Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 19757
Vorher
Trans MÄRKA GmbH
Eingetragen
2.11.2005
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von sonstigen Dienstleistungen für den Landverkehr a. n. g.
Gegenstand
Der Transport zu Wasser und zu Lande, die Spedition, der Umschlag und die Lagerung von Gütern aller Art; die Durchführung von Dienstleistungen für die Kraftfahrzeuge einschließlich des Handels mit Ersatzteilen; Serviceleistungen, die dem inneren Profil des Unternehmens entsprechen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bernd Sauter
seit 1.3.2021
Prokura
Daniela Sauter
seit 1.3.2021
Prokura
Matthias Krispin
seit 1.3.2021
Prokura
Carsten Weber
seit 26.8.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.02% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
VERBIO Agrar GmbHEigenbeteiligung
66.51%
33.51%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
260.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VERBIO Logistik GmbH

Zörbig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

Grundlagen der Gesellschaft

Die VERBIO Logistik GmbH ist als 100 prozentige Tochtergesellschaft der VERBIO Agrar GmbH, welche wiederum 89,35 prozentige Tochtergesellschaft der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG (nachfolgend auch "VERBIO") ist, in den Konzernverbund der VERBIO eingebunden.

Innerhalb der VERBIO ist die VERBIO Logistik GmbH für die Erfüllung von Transport- und Logistikaufgaben verantwortlich. Darüber hinaus werden Transporte für Dritte außerhalb des Konzernverbundes abgewickelt.

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen

Im Jahresbericht des Bundesamtes für Güterverkehr ("Marktbeobachtung Güterverkehr, Jahresbericht 2022") werden die Rahmenbedingungen für den Güterverkehr und speziell für den Straßengüterverkehr wie folgt beschrieben:

"Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2022 trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen mit anhaltender Corona-Pandemie, dem Krieg in der Ukraine, steigenden Preisen, Friktionen in den globalen Lieferketten und Lieferengpässen bei bestimmten Waren, Bauteilen und Rohstoffen, die sich auf zahlreiche Branchen auswirkten, gewachsen. Allerdings schwächte sich die Wachstumsdynamik zum Jahresende deutlich ab. Zuwächsen in vielen Dienstleistungsbereichen standen im Jahr 2022 Produktionsrückgänge in energieintensiven Branchen wie der chemischen Industrie sowie der Metallerzeugung und -verarbeitung gegenüber; im Baugewerbe sank die Bruttowertschöpfung ebenfalls. Während der Schienengüterverkehr im Jahr 2022 eine höhere Transportnachfrage verzeichnete, reichten der Straßengüterverkehr mit deutschen Lastkraftfahrzeugen und die Binnenschifffahrt nicht an ihr Vorjahresniveau heran. Allerdings fielen die Verkehrsleistungszuwächse auf der Schiene mit rund 1,2 % im Vergleichszeitraum moderat aus; die Straße und die Wasserstraße verzeichneten Abnahmen von rund 1,3 % bzw. rund 8,4 %.

Den Straßengüterverkehr mit deutschen Lastkraftfahrzeugen kennzeichneten im Jahr 2022 Leistungsrückgänge im Binnenverkehr und im grenzüberschreitenden Verkehr.

Sowohl der gewerbliche Verkehr als auch der Werkverkehr entwickelten sich insgesamt schwächer als im Jahr 2021. Rückgänge zeigten sich u.a. bei Beförderungen von Baumaterialien, Nahrungs- und Genussmitteln, Metallerzeugnissen, chemischen Erzeugnissen und Fahrzeugen. Anhaltende Friktionen in den globalen Lieferketten, die sich infolge des Ukraine-Krieges in Teilbereichen zeitweise verstärkten, führten im Jahr 2022 weiterhin zu teils erheblichen Verfügbarkeitsproblemen bei Fahrzeug- und Aufbauherstellern und beeinträchtigten auch die Lkw-Neuzulassungen in Deutschland, die im Vorjahresvergleich leicht abnahmen. Die Neuzulassungen von gasbetriebenen Sattelzugmaschinen gingen im Jahr 2022 nach Zuwächsen in den Vorjahren deutlich zurück. Die Umsätze im Wirtschaftszweig "Güterbeförderung im Straßengüterverkehr, Umzugstransporte" stiegen im Jahr 2022 um rund 13,5 %, im Wirtschaftszweig "Sonstige Dienstleistungen für den Verkehr" um rund 16,3 %. Maßgeblich war der hohe Anstieg der Frachtraten, der durch teils sehr hohe Kostensteigerungen bei Dieselkraftstoff, Energie, weiteren Betriebsmitteln, Löhnen und Gehältern sowie eine Verknappung des Laderaumangebots im Frühjahr und Sommer 2022 im Zuge des Ukraine-Krieges befördert wurde. Trotz weitverbreiteter Akzeptanz der verladenden Wirtschaft waren Entgeltsteigerungen nach Unternehmensangaben nicht in allen Fällen ausreichend, um die hohen Kostensteigerungen vollständig zu kompensieren. Nachdem die Anzahl der Insolvenzverfahren im Jahr 2021 auf den niedrigsten Stand seit Jahren gefallen war, verzeichneten sie im Jahr 2022 einen Anstieg. Die ohnehin angespannte Fahrpersonalsituation in Deutschland hat sich im Zuge des Ukraine- Krieges weiter verschärft."

Nachdem der Straßengüterverkehr mit deutschen Lastkraftwagen in der ersten Jahreshälfte 2022 im Vorjahresvergleich noch Mengen- und Leistungssteigerungen verzeichnet hatte, drehten beide Vorzeichen auf Jahressicht noch ins Minus. Maßgeblich hierfür war vor allem das schwächere 4. Quartal 2022.

Teils sehr hohe Kostensteigerungen bei Dieselkraftstoff, Energie, weiteren Betriebsmitteln, Löhnen und Gehältern führten im Jahr 2022 zu einem hohen Anstieg der Beförderungsentgelte im Straßengüterverkehr. Befördert wurde die Frachtenentwicklung zudem durch eine vorübergehende Verknappung des Angebots an Beförderungskapazitäten.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2022/2023 weist die Gewinn- und Verlustrechnung der VERBIO Logistik GmbH einen Gesamtumsatzerlös von TEUR 26.894 (i. VJ. TEUR 21.576) aus.

Der Gesamtumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.318 und somit um 24,6 Prozent gestiegen.

Beurteilung der Umsatzentwicklung

Die Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus einer Erhöhung der Umsatzerlöse mit Dritten (von EUR 12,0 Mio. auf EUR 15,6 Mio.) als auch einer Erhöhung der Umsatzerlöse aus dem konzerninternen Transport- und Logistikgeschäft (von 9,6 Mio. auf EUR 11,3 Mio.). Die Prognose für das Geschäftsjahr 2022/2023, die einen Umsatz in Höhe von ca. EUR 25,5 Mio. vorgesehen hatte, wurde damit sogar leicht übertroffen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage ist gekennzeichnet durch eine gegenüber dem Vorjahr um ca. 32,6 % höhere Bilanzsumme in Höhe von 16,0 Mio. EUR (i. Vj. 12,1 Mio. EUR). Auf das Anlagevermögen entfallen 13,5 Mio. EUR (i. Vj. 8,0 Mio. EUR) und auf das Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten 2,5 Mio. EUR (i. Vj. 4,0 Mio. EUR). Der Anstieg der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf die Investitionen in das Sachanlagevermögen zurückzuführen.

Kapitalseitig setzt sich die Bilanzsumme aus 5,3 Mio. EUR (i. Vj. 0,3 Mio. EUR) Eigenkapital sowie Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von EUR 10,7 Mio. (i. Vj. 11,8 Mio. EUR) zusammen. Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr aufgrund einer Zuzahlung der Gesellschafterin in die Kapitalrücklage um 5,0 Mio. EUR erhöht. Das Darlehen gegenüber der VERBIO Finance GmbH (i. Vj. EUR 9,5 Mio.) wurde im Geschäftsjahr vollständig zurückgeführt. Die VERBIO Logistik wurde in den Cashpool der VERBIO AG integriert. Hieraus bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der VERBIO AG in Höhe von 8,1 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus dem Cashpool werden zum Einmonats-EURIBOR zuzüglich einer Marge von aktuell 1,5 %-Punkten verzinst.

Die Vermögens- und Finanzlage ist unter der stabilen Finanzpartnerschaft innerhalb des Konzerns der VERBIO geordnet. Die Zahlungsfähigkeit war durch die Integration der VERBIO Logistik in den Cashpool der VERBIO AG jederzeit gegeben.

Ertragslage

Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR %
Rohertrag 1 14.931 11.915 25,3
Personalaufwand 7.944 6.317 25,8
EBITDA 3.230 2.235 44,5
Betriebsergebnis 2 -23 307 >100
Finanzergebnis 3 -329 -140 >100
Jahresergebnis vor Gewinnabführung -120 224 >100

Das angestrebte positive Jahresergebnis vor Ergebnisabführung konnte im Geschäftsjahr 2022/2023 nicht erreicht werden. Der Rohertrag war mit TEUR 14.931 zwar deutlich höher als der des Vorjahres (TEUR 11.915) und der Personalaufwand entwickete sich sogar leicht unterproportional zur Erhöhung der erzielten Margen und stieg um TEUR 1.627 bzw. um 25,8 Prozent. Vor Abschreibungen betrug das Betriebsergebnis (EBITDA) im Geschäftsjahr TEUR 3.230 im Vergleich zu TEUR 2.235 im Vorjahr. Das trotz dieser positiven Entwicklung leicht negative Betriebsergebnis (TEUR -23, i. Vj. TEUR 307) wurde insbesondere durch stark gestiegene Abschreibungen (TEUR 2.924, i. Vj. TEUR 1.788) aufgrund des hohen Investitionsvolumens während des aktuellen und des vergangenen Geschäftsjahres beeinflusst.

Die Ertragslage kann im abgelaufenen Geschäftsjahr vor dem Hintergrund des ursprünglich erwarteten Betriebsergebnisses vor Abschreibungen (EBITDA) in einer Größenordnung zwischen EUR 2,0 und 2,5 Mio. als sehr gut eingeschätzt werden. Aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages wird das Jahresergebnis 2022/2023 in Höhe von TEUR -120 von der VERBIO Agrar GmbH ausgeglichen.

1 Rohertrag definiert als Umsatz, aktivierte Eigenleistungen und sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand
2 Betriebsergebnis definiert als Ergebnis nach Steuern
3 Finanzergebnis definiert als Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge abzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden von der Gesellschaft zum Erreichen der Leistungsziele zwar beobachtet, sind jedoch für die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 8.527 vorgenommen, die weitaus überwiegend auf den Fuhrpark entfallen. Hierbei wurden weitreichende Investitionen zur Modernisierung und dem umweltfreundlichen Umbau des Fuhrparks vorgenommen.

Personal- und Sozialbereich

Die VERBIO Logistik GmbH verfügt über einen qualifizierten Mitarbeiterstamm, dessen Umfang für das Unternehmen als angemessen anzusehen ist und allen Anforderungen gerecht wird. Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 190 Mitarbeiter (Vorjahr 156) im Unternehmen beschäftigt. Angestellte, insbesondere die Berufskraftfahrer, nehmen regelmäßig an vorgeschriebenen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen teil.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Die Kapazitäten der VERBIO Logistik GmbH wurden im vergangenen Geschäftsjahr weiter gezielt angepasst und modernisiert. Kapazitätsanpassungen wurden auch im Bereich der Dritttransporte vorangetrieben. Die Umsatz- und vor allem die Ergebnisentwicklung der VERBIO Logistik GmbH hängt im kommenden Geschäftsjahr davon ab, in wie weit die nun vorhandenen Kapazitäten weiter angemessen ausgelastet werden können. Die VERBIO Logistik GmbH geht davon aus, dass selbst bei Wegfall konzerninterner Aufträge die Transportkapazitäten im Erntezeitraum stets beschränkt und nachgefragt sind.

Das Unternehmen plant für das Geschäftsjahr 2023/2024 einen Umsatz von ca. EUR 27,9 Mio. Es wird mit einem Betriebsergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) in der Größenordnung um ca. 4,0 Mio. gerechnet.

Chancen- und Risikobericht

Die VERBIO Logistik GmbH ist in das Risikomanagementsystem der VERBIO eingebunden.

Hervorzuheben für die VERBIO Logistik GmbH sind insbesondere Preisänderungsrisiken im Kraftstoffmarkt. Hinzu kommt ein anhaltender allgemeiner Kostendruck im Bereich des Güterverkehrs insbesondere durch die europaweite Konkurrenz.

Insbesondere bei Wegfall von Transportaufträgen im Konzernverbund, die weiterhin einen wesentlichen Teil der Umsatzerlöse ausmachen, besteht das Risiko einer Unterauslastung der vorgehaltenen Transportkapazitäten.

Aus Sicht der Gesellschaft hat das erstgenannte Risiko eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent. Das zweite Risiko hat wiederum eine sehr geringe Eintrittswahrscheinlichkeit.

Als Logistikdienstleister mit einer modernen und breit aufgestellten Fahrzeugflotte geht die VERBIO Logistik GmbH davon aus, sich weiterhin gut auf dem europäischen Güterverkehrsmarkt positionieren zu können.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

 

Zörbig, den 22. September 2023

Geschäftsführer

Bilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

30.6.2023 30.6.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 962,00 1.512,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.867.836,93 8.035.302,67
2. Anlagen im Bau 1.628.890,00 13.496.726,93 9.855,00 8.045.157,67
13.497.688,93 8.046.669,67
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 255.708,26 236.963,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.089.835,55 1.221.145,11
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 983.752,58 637.923,51
3. Sonstige Vermögensgegenstände 150.181,67 2.223.769,80 160.343,83 2.019.412,45
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 17,08 1.752.345,44
2.479.495,14 4.008.721,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.686,54 29.546,77
16.023.870,61 12.084.937,84

Passiva

30.6.2023 30.6.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 260.000,00 260.000,00
II. Kapitalrücklage 5.015.898,10 15.898,10
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
5.275.898,10 275.898,10
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 470.936,09 396.347,09
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.335.474,41 835.447,20
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.210.008,42 9.978.423,58
4. Sonstige Verbindlichkeiten 731.553,59 598.821,87
- davon aus Steuern EUR 88.668,13 (i. Vj. EUR 152.690,95)-
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 129.905,70 (i. Vj. EUR 82.615,07) -
10.277.036,42 11.412.692,65
16.023.870,61 12.084.937,84

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

2022/2023 2021/2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 26.893.955,83 21.576.131,72
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 109.032,60 236.253,24
3. Sonstige betriebliche Erträge 192.811,10 441.974,51
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -8.203.652,58 -5.649.459,89
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.061.528,95 -12.265.181,53 -4.689.451,19 -10.338.911,08
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.542.313,16 -5.172.271,14
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.401.234,45 -7.943.547,61 -1.144.477,52 -6.316.748,66
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.923.999,92 -1.787.763,41
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.757.200,23 -3.363.879,50
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 808,66
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -329.306,43 -140.924,18
- davon an verbundene Unternehmen EUR 329.261,43 (i. Vj. EUR 139.486,38) -
10. Ergebnis nach Steuern -23.436,19 306.941,30
11. Sonstige Steuern -96.808,45 -82.487,94
12. Erträge aus Verlustübernahme (Vj. Aufwendungen aus Gewinnabführung) 120.244,64 -224.453,36
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

Der Anhang gliedert sich im Folgenden in:

A. Vorbemerkungen

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

C. Angaben zur Bilanz

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

E. Sonstige Angaben

F. Nachtragsbericht

G. Anlagenspiegel der VERBIO Logistik GmbH

H. Verbindlichkeitenspiegel der VERBIO Logistik GmbH

A. Vorbemerkungen

Die VERBIO Logistik GmbH hat ihren Sitz in der Thura Mark 20 in 06780 Zörbig und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stendal (Reg. Nr. HRB 19757).

Die Gesellschaft stellt einen Jahresabschluss nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB geltenden Vorschriften des dritten Buches des HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinien- Umsetzungsgesetz (BilRUG) sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes auf.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB).

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die ausschließlich entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear pro rata temporis über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear pro rata temporis über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen bei den Anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwei bis 14 Jahre.

Die Bewertung Geringwertiger Wirtschaftsgüter erfolgt seit dem 1. Januar 2018 nach der steuerlichen Regelung des § 6 Abs. 2 EStG. Danach werden die Zugänge ab 1. Januar 2018, deren Anschaffungskosten EUR 800 nicht überschreiten, sofort abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Bei der Bewertung wird das strenge Niederstwertprinzip beachtet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Die Dotierung erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geschätzten Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

C. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der historischen Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen ist im Anlagenspiegel (Abschnitt G.) dargestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 984; Vorjahr TEUR 638) resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen. Gegenüber der Gesellschaftering VERBIO Agrar bestehen zudem Forderungen aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr Verbindlichkeiten TEUR 224)

Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt EUR 260.000,00 (Vorjahr: EUR 260.000,00).

Die Gesellschafterin hat im Geschäftsjahr eine Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 5.000 geleistet.

Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 471; Vorjahr TEUR 396) enthalten im Wesentlichen Personalrückstellungen (TEUR 434; Vorjahr TEUR 359) sowie Jahresabschluss- und Prüfungskosten (TEUR 12; Vorjahr TEUR 17).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel (Abschnitt H.) angegeben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 8.210; Vorjahr TEUR 9.978) resultieren im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus dem Cashpool (TEUR 8.078) sowie aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 158; Vorjahr TEUR 75). Gegenüber der Gesellschafterin VERBIO Agrar GmbH bestehen zudem Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 180).

Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus Steuern (TEUR 89; Vorjahr: TEUR 153) und dem Personalbereich (TEUR 638; Vorjahr: TEUR 456).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 193; Vorjahr TEUR 442) sind Prämien und Fördermittel in Höhe von insgesamt TEUR 30 (Vorjahr TEUR 88), Erträge aus den Abgängen von Sachanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 49 (Vorjahr TEUR 113) sowie Versicherungsentschädigungen in Höhe von 60 TEUR (Vorjahr 182 TEUR) enthalten.

E. Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 wurden 190 Mitarbeiter (Vorjahr 156) beschäftigt, davon waren 19 Angestellte (Vorjahr 17) und 171 gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr 135).

Geschäftsführer im Geschäftsjahr war:

 

Herr Carsten Weber, kaufmännischer Geschäftsführer.

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mit der Alleingesellschafterin VERBIO Agrar GmbH, Zörbig, besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag vom 19. November 2002.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 110 (Vorjahr TEUR 165) davon TEUR 89 (Vorjahr TEUR 89) an verbundene Unternehmen.

Konzernzugehörigkeit

Die VERBIO Logistik GmbH gehört zum Konzern der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Zörbig (VERBIO AG). Die VERBIO AG als Muttergesellschaft stellt einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS auf, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

F. Nachtragsbericht

Besondere Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

G. Anlagenspiegel der VERBIO Logistik GmbH

Anlagenspiegel VERBIO Logistik GmbH 01.07.2022 - 30.06.2023

Entwicklung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Anfangsstand 01.07.2022 Zugang Umbuchung Abgang Endstand 30.06.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Software 84.753,84 0,00 0,00 0,00 84.753,84
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.753.066,67 6.907.962,57 0,00 380.776,44 20.280.252,80
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.855,00 1.619.035,00 0,00 0,00 1.628.890,00
13.847.675,51 8.526.997,57 0,00 380.776,44 21.993.896,64
Entwicklung der Abschreibungen
Anfangsstand 01.07.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres Veränderungen iZm Abgängen Endstand 30.06.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Software 83.241,84 550,00 0,00 83.791,84
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.717.764,00 2.923.449,92 228.798,06 8.412.415,86
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.801.005,84 2.923.999,92 228.798,06 8.496.207,70
Restbuchwerte
Stand 30.06.2023 Stand 30.06.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Software 962,00 1.512,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.867.836,94 8.035.302,67
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.628.890,00 9.855,00
13.497.688,94 8.046.669,67

H. Verbindlichkeitenspiegel der VERBIO Logistik GmbH

davon mit einer Restlaufzeit von
Art der Verbindlichkeiten Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1 - 5 Jahren über 5 Jahren
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.335.474,41 1.335.474,41 0,00 0,00
(Vorjahr TEUR 835) (Vorjahr TEUR 835) (Vorjahr TEUR 0) (Vorjahr TEUR 0)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.210.008,42 131.732,99 8.078.275,43 0,00
(Vorjahr TEUR 9.978) (Vorjahr TEUR 9.978) (Vorjahr TEUR 0) (Vorjahr TEUR 0)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 731.553,59 731.553,59 0,00 0,00
(Vorjahr TEUR 599) (Vorjahr TEUR 599) (Vorjahr TEUR 0) (Vorjahr TEUR 0)
10.277.036,42 2.198.760,99 8.078.275,43 0,00
(Vorjahr TEUR 11.413) (Vorjahr TEUR11.413) (Vorjahr TEUR 0) (Vorjahr TEUR 0)

 

Zörbig, den 20. September 2023

- Geschäftsführung -

Anlagenverzeichnis

Bilanz zum 30. Juni 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022/2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VERBIO Logistik GmbH, Zörbig

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VERBIO Logistik GmbH, Zörbig, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VERBIO Logistik GmbH, Zörbig, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 8. Februar 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sebastian Koch, Wirtschaftsprüfer

Niclas Rauscher, Wirtschaftsprüfer

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