Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 28998 HB
Vorher
Interlead Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
Eingetragen
16.7.2012
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für überwiegend persönliche Dienstleistungen
Gegenstand
Der Betrieb von Internetportalen sowie die Erbringung von Beratungs-, Marketing- und Telefondienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Philip Rodowski
seit 11.8.2025
Geschäftsführer
Sebastian Tegeler
seit 7.7.2025
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Valentine Ventures GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Interlead GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
EUR 31.12.2022
EUR
EUR
A. Anlagevermögen 474.365,19 82.145,45
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 459.512,19 64.936,45
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 441.978,00 3.299,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 60.685,45
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.534,19 952,00
II. Sachanlagen 14.853,00 17.209,00
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.853,00 17.209,00
B. Umlaufvermögen 5.735.411,46 2.957.300,53
I. Vorräte 0,00 1.100,00
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 1.100,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.670.255,33 1.990.520,99
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.635.346,50 1.479.141,87
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 200,00 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.034.708,83 511.379,12
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 6.444,52 (EUR 24.213,53)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.065.156,13 965.679,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 25.987,80 14.033,50
SUMME AKTIVA 6.235.764,45 3.053.479,48

PASSIVA

31.12.2023
EUR
EUR 31.12.2022
EUR
EUR
A. Eigenkapital 2.112.421,32 1.829.527,69
I. Gezeichnetes kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 2.087.421,32 1.804.527,69
- davon Gewinnvortrag EUR 1.004.527,69 (EUR 665.891,22)
B. Rückstellungen 123.857,56 61.699,91
sonstige Rückstellungen 123.857,56 61.699,91
C. Verbindlichkeiten 3.886.995,57 1.109.927,88
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 83,47 72,22
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 83,47 (EUR 72,22)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.570.560,29 948.552,65
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 3.570.560,29 (EUR 948.552,65)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 316.351,81 161.303,01
- davon aus Steuern EUR 235.479,60 (EUR 119.351,98)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 2.642,21 (EUR 1.768,89)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 312.102,65 (EUR 161.303,01)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 4.249,16 (EUR 0,00)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 28.059,00
E. Passive latente Steuern 112.490,00 24.265,00
SUMME PASSIVA 6.235.764,45 3.053.479,48

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Gewinn- und Verlustrechnung 2023
EUR
EUR 2022
EUR
EUR
1. Umsatzerlöse 28.113.291,39 20.928.655,65
2. andere aktivierte Eigenleistungen 400.491,20 60.685,45
3. Gesamtleistung 28.513.782,59 20.989.341,10
4. sonstige betriebliche Erträge 70.612,55 49.716,37
a) Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung 0,00 1.257,00
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 527,50 650,00
c) übrige sonstige Erträge 70.085,05 47.809,37
5. Materialaufwand 21.499.060,73 15.748.505,81
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 21.499.060,73 15.748.505,81
6. Personalaufwand 3.869.694,52 2.825.882,95
a) Löhne und Gehälter 3.256.715,64 2.364.519,57
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 612.978,88 461.363,38
- davon für Altersversorgung EUR 84,81 (EUR 92,52)
7. Abschreibungen 65.118,87 47.874,70
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 65.118,87 47.847,70
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.563.119,70 752.357,31
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 326,05 (EUR 170,77)
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.151,28 9.684,68
- davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 130,00 (EUR 40,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 33,41 394,19
- davon an verbundene Unternehmen EUR 24,93 (EUR 337,85)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 510.397,56 534.534,72
- davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern EUR 88.225,00 (EUR 20.183,00)
12. Ergebnis nach Steuern 1.084.121,63 1.139.192,47
13. sonstige Steuern 1.228,00 556,00
14. Jahresüberschuss 1.082.893,63 1.138.636,47
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.004.527,69 665.891,22
16. Bilanzgewinn 2.087.421,32 1.804.527,69

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Interlead GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Bremen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Bremen
Register-Nr.: 28998

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über Nutzungsdauern von 3 bis 10 Jahren vorgenommen.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2a S. 1 HGB i.V.m. § 255 Abs. 2 S. 1 und 2 HGB aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer sowie bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Bestandteile der Herstellungskosten setzen sich ausschließlich aus Personalkosten zusammen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear über Nutzungsdauern von 3 bis 10 Jahren vorgenommen.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kredit-, Zins- und Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch einen Pauschalwertberichtigung auf die einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten.

Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 6.444,52 EUR (Vorjahr: 24.213,53 EUR).

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 1.004.527,69 EUR einbezogen.

Latente Steuern

Der Saldo der passiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 112.490,00 EUR.

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern:

+88.225,00 EUR.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 472.637,64 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse ist unterblieben, da sich die Tätigkeitsbereiche und geografisch bestimmten Märkte untereinander nicht wesentlich unterscheiden.

Sonstige Angaben

Während des Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Valentin Arvo Drießen, Bremen, geführt. Hinsichtlich der Angaben der direkten Aufwendungen für Bezüge der Geschäftsführung nimmt die Gesellschaft die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft bezieht.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 77,0 (Vorjahr 68,0).

Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Die Aufwendungen für Honorare an unseren Abschlussprüfer betrugen für das Geschäftsjahr insgesamt TEUR 19.

Diese entfallen ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Bremen, 19. Jnui 2024

gez. Valtentin Drießen, Geschäftsführer

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögegensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.076,00 194.692,18 267.524,47 0,00 466.292,65
2. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 60.685,45 206.839,02 -267.524,47 0,00 0,00
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 29.319,05 16.584,19 0,00 28.369,05 17.534,19
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 94.080,50 418.115,39 28.369,05 483.826,84
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 107.519,50 39.225,22 0,00 0,00 146.744,72
Summe Sachanlagen 107.519,50 39.225,22 0,00 146.744,72
Gesamtsumme 201.600,00 457.340,61 28.369,05 630.571,56
Kumulierte Abschreibungen
ANLAGEVERMÖGEN 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögegensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 777,00 23.537,65 0,00 0,00 24.314,65
2. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 28.367,05 0,00 0,00 28.367,05 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 29.144,05 23.537,65 28.367,05 24.314,65
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 90.310,50 41.581,22 0,00 0,00 131.891,72
Summe Sachanlagen 90.310,50 41.581,22 0,00 131.891,72
Gesamtsumme 119.454,55 65.118,87 28.367,05 156.206,37
Buchwerte
ANLAGEVERMÖGEN 31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögegensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 441.978,00 3.299,00
2. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 60.685,45
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 17.534,19 952,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 459.512,19 64.936,45
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.853,00 17.209,00
Summe Sachanlagen 14.853,00 17.209,00
Gesamtsumme 474.365,19 82.145,45

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Das Ziel der Interlead GmbH ("Interlead") ist es, Verbraucher und Anbieter im Internet zusammenzubringen und damit ein wichtiger Baustein im Prozess der Neukundengewinnung der eigenen Partner zu sein. Interlead hat bereits Anfragen von über 3 Millionen Interessenten erhalten, bisher vorrangig in den Bereichen Bauen, Wohnen und erneuerbare Energien.

Die Generierung erfolgt im Berichtsjahr hauptsächlich über die Marke "Hausfrage". Über die gleichnamige Online-Plattform bietet das in Bremen ansässige Unternehmen Verbrauchern die Möglichkeit, Angebote für beispielsweise eine Solaranlage, Heizung oder den Immobilienverkauf einzuholen. Das Unternehmensnetzwerk besteht seit der Gründung im Jahr 2012 aus etwa 2.200 Anbietern, wovon derzeit etwa 800 aktiv beliefert werden. Es handelt sich dabei sowohl um kleine, regionale Betriebe als auch um große, überregional tätige Partner.

Zur Erreichung der Umsatz- und Wachstumsziele der Partner von Interlead, versorgt sie diese verlässlich mit Leads - qualifizierten Datensätzen von Interessenten, die sich aktiv um Ansprache bemühen und somit ein hohes Potential für einen erfolgreichen Abschluss aufweisen. Interlead nutzt dabei eine effektive Kombination aus Online-Marketing-Strategien und telefonischer Qualifizierung, bevor der Lead gegen eine Gebühr passenden Anbietern vermittelt wird.

Die Basis hierfür bildet die eigens entwickelte Software, die eine datengetriebene Generierung, Qualifizierung und den Verkauf von Leads ermöglicht. Auf Datenbasis definiert Interlead für jede Anfrage eines Verbrauchers die passenden Anbieter. Zudem ermöglicht die Software eine besonders schnelle und umsatzbasierte Verarbeitung der Anfragen. Durch die kontinuierliche Messung, Auswertung und Optimierung von Werbeaktivitäten stellt Interlead ein konstant hohes Volumen an Leads sicher.

1.2 Organisationsstruktur

Die Valentine Ventures UG (haftungsbeschränkt) mit Sitz in 28870 Ottersberg ist zu 100 % Gesellschafterin der Interlead GmbH.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 von den Folgen der globalen Krisen geprägt. Trotz der jüngsten Rückgänge blieben die Preise auf allen Wirtschaftsstufen weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, und die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm ab. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).

Der private Konsum verzeichnete einen preisbereinigten Rückgang um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr, wodurch er sich wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 entfernte. Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte sanken besonders stark. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Damit fiel die Inflationsrate für 2023 geringer aus als im Jahr zuvor. Durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätige mit Arbeitsort in Deutschland haben die Wirtschaftsleistung erbracht. Damit ist der Anteil der Erwerbstätigen Personen um 0,7 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Die Bundesregierung setzte weiterhin auf eine expansivere Fiskalpolitik, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und Investitionen zu fördern. Dennoch blieben strukturelle Herausforderungen, wie der Fachkräftemangel und die Energiewende bestehen, die langfristige Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstumspotenzial der deutschen Wirtschaft haben könnten. Insgesamt stabilisierten sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland im Jahr 2023, jedoch blieben einige Risiken und Herausforderungen bestehen, die weiterhin bewältigt werden mussten.

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Auf den Immobilienmärkten setzte sich der Trend der vergangenen Jahre fort und war geprägt von hoher Nachfrage und unzureichendem Angebot. Trotz Maßnahmen zur Förderung des Wohnungsbaus bleiben die Herausforderungen bestehen - darunter gestiegene Baukosten und höhere Bauzinsen.

Der anhaltende Wohnungsmangel machte sich besonders auf dem Mietmarkt bemerkbar, wo die Nachfrage durch schwierigere Finanzierungsbedingungen verstärkt wurde. Dies führte zu steigenden Angebotsmieten, während auf dem Kaufmarkt die Preise sanken, insbesondere bei Mehrfamilienhäusern. Durch zuvor genannte Faktoren hatten Projektentwickler mit Absatzproblemen zu kämpfen, was zu negativen Zukunftserwartungen führte.

Die Photovoltaikbranche in Deutschland war im Berichtsjahr weiter im Aufschwung, der von anhaltenden Kostensenkungen für Solaranlagen und politischer Unterstützung für erneuerbare Energien getrieben wurde. Dies führte zu einem verstärkten Ausbau der Photovoltaikkapazitäten, sowohl bei großen Solarparks als auch bei dezentralen Anlagen auf privaten und gewerblichen Gebäuden. Die steigende Nachfrage nach sauberer Energie, sowohl national als auch international, verstärkte diesen Trend zusätzlich und positionierte Deutschland weiterhin als Vorreiter auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien.

Allerdings bleiben Herausforderungen bestehen, darunter Unsicherheiten in der politischen Landschaft, die die langfristige Planung und Investitionen beeinträchtigen könnten. Zudem könnten Engpässe in der Lieferkette und geopolitische Spannungen die Verfügbarkeit von Montagekomponenten beeinträchtigen und die Kosten erhöhen, was die Rentabilität von Solarprojekten gefährden könnte.

2.3 Darstellung des Geschäftsverlaufs

2023 war erneut ein erfolgreiches Jahr für Interlead. Das Wachstum konnte trotz angespannten gesamtwirtschaftlichen- und branchenbezogenen Rahmenbedingungen fortgeführt werden. Der Umsatz konnte vor allem durch den Aufschwung im Photovoltaikbereich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 34 % auf TEUR 28.113,3 erhöht werden. Der Jahresüberschuss liegt mit TEUR 1.082,9 (Vorjahr: TEUR 1.138,6) 4,9% unter dem Wert des Vorjahres. Diese Entwicklung ist vor allem auf gestiegene Forderungsverluste in Höhe von TEUR 538,8 (Vorjahr: TEUR 20,8) zurückzuführen.

Neben der Erweiterung der Produktpalette lag der Fokus im Berichtsjahr weiterhin auf der Entwicklung von Software und dem Ausbau der innerbetrieblichen Strukturen, um diese an das weiter geplante Wachstum anzupassen.

Insgesamt ist die Geschäftsführung mit dem Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres zufrieden und ist zuversichtlich, dass der Erfolgskurs weiter fortgesetzt wird.

2.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.4.1 Vermögenslage

Zum 31. Dezember 2023 betrug die Bilanzsumme TEUR 6.235,8 und liegt damit über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: TEUR 3.053,5). Bei der Erstellung der Bilanz wurde ein Gewinnvortrag von TEUR 1.004,5 in den Bilanzgewinn von TEUR 2.087,4 einbezogen.

Die Forderungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.156,4 gestiegen. Diese Erhöhung resultiert zum Großteil aus den gestiegenen Umsatzerlösen in Verbindung mit einer leicht abnehmenden Zahlungsmoral einiger Partner.

Die um ca. 102 % gestiegenen sonstigen Vermögensgegenstände resultieren im Wesentlichen aus Steuerrückforderungen. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die liquiden Mittel auf TEUR 1.065,2.

Die gebildeten Rückstellungen haben sich von TEUR 61,7 auf TEUR 123,9 erhöht. Der Anstieg ist hauptsächlich auf Personalrückstellungen und auf relevante Rückstellungen für Abschlussprüfungskosten zurückzuführen.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 werden passive latente Steuern in Höhe von 112,5 TEUR ausgewiesen, die hauptsächlich auf der Aktivierung von sich in der Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögenswerten und der daraus resultierenden Differenz zwischen Handels- und Steuerbilanz beruhen.

2.4.2 Finanzlage

Die laufende Geschäftstätigkeit wird aus dem operativen Cashflow finanziert. Dieser betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 957,5 und lag damit deutlich über dem des Vorjahres (TEUR 205,4).

Die Eigenkapitalquote lag bei 33,88 % (Vorjahr: 59,92 %). Der Zahlungsmittelbestand am Jahresende betrug ca. TEUR 1.065. Zahlungsverpflichtungen konnten jederzeit erfüllt werden. Liquiditätsengpässe sind weder eingetreten noch in Zukunft absehbar.

2.4.3 Ertragslage

Im Geschäftsjahr erzielte die Interlead Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 28.113,3 (Vorjahr: TEUR 20.928,7). Die Erlöse setzen sich überwiegend aus Einkünften aus laufenden Leadverkäufen in Höhe von TEUR 27.372,3 sowie Partner-Mitgliedschaften in Höhe von TEUR 741 zusammen. Die positive Entwicklung ist überwiegend auf das Wachstum im Photovoltaikbereich zurückzuführen.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände haben einen Einfluss von TEUR 400,5 auf den Jahresüberschuss (Vorjahr: TEUR 60,7) und resultieren aus der Aktivierung angefallener Entwicklungskosten für Software.

Der Materialaufwand in Höhe von TEUR 21.499,1 (Vorjahr: TEUR 15.748,5) resultiert ausschließlich aus Marketingaufwendungen. Beim Materialaufwand ist eine Steigerung von 36,5 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

Der Personalaufwand von TEUR 3.869,7 ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 2.825,9) um 36,9 % gestiegen. Der Anstieg ist auf strategische Neueinstellungen zurückzuführen. Der sonstige betriebliche Aufwand liegt mit TEUR 1.563,1 über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 752,4), was vor allem auf Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 649,6 sowie auf gestiegene Ausgaben für Software/Tools und Rechts- und Beratungskosten zurückzuführen ist.

Der Jahresüberschuss von TEUR 1.082,9 ist um 4,9 % gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.138,6) gesunken.

2.5 Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren

Bei der Steuerung ihrer Geschäftstätigkeit setzt Interlead auf finanzielle Leistungsindikatoren.

Zur Bewertung der Rentabilität einzelner Lead-Produkte werden als wichtige Kennzahlen der Umsatz und der Deckungsbeitrag herangezogen. Der Deckungsbeitrag gibt an, wie viel des Umsatzes nach Abzug der Kosten für Performance-Marketing und direkte Personaleinsätze als eigenständiger Beitrag zur Wertschöpfung erzielt wurde.

Zu den wichtigen Kennzahlen zur Messung des Unternehmenserfolgs zählt außerdem das EBITDA; es betrug im Geschäftsjahr TEUR 1.652,5. Die Erreichbarkeit der finanziellen Ziele und die Sicherung der Liquidität wird von der Geschäftsführung mit unterjährigen Forecasts und Cashflow-Prognosen überprüft.

3. Risikobericht

Interlead unterteilt die wesentlichen Risikogruppen wie folgt: Marktrisiko, Wettbewerbsrisiko, finanzwirtschaftliche Risiken, operative Risiken, technische Risiken und Personalrisiken.

3.1 Marktrisiko

Interlead steht angesichts der anhaltenden Belastungen auf dem Immobilienmarkt, darunter Inflation, Energiekrise, Zinsentwicklungen und Lieferengpässe, einem akuten Marktrisiko gegenüber. Das Risiko ergibt sich hauptsächlich aus der potenziellen Zunahme an Insolvenzen sowie Zahlungsengpässen seitens der Anbieter. Risikominimierend wirkt hier zum einen ein kontinuierlicher Ausbau des Kundenstamms sowie etablierte Prozesse im Forderungsmanagement der Interlead. Zusätzlich ermöglicht das Geschäftsmodell von Interlead eine schnelle Reaktion auf Marktveränderungen durch Einführung weiterer Lead-Produkte. Die Risikosituation wird durch fortlaufend geprüfte Finanzprozesse und Diversifizierungsmöglichkeiten adressiert.

Auf dem Photovoltaikmarkt liegen die Risiken vor allem in der Abhängigkeit von externen Faktoren wie staatlichen Förderungen, politischen Entscheidungen und technologischen Entwicklungen. Schwankungen in diesen Bereichen könnten sich direkt auf die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen und damit auf den Absatz von Leads in diesem Bereich auswirken. Insbesondere Unsicherheiten bezüglich der langfristigen Förderpolitik oder plötzliche Änderungen in den Marktbedingungen könnten zu einer Volatilität in der Lead-Generierung führen und die Geschäftstätigkeit von Interlead beeinträchtigen. Durch eine ständige Anpassung an die sich verändernden Marktbedingungen und eine Diversifizierung des Angebots ist es Interlead möglich, diese Risiken zu minimieren.

Die Risiken des Krieges in der Ukraine und des Nahost-Konflikts, wie unter anderem steigende Energiepreise und Unsicherheiten auf Grund der globalen Sicherheitslage die Investitionen und Handel beeinträchtigen können betreffen Interlead mittelbar auf dem Absatzmarkt.

3.2 Wettbewerbsrisiko

Die COVID-19-Pandemie hat zu einer beschleunigten Digitalisierung und einem verstärkten Wettbewerb im Online-Marketing geführt. Interlead ist in diesem Wettbewerb von Performance-Marketing-Kanälen abhängig. Das Wettbewerbsrisiko wird durch eine hohe Konkurrenzdichte auf diesen Kanälen, abhängig vom Lead-Produkt, erhöht. Um dieses Risiko zu mindern, verteilt Interlead ihre Marketingausgaben auf verschiedenen Kanälen. Darüber hinaus wurden erfolgreich neue Kanäle abseits des Performance-Marketings erschlossen.

3.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Interlead ist von einer angemessenen Liquidität abhängig, um ihren Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Ein potenzielles Risiko besteht in Zahlungsausfällen durch Kunden. Obwohl das Risiko von Forderungsausfällen immer möglich ist, arbeitet Interlead kontinuierlich an Maßnahmen zur Risikoreduzierung. Auch im Berichtsjahr konnten weitere Erfolge durch Prozessoptimierungen im Forderungsmanagement erzielt werden.

Dem Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht mehr uneingeschränkt und fristgerecht nachkommen zu können, misst die Geschäftsführung eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit bei. Die Liquidität wird durch regelmäßig aktualisierte Cashflow-Prognosen und Abstimmungen mit dem Management gewährleistet.

Zugunsten der Liquidität wählt Interlead fast ausschließlich eine Provisionierung bei Übermittlung der Anfrage (Lead), anstatt auf ein Revenue-Share-Modell (prozentuale Provisionierung bei erfolgreicher Umsetzung des Projekts) zu setzen. Dieses Vorgehen mindert deutlich das Risiko von Zahlungsverzögerungen.

3.4 Operative Risiken

Durch das anhaltende Wachstum besteht das größte operative Risiko in möglichen Engpässen der operativen Kapazität bzw. ein Mangel an qualifiziertem Personal (s. hierzu auch 3.6 Personalrisiken). Auch die Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften und Datenschutzbestimmungen stellt ein bedeutendes operatives Risiko dar, insbesondere da Interlead schnell expandiert und sich in neue Märkte begibt.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzt Interlead auf eine detaillierte Planung und ein effektives Risikomanagement. Um die Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorschriften zu gewährleisten, ist ein externer Datenschutzbeauftragter für das Unternehmen tätig.

Die Controlling-Maßnahmen der Gesellschaft beinhalten eine detaillierte Analyse der Umsatz-, Kosten- und Erlössituation mit verschiedenen Kennzahlen aus Marketing, Qualifizierung und Verkauf. Dadurch wird während des Geschäftsjahres zu jeder Zeit ein aktuelles Verständnis der wirtschaftlichen Lage ermöglicht und Maßnahmen können frühzeitig ergriffen werden.

3.5 Technische Risiken

Die reibungslose Erbringung der Dienstleistung als Online-Plattform ist von der zuverlässigen Verfügbarkeit der Website und Software von Interlead abhängig. Aufgrund der engen Verknüpfung der Geschäftsprozesse mit den IT-Systemen ist sie den damit verbundenen IT-Risiken ausgesetzt. Um das Risiko von lokalen Server-Ausfällen zu minimieren, setzt Interlead bereits teilweise und zukünftig komplett auf Cloud Computing. Zudem legt sie bei Neuentwicklung großen Wert auf eine testgetriebene Entwicklung, bei der kritische Pfade in der Software in regelmäßigen Abständen automatisch getestet und Fehler gemeldet werden. Somit reduziert Interlead Ausfälle prozesskritischer Systeme.

3.6 Personalrisiken

Um ihre strategischen Ziele zu erreichen, ist Interlead auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Angesichts der Fachkräfte-Knappheit setzt das Unternehmen auf ein hybrides Arbeitsmodell, um den Kreis potenzieller Talente geografisch zu erweitern. Zudem wird die Personalabteilung kontinuierlich ausgebaut, um das Unternehmenswachstum zu unterstützen. Interlead nutzt auch ihre Stärken im Performance-Marketing in Zusammenarbeit mit der Personalabteilung, um durch aktive Werbung und weitere Recruiting-Maßnahmen stets ausreichend Bewerbungen zu generieren und frühzeitig einen Bewerberpool in verschiedenen Unternehmensbereichen zu errichten. Durch die Umsetzung dieser Maßnahmen erachtet die Geschäftsführung das Risiko als erfolgreich reduziert.

3.7 Zusammenfassung

Die Geschäftsführung sieht derzeit keine Risiken, die einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken zu einer erheblichen und langfristigen Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens führen könnten. Das Unternehmen bemüht sich weiterhin, Risiken zu identifizieren, zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Auswirkungen zu minimieren.

4. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr sind Kosten für die sich in Entwicklung befindende Software in Höhe von TEUR 400,5 (Vorjahr TEUR 60,7) aktiviert worden.

5. Prognosebericht

5.1 Chancen

Interlead sieht folgende Chancen und Potentiale, die sich positiv auf die finanzielle Lage, die Geschäftstätigkeit und die zukünftige Entwicklung des Unternehmens auswirken können:

Die kontinuierliche Digitalisierung und der verstärkte Einsatz von Online-Plattformen werden es ermöglichen, potenzielle Kunden noch gezielter anzusprechen. Die steigende Nachfrage nach nachhaltigen und intelligenten Immobilienlösungen eröffnet zudem neue Marktsegmente und Nischen, in denen Interlead sich positionieren kann.

Neben Chancen auf bestehenden Märkten bieten sich auch vielfältige Chancen in neuen Branchen, wie zum Beispiel der Pflege-Branche, die die Interlead kurzfristig bedienen wird. Angesichts der demografischen Entwicklung und des steigenden Bedarfs an Pflege- und Betreuungsdienstleistungen bietet sich ein wachsender Markt für qualifizierte Leads.

Die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitswesen eröffnet zudem neue Möglichkeiten für innovative Anbieter in diesem Bereich.

Auch konnte im Berichtsjahr bereits der Mehrwert der eigenen Software bewiesen werden. Die vollen Potentiale können in den folgenden Jahren ausgeschöpft werden. Das Unternehmen reagiert damit auf die Chance eines Wettbewerbsvorteils, die sich aus Anwendung neuer Technologien und der Entwicklung innovativer Produkte ergibt.

5.2 Prognose

Die Geschäftsführung geht entsprechend den Unternehmensplanungen in Hinblick auf Einführung zusätzlicher Lead-Produkte von einer leichten Umsatzsteigerung für das Geschäftsjahr 2024 aus. Beim Jahresergebnis rechnet Interlead auf Grund von weiteren Investitionen in das Geschäftsmodell damit, das Niveau des Vorjahres zu halten.

6. Nachtragsbericht

Über Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ist nicht zu berichten.

 

Bremen im Juni 2024

gez. Valentin Drießen, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers

An die Interlead GmbH, Bremen

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Interlead GmbH, Bremen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Interlead GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, 22. Oktober 2024

BDO AG Wirtschatsprüfungsgesellschaft

gez. Zypress, Wirtschatsprüfer

gez. Renken, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 28. Juni 2024 festgestellt.

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