Postcon Konsolidierungs GmbH

Meerscheidtstraße 10, 14050 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 88113
Vorher
Blitz 19-233 GmbH
Eingetragen
5.8.2019
Branche
Sonstige Post-, Kurier- und Expressdienste a. n. g.Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für Post-, Kurier- und Expressdienstleistungen
Gegenstand
Die gewerbsmäßige Abholung, Sortierung und Beförderung von Briefsendungen aller Art, Büchern- und Warensendungen, Paketen, Päckchen, Pressesendungen und Kataloge sowie Frankierungsleistungen und Konsolidierung von Briefsendungen, hybride und digitale Leistungen, sonstige Verarbeitung von Briefen und sonstigen Sendungen, Verteil- und Zustelldienste, Druck- und Lettershopdienstleistungen, Haushaltswerbung, Handels- und Vertriebsservice, Sampling, Merchandising, Promotion und Handling- Dienste, sowie mit den vorgenannten Leistungen zusammenhängende oder verwandte Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karsten Sonnadara
seit 5.4.2026
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MAX Ventures Management GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

MAX Ventures Management GmbH
Austria
250.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Postcon Konsolidierungs GmbH

Düsseldorf (vormals: Ratingen)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.08.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 8.564,00 11.630,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 93.525,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 540.305,00 979.422,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 136.913,00 86.901,00
677.218,00 1.159.848,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 385.826,79 331.276,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.990.018,51 9.563.718,00
2. Sonstige Vermögensgegenstände 6.558.929,80 1.642.191,10
18.934.775,10 11.537.185,42
III. Flüssige Mittel 13.780.112,78 10.544.944,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 107.031,45 69.811,34
33.507.701,33 23.323.419,07

Passiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.08.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Gewinnvortrag 2.297.292,57 8.498.468,90
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2.470.628,18 -6.201.176,33
5.017.920,75 2.547.292,57
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 334.612,31 334.612,31
2. Sonstige Rückstellungen 670.896,28 1.314.097,82
1.005.508,59 1.648.710,13
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituter 703.058,68 762.916,88
2. Erhaltene Anzahlung auf Bestellungen 2.353.631,09 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.277.736,18 9.880.565,04
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.859.567,97 5.170.661,91
27.193.993,92 15.814.143,83
D. Passive latente Steuern 290.278,07 3.313.272,54
33.507.701,33 23.323.419,07

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. September bis zum 31. Dezember 2022

09-12/2022 2021/2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 56.140.468,63 189.751.981,53
2. Sonstige betriebliche Erträge 501.448,73 173.599,12
56.641.917,36 189.925.580,65
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 283.732,19 77.789,25
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 53.343.449,00 178.584.821,31
53.627.181,19 178.662.610,56
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.027.478,04 6.121.674,73
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 212.857,45 1.162.444,97
1.240.335,49 7.284.119,70
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 113.053,75 884.139,10
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.208.500,66 9.255.509,13
-547.153,73 -6.160.797,84
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.873,33 7.055,08
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.503,89 41.550,53
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.022.994,47 0,00
davon aus latenten Steuern: EUR -3.022.994,47 (i. V. EUR 0,00)
3.019.363,91 -34.495,45
10. Ergebnis nach Steuern 2.472.210,18 -6.195.293,29
11. Sonstige Steuern 1.582,00 5.883,04
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2.470.628,18 -6.201.176,33

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 2022

1. Allgemeine Angaben

Der Sitz der Postcon Konsolidierungs GmbH ist Düsseldorf mit Geschäftsanschrift in Berlin. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 88113 im Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf eingetragen.

Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr umgestellt auf das Kalenderjahr (Vj. 1. September bis zum 31. August des Folgejahres). Bei dem Berichtsjahr handelt es sich um ein Rumpfgeschäftsjahr. Es umfasst den Zeitraum vom 1. September bis zum 31. Dezember 2022. Der Vorjahresvergleich ist insofern nur eingeschränkt möglich.

Der Jahresabschluss des Rumpfgeschäftsjahres zum 31. Dezember 2022 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB geltenden Bestimmungen aufgestellt worden. Die Berichterstattung erfolgt in Euro.

Abweichend zum Vorjahr werden die Portokostenvorauszahlungen gesondert als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (TEUR 2.354) ausgewiesen und nicht wie im Vorjahr unter den sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 2.302).

2. Grundsätze zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich über drei Jahre abgeschrieben. Abweichungen gibt es für Software (drei Jahre) bzw. Warenzeichen, Lizenzen, Patente (drei bis vier Jahre).

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf das bewegliche Anlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 800 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird linear über drei bis dreizehn Jahre abgeschrieben.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, liquide Mittel sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den Nennwerten bewertet. Sollten Einzelrisiken erkennbar sein, werden diese durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

2.2 Passiva

Eigenkapitalpositionen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des Erfüllungsbetrages einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen bewertet worden. Soweit die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gebildet werden müssen, werden diese zum Stichtag mit dem von der deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Zinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden entsprechend § 274 HGB für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Zusätzlich werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Bei der Bewertung wurden folgende Steuersätze zugrunde gelegt: Körperschaftsteuer 15,0 Prozent, Solidaritätszuschlag 5,5 Prozent und Gewerbesteuer 14,7 Prozent. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wurde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel im Anhang (letzte Seite des Anhangs).

3.2 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 2.308 (Vorjahr: TEUR 32) Restlaufzeiten von über einem Jahr. Im Übrigen haben sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden ein im Rumpfgeschäftsjahr ausgereichtes, unbesichertes Darlehen an nahestehende Personen in Höhe von TEUR 2.000 und hieraus resultierende Zinsansprüche in Höhe von TEUR 3 ausgewiesen. Das Darlehen wird mit 3 % p.a. verzinst und ist spätestens am 1. Januar 2033 zur Rückzahlung fällig.

3.3 Eigenkapital

Sämtliche Geschäftsanteile befanden sich am 31. Dezember 2022 im Eigentum der MAX Ventures Management GmbH, Guntramsdorf/Österreich.

3.4 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere personalbezogene Rückstellungen (TEUR 154, Vorjahr: TEUR 691) und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten (TEUR 514; Vorjahr: TEUR 514).

3.5 Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 6.860 (Vorjahr: TEUR 5.171) beinhalten im Wesentlichen kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 5.617 (Vorjahr: TEUR 6.767), Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 852 (Vorjahr: TEUR 570), sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 13).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEUR 523 (Vorjahr: TEUR 703) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Im Übrigen haben sämtliche Verbindlichkeiten wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3.6 Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 290 (Vorjahr: TEUR 3.313) resultieren aus einem in der Steuerbilanz angesetzten passiven Unterschiedsbetrag aus Vermögenserwerb.

Bei der Berechnung wurden folgende Steuersätze zu Grunde gelegt: KSt 15%, SolZ 5,5% und GewSt 14%.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Umsatzerlöse

Der Gesamtumsatz betrug im Rumpfgeschäftsjahr 2022 TEUR 56.140 (Vorjahr: TEUR 189.752). Die Umsatzerlöse wurden hauptsächlich im Inland erzielt.

4.2 Sonstige betriebliche Erlöse

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge (TEUR 273, Vorjahr TEUR 8).

4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten u. a. Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 373 (Vorjahr: 0 EUR) sowie Aufwendungen aus der Ausbuchung und Wertberichtigung von Forderungen in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 3.452).

4.4 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis von TEUR -4 (Vorjahr: TEUR -35) setzt sich zusammen aus Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 42) und Zinserträgen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 7).

5. Sonstige Angaben

5.1 Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am 31. Dezember 2022 bestanden folgende Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen sowie Lizenz- und Serviceverträgen:

TEUR
- fällig bis 31.12.2023 1.492
- fällig 01.01.2024 bis 31.12.2028 1.722
3.214

5.2 Mitarbeiter

Im Rumpfgeschäftsjahr wurden in der Postcon Konsolidierungs GmbH durchschnittlich 56 Mitarbeiter beschäftigt. Es handelt sich um 36 Angestellte und 20 Gewerbliche Mitarbeiter.

5.3 Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Rumpfgeschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

5.4 Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 33 für Abschlussprüfungsleistungen.

5.5 Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss des Rumpfgeschäftsjahres 2022 von TEUR 2.471 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

5.6 Zusammensetzung der Organe der Gesellschaft im Rumpfgeschäftsjahr 2022

Geschäftsführer

Herr Jens Gunter Greve, Berlin

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird mit Hinweis auf die Regelung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Düsseldorf, 14. Februar 2025

Postcon Konsolidierungs GmbH

Jens Gunter Greve

Entwicklung des Anlagevermögens der Postcon Konsolidierungs GmbH, Düsseldorf, im Geschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.9.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 25.080,01 0,00 0,00 3.055,01 22.025,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 138.489,59 0,00 -138.489,59 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.255.402,23 0,00 0,00 495.304,53 760.097,70
3. Andere Betriebs- und Geschäftsausstattung 427.738,58 579,75 138.489,59 66.054,82 500.753,10
1.821.630,40 579,75 0,00 561.359,35 1.260.850,80
1.846.710,41 579,75 0,00 564.414,36 1.282.875,80
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.9.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 13.450,01 2.520,00 0,00 2.509,01 13.461,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.964,59 0,00 -44.964,59 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 275.980,23 71.859,00 0,00 128.046,53 219.792,70
3. Andere Betriebs- und Geschäftsausstattung 340.837,58 38.674,75 44.964,59 60.636,82 363.840,10
661.782,40 110.533,75 0,00 188.683,35 583.632,80
675.232,41 113.053,75 0,00 191.192,36 597.093,80
Buchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.08.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 8.564,00 11.630,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 93.525,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 540.305,00 979.422,00
3. Andere Betriebs- und Geschäftsausstattung 136.913,00 86.901,00
677.218,00 1.159.848,00
685.782,00 1.171.478,00

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 2022

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Gegenstand des Unternehmens ist die gewerbsmäßige Abholung, Sortierung und Beförderung von Briefsendungen aller Art, Büchern- und Warensendungen, Paketen, Päckchen, Pressesendungen und Katalogen sowie Frankierdienstleistungen und Konsolidierung von Briefsendungen, hybriden und digitalen Leistungen, sonstige Verarbeitung von Briefen und sonstigen Sendungen, Verteil- und Zustelldienste, Druck- und Lettershopdienstleistungen, Haushaltswerbung, Handels- und Vertriebsservice, Sampling, Merchandising, Promotion und Handling-Dienste, sowie mit den vorgenannten Leistungen zusammenhängende oder verwandte Dienstleistungen.

Zu den Kunden gehören mittelständische Unternehmen, die öffentliche Hand, Banken und Versicherungen sowie Krankenkassen und Versorgungsunternehmen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Digitalisierung ist nach wie vor wesentlicher Treiber für die rückläufige Entwicklung der Postmärkte.

Am Briefmarkt sanken Umsätze wie auch Sendungsaufkommen und es wird mit weiteren Rückgängen gerechnet. Die Wettbewerber der Deutschen Post AG - zu denen auch die Postcon Konsolidierungs GmbH gehört - konnten allerdings ihre Umsätze und Sendungsmengen in den letzten Jahren stabil halten und ihren Marktanteil damit leicht erweitern.

Die Bundesnetzagentur hat für das Kalenderjahr 2023/2024 noch keine endgültigen Zahlen zum deutschen Postmarkt veröffentlicht. Die aktuellen verfügbaren Daten beziehen sich auf das Jahr 2022/2023.

Im lizenzpflichtigen Briefbereich bis 1.000 Gramm wurden der Bundesnetzagentur Umsätze von 7,86 Mrd. Euro im Jahr 2021 und ebenso 7,86 Mrd. Euro im Jahr 2022 gemeldet. 1

Für das Jahr 2023 wird im gesamten Lizenzbereich mit einem rückläufigen Umsatz in Höhe von knapp sechs Prozent gerechnet. Die Wettbewerber der Deutschen Post-Gruppe meldeten im lizenzpflichtigen Briefbereich einen leichten Umsatzzuwachs in Höhe von rund 1,15 Mrd. Euro im Jahr 2021 auf 1,18 Mrd. Euro im Jahr 2023. Für das Jahr 2023 wird bei den Wettbewerbsunternehmen mit einem Umsatzrückgang von fünf Prozent gerechnet. 1

Der Anteil der Deutschen Post-Gruppe am Umsatz der lizenzpflichtigen Briefdienstleistungen insgesamt liegt im Berichtszeitraum bei 85,3 Prozent. Der umsatzbezogene Marktanteil der Wettbewerber liegt bei 14,7 Prozent. 2

Zum 01.01.2022 wurde der Preis für den Standardbrief der Deutschen Post AG auf 0,85 Euro erhöht, der auch im Jahr 2023 und 2024 gültig ist. Ab dem 1. Januar 2025 erhöht die Deutsche Post AG nochmals die Portopreise für Briefe und Pakete. Der Standardbrief erhöht sich somit um weitere 0,10 EUR auf 0,95 EUR. Die Bundesnetzagentur hat diese Anpassungen genehmigt, die für zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2026 gelten werden.

Für die Kunden der Postcon Konsolidierungs GmbH und anderer Brief-Konsolidierungsunternehmen ist aber weniger das Porto als vielmehr das rabattierte Porto von Bedeutung.

2. Geschäftsverlauf

Zu den finanziellen Leistungsindikatoren zählen Umsatz und Ergebnis, die sich entsprechend der Prognose entwickelt haben:

in Mio. EUR Rumpfgeschäftsjahr 2022 (4 Monate) 2021/2022 (12 Monate)
Umsatzerlöse 56,1 189,8
EBIT -0,6 -5,7

1 Bundesnetzagentur, Tätigkeitsbericht Post 2022/2023
2 Bundesnetzagentur, Briefmarktbericht (Stand Januar 2023)

Im Rumpfgeschäftsjahr 2022 hat sich die Ertragslage leicht verbessert, dies resultiert aus geringeren Wertberichtigungen von Forderungen gegenüber der insolventen Postzustellungsabwicklungsgesellschaft mbH (vormals Postcon NRW GmbH). Weiterhin sind die Nachfolgekosten für und durch Standortschließungen stark zurückgegangen.

Zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zählen Menge und Qualität der Briefsendungen und die damit verbundenen Kundenbeziehungen und Kundenzufriedenheiten. Aber auch die Mitarbeiterzufriedenheit trägt einen großen Anteil an den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Jeder Mitarbeiter erhält die Möglichkeit zur Weiterbildung und eine damit verbundene fachliche Kompetenz für seinen Verantwortungsbereich. Durch gemeinsame Teamevents und Veranstaltungen wird der Zusammenhalt gestärkt.

3. Darstellung der Lage

a) Ertragslage

Im Rumpfgeschäftsjahr 2022 wurde ein Umsatz in Höhe von EUR 56,1 Mio. (Vorjahr: EUR 189,8 Mio.) erzielt.

Sämtliche Vergleichszahlen des Vorjahres beinhalten einen Zeitraum von 12 Monaten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: TEUR 173,6). Dabei resultieren TEUR 117,9 aus der Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr: TEUR 163,7).

Der Materialaufwand inklusive Fremdleistungen lag bei EUR 53,6 Mio. (Vorjahr: EUR 178,7 Mio.). Dies entspricht einer Materialaufwandsquote von 95,52% (Vorjahr: 94,2%).

Der Personalaufwand lag bei EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 7,3 Mio.). Zum 31. Dezember 2022 beschäftigte die Gesellschaft 42 Mitarbeiter (Vorjahr: 115 Mitarbeiter).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR 9,3 Mio.). Zu den größten Aufwandspositionen zählten mit EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.) Aufwendungen für Raumkosten, mit EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1.6 Mio.) Aufwendungen für Grundstücke und Gebäude sowie mit EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: TEUR 0) die Verluste aus den Anlagenabgängen.

Das Finanzergebnis beträgt TEUR -4 (Vorjahr: TEUR -35) und resultiert vorwiegend aus Zinsaufwendungen und Zinserträgen.

Im Berichtsjahr wurden latente Steuern in Höhe von EUR 3,0 Mio. in Folge der Verringerung des passiven steuerlichen Unterschiedsbetrages aufgelöst.

Die Postcon Konsolidierungs GmbH erzielte einen Jahresüberschuss von EUR 2,5 Mio. (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von EUR -6,2 Mio.). Geplant war ein Verlust von EUR -0,5 Mio. Die Abweichungen resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von passiven latente Steuern.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Höhe des Eigenkapitals zum 31. Dezember 2022 beträgt EUR 5,0 Mio. (Vorjahr: EUR 2,5 Mio.). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 14,98% (Vorjahr: 10,92%).

Liquidität

Zum 31. Dezember 2022 verfügte die Gesellschaft über Liquide Mittel von EUR 13,8 Mio. (Vorjahr: EUR 10,5 Mio.).

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2022 EUR 33,5 Mio. (Vorjahr: EUR 23,3 Mio.).

Das Anlagevermögen beläuft sich auf EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,2 Mio.), auf das Umlaufvermögen entfallen EUR 32,7 Mio. (Vorjahr: EUR 22,1 Mio.) sowie EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: TEUR 70) auf aktive RAP. Mit EUR 12,0 Mio. (Vorjahr: EUR 9,6 Mio.) tragen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Umlaufvermögen bei. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf EUR 6,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.).

Das Fremdkapital umfasst vor allem sonstige Rückstellungen von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,3 Mio.), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 17,3 Mio. (Vorjahr: EUR 9,9 Mio.) und sonstige Verbindlichkeiten von EUR 6,9 Mio. (Vorjahr: EUR 5,2 Mio.). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden erstmals zur Finanzierung der Investitionen im Geschäftsjahr 2020/2021 aufgenommen. Sie betragen zum Bilanzstichtag EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.).

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancen und Risiken

Die Geschäftspolitik der Postcon Konsolidierungs GmbH ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und dauerhaft angemessene Renditen zu erwirtschaften.

Operative, strategische und finanzielle Risken werden laufend im Rahmen des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses identifiziert und der Geschäftsführung berichtet. Das Risikomanagement wird bei der Postcon Konsolidierungs GmbH als Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen mit dem Ziel der Risikominimierung betrachtet.

Die laufende Weiterentwicklung der internen Prozesse eröffnen zudem Chancen der Ergebnisverbesserung.

Die im Geschäftsjahr 2021/2022 getroffenen Maßnahmen haben dazu geführt, dass sich die Ertragslage der Gesellschaft stabilisiert hat.

Die Deutsche Post AG hat zum 01. Januar 2023 ihre Rabattstrukturen im Bereich der Konsolidierung geändert. Dadurch ergaben sich neue Chancen aber auch Risiken, da mit den Kunden neue Preise ausgehandelt wurden.

Bei der Postcon Konsolidierungs GmbH werden im Bereich der Konsolidierung und Frankierung die Sendungsmengen monatlich kontrolliert und freigegeben. Durch die interne Berichtserstattung an die Geschäftsführung können Chancen und Risiken frühzeitig erkannt werden.

Die Fokussierung der Postcon Konsolidierungs GmbH auf mittelständische Unternehmen, die öffentliche Hand, Banken und Versicherungen sowie Krankenkassen und Versorgungsunternehmen reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Kunden naturgemäß. Durch eine Stärkung des Vertriebs und eine wachsende Kundenbasis werden wir weiterhin einer Abhängigkeit entgegenwirken.

Die elektronische Umstellung - Digitalisierung - der Kommunikation betrifft bei unserem Kundenkreis vor allem die Rechnungsversendung und stellt so ein gewisses, aber überschaubares Risiko dar. Diese Entwicklung wird laufend beobachtet.

Mögliche rechtliche Risiken werden grundsätzlich durch die Bildung von Rückstellungen bzw. durch die Wertberichtigung von Ansprüchen bilanziell berücksichtigt.

Im Juli 2023 hat das Bundeskartellamt ein Kartellverwaltungsverfahren eingeleitet wegen möglicher wettbewerbsbeschränkender Vereinbarungen mit der Deutschen Post AG. Dieses Verfahren läuft derzeit noch. Ergebnisse sind uns derzeit nicht bekannt.

Sofern die Postcon Konsolidierungs GmbH bei der Deutschen Post zur Frankierung von Kundensendungen Porto auf eigene Rechnung erwirbt, fordert sie grundsätzlich Portokostenvorauszahlungen von ihren Kunden. Abweichungen hiervon gibt es insbesondere bei öffentlichen Ausschreibungen und bei Kunden sehr hoher Bonität (z.B. sehr große Energieversorgungsunternehmen).

Die Liquiditätssituation wird im Rahmen einer kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanung laufend überwacht.

2. Prognosebericht

Infolge von Kostenoptimierungen verbessert sich die Ertragslage in den Folgejahren deutlich. Die Insolvenz der Postzustellungsabwicklungsgesellschaft mbH (vormals Postcon NRW GmbH) führte zu einer Verminderung der Sendungsmenge.

Steigende Kosten durch den Wechsel zur E-Mobilität aber auch Kostensteigerungen bei Personal- und Kraftstoffkosten werden auf die zukünftige Ertragskraft der Gesellschaft einwirken.

Für das Geschäftsjahr 2023 wird mit leicht gestiegenen Umsätzen und einem positiven EBIT in Höhe von ca. EUR 8,5 Mio. gerechnet. Der Umsatzanstieg ist auf leicht steigende Sendungsmengen durch Neukundengewinnung zurückzuführen. Das Wachstum wird durch eine neue Vertriebsstruktur sowie neue Vertriebsansätze realisiert.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit stabilen Umsätzen bei einem positiven EBIT von ca. EUR 1,2 Mio.

Dadurch, dass sich ab 01. Januar 2025 die Preis- und Rabattstruktur bei der Deutschen Post AG vollständig verändert hat, ist die Prognose für 2025 mit größeren Unsicherheiten behaftet. Die Neuverhandlungen mit unseren Kunden sind noch nicht abgeschlossen. Derzeit gehen wir von einem EBIT in Höhe von EUR 1,0 Mio. bei sinkenden Briefmengen und einem einen Minderungseffekt durch die neue Preisstruktur aus.

Die zur Steuerung der Gesellschaft bereits heute eingesetzten finanziellen Leistungsindikatoren werden weiterhin der Umsatz und das EBIT sowie die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren Menge und Qualität sein.

 

Düsseldorf, 14. Februar 2025

Postcon Konsolidierungs GmbH

Jens Gunter Greve

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Postcon Konsolidierungs GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Postcon Konsolidierungs GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Postcon Konsolidierung GmbH, Düsseldorf, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 4. März 2025

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Thorsten Sommerfeld, Wirtschaftsprüfer

Guido Sydow, Wirtschaftsprüfer

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