Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 14039 HB
Vorher
NEUSTA GmbH
Eingetragen
11.7.2005
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Die EDV-Projektabwicklung, Produktenentwicklung und Forschung sowie die EDV-Unternehmensberatung sowie die Erbringung von EDV-Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Janina Thomas
seit 13.10.2025
Prokura
Mo Ibrahim
seit 5.5.2025
Prokura
Claudia Krüger
seit 5.5.2025
Prokura
Uwe Scheja
seit 2.3.2017
Geschäftsführer
Lars Seinschedt
seit 12.3.2013
Geschäftsführer
Fabian Gutsche
seit 12.3.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
team neusta SE
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

neusta GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir sind als Dienstleistungsunternehmen im IT-Segment bundesweit tätig und blicken mittlerweile auf 30 Jahre Erfahrung in der IT-Dienstleistungs- und Softwarebranche zurück. Wir bieten individuelle Softwareentwicklung, Schulung, Architektur und Methodencoaching in einer Vielzahl von Programmiersprachen und Systemumgebungen sowie im Bereich Systemadministration und Systembetrieb an und begleiten unsere Kunden in IT-Projekten aller Art. Dabei haben wir unser technologisches Repertoire stets universal den Marktanforderungen angepasst.

Zu unseren Kunden zählen sowohl KMU als auch große Unternehmen sowie Global Player aus den unterschiedlichsten Branchen (Banken, Versicherungen, öffentlicher Sektor, Touristik, Logistik, Luftfahrt, verarbeitende Industrie, Handel u. v. m.).

In den letzten 30 Jahren ist das technologische Repertoire der neusta GmbH immens angewachsen. Neben den Branchenschwerpunkten haben sich technologische Schwerpunkte entwickelt, wie Backend - Technologien (Programmiersprachen)

• Java / JEE

• C /.net

• PHP

• Weitere Frontend - Technologien

• HTML

• CSS

• JavaScript

• Weitere Frameworkgestützte Entwicklung

• SAP commerce

• Pimcore

• Magento

• Angular, vue.js, react

• Weitere Technologieübergreifende Themenbereiche

• Cyber Security und Datensicherheit

• Künstliche Intelligenz

• Cloud

• Block Chain

Durch entsprechende Fortbildung und Spezialisierung unseres Personals erweitern wir ständig unsere Einsatzbereiche, unsere technologischen und methodischen Kompetenzen und somit unser Angebotsportfolio. Wir beobachten genau den Markt und die technologischen Entwicklungen und vervollständigen laufend unser technologisches und methodisches Portfolio.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Für das Geschäftsjahr 2022 prognostizierte der Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) einen weiteren Anstieg des Umsatzes mit Produkten und Dienstleistungen für die Informationstechnologie und Telekommunikation um 4,0 Prozent auf 196,1 Mrd. Euro. Die Nachfrage nach Cloud Computing, Künstlicher Intelligenz und Cybersicherheit ist durch die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft besonders hoch. Auch die Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G sorgt für Investitionen und Innovationen in der Branche.

Die Beschäftigungssituation in der IT-Branche in Deutschland im Jahr 2022 war durch einen hohen Bedarf an Fachkräften und einen deutlichen Fachkräftemangel geprägt. Die Bundesagentur für Arbeit berichtete, dass die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der IT-Branche weiter gestiegen ist. So waren Ende 2022 rund 1,5 Millionen Menschen in IT-Berufen beschäftigt, was einen Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren darstellt (Statistik der Bundesagentur für Arbeit) (Destatis).

Besonders gefragt waren IT-Security-Spezialisten, Softwareentwickler, IT-Architekten, Administratoren, und Data Scientists. Diese Berufe wurden durch die zunehmende Digitalisierung und den Ausbau digitaler Infrastrukturen stark nachgefragt. Der Mangel an qualifizierten IT-Fachkräften führte dazu, dass viele Stellen unbesetzt blieben, und Unternehmen intensiv nach geeigneten Kandidaten suchten (get in IT).

Die digitale Transformation und neue technologische Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz, Machine Learning, Big Data und Cloud Computing schufen zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten. Die IT-Branche bot somit vielfältige und zukunftsträchtige Jobperspektiven, auch wenn die Konkurrenz um gut ausgebildete Fachkräfte groß war (get in IT) (Arbeitsagentur Statistik).

Weitere Details und Statistiken zur Beschäftigungssituation können auf den Webseiten der Bundesagentur für Arbeit und des Statistischen Bundesamtes eingesehen werden (Arbeitsagentur Statistik) (Destatis).

2. Geschäftsverlauf und Lage

Das Berichtsjahr 2022 war gekennzeichnet durch ein Wiederanfahren aufgrund der Pandemiejahre verschobener Projekte. Daneben hat sich auch der Bereich Touristik wieder erholt und es konnten einzelne Projekte im Public Sector realisiert werden.

Insgesamt führte aber die im Vergleich überproportionale Kostenentwicklung im Geschäftsjahr 2022 zu einer Verschlechterung des Betriebsergebnis. Zusätzlich belasteten Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Forderungsverluste in Höhe von gesamt Mio. EUR 1,6 das Jahresergebnis im Berichtsjahr.

In den kommenden Geschäftsjahren rechnen wir mit einer Ergebnisverbesserung durch Rückflüsse in Form von Lizenzeinnahmen und Projekten im Umfeld der Produkteinführung.

Wir bleiben bei unseren Investitionen in zukunftssichernde Maßnahmen wie

• die eigene IT - Infrastruktur

• die Digitalisierung interner Prozesse

• Automatisierung interner Prozesse

• die Modernisierung der Arbeitsmittel zur Flexibilisierung und Mobilisierung der Projektarbeit

• die Digitalisierung des Fort- und Weiterbildungsprogramms

• die Attraktivität als Arbeitgeber

• die Professionalisierung des Recruitings

Diese binden zwar in nicht unerheblichem Maße Kapazitäten, wir sehen diese Investments allerdings als unverzichtbaren Teil der Zukunftsgestaltung unseres Unternehmens.

A. Ertragslage

Ergebnisquellen 2022 Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Umsatzerlöse 34.172 38.418 -4.246 -11,1
Betriebsleistung 34.866 34.252 614 1,8
Betriebsergebnis 820 2.111 -1.291 -61,2
Beteiligungsergebnis 510 -723 1.233 170,5
Finanzergebnis -313 -264 49 18,6
Neutrales Ergebnis -1.502 -78 -1.424 > - 400%
Jahresergebnis -744 273 -1.017 -372,0

Die Betriebsleistung unseres Unternehmens hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 614 verbessert.

Unser Materialaufwand besteht aus bezogenen Leistungen und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 23,6 % auf T€ 5.289 erhöht. Es handelt sich überwiegend um von anderen Unternehmen der team-neusta-Gruppe in Anspruch genommene Dienstleistungen.

Im Berichtsjahr haben wir erneut einen leichten Anstieg von 4,0% (+ T€ 902) bei den Personalkosten zu verzeichnen, im Vorjahr lag der Zuwachs noch bei T€ 686.

Ohne Berücksichtigung der neutralen Aufwendungen von T€ 1.626 aus Wertberichtigungen zu Forderungen und Forderungsverlusten im Unternehmensverbund sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 163 gesunken.

In der Summe führte dies dazu, dass das Betriebsergebnis mit T€ 1.291 gegenüber dem Vorjahr um 61,2% gesunken ist.

Dagegen hat sich das Beteiligungsergebnis nach der vorjährigen Belastung aus Abschreibungen auf Finanzanlagen wieder erholt auf T€ 510.

Das Finanzergebnis beträgt im Geschäftsjahr -T€ 313. Inhalt sind im Wesentlichen Zinsaufwendungen, aus den im Rahmen der Corona-Krise zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit aufgenommenen Bankkredite und Kredite aus dem Unternehmensverbund. Der Aufwand ist im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr um 18,6% angestiegen.

Die Ertragsteuer-Belastung beträgt T€ 320 und liegt damit um T€ 322 unter dem Vorjahreswert. Im Geschäftsjahr wurde den stillen Gesellschaftern ein Verlust in Höhe von T€ 61 zugewiesen.

In unserem Beteiligungsengagement ergaben sich im Geschäftsjahr 2022 verschiedene Änderung.

Mit Anteilskauf- und Übertragungsvertrag vom 16.6.2022 wurde eine Beteiligung von 51% an der Octagen GmbH erworben. Die Anschaffungskosten betrugen TEUR 643 und sind in drei Raten, letztmalig zum 31.12.2024, fällig. An der neusta travel commerce GmbH, Bremen, erwirbt die neusta GmbH 50,1% der Geschäftsanteile. Die Übertragung erfolgt zum Nennbetrag mit Wirkung zum 1.7.2022, der Kaufpreis beträgt TEUR 13. Die Beteiligungen werden unter den verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Die journaway GmbH hat im Berichtsjahr zwei Kapitalerhöhungen durchgeführt. Zur Erbringung der von ihr übernommenen Geschäftsanteile hat die neusta GmbH Darlehnsforderungen von gesamt TEUR 300 in die Gesellschaft eingebracht. Der Gesamtumfang der Geschäftsanteile zum Berichtszeitpunkt beträgt 43,01%.

Im Berichtsjahr erfolgte eine Verschmelzung der neusta destination solutions GmbH mit der hubermedia GmbH. Im Vorwege der Verschmelzung übertrug die neusta GmbH ihre gesamten Geschäftsanteile an der neusta destination solutions GmbH auf die hubermedia GmbH, die sodann als alleinige Gesellschafterin durch Aufnahme auf die neusta destination solutions GmbH verschmolzen wurde. Zur Wiederherstellung einer Beteiligung an der neusta destination solutions GmbH übertrug Stefan Huber 25,1% seiner Geschäftsanteile für einen Kaufpreis von TEUR 915 auf die neusta GmbH. Die neusta destination solutions GmbH wurde im Rahmen dieser Verschmelzung in neusta destination.one GmbH umfirmiert.

Für die Raumperle GmbH wird ein Investor gesucht. Unter Anrechnung auf die 2. Tranche aus dem Beteiligungsvertrag vom 8.6.2021 stellt die neusta GmbH Finanzmittel in Höhe von TEUR 20 zur Verfügung.

B. Vermögens- und Finanzlage

Zusammengefasste Bilanzposten 2022 Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Aktiva
Langfristig gebundenes Vermögen 3.562 1.578 1.984 125,7
Kurzfristige Vermögenswerte 15.636 15.789 -153 -1,0
Passiva
Eigenkapital 1.688 2.431 -743 -30,6
Langfristige Verbindlichkeiten 1.902 2.235 -333 -14,9
Kurzfristige Verbindlichkeiten 15.608 12.701 2.907 22,9
Bilanzsumme 19.198 17.367 1.831 10,5

Mit der gestiegenen Betriebsleistung sind auch unsere Vermögenswerte um T€ 1.831 auf T€ 19.198 (+ 10,5 %) moderat gestiegen.

Nennenswerte Anlageinvestitionen betreffen das Finanzanlagevermögen. Die Beteiligungen an verbundenen Unternehmen erhöhten sich durch zwei Anteilserwerbe im Berichtszeitraum um TEUR 655. Die Beteiligungen stiegen aufgrund Kapitalmaßnahmen und Verschmelzung um TEUR 1.201.

Die Veränderungen der kurzfristigen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen die Leistungsforderungen inklusive Leistungsforderungen gegen verbundene Unternehmen (- T€ 377). Hier stehen einer Zunahme von TEUR 1.394 Wertminderungen von TEUR 1.509 entgegen, die in Höhe von TEUR 1.551 auf eine Forderung gegen die neusta sports GmbH aus der Veräußerung des Ticketingsystems entfallen. Dem gegenüber sind die sonstigen Vermögenswerte um -TEUR 10 gesunken und die Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 117 gestiegen.

Der durch die erhöhten Vermögenswerte gestiegene Finanzierungsbedarf wurde durch die Aufnahme zusätzlicher Bankdarlehen (+ TEUR 2.263) bei gleichzeitiger Rückführung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (- TEUR 282) gedeckt.

Die neusta GmbH ist wie im Vorjahr durch Kapitaleinlagen und durch eine von der Muttergesellschaft zur Verfügung gestellte langfristige Finanzierung in Form von nicht geflossenen Gewinnausschüttungen finanziert. Das Eigenkapital beträgt am Stichtag T€ 1.688 und verminderte sich damit in Höhe des Jahresergebnisse im Vergleich zum Vorjahr um 30,6%.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr aus betrieblicher Tätigkeit ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR 549 erzielt, was einer Verminderung des Netto-Cashflows von TEUR 6.834 gegenüber dem Vorjahr entspricht und insbesondere den unvermindert hohen Außenständen aus dem Vorjahr geschuldet ist.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug TEUR 613 (+TEUR 581) und setzt sich aus Sachinvestitionen in Höhe von TEUR 281 und Auszahlungen für Beteiligungserwerbe in Höhe von TEUR 332 zusammen, letztere insbesondere für den Erwerb von Geschäftsanteilen an der Octagen GmbH.

Für Finanzierungstätigkeiten wurde ein Cashflow von TEUR 1.096 verwendet (-TEUR 3.004). Dies betraf im Wesentlichen Tilgungen von Bankdarlehen (TEUR 331) und Nettoauszahlungen von Verbundfinanzierungen (TEUR 454).

Das kurzfristige Vermögen deckt das kurzfristige Fremdkapital um TEUR 519 (Vorjahr TEUR 3.566.

3. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist unter Berücksichtigung der Entwicklung im Jahr 2022 aus unserer Sicht weiter zu verbessern. Die Rückführung der Mittel, die pandemiebedingte Liquiditätsengpässe überbrückten, hat Mitte 2022 begonnen und ist aufgrund geplanter Umstrukturierungen in der Unternehmensgruppe Ende 2023 abzuschließen. Dies wurde durch unter anderem in 2023 realisierte Beteiligungsveräußerungen ermöglicht.

Der Umsatz des Berichtsjahres hat sich im Vergleich zum Vorjahr verringert:

• in für uns wichtigen Branchen hat sich unsere Auftragslage erholt, ist aber noch nicht auf Vorpandemieniveau angekommen.

Die Ertragslage des betrachteten Geschäftsjahres hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert:

• das Ziel für 2022 war es, auf das Niveau des Personalbestands von vor der Pandemie zurückzukommen. Die Neusteinstellung haben zu einer Erhöhung der Personalkosten geführt. Zunächst durchlaufen neue Mitarbeiter jedoch Qualifikationsprogramme, bis sie dann in unseren Projekten einsetzbar sind.

• durch den Aufbau des Nearshore - Standorts Rumänien sind die Fremdleistungen gestiegen

• Abschreibungen auf Beteiligungen haben das Ergebnis ebenfalls belastet

Die Flexibilität und das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die notwendige Maßnahmen zur Flexibilisierung und Effektivitätssteigerung mitgetragen und mit initiiert haben, haben sich insoweit nicht ausreichend auf die Kostenstruktur ausgewirkt, dass wir im Berichtsjahr ein positives Gesamtergebnis erzielen konnten.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung haben wir - Dank der Investitionen der letzten Jahre in die eigene IT-Infrastruktur und die Prozessdigitalisierung - mittlerweile Dashboards mit Unternehmens- und Projektkennzahlen, die stets aktuell und für die verantwortlichen Mitarbeiter in den verschiedenen Rollen passend online analysiert werden können:

• Umsatz (Plan/Ist)

• Kosten (Ist/Plan)

• Gewinn (Ist/Plan)

• Liquidität und Cashflow

• Projektmarge

Der kalkulatorische Umsatz pro Mitarbeiter ergibt sich unter Einbeziehung eines internen Kostensatzes, in den auch sämtliche fixen und variablen Gemeinkosten, wie Back-Office, Mieten, Technik etc., anteilig einfließen.

Aus den Plankennzahlen wird u.a. ständig der Liquiditätsbedarf ermittelt und unter Einbeziehung des Cashflows prognostiziert.

Die Gesamterlöse (Umsatz) und das Geschäftsergebnis (EBIT) als Summe der Geschäftsentwicklung sind die zentralen Steuerungsgrößen. Die Kennzahlen werden monatlich überprüft und im Kreis des Managements besprochen. Mögliche Abweichungen von unseren Planungen, im Projekt bis zur Ebene des gesamten Unternehmens, werden so frühzeitig erkannt und - soweit erforderlich - durch geeignete Gegenmaßnahmen korrigiert. Wir profitieren von der Möglichkeit zur schnellen Reaktion, besonders in Krisenzeiten, in denen langfristige Auftrags- und Projektplanungen durch aktuelle Ereignisse stark beeinflusst werden.

III. Prognosebericht

Die Projektsituation hat sich im Geschäftsjahr 2022 stabilisiert und normalisiert. In allen Tätigkeitsbereichen sind digitale und mobile Arbeitsweisen etabliert, die flexible und mobile Zusammenarbeit mit unseren Kunden in den Projekten ermöglichen. Das wird u. E. langfristig Bestand behalten, die daraus resultierenden Effekte auf die Kostensituation bleiben aus unserer Sicht stabil.

War zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 der Ausblick im Vergleich zum Berichtsjahr überwiegend positiv, so zeigen sich doch für den Jahresverlauf Tendenzen, die unsere Umsatz- und Ertragslage stark belastet:

• hatten die Umsatzerlösen in der zweiten Jahreshälfte 2023 bereits um ca. 5% zur ersten Jahreshälfte nachgegeben, setzte sich diese Tendenz in 2024 fort, wo bereits in der ersten Jahreshälfte ein Umsatzrückgang von ca. 10% zur ersten Jahreshälfte 2023 zu verzeichnen ist

• steigender Druck auf die Personalkosten und sonstige Kosten durch die Inflation

• steigende regulative Anforderungen und somit steigende Aufwände

• Innovationsdruck und Geschwindigkeit des technologischen Wandels

Um diesen Effekten zu begegnen, haben wir im Geschäftsjahr mit erheblichen Vertriebsaktivitäten und einer übergangsmäßigen Einführung von Kurzarbeit in der zweiten Jahreshälfte reagiert.

Diese Punkte betreffen sowohl uns direkt als auch unsere Kunden, die aufgrund dieser Faktoren zurückhaltender werden in der Bereitschaft, in 2023 zu investieren. Diese Verunsicherung ist bereits spürbar, Projekte werden nicht oder nur zeitverzögert oder mit einem geringeren Investitionsvolumen gestartet, was negative Effekte auf Umsatz und Auslastung unserer Mitarbeiter und somit eine steigende Planungsunsicherheit zur Folge hat.

Auch in neu erschlossenen Geschäftsfeldern wie dem Public Sector wird aus unserer Sicht der Investitionsstau nur sehr verhalten abgebaut und Projekte sogar gestoppt oder vertagt.

Die kritische wirtschaftliche Situation in Deutschland lässt außerdem einen erhöhten Druck auf Stunden- und Tagessätze erwarten.

Sehen wir für 2023 bereits einen leichten Umsatzrückgang sowie einen stark steigenden Kostendruck, die die Ertragslage ebenso belasteten, erwarten wir für 2024, durch Vertriebserfolge und neue Projekte in der zweiten Jahreshälfte, eine Stabilisierung der Umsatzerlöse auf dem Niveau des Berichtsjahres. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen lassen sinkende Kosten dann wieder ein ausgeglichenes Ergebnis erwarten.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

A. Branchenspezifische und ertragsorientierte Risiken

Wir beobachten sehr genau die Entwicklung der Gesamtwirtschaft. Schwankungen in den Branchen, in denen unsere Kunden aktiv sind, treffen uns zwar nicht direkt, die Auswirkungen sind bei uns in der Regel jedoch zeitverzögert festzustellen. Dieser Effekt bestätigt sich in aktuellen Krisensituationen. Durch die starke Inflation und den stark angestiegenen Energiekosten verfügen Unternehmen zum Teil nicht über die finanziellen Mittel, um die gebotenen Investitionen in Digitalisierungsvorhaben vorzunehmen.

Aus unserer Sicht sind die grundsätzlichen Risiken für IT-Dienstleister 2023 in Deutschland vielfältig und hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie dem globalen Wettbewerb, dem Fachkräftemangel, dem regulatorischen Umfeld und der Cyberkriminalität. Einige mögliche Risiken sind:

• Die globale Konkurrenz von IT-Dienstleistern aus anderen Ländern, insbesondere aus Asien und den USA, ist hoch und kann zu einem Verlust von Marktanteilen und Kunden führen. IT-Dienstleister müssen sich durch Qualität, Innovation und Differenzierung behaupten.

• Der Fachkräftemangel in der IT-Branche ist ein großes Problem, das die Leistungsfähigkeit und das Wachstum der IT-Dienstleister einschränkt. IT-Dienstleister müssen attraktive Arbeitsbedingungen und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten, um qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten.

• Das regulatorische Umfeld für IT-Dienstleister ist komplex und dynamisch und kann zu Unsicherheiten und Mehrkosten führen. IT-Dienstleister müssen sich ständig über die geltenden Gesetze und Vorschriften informieren und anpassen, um rechtliche Risiken und Sanktionen zu vermeiden.

• Die Cyberkriminalität ist eine ständige Bedrohung für die IT-Sicherheit und den Datenschutz von IT-Dienstleistern und ihren Kunden. IT-Dienstleister müssen hohe Investitionen in die IT-Sicherheit tätigen und sichere IT-Lösungen anbieten, um Cyberangriffe zu verhindern und zu bekämpfen.

Konkret für unser Unternehmen werden an allen Standorten steigende Personalkosten zunehmend spürbarer. Auch wir können uns nicht diesem - u.a. durch Fachkräftemangel und Inflation begründeten - Trend entziehen. Aus Gründen des Wettbewerbs wäre es zu risikoreich, diese Entwicklung allein über die Anhebung der Tageskostensätze abzufedern. Viel effizienter ist es u. E., die Produktivität - also die Qualifikation unserer Mitarbeiter - weiter zu erhöhen. Nur auf diesem Weg sind anhaltend angemessene Projektmargen zu erzielen. Diese erwarteten Umsätze können wir nur mit einer entsprechenden Anzahl von hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern generieren, die auch marktgerecht zu vergüten sind.

Ein weiteres Risiko ergibt sich für uns durch die mobile und flexible Zusammenarbeit, die sich langfristig etabliert hat:

• für Kollaboration und interne Prozesse kommen zunehmend Komponenten großer und namhaften Softwarehersteller zum Einsatz, die auf Cloudtechnologien basieren und oft pro Benutzer zu lizensieren sind. Die zunehmende Nachfrage nach diesen Werkzeugen hat teilweise zu massiv steigenden Lizenzkosten geführt, was sich negativ auf die Kostensituation auswirkt.

• die Investitionen in die Sicherheit und Stabilität der genutzten Infrastruktur müssen weiter intensiviert werden.

• ein Nachteil der mobilen Zusammenarbeit ist aus unserer Sicht eine zunehmende Anonymisierung in der Zusammenarbeit, es müssen neue Konzepte für Kreativprozesse, kollaborative Zusammenarbeit und Mitarbeiterbindung entwickelt werden.

Ein noch nicht absehbares Risiko entsteht für uns aus den erkennbaren und messbaren Tendenzen zur Inflation und Rezession sowie in der Geschwindigkeit des technologischen Wandels. Beide Faktoren wirken sich auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden aus und könnten dazu führen, dass trotz Investitionsstau und Innovationsdruck vor allem große und kostenintensive Vorhaben zurückgehalten werden.

B. Finanzwirtschaftliche Risiken

Im Berichtszeitraum haben wir uns insoweit wieder mit unserem Cashflow und den eingeräumten Kreditlinien unserer beiden Hausbanken, einem gewährten Großkredit sowie durch Finanzmanagement innerhalb der Unternehmensgruppe arrangieren können.

Ein Risiko könnte darin bestehen, dass sich unser Cashflow deutlich rückläufig entwickelt bzw. unsere Hausbanken die Kreditlinien reduzieren oder sogar streichen. Die Eintrittswahrscheinlich dieser Szenarien halten wir indes eher für gering. Eine höhere Eintrittswahrscheinlichkeit und damit ein erhöhtes Risiko sehen wir in einem steigenden Zinsniveau im Vergleich zu den Vorjahren.

Ein finanzwirtschaftliches Risiko besteht in einem Großauftrag (den wir von einem Schwester-Unternehmen der neusta-Gruppe erhalten haben), der im Herbst 2021 ausgeliefert und abgenommen wurde. Sofern die Auftragsgeberin ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen sollte, würde sich in unseren Finanzplanungen erheblicher Korrekturbedarf ergeben, um keine nachhaltigen Liquiditätsengpässe entstehen zu lassen.

Unsere Gesellschaft verfügt über einen solventen, stetig wachsenden Kundenstamm. Forderungsausfälle haben sich über die Jahre im Rahmen gehalten. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil unserer Kunden. Es bleibt indes abzuwarten, wie diese die gegenwärtige Krisensituation überstehen werden.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements unserer Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgen wir eine konservative Risikopolitik.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich unser Unternehmen überwiegend mittels Lieferantenkrediten, Kreditlinien verschiedener Banken und auch Gesellschafter- und sonstigen Darlehen.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt unser Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität des Unternehmens.

2. Chancenbericht

Die IT-Branche ist eine der dynamischsten und innovativsten Branchen in Deutschland. Sie bietet zahlreiche Dienstleistungen an, die von der Softwareentwicklung über die IT-Beratung bis hin zur IT-Sicherheit reichen. Die IT-Dienstleister sind sowohl für die digitale Transformation anderer Branchen als auch für die eigene Wettbewerbsfähigkeit verantwortlich. Im Jahr 2023 werden sie vor neuen Herausforderungen und Möglichkeiten stehen, die von der Corona-Pandemie, dem Fachkräftemangel, dem technologischen Wandel und dem regulatorischen Umfeld beeinflusst werden.

• Die Corona-Pandemie hat für uns als IT-Dienstleistungen die Nachfrage erhöht, da viele Unternehmen ihre Geschäftsprozesse digitalisieren, ihre IT-Infrastruktur modernisieren und ihre IT-Sicherheit verbessern mussten. Dieser Trend hält an, die Digitalisierung entwickelt sich für alle unsere Kunden zunehmend zu einem wesentlichen Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit und die Kundenbindung

• Der Fachkräftemangel in der IT-Branche bietet uns als IT-Dienstleister die Möglichkeit, sich als attraktive Arbeitgeber zu positionieren, die qualifizierte und motivierte Mitarbeiter anziehen und binden können. Wir können auch von der zunehmenden Diversität und Flexibilität der Arbeitskräfte profitieren, indem sie beispielsweise Remote-Arbeit, Teilzeitmodelle oder Kooperationsmodelle anbieten

• Der technologische Wandel eröffnet uns neue Geschäftsfelder und Wachstumspotenziale, die von der künstlichen Intelligenz, dem Internet der Dinge, der Blockchain, dem Cloud-Computing oder der Virtual Reality ausgehen. Wir können uns als Innovationspartner und Lösungsanbieter für ihre Kunden etablieren, indem wir ihnen maßgeschneiderte und zukunftsfähige IT-Lösungen anbieten

Es bleibt unsere Überzeugung:

Das Gesamtauftreten als team neusta Unternehmensgruppe verschafft uns einen großen Vorteil gegenüber anderen Wettbewerbern, da wir den gesamten Lifecycle einer Software anbieten können. Von der ersten Idee über die Gestaltung, weiter über Mobile Apps über die Softwareentwicklung hin zur Wartung und Hosting der Software. So können wir als Teil einer starken Unternehmensgruppe den Unternehmen alles aus einer Hand anbieten.

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 3.561.680,25 1.578.032,28
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3,00 3,00
II. Sachanlagen 376.749,25 249.491,28
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 376.749,25 249.491,28
III. Finanzanlagen 3.184.928,00 1.328.538,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.139.615,00 484.500,00
2. Beteiligungen 2.045.313,00 844.038,00
B. Umlaufvermögen 15.486.863,37 15.756.667,95
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.482.067,78 15.756.661,95
1. Forderungen gegen Gesellschafter 52.377,88 576.457,97
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.163.897,21 8.832.611,79
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.422.067,39 2.648.316,15
4. sonstige Vermögensgegenstände 4.843.725,30 3.699.276,04
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.795,59 6,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 149.384,88 32.594,83
Aktiva 19.197.928,50 17.367.295,06

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 1.687.593,39 2.431.377,18
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Gewinnvortrag 2.405.377,18 2.131.920,30
III. Jahresfehlbetrag 743.783,79 -273.456,88
B. Rückstellungen 2.715.350,61 2.371.972,87
C. Verbindlichkeiten 14.736.688,35 12.511.612,68
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.185.945,89 4.254.271,58
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.185.945,89 4.254.271,58
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 32.697,84 26.030,84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 32.697,84 26.030,84
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.631.115,09 3.654.887,06
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.631.115,09 3.654.887,06
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 30.834,73 9.949,59
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 30.834,73 9.949,59
5. sonstige Verbindlichkeiten 4.856.094,80 4.566.473,61
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.494.102,53 4.566.473,61
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 361.992,27
D. Rechnungsabgrenzungsposten 58.296,15 52.332,33
Passiva 19.197.928,50 17.367.295,06

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 29.576.796,46 29.974.120,60
2. Personalaufwand 23.213.234,15 22.310.670,28
a) Löhne und Gehälter 19.357.460,40 18.377.173,34
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.855.773,75 3.933.496,94
davon für Altersversorgung 140.161,85 328.740,50
3. Abschreibungen 153.301,00 120.749,27
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 153.301,00 120.749,27
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.877.887,96 5.493.053,59
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 134,17
5. Erträge aus Beteiligungen 529.985,10 81.892,04
davon aus verbundenen Unternehmen 114.400,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 92.456,86 131.863,37
davon aus verbundenen Unternehmen 85.419,36 29.981,55
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 20.000,00 805.378,70
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 20.000,00 805.378,70
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 405.460,88 395.425,83
davon an verbundene Unternehmen 146.083,73 80.103,23
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung -1.653,07 1.385,16
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 319.610,52 641.536,46
10. Ergebnis nach Steuern -790.256,09 421.061,88
11. sonstige Steuern 14.124,70 16.866,00
12. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -60.597,00 130.739,00
13. Jahresfehlbetrag 743.783,79 -273.456,88

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

neusta GmbH, Bremen

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der neusta GmbH (Amtsgericht Bremen, HRB 14039) wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Von den Erleichterungen nach § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Bewertung liegt die Annahme der Unternehmensfortführung ("going-concern") zugrunde.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen - angesetzt. Die Zugänge werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt, der über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben wird. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Bankguthaben werden zu Nennwerten angesetzt. Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel entsprechen den Nennwerten.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden - soweit erforderlich - bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt.

Rückdeckungsansprüche, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Zeitwertguthaben dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit dem Rückstellungsposten saldiert. Die Rückstellung wurde pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz von 0,86% bzw. 1,89% p.a. für einen Durchschnitt der letzten 7 Jahre gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 4 bzw. 31 Jahren ergibt. Ein daraus verbleibender passiver Saldo wird in der Bilanz unter den "Sonstigen Rückstellungen" ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen erhaltene Kundenzahlungen, die Erträge für den Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Bei den latenten Steuern ergibt sich zum Jahresabschlussstichtag ein Aktivüberhang; von dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB ist kein Gebrauch gemacht worden.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes (mind. 20%) stellt sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:

Name, Sitz Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis
TEUR
Angaben lt. Jahresabschluss
neusta infoMantis GmbH, Osnabrück 70,0 428,4 281,0 2022
neusta inspire GmbH, Bremen 52,0 892,0 313,3 2022
neusta Grafenstein GmbH, Berlin 49,0 -65,7 3,3 2022
journaway GmbH, Leer 43,01 107,2 551,4 2022
neusta destination.one GmbH, München 50,0 -493,9 -126,0 2021
neusta project one GmbH Bremen 51,0 1.460,4 231,4 2022
eWerk GmbH, Bremen 50,0 219,1 165,7 2022
RAUMPERLE GmbH, Bremen 39,5 235,6 -198,0 2022
Octagen GmbH Bremen 51,0 325,6 126 2022
neusta travel commerce Bremen 50,1 76,6 51,7 2022

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.155, Vj. TEUR 8.450) sowie sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 7.008, Vj. TEUR 383).

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 58, Vj. TEUR 439) und sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 1.365, Vj. TEUR 2.209), davon TEUR 100 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter entfallen auf Lieferungen und Leistungen (TEUR 33, Vj. TEUR 98) sowie sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 0, Vj. TEUR 478).

Nach Verrechnung des Deckungsvermögens i. S. d. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB (TEUR 197) über die Verpflichtungen aus Zeitwertkonten (TEUR 208) verbleibt eine Rückstellung für Zeitwertkonten in Höhe von TEUR 11.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Restlaufzeit
Insgesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
über 1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten
1. gegenüber Kreditinstituten 6.186 4.295 1.891 0
(Vj.) (4.254) (2.031) (2.223) (0)
2. aus Lieferungen und Leistungen 286 286 0 0
(Vj.) (356) (356) (0) (0)
3. gegenüber verbundenen Unternehmen 3.631 3.288 343 0
(Vj.) (3.655) (9) (3.646) (0)
4. gegenüber beteiligten Unternehmen 31 31 0 0
(Vj.) (10) (10) (0) (0)
5. gegenüber Gesellschaftern 33 33 0 0
(Vj.) (26) (26) (0) (0)
6. gegenüber stillen Gesellschaftern 361 33 0 328
(Vj.) (651) (261) (0) (390)
7. Sonstige Verbindlichkeiten 4.208 4.208 0 0
(Vj.) (3.560) (3.560) (0) (0)
14.736 12.174 2.234 328
(Vj.) (12.512) (6.253) (5.869) (390)

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten beträgt TEUR 4.670.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Leistungsverbindlichkeiten (TEUR 504) und sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 3.127).

Die Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen betreffen Leistungsverbindlichkeiten (TEUR 31).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und stillen Gesellschaftern entfallen vollständig auf sonstige Verbindlichkeiten.

Latente Steuern

Bei den latenten Steuern ergibt sich zum Jahresabschlussstichtag ein Aktivüberhang; von dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB ist kein Gebrauch gemacht worden.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Neutrale Aufwendungen

Im Geschäftsjahr wurden EUR 1.551.361,88 Einzelwertberichtigungen auf Verbundforderungen gebildet.

Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Der Posten enthält außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 20.

Zinsaufwendungen

In den Zinsen sind Erträge aus der Abzinsung (im Vj.: Aufwendungen aus der Aufzinsung) von EUR 1.653,07 (Vj. 1.385,16) enthalten.

5. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen in Form von Schuldmitübernahme für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 15 zugunsten unserer Gesellschafterin. Für diese Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung unseres Unternehmens aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten nicht gerechnet wird.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Mietverhältnissen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen von jährlich TEUR 702.

Aus Leasingverhältnissen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen von jährlich von TEUR 511.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte 2022 im Durchschnitt (§ 267 Absatz 5 HGB) 351 Mitarbeiter (Vorjahr: 334,5 Mitarbeiter).

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer sind bestellt:

Dipl.-Kaufmann Uwe Scheja (Finanzen und Controlling)

Kaufmann Dirk Schwampe, Bremen (Vertrieb)

Dipl.-Informatiker Fabian Gutsche, Bremen (Projektmanagement)

Dipl.-Ingenieur Lars Seinschedt, Bremen (Projektmanagement)

Die Vergütung der Geschäftsführer für den Berichtszeitraum beläuft sich auf insgesamt TEUR 764.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der team neusta GmbH, Bremen, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Bremen, den 7. August 2024

Gez. Uwe Scheja

Gez. Dirk Schwampe

Gez. Fabian Gutsche

Gez. Lars Seinschedt

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die neusta GmbH, Bremen,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der neusta GmbH, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der neusta GmbH, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

§ entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

§ vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

§ Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

§ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

§ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

§ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

§ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

§ beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

§ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

§ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, 7. August 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Prof. Dr. Dietrich Grashoff, Wirtschaftsprüfer

Frank Schuckenbrock, Wirtschaftsprüfer

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