Großhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Portawin GmbH
Langemarckstraße 29, 45141 Essen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Franz Paul Haacke seit 8.4.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Kai Capital Management GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Portawin GmbH (vormals: Portawin Kriege GmbH)EssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023Portawin Kriege GmbH, Essen
Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Portawin Kriege GmbH hat ihren Sitz in Essen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter HR B 30268 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie des GmbH Gesetzes aufgestellt. Von den Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde bei der Aufstellung des Jahresabschlusses nur für die Erstellung des Anhangs Gebrauch gemacht (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB). Für Zwecke der Offenlegung werden sämtliche Erleichterungen in Anspruch genommen. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren. Der Posten Rohergebnis gemäß § 276 Satz 1 HGB wurde ergänzt. Unter den sonstigen Rückstellungen wurde zum 31. Dezember 2023 erstmals eine Rückstellung für Erlösschmälerungen angesetzt und nach den Erfahrungen der Vergangenheit mit in der Regel 1,3 % der Schlussrechnungssumme bewertet. Bildung und Inanspruchnahme der Rückstellung erfolgen über den Posten Umsatzerlöse. Durch diese Bilanzierungsänderung sind die Umsatzerlöse bzw. das Rohergebnis und das Jahresergebnis vor Gewinnabführung um TEUR 151 niedriger ausgefallen. Im Übrigen blieben die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 Jahren und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Zugänge werden zeitanteilig abgeschrieben. Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von 11 Jahren abgeschrieben. Unsere Schätzung basiert auf der voraussichtlichen Länge des Lebenszyklusses der Produkte des erworbenen Unternehmens. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 3 und 87 Jahren und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Zugänge werden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige, einzeln nutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu Anschaffungskosten von EUR 800,00 im Einzelfall werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Abwertungen werden bei zum Bilanzstichtag gesunkenen Beschaffungspreisen sowie gestaffelt nach Alter der Bestände vorgenommen. Die unfertigen Erzeugnisse/ unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Vertriebskosten werden ebenso wie Fremdkapitalzinsen nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Das Wahlrecht zur Einbeziehung von Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen und für Altersvorsorge (§ 255 Abs. 2 S. 3 HGB) wird ausgeübt. Zur verlustfreien Bewertung werden ggf. notwendige Wertabschläge eingerechnet. Die unfertigen Leistungen sind saldiert mit den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert ausgewiesen. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Ausfallrisiko wurde im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung unter Berücksichtigung der in der Vergangenheit gewonnenen Erfahrungen angemessen berücksichtigt und aktivisch abgegrenzt. Die flüssigen Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimme Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktivisch abgegrenzt. Das Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):
Alternativ wurde mit dem durchschnittlichen Marktzins von 1,74 % für eine Laufzeit von 7 Jahren gerechnet. Der Differenzbetrag der Rückstellung aus den beiden unterschiedlichen Zinssätzen beträgt EUR 6.475 und ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB grundsätzlich mit einer Ausschüttungssperre belegt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung voraussichtlich notwendig ist, bewertet worden. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zu Posten der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für:
3. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in vollem Umfang Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Mit der Gesellschafterin wurde ein Rangrücktritt über die Höhe der bestehenden Verbindlichkeiten vereinbart. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgendem Verbindlichkeitenspiegel: Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
V. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge Im Berichtsjahr sind im Posten Umsatzerlöse bzw. im Rohergebnis außergewöhnlich hohe Erlösminderungen aus der erstmaligen Bildung der Rückstellung für Erlösschmälerungen auf abgerechnete Aufträge mit TEUR -151 enthalten. Im Berichtsjahr sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen außergewöhnlich hohe Aufwendungen enthalten aus:
2. Personalaufwand Im Unterposten Löhne und Gehälter ist Aufwand für Leiharbeiter in Höhe von EUR 484.655,29 (Vorjahr: EUR 184.097,95) mit enthalten. 3. sonstige betriebliche Aufwendungen In diesem Posten sind Sonstige Steuern in Höhe von EUR 8.585,85 (Vorjahr: EUR 8.585,85) mit enthalten. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In diesem Posten sind Avalprovisionen in Höhe von EUR 52.043,47 (Vorjahr: EUR 47.391,83) mit enthalten. 5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ausgewiesen werden Gewerbesteuernachzahlungen für den Zeitraum 2015 bis 2018 vor Gewinnabführungsvertrag. VI. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der nicht bilanzierten, sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 632. Er beinhaltete das Bestellobligo für Maschinen sowie die Miet- und Leasingraten bis zum Ende der Vertragslaufzeit. 2. Anzahl der Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 75 Arbeitnehmer. Davon waren 63 gewerbliche Arbeitnehmer und 12 Angestellte. 3. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt: Herr Georg Kriege, Essen (Betriebstechniker) und Herr Franz Paul Haacke (Dipl.-Ing.), Düsseldorf. Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. 4. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss ihres Mutterunternehmens, der Kai Capital Management GmbH & Co. KGaA mit Sitz in Neuss (Amtsgericht Düsseldorf, Nr. HRB 62833) einbezogen. Sie stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis verbundener Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und dort bekannt gemacht. Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A) Grundlagen des Unternehmens I) Geschäftsmodell des Unternehmens Die Portawin Kriege GmbH beschäftigt sich seit weit über 70 Jahren mit der Produktion und der Montage von Holz-, Kunststoff- und Holz-Aluminium-Fenstern, Innentüren und Innenausbauten wie Edelholzverkleidungen und Einbauten. Die Produkte von Portawin werden in fast allen Regionen des Bundesgebietes überwiegend in Bürogebäuden, Schulen, Krankenhäusern, Kindergärten, Altenheimen und Großwohnbauvorhaben eingebaut. II) Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft tätigt keine eigenen Forschungen und Entwicklungen. B) Wirtschaftsbericht I) Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis am 15. Januar 2024) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die Wirtschaftsleistung des produzierenden Gewerbes ohne Baugewerbe ging merklich zurück. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Baugewerbe legte hingegen leicht zu. Material- und Personalengpässe, Inflationsrate und Energiekosten haben zwar im Jahresverlauf abgenommen, bewegten sich aber im Mehrjahresvergleich immer noch auf seinem sehr hohen Niveau. Insbesondere die gestiegenen Zinsen sowie Kostensteigerungen in fast allen Bereichen haben den Baubereich stark belastet. Diese Belastungen sind in dem Bereich, in dem die öffentliche Hand Auftraggeber ist, bisher nur eingeschränkt spürbar. Der Rückgang in den sonstigen Segmenten des Baus führt allerdings zu einem verschärften Wettbewerbsumfeld. II) Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 wird durch die stabile Entwicklung der öffentlichen Bauaktivitäten gekennzeichnet. Verschiedene Verzögerungen haben dazu geführt, dass die für Ende 2023 vorgesehene Abrechnung eines mehrjährigen Großauftrages nur teilweise erfolgen konnte. Der Umsatz ist abrechnungsbedingt gestiegen. Die durchgängig gute Auftragslage hat dazu geführt, dass die Gesamtleistung auf ein weiteres Rekordniveau gestiegen ist. Dies hat u. a. einen deutlichen Anstieg der unfertigen Erzeugnisse/Leistungen und der erhaltenen Anzahlungen mit sich gebracht. III) Lage des Unternehmens 1) Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren des Unternehmens sind die EBITDA-Marge, die zwischen 12 und 15 % liegen sollte, eine Eigenkapitalquote, die auch langfristig über 40 % betragen soll, sowie eine jederzeit angemessene Liquiditätslage. 2) Ertragslage Durch die gute Auftragslage kam es trotz abrechnungsbedingt stark gestiegener Umsatzerlöse zu einem gegenüber dem Vorjahr konstanten Bestandsaufbau bei den bilanzierten unfertigen Erzeugnissen / unfertigen Leistungen. Die Gesamtleistung des Berichtsjahres stieg entsprechend stark an. Die Materialaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung ging entsprechend der Beschaffungspreisentwicklung und der Auftragsstruktur zurück. Das Rohergebnis (Gesamtleistung inklusive sonstiger betrieblicher Erträge und abzüglich des Materialaufwands) stieg von € 9,6 Mio. um € 2,3 Mio. bzw. rd. 24 % auf € 11,9 Mio. an. Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um € 0,6 Mio. bzw. rd. 11 % an. Im Berichtsjahr wurden in Produktion und Montage vermehrt Leiharbeiter eingesetzt. Der zugehörige Aufwand stieg um € 0,3 Mio. auf € 0,5 Mio. an und ist im Personalaufwand für Löhne und Gehälter mit enthalten. Der Personalaufwand ohne Leiharbeiteraufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um € 0,3 Mio. bzw. rd. 6% an. Im Wesentlichen waren Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie eine Inflationsausgleichsprämie ursächlich. Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl sank indes von 79 auf 75 Köpfe. Die Personalaufwandsquote (ohne Leiharbeiter) im Verhältnis zur stark erhöhten Gesamtleistung verbesserte sich deutlich. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um € 1,2 Mio. angestiegen. Ursächlich waren ungewöhnlich hohe Forderungsverluste, Wertberichtigungen auf Forderungen und erhöhte Rückstellungen für Prozessrisiken mit in Summe rd. € 0,9 Mio. Das EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) hat sich gegenüber 2022 von rd. € 2,1 Mio. auf rd. € 2,7 Mio. in 2023 erhöht und bewegt sich mit unverändert rd. 11 % der Gesamtleistung auf einem zufriedenstellenden Niveau. Das dem Verrechnungskonto des Gesellschafters aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages gutgeschriebene Jahresergebnis ist von T€ 743 im Vorjahr auf T€ 1.063 in 2023 gestiegen. Im Vergleich mit unserer Prognose für 2023 im Lagebericht 2022 stellen sich die Abweichungen wie folgt dar: Prognostiziert hatten wir einen deutlichen Umsatzanstieg, einen leichten Rückgang der Gesamtleistung sowie ein EBITDA von € 2,3 Mio. Tatsächlich blieb der erwartete Rückgang der Gesamtleistung durch die anhaltend gute Auftragslage in 2023 aus, so dass wir unser Rohergebnis erheblich steigern konnten. Trotz der vorgenannten ungewöhnlich hohen sonstigen Aufwendungen haben wir damit unsere EBITDA-Prognose deutlich übertroffen. 3) Finanzlage Eine angemessene Liquiditätsausstattung war im abgelaufenen Jahr jederzeit gegeben, auch wenn aufgrund der dauerhaften Finanzierung der langlaufenden Projekte durchgängig Kontokorrentlinien in Anspruch genommen wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Banken sind weitgehend lang- und mittelfristiger Natur und z. T. durch ausgewählte Aktiva des Unternehmens besichert. Der Kapitaldienst wurde fristgerecht bedient. Dem Unternehmen stehen weiterhin nicht ausgeschöpfte Kontokorrentlinien zur Verfügung. In 2023 wurde im Wesentlichen in die Modernisierung des Maschinenparks investiert, die 2024 zum Abschluss kommen wird. Die Finanzierung erfolgte wie üblich zum Teil durch Kreditinstitute und zum Teil aus den vorhandenen liquiden Mitteln. 4) Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. 12 % auf T€ 18.858 erhöht. Ursächlich ist im Wesentlichen ein Anstieg der Vorratsbestände und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Auf der Passivseite stiegen insbesondere die Bankverbindlichkeiten und sonstigen Rückstellungen an. Die Bilanzstruktur des Unternehmens ist weiterhin sehr solide. Das Anlagevermögen wird nach wie vor vollständig durch Eigenkapital finanziert. Die Eigenkapitalquote (ohne Gesellschafterdarlehen) liegt mit rd. 40,5 % weiterhin auf einem hohen Niveau. Unter Einbeziehung der nachrangigen Gesellschäftermittel ergibt sich eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von rd. 55 %. 5) Gesamtaussage Insgesamt ist die Geschäftsleitung mit dem Verlauf des Geschäftsjahres sowie mit der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zufrieden. C) Prognose-, Chancen- und Risikobericht I) Prognosebericht Der Ausblick auf das nächste Jahr ist für Portawin stark durch den hohen Auftragsbestand geprägt. Das Umgehen mit den Inflationseffekten (Preiserhöhungen gegenüber Kostensteigerungen) und die Verfügbarkeit von Ressourcen (Material und Personal) werden einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis des Jahres 2024 haben. Durch einen Auftragseingang in der Größenordnung der Gesamtleistung blieb der Auftragsbestand zum Jahresende 2023 auf einem hohen Niveau, so dass die Auslastung für das kommende Jahr weitgehend sichergestellt ist. Für 2024 erwarten wir angesichts des konjunkturellen Umfeldes einen abrechnungsbedingten leichten Anstieg des Umsatzes und einen leichten Rückgang der Gesamtleistung und des Rohergebnisses. Die gewöhnlichen betrieblichen Aufwendungen werden annähernd auf dem Niveau des abgeschlossenen Jahres erwartet. Auf der Grundlage unserer Jahresplanung für 2024 gehen wir von einem EBITDA von € 2,0 Mio. und einer EBITDA-Marge von rd. 9 % der Gesamtleistung aus, wobei wir keine weiteren oder neuen Auswirkungen durch die diversen Krisenherde unterstellen. Die vorsichtige Ergebnisplanung liegt damit unter unseren Zielvorgaben. Sie ist angesichts des schwieriger werdenden Wettbewerbsumfeldes jedoch vertretbar. Die Eigenkapitalausstattung wird stabil über 40 % der Bilanzsumme erwartet. Die erwartete positive EBITDA-Marge, die soliden Bilanzrelationen und die erneuerte Infrastruktur (Maschinen und Anlagen) stimmen uns auch für die mittel- und langfristige Zukunft des Unternehmens positiv. II) Chancen- und Risikobericht Mit den vorhandenen Produktionsanlagen und nach den erheblichen Investitionen des Jahres 2023 und bleibt Portawin unverändert in einer guten Ausgangsposition für die Herausforderungen und Chancen der Zukunft. Operativ werden wir unsere Maßnahmen zur Kontrolle der Beschaffungs- und Prozesskosten fortsetzen. Die Preise für Energie und Baustoffe können stark schwanken und sind aufgrund der Marktgegebenheiten durch unsere Gesellschaft nur beschränkt zu beeinflussen. Mit unseren Kunden vereinbaren wir hingegen häufig feste Preise, selbst für lange andauernde Projekte. Die daraus erwachsenden Risiken und Chancen für unser Unternehmen haben an Bedeutung gewonnen und werden seitdem bei der Projektkalkulation berücksichtigt. Zukünftig werden wir aktiv weitere Wachstumsimpulse prüfen und verfolgen. Mit unserer modernen Infrastruktur, weiteren Prozess- und Qualitätsoptimierungen sowie einem verstärkten Fokus auf die Personalentwicklung wollen wir unsere bestehenden Kunden weiter überzeugen und neue Kunden gewinnen. III) Risikomanagement Jedes Risikomanagement und jede Geschäftsführung betrachten eine angemessene Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft sowie die Sicherung eines Bestandes an jederzeit verfügbarer Liquidität als wichtige Indikatoren. Daneben ist unser Risikomanagement durch entsprechende Überwachungs- und Berichtsprozesse so ausgestattet, dass die zeitnahe Information der Geschäftsleitung über alle wesentlichen Risiken gewährleitet ist. Als wesentliche operative Risiken betrachten wir Qualitäts-, Projekt- und Preisrisiken. Die laufende Überwachung und die kontinuierliche Verbesserung von Produkt- und Prozessqualität obliegen der Geschäftsleitung. Die Geschäftsleitung ist zudem mit allen wesentlichen Fragen der Einkaufs- und Verkaufspreisgestaltung selbst befasst. Die Preisgestaltung erfolgt unter Beachtung unserer Qualitätsziele und der branchenüblichen Wettbewerbsbedingungen. Es besteht ein nach Art und Umfang ausreichender Versicherungsschutz. Angesichts der branchenüblichen Risiken wird weiterhin auf eine laufende und regelmäßige Abstimmung mit der Feuerwehr Wert gelegt. Möglichen Forderungsausfällen wird durch ständige Debitorenüberwachung und intensives Mahnwesen vorgebeugt. Durch den hohen Anteil der öffentlichen Hand bergen die Debitoren insoweit eher geringere Risiken. Bei Neukunden werden Bonitätsprüfungen durchgeführt. Dabei wird auch auf externe Bonitätsunterlagen zurückgegriffen. Die Überwachung der rechtlichen Risiken obliegt der Geschäftsführung, die bei Bedarf externen rechtlichen Rat einholt. IT-Risiken werden durch die Geschäftsführung überwacht, die auch den erforderlichen Einsatz externer Spezialisten koordiniert. Der Einsatz von Finanzinstrumenten spielt im Unternehmen keine Rolle.
Essen, 26. Januar 2024 Unterzeichnung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 gemäß § 245 HGBUnterzeichnung des Jahresabschlusses per 31. Dezember 2023, bestehend aus:
und Unterzeichnung
Essen, den 26. Januar 2024 Georg Kriege Franz Paul Haacke E. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und SchlussbemerkungNach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 (Anlagen 2 bis 4) und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (Anlage 5) der Portawin Kriege GmbH, Essen, unter dem Datum vom 26. Januar 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Portawin Kriege GmbH, Essen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Portawin Kriege GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Portawin Kriege GmbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lage berichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung, Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. " Wir erstatten diesen Prüfungsbericht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450 n. F. (10.2021)). Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.
Siegen, 26. Januar 2024 8P
Treuhand GmbH
Dipl.-Kfm. S. Lützenbürger, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm./Dipl.-Vw. D. Neuhaus, Wirtschaftsprüfer |
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