen, von denen immer mehr in die Märkte eintreten und zu denen noch keine gewachsenen Beziehungen bestehen. So birgt jede durch Preisdruck initiierte Aufnahme einer neuen Geschäftsbeziehung die Gefahr von Qualitätsverlusten und nachlassender Zuverlässigkeit in der Verfügbarkeit wesentlicher Rohstoffe. Personalrisiken Es besteht Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte, die die technischen Anlagen und Systeme beherrschen sowie über die zur Führung und Motivation von Mitarbeitern erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Um Mitarbeiter langfristig zu binden, werden attraktive Vergütungssysteme angeboten. In Anbetracht der großen Betriebstreue und langjährigen durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit der Belegschaft ist Fluktuation kein aktuelles Problem. Kreditrisiken Angesicht der guten Bonität vieler Geschäftspartner werden mit der Finanzierung von Kunden und auch Lieferanten vor allen Dingen im Inland überschaubare Risiken eingegangen, die durch klar definierte Prozesse zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit und - wo als angemessen betrachtet - durch Warenkreditversicherungen gesteuert werden. Soweit ein Teil der Verkäufe im Agrarbereich über Handel und Genossenschaften abgewickelt werden kann, werden diese zum Minimieren des finanziellen Risikos genutzt. Dagegen nehmen die Risiken im Direktkundengeschäft aufgrund des verschlechterten Zahlungsverhaltens, insbesondere in Ost- und Südeuropa, ständig zu. Es werden in begründeten Fällen verlängerte Zahlungsziele gewährt. Diesem Risiko wird durch verschärfte Anforderungen der Sicherung von Forderungen und der Limitierung der Höhe der ausstehenden Forderungen entgegengewirkt. Das Bestreben ist, stets eine verantwortungsbewusste Risikovorsorge zu treffen, die es ermöglicht, die betreffenden Großbetriebe im Agrarbereich weiter beliefern zu können. Ein Ausstieg wäre unter langfristigen marktstrategischen Gesichtspunkten nicht angebracht bzw. zu vertreten. Denn Kunden, die sich in einer schwierigen finanziellen Situation im Stich gelassen fühlen, sind in der Regel für zukünftige Geschäfte verloren. In diesem Zusammenhang ist die Bonitätsbewertung der Kreditversicherer von besonders hohem Wert. Betriebsunterbrechungsrisiken Nachdem die Gesellschaften des Agrarbereichs ihren Absatz in den letzten Jahren steigern konnten und immer mehr Produkte in Eigenfertigung erstellt werden, wurden die Grenzen der in den Produktionsstätten installierten Kapazitäten zeitweise erreicht. Die regelmäßige Überprüfung des Betriebsunterbrechungs-Krisenmanagementplans wurde ausgeweitet, um auch bei Kapazitätsauslastung alternative Produktionsmöglichkeiten einsatzbereit zu halten. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Produktion spezialisierter Werke bei einem Ausfall durch freie Kapazitäten oder zusätzliche Produktionsschichten anderer Werke übernommen bzw. können andere Ausweichmöglichkeiten genutzt werden. Der Gewährleistung der Betriebsbereitschaft und der Sicherung der Werkserhaltung kommt besondere Bedeutung zu. Investitionsrisiken Es wird seit jeher planmäßig in Forschung und Entwicklung, Produktion, Vertrieb und auch in die Verwaltung investiert. Dabei werden in der Regel nur geringe, überschaubare Risiken eingegangen. Die Vorstände der Konzernbereiche beurteilen, die von ihnen beabsichtigten, in die Zukunft gerichteten Investitionen in neue Produkte, Fertigungskapazitäten (Eigenfertigung oder Fremdbezug), Rechte, Erwerb von Unternehmen, Gründung von Auslandsgesellschaften und Personalentwicklung. Gleichwohl genehmigt die Muttergesellschaft die vorgelegten Investitionsanträge nur nach sorgfältiger Prüfung und in Zusammenarbeit mit den Aufsichtsräten der Holdinggesellschaften. Dies garantiert, dass Investitionen zukunftsorientiert und zielweisend durchgeführt werden und damit nachhaltig eine positive Entwicklung des Huelsenberg-Konzerns gesichert wird. Finanzielle Risiken Die Unternehmen des Konzerns verfolgen mit ihrem Risikomanagement das Ziel, gefährdende Entwicklungen von Finanzrisiken, insbesondere aus dem Zins- und Währungsumfeld, von vornherein auszuschließen oder zumindest frühzeitig zu erkennen, um ihnen durch angemessene Entscheidungen und Handlungen effektiv begegnen zu können. Es ist organisatorisch und personell sichergestellt, dass nur Finanzgeschäfte getätigt werden, für die das notwendige Fachwissen und die technischen Voraussetzungen vorhanden sind. Die Verantwortung für erforderliche organisatorische Maßnahmen zur Begrenzung von Finanzrisiken trägt die Geschäftsführung der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG gemeinsam mit ihren Gesellschaftern sowie den Vorständen und Geschäftsführern der Holdinggesellschaften und ihrer Tochtergesellschaften. Dabei bedienen sie sich auch der Huelsenberg Finanztreuhand GmbH & Co. KG, Pinneberg, und der österreichischen Betriebsstätte der Schaumann Holding GmbH, Pinneberg. Die Konzernleitung hat in diesem Zusammenhang Geschäftsordnungen erlassen, in denen Vorständen und Geschäftsführern aller Konzerngesellschaften verbindlich klare Grenzen gesetzt und Verpflichtungen auferlegt werden. Liquiditätsrisiken können durch die Konzernleitung und das Berichtswesen frühzeitig erkannt und korrigierende Maßnahmen definiert und umgesetzt werden. Die Liquidität wird durch die Konzernleitung zentral überwacht. Sie ist durch die bestehenden liquiden Mittel und die kontinuierliche Darstellung und Überprüfung ihrer Entwicklung gesichert. Finanzielle Risiken, die aus dem Forderungs- oder Einkaufsrisiko entstehen können, werden durch regelmäßige, interaktive Abstimmungen zwischen den operativen Bereichen und den Holdinggesellschaften gesteuert und sind in den jeweiligen Abschnitten beschrieben. Kontinuierlich erweitert die Konzernleitung gemeinsam mit den Vorständen der jeweiligen Holdinggesellschaften der vier Unternehmensbereiche die Risiko-Frühwarnsysteme. Dazu werden Konzernbereichssysteme standardisiert und konsolidiert, so dass ein konzernübergreifend einheitliches Risiko-Controlling und Managementsystem die Identifikation, Messung, Überwachung und Steuerung der Risikopositionen ermöglicht. 5. Prognosebericht Bereits Ende des Jahres 2021 haben die führenden Forschungsinstitute ihre Konjunktureinschätzungen für das Jahr 2022 wegen der sich wieder verschärfenden Corona-Lage infolge des Auftretens der hochansteckenden Virusvariante Omikron, nach unten korrigiert. Inzwischen zeichnet sich ab, dass die erwartete wirtschaftliche Erholung wegen des Kriegs in der Ukraine deutlich geringer ausfallen wird und die Inflationsrate stärker steigt als prognostiziert. Das Ifo-Institut (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.) erwartet für das Jahr 2022 ein Wachstum der deutschen Wirtschaft zwischen 2,2 % und 3,1 %. Gleichzeitig wird mit einer Inflationsrate zwischen 5,1 % und 6,1 % gerechnet. In der Eurozone und in den USA hat die Inflation infolge steigender Energiepreise sowie der Knappheit an Rohstoffen und anderen Gütern ein Mehrjahreshoch erreicht. Negativ auf das Wachstum wirken sich steigende Rohstoffpreise, zunehmende Lieferengpässe bei Rohmaterialien und Vorprodukten, die verhängten Sanktionen sowie die erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine aus. Schwer vorhersehbar ist die weitere Entwicklung der Energiepreise, die sich insbesondere auch auf die privaten Konsumausgaben auswirken. Auf der anderen Seite sind die Auftragsbücher der Industrie gut gefüllt und die Corona-Lage normalisiert sich zunehmend. Allerdings ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher, ob Omikron das Ende der Corona-Pandemie beschleunigt oder ob weitere, unter Umständen auch impfstoffresistente, Virusvarianten entstehen. Die Auswirkungen weiterer Corona-Wellen auf die deutsche, europäische und weltweite Wirtschaftsentwicklung sind kaum vorhersehbar. Somit bleibt die Pandemie ein großes Risiko für das Wirtschaftswachstum. Russland ist der zweitgrößte Erdölexporteur und der größte Erdgasexporteur weltweit und somit ist Russlands Volkswirtschaft extrem abhängig von seinen Rohstoffexporten. Schwankungen in den Rohölpreisen haben direkte Auswirkungen auf die Exporterlöse und folglich auch auf die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts. Neben Bestrebungen den Einsatz fossiler Brennstoffe zum Schutz der Umwelt zu reduzieren, versuchen -ausgelöst durch den russischen Angriff auf die Ukraine- zudem viele Staaten ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland zu reduzieren. Zusätzlich wurden im Zuge des Krieges in der Ukraine weitreichende Sanktionen gegen Russland erhoben, die sich negativ auf die russische Wirtschaft auswirken. Die durch Spekulation bewegten globalen Rohstoff- und Finanzmärkte, die wachsende Weltbevölkerung, das schneller wechselnde Weltklima, geprägt von extremeren Konditionen und die sich bestätigenden strukturellen Probleme in den Weltmärkten, werden - neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs - das Weltwirtschaftswachstum für die nächsten Jahre beeinflussen. Dieses bietet nicht nur Risiken, sondern auch Chancen, die es zu nutzen gilt, wobei die Erfolge oftmals erst zeitversetzt in der Zukunft spürbar werden. Der Huelsenberg-Konzern geht die zu bewältigenden Herausforderungen mit Flexibilität und Kreativität an. Dabei hilft die Erfahrung, in der Vergangenheit unter schwierigsten Bedingungen erfolgreich gearbeitet und sich gerade dann bewährt zu haben. Dieses wird erreicht durch die intensiv betriebene Forschung & Entwicklung, die in Zusammenarbeit mit dem Vertrieb und der Produktion kontinuierlich Ergänzungen zum Angebot mit neuen Produkten, Zusätzen und Verfahren bereitstellt. Auch die Stärkung des Vertriebs durch tatkräftige, gut ausgebildete und kompetente neue Mitarbeiter sowie die ständigen Weiterschulungen und das Bestreben, zu wachsen und sich nachhaltig in bestehenden und neuen Märkten als langfristiger Partner zu festigen oder zu etablieren, sind wichtige Bestandteile, um die bestehenden Ergebnisse auch in der Zukunft zu erzielen. Es wird sowohl im Geschäftsbereich Industrielle Mess- und Regelungstechnik als auch im Geschäftsbereich Agrar weiterhin eine besondere Fokussierung auf die Expansion in Schwellenländer gelegt. In einigen von diesen Ländern, wie z. B. Brasilien, Indien und China, sind diese Konzernbereiche schon tätig und werden durch verstärkte, jedoch vorsichtige Aktivitäten ihre Präsenz weiter ausbauen oder den Gegebenheiten entsprechend anpassen. Es werden zu jedem Zeitpunkt die Auswirkungen von Währungsrisiken abgewogen und Expansionstätigkeiten nur in so einem Umfang durchgeführt, dass sie dem Gruppenwachstum insgesamt nicht schaden können. Dies ist vor allen Dingen vor dem Hintergrund wichtig, dass die für einige Volkswirtschaften nicht mehr tragbaren Schulden auch das Risiko der Zahlungsunfähigkeit von in diesen Ländern ansässigen Kunden erhöht. Dementsprechend wird der Vertrieb international unter Deckelung der finanziellen Risiken planvoll ausgebaut. All dies ist notwendig, um die mit hohen Investitionen verbundenen Kapazitäten, die der Konzern in Forschungs- und Produktionsstätten schafft, weiterhin auf hohem Niveau auszulasten. Prognosen sind für den Agrar-Geschäftsbereich, auch in "normalen" Zeiten, aufgrund des sich schnell wechselnden Klimas und der globalen Marktwirtschaft nur eingeschränkt aussagekräftig. Maßgeblich beeinflusst wird die weitere Geschäftsentwicklung der Gesellschaften des Agrarbereichs durch die Marktentwicklung bei Rohmilch und Schweinefleisch. Die Erfahrungen der Geschäftsführung der Huelsenberg-Gruppe, die geprägt sind durch stark schwankende Rohstoffpreise, verschärfte Gesetzesauflagen und das aus der Finanzkrise resultierende und weiterhin aktuelle Zahlungsunfähigkeits- und Wechselkursrisiko, bestätigen, dass der Agrarbereich fortlaufend anspruchsvollen Herausforderungen ausgesetzt ist. Der Geschäftsbereich Biotechnologie ist aufgrund der in den letzten Jahren getätigten Investitionen eine wachsende Unternehmung, die sich auch im Jahr 2022 weiter positiv entwickeln sollte. Ihr wird insbesondere das hohe Niveau der Forschungs- und Produktionsprozesse zugutekommen, neue Produkte für unterschiedliche Industrien zu entwickeln, die vor allen Dingen in der sogenannten weißen Biotechnologie zusätzliche Kunden und damit spürbare Umsatz- und Ergebnissteigerungen generieren. Durch das Bekenntnis der Bundesregierung zur Energiewende und das Ziel, bis zum Jahr 2030 65 % und bis 2050 100 % des benötigten Stroms klimaneutral aus erneuerbaren Energien zu erzeugen, verbesserte sich die Grundstimmung bei den deutschen Biogasanalgenbetreibern. Denn dieses Ziel ist, ohne den Biogassektor nicht zu erreichen und wurde entsprechend im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2021) fixiert. Es bleibt abzuwarten, ob die Abhängigkeit der europäischen Länder vom russischen Gas und die aktuelle Lage auf dem Weltmarkt nicht zu einem Umdenken in der Politik führt und zukünftig wieder verstärkt der Zubau von Biogas- und Biomethananlagen gefördert wird. Erste Tendenzen in diese Richtung sind in einigen Ländern schon zu beobachten. Es gilt, das Geschäftsmodell weiterhin ständig zu überprüfen und den Marktgegebenheiten anzupassen. Der Geschäftsbereich Industrielle Mess- und Regelungstechnik unterliegt dem globalen Wettbewerb und den in der internationalen Ausrichtung der Projekte begründeten politischen und finanziellen Risiken. So werden geplante Großprojekte immer wieder verschoben oder Zahlungsvereinbarungen abgeändert, die die Geschäftsentwicklung beeinflussen können. Bei den Produkten und der Markterschließung wird weiterhin Entwicklungs- und Ausbaupotenzial gesehen. Herausfordernd wird es die wegfallenden Märkte in Russland aufgrund der Ukraine-Krise zu kompensieren. Die steigende Notwendigkeit, Emissionen und Immissionen zu kontrollieren, die in den industriell wachsenden und sich entwickelnden Ländern aufgrund der sich zunehmend verschlechternden Luftqualität an Bedeutung gewinnen, wird die Nachfrage nach Umweltmessgeräten und Datenauswertungssystemen des Geschäftsbereichs Industrielle Mess- und Regelungstechnik verstärken. Besondere Chancen werden vor allem mittelfristig in Kooperation mit den technologisch herausragenden Produkten zur Gasanalytik und dem weltweiten Vertriebsnetzwerk der Gruppe gesehen. Somit ist die Prognose der Geschäftsführung des Huelsenberg-Konzerns für alle Geschäftsbereiche verhalten positiv, so dass bei Umsätzen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2021 ein vergleichbares Konzernergebnis erzielt werden sollte. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Geschäftsaktivitäten nicht abschätzbar sind und es zu wesentlichen Abweichungen kommen kann, sofern es zu weiteren wesentlichen Ausbrüchen und Lockdowns im deutschsprachigen Raum aber auch anderen Ländern, in denen Konzerntochtergesellschaften tätig sind, kommt. Ein ebenfalls kaum abschätzbares Risiko stellt der Ukraine-Krieg und seine Folgen für die Energieversorgung und die Entwicklung der Energiepreise in Deutschland und Europa dar. Es wird unverändert die Philosophie, mit einem soliden und nachhaltigen Geschäftsmodell zu agieren, im Vordergrund stehen.
Pinneberg, den 30. Juni 2022 Huelsenberg Holding GmbH Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG Andrés Pinter Dr. Jörg Janiszewski Olivier M. Seiller Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021(Amtsgericht Pinneberg, HRA 2276)AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für die Zeit vom 31. Dezember 2019 bis 31. Dezember 2021
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2021der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, PinnebergRECHTLICHE GRUNDLAGEN Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. ANTEILSBESITZ UND KONSOLIDIERUNGSKREIS Die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Pinneberg, hält 53 % der Anteile sowohl an der UNION AGRICOLE HOLDING Aktiengesellschaft, Pinneberg, der DURAG Holding AG, Hamburg, und der Enbycon Holding AG, Pinneberg. Die jeweils übrigen 47 % der Anteile werden von einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gehalten. Aufgrund von Personenidentität zwischen den Kommanditisten der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG und den Gesellschaftern der GbR werden bis auf eine Ausnahme im Konzern keine Minderheiten ausgewiesen. Die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG hält direkt oder über verbundene Unternehmen Anteile - und zwar mit wenigen Ausnahmen jeweils 100 % des Nominalkapitals - an 79 Konzerngesellschaften, von denen 58 Gesellschaften auf dem Agrarsektor (inklusive Biotechnologie und erneuerbare Energie) und 21 Gesellschaften im Bereich industrielle Mess- und Regelungstechnik tätig sind. 39 Gesellschaften haben ihren Sitz im Ausland und 40 Gesellschaften sind im Inland ansässig. Die Huelsenberg Finanztreuhand GmbH & Co. KG, Pinneberg, wird gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Die Hülsenberger Zuchtschweine GmbH, Pinneberg, wurde im Berichtsjahr auf eine andere Konzerngesellschaft verschmolzen. Folgende Gesellschaften wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen:
Die Unterstützungseinrichtungen sind wegen fehlender Berechtigung des Konzerns am Vermögen der Unterstützungskassen nicht einbezogen worden, § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB. ANGABEN ZUR KONSOLIDIERUNG Das Kapital der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG ist ungeschmälert in die Konzernbilanz eingegangen. Die Kapitalkonsolidierung wurde gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Kapitalkonsolidierungen, bei denen in der Vergangenheit (bis 31. Dezember 2009) die Buchwertmethode angewandt wurde, werden gemäß Artikel 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB auch in der Zukunft fortgeführt, da Artikel 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB die ausschließliche Anwendung der Neubewertungsmethode nur für Erwerbsvorgänge nach dem 31. Dezember 2009 vorschreibt. In dem mehrstufigen Konzern werden zunächst im Wege der Kettenkonsolidierung die den Aktiengesellschaften UNION AGRICOLE HOLDING Aktiengesellschaft, DURAG Holding AG, Enbycon Holding AG und Biotic Science Holding AG, Pinneberg, gehörenden Anteile an den Tochterunternehmen auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochterunternehmen verrechnet. Die Kapitalkonsolidierung mit den vier Aktiengesellschaften erfolgt ausschließlich mit deren Nennkapital, da die weiteren Eigenkapitalposten nach Begründung der Konzernrechnungslegungspflicht der Muttergesellschaft in Vorjahren entstanden sind. Bei Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen sowie bei Zwischenergebnissen wurden die zwischen den einbezogenen Gesellschaften entstandenen Geschäftsvorfälle eliminiert. Die Umrechnung der Jahresabschlüsse von einbezogenen Unternehmen, die in einer anderen als der Berichtswährung aufgestellt sind, erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode, § 308a HGB. Dabei werden alle Vermögenswerte und Schulden, mit Ausnahme des Kapitals, zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Das Kapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt mit den Jahresdurchschnittskursen. Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres, beim Kapital gegenüber der Umrechnung zu historischen Kursen sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz werden ergebnisneutral im Eigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ SOWIE ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die auf den Vorjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden - soweit im Folgenden nicht anders dargestellt - beibehalten. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen kaufmännischer Beurteilung Rechnung. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zum 1. Januar 2010 in Höhe von T€ 193 enthalten. Diese ergeben sich aus der Inanspruchnahme des Wahlrechts, die Zuführung aufgrund der Neubewertung der Pensionsverpflichtungen auf höchstens 15 Jahre zu verteilen. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen auf den Stichtag der Muttergesellschaft aufgestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten gemäß §§ 253 bis 255 HGB, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear oder - falls gesetzlich zulässig - degressiv vorgenommen. Die Nutzungsdauer der gewerblichen Schutzrechte beträgt durchweg drei Jahre. Die als immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesenen Firmenwerte werden über fünf Jahre abgeschrieben. Erbbaurechte werden über 100 Jahre sowie Fabrik- und Verwaltungsgebäude zwischen 15 und 50 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf die übrigen Sachanlagen erfolgen über einen Zeitraum zwischen zwei und 20 Jahren. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert. Zinslose Darlehensforderungen werden zu Barwerten angesetzt. Im Finanzanlagevermögen werden zum Bilanzstichtag zwei Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesen. Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen ergibt sich im Einzelnen aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen wurde in den Vorjahren eine Beteiligung abgeschrieben. Das Vorratsvermögen wird grundsätzlich nach der Durchschnittsmethode bewertet. Soweit die Börsen- oder Marktpreise am Abschlussstichtag unter den ermittelten Anschaffungs- oder Herstellungskosten liegen, werden niedrigere Börsen- oder Marktpreise der Bilanzierung zugrunde gelegt. Bestandsrisiken, die sich aus der Reichweite, Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschläge Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird erkennbar gebotenen Ausfallrisiken durch Einzelwertberichtigungen und dem allgemeinen Kreditrisiko durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Liquide Mittel werden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten nach § 250 Abs. 1 HGB beinhaltet im Voraus bezahlten Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag. Für künftige Steuerentlastungen wurde ein aktiver Abgrenzungsposten in Höhe von T€ 1.613 gebildet. Die Veränderung der Gewinnrücklagen des Konzerns beruht im Wesentlichen auf der Einstellung in die gesamthändisch gebundene Rücklage und gegenläufig Entnahmen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,5 % (Vorjahr: 2,5 %) bei den Entgelten aus. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf 1,87 % (Vorjahr: 2,30 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt der Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Pensionsrückstellungen nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre und dem der vergangenen zehn Jahre T€ 2.659. In der Pensionsrückstellung ist ein Posten in Höhe von T€ 3.253 für die hauptsächlich in Österreich bestehende gesetzliche Verpflichtung enthalten, Abfertigungszahlungen an ausscheidende Mitarbeiter zu leisten. Von der Möglichkeit, den Unterschiedsbetrag der Pensionsverpflichtung zum 1. Januar 2010 auf höchstens 15 Jahre zu verteilen, hat die Gesellschaft Gebrauch gemacht. Der Unterschiedsbetrag für Folgejahre beträgt zum 31. Dezember 2021 T€ 580. Die Steuerrückstellungen werden gemäß der erwarteten Inanspruchnahme bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei den Rückstellungen handelt es sich vorwiegend um Personalrückstellungen, Gewährleistungs- und Garantierückstellungen sowie Abschluss- und Beratungsrückstellungen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen ein zinsgünstiges Darlehen aus dem Erwerb einer Tochtergesellschaft. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in branchenüblichem Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert. Von den Verbindlichkeiten die eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben, haben T€ 0 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber den nicht in den Konzernabschluss einbezogenen beiden Unterstützungseinrichtungen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen wurden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (14 % - 25 %) bewertet und nicht abgezinst. Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen beruhen, wurden ebenfalls mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Im Konzern wurden im Jahre 2021 folgende konsolidierte Umsatzerlöse erzielt:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, Vertriebsaufwendungen sowie Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen. Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Gesamtjahr 2021 berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt T€ 248. Für andere Bestätigungsleistungen belief sich das Gesamthonorar auf T€ 26. Darüber hinaus wurden keine weiteren Leistungen in Rechnung gestellt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.553 (Vorjahr: T€ 780) enthalten. Außerdem sind Erträge im Zusammenhang mit Ansprüchen aus Kapitalanlagen in Höhe von T€ 2.634 (Vorjahr: T€ 0) erfasst. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 562 (Vorjahr: T€ 2.303) enthalten. Der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt T€ 3.927. Durch den Abschluss von Ergebnisabführungsverträgen gehören wesentliche einbezogene deutsche Kapitalgesellschaften zum gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Organkreis der Muttergesellschaft Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, so dass lediglich die Gewerbesteuer der betreffenden Gesellschaften als Steueraufwand gezeigt wird. Die kumulierten Jahresergebnisse der einbezogenen Tochtergesellschaften ergeben durch die Konsolidierungsvorgänge einen konsolidierten Konzernjahresüberschuss in Höhe von T€ 40.835. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Aufgrund eines Stiftungserrichtungsgeschäftes des Konzerngründers H. Wilhelm Schaumann haben verschiedene Tochtergesellschaften der H. Wilhelm Schaumann Stiftung, Hamburg, jährlich 4 % ihrer Jahresergebnisse als Spende zu überlassen. Die Aufwendungen aus unbefristeten Leasing-, Miet-, und Pacht- und ähnlichen Verträgen belaufen sich auf jährlich T€ 2.185. Für befristete belaufen sich die Verpflichtungen auf T€ 3.613. Die Verpflichtungen aus Bestellungen für Vorräte in Höhe von T€ 68.445 überschritten den betriebsgewöhnlichen Umfang nicht. Die Verpflichtungen aus bereits erteilten Aufträgen für Investitionen betragen T€ 39.646. Die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG hat als Konzernholding Organschaftserklärungen gegenüber der Hamburg Commercial Bank AG, Hamburg (T€ 10; Vorjahr: T€ 10), und der Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main (T€ 994; Vorjahr: T€ 516), zur Besicherung von Avalkreditlinien abgegeben. Die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG hat gegenüber der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Magdeburg, eine Patronatserklärung in Höhe von T€ 10.900 abgegeben. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten (ausschließlich verbundene Unternehmen) als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor. NACHTRAGSBERICHT Bezüglich der Einflüsse im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg wird auf die Darstellung im Lagebericht unter Chancen- und Risikobericht (Lieferantenrisiken) und unter Prognosebericht verwiesen. BESONDERE SACHVERHALTE Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Huelsenberg Holding GmbH, Pinneberg, mit einem gezeichneten Kapital von € 51.129,19, vertreten durch ihre Geschäftsführer:
Der Konzern beschäftigt im Berichtsjahr 2021 durchschnittlich 1.720 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, davon 1.280 Angestellte und 440 gewerbliche Arbeitnehmer. Ferner befinden sich durchschnittlich 28 Personen in der Berufsausbildung. Die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG nimmt als Einzelgesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 die Erleichterungen des § 264b HGB in Anspruch. Die Gesellschaft ist als Mutterunternehmen im Konzernabschluss enthalten.
Pinneberg, den 30. Juni 2022 Huelsenberg Holding GmbH Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG Andrés Pinter Dr. Jörg Janiszewski Olivier M. Seiller Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB
Für alle inländischen Gesellschaften (inklusive der Mutter Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG) mit Ausnahme der DURAG process & systems technology gmbh, der "Grimm Mess & Control GmbH", der Gerswalder Mühle Verwaltungs GmbH, der Hülsenberg Energie 75 GmbH, der Hülsenberg Energie 250 GmbH, der Schaumann Biogas GmbH, der Schaumann Biotic Systems GmbH, der Tilco-Alginure GmbH sowie der beiden Unterstützungseinrichtungen wurde die Befreiung von der Offenlegung des Einzelabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch genommen. In einem Fall kam § 313 Abs. 3 HGB zur Anwendung. Entwicklung des Anlagevermögens im Konzern zum 31. Dezember 2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Pinneberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Pinneberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Pinneberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 30. Juni 2022 TREUHANSA
GmbH Doctores Völschau
Dr. Klaus Beckmann, Wirtschaftsprüfer Bert Schiersmann, Wirtschaftsprüfer |
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