Aramea Asset Management AG
Mönckebergstraße 31, 20095 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Gojny seit 20.12.2022 | Prokura |
Sven-Oliver Roggenkamp seit 15.10.2020 | Prokura |
Sven Pfeil seit 16.5.2018 | Vorstandsmitglied |
Markus Barth seit 6.8.2008 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Aramea Asset Management AGHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäftsgegenstand der Gesellschaft Die Aramea Asset Management AG erbringt Wertpapierdienstleistungen nach § 2 Abs. 2 WpIG. Gegenstand des Unternehmens ist die Anlage- und Abschlussvermittlung, die Anlageberatung und die Finanzportfolioverwaltung sowie die Erbringung von Beratungsdienstleistungen insbesondere gegenüber Kapitalverwaltungsgesellschaften sowie institutionellen Anlegern. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Darüber hinaus darf die Aramea Asset Management AG nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten handeln. Das Unternehmen hat die Erlaubnis für die folgenden Wertpapierdienstleistungen:
Das Unternehmen ist ein der Entschädigungseinrichtung der Wertpapier-dienstleistungsunternehmen (EdW) zugeordnetes Institut. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Kapitalmärkte Das Kapitalmarktjahr 2023 verlief aus Anlegersicht weitestgehend erfreulich - trotz eines nach wie vor schwelenden Krieges im Osten Europas sowie eines erneut eskalierten Konflikts im Nahen Osten. Sowohl am breiten Aktien- als auch am breiten Rentenmarkt waren im Jahr 2023 letztlich Gewinne zu verzeichnen. Zu Beginn des Jahres sorgte vor allem der Inflationsrückgang für Erleichterung unter den Investoren. Dieser Rückgang sorgte dann im weiteren Jahresverlauf dafür, dass die Notenbanken auf beiden Seiten des Atlantiks ihre Leitzinsanhebungszyklen beenden konnten. Gegen Jahresende machten sich dann sogar erste Zinssenkungshoffnungen breit, die in den Monaten November und Dezember für besonders deutliche Kursgewinne sorgten. Gerade in den USA konnten Konjunkturdaten im Jahr 2023 immer wieder positiv überraschen. Eine noch zu Jahresbeginn erwartete Rezession stellte sich nicht einmal ansatzweise ein, was unter anderem dem robusten Arbeitsmarkt sowie dem resilienten Verbraucher zu verdanken war. Anders in Europa, wo "Stagflation" zum konjunkturellen Schlagwort des Jahres wurde. Vor allem Deutschland fiel wachstumstechnisch ab und stellte das konjunkturelle Schlusslicht in der Eurozone. Deutschland litt mehr als andere Länder unter einem strauchelnden China, dem auch dadurch stockenden Welthandel sowie den hohen Energiekosten. Die Inflation fiel in den USA und in der Eurozone im Prinzip über den gesamten Jahresverlauf. Ursächlich waren neben der geldpolitischen Straffung die nachlassenden Friktionen in den Lieferketten. Am Jahresende erreichten die Inflationsraten wieder niedrige einstellige Werte, ohne jedoch bereits die Zielmarken von Federal Reserve und Europäischer Zentralbank zu unterschreiten. Insbesondere der binnenwirtschaftliche Inflationsdruck, der sich aus dem weiterhin hohen Lohnwachstum sowie den gestiegenen Mieten ergibt, sorgte für nach wie vor erhöhte Kerninflationsraten. Die Leitzinsen erreichten in den USA mit einem Niveau von 5,25-5,50% 1 sowie in der Eurozone von 4,00 % 1 (Einlagesatz) ihre jeweiligen Höchststände, die dann bis zum Jahresende Bestand hatten. Beide Zentralbanken kommunizierten über das Jahr hinweg immer wieder, dass man den Sieg gegen die hohe Inflation nicht zu früh erklären dürfe. Der starke Rückgang der Inflation im Vergleich zum Jahresbeginn führte gegen Jahresende dennoch zu stark zunehmenden Zinssenkungserwartungen für 2024. Im Einklang mit den zunächst weiter steigenden Leitzinsen kletterten auch die Kapitalmarktrenditen weiter. Deutsche zehnjährige Bundrenditen erreichten im Herbst mit einem Niveau von knapp 3,00% 1 den höchsten Stand seit vielen Jahren. In den USA gipfelte die Renditeentwicklung von zehnjährigen US-Treasuries bei rund 5,00% 1. Die Zinskurven blieben derweil quasi über den gesamten Jahresverlauf im invertierten Bereich. Erst die oben erwähnten Leitzinssenkungserwartungen ließen die langen Enden der Zinskurven fallen - dies in den Monaten November und Dezember aber dafür recht rasant. Die Risikoprämien engten sich mit einigen Aufs und Abs im Jahr 2023 tendenziell ein, was letztlich zur Folge hatte, dass die eher risikoträchtigen Assetklassen im Bereich des Rentenmarkts (also etwa Hochzins- oder Nachranganleihen) den Rest des Anleihemarkts in Sachen Ertragsentwicklung hinter sich lassen konnten. Unter dem Strich konnten Anleger aber auch mit eher risikolosen Anleihen wie Covered Bonds im Jahr 2023 Geld verdienen, wenngleich der Verlust aus dem Vorjahr nicht in Gänze wettgemacht werden konnte. Die Aktienmärkte profitierten unterdessen im Jahr 2023 von den anhaltend hohen und robusten Margen der Unternehmen, die sich aufgrund der hohen Inflation der letzten Monate stark ausgeweitet hatten. Hilfreich war auch, dass - wie oben erwähnt - die Rezession in den Vereinigten Staaten nicht nur ausblieb, sondern die USA sogar überraschend stark und letztlich wohl sogar über Potenzial wuchsen. Bemerkenswert war jedoch, dass die Aktienmarktperformance sowohl in den USA als auch in der Eurozone von wenigen sehr großen Aktien getrieben wurde. In den USA waren dies jene sieben Titel, die mittlerweile unter dem Pseudonym "Magnificent 7" bekannt sind und die besonders vom Megatrend künstliche Intelligenz profitierten. Diese - vor allem in der Tech-Branche beheimateten Titel - trieben dann bspw. auch den NASDAQ 100 um mehr als 40% 1 nach oben. In der Eurozone waren es vor allem die 50 größten Aktientitel aus dem Euro Stoxx 50, welche stark zulegen konnten. Nahezu alle Stil- und Sektorindizes verloren relativ zu diesen 50 Werten, die das Jahr am Ende mit einem Plus von mehr als 22% 1 abschlossen. An den Rohstoffmärkten sorgte abermals die Entwicklung der Energiepreise für die meiste Aufmerksamkeit. Während der Preis für Gas aufgrund nachlassender Knappheiten deutlich nachgab, war der Ölpreis abermals ein Spielball geopolitischer Entwicklungen. In einer grundsätzlich eher seitwärts verlaufenden Kursentwicklung sorgte insbesondere der Kriegsausbruch in Gaza für kurzzeitige Kursspitzen. Diese erwiesen sich jedoch nicht als nachhaltig. Branchenentwicklung 2 Die deutsche Fondsbranche blickt 2023 trotz der geopolitischen Krisen, der anhaltenden Inflation und der Rückkehr der Zinsen auf ein beachtliches Ergebnis zurück. Laut Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) verzeichnete das verwaltete Vermögen einen Anstieg um ca. 9% auf 4,15 Billionen Euro. Davon entfallen 2,08 Billionen Euro auf offene Spezialfonds, 1,38 Billionen Euro auf offene Publikumsfonds, 634 Milliarden Euro auf freie Mandate und 54 Milliarden Euro auf geschlossene Fonds. Die Branche konnte Nettomittelzuflüsse von 63 Milliarden Euro verbuchen. In offene Publikumsfonds flossen im Gesamtjahr netto 12,9 Milliarden Euro. Das Absatzbild der Publikumsfonds zeigt ein differenziertes Bild. Während Aktienfonds und Rentenfonds Zuflüsse über EUR 12,9 Milliarden bzw. EUR 12,7 Milliarden verzeichnen konnten, mussten Mischfonds Abflüsse über EUR 15,5 Milliarden verbuchen. Immobilienfonds konnten neue Gelder in Höhe von 0,1 Milliarden Euro einwerben. 2.2 Geschäftsverlauf Ertragslage Wesentliche finanzielle Ertragskomponenten der Gesellschaft sind volumenabhängige Provisionserträge aus der Verwaltung von Spezial- und Publikumsfonds. Die Ertragslage der Gesellschaft hängt daher weitgehend von der Entwicklung der Kapitalmärkte und dem Absatzerfolg ab. Die Aramea Asset Management AG konnte in einem herausfordernden Kapitalmarktumfeld in 2023 eine Erhöhung des verwalteten Vermögens verzeichnen. Die Mandate im Publikums- und Spezialfondsbereich sowie in der Vermögensverwaltung verzeichneten einen Volumenerhöhung von 3,3% gegenüber dem Vorjahr, der primär auf Kapitalmarktbewegungen zurückzuführen ist. Per 31. Dezember 2023 betrug das Volumen der beratenen Vermögen 4.452 Mio. Euro (nach 4.312 Mio. Euro im Vorjahr). Das Volumen der von Aramea betreuten Publikumsfonds lag bei 2.607 Mio. Euro (nach 2.477 Mio. Euro in 2022). Das Segment der Spezialfonds für institutionelle Investoren erhöhte sich leicht auf 1.762 Mio. Euro (Vorjahr: 1.757 Mio. Euro). Die größte Anlegergruppe der Spezialfondsmandate waren Versorgungseinrichtungen (493 Mio. Euro), gefolgt von Unternehmen (356 Mio. Euro) und Versicherungen (291 Mio. Euro). Hinsichtlich der Einteilung nach Assetklassen stellte 2023 das Segment der Rentenfonds den Investitionsschwerpunkt dar (2.626 Mio. Euro). Das Volumen der sogenannten Balanced Mandate folgte mit einem Volumen von 1.247 Mio. Euro. Weitere Schwerpunkte betreffen spezialisierte Mandate für Aktien (359 Mio. Euro) und Wandelanleihen (138 Mio. Euro). Der Bereich Vermögensverwaltung wies im Vergleich zum Publikums- und Spezialfondssegment auch 2023 nur untergeordnete Volumenbeiträge auf. Die Ertragslage der Aramea Asset Management AG hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig verändert. Die Brutto-Provisionserträge, die primär aus den Tätigkeiten Finanzportfolioverwaltung und Anlageberatung resultieren, beliefen sich auf 22.068,0 Tsd. Euro (nach 22.132,6 Tsd. Euro in 2022) und reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3%. Die Prognose der Reduktion der bestandsorientierten Provisionserträge um "bis zu 10 %" ist übertroffen worden. Verantwortlich für diese Entwicklung zeichnet sich das bessere Kapitalmarktumfeld. Die Provisionsaufwendungen fielen auf 4.092,8 Tsd. Euro (2022: 4.299,2 Tsd. Euro). Zinserträge fielen in Höhe von 200,6 Tsd. Euro an. Die Aufwandseite wird unverändert durch den Personalaufwand dominiert, der mit 6.730,5 Tsd. Euro oberhalb des Wertes des Vorjahres (2022: 6.479,0 Tsd. Euro) liegt. Unter den anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 4.325,5 Tsd. Euro (2022: 3.840,8 Tsd. Euro) ragten die Posten Beratungs- und Serviceaufwand Punica (1.945,2 Tsd. Euro), Informations- und Researchdienste (376,3 Tsd. Euro), Verwaltungskosten zur Weitergabe (339,3 Tsd. Euro) und nicht abziehbare Vorsteuer (282,8 Tsd. Euro) heraus. Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen fielen in Höhe von 140,7 Tsd. Euro an. Vor diesem Hintergrund liegt das Ergebnis der Aramea Asset Management AG im Berichtsjahr 2023 leicht unter dem Ergebnis aus dem Vorjahr. Der Jahresüberschuss lag mit 5.069,3 Tsd. Euro um 2,2% unter dem Vorjahreswert (5.184,0 Tsd. Euro) und dementsprechend im Rahmen der Prognose "eines niedrigeren Jahresüberschusses". Finanz- und Vermögenslage Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich die Bilanzsumme per 31.12.2023 auf 16.191,4 Tsd. Euro (2022: 19.859,4 Tsd. Euro). Am Bilanzstichtag betrug das gezeichnete Kapital unverändert 141 Tsd. Euro. Die Kapitalrücklage bewegte sich mit 1.528,9 Tsd. Euro auf dem Stand des Vorjahres. Das Unternehmen verfügte über Liquidität von 1.041,5 Tsd. Euro (2022: 4.348,8 Tsd. Euro) an täglich fälligen Forderungen gegenüber Kreditinstituten. Die Vermögens- und Liquiditätslage der Gesellschaft ist geordnet und zeichnet sich durch eine hohe Eigenkapitalquote aus. Anteile an verbundenen Unternehmen: Aramea Asset Management AG hält 51% an Punica Invest GmbH, Sitz Hamburg. Leistungsindikatoren Der wesentliche finanzielle Leistungsindikator der Gesellschaft, der Provisionsertrag, ist unter 2.2 dargestellt. Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren liegen nicht vor. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risikobericht Die Zielrichtung des Risikomanagements der Aramea Asset Management AG ist in der systematischen Auseinandersetzung mit potenziellen Risiken und der Förderung des risikoorientierten Denkens und Handelns im Unternehmen zu sehen. Der kontrollierte Umgang mit Risiken soll dazu beitragen, bestehende Chancen konsequent zu nutzen und den Unternehmenserfolg zu verbessern. Das Risikomanagement basiert auf einer laufenden Beurteilung der identifizierten Risiken, sowie der Auseinandersetzung mit potenziell neuen, zusätzlichen Risiken, die zu negativen Abweichungen von Prognosen bzw. Zielen des Unternehmens führen können. Im Rahmen der turnusmäßigen (i.d.R. quartalsweisen) Risikoberichterstattung werden Risiken gemessen, beurteilt und an den Vorstand gemeldet. Das Risikomanagement dient damit nicht nur der Erfüllung gesetzlicher Anforderungen, sondern es trägt zur Steigerung des Unternehmenswertes bei und ist allgemein im Interesse der Kapitalgeber. Risiken im Geschäftsbereich: Das erste Dreiviertel des Jahres 2023 wurde durch die Fortsetzung der Zinswende mit weiteren Leitzinsanhebungen durch Notenbanken, anhaltender Preisdynamik, im historischen Vergleich geringen Wirtschaftswachstum sowie erneut geopolitischen Risiken geprägt. Einerseits sorgte der Zinsanstieg zum Beispiel für Nachfrage nach und Umschichtungen in Anlagen mit konservativen Rendite-Risikoprofilen, einem Trend zur Eigenanlage durch die Investoren oder Rückführungen von Krediten. Andererseits bot es der Aramea die Möglichkeit, von der Nachfrage nach diesen risikoärmeren Produkten durch die Auflage von zwei Laufzeitenfonds als Publikumsfonds zu partizipieren. Zusammen mit weiteren, neu gewonnenen Mandaten reichte es dennoch nicht aus, um die Mittelabflüsse vollständig zu kompensieren. Allerdings sorgte die positive Performance der Kapitalmärkte ab Mitte Oktober 2023 aufgrund der Erwartung kräftiger Leitzinssenkungen im Verlauf des Jahres 2024 letztlich für einen leichten Anstieg der Assets under Management (AuM). Im Vorjahresvergleich stiegen die AuM von 4.312 Mio. Euro auf 4.452 Mio. Euro oder 3,3% an. Die Mandatsstruktur änderte sich im Geschäftsverlauf leicht und in Bezug auf ihre Risikostruktur weiterhin als ausgewogen bezeichnet werden. Im Hinblick auf die beratenen institutionellen Mandate (Spezialfonds) ergibt sich gemessen an den Provisionserträgen eine ausgewogene Verteilung. Die Aufteilung änderte sich im Vergleich zum Ende des Jahres 2022 kaum. Kein Sponsor liefert einen Anteil zu den Netto-Provisionserlösen von mehr als 10 %. Die Top-Drei Sponsoren aus dem Spezialfondssegment machen per 31. Dezember 2023 einen Anteil von weniger als 10 % an den laufenden Netto-Provisionseinnahmen aus. Bezüglich der Wettbewerbssituation konnten im Geschäftsjahr 2023 keine signifikanten Risiken festgestellt werden. Risiken im Finanzbereich: Zinsänderungsrisiken ergeben sich aus der Anlage der liquiden Mittel in Form von variablen und festverzinslichen Anlagen. Weitere Zinsrisiken bestehen nicht, da insbesondere kein verzinsliches Fremdkapital vorhanden ist. Die liquiden Mittel waren zum Jahresende auf dem Girokonto bzw. kurzfristig veranlagt und damit einer variablen Verzinsung gleichgestellt. Währungsrisiken sind derzeit vernachlässigbar. Aufgrund des hohen Bestandes an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind Liquiditätsrisiken nicht zu erkennen. Das Geschäftsmodell von Aramea bedingt i.d.R. die Abgrenzung der Erlöse aus dem gemanagten Vermögen, so dass Kontrahentenrisiken in diesem Kontext eine untergeordnete Bedeutung haben. Demgegenüber sind die Forderungen gegenüber Kreditinstituten entsprechenden Adressenausfallrisiken unterworfen, welche auf Grund des Geschäftsmodells als gering einzustufen sind. Weitere Finanzrisiken (Liquiditäts-, Marktpreisrisiken) lagen im Geschäftsjahr 2023 nicht vor. Betriebsrisiken: Aramea unterliegt umfangreicher Regulierung. Dementsprechend hat das Unternehmen diverse Rechtsberatungsverhältnisse und verfügt zudem über einen Zuständigkeitsbereich Recht, der direkt an den Vorstand berichtet. Existenzgefährdende rechtliche Risiken aus laufenden Verfahren oder anderen Disputen sind derzeit nicht erkennbar. Im Geschäftsjahr 2023 waren keine laufenden rechtlichen Verfahren anhängig. Bezüglich der Prozessrisiken im Portfoliomanagement sind im Geschäftsjahr 2023 keine risikorelevanten Vorkommnisse festgestellt worden. IT-Risiken werden durch den Einsatz moderner Geräte, einer Architektur, die den neuesten Stand der Technik widerspiegelt, sowie redundante Systeme in strategisch wichtigen Bereichen und umfangreiche Vorkehrungen zum Datenschutz und zur Datensicherung reduziert. Risikorelevante Probleme im IT-Bereich konnten im Jahr 2023 nicht festgestellt werden. Aramea verfügt über einen zuverlässigen und motivierten Personalstamm. Sowohl die Vergütungsmodelle als auch Mitarbeiterbeteiligungen wirken sich risikomindernd auf eine potenzielle Fluktuation aus. Allerdings hatte ein Werkstudent trotz mehrfacher Ermahnung weiterhin seine Mitarbeitergeschäfte mit teils erheblicher Verzögerung gemeldet und mehrfach day-trading betrieben. Hier wurde eine arbeitsrechtliche Trennung per Ende Februar 2023 erwirkt. Als Folge dieses Verhaltens wurden die Schulungsmaßnahmen bei Eintritt neuer Mitarbeiter intensiviert. Abgesehen von diesem Vorkommnis, die zur Einleitung risikominimierender Maßnahmen führten, lagen Im Geschäftsjahr 2023 keine weiteren risikorelevanten Ereignisse im Bereich Personal vor. Die wesentliche Ertragsquelle der Aramea Asset Management basiert auf dem Volumen der AuM der betreuten Mandate ab. Die Höhe der AuM wiederum basiert im Wesentlichen auf der Kundenzufriedenheit, dem Kapitalmarktumfeld sowie dem Vertriebserfolg. Die Kundenzufriedenheit hängt u.a. von den Performanceergebnissen ab. Diesem Sachverhalt wird im Rahmen der Analyse der Betriebsrisiken Rechnung getragen. Auf das Kapitalmarktumfeld selbst hat die Gesellschaft keinen Einfluss. Die Fortsetzung der Verwerfungen an den Kapitalmärkten, die insbesondere in den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 ihre Wirkung entfalteten, führten zwar in Einzelfällen zu einer Reduzierung der Netto-Provisionserträge. Dies war aber nie existenzgefährdend, zumal die Entwicklung an den Kapitalmärkten im letzten Quartal 2023 trotz einiger Mittelabflüsse im Dezember für den leichten Anstieg der AuM im Vorjahresvergleich sorgte. Auf Basis der vorliegenden Informationen bestehen für das Unternehmen derzeit keine dominanten Einzelrisiken, die für sich genommen mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit den Fortbestand der Aramea Asset Management AG gefährden könnten. Chancen-und Prognosebericht Den dargestellten Risiken stehen auch Chancen gegenüber. Insbesondere ein freundliches Kapitalmarktumfeld könnte zu einer Erhöhung des verwalteten Volumens führen. Dies würde sich positiv auf die Nettoprovisionserträge und somit auf das Jahresergebnis der Gesellschaft auswirken. Volumenabhängige Provisionserträge aus der Beratung und dem Management von Spezial- und Publikumsfonds sind die wesentlichen finanziellen Ertragskomponenten des Unternehmens. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit über - allerdings nur schwer prognostizierbare - erfolgsabhängige Vergütungen Erträge zu erzielen, die über das geplante Maß hinausgehen. Daher hängt die Ertragslage der Aramea Asset Management AG weitgehend von der Entwicklung der Kapitalmärkte und dem Absatzerfolg ab. Vor diesem Hintergrund bleibt eine genaue Planung für das Geschäftsjahr 2024 herausfordernd. Die Anlagewelt hat sich durch den starken Zinsanstieg in 2022 gravierend verändert. Mit der Zinswende werfen nunmehr auch Anleihen wieder nennenswerte Renditen ab. Auch Tagesgeldkonten sind für viele Anleger wieder attraktiv geworden. Der Rückgang der Inflation in der jüngeren Vergangenheit deutet daraufhin, dass die Notenbanken in der näheren Zukunft die ersten Zinssenkungen vollziehen werden. Dementsprechend sollte sich auch die Nachfrage nach Hybrid-Produkten, die den Anlegern eine Partizipation mit asymmetrischem Profil an risikoreicheren Assetklassen bieten, in der 2. Jahreshälfte 2024 positiv entwickeln. Die Aramea Asset Management AG wird deshalb ihre Dienstleistungs- und Produktpalette, die ein ausgewogenes und individuell abgestimmtes Verhältnis zwischen Risiko und Ertrag bietet, weiterentwickeln und ausbauen. Die ersten Wochen des Jahres 2024 wurden von einer freundlichen Grundstimmung für Risikoassets geprägt. Dementsprechend konnten die Aktienmärkte deutlicher Kursgewinne erzielen. Bedingt durch gestiegene Zinsen, verzeichneten die Anleihenmärkte einen eher schwierigen Start in das Jahr. Als Belastungsfaktoren für die Kapitalmärkte erweisen sich die Unsicherheit über die weitere Zinsausrichtung der Zentralbanken, sowie eine potentielle konjunkturelle Abschwächung, die in ihrem Ausmaß aktuell schwer einzuschätzen ist. Zudem drückt der Russland-Ukraine-Krieg und der Konflikt im Nahen Osten weiterhin auf die Marktstimmung. Vor diesem Hintergrund dürfte die Volatilität in den nächsten Monaten ein ständiger Begleiter an den Finanzmärkten bleiben. Die Erwartungen für den Geschäftsverlauf 2024 beruhen auf der Annahme, dass die globale Konjunktur nicht von einer starken Rezession betroffen sein wird. Für das Gesamtjahr 2024 rechnet die Aramea mit einer leichten Reduktion der bestandsorientierten Provisionserträge (ohne erfolgsabhängige Vergütungen) um bis zu 5%. Dementsprechend erwartet der Vorstand der Aramea Asset Management AG einen leicht niedrigeren Jahresüberschuss. In den Erwartungen werden keine erfolgsabhängigen Vergütungen berücksichtigt. 4. Zweigniederlassungen Die Aramea Asset Management AG unterhielt im Geschäftsjahr 2023 keine Zweigniederlassung im In- und Ausland. 5. Nachtragsbericht Weitere Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach Ende des Berichtszeitraumes sind bisher nicht eingetreten.
Hamburg, 28.03.2024 Gez. Sven Pfeil gez. Markus Barth
2 Quelle: BVI Investmentstatistik zum 31.12.2023
Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Aramea Asset Management AG hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 103185 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG, der RechKredV und der Satzung aufgestellt. Als Wertpapierinstitut muss die Aramea Asset Management AG ihre Bilanz nach den Formblättern der RechKredV aufstellen. Die auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften und denen der RechKredV (Formblatt 3 der RechKredV). Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Forderungen an Kreditinstitute wurden zu Nennwerten bilanziert. Die Forderungen an Kunden wurden zu Nennwerten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bilanziert. Zu den ausgewiesenen Forderungen bestehen keine Wertberichtigungen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen bestehen keine voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen. Die immateriellen Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt 3 Jahre. Die Anschaffungskosten enthalten jeweils die nicht abzugsfähigen Teile der in Rechnung gestellten Umsatzsteuer. Selbst erstellte immaterielle Anlagewerte des Anlagevermögens wurden nicht aktiviert. Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer angesetzt. Diese betragen 3 bis zu 13 Jahre. Die Anschaffungskosten enthalten jeweils die nicht abzugsfähigen Teile der in Rechnung gestellten Umsatzsteuer. Geringwertige Anlagegüter im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden nur solche vor dem Bilanzstichtag geleisteten Ausgaben aktiviert, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und die sonstigen Verbindlichkeiten wurden zu Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Erläuterungen zur Bilanz Bei den Forderungen an Kreditinstitute handelt es sich um "täglich fällige Guthaben bei Kreditinstituten" in Höhe von TEUR 1.041,5 (Vorjahr TEUR 4.348,8) auf dem laufenden Girokonto der Gesellschaft sowie um "andere Forderungen" für ein Termingeld mit einer Restlaufzeit von drei Monaten in Höhe von TEUR 9.000,0 (Vorjahr TEUR 10.000,0). Die Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 5.133,5 (Vorjahr TEUR 4.907,4) haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Anteile an verbundenen Unternehmen bestehen wie folgt: Punica Invest GmbH, Sitz Hamburg Höhe des Kapitalanteils: EUR 12.750,00 (51%) Eigenkapital: EUR 381.620,55 (Vorjahr EUR 324.126,26) Ergebnis des Geschäftsjahres: Jahresüberschuss EUR 57.494,29 (Vorjahr EUR 91.367,22) Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt:
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft unter anderem Vorauszahlungen für Datendienste TEUR 42,5, Versicherungen TEUR 34,2, Literatur TEUR 9,0 und Fortbildungen in Höhe von TEUR 2,4 sowie Werbekosten TEUR 4,3. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind täglich fällig und setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 148,0 (im Vorjahr: TEUR 331,4) sowie Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungsbeiträgen in Höhe von TEUR 4,8 (im Vorjahr: TEUR 2,7 ) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern in Höhe von TEUR 121,9 (im Vorjahr: TEUR 101,6). Verbindlichkeitenspiegel:
In dem Posten Steuerrückstellungen sind für die Jahre 2022 und 2023 Rückstellungen zur Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 499,8 (im Vorjahr: TEUR 2.359,0) und zur Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 345,3 (im Vorjahr: TEUR 2.214,5) enthalten. Die anderen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag EUR 141.000,00 (VJ EUR 141.000,00). Es ist aufgeteilt in 141.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage entwickelte sich wie folgt:
Die Gewinnrücklagen entwickelten sich wie folgt:
Entwicklung des Bilanzgewinns:
In den Bilanzgewinn wurde ein Gewinnvortrag in Höhe von Euro 0,00 einbezogen. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Formblatt 3 gemäß § 2 (1) RechKredV aufgestellt. In dem in der GuV zusammengefassten Posten Zinsaufwendungen sind die von Kreditinstituten auf Bankguthaben erhobenen Zinsen ausgewiesen. Der in der GuV zusammengefasste Posten Provisionserträge gliedert sich wie folgt:
Der in der GuV zusammengefasste Posten Provisionsaufwendungen gliedert sich wie folgt:
Der in der GuV zusammengefasste Posten sonstige betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 556,4 (Vorjahr TEUR 277,0) enthält Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 3,5 (Vorjahr TEUR 1,7) und gliedert sich wie folgt:
Der in der GuV zusammengefasste Posten andere Verwaltungsaufwendungen gliedert sich wie folgt:
Der GuV-Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von TEUR 140,7 (Vorjahr TEUR 63,1) enthält außerplanmäßigen Abschreibungen nach § 253 III 3 HGB in Höhe von TEUR 8,6 (Vorjahr TEUR 0,0) In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 28,2 (Vorjahr TEUR 3,9) sind TEUR 8,0 (Vorjahr TEUR 3,9) aus Währungsumrechnung enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind durch die gewöhnliche Geschäftstätigkeit bedingt. Sie setzen sich aus TEUR 1.241,5 Gewerbesteuer 2023, TEUR 1.142,4 Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 2023 sowie TEUR 52,6 Kapitalertragssteuer und Solidaritätszuschlag auf Zinserträge zusammen. Der im Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss beläuft sich auf TEUR 5.069,3 (Vorjahr TEUR 5.184,0). Nach Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 275,3 (Vorjahr TEUR 249,0) verbleibt ein Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 4.794,0 (Vorjahr TEUR 4.935,0). VI. Sonstige Pflichtangaben Nicht bilanzierte Geschäfte, die für die Beurteilung notwendig sind, wurden nicht getätigt. Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Raummietverträgen in Höhe von TEUR 4.558,4 und Leasingverträgen für bewegliche Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 59,4. Wechselverbindlichkeiten bzw. -forderungen bestanden nicht. Haftungsverhältnisse bestehen nicht. Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt 25 Arbeitnehmer beschäftigt, diese setzten sich aus 20 männlichen Arbeitnehmern und 5 weiblichen Arbeitnehmerinnen zusammen. Zusätzlich wurden 2 Vorstandsmitglieder beschäftigt. Es wurden keine Auszubildenden beschäftigt. Organe der Gesellschaft: Dem Vorstand der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr an:
Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit in 2023 eine erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 48,4 (Vorjahr TEUR 44,3). Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr setzt sich wie folgt zusammen:
Bei dem Honorar handelt es sich um Bruttobeträge inklusive Umsatzsteuer. Geschäfte mit nahestehenden Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt. Nach Geschäftsjahresschluss bis zur Erstellung dieses Jahresabschlusses gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung. Termingeschäfte wurden nicht getätigt (§ 36 RechKredV). Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor: Aus dem Bilanzgewinn wird eine Dividende in Höhe von Euro 34,00 pro Aktie (insgesamt Euro 4.794.000,00) ausgeschüttet. Der verbleibende Betrag des Jahresüberschusses in Höhe von Euro 275.267,90 wird in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Ein Konzernabschluss wird nicht erstellt, da die größenabhängige Befreiung gemäß § 293 Absatz 1 Nummer 1 HGB in Anspruch genommen wird.
Hamburg, 28. März 2024 Gez. Markus Barth gez. Sven Pfeil BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Aramea Asset Management AG, Hamburg PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Aramea Asset Management AG, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aramea Asset Management AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 4. April 2024 BDO
AG
gez. Brandt, Wirtschaftsprüfer gez. Butte, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung An die Aktionärinnen und Aktionäre der Aramea Asset Management AG Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023Sehr geehrte Damen und Herren, der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen und sich sowohl in Sitzungen als auch in Einzelbesprechungen durch den Vorstand über die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Ferner hat der Vorstand dem Aufsichtsrat aus sonstigen wichtigen Anlässen berichtet. Darüber hinaus fanden zahlreiche Einzelgespräche von Aufsichtsratsmitgliedern mit dem Vorstand oder einzelnen Vorstandsmitgliedern statt. Über das Ergebnis dieser Gespräche wurde jeweils der Aufsichtsrat unterrichtet. Gegenstände der regelmäßigen mündlichen und schriftlichen Berichterstattungen waren neben der Gesamtlage des Unternehmens auch Einzelfragen von größerer Bedeutung. Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens sowie die Vermögens-, Liquiditäts- und Ertragslage waren ständige Schwerpunkte der Beratungen. Im Geschäftsjahr 2023 fanden 3 Aufsichtsratssitzungen am 11. Mai, 31. August und am 07. Dezember statt. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr keine Ausschüsse gebildet. Dem Aufsichtsratsvorsitzenden sind im Geschäftsjahr keinerlei Interessenkonflikte der Mitglieder des Gremiums bekannt geworden. Alle Themen wurden im Plenum des Aufsichtsrats beraten und entschieden. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31.12.2023 und der Lagebericht der Aramea Asset Management AG sind von BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Für das Geschäftsjahr 2023 sind dem Aufsichtsrat gem. § 170 AktG der Jahresabschluss und der Lagebericht des Vorstandes vorgelegt worden. Darüber hinaus lagen dem Aufsichtsrat die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses vor. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für die Aramea Asset Management AG in der Sitzung vom 08. Mai 2024 in Anwesenheit des Abschlussprüfers beraten. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Er hat den Jahresabschluss 2023 gebilligt, der somit gem. § 172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns an, nämlich den Bilanzgewinn der Aramea Asset Management AG in Höhe von 4.794.000,00 EUR wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 34,00 EUR pro dividendenberechtige Aktie (141.000 Stück). Trotz des widrigen Kapitalmarktumfeldes insbesondere in den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 ist es dem besonderen Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 gelungen, ein sehr gutes Ergebnis zu erzielen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und spricht ihm sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seine Anerkennung für die im Berichtsjahr geleistete erfolgreiche Arbeit aus.
Hamburg, im Mai 2024 Gez. Rolf Hunck, Aufsichtsratsvorsitzender gez. Dr. Dr. Hans-Michael Steen, Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Gez. Frank Diegel, Aufsichtsratsmitglied gez. Harald Spiegel, Aufsichtsratsmitglied Gez. Dr. Jörg Stotz, Aufsichtsratsmitglied Protokoll der Hauptversammlung der Aramea Asset Management AG Tagesordnungspunkt 2: Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns Der Vorsitzende schlug entsprechend dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat vor, den für das Geschäftsjahr 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 4.794.000,00 wie folgt zu verwenden:
Der Vorsitzende stellte den Tagesordnungspunkt zur Abstimmung. Die Abstimmung ergab 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen, damit für den Vorschlag: 141.000 Stimmen. Der Vorsitzende gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt und stellte fest, dass der Vorschlag mit 141.000 Stimmen angenommen worden ist.
Hamburg, 08. Mai 2024 gez. Rolf Hunck, Aufsichtsratsvorsitzender |
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