Bogner Commerce GmbH
Neumarkter Straße 75, 81673 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Hiendlmeier seit 20.12.2024 | Geschäftsführer |
Frank Wiesner seit 1.2.2023 | Prokura |
Juliane Drerup-Hero seit 25.1.2018 | Prokura |
Elke Groß seit 25.1.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 37.52% | |
| 2.48% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 60.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WYSÔ Bogner GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 01. April 2021 - 31. März 20221 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die WYSÔ GmbH ist der Gesellschafter der BOGNER Sport GmbH & Co. Verwaltungs KG, die wiederum führt als persönlich haftender Gesellschafter die Geschäfte der Willy BOGNER GmbH & Co. KGaA. Die Willy BOGNER GmbH & Co. KGaA führt dabei mit Ihren Tochterunternehmen die operativen Geschäfte der BOGNER Gruppe. Die BOGNER Gruppe ist ein Traditionsunternehmen, dem es seit rund 90 Jahren erfolgreich gelungen ist über die Kombination von Sport, Mode und hoher Qualität eine besondere Stellung in Deutschland sowie auf den internationalen Märkten einzunehmen. Die Vielfalt und Einzigartigkeit der Kollektionen spiegeln sowohl die Innovationskraft als auch die Tradition des Unternehmens wider. Das Markenzeichen (B) ist sichtbarer Ausdruck einer unverwechselbaren Marke. Der Vertrieb der Kollektionen in den Bereichen Bogner Sport, Bogner Fashion, Bogner Kids und FIRE+ICE erfolgt weltweit in 50 Ländern und mit rund 1.200 Handelspartnern, davon 88 BOGNER Stores (36 selbst betriebene Geschäfte, davon 3 Concession Stores und 15 Outlets, 47 Partner-Stores, sowie aktuell 3 Pop Up Stores Retail und 2 Pop Up Outlets). Daneben betreibt BOGNER seit den 2000er Jahren einen sehr erfolgreichen eigenen Online-Flagshipstore und hat damit frühzeitig die Voraussetzungen geschaffen, um auch Online stark präsent zu sein. Zusätzlich zum Vertrieb der von Designern entwickelten Sommer und Winter-Kollektionen gehört die Vergabe von Lizenzen für die Herstellung und den Vertrieb von vornehmlich nicht textilen Produkten (u.a. Schuhe, Taschen, Ski, Skihelme, Skihandschuhe, Brillen, Golf Bekleidung (Südkorea) sowie Kosmetik) zum Geschäftsmodell des Unternehmens. 1.2 Ziele und Strategien Die Vision, der "Global Market Leader in Luxury Sports Fashion" zu sein, steht an erster Stelle für BOGNER. Dabei wird unverändert eine Strategie der Internationalisierung durch den Ausbau der Vertriebskanäle Online und Wholesale verfolgt, ergänzt um vereinzelte Storeneueröffnungen in Fashion-Metropolen. Gleichzeitig ist die Platzierung der BOGNER Kollektionen in Luxus Departement Stores Teil der Wachstumsstrategie. Für die einzelnen Produktsegmente gelten in diesem Kontext jeweils spezifische Strategieansätze. BOGNER Sport verfolgt weiterhin das Ziel der Marktführerschaft im Segment Luxury Sports. Unter dem Motto "Athluxury" vereint BOGNER Funktion und Design. Die Ski- und Golfkollektion umfasst Kleidungsstücke aus innovativen und hochfunktionalen Materialien, die auch bei anderen Sportarten sowie im Alltag vielseitig kombiniert und eingesetzt werden können. Dabei ist ein erklärtes Ziel, die bereits umgesetzte Modernisierung und Annäherung der Kollektion Sport mit der Kollektion Fashion unter der Zielrichtung Luxury Sports Fashion weiter zu forcieren. Damit erreicht BOGNER eine weltweit einzigartige Positionierung. BOGNER Fashion spricht Kunden mit einer klaren sportiven sowie lässig-eleganten Ausrichtung im zunehmend luxusorientierten Fashion-Segment an. Neben einer gesamtheitlichen Kollektionsausrichtung spielt insbesondere die Produktgruppe Outdoor im Sortiment eine wesentliche Rolle und richtet sich an dem Kern der Marke mit seiner Verbindung von Fashion und Sport aus. Edle, funktionale Materialien und eine aufwändige Verarbeitung mit viel Liebe zu Details sind das Selbstverständnis der Marke BOGNER. Die Marke FIRE+ICE setzt auf eine klare Abgrenzung zu BOGNER und soll in seiner Eigenständigkeit im Produktangebot jüngere Kundengruppen in den Bereichen "Urban und Performance" im Premiumsegment erschließen. Das Lizenzgeschäft dient zur strategischen Nutzung der Kraft der Marke BOGNER für bestimmte ausgewählte Produktgruppen. Dabei werden Lizenzen nur an solche Partner vergeben, welche die Positionierung der Marke BOGNER als Athluxury-Sports-Fashion unterstützen. Neben den Lizenzerträgen sind es die verstärkte Marktdurchdringung von BOGNER-Produkten sowie die Kommunikationsleistungen der Partner, die diesem Geschäftsmodell eine besondere Bedeutung für das Unternehmen angedeihen lassen. Die Umsatzverteilung der verschiedenen Segmente stellt sich dabei wie folgt dar: BOGNER Sport (32%), BOGNER Fashion (43%), gefolgt von FIRE+ICE (20%) und Verkauf von Lizenzwaren (5%). 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Lage Nach einem noch nie in der Form dagewesenen Jahr 2020 und einem massiven Einbruch der Konjunktur, kann man eine wirtschaftliche Erholung 2021 aufgrund von globalen fiskalpolitischen Maßnahmen, voranschreitenden Impfkampagnen und einer Anpassung der globalen Wirtschaft an die coronabedingten Umstände feststellen. Laut dem IWF (Internationaler Währungsfonds) hat die Weltwirtschaft im Jahr 2021 um +6,1% zugelegt (2020: -3,3%) und fiel damit um 10 Basispunkte besser aus als zu Jahresbeginn prognostiziert. Der IWF bestätigte im Januar 2022 den positiven Trend der Erholung für das Jahr 2022 mit einem prognostizierten Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von +4,4%. Einen Dämpfer, um -0,8% auf 3,6%,1 erhält dieses Wachstum jedoch aufgrund der aktuellen Ereignisse in der Ukraine. Die vor dem Konflikt bereits vorhandene Inflationsspirale wird weiter verstärkt aufgrund von massiven Preissteigerungen bei den Hauptexportwaren (Russland/Ukraine) wie Öl, Gas, Metallen und Weizen. Zusätzlich zum Russland-Ukraine-Konflikt verlangsamen harte Covid-19 Lockdowns in der VR China, vor allem in zentralen Produktionsstätten und Häfen, das Wachstum in der Region und führen zu Engpässen in der globalen Lieferkette. Die Wirtschaft der Eurozone wuchs im Kalenderjahr 2021, vor allem durch die Rücknahme der verschiedenen Covid-19-Eindämmungsmaßnahmen, laut IWF um 5,3%1 und lag damit deutlich über dem Vorjahresniveau (2020: -6,6%). Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft fiel im Vergleich zum gesamten Euroraum mit +2,8% (2020: -4,9%) gemäßigter aus. Auch die Märkte in Österreich und in der Schweiz lagen mit Wachstumsraten von +4,5% (2020: -6,6%) bzw. +3,7% (2020: -3,0%) deutlich über dem Vorjahr. Der IWF geht, trotz der oben genannten Risiken von einer Erholung der Europäischen Wirtschaft aus und prognostiziert für 2022 einen Wachstumsanstieg von +2,8% und 2,3% für das Jahr 2023. 1 Das Wirtschaftswachstum 2021 der USA war ebenfalls geprägt durch eine Erholung nach den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020. Die positive Wirtschaftsentwicklung beläuft sich im Jahr 2021 laut des IWF auf +5,7% und lag damit deutlich über dem Vorjahresniveau (2020: -3,5%). Nach einem gemäßigten dritten Quartal zeigt die USA im vierten Quartal das größte Wachstum, aufgrund langsamer Besserung der Lieferkettenstörungen. Die Prognose vom Internationalen Währungsfonds für das Jahr 2022 in Höhe von 3,7% um -1,5% geringer aus als noch im Oktober 2021 angenommen wurde. 1 Auch in Russland zeigte sich 2021 als positives Wirtschaftsjahr mit BIP-Zuwächsen von 4,7% (2020: -3,1%). Jedoch werden die aktuellen Entwicklungen in der düsteren Prognose 1 der IWF für 2022 mit -8,5% reflektiert. Die strikten Handels- und Finanzsanktionen, mit teilweisem Verlust des Zugangs zum SWIFT Bezahlverfahren, Öl-Embargos von größeren Wirtschaftsnationen und Abzug ausländischer Firmen aus vielen Branchen, werden voraussichtlich einen immensen Einfluss auf die kommenden Wirtschaftsjahre haben.
1 Stand April 2022, World Economic Outlook - IMF
Branchenentwicklung Nach 2020, dem schlechtesten Jahr in der Geschichte in der Fashion-Industry und zahlreichen Herausforderungen konnte man ab Mitte des Jahres 2021 eine Trendwende beobachten, gerade in Regionen mit hoher Verfügbarkeit von Impfstoffen. Trotz der Anpassung der Industrie auf das veränderte Konsumverhalten stellten die unterbrochenen Lieferketten die Branchen vor Herausforderungen. Zusätzlich verstärkte die Covid-19-Pandemie die Kluft zwischen einer kleinen führenden Gruppe, die bereits Umsätze über Vor-Covid-Niveau verzeichnen konnte, und einer Vielzahl an Unternehmen, die entweder übernommen worden sind oder Insolvenz anmelden mussten. Laut dem McKinsey Report "The State of Fashion 2022" ist die diesjährige Gruppe der "Super Winners" dominiert durch Sportbekleidungsmarken, Luxusunternehmen und chinesischen Unternehmen, die allesamt den Gesamtmarkt übertrafen. Das liegt vor allem daran, dass diese Unternehmen die veränderte Kundenfachfrage nach Outdoor und Leisure nach den Covid-19-Einschränkungen bedienen konnten. Wenn man in das Jahr 2022 blickt, werden laut Experteneinschätzungen die globalen Fashion Umsätze 3% bis 8% das Vor-Covid 19 Niveau (2019) übersteigen, während die Umsätze im Jahr 2021 noch -4% bis +1% im Vergleich zu 2019 betrugen .2 Die stärkste Umsatzerholung wird in den Regionen USA und China erwartet, wobei die aktuellen Covid-Maßnahmen in China dieses Wachstum trüben dürften. 2.2 Umsetzung Performance Programm im Geschäftsjahr 2021/2022 Bereits vor Ausbruch der Covid-19-Pandemie hatte BOGNER gemeinsam mit der Unternehmensberatung EY ein Performance-Programm entwickelt, um in der BOGNER Gruppe die Komplexität zu reduzieren und sie dauerhaft schneller, flexibler und ertragsstärker zu gestalten. Im Rahmen der Entwicklung des Programms wurden gruppenweit Treiber identifiziert, um die BOGNER Gruppe strukturell besser und ertragsstärker aufzustellen. Dabei war die Covid-19-Pandemie nicht Auslöser für das Performance-Programm, sie hat aber dessen Dringlichkeit noch einmal erhöht. Wesentlicher Bestandteil des Performance Programms waren die Optimierung bestehender Prozesse und ein damit verbundener Stellenabbau von rund 150 Arbeitsplätzen in der Verwaltung in München und in der Inhouse betriebenen Logistik in Kirchheim bei München. In diesem Zusammenhang waren die Neugestaltung und Auslagerung der zentralen Logistik an einen externen Dienstleister ein zentraler Baustein. Weiter wurde der Verkauf der Firmenzentrale in München als erforderliche Maßnahme identifiziert. Zum einen erfüllte die derzeitige Immobilie nicht die Anforderungen an eine moderne Arbeitsumgebung, zum anderen wurden die liquiden Mittel zur Finanzierung der zunehmenden Digitalisierung von Geschäftsprozessen, der Einführung der neuen eCommerce Plattform, der Rückführung der bestehenden langfristigen Unternehmensfinanzierung sowie zur Finanzierung der entstehenden Kosten im Zusammenhang mit der Umsetzung des Performance-Programms, benötigt.
2 McKinsey - The State of Fashion 2022
Die einzelnen Maßnahmen des Performance-Programms sowie dessen Auswirkungen und Kosten wurden im Rahmen einer gruppenweiten 3-Jahresplanung quantifiziert, validiert und im Anschluss verabschiedet. Die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen erstreckt sich insgesamt über drei Jahre bis in das Geschäftsjahr 2022/2023. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte man erfolgreich die zentralen Logistikdienstleistungen an einen externen Partner übergeben. In diesem Zusammenhang wurden 56 Mitarbeiter in der Logistik abgebaut. Des Weiteren wurde im Rahmen der Internationalisierung und Expansion in den asiatischen Markt ein Joint Venture mit einem asiatischen Partner ins Leben gerufen. Der Verkauf der Immobilienzentrale in der St. Veit Straße wurde bereits im Vorjahr sehr erfolgreich durchgeführt. 2.3 Marketing und Vertrieb Die Marke BOGNER ist, insbesondere durch die BOGNER Sport Kollektion, in den internationalen Märkten Nordamerikas, Asiens sowie Ost- und Westeuropas als Luxusmarke positioniert. Diese Positionierung wird für den weiteren Ausbau der Marke vor allem auch bei den global tätigen Luxus-Online-Händlern sowie bei den Luxus Department Stores weltweit genutzt. Insbesondere werden zukünftig der nordamerikanische und chinesische Markt zunehmend ins Blickfeld der weiteren Expansion rücken. Die internationale Expansion erfolgt vor dem Hintergrund einer intensiven Pflege des Kernmarktes Deutschland/Österreich/Schweiz, welcher die Basis unserer wachstumsorientierten Strategie bildet. Hier liegt auch der Großteil der eigenen Retail-Geschäfte, welche einen erheblichen Anteil am Erfolg und an der Kommunikation der Markenwerte beitragen. In einem weiteren Schritt werden Aktivitäten nun zunehmend in eine Multi-Channel-Strategie eingebettet, um die Online- und Retail-Kunden ganzheitlich bedienen zu können. Flankiert wird die Expansion seit einigen Jahren durch eine kontinuierliche Überarbeitung des Kommunikationskonzeptes und einer Modernisierung des Markenauftritts. Insbesondere in den BOGNER Lifestyle-Magazinen als auch unter BOGNER.com ist der eingeschlagene Weg am deutlichsten zu erkennen. Die bisherige Bilanz zeigt, dass der neue Auftritt eine sehr positive Resonanz generiert und stringent weiterverfolgt wird. BOGNER wird auch weiterhin intensiv mit Markenbotschaftern arbeiten und pflegt insbesondere im professionellen, alpinen Skisport die DNA der Marke. So ist BOGNER seit vielen Jahren Ausrüster des deutschen alpinen Skiverbands und prägt damit den Auftritt der besten deutschen alpinen Skiathleten. 2.4 Beschaffung und Lieferbereitschaft BOGNER bezieht seine Waren auf nahezu allen für hochwertige Produkte relevanten Märkten Europas, des Mittelmeerraums und Asiens. Die Herausforderung besteht dabei darin, die hochwertigen BOGNER-Produkte in der erforderlichen Qualität, in exklusiven Mengen, zum richtigen Zeitpunkt und zu einem marktgerechten Preis zu liefern. Es werden alle erforderlichen produktionstechnischen Mischformen, von der Lohnveredelung bis zum Vollgeschäft, genutzt. Die intensive Zusammenarbeit mit den Lieferanten und die Betreuung in den Fertigungsbetrieben vor Ort dienen dazu, die Risiken der Beschaffung zu begrenzen. Den Verwerfungen auf den globalen Beschaffungsmärkten sowie dem Anstieg bei Rohstoff- und Energiepreisen wird mit individuellen Maßnahmen entgegengewirkt. Die Situation auf den asiatischen Beschaffungsmärkten war, wie im Vorjahr, im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die unterschiedlichen zeitlichen und regionalen Beeinträchtigungen durch die Covid-19-Pandemie geprägt. BOGNER hat daher im abgelaufenen Geschäftsjahr das Beschaffungs-Risikomanagement weiter ausgebaut, um jederzeit kurzfristige Maßnahmen zur Sicherstellung der Lieferketten umsetzen zu können. BOGNER fertigt nach wie vor einen erheblichen Anteil seiner Bogner Sport- und FIRE+ICE-Produkte im asiatischen Raum. Dies bedeutet, dass eine hohe Konzentration auf diese Region besteht, was durch die Tatsache verstärkt wird, dass das Know-how zur Fertigung der hochwertigen Ski-Kollektion auf anderen Beschaffungsmärkten, wie beispielsweise Europa, nur bedingt vorhanden ist. Risiken wird durch eine sehr stabile, langjährige und intensive Zusammenarbeit mit den Lieferanten entgegengewirkt. Vietnam, China und die Türkei bilden für BOGNER die wichtigsten Produktionsstandorte. Es bleibt eine entscheidende Herausforderung für die Beschaffung und die langfristige Strategie, das Beschaffungsrisiko durch enge Kooperationen und Streuung auf unterschiedliche Regionen zu begrenzen. Die hohe Komplexität der BOGNER-Produkte macht es zwingend erforderlich, die notwendigen Kernkompetenzen der Schnittentwicklung und Verarbeitungstechnik konsequent mit eigenen Ressourcen weiterzuentwickeln und nur begrenzt und in Teilbereichen an externe Dienstleister zu verlagern. Auch in Zukunft wird dieser strategische Wettbewerbsvorteil behauptet. Bei BOGNER werden fortlaufend im funktional-technischen Bereich sehr innovative Produkte entwickelt, die große Herausforderungen in der Verarbeitung und Produktion mit sich bringen. 2.5 Supply-Chain - Logistik Die zentrale Logisitikplattform in Deutschland mit der Qualitätskontrolle, der Lagerung von Rohmaterial und Fertigwaren und der Abwicklung des Im- und Exportes spielt eine zentrale Rolle bei der reibungslosen Warenversorgung innerhalb des Konzerns. 2021 konnte man im Rahmen des Performance-Programms erfolgreich die zentralen Logistikdienstleistungen an einen externen Dienstleister auslagern. Über die Logistikplattform wird die gesamte zu liefernde Ware der Muttergesellschaft bewegt. Für den nordamerikanischen Markt erfolgt die Lieferung direkt von den weltweiten Lieferanten an die BOGNER of America Inc., USA. Ein globales durchgängiges Qualitätsmanagement, von der Rohmaterialbeschaffung über die Auswahl und Betreuung der Lieferanten bis zur konsequenten Qualitätsprüfung, sichert weiterhin den BOGNER-Qualitätsstandard. Mit sehr geringen qualitätsbedingten Reklamationen und hohen Auslieferungsquoten der Aufträge zählt BOGNER in der Branche als sehr zuverlässiger Partner. Die Warenversorgung des russischen Marktes erfolgt direkt über die Tochtergesellschaft BOGNER Eastern Europe GmbH in Moskau. Damit verfügt BOGNER über eine uneingeschränkte Kontrolle über den grenzüberschreitenden Warenverkehr seiner Produkte nach Russland und kann den Warenimport, den zoll- und handelsrechtlichen Vorgaben folgend, in Eigenregie abwickeln. Die Situation sowie Entwicklung auf dem russischen Markt wird kontinuierlich beobachtet. 2.6 Information Technologies - IT BOGNER nutzt entlang der Wertschöpfungskette eine umfangreiche IT-Landschaft, welche nachfolgend beschrieben wird. Die Entstehung der Kollektion, deren Entwicklung und Spezifikation mit Ausnahme der Lizenzprodukte wird in dem Product Lifecycle Management System der Firma Centric abgebildet, welches vor zwei Jahren implementiert wurde, mit dem Ziel in der Kollektionsentwicklung eine Steigerung der Effizienz, Vereinheitlichung der Arbeitsprozesse und Förderung der Transparenz zu erreichen. Neben diesen Effizienzverbesserungen standen übergeordnet die Reduzierung der Kosten und die Verbesserung des Produktes im Fokus. Das von der Firma INTEX für die Fashion Industry entwickelte ERP-System stellt die zentrale Software zur Abwicklung der Geschäftsprozesse im Wholesale-Geschäft von BOGNER dar. Retail-Aktivitäten werden systemtechnisch über das Warenwirtschaftssystem FuturERS von der Futura Retail Solution AG abgebildet. Unterstützt wird die Kundenauftragserfassung in unseren Orderphasen durch das Auftragserfassungstool Mobi der Firma Mobimedia. Im Online-Geschäft arbeitet BOGNER mit der Software Microsoft Dynamics AX, die auch bei der US-amerikanischen Tochtergesellschaft BOGNER Direct US, LLC eingesetzt wird. Um die weitere digitale Transformation der Geschäftsprozesse zu unterstützen und den wachsenden Anforderungen, den stationären Handel mit dem Onlinehandel zu verbinden, gerecht zu werden, befindet sich BOGNER weiterhin in der Implementierung einer neuen eCommerce Plattform. Diese Plattform ermöglicht zukünftig die Umsetzung einer gruppenweiten Omnichannel Strategie. Neben den oben genannten Warenwirtschaftssystemen spielt SAP eine zentrale Rolle innerhalb der IT-Systemlandschaft. SAP ist bei BOGNER die führende Software für die Konzernprozesse Finanzen und Controlling. Größter Wert wird auf die Datensicherheit und auf die Sicherung der Rund-um-die-Uhr- Verfügbarkeit der IT-Systeme gelegt. Um den umfangreichen Anforderungen des Datenschutzes gerecht zu werden, fungiert ein interner Datenschutzbeauftragter als Kontrollinstanz. Einen großen Stellenwert nimmt dabei der Schutz der Kundendaten ein. Um den datenschutzrechtlichen Anforderungen zu entsprechen, werden alle relevanten Prozesse und Systeme kontinuierlich auf ihre Eignung hin überprüft. Auch im Hinblick auf die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung wurden grundlegende Maßnahmen zur Umsetzung der Vorgaben implementiert. 2.7 Mitarbeiter Um die Wachstumsstrategie durch eine ausgewogene Mitarbeiterstruktur nachhaltig abzusichern, engagiert sich BOGNER unverändert stark in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung. Zum Geschäftsjahresende wurden im Konzern 24 junge Menschen zu Änderungs- und Modeschneidern, Einzelhändlern, Industriekaufleuten, Informatikkaufleuten, Handelsfachwirten und als Bachelors Textilmanagement ausgebildet. BOGNER bietet ein Arbeitsumfeld das von Chancengleichheit, Vielfältigkeit, Innovation und Zeitgeist geprägt ist und sieht in der Vielfalt der Belegschaft eine besondere Stärke des Unternehmens. Das BOGNER-Team zeichnet hohe Kompetenz, Motivation und Begeisterungsfähigkeit aus. Die für die Gestaltung der Zukunft wichtigen Weichenstellungen werden ständig überprüft und fließen in die Personalentwicklung ein. Die Führungsverantwortlichen nehmen regelmäßig an Schulungs- und Coaching-Programmen teil. Das Weiterbildungsprogramm sieht fachliche und persönliche Unterstützung für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aller Hierarchiestufen vor. Hervorzuheben ist dabei, dass auch in den Führungsgremien Frauen sehr stark vertreten sind. Im Zuge der Umsetzung des Performance-Verbesserungs-Programms wurde beschlossen den eigenen betriebenen Logistikstandort bei Kirchheim größtenteils abzubauen und an einen externen Dienstleister zu übergeben. Daher wurden im Geschäftsjahr 2021/22 vorwiegend die Anzahl der Beschäftigten im Rahmen eines betrieblichen Interessenausgleichs in der Logistik reduziert. Der gute Ruf des Unternehmens als Arbeitgeber trägt ungebrochen entscheidend dazu bei, Neubesetzungen jederzeit erfolgreich durchführen zu können. Trotzdem wird das Thema Employer-Branding ein immer wichtigerer Bestandteil des Human Resource Managements der BOGNER Gruppe. 3 Darstellung der Lage 3.1 Der BOGNER-Konzern In den Konzernabschluss sind neben der WYSÔ Bogner GmbH, der BOGNER Sport GmbH & Co. Verwaltungs KG und Willy BOGNER GmbH & Co. KGaA folgende Gesellschaften einbezogen: Die BOGNER of America Inc., Burlington/USA dient als Vertriebs- und Logistikgesellschaft für den nordamerikanischen Markt. Die Abwicklung des Onlinegeschäfts in den USA erfolgt wiederum über die 100%-ige Tochtergesellschaft BOGNER Direct US, LLC. Der Versand an die kanadischen Kunden erfolgt über die 100%-ige Tochtergesellschaft BOGNER du Canada Inc., Cowansville, Quebec, Canada. Die BOGNER Haus Sportmoden Vertrieb GmbH, München, ist für das Retail-Business verantwortlich und betreibt Einzelhandelsgeschäfte in Deutschland und Österreich. Die BOGNER Vertriebsgesellschaft mbH, Salzburg, vertreibt BOGNER Produkte an Einzelhändler in Österreich. Die BOGNER Sport AG, Zürich, betreibt den Vertrieb von BOGNER Produkten an den Einzelhandel in der Schweiz und unterhält fünf Einzelhandelsgeschäfte in Zürich, St. Moritz, Zermatt, Landquart und Schönenwerd. Die BOGNER Homeshopping GmbH & Co. KG, München, mit dem Tochterunternehmen BHS Versandhandels AG, St. Gallen, ist für das Online Geschäft in Europa verantwortlich. Die BOGNER Asia Limited, Hong Kong, beschäftigt sich als 100%-iges Tochterunternehmen einerseits mit der Entwicklung der asiatischen Absatzmärkte und verfolgt andererseits den Geschäftszweck, die Muttergesellschaft bei der Beschaffung von BOGNER-Produkten auf dem asiatischen Beschaffungsmärkten zu unterstützen. Die BOGNER Eastern Europe LLC, Moskau, vertreibt BOGNER Produkte an Einzelhändler in der russischen Föderation und bewirtschaftet drei Outlets in Moskau. Die BOGNER France SARL, La Bâthie, vertreibt BOGNER Produkte an Einzelhändler in Frankreich. Die BOGNER Direkt Marketing GmbH, München, dient zur Abwicklung von Sonderverkäufen im Inland. Die BOGNER GCA IP GmbH & Co. KGaA, Grünwald, dient als Gesellschaft zur Verwaltung der "BOGNER" &" Fire + Ice" Markenrechte für die Länder VR China, Macau, Hong Kong und Taiwan. Die BOGNER GCA IP Management GmbH, Grünwald, ist die geschäftsführende Komplementärin der BOGNER GCA IP GmbH & Co. KGaA. Auf die Einbeziehung der BOGNER Homeshopping Beteiligung GmbH, München (persönlich haftende Gesellschafterin der BOGNER Homeshopping GmbH & Co.KG) sowie der Bogner Sport GmbH, München in die Konsolidierung wird nach § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet. 3.1.1 Willy BOGNER GmbH & Co. KGaA (Einzelabschluss) Die operative Muttergesellschaft der BOGNER Gruppe mit Hauptsitz in München ist für die Entwicklung, das Design, das Marketing, die Beschaffung, die Qualitätskontrolle sowie dem Management der Warenströme der BOGNER Produkte weltweit zuständig. Umsatz- und Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Willy BOGNER GmbH & Co. KGaA mit 98,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahresgeschäftsjahr einen um 16,2 Mio. EUR höheren Umsatz erwirtschaftet (Vorjahr 82,7 Mio. EUR). Durch die Aufdeckung der stillen Reserven der BOGNER Markenrechte für VR China, Macau, Taiwan und Hong Kong im Rahmen der Einbringung der Rechte in ein neu gegründetes Tochterunternehmen in Höhe von 21,2 Mio. EUR sowie erhaltene Coronahilfen in Höhe von 3,4 Mio. EUR und sonstigen Effekten konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr außergewöhnliche Erträge in Höhe von 29,8 Mio. EUR erzielt werden. Das Vorjahr war mit einem außergewöhnlichen Nettoertrag in Höhe von 48,9 Mio. EUR (nach Abzug zugehöriger Verkaufskosten) durch den Immobilienverkauf stark beeinflusst. Im Vergleich zum Vorjahr konnte mit 21,8 Mio. EUR ein um 10,9 Mio. EUR besseres Ergebnis nach Steuern erwirtschaftet werden (Vorjahr: 10,9 Mio. EUR). Im Ergebnis nach Steuern sind wie oben ausgeführt die Aufdeckungen der stillen Reserven enthalten. Gegenläufig sind in dem Ergebnis nach Steuern u.a. die außergewöhnlichen Aufwendungen im Rahmen des Performance-Programms i.H.v. 6,8 Mio. EUR (Vorjahr 8,6 Mio. EUR) enthalten. Im Ergebnis ist der Aufwand von 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 12,5 Mio. EUR) aus der Übernahme des Verlustes der BOGNER Haus Sportmoden Vertrieb GmbH gemäß des im Oktober 2014 geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags enthalten. Nach Abzug der Aufwendungen für bezogene Waren, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Leistungen i.H.v. 47,2 Mio. EUR (Vorjahr: 46,3 Mio. EUR) verbleibt ein Rohertrag (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen abzgl. Materialaufwand) von 51,6 Mio. EUR nach 34,6 Mio. EUR im Vorjahr. Die Rohertragsquote (Rohertrag/Umsatzerlöse) verbessert sich somit auf 52,2% nach 41,8% im Vorjahr. Der Personalaufwand lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 28,8 Mio. EUR, wovon 1,7 Mio. EUR auf das Perfomance-Programm entfallen. (Vorjahr: 35,9 Mio. EUR, darin enthalten sind Aufwendungen i.H.v. 8,6 Mio. EUR welche im Rahmen des Performance-Programms angefallen bzw. rückgestellt wurden). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 29,5 Mio. EUR (Vorjahr: 33,9 Mio. EUR) und enthalten u.a. außergewöhnliche Aufwendungen (Rechts- und Beratungskosten, Kosten im Rahmen der Internationalisierung) im Rahmen der Umsetzung des Performance-Programms. Die Zinserträge beliefen sich auf 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Die Zinsaufwendungen beliefen sich auf 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR). Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,7 Mio. EUR auf 101,1 Mio. EUR erhöht. Das Anlagevermögen ist hierbei mit einem Bestand von 42,2 Mio. EUR zum 31. März 2022 nach einem Wert von 21,7 Mio. EUR im Vorjahr aufgrund des Zuganges der Beteiligung an der GCA IP GmbH & Co. KG in Höhe von rd. 25,0 Mio. EUR stark gestiegen. Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Mio. EUR auf einen Wert von 11,2 Mio. EUR gesunken. Die Bewertungsmaßstäbe bei der Willy BOGNER GmbH & Co. KGaA wurden hierbei vorsichtig auf Basis der tatsächlichen Abverkaufsquoten angesetzt. Materialien und Fertigwaren aus Vorsaisons sind ebenso mit entsprechenden Abschlägen versehen. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen lag zum Abschlussstichtag mit 5,5 Mio. EUR um 4,1 Mio. EUR unter dem Stand zum Vorjahresultimo in Höhe von 1,4 Mio. EUR. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich um -3,5 Mio. EUR auf 28,5 Mio. EUR vermindert. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 0,6 Mio. EUR und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Mio. EUR reduziert. Die liquiden Mittel haben sich um 7,6 Mio. EUR verringert und betragen zum 31. März 2022 12,2 Mio. EUR. Der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen verringert sich zum Vorjahr um 22,0% auf 51,4%. Das Eigenkapital beläuft sich zum 31. März 2022 auf 38,5 Mio. EUR und liegt somit um 13,3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 25,2 Mio. EUR. Der Anstieg ist auf den Jahresüberschuss des aktuellen Geschäftsjahres zurückzuführen. Die Pensionsrückstellungen werden gemäß versicherungsmathematischem Gutachten mit 13,0 Mio. EUR bilanziert und liegen um 0,2 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau. Die sonstigen Rückstellungen befinden sich mit 20,3 Mio. EUR zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres um 6,3 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau von 14,0 Mio. EUR. In den sonstigen Rückstellungen sind Warenrückstellungen für Retouren sowohl für externe Kunden als auch gegenüber der BOGNER Haus Sportmoden Vertrieb GmbH & BOGNER Homeshopping GmbH & Co. KG enthalten. Die Inanspruchnahme finanzieller Mittel von Kreditinstituten hat sich von 10,1 Mio. EUR zum Vorjahresultimo auf 0,1 Mio. EUR zum 31. März 2022 um 10,0 Mio. EUR verringert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringern sich auf 2,9 Mio. EUR nach 3,3 Mio. EUR im Vorjahr. Um 0,8 Mio. EUR verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringern sich zum Bilanzstichtag auf einen Wert von 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 9,0 Mio. EUR). Die Fristenentsprechung von Kapitalverwendung und Kapitalherkunft ist unter Einbeziehung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen unverändert gewahrt. Allen erkennbaren Risiken in Vorräten und Forderungen sind durch ausreichend bemessene Abschläge Rechnung getragen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die stille Reserve für die "BOGNER" & "Fire + Ice" Markenrechte für die Regionen VR China, Macau, Hong Kong und Taiwan in Höhe von 21,2 Mio. EUR (durch Einbringung der Rechte in ein neu gegründetes Tochterunternehmen) aufgedeckt. Die zukünftige Aufrechterhaltung der Liquidität ist durch die im Vorjahr abgeschlossene Konsortialfinanzierung in Höhe von 83,0 Mio. EUR mittelfristig gesichert. 3.1.2 BOGNER of America Inc. and Subsidiaries Die BOGNER of America Inc. (BOA) mit ihrer 100%-igen Tochtergesellschaft BOGNER Direct US LLC (DUS) mit Sitz in Burlington im US-Bundesstaat Vermont sowie der 100%-igen Tochtergesellschaft BOGNER du Canada Inc. (BOC) ist die Vertriebs-, Versandhandels-, Logistik- und Serviceorganisation für den nordamerikanischen Markt. Die Gesellschaften verzeichneten im abgelaufenen Geschäftsjahr einen konsolidierten Umsatz von 25,9 Mio. USD (Vorjahr: 19,0 Mio. USD). Das Ergebnis vor Steuern lag bei 2,9 Mio. USD (Vorjahr: 1,9 Mio. USD). Die BOA finanziert sich über den eigen generierten Cashflow. Trotzdem stehen für die Abwicklung der Herbst/Winter-Aufträge ausreichend Kreditlinien bei den lokalen Banken zur Verfügung. 3.1.3 BOGNER Haus Sportmoden Vertrieb GmbH (BMU) Die BOGNER Haus Sportmoden Vertrieb GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Willy BOGNER GmbH & Co. KGaA. Sie betreibt Mono-Brand Retail Stores in repräsentativen Innenstadtlagen sowie Outlet-Standorten in Deutschland und in Österreich. Die verkauften Waren werden von der Willy BOGNER GmbH & Co. KGaA bezogen. Ergänzend erfolgt der Vertrieb von Lizenzartikeln, die direkt von den Lizenzpartnern der Muttergesellschaft beschafft werden. Trotz der Covid-19-Beschränkungen verzeichnete die BOGNER Haus Sportmoden Vertrieb GmbH insgesamt einen Umsatz im Geschäftsjahr von 36,2 Mio. EUR (Vorjahr: 21,2 Mio. EUR). Das Engagement im eigenen Retail ist integraler Bestandteil der Markenpräsentation von BOGNER am Endverbrauchermarkt und komplettiert neben dem Wholesale- und Online-Business das Portfolio der Absatzkanäle im Konzern. Die Finanzierung der BOGNER Haus Sportmoden Vertrieb GmbH erfolgt auch künftig durch die Muttergesellschaft, die Willy BOGNER GmbH & Co. KGaA. Zum Bilanzstichtag besteht eine Verbindlichkeit gegenüber der Muttergesellschaft von 5,3 Mio. EUR mit einer Restlaufzeit von einem Jahr. 3.1.4 BOGNER Vertriebsgesellschaft mbH, Salzburg (BOE) Die Gesellschaft fungiert als Vertriebsgesellschaft für BOGNER Produkte auf dem österreichischen Markt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr belaufen sich die Umsatzerlöse auf 3,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Steuern ist mit 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: -0,2 Mio. EUR) neutral. BOGNER erfreut sich im Bereich der Ski- und Sport-Bekleidung in Österreich einem unverändert hohen Bekanntheitsgrad. 3.1.5 BOGNER Sport AG, Zürich (BOS) Die BOGNER Sport AG in Zürich vertreibt BOGNER Produkte im Schweizer Markt. Angeschlossen sind die Einzelhandelsgeschäfte in Zürich, St. Moritz und Zermatt sowie Outlets in Landquart und Schönenwerd. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die Gesellschaft einen Umsatz von 13,2 Mio. CHF (Vorjahr: 10,2 Mio. CHF). Das Ergebnis vor Steuern der Gesellschaft beträgt im Geschäftsjahr 0,9 Mio. CHF (Vorjahr: minus 1,6 Mio. CHF). 3.1.6 BOGNER Homeshopping GmbH & Co. KG (BHS) Der Online-Handel ist integraler Bestandteil der Vertriebsstrategie von BOGNER. Der Europäische Markt wird dabei durch die BOGNER Homeshopping GmbH & Co. KG, der Schweizer Markt über ein 100-prozentiges schweizerisches Tochterunternehmen bedient. Das Lifestyle Magazin (B-Style) und die Internet Plattform BOGNER.com präsentieren die Produktpalette und die Marke BOGNER in hoher Attraktivität. Das Online-Business weist ungebrochen eine hohe Wachstumsdynamik auf. BOGNER sieht daher weiterhin große Chancen über diesen Vertriebskanal wesentliche Marktanteile gewinnen zu können. In diesem Zusammenhang wird das Marktplatz- Geschäft mit starken Online-Partnern zunehmend für BOGNER an Relevanz gewinnen. Die Gesellschaft erzielte im Berichtszeitraum Umsatzerlöse von 24,5 Mio. EUR (Vorjahr 21,8 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Steuern lag im Geschäftsjahr bei 1,6 Mio. EUR und im Vorjahr bei +0,4 Mio. EUR. 3.1.7 BOGNER Asia Ltd., Hong Kong (BAS) Die Gesellschaft verzeichnete für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Umsatz von 2,9 Mio. USD (Vorjahr: 3,0 Mio. USD), welcher primär das Wholesale-Business in Asien betrifft. Das Ergebnis von 0,0 Mio. USD der Gesellschaft war unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 0,2 Mio. USD). Das Eigenkapital der Gesellschaft ist leicht im Plus mit 0,2 Mio. USD. Es steht ausreichend Liquidität zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs zur Verfügung. 3.1.8 BOGNER Eastern Europe LLC Moskau (BEE) Als 100-%ige Tochter der Willy BOGNER GmbH Co. KGaA betreut die Gesellschaft die zahlreichen russischen Kunden vor Ort und ist auch dort mit eigener Logistik sowie Lager vertreten. Damit ist die BOGNER Eastern Europe LLC für die Abwicklung und Organisation des Imports der Waren verantwortlich und garantiert den russischen Abnehmern eine den strengen Vorschriften der russischen Behörden konforme Verzollung. Mit der Belieferung und Rechnungsstellung über die BOGNER Eastern Europe LLC können russische Kunden die Waren in Rubel beziehen. Dieser Mehrwert für den russischen Absatzmarkt bedeutet gerade in Zeiten des sehr volatilen Rubels eine entsprechende Gefahr von Wechselkurseffekten für BOGNER, welchen durch geeignete Maßnahmen kontinuierlich entgegengewirkt wird. Neben dem Wholesale-Geschäft werden in Moskau erfolgreich drei Outlets betrieben. Für das Geschäftsjahr belaufen sich die Umsatzerlöse der BEE auf 1.709,4 Mio. RUB (Vorjahr 1.348,3 Mio. RUB). Das Ergebnis vor Steuern lag bei 155,4 Mio. RUB (Vorjahr: 224,0 Mio. RUB) im Geschäftsjahr. Aufgrund des aktuellen schwierigen geopolitischen Umfeldes in Bezug auf Russland und der nicht absehbaren weiteren Entwicklung der Lage in Russland sind die Vermögenswerte des russischen Tochterunternehmens nicht mit hinreichender Sicherheit bewertbar. Aus diesem Grund wurden die entsprechenden Vermögenswerte auf Ebene des Konzerns vollständig wertberichtigt. Der Wert beläuft sich auf 4,0 Mio. EUR und wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Gesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten" ausgewiesen. 3.1.9 Umsatz- und Ertragslage des Konzerns Die konsolidierten Umsätze, bereinigt um Erlösschmälerungen und Ausgangfrachten, belaufen sich für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021/2022 auf 166,3 Mio. EUR und sind damit um 43,8 Mio. EUR höher gegenüber dem Covid-19-Geschäftsjahr (Vorjahr: 122,5 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen und nach Abzug der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bezogene Waren und sonstige Fremdleistungen verblieb ein Rohertrag von 102,3 Mio. EUR (Vorjahr: 57,5 Mio. EUR). Die Rohertragsquote (Rohertrag/Umsatz) hat sich um 14,5% von 47,0% auf 61,5% erhöht. Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 43,8 Mio. EUR (Vorjahr 49,4 Mio. EUR), wobei 1,7 Mio. EUR für Maßnahmen im Rahmen des Performance-Verbesserungs-Programms entfallen. Im Personalaufwand des vorherigen Geschäftsjahres sind 8,6 Mio. EUR für Maßnahmen im Rahmen des Programms enthalten. Hierzu gegenläufige Effekte im Vorjahr waren Ersparnisse durch die Kurzarbeit-Perioden und erste Resultate aus dem Maßnahmen-Programm. Die Abschreibungen betrugen 8,2 Mio. EUR (Vorjahr 5,3 Mio. EUR) und waren damit um 3,0 Mio. EUR höher als im Vorjahr. Grund für die höheren Aufwände ist eine außerplanmäßige Abschreibung des Umlaufvermögens (reduziert um bereits eingegangene Zahlungen) der russischen Gesellschaft. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 56,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr (Vorjahr: 54,1 Mio. EUR) und enthalten u.a. außergewöhnliche Aufwendungen (Rechts- und Beratungskosten, Kosten im Rahmen der Internationalisierung) im Rahmen der Umsetzung des Performance-Programms. Durch den Verkauf des Firmensitzes in München konnte im vorherigen Geschäftsjahr ein außerordentlicher Nettoertrag (nach Abzug aller im Zusammenhang mit der Veräußerung angefallenen Kosten) in Höhe von 44,9 Mio. EUR erzielt werden. Das EBIT für das Geschäftsjahr hat sich mit 4,5 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr verbessert (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR). Nach Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von minus 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: minus 3,7 Mio. EUR) ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteil von 2,7 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreswert von 0,6 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern und vor Minderheitenanteil beträgt 3,9 Mio. EUR nach einem Wert von 0,3 Mio. EUR im Vorjahr. Der Konzernjahresüberschuss vor Minderheiten weist einen Wert von 3,8 Mio. EUR auf (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Das Konzernjahresergebnis im Geschäftsjahr beträgt nach Ergebnisanteil der Minderheiten 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: minus 0,1 Mio. EUR). 3.1.10 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf Im Prognosebericht des Lageberichts des vorhergehenden Geschäftsjahres konnte eine Vorhersage hinsichtlich des Umsatzes, aufgrund des weiteren Verlaufes der Covid-19-Pandemie, nur in Bandbreiten getroffen werden. Je nach Szenario der wirtschaftlichen Erholung wurde im Fall des Szenarios ohne weiter Lockdowns ein Umsatzwachstum für das Geschäftsjahr 2021/2022 von 25% bis 30% im Vergleich zum Vorjahresumsatz prognostiziert. Diese Prognose konnte mit einem Wert von 35,7% übertroffen werden. Für das Konzernjahresergebnis (vor Steuern und Ergebnisanteilen der Minderheitengesellschafter) wurde mit einem Wert zwischen minus 5,0 Mio. EUR und 0,0 Mio. EUR gerechnet. Die Prognose konnte mit einem Konzernjahresergebnis (vor Steuern und Ergebnisanteilen der Minderheitengesellschafter) von 3,8 Mio. EUR übertroffen werden. 3.1.11 Vermögens- und Finanzlage des Konzerns Das Sachanlagevermögen hat sich im Konzern zum Vorjahresvergleich im) um 2,3 Mio. EUR verringert und beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 12,3 Mio. EUR. Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich um 0,3 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR verringert. Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Mio. EUR auf 18,6 Mio. EUR gesunken. Mit einem Wert von 9,7 Mio. EUR sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vorjahresvergleich um 3,2 Mio. EUR gestiegen. Die Investitionen ins Anlagevermögen des BOGNER Konzerns betrugen im Berichtszeitraum 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR). Der Hauptteil der Investitionen entfiel auf die Anschaffung von Software sowie Hardware im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung der Geschäftsprozesse und auf Modernisierung der Retail Stores. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 0,5 Mio. EUR auf 3,3 Mio. EUR zum Stand 31. März 2022 gesunken. Das Konzerneigenkapital beträgt zum Abschlussstichtag 5,2 Mio. EUR (Vorjahr: minus 0,4 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote steigt um 7,1 % von minus 0,5 % auf 6,6 % zum aktuellen Bilanzstichtag. Die Pensionsrückstellungen werden mit 13,0 Mio. EUR in ähnlicher Höhe wie im Vorjahr (13,2 Mio. EUR) bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen haben sich mit 19,5 Mio. EUR im Vorjahr und 20,0 Mio. EUR zum 31.03.2022 nur wenig erhöht. In den sonstigen Rückstellungen sind Personalrückstellungen von 5,1 Mio. EUR (Vorjahr 12,1 Mio. EUR), unter anderem für die fortlaufende Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen Performance-Verbesserungs-Programms sowie für laufende rechtliche Verfahren enthalten. Zum Bilanzstichtag bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Banken in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 10,2 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 4,8 Mio. EUR um 1,1 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau von 5,9 Mio. EUR. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind von 13,9 Mio. EUR auf 7,1 Mio. EUR gesunken. Die Fristenentsprechung von Kapitalverwendung und Kapitalherkunft ist auch im Konzern unverändert gewahrt. Allen erkennbaren Risiken in Vorräten und Forderungen wird durch ausreichend bemessene Abschläge Rechnung getragen. Im Sachanlagevermögen ist der Wert der Marke BOGNER nicht bilanziell erfasst. Die zukünftige Aufrechterhaltung der Liquidität ist durch die im Vorjahr abgeschlossene Konsortialfinanzierung in Höhe von 83,0 Mio. EUR mittelfristig gesichert. 3.2 Die Mitarbeiter im Konzern Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern betrug durchschnittlich 681 Personen (Vorjahr: 755). 3.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren: Die Steuerung und interne Berichterstattung an die Geschäftsführung und Aufsichtsorgane des WYSÔ BOGNER GmbH Konzern findet aufgrund der fast ausschließlichen Holdingsfunktion der WYSÔ BOGNER GmbH und der Bogner Sport GmbH & Co Verwaltungs KG auf Ebene des Willy BOGNER GmbH & Co. KGaA Konzerns statt. Die nachfolgenden Leistungsindikatoren beziehen sich aus diesem Grund auf den untergeordneten Konzernabschluss der Willy BOGNER GmbH & Co. KGaA. Die Willy BOGNER GmbH & Co. KG nutzt verschiedene Kennzahlen zur Kontrolle der Leistungen im Hinblick auf das Erreichen der Unternehmensziele. Die zentralen Ziele Wachstum und Profitabilität beziehen sich dabei auf die Kennzahlen Umsatz und Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT 4,4 Mio. EUR, Vorjahr: 7,3 Mio. EUR), sowie Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA 12,6 Mio. EUR, Vorjahr: 12,4 Mio. EUR). Ein weiterer wichtiger Leistungsindikator der maßgeblich für die Steuerung des Unternehmens ist, ist der Rohertrag (102,3 Mio. EUR Vorjahr: 57,5 Mio. EUR) bzw. die Rohertragsquote (61,5% Vorjahr: 47,0%). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren: Gut ausgebildete und erfahrene sowie zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine wichtige Voraussetzung für unseren Unternehmenserfolg. Ihre Leistungen, ihre Fähigkeiten und ihr engagierter Einsatz tragen erheblich zu unserem Unternehmenserfolg bei. Die jederzeitige Möglichkeit der Besetzung der Schlüsselpositionen mit gut ausgebildeten und international erfahrenen Talenten, stellt für BOGNER einen Leistungsindikator dar. 3.4 Gesamtaussage Die BOGNER Gruppe blickt auf ein sehr erfreuliches Geschäftsjahr 2021/2022 zurück. Nach dem von Covid-19 beeinflussten Vorjahr konnte sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis vor Ergebnisanteile persönlich haftender Gesellschafter derart stark gesteigert werden, dass sogar das Vor-Covid-Jahr bereits übertroffen werden konnte. Aufgrund der sehr guten Liquiditäts- und Kapitalausstattung sieht sich die BOGNER Gruppe für das Geschäftsjahr 2022/2023 bestens gerüstet. Die Weiterentwicklung der Kollektionen, der weitere Ausbau der bestehenden internationalen Absatzmärkte sowie der Ausbau der Online-Aktivitäten sehen wir als eine gute Basis für die zukünftige Entwicklung der BOGNER Gruppe. 4 Chancen- und Risikobericht Gesamtwirtschaftliche Risiken und Chancen Wesentliche gesamtwirtschaftliche Risiken für die zukünftige Entwicklung resultieren zu einem großen Teil aus nationalen und weltwirtschaftlichen konjunkturellen Verwerfungen aufgrund der globalen Covid-19-Pandemie sowie des Russland-Ukraine-Konfliktes und damit einhergehenden Verschlechterung des Konsumklimas. Aus dem weiteren Verlauf der Covid-19 Pandemie sowie des Russland-Ukraine-Konflikts können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu einem signifikanten Rückgang des globalen Wirtschaftswachstums führen können und damit auch mit einer niedrigeren Kundennachfrage für die BOGNER Gruppe. Branchenrisiken und -chancen Die Fashion-Industry unterliegt mit ihrem schnellen Wandel nicht unerheblichen Risiken. BOGNER konnte sich an die strukturellen Veränderungen der letzten Jahrzehnte erfolgreich anpassen und entwickelte kontinuierlich geeignete Strategien, um das Unternehmen auf ein solides wirtschaftliches Fundament zu stellen und gleichzeitig die sich ergebenden Chancen zu nutzen, neue Geschäftsfelder zu entwickeln und Investitionen in die Zukunft zu tätigen. Die Covid-19-Pandemie und die entsprechenden nicht genau vorhersagbaren gesellschaftlichen Reaktionen betreffen die Fashion-Industry und damit auch BOGNER im Wesentlichen durch eine unsichere Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2022/2023. Auch kann es aufgrund der Verwerfungen auf den globalen Beschaffungsmärkten sowie des Anstiegs bei Rohstoff- und Energiepreisen zu negativen Auswirkungen auf den Umsatz und auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens kommen. Unternehmensrisiken und -chancen Weitere Risiken bestehen auf der Beschaffungsseite aus den Unwägbarkeiten der internationalen Märkte und in konkreten Fällen aus der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Lieferanten, auf die sich wichtige Teile der Produktion konzentrieren. Weitere Risiken bestehen in einer möglichen Störung der internationalen Logistikprozesse bzw. Lieferketten sowie durch die zeitweise und regional unterschiedliche Produktionsbeeinträchtigung bei Lieferanten durch die jeweiligen nationalen Covid-19-Eindämmungsmaßnahmen. BOGNER versucht diesen Risiken durch eine Diversifikation der Lieferanten, einer intensiven Betreuung, einer noch früheren Beschaffung sowie der Ableitung und Umsetzung von kurzfristigen Gegenmaßnahmen entgegenzuwirken. BOGNER ist, wie der Großteil der deutschen Wirtschaft, auf den freien Welthandel und den Zugang zu internationalen Absatzmärkten angewiesen. Dies betrifft sowohl die Export- als auch die Importseite der Geschäftstätigkeiten. Beschränkungen des freien Handels sind je nach Ausprägung dazu geeignet, das Geschäft des BOGNER- Konzerns zu beeinträchtigen. Eine permanente Herausforderung stellt die Gefahr durch Cyber-Angriffe dar. Die Sicherung muss hier sehr konsequent, umfänglich und zeitnah erfolgen. BOGNER blickt in diesem Bereich auf Jahrzehnte sehr stabiler Verhältnisse zurück. Dies konnte durch eine sehr langfristige Planung und intensivste Vorbereitung aller neuen Projekte gewährleistet werden. Rechtliche Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten, sind derzeit nicht bekannt. Für laufende Rechtsstreitigkeiten- und Verfahren wurden entsprechende Rückstellungen in der Bilanz gebildet. Erhebliche Chancen bestehen in der Erweiterung des Geschäftsvolumens durch verstärkte Internationalisierung, der Erschließung neuer Märkte sowie weiterer Investitionen in das eigene Online-Geschäft. Finanzielle Chancen und Risiken ergeben sich vor allem aus Veränderungen im Bereich der Devisenkurse. Zur Risikobegrenzung werden auf Basis der Risikomanagementstrategie Sicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt. Die Grundgeschäfte stellen dabei ausschließlich Warenlieferungen dar. 5 Prognosebericht Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses hat sich die Covid-19-Lage nach zwei mit starken Einschränkungen belasteten Geschäftsjahren entspannt. Eine Vorhersage über die weitere Covid-19-Entwicklung im Herbst 2022 lässt sich derzeit nicht verlässlich prognostizieren und damit auch der Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des BOGNER Konzerns. Auch der Einfluss des Russland-Ukraine-Konflikts auf das Konsumklima lässt sich nicht verlässlich vorhersagen. Abhängig von dem weiteren Verlauf der Pandemie und den damit einhergehenden lokalen Einschränkungen sowie dem weiteren Verlauf des Russland-Ukraine- Konflikts, lässt sich eine Vorhersage hinsichtlich des Umsatzes und der Geschäftsentwicklung nur in Bandbreiten treffen. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wird eine Umsatzprognose von +5% bis +10% im Vergleich zum Vorjahrsumsatz erwartet. Aufgrund der schwer prognostizierbaren weiteren Auswirkungen der Covid-19-Pandemie gilt ein besonderes Augenmerk der Kostenstruktur der BOGNER-Gruppe. Im Rahmen des gruppenweiten Performance-Verbesserungs-Programms wurden umfangreiche Maßnahmen in den Bereichen Personalkosten, Beschaffungskosten und sonstigen betrieblichen Aufwänden identifiziert. Alle identifizierten Maßnahmen befinden sich derzeit in der Umsetzung oder wurden bereits umgesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt bildet die Sicherstellung der Liquidität. Neben der Etablierung eines gruppenweiten Liquiditäts-Managements wird diese durch den bestehenden Konsortialkredit in Höhe von 83,0 Mio. EUR gesichert. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 wird mit einem Konzernjahresergebnis (vor Steuern und Ergebnisanteilen der Minderheitengesellschafter) von minus 0,6 bis plus 4,4 Mio. EUR gerechnet. Das Management der BOGNER-Gruppe prüft fortlaufend das Covid-19-Geschehen, um Maßnahmen zur Reduzierung möglicher Auswirkungen auf die Ertragslage einzuleiten. Dem Management sind keine rechtlichen oder tatsächlichen Gegebenheiten bekannt, die der Annahme der Unternehmensfortführung entgegenstehen. Grundsätzlich hält die BOGNER-Gruppe weiter an den geplanten zielgerichteten und weitreichenden Investitionen in die Weiterentwicklung der Marke, der IT, den Onlineaktivitäten und der internationalen Geschäftsaktivitäten fest, um die Marktposition auch zukünftig erfolgreich verteidigen und ausbauen zu können. Zusätzlich findet der Umzug im Jahr 2022/2023 in ein neues hochmodernes Office statt. Die Investitionen in den neuen Arbeitsplatz steigern die Attraktivität von BOGNER als Arbeitgeber und hilft dem Unternehmen im "War of Talent" motivierte und talentierte Mitarbeiter im Raum München zu gewinnen. Zusätzlich wird durch den attraktiveren Standort und einen neuen innovativen Showroom die Wahrnehmung beim Kunden gestärkt. Die Umsetzung der Investitionen bildet gemeinsam mit dem hochmotivierten Team die Basis zur Erreichung der langfristigen ambitionierten Ziele. 6 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zur Risikobegrenzung werden von Fall zu Fall Sicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften abgeschlossen.
München, den 30. Juni 2022 Gerrit Schneider Heinz Hackl Konzernbilanz zum 31. März 2022AKTIVSEITE
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Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. April 2021 bis 31. März 2022
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 01. APRIL 2021 - 31. MÄRZ 20221. Aufstellung des Konzernabschlusses Der vorliegende Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der §§ 290 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 2. Angaben zur Konsolidierung Die WYSÔ Bogner GmbH hält die Mehrheit der Stimmrechte an Tochterunternehmen und ist daher grundsätzlich zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes gem. § 290 HGB verpflichtet. Die WYSÔ Bogner GmbH hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der HRB 41754 eingetragen. a) Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen, an denen die WYSÔ Bogner GmbH direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte zustehen. Diese werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen, soweit sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Im Einzelnen sind neben dem Mutterunternehmen die folgenden 16 (Vorjahr 14) beherrschten Tochterunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung berücksichtigt:
Folgende in den Konzernabschluss einbezogene inländische Tochtergesellschaften sind gemäß §§ 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 a HGB, 264b HGB von der Offenlegung der Jahresabschlussunterlagen befreit:
Veränderungen des Konsolidierungskreises im Vergleich zum Vorjahr: Es wurden die Gesellschaften Bogner GCA IP GmbH & Co. KG und Bogner GCA IP Management GmbH, Schloßstr. 19, 82031 Grünwald gegründet und erstkonsolidiert. Nicht einbezogene Gesellschaften Gesellschaften, die auch in ihrer Gesamtheit für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind werden nach § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidiert. Sie werden mit den jeweiligen Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Zeitwerten im Konzernabschluss bilanziert. Bei den nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen handelt es sich um folgende Gesellschaften:
b) Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung erfolgt entsprechend den Regeln der §§ 301 HGB nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung des Wertansatzes der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der konsolidierten Tochterunternehmen. Die Erstkonsolidierung des Konzernabschlusses wurde zum 26. Juni 2015 durchgeführt. Die bei der Erstkonsolidierung entstandenen positiven Unterschiedsbeträge aus der Verrechnung des Wertansatzes der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an einem Tochterunternehmen mit dem auf die Anteile entfallenden Betrag des neubewerteten Eigenkapitals des Tochterunternehmens wurden in den Geschäfts- oder Firmenwert eingestellt. Dieser wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren, sowie bei Bedarf auch außerplanmäßig abgeschrieben. Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Ergebnisse zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden eliminiert. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der jeweiligen Ertrags- und Aufwandspositionen. c) Stichtag Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses der WYSÔ Bogner GmbH zum 31. März aufgestellt. Mit Ausnahme der Bogner Eastern Europe LLC, Moskau, (Stichtag 31. Dezember) bilanzieren sämtliche Tochterunternehmen, die einbezogen werden, zu diesem einheitlichen Stichtag. Für die Bogner Eastern Europe LLC bildet ein Zwischenabschluss zum 31. März die Konsolidierungsgrundlage. 3. Bilanzierung, Bewertung und Gliederung a) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der WYSÔ Bogner GmbH und der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Soweit sich infolge entgegenstehender landesrechtlicher Vorschriften wesentliche Abweichungen von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der WYSÔ Bogner GmbH ergaben, wurden Konsolidierungsabschlüsse (Handelsbilanzen II) aufgestellt. Von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze in den Jahresabschlüssen ausländischer Tochterunternehmen werden nur bei Geringfügigkeit beibehalten. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde im Zuge der Aufstellung des Jahresabschlusses des Tochterunternehmens Willy Bogner GmbH & Co. KGaA bei der Berücksichtigung von Umsatzretouren von der Vorjahresbilanzierung abgewichen. Die Umsatzretouren wurden erstmalig als Rückstellung bilanziert und nicht wie im Vorjahr direkt von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgezogen. Falls die Bilanzierung wie im Vorjahr beibehalten worden wäre, ergäbe sich eine Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Rückstellungen um 6,0 Mio. EUR im Konzern. Bei Anwendung der neuen Bilanzierung schon im Vorjahr würden sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Rückstellungen um 7,2 Mio. EUR erhöhen. Dieser Änderung wurde vorgenommen, aufgrund von Praktikabilitätsaspekten sowie der Verbesserung der Vermittlung des den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögenslage. Immaterielle Vermögensgegenstände, soweit entgeltlich erworben, werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung linearer Abschreibungen angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 HGB). Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei dauerhaften Wertminderungen werden entsprechende außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie unfertige Erzeugnisse und fertige Erzeugnisse werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit ihren Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten zu Vollkosten bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Teilwertabschläge berücksichtigt. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden je nach Fertigungsstufe mit den Herstellungskosten bewertet. Abschläge wurden für Saisonware und ungängige Posten nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden bei Bedarf durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Zinsverlusten, allgemeinen Ausfallrisiken und Mahnkosten wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Unverzinsliche langfristige Forderungen werden abgezinst. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Pensionsverpflichtungen werden mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. b) Fremdwährungsumrechnung Die Währungsumrechnung im Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der modifizierten Stichtagskursmethode vorgenommen. Da die Tochterunternehmen der WYSÔ Bogner GmbH, München, finanziell unabhängig von dem Mutterunternehmen sind, ist die jeweilige Landeswährung als funktionale Währung für die Umrechnung des Eigenkapitals zum Stichtagskurs zugrunde zu legen. Die Differenzen zwischen dem zum Stichtagskurs und dem zu historischen Kursen umgerechneten Eigenkapital werden als Sonderposten auf der Aktivseite bzw. Passivseite offen ausgewiesen. Die Umrechnung der übrigen Bilanzposten erfolgt zu den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag. Die Aufwands- und Ertragsposten werden zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres angesetzt. Soweit sich aus der Anwendung unterschiedlicher Kurse in der Bilanz einerseits und in der Gewinn- und Verlustrechnung andererseits Unterschiedsbeträge ergeben, werden sie unter einem offen ausgewiesenen Sonderposten erfasst. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden gemäß § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden zu dem am Entstehungstag maßgebenden Kurs oder mit dem Stichtagskurs, soweit dieser bei Forderungen niedriger bzw. bei Verbindlichkeiten höher war, umgerechnet. 4. Angaben zu den Posten der Konzernbilanz a) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagegitter. Durch die Neubewertung des Reinvermögens der Tochterunternehmen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt wurden bei der Willy Bogner GmbH & Co. KGaA bei den Grundstücken stille Reserven in Höhe von 4.000 T€ aufgedeckt. Die in der Entwicklung des Sachanlagevermögens enthaltenen Abschreibungen wurden wie in der Gewinn- und Verlustrechnung mit den Durchschnittskursen umgerechnet. Die Differenz zum Stichtagskurs ist in den Währungsänderungen enthalten. Der sich im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 26. Juni 2015 ergebende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 4.382 T€ wurde über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben und ist zum Stichtag voll abgeschrieben. Im Rahmen der Erstkonsolidierung der Bogner Direkt Marketing, GmbH München im Geschäftsjahr 2016/2017 ist ein positiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 3 T€ entstanden. Der Unterschiedsbetrag wurde in den Geschäfts- oder Firmenwert eingestellt und vereinfachend sofort voll abgeschrieben. Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31.03.2022
b) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 1.207 T€ (Vj. 2.256 T€) setzt sich vornehmlich aus Abgrenzungen für Wartungsverträge und Benutzungsentgelte, Beiträge sowie Miete zusammen. c) Aktive latente Steuern Die sich nach § 306 HGB insgesamt ergebende Steuerentlastung aus ergebniswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen beträgt zum Stichtag 6.579 T€ (Vj. 2.874 T€). Dabei wurde ein Steuersatz von 30% unterstellt. Zudem wurden die aktiven latenten Steuern aus der in der Neubewertungsbilanz aufgedeckten stillen Lasten in Höhe von 423 T€ davon auf Verlustvorträge 423 T€ (Vj. 423 T€ davon auf Verlustvorträge 423 T€) mit den Steuersätzen der Tochterunternehmen berücksichtigt. d) Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von 200 T€ (Vj. 200 T€) entspricht dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Für die Gesamtentwicklung des Konzerneigenkapitals vgl. den aufgestellten Eigenkapitalspiegel. Ergebnisverwendung Der Bilanzverlust in Höhe von -3.434 T€ (Vj. Bilanzverlust -6.837 T€) enthält einen Verlustvortrag in Höhe von -6.837 T€ (Vj. Verlustvortrag -6.723 T€). e) Pensionsrückstellungen Die Bewertung der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen bei der Willy Bogner GmbH & Co. KGaA werden gem. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB mit der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Anwartschaftsbarwertmethode auf der Basis eines Rechnungszinsfußes von 1,79 % (Vorjahr: 2,19 %) entsprechend § 253 Abs. 2 S. 4 HGB und der Anwendung der Richttafeln 2018 G nach Prof. Heubeck angesetzt.
Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Im Geschäftsjahr wurden die aus dem Rückdeckungsvermögen entstandenen Gewinne in Höhe von 4,5 T€ mit den Aufwendungen aus der Pensionsrückstellung verrechnet. Der Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte entspricht dem Markt-Börsenwert der Geldanlage. f) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich in Form von Überstunden- und Urlaubsrückstellungen, variablen Vergütungen und Abfindungen, sowie Rückstellungen für Retouren und ausstehende Rechnungen. g) Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel. Für die Verbindlichkeiten bestehen in notwendigem Umfang branchenübliche Sicherheiten. Verbindlichkeitenspiegel zum 31. März 2022
h) Latente Steuern Auf der Einzelabschlussebene ergeben sich aus § 274 HGB resultierende passive latente Steuern überwiegend aus temporären Differenzen aus der Anpassung an die konzerneinheitliche Bewertung der Vorräte sowie aus höheren steuerlichen Wertansätzen im Sachanlagevermögen ausländischer Tochterunternehmen. Diese wurden verrechnet mit aktiven latenten Steuern, die sich größtenteils aus unterschiedlichen Wertansätzen bei Pensionsrückstellungen sowie bei Drohverlustrückstellungen ergeben haben. Außerdem ergeben sich aktive latenten Steuern durch unterschiedliche Wertansätze in der Steuerbilanz bei ausländischen Tochterunternehmen im Bereich der sonstigen Verbindlichkeiten. Ebenfalls ergibt sich weiteres Verrechnungspotential aufgrund noch nicht genutzter steuerlicher Verlustvorträge. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen wurden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB grundsätzlich nicht aktiviert. Bei der Bogner homeshopping GmbH & Co. KG hat sich auf HB Il-Ebene nach Verrechnung mit den aktiven Steuerlatenzen ein Passivüberhang latenter Steuern in Höhe von -187 T€ im Wesentlichen aufgrund von Bewertungsunterschieden im Vorratsvermögen ergeben (Vorjahresbetrag nach Verrechnung -151 T€ = Erhöhung um 36 T€). Bei der Bewertung kamen grundsätzlich die Steuersätze der jeweiligen Konzerneinheiten zur Anwendung, diese lagen zwischen 12,9 Prozent und 39,0 Prozent. Eine Verrechnung von aktiven und passiven Steuern der Einzelabschlüsse auf Konzernabschlussebene wurde vorgenommen. Aktive latente Steuern aus der Anwendung des § 306 HGB in Höhe von insgesamt 8.121 T€ beruhen Wesentlichen auf der Eliminierung von Zwischengewinnen (Vorjahresbetrag 2.874 T€ = Erhöhung um 5.247 T€), in Höhe von 423 T€ (Vj. 423 T€) auf Verlustvorträgen im Rahmen der Erstkonsolidierung. Passive latente Steuern aus der Anwendung des § 306 HGB in Höhe von insgesamt 1.541 T€ beruhen auf sonstige Konsolidierungsmaßnahmen (Vorjahresbetrag 0 T€ = Erhöhung um 1.541 T€). In Summe ergibt sich in der Konzernbilanz ein Ausweis aktiver latenter Steuern in Höhe von 6.815 T€ (Vorjahresbetrag 3.146 T€ = Erhöhung um 3.669 T€) sowie ein Ausweis passiver latenter Steuern in Höhe von 0 T€ (Vorjahresbetrag 0 T€ = keine Veränderung). Steuerüberleitungsrechnung:
5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich nachfolgenden geographisch bestimmten Märkten:
b) Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von 3.049 T€ (Vj. 3.370 T€) enthalten. c) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste in Höhe von 2.270 T€ (Vj. 3.322 T€) enthalten. d) Finanzergebnis
Im Finanzergebnis erfasst werden Aufwendungen aus der Aufzinsung sowie der Änderung des Diskontierungszinssatzes von Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Der Zinsanteil beträgt 284 T€ (Vorjahr: 343 T€). e) Außergewöhnliche und Periodenfremde Aufwendungen und Erträge In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Aufwendungen aus der Zuführung zu den Wertberichtigungen von Forderungen und uneinbringliche Forderungen mit 604 T€ (Vorjahr 1.452 T€) und Verluste aus Anlagenabgängen mit 151 T€ (Vorjahr 94 T€) ausgewiesen. Demgegenüber stehen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen mit 840 T€, aus Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.805 T€ und Buchgewinnen aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 69 T€ sowie außergewöhnliche Erträge in Höhe von 3.898 T€ aus Coronahilfen. 6. Sonstige Angaben a) Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung der WYSÔ Bogner GmbH obliegt: Gerrit Schneider, Oberstdorf, Betriebswirtin, CO-CEO (Finance, Legal, IT, Operations & HR) Heinz Hackl, Bad Feilnbach, Dipl.-Kaufmann, CO-CEO (Sales, Design, Marketing & Lizenzen) Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge im Geschäftsjahr 2021/2022 wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. b) Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) Die WYSÔ Bogner GmbH und ihre Tochtergesellschaften beschäftigten im Geschäftsjahr 2021/2022 im Jahresdurchschnitt:
c) Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB beträgt 325 T€ inklusive Auslagenersatz für Tagesgelder, Fahrt und Nebenkosten. Die genannten Honorare setzen sich aus folgenden Leistungen zusammen: Abschlussprüfungsleistung 220 T€ sowie Steuerberatungsleistungen 49 T€ und sonstige Leistungen 56 T€. d) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Stichtag liegen keine Haftungsverhältnisse vor.
e) Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden zur Begrenzung des Zinsänderungs- und Währungsrisikos eingesetzt. Zum 31.03.2022 bestanden bei der Willy Bogner GmbH & Co. KGaA derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften zur Wechselkurssicherung mit einem Nominalvolumen von 30,2 Mio. USD (26,2 Mio. EUR). Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgte auf Grundlage der verfügbaren FX-Forwards / Zinskurven unter EUR-Umrechnung des aktuellen Marktwertes (Barwert der Nominalbeträge der Geschäfte) mit dem EZB-Mittelkurs des Stichtages. Zur Diskontierung wird der jeweilige Zero-Zinssatz der zugehörigen Währung verwendet.
f) Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ergeben, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der WYSÔ Bogner GmbH haben. g) ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung der WYSÔ Bogner GmbH schlägt vor, den ausgewiesenen Jahresfehlbetrag dem Vortragskonto zu belasten.
München, den 30. Juni 2022 WYSÔ Bogner GmbH, München Gerrit Schneider Heinz Hackl Die Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am 30. März 2023. Kapitalflussrechnung der WYSÔ Bogner GmbH, München
Konzerneigenkapitalspiegel 01.04.2020 bis 31.03.2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die WYSÔ Bogner GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der WYSÔ Bogner GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 01. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der WYSÔ Bogner GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 18. August 2022 Habersetzer
& Kollegen GmbH
Sauter, Wirtschaftsprüfer |
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