Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tech Data AS GmbHLiquidiert
Lötscher Weg 66, 41334 Nettetal, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Leenen seit 17.8.2017 | Geschäftsführer |
Barbara Gertrud Koch seit 17.8.2017 | Geschäftsführer |
Michael Dressen seit 17.8.2017 | Geschäftsführer |
Konrad Josef Seebauer seit 17.8.2017 | Prokura |
Mark Björn König seit 17.8.2017 | Prokura |
Thomas Ritzka seit 16.4.2012 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Tech Data AS GmbH (vormals: Avnet Technology Solutions GmbH)NettetalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2016 bis zum 31.12.2016Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli - 31. Dezember 2016A. Grundlagen der GesellschaftI. Geschäftsmodell der Gesellschaft Als weltweites Value Added Distributionsunternehmen von IT-Lösungen bietet Avnet Technology Solutions (ATS) seinen Geschäftspartnern in über 80 Ländern weltweit individuelle Unternehmens- und Embedded-Lösungen für die verschiedensten Kundensegmente. Mit unserem ausgewählten Lösungs- und Service-Angebot wenden wir uns an Value Added Reseller (VAR), Systemhäuser, Netzwerk- und Systemintegratoren, Managed Service Provider (MSPs), Independent Software Vendors (ISVs) sowie Original Equipment Manufacturers (OEMs). Als führendes Value Added Distributionsunternehmen von IT-Produkten und Services verschaffen wir unseren Lieferanten Zugang zu einer breiteren Kundenbasis und bieten individuelle Lösungen an. Unser umfangreiches Serviceangebot und unsere langfristigen Partnerschaften mit führenden Technologieanbietern stellen sicher, dass unsere Geschäftspartner das erforderliche Knowhow sowie die nötigen Ressourcen erhalten, um neue Geschäftsfelder erfolgreich zu erschließen. Die Geschäftstätigkeit der Avnet Technology Solutions GmbH (Gesellschaft) als Teil der Avnet Technology Solutions EMEA (ATS-EMEA) ist dabei in die folgenden Product Business Groups (PBG's) aufgeteilt: IBM, HP, AGCC (Avnet Global Computer Components), STO (Storage), SNS (Security & Networking Systems), CISCO, IND (Independent Software), SBC (Server Based Computing) und Academy. Während sich die Product Business Group AGCC eher an Integratoren und Assemblierer richtet, wenden sich alle anderen PBGs maßgebend an die Zielgruppe der Value Added Reseller, Systemhäuser, System- und Netzwerkintegratoren und Managed Service Provider. Typische Produkte im Bereich AGCC sind Massenspeicher, Festplatten, Peripherieprodukte etc. In den anderen Bereichen werden vor allem Server, Storage, Software und Serviceprodukte sowie neue Technologien vertrieben. Die Gesellschaft ist seit Ende Juli 2013 ein Kommissionär des europäischen Prinzipals Avnet Europe Comm. VA, Belgien. Neben Nettetal unterhalten wir größere Zweigniederlassungen in Poing bei München, Gilching bei München sowie in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart. Die Niederlassungen fungieren als Vertriebsstandorte. In den Standorten Nettetal und Leinfelden-Echterdingen sind auch regionale oder europäische Supportfunktionen ansässig, wie z. B. IT, Finance, HR, Sales Operations oder Material Management. II. Ziele und Strategien Unsere Kernkompetenz als Value Added Distributor liegt darin, Infrastruktur, Software und Value Added Services als Lösungen im Bereich des IT-Datacenters über unsere Business Partner an Endkunden zu bringen. Wir erarbeiten gemeinsam mit unseren Business Partnern bedarfsgerechte und zielgruppenspezifische Vertriebs- und Marketingstrategien und unterstützen bei der Lösungskonzeption und Umsetzung. Wir zeigen neue Produkte und Trends frühzeitig auf und unterstützen bei der Erschließung neuer Märkte. Ziel ist es, unsere Partner beim Ausbau ihrer Geschäftstätigkeit zu unterstützen, ohne dass diese selbst kostspielige Ressourcen dafür einsetzen müssen. Unsere strategischen Ziele stellen sich dabei wie folgt dar:
B. Wirtschaftsbericht1. Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und Branchensituation a) Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung Die Wirtschaft in der EU zeigte sich 2016 trotz potentieller Krisenszenarien sehr robust. Allerdings hatte die Dynamik des wirtschaftlichen Wachstums in der EU im zweiten Kalenderhalbjahr 2016 abgenommen. Laut den Zahlen der Europäischen Kommission stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2016 EU-weit um 1,8 Prozent auf EUR 3,13 Billionen. Im Vergleich dazu war im Vorjahr ein Wachstum von 2,2 Prozent zu verzeichnen. Innerhalb der EU variierte das Wachstum der meisten Länder. Während Italien und Portugal ein leichtes Wachstum von 0,7 beziehungsweise 0,9 aufwiesen, hatten Spanien mit 3,2 Prozent und Irland mit 4,1 Prozent stark steigende Wachstumsraten zu verzeichnen. Das Wachstum in Deutschland ist weiterhin robust und hat gegen den Trend auch in der Dynamik zugelegt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg das BIP im 3. Kalenderquartal um 0,3 Prozent und im 4. Kalenderquartal um 0,4 Prozent im Vergleich zum jeweils vorangegangenen Kalenderquartal. Diese Angaben entsprechen ebenfalls dem preis- und kalenderbereinigten Wachstum der jeweiligen Vorjahreskalenderquartale. Staatliche Investitionen legten um 4,2 Prozent zu. Im Vergleich dazu lag das Wachstum im Vorjahr bei 2,7 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland stiegen lediglich um 1,7 Prozent und haben damit an Dynamik verloren (Vorjahr: 3,7 Prozent).
Tabelle 1: (Quelle:https://de.statista.com/themen/26/bip/) b) Branchensituation Nach einem starken Umsatzanstieg im vergangenen Jahr gehört der IT-Markt 2016 ebenfalls zu den Wachstumstreibern der EU, jedoch mit einer gesunkenen Dynamik wie auch in der Gesamtwirtschaft. Das Wachstum 2016 beträgt laut Marktforschungsinstitut EITO (European Information Technology Observatory) 3,0 Prozent, im Vorjahr waren es 3,8 Prozent. Dabei sind die Umsätze im Bereich Software mit 6,2 Prozent am höchsten gestiegen. Die Segmente Services und Hardware haben um 2,7 Prozent beziehungsweise um 1,3 Prozent zugelegt. Im Bereich Hardware ging die Präsenz der Umsätze in den einzelnen EU-Ländern weit auseinander. Während in den Ländern Portugal, Polen und diversen osteuropäischen Märkten rückläufige Umsätze zu verzeichnen waren, konnten die großen IT-Märkte Deutschland, Frankreich und Großbritannien hingegen ein Wachstum aufzeigen. Am meisten zugelegt haben hierbei Irland mit 4,1 Prozent und Österreich mit 6,4 Prozent. Insgesamt zeigt der österreichische IT-Markt mit 3,8 Prozent ein relativ hohes Wachstum. Ebenfalls ein hohes Wachstum zeigt die Schweiz mit einem Plus von 3,4 Prozent. Der deutsche IT-Markt hielt 2016 laut Bitkom sein relativ hohes Wachstumstempo und legte um 3,3% zu (Vorjahr: 4,1%). Das Hardware Geschäft stieg durch hohe Zuwachsraten in den mobilen Produktgruppen Business Notebooks und Tablets um 1,8 Prozent. Im Vergleich dazu beziffert die Bitkom das Segment Software mit 6,2 Prozent und Services mit 2,7 Prozent Umsatzsteigerung. Der deutsche IT-Markt stieg damit gegenüber dem BIP überproportional an. ITK-Marktzahlen:
Tabelle 2: https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland.html vom September 2017 ITK-Gesamtumsatz:
Tabelle 3: https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland.html vom September 2017 2. Geschäftsverlauf Entwicklung auf dem Absatzmarkt (Umsatz- und Auftragsentwicklung) Die Avnet Technology Solutions GmbH agiert seit Ende Juli 2013 als Kommissionär der Avnet Europe Comm. VA, Diegem, Belgien. Um das Kommissionärsmodell im Jahresabschluss entsprechend abzubilden, werden seit dem Geschäftsjahr 2013/14 die Umsatzerlöse in Höhe der erzielten Umsatzprovisionen ausgewiesen, so dass kein Materialaufwand ausgewiesen wird. Der Umsatz der Avnet Technology Solutions GmbH betrug im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr 2016 insgesamt EUR 24,7 Mio. (Vorjahr 2015/16: EUR 25,7 Mio.). Die relative Umsatzsteigerung (Rumpfgeschäftsjahr 6 Monate und Vorjahresgeschäftsjahr 12 Monate) war einmal bedingt durch einen erhöhten Umsatz aus dem im Rumpfgeschäftsjahr vollständig integrierten Umsatz der ehemaligen "Orchestra Service GmbH" mit EMC - Produkten sowie anderseits durch die im Rahmen des BilRUG erstmalig unter den Umsatzerlösen ausgewiesenen Weiterbelastungen an europäische Konzerngesellschaften. Wesentliche Geschäftsvorfälle im Rumpfgeschäftsjahrvom 1. Juli- 31. Dezember 2016 Mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 12. Februar 2016 hat die Avnet Technology Solutions GmbH mit Wirkung zum 4. Juli 2016 immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Orchestra Service GmbH zum Buchwert in Höhe von insgesamt EUR 5,6 Mio. erworben. Im Anschluss daran wurde das "Principal Business" von der Avnet Technology Solutions GmbH auf die Avnet Europe Comm. VA, Belgien, zu einem Kaufpreis von EUR 4,3 Mio. übertragen. Der mit der Orchestra Service GmbH, Gilching, am 24. Mai 2016 geschlossene Ergebnisabführungsvertrag endete mit Verschmelzung der Orchestra Service GmbH auf die Avnet Technology Solutions GmbH im Rumpfgeschäftsjahr. Es entstand ein Verschmelzungsverlust von EUR 15,8 Mio. Personalentwicklung Die Zahl der durchschnittlichen Mitarbeiter (= Vollzeitäquivalent) stieg aufgrund der Integration der Orchestra Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr um rd. 8 % auf 422 Mitarbeiter (Vorjahr: 392 Mitarbeiter). 3. Lage des Unternehmens Die Avnet Technology Solutions GmbH nutzt die gruppenweiten Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung. Ihre monatliche, vierteljährliche und jährliche Veränderung wird insbesondere mit Plandaten verglichen und entsprechend gesteuert. Die Profitabilität unserer Unternehmensgruppe und damit auch unserer Gesellschaft wird mit Kenngrößen wie Bruttoumsatzerlöse, NetGP (Deckungsbeitrag der verkauften Produkte), Profit Contribution (Betriebsergebnis vor Allokationen) und dem Operating Profit (Betriebsergebnis) gesteuert. Im Bereich der Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit erfolgen regelmäßige Abfragen, die die Zufriedenheit in diesen beiden Bereichen überprüfen. In der Funktion der Gesellschaft als Kommissionär stellen die bedeutendsten finanziellen Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse sowie das Betriebsergebnis dar. Die Prognose des Vorjahres zur Umsatzsteigerung der Kommissionserlöse beruhte auf einen Zeitraum von 12 Monaten für 2016/17. Für das eingelegte Rumpfgeschäftsjahr wurde ein anteiliger Kommissionsumsatz in Höhe von EUR 17,2 Mio erreicht und damit die Prognose ("leicht steigender Kommissionsumsatz") erfüllt. Die im Vorjahr prognostizierte Steigerung des Betriebsergebnisses konnte insbesondere aufgrund von Einmaleffekten nicht erreicht werden. 4. Ertragslage
Die Vergleichbarkeit der Zahlen des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Juli bis 31. Dezember 2016 mit den Zahlen des Vorjahres vom 1. Juli 2015 bis 30. Juni 2016 ist nur eingeschränkt gegeben. Die aktuell erzielten Umsatzerlöse von EUR 24,7 Mio. entsprechen dem Planansatz, wobei zu beachten ist, dass im Rumpfgeschäftsjahr 2016 erstmalig auch die Weiterbelastungen an europäische Konzerngesellschaften enthalten sind (Umgliederungen aus den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse gemäß BilRUG). Der Rückgang des Betriebsergebnisses ist maßgeblich auf den Verschmelzungsverlust der Orchestra Service GmbH in Höhe von EUR 15,8 Mio zurückzuführen. Kompensierend hierzu erzielte die Gesellschaft Erträge in Höhe von EUR 4,3 Mio aus dem Verkauf des "Prinzipal Business" der ehemaligen Orchestra Service GmbH an die Avnet Europe Comm.VA, Belgien. Die Verschlechterung des Finanzergebnisses betrifft die ausserplanmässige Abschreibung der Beteiligung an der Magirus GmbH von EUR 2,7 Mio. Das Jahresergebnis vor Verlustübername in Höhe von EUR - 9,4 Mio. spiegelt nur bedingt die operative wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft im Rumpfgeschäftsjahr wider, welches durch Sondereinflüsse massgeblich geprägt war 5. Finanzlage Die Finanzierung von Investitionen und die Liquidität der Gesellschaft erfolgen durch ein konzerninternes Nettingsystem (Cash Pooling), welches von der Avnet Europe Comm. VA bzw. über deren Division Avnet Financial Services, Belgien, gesteuert wird. Mit diesem System der Avnet-Gruppe in Europa war die Liquidität der Gesellschaft jederzeit gewährleistet. 6. Vermögenslage
Durch den Abgang von Anteilen an verbundene Unternehmen (Orchestra Service GmbH) sowie durch die im Rumpfgeschäftsjahr vorgenommene Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert an der Magirus GmbH reduzierten sich die lang- und mittelfristigen Aktiva um EUR 24,2 Mio. Dementsprechend sank auch im Geschäftsjahr 2016 die Anlagenintensität von 54,1 Prozent auf 27,3 Prozent. Die kurzfristigen Aktiva sind vor allem durch Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit EUR 32,7 Mio signifikant gestiegen. Sowohl der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen inklusive Intercompany Weiterbelastung mit EUR 10,7 Mio, der Anstieg des Verrechnungsaldos der Forderungen an Endkunden gegen den Prinzipal mit EUR 12,6 Mio als auch die Forderung aus der Verlustübernahme von EUR 9,4 Mio gegen die EBV Management trugen dazu bei. Durch den im Rumpfgeschäftsjahr 2016 noch bestehenden Gewinnabführungsvertrages mit der EBV Management GmbH, Poing, als herrschendes Unternehmen, ist im Rumpfgeschäftsjahr kein Jahresfehlbetrag ausgewiesen worden. Das Eigenkapital stellt sich unverändert zum Vorjahr dar. Das kurzfristige Fremdkapital hat sich insbesondere durch die um EUR 10,1 Mio höheren Steuerverbindlichkeiten erhöht. Rückstellungen aufgrund möglicher Verpflichtungen aus ZPÜ Nachforderungen gem. § 54 UrhG sind im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses im vorliegenden Abschluss zum 31. Dezember 2016 berücksichtigt. Die Geschäftsführung beurteilt die operative Geschäftsentwicklung der Gesellschaft grundsätzlich als stabil, jedoch wurde insbesondere die Ertragslage durch Einmaleffekte im Rumpfgeschäftsjahr 2016 negativ beeinflusst. C. Chancen- und Risiko- und Prognosebericht1. Chancenbericht In einem positiven aber dynamisch-kompetitiven geschäftlichen Umfeld bleiben ein aktuelles, ständig verbessertes Produktportfolio und hoch motivierte Mitarbeiter entscheidende Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung des Geschäftsmodells der Gesellschaft. Die Mitarbeiter in allen Produktkategorien sind sorgfältig ausgewählt und in ihre jeweiligen Teams eingebunden, in der Branche gut vernetzt und haben eine hohe Fachkompetenz. Zusätzlich werden die Mitarbeiter der ehemaligen Orchestra GmbH mit ihrem starken Servicegeschäft uns einen weiteren Wettbewerbsvorteil bringen. Diese Faktoren gilt es auch in den Folgejahren weiterhin zu verbessern und an die Anforderungen des Marktes anzupassen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Ausbau unserer Value Add Strategie und hier im Besonderen in der Fokussierung auf die Bereiche "Cloud", "Internet of Things (IOT) and Data Analytics", "Security & Networking" und "Mobile", zusammengefasst auch "Next Generation" genannt. Nicht zuletzt sind funktionierende Beziehungen zu Herstellern, Partnern, Systemhäusern und Endkunden, kombiniert mit der konsequenten Umsetzung des bewährten Geschäftsmodells, die entscheidenden Voraussetzungen, um in dem heutigen dynamischen Marktumfeld der IT-Industrie bestehen zu können. Mit dem Übergang des Geschäftsbetriebes der Orchestra Service GmbH auf die Avnet Technology Solutions GmbH per 4. Juli 2016 wurde unsere Wettbewerbsposition weiter gestärkt. Darüber hinaus wurde im September 2016 die Verkaufsabsicht von Avnet Technology Solutions an Tech Data bekannt. Mit dem nunmehr vollzogenen Verkauf geht eine Erschließung neuer Märkte einher, die eine Vielzahl von Chancen eröffnen, so dass die Position im Wettbewerb weiterhin ausgebaut werden kann. 2. Risikobericht Bedingt durch den in den Vorjahren erfolgten Wechsel zum Kommissionärsmodell hat sich die Chancen- und Risikostruktur bei der Gesellschaft wesentlich verändert und dabei insgesamt signifikant verbessert. Finanzrisiken: Der Ausfall von Kundenforderungen, der Ausfall von Herstellerforderungen sowie Währungsrisiken, insbesondere im Zusammenhang mit Einkaufsgeschäften beim Hersteller, liegen vollständig beim Prinzipal Avnet Europe Comm. VA, Belgien. Liquiditätsrisiken werden durch unsere Einbindung in das Cash-Pooling System der Avnet Financial Services, Avnet Europe, abgesichert. Marktrisiken: Obwohl die jeweiligen Distributionsverträge zentral mit dem Prinzipal Avnet Europe Comm. VA abgeschlossen sind, wäre der Ausfall eines wichtigen Herstellers durch Insolvenz oder eine weitere Konsolidierung des Distributionsmarktes auch für den deutschen Kommissionär - Avnet Technology Solutions GmbH - ein generelles Risiko. Um Auswirkungen zu minimieren, führt der Unternehmensbereich ATS EMEA ein breites Produktsortiment und kann durch diese Vielfalt sehr schnell Alternativen aufzeigen. Durch fortlaufende strategische Anpassungen unserer Geschäftsbereiche sowie die erwarteten Kosteneinsparungen erwartet die Gesellschaft auch in Zukunft den Anforderungen des Marktes entsprechen zu können. Mitarbeiterrisiken: Die Umsetzung der Unternehmensziele hängt zu einem wesentlichen Teil von der Kompetenz und Motivation der Mitarbeiter ab. Viele ITK-Unternehmen sehen ein wachsendes Risiko im Fachkräftemangel in der Branche. Zur Sicherstellung des Unternehmenserfolgs achtet die Gesellschaft in diesem Zusammenhang auf den regelmäßigen Besuch von Fortbildungsmaßnahmen und bietet auch interne Trainingsmaßnahmen an. Durch eine gezielte Förderung innerhalb des Unternehmens sowie der Schaffung eines angenehmen Arbeitsklimas ist es erfolgreich gelungen, die Mitarbeiter langfristig an uns zu binden und die Fluktuationsrate niedrig zu halten. Risiko der Abhängigkeit von Hauptlieferanten: In den PGB's IBM und HP besteht eine Abhängigkeit von den Vertriebsstrukturen dieser bedeutenden Hard- und Software-Produzenten. Diese bedienen sich jedoch zum Vertrieb ihrer Produkte verstärkt einer sogenannten Channel-Struktur, die den Einsatz von Distributoren, wie z. B. unserer Gesellschaft und anderen Anbietern, bedingt. Ursächlich für diese Entwicklung ist die damit verbundene Übernahme von Servicedienstleistungen (Logistik, Beratung, Finanzierung etc.), die in zunehmendem Maße von den Herstellern selber nicht mehr angeboten werden. Die Überprüfung der im laufenden Geschäftsjahr aktuellen und zukünftigen Risikosituation ergab, dass keine vorhandenen Risiken den grundsätzlichen Fortbestandunserer Gesellschaft beeinträchtigen und zukünftige Bestand-gefährdende Risiken aktuell nicht erkennbar sind. Finanzierungsrisiken sind zum derzeitigen Zeitpunkt für die Gesellschaft nicht erkennbar. Die Gesellschaft befindet sich aufgrund der organisatorischen und finanziellen Einbindung in die Organisation in einer guten finanziellen Position, um darin gerade in Zeiten einer wirtschaftlichen Krise und damit einhergehenden Liquiditätsproblemen kleinerer Wettbewerber ihre Marktposition stärken zu können. Generell bieten sich im Bereich der Distribution Chancen durch verschiedenste Aktivitäten, die bereits von der Geschäftsleitung und den Product Business Groups aufgegriffen worden sind, wie z. B. "Solution Path" - gesamtheitlicher Vertrieb unseres -Portfolios und einer ganzheitlichen Lösung für unsere Kunden, cross-selling über die Product Business Groups (wie z. B. IBM, HP, Solutions & Services) sowie die Ausnutzung von Synergien zwischen den Product Business Groups, dem Angebot neuer Produkte und Angebot neuer Lieferanten. Des Weiteren werden auch fortlaufend Synergien überprüft, die durch das seit Ende Juli 2013 bestehende Geschäftsmodell der europäischen Technology Solutions-Gruppe und die weitere Optimierung von Aktivitäten in den Support Units (Operations, Finance, IT) durch Shared Services verfolgt werden. Es besteht weiterhin die Tendenz bei unseren Kunden, die Anzahl ihrer Distributoren zu reduzieren. 3. Prognosebericht Durch das aktuell noch bestehende Kommissionärsmodell ist grundsätzlich sichergestellt, dass die Gesellschaft ein positives operatives Ergebnis erzielen wird. Des Weiteren erwartet die Gesellschaft für das kommende Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 keine wesentlichen negativen Einflüsse aus Einmaleffekten. Es ist geplant, dass im Laufe des Frühjahrs 2018 unsere im August 2017 nunmehr in Tech Data AS GmbH umfirmierte Gesellschaft in die Tech Data OHG GmbH, München, und damit in deren Geschäftsmodell integriert wird. Für das aktuelle Geschäftsjahr 2017 prognostizieren wir einen leicht steigenden Kommissionsumsatz zum Kommissionsumsatz der letzten 12 Monate (Kalenderjahr 2016). Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir weiterhin ein moderates Wachstum von ca. 2 Prozent auf die bestehenden Produktlinien, die vertrieben werden. Dieses Wachstum erwarten wir sowohl im Bruttoumsatz und im Kommissionsumsatz als auch in den operativen Kosten. Für das Betriebsergebnis des Geschäftsjahres 2017 erwarten wir deshalb auch ein Wachstum von ca. 2 Prozent. Der Konsolidierungsdruck in der klassischen IT-Distribution wird sich weiterhin fortsetzen und ein sich daraus ggf. unvermeidbar ergebender Effekt über Preisreduktionen die Marktbedingungen weiter verschärfen. Allerdings ergeben sich sehr viele Chancen für uns im Lösungsbereich. Die Art und Weise, wie Unternehmen mit ihren Kunden interagieren, ändert sich grundlegend. Digitale Technologien wie Social Media, Mobility, Big Data, Analytics, Security und Cloud revolutionieren Marketing- und IT-Strategien. Digitale Technologien rücken dabei ins Zentrum der Unternehmensstrategie und die IT erhält eine gänzlich neue Rolle. Diese Transformation eröffnet uns und unseren Partnern viele Möglichkeiten, Endkunden als Lösungsspezialist in den jeweiligen Themen zur Seite zu stehen.
Nettetal, 6. Oktober 2017 Michael Dressen Barbara Koch Raf Leenen Wayne Omar Hanewicz Michael Ryan McCoy Bilanz zum 31. Dezember 2016Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 2016
Entwicklung des Anlagevermögens für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli - 31. Dezember 2016
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr 1.7.-31.12.2016I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Avnet Technology Solutions GmbH hat Ihren Sitz in 41334 Nettetal, Lötscher Weg 66. Die Gesellschaft ist eingetragen im Handelsregister Krefeld unter der Nummer HRB 8321. Die Gesellschaft ist nach § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Dementsprechend wurde der Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2016 unter Anwendung der entsprechenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 bzw. 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Die Restlaufzeiten der Forderungen sowie der Verbindlichkeiten werden aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang und nicht in der Bilanz ausgewiesen. Zum 13. Juni 2016 trat der mit der EBV Management GmbH, Poing, als herrschendes Unternehmen neu abgeschlossene Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung für das Geschäftsjahr 2015/16 in Kraft. Es besteht steuerliche Organschaft zur EBV Management GmbH, Poing. Der Gewinnabführungsvertrag endet mit Ablauf des 31. Dezember 2016. Der Ergebnisabführungsvertrag mit der Orchestra Service GmbH, Gilching, mit der Avnet Technology Solutions GmbH, Nettetal, als herrschende Gesellschaft wurde am 24. Mai 2016 mit Wirkung ebenfalls für das Geschäftsjahr 2015/16 geschlossen. Es bestand steuerliche Organschaft zur Avnet Technology Solutions GmbH, Nettetal. Der Gewinnabführungsvertrag endete im Rumpfgeschäftsjahr mit Verschmelzung der Orchestra Service GmbH auf die Avnet Technology Solutions GmbH. Mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 12. Februar 2016 hat die Avnet Technology Solutions GmbH mit Wirkung zum 4. Juli 2016 immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Orchestra Service GmbH zum Buchwert in Höhe von insgesamt EUR 5,6 Mio. erworben. Im Anschluss daran wurde das "Principal Business" von der Avnet Technology Solutions GmbH auf die Avnet Europe Comm. VA, Belgien, zu einem Kaufpreis von EUR 4,3 Mio. übertragen. Mit Verschmelzungsvertrag vom 29. November 2016 wurde die Orchestra Service GmbH, Gilching, mit Wirkung zum 1. Juli 2016 (Verschmelzungsstichtag) auf die Avnet Technology Solutions GmbH, Nettetal, verschmolzen. Es entstand ein Verschmelzungsverlust von EUR 15,8 Mio. Mit dem Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (BilRUG) vom 23. Juli 2015 wurde die Richtlinie 2013/34/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über den Jahresabschluss in das Handelsgesetzbuch (HGB) übernommen. Die geänderten Vorschriften des HGB in neuer Fassung sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2015 beginnen. Die Gesellschaft hat die Vorjahreswerte nicht angepasst, doch Änderungen erläutert. Die Vergleichbarkeit der Zahlen des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Juli bis 31. Dezember 2016 mit den Zahlen des Vorjahres vom 1. Juli 2015 bis 30. Juni 2016 ist nur eingeschränkt gegeben. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Entgeltlich von Dritten erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben. Als Nutzungsdauer für die im Geschäftsjahr 2007/08 erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Asset Deals mit der Magirus International GmbH, Stuttgart und der Acal GmbH, Heilbronn, werden unverändert 15 Jahre zugrunde gelegt. Bei der Ermittlung der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 15 Jahren werden unter anderem Faktoren wie Auswirkungen der Veränderungen der Absatz- und Beschaffungsmärkte sowie der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf das erworbene Unternehmen zugrunde gelegt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen und mit ihren ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Für Zugänge des Sachanlagevermögens wurde die Abschreibung pro rata temporis ermittelt. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, das sind Gegenstände mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 150, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Zugänge eines Geschäftsjahres, deren Anschaffungskosten für das einzelne Anlagegut mehr als EUR 150, aber nicht mehr als EUR 1.000 betragen, wurde in den vorherigen Geschäftsjahren ein Sammelposten gebildet. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben. Die Gesellschaft ist seit dem Geschäftsjahr 2013/14 dazu übergegangen geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 410 im Zugangsjahr voll abzuschreiben. Abschreibungen werden im Einzelnen wie folgt vorgenommen:
Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für eine zuvor vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden in voller Höhe ausgebucht. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Vorauszahlungen für künftige Zeiträume, die zeitanteilig abgegrenzt werden und die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB wurden die Pensionsverpflichtungen pauschal mit einem 10-Jahres-Durchschnittszinssatz von 4,01 % (i. Vj. 4,17 %) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen erfolgte mittels der PUC-Methode (Projected Unit Credit Methode) unter der unveränderten Annahme einer Rentendynamik von 1,25 % bzw. 2 %. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 2 und § 253 Abs. 6 HGB basiert auf einem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz von 3,24 % (i. Vj. 3,53 %) und beträgt EUR 840.395,00 (i. Vj. EUR 667.372,00). Den Berechnungen liegen die Heubeck-Richttafeln R 2005 G zugrunde. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden mit den Pensionsverpflichtungen gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Die Bewertung des verrechneten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Das Deckungsvermögen beinhaltet verpfändete Rückdeckungsversicherungen und ein verpfändetes Wertpapierdepot. Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung werden mit den Aufwendungen und Erträgen der verrechneten Vermögensgegenstände im Finanzergebnis saldiert. Für Deckungsvermögen im Sinne von § 246 (2) S. 2 HGB wurden folgende Werte ermittelt.
Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß den Mitteilungen der Versicherungen. Die Höhe der mit den Aufwendungen verrechneten Erträge beläuft sich auf TEUR 0 (i. Vj. TEUR 38). Die sonstigen Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem restlaufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst. Der Zinssatz wird durch die Deutsche Bundesbank ermittelt und bereitgestellt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr und weniger wurden § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet. Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft werden mögliche latente Steuern bei der Organträgerin erfasst. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einzahlungen für künftige Zeiträume, die zeitanteilig abgegrenzt werden und die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. III. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Angaben zur Bilanz (1) Anlagevermögen Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang dargestellt. Unter den Immateriellen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Restbuchwert von TEUR 501 bilanziert. Die Finanzanlagen betreffen Anteile an verbundenen Unternehmen. Der Rückgang der Anteile an verbundenen Unternehmen im Rumpfgeschäftsjahr steht im Zusammenhang mit der Verschmelzung der Tochtergesellschaft Orchestra Service GmbH, Gilching. Des Weiteren wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Anteile an der Magirus GmbH, Leinfelden-Echterdingen in Höhe von TEUR 2.700 vorgenommen. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt weniger als ein Jahr. (3) Forderungen gegen verbundene Unternehmen Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich sowohl um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch um Intercompany Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 30.696 (i. Vj. TEUR 19.995). Die Forderungen enthalten auch Forderungen aus der Verlustübernahme gegen die Gesellschafterin EBV Management GmbH, Poing (TEUR 9.428 i.Vj. TEUR 0). Aus der vorgenommenen Verrechnung der Forderungen gegen die Endkunden mit den Verbindlichkeiten gegenüber dem Kommissionär resultiert eine Forderung in Höhe von TEUR 37.559 (i. Vj. TEUR 24.961). (4) Rückstellungen für Pensionen ehemaliger Organmitglieder Für Pensionen an ausgeschiedene Organmitglieder sind Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.450 (i. Vj. TEUR 1.426) passiviert. (5) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Kostenrechnungen und Personalkosten (Resturlaub, Abfindungsverpflichtungen). Die Rückstellungen enthalten ebenfalls mögliche Verpflichtungen aus Nachforderungen der Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) gem. § 54b UrhG sowie Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten. (6) Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Eine Besicherung von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte ist nicht erfolgt. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich sowohl um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 221 (i. Vj. TEUR 4.279) als auch um Verbindlichkeiten aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der Gesellschafterin EBV Management GmbH, Poing mit TEUR 0 (i. Vj. TEUR 5.939) sowie um Verbindlichkeiten aus der Verrechnung von Umsatzsteuer mit der Avnet Holding Germany GmbH in Höhe von TEUR 6.115 (i. Vj. TEUR 4.092). 2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Die wesentlichen Umsatzerlöse werden aus Kommissionstätigkeit für in Deutschland ansässige Kunden in Höhe von TEUR 17.198 Mio erzielt. Auf Umgliederungen gemäß BilRUG ((Weiterbelastungen an europäische Tochter- und Schwestergesellschaften) entfielen im Rumpfgeschäftsjahr TEUR 6.887. Im Vorjahr wären TEUR 13.903 aus den sonstigen betrieblichen Erträgen umzugliedern gewesen. Die sonstigen Umsatzerlöse betragen TEUR 592. (2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge in Höhe von EUR 4,3 Mio aus dem Verkauf des "Prinzipal Business" an die Avnet Europe Comm.VA, Belgien. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten darüber hinaus periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 346 (i. Vj. TEUR 754). Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 85 (i. Vj. TEUR 605), Erträge aus dem Eingang abgeschriebener Forderungen über insgesamt TEUR 41 (i. Vj. TEUR 52) sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen in Höhe von TEUR 220 (i. Vj. TEUR 97). Fremdwährungskursgewinne betragen in der Berichtsperiode TEUR 132 (i. Vj. TEUR 0). Auf Umgliederungen aus den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse gemäß BilRUG entfielen TEUR 6.887 im Rumpfgeschäftsjahr. (3) Personalaufwand/Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung Die Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich auf TEUR 202 (i. Vj. TEUR 37). (4) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen den Verschmelzungsverlust aus der Verschmelzung der Orchestra Service GmbH in Höhe von TEUR 15.810 sowie Werbe- und Messekosten, Reise- und Bewirtungskosten, Lizenzgebühren und sonstige Dienstleistungen. Die in der Berichtsperiode realisierten Fremdwährungskursverluste betragen TEUR 34 (i. Vj. TEUR 267). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten darüber hinaus periodenfremde Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 19. (5) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen betreffen TEUR 53 (i. Vj. TEUR 151) verbundene Unternehmen. (6) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen TEUR 64 (i. Vj. TEUR 73) verbundene Unternehmen. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen betragen TEUR 248 (i. Vj. TEUR 264). (7) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steuerertrag vom Einkommen und vom Ertrag beträgt im Rumpfgeschäftsjahr TEUR 89 (i. Vj. Steueraufwand TEUR 99). Darin enthalten sind Steuerzahlungen in Höhe von TEUR 2 sowie Steuererstattungen in Höhe von TEUR 91für vorangegangene Geschäftsjahre. (8) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im September 2016 kündigten die beiden Unternehmen Avnet Inc. und Tech Data Corporation an, dass Avnet Inc. die TS- Division mit ungefähr 9 Mrd. Dollar Umsatz weltweit an die Tech Data Corporation zum Frühjahr 2017 verkaufen wird. Der vereinbarte Kaufpreis wurde mit 2,6 Mrd Dollar angegeben. Durch diesen weltweiten Verkauf der TS Division ist auch die Avnet Technology Solutions GmbH mittelbar von der Tech Data Corporation im Frühjahr 2017 übernommen worden. Nach der Übernahme durch Tech Data erfolgte im August 2017 die Umfirmierung der Gesellschaft und deren Eintragung in das Handelsregister. Die Gesellschaft firmiert nunmehr als Tech Data AS GmbH. Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten. IV. Sonstige Angaben1. Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl Der Jahresdurchschnitt der im Rumpfgeschäftsjahr Beschäftigten betrug 422 FTE (i. Vj. 392 FTE) = Vollzeitäquivalent, davon 420 (i. Vj. 390) Angestellte und 2 (i. Vj. 2) gewerbliche Arbeitnehmer. 2. Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Rumpfgeschäftsjahr an:
Zwei der im Rumpfgeschäftsjahr aktiven Geschäftsführer mit Sitz im Ausland beziehen von der Gesellschaft keine Bezüge. Die Bezüge dieser zwei Geschäftsführer wurden von anderen Gesellschaften der Avnet-Gruppe getragen. Von einer Angabe der Geschäftsführungsbezüge für das Rumpfgeschäftsjahr wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. 3. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung des Währungsrisikos schließt die Gesellschaft Devisenterminkontrakte in Form von Forwards und Spot Deals zum Kauf bzw. Verkauf von US-Dollar, Britischen Pfund und anderen Währungen ab. Die zum Bilanzstichtag bestehenden negativen Marktwerte führten zur Bildung einer Drohverlustrückstellung (TEUR 37). Zum Bilanzstichtag weisen die Finanzinstrumente folgende nachstehende Nominalwerte und beizulegende Zeitwerte auf:
4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und sonstigen Verträgen in Höhe von TEUR 3.180. Davon betragen die Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 627. 5. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2016 Anteile an folgenden verbundenen Unternehmen:
6. Aufwendungen für Leistungen des Abschlussprüfers Für Leistungen des Abschlussprüfers, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, ist im Rumpfgeschäftsjahr ein Honorar für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 86 angefallen. 7. Konzernabschluss Die Avnet Technology Solutions GmbH, Nettetal, steht am 31. Dezember 2016 zu 100 % im Besitz der Tenva Belgium Comm. VA, Diegem/Belgien, und ist über dieses Unternehmen ein verbundenes Unternehmen der Avnet Inc., Phoenix/USA. Die Avnet Inc., Phoenix/USA, stellt für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf, der auf der Web-Site der US Securities and Exchange Commission (www. sec.gov) erhältlich ist. Die Avnet Holding Germany GmbH, Poing, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Avnet Holding Germany GmbH wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt. Die Gesellschaft ist damit gemäß § 291 Abs. 1 HGB von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit.
Nettetal, 6. Oktober 2017 Michael Dressen Barbara Koch Raf Leenen Wayne Omar Hanewicz Timothy Giles Willies Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Avnet Technology Solutions GmbH, Nettetal, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Avnet Technology Solutions GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 6. Oktober 2017 KPMG
AG
Nölgen, Wirtschaftsprüfer Wrede, Wirtschaftsprüfer |
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