Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 3922
Vorher
Kaiser Mineralöl und Tankstellen Gesellschaft mit beschränkter HaftungKaiser Mineralöl und Tankstellen GmbH
Eingetragen
14.1.1987
Branche
Großhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenWärme- und KältehandelGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Gegenstand
Handel und Vertrieb mit bzw. von Mineralölen, Gas, Strom, sonstigen Energieträgern aller Art und Schmierstoffen; Betreiben von Tankstellen; Erwerb und Verwaltung von Beteiligungen sowie Übernahme der persönlichen Haftung und Geschäftsführung bei Gesellschaften mit dem genannten Gegenstand.

Historie

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Management

NameRolle
Kai Kree-Lange
seit 6.2.2026
Prokura
Björn Kree-Lange
seit 23.3.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
108.800 €
85.00%
Germany
19.200 €
15.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kaiser Mineralöl und Tankstellen GmbH

Brilon

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht

I. Grundlagen

Die Geschäftstätigkeit der Kaiser Mineralöl und Tankstellen GmbH (Kaiser) mit den Standorten Brilon, Gronau, Ibbenbüren, Meschede und Bredelar umfasst den Handel und Vertrieb mit bzw. von Mineralölen, Gas, Strom, sonstigen Energieträgern aller Art und Schmierstoffen sowie das Betreiben von Tankstellen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Die Rohölpreise haben sich nach dem Tiefpunkt vom Januar 2016 wieder erholt und lagen im Berichtsjahr auf einem Niveau wie zuletzt im Juni 2015 (ca. 54 US-Dollar pro Barrel ca. 159 Liter). Die Ursache der sehr dynamischen Preisentwicklung lag an der weltweit lebhaften Nachfrage, die aufgrund des recht starken Wirtschaftswachstums um 1,5 Mio. Barrel pro Tag höher lag als im Jahr 2016. Durch die Begrenzung auf der Angebotsseite aufgrund des seit Januar 2017 geltenden Deals zwischen der Organisation erdölexportierender Länder (kurz: OPEC) und einigen Nicht-OPEC Staaten (u.a. Russland) ergab sich seit dem zweiten Quartal 2017 ein Defizit auf dem Ölmarkt. Zum 1. November 2017 durchbrach Brent Rohöl die Marke von 61 US-Dollar pro Barrel und ist nach weiteren Steigerungen im Laufe des Novembers rund 40 Prozent teurer als im Juni 2017.

Der Energieverbrauch liegt nach Einschätzung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) um etwa 0,8 Prozent über dem Vorjahr. Als Gründe dafür werden die positive Konjunkturentwicklung und die etwas kühlere Witterung zu Jahresbeginn angeführt. Insgesamt erhöhte sich der Verbrauch von Mineralöl um ca. 3,1 Prozent. Diesel- und Ottokraftstoff lagen mit 2,0 Prozent beziehungsweise 2,1 Prozent im Plus. Der Absatz von leichtem Heizöl verzeichnete einen Zuwachs von gut 2,1 Prozent.

Die gemeinsame strategische Ausrichtung im Großhandelsbereich hat zu einer deutlichen und sehr erfreulichen Ergebnisverbesserung von 158 TEUR und einer Absatzsteigerung von fast 54,5 Prozent zum Gesamtergebnis beigetragen. Die Raiffeisen Waren GmbH, Kassel, hat der Kaiser bereits in 2016 die Einkaufsfunktion für den Westen und das Rhein-Main-Gebiet übertragen. Seit Beginn des Berichtsjahres ist die Kaiser nunmehr für den Einkauf im Bereich Energie des gesamten Konzerns verantwortlich und hat diese Aufgabe sehr erfolgreich übernommen und ausgeführt. Verbunden damit sind auch wesentliche Funktionen in der Zufuhrlogistik sowie das bei dieser Gesellschaft ständig und sehr stark wachsende Großhandelsgeschäft mit Genossenschaftsunternehmen und freien Tankstellenbetreibern.

Der von der Kaiser regional betreute Tankstellenmarkt hat im Berichtsjahr nur unwesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr erfahren. Im Berichtsjahr wurden 12,0 Mio. Liter Kraftstoffe (Vorjahr: 12,0 Mio. Liter) mit einem Rohertrag von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR) abgesetzt. Der Gesamtabsatz der Tankstellen ist gegenüber dem Vorjahr um 144 cbm (+1,3 Prozent) leicht gestiegen.

Der Absatzrückgang im Hausbrandgeschäft des Einzelhandels belief sich im Jahr 2017 auf 3,9 Prozent. Er ist durch den Verkauf der Vertriebsbüros in Münster (30. September 2016) und Lemgo (31. Oktober 2016) zu begründen. Aufgrund des vorgenannten Absatzrückgangs verringerte sich der Rohertrag in diesem Geschäftsfeld um 0,2 Mio. EUR.

Der Schmierstoffbereich blickt auf ein gutes Geschäftsjahr mit einer Steigerung der Absatzmenge von 6,8 Prozent auf ca. 2.700 Tonnen und ein deutlich besseres Ergebnis gegenüber dem Vorjahr zurück.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Der Jahresüberschuss lag mit 0,7 Mio. EUR über dem Vorjahr (0,6 Mio. EUR) und erreichte damit das Planziel. Angesichts eines herausfordernden Umfelds kann das Unternehmen mit der Ergebnisentwicklung zufrieden sein. Sie ist Beleg für die Ertragskraft und Stabilität unseres eng am Kunden ausgerichteten Geschäftsmodells.

Der Umsatz erhöhte sich - insbesondere durch die Steigerung im Großhandel - von 246 Mio. EUR auf 366 Mio. EUR und lag damit 48,8 Prozent über dem Vorjahresumsatz. Im Bereich der flüssigen Brenn- und Treibstoffe ergab sich eine Absatzsteigerung um 140 Mio. Liter auf 475 Mio. Liter gegenüber dem Vorjahr (335 Mio. Liter).

Der Anstieg des Rohertrages um 0,2 Mio. EUR auf 6,5 Mio. EUR kompensierte die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die von 2,4 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR, insbesondere in den Bereichen Fuhrpark und Instandhaltung von Gebäude und Inventar, gestiegen sind.

Der Personalaufwand hat sich trotz individueller Gehaltsanpassungen gegenüber dem Vorjahr verringert, was auf die im Jahresdurchschnitt um 2 Mitarbeiter reduzierte Beschäftigtenzahl zurückzuführen ist.

Die gesunkenen Abschreibungen im Berichtsjahr resultierten hauptsächlich aus dem Verkauf der beiden Verkaufsbüros Lemgo und Münster im Jahr 2016.

Die Finanzierung war darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen. Dafür standen dem Unternehmen zur Ergänzung der eigenen Liquidität auch kurzfristige Kreditlinien zur Abdeckung möglicher Spitzen bei ihrer Hausbank zur Verfügung. Zusätzlich ist das Unternehmen in die Konzernfinanzierung der Raiffeisen Waren GmbH eingebunden. Die Finanzierung bei Investitionen in das Sachanlagevermögen war jederzeit abgesichert und gedeckt.

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4,0 Mio. EUR auf 24,9 Mio. EUR erhöht. Auf der Aktivseite haben sich die Warenbestände insbesondere durch die preis- und mengeninduzierten Steigerungen - auch bedingt durch die Bündelung des gesamten Energie-Großhandels im Raiffeisen-Konzern - im Berichtsjahr um 0,4 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR erhöht. Dadurch sind auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 4,3 Mio. EUR auf 14,6 Mio. EUR gestiegen. Auf der Passivseite haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2,9 Mio. EUR auf 19,6 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg basierte im Wesentlichen neben den höheren Marktpreisen auch auf dem gestiegenen Einkaufsvolumen. Die Entwicklung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+0,8 Mio. EUR) resultierte hauptsächlich aus der Inanspruchnahme von Finanzmitteln im Rahmen der konzerninternen Cash-Pooling-Finanzierung im Zusammenhang mit der vorzeitigen Begleichung von Verbindlichkeiten beim Hauptlieferanten.

Die Kaiser erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR). Die teilweise Gewinnthesaurierung des Vorjahres und die laufende Ergebnisentwicklung führten dazu, dass das Eigenkapital um 0,4 Mio. EUR auf 3,5 Mio. EUR gestiegen ist und infolge der überproportionalen Erhöhung der Bilanzsumme zu einer um 0,7 Prozent-Punkte niedrigeren Eigenkapitalquote von 14,0 Prozent führte.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancen- und Risikobericht

Das Geschäft der Kaiser wird vorwiegend durch die Preisentwicklung auf den Märkten für Rohöl geprägt. Die Unsicherheiten in Bezug auf die zukünftige Positionierung der OPEC, die aktuelle Instabilität im Iran sowie Spannungen zwischen Nordkorea und den USA erhöhen die Volatilität an den Rohölmärkten spürbar. Preisniveaus von über 70 US-Dollar pro Barrel sind nun wieder in greifbare Nähe gerückt und werden ihren inflationären Effekt auf die großen importabhängigen Volkswirtschaften ausüben.

Die Mineralölkonzerne gestalten dabei die Verkaufspreise unabhängig von der Entwicklung der Rohölpreise. Die Benzinpreise schwanken bis zu 15 Cent am Tag. Dies führt dazu, dass die Verbraucher immer preisbewusster tanken. Die Roherträge unserer Tankstellen sind damit marktabhängig. Auch die Preise für fossile Brenn- und Schmierstoffe unterliegen erheblichen Schwankungen, was die Nachfrage nach diesen Produkten ebenfalls beeinflusst.

Das Wettbewerbsumfeld wird neben den Mineralölgesellschaften auch durch den mittelständischen Brennstoffhandel bestimmt. Wir begegnen branchenspezifischen Risiken seit Jahren mit einer intensiven Marktbeobachtung und -analyse sowie daraus abgeleiteten konkreten Entscheidungen im Interesse einer stabilen Unternehmensentwicklung.

Die Gesellschaft sieht sich gegenüber den zukünftigen Anforderungen des Marktes gut aufgestellt. Sie verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Möglichen Forderungsausfällen wird durch ein effizientes Forderungscontrolling entgegengewirkt. Um Zahlungsausfälle zu vermeiden oder zu minimieren, werden unter anderem Kreditauskünfte eingeholt. Größere Forderungsausfälle schützen wir außerdem durch die Zusammenarbeit mit einem Kreditversicherer.

Auch auf den Beschaffungsmärkten sowie durch steigende Kosten im Personalwesen und im Bereich der Energiekosten können Risiken auftreten. Ebenso wäre es möglich, dass auf der Lieferantenseite derzeitige Vertragspartner ausscheiden und sich Veränderungen in der Lieferantenstruktur ergeben. Chancen im Beschaffungsmarkt ergeben sich für uns durch die Verstärkung der bestehenden Einkaufskooperationen und durch die jahrelang gewachsenen Geschäftsverbindungen.

Die strukturelle Konzentration des Einkaufs des Raiffeisen Waren-Konzerns auf die Kaiser hat zu einer zentralen Steuerung der Beschaffung geführt und erleichtert damit auch die logistische Abwicklung. Hieraus resultierende Synergieeffekte mit weiterer Vertriebsintensivierung haben im vergangenen Jahr zu einer guten Ertragslage geführt.

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Für den kurzfristigen Bedarfsfall im Tagesgeschäft sind unter anderem mit der Hausbank Kreditlinien vertraglich vereinbart. Darüber hinaus besteht mit der Muttergesellschaft ein Liquiditätsverbund.

Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken werden derzeit nicht gesehen. Ziel des bei der Kaiser vorhandenen Risikomanagementsystems (RMS) ist es, geschäftsspezifische Risiken so früh wie möglich zu identifizieren und zu bewerten, sodass durch Einleitung geeigneter Maßnahmen das Unternehmen gestärkt und Risiken bewusst gehandhabt werden. Das RMS zeigt die sich bietenden Chancen und die Möglichkeiten für eine unternehmerische Weiterentwicklung auf und berücksichtigt dabei sämtliche Unternehmensbereiche.

2. Prognosebericht

Unter Berücksichtigung der schwierigen Rahmenbedingungen kann die Position unserer Gesellschaft für 2018 weiterhin als gesichert dargestellt werden. Die Geschäftsentwicklung für die Folgejahre wird als konstant bis tendenziell leicht steigend eingeschätzt.

Das im Vorjahr ausgeweitete Großhandelsgeschäft wird im Jahr 2018 in der Umsatz- und Rohertragsentwicklung nochmals wachsen. Dies soll durch Optimierung der Disposition und Kostenstruktur sowie durch Neukundenakquisition erreicht werden.

Im Tankstellengeschäft wird im Jahr 2018 die Verfügbarkeit von AdBlue durch die Installation entsprechender Zapfsäulen an den Kaiser-Standorten ausgebaut, um der weiter steigenden Nachfrage sowohl im Lkw- als auch im Pkw-Bereich gerecht zu werden. Zur Steigerung des Absatzes werden regional gezielt potenzielle Gewerbekunden angesprochen, im Privatkundensektor soll der Vertrieb der Kaiser-Tankkarte forciert werden. Weiterhin wird in die Modernisierung der technischen Anlagen investiert.

Im Bereich Einzelhandel werden Vertriebsaktivitäten und Marketingmaßnahmen umgesetzt, um das Absatzvolumen stabil zu halten und neue Zielgruppen zu erschließen. Weiterhin wird der Kundenservice durch das Kaiser-Wärmekonto, die elektronische Tanküberwachung und die Optimierung des Internetauftritts ausgebaut.

Im Bereich Schmierstoffe liegt der Fokus auf Spezialisierungen in den Branchen Kfz, Industrie und Landwirtschaft. In der Branche Kfz wird durch den in 2017 für den Großraum Kassel installierten Außendienst eine positive Entwicklung des Absatzvolumens angestrebt. Durch die Personalerweiterung um eine Vertriebs-Fachkraft für Kühlschmierstoffe soll die Absatzmenge im regionalen Metallverarbeitungssektor ausgebaut werden. Bei den landwirtschaftlichen Unternehmen soll durch Vertriebskooperationen mit der Raiffeisen Waren GmbH (Sparte Technik) die Kundenbasis, insbesondere im Bereich der Biogasanlagen, verbreitert werden. Die Optimierung von Lagerhaltung und Logistik sowie das Management der mittlerweile auf fünf Marken angewachsenen Private-Label-Strategie sollen weiter vorangetrieben werden.

Unter Berücksichtigung der geschilderten Rahmenbedingungen plant die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2018 mit einem leicht verbesserten Jahresergebnis.

 

Brilon, im Februar 2018

Christian Pieper, Geschäftsführer

Bilanz zum 31.12.2017

AKTIVA

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.001,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 46.361,00 59.656,00
  46.361,00 61.657,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.858.387,09 1.975.393,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 184.056,00 165.580,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.096.980,00 935.898,00
4. Geleistete Anzahlung und Anlagen im Bau 12.094,83 16.407,13
  3.151.517,92 3.093.278,22
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 74.250,00 74.250,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.572,58 2.572,58
  76.822,58 76.822,58
  3.274.701,50 3.231.757,80
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.258,37 16.866,20
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.459.991,93 1.087.074,34
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 8.669,31
  1.468.250,30 1.112.609,85
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -376.137,53 -372.344,46
  1.092.112,77 740.265,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.567.142,62 10.286.090,15
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (0,00) (0,00)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.709.142,35 5.209.803,23
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (0,00) (0,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 781.135,27 660.385,21
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (0,00) (6.551,11)
  20.057.420,24 16.156.278,59
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 441.131,49 743.095,50
  21.590.664,50 17.639.639,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.434,61 6.309,28
  24.869.800,61 20.877.706,56

PASSIVA

   
  31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 128.000,00 128.000,00
Nennwert eigener Anteile -15.350,00 -15.350,00
  112.650,00 112.650,00
II. Gewinnrücklagen    
Andere Gewinnrücklagen 2.200.000,00 2.000.000,00
III. Gewinnvortrag 457.822,49 340.866,89
IV. Jahresüberschuss 716.682,09 616.955,60
  3.487.154,58 3.070.472,49
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 59.631,00 155.620,00
2. Sonstige Rückstellungen 365.762,00 350.791,23
  425.393,00 506.411,23
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 398,83 187,05
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr) (398,83) (187,05)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.614.166,05 16.680.159,08
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr) (19.614.166,05) (16.680.159,08)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 839.947,84 0,00
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr) (839.947,84) (0,00)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 502.740,31 620.476,71
(davon aus Steuern) (366.888,43) (531.676,20)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (0,00) (713,75)
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr) (502.740,31) (620.476,71)
  20.957.253,03 17.300.822,84
  24.869.800,61 20.877.706,56

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2017 bis 31.12.2017

2017
EUR
2016
EUR
1. Umsatzerlöse 365.827.337,21 245.778.204,01
2. Sonstige betriebliche Erträge 183.522,68 168.209,65
3. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -359.310.302,03 -239.496.449,94
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -2.223.380,85 -2.299.055,27
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -450.280,42 -459.128,42
(davon für Altersversorgung) (-7.583,84) (-8.847,76)
  -2.673.661,27 -2.758.183,69
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -405.913,43 -422.190,85
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.588.528,00 -2.390.394,83
7. Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben 95,29 184,71
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 89.162,57 69.271,99
(davon aus verbundenen Unternehmen) (47.374,37) (36.262,68)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -29.382,94 -22.747,96
(davon aus Aufzinsung) (-613,00) (-770,00)
(davon an verbundene Unternehmen) (-21.306,79) (-12.620,99)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -350.159,60 -287.462,48
11. Ergebnis nach Steuern 742.170,48 638.440,61
12. Sonstige Steuern -25.488,39 -21.485,01
13. Jahresüberschuss 716.682,09 616.955,60

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Kaiser Mineralöl und Tankstellen GmbH hat ihren Sitz in Brilon und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Arnsberg (HRB 3922).

Der Jahresabschluss wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet.

B. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung der Anlagegüter erfolgte über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Diese orientiert sich - falls zutreffend - an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen und wurde im Jahr der Anschaffung pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten kleiner als 410,00 EUR wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die vor dem 1. Januar 2016 entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte wurden unter Berücksichtigung der Langfristigkeit der jeweiligen Kundenbeziehungen mangels eindeutiger Schätzungsgrundlage über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet. Erkennbare Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst worden.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden sowie deren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren, wurden latente Steuern ermittelt. Vom Bilanzierungswahlrecht zur Aktivierung aktiver Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

C. Erläuterung zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel ersichtlich:

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangsbestand GJ-Beginn
EUR
Zugang
EUR
Umbuchung + / -
EUR
Abgang
EUR
Endbestand GJ-Ende
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.147,56 0,00 0,00 4.780,00 11.367,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 199.413,12 0,00 0,00 0,00 199.413,12
  215.560,68 0,00 0,00 4.780,00 210.780,68
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.746.917,88 0,00 0,00 17.466,28 3.729.451,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.816.603,02 64.344,52 0,00 287.710,31 1.593.237,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.088.640,00 392.492,78 9.207,13 301.895,72 2.188.444,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.407,13 4.894,83 -9.207,13 0,00 12.094,83
  7.668.568,03 461.732,13 0,00 607.072,31 7.523.227,85
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 74.250,00 0,00 0,00 0,00 74.250,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.572,58 0,00 0,00 0,00 2.572,58
  76.822,58 0,00 0,00 0,00 76.822,58
  7.960.951,29 461.732,13 0,00 611.852,31 7.810.831,11
Abschreibungen
kumuliert GJ-Beginn
EUR
Zugang GJ
EUR
Abgang GJ
EUR
kumuliert GJ-Ende
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.146,56 2.001,00 4.780,00 11.367,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 139.757,12 13.295,00 0,00 153.052,12
  153.903,68 15.296,00 4.780,00 164.419,68
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.771.524,79 117.006,00 17.466,28 1.871.064,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.651.023,02 45.536,52 287.378,31 1.409.181,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.152.742,00 228.074,91 289.352,72 1.091.464,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  4.575.289,81 390.617,43 594.197,31 4.371.709,93
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  4.729.193,49 405.913,43 598.977,31 4.536.129,61
Buchwerte
Buchwert GJ-Beginn
EUR
Buchwert GJ-Ende
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.001,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 59.656,00 46.361,00
  61.657,00 46.361,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.975.393,09 1.858.387,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 165.580,00 184.056,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 935.898,00 1.096.980,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.407,13 12.094,83
  3.093.278,22 3.151.517,92
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 74.250,00 74.250,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.572,58 2.572,58
  76.822,58 76.822,58
  3.231.757,80 3.274.701,50

Die Gesellschaft hält an folgenden Unternehmen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs.1 HGB:

Name Sitz Anteil Eigenkapital 2017
TEUR
Jahresergebnis 2017
TEUR
Karl-Heinz Büker Mineralöl GmbH Anröchte 55 % 314 53

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein antizipativer Betrag in Höhe von 709 TEUR aus Steuererstattungsansprüchen enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen vor allem die Risiken und Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von 202 TEUR und unterlassene Instandhaltungen in Höhe von 116 TEUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 9 TEUR sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 830 TEUR und bestehen in Höhe von 830 TEUR gegenüber der Gesellschafterin.

D. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen betrugen zum Bilanzstichtag 205 TEUR, davon sind im folgenden Geschäftsjahr 144 TEUR fällig. Aus Miet- und Pachtverträgen bestanden finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 130 TEUR, davon sind 64 TEUR im folgenden Geschäftsjahr fällig.

Im Durchschnitt des Jahres 2017 waren insgesamt 75 Mitarbeiter tätig:

Vollzeit Teilzeit
21 kaufmännische Mitarbeiter 6 kaufmännische Mitarbeiter
48 gewerbliche Mitarbeiter  

Darüber hinaus wurde 1 Auszubildender beschäftigt.

Mitglieder der Geschäftsführung:

- Christian Pieper, Groß- und Außenhandelskaufmann

Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung ist von der Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch gemacht worden.

Die Kaiser Mineralöl und Tankstellen GmbH wird in den Konzernabschluss der Raiffeisen Waren GmbH, Kassel, einbezogen.

E. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss von 716.682,09 EUR und dem Gewinnvortrag von 457.822,49 EUR eine Ausschüttung von 550.000,00 EUR vorzunehmen, einen Betrag von 300.000,00 EUR den anderen Gewinnrücklagen zuzuweisen sowie den verbleibenden Betrag von 324.504,58 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Brilon, 17. Februar 2018

Christian Pieper

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kaiser Mineralöl und Tankstellen GmbH, Brilon

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kaiser Mineralöl und Tankstellen GmbH, Brilon, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kaiser Mineralöl und Tankstellen GmbH, Brilon, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen und Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, 23. März 2018

DGR Deutsche Genossenschafts-Revision Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GmbH

Andreas Schneider, Wirtschaftsprüfer

Michael Strnad, Wirtschaftsprüfer

Feststellung

Die Gesellschafterversammlung hat in ihrer Sitzung am 08.06.2018 dem von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2017 zugestimmt, womit dieser festgestellt ist.

 

Brilon, 08.06.2018

Die Geschäftsführung

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die ordentliche Gesellschafterversammlung vom 08.06.2018 hat beschlossen, aus dem Jahresüberschuss von 716.682,09 EUR und dem Gewinnvortrag von 457.822,49 EUR eine Ausschüttung von 550.000,00 EUR vorzunehmen, einen Betrag von 300.000,00 EUR den anderen Gewinnrücklagen zuzuweisen sowie den verbleibenden Betrag von 324.504,58 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Auszahlung der Dividende erfolgt am 12.06.2018.

 

Brilon, 08.06.2018

Die Geschäftsführung

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