CYCAP Capital Management GmbH

Speersort 10, 20095 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 153078
Vorher
CEE 1. Vermögensverwaltungsgesellschaft mbHCEE Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
27.8.2018
Branche
FondsmanagementManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
1. Gesellschaft ist eine Kapitaverwaltungsgesellschaft im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs ("KAGB"). Gegenstand des Unternehmens ist die kollektive Vermögensverwaltung von inländischen Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen, in- oder ausländischen Alternativen Investmentfonds ("AIF"). 2. Folgende inländische Investmentvermögen sind Gegenstand der kollektiven Vermögensverwaltung: Geschlossene inländische Spezial-AIF gemäß §§ 285 f. KAGB, die in folgende Vermögensgegenstände investieren: (i) Beteiligungen an Unternehmen, die nicht zum Handel an einer Börse oder in einen organisierten Markt einbezogen sind (Private Equity); (ii) Immobilien, einschließlich Wald, Forstund Agrarland; (iii) Anlagen zur Erzeugung, Transport und Speicherung von Strom, Gas oder Wärme aus erneuerbaren oder anderweitigen Energien; (iv) Für Vermögensgegenstände nach (iii) genutzte Infrastruktur; (v) Wertpapiere im Sinne des § 193 KAGB, welche die Anforderungen des § 253 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 lit. a KAGB erfüllen, Geldmarktinstrumente im Sinne des § 194 KAGB; (vi) Bankguthaben im Sinne des § 195 KAGB; (vii) Anteile oder Aktien an Gesellschaften, die nach dem Gesellschaftsvertrag oder der Satzung nur Vermögensgegenstände im Sinne der vorstehenden Buchstaben (i) bis (vi) sowie die zur Bewirtschaftung dieser Vermögensgegenstände erforderlichen Vermögensgegenstände oder Beteiligungen an solchen Gesellschaften erwerben dürfen; (viii) Anteile oder Aktien an geschlossenen inländischen Publikums-AIF, nach Maßgabe der §§ 261 bis 272 KAGB, oder an europäischen oder ausländischen geschlossenen Publikums-AIF, die nach dem Gesellschaftsvertrag, der Satzung bzw. ihren Anlagebedingungen nur Vermögensgegenstände im Sinne der vorstehenden Buchstaben (i) bis (vii) sowie die zur Bewirtschaftung dieser Vermögensgegenstände erforderlichen Vermögensgegenstände erwerben dürfen; (ix) Anteile oder Aktien an geschlossenen inländischen Spezial-AIF nach Maßgabe der §§ 285 bis 292 KAGB in Verbindung mit den §§ 273 bis 277 KAGB, der §§ 337 und 338 KAGB oder an geschlossenen EU-Spezial-AIF oder ausländischen geschlossenen Spezial-AIF, die nach dem Gesellschaftsvertrag, der Satzung bzw. ihren Anlagebedingungen nur Vermögensgegenstände im Sinne der vorstehenden Buchstaben (i) bis (vii) sowie die zur Bewirtschaftung dieser Vermögensgegenstände erforderlichen Vermögensgegenstände erwerben dürfen; sowie (x) Anteile oder Aktien an geschlossenen inländischen Spezial-AIF nach Maßgabe der §§ 285 bis 292 KAGB in Verbindung mit den §§ 273 bis 277 KAGB, der §§ 337 und 338 KAGB oder an geschlossenen EU-Spezial-AIF oder ausländischen geschlossenen Spezial-AIF, sowie Anteile oder Aktien an geschlossenen inländischen Publikums-AIF, nach Maßgabe der §§ 261 bis 272 KAGB, oder an europäischen oder ausländischen geschlossenen Publikums-AIF, die nach dem Gesellschaftsvertrag, der Satzung bzw. ihren Anlagebedingungen in Vermögensgegenstände im Sinne der vorstehenden Buchstaben (viii) und (ix) erwerben dürfen. 3. Gegenstand der kollektiven Vermögensverwaltung sind daneben auch EU-AIF sowie ausländische AIF, die den vorstehend unter § 2.2 dargestellten inländischen Investmentvermögen entsprechen. 4. Die Gesellschaft betreibt folgende Dienst- und Nebendienstleistungen: (a) die Verwaltung einzelner Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum, die in Vermögensgegenstände im Sinne von § 2.2 angelegt sind, soweit es sich bei diesen Vermögensgegenständen um Finanzinstrumente im Sinne von § 1 Abs. 11 Kreditwesengesetz ("KWG") handelt, einschließlich der Portfolioverwaltung fremder Investmentvermögen (Finanzportfolioverwaltung), § 20 Abs. 3 Nr. 2 KAGB, und Anlageberatung, § 20 Abs. 3 Nr. 3 KAGB; (b) die Verwaltung einzelner Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum, die in Vermögensgegenstände im Sinne von § 2.2 angelegt sind, soweit es sich bei diesen Vermögensgegenständen nicht um Finanzinstrumente im Sinne von § 1 Abs. 11 KWG handelt (individuelle Vermögensverwaltung), und Anlageberatung, § 20 Abs. 3 Nr. 1 KAGB; (c) die Verwahrung und Verwaltung von Anteilen an inländischen Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen und ausländischen AIF für andere, § 20 Abs. 3 Nr. 4 KAGB; (d) Vertrieb von Anteilen oder Aktien an fremden Investmentvermögen § 20 Abs. 3 Nr. 6 KAGB; (e) die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung, § 20 Abs. 3 Nr. 5 KAGB; sowie (f) sonstige Tätigkeiten, die mit den in diesem Absatz genannten Dienstleistungen und Nebendienstleistungen unmittelbar verbunden sind, § 20 Abs. 3 Nr. 9 KAGB. 5. Die Gesellschaft darf Geschäfte betreiben, die zur Anlage ihres eigenen Vermögens erforderlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Franjo Šalić
seit 12.9.2025
Prokura
Sven Krukenberg
seit 8.11.2024
Prokura
Jens Schnoor
seit 8.1.2021
Prokura
Chantal Tews
seit 10.8.2020
Prokura
Geschäftsführer
Steve-Julian Sowinski
seit 27.8.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BGREAL Ireland Ltd.IRL
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CEE Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
Euro Euro
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 1.550.831,72 1.097.638,91
2. Forderungen an Kunden 5.448.419,11 3.205.140,07
3. Beteiligungen 2,00 2,00
4. Anteile an verbundenen Unternehmen 62.000,00 62.000,00
5. Sachanlagen 2.105,00 2.808,00
6. Sonstige Vermögensgegenstände 91.508,51 13.723,65
7. Rechnungsabgrenzungsposten 1.614,93 114,31
7.156.481,27 4.381.426,94

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
Euro Euro Euro
1. Sonstige Verbindlichkeiten 3.356.288,43 991.824,26
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 746.345,56 548.629,37
b) andere Rückstellungen 896.797,26 505.601,94
1.643.142,82 1.054.231,31
3. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
b) Kapitalrücklage 1.025.000,00 650.000,00
c) Bilanzgewinn 1.107.050,02 1.660.371,37
2.157.050,02 2.335.371,37
7.156.481,27 4.381.426,94
Für Anteilinhaber verwaltete Investmentvermögen: 4 (Vorjahr: 3) 883.176.269,14 422.462.379,92

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

2022 2021
Euro Euro
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 36.198,63 763,89
2. Provisionserträge 9.846.807,28 6.883.344,62
3. Provisionsaufwendungen -4.080.949,64 -1.581.490,68
4. Sonstige betriebliche Erträge 150.119,00 58.274,89
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -446.894,71 -212.195,96
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und für Unterstützung -85.210,85 -49.409,06
darunter für Altersversorgung EUR 10.202,7; i.Vj.: EUR 6.792,22
b) andere Verwaltungsaufwendungen -3.939.232,02 -2.957.685,48
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen
a) auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -703,00 -703,20
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -41.183,68 -65.999,96
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.438.951,01 2.074.899,06
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -331.900,99 -414.527,69
10. Jahresüberschuss 1.107.050,02 1.660.371,37
11. Gewinnvortrag 0,00 0,00
12. Bilanzgewinn 1.107.050,02 1.660.371,37

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist eine externe Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne der §§ 20, 22 des Kapitalanlagegesetzbuchs (KABG). Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Hamburg unter der Registernummer HRB 153078 geführt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die CEE Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg, hat mit Schreiben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vom 24. April 2020 die Erlaubnis als AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft gemäß § 20 Abs. 1 i. V. m. § 22 des Kapitalanlagegesetzbuches erhalten. Mit Schreiben vom 7. August 2020 hat die Gesellschaft der BaFin die Aufnahme des Geschäftsbetriebs per 1. Juli 2020 angezeigt.

Der Jahresabschluss der Kapitalverwaltungsgesellschaft zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und gemäß § 38 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) unter Anwendung der Vorschriften der §§ 340a bis 340o HGB sowie nach den Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV nach dem Liquiditätsgliederungsprinzip. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV gemäß Formblatt 3 zur RechKredV in Staffelform.

a. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Hinsichtlich der enthaltenen Forderungen i. S. d. § 340e Abs. 1 Satz 2 HGB, die bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wird auf den in der Anlage l zum Anhang dargestellten Anlagenspiegel hingewiesen.

b. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten nebst Anschaffungsnebenkosten nach den handelsrechtlichen Vorschriften oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

c. Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Es wird auf den in der Anlage I zum Anhang dargestellten Anlagenspiegel hingewiesen.

d. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten weisen Ausgaben aus, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Sie werden insoweit aufgelöst, wie sie Aufwand für diese Periode darstellen.

e. Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

f. Rückstellungen

Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

3. Angaben zur Bilanz

a. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen an Kunden in Höhe von insgesamt € 5.448.419,11 (Vorjahr € 3.205.140,07) entfallen auf Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von € 4.876.582,17 (Vorjahr € 1.924.738,73) sowie auf Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von € 571.836,94 (Vorjahr € 480.671,84). In den Forderungen aus verbundenen Unternehmen sind Ausleihungen in Höhe von € 2.500.000,00 gegenüber der Gesellschafterin enthalten. Die Ausleihung hat eine Laufzeit von mehr als ein Jahr und bleibt bis zu fünf Jahre bestehen. Alle weiteren Forderungen an Kunden sind Forderungen die aus dem erlaubnispflichtigen Geschäft als KVG bestehen und haben vollumfänglich eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Einzelwertberichtigungen wurden nicht gebildet.

b. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 3.356.288,43 (Vorjahr € 991.824,26) bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, die auch gleichzeitig verbundenes Unternehmen ist, in Höhe von € 196.832,84 (Vorjahr € 600.627,76) und gegenüber weiteren verbundenen Unternehmen in Höhe von € 2.300.790,09 (Vorjahr € 44.000,00). In den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen außerdem noch Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis in Höhe von € 112.500,00 (Vorjahr € 0,00). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben vollumfänglich eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

c. Rückstellungen

In den anderen Rückstellungen sind Rückstellungen für zu zahlende Rückvergütungen in Höhe von € 550.125,00 (Vorjahr € 426.050,08), ausstehende Rechnungen in Höhe von € 147.800,00 (Vorjahr € 34.441,86), Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von € 117.302,26 (Vorjahr € 4.441,86) und Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von € 78.570,00 (Vorjahr € 41.700,00) enthalten. Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber der Gesellschafterin bestehen in Höhe von € 3.000,00 (Vorjahr € 3.000,00).

d. Unterstrichposition zur Bilanz

Das unter der Bilanz angegebene verwaltete Investmentvermögen in Höhe von € 883.176.269,14 (Vorjahr € 422.462.379,92) wurde für die CEE VZWL I GmbH & Co. geschlossene Investment KG, die CEE VZWL II GmbH & Co. geschlossene Investment KG, CEE Alternative Investments S.C.S., SICAV-RAIF (Lux) und die CEE Renewable Fund 7 S.C.S., SICAV-RAIF, anhand des jeweils zuletzt verfügbaren und aufgestellten Fondsvermögens ermittelt.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

a. Provisionserträge

Die Provisionserträge resultieren im Wesentlichen aus den Management- und Verwaltungsvergütungen der von der Gesellschaft verwalteten Investmentvermögen sowie den erbrachten Nebenleistungen.

In Euro 2022 Vorjahr
Inland 1.863.018,31 1.332.194,69
Luxemburg 7.983.788,97 5.551.149,93
Insgesamt 9.846.807,28 6.883.344,62

b. Provisionsaufwendungen

Die Provisionsaufwendungen über € 4.080.949,64 (Vorjahr € 1.581.490,68) resultieren im Wesentlichen aus dem mit der CEE Management GmbH geschlossenen Investmentberatervertrag in Höhe von € 1.947.470,09 (Vorjahr € 0,00) und aus den Investorenrückvergütungen in Höhe von € 2.141.722,79 (Vorjahr € 1.581.490,68).

c. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen an die Investmentvermögen € 39.500,00 (Vorjahr 27.824,03) und Erträge aus Kostenerstattungen der Gesellschafterin € 55.000,00 (Vorjahr € 20.000,00).

In Euro 2022 Vorjahr
Inland 101.380,29 30.450,86
Luxemburg 48.738,71 27.824,03
Insgesamt 150.119,00 58.274,89

d. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von € 3.939.232,02 (Vorjahr € 2.957.685,48) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus dem mit der Gesellschafterin Brookfield CEE Holding GmbH geschlossenen Personalgestellungsvertrag in Höhe von € 2.556.160,00 (Vorjahr € 2.184.160,00), dem Vertrag zur Auslagerung der IT mit der Gesellschafterin Brookfield CEE Holding GmbH in Höhe von € 120.000,00 (Vorjahr € 122.400,00) und gemäß Kostenumlagevertrag mit der Gesellschafterin Brookfield CEE Holding GmbH die Kostenumlage 2022 in Höhe von € 188.001,91 (Vorjahr € 171.046,69). Außerdem sind die Aufwendungen aus dem mit der CEE Management GmbH geschlossenen Personalgestellungsvertrag in Höhe von € 352.000,00 (Vorjahr € 44.000,00) enthalten.

e. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von € 41.183,68 (Vorjahr € 65.999,96) beinhalten im Wesentlichen nicht abziehbare Vorsteuer in Höhe von € 31.936,74 (Vorjahr € 56.521,98).

5. Sonstige Angaben

a. Wesentliche Beteiligungen

Name und Sitz der Beteiligung Beteilung Anteil Eigenkapital Jahresergebnis
in Euro in % in Euro in Euro
CEE Alternative Investments Management S.à r.l., Luxemburg 13.000,00 100,00 11.354,87 (1 -1.645,13 (1
CEE RF6 Investor S.à r.l., Luxemburg 12.000,00 100,00 -2.157.198,05 (1 -1.959.653,97 (1
CEE RF6 Zweite Investor S.à r.l., Luxemburg 12.000,00 100,00 -2.064.123,70 (1 -1.386.645,58 (1
CEE RF7 Management S.à r.l., Luxemburg 12.000,00 100,00 0,00 (3 0,00 (3
CEE Alternative Investments Investor S.à r.l., Luxemburg 13.000,00 100,00 19.401,40 (1 -1.686,00 (1
CEE VZWL I GmbH & Co. geschlossene Investment KG, Deutschland 1,00 1,00 202.885.874,58 (2 20.362.669,37 (2
CEE VZWL II GmbH & Co. geschlossene Investment KG, Deutschland 1,00 1,00 103.071.525,86 (2 - 1.010.897,82 (2

1 Werte sind aus dem Jahresabschluss 2020 entnommen. Ein Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 lag bei Erstellung nicht vor.

2 Werte sind aus dem Jahresabschluss 2021 entnommen. Ein Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 lag bei Erstellung nicht vor.

3 Zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung lag noch kein Jahresabschluss der Gesellschaft vor.

b. Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 als Aufwand erfasste Gesamthonorar beträgt € 85.115,42 (Vorjahr € 55.873,70) und entfällt auf Abschlussprüfungsleistungen zu € 76.435,42 (Vorjahr € 53.341,70) sowie auf andere Bestätigungsleistungen zu € 8.680,00 (Vorjahr € 2.532,00).

c. Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Die Gewinn- und Verlustrechnung per 31. Dezember 2022 weist einen Bilanzgewinn in Höhe von € 1.107.050,02 (Vorjahr € 1.660.371,37) aus. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn 2022 in voller Höhe an die Gesellschafterin auszuschütten.

d. Angaben zu den Arbeitnehmern

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 4 Arbeitnehmer/-innen.

e. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch

 

Herrn Detlef Schreiber, Vorsitzender der Geschäftsführung und der Geschäftsführung der Brookfield CEE Holding GmbH, Portfolio Management und Vertrieb,

 

Herrn Steve-Julian Sowinski, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung, Risikomanagement und Controlling,

 

Frau Dr. Alexandra Sommer, Mitglied der Geschäftsführung und General Counsel der Brookfield CEE Holding GmbH, Recht und Compliance (bis 31.12.2022),

geführt.

Die Geschäftsführer haben für Ihre Tätigkeiten keine Vergütung von der Gesellschaft erhalten.

Die Geschäftsführer sind zusammen mit einem anderen Geschäftsführer oder mit einem Prokuristen zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt.

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

 

Herr Konstantin Dornecker, Vorsitzender, CFO der Brookfield CEE Holding GmbH

 

Herr Frank Grafe, stellvertretender Vorsitzender, Geschäftsführer der CEE Operations GmbH

 

Frau Ana Carolina Parisi Horta, Compliance Officer, LFE European Asset Management S.à.r.l.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben für ihre Tätigkeit keine Vergütung von der Gesellschaft erhalten.

f. Konzernverhältnisse

Oberstes Mutterunternehmen im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB ist die Brookfield Corporation (vormals Brookfield Asset Management Inc.), Toronto, Canada. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Brookfield Corporation mit einbezogen. Die Brookfield Corporation stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis der Gesellschaften der Brookfield-Gruppe auf. Der Konzernabschluss wird über die Internetadresse der Brookfield Corporation (https://bn.brookfield.com/reports-and-filings) veröffentlicht.

 

Hamburg, den 31. März 2023

Detlef Schreiber, Geschäftsführer

Steve-Julian Sowinski, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen des Unternehmens

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2. Markt für Erneuerbare Energien

2.3. Geschäftsverlauf

2.4. Ertrags-, Finanz-, Vermögenslage

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Risikomanagementsystem

3.2. Risikobericht

3.3. Chancenbericht

3.4. Prognosebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die CEE Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH (KVG oder Gesellschaft) hat mit Schreiben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vom 24.04.2020 gemäß § 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 22 des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) die Erlaubnis für die Tätigkeit als AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft erhalten. Die KVG unterliegt damit der Aufsicht durch die BaFin.

Gegenstand des Unternehmens ist die kollektive Vermögensverwaltung von inländischen Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen, in- oder ausländischen Alternativen Investmentfonds (AIF). Die Gesellschaft darf Geschäfte betreiben, die zur Anlage ihres eigenen Vermögens erforderlich sind. Darüber hinaus darf sich die Gesellschaft an Unternehmen beteiligen oder Unternehmen gründen, wenn der Gesellschaftszweck des Unternehmens gesetzlich oder satzungsmäßig im Wesentlichen auf Geschäfte gerichtet ist, welche die Gesellschaft selbst betreiben darf und eine Haftung der Gesellschaft aus der Beteiligung durch die Rechtsform des Unternehmens beschränkt ist. Das Kerngeschäft der KVG bildet die Verwaltung von AIF im Bereich Erneuerbare Energien für semiprofessionelle und professionelle Anleger. Die Investitionen der AIF können unter anderem in Form von Direktbeteiligungen, Zielfonds, Mezzanine-Finanzierungen sowie Darlehen erfolgen. Die Gesellschaft betreute im abgelaufenen Geschäftsjahr ausschließlich Mandate im Bereich von geschlossenen Spezial-AIF mit Sitz in Deutschland und Luxemburg.

Alleiniger Gesellschafter der KVG ist die Brookfield CEE Holding GmbH, die wiederum eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Brookfield Europe Asset Management GmbH ist. Die Gesellschaften sind sämtlich Tochterunternehmen der in Kanada ansässigen börsennotierten Brookfield Asset Management Inc., Toronto.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2022 trotz der spürbaren Auswirkungen von Lieferengpässen, steigenden Energiepreisen und des russischen Angriffskriegs um preisbereinigt 1,8% gestiegen. Der Anstieg im Vergleich zu 2021 ist im Wesentlichen auf eine robuste inländische Nachfrage zurückzuführen (+3,4% zum Vorjahr). Insbesondere in den ersten 3. Quartalen des Jahres 2022 profitierten die privaten Konsumausgaben von pandemiebedingten Aufhol- und Normalisierungseffekten (+4,3% zum Vorjahr). Die Konsumausgaben des Staates konnten im Verhältnis dazu nur moderat um 1,2% zum Vorjahr zulegen.

Auch die Bruttoanlageinvestitionen konnten 2022 einen leichten Anstieg verzeichnen (+0,4% zum Vorjahr). Während eine starke Expansion der Ausrüstungsinvestitionen zu einem Anstieg von 3,3% zum Vorjahr führte, konnte der Bereich der Bauinvestitionen (-1,7% zum Vorjahr) nicht an dem generellen Wachstum des Bruttoinlandsproduktes partizipieren. Die Baubranche wurde dabei unterschiedlich stark von ausbleibenden Investitionen getroffen, wobei der Wohnungsbau am stärksten und der gewerbliche Bau am wenigsten betroffen war.

Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

2021 2022
Bruttoinlandsprodukt (% zum Vorjahr) 2,6 1,8
Verbraucherpreise (% zum Vorjahr) 3,1 6,9
Arbeitslosenquote (%) 5,7 5,3

Durch den weiteren Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in 2022 konnte das Vorkrisenniveau von 2019 wieder erreicht und übertroffen werden. Die Zahl der Erwerbstätigen nahm zum Jahresende 2022 wieder deutlich zu, nachdem zur Mitte des Jahres die Arbeitslosenquote sprunghaft, auf Grund der Registrierung einer größeren Flüchtlingsbewegung aus der Ukraine, angestiegen war. Zum Jahresende sank die Anzahl der arbeitslos gemeldeten Personen auf 2,5 Millionen.

Die insgesamt ansteigende Inflation belastet sowohl die privaten Haushalte als auch die Unternehmen. Die Inflationsrate stieg 2022 auf 6,9% gegenüber 2021 an und erreichte damit den höchsten Stand seit 1974. Während in der ersten Jahreshälfte des Jahres 2022 die Energiepreise den Haupttreiber der Inflation bildeten, ist ihre Bedeutung im 2. Halbjahr zurückgegangen. Die Entwicklung der Nahrungsmittelpreise und die Kerninflation haben dagegen in der 2. Jahreshälfte deutlich an Bedeutung dazugewonnen.

Für 2023 liegt das prognostizierte Wirtschaftswachstum bei 0,2%, die Inflationsrate wird mit 6,6% prognostiziert. 1

1 Vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Aktualisierte Konjunkturprognose 2023 und 2024, 22. März 2023, S.21 ff

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen beeinflussen den laufenden Geschäftsbetrieb der KVG nicht unmittelbar, da zumeist langfristige Verträge abgeschlossen werden und sich damit die Ertragssituation aus der AIF-Verwaltung und den weiteren Nebendienstleistungen weitgehend unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Lage darstellen. Auf Seiten des Vertriebs führen die Marktentwicklung dennoch zu einem noch kompetitiveren Wettbewerb, da insbesondre festverzinsliche Anlagen mit höherer Liquidität im aktuellen Zinsumfeld an Attraktivität gewinnen.

Der deutsche Fondsmarkt hat sich im Jahr 2022 trotz turbulenter Marktereignisse insgesamt widerstandsfähig gezeigt. Das verwaltete Nettovermögen sank im Vergleich zum Vorjahr um 12% von €4.334MRD auf €3.804MRD Deutschland bleibt damit der größte Fondsmarkt im europäischen Vergleich. Entsprechend der Veröffentlichungen der Europäischen Zentralbank hält Deutschland einen Anteil von 26% am gesamten europäischen Fondsmarkt. Insgesamt flossen in Deutschland aufgelegten Fonds in 2022 €66MRD zu. Das im Vergleich zu anderen europäischen Fondsmärkten starke Neugeschäft ist nicht nur auf institutionelle Anleger zurückzuführen, sondern auch auf weitere Zuflüsse in die immer beliebtere Kategorie der Fondssparpläne. Spezialfonds stellen in Bezug auf das verwaltete Fondsvermögen unverändert die bedeutendste Fondskategorie bei einem verwalteten Nettovermögen von €1.933MRD Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich dabei eine Reduzierung um ca. -11,2%. Offene Publikumsfonds verwalten zum Jahresende 2022 ein Vermögen in Höhe von €1.280MRD, nach €1.471MRD im Jahr zuvor.

Ein deutlich geringerer Anteil des Nettovermögens entfällt auf den Bereich der geschlossenen Fonds. Gegen den allgemeinen Trend stieg das verwaltete Vermögen geschlossener Fonds deutlich an (€52MRD). Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein starkes Wachstum mit 26,8% (im Vorjahr €41MRD). Ein weiterer Bereich mit deutlichen Zuwächsen ist das Geschäft mit nachhaltigen Publikumsfonds. Das verwaltete Vermögen stieg um etwa 20% auf €604MRD an (im Vorjahr €403MRD).

2.2. Markt für Erneuerbare Energien

Im Jahr 2022 wurde rund 48,3% des Energieverbrauchs in Deutschland durch Erneuerbare Energien gedeckt. Im Vorjahr lag ihr Anteil bei lediglich 42,7%. Die Windenergie hat weiterhin den größten Anteil an der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. 2022 wurden insgesamt rund 100 Milliarden Kilowattstunden im Windbereich produziert (+12,4% zum Vorjahr). Insgesamt kommen On- und Offshore Anlagen damit auf einen Anteil von 25,9%. Auch der Anteil des aus Photovoltaik erzeugten Stroms ist mit 11,4% im abgelaufenen Jahr deutlich angestiegen. 2022 wurden insgesamt rund 55 Milliarden Kilowattstunden aus Photovoltaikanlagen produziert (+19,5% zum Vorjahr). Das deutliche Plus ist unter anderem auch auf den weiteren Aus- und Zubau von Photovoltaikanlagen zurückzuführen.

Durch die weiter zunehmende Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien ist die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern in 2022 insgesamt weiter gesunken (-5,7% zum Vorjahr). Die Stromerzeugung aus Kohlekraftwerken stellt mit 33,3% unverändert den größten Anteil am deutschen Energiemix dar. 2 3

2 Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung: Stromerzeugung 2022: Ein Drittel aus Kohle, ein Viertel aus Windkraft, 09.03.2023

3 Vgl. Bundesnetzagentur, Pressemitteilung: Bundesnetzagentur veröffentlicht Daten zum Strommarkt 2022, 04.01.2023

2.3. Geschäftsverlauf

Die KVG war im abgelaufenen Geschäftsjahr für die Verwaltung der CEE VZWL I GmbH & Co. Geschlossene Investment KG (CEE RF4), der CEE VZWL II GmbH & Co. Geschlossene Investment KG (CEE RF5) und der CEE Renewable Fund 7 S.C.S., SICAV-RAIF (CEE RF7) verantwortlich. Zusätzlich wurde zum 01.01.2022 das AIFM-Mandat für die CEE Alternative Investments S.C.S., SICAV RAIF (CEE RF6) von der Hansainvest Lux SA übernommen. Die Verwaltung der beiden Luxemburger Fondsgesellschaften erfolgt über die Niederlassung Luxemburg. Für 2023 wird die Auflage eines neuen Investitionsvehikels erwartet. Die KVG wird voraussichtlich auch dieses Mandat über ihre Luxemburger Niederlassung übernehmen.

Die Gesellschaft verwaltet zum 31.12.2022 Assets under Management - als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator der Gesellschaft - in Höhe von rund €883M für die vorstehend genannten AIF. Aufgrund der Kapitalerhöhungen beim CEE RF4 und CEE RF5 sowie der weiterhin erfolgreichen Platzierung des CEE RF7, liegen die Assets under Management über dem Erwartungswert. Im Fokus der Geschäftstätigkeit stand außerdem der Vertrieb des CEE RF7 in Deutschland. In 2022 wurden bereits Kapitalzusagen in Höhe von €379,5M für den RF7 angenommen. Das geplante Zielvolumen des Fonds liegt nach wie vor bei €500M, und wird voraussichtlich im Jahr 2023 erreicht oder sogar übertroffen. Aus diesem Grund wird auch für 2023 ein weiterer Anstieg der Assets under Management in Höhe von mindestens €100M erwartet.

Insoweit ergibt sich im dritten Jahr nach der erfolgten Aufnahme der Geschäftstätigkeit ein insgesamt positives Bild in Bezug auf die Ertragslage der Gesellschaft, welches sich in einem positiven Deckungsbeitrag und starken Wachstum bereits im zweiten Jahr widerspiegelt. Die Gesellschaft wird im Wesentlichen nach den Provisionserträgen und dem Jahresüberschuss als finanzielle Leistungsindikatoren gesteuert. Für 2023 wird für die Gesellschaft ein Jahresergebnis leicht oberhalb des Jahresergebnisses 2022 prognostiziert, wobei die Provisionserträge auf Grund der weiterhin ansteigenden Assets under Management höher als im Vorjahr erwartet werden.

2.4. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 konnte die Gesellschaft Provisionserträge in Höhe von €9,85M verbuchen. Diese entfielen hauptsächlich auf die Verwaltung des CEE RF4 (€1,30M), CEE RF5 (€0,56M), des CEE RF6 (€3,4M) und des CEE RF7 (€4,16M). Die Provisionserträge lagen damit rund €2,96M (+43%) über dem Vorjahreswert. Das Provisionsergebnis nach Abzug der Provisionsaufwendungen lag im abgelaufenen Geschäftsjahr somit bei rund €5,77M. Außerdem wurden sonstige Erträge in Höhe von €0,15M aus der Weiterbelastung von verauslagten Rechnungen verbucht.

Gegenläufig wirken sich Verwaltungsaufwendungen (€3,94M), die insbesondere auf den bestehenden Personalgestellungsvertrag mit dem Mutterunternehmen Brookfield CEE Holding GmbH (€3,03M) und auf andere Verwaltungsaufwendungen (€0,91M) entfallen, aus. Weiter fallen Provisionsaufwendungen aus Rückvergütungen in Bezug auf den CEE RF6 und CEE RF7 (€2,12M) und dem Investmentberatervertrag mit der CEE Management GmbH (€1,95M),Personalaufwendungen (€0,53M) sowie sonstige Aufwendungen in Höhe von €41K, die im Wesentlichen auf nicht abziehbare Vorsteuern und Kontogebühren entfallen, an.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit beläuft sich daher auf insgesamt €1,44M. Nach Abzug der angefallenen Steuern (€0,33M) verbleibt somit ein Jahresergebnis in Höhe von €1,11M. Das Jahresergebnis 2022 lag damit rund 33% unter dem Vorjahreswert.

Die Ertragslage bestätigt aus Sicht der Geschäftsleitung die solide Lage der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Finanzlage

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 weist die Gesellschaft keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus und verfügt über liquide Mittel in Höhe von €1,55M, von denen €1,05M auf die aufsichtsrechtlich erforderlichen Eigenmittel entfallen. Aufgrund der Gesellschaftsstruktur, der erwarteten Provisionserträge aus den AIF sowie den planbaren Aufwendungen sind Liquiditätsengpässe auf absehbare Zeit nicht zu erwarten.

Zum Abschlussstichtag bestehen kurzfristig fällige sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von €3,36M, die im Wesentlichen auf Dienstleistungen von Unternehmen der verbundenen CEE Group (€2,30M) zurückzuführen sind.

Darüber hinaus wurden Steuerrückstellungen in Höhe von €0,75M und andere Rückstellungen in Höhe von €0,90M gebildet. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten die Abgrenzung von Rückvergütungen in Bezug auf den CEE RF6 und den CEE RF7 in Höhe von €0,55M sowie Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten (€82K).

Die Finanzlage bestätigt aus Sicht der Geschäftsleitung die solide Lage der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Vermögenslage

Beträge in €K Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen Stand 31.12.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
CEE Alternative Investments Management S.à r.l. 13 0 0 13
CEE RF6 Investor S.à r.l. 12 0 0 12
CEE RF6 Zweite Investor S.à r.l. 12 0 0 12
CEE RF7 Management S.à r.l. 12 0 0 12
CEE Alternative Investments Investor S.à r.l. 13 0 0 13
CEE VZWL I GmbH & Co. geschlossene Investment KG 0,001 0 0 0,001
CEE VZWL II GmbH & Co. geschlossene Investment KG 0,001 0 0 0,001
Gesamt 62 0 0 62

Die Bilanzsumme in Höhe von €7,16M entfällt im Wesentlichen auf Forderungen an Kreditinstitute (€1,55M) und Forderungen der Gesellschaft an Kunden (€5,45M), darunter ein Darlehen an den Gesellschafter in Höhe von €2,5M.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Stichtag €25K. Die Kapitalrücklage der Gesellschaft beläuft sich in 2022 auf €1,03M. Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich unter Berücksichtigung des Ergebnisses für das Geschäftsjahr 2022 auf insgesamt €2,16M. Die entsprechende Eigenkapitalquote beträgt 30,1%. Des Weiteren bestehen Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen, Sachanlagen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt €157K.

Die Vermögenslage bestätigt aus Sicht der Geschäftsleitung die solide Lage der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Aus Sicht der Geschäftsleitung zeigt sich damit im abgelaufenen Jahr eine insgesamt positive und über dem Plan liegende Geschäftsentwicklung. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KVG zeigt eine solide Lage der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Risikomanagementsystem

Vor dem Hintergrund der aufsichtsrechtlichen Vorgaben hat die KVG Risikomanagementgrundsätze aufgestellt und ein Risikomanagementsystem implementiert. Unter dem Begriff "Risikomanagementsystem" versteht die KVG kein einzelnes System, sondern die Summe an Verfahren, die aus relevanten Elementen der Organisationsstruktur bestehen,

in deren Rahmen einer Risikomanagementfunktion mit einem laufenden Risikomanagement sowohl für die Risiken der KVG als auch für die Risiken der von der KVG verwalteten AIF eine zentrale Rolle zukommt,

die die KVG im Zusammenhang mit der Steuerung der Anlagestrategien sämtlicher AIF relevanten Prozesse anwendet und

die die mit der Risikomessung und dem Risikomanagement verbundenen Verfahren umfassen, die die KVG bei allen vor ihr verwalteten AIF anwendet.

Um einen verantwortungsvollen Umgang mit Risiken gewährleisten zu können, besteht das Risikomanagementsystem nicht als statisches Gebilde, sondern als Prozess, der kontinuierlich weiterentwickelt wird. Das Risikomanagementsystem und damit die Risikomanagement-Richtlinie unterliegen daher einer regelmäßigen Überprüfung und bei Bedarf Aktualisierung durch die Risikomanager und die Geschäftsleitung. Die in der Risikomanagement-Richtlinie festgelegten Regelungen sind regelmäßig, mindestens jedoch einmal jährlich, zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Eine unterjährige oder anlassbezogene Überprüfung der Richtlinie erfolgt u.a. bei wesentlichen gesetzlichen oder aufsichtsrechtlichen Veränderungen.

Die KVG unterscheidet grundsätzlich nach den Risikokategorien Marktpreisrisiken, Kreditrisiken, Adressenausfallrisiken, Beteiligungsrisiken und Liquiditätsrisiken.

Marktpreisrisiko Hierunter wird die Unsicherheit über die Veränderungen von Marktpreisen und -kursen (inkl. Zinsen, Aktienkursen, Wechselkursen und Rohwarenpreisen) verstanden. Dabei sind ggf. neben den klassischen Preisrisiken auch optionsspezifische Risiken und sonstige Marktpreisrisiken (Basisrisiko, Spreadrisiko) zu berücksichtigen.
Kreditrisiko Das Risiko eines Verlusts oder entgangenen Gewinns im tatsächlichen Kredit- bzw. Darlehensgeschäft, im Derivategeschäft (Wiedereindeckungs- und Erfüllungsrisiken) sowie im Handelsgeschäft (Emittentenrisiken).
Adressausfallrisiko Umfasst das Risiko, dass durch den Ausfall eines Vertragspartners ein unrealisierter Gewinn aus schwebenden Geschäften nicht mehr vereinnahmt werden kann.
Beteiligungsrisiko Das Beteiligungsrisiko beinhaltet die Risiken für die Gewährung von Eigen-, Fremd- und Mezzaninekapital, stillen Beteiligungen sowie die Risiken aus Nachschussverpflichtungen. Weiterhin umfasst das Beteiligungsrisiko Risiken aus von (Tochter)Gesellschaften gehaltenen Beteiligungsportfolien.
Liquiditätsrisiko Unter Liquiditätsrisiko wird im engeren Sinne das Risiko der Zahlungsunfähigkeit verstanden, d.h. die Gefahr, dass gegenwärtige und künftige Zahlungsverpflichtungen nicht mehr (vollständig) oder fristgerecht erfüllt werden können.
- Liquiditätsrisiko im Sinne des Refinanzierungs-, Umschuldungs- bzw. Fristentransformationsrisikos ist die Gefahr, dass aufgrund von Inkongruenzen in den Cash Flow-Strukturen auf der Aktiv- und Passivseite zusätzliche Refinanzierungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Zinsen beschafft werden können.
- Liquiditätsrisiko im Sinne des Marktpreisliquiditätsrisikos ist die Gefahr, dass bei Liquidation/Verkauf von Finanzaktiva bzw. Vermögenswerten (erhebliche) Marktwertverluste in Kauf genommen werden müssen, da das Volumen der Transaktion nicht durch eine gegebene Nachfrage aufgenommen werden kann bzw. die Finanzaktiva/ Vermögenswerte nicht an einem liquiden und aktiven Markt gehandelt werden. Dabei beinhaltet das Liquiditätsrisiko explizit auch die Liquiditätsrisiken der AIF.
Operationelle Risiken beinhalten die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen, Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken, und Personalrisiken, ESG-Risiken und IT-Risiken ein. Auch das Compliance-Risiko ist im Wesentlichen Teil der operationellen Risiken. Weiterhin schließen operationelle Risiken explizit auch die aus ausgelagerten Tätigkeiten sowie die aus von der KVG erbrachten Nebendienstleistungen entstehenden Risiken mit ein. Die operationellen Risiken umfassen dabei auch die Gefahr von Reputationsverlusten (Reputationsrisiko).
Asset-spezifische Risiken Alle Risiken von AIF, die nicht durch die bisher genannten Risikoarten abgedeckt sind, werden unter den asset-spezifischen Risiken zusammengefasst. Hierunter fallen insbesondere Risiken, die nur in speziellen Situationen (z.B. bei Investition in ein bestimmtes Anlageinstrument oder eine bestimmte Assetklasse) auftreten, aber keinen allgemeingültigen Charakter haben

Die KVG ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit schwerpunktmäßig den nachfolgenden Risiken ausgesetzt:

Geschäftsrisiken im Zusammenhang mit der Etablierung und der Positionierung der KVG Definiert als Risiko negativer Abweichungen des Ergebnisses vom geplanten Geschäftserfolg unter anderem aufgrund von veränderten Rahmenbedingungen im Marktumfeld, Kundenverhalten oder technologischem Fortschritt. Das Einzelrisiko wird zum Stichtag als gering bewertet.
Operationelle Risiken inkl. Reputationsrisiken Risiken, die auf menschliches Versagen, mangelhaften internen Prozessen sowie aufsichts- und rechtlichen Risiken zurückzuführen sind. Das Einzelrisiko wird zum Stichtag als gering bewertet.
Risiken aus der Verwaltung der AIF Die KVG ist mittelbar den Risiken der AIF ausgesetzt, da Risiken auf Ebene der AIF unter Umständen unmittelbare Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage haben können (u.a. Ausfall oder Reduzierung von AIFM- und Managementvergütungen) oder negative Auswirkungen auf die Reputation und/oder zukünftige Geschäftsaktivitäten der KVG haben können. Das Risiko - welches sich insgesamt aus mehreren Einzelrisiken zusammensetzt - wird zum Stichtag als gering bewertet.

Die kumulierten Einzelrisiken werden zum 31.12.2022 auf Ebene der KVG zu einem insgesamt mittleren Gesamtrisiko kumuliert.

3.2. Risikobericht

Zur Quantifizierung der genannten Risiken hat die KVG ein Bewertungsmodell entwickelt, um potenzielle Ausfälle frühzeitig erkennen zu können. Dabei wird zwischen den Einzelrisiken Marktpreis-, Kredit-, Adressausfall-, Beteiligungs- und Liquiditätsrisiko sowie operationellen und sonstigen Geschäftsrisiken unterschieden. Mit der Realisierung der erfassten Risiken könnten erhöhte Kosten oder ausbleibende Erträge verbunden sein. Zusätzlich besteht die Gefahr der langfristigen Schädigung der Reputation des Unternehmens.

Die erfassten Risiken werden daher einer Beurteilung nach der Schadenshöhe sowie der Eintrittswahrscheinlichkeit unterzogen, woraus sich das mögliche Schadenspotenzial ableiten lässt. Die Summe der ermittelten Schadenshöhe aus den identifizierten Risiken wird dem Umsatz der kommenden 12 Monate gegenübergestellt. Der Abgleich erfolgt in einem vierteljährlichen Turnus und wird im Zuge der Risikoberichterstattung kommuniziert. Zum 31.12.2022 liegt der Anteil der potenziell im Risiko stehenden Umsätze bei rund 7,2%. Die KVG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jederzeit Liquidität in angemessener Höhe vorgehalten, um eine hinreichende Kapitaldeckung in Bezug auf die ermittelte Risikosituation, d.h. etwaige negative Ereignisse in Bezug auf die Liquiditätslage der Gesellschaft, abzusichern. In diesem Zusammenhang wurde in Bezug auf die aufsichtsrechtlichen Anforderungen Eigenmittel in Höhe von €1.050K vorgehalten. Die Eigenmittelanforderung belief sich dagegen zum Jahresende auf €1.024K. Damit wurden ausreichende Mittel in der Gesellschaft vorgehalten. Die Risikotragfähigkeit gilt daher als gegeben.

Besonderes Augenmerk wird auf die Früherkennung von bestandsgefährdenden Risiken gelegt. Die Überwachung und Beurteilung von Risiken erfolgt über regelmäßige Risikoberichte, die bei besonderen Vorkommnissen durch ad-hoc Berichte ergänzt werden. Die regelmäßige Berichterstattung erfolgt einmal pro Quartal, wobei zunächst im Zuge der Risikoidentifikation sämtliche Risiken erfasst und in einem Risikokatalog festgehalten werden. Die Geschäftsleitung und der Aufsichtsrat werden über die Ergebnisse informiert und erhalten die turnusmäßigen Risikoberichte. Den aktuellen Risiken aus der Corona-Pandemie begegnet die KVG durch den proaktiven Dialog mit Behörden, Dienstleistern und Versicherungen. Unter Berücksichtigung der durch die KVG laufend überwachten Risiken, erwartet die Geschäftsführung, dass die Risiken weitestmöglich kontrolliert werden können, so dass es nicht zu signifikanten Auswirkungen auf das Ergebnis der KVG und der von ihr verwalteten AIF kommt.

Die Aufbau- und Ablauforganisation des Unternehmens ist zur Risikobegrenzung grundsätzlich angemessen. Die Risikolage der KVG und der von ihr verwalteten AIF ist zum Berichtszeitpunkt als normal zu bezeichnen. Es lagen keine bestandsgefährdenden Entwicklungen vor, beziehungsweise waren keine akuten, bestandsgefährdenden Risiken bekannt.

3.3. Chancenbericht

Die KVG entwickelt und managt alternative Investmentfonds und Beteiligungsmodelle im Bereich Erneuerbare Energien. Die Angebote richten sich dabei ausschließlich an institutionelle Investoren, das heißt professionelle sowie semi-professionelle Anleger im Sinne des KAGB. Mit Umsetzung der AIFM-Richtlinie und Einführung des KAGB können AIF ausschließlich von lizensierten Kapitalverwaltungsgesellschaften im Sinne des KAGB aufgelegt und verwaltet werden.

Aus Sicht der Geschäftsführung besteht auch in dem aktuellen Umfeld ansteigender Zinsen eine anhaltend hohe Nachfrage nach alternativen Sachwertinvestments. Insbesondere langfristig orientierte institutionelle Investoren wie Versicherungen, Versorgungswerke, Pensionsfonds und Pensionskassen haben einen nachhaltigen Bedarf an renditestarken und wertstabilen Anlageformen. Zudem zeigt sich, dass sowohl die globalen als auch europäischen Initiativen und regulatorischen Vorgaben zur Bekämpfung des Klimawandels sowie der Förderung von Faktoren aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environmental, Social und Governance oder kurz ESG-Faktoren) insgesamt zu einem erhöhten Interesse an nachhaltigen Investitionen, wie insbesondere die Investition in Anlagen zur Stromerzeugung aus Wind- und Solarkraft, führen.

In diesem Marktumfeld geht die Geschäftsführung der KVG davon aus, dass das Geschäftsmodell auch in den kommenden Jahren ein für Investoren attraktives Risiko-/Renditeprofil bietet.

Die wesentlichen Leistungsindikatoren der Gesellschaft entfallen auf die Anzahl der verwalteten AIF und den damit verbundenen Mandaten sowie den Assets under Management. Daraus abgeleitet, entfallen die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren auf die Provisionserträge und das Ergebnis der Gesellschaft. Mit der Konzeption und Auflage von neuen attraktiven AIF im Bereich Erneuerbare Energien bestehen weiterhin Wachstumsmöglichkeiten, um die Anzahl der Mandate sowie die Assets under Management zu erhöhen und damit die Ertragssituation der KVG zu stärken und langfristig auszubauen.

3.4. Prognosebericht

Insgesamt ist für das Jahr 2023 für die deutsche Wirtschaft von einer Verschlechterung der Wirtschaftlichen Lage auszugehen. Nachdem im Jahr 2022 ein wirtschaftliches Wachstum von rund 0,2% in Deutschland erzielt werden konnte, wird für 2023 lediglich ein Wachstum von 0,2% prognostiziert. Dieses stagnierende Wachstum ist vor allem auf schlechte Geschäftserwartungen zurückzuführen. Aufgrund des anhaltenden Angriffskrieges Russlands, und der damit einhergehenden Ansteigenden Preise diverser Rohstoffe als auch der Strompreise, ist von einer weiterhin hohen Inflationsrate auszugehen. Für das Jahr 2023 wird eine Inflationsrate in Höhe von 6,6% prognostiziert. Infolge dessen ist auch von einer sinkenden privaten Konsumnachfrage auszugehen, welche jedoch zum Teil durch eine sinkende Sparquote kompensiert werden kann. 4

4 Vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Aktualisierte Konjunkturprognose 2023 und 2024, 22. März 2023, S.21 ff

Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass die Europäische Zentralbank 2023 ihre restriktive Geldpolitik ausweiten wird, um der hohen Inflationsrate mittelfristig entgegen zu wirken und sie auf das Zielniveau von knapp unter 2% zu senken. Kurzfristig ist dagegen zu erwarten, dass in Folge der restriktiven Geldpolitik beispielsweise die Kosten der Kreditgeschäfte ansteigen lässt, was sich wiederum negativ auf die Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft auswirken wird. 5

5 Vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Aktualisierte Konjunkturprognose 2023 und 2024, 22. März 2023, S.21 ff

Prognosen für Deutschland 6

2023P 2024P
Bruttoinlandsprodukt (% zum Vorjahr) 0,2 1,3
Verbraucherpreise (% zum Vorjahr) 6,6 3,0
Arbeitslosenquote (%) 5,4 2

6 Vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Aktualisierte Konjunkturprognose 2023 und 2024, 22. März 2023, S.21 ff

Insgesamt zeigen sich damit die Rahmenbedingungen für einen wirtschaftlichen Aufschwung im Vergleich zum Jahresgutachten deutlich verschlechtert. Auf Grund diverser Unwägbarkeiten geht der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung von einem stagnierenden Bruttoinlandsprodukt (0,2%) für 2023 aus.

Für das Jahr 2023 prognostiziert die Geschäftsleitung der KVG weiterhin eine steigende Nachfrage nach Alternativen Anlageprodukten. Dies ist insbesondere auf die, in Folge des Russischen Angriffskrieges, gestiegene Signifikanz der erneuerbaren Energien zurückzuführen. Darüber hinaus machen die gestiegenen Strompreise derartige Investments zunehmend attraktiver. Der in 2020 aufgelegte CEE RF7 verfügt zum Stichtag über Kapitalzusagen von in Summe €379,5M. Derzeit wird ein Abschluss der Platzierungsphase für Mitte 2023 erwartet. In diesem Zusammenhang wird weiterhin von einem signifikanten Anstieg der Assets under Management ausgegangen. Auch die von der Höhe des Investitionsvolumens abhängigen Provisionserträge werden daher voraussichtlich weiter deutlich ansteigen.

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen beeinflussen den laufenden Geschäftsbetrieb der KVG nicht unmittelbar, da langfristige Verträge abgeschlossen werden, wodurch sich die Ertragssituation insgesamt planbar darstellt. Gleichwohl ergeben sich aus dem seit dem 24. Februar 2022 von Russland geführten Angriffskrieg auf die Ukraine substantielle Marktverwerfungen und eine damit einhergehende Unsicherheit der Märkte. Bisher hat der auf das schärfste zu verurteilende Angriffskrieg auf die Ukraine großes Leid über die betroffenen Menschen gebracht, aber vorderhand keine signifikanten negativen Auswirkungen auf das aktuelle und potenzielle Geschäft der Gesellschaft. Zudem ist die Gesellschaft sowie die CEE Group insgesamt davon überzeugt, auch für verschiedene mögliche Entwicklungen gut gerüstet zu sein. Die Gesellschaft beobachtet weiterhin wachsam die militärischen, diplomatischen und geopolitischen Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf die von der KVG verwalteten Investments. Bei allen strategischen und taktischen Entscheidungen im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise haben Erhalt und Wachstum des Kapitals der CEE-Investoren höchste Priorität. Perspektivisch besteht unverändert die Notwendigkeit von Eigenkapitalinvestments in Erneuerbare-Energien-Projekte, um den zwingend notwendigen raschen Umbau der Energieerzeugung in Deutschland und in Europa insgesamt, so wie er politisch gewollt ist, umzusetzen, so dass auch künftig Investitionen in diesem Sektor in den Zielmärkten der Gesellschaft möglich sein dürften.

Für das Geschäftsjahr 2023 wird daher erneut ein positives Jahresergebnis erwartet, das tendenziell leicht über dem Ergebnis des Berichtsjahres liegen wird.

 

Hamburg, den 22.05.2023

Detlef Schreiber

Steve-Julian Sowinski

Die Geschäftsführung

Der Jahresabschluss wurde am 23.05.2023 festgestellt.

Anschaffungs-Herstellungskosten 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-Herstellungskosten 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs-, und Geschäfsausstattung 3.511,20 0,00 0,00 0,00 3.511,20
Summe Sachanlagen 3.511,20 0,00 0,00 0,00 3.511,20
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 62.000,00 0,00 0,00 0,00 62.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.000.000,00 1.500.000,00 0,00 0,00 2.500.000,00
3. Beteiligungen 2,00 0,00 0,00 0,00 2,00
Summe Finanzanlagen 1.062.002,00 1.500.000,00 0,00 0,00 2.562.002,00
Summe Anlagevermögen 1.065.513,20 1.500.000,00 0,00 0,00 2.565.513,20
kumulierte Abschreibungen 01.01.2022 Abschreibungen vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 Zuschreibungen vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs-, und Geschäfsausstattung 703,20 703,00 0,00
Summe Sachanlagen 703,20 703,00 0,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 703,20 703,00 0,00
Buchwert 31.12.2022 Buchwert 31.12.2021
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs-, und Geschäfsausstattung 2.105,00 2.808,00
Summe Sachanlagen 2.105,00 2.808,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 62.000,00 62.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.500.000,00 1.000.000,00
3. Beteiligungen 2,00 2,00
Summe Finanzanlagen 2.562.002,00 1.062.002,00
Summe Anlagevermögen 2.564.107,00 1.064.810,00

BERICHT DES AUFSICHTSRATS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

SCHWERPUNKTE DER BERATUNG

Im Berichtszeitraum hat der Aufsichtsrat in zwei Sitzungen über die geschäftliche und strategische Ausrichtung der Gesellschaft sowie über wesentliche Geschäftsvorfälle beraten. Im Mittelpunkt der Beratungen standen dabei der laufende Betrieb der Zweigniederlassung der Gesellschaft in Luxemburg, die Umstrukturierung der Geschäftsführung der luxemburgischen Gesellschaften, die Zustimmung zum Organisationshandbuch und den Statuten der Gesellschaft, sowie die Personalausstattung der Gesellschaft.

PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Die Geschäftsführung hat für die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 (vom 01.01. - 31.12.2022) den Jahresabschluss aufgestellt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 sowie der Lagebericht wurden durch den vom Gesellschafter beauftragten Abschlussprüfer, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen und wurden vom Aufsichtsrat geprüft. In der Bilanzsitzung am 23. Mai 2023 fanden die Beratungen über den Jahresabschluss sowie den Lagebericht in enger Abstimmung mit dem Abschlussprüfer statt. Der Prüfer hat dem Aufsichtsrat über die Prüfung des Jahresabschlusses - unter besonderer Berücksichtigung des rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems - abschließend berichtet und Fragen dazu beantwortet. In diesem Zusammenhang hat der Prüfer auch über die beiden seitens der BaFin aufgegebenen Themen Liquiditätsmanagement und Steuern ausführlich berichtet. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt. In seiner Sitzung am 23. Mai 2023 billigte er den Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 und fasste den Beschluss, der Gesellschafterversammlung der Gesellschaft die Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 zu empfehlen.

RISIKOMANAGEMENT

Der Aufsichtsrat hat sich auch über das Risikomanagementsystem und insbesondere über die Risiken in den Beteiligungen ausführlich unterrichten lassen. Hierbei wurde über Einzelrisiken beraten, bestandsgefährdende Risiken für die Gesellschaft waren im Berichtszeitraum jedoch nicht erkennbar.

Der Aufsichtsrat dankt den Geschäftsführern und Mitarbeitern der Geschäftsführung für ihre Tätigkeit und ihren Einsatz sowie die konstruktive und erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2022.

 

Hamburg, im Mai 2023

Der Aufsichtsrat

Konstantin Dornecker, Vorsitzender

Protokoll der Gesellschafterversammlung der CEE Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH

Zur Gesellschafterversammlung der CEE Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH mit Geschäftssitz in Hamburg, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 153078 (im Folgenden "Gesellschaft" genannt) am 11. Juli 2023 ist die Alleingesellschafterin erschienen:

Brookfield CEE Holding GmbH, mit Sitz in Hamburg, eingetragen im Handelsregister des AG Hamburg HRB 45071, mit dem einzigen Geschäftsanteil mit der lfd. Nr. 1 und dem Nennwert in Höhe von EUR 25.000,00 (im Folgenden "Gesellschafterin" genannt), vertreten durch den Geschäftsführer Leonhard Uphues und den Prokuristen Christian Bertsch-Engel.

I. Feststellung der Beschlussfähigkeit, Verzicht auf Form und Frist

Die Gesellschafterversammlung stellt fest:

Die Gesellschafterin ist anwesend. Diese ist unter Verzicht auf alle Formen und Fristen der Abhaltung einer Gesellschafterversammlung mit der Durchführung der Gesellschafterversammlung einverstanden und die folgenden Beschlüsse sollen gefasst werden.

II. Beschlussfassung

Danach beschließt die Gesellschafterversammlung wie folgt:

1.

Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung haben den aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 vorgelegt. Der aufgestellte Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022, wie beigefügt, wird hiermit festgestellt und auf neue Rechnung vorgetragen.

2.

Der Bilanzgewinn der Gesellschaft in Höhe von €1.107.050,02 wird in voller Höhe an die Gesellschafterin am 12. Dezember 2023 ausgeschüttet.

3.

Den Geschäftsführern Detlef Schreiber, Dr. Alexandra Sommer und Steve-Julian Sowinski wird für das Geschäftsjahr 2022 Entlastung erteilt.

4.

Den Aufsichtsratsmitgliedern Konstantin Dornecker, Frank Grafe und Ana Carolina Parisi Horta wird für das Geschäftsjahr 2022 Entlastung erteilt.

5.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 soll geprüft werden.

6.

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 wird die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, bestellt.

Die Beschlüsse wurden einstimmig gefasst. Weitere Beschlüsse wurden nicht gefasst.

 

Hamburg, den 11. Juli 2023

Brookfield CEE Holding GmbH

Leonhard Uphues

ppa. Christian Bertsch-Engel

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CEE Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CEE Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CEE Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalverwaltungsgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalverwaltungsgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 22. Mai 2023

KPMG AG
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