Postcon Konsolidierer GmbH
Selbe AdresseSonstige Post-, Kurier- und Expressdienste a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karsten Sonnadara seit 5.4.2026 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
MAX Ventures Management GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Postcon Konsolidierungs GmbHDüsseldorf (vormals: Ratingen)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. September bis zum 31. Dezember 2022
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 20221. Allgemeine Angaben Der Sitz der Postcon Konsolidierungs GmbH ist Düsseldorf mit Geschäftsanschrift in Berlin. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 88113 im Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf eingetragen. Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr umgestellt auf das Kalenderjahr (Vj. 1. September bis zum 31. August des Folgejahres). Bei dem Berichtsjahr handelt es sich um ein Rumpfgeschäftsjahr. Es umfasst den Zeitraum vom 1. September bis zum 31. Dezember 2022. Der Vorjahresvergleich ist insofern nur eingeschränkt möglich. Der Jahresabschluss des Rumpfgeschäftsjahres zum 31. Dezember 2022 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB geltenden Bestimmungen aufgestellt worden. Die Berichterstattung erfolgt in Euro. Abweichend zum Vorjahr werden die Portokostenvorauszahlungen gesondert als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (TEUR 2.354) ausgewiesen und nicht wie im Vorjahr unter den sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 2.302). 2. Grundsätze zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.1 Aktiva Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich über drei Jahre abgeschrieben. Abweichungen gibt es für Software (drei Jahre) bzw. Warenzeichen, Lizenzen, Patente (drei bis vier Jahre). Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf das bewegliche Anlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 800 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird linear über drei bis dreizehn Jahre abgeschrieben. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, liquide Mittel sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den Nennwerten bewertet. Sollten Einzelrisiken erkennbar sein, werden diese durch Wertberichtigungen berücksichtigt. 2.2 Passiva Eigenkapitalpositionen sind zum Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des Erfüllungsbetrages einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen bewertet worden. Soweit die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gebildet werden müssen, werden diese zum Stichtag mit dem von der deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Zinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden entsprechend § 274 HGB für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Zusätzlich werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Bei der Bewertung wurden folgende Steuersätze zugrunde gelegt: Körperschaftsteuer 15,0 Prozent, Solidaritätszuschlag 5,5 Prozent und Gewerbesteuer 14,7 Prozent. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wurde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel im Anhang (letzte Seite des Anhangs). 3.2 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 2.308 (Vorjahr: TEUR 32) Restlaufzeiten von über einem Jahr. Im Übrigen haben sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden ein im Rumpfgeschäftsjahr ausgereichtes, unbesichertes Darlehen an nahestehende Personen in Höhe von TEUR 2.000 und hieraus resultierende Zinsansprüche in Höhe von TEUR 3 ausgewiesen. Das Darlehen wird mit 3 % p.a. verzinst und ist spätestens am 1. Januar 2033 zur Rückzahlung fällig. 3.3 Eigenkapital Sämtliche Geschäftsanteile befanden sich am 31. Dezember 2022 im Eigentum der MAX Ventures Management GmbH, Guntramsdorf/Österreich. 3.4 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere personalbezogene Rückstellungen (TEUR 154, Vorjahr: TEUR 691) und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten (TEUR 514; Vorjahr: TEUR 514). 3.5 Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 6.860 (Vorjahr: TEUR 5.171) beinhalten im Wesentlichen kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 5.617 (Vorjahr: TEUR 6.767), Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 852 (Vorjahr: TEUR 570), sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 13). Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEUR 523 (Vorjahr: TEUR 703) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Im Übrigen haben sämtliche Verbindlichkeiten wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3.6 Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 290 (Vorjahr: TEUR 3.313) resultieren aus einem in der Steuerbilanz angesetzten passiven Unterschiedsbetrag aus Vermögenserwerb. Bei der Berechnung wurden folgende Steuersätze zu Grunde gelegt: KSt 15%, SolZ 5,5% und GewSt 14%. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Umsatzerlöse Der Gesamtumsatz betrug im Rumpfgeschäftsjahr 2022 TEUR 56.140 (Vorjahr: TEUR 189.752). Die Umsatzerlöse wurden hauptsächlich im Inland erzielt. 4.2 Sonstige betriebliche Erlöse Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge (TEUR 273, Vorjahr TEUR 8). 4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten u. a. Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 373 (Vorjahr: 0 EUR) sowie Aufwendungen aus der Ausbuchung und Wertberichtigung von Forderungen in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 3.452). 4.4 Finanzergebnis Das Finanzergebnis von TEUR -4 (Vorjahr: TEUR -35) setzt sich zusammen aus Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 42) und Zinserträgen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 7). 5. Sonstige Angaben 5.1 Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Am 31. Dezember 2022 bestanden folgende Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen sowie Lizenz- und Serviceverträgen:
5.2 Mitarbeiter Im Rumpfgeschäftsjahr wurden in der Postcon Konsolidierungs GmbH durchschnittlich 56 Mitarbeiter beschäftigt. Es handelt sich um 36 Angestellte und 20 Gewerbliche Mitarbeiter. 5.3 Vorgänge von besonderer Bedeutung Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Rumpfgeschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. 5.4 Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 33 für Abschlussprüfungsleistungen. 5.5 Vorschlag zur ErgebnisverwendungDer Jahresüberschuss des Rumpfgeschäftsjahres 2022 von TEUR 2.471 wird auf neue Rechnung vorgetragen. 5.6 Zusammensetzung der Organe der Gesellschaft im Rumpfgeschäftsjahr 2022 Geschäftsführer
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird mit Hinweis auf die Regelung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Düsseldorf, 14. Februar 2025 Postcon Konsolidierungs GmbH Jens Gunter Greve Entwicklung des Anlagevermögens der Postcon Konsolidierungs GmbH, Düsseldorf, im Geschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 2022
Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 2022A. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Gegenstand des Unternehmens ist die gewerbsmäßige Abholung, Sortierung und Beförderung von Briefsendungen aller Art, Büchern- und Warensendungen, Paketen, Päckchen, Pressesendungen und Katalogen sowie Frankierdienstleistungen und Konsolidierung von Briefsendungen, hybriden und digitalen Leistungen, sonstige Verarbeitung von Briefen und sonstigen Sendungen, Verteil- und Zustelldienste, Druck- und Lettershopdienstleistungen, Haushaltswerbung, Handels- und Vertriebsservice, Sampling, Merchandising, Promotion und Handling-Dienste, sowie mit den vorgenannten Leistungen zusammenhängende oder verwandte Dienstleistungen. Zu den Kunden gehören mittelständische Unternehmen, die öffentliche Hand, Banken und Versicherungen sowie Krankenkassen und Versorgungsunternehmen. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Digitalisierung ist nach wie vor wesentlicher Treiber für die rückläufige Entwicklung der Postmärkte. Am Briefmarkt sanken Umsätze wie auch Sendungsaufkommen und es wird mit weiteren Rückgängen gerechnet. Die Wettbewerber der Deutschen Post AG - zu denen auch die Postcon Konsolidierungs GmbH gehört - konnten allerdings ihre Umsätze und Sendungsmengen in den letzten Jahren stabil halten und ihren Marktanteil damit leicht erweitern. Die Bundesnetzagentur hat für das Kalenderjahr 2023/2024 noch keine endgültigen Zahlen zum deutschen Postmarkt veröffentlicht. Die aktuellen verfügbaren Daten beziehen sich auf das Jahr 2022/2023. Im lizenzpflichtigen Briefbereich bis 1.000 Gramm wurden der Bundesnetzagentur Umsätze von 7,86 Mrd. Euro im Jahr 2021 und ebenso 7,86 Mrd. Euro im Jahr 2022 gemeldet. 1 Für das Jahr 2023 wird im gesamten Lizenzbereich mit einem rückläufigen Umsatz in Höhe von knapp sechs Prozent gerechnet. Die Wettbewerber der Deutschen Post-Gruppe meldeten im lizenzpflichtigen Briefbereich einen leichten Umsatzzuwachs in Höhe von rund 1,15 Mrd. Euro im Jahr 2021 auf 1,18 Mrd. Euro im Jahr 2023. Für das Jahr 2023 wird bei den Wettbewerbsunternehmen mit einem Umsatzrückgang von fünf Prozent gerechnet. 1 Der Anteil der Deutschen Post-Gruppe am Umsatz der lizenzpflichtigen Briefdienstleistungen insgesamt liegt im Berichtszeitraum bei 85,3 Prozent. Der umsatzbezogene Marktanteil der Wettbewerber liegt bei 14,7 Prozent. 2 Zum 01.01.2022 wurde der Preis für den Standardbrief der Deutschen Post AG auf 0,85 Euro erhöht, der auch im Jahr 2023 und 2024 gültig ist. Ab dem 1. Januar 2025 erhöht die Deutsche Post AG nochmals die Portopreise für Briefe und Pakete. Der Standardbrief erhöht sich somit um weitere 0,10 EUR auf 0,95 EUR. Die Bundesnetzagentur hat diese Anpassungen genehmigt, die für zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2026 gelten werden. Für die Kunden der Postcon Konsolidierungs GmbH und anderer Brief-Konsolidierungsunternehmen ist aber weniger das Porto als vielmehr das rabattierte Porto von Bedeutung. 2. Geschäftsverlauf Zu den finanziellen Leistungsindikatoren zählen Umsatz und Ergebnis, die sich entsprechend der Prognose entwickelt haben:
1 Bundesnetzagentur, Tätigkeitsbericht Post
2022/2023
Im Rumpfgeschäftsjahr 2022 hat sich die Ertragslage leicht verbessert, dies resultiert aus geringeren Wertberichtigungen von Forderungen gegenüber der insolventen Postzustellungsabwicklungsgesellschaft mbH (vormals Postcon NRW GmbH). Weiterhin sind die Nachfolgekosten für und durch Standortschließungen stark zurückgegangen. Zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zählen Menge und Qualität der Briefsendungen und die damit verbundenen Kundenbeziehungen und Kundenzufriedenheiten. Aber auch die Mitarbeiterzufriedenheit trägt einen großen Anteil an den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Jeder Mitarbeiter erhält die Möglichkeit zur Weiterbildung und eine damit verbundene fachliche Kompetenz für seinen Verantwortungsbereich. Durch gemeinsame Teamevents und Veranstaltungen wird der Zusammenhalt gestärkt. 3. Darstellung der Lage a) Ertragslage Im Rumpfgeschäftsjahr 2022 wurde ein Umsatz in Höhe von EUR 56,1 Mio. (Vorjahr: EUR 189,8 Mio.) erzielt. Sämtliche Vergleichszahlen des Vorjahres beinhalten einen Zeitraum von 12 Monaten. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: TEUR 173,6). Dabei resultieren TEUR 117,9 aus der Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr: TEUR 163,7). Der Materialaufwand inklusive Fremdleistungen lag bei EUR 53,6 Mio. (Vorjahr: EUR 178,7 Mio.). Dies entspricht einer Materialaufwandsquote von 95,52% (Vorjahr: 94,2%). Der Personalaufwand lag bei EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 7,3 Mio.). Zum 31. Dezember 2022 beschäftigte die Gesellschaft 42 Mitarbeiter (Vorjahr: 115 Mitarbeiter). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR 9,3 Mio.). Zu den größten Aufwandspositionen zählten mit EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.) Aufwendungen für Raumkosten, mit EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1.6 Mio.) Aufwendungen für Grundstücke und Gebäude sowie mit EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: TEUR 0) die Verluste aus den Anlagenabgängen. Das Finanzergebnis beträgt TEUR -4 (Vorjahr: TEUR -35) und resultiert vorwiegend aus Zinsaufwendungen und Zinserträgen. Im Berichtsjahr wurden latente Steuern in Höhe von EUR 3,0 Mio. in Folge der Verringerung des passiven steuerlichen Unterschiedsbetrages aufgelöst. Die Postcon Konsolidierungs GmbH erzielte einen Jahresüberschuss von EUR 2,5 Mio. (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von EUR -6,2 Mio.). Geplant war ein Verlust von EUR -0,5 Mio. Die Abweichungen resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von passiven latente Steuern. b) Finanzlage Kapitalstruktur Die Höhe des Eigenkapitals zum 31. Dezember 2022 beträgt EUR 5,0 Mio. (Vorjahr: EUR 2,5 Mio.). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 14,98% (Vorjahr: 10,92%). Liquidität Zum 31. Dezember 2022 verfügte die Gesellschaft über Liquide Mittel von EUR 13,8 Mio. (Vorjahr: EUR 10,5 Mio.). c) Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2022 EUR 33,5 Mio. (Vorjahr: EUR 23,3 Mio.). Das Anlagevermögen beläuft sich auf EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,2 Mio.), auf das Umlaufvermögen entfallen EUR 32,7 Mio. (Vorjahr: EUR 22,1 Mio.) sowie EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: TEUR 70) auf aktive RAP. Mit EUR 12,0 Mio. (Vorjahr: EUR 9,6 Mio.) tragen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Umlaufvermögen bei. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf EUR 6,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.). Das Fremdkapital umfasst vor allem sonstige Rückstellungen von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,3 Mio.), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 17,3 Mio. (Vorjahr: EUR 9,9 Mio.) und sonstige Verbindlichkeiten von EUR 6,9 Mio. (Vorjahr: EUR 5,2 Mio.). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden erstmals zur Finanzierung der Investitionen im Geschäftsjahr 2020/2021 aufgenommen. Sie betragen zum Bilanzstichtag EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.). C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Chancen und Risiken Die Geschäftspolitik der Postcon Konsolidierungs GmbH ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und dauerhaft angemessene Renditen zu erwirtschaften. Operative, strategische und finanzielle Risken werden laufend im Rahmen des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses identifiziert und der Geschäftsführung berichtet. Das Risikomanagement wird bei der Postcon Konsolidierungs GmbH als Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen mit dem Ziel der Risikominimierung betrachtet. Die laufende Weiterentwicklung der internen Prozesse eröffnen zudem Chancen der Ergebnisverbesserung. Die im Geschäftsjahr 2021/2022 getroffenen Maßnahmen haben dazu geführt, dass sich die Ertragslage der Gesellschaft stabilisiert hat. Die Deutsche Post AG hat zum 01. Januar 2023 ihre Rabattstrukturen im Bereich der Konsolidierung geändert. Dadurch ergaben sich neue Chancen aber auch Risiken, da mit den Kunden neue Preise ausgehandelt wurden. Bei der Postcon Konsolidierungs GmbH werden im Bereich der Konsolidierung und Frankierung die Sendungsmengen monatlich kontrolliert und freigegeben. Durch die interne Berichtserstattung an die Geschäftsführung können Chancen und Risiken frühzeitig erkannt werden. Die Fokussierung der Postcon Konsolidierungs GmbH auf mittelständische Unternehmen, die öffentliche Hand, Banken und Versicherungen sowie Krankenkassen und Versorgungsunternehmen reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Kunden naturgemäß. Durch eine Stärkung des Vertriebs und eine wachsende Kundenbasis werden wir weiterhin einer Abhängigkeit entgegenwirken. Die elektronische Umstellung - Digitalisierung - der Kommunikation betrifft bei unserem Kundenkreis vor allem die Rechnungsversendung und stellt so ein gewisses, aber überschaubares Risiko dar. Diese Entwicklung wird laufend beobachtet. Mögliche rechtliche Risiken werden grundsätzlich durch die Bildung von Rückstellungen bzw. durch die Wertberichtigung von Ansprüchen bilanziell berücksichtigt. Im Juli 2023 hat das Bundeskartellamt ein Kartellverwaltungsverfahren eingeleitet wegen möglicher wettbewerbsbeschränkender Vereinbarungen mit der Deutschen Post AG. Dieses Verfahren läuft derzeit noch. Ergebnisse sind uns derzeit nicht bekannt. Sofern die Postcon Konsolidierungs GmbH bei der Deutschen Post zur Frankierung von Kundensendungen Porto auf eigene Rechnung erwirbt, fordert sie grundsätzlich Portokostenvorauszahlungen von ihren Kunden. Abweichungen hiervon gibt es insbesondere bei öffentlichen Ausschreibungen und bei Kunden sehr hoher Bonität (z.B. sehr große Energieversorgungsunternehmen). Die Liquiditätssituation wird im Rahmen einer kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanung laufend überwacht. 2. Prognosebericht Infolge von Kostenoptimierungen verbessert sich die Ertragslage in den Folgejahren deutlich. Die Insolvenz der Postzustellungsabwicklungsgesellschaft mbH (vormals Postcon NRW GmbH) führte zu einer Verminderung der Sendungsmenge. Steigende Kosten durch den Wechsel zur E-Mobilität aber auch Kostensteigerungen bei Personal- und Kraftstoffkosten werden auf die zukünftige Ertragskraft der Gesellschaft einwirken. Für das Geschäftsjahr 2023 wird mit leicht gestiegenen Umsätzen und einem positiven EBIT in Höhe von ca. EUR 8,5 Mio. gerechnet. Der Umsatzanstieg ist auf leicht steigende Sendungsmengen durch Neukundengewinnung zurückzuführen. Das Wachstum wird durch eine neue Vertriebsstruktur sowie neue Vertriebsansätze realisiert. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit stabilen Umsätzen bei einem positiven EBIT von ca. EUR 1,2 Mio. Dadurch, dass sich ab 01. Januar 2025 die Preis- und Rabattstruktur bei der Deutschen Post AG vollständig verändert hat, ist die Prognose für 2025 mit größeren Unsicherheiten behaftet. Die Neuverhandlungen mit unseren Kunden sind noch nicht abgeschlossen. Derzeit gehen wir von einem EBIT in Höhe von EUR 1,0 Mio. bei sinkenden Briefmengen und einem einen Minderungseffekt durch die neue Preisstruktur aus. Die zur Steuerung der Gesellschaft bereits heute eingesetzten finanziellen Leistungsindikatoren werden weiterhin der Umsatz und das EBIT sowie die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren Menge und Qualität sein.
Düsseldorf, 14. Februar 2025 Postcon Konsolidierungs GmbH Jens Gunter Greve Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Postcon Konsolidierungs GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Postcon Konsolidierungs GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Postcon Konsolidierung GmbH, Düsseldorf, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 4. März 2025 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Thorsten Sommerfeld, Wirtschaftsprüfer Guido Sydow, Wirtschaftsprüfer |
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