Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 17278
Vorher
LSMW GmbH Total Life Science SolutionsM+W Process Industries GmbHM+W Central Europe GmbHExyte Central Europe GmbH
Eingetragen
2.8.1995
Branche
BeteiligungsgesellschaftenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: (1) Gegenstand des Unternehmens ist das Erbringen von Leistungen zur Planung und Errichtung von Anlagen und Teilanlagen für die Industrien Life Sciences, Consumer Goods, Chemie, Halbleiter- und Solartechnologie, Energietechnik und High Tech Infrastruktur, einschließlich Beschaffung, Bauleitung, Inbetriebsetzung und Validierung, Anschluss spezieller Prozessanlagen (Hook-Up) sowie Wartung und Technisches Facility Management.

Historie

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Management

NameRolle
Radoslav Jambasov
seit 23.12.2025
Prokura
Hugo Sanchez Melendez
seit 11.6.2025
Geschäftsführer
Jesse Griffin
seit 28.6.2022
Geschäftsführer
Alexandra Kuebler
seit 11.2.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Exyte Europe Holding GmbH
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

LSMW GmbH Total Life Science Solutions

Stuttgart

Jahresabschluss zum 31.12.2006

Anhang für das Geschäftsjahr 2006

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den steuerlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten.

Unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten, höchstens jedoch zu ihren voraussichtlichen Veräußerungserlösen abzüglich noch anfallender Kosten, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den aktivierungspflichtigen Einzelkosten die Fertigungsgemeinkosten.

Ergebnisse aus langfristiger Auftragsfertigung werden im Rahmen der Teilgewinnrealisierung entsprechend den abgrenzbaren, abgenommenen Teilleistungen realisiert.

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden nach der Nettomethode ausgewiesen und offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet.

Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch mit ihrem Teilwert gemäß § 6 a EStG auf der Basis eines Zinssatzes von 6 % angesetzt. Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Professor Dr. Klaus Heubeck.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet.

Die Rückstellungen für Sterbegeld und Jubiläumszuwendungen werden versicherungsmathematisch mit ihrem Teilwert gemäß § 6 a Abs. 3 EStG auf der Basis eines Zinssatzes von 6 % bzw. nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG i. V. m. § 5 Abs. 4 EStG auf der Basis eines Zinssatzes von 5,5 % angesetzt.

Die Rückstellung für Altersteilzeit umfasst Aufwendungen für Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase (Erfüllungsrückstand) sowie die zusätzlichen Aufstockungsbeträge für die gesamte Restlaufzeit der Altersteilzeit.

Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen zum Nennwert bilanziert.

Forderungen, Bankguthaben und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens umgerechnet; bei Kursänderungen erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Vorräte

Die geleisteten Anzahlungen bestehen in Höhe von EUR 421.324,21 (i. V. TEUR 130) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Es bestehen keine erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen gegenüber verbundenen Unternehmen (i. V. TEUR 49).

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 410.376,37 (i. V. TEUR 465) ausgewiesen. Diese wurden auf Ebene der entsprechenden Verbundunternehmen in Höhe von EUR 242.292,25 mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verrechnet. Ferner resultieren EUR 9.476.027,17 (i. V. TEUR 2.925) aus dem Verrechnungskonto der Konzernmuttergesellschaft, welche mit den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 141.864,84 saldiert wurden.

Im Vorjahr sind unter den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 32 enthalten.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von EUR 153.000,00 mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren ausgewiesen.

4. Flüssige Mittel

Die Position enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

5. Bilanzverlust

Der Bilanzverlust hat sich wie folgt entwickelt:

Stand 1.1.2006 EUR - 10.500.461,68
Jahresüberschuss 2006 2.076.249,78
Stand am 31.12.2006 EUR - 8.424.211,90

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Projektnachlaufkosten (TEUR 12.528), Boni Mitarbeiter (TEUR 702), ausstehende Rechnungen (TEUR 415), Gleitzeitguthaben (TEUR 382), Urlaubsansprüche (TEUR 306), Altersteilzeit (TEUR 299), Gewährleistungen (TEUR 225), Jubiläumszuwendungen (TEUR 141) und Jahresabschluss- und Prüfungskosten (TEUR 141).

7. Verbindlichkeiten

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Unter den Verbindlichkeiten ist ein Betrag in Höhe von EUR 395.857,80 mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren sowie ein Betrag in Höhe von EUR 21.853,08 mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren ausgewiesen.

Alle anderen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 4.934.430,11 haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 1.042.887,65 (i. V. Forderungen TEUR 2.925) gegenüber der Gesellschafterin. Die Verbindlichkeiten resultieren in Höhe von EUR 471.354,65 (i. V. TEUR 85) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und in Höhe von EUR 572.093,00 (i. V. Forderungen TEUR 3.011) aus dem Verrechnungskonto (Umsatzsteuer gegenüber Organträger). Sie wurden in Höhe von EUR 560,00 (i. V. Verbindlichkeiten TEUR 86) mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen saldiert.

Unter den übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 308.091,62 (i. V. TEUR 633) enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2006
EUR
31.12.2005
TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 274.428,22 431
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 54.609,26 237
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 119.055,43 146
448.092,91 814

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Deutschland TEUR 31.979
Europäische Union 31.308
Sonstige Europa 10.637
Südostasien 322
Übrige 677
TEUR 74.923

2. Periodenfremde Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 139 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus dem Abgang des von Gegenständen des Anlagevermögens.

Nennenswerte periodenfremde Aufwendungen sind im Geschäftsjahr nicht angefallen.

3. Materialaufwand

Der Materialaufwand bei Anwendung des Gesamtkostenverfahrens gliedert sich wie folgt auf:

2006
TEUR
2005
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren 15.426 11.607
Aufwendungen für bezogene Leistungen 27.524 21.685
42.950 33.292

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand bei Anwendung des Gesamtkostenverfahrens verteilt sich wie folgt:

2006
TEUR
2005
TEUR
Löhne und Gehälter 16.090 15.548
Soziale Abgaben 3.036 3.069
Aufwendungen für Altersversorgung 157 119
19.283 18.736

5. Verbundene Unternehmen

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen mit EUR 95.125,83 (i. V. TEUR 23) verbundene Unternehmen.

An verbundene Unternehmen wurden EUR 75.118,21 (i. V. TEUR 37) gezahlt.

C. Sonstige Angaben

1. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

Anzahl
Leitende Angestellte 8
Angestellte 321
329

2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nach § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft des Organträgers.

Die Gesellschaft hat im Rahmen von Kreditvergaben der Konzernmutter sämtliches Aktivvermögen als Sicherheit für fremde Verbindlichkeiten an das entsprechende Kreditinstitut unter aufschiebenden Bedingungen, die zum Bilanzstichtag kumulativ noch nicht erfüllt waren, verpfändet.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in folgender Höhe:

fällig 2007
TEUR
fällig 2008 - 2011
TEUR
Gesamt
TEUR
Miet- und Leasingverträge 2.237 3.449 5.686
Dienstleistungsverträge 832 0 832
3.069 3.449 6.518

Die Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 3.146 gegenüber verbundenen Unternehmen.

3. Organ der Gesellschaft

Geschäftsführer sind:

 

Hermann Ottmar Schwarzkopf (Geschäftsführer Verwaltung und Vertrieb), Ditzingen

 

Dr. Tobias Lücke (Geschäftsführer Technik), Kirchheim unter Teck

Der Beirat wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 11. Mai 2006 mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Der Beirat erhielt für seine Tätigkeit keine Vergütung.

4. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der MWZ Beteiligungs GmbH, Stuttgart, einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der MWZ Beteiligungs GmbH in Stuttgart erhältlich.

D. Ergebnisverwendung

Der Bilanzverlust in Höhe von EUR - 8.424.211,90 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Stuttgart, 25. Januar 2007

LSMW GmbH Total Life Science Solutions

Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2006

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2006
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2006
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 442.853,61 0,00 0,00 442.853,61
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.294.029,97 230.063,18 231.569,21 4.292.523,94
4.736.883,58 230.063,18 231.569,21 4.735.377,55
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2006
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2006
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 322.831,61 55.694,00 0,00 378.525,61
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.758.294,97 252.484,18 230.860,21 3.779.918,94
4.081.126,58 308.178,18 230.860,21 4.158.444,55
Buchwerte
Stand am 31.12.2006
EUR
Stand am 31.12.2005
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 64.328,00 120.022,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 512.605,00 535.735,00
576.933,00 655.757,00

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LSMW GmbH Total Life Science Solutions, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, 26. Januar 2007

Dr. Ebner, Dr. Stolz und Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Wolfgang Russ, Wirtschaftsprüfer

Bernd Lienemann, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2006

Aktiva

EUR Stand am 31.12.2006
EUR
Stand am 31.12.2005
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 64.328,00 120
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 512.605,00 536
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 36.790,37 49
2. Unfertige Leistungen 13.879.921,50 7.730
3. Geleistete Anzahlungen 6.729.497,88 3.578
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - 20.646.209,75 - 11.342
0,00 15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.147.790,11 7.631
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.640.006,03 3.007
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 32
4. Sonstige Vermögensgegenstände 792.101,65 506
18.579.897,79 11.176
III. Flüssige Mittel 3.943.259,87 3.994
C. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 1.733
23.100.090,66 17.574

Passiva

EUR Stand am 31.12.2006
EUR
Stand am 31.12.2005
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 767.000,00 767
II. Kapitalrücklage 8.000.000 8.000
III. Bilanzverlust - 8.424.211,90 - 8.767
342.788,10 0
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 1.105.883,00 990
2. Steuerrückstellungen 467.666,00 0
3. Sonstige Rückstellungen 15.689.544,98 8.959
17.263.093,98 9.949
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 142.067,59 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.553.068,81 4.439
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.350.979,27 2.372
4. Sonstige Verbindlichkeiten 448.092,91 814
5.494.208,58 7.625
23.100.090,66 17.574

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2006

2006 2005
EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 74.923.495,14 63.471
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 68.424.959,91 58.266
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 6.498.535,23 5.205
4. Vertriebskosten 1.895.700,93 2.398
5. Allgemeine Verwaltungskosten 2.263.179,89 4.158.880,82 2.805 5.203
6. Sonstige betriebliche Erträge 755.794,85 798
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 488.741,17 267.053,68 3.388 - 2.590
2.606.708,09 - 2.588
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 108.372,59 72
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 155.882,90 - 47.510,31 136 - 64
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.559.197,78 - 2.652
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 467.666,00 38
12. Sonstige Steuern 15.282,00 482.948,00 12 50
13. Jahresüberschuss (i. V. Jahresfehlbetrag) 2.076.249,78 - 2.702
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr - 10.500.461,68 - 7.798
15. Bilanzverlust - 8.424.211,90 - 10.500

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006

Darstellung des Geschäftsverlaufes

Markteinschätzung

Die Marktsituation für Ingenieurdienstleistungen und Anlagenbau in den Zielbranchen von LSMW, der Pharmaindustrie, der Biotechnologie- und der Chemieindustrie, hat sich unseres Erachtens im Jahr 2006 verbessert.

Die Investitionstätigkeit sowohl im Mittelstand als auch bei Großunternehmen ist spürbar gestiegen und hält unseres Erachtens auch im Jahr 2007 an.

Dennoch wirken sich teilweise Maßnahmen der Gesundheitsreform negativ auf das Investitionsgeschehen aus, mit der Folge, dass Großinvestitionen verschoben werden.

Die Position der LSMW am Markt sehen wir heute als gefestigt an. Im Bereich Prozessanlagen konnten wir uns im Jahr 2006 bei wichtigen Projekten gegen unsere Wettbewerber durchsetzen und im Bereich Pharmazieanlagen ist die Auslastung in einem sehr positiven Marktumfeld gesichert.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Gesamtunternehmen

Der Umsatz 2006 liegt mit EUR 74,9 Mio. um EUR 11,4 Mio. über dem Vorjahr. Die größten Anteile am Gesamtumsatz entfallen auf den Geschäftsbereich Pharmazieanlagen sowie auf unsere Niederlassung in Polen, die ein Großprojekt realisierte.

Das Bruttoergebnis lag bei 8,6 % des Umsatzes, die Vertriebskosten lagen bei 2,5 % und die Verwaltungskosten bei 3,0 % des Umsatzes.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2006 betrug TEUR 2.559, bezogen auf den Umsatz 3,4 %.

Die Auftragslage konnte während des Jahres gesichert werden, zum Jahresanfang 2007 erwarten wir noch weitere, bereits endverhandelte Aufträge, so dass die Auslastung für das Jahr 2007 zu einem wesentlichen Teil gesichert ist.

Der Auftragsbestand zum 31.12.2006 beträgt TEUR 24.058 und ist damit um TEUR 32.306 geringer als zum Jahresbeginn 2006 (TEUR 56.364). Es werden jedoch im Januar 2007 Auftragseingänge in beträchtlichem Umfang erwartet, die den Auftragsbestand auf das Niveau des Vorjahres anheben werden.

Investitionen

Bei den Investitionen konzentriert man sich wie in den Vorjahren auf Ersatzinvestitionen, vor allem im IT - Bereich. Größere Neuanschaffungen waren weder im alten Jahr geplant, noch stehen solche in 2007 an.

Personal

Nach einem im Jahr 2005 durchgeführten Personalabbau, bedingt durch eine Restrukturierung, konnte die Mitarbeiterzahl im laufenden Jahr von 327 auf 342 erhöht werden, wobei die im Moment vorhandenen offenen Stellen auch im Jahr 2007 zu einem weiteren Personalzuwachs führen werden.

Zur Orientierung, Motivation und Führung der Mitarbeiter werden regelmäßig Mitarbeitergespräche durchgeführt, bei denen neben einer gemeinsamen Leistungsbeurteilung auch die Entwicklung und Förderung des Mitarbeiters im Mittelpunkt stehen. Durch die Vereinbarung von Zielen, Förderungs- und Fortbildungsmaßnahmen wird die Zufriedenheit der Mitarbeiter und deren Bindung an das Unternehmen erhöht.

Gesellschafterwechsel

Während des Geschäftsjahres 2006 wurde im Zuge der Neustrukturierung der Unternehmensgruppe das Geschäftsfeld "Automation und Engineering" geschaffen. Dieses Geschäftsfeld besteht aus den Firmen Lang und Peitler Automations GmbH (L+P) sowie der LSMW GmbH, wobei L+P als Führungsgesellschaft sämtliche Geschäftsanteile an der LSMW GmbH hält und somit die M+W Zander Facility Engineering GmbH als vorherigen Alleingesellschafter abgelöst hat. Mit dieser neuen Struktur bündelt die Gruppe die artverwandten und dienstleistungsorientierten Aktivitäten dieser beiden Ingenieurfirmen nun in einem gemeinsamen Geschäftsfeld.

Im Zuge des Gesellschafterwechsels wurde mit der L+P ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen, der die Weisungs- und Informationsrechte des Gesellschafters regelt.

Darstellung der Lage

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Ertragslage in 2006 war positiv. Das Bruttoergebnis lag bei TEUR 6.499. Bei Nichteinbeziehung des Ergebnisses in Polen liegt die Bruttomarge (Bruttoergebnis im Verhältnis zum Umsatz) bei 15,9%, was eine sehr positive Entwicklung und einen Erfolg im Hinblick auf die Restrukturierung im Vorjahr darstellt.

Die im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich reduzierten Kosten für Vertrieb in Höhe von TEUR 1.896 sind auf die gute Konjunktur in 2006 sowie auf die Wirksamkeit der Neuorganisation zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Verwaltungskosten bei einer deutlichen Umsatzsteigerung um TEUR 542 auf TEUR 2.263 gesenkt werden.

Mit einem EBIT von TEUR 2.607 und einem Jahresüberschuss von TEUR 2.076 liegt das erzielte Ergebnis über dem Budgetwert.

Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR -48 besteht im Wesentlichen aus Zinserträgen von verbundenen Unternehmen sowie aus Aufwendungen für Avale (Anzahlung, Vertragserfüllung, Gewährleistung).

Mit dem positiven Unternehmensergebnis 2006 ist das Unternehmen zum Bilanzstichtag nicht mehr überschuldet, sondern weist ein positives Eigenkapital von TEUR 343 auf.

Das Unternehmensergebnis nach IFRS liegt mit einem Umsatz von TEUR 83.293 und einem EBIT von TEUR 2.803 sowie einem Jahresüberschuss von TEUR 2.108 ebenfalls über den Budgetwerten. Hauptsächlich aufgrund der Bewertung von Verlustvorträgen aus vorigen Perioden werden hier latente Steuern in Höhe von TEUR 97 ausgewiesen.

Das Anlagevermögen der Firma verringerte sich von TEUR 656 um TEUR 79 auf TEUR 577.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich in der Summe von TEUR 15.184 um TEUR 7.339 auf TEUR 22.523. Auf die Vorräte entfielen dabei TEUR 20.646 vor Saldierung mit erhaltenen Anzahlungen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nicht verbundenen Unternehmen erhöhten sich gleichzeitig von TEUR 7.631 um TEUR 517 auf TEUR 8.148, die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich von TEUR 3.007 um TEUR 6.633 auf TEUR 9.640.

Die flüssigen Mittel entsprechen mit TEUR 3.943 in etwa dem Vorjahresniveau von TEUR 3.994.

Lagebericht der Geschäftsbereiche und Niederlassungen

Geschäftsbereich Pharmazieanlagen

Der Pharmamarkt im deutschsprachigen Raum, der Hauptumsatzträger des Geschäftsbereiches Pharmazieanlagen, hat sich während des gesamten Geschäftjahres 2006 sehr stabil entwickelt. Für unsere Geschäftsbereiche Prozessanlagen führte dies phasenweise sogar dazu, dass aufgrund fehlender Kapazitäten von Fachspezialisten auf dem Arbeitsmarkt verschiedene interessante Projekte nicht bearbeitet werden konnten.

Diese überaus positive Pharmamarktsituation hat für den Geschäftsbereich Pharmazieanlagen in 2006 zu einer Vollauslastung der vorhandenen Ressourcen geführt. Verantwortlich hierfür waren ein solider Auftragsbestand aus 2005, ein guter Auftragseingang in 2006 und eine Anarbeitung von diversen sehr aussichtsreichen Projekten für die kommenden Geschäftsjahre.

Auf Basis dieser guten Rahmenbedingungen konnten die Jahresziele des Geschäftsbereiches mit einem Umsatz von TEUR 21.244 erreicht werden.

Auch für 2007 erwarten wir eine Fortsetzung des stabilen Pharmamarktes und eine anhaltende Kundennachfrage nach unseren speziellen Dienstleistungen. Vor diesem Hintergrund und auf Basis eines guten Auftragsbestandes für 2007 ff., sowie auf Grundlage der sehr guten Auftragsaussichten wird für das Jahr 2007 mit einem Ergebnis gerechnet, welches mindestens dem Vorjahresniveau entspricht.

Durch die zunehmende Anzahl der Neukundenanfragen können wir auch erkennen, dass der Name "LSMW" auf dem Pharmamarkt sich inzwischen zum begehrten Partner bei unseren vorhandenen und potenziellen Kunden etabliert hat. Einen großen Anteil daran hat sicherlich unsere strategische Ausrichtung auf die ganzheitliche Dienstleistung von der Planung über Realisierung bis hin zum Technischen Facility Management, was uns von unseren Mitbewerbern stark differenziert.

Abschließend bleibt noch festzustellen, dass aufgrund der guten Auftragssituation die Auslastung des Geschäftsbereiches Pharmazieanlagen für das Jahr 2007 weitestgehend gesichert ist.

Geschäftsbereiche Prozessanlagen 1 und 2

Allgemein

Internationale Konzerne investieren wie auch in 2006 in neue biotechnologische Produktionsanlagen. Weiterhin stehen einige mittelständische Unternehmen vor Investitionsentscheidungen. Ferner stehen auch diverse Umbauten und Erweiterungen an. Ein starker Bedarf an Produktionskapazitäten ist nach wie vor im Bereich der Grippeimpfstoff-Produktion zu verzeichnen. Wir erwarten allgemein einen konstanten Markt für das Jahr 2007.

Wir sehen in der Projektabwicklung bei biotechnologischen Projekten weiterhin unterschiedliche Tendenzen. Im deutschsprachigen Raum wird LSMW vor allem als Prozessfachplaner wahrgenommen. Bei aktuellen neuen Projekten wird LSMW aber auch als Generalplaner beauftragt.

Prozessanlagen 1 (PA1)

Der Geschäftsbereich PA1 erzielte einen Umsatz von TEUR 10.215.

Der Mitarbeiterstand für den Geschäftsbereich PA1 soll im Jahr 2007 weiter ausgebaut werden, denn die Auslastung war im Jahr 2006 sehr hoch.

Schlüsselprojekt in 2006 war weiterhin die Abwicklung eines Großprojektes. Inhalt war und ist die Planung einer biotechnologischen Zellkultur-Produktionsanlage zur Herstellung monoklonaler Antikörper. Der Umfang der Leistungen in 2006 beinhaltete die Detail Planung der Prozessanlagen, Prozessnebenanlagen und Prozessautomation sowie eine Unterstützung in der Inbetriebnahme-Phase. Weiterhin wurde eine Vielzahl kleinerer Projekte am Kundenstandort bearbeitet.

Im Januar 2007 wird eine Außenstelle in Penzberg des Geschäftsbereiches PA 1 mit drei Mitarbeitern gegründet.

Es konnten Neukunden im Bereich der Planung von Biotech-Anlagen gewonnen werden. Folgeaufträge hierzu werden erwartet bzw. sind beauftragt.

Aufgrund der Beauftragung eines weiteren Großprojektes am Jahresende 2006 sowie der Fortführung diverser Projekte erwarten wir für das erste Halbjahr eine sehr gute Auslastung.

Prozessanlagen 2 (PA2)

Der Geschäftsbereich PA1 erzielte einen Umsatz von TEUR 3.800.

Der Mitarbeiterstand für PA 2 liegt bei ca. 40 Mitarbeitern und bleibt im Wesentlichen konstant.

In Biberach wird eine Außenstelle gegründet mit dem Ziel, kleinere und mittlere Projekte für den ortsansässigen Schlüsselkunden und weitere Kunden in der Umgebung abwickeln zu können. Das Büro wird in einem ersten Schritt ca. fünf Mitarbeiter beschäftigen.

Es bestehen bereits mehrere gute Projektaussichten, welche die Beschäftigung in PA 2 auch nach dem Frühjahr 2007 weiter sichern werden.

Bericht der Regionalbüros

Die Regionalbüros entwickelten sich im vergangenen Jahr mit einem Gesamtumsatz von TEUR 3.926 positiv. Alle Regionalbüros konnten sowohl ihre Umsätze als auch ihre Ergebnisse verbessern. Die Regionalbüros werden auch im Jahr 2007 vornehmlich lokale Kunden betreuen. Ziel ist es nach wie vor, unabhängig von anderen Einheiten eigene, lokale Projekte zu generieren, um permanente, nachhaltige Kundenbeziehungen als Geschäftsgrundlage aufzubauen.

Berichte der Auslandsniederlassungen

Niederlassung Schweiz

Der Anfang 2006 prognostizierte Trend zu erhöhter Investitionsbereitschaft hat sich in der Schweiz und Skandinavien sowie bei den multinationalen Firmen wie auch im Mittelstand fortgesetzt.

Das Resultat 2006 fiel bei einem Umsatz von TEUR 11.243 besser als budgetiert aus, wozu hauptsächlich die Realisationsgruppe beigetragen hat.

Es ist uns in der zweiten Jahreshälfte gelungen, den Mitarbeiterbestand qualitativ zu stärken sowie quantitativ zu verdoppeln, außerdem konnten wichtige Positionen besetzt werden. Damit ist die Basis für weiteres ertragskräftiges Wachstum im Jahr 2007 geschaffen.

Durch Neubesetzungen können die strategischen Ziele in Richtung Front End/Design Built gezielt angegangen werden, das Geschäft weiter auszubauen. Außerdem besteht die Absicht, im Verbund mit L+P die gegenseitigen Synergien künftig auch in der Schweiz zu nutzen.

Zusammengefasst dürfen wir nach einem erfolgreichen Jahr 2006 mit Blick auf den Auftragsbestand und bedingt durch intensive und konzentrierte Vertriebsaktivitäten sowie die personelle Verstärkung dem neuen Jahr optimistisch entgegen blicken.

Niederlassung Österreich

Trotz der anhaltenden Investitionszurückhaltung der multinationalen Pharmaunternehmen konnten neue Aufträge bei mittelständischen Unternehmen gewonnen werden. Bei bestehenden Kunden konnten die Geschäftsbeziehungen ausgebaut werden.

Insgesamt konnte in der Niederlassung Österreich ein Umsatz von TEUR 3.181 erzielt werden.

Besonders zu erwähnen ist, dass aufgrund verstärkter Akquisitionstätigkeit in den Ländern Ex-Jugoslawien, Rumänien und Bulgarien sehr interessante Aufträge gewonnen werden konnten. Dies erfolgt jedoch stets in Verbindung mit einer umfassenden Risikoanalyse.

Das Geschäftsfeld der Niederlassung Österreich hat neben der Planung, Realisierung und Qualifizierung von Pharmaanlagen auch erste Erfolge im Bereich des technischen Facility Managements (TFM) verbucht, und darf für 2007 kleinere und größere Aufträge in diesem Bereich erwarten.

Bei den klein- und mittelständischen Pharmaunternehmen gehen wir für das Jahr 2007 von einem guten Investitionsverhalten wie in 2006 aus. Weiterhin sind Investitionen bei den vier großen Pharmaunternehmen in Österreich für 2007 zu erwarten.

Das Umfeld der Tätigkeiten in Österreich für 2007 wird sich auf die Bedienung der Stammkunden, die Partizipation an Projekten der Großunternehmen und den Ausbau des Servicegeschäftes (TFM) fokussieren.

Die im Jahr 2006 beauftragten Konzeptstudien im nahen Osteuropa haben sich sehr gut entwickelt und lassen auf weiterführende Planungs- und Realisierungsschritte in 2007 hoffen.

Die gute Marktpräsenz in Österreich und die positive Projektentwicklung in den bearbeiteten osteuropäischen Ländern lassen eine gute Geschäftsentwicklung für die Jahre 2007 und 2008 erwarten.

Niederlassung Polen

Die Niederlassung Polen erzielte im Jahr 2006 einen Umsatz von TEUR 21.097. Das negative operative Ergebnis von TEUR -2.118 stammt hauptsächlich aus der Abwicklung eines polnischen Staatsauftrages mit einem Volumen von TEUR 21.128, welcher im November 2006 abgeschlossen wurde.

Die während der Projektabwicklung aufgetauchten Schwierigkeiten und Schwächen führen zu personellen und strukturellen Konsequenzen.

So wird das Regionalbüro Krakau zukünftig von Breslau geführt. Generell wird das Regionalbüro Breslau zukünftig mehr Verantwortung für die gesamte Niederlassung Polen tragen.

Das Büro in Danzig konzentriert sich auf die Durchführung von Planungsprojekten und Validierungsprojekten, das Regionalbüro Breslau wird für seine Projekte eine eigene Planungsgruppe aufbauen.

Durch die Einstellung eines kaufmännischen Leiters für die Niederlassung Polen Mitte des Jahres 2006 soll gewährleistet werden, dass zukünftig alle Felder, von der Angebotskalkulation über Vertragswesen bis zum Projektcontrolling, mit der geforderten Disziplin und Gewissenhaftigkeit bearbeitet werden.

Die Vertriebsaktivitäten werden sich zukünftig auf Polen konzentrieren. Es hat sich gezeigt, dass Projekte im weiteren Osteuropa von der polnischen Organisation nur mit Schwierigkeiten abgearbeitet werden können.

Niederlassung Niederlande

Die Belegschaft bestand zum Jahresende 2006 lediglich aus einem operativen Mitarbeiter. Entscheidungen über die zukünftige Rolle der Niederlassung Niederlande sind mit Hinblick auf eine strategische Präsenz im Bereich Benelux im Zusammenhang mit der Entwicklung der M+W Facility Engineering B.V. zu treffen.

Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Als wesentliche Risiken für die zukünftige Entwicklung sind neben unserer Abhängigkeit von der Investitionstätigkeit der Pharmaindustrie und dem zukünftigen Einfluss von Systemanbietern und Ausrüstungslieferanten auf den Markt, die Risiken in der Abwicklung von Großprojekten zu nennen.

Als Chancen sind die anhaltend positive Marktentwicklung und unsere gute Positionierung im Markt zu sehen. Das Jahresergebnis 2006 zeigt, dass die aus der Restrukturierung 2005 hervorgegangenen Strukturen effizient sind und zu Kostensenkungen geführt haben, sowohl im operativen als auch im Vertriebs- und Verwaltungsbereich.

Die Eigenkapitalsituation konnte in 2006 durch das positive Jahresergebnis deutlich verbessert werden, bleibt jedoch auch zu Beginn des Jahres 2007 mit TEUR 343 noch unter dem gezeichneten Kapital von TEUR 767. Es ist geplant, während des Jahres 2007 die Eigenkapitalsituation weiter zu verbessern, um den Fortbestand der Firma zu sichern.

Als zukunftssichernde Maßnahmen müssen vor allem die für Polen angedachten Strukturmaßnahmen umgesetzt werden, um die dortige operative Projektabwicklung auf das Niveau der übrigen Einheiten zu bringen. Nur so können zukünftige Projekterfolge erzielt werden.

Risikomanagementziele und -methoden

Die Gesellschaft versucht durch eine systematische Erfassung und aktive Steuerung, die Wahrscheinlichkeit einer Realisierung von Risiken zu reduzieren. Insbesondere wurde die Steuerung und Kontrolle der Projektabwicklung durch Schulungsmaßnahmen und eine engere Führung der Projektleiter verbessert.

Die Verantwortung für ein Projekt liegt beim jeweiligen Projektleiter. Zur Steuerung und regelmäßigen Bewertung des Projektes erstellt der Projektleiter einen standardisierten monatlichen Projektstatusreport, basierend auf den monatlich vom Controlling aktualisierten Projektzahlen. In diesem Bericht sind neben Soll - Ist Abweichungen sämtliche Tatsachen zu dokumentieren, die wesentlichen Einfluss auf das Projektergebnis haben. In monatlichen "Project Review Meetings" werden die Projektberichte mit den Projektleitern und den Verantwortlichen des Geschäftsbereiches besprochen und bei Bedarf Maßnahmen ergriffen. Durch diese Projektmanagement - Methode soll die Möglichkeit geschaffen werden, Risiken kurzfristig zu erkennen und proaktiv Maßnahmen zu deren Beseitigung ergreifen zu können.

Daneben werden im Sinne einer risikominimierenden Vertragsgestaltung mögliche Kundenverträge vor Abschluss systematisch auf rechtliche und wirtschaftliche Risiken hin überprüft.

Zur Risikominimierung von Wechselkursschwankungen von Verträgen in Fremdwährungen werden bei Bedarf Devisenterminkontrakte abgeschlossen. Derartige Derivate lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Ausblick

Die insgesamt erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens im letzten Jahr soll sich auch im Jahr 2007 fortsetzen. Wir rechnen mit einem Umsatz von ca. 73.000 TEUR (IFRS) und einer verbesserten EBIT-Marge von ca. 3.200 TEUR (= 4,4 %). Ziel ist es, die EBIT-Marge mittelfristig auf 5 % und mehr zu steigern, was in Deutschland im Jahr 2006 bereits erreicht wurde.

Die Strukturmaßnahmen der letzten Jahre in Deutschland sind abgeschlossen. Anstehende Strukturänderungen in Polen werden zu Beginn des Jahres 2007 implementiert, sodass auch hier wieder die Stabilität der Vorjahre gewährleistet wird.

Auch das Niveau der Verwaltungs- und Vertriebskosten konnte in den letzten Jahren deutlich gesenkt werden. Für das Jahr 2007 ff. werden sie lediglich an die Zielwerte der Mittelfristplanung angepasst.

Unsere Drei-Säulen-Strategie (Pharmaindustrie, Biotechnologie, Chemie) ist erfolgreich und wird auch zukünftig verfolgt und weiter ausgebaut. Unser Ansatz von Regionalbüros soll uns auch zukünftig zum einen den direkten Zugang zu unseren Schlüsselkunden sichern und zum anderen den Anteil von lokalem Geschäft am Gesamtergebnis der Unternehmung steigern, um die Abhängigkeit von einzelnen Großprojekten zu verringern. Von besonderer Bedeutung im Regionalgeschäft ist hierbei die enge Zusammenarbeit mit unserer Führungsgesellschaft L+P, Ludwigshafen.

Mit der Bildung des gemeinsamen Konzern-Geschäftsfeldes "Automation & Engineering" zusammen mit der L+P werden diese Beziehungen noch enger verknüpft und die daraus resultierenden Synergien gebündelt. Hiervon versprechen wir uns zukünftig vor allem im Bereich Generalplanung und im Regionalgeschäft Potenziale, die es auszuschöpfen gilt.

Das positive Jahresergebnis 2006 basiert auf Unternehmenseinheiten, die durch die Umstrukturierung in 2005 an Effizienz und Leistungsstärke gewannen und gerüstet sind, für die folgenden Jahre positive Ergebnisse zu erwirtschaften. Die bisher schwache Einheit in Polen werden wir ebenfalls auf dieses Niveau heben. Wir sind zuversichtlich, dass wir durch einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess auch in den folgenden Jahren unsere Ertragskraft weiter steigern und so den Fortbestand der Gesellschaft langfristig sichern können.

 

Stuttgart, 25. Januar 2007

LSMW GmbH Total Life Science Solutions

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