Riess Electric Mobility GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
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Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
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Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Riess GmbH & Co.KGTuttlingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Grundlagen des Konzerns Das Spektrum unserer Geschäftstätigkeit reicht vom Verkauf von Pkw über Transporter bis hin zu schweren Nutzfahrzeugen und den damit verbundenen Serviceleistungen an sechs Standorten. 1. Darstellung des Geschäftsverlaufs Entwicklung der Branche Der Umsatz im Kfz-Gewerbe ist in Deutschland im Jahr 2022 um 3,0 % auf rund 185 Mrd. Euro gesunken. Dahingegen konnte die Umsatzrendite im Durchschnitt auf 3,3 % (Vorjahr: 1,6 %) gesteigert werden. Bedingt durch die fortschreitende Transformation zur Elektromobilität steigen die Anforderungen der Hersteller und Importeure an die Autohäuser. Wegen den gesunkenen Umsatzerlösen im Servicebereich und einem leichten Rückgang bei den Neuzulassungen im Privatkundenbereich stehen die Erträge unter Druck. Im PKW Neuwagenhandel stieg der Umsatz 2022 um 13,2 % auf rund 64,9 Mrd. Euro und im LKW Neuwagenhandel um 1,5 % auf rund 8,3 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Gründe hierfür waren unter anderem Nachholeffekte und das Auflösen langer Lieferzeiten, die pandemiebedingt und aufgrund Chipmangel im Vorjahr entstanden waren. Der Gebrauchtwagenumsatz des Markenhandels in Deutschland sank hingegen um 11,7 % auf 50,7 Mrd. Euro. Auch die um 11,2 % höheren Durchschnittspreise für Gebrauchtwagen konnten diesen Rückgang nicht verhindern. Der freie Handel verzeichnete einen Anstieg seines Anteils am gesamten Pkw-Gebrauchtwagenmarkt um 3,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 34,7 % für das Jahr 2022. Nach dem deutlichen Umsatzanstieg im Jahr 2021 hat sich der Umsatz in 2022 erneut erhöht auf insgesamt 26,9 Mrd. Euro. Unter anderem lag das auch an dem um 27,0 % höheren Durchschnittspreis der über den freien Handel verkauften Fahrzeuge. Anstiege waren bundesweit beim Umsatz im Servicebereich mit Wartungs- und Reparaturaufträgen zu verzeichnen. In diesem Bereich sind die Umsätze in 2022 weiter um 10,8 % auf rund 28,7 Mrd. Euro gesunken. Hierfür liegen die Gründe in einer wieder gestiegenen Laufleistung, die zu einer höheren Wartungshäufigkeit und vermehrten Verschleißarbeiten geführt hat. Geschäftsentwicklung Die Geschäftsentwicklung des Mutterunternehmens, als wesentliche Gesellschaft im Riess- Konzern, ist im Berichtsjahr erneut mehr als zufriedenstellend verlaufen. Während der Umsatz im Kfz-Gewerbe deutschlandweit nur um 3,0 % stieg, konnte im Mutterunternehmen Riess GmbH & Co. KG ein Wachstum um über 7,6 % gegenüber 2021 verbucht werden. In der ursprünglichen Planung für 2022 erwarteten wir Umsatzerlöse im Verkauf von Pkw- und Nutzfahrzeugen leicht über dem Vorjahresniveau, im Service und Teile-/Zubehörverkauf leicht darunter. Durch ein starkes Wachstum im Neu- und Vorführwagenhandel konnten die Umsatzerlöse im Pkw- und Nutzfahrzeug-Verkauf gegenüber 2021 sogar deutlich übertroffen werden. Im Service und Teile-/Zubehörverkauf wurden Umsätze auf Vorjahresniveau erzielt. Investitionen Neben den notwendigen, laufenden Instandhaltungsmaßnahmen wurden im Berichtsjahr Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt. Personal- und Sozialbereich Im Jahresdurchschnitt 2022 beschäftigte der Riess-Konzern 299 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 62 geringfügig Beschäftigte bzw. Mitarbeiter in Teilzeit. Ferner beschäftigen wir 56 Auszubildende. Die Zahl der Beschäftigten hat sich somit gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Unser Ziel ist es, die bestehenden Arbeitsplätze zu erhalten und langfristig zu sichern. Gesundheitsschutz, Arbeitsschutz und Umweltbelange sind wesentlicher Bestandteil unserer Geschäftspolitik. Die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen sowie der Anforderungen unseres Qualitätssicherungssystems im Umweltbereich werden regelmäßig durch externe Prüfer überwacht. Zweigniederlassungen Die im Riess-Konzern konsolidierten Unternehmen unterhalten neben dem Stammhaus in Tuttlingen Standorte in Balingen, Rottweil, Spaichingen, Überlingen am Bodensee und Zimmern ob Rottweil. 2. Darstellung der Lage Vermögenslage Die Bilanzsumme des Riess-Konzerns lag zum 31.12.2022 mit 53,6 Mio. Euro um 6 % über dem Vorjahreswert (50,6 Mio. Euro). Im Umlaufvermögen zeigt sich eine leichte Erhöhung an Fahrzeugbeständen und den flüssigen Mitteln. Dem steht ein Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber. Die wesentlichen Veränderungen auf der Passivseite gegenüber dem Vorjahr ergeben sich aus einer Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.045 TEUR erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen kurzfristige Bankverbindlichkeiten aus Fahrzeugfinanzierungen. Die Höhe des wirtschaftlichen Konzern-Eigenkapitals im weiteren Sinne (bilanzielles Eigenkapital zuzüglich Gesellschafterdarlehen) beträgt 37,3 Mio. Euro (Vorjahr 34,2 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital im weiteren Sinne) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,8 %-Punkte auf 69,5 %. Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist in 2022 durch einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit gekennzeichnet. Durch die Mittelbindung im Working Capital, der ein hohes Jahresergebnis gegenübersteht ist bei dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Hieraus konnten die Investitionen im Berichtsjahr eigenfinanziert werden. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 11.137 ist planmäßig negativ und umfasst neben den Zinszahlungen die Ergebnisverwendung beim Mutterunternehmen. Insgesamt ergab sich für die Gesellschaft ein Mittelzufluss in Höhe von TEUR 1.289. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets unter Inanspruchnahme von Skontobeträgen durch schnelle Zahlungen erfüllt. Die Liquidität im Konzern war im Geschäftsjahr 2022 zu jeder Zeit gegeben. Ertragslage Unsere im Vorjahr abgegebene Prognose zur Entwicklung der Konzern-Ertragslage im Geschäftsjahr 2022 hat sich durch die Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr grundsätzlich bestätigt. Die Ertragslage des Konzerns ist im Geschäftsjahr 2022 mehr als zufriedenstellend verlaufen. Es konnten im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 182 (Vorjahr Mio. EUR 158) erzielt werden. Dadurch ergab sich ein Rohergebnis (Umsatzerlöse zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand) in Höhe von Mio. EUR 39 (Vorjahr Mio. EUR 33). Dies entspricht einer Rohergebnisquote (Rohergebnis bezogen auf die Umsatzerlöse) von 21,7 % (Vorjahr 20,8 %). Obwohl die weiteren betrieblichen Aufwendungen und der Personalaufwand im Berichtsjahr angestiegen sind, konnte durch das gestiegene Rohergebnis ein gegenüber dem Vorjahr erneut verbessertes EBIT erzielt werden. Das Konzernergebnis hat sich zum Vorjahr leicht erhöht und beträgt für das Geschäftsjahr 2022 TEUR 10.785 (Vorjahr TEUR 8.850). Die für unsere Geschäftstätigkeit bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, Rohergebnis (operatives Ergebnis) und Jahresergebnis werden laufend durch moderne Instrumente und ein internes Kontrollsystem überwacht, um frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Rahmen eines regelmäßigen, standardisierten Berichtswesens werden neben Ertrags- und Liquiditätskennzahlen auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, insbesondere Kundenzufriedenheit, verfolgt. Diese Kennzahl ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor unseres Unternehmens zur Kundenbindung und gibt im Wesentlichen Auskunft über Kundenzufriedenheit, Loyalität, Weiterempfehlungsrate. Fortlaufende telefonische Befragungen unserer Kunden führen hierbei zu einem Kundenzufriedenheitsindex "CLI" (Customer Loyalty Index). Der Verlauf dieser Kennzahl und der Vergleich mit anderen Vertretern ermöglicht uns eine Beurteilung unserer Kundenbeziehungen von der Auslieferung des Fahrzeugs bis zur Wiederbeschaffung nach bspw. drei Jahren und bei Bedarf Anpassung unserer Prozesse zur Kundenansprache. Mit 79 von 100 Punkten liegt die Riess Gruppe leicht unter dem Gesamtnetzdurchschnitt mit 81 Punkten. 3. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung, Prognosebericht Entwicklung gesamtwirtschaftliches Umfeld und Branche Der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes verzeichnete mit 2,7 Millionen Pkw und 254 Tausend Lkw für das Berichtsjahr 2022 gestiegene PKW- sowie rückläufige LKW-Neuzulassungen (plus 1,1 % bzw. minus 13,5 %). Für das PKW-Gebrauchtwagengeschäft mit 5,6 Millionen 15,8 % weniger Besitzumschreibungen. In seiner Prognose vom 11.12.2023 berichtet der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes das Jahr 2023 von ca. 2,85 Millionen Einheiten bei Neuzulassungen, was leicht über dem Niveau 2022 liegt. Die Besitzumschreibungen im Gebrauchtwagengeschäft werden bei etwa 6,0 Millionen, nach rund 5,6 Millionen Halterwechseln in 2022 liegen. Für 2024 werden ca. 2,65 Millionen Einheiten bei Neuzulassungen erwartet, was in etwa dem Niveau 2021 entspricht. Die Besitzumschreibungen im Gebrauchtwagengeschäft werden auf voraussichtlich 6,2 Millionen steigen. Chancen Chancen für den Riess-Konzern ergeben sich aus der modernen Produktpalette der Mercedes-Benz AG, der Daimler Truck AG, sowie der DAF Trucks NV und einer höheren Verfügbarkeit von Halbleitern für die Fahrzeugproduktion. Dies betrifft vor allem die Pkw-, als auch die Nutzfahrzeug-Sparte. Neben einem sehr starken Flottenverkauf besteht hierbei speziell bei Einzelkunden und kleinen bzw. mittelgroßen Gewerbekunden Wachstumspotential. Nachdem zum 01. Juli 2022 die Filiale in Oberndorf am Neckar geschlossen wurde, liegen die Chancen für die Gesellschaft mit ihren nunmehr sechs Standorten weiterhin in der Hebung von Synergien innerhalb der gesamten Riess-Gruppe, die mit der nahestehenden Autohaus Riess GmbH, Ravensburg, insgesamt nun zehn Standorte umfasst. Risiken Der Konzern unterliegt den unternehmens- und branchenüblichen Risiken. Namentlich besteht beschaffungs- wie absatzseitig die grundsätzliche Abhängigkeit von den Fahrzeug-Produktpaletten der Hersteller Mercedes-Benz AG und der Daimler Truck AG in der Vermittlung von Neufahrzeugen sowie beim Handel mit Neufahrzeugen der Marke DAF sowie mit den jeweiligen Vorführ- und Gebrauchtwagen und im Service. Dazu gehören auch IT-Risiken, Personal-, Finanz- und konjunkturelle Risiken. Hierunter fallen neben dem grundsätzlichen Risiko eines Absatzrückgangs, der Verlust von Marktanteilen oder ein Preisverfall auf den Gebrauchtfahrzeugmärkten und die Risiken aus Forderungsausfällen oder anderen Wertberichtigungsbedarfen, insbesondere Liquiditäts-, Zinsänderungs-, Beschaffungspreisrisiken und in eingeschränktem Umfang auch Währungsrisiken. Als Absatzrisiko zeichnet sich weiterhin eine Verunsicherung hinsichtlich Wertverfall und Umweltfreundlichkeit von Dieselfahrzeugen seitens der Kundschaft ab. Neu entwickelte Hybrid- und vollelektrische Fahrzeuge werden, auch politisch motiviert, langfristig die herkömmlichen Verbrennungsmotoren verdrängen. Risiken bestehen ebenso im Zusammenhang mit Leasing- und Absatzfinanzierungsgeschäften, insbesondere aus den Restwertrisiken. Hervorzuheben sind die Risiken eines möglichen Restwertverfalls für Dieselfahrzeuge, aber auch für Elektrofahrzeuge aufgrund eines noch fehlenden Gebrauchtwagenmarktes. Ferner können sich aus dem anhaltenden Russland-Ukraine-Krieg weitere Risiken ergeben. Der Krieg kann sich weiterhin negativ auf die Absatz- und Ertragsentwicklung niederschlagen. Auch höhere Cyberrisiken können nicht ausgeschlossen werden. Hierauf muss situativ reagiert werden. Diese Risiken werden durch Controlling-Instrumente laufend überwacht. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Riess-Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Riess-Konzern verfügt über einen solventen Kundenstamm, insbesondere Flottenkunden. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem großen Teil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich der Riess-Konzern überwiegend mittels Eigenmitteln und Lieferantenkrediten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Riess-Konzerns ist die Sicherung des eigenen Unternehmens- wie des Erfolgs der Riess-Gruppe gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko werden die Geldaus- und -eingänge regelmäßig überwacht. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Risikomanagement Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Konzerns ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über Geldausgänge und Geldeingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Gesetzliche und politische Rahmenbedingungen haben einen nicht unerheblichen Einfluss auf den künftigen Geschäftserfolg. Für Fahrzeuge spielen dabei insbesondere die Emissions-, Verbrauchs- und Sicherheitsbestimmungen eine wichtige Rolle. Wie diese zukünftig den Absatz von konventionellen Fahrzeugen beeinträchtigen, können wir derzeit nicht absehen. Gleichwohl können sich aus der Weiterentwicklung der Fahrzeug-Produktpalette der Mercedes-Benz AG, der Daimler Truck AG und der DAF Trucks NV entsprechend gegenläufige Chancen ergeben. Insgesamt sehen wir den Konzern heute gut aufgestellt, diesen Risiken adäquat zu begegnen und Chancenpotenziale zu nutzen. Bestandsgefährdende Risiken sehen wir derzeit keine. Gesamtaussage Risiko- und Chancenbericht Im Zeitpunkt der Aufstellung dieses Konzernlageberichts wird ferner deutlich, dass insbesondere aus geopolitischen und handelspolitischen Entwicklungen weltweit Unsicherheiten für die Weltwirtschaft und Geschäftsentwicklung der Riess-Gruppe entstehen können. An erster Stelle steht derzeit eine weitere Eskalation des Russland-Ukraine-Kriegs und im schlimmsten Fall dessen Ausweitung auf andere Staaten. Nach unserer Einschätzung überwiegen - mit den zur Verfügung stehenden Handlungsoptionen - die Chancen den vorhandenen Risiken, und wir sehen den Konzern heute gut aufgestellt, diesen Risiken adäquat zu begegnen und Chancenpotenziale zu nutzen. Bestandsgefährdende Risiken sehen wir derzeit keine. Die Riess-Gruppe Die Riess-Gruppe hat den Anspruch für sich, die strategischen Rahmenbedingungen zu schaffen, um nachhaltig erfolgreich die Zukunft aktiv zu gestalten. Mit insgesamt 10 Standorten in den Gesellschaften Riess GmbH & Co. KG, Riess Truck GmbH sowie der Autohaus Riess GmbH wird ein mittelständisch geprägter, kaufkräftiger, zusammenhängender Wirtschaftsraum von Zimmern ob Rottweil entlang der Schwäbischen Alb und dem nördlichen Bodensee bis nach Leutkirch im Allgäu abgedeckt. Dies bietet die Chance zur Sicherstellung nachhaltiger Profitabilität, Gewinnung weiterer Synergie-Effekte und optimaler und konsequenter Vertriebsnetz-Entwicklung. Prognosebericht Die Prämissen zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zur Entwicklung des Marktes, auf dem wir uns bewegen, sind mit hoher Unsicherheit verbunden. Die Risiken, die sich unter anderem aus dem anhaltenden Ukraine-Russland-Konflikts ergeben, sind im Risiko- und Chancenbericht näher erläutert. Wir beobachten die Entwicklungen sehr aufmerksam. Die Auswirkungen auf unseren weiteren Geschäftsverlauf im Jahr 2024 und die damit verbundenen Kennzahlen können zum jetzigen Zeitpunkt nicht quantifiziert werden. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Risiko- und Chancenbericht. Die Ertragskraft der Gruppe weiter zu steigern und die Liquidität zu sichern waren bzw. sind auch im Geschäftsjahr 2023 bzw. 2024 wichtige Ziele. Diese gewährleisten die nötige Flexibilität und Unabhängigkeit des Unternehmens, um auf sich verändernde Marktgegebenheiten zu reagieren. Auf Basis der Entwicklung (betriebswirtschaftliche Auswertung ohne finale Abschlussbuchungen) in 2023 erwarten wir für den Riess-Konzern aus dem normalen Geschäftsbetrieb gegenüber dem Berichtsjahr 2022 etwas niedrigere Konzernumsatzerlöse, ein ebenfalls etwas niedrigeres operatives Konzernergebnis (Rohergebnis) und einen Konzernjahresüberschuss unter dem für das Berichtsjahr 2022. Mit Wirkung zum 01.06.2023 wurden die Verträge aller deutschen Mercedes-Benz Händler auf das neue Agenturmodell umgestellt. Dies betrifft ausschließlich den Pkw und Van Neuwagenverkauf. So erfolgt ab diesem Zeitpunkt eine zentrale Preisgestaltung durch die Mercedes-Benz AG, die, verbunden mit einem Provisionsweitergabeverbot den bisherigen Intrabrand-Wettbewerb eliminieren wird. Alle Händler bekommen weiterhin für die durch sie vermittelten Fahrzeuge eine fixe Provision. Das bisherige Modell der eigenfinanzierten Vorführwagen wurde ersetzt, Mercedes-Benz stellt ab 01.06.2023 Demo-Cars zur Verwendung für Probefahrten zur Verfügung. Hierdurch werden zwar einerseits liquide Mittel in nennenswerter Höhe frei, andererseits fehlt in Zukunft durch den geringeren Bestand an Fahrzeugen eine erhebliche Ertragsquelle. Inwiefern sich diese Veränderungen in Summe auf Absatz und Ertrag des Riess-Konzern auswirken werden, wird sich erstmalig im Jahr 2024 zeigen. Für das Geschäftsjahr 2024 ist eine belastbare Prognose angesichts des anhaltenden Ukraine-Russland-Konflikts, dem Wegfall der Umweltprämie sowie der weiterhin hohen Kostensituation auf den künftigen Umsatz und Ertrag der Höhe nach nicht zuverlässig möglich. Sowohl im Neuwagenverkauf, als auch im Gebrauchtwagenverkauf ist aufgrund des hohen Preisniveaus verbunden mit verhaltener Nachfrage ein niedrigerer Umsatz zu erwarten. Im Werkstattgeschäft wird der Umsatz wieder auf dem Niveau von 2022 bzw. 2023 liegen. Die zunehmend hohen Kosten werden in 2024 zu sinkenden Erträgen führen. Rohergebnis und Jahresüberschuss 2024 werden auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 erwartet. 4. Sonstige Angaben, insbesondere über die voraussichtliche Entwicklung Dieser Konzernlagebericht enthält unter anderem gewisse vorausschauende Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen beruhen. Solche Aussagen sind gewissen Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten eintreten oder sich in den Aussagen zugrundeliegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder impliziert zum Ausdruck gebrachten Resultaten abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich von den Umständen am Tag Ihrer Veröffentlichung ausgehen.
Tuttlingen, 29. Februar 2024 Riess Verwaltungs-GmbH, Tuttlingen als Komplementärin der Riess GmbH & Co. KG gez. Dr. Steffen Riess, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktivseite
Passivseite
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022A. Allgemeine Grundsätze Sitz der Riess GmbH & Co. KG ist in Tuttlingen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRA 450252 eingetragen. Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der handelsrechtlichen Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften erstellt. Der Konzernabschluss der Riess GmbH & Co. KG (im Folgenden Riess Konzern genannt) ist nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzernbilanz ist unter Beachtung der Vorschriften des § 266 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 1 HGB gegliedert. Gemäß § 264 c Abs. 1 Satz 1 HGB wurde die Bilanz um den Posten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erweitert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist unter Beachtung der Vorschriften des § 275 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 1 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses sind die "Davon-Vermerke" im Konzernanhang statt in der Konzernbilanz bzw. Konzerngewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Das Geschäftsjahr des Konzerns und die Geschäftsjahre der konsolidierten Unternehmen entsprechen dem Kalenderjahr. Die Angaben im Anhang erfolgen, sofern nichts anderes vermerkt, in TEUR. I. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 01. Januar 2014 und wurde - da der Erstkonsolidierungszeitpunkt nach dem 31. Dezember 2009 liegt - für die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Aus den Konsolidierungen von Anteilserwerben an zwei vollkonsolidierten Unternehmen ist ein Geschäfts- oder Firmenwert zugegangen und aktiviert worden. Bei der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebniseliminierungen werden insbesondere in den Abschlussposten Sachanlagevermögen und Vorräte unter Berücksichtigung der korrespondierenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen. Die Steuerabgrenzung aus Konsolidierungsmaßnahmen wird gemäß § 306 HGB vorgenommen. II. Angaben zum Konsolidierungskreis Mutterunternehmen ist die Riess GmbH & Co. KG mit Sitz in Tuttlingen. In den Konzernabschluss werden neben dem Mutterunternehmen die im Anteilsbesitz aufgeführten Tochtergesellschaften im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Konsolidierungskreis ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Nicht konsolidiert - auch nicht im Rahmen der so genannten Equity-Methode - werden nachfolgende Beteiligungen:
Die Einbeziehung dieser Gesellschaft unterbleibt gemäß § 296 Abs. 2 HGB, da diese Beteiligung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns einzeln und insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Die Bilanzsumme dieser Gesellschaft beträgt weniger als 1 % der Konzernbilanzsumme. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. I. Konzernanlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen (bemessen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer), bewertet. Die hierunter ausgewiesenen Kundenstämme und entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend den langfristigen Kundenbeziehungen über deren geschätzte Nutzungsdauern von 15 Jahren abgeschrieben. Die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung wird planmäßig linear über seine geschätzte Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, und - soweit abnutzbar - vermindert um kumulierte planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen im Geschäftsjahr 2022 ausschließlich linear über voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von 1 bis 33 Jahren. Soweit in Vorjahren degressiv abgeschrieben wurde, erfolgt der Übergang zur linearen Abschreibung in dem Jahr, in dem die lineare Abschreibung erstmalig zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Die Abschreibungen auf Zugänge werden zeitanteilig vorgenommen. Vermögensgegenstände bis zu einem Betrag von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag werden grundsätzlich nur vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist. II. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und die Handelswaren sind zu Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen angesetzt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Es wird von dem Wahlrecht des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen offen von den Vorräten abzusetzen. III. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten (Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände) ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. IV. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wird im Berichtsjahr § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB angewendet. Hiernach werden die Pensionsrückstellungen mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (bisher sieben Jahre) abgezinst, der sich aus der individuellen Duration der Pensionsverpflichtungen ergibt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). V. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. VI. Latente Steuern Latente Steuern gemäß § 274 HGB i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge sowie gegebenenfalls latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. VII. Schätzungen und Annahmen Schätzungen und Annahmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögensgegenstände und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen beziehen, sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses notwendig und beziehen sich im Wesentlichen auf die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen und anderen Vermögensgegenständen, insbesondere Vorräte und Anlagevermögen. Bei den zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag werden in Bezug auf die erwartete künftige Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Konzernabschlusserstellung vorliegenden Umstände sowie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung berücksichtigt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs der Geschäftsführung liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich tatsächlich ergebenden Beträge von den geschätzten Werten abweichen. Im Fall einer derartigen Entwicklung werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden an den neuen Kenntnisstand angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses bestehen keine Anzeichen, die auf die Notwendigkeit einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen hindeuten. C. Erläuterungen zur Bilanz I. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage zum Anhang) ist integraler Bestandteil des Anhangs. II. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten
III. Aktive latente Steuern Bei der Berechnung der latenten Steuern wird für Kapitalgesellschaften ein Steuersatz von rund 30 % (Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer) bzw. für Personenhandelsgesellschaften ein Steuersatz von rund 13 % (Gewerbesteuer) zugrunde gelegt. Aus Bewertungsunterschieden der Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen resultierende aktive latente Steuern gemäß § 274 i.V.m. § 298 HGB wurden zum 31. Dezember 2022 nicht angesetzt. Aus Konsolidierungsvorgängen ergaben sich keine gemäß § 306 HGB anzusetzenden latenten Steuern. IV. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Im Berichtsjahr wird ein von der deutschen Bundesbank vorgegebener Marktzinssatz von 0,59 % (zum 31. Dezember 2021 von 0,74 %) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Ein Rententrend wurde mit 2,50 % und ein Gehaltstrend mit 0,0 % berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag i.S.v. § 253 Absatz 6 Satz 1 HGB beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 0. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Personalkosten, sonstige Vertriebsverpflichtungen und -risiken sowie weitere Verbindlichkeiten, die dem Grunde und/oder ihrer endgültigen Höhe nach nicht feststehen. V. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 258 (Vorjahr: TEUR 634) durch Sicherungsübereignungen von Fahrzeugen besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte. VI. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Miet- und Leasingverträge Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben Miet- und Pachtverträge über Grundstücke und Gebäude sowie Leasingverträge für Maschinen, Kraftfahrzeuge sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Die Miet-, Pacht- und Leasinggeschäfte führen zu einer Verbesserung der Liquiditätssituation und zur Verbesserung der Eigenkapitalquote. Weitere Vorteile bestehen in der kurzen Vertragsbindung, da insbesondere die Maschinen bei technischem Fortschritt leicht ausgetauscht werden können. Risiken bestehen aufgrund der unkündbaren Grundmietzeit sowie den höheren Finanzierungskosten. sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen aufgrund von Miet- und Pachtverträgen über Grundstücke und Gebäude, die von der Gesellschaft an verschiedenen Standorten für betriebliche Zwecke genutzt werden sowie für Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Die Miet- und Leasingverpflichtungen betreffen die Geschäftsgrundstücke und -gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung für die Niederlassungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften. Die Rücknahmeverpflichtungen aus vermittelten Fahrzeugleasingverträgen ergeben sich aus dem Vertriebsmodell des Konzerns, nach welchem sich die entsprechenden Konzerngesellschaften bei Fahrzeugleasingverträgen im Rahmen von kundenseitig ausübbaren Optionen zur Rücknahme von Fahrzeugen nach dem Ende der Grundmietzeiten verpflichtet haben. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden zu 76 % in Deutschland, sowie zu 24 % in der Europäischen Union und dem übrigen Ausland aus dem Verkauf, Vermittlung, Handel und Service von Fahrzeugen erzielt.
Das vom Konzernabschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers schlüsselt sich wie folgt auf:
E. Angaben zum Konzern-Eigenkapitalspiegel
F. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung In der Konzern-Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Als Saldo ergibt sich die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds, bestehend aus den flüssigen Mitteln (Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände) sowie den Kontokorrentverbindlichkeiten. Die flüssigen Mittel beinhalten fast ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten, die überwiegend als Termin- und Tagesgelder angelegt sind, und entsprechen den flüssigen Mitteln (Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände) laut der Konzernbilanz. Bei den Kontokorrentverbindlichkeiten handelt es sich um kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. G. Sonstige Angaben Anteilsbesitz In den Konzernabschluss werden neben dem Mutterunternehmen die folgenden Tochtergesellschaften im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen:
Die Riess KG war zum Bilanzstichtag an folgenden (nicht konsolidierten) Unternehmen unmittelbar oder mittelbar mit einer Beteiligungsquote von mindestens 20,0 % beteiligt:
Offenlegungserleichterungen Für folgende Gesellschaften werden die Offenlegungserleichterungen nach § 264b HGB in Anspruch genommen:
Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführerin im Geschäftsjahr 2022 war die persönlich haftende Gesellschafterin, die Riess Verwaltungs-GmbH, Tuttlingen, vertreten durch ihren Geschäftsführer Herr Dr. oec. Steffen Riess, Kaufmann. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird gemäß § 314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren Arbeitnehmer in folgendem Umfang bei den vollkonsolidierten Unternehmen des Konzerns beschäftigt:
Persönlich haftende Gesellschafterin Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Riess Verwaltungs-GmbH mit Sitz in Tuttlingen. Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 65.
Tuttlingen, 29. Februar 2024 Riess Verwaltungs-GmbH, Tuttlingen als Komplementärin der Riess GmbH & Co. KG gez. Dr. Steffen Riess, Geschäftsführer Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2022
a zugleich Abschreibungen des laufenden Jahres
Sonstiger BerichtsbestandteilAngaben zur Feststellung: Der Konzernabschluss wurde am 04.03.2024 gebilligt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Riess GmbH & Co. KG, Tuttlingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Riess GmbH & Co. KG, Tuttlingen und ihrer Tochtergesellschaften (Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie den Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Riess GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Reutlingen, den 29. Februar 2024 RWT
Reutlinger Wirtschaftstreuhand GmbH
gez. Siegbert Dierberger, Wirtschaftsprüfer gez. Gregor Bartle, Wirtschaftsprüfer |
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