CARGO LINE
GmbH
Dietzenbach
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009
Lagebericht
CARGO LINE GmbH, Dietzenbach
Geschäfts- und Rahmenbedingungen:
Die Folgen der Konjunktur- und Finanzkrise nehmen
unverändert unmittelbaren Einfluss auf die Nachfrage
nach logistischen Dienstleistungen. Im dritten,
insbesondere vierten Quartal 2008 waren die ersten
Auswirkungen bereits zu spüren, was sich dann in 2009
fortsetzte. Die zu transportierenden Mengen sind
branchenweit in 2009 sehr stark zurückgegangen.
Für die CARGO LINE-Partner war die größte
Herausforderung, die Kapazitäten entsprechend dieser
Entwicklung anzupassen. Aufgrund der mittelständischen
Strukturen ist dies flexibel und zeitnah geschehen, so
dass, trotz aller Befürchtungen, nur ein
Partnerunternehmen Insolvenz anmelden musste. Die
Gründe der Insolvenz lagen jedoch nicht nur in der
gesamtwirtschaftlichen Krisensituation.
Dennoch ist in vielen Partnerunternehmen die
wirtschaftliche Situation entsprechend angespannt und das
Niveau der Ergebnisse in 2009 i.d.R. unter dem Niveau von
2008. Für die gesamte CARGO LINE-Gruppe gab es
marktbedingt einen Mengenrückgang, der jedoch geringer
ausfiel, als es branchenüblich war. Hier hat sich der
gute Branchenmix im Kundenbereich bewährt. Es gab
weniger Abhängigkeiten im Bereich der
Automotive-Branche und deren Zulieferer. Festzustellen ist
jedoch, dass es bedeutende regionale Unterschiede gegeben
hat, da die stark von der Krise betroffenen Branchen sich
eher im Süden und Westen Deutschlands befinden.
Der Mengenrückgang führte in der
Transportbranche zu freien Kapazitäten, was sich im
Wettbewerb dadurch negativ auswirkte, dass über den
Kundenpreis versucht wurde, neues Volumen zu generieren
bzw. bestehendes zu halten. Somit gibt es über alle
Partner den Effekt, dass der Umsatzrückgang höher
als der Mengenrückgang ausgefallen ist. Durch die
geringere Menge und geringeren Margen war es zwingend
notwendig, Anpassungen in den Geschäftsprozessen und
damit Maßnahmen zu Kostensenkungen vorzunehmen. Nur
aufgrund dieser Konsequenzen und zeitnahen
Kostenreduzierungen war es möglich, noch akzeptable
Renditen zu erwirtschaften. Einen Teil des
Mengenrückgangs konnte durch Gewinnung von CARGO LINE
Key Account Kunden kompensiert werden. Dies ist erfreulich,
da es zeigt, dass das Key Account Management erfolgreich
ist und das Geschäftsmodel vom Markt auch stärker
nachgefragt wird.
Insgesamt war 2009 durch das Ausscheiden von
fünf ehemaligen ABX-Standorten geprägt. Die
Standorte wurden im Frühjahr (2), im Sommer (2) und
zum Jahresende 2009 (1) durch neue Partnerunternehmen
ersetzt. Am Platz Frankfurt (ehemals ABX Dietzenbach) war
es marktbedingt nicht möglich, einen neuen
Mittelständler aufzunehmen, so dass sich CARGO LINE,
gemeinsam mit einem mittelständischen Spediteur, mit
der Neugründung der Hofmann Cargo GmbH & Co. KG
selbst engagiert hat. Dies war für CARGO LINE
notwendig, um am Standort keinen "weißen Fleck" zu
haben. Die CARGO LINE Geschäftsanteile an der STG
Logistik wurden planmäßig - aufschiebend bedingt
- Ende 2009 an die Mitgesellschafter veräußert.
Die aufschiebende Bedingung ist im ersten Quartal 2010
eingetreten, so dass der Eigentumsübergang in 2010
vollzogen wurde.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:
1. Vermögenslage
In der folgenden Übersicht sind die
zusammengefassten Bilanzzahlen zum 31. Dezember 2009
nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten
geordnet und den entsprechenden Zahlen des Vorjahres
gegenübergestellt:
|
31.
Dezember
|
Vorjahr
|
Verände-
|
|
2009
|
|
rung
|
|
TEUR
|
%
|
TEUR
|
%
|
TEUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände, Sachanlagen und
Finanzanlagen
|
598
|
6,2
|
415
|
5,1
|
183
|
Umlaufvermögen
|
|
|
|
|
|
Vorräte
|
41
|
0,4
|
19
|
0,2
|
22
|
Liefer- und Leistungs-
forderungen
|
3.642
|
37,7
|
3.700
|
45,1
|
-58
|
Flüssige Mittel
|
5.273
|
54,6
|
4.019
|
48,9
|
1.254
|
Übrige Aktiva
|
104
|
1,1
|
61
|
0,7
|
43
|
|
9.060
|
93,8
|
7.799
|
94,9
|
1.261
|
Aktiva
|
9.658
|
100,0
|
8.214
|
100,0
|
1.444
|
Eigenkapital
|
|
|
|
|
|
Gezeichnetes Kapital
|
755
|
7,8
|
755
|
9,2
|
0
|
Gewinnrücklagen
|
355
|
3,7
|
355
|
4,3
|
0
|
Bilanzverlust /-gewinn
|
-1.031
|
-10,7
|
-1.050
|
-12,8
|
19
|
|
79
|
0,8
|
60
|
0,7
|
19
|
Fremdkapital
|
|
|
|
|
|
Rückstellungen
|
3.082
|
31,9
|
1.625
|
19,8
|
1.457
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
4.414
|
45,7
|
4.415
|
53,7
|
-1
|
Übrige Passiva
|
2.083
|
21,6
|
2.114
|
25,8
|
-31
|
|
9.579
|
99,2
|
8.154
|
99,3
|
1.425
|
Passiva
|
9.658
|
100,0
|
8.214
|
100,0
|
1.444
|
Die Bilanzsumme der CARGO LINE ist im
Vorjahresvergleich um TEUR 1.444 bzw. 17,6% gestiegen.
Dabei sind auf der Aktivseite - infolge des positiven
Mittelzuflusses aus der laufenden
Geschäftstätigkeit - die Flüssigen Mittel um
TEUR 1.254 gestiegen. Auf der Passivseite haben sich die
Rückstellungen um TEUR 1.457 erhöht.
2. Finanzlage
Die nachstehende verkürzte Kapitalflussrechnung
stellt die eingetretene Veränderung des
Finanzmittelbestandes dar.
|
2009
|
2008
|
|
TEUR
|
TEUR
|
Mittelzufluss aus
laufender Geschäftstätigkeit
|
1.606
|
233
|
Mittelabfluss aus der
Investitionstätigkeit
|
-342
|
-126
|
Mittelabfluss aus der
Finanzierungstätigkeit
|
-10
|
970
|
Zahlungswirksame
Veränderungen des Finanzmittelbestandes
|
1.254
|
1.077
|
Finanzmittelbestand am
Anfang der Periode
|
4.019
|
2.942
|
Finanzmittelbestand am Ende der Periode
|
5.273
|
4.019
|
Die Darstellung zeigt, dass sich der
Finanzmittelbestand im Jahr 2009 um rd.
EUR 1,25 Mio. auf fast EUR 5,3 Mio. erhöht
hat. Die Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft war im
Geschäftsjahr 2009 aufgrund dieses hohen Bestandes an
flüssigen Mitteln jederzeit gewährleistet.
3. Ertragslage
Die folgende Darstellung zeigt die Ertragslage der
Gesellschaft im Vorjahresvergleich; hierbei sind die
Umsatzerlöse, die sonstigen betrieblichen Erträge
und die Materialaufwendungen zum Rohergebnis
zusammengefasst.
|
Geschäftsjahr 2009
|
Vorjahr
|
Veränderung
|
|
TEUR
|
%
|
TEUR
|
%
|
TEUR
|
%
|
Rohergebnis
|
4.172
|
100,0
|
4.114
|
100,0
|
58
|
1,4
|
Personalaufwendungen
|
1.466
|
28,4
|
1.170
|
28,4
|
296
|
25,3
|
Abschreibungen
|
101
|
1,9
|
80
|
1,9
|
21
|
26,3
|
Übrige Aufwendungen
|
2.463
|
63,7
|
2.619
|
63,7
|
-156
|
-6,0
|
Betriebsergebnis
|
142
|
6,0
|
245
|
6,0
|
-103
|
-42,0
|
Finanzergebnis
|
46
|
|
53
|
|
-7
|
|
Außerordentliches
Er- gebnis
|
0
|
|
-926
|
|
926
|
|
Jahresergebnis
vor Steuern
|
188
|
|
-628
|
|
816
|
|
Steueraufwand
|
169
|
|
80
|
|
-89
|
|
Jahresergebnis
|
19
|
|
-708
|
|
727
|
|
Das Rohergebnis der Gesellschaft hat sich im
Vorjahresvergleich um TEUR 58 bzw. 1,4% erhöht. Da die
Betriebsaufwendungen im Vergleich hierzu mit TEUR 161 bzw.
4,2% überproportional gestiegen sind, hat sich das
Betriebsergebnis um TEUR 103 verschlechtert. Unter
Berücksichtigung des Finanzergebnisses (+ TEUR 46)
sowie des Steueraufwandes (TEUR 169) ergibt sich ein
Jahresüberschuss von TEUR 19 (Vorjahr:
Jahresfehlbetrag TEUR 708).
Chancen- und Risikoeinschätzung:
Risiken für die CARGO LINE ergeben sich
weiterhin aus der Konjunktur- und Finanzkrise. Deren
Auswirkungen werden sich auch in 2010 fortsetzen und zu
spüren sein. Eine Vorhersage der konjunkturellen
Entwicklung in 2010 ist sehr schwer, so dass CARGO LINE
zunächst von einer stabilen Mengenentwicklung in 2010
ausgeht. Absehbar ist, dass es auch weiterhin einen
verschärften Wettbewerb geben wird, so dass für
CARGO LINE und die CargoLine-Betriebe auch in 2010 die
Kosten im Fokus stehen. Falls entsprechende
Kostenanpassungen - bei gleichzeitiger Stagnation oder
sogar weiterem Rückgang der transportierten Mengen und
erzielbaren Margen - bei den CARGO LINE-Partnern
nicht erfolgen können, besteht für die CARGO LINE
das Risiko, diese Partner unterstützen zu müssen
oder - sollte ein Partner ausfallen - einen neuen Partner
suchen zu müssen, um die Funktionsfähigkeit des
Netzwerkes uneingeschränkt aufrecht zu erhalten. Ein
weiteres Risiko könnte sich für die CARGO LINE
ergeben, wenn in einem anhängigen Schadensfall der
volle geltend gemachte Schaden von EUR 1,6 Mio. alleine von
CARGO LINE zu tragen wäre; die
Geschäftsführung geht - in Abstimmung mit ihrem
Rechtsvertreter - davon aus, dass aufgrund der ersten
mündlichen Gerichtsverhandlungen sowie diverser
Rückgriffsrechte höchstens mit einem Schaden
für die CARGO LINE von TEUR 200 zur rechnen ist, der
durch eine entsprechende Rückstellung bilanziell
berücksichtigt wurde.
Neben der eher verhaltenen wirtschaftlichen Prognose,
gibt es auch evtl. Risiken durch veränderte politische
Maßnahmen, wie z.B. weitere Mauterhöhungen etc.
Trotz aller Kosteneinsparungsmaßnahmen wird
sich CARGO LINE auch in 2010 um strategisch wichtige Themen
kümmern. Hier geht es insbesondere um zukünftige
EDV-Lösungen, um die Effizienz zu erhöhen und die
Gesamtkosten mittelfristig zu senken. Ferner sieht die
CARGO LINE Chancen in der Entwicklung von neuen Ideen und
Innovationen, mit denen sich CARGO LINE vom Wettbewerb
abheben wird.
Prognose:
Die momentane wirtschaftliche Situation wird sich
auch auf die Weiterentwicklung der CargoLine-Betriebe
auswirken. Somit ist für die CARGO LINE nach wie vor
die Netzwerkstabilität eines der wichtigsten Themen.
Die betriebswirtschaftliche Entwicklung kann dazu
führen, dass CargoLine-Standorte ausfallen bzw.
massive Unterstützung von der CARGO LINE
benötigen.
Unabhängig der konjunkturbedingten
wirtschaftlichen Krise ist zu erkennen, dass CARGO LINE im
Vergleich zu Netzwerken der Konzerne, aber auch Netzwerke
der anderen Mittelstandskooperationen, sehr gut aufgestellt
ist. Dies wirkt sich dann auch in erhöhter
Kundennachfrage aus und wird dazu führen, dass sich
CARGO LINE auch in 2010 besser als der Markt entwickeln
wird.
Trotz aller zu erwartenden
Unterstützungsmaßnahmen erwartet CargoLine in
2010 ein positives Ergebnis.
Dietzenbach, den 06. Mai 2010
Jörn Peter Struck
Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2009
EUR |
31.12.2008
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
597.537,14 |
414.683,57 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
41.549,50 |
61.494,00 |
| 1.
sonstige immaterielle
Vermögensgegenstände |
41.549,50 |
61.494,00 |
| II.
Sachanlagen |
213.450,00 |
124.640,00 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
213.450,00 |
124.640,00 |
| III.
Finanzanlagen |
342.537,64 |
228.549,57 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
86.250,00 |
25.000,00 |
| 2.
sonstige Finanzanlagen |
256.287,64 |
203.549,57 |
| B.
Umlaufvermögen |
9.030.889,86 |
7.799.582,00 |
| I.
Vorräte |
40.558,03 |
18.900,85 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
3.662.234,78 |
3.706.905,12 |
| 1.
sonstige Vermögensgegenstände |
3.662.234,78 |
3.706.905,12 |
| III.
Wertpapiere |
55.100,00 |
55.100,00 |
| 1.
eigene Anteile |
55.100,00 |
55.100,00 |
| IV.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
5.272.997,05 |
4.018.676,03 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
29.305,21 |
0,00 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
9.657.732,21 |
8.214.265,57 |
Passiva
|
|
31.12.2009
EUR |
31.12.2008
EUR |
| A.
Eigenkapital |
79.294,85 |
59.958,92 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
755.100,00 |
755.100,00 |
| II.
Gewinnrücklagen |
355.100,00 |
355.100,00 |
| III.
Verlustvortrag |
1.050.241,08 |
342.366,14 |
| IV.
Jahresüberschuss |
19.335,93 |
-707.874,94 |
| B.
Rückstellungen |
3.082.265,20 |
1.625.225,40 |
| C.
Verbindlichkeiten |
6.310.297,75 |
6.529.081,25 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
38,73 |
36,04 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
6.310.259,02 |
6.529.045,21 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
185.874,41 |
0,00 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
9.657.732,21 |
8.214.265,57 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2009 - 31.12.2009
EUR |
1.1.2008 - 31.12.2008
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
4.172.464,02 |
4.113.684,80 |
| 2.
Personalaufwand |
1.466.032,31 |
1.170.295,46 |
| a)
Löhne und Gehälter |
1.311.355,29 |
1.023.879,38 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
154.677,02 |
146.416,08 |
| davon
für Altersversorgung |
3.018,84 |
2.808,84 |
| 3.
Abschreibungen |
101.183,57 |
80.082,13 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf
aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung
und Erweiterung des Geschäftsbetriebs |
101.183,57 |
80.082,13 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
2.404.835,36 |
2.618.692,41 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
62.673,37 |
79.334,64 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
16.922,06 |
26.000,18 |
| 7.
Aufwendungen aus Verlustübernahme |
57.626,37 |
0,00 |
| 8.
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit |
188.537,72 |
297.949,26 |
| 9.
außerordentliche Aufwendungen |
0,00 |
925.810,80 |
| 10.
außerordentliches Ergebnis |
0,00 |
-925.810,80 |
| 11.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
167.405,79 |
68.275,40 |
| 12.
sonstige Steuern |
1.796,00 |
11.738,00 |
| 13.
Jahresüberschuss |
19.335,93 |
-707.874,94 |
Anhang
der Firma
CARGO LINE GmbH, Dietzenbach
a. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten
abzüglich planmäßiger Abschreibungen
aktiviert. Die Abschreibungen für die immateriellen
Vermögensgegenstände wurden nach der linearen
Methode ermittelt. Das Sachanlagevermögen wurde nach
der linearen und - soweit es sich um Zugänge vor dem
01.01.2008 handelt - der degressiven Abschreibungsmethode
abgeschrieben; die Abschreibungsdauer beträgt 3 bis 13
Jahre. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren
Anschaffungskosten EUR 150,00 aber nicht EUR 1.000,00
übersteigen, wurde gemäß § 6 Abs. 2 a
EStG ein Sammelposten gebildet, der über fünf
Jahre gleichmäßig erfolgswirksam aufgelöst
wird. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten
bewertet.
Die Vorräte sind zu den Anschaffungskosten
bewertet. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände erfolgte zu den Nennwerten,
wobei bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Einzel- und Pauschalwertberichtigungen abgesetzt wurden.
Die Wertpapiere sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert ausgewiesen.
Das gezeichnete Kapital und die Gewinnrücklagen
sind mit dem Nennbetrag angesetzt.
Die Bemessung der Rückstellungen wurde nach den
Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung vorgenommen und trägt allen erkennbaren
Risiken angemessen und ausreichend Rechnung.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem
Rückzahlungsbetrag angesetzt.
b. Einzelangaben zur Bilanz
Die Zusammensetzung und Entwicklung des
Anlagevermögens geht aus dem Anlagenspiegel
hervor (Anlage zum Anhang).
Die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen
Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€
1.178 (Vorjahr: T€ 1.651) sowie Forderungen
gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von
T€ 180 (Vorjahr: T€ 38).
Sämtliche Forderungen haben - wie im Vorjahr -
eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Das
Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2009 wie
folgt entwickelt:
|
|
Gewinnrücklagen
|
|
|
|
|
Gezeichnetes Kapital
€
|
Rücklage für
eigene Anteile €
|
andere
Gewinnrücklagen €
|
Ergebnis- vortrag
€
|
Jahres- ergebnis €
|
Gesamt
€
|
Stand am 31.12.2008
|
755.100,00
|
55.100,00
|
300.000,00
|
-342.366,14
|
-707.874,94
|
59.958,92
|
Ergebnisverrechnung
Vorjahr
|
-
|
-
|
-
|
-707.874,94
|
707.874,94
|
0,00
|
Jahresüberschuss
|
-
|
-
|
-
|
-
|
19.335,93
|
19.335,93
|
Stand am 31.12.2009
|
755.100,00
|
55.100,00
|
300.000,00
|
-1.050.241,08
|
19.335,93
|
79.294,85
|
Die
Rückstellungen betreffen im Wesentlichen
Rückstellungen im Zusammenhang mit
Wechselbrücken, Aufliegern und Lademittel,
Rückstellungen für die Aufrechterhaltung des
Cargo Line Netzwerkes, Rückstellungen für
Verlustübernahmen von Beteiligungsunternehmen,
Schadensersatzansprüche sowie Personalkosten.
Die Restlaufzeiten der
Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
|
|
davon mit einer Restlaufzeit von …
|
Sicherheit
|
|
Höhe der Verbindlichkeit
€
|
bis zu
1 Jahr
€
|
1 bis 5
Jahren
€
|
mehr als
5 Jahren
€
|
Art
|
Höhe
€
|
1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
|
38,73
|
38,73
|
(-)
|
(-)
|
(-)
|
(-)
|
2. Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen
|
4.414.323,83
|
4.414.323,83
|
(-)
|
(-)
|
(-)
|
(-)
|
(davon gegenüber
Gesellschaftern)
|
(699.490,25)
(Vj.: 728.570,03)
|
(699.490,25)
|
(-)
|
(-)
|
(-)
|
(-)
|
(davon gegenüber
verbundenen Unternehmen)
|
(196.797,38)
(Vj.: 163.043,77)
|
(196.797,38)
|
(-)
|
(-)
|
(-)
|
(-)
|
3. Sonstige
Verbindlichkeiten
|
1.895.935,19
|
965.935,19
|
930.000,00
|
(-)
|
(-)
|
(-)
|
(davon
gegenüber
Gesellschaftern)
|
(1.209.980,84)
(VJ.: 1.006.298,32)
|
(509.980,84)
|
(700.000,00)
|
(-)
|
(-)
|
(-)
|
(davon aus
Steuern)
|
(89.249,29) (Vj.:
126.209,19)
|
(89.249,29)
|
(-)
|
(-)
|
(-)
|
(-)
|
(davon im Rahmen
der sozialen
Sicherheit)
|
(3.862,25)
(Vj.: 3.886,36)
|
(3.862,25)
|
(-)
|
(-)
|
(-)
|
(-)
|
(davon
gegenüber verbundenen Unternehmen)
|
(0,00)
(Vj. 9.925,24)
|
(-)
|
(-)
|
(-)
|
(-)
|
(-)
|
|
|
|
(-)
|
(-)
|
|
|
|
6.310.297,75
|
5.380.297,75
|
930.000,00
|
0,00
|
|
(-)
|
c. Einzelangaben zur Gewinn und Verlustrechnung
Die
sozialen Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in
Höhe von € 3.018,84 (Vorjahr: T€ 3).
Im
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit sind periodenfremde
Erträge in Höhe von T€ 98 (Erträge aus
der Auflösung von Rückstellungen) und
periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 200
(Schadensfall aus Vorjahren) enthalten.
d. Sonstige Angaben
Geschäftsführer war während des
Geschäftsjahres 2009 Herr Jörn Peter Struck,
Diplom-Kaufmann.
Hinsichtlich der Angabe der Gesamtabzüge der
Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9a HGB wird
von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch
gemacht.
Die Gesellschaft hat einen
Beirat bestimmt (§285 Nr. 10 HGB), dessen
Mitglieder sind:
| • |
Herr Stefan Seils,
geschäftsführender Gesellschafter der KG
Bursped Speditions-GmbH & Co. (Vorsitzender)
|
| • |
Herr Udo Schneider,
Geschäftsführer der Leopold Schäfer
GmbH (stellvertretender Vorsitzender)
|
| • |
Herr André Biwer,
Geschäftsführer der Franz Lebert + Co.
Internationale Spedition GmbH & Co. KG
|
| • |
Herr Anton Galster,
Geschäftsführer der Finsterwalder Transport
und Logistik GmbH
|
| • |
Herr Rolf Lorenz,
Geschäftsführer der Schmidt-Gevelsberg GmbH
Internationale Spedition
|
Die Mitglieder des Beirats erhalten für Ihre
Beiratstätigkeit keine Vergütung.
Der Jahreswert der bedeutenden
sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach §
285 Nr. 3 HGB beträgt:
an Mietaufwendungen T€ 71 (Vorjahr:
T€ 74)
an Leasingraten Kfz T€ 56 (Vorjahr:
T€ 53)
Als Rahmenvertragspartner für den gesamten
Wechselbrücken-/Auflieger-Pool im CARGO LINE-Verbund
haftet die CARGO LINE GmbH dem Vermieter gegenüber
für sämtliche Schäden und den Verlust von
rd. 3.042 Wechselbrücken und 54 Kofferaufliegern.
Für zu erwartende Inanspruchnahmen wurden
Rückstellungen in Höhe von € 0,6 Mio.
(Vorjahr: 0,5 Mio.) gebildet. Die darüber hinaus
gehende
Haftung der CARGO LINE GmbH für fremde
Verbindlichkeiten beläuft sich auf rd. € 17,1 Mio
(Vorjahr: € 16,9 Mio).
Die durchschnittliche
Arbeitnehmerzahl nach § 285 Nr. 7 HGB betrug 16
(Vorjahr 15) Arbeitnehmer, davon 14 (Vorjahr 13)
Festangestellte und 2 (Vorjahr 2) Aushilfen.
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für
das Geschäftsjahr 2009 beträgt rd.
T€ 12; es betrifft ausschließlich die
Abschlussprüfungsleistungen.
Die CARGO LINE hält zum Bilanzstichtag Anteile
an folgenden Gesellschaften:
Gesellschaft
|
Sitz
|
Anteil %
|
Eigenkapital zum
31.12.2009 TEUR
|
Ergebnis 2009
TEUR
|
STG Logistik GmbH
|
Bexbach
|
49,0
|
-147,8
|
-141,9
|
Hofmann Cargo GmbH &
Co. KG
|
Bischofsheim
|
49,0
|
100,0
|
-117,6
|
Hofmann Cargo
Verwaltungs GmbH
|
Bischofsheim
|
49,0
|
24,6
|
0,4
|
Von der Verpflichtung zur Aufstellung eines
Konzernabschlusses ist die CARGO LINE GmbH wegen
Unterschreitens der Größenordungskriterien des
§ 293 Abs. 1 HGB befreit.
Dietzenbach, den 06. Mai 2010
CARGO LINE GmbH
______________________________
Jörn Peter Struck,
Geschäftsführer
Anlagespiegel
CARGO LINE GmbH,
Dietzenbach
Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2009
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
| |
Stand am 01.01.2009
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Stand am 31.12.2009
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und Ähnliche Rechte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
172.483,89 |
7.135,00 |
0,00 |
179.618,89 |
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
724.406,86 |
162.993,07 |
499,80 |
886.900,13 |
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
1. Anteile an
verbundenen Unternehmen
|
25.000,00
|
125.000,00
|
63.750,00
|
86.250,00
|
2. sonstige Ausleihungen
|
203.549,57
|
110.364,44
|
0,00
|
313.914,01
|
|
228.549,57
|
235.364,44
|
63.750,00
|
400.164,01
|
|
1.125.440,32
|
405.492,51
|
64.249,80
|
1.466.683,03
|
|
Kumulierte
Abschreibungen |
|
Stand am 01.01.2009
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Stand am 31.12.2009
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und Ähnliche Rechte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
110.989,89
|
27.079,50
|
0,00
|
138.069,39
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
599.766,86
|
74.104,07
|
420,80
|
673.450,13
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
1. Anteile an
verbundenen Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
2. sonstige Ausleihungen
|
0,00
|
57.626,37
|
0,00
|
57.626,37
|
|
0,00
|
57.626,37
|
0,00
|
57.626,37
|
|
710.756,75
|
158.809,94
|
420,80
|
869.145,89
|
|
Buchwerte am
|
|
31.12.2008
|
31.12.2009
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und Ähnliche Rechte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
61.494,00
|
41.549,50
|
II. Sachanlagen
|
|
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
124.640,00
|
213.450,00
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
1. Anteile an
verbundenen Unternehmen
|
25.000,00
|
86.250,00
|
2. sonstige Ausleihungen
|
203.549,57
|
256.287,64
|
|
228.549,57
|
342.537,64
|
|
414.683,57
|
597.537,14
|
Berichtsprüfung
Bestätigungsvermerk
Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich
um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke
verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen
Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende
Bestätigungsvermerk erteilt:
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter
Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der
CARGO LINE GmbH, Dietzenbach, für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis
31. Dezember 2009 geprüft. Die
Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss
und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen
Vorschriften und den ergänzenden Regelungen des
Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung des
Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe
ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten
Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss
unter Einbeziehung der Buchführung und über den
Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die
Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass
Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die
Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt
werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen
werden die Kenntnisse über die
Geschäftstätigkeit und über das
wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft
sowie die Erwartungen über mögliche Fehler
berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die
Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in
Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der
angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der
wesentlichen Einschätzungen des
Geschäftsführers sowie die Würdigung der
Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung
eine hinreichend sichere Grundlage für unsere
Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen
geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den
ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und
vermittelt unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild
von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Aschaffenburg, den 06. Mai 2010
SPS Revisions- und
Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Staab
Wirtschaftsprüfer
|