Nexans autoelectric GmbH
Selbe AdresseHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gregor Spuhler seit 2.4.2020 | Geschäftsführer |
Rainer Härtl seit 2.4.2020 | Geschäftsführer |
Andrea Zeitler seit 11.8.2003 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Nexans Participations S.A. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Nexans Deutschland GmbHHannoverKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021(Vorjahr zum Vergleich)
Konzern-Kapitalflussrechnung 2021
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2021
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2021ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ UND ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (1) Vorbemerkungen Die nachstehenden Erläuterungen betreffen den Konzernabschluss der Nexans Deutschland GmbH (ND) mit Sitz in Hannover. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 60648 im Register des Amtsgerichts Hannover eingetragen. Im Rahmen der Umsetzung der Konzernstrategie "Electrify the Future" hat der Nexans Konzern beschlossen, die Bereiche Industry & Solutions Projects (ISP) und Telecom in separate Gesellschaften auszugliedern. Mittelfristig sollen diese Gesellschaften an einen Investor verkauft werden. Bei der Nexans Deutschland GmbH sind davon die Aktivitäten ISP in den Werken Mönchengladbach und Nürnberg sowie Telecom aus der Bereich Advanced Networking Solutions am Standort Mönchengladbach betroffen. Die Ausgliederung der Bereiche wurde im Geschäftsjahr 2021 beurkundet und in das Handelsregister eingetragen. Gemäß Ausgliederungsverträgen erfolgte die Ausgliederung mit Rückwirkung zum 1.1.2021. Der Bereich Industry & Solutions Projects (ISP) wurde auf die Nexans Superconductors GmbH (nunmehr umfirmiert in die Nexans Industrial Solutions GmbH) ausgegliedert, die Telecom Aktivitäten auf die Nexans Advanced Networking Solutions GmbH. Alleiniger Gesellschafter beider Gesellschaften ist die Nexans Deutschland GmbH. Die oben genannte Ausgliederung hat keinen Einfluss auf den Abschluss des Teilkonzerns. Der Konzern ist zum Stichtag mit rund 36,7 MEUR überschuldet. Der Konzern plant für das Geschäftsjahr 2022 ein positives Ergebnis durch die weitestgehend abgeschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen der Vorjahre sowie die Veräußerung des Werksgeländes in Hannover. Der für das Geschäftsjahr 2021 geplante Verkauf des Werkes Hannover konnte im 1. Halbjahr 2022 realisiert werden und führte zu einem Buchgewinn von MEUR 54. Ab dem Geschäftsjahr 2023 plant der Konzern positive Jahresergebnisse durch die erfolgte Abwicklung der verlustbringenden Aufträge, die geplante Effizienzsteigerung und Kapazitätsanpassungen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde demzufolge unter Fortführungsgesichtspunkten aufgestellt. Zur Deckung des sich aus der Restrukturierung ergebenden zusätzlichen Liquiditätsbedarfes und zur Sicherstellung des Fortführens der Unternehmenstätigkeit hat die Gesellschaft ein Nachrangdarlehen in Höhe von 125 MEUR von der Nexans Financial Trading Services S.A. erhalten. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte eine Fehlerkorrektur von Beständen in laufender Rechnung für das Großprojekt Dolwin6 in Höhe von 28,0 MEUR aus den Vorjahren (2019: 8,8 MEUR, 2020: 19,2 MEUR). Dies hatte einen positiven Einfluss auf das Konzernjahresergebnis 2021. Im Folgenden sind die Auswirkungen auf die Vorjahreskonzernabschlüsse ausgewiesen, sofern eine Korrektur in den Jahren 2019 und 2020 erfolgt wäre:
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Wertangaben erfolgen in TEUR. (2) Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft 7 (Vorjahr: 6) inländische und 12 (Vorjahr: 12) ausländische Gesellschaften einbezogen, an denen die ND unmittelbar oder mittelbar Mehrheitsbeteiligungen hält. Folgende wesentliche Änderungen des Konsolidierungskreises ergaben sich im Geschäftsjahr: Die neue gegründete Gesellschaft Nexans Advanced Networking Solutions GmbH mit Sitz in Mönchengladbach ist im Handelsregister mit der Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung eingetragen. Das Unternehmen wird beim Amtsgericht Mönchengladbach unter der Handelsregister-Nummer HRB 20750 geführt. Einige Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen von untergeordneter Bedeutung wurden nicht konsolidiert. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind in einer Aufstellung enthalten, die als Anlage zum Konzernanhang beigefügt ist. In einigen Fällen wurde von der Schutzklausel gemäß § 313 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. (3) Konsolidierungsmethoden Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den unter (4) beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Sofern die in den Jahresabschlüssen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von diesen Grundsätzen abweichen, werden bei den wesentlichen Abweichungen Anpassungen vorgenommen. Die Kapitalkonsolidierung und die Bewertung nach der Equity-Methode werden in Form der Buchwertmethode durchgeführt, sofern die Gesellschaften bis 2009 in den Konsolidierungskreis der ND aufgenommen worden sind. Dieser Methode entsprechend wurden die zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gültigen Buchwerte der Beteiligungen gegen das anteilige Eigenkapital saldiert. Ab 2010 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften werden gemäß § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode berücksichtigt. Demnach wird zunächst das Eigenkapital des erstmalig zu konsolidierenden Tochterunternehmens zu Zeitwerten neu bewertet und im Anschluss anteilig mit dem Beteiligungsbuchwert verrechnet. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Ausleihungen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Es erfolgt keine Eliminierung von Zwischenergebnissen, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. (4) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände Immaterielle Vermögensgegenstände umfassen Patente, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte. Die immateriellen Vermögensgegenstände mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten bilanziert und abhängig von ihrer geschätzten Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) planmäßig linear abgeschrieben. Die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich von 27,1 MEUR in 2020 auf 30,6 MEUR im Geschäftsjahr 2021. Die Forschungs- und Entwicklungskosten werden gemäß § 248 Abs. 2 HGB ergebniswirksam erfasst. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Das Sachanlagevermögen wird grundsätzlich linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagengruppe. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung offengelegten Reserven von Gebäuden werden über 15 Jahre abgeschrieben; die lineare Abschreibung der technischen Anlagen und Maschinen richtet sich nach der Restnutzungsdauer der jeweiligen Anlagen. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgten im Geschäftsjahr nicht. Finanzanlagen Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen die ND einen maßgeblichen Einfluss auf deren Geschäfts- und Finanzpolitik ausüben kann (im Wesentlichen durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20 % bis 50 %). Ein assoziiertes Unternehmen wird in den Konzernabschluss nach der Equity-Methode einbezogen, vier weitere assoziierte Unternehmen werden wegen Unwesentlichkeit nicht einbezogen. Der Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung (Stimmanteil 36,63 %) wird um das anteilige Eigenkapital dieser Gesellschaft fortgeschrieben. Finanzielle Verpflichtungen gegenüber diesem Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Die übrigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren Werten bewertet. Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, erkennbaren Risiken wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Vorräte Bei der Ermittlung der Vorräte wurden die Materialbereitstellungen von Kunden als Fremdwaren vom aufgenommenen Bestand abgesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden, soweit zulässig, gemäß § 268 Absatz 5 HGB offen von dem Posten "Vorräte" gekürzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bzw. beizulegenden Werten nach § 253 Absatz 4 HGB. Die NE(Nicht-Eisen)-Metallbestände an Kupfer, Blei und Aluminium werden grundsätzlich gemäß der gewichteten Durchschnittskursmethode (WAC-Methode) sowie unter Berücksichtigung eines niedrigeren Marktpreises bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Fertigungskosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten des Produktionsbereiches sowie anteilige Abschreibungen auf das Anlagevermögen einbezogen. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten Die Bewertung der Forderungen, der sonstigen Vermögensgegenstände, der liquiden Mittel sowie des Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt zum Nennwert. Forderungen mit erkennbaren Einzelrisiken werden wertberichtigt. Darüber hinaus werden für das allgemeine Kreditrisiko, Skontoabzüge und Nebenkosten Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen zum 31.12.2021 werden zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen in Höhe von 3 % und Rentensteigerungen in Höhe von 1,8 % sowie Fluktuationswahrscheinlichkeiten in Höhe von 2 % berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung zum 31.12.2021 beträgt 1,87 %. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 10 Geschäftsjahre abzuzinsen. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck 2018 G) ermittelt. Bei der Berechnung der Altersteilzeitrückstellungen zum 31.12.2021 wurden zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen in Höhe von 3 % berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Altersteilzeitverpflichtung zum 31.12.2021 beträgt 0,40 %. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis der Mitteilung durch den Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (Altersteilzeit) werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Rückstellungen für Steuern, ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie Restrukturierungsaufwendungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt. Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck 2018 G) ermittelt. Bei der Berechnung der Jubiläumsrückstellungen zum 31.12.2021 wurden zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen in Höhe von 3 % berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Jubiläumsverpflichtung zum 31.12.2021 beträgt 1,35 %. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. (5) Steuerliche Bilanzierungseinflüsse Im Konzernabschluss werden die von inländischen Gesellschaften in Anspruch genommenen steuerlich zulässigen Abschreibungen eliminiert. Die künftigen Steuerbelastungen daraus verteilen sich über mehrere Jahre und sind von untergeordneter Bedeutung. Latente Steuern Latente Steuern werden für temporäre Bewertungsdifferenzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz der Einzelabschlüsse, Anpassungen an die konzerneinheitliche Bewertung sowie auf Verlustvorträge gebildet. Das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird dahingehend ausgeübt, dass über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen im Konzernabschluss nicht bilanziert werden. Passive latente Steuern aus der Anpassung an die konzerneinheitliche Bewertung werden, soweit möglich, in den Saldierungsbereich einbezogen. Darüber hinaus werden latente Steuern im Rahmen von Konsolidierungsmaßnahmen gem. § 306 HGB berücksichtigt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem individuellen Steuersatz. Bei der Berechnung der latenten Steuern der deutschen Gesellschaften wird daher grundsätzlich ein gemischter Steuersatz aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von 30,88 % herangezogen. (6) Währungsumrechnung Fremdwährungspositionen werden am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Einzelkurssicherungsmaßnahmen werden im Rahmen von Devisentermingeschäften vorgenommen. Bei Devisentermingeschäften handelt es sich grundsätzlich um geschlossene Positionen. Bilanzpositionen ausländischer Konzerngesellschaften werden erfolgsneutral zu Stichtagskursen, Aufwands- und Ertragspositionen ergebniswirksam zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Eigenkapital wird zum historischen Kurs der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss umgerechnet. Erläuterungen zur Bilanz (7) Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten erworbene Software und gewerbliche Schutzrechte. (8) Sachanlagen und Finanzanlagen Die Entwicklung der Sachanlagen, der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Finanzanlagen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Finanzanlagen betreffen überwiegend Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie eine At-Equity bewertete Gesellschaft. (9) Vorräte
Die Projektbestände im Bereich SLS (Subsea and Land Systems) erhöhten sich unter Berücksichtigung der Fehlerkorrektur von Projektbeständen für Vorjahre um TEUR 28.026 (2019: TEUR 8.834, 2020: TEUR 19.192) deutlich. (10) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 88.053 (Vorjahr: TEUR 72.215) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 40.355 (Vorjahr: TEUR 31.904) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
Forderungen bzw. sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 933). Unter dem Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" werden Forderungen erfasst, die nicht im Zusammenhang mit dem üblichen Lieferungs- und Leistungsverkehr stehen. Sie enthalten überwiegend Rückdeckungsansprüche gegen Versicherungsunternehmen, Steuerforderungen sowie debitorische Kreditoren. Forderungen gegenüber der Gesellschafterin bestehen in Höhe von TEUR 2.607 (Vorjahr: TEUR 2.500). (11) Rechnungsabgrenzungsposten Bei den Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich im Wesentlichen um bereits geleistete Gebühren sowie Zahlungen für Wartungsverträge. (12) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der ND blieb im Geschäftsjahr 2021 unverändert. Alleinige Gesellschafterin ist die Nexans Participations S.A., Frankreich. (13) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage enthält überwiegend Aufgelder aus Sacheinlagen in die ND im Zusammenhang mit Kapitalerhöhungen nach teilweiser Verrechnung mit dem Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung zum 1.1.1993. Der in Vorjahren von der Kapitalrücklage abgesetzte Geschäfts- oder Firmenwert wird in Höhe von TEUR -6.497 in einer gesonderten Position (VI.) ausgewiesen. (14) Anteile anderer Gesellschafter Diese Position enthält Minderheitenanteile am Eigenkapital bei der Nexans Power Accessories Polska z.o.o. (15) Rückstellungen Den Pensionsrückstellungen wurde der Verpflichtungszuwachs im Geschäftsjahr 2021 in voller Höhe zugeführt. Der zurückgestellte Betrag entspricht der Verpflichtung gemäß versicherungsmathematischem Gutachten. Die Forderungen aus den Rückdeckungsansprüchen bei der Allianz (deferred compensation) wurden mit den dazugehörigen Rückstellungen verrechnet.
Die Rückstellungen reduzierten sich merklich um 13.948 TEUR auf 246.402 TEUR (Vorjahr: 260.350 TEUR). Die Reduzierung ist im Wesentlichen auf den Verbrauch der Restrukturierungsrückstellungen (12,9 MEUR) bei der Nexans Deutschland GmbH zurückzuführen. Das vorhandene Wertguthaben für Altersteilzeitverpflichtungen bei der Commerzbank in Höhe von TEUR 1.258 (Vorjahr: TEUR 972) wurde mit den Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet. Der Gesamtbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen beträgt vor der Saldierung mit dem Wertguthaben zum 31.12.2021 TEUR 3.098 (Vorjahr: TEUR 2.836). (16) Verbindlichkeiten Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber einem Kreditinstitut enthalten, die auf Grundlage eines Reverse-Factoring-Vertrags vorfinanziert wurden. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen in Höhe von TEUR 3.809 (Vorjahr: TEUR 17.020). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 195.945 (Vorjahr: TEUR 207.405) resultieren im Wesentlichen aus einer Verbindlichkeit gegenüber der Nexans Financial and Trading Services S.A. Es handelt sich hierbei um ein Darlehen mit Rangrücktritt zur Absicherung der Liquiditätslage mit einer Laufzeit bis Dezember 2024. (17) Haftungsverhältnisse Es bestanden zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse. (18) Angaben zu außerbilanziellen Verpflichtungen Im ND-Konzern bestehen Operating-Lease-Verträge im Wesentlichen über die Anmietung und Nutzung von Gabelstaplern, PKW und Werkzeugmaschinen. Das rechtliche und wirtschaftliche Eigentum wird hierbei nicht der ND zugerechnet, sondern liegt bei den jeweiligen Vermietern, sodass der ND daraus weder eine Finanzmittelbindung bei Zugang noch ein Vermarktungsrisiko nach Rückgabe erwächst. Mit ausgewählten Kunden werden zum Zweck der Absatzförderung Konsignationslager unterhalten, die wirtschaftlich und rechtlich der ND zugerechnet werden. Auf dem Gebiet der Materialbeschaffung unterhalten einige Lieferanten Rohstoffkonsignationslager, die aufgrund der permanenten Warenverfügbarkeit sowie der Berechnung und Zahlung nach Warenentnahme zur Bestands- und Liquiditätsoptimierung genutzt werden. (19) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
(20) Derivative Finanzinstrumente Zum 31.12.2021 bestanden an der London Metal Exchange offene Kontrakte für Aluminium und Kupfer. Die offenen Aluminiumkontrakte Kauf für 75 Tonnen haben einen Nominalwert von TEUR 176, die offenen Kupferkontrakte Kauf für 3.625 Tonnen haben einen Nominalwert von TEUR 27.937. Weiter gibt es offene Aluminiumkontrakte Verkauf von 25 Tonnen, welche einen Nominalwert von TEUR 57 haben und Kupferkontrakte Verkauf von 225 Tonnen mit einem Nominalwert von TEUR 1.870. Der Zeitwert der Sicherungsgeschäfte Kauf beträgt TEUR 186 für Aluminium und TEUR 30.595 für Kupfer. Der Zeitwert der Sicherungsgeschäfte für Aluminium-Verkauf beträgt TEUR 62 und Kupfer-Verkauf TEUR 1.926. Bei diesen Geschäften handelt es sich ausschließlich um Sicherungsgeschäfte. Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich um Verkaufs-Devisentermingeschäfte in Höhe von TUSD 22.170. Diese Devisentermingeschäfte beziehen sich auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben zum 31.12.2021 einen zum abgesicherten Kurs umgerechneten Zeitwert in Höhe von TEUR 19.575. Zum anderen bestehen Kauf-Devisentermingeschäfte in Höhe von TUSD 9.001 und TDKK 2.128. Diese Devisentermingeschäfte beziehen sich auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und haben zum 31.12.2021 einen zum abgesicherten Kurs umgerechneten Zeitwert in Höhe von TEUR 8.234. Es handelt sich bei den zugrunde liegenden Geschäften um geschlossene Positionen. Der Kontrahent im Derivategeschäft per 31.12.2021 ist ausschließlich Nexans Services S.A., Brüssel, Belgien. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und sonstige Angaben (21) Umsatzerlöse
(22) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 7.239; Vorjahr: TEUR 24.497) und aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 6.114 (Vorjahr: TEUR 6.738). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind weiterhin Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 379 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. (23) Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Wesentlichen Aufwendungen aus Transport, Instandhaltung, Umlagen des Nexans-Konzerns, Miete, Pacht und Leasing, Reisekosten, Provisionen sowie Gewährleistungen erfasst. Insgesamt sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 305 (Vorjahr: TEUR 239) angefallen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind weiterhin Aufwendungen aus Währungsumrechnung von TEUR 1.041 (Vorjahr: TEUR 38) enthalten. Außergewöhnliche Aufwendungen betreffen weitestgehend Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 15.444 (Vorjahr: TEUR 59.553) sowie mit unverändert TEUR 3.230 die Anpassungen der Pensionsrückstellung nach BilMoG. (24) Beteiligungsergebnis
(25) Zinsergebnis
In den Zinsaufwendungen ist ein Zinsanteil aus der Aufzinsung der Pensions-, Jubiläums-, Sterbegeldverpflichtungen und Altersteilzeitaufwendungen mit TEUR 11.214 (Vorjahr: TEUR 10.991) enthalten. (26) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag / sonstige Steuern / latente Steuern Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten im Wesentlichen die Bildung von Rückstellungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer des laufenden Geschäftsjahres. Die sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 874 (Vorjahr: TEUR 350) beinhalten im Wesentlichen die Grundsteuer des Geschäftsjahres. Der tatsächliche Steueraufwand weicht im Wesentlichen auf Grund von nicht abziehbaren Aufwendungen, gewerbesteuerlichen Korrekturen, sowie der Nichtaktivierung von latenten Steuern vom erwarteten Steueraufwand ab. Passive latente Steuern aus der von den handelsrechtlichen Vorschriften abweichenden steuerlichen Bewertung von Verbindlichkeiten wurden auf Ebene der Einzelgesellschaften mit aktiven latenten Steuern aus temporären Differenzen, insbesondere aus dem Bereich Rückstellungen, verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen - insbesondere auf steuerliche Verlustvorträge - werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt grundsätzlich auf Basis eines gemischten Steuersatzes in Höhe von 30,88 % (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Solidaritätszuschlag). Passive latente Steuern aus der Anpassung an die konzerneinheitliche Bewertung wurden, soweit möglich, in den Saldierungsbereich einbezogen. Latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen i. S. d. § 306 HGB sind nicht zu bilden. Aufgrund der Saldierung mit aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden passive latente Steuern aus der Anpassung an die konzerneinheitliche Bewertung im Konzern nicht angesetzt. (27) Ausschüttungsgesperrte Beträge Zum Abschlussstichtag unterliegen TEUR 1.366 für die Gesellschaften Nexans Deutschland GmbH, Nexans Industrial Solutions GmbH und Nexans Advanced Networking Solutions GmbH einer Ausschüttungssperre aus der Zeitbewertung des Deckungsvermögens für Altersteilzeit bei der Commerzbank sowie TEUR 9.582 (Vorjahr: TEUR 12.181) für die oben genannten Gesellschaften, sowie die Elektrokontakt GmbH und die Nexans autoelectric GmbH aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Pensionsrückstellungen mit einem 10-Jahresdurch-schnittszinssatz und einem 7-Jahresdurchschnittszinssatz. (28) Personal Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl in den einbezogenen Gesellschaften:
(29) Honorare und Dienstleistungen der Abschlussprüfer Das vom Konzernabschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2021 beträgt TEUR 274 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen für die Konzernabschlussprüfung, für die Prüfung von Jahresabschlüssen konsolidierter Gesellschaften sowie andere Abschlussprüfungsleistungen. Weiterhin wurden Honorare für eine IT-Migrationsprüfung von TEUR 36 berechnet. (30) Inanspruchnahme des § 264 Abs. 3 HGB Die in den Konzernabschluss der Nexans Deutschland GmbH einbezogenen unmittelbaren Tochterunternehmen Nexans autoelectric GmbH, Floß, Nexans Power Accessories Germany GmbH, Hof, und Elektrokontakt GmbH, Floß, nehmen die im Einzelnen in § 264 Abs. 3 HGB eingeräumten Befreiungsmöglichkeiten teilweise in Anspruch. (31) Nachtragsbericht Berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und über die gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB im Anhang zu berichten sind, liegen wie folgt vor: Der für das Geschäftsjahr 2021 geplante Verkauf des Werksgeländes Hannover wurde im Juni 2022 mit einem Buchgewinn von TEUR 54.000 realisiert. Ein Investor hat das Areal erworben und plant eine vollständige Neubebauung. Im Rahmen des Verkaufes ist vereinbart worden, für die am Standort verbliebenen Bereiche SLS und Superconductors neue Räumlichkeiten zu schaffen. Bis zur Fertigstellung (voraussichtlich im 2. Halbjahr 2023) bleiben die Bereiche in Teilen der vorhandenen Bestandsgebäude. Im Januar und Mai 2022 hat das Bundeskartellamt auf Basis eines Beschlusses des Amtsgerichts Bonn Durchsuchungen der Geschäftsräume der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaft Nexans Industrial Solutions GmbH durchgeführt. Grund der Durchsuchung ist der Verdacht wettbewerbsbeschränkender Koordinierung beim Vertrieb von Kabel und Leitungen aus Kupfer, Aluminium und Blei. Von dem Verfahren sind offenkundig auch andere Kabelhersteller betroffen. Die Untersuchungen dauern noch an. Wir sehen momentan jedoch keinen Anlass für die Bildung von Rückstellungen. Der Konzern ist durch die Beteiligungen an der Autelectricgruppe, die in der Ukraine eine Tochtergesellschaft mit Produktionskapazitäten vorhält, vom Krieg in der Ukraine betroffen. Zur Vermeidung von möglichen Lieferengpässen erfolgt in Abstimmung mit den Kunden der Autoelectric der Aufbau von zusätzlichen Fertigungsstätten in Tschechien und Tunesien. Aufgrund der der Energie- und Wirtschaftskrise kam es im laufenden Geschäftsjahr zur Ankündigung von Kostensteigerungen in allen Bereichen. Diese hatten aber noch keine merklichen Auswirkungen auf das Ergebnis. (32) Mitglieder der Geschäftsführung Herbert Moers, Diplom-Ingenieur, Korschenbroich, bis 31.7.2022 Hagen Frankenberger, M.A. (Master of Arts) Human Resources Management, ab 1.8.2022 Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung laut § 285 Nr. 9 HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die ehemaligen Geschäftsführungsorgane erhielten Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 293. Die Pensionsverpflichtungen für frühere Organmitglieder und ihre Hinterbliebenen betrugen TEUR 6.091. (33) Mitglieder des Aufsichtsrates Julien Hueber, Paris, Vorsitzender (ab 1.2.2021) Executive VP Industry Solutions & Projects BG Nexans (China) Wire and Cables Emmanuel Savary, Paris Controlling Director Europe Nexans S.A. Martin Weick, Hannover Vorsitzender des Betriebsrates des Werkes Hannover der Nexans Deutschland GmbH Günter Schwamberger, Bärnau/Thanhausen IT-/ SD Support der Nexans autoelectric GmbH Denis Seigneur (ab 1.8.2022) VP Human Resources & Communication ISP BG Maria Lorente Fraguas (ab 14.10.2022) Senior Corporate VP CHRO & CSR Nexans France Bob de Kruijf, Paris (bis 6.1.2022) General Manager Industrial Solutions Projects Europe Nexans S.A. David Dragone (bis 14.10.2022) Senior Corporate VP CHRO CSR & Communication Nexans S.A. Vincent Desalle, Paris, Vorsitzender (vom 24.1.2020 bis 15.1.2021) Senior Executive Vice President B&T Northern BG & COO Nexans S.A. Hagen Frankenberger (vom 10.1.2022 bis 1.8.2022) Country Manager & HR Germany / HR Efficiency & Talent Mngmnt (34) Bezüge des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung/gewährte Kredite Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates der ND betrug für das Geschäftsjahr TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 27). Kredite an Aufsichtsratsmitglieder wurden nicht gewährt. Die Arbeitnehmervertreter (mit Ausnahme des Vertreters der leitenden Angestellten und die Gewerkschaftsvertreter im Aufsichtsrat der Nexans Deutschland GmbH) haben erklärt, ihre Vergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen. (35) Konzernabschluss Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die ND und ihre Tochterunternehmen einbezogen sind, wird von Nexans S.A., Paris, Frankreich, erstellt und beim Tribunal de Commerce de Paris, 1 Quai de la Corse, Paris 4, hinterlegt.
Hannover, 31. Januar 2023 Nexans Deutschland GmbH Die Geschäftsführung gez. Hagen Frankenberger ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2021
AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES der Nexans Deutschland Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hannover (in Tausend Landeswährung) 1. In den Konzernabschluss gemäß § 290 Abs. 1 HGB einbezogene Gesellschaften
1) Ergebnis vor Gewinnabführung /
Verlustübernahme
Die Gesellschaft hat teilweise von der Schutzklausel nach § 313 Abs. 3 HGB bei den verbundenen Unternehmen Gebrauch gemacht, die im Einzelnen nicht genannt werden. 2. In den Konzernabschluss gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB einbezogene Gesellschaft
In der Konzernbilanz erfolgt der Ausweis unter dem Posten Beteiligungen mit dem Betrag, der dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft entspricht (TEUR 3.288; Vorjahr: TEUR 3.366). 3. In den Konzernabschluss gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht einbezogene Gesellschaften
Von der Schutzklausel des § 313 Abs. 3 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Umsatzerlöse und Bilanzsumme aller nicht einbezogenen Gesellschaften entsprechen in der Summe weniger als 10 % der jeweiligen Konzernwerte. 4. In den Konzernabschluss gemäß § 311 Abs. 2 HGB nicht einbezogene Gesellschaften
Von der Schutzklausel des § 313 Abs. 3 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Das anteilige Eigenkapital aller nicht einbezogenen assoziierten Unternehmen entspricht in der Summe weniger als 8 % des Konzerneigenkapitals. Konzernlagebericht für 2021I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die Nexans Deutschland Gruppe deckt ein umfassendes Liefer- und Leistungsprogramm für Energiekabel, Energieleiter, Drähte, Kabelzubehör und Installationen für die Marktsegmente Infrastruktur, Industrietechnik, Gebäudetechnik und Automotive ab. Hierzu zählen im Wesentlichen:
Die Nexans Deutschland Gruppe ist ein Teilkonzern der französischen Nexans S.A. Gruppe, deren Muttergesellschaft an der französischen Wertpapierbörse notiert ist. Der konsolidierte Abschluss der deutschen Nexans Gruppe umfasst neben der Nexans Deutschland GmbH 7 inländische und 12 ausländische Gesellschaften. Der Geschäftsführung der Nexans Deutschland GmbH obliegt die Leitung des deutschen Teil-Konzerns. Den einzelnen Gesellschaften stehen Geschäftsführer vor, die für die operativen Tätigkeiten verantwortlich sind. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Teil-Konzern erhöhte sich von 11.846 im Geschäftsjahr 2020 auf 12.411 im Geschäftsjahr 2021. Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl ist vorwiegend in den ausländischen Gesellschaften zu verzeichnen. Im Berichtsjahr wurde innerhalb der Nexans-Gruppe intensiv in dem Bereich Forschung und Entwicklung gearbeitet. Hervorzuheben sind hier die Aktivitäten im Bereich Automotive sowie Entwicklungsaktivitäten im Zusammenhang mit supraleitenden Kabeln. Darüber hinaus hat der deutsche Konzern weltweit Zugriff auf die Entwicklungsergebnisse der Gruppe. Der Gesamtbetrag für Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erhöhte sich auf 30,6 MEUR (Vorjahr: 27,1 MEUR), vorrangig im Bereich Automotive. Im Rahmen der Umsetzung der Konzernstrategie "Electrify the Future" hat der Nexans Konzern beschlossen, die Bereiche Industry & Solutions Projects (ISP) und Telecom in separate Gesellschaften auszugliedern. Mittelfristig sollen diese Gesellschaften an einen Investor verkauft werden. Bei der Nexans Deutschland GmbH sind davon die Aktivitäten ISP in den Werken Mönchengladbach und Nürnberg sowie aus dem Bereich Telecom der Bereich Advanced Networking Solutions am Standort Mönchengladbach betroffen. Die Ausgliederung der Bereiche erfolgte im Geschäftsjahr 2021 mit Rückwirkung zum 1.1.2021. Der Bereich Industry & Solutions Projects (ISP) wurde auf die Nexans Superconductors GmbH (nunmehr umfirmiert in Nexans Industrial Solutions GmbH) ausgegliedert, die Telecom Aktivitäten auf die Nexans Advanced Networking Solutions GmbH. Alleiniger Gesellschafter beider Gesellschaften ist die Nexans Deutschland GmbH. In Zukunft strebt der Konzern ein ausgeglichenes Ergebnis aus der verbliebenen Geschäftstätigkeit an und wird die ab 2023 budgetierten positiven Konzernergebnisse in den Bereichen Automotive sowie Industry & Solutions Projects erwirtschaften. Kurzfristig werden positive Effekte aus dem Verkauf des Werksgeländes in Hannover erwartet. Langfristig ist weiterhin geplant, Tochtergesellschaften zu veräußern. Infolge der Zinswende erwartet die Gesellschaft zudem in den nächsten Jahren eine deutliche Entlastung aus der Zinsbelastung bei den Pensionsverpflichtungen infolge von steigenden Zinssätzen. Die Restrukturierungsmaßnahmen wurden weitestgehend abgeschlossen bzw. beinhalten im Wesentlichen Nachlaufkosten. Der für das Geschäftsjahr 2021 geplante Verkauf des Werksgeländes Hannover konnte erst im 1. Halbjahr 2022 realisiert werden. Zudem haben sich die Erträge nach dem pandemiebedingten Rückgang, insbesondere im Bereich Automotive, merklich verbessert. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte eine ergebniserhöhende Fehlerkorrektur von Beständen für das Großprojekt Dolwin6 in Höhe von 28,0 MEUR aus den Vorjahren (2019: 8,8 MEUR, 2020: 19,2 MEUR). II. Wirtschaftsbericht 1. Ertragslage Der Umsatz zu aktuellen Metallpreisen belief sich im Jahr 2021 auf 929,0 MEUR (Vorjahr: 924,6 MEUR). Unter Berücksichtigung der Entkonsolidierung der Nexans Metallurgie Deutschland GmbH zum 31. Oktober 2020 (Umsatz ca. 192 MEUR) ist dies eine deutliche Steigerung. Der durchschnittliche Wert für Kupfer (LME Cash Settlement) belief sich 2021 auf 9.314,74 USD/Tonne und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 6.168,59 USD/Tonne. Der Durchschnittswert für Aluminium (LME Cash Settlement) erhöhte sich auf 2.475,49 USD/Tonne (Vorjahr: 1.701,76 USD/Tonne). Die Entwicklungen in den einzelnen Bereichen und Segmenten während des Berichtsjahres stellen sich wie folgt dar: Der Umsatz des Bereichs ISP (Industry Solution Projects), Mönchengladbach, lag leicht unter den Vorjahreswerten, aber deutlich über dem Budget. Insbesondere der Bereich Rolling Stock entwickelte sich positiv. Entsprechend positiv entwickelte sich das EBITDA. Die Auftragslage ist im Jahresverlauf deutlich angestiegen. Nach der konjunkturbedingten Schwäche im Bereich Maschinenbau (Automatisation) und den Co- vid-19 bedingten Belastungen im Bereich Automotive im Jahr 2020, haben sich die Umsätze des Bereichs ISP (Industry Solution Projects), Nürnberg, im Geschäftsjahr 2021 deutlich erhöht. Erhöhte Rohstoffkosten sowie Anlernkosten belasteten aber das Betriebsergebnis. Insgesamt lag das EBITDA über dem Vorjahr, aber unter dem Budget. Die Auftragslage ist gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Der Bereich SLS (Subsea and Land Systems) war - wie auch in den Vorjahren - durch die Restabwicklung des Großprojektes Dolwin6 geprägt. Unter Berücksichtigung der "percentage of completion" lagen Umsatz und Betriebsergebnis im Rahmen der Erwartungen. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Umsätze und das EBITDA des Bereiches Superconductor deutlich erholt, und lagen im Rahmen des Budgets. Die Umsätze der BG Autoelectric entwickelten sich gegenüber dem durch die Covid-19-Pandemie belasteten Vorjahr deutlich positiv. Insgesamt erhöhte sich das Umsatzvolumen um 24% gegenüber dem Vorjahr. Das EBITDA entwickelte sich ebenfalls deutlich positiv und lag weit über dem Vorjahr und Budget. Die Marktlinie Utilities & Operators NPAG stand 2021 unter deutlichem Kostendruck. Aufgrund der positiven Auftragsentwicklung konnte dieser aber durch erhöhte Volumina kompensiert werden. Das EBITDA lag damit leicht über Budget und Vorjahr. Der Anteil des Materialaufwandes an Umsatz und Bestandsveränderungen von fertigen und unfertigen Erzeugnissen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Prozentpunkte auf 64,6%. Die prozentuale Reduzierung ist im Wesentlichen auf die Entkonsolidierung der Nexans Metallurgie Deutschland GmbH im Oktober 2020 (mit einer relativ hohen Materialquote) sowie auf die Nachaktivierung von Beständen für das Dolwin6 Projekt zurückzuführen. Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2021 um 2,5 MEUR auf 181,0 MEUR gesunken. Die Reduzierung resultiert aus geringeren Aufwendungen für Restrukturierungen und der Entkonsolidierung der Nexans Metallurgie Deutschland GmbH im Oktober 2020. Löhne und Gehälter reduzierten sich wegen der geringeren Mitarbeiterzahl in den Hochlohnländern um 0,3 MEUR auf 154,6 MEUR (Vorjahr: 154,9 MEUR). Die sozialen Abgaben u. Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung verringerten sich um 2,2 MEUR auf 26,4 MEUR (Vorjahr: 28,6 MEUR). Die Abschreibungen haben sich im Geschäftsjahr 2021 um 0,5 MEUR auf 21,0 MEUR reduziert (Vorjahr: 21,5 MEUR). Die Investitionen für Sachanlagen beliefen sich auf 32,8 MEUR (Vorjahr: 19,5 MEUR) und waren im Wesentlichen auf Investitionen bei der BG Autoelectric zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 8,8 MEUR auf 41,0 MEUR (Vorjahr: 32,2 MEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 51,4 MEUR auf 101,6 MEUR (Vorjahr: 153,0 MEUR). Die Verringerung hat ihre Ursache im Wesentlichen in rückläufigen Restrukturierungskosten bei der Nexans Deutschland GmbH (Rückgang um 25,2 MEUR), der Entkonsolidierung der Nexans Metallurgie Deutschland GmbH (Vorjahr: mit 8,2 MEUR enthalten) sowie dem Wegfall des zusätzlichen Aufwandes für die Veräußerung der Nexans Metallurgie Deutschland GmbH in 2020 (21,3 MEUR). Das Beteiligungsergebnis erhöhte sich um 3,5 MEUR auf 6,9 MEUR (Vorjahr: 3,4 MEUR). Zinsen und ähnliche Erträge reduzierten sich um 0,3 MEUR auf 0,2 MEUR (Vorjahr: 0,5 MEUR). Zinsen und ähnliche Aufwendungen reduzierten sich um 0,2 MEUR auf 18,5 MEUR (Vorjahr: 18,7 MEUR). Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 67,7 MEUR (Vorjahr: -72,8 MEUR) und verbesserte sich damit um 140,5 MEUR gegenüber dem Vorjahr. Der Jahresüberschuss betrug 66,9 MEUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag: -73,2 MEUR). Die Veränderungen des Ergebnisvortrages aus Währungsumrechnungen belief sich auf -2,2 MEUR (Vorjahr: -6,0 MEUR). 2. Finanzlage Die liquiden Mittel reduzieren sich um 5,2 MEUR auf 10,1 MEUR (Vorjahr: 15,3 MEUR). Die Verbindlichkeiten auf dem Verrechnungskonto der Nexans Financial and Trading Services S.A. beliefen sich auf 153,5 MEUR (Vorjahr: 165,2 MEUR). Die Gesellschaften des Teilkonzerns sind weitgehend in das "Cash Pooling" System der Nexans Gruppe eingebunden. Die Finanzierung erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2019 über die Nexans Financial and Trading Services S.A. Zudem wurde im Geschäftsjahr 2012 ein Vertrag über ein "Reverse Factoring" Programm zur Finanzierung von Kathodenlieferungen abgeschlossen. Zur Deckung des sich aus der Restrukturierung ergebenden zusätzlichen Liquiditätsbedarfes hat die Nexans Deutschland GmbH ein Darlehen mit Rangrücktritt in Höhe von 125 MEUR von der Nexans Financial and Trading Services S.A. erhalten. Die Liquidität des deutschen Teilkonzerns ist damit gesichert. Zur Reduzierung von Währungsrisiken aus Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie zur Absicherung von NE-Metallen, die auf einem Grundgeschäft basieren, werden Termingeschäfte abgeschlossen. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,1 MEUR auf 533,4 MEUR (Vorjahr: 536,5 MEUR). Das Anlagevermögen erhöhte sich um 13,5 MEUR auf 198,6 MEUR (Vorjahr: 185,1 MEUR). Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 45,8 MEUR auf 286,8 MEUR (Vorjahr: 241,0 MEUR), was im Wesentlichen auf einen Anstieg bei den unfertigen Erzeugnissen zurückzuführen ist. Der Posten aktive Rechnungsabgrenzung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr auf 11,3 MEUR (Vorjahr: 9,0 MEUR). Die Rückstellungen reduzierten sich merklich um 14,0 MEUR auf 246,4 MEUR (Vorjahr: 260,4 MEUR). Die Reduzierung ist im Wesentlichen auf den Verbrauch der Restrukturierungsrückstellungen (12,9 MEUR) bei der Nexans Deutschland GmbH zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 8,6 MEUR auf 284,7 MEUR (Vorjahr: 276,1 MEUR). Während sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 26,4 MEUR auf 77,0 MEUR erhöhten (Vorjahr: 50,6 MEUR), reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 11,5 MEUR auf 195,9 MEUR (Vorjahr: 207,4 MEUR). Die Vermögenslage des Konzerns sowie auch die wesentlichen Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind in 2021 nicht von wesentlichen Wechselkurs- oder Inflationseinflüssen betroffen. Neben dem oben erwähnten Darlehen mit Rangrücktritt bestehen im Konzern keine wesentlichen nicht genutzten Kreditlinien. Der Konzern nimmt an einem Cash-Pool-Verfahren der Nexans S.A. Gruppe teil und finanziert sich hieraus. Insgesamt ist die Vermögenslage nicht zufriedenstellend, aber noch durch langfristiges und gesichertes Fremdkapital gedeckt. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung der Gesellschaft herangezogen werden, dienen die Entwicklung des EBITDA in Prozent vom Umsatz zu Standard-Metallwerten sowie das OWC (OWC = Operating Working Capital, betriebsnotwendiges Kapital) in Prozent vom Umsatz zu aktuellen Metallwerten basierend auf IFRS Kennzahlen. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das EBITDA um 2,9 Prozentpunkte auf 8,4%. Das OWC erhöhte sich um 1,2% und lag im Geschäftsjahr 2021 bei 10,5%. Gegenüber der Vorjahresprognose hat sich das EBITDA merklich verbessert (+1,7%). Das OWC verringerte sich gegenüber der Vorjahresplanung um 1,4 Prozentpunkte. Bei den nichtfinanziellen Leistungsfaktoren liegt ein besonderer Schwerpunkt bei der Vermeidung von Arbeitsunfällen. Auftretende Arbeitsunfälle werden umgehend bewertet und entsprechende Korrekturmaßnahmen eingeleitet. Die Messung erfolgt dabei auf Werksebene. Weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Einhaltung des "Nexans Code of Ethics and Business Conduct", zu dem jeder Mitarbeiter verpflichtet wird. Zudem wird innerhalb der Nexans Gruppe eine jährliche Compliance-Woche durchgeführt. In dieser sind für einen definierten Mitarbeiterkreis verpflichtende Schulungen zu den Themen Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung durchzuführen. Ein weiterer Fokus liegt bei uns auf der Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter. Weitere Leitlinien sind für uns die Chancengleichheit, die Achtung der Menschenrechte und die stete Schulung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. III. Nachtragsbericht Es gibt folgende berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten und gemäß § 314 Abs.1 Nr. 25 HGB im Anhang darzustellen sind: Der für das Geschäftsjahr 2021 geplante Verkauf des Werksgeländes Hannover wurde im Juni 2022 realisiert. Ein Investor hat das Areal erworben und plant eine vollständige Neubebauung. Im Rahmen des Verkaufes ist vereinbart worden, für die am Standort verbliebenen Bereiche SLS und Superconductors neue Räumlichkeiten zu schaffen. Bis zur Fertigstellung (voraussichtlich im 2. Halbjahr 2023) bleiben die Bereiche in Teilen der vorhandenen Bestandsgebäude. Im Januar und Mai 2022 hat das Bundeskartellamt auf Basis eines Beschlusses des Amtsgerichts Bonn Durchsuchungen der Geschäftsräume der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaft Nexans Industrial Solutions GmbH durchgeführt. Grund der Durchsuchung ist der Verdacht wettbewerbsbeschränkender Koordinierung beim Vertrieb von Kabel und Leitungen aus Kupfer, Aluminium und Blei. Von dem Verfahren sind offenkundig auch andere Kabelhersteller betroffen. Die Untersuchungen dauern noch an. Wir sehen momentan keinen Anlass für die Bildung von Rückstellungen. Die BG Autoelectric ist durch den Ukrainekrieg unmittelbar betroffen. Zwei Fertigungsstätten befinden sich in der Ukraine. Zur Sicherstellung der Kapazitäten werden zusätzliche Kapazitäten in Tschechien und Tunesien neu aufgebaut. Der Aufbau erfolgte in Abstimmung mit den Kunden. Die Werke in der Ukraine produzieren momentan weiter. Aufgrund der Energie- und Wirtschaftskrise kam es im laufenden Geschäftsjahr zur Ankündigung von Kostensteigerungen in allen Bereichen. Diese hatten aber noch keine merklichen Auswirkungen auf das Ergebnis. IV. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Die Gesellschaft setzt ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem ein. Das Risikomanagementsystem ist in einer separaten Verfahrensanweisung der Gesellschaft geregelt. In den Rahmenbedingungen wird auf die Risikosensibilisierung, die Kommunikationsstruktur sowie Kompetenzen und Aufgabenbeschreibungen eingegangen. Der Risikomanagementprozess beschreibt die Generierung risikorelevanter Informationen, die Risikoidentifikation und -definition, Frühwarnindikatoren für unternehmensrelevante Risiken, eine Indikatoranalyse, Risikobewertung und Risikoklassifizierung, Risikosteuerung, Risikobeauftragte sowie die Beschreibung der Risiken in den relevanten ad hoc Berichten sowie im Jahresbericht für die französische Börsenaufsicht. Dieser wird an unsere Muttergesellschaft weitergeleitet. Die Rechnungslegungsprozesse werden in einer umfangreichen Dokumentation beschrieben. Neben entsprechenden Kontierungsvorschriften ist der Ablauf der Arbeiten in Prozessbeschreibungen definiert. Der Abschluss wird vom Controlling und der Finanzbuchhaltung parallel erstellt, um mögliche Abweichungen zu identifizieren. Im Rahmen des Kontrollprozesses wird insbesondere auch auf die Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips geachtet. Dieses ist in einer separaten Verfahrensanweisung geregelt und wird laufend aktualisiert. Die Zugriffsrechte für das eingesetzte EDV-System sind ebenfalls klar definiert. Zusätzlich finden durch die Revisionsabteilung der Muttergesellschaft regelmäßige Audits statt. Die sich hieraus ergebenden Verbesserungsmaßnahmen werden von den einzelnen Konzerngesellschaften nachverfolgt und umgesetzt. Zudem wird insbesondere auch auf die Einhaltung der Compliance Regularien geachtet. Hierfür werden verbindliche Schulungen und E-Learnings eingesetzt und definierte Mitarbeitergruppen werden auf die Einhaltung der Regeln schriftlich verpflichtet. V. Chancen- und Risikobericht Die Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich sind im abgelaufenen Geschäftsjahr durch regelmäßige Informationen des Managements erfüllt worden. Als Bestandteil des Monatsberichtes wurden für sämtliche operativen und zentralen Bereiche spezielle Risikoberichte erstellt, die bei Strategie-, Planungs- und Budgetierungsprozessen Berücksichtigung finden. Für das Geschäftsjahr 2022 wurden die Risiken und Chancen in der Planung berücksichtigt. Chancen Die Restrukturierungsmaßnahmen und Kapazitätsanpassungen werden zu einer Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft beitragen. Hieraus können sich insbesondere bei der Auftragsakquise positive Effekte ergeben. Insbesondere die Schließung des Werkes Hannover führt zu einer deutlichen Reduzierung der Fixkostenbelastung. Die Einbindung der Gesellschaft in den Nexans Konzern und das damit verbundene Netzwerk ermöglichen den Zugriff auf Entwicklungsleistungen innerhalb der Gruppe und stellen für die Gesellschaft ein deutliches Chancenpotential dar. Bei einer positiven Entwicklung des Gesamtmarktes ergäben sich hieraus grundsätzlich auch weitere positive Entwicklungsmöglichkeiten. Risiken Zu den Risiken im Vertriebsbereich zählen hauptsächlich die Verschärfung des Wettbewerbs auf den deutschen und internationalen Märkten, insbesondere bei Energiekabeln und Standardleitungen. Große Kunden im Bereich der Energietechnik sind von den Auswirkungen der Energiewende (Ausstieg aus der Kernenergie) betroffen. Dieser Kundenkreis ist zur Reduzierung von Ausgaben gezwungen, was mittelfristig zu Rückgängen von Investitionen führen kann. Aus der Abwicklung von Großprojekten bestehen insbesondere Risiken bei nicht termingerechter Bereitstellung der Lieferungen und Leistungen aufgrund von vereinbarten Pönalen sowie technische Risiken bei der Produktion neuer Kabeldesigns. Hiervon ist insbesondere der Bereich SLS betroffen. Zudem bestehen weiterhin Risiken aus den Unsicherheiten der Covid-19-Pandemie. Es wurden weitgehende Maßnahmen zur Reduzierung der Ansteckungsgefahr durch Covid-19 in den Werken implementiert. Die Gefahr eines pandemischen Ausbruchs kann aber nicht vollständig eliminiert werden. Weiterhin bestehen große Abhängigkeiten von Vorlieferanten, die ebenfalls von pandemischen Ausbrüchen betroffen sein können bzw. bei denen es aufgrund der ansteigenden Auftragslage zu Kapazitätsengpässen kommen kann. Eine zunehmende Verschlechterung der konjunkturellen Entwicklung mit entsprechenden Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation unserer Kunden aufgrund der Unsicherheiten an den Finanz- und Realmärkten würde zu einer weiteren Erhöhung der Risiken führen. Insbesondere eine Verknappung der Rohstoffe mit entsprechenden Auswirkungen auf Lieferungen und Preise zählt hierzu. Daraus resultierende negative Auswirkungen auf das Nachfrageverhalten und damit auch auf Umsatz und Ergebnis können nicht abschließend beurteilt werden. Der Konzern ist direkt über die Autoelectric Gruppe vom Ukraine-Krieg betroffen. Entsprechende Auswirkungen sind im Nachtragsbericht dargestellt. Inwieweit eine Ausweitung des Krieges zu negativen Effekten führt, kann abschließend nicht abgeschätzt werden. Im Umweltbereich bestehen bekannte Risiken auf den Grundstücken des ehemaligen Werkes in Duisburg aufgrund von Bodenbelastungen. Hierfür wurden Rückstellungen bereits in Vorjahren gebildet. Im Hinblick auf die Schließung und Veräußerung des Standortes Hannover wurden im Rahmen der Restrukturierungsrückstellung Kosten für den Abbruch und die Entsorgung von möglichen Altlasten berücksichtigt. Nach dem Verkauf im Geschäftsjahr 2022 wurden die Rückstellungen ertragswirksam aufgelöst, da mit keiner Inanspruchnahme mehr gerechnet wird. Ein erhebliches Risiko stellen die Rohstoffverfügbarkeit und die diesbezügliche Preisentwicklung dar. Das Beschaffungsrisiko betrifft insbesondere Isolier- und Mantelmaterialien für die Kabelfertigung (wie z.B. Polyethylene oder Fluorpolymere) mit teilweiser Abhängigkeit vom Rohölpreis und dessen Beeinflussung durch mögliche weltpolitische Entwicklungen. Ein Preisrisiko besteht zudem in vielen indirekten Bereichen (wie z.B. bei Holz- und Stahlpreisen). Bei einer weiteren Verknappung von Transportkapazitäten ist mit erhöhtem Transportaufwand zu rechnen. Die aufgrund der Ukrainekrise angestiegenen Energiekosten werden das Ergebnis negativ belasten. Es kann nicht sicher abgeschätzt werden, ob diese Kostenerhöhungen zeitnah im Markt weitergegeben werden können. Bei Rohstoffpreisminderungen besteht umgekehrt die Gefahr, dass diese von Wettbewerbern als Rabatte genutzt werden, mit entsprechenden Auswirkungen auf das Geschäft. Beides würde das Ergebnis beinträchtigen. Die sich aus der Covid-19-Pandemie ergebenden Risiken sind weiterhin schwer abzuschätzen. Bisher gibt es weder im Geschäftsjahr 2021 noch in 2022 merkliche Auswirkungen. Es kam vielmehr zu Nachholeffekten. Die vorstehend genannten Risiken basieren auf dem heutigen Kenntnisstand. Neue Markterkenntnisse und daraus resultierende Veränderungen fließen kontinuierlich in die Bewertung ein. Soweit wirtschaftlich sinnvoll, erfolgt eine Übertragung ausgewählter Risiken auf Versicherungsunternehmen. Im Rahmen der Geschäftstätigkeit Kabelproduktion und -vertrieb bestehen Währungsrisiken und Preisrisiken hinsichtlich Terminierung und Erwerb von Kupfer und Aluminium als Produktionsmaterial sowie hinsichtlich des anschließenden Verkaufs in den Endprodukten. Da Preisrisiken nicht vollständig an den Markt weitergegeben werden können, verbleibt ein Restrisiko im Unternehmen. Zu dessen Begrenzung werden Termingeschäfte abgeschlossen. Der Abschluss der Verträge erfolgt ausschließlich auf der Basis vorhandener Aufträge bzw. durch konkrete Planungen unterlegter Geschäfte. Zur Reduzierung von Währungsrisiken aus Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sämtliche Geschäfte dieser Art sind in sich geschlossen. Im Hinblick auf ein striktes Risikomanagement werden Derivate nur zur Reduzierung von Risiken in Verbindung mit dem operativen Geschäft abgeschlossen. VI. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2022 erwartete das ifo Institut in seinem Konjunkturausblick im Dezember 2022 eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 1,8%. Basierend auf der Budgetplanung 2022 plant der deutsche Teilkonzern für das Geschäftsjahr 2022 eine Umsatzerhöhung um 3,9%. Eine deutliche Umsatzsteigerung wird in insbesondere im Bereich Automotive (+11,8%) erwartet. Demgegenüber wird ein rücklaufendes Projektgeschäft insbesondere als Folge der Schließung des Standortes Hannover erwartet. Auf Basis der Umsatzplanung soll sich das EBITDA um 0,8 Prozentpunkte verbessern. Für das OWC wurde eine Rate von 12% budgetiert. Basierend auf den letzten Abschätzungen im III. Quartal 2022 wird der Umsatz 3,7 Prozent über der Budgeterwartung liegen. Das EBITDA wird aufgrund der zusätzlichen Kosten für den Aufbau der neuen Werke im Bereich Automotive voraussichtlich unter dem Budget, aber auf Vorjahresniveau liegen. Die Auftragslage ist auf einem zufriedenstellenden Niveau. Die Lieferengpässe bei den Rohstoffen konnten bisher kompensiert werden. Inwieweit es auf der Lieferanten- oder auch Kundenseite kurz- oder mittelfristig zu Engpässen kommt, kann aus heutiger Sicht nicht verlässlich abgeschätzt werden. Insgesamt erwartet der Konzern für das Geschäftsjahr 2022 ein positives Ergebnis. Aus dem Verkauf des Werksgeländes in Hannover tritt ein nennenswerter Ergebniseffekt von rund 54 MEUR ein. Damit wird sich der Bilanzverlust weiter verringern. Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet das ifo Institut in seinem Konjunkturausblick ein schrumpfendes Bruttoinlandsprodukt von -0,1 %. Auf Basis der ersten Budgetabschätzungen erwartet der deutsche Teilkonzern für 2023 ein steigendes Umsatzvolumen im Vergleich zu 2022 in Höhe von ca. 10% und eine deutliche Verbesserung des EBITDA. VII. Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass, gemäß der anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze, der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Hannover, 31. Januar 2023 Die Geschäftsführung gez. Hagen Frankenberger I. Erklärung über die Festlegung gemäß § 289f Abs. 4 S. 1 HGB über Zielgrößen für den Frauenanteil und Fristen für deren Erreichung Ein Fokus unserer Personalstrategie ist es, qualifizierte Frauen zu gewinnen und zu fördern. Der Gesellschafter hat am 21. Dezember 2021 für die Geschäftsführung eine Zielgröße von 0 Frauen und für den Aufsichtsrat von einer Frau, beides mit Umsetzungsfrist bis zum 31. Dezember 2026, beschlossen. Hintergrund für die Festlegung der Zielgröße von 0 Frauen in der Geschäftsführung ist, dass es sich um eine ein-köpfige Geschäftsführung handelt und die Besetzung durch eine Frau nicht sichergestellt werden kann. Mit Wirkung zum 14.10.2022 wurde Frau Maria Lorente Fraguas in den Aufsichtsrat bestellt. Damit ist dieser augenblicklich mit einer Frau besetzt. Damit ist die festgelegte Zielgröße für den Aufsichtsrat erreicht. Die Geschäftsführung hat bis zum Ende des Jahres 2025 für die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von einer Frau und für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße zwei Frauen festgelegt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Nexans Deutschland GmbH, Hannover Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Nexans Deutschland GmbH, Hannover, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzern- Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Nexans Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die in einem gesonderten Abschnitt des Konzernlageberichts enthaltene Versicherung der gesetzlichen Vertreter sowie die in einer Anlage zum Konzernlagebericht enthaltene Erklärung über die Festlegungen gemäß § 289f Abs. 4 S. 1 HGB über Zielgrößen für den Frauenanteil und Fristen für deren Erreichung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Restrukturierungsprogramm Bridge Wir machen auf die Ausführungen in Abschnitt 1 - Vorbemerkungen - des Konzernanhangs sowie im Konzernlagebericht in I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen aufmerksam, in welchen die Geschäftsführung zur Überschuldung sowie den in Vorjahren eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen Stellung nimmt. Der Konzern hat in 2021 einen Jahresüberschuss von 66,9 MEUR erwirtschaftet (Vorjahr: Fehlbetrag von 73,2 MEUR) und ist unverändert zum 31. Dezember 2021 bilanziell überschuldet. Das negative Eigenkapital beträgt zum Stichtag 36,6 MEUR (Vorjahr: 101,3 MEUR). Zur Deckung des sich aus der Restrukturierung ergebenden zusätzlichen Liquiditätsbedarfes hat die Muttergesellschaft ein Nachrangdarlehen von der Nexans Financial and Trading Services S.A. in Höhe von 125 MEUR erhalten. Für das Geschäftsjahr 2022 plant der Konzern unter Einbeziehung des Veräußerungserlöses des Geschäftsgrundstücks in Hannover einen Jahresüberschuss von rund 90 MEUR. Der Konzern deckt bestehenden Liquiditätsbedarf durch Mittel aus der mit der Nexans Financial and Trading Services S.A. geschlossenen Cashpool-Vereinbarung. Auch für die Geschäftsjahre ab 2023 plant der Konzern positive Jahresergebnisse, die infolge der Restrukturierungsmaßnahmen, der erfolgten Abwicklung der verlustbringenden Aufträge im Bereich Langfristfertigung, der geplanten Effizienzsteigerungen und Kapazitätsanpassungen erzielt werden sollen. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir hierzu weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 1. März 2023 Mazars
GmbH & Co. KG
gez. Pierre Zapp, Wirtschaftsprüfer gez. Regine Hoffmann, Wirtschaftsprüferin HRB 60648Billigung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 der Nexans Deutschland GmbH wurde in der Gesellschafterversammlung vom 21. März 2023 gebilligt. |
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