Tele-Kabel-Ingenieurgesellschaft mbH (TKImbH)

Curiestraße 19, 09117 Chemnitz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 731
Eingetragen
20.9.1990
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Gegenstand
Planung und Baudurchführung von Telekommunikationsanlagen aller Art, sowie die Erbringung von Ingenieurleistungen, Beratung in organisatorischen Fragen, finanzielle und technische Betreuung von Bauvorhaben der Telekommunikation im privaten und gewerblichen Bereich, sowie der Handel mit allen Geräten, Apparaten, Kabeln und allem Zubehör. Desweiteren Planung und Baudurchführung gebäudetechnischer Anlagen, Anlagen der Elektrotechnik und Regelungstechnik sowie Ausführung von Elektroinstallations- und Montagearbeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Köhler
seit 12.10.2023
Prokura
Emanuel Maria Hell
seit 12.10.2023
Prokura
Tino Koschorrek
seit 12.10.2023
Prokura
Uwe Hofmann
seit 29.7.2014
Prokura
Jürgen Steinert
seit 27.7.2012
Prokura
Matthias Dr. Pohler
seit 18.9.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Lichtenaus
30000
50.00%
Chemnitz
30000
50.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tele-Kabel-Ingenieurgesellschaft mbH (TKI-mbH)

Chemnitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Tele-Kabel-Ingenieurgesellschaft mbH (im weiteren TKI genannt) wurde am 18.05.1990 gegründet. Sitz der Gesellschaft ist Chemnitz. Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert.

Die Geschäftstätigkeit der TKI umfasst die Planung und den Bau von Telekommunikationsnetzen aller Art, die Erbringung von Ingenieur- und Beratungsleistungen, den Betrieb und die Netzverwaltung von Telekommunikationsnetzen, die Erstellung, Vertrieb, Schulung und Support von Softwarelösungen zur optimierten Planung, digitalen Baustelle, Dokumentation und Netzmanagement von Telekommunikationsnetzen sowie den Handel mit ausgewählten Bauteilen und Komponenten. Die TKI ist spezialisiert auf Komplettleistungen und schlüsselfertige Erstellung von Breitbandnetzen (FTTH) sowie die Überarbeitung bestehender hybrider Koaxial-Glasfasernetze auf ein neues technologisches Niveau.

Die TKI arbeitet im Wesentlichen im deutschen Markt. Auch im Geschäftsjahr 2023 wurden wiederholt Umsatzerlöse in internationalen Softwareprojekten mit Schwerpunkten in der Schweiz, Belgien und Österreich sowie in Nordamerika und Indien erzielt.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen:

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024).

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern.

Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von EUR 82,7 Mrd. Das waren etwa EUR 14 rd. weniger als im Jahr 2022 (EUR 96,9 Mrd.). Vor allem der Bund konnte sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern. Im Jahr 2022 hatten die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiekrise und Stabilisierung der Wirtschaft zu hohen Ausgaben geführt. Im Jahr 2023 erfolgten zwar ebenfalls umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse, es entfielen aber größtenteils die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, zum Beispiel für Tests und Impfstoffe. Daneben zahlte der Bund auch weniger Transfers an Länder und Sozialversicherungen, deren Finanzierungssalden sich dadurch verschlechterten. Die anhaltende finanzielle Belastung durch die große Zahl an Geflüchteten machte sich vor allem bei den gestiegenen Ausgaben der Gemeinden bemerkbar, die ebenso wie Bund und Länder das Jahr 2023 mit einem Defizit abschlossen. Bezogen auf das BIP in jeweiligen Preisen ergibt sich für den Staat im Jahr 2023 eine Defizitquote von 2,0 %, die damit deutlich niedriger war als in den drei vorangegangenen Jahren. Sie liegt auch unterhalb des europäischen Referenzwertes von 3 % aus dem Stabilitäts- und Wachstumspakt, der allerdings bis einschließlich 2023 ausgesetzt war.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen:Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen des Telekommunikationsmarktes im Jahr 2023 waren wiederholt sehr gut. Die Umsätze im TK-Gesamtmarkt sind im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr gleichbleibend hoch und betrugen EUR 60,2 Mrd. Dabei bleiben beide Teilmärkte in ihren Umsatzgrößen konstant (Festnetz EUR 32,6 Mrd., Mobilfunk EUR 27,6 Mrd. (Quelle: 25. TK-Marktanalyse Deutschland 2023, Dialog Consult, VATM).

Die Investitionen des Gesamtmarktes (Festnetz und Mobilfunk) im Jahr 2023 erhöhten sich das fünfte Jahr in Folge und betrugen EUR 13,6 Mrd. Somit wurden im Jahr 2022 ca. EUR 0,4 Mrd. mehr als im Jahr 2022 investiert. Dabei investieren die Wettbewerbsunternehmen im Jahr 2023 fast doppelt so viel wie die Deutsche Telekom. Der Großteil der Sachinvestitionen fließt in FTTB/H- und 5G-Infrastruktur.

Für dieses weiterhin hohen Investitionen sorgten der stetige Wettbewerbsdruck der Telekommunikationsunternehmen sowie der grundsätzliche Bedarf am Glasfaserausbau sowohl im Privatkunden- als auch im Geschäftskundensegment. Der Marktanteil der FTTB/H Breitbandanschlüsse stieg in Deutschland mit ca. 800.000 neuen Anschlüssen auf 11,4 % an. Ein Wachstum um 23,5 %. Auch die Verfügbarkeit von Glasfaseranschlüssen (Homes Passed) steigt mit vergleichbaren Wachstumsraten von 13,0 Mio. Anschlüssen auf 16,2 Mio. Anschlüssen an.

Belebend wirkten sich weitere Finanzinvestitionen von Banken, Fonds und Private Equity Häusern in die finanzielle Ausstattung von bestehenden Anbietern aus. Auch die umfangreichen neuen Fördermittel des Bundes sowie einzelner Länder tragen zum hohen Investitionsniveau der Branche bei.

Der hohe Leitzins der EZB von etwa 4,5 % Ende 2023 im Vergleich zu 0 % im Jahr 2022 zeigt bei den Investitionen der Branche insgesamt noch keine negativen Auswirkungen.

Wie auch im Vorjahr zeigten sich Stadtwerke und regionale Energieversorger beim Breitbandausbau engagiert. Durch Digitalisierungsbestrebungen und neuen Anforderungen an die intelligente Vernetzung aller Netzsektoren wächst der Bedarf an dem Ausbau der Glasfaser basierten Kommunikationsnetze.

Regulatorisch war das vergangene Geschäftsjahr durch keine Entscheidungen der Bundesnetzagentur geprägt, die wesentliche Auswirken auf den Ausbau der Breitbandnetze hatten.

b) Geschäftsverlauf

Weiterhin positiv auf den Geschäftsverlauf der TKI wirkten sich die leicht gestiegenen Investitionen des Marktes in Next Generation Access Netze aus, die durch einen mehrjährigen Ausbau und unabhängig von kurzfristigen Markttendenzen charakterisiert sind.

In diesem Segment konnte TKI seine Dienstleistungstätigkeit in allen Geschäftsfeldern beim Ausbau von Glasfasernetzen bis ins Gebäude (FTTH) auch im Jahr 2023 wiederholt mit zweistelligen Wachstumsraten erbringen.

Der Glasfaserausbau führte zu einer wiederholt hohen Nachfrage nach modernen Softwarelösungen für die Planung, den Bau und Dokumentation der Glasfasernetze.

Die eigene innovative Plattformsoftware für

- die hochautomatisierte und optimierte Planung,

- Digitalisierungslösungen für den effizienten Bau und

- die einfache und schnelle Dokumentation von Breitbandnetzen

wird im Rahmen des FTTH-Ausbaus sowohl von Planungs- und Baufirmen als auch von Netzbetreibern intensiv eingesetzt.

Zur Erreichung der Innovationsführerschaft kooperiert TKI mit anderen Softwareherstellern aus Deutschland, Kanada und Belgien, um die eigen entwickelten Softwareprodukte kundenorientiert und entlang der Wertschöpfungskette des FTTH-Ausbaus marktwirksam zu erweitern.

Auch die verstetigte Nachfrage nach der Planung von Smart City Infrastrukturen wirkte sich positiv auf den Geschäftsverlauf aus. Die TKI begleitet als Ingenieurdienstleister weiterhin mehrere innerstädtische Smart City Quartiere, insbesondere im Großraum Berlin und Frankfurt.

Das Geschäftsfeld Beratung umfasst die Bereiche

a) kommunale Auftraggeber (Gemeinden/Landkreise/Landesregierungen), b) Energieversorgungsunternehmen, c) Wohnungswirtschaftsunternehmen & Smart City und d) Private Equity Investoren.

Die Geschäftstätigkeit konnte in allen vier Segmenten stabil weitergeführt bzw. ausgebaut werden. Wiederholt ist TKI für die Großwohnungswirtschaft tätig und erbringt Beratungsdienstleitungen für die Multimediaversorgung der Wohneinheiten, der Vernetzung der Gebäude untereinander (NE 3) sowie der Bauüberwachung im Rahmen des FTTH-Ausbaus der Wohnungen (NE 4).

Den Nachfragetrend nach integrierten Lösungen konnte TKI mit eigenen Produkten und Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Netzausbaus- und Netzbetriebes sowie vielfältigen kundenbezogenen Dienstleistungsangeboten geschäftswirksam bedienen. Darüber hinaus führte TKI im nennenswerten Umfang GIS-Migrationsprojekte und Dokumentationsprojekte für Netzbetreiber im geförderten wie eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau durch.

Die TKI hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter durchgeführt. Im Mittelpunkt standen dabei vorrangig Maßnahmen zur Qualifizierung, Zertifizierung und Weiterbildung unseres Mess- und Montagepersonals. Ferner die Ausbildung der eigenen Mitarbeiter mit dem Umgang der neuen Softwaretools wie NET Build, NET Cloud und NET Cloud Foto App, um auch zukünftig den steigenden Anforderungen der schnelllebigen Telekommunikationsbranche gerecht werden zu können. Die Anwendung der eigenen Softwaretools im Rahmen der Turn Key Projekte ermöglicht, neue technische Trends frühzeitig in unser Produktportfolio aufzunehmen.

Die Entwicklungstätigkeit konzentriert sich auf die Erstellung von Softwarelösungen für den optimierten und hochautomatisierten Planungs-, Bau-, Dokumentations- und Betriebsprozess von Glasfasernetzen. Im Bereich der Objekterkennung mittels Scann-Technologien wird an dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz geforscht und entwickelt. Die Schulung eigener Mitarbeiter und Ausbildung für TKI arbeitender Subunternehmer stabilisiert die Marktstellung von TKI als Gesamtanbieter für die Planung, Errichtung und Dokumentation moderner Kommunikationsnetze.

Die Geschäftsentwicklung der TKI verlief im abgelaufenen Berichtsjahr 2023 wiederholt sehr positiv und hat die im Vorjahr getroffenen Prognosen zum Teil deutlich übertroffen.

c) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die wesentlichen Kennzahlen stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
Rohertrag (in TEUR) 27.162,5 17.833,5 9.329,0 52,3%
Personalaufwand (in TEUR) 10.055,0 8.758,0 1.297,0 14,8%
Personalaufwandsquote (in % zum Rohertrag) 37,0 49,1 -12,1
Mitarbeiter (Ø Anzahl) 160 145 15 10,3%
EBITDA (bereinigt * , in TEUR) 14.911,9 6.982,8 7.929,1 113,6%
EBITDA-Quote (bereinigt * , in % zum Rohertrag) 54,9 39,2 15,7
Abschreibungen (ohne Finanzanlagen, in TEUR) 678,2 597,0 81,2 13,6%
Jahresergebnis (in TEUR) 11.490,0 4.542,0 6.948,0 153,0%
Bilanzsumme (in TEUR) 32.774,3 22.335,5 10.438,8 46,7%
Investitionen (ohne Finanzanlagen, in TEUR) 819,5 96,6 722,9 748,3%
Working Capital ** (in TEUR) 12.269,4 4.772,8 7.496,6 157,1%
Liquide Mittel (in TEUR) 22.908,6 9.629,7 13.278,9 137,9%
Bilanzielles Eigenkapital (in TEUR) 15.988,6 9.262,0 6.726,6 72,6%
Eigenkapitalquote (in %) 48,8 41,5 7,3
Cashflow laufende Geschäftstätigkeit (in TEUR) 17.229,5 2.464,4 14.765,1 599,1%

*) Bereinigt um neutrale Erträge und Aufwendungen

**) Kurzfristige Vermögenswerte (inkl. liquide Mittel) ./. Kurzfristiges Fremdkapital (inkl. Rückstellungen)

Der Rohertrag der TKI erhöhte sich stark um ca. 52 % gegenüber dem Vorjahr und beträgt EUR 27,2 Mio. Anzumerken ist hierbei, dass das Wachstum auf die hohe Nachfrage nach der eigenen FTTH-Softwareplattform sowie auf die Durchführung von Turn Key Projekten (schlüsselfertige Lösungen) zurückzuführen ist.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Personalbestand auf 160 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt gestiegen. Infolge des Zuwachses und der Gehaltsentwicklung ist der Personalaufwand im Vorjahresvergleich um knapp 15 % höher, die Relation zum Rohertrag hat sich hingegen um 12-Prozentpunkte verbessert.

Das bereinigte EBITDA erhöhte sich überproportional um mehr als 100 % und beträgt EUR 14,9 Mio. im Jahr 2023. Im bereinigten EBITDA werden neutrale Erträge in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr neutrale Aufwendungen in Höhe von EUR 0,1 Mio.) nicht ausgewiesen. Basierend auf dem hohen Wachstum ist das Jahresergebnis um 153 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen und beträgt EUR 11,4 Mio.

Die Bilanzsumme der TKI belief sich zum Stichtag 31.12.2023 auf EUR 32,8 Mio. und lag damit über dem Vorjahreswert (EUR +10,4 Mio.). Während auf der Aktivseite vor allem ein höherer Bestand an liquiden Mitteln (EUR +13,3 Mio.) zu verzeichnen ist, führten auf der Passivseite der Anstieg des bilanziellen Eigenkapitals (EUR +6,7 Mio.) und der Steuerrückstellungen (EUR +2,3 Mio.) zu dieser Entwicklung.

Investitionen in Höhe von insgesamt EUR 0,8 Mio. erfolgten Technische Anlagen und Maschinen sowie in moderne Softwareprogramme, Datenbanken und Hochleistungsserver. Weitere Investitionen wurden im Bereich, umweltfreundliche Energieversorgung der Betriebsgebäude und sonstige Anlagenerhaltung getätigt. Die Investitionen in 2023 liegen über den Abschreibungen.

Beim Working Capital (Saldo aus kurzfristigen Vermögenswerten und kurzfristigem Fremdkapital) ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um EUR 7,5 Mio. zu verzeichnen. Dieser Anstieg ist vor allem auf den höheren Bestand an liquiden Mitteln (EUR +13,3 Mio.) zurückzuführen. Gegenläufig wirkten hier der stichtagsbedingte Rückgang bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR -3,2 Mio.) und der Anstieg der Steuerrückstellungen (EUR +2,3 Mio.).

Die Liquiditätslage konnte vor allem durch den auf EUR 17,2 Mio. angestiegenen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit nochmals deutlich verbessert werden. Aufgrund der hohen Liquidität können Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllt werden.

Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich auf EUR 16,0 Mio. und führt in Relation zu der Bilanzsumme zu einer gestiegenen Eigenkapitalquote von 48,8 % (Vorjahr 41,5 %).

Die Vermögens- und Kapitalstrukturen zeigen einen soliden Aufbau der Unternehmensfinanzierung und stellen eine solide Basis für die Weiterentwicklung des Unternehmens dar. Somit sieht TKI in seiner geordneten Vermögens- und Finanzlage eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, auch künftig erfolgreich arbeiten und investieren zu können.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft steckt in der Krise fest. Dabei belasten sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Faktoren. Nach einem Rückgang um 0,3% in 2023 wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in 2024 wohl nur stagnieren, in den Jahren ab 2025 dürfte eine allmähliche Erholung einsetzen. In den kommenden Jahren macht sich der demografische Wandel bemerkbar, der zu einem Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials führen wird. Die Inflationsrate wird weiter sinken, von durchschnittlich 5,9 % in 2023 auf ca. 2 % in 2024 und den nächsten beiden Jahren, insbesondere Energie wird günstiger als in 2023 (Quelle: ifo Konjunkturprognose Herbst 2024). Die für das erste Quartal 2025 geplante vorgezogene Bundestagswahl trägt zu einer hohen Unsicherheit bei.

Prognose zur Gesamtwirtschaft: TKI erwartet für das Jahr 2024 keine konjunkturelle Erholung, eine sinkende Inflation bei einem weiterhin hohen Leitzins der EZB.

Im deutschsprachigen Raum gibt es milliardenschwere eigenwirtschaftliche Ausbauprojekte für den Aufbau neuer Glasfasernetze (FTTH). Diese werden zum einen durch die Deutsche Telekom umgesetzt, zum anderen durch Alternative Carrier. Diese wiederum erhalten die Finanzmittel von kommunalen oder städtischen Eigentümern, Private Equity Investoren, Förderbanken, Privatbanken und Pensionsfonds.

Darüber hinaus stellen der Bund und die Länder in erheblichem Umfang Fördermittel für den Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen zur Erschließung der weißen und grauen Flecke in Deutschland zur Verfügung.

Zum Stand Mitte 2024 sind auf Grundlage der Gigabit-Richtlinie 1.0 beziehungsweise 2.0 EUR 7,3 Mrd. an Bundesförderung beantragt worden. Davon bewilligt wurden bisher Mittel in Höhe von rund EUR 6,6 Mrd. Der Mittelabfluss beträgt allerdings nur EUR 44.1 Mio. (Quelle: Deutscher Bundestag, Digitales - Antwort - hib 571/2024).

Kofinanziert werden die Bundesmittel mit Mitteln der Länder. Da es durch das weiterhin schlecht aufgesetzte und gemanagte Förderprogramm des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr zu Investitionsstaus in den vergangenen Jahren gekommen ist, erwarten wir eine erhöhte Umsetzungsgeschwindigkeit und Investitionstätigkeit im Jahr 2024 sowie Folgejahren.

In Summe sehen wir weiterhin eine stabile Entwicklung des TK-Gesamtmarktes, die u.a. durch weitere Investitionen in neue passive Netzinfrastrukturen für die FTTH-Erschließung aller Gebäude, die Vernetzung aller Gewerke beim Ausbau von Smart Cities, die Investitionen in die Digitalisierung und neuen Netzinfrastrukturen für die Energietransformation sowie den weiteren Ausbau der 5G Mobilfunkinfrastruktur geprägt ist.

Prognose zur Entwicklung der Branche: TKI erwartet für das Jahr 2024 einen stabilen Umsatz im TK-Gesamtmarkt bei leicht geringerer Investitionsquote.

Durch die Seitwärtsbewegung bzw. leichten Abschwung des TK-Marktes, die aktuelle Zinssituation und Verringerung des Bruttoinlandproduktes in Deutschland erwarten wir für das Jahr 2024 einen Rückgang des Rohertrages im Vergleich zum Jahr 2023 im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

Auf Grund des breiten wettbewerbsfähigen Dienstleistungsangebotes, der langjährigen innovativen Entwicklung der NET Software-Plattform sowie dem guten Marktzugang für die Gewinnung von profitablen Aufträgen rechnet das Unternehmen für das Jahr 2024 mit einem weiterhin positiven Jahresergebnis, welches im Vergleich zum Jahr 2023 im niedrigen bis mittleren zweistelligen Prozentbereich rückläufig budgetiert wird.

Die Investitionstätigkeit wird sich 2024 a) auf neue Geschäftsfelder wie die Planung und den Ausbau von Nahwärmenetzen und b) in den etablierten Geschäftsfeldern auf den Erhalt und die Modernisierung des Anlagevermögens und die Entwicklung weiterer Dienstleistungsprodukte in den Bereichen des passiven Netzausbaus und der Netzverwaltung, der Digitalisierung sowie der umfassenden Softwarelösungen für das Infrastrukturmanagementgeschäft konzentrieren. Hierzu werden Investitionen in die Softwareentwicklung einer Lösung zur volldigitalen Bearbeitung eines Glasfaserausbauprojektes entlang der gesamten Wertschöpfungskette getätigt. In Summe werden Investitionsmittel von bis zu EUR 1,5 Mio. eingeplant.

Um den Anforderungen der wachsenden Anzahl der Softwarekunden gerecht zu werden, werden im Jahr 2024 der Schulungsbereich und die Support-Dienstleistungen wiederholt erweitert.

Der Personalbestand der TKI, vorrangig in der Softwareentwicklung, wird im Jahr 2024 um ca. 15 % wachsen.

Auch wird stetig die Option der Beteiligung an anderen Unternehmen der Branche analysiert. Das organische Wachstum sowie die Sicherung und der Aufbau von eigenen Ressourcen stehen im Vordergrund.

Die Geschäftspolitik der TKI wird im Wesentlichen unverändert bleiben.

b) Chancenbericht

Mit ihrer Personal- und Ausrüstungsstruktur, der eigenen innovativen Softwarelösung zur Netzplanung, Netzoptimierung und Netzerrichtung sowie der langjährigen Praxiserfahrung mit guten Geschäftsbeziehungen sieht sich TKI für die Realisierung weiterer Glasfasernetze gut vorbereitet und ist an den führenden Projekten sowohl auf Seiten der Telekommunikationsanbieter, Energieversorger als auch auf Seiten der Kabelnetzbetreiber beteiligt. Die Geschäftsführung schätzt die zukünftige Entwicklung des Unternehmens, für einen Prognosezeitraum von 12 Monaten, als stabil ein.

Chancen aus der Entwicklung der Rahmenbedingungen: Kupferbasierte Anschlüsse stellen immer noch mit ca. 65 % die mit Abstand wichtigste Anschlussform an das Breitbandnetz dar (Quelle: 6. Marktanalyse Gigabit-Anschlüsse 2024, Dialog Consult, VATM). Diese basieren vornehmlich auf der Infrastruktur der Telekom, so dass hierdurch ein Infrastrukturwettbewerb initiiert wird und Dienstleitungsoptionen im Bereich der Planung und dem Bau von rein Glasfaser basierten Zugangsnetzen entstehen.

Die staatlichen Förderungen beim Aufbau von Breitbandinfrastrukturen in unterversorgten Regionen (sogenannte Weiße und Graue Flecken) benötigen über den Bedarf aus eigenwirtschaftlichen Investitionen hinaus zusätzliche Planungs- und Baukapazitäten.

TKI kann diese anhaltende Nachfrage nach Dienstleistungen und Softwarelösungen bestens bedienen.

Unternehmensstrategische Chancen:Die unternehmensstrategischen Chancen werden in einer konsequent technologieneutralen, anbieterneutralen und marktunabhängigen Dienstleistungstätigkeit gesehen. Ferner strebt das Unternehmen zielführende Kooperationen und Partnerschaften an, die die eigene Position im Markt stärken und Umsatzwachstum und -stabilität fördern. Chancen werden mittelfristig im gesamten Bereich der Digitalisierung und der Transformation des Energiemarktes gesehen. Um an diesen Chancen zu partizipieren, wird die TKI in diesen Bereichen in den Know-how Aufbau investieren.

Leistungswirtschaftliche Chancen:Die leistungswirtschaftlichen Chancen werden in den Bereichen Softwareentwicklung für optimierte Netzplanungen, Netzerrichtung und Netzdokumentation, Technologieentwicklung der Übertragungsnetze der Kabelnetzbetreiber (Stichwort DOCSIS 4.0 und höher) sowie dem Glasfaserausbau bis in die Wohnung / die Gewerberäume gesehen. In allen Bereichen verfügt die TKI über ein wettbewerbsfähiges Know-how in Bezug auf Planung, Netzausbau und Technikimplementierung.

c) Risikobericht

Allgemeine Risiken:

Die Entwicklung im Zusammenhang mit dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine und der Krise im Nahen Osten ist schwer abschätzbar. Die aktuell durch die weltpolitische Lage schwierige Situation betrifft auch die am Glasfaserausbau beteiligten Unternehmen. Preissteigerungen, Lieferengpässe und Fachkräftemangel sind beim Ausbau deutlich spürbar, so dass Netzbetreiber mit zurückhaltender Investitionstätigkeit reagieren könnten.

Der bestehende Konsolidierungsdruck in der Branche, der sich auch im Jahr 2024 im klassischen Telekommunikationsmarkt sowie Kabelnetzbetreibermarkt weiter fortsetzen wird, führt zu Umstrukturierungen in den Unternehmen. Hierdurch kann es zu geringeren Investitionen bzw. Investitionsverzögerungen mit einem zwischenzeitlichen Umsatzrückgang auf diesem Gebiet in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 kommen.

TKI sieht die Gefährdung langjährig gewachsener Kundenbeziehungen durch Fusions- und Konzentrationsbestrebungen im Markt, so dass eventuell etablierte Vertriebsbeziehungen neu aufgebaut werden müssen.

Nach Modernisierung und Umrüstung von Netzen treten zyklisch Investitionspausen ein, die zu Auftragsrückgängen führen können.

Technologischer Wandel könnte zu einer Verschiebung der Investitionen in Netzbereiche und -technologien führen, die nicht im Kompetenzfeld der TKI liegen. So könnten Satellitensysteme eine größere Rolle bei der Versorgung der Landbevölkerung mit Breitband spielen.

Ukraine-Krieg, Energiekrise, Inflation & Preisänderungsrisiken:Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hat sich stark auf die Energiemärkte ausgewirkt. Seit der zweiten Hälfte des Jahres 2022 sind die Energiepreise in der EU sprunghaft angestiegen. Weitere Preissteigerungen für Materialeinkäufe und Tiefbauleistungen werden erwartet und sind im Rahmen von eigenen Generalunternehmerleistungen nur schwer im Vorfeld zu kalkulieren. Hierdurch entstehen erhebliche Kostenrisiken. Da TKI Leistungen als Generalunternehmer erbringt, bestimmt sich das Unternehmensrisiko durch Preisänderungen im Wesentlichen über die Höhe des Anteils an Material und Subunternehmerleistungen. Preisänderungsrisiken schätzen wir als beherrschbar ein.

Personalrisiken:Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt in besonderem Maße davon ab, weiterhin innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und erfolgreich am Markt zu platzieren. Die TKI ist für die Realisierung von Breitbandausbauprojekten, Softwareentwicklung und Dienstleistungsgeschäften auf qualifiziertes Fach- und Führungskräftepersonal angewiesen. Obwohl die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter momentan die fachliche Kompetenz des Personals absichert, könnte der Fachkräftemangel, der demografische Wandel, Abwanderungen ausgebildeter Absolventen aus der Region und die damit einhergehende Knappheit an optimal ausgebildetem Nachwuchspersonal zu einem Risiko für das Unternehmen, insbesondere im Bereich Softwaredienstleistung werden. Personalrisiken schätzen wir als kritisch ein.

Risiken durch politische Entwicklungen:Die rechtspopulistische Partei AfD liegt in Wahlumfragen in den neuen Bundesländern und insbesondere in Sachsen deutlich über 25 %. Die Partei vertritt zugespitzte Positionen aus dem politisch rechten Spektrum und wendet sich gegen Einwanderer aus als "fremd" behaupteten Kulturkreisen. Diese Position gefährdet die Unternehmensentwicklung der TKI, da das Unternehmen auf qualifiziertes Personal aus dem Ausland angewiesen ist und jedes Störpotenzial für die Personalgewinnung sowie die Personalbindung vermieden werden sollte. Risiken durch politische Entwicklungen schätzen wir als sehr kritisch ein.

Risiken durch Konsolidierungsdruck in der Branche:

In den kommenden Jahren werden Konsolidierungen im TK-Markt vorhergesagt. Insbesondere wird kleineren Netzbetreibern eine nicht ausreichende Wirtschaftlichkeit attestiert, da Skaleneffekte im Bereich des Betriebs und der Vermarktung der Netze nicht gegeben sein soll. Ferner werden Netzbetreiber durch Investoren aufgekauft und zu einem größeren Verbund zusammengeführt. Beide Effekte können sich negativ für die TKI auswirken, da hierdurch die Anzahl an Marktnachfragern eingeschränkt wird. Risiken durch Konsolidierungsdruck in der Branche schätzen wir als beherrschbar ein.

Risiken durch Investitionspausen:Risiken durch Investitionspausen mit Auswirkung auf den Markt entstehen dann, wenn größere Netzbetreiber durch Fusionen oder gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Investitionsvolumina zeitlich verschieben oder gar aussetzen. Bei den gegebenen Kostenstrukturen der TKI würde eine verringerte Nachfrage nach den Dienstleistungen der TKI zu einem Umsatzrückgang und somit zu einem zu erwartenden Gewinnrückgang führen. Risiken durch Investitionspausen schätzen wir als schwer einschätzbar ein.

Risiken durch technologischen Wandel:Technologischer Wandel, wie zum Beispiel eine hochverfügbare, kostengünstige und breitbandige Satellitenkommunikation könnte zu einem Einbruch beim Investitionsvolumen der Branche führen. Bei den gegebenen Kostenstrukturen der TKI würde eine verringerte Nachfrage nach den Dienstleistungen der TKI zu Umsatzrückgang und somit zu einem zu erwartenden Gewinnrückgang führen. Risiken durch technologischen Wandel schätzen wir als beherrschbar ein.

Rechtliche Risiken:Rechtliche Risiken werden im Softwarebereich bei Großkundenverträgen sowie im Planungs- und Baubereich bei großen Generalunternehmerverträgen gesehen. Aufgrund des ständigen Managements dieser Verträge wird das Risiko als gering bewertet.

IT-Risiken:

IT-Risiken werden durch eine Vielzahl von Maßnahmen begrenzt. Die TKI interne IT-Abteilung sorgt mit neuester Technologie für den Schutz der IT-Infrastruktur vor Bedrohungen von außen. Die Hochleistungsserver für die Hostingangebote der TKI werden in externen zertifizierten Rechenzentren betrieben. Das IT-Risiko schätzen wir als gegeben aber gering ein.

Finanzielle Risiken:

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen, Bankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Finanzielle Risiken in Bezug auf Finanzierungen von Investitionen oder Liquiditätsengpässe sehen wir nicht. Ausfallrisiken bestehen insbesondere bei unseren Softwarekunden sowohl bei Netzbetreibern als auch bei Netzerrichtern, diese sind jedoch kaum vorhersehbar.

Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung werden die Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge kontinuierlich überwacht. Vor Abschluss von Verträgen mit neuen Kunden wird eine Bonitätsüberprüfung vorgenommen. Weiterhin erfolgen eine frühzeitige Rechnungsstellung sowie zeitnahe Mahnungen bei Zahlungsverzug.

Risiken bei Lieferanten und Dienstleistern:Risiken bei Lieferanten und Dienstleistern bestehen im Rahmen von Gewährleistungsansprüchen. Risiken bei Lieferanten und Dienstleistern schätzen wir als gering ein.

Risikomanagementziele und -methoden:Die TKI verfügt über eine Reihe von Berichts- und Kontrollinstrumenten zur rechtzeitigen Erkennung der Risiken des operativen Tagesgeschäftes. Eigenentwickelte und auf die speziellen Anforderungen des Unternehmens angepasste Softwaretools unterstützen die Geschäftsleitung bei den Aufgaben der Risikoerkennung, der Risikoanalyse und der Risikokommunikation. Eine kontinuierliche Abschätzung der Geschäftssituation der kommenden Monate, verbunden mit frühzeitigen Rückmeldungen zu den wichtigsten Gefahrenpotentialen machen eine für das Unternehmen relevante Risikoentwicklung rechtzeitig erkennbar. Dazu zählt gleichfalls ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen Unternehmens- und Projektleitung mit dem Ziel, unternehmensinterne und -externe Risiken und deren mögliche Einflussnahme auf die TKI zu kommunizieren, zu quantifizieren und letztendlich mögliche Lösungsansätze zu diskutieren und aufzuzeigen.

Zum internen Risikoüberwachungssystem von TKI gehören:

- die Anwendung einheitlicher Unternehmensrichtlinien,

- der Einsatz zuverlässiger, eigenprogrammierter und durch TKI selbständig zu administrierender Software und IT-Systeme,

- die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals,

- Arbeits- und Arbeitsschutzanweisungen,

- Einsatz eines Datenschutzbeauftragten sowie

- Regelungen zur Vertretungsvollmacht.

Die Untersuchung der Gesamtrisikolage hat ergeben, dass für den mittelfristigen Prognosezeitraum keine bestandsgefährdenden Risiken bestehen.

 

Chemnitz, den 18.12.2024

gez. Dr. Matthias Pohler, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.828.660,11 5.545.957,98
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 22.465,00 140.008,00
II. Sachanlagen 4.565.732,52 4.310.410,93
III. Finanzanlagen 1.240.462,59 1.095.539,05
B. Umlaufvermögen 26.569.941,19 16.461.525,37
I. Vorräte 238.730,05 478.317,76
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 18.049.467,89 20.801.399,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.422.611,41 6.353.490,20
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 22.908.599,73 9.629.717,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 262.536,65 222.333,75
D. Aktive latente Steuern 113.200,00 105.700,00
Summe Aktiva 32.774.337,95 22.335.517,10

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 15.988.638,32 9.261.966,61
I. ausgegebenes Kapital 288.000,00 288.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 320.000,00 320.000,00
2. eigene Anteile -32.000,00 -32.000,00
II. Kapitalrücklage 366.069,60 366.069,60
III. Gewinn-/Verlustvortrag 4.065.911,83
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 4.541.985,18
V. Bilanzgewinn 15.334.568,72
davon Gewinnvortrag 3.844.601,42
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 130.938,00 141.566,00
C. Rückstellungen 4.612.191,00 2.063.363,00
D. Verbindlichkeiten 9.563.037,41 9.599.407,26
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.479.533,22 1.269.214,23
Summe Passiva 32.774.337,95 22.335.517,10

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 27.500.955,11 18.156.554,20
2. Personalaufwand 10.054.979,25 8.758.044,10
a) Löhne und Gehälter 8.185.206,55 7.074.949,54
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.869.772,70 1.683.094,56
davon für Altersversorgung 109.311,41 188.557,80
3. Abschreibungen 678.171,37 596.997,68
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 678.171,37 596.997,68
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.448.606,35 2.492.264,91
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 2.766,66
5. Erträge aus Beteiligungen 1.641.750,00 227.059,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 670,19 498,46
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 134.198,79 21.188,54
davon Erträge aus Abzinsung 530,00 190,00
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 6.494,02
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 6.494,02
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 849,31 835,12
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 845,76 835,12
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.586.746,48 1.992.352,16
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 7.500,00 46.800,00
11. Ergebnis nach Steuern 11.508.221,33 4.558.312,21
12. sonstige Steuern 18.254,03 16.327,03
13. Jahresüberschuss 11.489.967,30 4.541.985,18
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.844.601,42
15. Bilanzgewinn 15.334.568,72

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zum Unternehmen

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Bestimmungen des HGB gemäß §§ 266, 275 HGB gegliedert. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

In Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas wurde in der Bilanz die Position "Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen" hinzugefügt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Tele-Kabel-Ingenieurgesellschaft mbH (TKI-mbH)
Firmensitz laut Registergericht: Chemnitz
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Chemnitz
Register-Nr.: HRB 731

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Soweit für die Anschaffung von Fahrzeugen nach 2012 Zuschüsse gezahlt wurden, wurden diese von Anschaffungskosten direkt abgesetzt.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die voraussichtliche Nutzungsdauer der planmäßig abgeschriebenen Anlagen liegt zwischen 1 und 33 Jahren.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen an verbundene Unternehmen zum Nennwert

- Sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertigen Erzeugnissen bzw. Leistungen und Waren wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Anschaffungs- und Herstellungskosten wurden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Gemäß § 268 Abs. 5 HGB besteht ein Wahlrecht in der Form, dass erhaltene Anzahlungen aktivisch von den damit in Verbindung stehenden Vorräten abgesetzt werden kann. Die Gesellschaft macht von diesem Wahlrecht Gebrauch.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert ausgewiesen. Die Bewertung der Forderungen erfolgt unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken. Unverzinsliche und geringverzinsliche Forderungen wurden abgezinst.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben / Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand / Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Aufgrund des Erwerbs eigener Anteile sowie aufgrund der Einziehung von Anteilen und der Bildung neuer Anteile, weist die Gesellschaft eigene Anteile aus.

Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen beinhaltet bis 2012 erhaltene Investitionszuschüsse. Die Auflösung des Sonderpostens für Zuschüsse und Zulagen erfolgt über den Zeitraum der abschreibungstechnischen Nutzungsdauer.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sowie erhaltene Anzahlungen auf Bestellung wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen und aufgrund etwaiger steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die zum Bilanzstichtag bestehenden aktiven Steuerlatenzen und die mit den aktiven saldierten passiven Steuerlatenzen wurden unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 30 % bewertet.

Zur Fremdwährungsumrechnung ist festzustellen, dass die betroffenen Vermögensgegenstände zum Zeitpunkt der Zugangs- und Folgebewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet werden.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 668.604,68 1.000,00 3.600,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 668.604,68 1.000,00 3.600,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.364.308,39 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.455.054,42 244.825,59 5.321,51
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.197.956,46 543.684,37 238.397,69
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 64.548,41 29.987,00 0,00
Summe Sachanlagen 7.081.867,68 818.496,96 243.719,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 150.823,73 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 300.000,00 231.250,02
3. Beteiligungen 368.181,67 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 48.018,05 493,43 10,41
5. sonstige Ausleihungen 685.833,35 0,00 77.083,33
Summe Finanzanlagen 1.102.033,07 451.317,16 308.343,76
Summe Anlagevermögen 8.852.505,43 1.270.814,12 555.662,96
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 666.004,68
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 666.004,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.364.308,39
2. technische Anlagen und Maschinen 64.548,41 1.759.106,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.503.243,14
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -64.548,41 29.987,00
Summe Sachanlagen 0,00 7.656.645,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 67.926,37 218.750,10
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 608.750,02 677.500,00
3. Beteiligungen -67.926,37 300.255,30
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 48.501,07
5. sonstige Ausleihungen -608.750,02 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.245.006,47
Summe Anlagevermögen 0,00 9.567.656,59
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 528.596,68 118.443,00 3.500,00 0,00 643.539,68
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 528.596,68 118.443,00 3.500,00 0,00 643.539,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 926.423,87 94.136,00 0,00 0,00 1.020.559,87
2. technische Anlagen und Maschinen 488.898,42 172.394,00 4.600,51 0,00 656.691,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.356.134,46 293.198,37 235.671,69 0,00 1.413.661,14
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 2.771.456,75 559.728,37 240.272,20 0,00 3.090.912,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 6.494,02 0,00 1,39 0,00 6.492,63
5. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 6.494,02 0,00 1,39 0,00 6.492,63
Summe Anlagevermögen 3.306.547,45 678.171,37 243.773,59 0,00 3.740.945,23
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 22.465,00 140.008,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 22.465,00 140.008,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.343.748,52 2.437.884,52
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.102.415,00 966.156,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.089.582,00 841.822,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 29.987,00 64.548,41
Summe Sachanlagen 0,00 4.565.732,52 4.310.410,93
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 218.750,10 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 677.500,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 300.255,30 368.181,67
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.948,75 43.957,19 41.524,03
5. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 685.833,35
Summe Finanzanlagen 1.948,75 1.240.462,59 1.095.539,05
Summe Anlagevermögen 1.948,75 5.828.660,11 5.545.957,98

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 194,2 (Vorjahr: TEUR 66,6).

Der Betrag der Sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 23,9 (Vorjahr: TEUR 31,7).

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 113,5. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre TEUR
Aktivierung latenter Steuern 113,2
Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB 0,3
Gesamtbetrag 113,5

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die PUC-Methode angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
Rentendynamik 0,00 %
Zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 0,3.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden TEUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 485,0
- davon entfallen auf ehemalige Organmitglieder (152,5)
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 438,4
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 438,4
Verrechnete Aufwendungen 13,5
Verrechnete Erträge 12,7

Der Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte entspricht der Höhe nach dem Aktivwert der Steuerbilanz.

Erläuterungen zu sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für folgende Sachverhalte gebildet:

Personalkosten und Gewährleistungen.

Angaben und Erläuterungen zu Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag Restlaufzeit
31.12.2023 (Vorjahr) TEuro bis 1 Jahr
TEuro
> 1 Jahr
TEuro
> 5 Jahre
TEuro
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.027,1 6.027,1 0,0 0,0
(6.341,8) (6.341,8) (0,0) (0,0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.228,6 1.182,3 46,3 0,0
(1.104,2) (1.076,2) (28,0) (0,0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 690,4 690,4 0,0 0,0
(0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25,2 25,2 0,0 0,0
(219,4) (219,4) (0,0) (0,0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.591,7 1.591,7 0,0 0,0
(1.934,0) (1.934,0) (0,0) (0,0)
Summe 9.563,0 9.516,7 46,3 0,0
(9.599,4) (9.571,4) (28,0) (0,0)

Die Gesellschaft macht von ihrem Wahlrecht gemäß § 268 Abs. 5 HGB Gebrauch und weist in Höhe der damit verbundenen Vorräte, die erhaltenen Anzahlungen aktivisch aus. Bei passivem Ausweis wären die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen um TEUR 18.049,5 (Vorjahr TEUR 20.801,4) höher.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit Ausnahme üblicher Eigentumsvorbehalte unbesichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR ?1.480,8 (Vorjahr TEUR 1.810,2) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 80,3 (Vorjahr TEUR 72,6) enthalten.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 557,1 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus abgeschlossenen Leasingverträgen.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung entfällt ein Anteil in Höhe von TEUR 109,3 (Vorjahr TEUR 188,6) auf Aufwendungen für Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten neutrale Erträge aus Fördermitteln, Zuschreibungen, Auflösungen von Wertberichtigungen uns Rückstellungen sowie Gewinnen aus Anlagenabgängen ein Höhe von TEUR 161,4 (Vorjahr TEUR 150,5).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten neutrale Aufwendungen aus Wertberichtigungen, Forderungsverlusten, Verlusten aus Anlagenabgängen, Spenden sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von insgesamt TEUR 94,1 (Vorjahr TEUR 243,3).

Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfällt ein Anteil in Höhe von TEUR 2,8 (Vorjahr TEUR 0,2) auf Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfällt ein Anteil in Höhe von TEUR 12,3 (Vorjahr TEUR 0,0) auf verbundene Unternehmen sowie ein Anteil in Höhe von TEUR 0,5 (Vorjahr TEUR 0,2) auf Erträge aus Aufzinsungen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsen und ähnliche Aufwendungen entfällt ein Anteil in Höhe von TEUR 0,8 (Vorjahr TEUR 0,8) auf Aufwendungen aus Abzinsungen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern betreffen in Höhe von TEUR 4.594,2 das Ergebnis der laufenden Geschäftstätigkeit.

Vom ausgewiesenen Steueraufwand in Höhe von TEUR 4.586,7 entfallen TEUR -7,5 (Ertrag, Vorjahr TEUR -46,8) auf die Veränderung der aktiven latenten Steuern.

5. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Anzahl
männliche Mitarbeiter 111
weibliche Mitarbeiter 49
Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer 160

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Dr. Mathias Pohler, Beruf: Dipl.-Volksw.

Die Gesellschaft nimmt hinsichtlich der Angaben der Bezüge für Mitglieder der Geschäftsführung die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Die Pensionsrückstellung für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31.12.2023 auf TEUR 19,2.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen, Ausleihungen

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet, an welchen die Gesellschaft eine Beteiligung im Sinne § 271 Abs. 1 HGB hält:

Firma Sitz Anteil Eigenkapital Jahresergebnis
Estonia Fiber OÜ Tallin 33,3 % TEUR 345,3 TEUR 126,2
(31.12.2023) (2023)
ARGE MRK Media AG/TKI mbH München 50,0 % TEUR 19,8 TEUR 19,8
(31.12.2023) (2023)
DWL Bohrung GmbH Paderborn 60,0 % TEUR -3,6 TEUR 469,0
(31.12.2022) (2022)

Die Gesellschaft hat für einen Teil der Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 500,0 (Vorjahr Sonstige Ausleihungen: TEUR 500,0) einen Rangrücktritt erklärt. Aufgrund der sich bessernden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird im Moment nicht von einer Inanspruchnahme aus den erteilten Rangrücktrittserklärungen ausgegangen.

Unbeschränkte Haftung an Unternehmen

Gemäß § 285 Nr. 11a HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet, bei welchen die Gesellschaft persönlich haftender Gesellschafter ist:

Name ARGE MRK Media AG/TKI mbH
Sitz München
Rechtsform GbR

Nachtragsbericht

Derzeit ist nicht bekannt, ob Auswirkungen der Ukraine-Krise und der Krise im Nahen Osten auf die Geschäftstätigkeit zu erwarten sind.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 11.490,0.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von TEUR 15.334,6, der zu verwenden ist.

Der Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 15.334,6 wird auf neue Rechnung vorgetragen, in 2024 soll ein Betrag in Höhe von TEUR 1.000 ausgeschüttet werden.

 

Chemnitz, den 18.12.2024

Dr. Mathias Pohler, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.01.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Tele-Kabel-Ingenieurgesellschaft mbH (TKI-mbH), Chemnitz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Tele-Kabel-Ingenieurgesellschaft mbH (TKI-mbH), Chemnitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tele-Kabel-Ingenieurgesellschaft mbH (TKI-mbH), Chemnitz, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstiger Sachverhalt

Der Abschluss der Gesellschaft für das am 31.12.2022 endende Jahr wurde von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der am 16.01.2024 ein nicht modifiziertes Prüfungsurteil zu diesem Abschluss abgegeben hat.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 18.12.2024

fitas audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Kunz, Wirtschaftsprüfer

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