August Prien Verwaltung GmbH

Dampfschiffsweg 3, 21079 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 8991
Eingetragen
3.12.1959
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
die unternehmerische Betätigung auf dem Baumarkt, insbesondere die Beteiligung der Gesellschaft als persönlich haftende Gesellschafterin an der Kommanditgesellschaft in Firma "AUG. PRIEN Bauunternehmung (GmbH & Co. KG)" mit Sitz in Hamburg, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRA 46437.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kai Hermann Holsten
seit 21.12.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Michael Heinz Groß
seit 26.1.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

13 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 13 angezeigt

Germany
43.700 €
12.50%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

August Prien Verwaltung GmbH

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht

1. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

1873 in Hamburg-Harburg gegründet, ist die AUG. PRIEN Unternehmensgruppe heute eines der führenden und leistungsfähigsten mittelständischen Bauunternehmen in Norddeutschland. Die Leistungspalette deckt nahezu das gesamte Spektrum des Bauens ab: Ingenieur- und Brückenbau, Hafen- und Wasserbau, Städtischer Tiefbau, Büro- und Wohnungsbau, Sanierung, bis hin zu Planungsleistungen und Projektentwicklung. Mit Niederlassungen in Bremen, Dortmund, Köln und auf der Insel Sylt und den Tochtergesellschaften sowie einer Jahresbauleistung von € 576 Mio. gehört die AUG. PRIEN Bauunternehmung (GmbH & Co. KG) auch überregional zu den größeren Bauunternehmungen in Deutschland.

Seit ihrer Gründung ist AUG. PRIEN ein reines Familienunternehmen. Die langfristige Strategie, aus eigener Kraft Leistung und Eigenkapital kontinuierlich zu steigern, verbindet Gesellschafter, Geschäftsführung und Belegschaft. Der Erfolg dieser Politik wird durch den guten Ruf des Unternehmens, die geringe Fluktuation in der Belegschaft und das gute Rating bei Kreditinstituten bestätigt.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

ALLGEMEINE GESCHÄFTSLAGE

Die deutsche Wirtschaft durchläuft derzeit einen Transformationsprozess, der durch den demografischen Wandel, die fortschreitende Digitalisierung und die Notwendigkeit der Dekarbonisierung geprägt ist. Globale Trends deuten auf eine De-Globalisierung hin. 2023 war im Rückblick ein wirtschaftlich herausforderndes Jahr.

Hinsichtlich der Konjunktur zeigt sich, dass das Bruttoinlandsprodukt nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr um 0,3% gesunken ist (bereinigt um Preis- und Kalendereffekte um 0,1%). Trotz der Erholung nach dem Krisenjahr 2020 infolge der Corona-Pandemie konnte dieser Trend nicht fortgesetzt werden. Die Europäische Zentralbank hat seit Sommer 2022 den Leitzins schrittweise angehoben, was zu steigenden Marktzinsen führte. Dies wiederum erhöhte die Finanzierungskosten und beeinträchtigte die wirtschaftlichen Aktivitäten. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsebenen dämpften ebenfalls die Konjunktur. Während das produzierende Gewerbe unter hohen Energie- und Baukosten sowie Fachkräftemangel litt, konnten die meisten Dienstleistungsbereiche ihre wirtschaftliche Aktivität im Vergleich zum Vorjahr erneut steigern und somit die Wirtschaft unterstützen. Der Anstieg fiel jedoch schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Der Bereich Erziehung und Gesundheit verzeichnete einen leichten Zuwachs um 1%. Aufgrund der hohen Preise war auch die Kaufkraft der privaten Haushalte geschwächt, was zu einem Rückgang des privaten Konsums um 0,8% im Vergleich zum Vorjahr führte. Die schwache weltwirtschaftliche Entwicklung führte zu einer geringen Auslandsnachfrage und belastete die deutsche Exportwirtschaft zusätzlich zu den gestiegenen Energiekosten. Der positive Außenbeitrag stützte jedoch auch 2023 das BIP, da die Importe (-3,0%) stärker sanken als die Exporte (-1,8%).

Hinsichtlich der Inflation zeigt sich, dass die restriktive Zinspolitik der Europäischen Zentralbank seit Sommer 2023 zu einem Rückgang der Inflation geführt hat. Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag im Durchschnitt bei 5,9%, dem zweithöchsten Wert seit der Wiedervereinigung. Nach fünf Rückgängen in Folge im zweiten Halbjahr 2023 stieg die Inflation im Dezember 2023 aufgrund eines Sondereffekts auf 3,7% an. Dieser Anstieg ist auf das Wegfallen der einmaligen staatlichen Übernahme der monatlichen Energiekosten für Erdgas und Fernwärme der privaten Haushalte im Dezember 2023 zurückzuführen. Die langfristige Tendenz der Inflation zeigt jedoch weiterhin nach unten.

Alle Betriebe im deutschen Bauhauptgewerbe verzeichneten für das gesamte Jahr 2023 einen preisbereinigten Umsatzrückgang von 5%, was die zurückhaltende Umsatzprognose des Bauindustrieverbandes bestätigt. Die nominalen Zuwächse wurden durch die starken Steigerungen der Materialpreise im Jahr 2023 aufgezehrt. Der reale Rückgang der Aufträge lag ebenfalls bei 4,4% im Jahr 2023.

Aufgrund dieser ungünstigen Entwicklung wurden im vergangenen Jahr nur noch 1.120 neue Arbeitsplätze in der Bauindustrie geschaffen, im Vergleich zu 15.200 im Jahr 2022. Für 2024 wird sogar ein vor allem demographisch bedingter Rückgang von 10.000 auf dann jahresdurchschnittlich 918.000 Beschäftigte erwartet.

Die Stimmung in der Baubranche ist angesichts dieser Aussichten schlecht. Laut einer Umfrage der Deutsche Industrie- und Handelskammer Anfang 2024 beurteilen 22% der Betriebe ihre aktuelle Geschäftslage als schlecht, während 44% eine weitere Verschlechterung in den kommenden 12 Monaten erwarten. Diese Stimmung war zu Jahresbeginn nur während der Finanzkrise 2009 schlechter. Insbesondere im Hochbau befürchtet jeder zweite Betrieb eine Verschlechterung.

Entgegen dem allgemeinen Trend verzeichnete die AUG. PRIEN Gruppe im Jahr 2023 trotz der Herausforderungen in der deutschen Bauindustrie eine erfreuliche Entwicklung sowohl in der Gesamtleistung als auch im Auftragsbestand. Lediglich das Ergebnis bleibt aufgrund einer sich im Geschäftsjahr sehr negativ entwickelten Projektgesellschaft deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Der hohe und werthaltige Auftragsbestand von € 636,8 Mio. stellt einen wichtigen und positiven Grundpfeiler für das Wirtschaftsjahr 2024 dar.

ERTRAGSLAGE

Die kumulierte betriebliche Gesamtbauleistung der AUG. PRIEN Unternehmensgruppe ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um € 69,0 Mio. auf € 576,4 Mio. gestiegen und hat damit die Vorjahresprognose von € 550 Mio. noch übertroffen. Damit ist die Bauleistung nach einem bereits deutlichen Anstieg im Vorjahr erneut stark gewachsen. Dies spiegelt die gute Auftragslage und Auslastung des Geschäftsjahres wider.

In den fünf abgeschlossenen Geschäftsjahren 2019 bis 2023 konnte die AUG. PRIEN Unternehmensgruppe insgesamt einen erfreulich hohen Mittelwert der Jahresbauleistung in Höhe von € 469,4 Mio. aufweisen.

Bauleistungen in T€ 2023 2022
Hamburg 393.972 329.721
Niederlassungen 157.102 144.814
Beteiligungen 25.327 32.898
Gesamt 576.401 507.433

Das erneut auf einem sehr hohen Niveau liegende betriebswirtschaftliche Ergebnis in Höhe von € 39,1 Mio. (Vorjahr: € 42,9 Mio.) ist leicht rückläufig. Vor allem die Abteilungen SF-Bau und Wohnungsbau sowie die Niederlassung Köln trugen maßgeblich zu dem Ergebnis bei. Die Niederlassung Bremen hingegen hat einen kleinen Verlust zu verzeichnen, ebenso wie die geschlossene Niederlassung in Frankfurt, aufgrund von erzielten Einigungen zu abgeschlossenen Bauvorhaben.

Der handelsrechtliche Umsatz der AUG. PRIEN Unternehmensgruppe ist im Berichtsjahr von € 387,4 Mio. auf € 328,5 Mio. zurückgegangen, womit die Vorjahresprognose nicht ganz erreicht wurde. Gleichzeitig hat der Bestand an Unfertigen Bauten um € 215,3 Mio. auf € 667,9 Mio. (Vorjahr: € 452,6 Mio.) noch einmal auf einen historischen Höchststand deutlich zugenommen, sodass die Gesamtleistung mit € 543,8 Mio. um € 55,4 Mio. über dem Vorjahr lag. Das positive Ergebnis aus Arbeitsgemeinschaften (€ 2,2 Mio.) resultiert vor allem aus zwei Bauvorhaben in Kiel und Bremerhaven.

Die Materialaufwendungen sowie Fremdleistungen und Projektkosten verzeichnen korrespondierend zur Gesamtleistung eine deutliche Steigerung um € 66,5 Mio. auf € 454,5 Mio. Da der Anstieg, bei sinkenden Umsatzerlösen erwartungsgemäß, überproportional erfolgte, ist das Betriebsergebnis infolgedessen rückläufig, jedoch weiterhin mit € 15,3 Mio. (Vorjahr: € 17,8 Mio.) auf erfreulich positivem Niveau. Die im unfertigen Bau gebildeten hohen stillen Reserven, zum einen aus den noch nicht realisierten Gewinnen, zum anderen aufgrund von in Teilen nicht aktivierten Verwaltungsgemeinkosten, werden in hohem Maße im Folgejahr ergebniswirksam aufgelöst werden und somit zu einem sehr positiven Betriebsergebnis beitragen.

Das neutrale Ergebnis endete im Berichtsjahr mit einem negativen Ergebnis von ./. € 17,8 Mio. (Vorjahr: ./. € 3,7 Mio.). Das negative Ergebnis resultiert im Wesentlichen mit € 17,0 Mio. aus Abschreibungen bei der "AUG. PRIEN" Immobilien, Gesellschaft für Projektentwicklung mbH auf deren Beteiligungen an der PE Strandkai GmbH & Co. KG sowie der Projektgesellschaft Strandkai 55 GmbH & Co. KG. Die Abschreibungen waren nötig, da sich die Gesamtinvestitionskosten in dem Joint Venture Projekt u.a. in Folge der Pandemie und Ukraine-Krise und daraus resultierend gestörte Lieferketten mit Baukostensteigerungen sowie Bauzeitverzögerungen enorm erhöht haben, die nicht durch die gute Erlössituation mehr aufgefangen werden konnten. Vor diesem Hintergrund geht die Geschäftsführung mindestens davon aus, dass das eingesetzte Eigenkaptal nicht vollständig zurückgezahlt werden kann. Daneben wirkten sich erhöhte Zinsaufwendungen für die Darlehen der Kommanditisten (+ € 1,9 Mio.) sowie gestiegene Zuführungen zu Pensionsrückstellungen (+ € 1,6 Mio.) maßgeblich aus.

Der Konzern-Jahresfehlbetrag betrug ./. € 5,2 Mio. gegenüber dem Konzern-Jahresüberschuss von € 17,7 Mio. in 2022. Er lag damit deutlich unter der Prognose des Vorjahres (niedriger zweistelliger Mio.-Bereich), was vornehmlich auf die unerwartet negative Entwicklung des Projektergebnisses der Strandkai Projektgesellschaften zurückzuführen ist.

Aufgrund der vorgenannten negativen Entwicklung bei den Strandkai Projektgesellschaften, hat die "AUG. PRIEN" Immobilien, Gesellschaft für Projektentwicklung mbH das Jahr mit einem Jahresfehlbetrag von ./. € 15,0 Mio. (Vorjahr: Jahresüberschuss € 1,8 Mio.) abgeschlossen. Dies muss weiterhin auch vor dem Hintergrund gesehen werden, dass sich die größeren Projekte MSC Essener Str. und Johann Kontor (beide in Hamburg) derzeit noch in der Bauphase befinden und insofern erst in 2024 ergebniswirksam fertiggestellt werden.

Für das Projekt Johann Kontor in der Hamburger Innenstadt hat die "AUG. PRIEN" Immobilien über die Objektgesellschaft "AUG. PRIEN" Immobilien PE Klosterwall GmbH & Co. KG ein Grundstück von der Stadt erworben. Die Gesellschaft entwickelt dort ein Gebäude von ca. 49.000 qm BGF im Wesentlichen mit den Nutzungen Büro, Hotel und Mietwohnungen. Perspektivisch ist es vorgesehen, dass ein institutioneller Investor die Immobilie langfristig in den eigenen Bestand übernimmt. Ein Verkauf bereits in 2024 ist aufgrund der ungünstigen Marktbedingungen jedoch nicht angedacht. Gemäß den getroffenen und zu treffenden Vereinbarungen ermöglicht eine dreijährige Zwischenlösung deutliche Liquiditätsrückflüsse für die "AUG. PRIEN" Immobilien.

Das von der "AUG. PRIEN" Immobilien PE Essener Straße GmbH & Co. KG im Bau befindliche Medical Science Center in Hamburg-Langenhorn wurde im Rahmen eines Forward Deals an einen institutionellen Investor veräußert. Die Fertigstellung und Übergabe ist für 2024 vorgesehen.

Im Februar 2021 wurden 100 % der Kommanditanteile der ILO Park -eins- GmbH & Co. KG erworben. Die Gesellschaft hat in Pinneberg 7 Gebäude mit 211 Mietwohnungen und einer Tiefgarage errichtet. Das Projekt wurde an einen institutionellen Investor verkauft. Das Projekt wurde im Geschäftsjahr fertiggestellt und an den Käufer übergeben. Anschließend ist die Gesellschaft auf die "AUG. PRIEN" Immobilien rechtlich angewachsen.

Die Taucher Knoth (Nachf.) GmbH & Co. KG konnte im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von € 0,6 Mio. (Vorjahr: € 0,6 Mio.) erwirtschaften.

Die blu Gesellschaft für nachhaltige Immobilienprojekte mbH erbringt im Berichtsjahr einen negativen Ergebnisbeitrag i. H. v. € 0,1 Mio.

VERMÖGENSLAGE

Die Vermögenslage war auch im laufenden Jahr stabil und solide.

Die Sachanlagen haben sich unter Berücksichtigung der Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um € 7,6 Mio. auf € 40,9 Mio. erhöht. Die Zugänge betreffen in Höhe von € 6,2 Mio. die Erstellung eines Projektes in Norderstedt durch die blu Gesellschaft für nachhaltige Immobilienprojekte mbH. Die Gesellschaft plant dort die Errichtung von 71 geförderten Mietwohnungen nebst Tiefgarage in nachhaltiger Bauweise und beabsichtigt, die Immobilie langfristig im Bestand zu halten. Die weiteren Zugänge betreffen vor allem Ersatzbeschaffungen für IT-Infrastruktur, Geräte und den Fuhrpark.

Die Unternehmensgruppe weist zum 31.12.2023 einen hohen Bestand an Wertpapieren und liquiden Mitteln von insgesamt € 66,5 Mio. (Vorjahr: € 73,4 Mio.) aus.

In Anbetracht des in den vergangenen Jahren geringen Zinsniveaus an den Geldmärkten hatte der Konzern gezielt liquide Mittel dazu verwendet, Objektgesellschaften der "AUG. PRIEN" Immobilien, Gesellschaft für Projektentwicklung mbH Eigenmittel und Darlehen zur Verfügung zu stellen. Diese Gesellschaften entwickeln im Wesentlichen Wohnungsbau- und Büroprojekte, deren Erfolg durch einen vorzeitigen Verkauf an Investoren sichergestellt wird. Dadurch werden höhere Renditen als an den Kapitalmärkten erzielt. Gleichermaßen werden in Anbetracht der mittlerweile deutlich gestiegenen Zinsen teilweise Bauleistungen für diese Gesellschaften vorfinanziert, damit weniger Fremdmittel in Anspruch genommen werden müssen.

Die Forderungen gegen Projektgesellschaften sind um € 18,1 Mio. auf € 77,2 Mio. gestiegen. Dies resultiert vor allem aus der Ausreichung eines Darlehens an die "AUG. PRIEN" Immobilien PE Essener Straße 95 + 97 GmbH & Co. KG (+ € 6,7 Mio.) zur Finanzierung eines Grundstücksankaufs, einer Erhöhung des Darlehens an die "AUG. PRIEN" Immobilien PE Klosterwall GmbH & Co. KG (+ € 4,6 Mio.) sowie der Vergabe eines Darlehens an die "AUG. PRIEN" Immobilien PE Siebzehnte Projektentwicklungsgesellschaft mbH zur Finanzierung eines Projektankaufs in Bendestorf (+ € 2,5 Mio.).

Der Rückgang der Anteile an Projektgesellschaften betrifft mit € 17,0 Mio. die bereits erwähnte Abschreibung auf die Strandkai Projektgesellschaften. Daneben sind die Anteile an der ILO Park -eins- GmbH & Co. KG rechtlich angewachsen (Buchwertabgang ./. € 1,4 Mio.) und es wurden weitere Anteile an der Medical Science Center Objektgesellschaft GmbH & Co. KG erworben (+ € 1,3 Mio.).

Das kurzfristige Vermögen von € 209,7 Mio. (Vorjahr: € 208,5 Mio.) setzt sich überwiegend aus Barmitteln und Wertpapieren (31,7%), Forderungen gegen und Anteilen an Projektgesellschaften (37,7%), in Ausführung befindlicher Bauaufträge abzüglich darauf entfallene Anzahlungen (15,6%) sowie Forderungen gegenüber Bauherren (8,5%) zusammen.

Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge haben sich um € 215,3 Mio. auf € 667,9 Mio. erhöht. Die im Zusammenhang mit diesen Bauvorhaben erhaltenen Anzahlungen sind dagegen lediglich um € 188,8 Mio. auf € 635,1 Mio. angestiegen, was zum einen auf die Vorfinanzierung von Bauleistungen bei eigenen Projektgesellschaften und stichtagsbedingt auf den Außenstand bei den gestellten Abschlagsrechnungen zurückzuführen ist.

Die Bilanzsumme ist um € 8,8 Mio. auf € 251,4 Mio. gestiegen.

Die langfristigen Verbindlichkeiten von insgesamt € 14,5 Mio. sind in den Pensionsrückstellungen um € 1,9 Mio. gestiegen und in Bankverbindlichkeiten durch Tilgungsleistungen um € 0,6 Mio. zurückgegangen. Die Bankverbindlichkeiten betreffen ein langfristiges KfW-Darlehen für die in 2019 fertiggestellte Erweiterung des Verwaltungsgebäudes am Stammsitz des Konzerns in Hamburg-Harburg.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten betragen insgesamt € 190,5 Mio. (Vorjahr: € 159,1 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben im Berichtsjahr unter Berücksichtigung von Ergebniszuweisungen und Entnahmen um € 14,5 Mio. auf € 52,8 Mio. zugenommen. Die Erhöhung der kurzfristigen Rückstellungen auf € 51,0 Mio. (Vorjahr: € 47,7 Mio.) betrifft vor allem erhöhte Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Lieferantenverbindlichkeiten von € 38,6 Mio. (Vorjahr: € 40,9 Mio.) sind nahezu unverändert und in Verbindung mit dem nach wie vor hohen Bauvolumen zu sehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften sind um € 0,7 Mio. auf € 7,0 Mio. angestiegen. Im Gegenzug haben die sonstigen Verbindlichkeiten vor allem durch rückläufige Steuerverbindlichkeiten um € 3,3 Mio. auf € 11,2 Mio. abgenommen.

Das Eigenkapital hat gegenüber dem Vorjahr um € 23,9 Mio. auf € 46,3 Mio. abgenommen und beträgt 18,4% (Vorjahr: 29,0%) der um 3,6% erhöhten Bilanzsumme. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem gegenüber dem Vorjahr um € 22,9 Mio. geringeren Jahresergebnis. Daneben ist die für das Vorjahr beschlossene Ergebniszuweisung an die Gesellschafter von € 18,7 Mio. zu berücksichtigen. In der Gesellschafterversammlung der AUG. PRIEN Bauunternehmung (GmbH & Co. KG) im Juli 2023 wurde beschlossen, den Jahresüberschuss 2022 in voller Höhe an die Gesellschafter auszuschütten. Dies hat maßgeblich zu einem Anstieg der Gesellschafterverbindlichkeiten, welche die Gesellschafter im Regelfall langfristig in der Gesellschaft belassen, um € 14,5 Mio. auf € 52,8 Mio. beigetragen. Das Kommanditkapital wurde im Geschäftsjahr durch Umwandlung von Gewinnrücklagen um € 6,0 Mio. auf € 32,7 Mio. erhöht.

FINANZLAGE

Der Finanzmittelfonds beträgt zum Ende der Periode € 38,3 Mio. und nahm damit gegenüber dem Vorjahr um € 12,3 Mio. ab.

Dies resultiert zum einen aus dem negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit (./. € 11,1 Mio.), wo sich die Investitionen in das Sachanlagevermögen maßgeblich ausgewirkt haben.

Zum anderen ist auch der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit negativ (./. € 22,4 Mio.), was insbesondere auf die Auszahlungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens (€ 21,1 Mio.) zurückzuführen ist.

Demgegenüber ist der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit mit € 21,1 Mio. deutlich positiv. Dies beruht unter anderem auf der Begleichung und damit dem Rückgang der hohen Bestände an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Vorjahres sowie der Zunahme der Verbindlichkeiten aus ÖPP-Darlehen. Daneben haben sich auch Korrekturen nicht zahlungswirksamer Aufwendungen und Erträge sowie Abschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens positiv ausgewirkt.

Die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes am Stammsitz in Hamburg-Harburg hat die Gesellschaft zum Teil durch KfW-Mittel finanziert, die zum Bilanzstichtag mit € 2,7 Mio. (Vorjahr: € 3,3 Mio.) valutierten. Ansonsten sind die Sachanlagen ausschließlich aus Eigenmitteln finanziert. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten von € 29,4 Mio. stehen in Zusammenhang mit der Finanzierung eines ÖPP-Modells für eine Grundschule in Hannover (€ 19,8 Mio.) sowie der temporären Inanspruchnahme einer Kontokorrentlinie (€ 9,6 Mio., Vorjahr: € 4,5 Mio.).

Dem Konzern stehen mit € 215,5 Mio. ausreichend Avallinien für die Gestellung von Zahlungs-, Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften zur Verfügung.

Die zur Finanzierung der Projektentwicklungsgesellschaften aufgenommenen Zwischenfinanzierungskredite sind objektbezogen besichert bzw. durch Eigenmittel und Bürgschaften der "AUG. PRIEN" Immobilien, Gesellschaft für Projektentwicklung mbH unterlegt. Insofern haftet die AUG. PRIEN Bauunternehmung (GmbH & Co. KG) nicht für die von den Projektentwicklungsgesellschaften der Unternehmensgruppe aufgenommenen Fremdfinanzierungen.

Die Philosophie, einen Großteil des Umlaufvermögens (31,7%) in liquiden Mitteln vorzuhalten, versetzt die Unternehmensgruppe jederzeit in die Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

3. PERSONAL

Zum Abschluss des Geschäftsjahres 2023 belief sich die Gesamtzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AUG. PRIEN Gruppe auf 760 Personen, was einem Anstieg um 1,9 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Am Stichtag waren 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Elternzeit oder in Lohn- und Gehaltsfortzahlung. Darüber hinaus waren 45 freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Praktikantinnen und Praktikanten beschäftigt, wovon sich 7 im gewerblichen und 38 im angestellten Bereich befanden.

Zum Stand 12/2023 beschäftigt die AUG. PRIEN Gruppe insgesamt 44 Auszubildende in kaufmännischen und gewerblichen Bereichen. Des Weiteren werden zum Stichtag 9 (Vorjahr: 13) Jungingenieure/Techniker zu reduzierten internen Verrechnungssätzen ausgebildet.

4. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die Gesellschaften der AUG. PRIEN Unternehmensgruppe sind in ein Risikofrüherkennungssystem eingebunden. Es gewährleistet das zeitnahe Erkennen von Risiken und Fehlentwicklungen und die zügige Einleitung entsprechender Gegenmaßnahmen. Ebenso sind in der AUG. PRIEN Unternehmensgruppe die wesentlichen Grundzüge eines internen Kontrollsystems eingeführt und etabliert. Für die wesentlichen Prozesse sind Soll-Konzepte entwickelt. Diese finden Niederschlag in den Organisationsanweisungen.

Die zusammengefassten Maßnahmen zur Erfassung und Kommunikation bestandsgefährdender Risiken berücksichtigen strategische Risiken, Risiken in den An-/ Ablaufphasen eines Bauauftrags sowie sonstige Risiken.

Das extern geprüfte Früherkennungssystem der Gesellschaft ist integraler Bestandteil der betrieblichen Qualitätsmanagements- und Informationssysteme. Hierzu zählen insbesondere auch ein Management-, ein Baustellen- und ein Kostenstellen-Informations-System sowie der tägliche Liquiditätsstatus.

Im Rahmen des Baustellencontrollings werden die Arbeitskalkulationen der einzelnen Bauvorhaben monatlich aktualisiert und entsprechende Soll-Ist-Vergleiche mit Ergebnisprognosen zum Bauende vorgenommen. Aufgrund der zunehmenden Größe und Komplexität der Bauvorhaben sowie der Leistungssteigerungen ist das Controlling weiter personell verstärkt worden.

Finanz- und Liquiditätsrisiken sind bei der AUG. PRIEN Unternehmensgruppe aktuell nicht erkennbar. Durch ein tägliches Cash Management sowie das Vorhalten hoher liquider Mittel ist die Bedienung von fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit sichergestellt. Die monatlichen Verpflichtungen für Löhne, Gehälter und Sozialabgaben werden durch entsprechende Bankguthaben für mehrere Monate gesichert.

Die Forderungen gegenüber Bauherren unterliegen einer besonders intensiven Kontrolle, um zeitnah auf ein verzögertes Zahlungsverhalten zu reagieren. Gleichermaßen legt die Geschäftsleitung Wert darauf, dass bei neuen Bauaufträgen leistungsgerechte Zahlungspläne und eine ausreichende Besicherung durch Zahlungsbürgschaften vereinbart werden.

Naturgemäß beinhalten Bauaufträge umfangreiche vertragliche Regelungen darüber, welche Risiken der Werkunternehmer zu übernehmen hat, aber auch über Vertragsstrafen für den Fall einer mangelnden Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Vertrag. Vor diesem Hintergrund werden grundsätzlich die Verträge vor Vertragsabschluss durch Rechtsberater geprüft und die vertraglichen Risiken gemeinsam mit der Geschäftsleitung bewertet. Gegebenenfalls entscheidet die Geschäftsleitung darüber, ob ein Auftrag wegen zu großen Risiken nicht angenommen wird.

Die Absatzmärkte der Bauindustrie unterliegen einem steten Wandel externer Einflussfaktoren. Hier hat sich bewährt, dass das Unternehmen durch seine starke Diversifikation sowie durch eine gewisse Grundauslastung im Rahmen der Projektentwicklung Umsatzrückgänge in einzelnen Abteilungen oder Niederlassungen durch Zuwächse in anderen Bereichen abfedern kann.

Das Personalrisiko kann in dem Unternehmen als minimal eingestuft werden. Sowohl quantitativ wie auch qualitativ verfügt die AUG. PRIEN Unternehmensgruppe über sehr gutes und hoch motiviertes Personal, das durch ständige und regelmäßige Schulungen weiter gefördert wird. Insbesondere die im Rahmen der Personalentwicklungsabteilung getroffenen Maßnahmen zur Mitarbeiterfort- und -weiterbildung und zur weiteren Erhöhung der Attraktivität für neue Mitarbeiter zeigen deutlich positive Effekte. Die Fluktuation im Unternehmen ist äußerst gering.

Um die Unternehmensgruppe für die Herausforderungen von Markt und Umfeld zukunftsfähig aufzustellen, wurde in 2018 eine eigenständige Abteilung "Digitalisierung und Entwicklung (D+E)" gegründet. In dieser Abteilung werden alle Entwicklungen im Unternehmen gebündelt und bedarfsgerecht als Dienstleister für alle operativen Einheiten konzentriert und vorangetrieben. Wesentliche Aufgabenfelder sind die Weiterentwicklung von "Lean Construction" und "BIM" (Building Information Modeling) sowie die Prozessanalyse, Prozessoptimierung und die Digitalisierung dieser Prozesse.

Mittlerweile ist der Mehrwert der Abteilung D+E in allen Bereichen messbar. "Lean Management" und "BIM" werden konsequent in der Weiterentwicklung vorangetrieben und in den Abteilungen der Bauunternehmung eingeführt. Prozesse wurden analysiert und optimiert sowie spezielle Arbeitstools fortlaufend eingeführt.

Zudem hat 2020 die Abteilung kaufmännische Digitalisierung ihre Arbeit aufgenommen. Die Abteilung besteht aus einer kleinen effizienten Einheit, die zur Aufgabe hat, die kaufmännischen Prozesse zu analysieren und dann in einem digitalen Prozess umzuwandeln. Damit sollen auch die kaufmännischen Prozesse noch effizienter und wirtschaftlicher werden.

Im November 2010 wurde bereits innerhalb der Unternehmensgruppe erstmals eine "Verhaltensrichtlinie zu ethischen Grundsätzen" eingeführt. Mit dieser Verhaltensrichtlinie verpflichten sich Geschäftsleitung und Mitarbeiter zu einem rechtlich und ethisch korrekten und verantwortungsbewussten Verhalten gegenüber ihren Geschäftspartnern, der Öffentlichkeit und untereinander. Ziel ist insbesondere, Verstöße gegen kartell- und korruptionsrechtliche Regelungen zu vermeiden, da solche Verstöße das Ansehen des Unternehmens langfristig beschädigen und es aufgrund der drohenden Sanktionen in seiner Existenz gefährden könnten. Zu diesen Verhaltensrichtlinien werden regelmäßig alle neuen Mitarbeiter geschult. Darüber hinaus werden durch wiederkehrende Vorträge die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig zu diesem Thema unterrichtet.

Die Unternehmensgruppe hat über die vergangenen Jahre sehr verlässliche Beziehungen zu etablierten Hamburger Projektentwicklungs- und Wohnungsbauunternehmen aufgebaut. Dadurch ist die Bauunternehmung in der Lage, regelmäßig größere Bauaufträge zu akquirieren. Darüber hinaus sind auch durch Projekte der Tochterunternehmung "AUG. PRIEN" Immobilien, Gesellschaft für Projektentwicklung mbH Bauaufträge zu erwarten, sodass aus Sicht der Geschäftsführung und auch in Anbetracht des sehr hohen Auftragsbestandes die Beschäftigung auch in den kommenden Jahren gesichert ist.

Der Geschäftsleitung sind zurzeit keine Risiken bekannt, die eine Gefährdung des Fortbestandes des Unternehmens darstellen.

5. NACHHALTIGKEIT

Weltweit zeichnet sich eine zunehmende Beanspruchung natürlicher Ressourcen ab, was eine drängende Notwendigkeit für eine nachhaltige Ressourcennutzung und eine Reduktion von globalen CO 2 -Emissionen mit sich bringt. Insbesondere die Bauindustrie steht bei der Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft im Fokus. Zielsetzungen der Politik resultieren in einem erhöhten Anforderungsaufkommen für AUG. PRIEN. Zu diesen Regelungen zählen unter anderem die CSRD-Berichterstattungspflicht, die EU-Taxonomie-Verordnung, das Bundesklimaschutzgesetz sowie das Gesetz zur Steigerung der Energieeffizienz. Die Umsetzung der genannten Gesetzgebungen stellen für Unternehmen eine große Herausforderung dar. AUG. PRIEN stellt sich dieser Herausforderung frühzeitig, um die Chance wahrzunehmen, das Unternehmen auf Grundlage der neuen Gesetzgebung weiterzuentwickeln und nachhaltiger zu gestalten. Aus diesem Grund wurde im Oktober 2023 die Stelle des Nachhaltigkeitsmanagers geschaffen, welche den Auftrag hat, die notwendigen Prozesse zur Umsetzung der oben genannten Richtlinien und Gesetze im Unternehmen zu implementieren, um zukünftiges rechtskonformes Handeln zu gewährleisten und mögliche Chancen zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Unternehmens herauszuarbeiten. Im Wesentlichen beinhaltet dies die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie im Rahmen der oben genannten Richtlinien und Gesetze und eine Umsetzung daraus resultierender Zielsetzungen und Maßnahmen. Außerdem die Umsetzung der Offenlegungspflichten und Gesetzgebungen sowie die Kommunikation von extern sowie intern relevanten Themen im Bereich Nachhaltigkeit.

Bereits heute bringt AUG. PRIEN als Familienunternehmen mit über 150 Jahren Unternehmensgeschichte eine sehr gute Grundlage zur Erfüllung der eigenen Unternehmensverantwortung mit. Bei AUG. PRIEN wird diese Verantwortung als Dreiklang verstanden: soziale, ökologische und unternehmerische Verantwortung. Das Verständnis wird im Folgenden näher erläutert.

Soziale Verantwortung

Als Familienunternehmen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei AUG. PRIEN an erster Stelle. AUG. PRIEN sieht sich in der Pflicht, ihre Gesundheit mit präventiven Maßnahmen und Angeboten zu fördern. Das beginnt bei einem systematischen und wirksamen Arbeitsschutz, der über das AMS-Zertifikat der Berufsgenossenschaft BAU regelmäßig zertifiziert wird. Damit verpflichtet sich AUG. PRIEN zu umfangreichen Arbeitsschutzmaßnahmen, die einen unfallfreien Arbeitsplatz sicherstellen. Gesundheitsfördernde Maßnahmen sind zum Beispiel der Zuschuss zu Mitgliedschaften in Sporteinrichtungen sowie das Angebot eines möglichen Fahrradleasings über das Unternehmen. Des Weiteren hat AUG. PRIEN mit einem externen Partner seit dem 01.12.2022 eine Anlaufstelle geschaffen, die es allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ihren im Haushalt lebenden Familienangehörigen ermöglicht, bei belastenden Themen aus ihrem Berufs- wie Privatleben Unterstützung von psychologisch ausgebildeten Experten zu erhalten. Kommt es dennoch zu einem langfristigen krankheitsbedingten Ausfall, werden künftig durch das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) möglichst frühzeitig die Wiedereingliederungsmöglichkeiten aufgezeigt und der Wiedereinstieg erleichtert.

Ökologische Verantwortung

Der Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen ist ein wichtiges Ziel der AUG. PRIEN Gruppe. Es wird beständig daran gearbeitet, die Ressourcen- und Energieeffizienz bei Herstellung und Vertrieb der Bauten und Projekte sowie Dienstleistungen zu steigern und deren Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren.

Die gesamte Bauunternehmung mit all ihren Standorten sowie der betriebliche Fuhrpark werden regelmäßig in einem Energieaudit nach DIN EN 16247 bewertet. Aus der Auditierung resultieren Energieeffizienzmaßnahmen, die zu einer Verringerung des Energieverbrauches beitragen. Zusätzlich arbeitet AUG. PRIEN sukzessiv daraufhin, den Einsatz fossiler Energieträger zu verringern. Dafür wird an allen Standorten Strom aus erneuerbaren Energien bezogen, der Anteil elektrischer Fahrzeuge in dem Fahrzeugpool erhöht und zukünftig in die Installation von Photovoltaik investiert. Zukünftig werden diese Prozesse und Maßnahmen systematisiert und als fortlaufender Prozess in einem Energiemanagementsystem nach ISO 50001 umgesetzt.

Neben den Maßnahmen zur Energieeffizienz wird seit dem Geschäftsjahr 2021 eine Treibhausgasbilanz für die Unternehmensgruppe erstellt. Aktuell werden Prozesse implementiert, welche zukünftig eine fundierte und vollständige Datengrundlage für die gesamte Treibhausgasbilanz sicherstellen. Damit wird die Einhaltung kommender Offenlegungspflichten sichergestellt und die Möglichkeit geschaffen, zukünftige strategische Entscheidungen und Zielsetzungen möglichst mit dem Anspruch des Klimaschutzes treffen zu können.

In der 2022 neu gegründeten Tochtergesellschaft blu Gesellschaft für nachhaltige Immobilienprojekte mbH werden sämtliche Themen im Zusammenhang mit nachhaltigem Bauen gebündelt. Die folgenden zwei Zielrichtungen verfolgt blu im Wesentlichen: Zum einen wird unter streng ökologischen Maßstäben die gesamte Wertschöpfungskette des Bauens von der Projektidee über die Projektentwicklung, Planung, Projektrealisierung und Betrieb von Gebäuden betrachtet und umgesetzt. So konnte im Jahr 2023 in Deutschland erstmals zementfreier Geopolymer-Beton mit der blu verbaut werden. Die zementfreie Beton-Art basiert auf industriellen Abfallprodukten wie Flugasche und Hüttensand sowie einem Aktivator aus Natriumsilikat. So lassen sich bis zu 75% CO 2 -Emissionen einsparen. Des Weiteren wird blu als Informationstool für die gesamte AUG. PRIEN Gruppe im Hinblick auf die Beratungstätigkeit für Nachhaltigkeit, CO 2 -Konformität und den Anforderungen aus der Gebäudezertifizierung dienen.

Unternehmerische Verantwortung

Geschäftspartner dürfen sich auf AUG. PRIEN als rechtskonform handelnden Geschäftspartner verlassen. Einkaufsentscheidungen werden bei AUG. PRIEN fair und integer anhand objektiver Kriterien und im Einklang mit geltenden Rechtsvorschriften sowie aktuellen Leitlinien und Standards zum Menschenrecht und Umweltschutz getroffen. Zur Wahrnehmung der Lieferkettensorgfalt wurde ein Kodex für Geschäftspartner entwickelt, welcher die Einhaltung aller Menschenrechte und bestimmter Umweltschutzleitlinien zum festen Bestandteil der Einkaufbedingungen macht.

Um ein integres Verhalten aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Namen des Unternehmens handeln zu gewährleisten, werden diese stets im Bereich Compliance geschult und informiert. Jegliche Form von Korruption oder Verhalten, das den national und international geltenden Lauterkeitsregeln im Wettbewerb und den Kartellvorschriften zuwiderläuft, ist bei AUG. PRIEN nicht gestattet. Kommt es dennoch zu Fehlverhalten und damit zu meldepflichtigen Rechtsverstößen in Geschäftsverhältnissen in denen AUG. PRIEN involviert ist, ist die Möglichkeit der Meldung über ein anonymes Hinweisgebersystem gegeben.

6. PROGNOSE

Die deutsche Wirtschaft kommt langsamer in Fahrt als erwartet. Laut der neuesten Konjunkturprognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung wird die Wirtschaftsleistung im laufenden ersten Quartal 2024 weiter schrumpfen. Danach wird sich zwar allmählich eine Erholung abzeichnen, wenn sich die düstere Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern angesichts der unsicheren Zukunftsaussichten verflüchtigt. Dennoch wird für das Gesamtjahr voraussichtlich nur ein Nullwachstum erwartet.

Die Unsicherheit bezüglich wirtschaftlicher und geopolitischer Entwicklungen bleibt hoch und trägt zur Verunsicherung der Wirtschaft und Verbraucher bei. Eine weiterhin sinkende Inflationsrate und die erwartete Zinswende der Europäischen Zentralbank im Frühsommer könnten jedoch einen Wendepunkt einleiten. Dies könnte die Kauflaune wieder anregen, insbesondere da das Sparen wieder unattraktiver wird.

Eine derzeitige Wachstumsbremse ist die Investitionsschwäche. Im Jahr 2024 werden die Ausrüstungsinvestitionen zunächst abnehmen, ebenso wie die Bauinvestitionen. Allmählich wird jedoch erwartet, dass die globale Industrieproduktion wieder an Fahrt gewinnt und die derzeit schwache Auslandsnachfrage belebt, was zu einem stetigen Anstieg der Exporte führen dürfte. Die DIW-Konjunkturforscher sehen das Sondervermögen Bundeswehr als wichtigsten konjunkturellen Beitrag der Finanzpolitik. Rüstungsausgaben werden voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte und vor allem im kommenden Jahr wichtige expansive Impulse liefern. Darüber hinaus wird jedoch erwartet, dass die Finanzpolitik kaum zur konjunkturellen Entwicklung beiträgt.

Deutschland wird voraussichtlich in diesem Jahr im Wirtschaftswachstum hinter den meisten anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurückbleiben. Die Weltwirtschaft zeigt sich weiterhin robust und dürfte 2024 jeweils um 3,5% wachsen, wobei die fortgeschrittenen Volkswirtschaften voraussichtlich um 1,5% und die Schwellenländer um 4,7% zulegen werden. Ohne Deutschland wird die Wirtschaft im Euroraum in diesem Jahr voraussichtlich um 1% wachsen, mit Deutschland lediglich um 0,5%.

Der deutsche Bauindustrieverband prognostiziert für 2024 einen weiteren Rückgang um etwa 3,5%. Der größte Umsatzeinbruch wird mit 12% im Wohnungsbau erwartet, nach einem bereits erfolgten Rückgang von 12% im Jahr 2023. Im Wirtschaftsbau wird hingegen eine leichte Entspannung erwartet. Die Großprojekte im Bahn- und Kabelleitungsbau des vergangenen Jahres werden sich im Umsatz für 2024 bemerkbar machen. Der deutsche Bauindustrieverband erwartet hier ein reales Umsatzplus von 2%, nach einem Rückgang von 1% im vergangenen Jahr.

Auch im öffentlichen Bau sind die Umsätze im Jahr 2023 real um 1% zurückgegangen, hauptsächlich aufgrund der überdurchschnittlichen Steigerung der Baumaterial- und damit der Baupreise sowie der schwachen Entwicklung im Straßenbau. Für 2024 rechnet der Verband jedoch mit einem leichten Plus von 1%.

Die AUG. PRIEN Unternehmensgruppe hat im Geschäftsjahr 2023 neben einem betriebswirtschaftlich guten Ergebnis auch einen neuen Höchstwert bei der Bauleistung von € 576 Mio. erreicht.

Für 2024 ist es der AUG. PRIEN Gruppe gelungen entgegen der Lage und den Prognosen der Bauwirtschaft, einen nach wie vor sehr hohen Auftragsbestand von € 636,8 Mio. für alle Baubereiche zu erzielten. Insgesamt wurden im Jahr 2023 neue Aufträge über € 573,7 Mio. akquiriert. Insbesondere für den in der deutschen Bauindustrie schwierigen Wohnungsbau konnten 2023 weitere Aufträge von mehr als € 194 Mio. entgegengenommen werden, die eine Auslastung bis Ende 2025 erwarten lassen.

Auftragsbestand in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Hamburg 393.223 417.185
Niederlassungen 230.854 186.216
Beteiligungen 12.709 15.351
Gesamt 636.786 618.752

Trotz des erneut gestiegenen Auftragsbestands wird entsprechend der Prognosen der operativen Bereiche im laufenden Geschäftsjahr eine rückläufige Bauleistung von ca. € 470 Mio. erwartet. Damit läge die Bauleistung aber weiterhin im Durchschnitt der vergangenen fünf Geschäftsjahre. Hintergrund dieser Entwicklung sind u.a. die mittlerweile hohen Finanzierunganforderungen der Banken, die zu Zurückhaltungen institutioneller Investoren geführt haben, wodurch die Realisierungen geplanter Bürobauvorhaben zunehmend ins Stocken geraten sind.

Entgegen dem allgemeinen Trend gehen wir aber davon aus, dass das Geschäftsjahr einen positiven Verlauf in Hinblick auf Umsatz und Ergebnis erzielen wird. Das handelsrechtliche Ergebnis wird geprägt sein durch die Fertigstellung der beiden Großprojekte "Johann Kontor" und "Essener Straße". Die Geschäftsführung erwartet daher einen signifikanten Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber 2023 sowie ein entsprechend positives Betriebsergebnis. Aus heutiger Sicht geht die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 von einem Konzern-Jahresüberschuss im 2-stelligen Mio.-Bereich aus, wodurch der diesjährige negative Sondereffekt in einem Projekt erfreulicherweise deutlich überkompensiert wird.

 

Hamburg, den 22. Mai 2024

gez. Dipl.-Ing. Markus Buchhorn

gez. Dipl.-Ing. Michael Groß

gez. Dipl.-Ök. Kai Holsten

Konzernbilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 41.666.801,28 34.024.956,87
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 160.735,03 28.011,01
1. Software 160.735,03 28.011,01
II. Sachanlagen 40.856.452,34 33.235.573,90
1. Grundstücke und Gebäude 19.291.140,30 19.912.904,96
2. technische Anlagen und Maschinen 6.101.289,54 5.992.624,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.886.880,05 7.168.688,16
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.577.142,45 161.356,55
III. Finanzanlagen 649.613,91 761.371,96
1. Beteiligungen an assoziierten Unternhmen 538.454,11 650.212,16
2. Beteiligungen 111.159,80 111.159,80
B. Umlaufvermögen 206.780.156,16 205.568.473,17
I. Vorräte 38.405.907,99 13.843.161,23
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 270.700,00 270.700,00
2. in Ausführung befindliche Bauaufträge 667.896.772,32 452.588.145,81
3. abzgl. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -635.106.538,76 -446.268.992,46
4. geleistete Anzahlungen 5.344.974,43 7.253.307,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 100.000.236,57 99.311.887,38
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.844.331,02 32.199.707,66
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 55.329,53 60.790,44
3. Forderungen gegen Projektgesellschaften 77.205.409,57 59.141.851,54
4. Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften 1.067.782,08 3.128.445,90
5. sonstige Vermögensgegenstände 4.827.384,37 4.781.091,84
III. Wertpapiere und Anteile an Projektgesellschaften 20.498.631,90 37.341.007,03
1. Anteile an Projektgesellschaften 1.870.488,48 18.986.356,48
2. sonstige Wertpapiere 18.628.143,42 18.354.650,55
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 47.875.379,70 55.072.417,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.090.949,58 1.137.486,40
D. Aktive latente Steuern 1.819.554,87 1.823.353,63
Bilanzsumme, Summe Aktiva 251.357.461,89 242.554.270,07

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 46.318.877,16 70.217.446,25
I. Gesellschaftskapital 33.005.900,00 27.005.900,00
1. Eigene Anteile - offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt -43.700,00 -43.700,00
II. Kapitalrücklage 85.238,24 85.238,24
III. Gewinnrücklagen 8.482.399,89 14.482.399,89
1. gesetzliche Rücklagen 309.668,55 309.668,55
2. Gesamthandsrücklage der Kommanditisten 8.172.731,34 14.172.731,34
IV. Bilanzgewinn 4.745.339,03 28.643.908,12
B. Rückstellungen 62.911.440,15 57.571.935,82
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 11.867.610,00 9.932.935,00
2. Steuerrückstellungen 4.817.666,01 3.640.561,01
3. sonstige Rückstellungen 46.226.164,14 43.998.439,81
C. Verbindlichkeiten 142.127.144,58 114.764.888,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.069.488,57 14.354.299,51
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 38.603.889,31 40.877.720,62
3. Verbindlichkeiten gegenüber Projektgesellschaften 553.984,04 515.746,90
4. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften 6.963.812,68 6.223.856,11
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 52.757.789,96 38.282.653,37
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 13.737,50
7. sonstige Verbindlichkeiten 11.178.180,02 14.496.873,99
davon aus Steuern 9.037.932,08 12.337.982,63
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 920.807,74 915.677,58
Bilanzsumme, Summe Passiva 251.357.461,89 242.554.270,07

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 328.486.406,90 387.354.896,51
2. Veränderung des Bestands an unfertigen Bauaufträgen 215.308.626,51 101.066.631,32
3. Gewinne aus Arbeitsgemeinschaften 2.147.475,92 -667.720,60
4. andere aktivierte Eigenleistungen 5.235.715,35 171.337,64
5. sonstige betriebliche Erträge 4.874.340,12 3.811.708,99
6. Materialaufwand 454.511.733,84 388.061.254,66
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 71.863.595,63 87.980.411,15
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 382.648.138,21 300.080.843,51
7. Personalaufwand 67.013.903,32 67.036.941,63
a) Löhne und Gehälter 52.032.924,82 54.414.615,90
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 14.980.978,50 12.622.325,73
davon für Altersversorgung 2.133.008,47 507.289,53
8. Abschreibungen 4.279.234,26 4.472.010,58
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.279.234,26 4.472.010,58
9. sonstige betriebliche Aufwendungen 13.701.521,57 12.257.991,95
10. Erträge aus Beteiligungen 38.241,95 6.662.670,26
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.109.805,80 880.038,22
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 17.115.354,69 4.246.973,57
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.942.141,11 1.604.280,61
14. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.702.709,94 3.728.941,36
davon aus latenten Steuern 3.798,76 184.988,19
15. Ergebnis nach Steuern -5.065.986,18 17.871.167,98
16. sonstige Steuern 150.112,62 142.035,75
17. Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss 5.216.098,80 -17.729.132,23

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
17. Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss -5.216.098,80 17.729.132,23
18. Bilanzgewinn aus dem Vorjahr 28.643.908,12 22.958.031,46
19. Ausschüttungen/Ergebniszuweisung an Gesellschafter 18.682.470,29 12.043.255,57
20. Bilanzgewinn 4.745.339,03 28.643.908,12

Konzernkapitalflussrechnung

2023 2022
TEUR TEUR
I. Laufende Geschäftstätigkeit
1. Periodenergebnis (Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) -5.216 17.729
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.279 4.472
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 4.092 1.642
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 17.998 5.938
5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -26.314 -10.653
6. +/- Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 22.922 -7.697
7. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.053 -28
8. - Sonstige Beteiligungserträge -38 -6.663
9. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 18 -71
10. + Ertragsteueraufwand 2.703 3.729
11. -/+ Ertragsteuerzahlungen -354 -4.516
12. = Cashflow aus der laufender Geschäftstätigkeit 21.143 3.882
II. Investitionstätigkeit
13. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -190 -6
14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 184 168
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -12.045 -7.913
16. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 813
17. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -38 -225
18. + Erhaltene Zinsen 888 590
19. + Erhaltene Dividenden und Ausschüttungen 150 6.506
20. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -11.051 -67
III. Finanzierungstätigkeit
21. - Auszahlungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens -21.077 -12.497
22. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -625 -625
23. - Gezahlte Zinsen -731 -182
24. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -22.433 -13.304
25. = Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -12.341 -9.489
26. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 50.597 60.086
27. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 38.256 50.597

Erstellt nach den Anforderungen des Rechnungslegungsstandards DRS 21.

Konzerneigenkapitalspiegel

Gesellschaftskapital eigene Anteile Zwischensumme
EUR EUR EUR
Stand 01.01.2022 27.049.600,00 -43.700,00 27.005.900,00
Einstellung in die Rücklagen 0,00 0,00 0,00
Gewinnausschüttung an die Gesellschafter 0,00 0,00 0,00
Konzernergebnis 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2022 27.049.600,00 -43.700,00 27.005.900,00
Stand 01.01.2023 27.049.600,00 -43.700,00 27.005.900,00
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 6.000.000,00 0,00 6.000.000,00
Gewinnausschüttung an die Gesellschafter 0,00 0,00 0,00
Konzernergebnis 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2023 33.049.600,00 -43.700,00 33.005.900,00
Kapitalrücklage gesetzliche Rücklage Gesamthandsrücklage der Kommanditisten Zwischensumme
EUR EUR EUR EUR
Stand 01.01.2022 85.238,24 309.668,55 14.172.731,34 14.567.638,13
Einstellung in die Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gewinnausschüttung an die Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2022 85.238,24 309.668,55 14.172.731,34 14.567.638,13
Stand 01.01.2023 85.238,24 309.668,55 14.172.731,34 14.567.638,13
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0,00 0,00 -6.000.000,00 -6.000.000,00
Gewinnausschüttung an die Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2023 85.238,24 309.668,55 8.172.731,34 8.567.638,13
dem Mutterunternehmen zurechenbarer
Gewinnvortrag Konzernergebnis Zwischensumme Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand 01.01.2022 22.958.031,46 0,00 22.958.031,46 64.531.569,59
Einstellung in die Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gewinnausschüttung an die Gesellschafter -12.043.255,57 0,00 -12.043.255,57 -12.043.255,57
Konzernergebnis 0,00 17.729.132,23 17.729.132,23 17.729.132,23
Stand 31.12.2022 10.914.775,89 17.729.132,23 28.643.908,12 70.217.446,25
Stand 01.01.2023 28.643.908,12 0,00 28.643.908,12 70.217.446,25
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0,00 0,00 0,00 0,00
Gewinnausschüttung an die Gesellschafter -18.682.470,29 0,00 -18.682.470,29 -18.682.470,29
Konzernergebnis 0,00 -5.216.098,80 -5.216.098,80 -5.216.098,80
Stand 31.12.2023 9.961.437,83 -5.216.098,80 4.745.339,03 46.318.877,16

Konzernanhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die August Prien Verwaltung GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist beim Amtsgericht in Hamburg unter HRB 8991 im Handelsregister geführt. Sie ist Mutterunternehmen für den Konzernabschluss.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahreskonzernabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den geltenden Vorschriften aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

III. Angaben zum Konsolidierungskreis und zu den Konsolidierungsmethoden

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Anteilsbesitz dargestellt, welcher in einer gesonderten Darstellung am Ende des Anhangs beigefügt ist. In den Konzernabschluss wurden die Gesellschaften einbezogen, die die August Prien Verwaltung GmbH direkt oder indirekt zu mehr als 50 % kontrolliert. In den Konsolidierungskreis einbezogene Unternehmen:

Name und Sitz der Gesellschaften Anteil
AUG. PRIEN Bauunternehmung (GmbH & Co. KG), Hamburg 100%
"AUG. PRIEN" Immobilien, Gesellschaft für Projektentwicklung mbH, Hamburg 100%
Taucher Knoth (Nachf.) GmbH & Co. KG, Hamburg 100%
TKN Verwaltung GmbH, Hamburg 100%
EBM Bauunternehmung GmbH, Hamburg 100%
blu Gesellschaft für nachhaltige Immobilienprojekte mbH, Hamburg 100%

Die Tochtergesellschaften werden mit ihrem Eigenkapital zu Buchwerten konsolidiert. Die Erstkonsolidierung erfolgt in dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern die Beherrschung über die Tochtergesellschaft erwirbt. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden grundsätzlich gemäß der Equity-Methode ermittelt.

Diese Unternehmen wenden als Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden grundsätzlich die des Konzerns an. Unternehmen, die für die Lage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht einbezogen.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt durch Eliminierung der konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten. Zwischengewinne wurden eliminiert (§ 304 HGB). Die Ertrags- und Aufwandskonsolidierung erfolgt durch Eliminierung der Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen.

IV. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren um planmäßige Abschreibungen linear vermindert.

2. Sachanlagen und Finanzanlagen

Das Sachanlagevermögen und die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten, bei abnutzbaren Gegenständen vermindert um Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen erfolgten nur bei dauerhafter Wertminderung.

Neben der linearen Abschreibungsmethode kam auch im Rahmen der steuerlichen Zulässigkeit die degressive Methode zur Anwendung. Bei den geringwertigen Vermögensgegenständen wurde die Aktivierung gemäß den geltenden Bilanzierungsvorschriften vorgenommen.

Bei geringwertigen Vermögensgegenständen mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 wird von der Möglichkeit der Sofortabschreibung gemäß § 6 Abs. 2 EStG Gebrauch gemacht.

3. Vorräte

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurden mit einem Festwert angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sind zu den Herstellungskosten, ggf. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Dabei werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen wurden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen vom Vorratsvermögen abgesetzt.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung erfolgte zum Nennwert. Soweit bei einzelnen Kunden künftige Zahlungseingänge zweifelhaft erscheinen, wurden diese durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das latente Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

5. Wertpapiere

Der Ansatz der Wertpapiere des Umlaufvermögens und der Anteile an Projektgesellschaften erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung eines niedrigeren beizulegenden Wertes am Bilanzstichtag.

6. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert bewertet.

7. Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

8. Aktive latente Steuern

Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Anteile an Projektgesellschaften, der Rückstellungen sowie steuerliche Verlustvorträge. Es wird unter Berücksichtigung des Körperschaftsteuersatzes, des Solidaritätszuschlags sowie des konzerndurchschnittlichen Gewerbesteuersatzes ein Konzernsteuersatz von 32,3 % zugrunde gelegt. Im Übrigen werden die zum Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten steuerlichen Vorschriften zur Bewertung der latenten Steuern herangezogen. Eine Aktivierung latenter Steuern wurde in Höhe von TEUR 931 auf steuerliche Verlustvorträge i. S. v. § 274 i. V. m. § 306 HGB vorgenommen.

9. Pensionsrückstellungen

Die ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet und berücksichtigen sämtliche Verpflichtungen aus Zusagen von Altersversorgungsleistungen der Gesellschaft.

Folgende wesentliche Annahmen wurden bei der Berechnung berücksichtigt:

- Für die Abzinsung wurde eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % p. a. angesetzt (im Vorjahr: 1,78 % p. a.),

- Rententrend von 2 % p. a. nach den Erfahrungswerten der Vergangenheit (im Vorjahr: 1 % p. a.),

- Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck, Richttafeln 2018 G.

10. Rückstellungen, Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen sind nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem erwarteten notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Rückstellungen für Sterbegeld und Jubiläen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) ermittelt. Für die Rückstellungen für Sterbegeld und Jubiläen wurde der Rechnungszinssatz gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB nach der Vereinfachungsregelung ermittelt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

V. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB wird nachfolgend dargestellt.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Zuschreibungen/ Minderungen * Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 686.197,33 189.813,72 535,00 0,00 875.476,05
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.263.093,58 0,00 0,00 0,00 1.263.093,58
1.949.290,91 189.813,72 535,00 0,00 2.138.569,63
Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 29.523.509,55 37.079,10 0,00 0,00 29.560.588,65
2. technische Anlagen und Maschinen 28.999.363,22 1.987.089,00 894.993,50 0,00 30.091.458,72
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.802.878,36 3.605.013,32 875.533,34 0,00 22.532.358,34
4. Anlagen im Bau 167.462,30 6.415.785,90 0,00 0,00 6.583.248,20
78.493.213,43 12.044.967,32 1.770.526,84 0,00 88.767.653,91
Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 665.309,12 0,00 150.000,00 38.241,95 553.551,07
2. Beteiligungen 1.586.231,02 0,00 0,00 0,00 1.586.231,02
2.251.540,14 0,00 150.000,00 38.241,95 2.139.782,09
82.694.044,48 12.234.781,04 1.921.061,84 38.241,95 93.046.005,63
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 658.186,32 57.089,70 535,00 714.741,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.263.093,58 0,00 0,00 1.263.093,58
1.921.279,90 57.089,70 535,00 1.977.834,60
Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 9.610.604,59 658.843,76 0,00 10.269.448,35
2. technische Anlagen und Maschinen 23.006.738,99 1.843.074,77 859.644,58 23.990.169,18
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.634.190,20 1.720.226,03 708.937,94 13.645.478,29
4. Anlagen im Bau 6.105,75 0,00 0,00 6.105,75
45.257.639,53 4.222.144,56 1.568.582,52 47.911.201,57
Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 15.096,96 0,00 0,00 15.096,96
2. Beteiligungen 1.475.071,22 0,00 0,00 1.475.071,22
1.490.168,18 0,00 0,00 1.490.168,18
48.669.087,61 4.279.234,26 1.569.117,52 51.379.204,35
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 160.735,03 28.011,01
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
160.735,03 28.011,01
Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 19.291.140,30 19.912.904,96
2. technische Anlagen und Maschinen 6.101.289,54 5.992.624,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.886.880,05 7.168.688,16
4. Anlagen im Bau 6.577.142,45 161.356,55
40.856.452,34 33.235.573,90
Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 538.454,11 650.212,16
2. Beteiligungen 111.159,80 111.159,80
649.613,91 761.371,96
41.666.801,28 34.024.956,87

* aus Equity Bewertung

VI. Angaben zur Bilanz

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen Projektgesellschaften.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lohnersatzansprüchen (ZVK) von TEUR 552, Forderungen gegen die Rückdeckungsversicherung von TEUR 105 sowie Forderungen gegen das Finanzamt und Gemeinden in Höhe von TEUR 2.579. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 105.

2. Forderungen gegen und Anteile an Projektgesellschaften

Unter dem Bilanzposten B. III. 1. "Anteile an Projektgesellschaften" werden Beteiligungen an Gesellschaften ausgewiesen, die u. a. neu gegründet wurden und deren Veräußerung als wahrscheinlich erachtet wird. Zum Bilanzstichtag betrifft der Posten 23 Beteiligungen an Kapital- und Personenhandelsgesellschaften, welche zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert sind. Die "Forderungen gegen Projektgesellschaften" beinhalten Ansprüche aus Verauslagungen und Verrechnungen bzw. kurzfristigen Darlehensgewährungen mit diesen Gesellschaften.

3. Entwicklung der latenten Steuern

Die aktiven latenten Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Der zur Berechnung der latenten Steuern angewendete Konzernsteuersatz beträgt 32,3 %. Die aktiven latenten Steuern sind um TEUR 3 auf TEUR 1.820 gesunken. Die Veränderung erfolgt ergebniswirksam.

4. Eigenkapital

Die Kommanditisten der AUG. PRIEN Bauunternehmung (GmbH & Co. KG) sind indirekt und auch direkt über die Beteiligung an der August Prien Verwaltung GmbH am Konzerngesellschaftskapital beteiligt. Sie partizipieren somit gleichermaßen am Gesamtergebnis und Gesamtvermögen der Prien-Gruppe. Sie sind nicht mit fremden Gesellschaftern bei Tochterunternehmen gleichzusetzen.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 28.644 sowie Ausschüttungen / Ergebniszuweisungen an Gesellschafter in Höhe von TEUR 18.682 enthalten.

Der Eigenkapitalausweis im Konzernabschluss folgt dieser wirtschaftlichen Betrachtungsweise. Das Gesellschaftskapital setzt sich wie folgt zusammen:

August Prien Verwaltung GmbH EUR
gezeichnetes Kapital 349.600,00
abzgl. Nennbetrag eigener Anteile -43.700,00
Kommanditkapital der AUG. PRIEN Bauunternehmung (GmbH & Co. KG) 32.700.000,00
Gesellschaftskapital (100 %) 33.005.900,00

5. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen für inländische Ertragsteuern für das Jahr 2022 und 2023.

Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich, im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 147. Dieser Unterschiedsbetrag ist ausschüttungsgesperrt. Die Rückstellungen i. S. v. § 314 Nr. 6 Buchstabe b) HGB betragen TEUR 1.903.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen und Schadensvorsorge für Bauvorhaben (TEUR 10.800), ausstehende Rechnungen (TEUR 27.245) und Personalkosten (TEUR 7.441).

6. Verbindlichkeitenspiegel

Die am Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

davon fällig innerhalb
Stand 31.12.2023 < 1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre
Bilanzposten EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.069.488,57 30.038.238,57 2.031.250,00 0,00
Vorjahr 14.354.299,51 11.698.049,51 2.656.250,00 156.250,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 38.603.889,31 32.813.305,91 5.790.583,40 0,00
Vorjahr 40.877.720,62 34.746.062,53 6.131.658,09 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Untern. mit Beteiligungsverh. 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 13.737,50 13.737,50 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Projektgesellschaften 553.984,04 553.984,04 0,00 0,00
Vorjahr 515.746,90 515.746,90 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften 6.963.812,68 6.963.812,68 0,00 0,00
Vorjahr 6.223.856,11 6.223.856,11 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 52.757.789,96 52.757.789,96 0,00 0,00
Vorjahr 38.282.653,37 38.282.653,37 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 11.178.180,02 11.178.180,02 0,00 0,00
Vorjahr 14.496.873,99 14.496.873,99 0,00 0,00
Summe 142.127.144,58 134.305.311,18 7.821.833,40 0,00

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr handelt es sich um Sicherheitseinbehalte der Gesellschaft.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich aus insgesamt drei Darlehen zusammen:

1. Ein Darlehen aus einem finanzierten Bauerrichtungsvertrag (ÖPP-Vertrag), das zum Stichtag in einer Höhe von TEUR 19.790 valutiert. Die Besicherung erfolgt durch die Abtretung der Rechte aus dem Bauerrichtungsvertrag.

2. KfW-Finanzierung im Zusammenhang mit dem Erweiterungsbau am Dampfschiffsweg, die zum Stichtag in einer Höhe von TEUR 2.656 valutiert. Die Besicherung erfolgt durch eingetragene Grundschulden.

3. Der kurzfristige Kontokorrentkredit in Höhe von TEUR 4.475 aus dem Vorjahr wurde Anfang 2024 zurückgeführt. Der zum Stichtag bestehende kurzfristige Kontokorrentkredit in Höhe von TEUR 9.623 wurde im April 2024 zurückgeführt.

7. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 52.000 (Vorjahr: TEUR 20.700) aus Bürgschaften und gesamtschuldnerischen Haftungen. Im Übrigen haftet der Konzern gesamtschuldnerisch für alle Bau-Arbeitsgemeinschaften, an denen er beteiligt ist.

Darüber hinaus bestehen (Sicherungs-)Gesamtschulden für jeweilige Rahmenkredite für zwei Immobilienprojekte von insgesamt EUR 345 Mio. Die Kredite valutieren zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 282,6 Mio. Die Projekte werden durch strukturierte Forward Deals an Investoren veräußert.

Mit einer Inanspruchnahme hat der Konzern nicht zu rechnen, da alle Gesellschaften ihre Verpflichtungen hinreichend sicher erfüllen können.

VII. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse enthalten die erlöswirksamen Abrechnungen im Wesentlichen aus der Realisierung von fertiggestellten Bauvorhaben oder erbrachten (Teil)Leistungen.

2023 2022
TEUR TEUR
nach Tätigkeitsbereichen
Hochbauerlöse 293.819 342.803
Tiefbauerlöse 19.131 34.107
Argenerlöse 5.746 2.866
Gewinne/Verluste aus der Veräußerung von Projektgesellschaften 3.723 0
sonstige Erlöse 6.067 7.579
Gesamt 328.486 387.355
2023 2022
TEUR TEUR
nach geographischen Regionen
Norddeutschland 187.190 319.915
Westdeutschland 141.296 67.440
Gesamt 328.486 387.355

2. Periodenfremde Erträge/Aufwendungen

In der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres sind die folgenden periodenfremden Beträge enthalten:

Beschreibung Posten Betrag (TEUR)
Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen sonstige betriebl. Erträge 1.788
Auflösung nicht mehr benötigter Wertberichtigungen auf Forderungen sonstige betriebl. Erträge 166
Buchgewinne aus Anlagenverkäufen sonstige betriebl. Erträge 127
Buchverluste aus Anlagenverkäufen sonst. betriebl. Aufwendungen 145
Zuführung zur Rückstellung für drohende Mängelbeseitigung Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.385
Wertberichtigungen auf Forderungen sonst. betriebl. Aufwendungen 334

3. Personalaufwand, soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung

Innerhalb des Postens werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 2.133 (Vorjahr: TEUR 507 ) ausgewiesen.

Die Leistungen gem. § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) HGB betrugen TEUR 1.717.

4. Erträge aus Beteiligungen

Der Posten "Erträge aus Beteiligungen" weist in Höhe von TEUR 38 Beteiligungserträge aus assoziierten Unternehmen aus.

5. Angabe nach § 285 Nr. 31 HGB

Im Geschäftsjahr wurden bei zwei Projektgesellschaften die Beteiligungsbuchwerte um einen Betrag von insgesamt TEUR 17.000 aufwandswirksam wertberichtigt.

6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den "Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen" sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 93 enthalten.

7. Angaben gemäß § 277 Abs. 5 HGB

In den "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 184 enthalten.

VIII. Sonstige Angaben

1. Beschäftigte

Der Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt insgesamt 749 Mitarbeiter:

2023 2022
- technisch 271 259
- kaufmännisch 90 361 88
340 344
- gewerblich 28 26
- kaufmännisch 11 10
- duale Studenten 9 48 8
749 735

2. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im branchenüblichen Umfang für mehrjährige Mietverpflichtungen in der Regel mit Kündigungsfristen zwischen einem und zwölf Monaten und belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 4.747. Hiervon werden im Folgejahr TEUR 2.964 und in den darauf folgenden vier Jahren TEUR 1.558 sowie für drei Mietverträge mit fester Restlaufzeit zwischen weiteren 3 und 21 Jahren TEUR 225 fällig. Die Angaben nach §§ 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a und Buchstabe b Satz 1 HGB wurden unter analoger Anwendung der Befreiungsvorschrift gem. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

3. Anteilsbesitz gem. § 313 Abs. 2 HGB

Die Aufgliederung des Anteilsbesitzes auf den Stichtag 31. Dezember 2023 ist nachfolgend dargestellt. Auf die Angabe der Projektgesellschaften wurde gemäß § 313 Absatz 3 Satz 4 HGB verzichtet, da für diese Gesellschaften eine Weiterveräußerungsabsicht besteht.

Name der Gesellschaft Anteil am Kapital Konsolidierung
1. Verbundene Unternehmen
AUG. PRIEN Bauunternehmung (GmbH & Co. KG), Hamburg *) 100% Voll
EBM Bauunternehmung GmbH, Hamburg 100% Voll
"AUG. PRIEN" Immobilien, Gesellschaft für Projektentwicklung mbH, Hamburg 100% Voll
TKN Verwaltung GmbH, Hamburg 100% Voll
Taucher Knoth (Nachf.) GmbH & Co. KG, Hamburg 100% Voll
blu Gesellschaft für nachhaltige Immobilienprojekte mbH, Hamburg 100% Voll
2. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
G. Brünnich Bau GmbH, Kühlungsborn 50% Equity
"AUG. PRIEN" Immobilien PE Verwaltung BrahmsQuartier GmbH, Hamburg 5,1% Equity

*) Siehe Konzernanhang VI. Ziffer 4.

4. Persönlich haftende Gesellschafter nach § 313 Abs. 2 Nr. 6 HGB

Die August Prien Verwaltung GmbH, Hamburg ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der AUG. PRIEN Bauunternehmung (GmbH & Co. KG), Hamburg. Ebenfalls ist die TKN Verwaltung GmbH, Hamburg unbeschränkt haftende Gesellschafterin der Taucher Knoth (Nachf.) GmbH & Co. KG, Hamburg. Weiterhin ist die "AUG. PRIEN" Immobilien, Gesellschaft für Projektentwicklung mbH, Hamburg Komplementärin der "AUG. PRIEN" Immobilien PE Klosterwall GmbH & Co. KG, Hamburg.

5. Ergebnisverwendung

Für die August Prien Verwaltung GmbH ist vorgesehen, eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 483 vorzunehmen. Weiterhin ist gemäß Gesellschaftsvertrag der AUG. PRIEN Bauunternehmung (GmbH & Co. KG) vorgesehen, 35 % des Jahresüberschusses (TEUR 9.871) in die Gewinnrücklagen einzustellen und den verbleibenden Teil den Darlehenskonten der Kommanditisten gutzuschreiben. Die Gesellschafterversammlung kann in Abstimmung mit der Geschäftsführung eine abweichende Gewinnverwendung beschließen.

6. Honorare des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers betrug im Geschäftsjahr für Jahresabschlussprüfungen TEUR 140 sowie für andere Bestätigungsleistungen TEUR 8.

7. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen:

1. Herr Dr. Winfried Steeger, Hamburg, (Vorsitzender),

2. Herr Claus-G. Budelmann, Hamburg, (stellvertretender Vorsitzender),

3. Herr Dr. Frank Pörschke, Hamburg.

8. Organmitglieder

Geschäftsführung:

Dipl.-Ing. Markus Buchhorn, Hamburg, technischer Geschäftsführer,

Dipl.-Ing. Michael Groß, Hamburg, technischer Geschäftsführer,

Dipl.-Kfm. Jan Petersen, Hamburg, kaufmännischer Geschäftsführer (bis 31. Dezember 2023),

Dipl.-Ök. Kai Holsten, Wohnste, kaufmännischer Geschäftsführer (ab 1. Oktober 2023)

9. Angaben zur Offenlegung von Einzelabschlüssen

Die Gesellschaft AUG. PRIEN Bauunternehmung (GmbH & Co. KG), Hamburg wurde im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft nimmt für ihren Einzelabschluss zum 31. Dezember 2023 die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch und wird von der Offenlegung des Einzelabschlusses beim Bundesanzeiger absehen.

10. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

In der Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit werden alle zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge sowie das Ergebnis aus Anlagenabgängen bereinigt. Dies betrifft im Wesentlichen Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens (TEUR 4.279), die Zunahme der Wertberichtigungen (TEUR 957), die Zunahme der Rückstellungen (TEUR 4.092) und den Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (TEUR 18).

11. Konzernkreis

Die August Prien Verwaltung GmbH ist oberstes Mutterunternehmen. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wird beim Bundesanzeiger veröffentlicht.

12. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge bekannt geworden, die von besonderer Bedeutung sind.

 

Hamburg, den 22. Mai 2024

gez. Dipl.-Ing. Markus Buchhorn

gez. Dipl.-Ing. Michael Groß

gez. Dipl.-Ök. Kai Holsten

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die August Prien Verwaltung GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der August Prien Verwaltung GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der August Prien Verwaltung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Angaben in Abschnitt 5. "Nachhaltigkeit" des Konzernlageberichts sind sämtlichst lageberichtsfremde Angaben. Im Einklang mit den Vorschriften nach IDW PS 350 n. F. weisen wir darauf hin, dass diese Angaben nicht Teil unseres Prüfungsgegenstands waren.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümer ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/3-v2-hgb-konzern-non-pie/ eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Hamburg, den 22. Mai 2024

BWLS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Tilman Jung, Wirtschaftsprüfer

gez. Peter Stoffersen, Wirtschaftsprüfer

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