Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 7557
Eingetragen
12.6.2002
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit keramischen Erzeugnissen und GlaswarenGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Gegenstand
Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen der Import, Export, Handel, Verkauf, Marketing und Vertrieb von Waren aller Art, soweit hierfür besondere behördliche Erlaubnisse nicht erforderlich sind, mit Schwerpunkt im Bereich des Handels und Verkaufs von Rohstoffen für die Feuerfest-, Keramische- und Kunststoffindustrie innerhalb Europas, und allen sonstigen dazugehörigen Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Dim
seit 12.2.2021
Prokura
Wei Cui
seit 30.7.2003
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Normag GmbH

Bad Homburg v. d. Höhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen der Gesellschaft

Die Normag GmbH ist seit ihrer Gründung im internationalen Handel mit mineralischen Rohstoffen tätig.

Standort der Gesellschaft ist Bad Homburg vor der Höhe.

Umsätze werden zum einen im Handelsgeschäft, bei denen die eingekauften Rohstoffe unverändert weiterveräußert werden, zum anderen durch den Handel mit Lagerware erzielt. Die Vermarktung unserer Produkte konzentriert sich hauptsächlich auf das Inland und den Europäischen Raum.

Zum Warensortiment gehören u.a. Magnesit, Bauxit, SiC, Glimmer, Aufkohlungsmittel und Talkum. Seit dem Jahr 2007 ist unser Qualitätsmanagement nach ISO 9000 zertifiziert und wird jährlich rezertifiziert.

Angemietete Warenlager unterhält die Normag GmbH im Wesentlichen in Deutschland. Kleinere Läger werden auch in den Niederlanden und in Polen unterhalten.

B. Wirtschaftsbericht

B.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verlief im Jahr 2023 insgesamt gedämpft, aber mit erheblichen regionalen Unterschieden. Während sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den USA nach einem moderaten ersten Halbjahr im dritten Quartal deutlich beschleunigte, stagnierte das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union (EU) weitgehend. In der EU hielten sich die Verbraucher trotz der soliden Arbeitsmärkte angesichts der gestiegenen Strom- und Gaspreise und der Unsicherheit im Zuge des Kriegs in der Ukraine mit Ausgaben zurück. In Asien verlief die Konjunkturentwicklung uneinheitlich: In China folgte auf einen dynamischen Jahresauftakt im ersten Quartal ein schwaches Wachstum im Rest des Jahres. Die chinesische Inlandsnachfrage blieb aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit im Umfeld der Immobilienkrise verhalten und das Exportgeschäft litt unter der Schwäche der Weltkonjunktur.

Der Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) ging von 3,5 % im Jahr 2022 auf prognostizierte 3,3 % im Berichtsjahr 2023 zurück. Insgesamt bleibt die Wirtschaftsaktivität weiter hinter dem Niveau vor der Covid-19-Pandemie zurück. Wesentliche Hindernisse für eine Konjunkturerholung sind die langfristigen Folgen der Pandemie, geopolitische Spannungen sowie zyklische Faktoren wie Inflation und eine straffere Geldpolitik. Der anhaltende Krieg in der Ukraine und der erneut aufgeflammte Konflikt im Nahen Osten belasten die wirtschaftliche Entwicklung, da sie die geoökonomische Zersplitterung beschleunigen und Warenströme behindern. Zusätzlich hat die Verschiebung der Nachfrage in Richtung des Dienstleistungssektors sowie die gestiegene Unsicherheit über die zukünftige geoökonomische Lage zu einer Zurückhaltung bei Investitionen geführt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand (Präsidentin Statistisches Bundesamt) bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter.

Insgesamt mussten wir für die Absatzmärkte unserer Produkte im EURO-Raum eine im Vergleich vom Vorjahr rückläufige Nachfrage feststellen. Gründe für die gesunkene Nachfrage lagen in der bereits geschilderten gesamtwirtschaftlichen Zurückhaltung und Entwicklung. Ferner war festzustellen, dass auf der Abnehmerseite die im Vorjahr gebildete hohe Warenbevorratung im Laufe des Jahres 2023 wieder abgebaut wurde und dies zu verminderten Neubestellungen führte.

Die bereits in der zweiten Hälfte des Vorjahres 2022 zu verzeichnende spürbare nachfragebedingte Senkung der Marktpreise unserer Handelswaren setze sich im Jahr 2023 fort. Gründe hierfür lagen auch in der Entwicklung der Wirtschaftslage in China, die sich nach der Corona-Krise nicht wie gewünscht erholte. Zudem war in China ein verminderter Bedarf an Rohstoffen bedingt durch strukturelle Änderungen (Immobilienkrise, weniger staatliche Investitionen) festzustellen.

Eine ähnliche Entwicklung ergab sich für die Transportkosten. Die im Vorjahresverlauf beobachtete deutliche Verminderung der Container- und auch Break-Bulk-Raten setzte sich 2023 fort und erreichte im Jahresverlauf wieder ein Vor-Corona-Niveau zwischen 1 TUS $ und 2 TUS $ je 40-ft-Container für die Route Shanghai - Rotterdam (Quelle: chemietechnik.de, Aktuelle Preisentwicklung für Container-Schiffstransporte).

B.2 Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 hatte unsere Gesellschaft ein gegenüber dem Vorjahr 2022 deutlich vermindertes Umsatzvolumen zu verzeichnen. Gründe hierfür lagen in der bereits skizzierten verminderten Nachfrage nach Rohstoffen sowie in der deutlichen Verbilligung der Rohstoffpreise sowie der Transportkosten.

Der bereits im Vorjahr eingesetzte mengen- und preisbedingte Umsatzrückgang setzte sich im Jahresverlauf 2023 fort.

Durch die partnerschaftlich langfristig ausgerichtete Zusammenarbeit sowohl auf der Kunden- als auch der Lieferantenseite gelang es unserer Gesellschaft, die in der Vergangenheit hinzugewonnenen Marktanteile zu stabilisieren und die Kunden- und Lieferantenbeziehungen zu festigen.

Der nach der Vorjahresprognose erwartete leichte Umsatzrückgang wurde insbesondere aufgrund des signifikanten Preis- und Verkaufsmengenrückgangs deutlich übertroffen (Umsatzrückgang -41,3 %). Durch im Vorfeld eingeleitete strategische Managementmaßnahmen konnten wir das positive Jahresergebnis in Höhe von 1.263 TEUR (Vorjahr: 1.683 TEUR) erwirtschaften und entgegen den Erwartungen bezüglich des leichten Rückgangs des Ergebnisses vor Steuer (EBT) dieses sogar um 51,6 % auf 2.561 TEUR stark verbessern.

Im Jahr 2023 wurde der US-$ mit einem durchschnittlichen EZB-Mittelkurs von 1,0813 $ bewertet (Vorjahr: 1,0530 $).

Im Hinblick auf die künftig erforderliche Nachhaltigkeitsberichterstattung haben wir mit SGS Germany GmbH einen global agierenden und erfahrenen Partner gewinnen können, welcher uns künftig im Bereich Berichterstellung CO 2 -Fußabdruck (footprint certificate) unterstützen wird.

B.3 Lage

B.3.1 Ertragslage

Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) des Jahres 2023 hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund gesunkener Umsatzerlöse um 2.063 TEUR auf 9.703 TEUR vermindert. Dabei zeigte sich bei der Materialaufwandsquote gegenüber dem Vorjahr ein leichter Rückgang mit 88,1 % (Vorjahr: 91,5 %).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren wir in der Lage, den erwähnten preis- und mengenbedingten Umsatzrückgang zu kompensieren, so dass ein gegenüber dem Vorjahr 2022 ein um 872 TEUR verbessertes Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von 2.561 TEUR erzielt werden konnte (Vorjahr: 1.689 TEUR). Die Entwicklung des EBT war damit gegenläufig zur Entwicklung der Umsatzerlöse, was wesentlich auf die Verbesserung unserer Handelsmarge zurückzuführen war.

Sonstige betriebliche Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr 2022 nur geringfügig um 80 TEUR auf 5.249 TEUR vermindert. Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus dem Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen aus den realisierten Sicherungsgeschäften und der Stichtagsbewertung (5.100 TEUR; Vorjahr: 5.280 TEUR).

Der Personalaufwand ist im Zuge der Einstellung von Mitarbeitern sowie des Anstiegs erfolgsabhängiger Vergütungen gegenüber dem Vorjahr um 38,9 % oder 577 TEUR auf 2.057 TEUR gestiegen.

Insbesondere aufgrund der deutlichen Verminderung der Aufwendungen aus Währungsumrechnung um 3.045 TEUR haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 3.905 TEUR auf 9.191 TEUR maßgeblich ermäßigt. Der weitere Effekt für diese Entwicklung sind reduzierte Aufwendungen der Warenabgabe aufgrund des geringeren Absatzvolumens um 668 T€ verglichen mit dem Vorjahr 2022.

Das höhere Zinsniveau spiegelt sich in einem um 45,2 % auf 1.131 TEUR gestiegenen Zinsaufwand wider.

Aufgrund von abweichenden steuerlichen Ansatz- und Bewertungsvorschriften ergibt sich für das Jahr 2023 ein steuerliches Mehrergebnis. Ein Aktivüberhang der hieraus resultierenden latenten Steuerbelastung wird vorliegend aufgrund des Wahlrechts nach § 274 HGB nicht bilanziert.

Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.263 TEUR (Vorjahr: 1.683 TEUR) ausgewiesen.

B.3.2 Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft ist nahezu unverändert zu 99,4 % im Umlaufvermögen gebunden (Vorjahr: 99,6 %). Hierzu gehören insbesondere das Warenlager und die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte (73,9 % der Bilanzsumme) sowie Kundenforderungen (14,2 % der Bilanzsumme).

Die Vermögensstruktur stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023 Vorjahr Veränderung
VERMÖGEN TEUR % TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen = 188 0,6 193 0,4 -5 -2,6
Mittel- und langfristig
gebundenes Vermögen 188 0,6 193 0,4 -5 -2,6
Vorräte 23.887 75,4 39.581 73,0 -15.694 -39,7
Kundenforderungen 4.603 14,5 9.751 18,0 -5.148 -52,8
Sonstige kurzfristige Posten 1.766 5,6 2.596 4,8 -830 -32,0
Flüssige Mittel 1.241 3,9 2.126 3,9 -885 -41,6
Kurzfristig
gebundenes Vermögen 31.497 99,4 54.054 99,6 -22.557 -41,7
Vermögen insgesamt 31.685 100,0 54.247 100,0 -22.562 -41,6

Das kurzfristig gebundene Vermögen hat sich im Vorjahresvergleich deutlich um 22.557 TEUR auf 31.497 TEUR (Rückgang 41,7 %) ermäßigt. Die Verminderung betraf sämtliche Posten des kurzfristig gebundenen Vermögens. Gründe hierfür lagen im Wesentlichen in der durch den verminderten Warenbedarf auf Kundenseite bedingten geringeren Vorratshaltung bei der Normag GmbH (Rückgang Vorräte um 15.694 TEUR auf 23.887 TEUR). Der Rückgang der Forderungen gegenüber Kunden war dem verminderten Warenabsatz und dem daraus resultierenden Umsatzrückgang geschuldet (Rückgang 5.148 TEUR). Die sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 830 TEUR vermindert ebenso wie die flüssigen Mittel (Rückgang 885 TEUR).

Die Kapitalstruktur stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023 Vorjahr Veränderung
Kapital TEUR % TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen 1.000 3,2 1.000 1,8 0 0,0
Bilanzgewinn 8.428 26,6 7.165 13,3 1.263 17,6
Eigenkapital 9.428 29,8 8.165 15,1 1.263 15,5
Mittel- und langfristige Rückstellungen 47 0,1 41 0,1 6 14,6
Mittel- und langfristiges
Fremdkapital 47 0,1 41 0,1 6 14,6
Kurzfristige Rückstellungen 4.199 13,2 848 1,6 3.351 395,2
Bankschulden 0,0 0,0 1.000 1,8 -1.000 -100,0
Lieferantenschulden 10.100 31,9 31.242 57,6 -21.142 -67,7
Sonstige kurzfristige Posten 7.911 24,0 12.951 23,8 -5.040 -38,9
Kurzfristiges Fremdkapital 22.210 70,1 46.041 84,8 -23.831 -51,8
Kapital insgesamt 31.685 100,0 54.247 100,0 -22.562 -41,6

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund des positiven Ergebnisses um 1.263 TEUR auf 9.428 TEUR erhöht. In der Folge hat sich die Eigenkapitalquote unserer Gesellschaft auf 29,8 % (Vorjahr: 15,1 %) verbessert. Der starke %-uale Anstieg ist jedoch insbesondere dem Umstand der deutlich gesunkenen Bilanzsumme geschuldet. Das Eigenkapital sowie das mittel- und langfristig gebundene Fremdkapital decken das mittel- und langfristige Vermögen vollständig und Teile des Warenlagers ab.Ursächlich für die Verminderung des kurzfristigen Fremdkapitals um 51,8 % ist insbesondere der Rückgang an Lieferantenschulden infolge des im Jahr 2023 gesunkenen Geschäftsvolumens. Die Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen betrifft insbesondere den Bereich der Risikovorsorge (2.237 TEUR) und den Bereich der erfolgsabhängigen Mitarbeitervergütung (1.120 TEUR).

Die Finanzierung der Gesellschaft wird vor allem durch die Abtretung von Forderungen an ein Factoring-Unternehmen, eingeräumte Bankkreditlinien sowie gewährte Lieferantenkredite sichergestellt.

B.3.3 Finanzlage

Die Finanzlage 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr gekennzeichnet durch einen signifikanten Anstieg des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit (4.986 TEUR; Vorjahr: -45 TEUR). Dem starken Rückgang des Vorratsvermögens (-15.694 TEUR) sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-5.148 TEUR) steht ein starker Rückgang Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-21.142) korrespondierend entgegen. Somit ist der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit grundsätzlich auf den Jahresüberschuss (+1.263 TEUR) sowie auf die Erhöhung der Rückstellungen (+3.357 TEUR) zurückzuführen.

Im Jahr 2023 wurden Darlehen in Höhe von 4.986 TEUR getilgt. Unter Berücksichtigung von geleisteten Zinszahlungen (866 TEUR) ergibt sich hieraus ein negativer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von 5.852 TEUR (Vorjahr: +1.201 TEUR).

Der Finanzmittelfonds ist zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um 885 TEUR auf 1.241 TEUR gesunken.

B.4 Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir unter Berücksichtigung der Marktgegebenheiten als solide ein.

Unsere Umsatz- und Ertragsentwicklung hat sich unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen und des Marktumfeldes weiterhin zufriedenstellend entwickelt.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch das Warenlager und Kundenforderungen gedeckt.

C. Prognosebericht

Der andauernde Krieg in der Ukraine, die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten, eine sich weiter abschwächende Wirtschaftsdynamik in China und eine ebenfalls weiter schwächelnde Wirtschaft in der EU stellen die derzeitigen Rahmenbedingungen auf den Märkten dar. Weitere Unsicherheitsfaktoren liegen in dem weiterhin angespannten Verhältnis zwischen den USA und China. Die EU-Kommission geht in ihrer Herbstprognose demnach für die Wirtschaft in der EU für das laufende Jahr 2024 von einem geringen Wirtschaftswachstum von 0,9 % aus, für das Jahr 2025 wird mit einem Anstieg auf dann 1,5 % gerechnet. Die Wirtschaft in Deutschland wird den Prognosen zufolge im Jahr 2024 um 0,1 % schrumpfen, für das Jahr 2025 wird ein moderater Anstieg des realen BIP um die 0,7 % prognostiziert (Quelle: Pressemitteilung der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland vom 15. November 2024).

Unsere Gesellschaft geht für das laufende Wirtschaftsjahr 2024 per Saldo von weiterhin verhaltenen Markt- und Rahmenbedingungen aus. Auf der Nachfrageseite ist eine anhaltende Zurückhaltung unserer Kunden im Jahresverlauf zu verzeichnen. Gründe hierfür liegen in den nach wie vor vorherrschenden politisch instabilen Rahmenbedingungen bzw. Unsicherheiten sowie der festzustellenden Deindustrialisierung in Europa.

Auf der Lieferantenseite verbleiben die Beschaffungspreise unserer Handelswaren auf niedrigem Niveau. Impulse auf den lokalen Märkten in China sind nicht festzustellen, die Nachfrage verharrt ebenfalls auf niedrigem Volumen. Marktunsicherheiten auf den dortigen Märkten sowie das deutlich verminderte Preisniveau führen zu einem Rückgang der Anzahl der Marktteilnehmer.

Die Transportkosten für Verschiffungen aus China nach Europa sind ebenfalls auf niedrigem Niveau geblieben. Mitunter ist jedoch eine gewisse Volatilität der Frachtraten festzustellen, u. a. bedingt durch die Bedrohungslage für den Schiffsverkehr durch Huthi-Rebellen.

Die geschilderten rückläufigen Warenabnahmen unserer Kunden sowie die weiterhin niedrigen Rohstoffpreise und auch Transportkosten spiegeln sich in einem moderaten Umsatzrückgang unserer Gesellschaft im Laufe des Geschäftsjahres 2024 im Vorjahresvergleich zu 2023 wider.

Die im Vorjahresvergleich weiterhin günstigen Materialkosten und Transportkosten wirken sich günstig auf unsere Beschaffungskosten aus. Im sonstigen Bereich rechnen wir für die Jahre 2024 und 2025 aufgrund der allgemeinen Preissteigerungen mit leicht steigenden Aufwendungen. Zinssteigerungen schlagen mit erhöhten Aufwendungen im Bereich der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen zu buche.

Trotz der vorgenannten Preisentwicklungen und der damit verbundenen Umsatzeinbußen gehen wir von einer stabilen Vermögens- und Finanzlage aus und rechnen mit einem leicht rückläufigen, aber weiterhin positiven EBT für das Jahr 2024. Ausschlaggebend dürfte hierfür u. a. sein, dass es unserer Gesellschaft gelungen ist, durch eine partnerschaftlich langfristig ausgerichtete Zusammenarbeit sowohl auf der Kunden- als auch der Lieferantenseite unsere Lieferbeziehungen auf einem guten Niveau zu stabilisieren.

Eine zuverlässige Einschätzung aus Unternehmenssicht für das Jahr 2025 halten wir im Hinblick auf die derzeitigen weltwirtschaftlichen Turbolenzen für nicht möglich. Unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der weiterhin feststellbaren Tendenz zur Verlagerung energieintensiver Produktionsprozesse ins Ausland halten wir es für möglich, dass es zu einer niedrigeren Nachfrage nach unseren Handelswaren im Jahresverlauf 2025 kommen kann. Perspektivisch rechnen wir für das Jahr 2025 mit einer Erhöhung sowohl der Material-Einkaufspreise als auch der Transportkosten.

Aufgrund der vorstehenden Einschätzungen gehen wir für das Jahr 2025 von einer dem Jahr 2024 gegenüber leicht rückläufigen Entwicklung unserer Umsatzerlöse und auch unseres EBT aus. Unsere Planung unterstellt in den Jahren 2024 und 2025 eine konstante (+/- 1 %) Materialaufwandsquote.

D. Chancen- und Risikobericht

Sowohl auf den Beschaffungs- als auch auf den Absatzmärkten unserer Gesellschaft ist eine zunehmende Konzentration der Markteilnehmer zu beobachten. Als Chance sehen wir bei dieser Entwicklung, dass kundenseitig unsere Zusammenarbeit mit einem verlässlichen Partner vor Ort in China an Bedeutung gewinnt, was unsere Marktposition stärkt.

Produktqualität und Zuverlässigkeit zählen im Umgang mit unseren Abnehmern seit Jahren zu den wichtigsten Faktoren, eine hohe Kundenzufriedenheit ist derjenige Baustein, um den sich die Zukunftsansprüche drehen. Die Fähigkeit der Gesellschaft, verschiedene Produkte und Warengruppen nicht nur preis-, sondern insbesondere zeitgerecht zur Verfügung zu stellen, um eine kundenorientierte Flexibilität zu gewährleisten, wurde wiederum intensiv weiterentwickelt.

Zusammen mit ständigen Akquisitionsbemühungen sowie der Optimierung der wesentlichen Prozessabläufe wird das Geschäftsmodell regelmäßig weiterentwickelt, um die erreichte Position am Markt zu halten und nachhaltig zu verbessern.

Allgemeine Risiken liegen auch künftig in der wirtschaftlichen und preislichen Fortentwicklung der Beschaffungsländer des Fernen Ostens - insbesondere China - und der Entwicklung des US-Dollars einerseits, aber auch in der Stabilität des europäischen Wirtschaftsraums andererseits. Ferner stellen die Besonderheiten des fernöstlichen Beschaffungsmarktes (China) sowie die Volatilität der Preise zusammen mit den Währungsschwankungen operative Risiken dar, welche im Rahmen des Risikomanagements von der Geschäftsführung fokussiert überwacht werden, um gegebenenfalls zeitnah geeignete Maßnahmen ergreifen zu können.

Der Krieg in der Ukraine mit den damit verbundenen Ängsten vor unzureichender Energieversorgung, geopolitische Spannungen im Nahen Osten, die Verlangsamung des wirtschaftlichen Wachstums in China, sich andeutende Zollstreitigkeiten zwischen den USA und China und weitere negative Einflussfaktoren haben den Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung deutlich verschlechtert. Weiter steigende Energiepreise und damit verbundene rückläufige Produktionsmengen könnten zu einem Nachfragerückgang auf Seiten unserer Kunden führen. Durch die von der Bundesregierung ab dem Jahr 2024 beschlossenen weiteren Abgaben für Klima-Maut und CO 2 -Abgabe werden sich die Transportkosten erneut verteuern. Inwieweit sich dies auf unseren Geschäftsverlauf auswirken kann, ist zurzeit noch nicht vorherzusehen.

Für den Beschaffungsmarkt in Asien und hier insbesondere China gehen wir nach den Corona-bedingten Schwierigkeiten der vergangenen Jahre von einer Normalisierung der Gegebenheiten aus.

Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch eine vorausschauende Warenbevorratung sowie durch die fortlaufende Beobachtung und ggf. Hinzugewinnung neuer Beschaffungsmöglichkeiten.

Aus heutiger Sicht sind keine bestandsgefährdenden oder entwicklungsbeeinträchtigenden Risiken erkennbar.

E. Risikomanagementziele und -methoden sowie Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Durch den Bezug von Handelswaren aus Fernost (China), der überwiegend auf US-Dollar-Basis beschafft und bezahlt wird, bestehen Währungsrisiken, die den Geschäftsverlauf der Gesellschaft wesentlich beeinflussen können. Diese Risiken aus bestehenden Fremdwährungsverbindlichkeiten werden teilweise durch Kurssicherungsgeschäfte und unter Berücksichtigung bereits geleisteter Vorauszahlungen abgesichert. Hierdurch soll auch eine verlässlichere Basis für die Warenkalkulation ermöglicht werden. Andere Finanzinstrumente setzt die Gesellschaft nicht ein. Zudem soll durch Abschluss von Ein- und Verkaufsgeschäften jeweils in US-Dollar das Kursrisiko für die Gesellschaft in vertretbaren Grenzen gehalten werden.

Bestehende Risiken aus möglichen Forderungsausfällen aufgrund der hohen Forderungsbestände werden durch eine Vielzahl von Überwachungs- und Managementmaßnahmen begegnet. Hierzu zählen insbesondere die Überwachung von vereinbarten Zahlungszielen, Vorauszahlungen und eingeräumten Kreditlinien. Die wirtschaftliche Situation der Kunden wird laufend überprüft. Möglichen Ausfallrisiken wird durch angemessene Wertberichtigung begegnet.

Zudem sichert eine Warenkreditversicherung bei der Coface Deutschland AG, Mainz, die in der Spitze bis ca. 90 % der versicherten Forderungen abdeckt, sowie die Abtretung und der Verkauf bestehender Kundenforderungen an die Coface Deutschland den Großteil der offenen Warenforderungen ab.

Durch Abschluss einer Transportversicherung für Waren werden etwaige Schäden auf dem Transportweg vom Lieferanten bis zum Einlagerungsort abgesichert.

Zinsrisiken beschränken sich auf mögliche Zinsanpassungen bei den bestehenden Kontokorrentkrediten innerhalb der auf Jahresbasis genehmigten Kreditlinien sowie bei den Konditionen der Factoring-Unternehmen.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen und Refinanzierungsrisiken werden durch ein laufendes aktives Cash-Management (Liquiditätsplanung) erfasst und überwacht sowie den Kreditgebern kommuniziert. Kurzfristiger Finanzbedarf kann über die bestehenden Kreditlinien bei der Hausbank, bei Bedarf auch von Lieferantenseite sowie von Privatpersonen und der Factoring-Unternehmen, gedeckt werden.

Durch den Abschluss einer Produkthaftpflichtversicherung soll möglichen Risiken aus schadhaften Warenlieferungen begegnet werden.

 

Bad Homburg vor der Höhe, den 16. Dezember 2024

Wei Cui, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 187.647,40 193.249,40
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 4.954,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 4.954,00
II. Sachanlagen 187.646,40 188.295,40
1. technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 187.645,40 188.294,40
B. Umlaufvermögen 31.488.870,26 54.053.644,03
I. Vorräte 23.886.670,50 39.580.610,26
1. fertige Erzeugnisse und Waren 21.497.937,09 39.112.270,06
2. geleistete Anzahlungen 2.388.733,41 468.340,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.360.852,46 12.347.018,53
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.603.632,88 9.751.143,97
2. Forderungen gegen Gesellschafter 3.542,32 34.596,95
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.753.677,26 2.561.277,61
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.241.347,30 2.126.015,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.241,56 157,72
Aktiva 31.684.759,22 54.247.051,15

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.427.858,37 8.165.216,50
I. Gezeichnetes Kapital 600.000,00 600.000,00
II. Gewinnrücklagen 400.000,00 400.000,00
1. andere Gewinnrücklagen 400.000,00 400.000,00
III. Gewinnvortrag 7.165.216,50 5.482.523,45
IV. Jahresüberschuss 1.262.641,87 1.682.693,05
B. Rückstellungen 4.245.530,95 888.699,05
1. sonstige Rückstellungen 4.245.530,95 888.699,05
C. Verbindlichkeiten 18.011.369,90 44.976.691,70
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 1.000.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 1.000.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.099.860,69 31.241.879,69
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 10.099.860,69 31.241.879,69
3. sonstige Verbindlichkeiten 7.911.509,21 12.734.812,01
davon aus Steuern 17.257,90 345.943,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.911.509,21 12.734.812,01
D. Passive latente Steuern 0,00 216.443,90
Passiva 31.684.759,22 54.247.051,15

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 81.525.885,02 138.811.932,82
2. sonstige betriebliche Erträge 5.248.571,47 5.329.002,27
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 5.099.993,43 2.041.366,63
3. Materialaufwand 71.822.910,52 127.045.771,41
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 71.822.910,52 127.045.771,41
4. Personalaufwand 2.057.317,25 1.480.741,00
a) Löhne und Gehälter 1.939.308,60 1.389.007,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 118.008,65 91.733,47
davon für Altersversorgung 6.665,64 6.552,00
5. Abschreibungen 23.703,40 50.934,58
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 23.703,40 50.934,58
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.190.962,62 13.096.180,73
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 4.330.123,36 7.375.168,68
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.662,38 1.530,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.131.366,28 779.356,11
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.298.150,62 6.111,90
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 216.443,90
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 216.443,90
10. Ergebnis nach Steuern 1.268.708,18 1.683.369,36
11. sonstige Steuern 6.066,31 676,31
12. Jahresüberschuss 1.262.641,87 1.682.693,05

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Normag GmbH hat ihren Sitz in Bad Homburg vor der Höhe. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Homburg unter HRB 7557 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 entspricht den im Dritten Buch des Handelsgesetzbuches kodifizierten Vorschriften zur Bilanzierung, Bewertung und Gliederung. Die ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes werden berücksichtigt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Entsprechend besteht Prüfungspflicht nach § 316 Abs. 1 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden mit dem Devisenmittelkurs des Vormonats eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig. Die Nutzungsdauer für EDV-Software beträgt drei Jahre.

Sachanlagen werden zu den Anschaffungskosten, abnutzbare Sachanlagen zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen und erfolgen im Zugangsjahr zeitanteilig. Die Nutzungsdauern für Sachanlagen betragen drei bis 13 Jahre.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 EUR (geringwertige Anlagegegenstände) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte gemäß § 255 HGB zu Einstandspreisen unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung nach § 253 Abs. 4 HGB wird berücksichtigt. Hierbei werden alle erkennbaren Risiken, die sich aus Gründen der Marktgängigkeit ergeben, durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Der Warenbestand im Lager, der in Fremdwährung bezogen wurde, wird mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Einkaufs bzw. mit dem niedrigeren Stichtagskurs nach dem Niederstwertprinzip bewertet.

Schwimmende Ware, die in Fremdwährung bezogen wurde und bei der das wirtschaftliche Eigentum auf die Gesellschaft übergegangen war, wird mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Einkaufs bzw. mit dem niedrigeren Stichtagskurs nach dem Niederstwertprinzip bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit keine Absicherung besteht, wird Einzelrisiken durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos ist eine pauschale Wertberichtigung von rund 1 % des Nettoforderungsbestands unter Berücksichtigung einzelwertberichtigter Forderungen gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt. Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen notwendig ist. Sie tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind jeweils mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so kann eine sich nach Saldierung insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt werden bzw. ist eine sich daraus insgesamt ergebene Steuerbelastung als passive latente Steuern anzusetzen. Allerdings wird vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht und auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz verzichtet. Bei der Ermittlung latenter Steuern werden bestehende Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten 5 Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Wesentliche Ursache für latente Steuern sind Bewertungsunterschiede bei den auf Fremdwährung laufenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 29,3 % zugrunde gelegt.

IV. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Aufgliederung der Abschreibungen gem. § 284 Abs. 3 HGB ist in dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 4 TEUR (Vorjahr 35 TEUR).

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen ein Factoring-Unternehmen (660 TEUR; Vorjahr 833 TEUR), Ertragsteuererstattungsansprüche (469 TEUR; Vorjahr 448 TEUR) sowie USt-Erstattungen (599 TEUR; Vorjahr 1.250 TEUR).

Rückstellungen

Zu den sonstigen Rückstellungen werden nachstehende Erläuterungen gegeben:

sonstige Personalrückstellungen 1.938 TEUR (Vorjahr: 818 TEUR)
künftige Belastungen 2.277 TEUR (Vorjahr: 41 TEUR)
Jahresabschluss, Prüfung 30 TEUR (Vorjahr: 30 TEUR)

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse in Höhe von 81.526 TEUR (Vorjahr 138.812 TEUR) verteilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:

Inland: 60.159 TEUR
(Vorjahr: 93.376 TEUR)
Ausland: 21.367 TEUR
(Vorjahr: 45.436 TEUR)

Sie betreffen ausschließlich den Handel mit mineralischen Rohstoffen.

VI. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.S.v. § 285 Nr. 3a HGB stellen sich wie folgt dar:

bis 1 Jahr
TEUR
2 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
gesamt
TEUR
Gebäude- und Lagermieten 126 505 84 715
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 32 81 0 113
158 586 84 828

Am Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft diverse Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

Zu den Devisentermingeschäften geben wir folgende Informationen:

Kategorie Art Volumen
TUSD
Volumen
TEUR
beizulegender Zeitwert
TEUR
Währungs- Derivate EUR Terminkäufe 4.918 4.485 -59
Währungs- Derivate USD Terminkäufe 15.650 14.459 366
Kategorie Art Bewertungsmethode Buchwert
TEUR
Bilanz- Posten
Währungs- Derivate EUR Terminkäufe Marktpreis- orientiert n/a n/a
Währungs- Derivate USD Terminkäufe Marktpreis- orientiert n/a n/a

Außerbilanzielle Geschäfte

Zur Verbesserung der Liquidität wird ein Teil der Kundenforderungen an einen Factor verkauft. Zum Stichtag waren Forderungen in Höhe von 9.320 TEUR (Vorjahr: 11.824 TEUR) an den Factor abgetreten. Im Geschäftsjahr 2023 sind Factoringgebühren von insgesamt 645 TEUR (Vorjahr: 374 TEUR) angefallen. Aus dieser Finanzierung ergeben sich für die Gesellschaft keine wesentlichen Risiken.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr:

• Wei Cui, Kaufmann

Der Geschäftsführer (hauptberuflich tätig) ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Arbeitnehmer

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren neben einem Geschäftsführer im Durchschnitt acht Arbeitnehmer (Vorjahr: sieben) beschäftigt.

Arbeitnehmergruppen Anzahl
leitende Angestellte 1
Angestellte 7
Insgesamt 8

Abschlussprüferhonorar

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar von 13,1 TEUR berechnet. Dieser Betrag entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.262.641,87 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bad Homburg vor der Höhe, den 16. Dezember 2024

Wei Cui, Geschäftsführer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
27 00 EDV-Software, entgeltl. erworben 89.156,25
240 00 Technische Anlagen 65.865,79
400 00 Betriebsausstattung 92.539,06 12.580,60
420 00 Büroeinrichtung 204.775,64 5.520,80
485 00 Wirtschaftsgüter (Sammelposten) 167,23
452.503,97 18.101,40
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
27 00 EDV-Software, entgeltl. erworben 89.156,25 84.202,25 4.953,00
240 00 Technische Anlagen 65.865,79 65.864,79
400 00 Betriebsausstattung 105.119,66 73.790,06 12.380,60
420 00 Büroeinrichtung 210.296,44 35.230,24 6.369,80
485 00 Wirtschaftsgüter (Sammelposten) 167,23 167,23
470.605,37 259.254,57 23.703,40
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
27 00 EDV-Software, entgeltl. erworben 89.155,25 1,00
240 00 Technische Anlagen 65.864,79 1,00
400 00 Betriebsausstattung 86.170,66 18.949,00
420 00 Büroeinrichtung 41.600,04 168.696,40
485 00 Wirtschaftsgüter (Sammelposten) 167,23 0,00
282.957,97 187.647,40

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Normag GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Normag GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Normag GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wiesbaden, 16. Dezember 2024

MNT Revision und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Christian Wendt, Wirtschaftsprüfer

Marina Levchuk, Wirtschaftsprüfer

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