MMS Marine Motor Service GmbH

Mühlenstraße 21, 21279 Wenzendorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Tostedt HRB 3097
Eingetragen
26.7.1989
Branche
BeteiligungsgesellschaftenReparatur und Instandhaltung von zivilen Schiffen, Booten und YachtenReparatur und Instandhaltung von Kriegsschiffen
Gegenstand
1) Gegenstand des Unternehmens ist der Handel und die Reparatur von Schiffsmaschinen und die Erbringung von Serviceleistungen. 2) Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die diesem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann Zweigniederlassungen errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Michael Rentsch
seit 15.8.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
80.00%
S****** R******
20.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MMS Marine Motor Service GmbH

Wenzendorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.783,00 39.556,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 889,00 1.270,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 57.159,00 88.605,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.010.276,50 869.997,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 119.400,00
1.068.324,50 1.079.273,00
1.085.107,50 1.118.829,50
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.929.336,66 1.448.049,45
2. Unfertige Erzeugnisse 162.089,99 310.565,84
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 11.674.572,63 10.823.108,55
13.765.999,28 12.581.723,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.062.216,32 2.934.542,14
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.105,33 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 314.259,16 419.796,27
3.384.580,81 3.354.338,41
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 409.788,57 398.404,77
17.560.368,66 16.334.467,02
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 15.420,82 19.913,72
18.660.896,98 17.473.210,24

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 3.338.514,79 1.470.569,76
III. Jahresüberschuss 2.258.912,84 1.867.945,03
5.622.992,22 3.364.079,38
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 395.527,00 409.522,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 596.800,00
3. Sonstige Rückstellungen 519.789,36 547.312,09
915.316,36 1.553.634,09
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 715.897,71 37.266,83
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.081.925,66 1.175.708,03
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 602.586,80 894.329,36
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 9.582.163,96 10.306.608,79
5. Sonstige Verbindlichkeiten 140.014,27 141.583,76
- davon aus Steuern: EUR 80.630,74 (Vorjahr: EUR 73.157,00)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
12.122.588,40 12.555.496,77
18.660.896,98 17.473.210,24
Haftungsverhältnisse
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 400.000,00 400.000,00
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 400 (Vj.: TEUR 400)

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 27.489.233,31 24.884.219,93
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen -114.040,56 125.815,21
3. Sonstige betriebliche Erträge 189.053,56 188.533,73
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 27.927,03 (Vorjahr: EUR 80.720,03)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -15.767.137,24 -14.504.007,95
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -313.251,61 -461.281,76
-16.080.388.85 -14.965.289,71
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.356.755,87 -3.230.335,45
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -759.445,31 -565.291,26
- davon für Altersversorgung: EUR 13.255,59 (Vorjahr: EUR 21.158,64)
-4.116.201,18 -3.795.626,71
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -413.979,97 -419.983,24
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.750.612,79 -3.349.686,54
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 11.756,71 (Vorjahr: EUR 374,84)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.923,00 1.688,36
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -15.788,37 -19.005,51
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 8.667,06 (Vorjahr: EUR 10.766,23)
davon aus Aufzinsung: EUR 7.069,00 (Vorjahr: EUR 7.162,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -931.802,22 -779.602,87
11. Ergebnis nach Steuern 2.262.395,93 1.871.062,65
12. Sonstige Steuern -3.483,09 -3.117,62
13. Jahresüberschuss 2.258.912,84 1.867.945,03

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Erläuterungen des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die MMS Marine Motor Service GmbH mit Sitz in Wenzendorf wird im Handelsregister des Amtsgerichts Tostedt unter der Nummer HRB 3097 geführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Berichtsjahr waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Eigenfertigungen werden mit den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den aktivierungspflichtigen Gemeinkosten unter Zugrundelegung von Stücklisten aktiviert. Die ermittelten Bestände an fertigen Erzeugnissen und Waren werden nach Maßgabe der Altersstruktur und der Lagerreichweite mit Gängigkeitsabschlägen versehen.

Ersatzteile werden mit einem Festwert (TEUR 98, Vorjahr: TEUR 98) angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen werden in zulässiger Höhe ausgewiesen. Dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten beizulegenden Wert liegt unter Verwendung der Richttafeln 2018 G ein Rechnungszinsfuß von 1,82 % (Anwendung des 10-Jahres- Durchschnitts-Zinssatzes) auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens (sogenannte projected unit credit method) zugrunde. Der sich aus der Anwendung des 7-Jahres-Durchschnitts- Zinssatzes ergebende Erfüllungsbetrag für die Pensionsrückstellungen beträgt EUR 523.360,00, sodass sich ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB von EUR 2.623,00 ergibt. Zugrunde gelegt wurde weiterhin ein Rententrend von jährlich zwischen 0,0% und 1,5%. Es wurden Vermögensgegenstände zur Absicherung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 120), bilanziert mit dem beizulegenden Zeitwert (entspricht den Anschaffungskosten einschließlich einer jährlichen Verzinsung), mit den Rückstellungen für Pensionen verrechnet. Die verrechneten Aufwendungen betragen TEUR 7.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Gewährleistungsrückstellung wurde wie im Vorjahr anhand des tatsächlichen Gewährleistungsaufwandes zuzüglich eines Gemeinkostenaufschlages ermittelt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden mit dem Transaktionskurs umgerechnet und mit dem Stichtagskurs bewertet.

III. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Seite 5) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert DM 50.000,00 (EUR 25.564,59).

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen, Tantiemen, Urlaubsansprüche, Provisionen und Jahresabschlusskosten.

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 603 (Vorjahr: TEUR 894).

B. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 20, Vorjahr: TEUR 66) und Erträgen der Währungsumrechnung (TEUR 28, Vorjahr: TEUR 81).

C. Sonstige Angaben

I. Geschäftsführung der Gesellschaft

Die Geschäftsführung wird durch Herrn Michael Rentsch, Ingenieur, Appel, und Herrn Jan Michael Rentsch, Betriebswirt, Wenzendorf, ausgeübt.

Beide Geschäftsführer besitzen Alleinvertretungsbefugnis und sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

II. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

III. Mitarbeiter

Es wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich 64 (Vorjahr: 63) Mitarbeiter beschäftigt, davon 41 gewerbliche Mitarbeiter, 22 Angestellte und ein leitender Angestellter.

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Haftungsverhältnisse

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus auf unbestimmte Zeit geschlossenen Mietverträgen für Räumlichkeiten und Maschinen in Höhe von derzeit jährlich ca. TEUR 788.

Im Hinblick auf die unter der Bilanz ausgewiesene Bürgschaft in Höhe von TEUR 400 wird aufgrund der Entwicklung des verbundenen Unternehmens derzeit nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.

VI. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Wenzendorf, den 13. August 2024

Michael Rentsch

Jan Michael Rentsch

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 209.977,42 0,00 0,00 1,00 209.976,42
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.622,89 0,00 0,00 0,00 7.622,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 525.155,54 0,00 0,00 0,00 525.155,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.614.804,07 384.196,97 119.400,00 3.938,00 6.114.463,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 119.400,00 0,00 -119.400,00 0,00 0,00
6.266.982,50 384.196,97 0,00 3.938,00 6.647.241,47
6.476.959,92 384.196,97 0,00 3.939,00 6.857.217,89
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 170.420,92 22.772,50 0,00 193.193,42
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.352,89 381,00 0,00 6.733,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 436.550,04 31.446,50 0,00 467.996,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.744.806,57 359.379,97 0,00 5.104.186,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.187.709,50 391.207,47 0,00 5.578.916,97
5.358.130,42 413.979,97 0,00 5.772.110,39
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.783,00 39.556.50
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 889,00 1.270,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 57.159,00 88.605,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.010.276,50 869.997,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 119.400,00
1.068.324,50 1.079.273,00
1.085.107,50 1.118.829,50

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

Die Marine Motor Service GmbH hat ihren Sitz in 21279 Wenzendorf, Mühlenstrasse 21, und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Tostedt unter der Nummer HRB 3097 eingetragen. Die Geschäftstätigkeit der Marine Motor Service GmbH besteht unverändert im Handel und in der Herstellung von Ersatzteilen und Komponenten für Schiffsdieselmotoren und deren Zubehör. Eingebettet in die Rentsch Gruppe vertreibt die Marine Motor Service GmbH diese Produkte weltweit direkt an Endverbraucher und Händler. Die Geschäftstätigkeit wurde in den vergangenen Jahren um den Bereich Wartung von Schiffsmaschinen erweitert.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, wird weitestgehend von Entwicklungen im Bereich Übersee-Tourismus, Transport und Verkehr sowie der Entwicklung der Industrie in der 3ten Welt beeinflusst. Die Corona Pandemie scheint weitgehend ausgestanden zu sein.

Der jüngste (Sep 2024) Drewry WCI-Composite-Index von 4.775 $ pro 40-Fuß-Container liegt 54 % unter dem vorherigen Pandemie-Höchststand von 10.377 $ im September 2021, aber er liegt 236 % über der durchschnittlichen Rate für 2019 (vor der Pandemie) von 1.420 $. Der WCI ist eine Zusammenstellung von Frachtraten auf acht Hauptrouten zwischen den USA, Europa und Asien. Er misst die Kosten für den Versand einer vollen 40-Fuß-Containerladung, ohne Terminalumschlag im Ursprungshafen, und bildet nach unserer Auffassung den Entwicklungsstand der gesamten Seeschifffahrt gut ab. Der durchschnittliche zusammengesetzte Index für das laufende Jahr liegt bei 4.127 $ pro 40- Fuß-Container und damit um 1.313 $ über dem 10-Jahres-Durchschnitt von 2.814 $ (aufgebläht durch den außergewöhnlichen Covid-Zeitraum 2020-22). Im Berichtsjahr 2023 lag der durchschnittliche Wert etwa zwischen 1.500 $ und 2.000 $. Zu Beginn des Jahres 2023 lag der Index bei etwa 1.874 $ pro Container und fiel in den ersten Monaten auf ungefähr 1.500 $ ab. Gegen Jahresende blieb der Durchschnitt weiterhin unter 2.000 $ pro Container.

Im Bereich Tourismus sind die Prognosen weiterhin moderat positiv. Als negativ ist der verheerende Krieg in der Ukraine zu beurteilen. Die Gesellschaft rechnet mit einer weiter angespannten Lage, welche durch Angst vor Inflation und militärischen Auseinandersetzungen noch verschärft werden kann.

Störungen der Lieferketten führen zur Verknappung von Vorprodukten. Lieferzeiten steigen in nahezu allen Bereichen und auch der zunehmende Fachkräftemangel baut Probleme auf.

Mit wesentlichen technologischen Änderungen, welche das Geschäftsfeld der Gesellschaft negativ beeinflussen könnten, rechnet die Gesellschaft nicht innerhalb der nächsten 5 Jahre.

II. Geschäftsverlauf

Trotz der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung konnte die Gesellschaft den Gesamtumsatz um T€ 2.605 steigern. Die Vorjahresprognose von leicht steigenden Umsätzen konnte deshalb im Berichtsjahr übertroffen werden. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf T€ 2.259 (Vorjahr: T€ 1.868) und liegt damit deutlich über unserer Prognose eines leichten Ergebnisanstiegs.

III. Wirtschaftliche Lage

1. Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr sehr positiv zu bewerten.

Ein Erstarken der Weltwirtschaft, die Verknappung von Ersatzteilen für Großdieselmotoren bei unseren Mitbewerbern, verursacht durch ausgebliebene Nachbestellungen im letzten Jahr, verbunden mit umfangreichem Lagerbestand versetzte die Gesellschaft in die Lage einen Großteil der erhaltenen Anfragen zum Abschluss zu bringen. Die Personalstruktur und -stärke konnte erhalten bleiben, sodass die Personalaufwendungen nur leicht angestiegen sind. Der Materialaufwand stieg im Verhältnis etwas weniger stark als die Betriebsleistung, sodass sich ein Anteil von 58,7 % nach im Vorjahr 59,8 % an der Betriebsleistung ergibt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich bereinigt um neutrale Effekte von T€ 3.329 auf T€ 3.734, wobei sich die umsatzabhängigen Provisionen erhöhten.

Das um Sondereffekte (v.a. Erträge aus der Währungsumrechnung und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen) bereinigte Betriebsergebnis verbesserte sich um ca. T€ 517 auf T€ 3.033.

2. Vermögens- und Finanzlage

Die Finanzplanung der Gesellschaft ist derart ausgelegt, dass sie jederzeit finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann. Dabei finanziert sich die Gesellschaft zum Stichtag vorwiegend über Verbindlichkeiten im Verbundbereich.

Mit dem vorliegenden Abschluss für das Jahr 2023 ist das ausgewiesene Eigenkapital um T€ 2.258 auf T€ 5.623 gestiegen. Die bilanzielle Eigenkapitalquote liegt jetzt bei 30,1 %. Das kurzfristig gebundene Vermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.209 gestiegen. Wie auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen leicht um T€ 127 auf T€ 3.062 gestiegen sind.

Die sonstigen Vermögensgegenstände gingen zurück (um T€ 105 auf T€ 315, v. a. bedingt durch geringere Forderungen gegen das Finanzamt) wobei das Vorratsvermögen (um T€ 1.184 auf T€ 13.766) anstieg. Die Vorratsintensität ist trotz gestiegener Bilanzsumme von 72,0 % auf 73,8 % angestiegen.

Auf der Passivseite sanken insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aufgrund der internen Finanzierungstätigkeit um T€ 1.017.

Die liquiden Mittel sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 12 gestiegen.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war trotz des guten Periodenergebnisses bedingt durch die Zunahme der nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zugeordneten Aktiva, insbesondere der Vorräte, mit T€ 1.073 (Vorjahr: T€ 4.521) weniger positiv.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (-T€ 733, Vorjahr: T€ -4.045) war negativ, bedingt durch die interne Finanzierungstätigkeit. Negativ war auch der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (T€ -328, Vorjahr: T€ -346). Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 384 standen erhaltene Zinszahlungen in Höhe von T€ 7 gegenüber.

Insgesamt beurteilen wir die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft als gut. Ein Liquiditätsmanagement sowie ein monatliches Berichtswesen sind installiert und eine kurzfristige Rückzahlung der Verbindlichkeiten an die Gesellschafterin nicht geplant.

C. Prognose-, Chance- und Risikobericht

I. Prognosebericht

Aufgrund der Effekte durch die Expansion im Bereich der Produktentwicklung sowie die Akquisition neuer Absatzmärkte auch durch die Teilnahme an der Welt-Leitmesse in Hamburg (SMM) wird in 2024 mit einer konstanten Umsatzentwicklung im Vergleich zu 2023 gerechnet. Die Entwicklung der Umsatzrendite wird im Trend der letztjährigen Unternehmensentwicklung auf Vorjahresniveau liegen. Mit starkem Wachstum wird nicht gerechnet. Die Prognose für das Kalenderjahr 2024 ist daher positiv. Bis zum August 2024 erzielte die Gesellschaft einen, verglichen mit den Vorjahreszeitraum, identischen Umsatz. Die Gesellschaft geht von einem gleichbleibenden Jahresumsatz und einem gleichbleibenden Gewinn aus. Verträge mit bestehenden Kunden sollen weiter ausgebaut und vertieft werden.

II. Risikobericht

Die Geschäftsführung sieht weiterhin außer den allgemeinen Risiken aller Marktteilnehmer wie etwa steigenden Weltmarktpreisen für insbesondere Roh- und Schweröl sowie Metalle und andere produktionsrelevante Rohmaterialien, vorwiegend Risiken in den Folgen der amerikanischen, russischen und chinesischen Handelspolitik und deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte, drohenden Embargos und Zöllen auf Produkte der metallverarbeitenden Industrie. Ein Wachstumsrückgang der Weltwirtschaft hätte voraussichtlich gravierende Auswirkung auf das Transportwesen, insbesondere die Schifffahrt. Die Gesellschaft stuft den Krieg in der Ukraine und schwelende Konflikte zwischen China und Taiwan als erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft ein.

Die stark gestiegenen Energiepreise für Gas und Strom sowie die ungebrochen hohe Inflationsrate verteuern die Produktion der Gesellschaft. Zusätzlich erwarten wir eine Erhöhung der Lohnkosten.

Unsere Produkte und Leistungen sind auch abhängig vom technologischen Know-how des Unternehmens und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Risiken ergeben sich in diesem Bereich u.a. aus dem zunehmenden Fachkräftemangel, dem wir durch die Ausbildung neuer Mitarbeiter entgegenwirken. Auch hier konnten wir im August 2024 weitere drei Auszubildende gewinnen.

Unser Geschäftsbetrieb ist abhängig von funktionierenden IT-Systemen und Netzwerken. IT-Systeme und Netzwerke sind potenziell anfällig für Schäden, Störungen und Missbrauch, woraus ein Schadens- und Verlustrisiko für die Gesellschaft resultiert. Schäden in diesen Bereichen beugen wir u.a. durch Vorgaben für unsere Mitarbeiter zu einem sorgfältigen Umgang mit diesen Systemen entgegen. Technische Schutzmaßnahmen werden laufend überprüft und den Anforderungen angepasst.

Die weitere Entwicklung ist im Detail nicht abzusehen. Sollten sich die globalen Finanzmärkte negativ entwickeln und die Konjunktur leiden, so kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus könnten für uns entsprechende Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Außerdem könnten sich Beschaffungsrisiken aus einer Verknappung der Märkte und einer schlechteren Lieferfähigkeit ergeben. Auch wenn uns bis heute keine wesentlichen negativen Auswirkungen getroffen haben, so sind zukünftige Folgen nicht auszuschließen.

III. Chancenbericht

Neue Chancen entstehen durch Neukundenakquise und die Entwicklung neuer Märkte.

 

Wenzendorf, den 12. September 2024

gez. Michael Rentsch

gez. Jan Michael Rentsch

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MMS Marine Motor Service GmbH, Wenzendorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MMS Marine Motor Service GmbH, Wenzendorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MMS Marine Motor Service GmbH, Wenzendorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 23. September 2024

WIRTSCHAFTSRAT GMBH
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Eckard Siemers, Wirtschaftsprüfer

Dr. Tobias Reiter, Wirtschaftsprüfer

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