Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 162108
Vorher
swoodoo GmbH
Eingetragen
25.8.2011
Branche
Vermittlungstätigkeiten für BeherbergungsdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die PersonenbeförderungTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Gegenstand
Entwicklung, Betrieb und Lizenzierung von internetbasierten Preisvergleichs- und Produktsuchmaschinen, die Usern helfen, die besten Angebote zu finden, Preise zu vergleichen, sowie die Vermittlung von Anbietern und Kunden; Ausgenommen vom Geschäftsgegenstand sind solche Geschäfte, die einer staatlichen Genehmigung bedürfen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matteo Bruni
seit 21.3.2025
Geschäftsführer
Andrew Bolton
seit 14.6.2023
Geschäftsführer
Susana Alves D'Emic
seit 13.4.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
KAYAK Software CorporationUSA
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
KAYAK Software Corporation
United States
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KAYAK Germany GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Wirtschaftstätigkeit in Deutschland ist im Jahr 2023 schätzungsweise um 0,3 % zurückgegangen. Der private Konsum litt unter Kaufkraftverlusten aufgrund steigender Lebenshaltungskosten und Inflationsdruck. D Die Indikatoren für die Marktstimmung sind nach wie vor schwach, wobei einige Indikatoren im Januar 2024 den niedrigsten Stand seit der COVID-19-Krise erreicht haben, was auf ein gedämpftes Wirtschaftswachstum in der ersten Jahreshälfte 2024 hindeutet. Der Arbeitskräftemangel ist nach wie vor ein Engpass für die Konjunktur. Positiv zu vermerken ist, dass sich die Finanzierungsbedingungen am Markt moderat entspannt haben und eine weitere Entspannung über den Kreditkanal der Banken erwartet wird. Darüber hinaus dürften die Realeinkommen von einem robusten Arbeitsmarkt und steigenden Reallöhnen profitieren, die den privaten Konsum in den nächsten Jahren stützen dürften. Insgesamt wird ein Anstieg des realen BIP um 0,15 % im Jahr 2024 und um 1,33 % im Jahr 2025 prognostiziert.

Die Inflation dürfte sich von 6,03 % im Gesamtjahr 2023 auf 2,4 % im 2024 und 1,9 % im Jahr 2025 verringern. Dieser Rückgang ist in erster Linie auf den Rückgang des Energiepreisdrucks in Verbindung mit verschärften geldpolitischen Bedingungen und einer restriktiven Fiskalpolitik zurückzuführen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen auf ihrer Ratssitzung im Juni 2024 um 0,25 Basispunkte angepasst, so dass der Leitzins im Jahr 2024 auf 4,25 % angehoben wird. Es wird erwartet, dass die Inflation im Laufe des Jahres 2024 allmählich zurückgehen wird, bevor sie sich 2025 dem Ziel von 2,0 % nähert. Insgesamt blieb die EZB auf der Grundlage ihrer Einschätzungen vom Dezember und Januar weiterhin die Auffassung, dass die Leitzinsen ein Niveau erreicht hätten, das wesentlich dazu beitragen werde, dass die Inflation rechtzeitig wieder auf das Zielniveau zurückkehre.

Generell ist die Tourismusbranche von großer wirtschaftlicher Bedeutung, da es sich um einen umsatzstarken und beschäftigungsintensiven Wirtschaftszweig handelt. Das Gastgewerbe in Deutschland hat trotz Umsatzsteigerungen im vergangenen Jahr immer noch nicht das vor COVID-19-Niveau erreicht. Nach Angaben des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) lag der Umsatz im Beherbergungsgewerbe trotz einer starken Erholung nach der COVID-19 im Jahr 2023 real immer noch um 4,7 % niedriger als 2019. Im Jahr 2023 gab es 487 Millionen Übernachtungen, was einem Anstieg von 8,1 % gegenüber 2022 entspricht, aber immer noch 1,7 % weniger als 2019. Auch das Jahr 2024 begann für die Branche mit einem Umsatzrückgang. Laut einer aktuellen DEHOGA-Umfrage lag der Umsatz im Januar nominal 10,2 % unter dem Vorjahreswert.

Die Europäische Kommission prognostiziert für 2024 ein Wirtschaftswachstum von 0,15 %. Die kurzfristigen Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum sind gesunken. Vor allem die Unsicherheit über die Energieversorgung hat vorerst nachgelassen, was zu einem Rückgang der Großhandelspreise für Energie geführt hat. Demgegenüber stützen steigende Beschäftigung, sinkende Sparquoten der privaten Haushalte und umfangreiche fiskalpolitische Maßnahmen die Nachfrage. Es wird erwartet, dass das verfügbare Realeinkommen erst im Jahr 2024 steigen wird, wenn die Löhne und Gehälter die sinkenden Inflationsraten übersteigen, was höhere Konsumausgaben ermöglicht.

Für die weitere Geschäftsentwicklung der KAYAK Website sind die Entwicklung im E-Commerce-Bereich und die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft nach wie vor von besonderer Bedeutung. Um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, investiert die Bundesregierung verstärkt in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Sowohl das im Online-Handel erzielte Gesamthandelsvolumen als auch die Ausgaben für Werbung im Internet wachsen seit Jahren kontinuierlich.

Laut Statista ist der Reiseverkehr in den letzten Jahren aufgrund der COVID-19 Pandemie zwar insgesamt zurückgegangen, aber die Verbraucher buchen ihre Reisen zunehmend selbst, insbesondere über Online-Reisebüros. Im Jahr 2023 stammten 69.6 % des Umsatzes auf dem globalen Reise- und Tourismusmarkt aus Online-Vertriebskanälen. Im Jahr 2023 hatte der globale Markt für Online-Reisebüros einen Wert von etwa 599 Milliarden US-Dollar und wird bis 2028 voraussichtlich über 800 Milliarden US-Dollar erreichen.

B. Geschäftsmodell und Geschäftszweck

Die KAYAK Germany GmbH ("das Unternehmen"), Berlin, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der KAYAK Software Corporation, USA, ein in Wilmington, DE, USA registriertes Unternehmen.

Die KAYAK Software Corporation ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Booking Holdings Inc., übernommen, zu der Websites wie Booking.com, priceline.com, agoda.com, Rentalcars.com und OpenTable gehören.

Geschäftszweck des KAYAK-Unternehmensgruppe (zusammen die "KAYAK Group") ist die Entwicklung, der Betrieb und die Lizenzierung von internetbasierten Preisvergleichs- und Produktsuchmaschinen, die Nutzern helfen, die besten Angebote zu finden, Preise zu vergleichen und Anbieter und Kunden zu vermitteln.

Die Haupttätigkeit der KAYAK Germany GmbH ist die Erbringung von Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen für verbundene Unternehmen. Das Unternehmen führt keine Entwicklungsaktivitäten für eigene Zwecke durch. Die KAYAK Germany GmbH erwirtschaftet ihre Umsätze aus Cost-Plus-Vereinbarungen mit Unternehmen der KAYAK-Gruppe.

C. Geschäftsverlauf

Insgesamt stieg der Umsatz von TEUR 14.384 auf TEUR 19.996 . Der Großteil des Umsatzergebnisses des Unternehmens stammt aus den Cost-Plus-Verträgen. Der Grund für den Anstieg ist das Ergebnis der von Jahr zu Jahr steigenden Betriebskosten, die sich in höheren Erlösen aus den Cost-Plus-Verträgen niederschlagen.

Insgesamt wurde im Jahr 2023 ein besseres Jahresergebnis von TEUR 1.795 (2022: TEUR 1.150) erzielt.Die Umsatzprognose aus dem Vorjahr mit einem Plus von 24,4 % wurde übertroffen. Der Anstieg beträgt 39 % und war damit zufriedenstellend.

D. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Bilanzstichtag von TEUR 25.495 im Jahr 2022 auf TEUR 30.205 im Jahr 2023.

Das Anlagevermögen erhöhte sich aufgrund von Investitionen in Höhe von TEUR 1.479 von TEUR 453 auf TEUR 1.608. Gegenläufig wirkten planmäßige Abschreibungen in Höhe von 304 TEUR und Abgänge in Höhe von 20 TEUR.

Die Gesellschaft gewährte der Priceline Group Treasury Company BV ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 17.839 (einschließlich Zinsen). Zum Bilanzstichtag beliefen sich die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 28.274 (2022: TEUR 24.460).

Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über eigene liquide Mittel in Höhe von TEUR 50 bei einer Bilanzsumme von TEUR 30.205, was einer Quote von 0,17% entspricht. Im Vorjahr lag die Rate bei 0,20 %. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Unternehmen seine liquiden Mittel über den Cash-Pool optimiert (Forderung zum Bilanzstichtag: TEUR 5.626; Vorjahr: TEUR 3.592) und daher weniger eigene Barmittel bei den Banken vorhält.

Im Jahr 2023 verfügte die Gesellschaft über ein Eigenkapital von TEUR 23.669 nach TEUR 21.874 im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote sank leicht von 85,8 % auf 78,4 %. Das Unternehmen ist finanziell solide.

Die Rückstellungen betragen TEUR 5.003 (2022: 3.348 TEUR) und betreffen im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich von TEUR 273 im Vorjahr auf TEUR 1.533 . Dies ist im Wesentlichen auf die sonstigen Verbindlichkeiten zurückzuführen.

Der Anteil der Gesamtverschuldung an der Bilanzsumme beträgt 21,6 % (2022: 14,2 %), was einer höheren Verschuldung des Unternehmens entspricht.

2. Finanzielle Lage

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist Geschäftsjahr 2023 mit liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 50 (2022: TEUR 50) stets ausreichend, da im Rahmen eines Cash-Poolings ausreichend liquide Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen vorhanden sind. Die Cash-Pool-Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich von TEUR 3.592 im Vorjahr auf TEUR 5.626 im Geschäftsjahr.

Die Gesellschaft unterhält Mietverträge in Berlin mit einem Nominalwert von TEUR 5.507 (2022: TEUR 355 ). Davon ist ein Betrag in Höhe von TEUR 1.353 innerhalb eines Jahres fällig.

Die Zahlungsfähigkeit wurde durch die ständige Verfügbarkeit konzerninterner Mittel im Geschäftsjahr 2023 sichergestellt.

3. Ertragslage

Das Unternehmen verfügt über ein Cost-Plus-Modell, so dass die Kosten die entscheidende Variable sowohl für den Ertrag als auch für den Gewinn sind. Aufgrund dieses Cost-Plus-Modells stellen die operativen Kosten die finanziellen Leistungsindikatoren des Unternehmens dar. Insbesondere der Personalaufwand, da dieser die größten Kostenpositionen für das Unternehmen darstellt.

Die kostenaufschlagsbasierten Umsatzerlöse erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 19.316 (2022: 14.194 TEUR).

Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr 2023 über dem Vorjahr ( TEUR 15.211; 2022: TEUR 10.818). Die Abschreibungen beliefen sich auf TEUR 304 (2022: TEUR 518) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf TEUR 3.827 (2022: TEUR 2.959).

Der im Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss beträgt TEUR 1.795 . Im Vorjahr lag der Jahresüberschuss bei TEUR 1.150 . Dies ist auf den gestiegenen Personalaufwand zurückzuführen.

Insgesamt ist die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der KAYAK Germany GmbH zufriedenstellend - sie entspricht der Marktentwicklung der Einschätzung des Managements.

Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren betrachtet das Unternehmen die Anzahl der Mitarbeiter als Faktor für das Wachstum des Unternehmens. Wie im Folgenden beschrieben, stieg die Zahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr, was zu höheren Betriebskosten Kosten und damit zu einer höheren Profitabilität führte.

E. Zweigniederlassungen und Mitarbeiter des Unternehmens

Alle Mitarbeiter des Unternehmens sind bei dem Unternehmen mit Sitz in Berlin beschäftigt.

Waren zum Ende des Vorjahres noch durchschnittlich 109 Mitarbeiter beschäftigt, stieg die Zahl der Mitarbeiter zum Ende des Geschäftsjahres auf 125. Dies ist das Ergebnis einer Zunahme der Unterstützungsaktivitäten.

F. Chancen- und Risikobericht

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete das Unternehmen einen Anstieg des Jahresüberschusses.

Die KAYAK Germany GmbH ist durch die Cost-Plus-Vereinbarungen mit anderen KAYAK Unternehmen direkt mit der operativen Geschäft der KAYAK Gruppe verbunden.

Chancen für das operative Geschäft der KAYAK-Gruppe ergeben sich aus:

den weiteren Ausbau des internationalen Tourismus,

die zunehmende Nutzung des Internets als Marketingkanal für den Tourismus.

Für die Geschäftsentwicklung der KAYAK Gruppe ergeben sich durch die weitere internationale Verbreitung des Tourismus und die intensivere Nutzung des Internets als Marketingkanal für den Tourismus erhebliche Chancen.

Die Kayak Gruppe kann aufgrund ihrer internationalen Präsenz von diesen Möglichkeiten profitieren. Erhebliche Risiken, die sich auf die Rentabilität des Unternehmens auswirken könnten, ergeben sich aus dem Anstieg der Lebenshaltungskosten, der sich auf das Ausgabeverhalten der Verbraucher auswirkt.

Da die Forderungen der Gesellschaft nur Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen, werden sowohl das Ausfallrisiko als auch das Liquiditätsrisiko - bezogen auf den Cash-Pool-Saldo - als sehr gering eingestuft, da sich das verbundene Unternehmen in einer positiven wirtschaftlichen Lage befindet.

Weitere Präventionsmaßnahmen werden nicht als notwendig erachtet. Weitere finanzielle Risiken sind nicht erkennbar.

Ein zusätzliches Risiko ist unsere Fähigkeit, Talente in Form unserer Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Unser Erfolg hängt von unserer Fähigkeit ab, Talente zu gewinnen, zu halten und zu entwickeln, um sicherzustellen, dass wir unsere Mitarbeiter in die Lage versetzen, unsere Strategie umzusetzen. Es besteht das Risiko, dass wir nicht in der Lage sind, wichtige Talente zu gewinnen und zu halten, und das Engagement und Vertrauen unserer Mitarbeiter zu erhalten. Dieses Risiko wurde durch die Tatsache verstärkt, dass die Reisebranche während der COVID-19 Pandemie an Attraktivität verloren hat. Das KAYAK Gruppe ist bestrebt, dieses Risiko zu mindern, indem es hohe Leistungen durch Leistungsbeurteilungen, Entwicklungspläne, Karriereplanung und Schulungsprogramme fördert.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass zum 31. Dezember 2023 keine bestandsgefährdenden Risiken bestanden. Es sind auch in Zukunft keine Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten.

G. Prognosebericht

Das Unternehmen erwartet einen Umsatzanstieg von rund 4,1 % und einen entsprechenden Gewinnanstieg. Das Unternehmen rechnet mit einem Anstieg des Personalaufwands um rund 4,5 %. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Mitarbeiterzahl um etwa 3 % sinken wird. Das Management rechnet mit einem Aufwärtstrend bei Kosten und Gewinnen, wenn sich die Reisebranche in den nächsten Jahren wieder auf das Niveau vor der COVID-19 erholt.

Im Jahr 2024 wird die Verbraucherpreisinflation voraussichtlich auf 2,4 % sinken. Vor dem Hintergrund einer Anstiegs des Lohnwachstums dürften die Realeinkommen dann wieder deutlich steigen. Die leichte Verbesserung des externen Umfelds sollte die Geschäftstätigkeit des Unternehmens unterstützen. Eine anhaltend höhere Inflation, sich verschlechternde Finanzierungsbedingungen und Fachkräftemangel in bestimmten Berufen verhindern jedoch einen kräftigen Aufschwung. Aus diesem Grund wird erwartet, dass das reale BIP im Jahr 2024 um 0,15 % wachsen wird.

 

Berlin, den 2 Dezember 2024

KAYAK Germany GmbH Berlin

Andrew Bolton

Peer D'Artagnan Bueller

Jesse James Woods

Susana Alves D'Emic

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.608.171,84 453.455,10
1.608.171,84 453.455,10
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 28.274.190,86 24.459.813,27
2. Sonstige Vermögensgegenstände 243.463,68 414.742,84
28.517.654,54 24.874.556,11
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 50.000,00 50.000,00
28.567.654,54 24.924.556,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.781,72 117.025,29
30.204.608,10 25.495.036,50

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 2.915.406,06 2.915.406,06
III. Gewinnvortrag 18.909.021,12 17.759.021,57
IV. Jahresüberschuss 1.794.632,87 1.149.999,54
23.669.060,05 21.874.427,17
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 5.002.607,27 3.348.073,49
C. Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 155.831,99 12.635,44
II. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 335.928,91 16.497,09
III. Sonstige Verbindlichkeiten 1.041.179,88 243.403,31
1.532.940,78 272.535,84
30.204.608,10 25.495.036,50

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 19.995.940,77 14.383.912,92
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.206.236,56 1.280.774,00
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.628.285,52 9.521.620,42
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.583.210,21 1.296.347,72
15.211.495,73 10.817.968,14
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 303.559,30 517.995,81
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 609,11 (Vorjahr: EUR 1.800,16) 3.827.453,94 2.958.726,85
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 825.867,57 136.533,27
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 825.867,57 (Vorjahr: TEUR 136.533,27)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 7.827,69
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 7.827,69)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 890.903,06 348.702,16
9. Ergebnis nach Steuern 1.794.632,87 1.149.999,54
10. Jahresüberschuss 1.794.632,87 1.149.999,54

ANHANG zum 31.12.2023

KAYAK Germany GmbH, Berlin

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der im Geschäftsjahr geltenden Fassung und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt worden.

Die KAYAK Germany GmbH hat ihren Sitz in Berlin. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Registernummer HRB 162108 geführt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Von den vorgesehenen größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Gesellschaftsvertrag ist in der Fassung vom 19. August 2014 gültig.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die den einzelnen bilanzierten Vermögensgegenständen zugrundeliegende Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 5 Jahren. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Für das Umlaufvermögen findet das strenge Niederstwertprinzip Anwendung. Erkennbare Risiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre fristadäquat abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, und auf der Passivseite Einnahmen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Latente Steuern werden aufgrund von temporären oder quasi permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge gebildet. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Ein sich ergebender aktiver Saldo wird gemäß dem nach § 274 Abs. 1 HGB bestehenden Aktivierungswahlrecht nicht bilanziert.

Die in Vorjahren angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen wurden beibehalten.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagengitter.

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 28.274 (Vorjahr: TEUR 24.460) aus. Gegen die Gesellschafterin wurden im Geschäftsjahr TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 4.809 (Vorjahr: TEUR 3.697) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 5.626 (Vorjahr: TEUR 3.592) Forderungen aus dem Cashpool. Ferner hat das Unternehmen ein kurzfristiges Darlehen, nebst Zinsen, in Höhe von TEUR 17.839 (Vorjahr: TEUR 17.166) an die Priceline Group Treasury Company B.V. ausgegeben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 243 (Vorjahr: TEUR 415) bestehen u.a. aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 246).

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Rückstellungen für Personalkosten 4.867 3.125
Rückstellungen für Abschluss & Prüfung 108 98
Übrige Rückstellungen 28 125

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 336 (Vorjahr: TEUR 16) aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen vollständig auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind somit innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 8) sowie Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 522 (Vorjahr: TEUR 235). Die Sonstigen Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 527 (Vorjahr: TEUR 243) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Forderungen und Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr nicht besichert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse wurden im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 19.996 (Vorjahr: TEUR 14.384) erzielt. Diese entfielen ausnahmslos auf das Inland.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 1.206 (Vorjahr: TEUR 1.281).

In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 826 (Vorjahr: TEUR 137) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 8) enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl betrug im Geschäftsjahr 125 (Vorjahr: 109), diese waren ausschließlich Angestellte.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgte durch die Geschäftsführer:

Ralf Boeck-Chenevier, Senior Vice President Technologie und Geschäftsführer KAYAK Germany GmbH (bis 12.05.2023),

Peer D'Artagnan Bueller, Finanzvorstand der KAYAK Gruppe und Geschäftsführer KAYAK Germany GmbH,

Jesse James Woods, Vice President Search Engine Optimization und Localization und Geschäftsführer KAYAK Germany GmbH,

Susana Alves D'Emic, Chief Accounting Officer and Controller of Booking Holdings Inc und Geschäftsführer KAYAK Germany GmbH,

Andrew Bolton, Director Information Technology und Geschäftsführer KAYAK Germany GmbH (ab 12.05.2023).

Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch, da nur zwei der nachfolgenden Geschäftsführer im Jahr 2023 Bezüge von der Gesellschaft erhalten haben:

Jesse James Woods

Ralf Boeck-Chenevier bis 12.05.2023, Andrew Bolton ab 12.05.2023

Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB bestehen zum 31.12.2023 aus abgeschlossen nen Mietverträgen mit einem Volumen von TEUR 5.507 (Vorjahr: TEUR 355). Davon werden TEUR 1.353 (Vorjahr: TEUR 355) innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegen- über verbundenen Unternehmen bestehen nicht.

Konzernzugehörigkeit

Die KAYAK Germany GmbH, Berlin, ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der KAYAK Software Corporation, USA, mit Hauptsitz in Stamford, CT, USA.

Die KAYAK Germany GmbH wurde in den Konzernabschluss der Booking Holdings Inc. (vormals: Priceline Group Inc.), Norwalk/USA, einbezogen.

Die Booking Holdings Inc. (vormals: Priceline Group Inc.), Norwalk/USA, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Konzernkreis im Sinne des § 285 Nrn. 14 und 14a HGB auf.

Der offengelegte Konzernabschluss ist im US-amerikanischen Handelsregister (United States Securities and Exchange Commission) unter der Nummer 1-36691 erhältlich.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine Ereignisse zu vermerken.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.794.632,87 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 2. Dezember 2024

KAYAK Germany GmbH Berlin

Andrew Bolton

Peer D'Artagnan Bueller

Jesse James Woods

Susana Alves D'Emic

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.526.498,26 1.479.319,00 (1.575.548,22) 2.430.269,04
2.526.498,26 1.479.319,00 (1.575.548,22) 2.430.269,04
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (2.073.043,16) (303.559,30) 1.554.505,26 (822.097,20)
(2.073.043,16) (303.559,30) 1.554.505,26 (822.097,20)
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2023
EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.608.171,84 453.455,10
1.608.171,84 453.455,10

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KAYAK Germany GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KAYAK Germany GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der KAYAK Germany GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 2. Dezember 2024

Deloitte GmbH
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Gerald Reiher, Wirtschaftsprüfer

Nils Scheppank, Wirtschaftsprüfer

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