OWG Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Labbé seit 17.4.2013 | Geschäftsführer |
Patric Scheungraber seit 10.10.2012 | Geschäftsführer |
Armin Hofer seit 10.10.2012 | Geschäftsführer |
Bernd Karl Paul Schimmack seit 11.1.2007 | Prokura |
Günter Schlösser seit 11.1.2007 | Prokura |
Günter Josef Klinger seit 11.1.2007 | Prokura |
Bernhard Johann Josef Strauch seit 29.8.2006 | Geschäftsführer |
Heinz Reiner Reiff seit 29.8.2006 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
REMA TIP TOP GmbHPoingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Bilanz zum 31. Dezember 2010AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2010
Anhang für 2010Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum JahresabschlussDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Änderung der Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ergaben sich folgende Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze. Auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen wurde unter Hinweis auf Art 67 Abs 8 Satz 2 EGHGB verzichtet. Die Rückstellungen für unmittelbare Pensionsverpflichtungen wurden bisher in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften entsprechend § 6a EStG gebildet. Zum 1.1.2010 erfolgte eine Neubewertung der Verpflichtung nach der projected unit credit Methode. Dabei kam ein Zinssatz von 5,15 % und eine Rentensteigerung von 1,75 % zur Anwendung. Gehaltstrends wirken sich auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen nicht aus und sind damit nicht bewertungsrelevant. Die Gesellschaft verteilt den zum Umstellungszeitpunkt ermittelten Differenzbetrag auf 15 Jahre. Aus der Anpassung ergab sich ein außerordentlicher Aufwand in Höhe von TEUR 463, der noch ausstehende Anpassungsbedarf beläuft sich auf TEUR 6.480. Aus der Anpassung der Jubiläumsrückstellung und der Rückstellung für Altersteilzeit an die Vorschriften des BilMoG ergaben sich weitere außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 80. Der in der Dotierung der langfristigen Rückstellungen enthaltene Zinsanteil wurde erstmalig nicht als Bestandteil der Personalaufwendungen ausgewiesen sondern dem Finanzergebnis zugeordnet. Auf die Aufzinsung entfiel ein Betrag von TEUR 1.137. Latente Steuern werden seit dem 1.1.2010 nicht mehr auf Basis des timing Konzepts sondern des international üblichen temporary Konzepts gebildet. Dementsprechend wird ein Passivposten für latente Steuern gebildet, wenn sich zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen ergeben, die sich in Zukunft voraussichtlich abbauen, und sich daraus eine künftige Steuerbelastung ergibt. Ergeben sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen künftig Steuerentlastungen, so erfolgt eine Berücksichtigung maximal bis zur Höhe passiver latenter Steuern aus anderen Bewertungsdifferenzen. Ein Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern wird nicht aktiviert. Aus der Neuermittlung der latenten Steuern ergaben sich keine bilanziellen Auswirkungen. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeSoweit im Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" nicht gesondert aufgeführt, blieben die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und überwiegend über drei bis zehn Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige, meist lineare, Abschreibungen angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden entsprechend den jeweiligen steuerlichen Vorschriften behandelt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen sowie die anteiligen Kosten der betrieblichen Altersversorgung und die freiwilligen sozialen Leistungen. Fremdkapitalkosten werden nicht einbezogen. Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert, Ausleihungen grundsätzlich mit Nennwerten oder mit den niedrigeren Barwerten des Bilanzstichtags angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich Abschreibungen einbezogen. Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko, insbesondere dem der Ungängigkeit, wird bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden teilweise Festwerte gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken und im Folgejahr in Abzug gebrachte Kundenskonti werden durch Wertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Die Pensionsverpflichtungen werden nach der projected unit credit Methode bewertet. Dabei kam ein Zinssatz von 5,15 % und eine Rentensteigerung von 1,75 % zur Anwendung. Gehaltstrends wirken sich auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen nicht aus und sind damit nicht bewertungsrelevant. Der auf Grund der geänderten Rückstellungsbewertung (BilMoG) ermittelte Anpassungsbetrag wird entsprechend Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB auf 15 Jahre verteilt und aufwandswirksam in den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen. Die noch nicht passivierte Verpflichtung beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 6.480. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Betrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Für unterlassene Instandhaltungsaufwendungen werden Rückstellungen gebildet, soweit sie in den ersten drei Monaten des folgenden Geschäftsjahres nachgeholt werden. Langfristige Rückstellungen werden mit einem laufzeitangepassten Zinssatz diskontiert, zu erwartende wesentliche Preissteigerungen werden berücksichtigt. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt, langfristige Verbindlichkeiten werden abgezinst. Passive latente Steuern werden gebildet für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerrechtlichen Wertansätzen, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen und zu einer Steuerbelastung führen. Ergeben sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen Steuerentlastungen, so erfolgt eine Berücksichtigung maximal bis zur Höhe passiver latenter Steuern aus anderen Bewertungsdifferenzen. Ein Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern wird nicht aktiviert. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit 30 % der Bewertungsdifferenz, soweit sich diese in zukünftigen Jahren voraussichtlich ausgleicht. Ist nur die Körperschaftsteuer betroffen, kommt ein Steuersatz von 15 % zur Anwendung. Transaktionen in fremder Währung werden zum Kurs am Tage des jeweiligen Geschäftsvorfalls eingebucht. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden am Bilanzstichtag mit dem Anschaffungskurs oder dem niedrigeren Mittelkurs am Bilanzstichtag, langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit den Anschaffungskosten oder dem höheren Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Beteiligungserträge werden phasengleich vereinnahmt, wenn ein entsprechender Ausschüttungsbeschluss der Tochtergesellschaft bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung vorliegt. Für daraus resultierende zukünftige Steuerlasten werden latente Steuern passiviert, soweit diese nicht durch steuerliche Verlustvorträge kompensiert werden. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist im Anlagenspiegel dargestellt. Finanzanlagen Die Gesellschaft ist gemäß § 290 HGB Muttergesellschaft der folgenden in- und ausländischen Tochterunternehmen:
* es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag
Für einzelne Gesellschaften wurde von der Ausnahmeregelung des § 286 Abs 3 HGB Gebrauch gemacht. Genussrechtskapital Die REMA TIP TOP GmbH hat in 2009 an ihre alleinige Gesellschafterin Genussrechte im Nennwert von EUR 35.000.000,00 ausgegeben. Die Genussrechtsvereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2016. Die Genussrechtsinhaberin erhält eine jährliche, ggfls. nachzahlbare, Vergütung von 6 % des Nennbetrags der Genussrechte. Die Vergütung ist begrenzt auf das zum jeweiligen Stichtag ausschüttungsfähige Eigenkapital der Gesellschaft. Das Genussrecht ist nachrangig und nimmt an eventuellen Verlusten der Gesellschaft teil. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Personalrückstellungen (TEUR 4.507; Vj. TEUR 3.775), Gewährleistungsrisiken (TEUR 1.933; Vj. TEUR 481) und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 67; Vj. TEUR 500). Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als 1 Jahr Aktive Latente Steuern Zum 1.1.2010 und zum 31.12.2010 ergab sich jeweils ein Aktivüberhang an latenten Steuern, der nicht angesetzt wurde. Im Einzelnen resultiert er aus folgenden Bilanzpositionen:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter Haftungsverhältnissen angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 2.662 (Vj. TEUR 2.433). Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus Miet- bzw. Leasingverträgen, wobei sich die Laufzeit der Verträge bis längstens 2015 erstreckt, und Verpflichtungen aus einem Dienstleistungsvertrag. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus einem mit der STAHLGRUBER Otto Gruber AG geschlossenen Betriebspachtvertrag, der mit einer Frist von neun Monaten zum Jahresende gekündigt werden kann. Im Rahmen dieses Vertrages werden derzeit folgende Mieten in Rechnung gestellt:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche ErträgeDieser Posten enthält Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen (TEUR 691; Vj. TEUR 228), Erträge aus weiterberechneten Kosten (TEUR 3.750; Vj. TEUR 3.018) sowie Vermittlungsprovisionen (TEUR 261; Vj. TEUR 105). PersonalaufwandDieser Posten enthält Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von TEUR 338 (Vj. TEUR 1.137). AbschreibungenAußerplanmäßige Abschreibungen sind in Höhe von TEUR 85 (Vj. TEUR 0) enthalten. Erträge aus Ausleihungen des FinanzanlagevermögensAuf verbundene Unternehmen entfallen TEUR 140 (Vj. TEUR 106). Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeEnthalten sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.956 (Vj. TEUR 1.071). Zinsen und ähnliche AufwendungenAuf verbundene Unternehmen entfallen TEUR 2.082 (Vj. TEUR 1.509). Aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen resultieren Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.137 (Vj. TEUR 0). Außerordentliche AufwendungenAus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes resultieren außerordentliche Aufwendungen aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen (TEUR 463), Jubiläumsrückstellung (TEUR 20) und Altersteilzeitverpflichtungen (TEUR 60). Sonstige AngabenOrgane Geschäftsführung
Mitarbeiter Die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten betrug:
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der STAHLGRUBER Otto Gruber AG, Poing, einbezogen. Der Konzernabschluss ist befreiend i.S.d. § 291 HGB. Der Konzernabschluss der STAHLGRUBER Otto Gruber AG wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
Poing, 27. April 2011 Die Geschäftsführung B. Strauch H.-R. Reiff Der Jahresabschluss wurde am 16. Dezember 2011 festgestellt Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für 2010Die REMA TIP TOP GmbH produziert und vertreibt elastomere Reparaturmaterialien für die Reifenbranche sowie technische Gummiartikel und Auskleidungswerkstoffe zur Anwendung in der Investitionsgüterindustrie und weiteren Industriezweigen. Produktionsstätten befinden sich im Inland in Poing, Fürstenzell und Desdorf, der Vertrieb erfolgt weltweit über Tochtergesellschaften oder Vertretungen. Das Beteiligungsportfolio der Gesellschaft enthält zwischenzeitlich ca. 100 Tochter- und Enkelgesellschaften auf allen Kontinenten. Diese beschäftigen sich überwiegend mit dem Vertrieb und der Applikation von REMA TIP TOP Produkten, eine zunehmende Anzahl verfügt aber auch über eigene Produktionskapazitäten. Die REMA TIP TOP GmbH ist eine 100 % Tochtergesellschaft der STAHLGRUBER Otto Gruber AG (STAHLGRUBER AG). 1. BranchenentwicklungDie gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich nach der Wirtschaftskrise deutlich schneller erholt als von den meisten Experten prognostiziert. Während in 2009 "Bankenkrise", "Rezession", "Weltwirtschaftskrise", gar "Depression" die bestimmenden Schlagzeilen waren, wurde in 2010 schon wieder von einem "Wirtschaftswunderland Deutschland" gesprochen. Bei einem Wachstum des BIP von 3,6 % konnte der Wirtschaftseinbruch zwar noch nicht ganz wettgemacht werden, die teilweise euphorische Stimmung entfaltete ihre positive Wirkung aber sowohl auf die Konsumlaune der Bürger als auch auf die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Von beiden profitierte insbesondere der Arbeitsmarkt. In Moll verhielt sich im Wesentlichen nur der Finanzminister, der mit einer ausufernden Staatsverschuldung zu kämpfen hatte. Doch auch hier mehrten sich zum Jahresende die positiven Signale, die eine Rückführung der Neuverschuldung schon für 2011 erwarten lassen. Für die Weltwirtschaft stellt sich die Entwicklung deutlich differenzierter dar. Länder, die von der Finanz- und Immobilienkrise unmittelbar betroffen waren, wie etwa die USA, Großbritannien oder Spanien, haben große Mühe, wieder auf einen langfristigen Wachstumspfad einzuschwenken. Länder, die wie Deutschland im Wesentlichen nur über Sekundäreffekte betroffen waren, und viele Schwellenländer, haben zum Großteil das Vorkrisenniveau bereits wieder erreicht oder sogar übertroffen. Die Kautschukindustrie in Deutschland konnte ihre Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um ca. 14 % steigern. Sie lag damit nur noch knapp unter dem Niveau vor der Wirtschaftskrise. Weltweit ergibt sich ein ähnliches Bild. Zunehmende Sorge musste jedoch die Rohstoffsituation bereiten. Die Materialpreise haben eine noch nie gekannte Dynamik entwickelt. Kostete Naturkautschuk im Jahresdurchschnitt 2009 noch rund EUR 1.450 je Tonne, so lag der Mittelwert in 2010 schon bei EUR 2.850 je Tonne. Zum Jahresende hin beschleunigte sich der Preisauftrieb weiter und in 2011 wurde ein Allzeithoch nach dem anderen gerissen. Aber auch bei anderen Rohstoffen wie Ruß, Silika und Chemikalien ergab sich eine deutliche Teuerung. Erschwerend kam das Problem der Verfügbarkeit hinzu. Zwar konnte die Produktion im Großen und Ganzen noch sichergestellt werden, auf eine kurzfristig erhöhte oder veränderte Nachfrage konnte jedoch häufig nicht reagiert werden, da die Rohstoffe nicht entsprechend schnell verfügbar waren. Zwischenzeitlich wird die Rohstoffpreisentwicklung von ca. 90 % der Unternehmen in der gummiverarbeitenden Industrie als das größte Risiko gesehen. 2. Geschäftsentwicklung der REMA TIP TOP GmbHNach dem dramatischen Einbruch in 2009 konnte sich die REMA TIP TOP GmbH in 2010 wieder positiv entwickeln. Zwar wurde bei den Umsatzerlösen das Vorkrisenniveau bei weitem nicht mehr erreicht, letztlich handelt es sich dabei aber auch um einen bewussten Verzicht, nicht kostendeckende Aufträge zur Maximierung der Auslastung über das betriebswirtschaftlich sinnvolle Maß hinaus anzunehmen. Obwohl das erste Quartal 2010 noch mit einem deutlichen Verlust schloss, konnte im Gesamtjahr ein operativer Gewinn erzielt werden. Die Auslastung liegt zwischenzeitlich wieder auf einem normalen und betriebswirtschaftlich sinnvollen Niveau, gleichzeitig konnte die Qualität der Aufträge verbessert werden. Positiv auf die Ertragslage wirkten sich die im Vorjahr durchgeführten Kostensenkungsmaßnahmen aus. Neben dem Personal waren dabei auch die Sachkosten betroffen. Erfreulicherweise blieb das Kostenbewusstsein der Mitarbeiter auch nach Überwindung der Krise auf hohem Niveau. Unterstützt wurde die Entwicklung durch ein gutes Timing beim Erwerb der strategisch wichtigen Rohstoffe im Konzernverbund sowie eine schnelle Anpassung der Verkaufspreise an die volatilen Rohstoffmärkte. Wie alle Wettbewerber stellen auch uns die Preisschwankungen auf den Rohstoffmärkten vor hohe Herausforderungen. Aufgrund eines deutlich verbesserten Planungsprozesses konnten wir die Rohstoffe aber zielgenau und rechtzeitig ordern. Zusätzlich haben wir unsere Beschaffungspolitik geändert um das Risiko bei unerwarteten Preisänderungen zu reduzieren. Die Beschaffung der Rohstoffe wurde stärker gebündelt, wobei sich die am Markt zu erzielenden Preisnachlässe allerdings in Grenzen halten. Gleichzeitig ist es gelungen, die Sicherheitspuffer bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zu reduzieren, ohne dass es in der Produktion zu Engpässen kam. Dadurch konnte das Umlaufvermögen auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. In der Produktion gelang uns eine deutliche Verstetigung. Statt die Produktionsplanung mit kurzfristigen Terminaufträgen ständig zu überarbeiten wurden mit unseren Kunden transparente Vereinbarungen über Lieferzeiten und Liefertermine bei definierten Transaktionsvolumina kommuniziert. Durch überschaubare Pufferläger können Aufträge innerhalb definierter Volumina heute überwiegend aus dem Lager bedient werden. Sehr vorsichtig war wiederum die Investitionstätigkeit der REMA TIP TOP GmbH. Dies hängt teilweise auch mit den deutlichen Lohnkostennachteilen am Standort Poing zusammen. Andere Tochtergesellschaften sowohl in Deutschland als auch im Ausland bieten bei vergleichbarer Qualifizierung der Mitarbeiter teilweise deutliche Kostenvorteile. Überwiegend positiv entwickelt haben sich die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Dies gilt für die Tochtergesellschaften im Inland und Europa genau so wie für die Regionen Nordamerika, Afrika und Asien / Australien. Hier machte sich unsere Ausrichtung als Systemanbieter mit hoher Problemlösungskompetenz deutlich bemerkbar. 3. Die Ertragslage unserer GesellschaftNachdem die Umsatzerlöse der REMA TIP TOP GmbH in 2009 um mehr als 25 % auf nur noch Mio EUR 114,8 abgestürzt sind, konnten sie sich in 2010 wieder auf Mio EUR 132,0 erholen. Teilweise ist diese Steigerung aber auch preisinduziert, da die gestiegenen Rohstoffpreise an die Kunden weitergegeben werden mussten. Besonders positiv entwickelt hat sich das Auslandsgeschäft. Hier konnte sich die Sparte Automotive um 23,2 % und die Sparte Industrie um 26,8 % steigern. Differenziert nach Handelswaren und Eigenerzeugnisse / Dienstleistungen konnten die Umsätze mit Gütern aus eigener Produktion bzw. Dienstleistungen und damit die eigene Wertschöpfung deutlich überproportional gesteigert werden. Die ausgewiesene Erhöhung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse ist zum einen auf den Aufbau von Pufferlägern zurückzuführen, zum anderen aber auch auf die höheren Rohstoffpreise, die sich in den Herstellungskosten niederschlagen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Kostenbelastungen an Tochtergesellschaften für direkt zurechenbare Kosten enthalten. Die Materialeinsatzquote im Verhältnis zu Umsatzerlösen und Bestandsveränderung erhöhte sich bedingt durch die dramatischen Preissteigerungen bei wichtigen Rohstoffen von 41,7 auf 44,2 %. Ein höherer Anstieg konnte durch ein geschicktes Timing bei der Beschaffung verhindert werden. Die Auftragsstruktur hat sich qualitativ im Vergleich zum Vorjahr nicht verschlechtert. Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter stiegen um TEUR 1.103. Zwar wirkte sich der Personalabbau aus 2009 nun erstmals ganzjährig aus, gleichzeitig entfiel aber die Entlastung aus Kurzarbeit, die im Vorjahr noch für 4 Monate in Anspruch genommen worden war. Die Anzahl der Mitarbeiter reduzierte sich nochmals leicht um 16. Hierin sind auch Übertritte in verbundene Unternehmen enthalten. In den Aufwendungen für soziale Abgaben und für Altersversorgung schlagen sich die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes nieder. So wurden erstmalig die anteilig enthaltenen Finanzierungskosten dem Finanzergebnis zugeordnet, wodurch der Personalaufwand um TEUR 1.053 entlastet wurde. Der anteilige Personalaufwand aus der Pensionsrückstellung beläuft sich nur auf TEUR 40. Aufgrund der vorsichtigen Investitionspolitik reduzierten sich die planmäßigen Abschreibungen leicht. Der überwiegende Teil des Maschinenparks sowie die Gebäude sind von der STAHLGRUBER AG im Rahmen eines Betriebspachtvertrages angemietet. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit Mio EUR 5,5 (Vj. Mio EUR 5,6) insbesondere die Kosten aus der Betriebspacht und mit Mio EUR 2,0 (Vj. Mio EUR 2,1) Kosten für Leistungen der STAHLGRUBER AG und der STAHLGRUBER GmbH enthalten. Neu abgeschlossen wurden 2 Ergebnisabführungsverträge mit Tochtergesellschaften, welche über die Rema Holding GmbH gehalten werden. Hieraus ergaben sich Erträge in Höhe von TEUR 2.260. Die Zinserträge und die Zinsaufwendungen fielen weitgehend gegenüber verbundenen Unternehmen an und betreffen die Verzinsung der Verrechnungskonten. Darüber hinaus sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.053 enthalten. Im außerordentlichen Ergebnis werden im Wesentlichen die Aufwendungen aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen im Zuge des Bilanzrechtsreformgesetzes ausgewiesen. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht Gebrauch, die Aufwendungen auf 15 Jahre zu verteilen. Trotz der zum Jahresende noch nicht vollständig aufgebrauchten Verlustvorträge ergaben sich Aufwendungen für Ertragsteuern. Diese resultieren aus der sogenannten Mindestbesteuerung. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern wurde nicht in Anspruch genommen. 4. Die Vermögens- und Liquiditätslage unserer GesellschaftWie schon im Vorjahr wird die Vermögenslage und die Liquiditätslage der REMA TIP TOP GmbH ganz wesentlich geprägt durch die Einbindung in die Stahlgruber Gruppe. So sind auf der Aktivseite der Gesellschaft mehr als 50 % der Vermögensgegenstände gebunden durch Anteile und Forderungen an verbundene Unternehmen, die Finanzierung wird zum ganz überwiegenden Teil durch Eigenmittel bzw. kurzfristig zur Verfügung gestellte Mittel der Muttergesellschaft sichergestellt. Bankverbindlichkeiten mussten nicht in Anspruch genommen werden. Die Investitionen im Geschäftsjahr 2010 entfallen im Wesentlichen auf ein neues Walzwerk und auf EDV Ausstattung. Nennenswerte Neuzugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen ergaben sich nicht. Der Zugang bei den Finanzanlagen ist auf eine Kapitalerhöhung und auf Ausleihungen an eine Tochtergesellschaft in Südafrika insbesondere zum Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an einem wesentlichen Wettbewerber zurückzuführen. Die Vorräte blieben in absoluter Höhe nahezu unverändert. Eine Bewertungsanpassung an das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz war nicht notwendig. Wertmäßig liegen die Bestände nur knapp über dem derzeitigen Auftragsbestand. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben trotz des deutlichen Umsatzanstiegs in etwa auf Vorjahreshöhe. Zu nennenswerten Forderungsausfällen im Berichtsjahr kam es nicht. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen schlagen sich im Wesentlichen die Ausschüttungen der vergangenen Jahre nieder. Ansprüche auf Erstattung einbehaltener Kapitalertragsteuer sind wesentlicher Inhalt der sonstigen Vermögensgegenstände. Die Eigenkapitalquote liegt weiterhin über 50 % und ist damit außerordentlich hoch. Innerhalb des Eigenkapitals werden Mio EUR 35 Genussrechtskapital ausgewiesen, die dem Unternehmen langfristig zur Verfügung stehen und zur Verrechnung mit Verlusten herangezogen werden können. Sie sind mit einer regelmäßigen Verzinsung von 6 % ausgestattet, deren Zahlung aber an Bedingungen hinsichtlich des ausschüttungsfähigen Eigenkapitals gebunden ist. Die Rückstellungen für Pensionen betreffen nahezu ausschließlich aktive Mitarbeiter. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf Zinseffekte und auf die Anpassung an neue Bilanzierungsvorschriften zurückzuführen. Da die Gesellschaft von ihrem Wahlrecht zur Verteilung des Aufwandes auf 15 Jahre Gebrauch macht, verbleibt eine Unterdeckung der Pensionsrückstellung von TEUR 6.480. Unter den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Verpflichtungen aus Altersteilzeit (TEUR 1.408; Vj. TEUR 1.703), Berufsgenossenschaft (TEUR 821; Vj. TEUR 765) und für Gewährleistungen (TEUR 1.933, Vj. TEUR 481) passiviert. Lieferantenverbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Beachtung der vereinbarten Zahlungsziele beglichen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nahezu ausschließlich gegenüber der Muttergesellschaft, die entsprechend der Finanzstruktur des STAHLGRUBER Konzerns die REMA TIP TOP GmbH im Wesentlichen finanziert. Zusätzlich haben mehrere Tochtergesellschaften ihre nicht benötigten liquiden Mittel bei der Gesellschaft als verzinsliches Darlehen angelegt. 5. PersonalentwicklungNach dem massiven Stellenabbau in 2009 kehrte in 2010 wieder Normalität ein. Zwar kam es nochmals zu einem Rückgang der Mitarbeiterzahl. Dies sind im Wesentlichen aber Folgeeffekte aus den Maßnahmen des Vorjahres. Kurzarbeit kam im Berichtsjahr nicht mehr zum Einsatz. Die Produktion in den Werken läuft derzeit überwiegend im Zwei- bzw. Dreischichtbetrieb. Wochenend- und Feiertagsschichten werden wegen der damit verbundenen hohen Lohnzusatzkosten aber soweit als möglich vermieden. Sorgen macht uns derzeit die voraussichtliche Entwicklung der tariflichen Löhne und Gehälter. Leider orientieren sich die Tarifparteien hier eher an der chemischen Großindustrie als an mittelständischen Unternehmen, die wie wir in intensivem Preiswettbewerb stehen und deren Produkte weltweit in vergleichbaren Qualitäten produziert werden können. 6. RisikoberichtDas Unternehmen refinanziert sich überwiegend durch Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen. Aufgrund der Finanzierungsstruktur sind nennenswerte Zinsänderungsrisiken ebenso wenig gegeben wie kurzfristige Liquiditätsrisiken. Fremdwährungsrisiken aus Forderungen oder Verbindlichkeiten sind von untergeordneter Bedeutung, da der überwiegende Teil des Geschäftsvolumens in EURO abgerechnet wird. Negative Auswirkungen aus sich verändernden Wechselkursrelationen werden zum einen häufig durch einen natürlichen Hedge zwischen Einkaufspreisen und Verkaufspreisen abgemildert, zum anderen kann die Gesellschaft hierauf durch die gezielte Verlagerung von Produktionsvolumina in Schwachwährungsländer reagieren. Auswirkungen auf die Ertragslage können sich durch starke Schwankungen der Rohstoffpreise ergeben. Die REMA TIP TOP GmbH sichert sich hiergegen teilweise durch den Abschluss von Rahmenverträgen ab. Bedingt durch die Forderungsstruktur haben einzelne Forderungsausfälle keinen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft. Die verbleibenden Ausfallrisiken werden durch ständige Verbesserungen des Forderungsmanagements minimiert. Risiken aus der Produkthaftung sind durch Versicherungen weitgehend abgedeckt. Risiken, welche über das allgemeine wirtschaftliche Risiko hinausgehen und welche die Entwicklung der REMA TIP TOP GmbH einzeln oder kumulativ nachhaltig beeinträchtigen oder gar zu einer Bestandsgefährdung führen könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. 7. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ereignet. 8. Voraussichtliche EntwicklungDie Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland scheint in 2011 zunächst dem positiven Trend aus 2010 zu folgen. Auch für das laufende Jahr wird eine deutliche Steigerung der Wirtschaftsleistung, eine erneute Abnahme der Arbeitslosigkeit sowie ein Rückgang der Staatsverschuldung erwartet. Weltweit ist die Stimmungslage deutlich differenzierter, aber insgesamt erheblich besser als im Vorjahr. Zwar löste ein schweres Erdbeben in Japan mit entsprechenden Folgeschäden zunächst auch Schockwellen für die Weltwirtschaft aus, rasch gelangten die Märkte aber zu der Überzeugung, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen überwiegend regional beschränkt bleiben sollten. Dabei darf aber nicht übersehen werden, dass gleichzeitig die Risiken der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung deutlich gestiegen sind. Zum einen erscheinen die Märkte, insbesondere im Rohstoffsektor, schon wieder von Spekulationsblasen gekennzeichnet, zum anderen ist noch vollkommen unklar, wie einige Staaten in Europa ihre aufgelaufenen Schuldenberge wieder abtragen wollen. Obwohl die Zentralbanken überwiegend noch an einer Politik des billigen Geldes festhalten, haben sich die Marktzinsen am langen Ende, unabhängig von eventuellen Risikoprämien für schwache Schuldner, von ihren Tiefstständen bereits wieder deutlich entfernt. Gleichzeitig droht sich der Inflationsdruck aus dem Rohstoffsektor über Zweitrundeneffekte aus den aktuellen Tarifverhandlungen weiter zu erhöhen, so dass der erste Zinsschritt der EZB Anfang 2011 möglicherweise nicht der letzte gewesen ist. Welche Auswirkungen das schwere Erdbeben in Japan und der dadurch verursachte Störfall in mehreren Atomreaktoren tatsächlich auf die Weltwirtschaft haben kann, wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen. Für die kautschukverarbeitende Industrie geht der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk) weltweit von einer günstigen wirtschaftlichen Entwicklung für die Jahre 2011 und später aus. Die weltweite Produktion soll sich bis 2015 auf 88,5 Mrd USD erhöhen. Große Risiken werden derzeit jedoch in der weiteren Preisentwicklung für Natur- und Synthesekautschuk gesehen. Da die Produktion von Naturkautschuk im Wesentlichen nur durch die Ausweitung der knappen Nutzflächen gesteigert werden kann und der Preis für Synthesekautschuk sehr stark am Rohölpreis hängt, muss mittelfristig mit weiteren Preissteigerungen gerechnet werden. Kurzfristig kann es aber auch zu heftigen Einbrüchen kommen, wenn sich spekulativ getriebene Preisentwicklungen ohne reale Nachfrage auflösen oder sogar ins Gegenteil verkehren. Für die REMA TIP TOP GmbH gehen wir von einem stabilen Geschäftsverlauf aus. Zwar planen wir ein moderates Umsatzwachstum, dies ist aber überwiegend preisbedingt zu sehen. Ergebniseffekte werden sich im Wesentlichen aus den bereits umgesetzten Sparmaßnahmen ergeben, die sich in 2011 nochmals positiv auswirken. Gleichzeitig erwarten wir aber Belastungen durch die Steigerung der tariflichen Löhne und Gehälter sowie die Entwicklung der sozialen Abgaben. Belastend werden sich die explodierenden Rohstoffpreise im ersten Quartal 2011 auswirken. Zwar wurde ein erheblicher Teil des Jahresbedarfs durch Termingeschäfte auf niedrigerer Basis abgesichert, insgesamt wird sich die Materialeinsatzquote aber trotzdem signifikant erhöhen. Derzeit gehen wir davon aus, dass die Preissteigerungen an die Abnehmer weitergegeben werden können. Die Investitionspolitik bleibt in 2011 sehr vorsichtig und wird im Wesentlichen nur Ersatzmaßnahmen betreffen. Hiervon nicht betroffen ist das Werkestrukturkonzept, das eine Bündelung der Produktionskompetenzen an einzelnen Standorten der REMA TIP TOP GmbH und bei anderen Tochtergesellschaften verfolgt. Die hierzu notwendigen Investitionen in die Infrastruktur werden durch Vorleistungen der Muttergesellschaft erbracht. Wesentliche Wachstumsimpulse werden sich in 2011 eher bei den Tochtergesellschaften ergeben. Durch unsere weltweite Präsenz werden wir auch von der Dynamik der asiatischen Märkte profitieren. Gute Aussichten rechnen wir uns darüber hinaus für den afrikanischen Markt aus, der allmählich Anschluss an die Industrienationen findet und durch seinen Reichtum an Bodenschätzen nachhaltiges Wachstum verspricht. Unabhängig von der derzeitigen wirtschaftlichen Situation beabsichtigen wir auch weiterhin, unsere Marktposition durch Übernahme von kleineren, hoch spezialisierten Unternehmen mit komplementärem Produktprogramm im In- und Ausland abzurunden. Soweit sich hier interessante Möglichkeiten ergeben, können wir in Verbindung mit den finanziellen Ressourcen der STAHLGRUBER AG rasch reagieren. Das Zinsergebnis wird sich 2011 voraussichtlich leicht verbessern. Zwar wird sich bei den Vorräten ein leichter Bestandsaufbau ergeben um die Lieferfähigkeit zu optimieren, der daraus resultierende Kapitalbedarf wird aber durch die Ausschüttungen der Tochtergesellschaften und die verhaltene Investitionspolitik kompensiert, so dass von einem deutlich positiven Cash Flow auszugehen ist. Basierend auf den obigen Prämissen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2011 ein verbessertes operatives Ergebnis. Für die Folgejahre gehen wir bei einer stabilen Entwicklung der Weltwirtschaft für die REMA TIP TOP GmbH weiterhin von einem gemäßigten Wachstum und leicht steigenden Jahresergebnissen aus. Die wesentlichen Impulse für die weitere Entwicklung unserer Unternehmensgruppe werden sich hingegen aus den nationalen und internationalen Tochterunternehmen ergeben. Bedingt durch unsere solide finanzielle Struktur und die hervorragende Marktstellung, die wir uns in den vergangenen Jahrzehnten erworben haben, sehen wir uns für die Zukunft gut gerüstet. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der REMA TIP TOP GmbH, Poing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, 27. April 2011 MAZARS
Hemmelrath GmbH
Zelger, Wirtschaftsprüfer Abel, Wirtschaftsprüfer |
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