TREFFER Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Selbe AdresseRechtsanwaltskanzleien und Notariate
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Curtis Andrew Holtz seit 23.1.2013 | Geschäftsführer |
Bryan Hurley McNeill seit 22.12.2011 | Geschäftsführer |
Karlheinz Salzburger seit 22.12.2011 | Geschäftsführer |
Richard O`Rourke seit 15.12.2001 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
THE TIMBERLAND WORLD TRADING GMBHMÜNCHENJahresabschluss zum 31. Dezember 2011Bilanz zum 31. Dezember 2011AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011
Anhang für das Geschäftsjahr 2011I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Jahresabschluss wurde nach den allgemeinen Vorschriften der §§ 246 bis 256 HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 289 HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Aktiva Die Bewertung der entgeltlich von Dritte erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Es wird nach der linearen Methode unter Zugrundelegung betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,01 und EUR 1.000,00 werden als Sammelposten aktiviert und über fünf Jahre abgeschrieben. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Anschaffungskosten entsprechen den durchschnittlichen Wareneinstandspreisen; als Anschaffungsnebenkosten werden u.a. Zuschläge für Zoll angesetzt. Für nicht gängige Bestände wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Darin enthaltene Fremdwährungsforderungen wurden zum Devisenkassamittelkurs in Abhängigkeit der zum Abschlussstichtag bestehenden (Rest-) Laufzeiten bewertet. Kassenbestand und Bankguthaben entsprechen den Nominalwerten. Passiva Das Gezeichnete Kapital entspricht dem in das Handelsregister eingetragenen Stammkapital von DM 500.000,00 (EUR 255.645,94). Die Kapitalrücklage beruht auf Gesellschafterbeschlüssen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen; sie werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrags der sonstigen Rückstellungen wurde grundsätzlich ein jährliche Kostensteigerung berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen beträgt der Zinssatz für 2011 5,5 %. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen im Falle eines Überhangs an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Im aktuellen Geschäftsjahr ergaben sich aufgrund zwingender steuerlicher Vorschriften keine Differenzen zu den handelsrechtlichen Wertansätzen. Darüber hinaus wurde kein Gebrauch von steuerlichen Ansatz- bzw. Bewertungswahlrechten gemacht. Es waren daher keine passiven latenten Steuern anzusetzen. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Grundlage der Währungsumrechnung Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags. Das Imparitätsprinzip wird in diesem Fall nicht beachtet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt unter Beachtung des Imparitätsprinzips, sodass zum Abschlussstichtag bestehende Kursverluste aufwandswirksam berücksichtig werden, Kursgewinne aber nicht. Umsatzrealisierung Die Umsatzerlöse erzielt die Gesellschaft im Wesentlichen durch das Retail-Geschäft. Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt des Verkaufs der Vorräte realisiert. III. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in einem Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang wiedergegeben. 2. Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Cash-Pooling-System des Konzerns. Der Ausweis von Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erfolgt unter Berücksichtigung der Voraussetzungen gem. § 387 BGB in saldierter Form. Sowohl die Forderungen als auch die sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
4. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten: Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 423 (Vorjahr: TEUR 0) betrifft Zuschüsse von Vermietern. Der Betrag wird über die jeweiligen Restlaufzeiten der Mietverträge gewinnwirksam aufgelöst. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Abschreibungen enthalten ausschließlich planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 796 (Vorjahr: TEUR 675). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.306 (Vorjahr: TEUR 6.386) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Mieten und Leasing (TEUR 4.833), Vertriebskosten (TEUR 420), Reise- und Messekosten (TEUR 351) und Kfz-Kosten (TEUR 224). Des Finanzergebnis in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 27) resultiert im Wesentlichen aus der Verzinsung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 22). Der Steueraufwand (TEUR 722; Vorjahr: TEUR 677) setzt sich aus der Gewerbesteuer (TEUR 578; Vorjahr: TEUR 387) und der Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag (TEUR 503; TEUR 290) sowie aus einer Auflösung einer in Vorjahren gebildeten Steuerrückstellung (TEUR 359; Vorjahr: TEUR 0) zusammen. V. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen TEUR 16.001 (Vorjahr: TEUR 10.315); diese sind wie folgt fällig:
VI. Sonstige Angaben1. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 139 Arbeitnehmer (Vorjahr: 114). 2. Organe Geschäftsführer im Geschäftsjahr mit Einzelvertretungsmacht waren: Jeffrey B. Swartz, Kaufmann (bis 22.12.2011) Antonius van Lier, Kaufmann (bis 22.12.2011) Richard O'Rourke, Kaufmann Karlheinz Salzburger, Kaufmann (seit 22.12.2011) Scott Alan Roe, Kaufmann (vom 22.12.2011 bis 23.01.2013) Bryan Hurley McNeill, Kaufmann (seit 22.12.2011) Curtis A. Holtz, Kaufmann, (seit 23.01.2013) Die Geschäftsführer sind bei verschiedenen Konzerngesellschaften angestellt. Kosten werden nicht an die The Timberland World Trading GmbH weiterverrechnet. 3. Konzernzugehörigkeit Alleiniger Gesellschafter der The Timberland World Trading GmbH zum 31. Dezember 2011 ist die Timberland Luxembourg Holding Europe Sarl, Luxembourg, die wiederum eine 100 %ige Tochtergesellschaft der The Timberland Company, Stratham, New Hampshire, USA, und in deren Konzernabschluss einbezogen ist. Dieses Unternehmen selbst wird in den Konzernabschluss der VF Corporation, Greensboro, NC, USA einbezogen (dieses Unternehmen stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis der einbezogenen Unternehmen auf). Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich. 4. Abschlussprüferhonorar Hinsichtlich der Angabe zum Abschlussprüferhonorar wurde von der Erleichterungsvorschrift des § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB Gebrauch gemacht. 5. Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2011 in Höhe von EUR 2.446.725,76 sowie den Gewinnvortrag von EUR 10.931.470,87 auf neue Rechnung vorzutragen.
München, 10. April 2013 Die Geschäftsführung Richard O'Rourke Karlheinz Salzburger Bryan Hurley McNeill Curtis A. Holtz ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2011
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011der The Timberland World Trading GmbH, MünchenGesamtwirtschaftliches Umfeld 1 Im Jahr 2011 wuchs die deutsche Wirtschaft insgesamt kräftig um preisbereinigt 3,0 %. Dies war mehr als doppelt so stark wie das durchschnittliche Wachstum seit der Wiedervereinigung (1,3 %). Nach schwungvoller Entwicklung in den ersten drei Quartalen des Jahres 2011, in denen das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um preisbereinigt durchschnittlich 0,7 % expandierte, dürfte die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal um 0,25% abgenommen haben. Die Verunsicherung durch die Finanz- und Staatsschuldenkrise sowie die konjunkturelle Eintrübung des europäischen sowie des übrigen internationalen Umfelds hinterlassen zunehmend Spuren auch bei der deutschen Wirtschaft. Für das Jahr 2011 kann festgestellt werden, dass sich die deutsche Wirtschaft in einer sehr robusten Verfassung befand. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war nach ersten Berechnungen um 3,0 % höher als im Vorjahr. Damit setzte sich der konjunkturelle Aufholprozess auch im zweiten Jahr nach der Wirtschaftskrise weiter fort. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2011 von rund 41,1 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 541 000 Personen oder 1,3 % mehr als ein Jahr zuvor. So viele Erwerbstätige gab es in Deutschland noch nie. Zudem stieg die Anzahl der durchschnittlich je Erwerbstätigen geleisteten Arbeitsstunden um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr, sodass sich das Arbeitsvolumen insgesamt sogar um 1,8 % erhöhte. Die Zahl der Erwerbslosen (internationale Abgrenzung) ging 2011 nach Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung um 446 000 Personen oder 15,1 % auf 2,5 Millionen zurück. Die Arbeitsproduktivität, gemessen als Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen beziehungsweise je Erwerbstätigenstunde, ist im Jahr 2011 um 1,6 % beziehungsweise 1,2 % gestiegen. Die Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts war im Jahr 2011 vor allem durch ein weiterhin andauerndes Wachstum nach der Wirtschaftskrise geprägt, das sich in nahezu allen Wirtschaftsbereichen zeigte. Insbesondere erholte sich die reale Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) deutlich (+6,0 %) sowie auch im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe (+3,7 %). Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts kamen die Wachstumsimpulse 2011 vor allem aus dem Inland. Insbesondere die privaten Konsumausgaben erwiesen sich als Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung: Sie legten preisbereinigt mit +1,5 % so stark zu wie zuletzt vor fünf Jahren. Daneben war das Jahr 2011 wiederum geprägt von einer kräftigen Investitionsdynamik: Es wurde deutlich mehr in Ausrüstungen (preisbereinigt: +8,3 %) - darunter fallen hauptsächlich Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - und Bauten (preisbereinigt: +5,4 %) investiert als ein Jahr zuvor. Aber auch der deutsche Außenhandel zeigte sich weiterhin dynamisch und konnte ebenfalls zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2011 beitragen. Dabei stiegen die Exporte preisbereinigt etwas stärker als die Importe (um 8,2 % beziehungsweise 7,2 %). In jeweiligen Preisen gerechnet war das Bruttoinlandsprodukt mit 2 570 Milliarden Euro um 3,8 % höher als im Vorjahr. Das Bruttonationaleinkommen verzeichnete einen ähnlich starken Anstieg um 3,5 %, da der Saldo der Primäreinkommen mit der übrigen Welt mit rund 6 Milliarden Euro nur etwas geringer war als im Vorjahr. Das Volkseinkommen insgesamt ist im Jahr 2011 um 3,5 % auf 1 964 Milliarden Euro gestiegen. Davon entfielen 1 320 Milliarden Euro auf das Arbeitnehmerentgelt der Inländer, das gegenüber 2010 mit +4,5 % so stark anstieg wie seit 1992 nicht mehr. Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen, die 2010 noch einen zweistelligen Zuwachs verzeichnet hatten (+10,5 %), nahmen 2011 nur geringfügig zu: um 1,5 % auf 644 Milliarden Euro. Im internationalen Vergleich fällt auf, dass mit dem jetzigen Ergebnis für das Jahr 2011 das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt für Deutschland etwa doppelt so stark ansteigen würde wie die im Herbst 2011 von der Europäischen Kommission prognostizierte Entwicklung für die Eurozone (+1,5 %) und für die Europäische Union (EU) insgesamt (+1,6 %). Während Deutschland als exportorientierte Nation im Jahr 2009 von der weltweiten Wirtschaftskrise noch besonders hart getroffen war, ist es in den beiden Folgejahren dank kräftiger Auslands- und Binnennachfrage besonders gut wieder aus der Krise herausgekommen. Nach derzeitigen Schätzungen liegt Deutschland auch im Jahr 2011 im europäischen Vergleich beim Wirtschaftswachstum mit an der Spitze; lediglich für Schweden, Polen, Finnland und die baltischen Staaten wird ein stärkeres Wachstum erwartet. Die Vereinigten Staaten liegen in der Prognose der Europäischen Kommission mit einem Wachstum von 1,6 % etwa im europäischen Durchschnitt, aber doch deutlich unter dem deutschen Ergebnis. Für Japan wird - vor allem wegen der Natur- und Reaktorkatastrophe - mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,4 % gerechnet. Dagegen wird für die Volksrepublik China wiederum ein hohes Wirtschaftswachstum erwartet (+9,2 %), allerdings keine weitere Beschleunigung. Im Jahresdurchschnitt 2011 betrug die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit registrierten Arbeitslosen nach Definition des Sozialgesetzbuches (SGB) rund 2,98 Millionen. Dies waren 263 000 registrierte Arbeitslose (- 8,1 %) weniger als im Jahresdurchschnitt 2010. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen sank von 7,7 % im Jahr 2010 auf 7,1 % im Jahr 2011. 1 Statistisches Bundesamt • Wirtschaft und Statistik Branche 2 Textil- und Bekleidungsindustrie Im Vergleich zum Vorjahr hat die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie 2011 ein weiteres starkes Jahr hinter sich. Die meisten Indikatoren entwickelten sich insgesamt erfreulich: Die Umsätze stiegen um 7,1 % gegenüber 2010, damit ist die Krise des Jahres 2008 mehr als wettgemacht. Der Außenhandel legte deutlich zu, der Einzelhandel etwas moderater. Die Beschäftigung stieg insgesamt leicht und bei einer konstanten Zahl von Arbeitsstunden wurden 4,4 % mehr Löhne und Gehälter gezahlt. Auch aktuell ist die Lage stabil, ein Ende des Aufschwungs ist zurzeit nicht absehbar. Der Branchenumsatz liegt per Dezember 2011 um insgesamt +7,1 % höher als per Dezember 2010, wobei das Segment Textilien +7,8 % Umsatz verzeichnet, das Segment Bekleidung +6,0 % Umsatz. Durch die Umsatzsteigerungen der vergangenen zwei Jahre setzt die Branche insgesamt (Unternehmen mit mehr als 1 Beschäftigten) schätzungsweise 29 Mrd. EUR um. Aktuell stagnieren die Umsätze auf hohem Niveau. Die Beschäftigung stieg durch die anhaltend gute Konjunktur vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2011 an, insbesondere in den technischen Segmenten. Sie ist per Dezember 2011 im Bereich Textilien im Vergleich zum Vorjahresmonat mit +1,8 % leicht gestiegen und im Bereich Bekleidung um -0,7 % gesunken. Im Durschnitt hatte die Branche insgesamt +0,9 % mehr Beschäftigte im Inland im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit sind in der Branche zurzeit über 120.000 Menschen beschäftigt. Die Produktion ist im Jahresvergleich im Textilsektor um +1,7 % und im Bekleidungssektor um +0,8 % gestiegen. Die inländische Produktionsentwicklung beinhaltet insbesondere im Segment der Bekleidung eine starke Strukturkomponente, so dass sie hier nur eingeschränkt Auskunft über die Konjunkturlage geben kann. Sie entwickelt sich daher nicht parallel zum Umsatz, ist aber 2011 aufgrund der guten Konjunktur insgesamt gestiegen. Die Auftragseingänge sind im Jahresvergleich per Dezember 2011/2010 sowohl im Textil-als auch im Bekleidungsbereich (+3,5 % für Textilien und +6,7 % für Bekleidung) klar gestiegen; das Niveau im Monatsvergleich liegt zwar unter dem von Dezember, jedoch ist dies im Jahresverlauf als Stagnation auf hohem Niveau zu werten und somit nach wie vor als positiv zu beurteilen. Zusammen mit den über die letzten Monate recht stabilen ifo-Indizes können Lage und kurzfristige Aussichten als stabil positiv beurteilt werden. Die Erzeugerpreise sind im Vergleich zum Vorjahr im Textilsegment recht deutlich gestiegen (-7,0 %) und im Bekleidungssegment etwas moderater (+2,1 %). Der Einzelhandelsumsatz ist 2011 gestiegen: +1,9 % im Bekleidungseinzelhandel und damit (aufgrund des rückläufigen Herbstes) etwas schwächer als im Einzelhandel insgesamt, der um +2,7 % im Jahresvergleich zulegen konnte. Der Außenhandel ist im Vergleich des gesamten Jahres 2011 mit 2010 bei Textilexporten und -importen positiv (+8,4 % bzw. +9,5 %). Die Exporte im Segment Bekleidung stiegen um +8,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, die Importe stiegen um +8,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, was zum Teil den erheblich gestiegenen Rohstoffpreisen geschuldet ist. Marktteilnehmer gehen aufgrund der global hohen Nachfrage jedoch nicht von weiteren, signifikanten Preissenkungen aus. Abgesehen von kurzfristigen Schwankungen, die auch aufgrund der eher geringen Stichproben für die Textil- und Bekleidungssegmente entstehen, sind Lage und Aussichten insgesamt stabil. Dies kann aufgrund des aktuell relativ guten Konjunkturklimas im Textil- und Bekleidungsbereich als positives Signal gewertet werden. Textil und Bekleidung folgen damit der allgemein positiven Stimmung der gewerblichen Wirtschaft als Ganzes. 2 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie WWW.bmwi.de http://www.bmwi.de/DE/Themen/Wirtschaft/branchenfokus,did=196534.html Schuhindustrie 3 Die deutsche Schuhindustrie gehört zu den Branchen, die bereits früh die Chancen der Globalisierung erkannt und angenommen haben: Die Auslagerung der Produktion begann bereits vor rd. 40 Jahren. Die lohnintensive Schuhfertigung (früher aufgrund der Macharten noch wesentlich mehr als heute) führte schon Ende der 60er Jahre zu ersten Verlagerungen vor allem nach Nordafrika und Portugal, zunächst mit Schäften, aber kurz danach auch mit dem Endprodukt Schuh. Seit 1970 ist die mengenmäßige Schuhproduktion in Deutschland um ca. 85 % und die Zahl der Beschäftigten um ca. 87 % zurückgegangen. In keiner anderen Branche des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland erfolgte einer im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie durchgeführten Untersuchung des DIW zufolge ein derartiger Beschäftigungsabbau. Die Anzahl der Betriebe verringerte sich von 719 zum Jahresende 1970 auf 45 zum Jahresende 2011. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Beschäftigten von 89.404 auf 11.495 gesunken. Die deutsche Schuhindustrie ist mittelständisch strukturiert, lediglich rd. 4 % der Betriebe haben mindestens 500 Beschäftigte. Ihr Umsatz betrug im Jahr 2011 2,5 Mrd. Euro. Das entspricht einem Anteil von etwa 0,2 % am Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes. Die Standorte der Schuhindustrie in Deutschland sind im Wesentlichen in Rheinland-Pfalz, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg. Ursprünglich hatte die Branche nur in der Westpfalz (Pirmasens/Zweibrücken) eine besondere regionale Bedeutung. Mit den Zulieferbetrieben zusammengenommen waren mehr als die Hälfte aller Industriebeschäftigten in dieser Region von der Schuhindustrie abhängig. Heute sind es nur noch weniger als 20 %. Ein Schwerpunkt der deutschen Schuhproduktion im Ausland ist der südostasiatische Raum mit China und Vietnam. Ferner werden Produktionen an kostengünstigere Standorte verlagert, etwa in osteuropäische Länder, vereinzelt auch nach Nordafrika. 3 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie WWW.bmwi.de http://www.bmwi.de/DE/Themen/W irtschaft/branchenfokus,did=196502. html Durch Einsatz neuer Besohlungsmaterialien (z. B. Polyurethan, thermoplastischer Kautschuk) und die dadurch bedingte Änderung in der Fertigungstechnik mit Anspritzmaschinen u.Ä. liegen die Lohnkosten derzeit teilweise unter 20 %, in Einzelfällen (u. a. im Bereich der Sicherheitsschuhe) sogar nur zwischen 10 und 15 % der Herstellungskosten. Dies führt dazu, dass bei hochwertigen Produkten der Unterschied bei den Lohnkosten zwar noch vorhanden, aber doch wesentlich kleiner geworden ist. 2011 war ein gutes Jahr für die deutsche Schuhindustrie, auch wenn sich die Entwicklung zum Jahresende hin abgeschwächt hat. Nach 2010 konnte die Schuhindustrie im vergangenen Jahr mit einem Plus von 12,1 Prozent erneut ein Umsatzwachstum in zweistelliger Höhe verzeichnen. Insgesamt betrugen die Umsätze der deutschen Schuhindustrie im Jahr 2011 2,457 Milliarden Euro im Vergleich zu 2,191 Milliarden Euro im Jahr 2010. Die Umsätze mit Abnehmern im Inland erhöhten sich von 1,592 Milliarden Euro in 2010 um 13,5 Prozent auf 1,806 Milliarden Euro in 2011. Die Exportumsätze konnten von 599 Millionen Euro in 2010 um 8,6 Prozent auf 651 Millionen Euro in 2011 gesteigert werden. Während die deutsche Schuhindustrie das Jahr 2011 überwiegend erfolgreich beendet hat, konnte der deutsche Schuheinzelhandel das hohe Umsatzniveau des Ausnahmejahres 2010 - nach einem Wachstum von rund 8 % - nicht halten. Nach ersten Berechnungen des Bundesverbandes des Deutschen Schuheinzelhandels verbuchte der Schuheinzelhandel in 2011 ein Umsatzminus von etwa 2 %. Während die Großformen des Schuhhandels, die im vergangenen Jahr ihre Flächen ausweiteten - moderat wachsen konnten, musste die große Zahl der kleinen und mittleren Handelsunternehmen sogar ein durchschnittliches Umsatzminus zwischen 3 und 4 % hinnehmen. Die Umsatzentwicklung verlief sehr turbulent. Im ersten Halbjahr waren April und Mai zwei starke Monate mit jeweils zweistelligem Wachstum. Ab August waren die Umsätze dann stark rückläufig. Die milden Temperaturen im November und Dezember verhinderten den Abverkauf von Winterschuhen. Besonders schwer taten sich Warmfutterschuhe sowie Damenlangschaftstiefel. Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr Insgesamt hat das Geschäftsjahr 2011 die Erwartungen der Geschäftsführung erfüllt. Die Einzelhandelsumsätze stiegen um insgesamt ca. 7,95 % (ohne Berücksichtigung der Handelsvertreterprovisionen). Die Standorte Wertheim, Metzingen und Ingolstadt konnten gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus verzeichnen. (Wertheim +6,36%, Metzingen +25,48%, Ingolstadt +175,41% Neueröffnung September 2010). Die Gesellschaft konnte ihre Tätigkeit als Handelsvertreter für die Timberland Switzerland GmbH, Schweiz im Bereich Wholesale in den Ländern Deutschland und Österreich erfolgreich fortsetzen. Die umsatzbasierte Provision für die Tätigkeit der Gesellschaft blieb für das Geschäftsjahr 2011, durch eine zum 01.01.2010 wirksame Vereinbarung "Forth Amendment to Agency Agreement" mit der Schweizer Gesellschaft, unverändert auf 15,5 %. Umsatz Die Umsatzerlöse sind im Vorjahresvergleich um TEUR 3.268 auf TEUR 32.336 angestiegen, dies entspricht einem Anstieg um 11,24 % inklusive der umsatzbasierten Provision von unserer Schweizer Schwestergesellschaft für die Tätigkeit als Handelsvertreter. Die in den Umsatzerlösen enthaltenen Handelsvertreterprovisionen belaufen sich auf TEUR 6.756 (Vorjahr: TEUR 5.269). Vom Gesamtumsatz ohne Provisionen entfallen 65,25% auf den Produktbereich Footwear, 28,09% auf den Produktbereich Apparel sowie 6,66% auf den Produktbereich Accessories und Product Care. Beschaffung Die Beschaffung der Waren erfolgt ausschliesslich über andere Konzerngesellschaften. Footwear Bei der wichtigsten Produktgruppe Footwear konnten die Retail-Umsätze im Vorjahresvergleich um 6,54% gesteigert werden, Aufteilung wie folgt: Footwear Men 59,63%, Footwear Women 31,50% und Footwear Kids 8,87%. Apparel Die Retail-Umsätze im Bereich Apparel stiegen insgesamt um 7,9% gemäß folgender Aufteilung: Apparel Men 87,65%, Apparel Women 8,76%, Apparel Kids 3,59%. Accessories Die Retail-Umsätze im Bereich Accessories und Product care stiegen insgesamt um 24,37%, gemäß folgender Aufteilung: Accessories 100%, Product care +0%. Niederlassungen Die Anzahl der Verkaufsstandorte stieg im Geschäftsjahr 2011 um ein Factory-Outlet und zwei Retail-Läden. Damit unterhielt die Gesellschaft zum Stichtag 12 Retail-Läden und 5 Factory-Outlets in Deutschland. Personal & nicht finanzielle Leistungsindikatoren Im Jahresdurchschnitt ist die Anzahl der Mitarbeiter der Gesellschaft auf 139 Mitarbeiter (Vorjahr: 114 MA) gestiegen. Die Fluktuation der Mitarbeiter während 2011 blieb gering, wie in den Vorjahren, im einstelligen Prozentbereich und es wird erwartet, dies auch in Zukunft entsprechend beibehalten zu können. Basierend auf einem Verhaltenskodex (Code of Conduct) sowie einer Ethikrichtlinie (Code of Ethics) legt Timberland für alle Mitarbeiter Verhaltensnormen fest, die für alle Aktivitäten und wechselseitigen Beziehungen im Rahmen ihrer Tätigkeit bei Timberland gelten. Die Einhaltung dieser Richtlinien genießt bei Timberland einen sehr hohen Stellenwert. Weiterhin engagiert sich die Gesellschaft in außerordentlichem Maße sowohl für den Umweltschutz wie auch im Rahmen sozialer und gesellschaftlicher Projekte. Beispielhaft seien hier die alljährlich stattfindenden Großprojekte Earth Day und Serv-a-Palooza genannt, bei denen Timberland Mitarbeiter auf der ganzen Welt Arbeiten verrichten, die einer gesellschaftlichen Gruppe im Bereich Bildung, Umwelt, Gesundheit oder der sozialen Dienstleistung zugute-kommen. Angaben zur Vermögens- Finanz- und Ertragslage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.301 auf TEUR 19.495. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen in der Berichtsperiode zurückzuführen (TEUR +3.134), sowie auf den Anstieg der Sachanlagen (TEUR +192). Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich durch die Anwendung von Cash Pooling an dem alle verbundenen europäischen Firmen teilnehmen. Dem gegenüber zeigten die Liquiden Mittel (TEUR -462) einen Rückgang im Vergleich zur Vorperiode. Die Vorräte verringerten sich um 12,62 % auf TEUR 3.343. Darüber hinaus bleibt die Liquiditätsposition der Firma sehr positiv, bestätigt durch die Working Capital Ratio (1) in Höhe von 632% (Vorjahr 443%) sowie die Working Capital Ratio (2) in Höhe von 84% (Vorjahr 77%). Das Sachanlagevermögen steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um 8,28 % auf TEUR 2.509. Ursächlich hierfür sind die Investitionen, die im Wesentlichen für Umbauten und Erweiterungen von Stores und Showrooms vorgenommen wurden. Die Gesellschaft betreibt seit der Übertragung des Großhandelsgeschäfts auf eine Schwestergesellschaft ausschließlich das Einzelhandelsgeschäft ("Retail") sowie ihre Tätigkeit als Handelsvertreter für die Schweizer Schwestergesellschaft. Als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden in 2011 und 2010 Forderungen gegenüber Kreditkarteninstitute ausgewiesen. Das Eigenkapital erhöhte sich infolge des Jahresüberschusses 2011 um TEUR 2.447 auf TEUR 16.287. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 84% (Vorjahr 80%). Der Materialaufwand hat sich, gemessen an den Umsatzerlösen (11,24 %), nicht überproportional ansteigend entwickelt (0,94 %). Die Materialeinsatzquote betrug 43,75% (Vorjahr 47,08%) der Betriebsleistung. Im Wesentlichen ist diese Entwicklung auf die im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt vorteilhafteren Beschaffungspreise zurückzuführen, die für jede neue Kollektion zentral durch den Konzern festgelegt werden. Die Betriebsleistung stieg im Vorjahresvergleich um 7,29 %. Der Jahresüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.294 auf TEUR 2.447 an. Ausblick und Ereignisse nach dem Bilanzstichtag: Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Ereignisse ergeben, welche auf den Abschluss 2011 eine wesentliche Auswirkung gehabt hätten. Nach der konzernweiten Umstrukturierung des Großhandelsgeschäfts konzentriert sich der Geschäftszweck der Gesellschaft auf das Einzelhandelsgeschäft sowie auf die Tätigkeit als Handelsvertreter für die Schweizer Schwestergesellschaft. Für die zuletzt genannte Tätigkeit erhält die Gesellschaft eine Provision auf Grundlage der vermittelten Großhandelsumsätze. Die Präsentation der Kollektionen erfolgt weiterhin in den Showrooms in Hamburg, München, Düsseldorf und Sindelfingen. Auch in Zukunft wird die Gesellschaft ihr Handeln auf die Bedürfnisse des Endverbrauchers fokussieren. Neben einer intensiven Konsumentenorientierung wird auch weiterhin die Verstärkung der Präsenz von Timberland an repräsentativen Standorten in Deutschland fortgesetzt werden. Dies soll sicherstellen, dass die Gesellschaft auch im Falle gegenläufiger gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen weiter Wachstum erwirtschaften kann. Des Weiteren wird in 2012 die Integration in den VF-Konzern weiter fortgeführt. Die im Geschäftsjahr 2011 per Ende Dezember (Stichtag 31.12.2011) erzielten Umsätze belaufen sich auf TEUR 25.638 (Vorjahr TEUR 23.749) und zeigen somit im Jahresvergleich einen geringen Anstieg von ca. 7,95 %. Dadurch dass der Winter 2011/2012 sehr milde verlief wurden der erwartete (11 %) Umsatzplus zum Vorjahresvergleich nicht erfüllt. Für das Geschäftsjahr 2012, trotz der schwierigen Wirtschaftslage, wurde eine positive Entwicklung der Umsätze im zweistelligen Bereich erzielt und die Profitabilität der Firma wurde trotz eines leichten Rückgangs noch erhalten. Für das Geschäftsjahr 2013, trotz der schwierigen Wirtschaftslage wird eine positive Entwicklung der Umsätze im einstelligen Bereich und die Erhaltung der Profitabilität der Firma erwartet. Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr: Übernahme des Timberland Konzerns Im Juni 2011 gab der US-Bekleidungskonzern VF Corporation bekannt, Timberland übernehmen zu wollen und eine Übernahmeerklärung wurde von beiden Unternehmen mit Wirkung zum 13. September 2011 unterzeichnet. Der Timberland Unternehmenssitz wurde auch nach der Übernahme in Stratham, New Hampshire, beibehalten, obwohl der VF Konzern Hauptsitz sich in Greensboro, North Carolina befindet. Mit der Übernahme stärkt VF Corporation die eigene Action- und Outdoor-Sparte. Die robuste und traditionelle Outdoor-Positionierung der Marke Timberland ergänzt die eher technisch positionierte Premium-Outdoor-Marke The North Face, während die ebenfalls zu Timberland gehörende Marke Smartwool (Funktionswäsche und -bekleidung aus Merinowolle) das VF Portfolio um eine neue Kategorie ergänzt. Durch Synergien im Konzern soll auch die Profitabilität deutlich erhöht werden. VF Corporation dagegen profitiert von der Internationalität des Unternehmens, das immerhin rund die Hälfte des Umsatzes außerhalb der USA erzielt und dessen Know-How VF bei der Penetration neuer Märkte hilfreich sein könnte. Durch die Übernahme gab es Änderungen in der Geschäftsleitung der Timberland World Trading GmbH, das Geschäft selbst blieb hier jedoch unberührt und es gab in 2011 keine weitere Auswirkungen diesbezüglich auf die Vermögens-,Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung: Die Gesellschaft vertreibt Mode und Modeaccessoires die naturgemäß einem schnellen Wandel des Geschmacks unterworfen sind. Aus diesem Grund sind wir weiterhin dabei, die Zusammenarbeit mit unseren Partnern so eng wie möglich zu gestalten, um die Rückmeldung vom Markt so zeitnah wie möglich zu bekommen und auf Entwicklungen und Trends schnellstmöglich reagieren zu können. Der Einzelhandel mit Bekleidung hat das Jahr 2011 mit einem Umsatzplus abgeschlossen. Günstige konjunkturelle Rahmenbedingungen sowie die Akzeptanz der neuen Modethemen und Kollektionen bei den Kunden lassen auch für kommende Jahre steigende Erlöse erwarten. Der Schuheinzelhandel hat im Jahresdurchschnitt 2010 und 2011 ein stärkeres Umsatzwachstum verbucht als der gesamte Einzelhandel. Auch in 2012 und 2013 kann die Branche erneut mit einem Umsatzplus rechnen. Trotz des derzeit insgesamt sehr positiven Geschäftsverlaufes können sich jederzeit wirtschaftlich, politisch oder auch ökologisch veränderte Rahmenbedingungen auf das Verhalten der Konsumenten auswirken. Hier haben in der Vergangenheit bereits geringe Veränderungen zu einer verstärkten Sparneigung und somit einer geringeren Konsumbereitschaft geführt. Das Einzelhandelsgeschäft ändert sich durch die geplante Verschmelzung in 2013 mit der VF Germany GmbH nicht im Wesentlichen. Die Mietverträge der Läden belaufen sich auf einen Zeitraum über mehrere Jahre und stellen deswegen kein wesentliches Risiko für die Firma dar. Weitere wesentliche Risiken im Bereich Steuern, Recht, Beschaffung oder Wettbewerb sehen wir zu diesem Zeitpunkt keine. Wesentliche Chancen der Gesellschaft liegen in der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und in der Eröffnung von neuen Filialen innerhalb des VF-Konzerns. Weitere wesentliche Risiken und Chancen für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens bestehen aus unserer Sicht derzeitig nicht.
München, 10. April 2013 Die Geschäftsführung Richard O'Rourke Karlheinz Salzburger Bryan Hurley McNeill Curtis A. Holtz Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der The Timberland World Trading GmbH, München für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse. über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 10. April 2013 PricewaterhouseCoopers
Dietmar Eglauer, Wirtschaftsprüfer Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer |
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