Sportradar Germany GmbH
Dingolfinger Straße 4, 81673 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Walz seit 13.9.2018 | Prokura |
Andreas Krannich seit 13.9.2018 | Prokura |
Stefan Debus seit 2.8.2016 | Geschäftsführer |
Patrick Schmidt seit 2.8.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Sportradar AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sportradar Germany GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023(Zahlen in Klammerausdruck geben Vorjahreswerte zum 31.12.2022 an)(Angaben in T€)LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Die Sportradar Germany GmbH ist auf den Gebieten Sportrechtehandel als Eigenhändler, Vermarkter und Vermittler tätig. Gegenstand des Sportrechtehandels sind alle modernen Arten von multimedialen und Sportdaten-bezogenen Rechten im Zusammenhang mit der Übertragung von unterschiedlichen Sportveranstaltungen mit dem Schwerpunkt europäischer Fußball sowie einem breiten Portfolio aus anderen Sportarten diverser Sportverbände und -vereine aus der ganzen Welt. Neben dem reinen Handel der Sportrechte wird insbesondere auch durch die digitale Aufbereitung ein ganzheitliches, auf die unterschiedlichen Kunden und Märkte zugeschnittenes Produkt angeboten. Ein weiteres Aufgabenspektrum der Gesellschaft umfasst das Geschäftsfeld "Digital Services", die Bereitstellung von digitalen Dienstleistungen für Webseiten und Mobile Devices von Sportverbänden und weiteren Rechteinhabern. Die Kunden oder Abnehmer der Gesellschaft kommen zum einen aus der Sportwetten Industrie sowie zum anderen aus dem Medienbereich, z.B. Fernsehsender oder Online-/Mobilfunk- Plattformen, und sind im In- und insbesondere auch im Ausland ansässig. Des Weiteren erfolgte am 14. September 2021 der NASDAQ-Börsengang des internationalen Konzerns. II. Wirtschaftsbericht Rahmenbedingungen des Unternehmens, Geschäftsverlauf, Lage Der Sportrechtemarkt befindet sich weiterhin auf einem dynamischen Wachstumskurs. Insbesondere Streamingdienste (z. B. DAZN, Amazon) haben und werden weiterhin für einen Wettbewerb sorgen. Das sorgt sowohl für Preissteigerungen auf der Akquise Seite als auch für verbesserte Möglichkeiten im Absatz. Auch der hauptsächliche Absatzmarkt der Unternehmensgruppe, der Sportwetten Markt wird durch verbesserte Regulierungen und die Erschließung neuer Märkte (bspw. USA, Brasilien) weiterhin auf hohem Niveau wachsen. Durch die weitere Verbreitung und Entwicklung von digitalen Services als Distributionsmöglichkeit für kleine oder mittelgroße Rechteinhaber ergeben sich erweiterte oder neue Geschäftsmöglichkeiten. Die Zugehörigkeit zur Sportradar-Gruppe hebt Synergien und gewährleistet finanzielle Stabilität. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine Hybridgesellschaft, welche zum einen Leistungen für die Sportradar AG erbringt, zum anderen in einer geringfügigen Höhe Eigenumsätze erwirtschaftet. Dadurch wird das Geschäft der Gesellschaft deutlich risikoärmer bzw. mittel- bis langfristig bei einer kompletten Umstellung auf eine Cost-Plus-Gesellschaft risikolos. Das Geschäft mit nationalen und internationalen Fernseh-, Rundfunk-, Telekommunikations-, Internet- und anderen Verwertungsunternehmen und -anstalten, die Sportveranstaltungen über verschiedene mediale Wege übertragen (Audiovisual Broadcast), hat sich weiter verringert. Das Portfolio an Rechten nahm weiter ab. Insgesamt ist das Geschäftsjahr im Hinblick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zufriedenstellend verlaufen. Der prognostizierte Umsatzrückgang aus Eigengeschäft ist eingetreten, insgesamt ist aber ein Umsatzplus eingetreten, auf Grund der Cost-Plus-Verrechnung mit dem Konzern. Das prognostizierte positive EBIT Ergebnis ist eingetreten jedoch fiel das EBIT geringer als im Vorjahr aus, bei allerdings deutlich höherem Rohertrag als prognostiziert auf Grund der Umsatzsteigerung. Darstellung der Vermögens,- Finanz- und Ertragslage und der finanziellen Leistungsindikatoren Zu den finanziellen Leistungsindikatoren für die Steuerung des Unternehmens zählen Umsatzerlöse, Rohgewinn und EBIT. Die höheren Umsatzerlöse i. H. v. T€ 18.865 (2022: T€ 15.918) sind eine Folge des Anstiegs der Aufwendungen und daraus resultierend dem Anstieg des Intercompany-Umsatzes. Das Rohergebnis belief sich 2023 auf T€ 18.615 (T€ 16.435). Der Anstieg i.H.v. T€ 2.180 resultiert im Wesentlichen aus höheren Intercompany Umsätze durch die gestiegenen Aufwendungen. In der Prognose des Lageberichts 2022 für das Geschäftsjahr 2023 wurde von einer moderaten Erhöhung der Umsatzerlöse ausgegangen. Diese Erwartungen sind durch den Umsatzanstieg eingetroffen. In der Prognose des Lageberichts 2022 für das Geschäftsjahr 2023 wurde des Weiteren von einem moderat steigenden Rohgewinn ausgegangen. Der Rohgewinn in Höhe von T€ 18.615 ist gestiegen, erfüllt damit die Erwartungen und stellt für die Gesellschaft ein gutes Ergebnis dar. Der Personalaufwand belief sich 2023 auf T€ 14.533 (T€ 12.119) und erhöhte sich somit um T€ 2.414. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf ein Globales Kosteneffizienz-Programm zurückzuführen und die daraus resultierenden Abfindungspakete. Die Abschreibungen haben sich im Vergleich zu 2022 nicht wesentlich verändert und sind auf einem Niveau von T€ 1.332 verblieben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von T€ 1.526 auf T€ 1.933 gestiegen. Dieser Umstand ist in erster Linie auf die wieder erhöhte Reisetätigkeit der Mitarbeiter zurückzuführen. Das Betriebsergebnis belief sich auf T€ 818 (T€ 1.450). In der Prognose des Lageberichts 2022 für das Geschäftsjahr 2023 wurde von einem moderaten Anstieg des Betriebsergebnisses ausgegangen. Das Betriebsergebnis i.H.v. T€ 818 ist niedriger als erwartet. Das Ergebnis vor Steuern ist gegenüber dem Vorjahr von T€ 1.450 um T€ 632 auf T€ 818 gefallen. Die Ursache liegt an den oben beschriebenen Entwicklungen. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind aufgrund der Abschreibung von T€ 6.977 auf T€ 5.769 gesunken und haben einen Anteil am Gesamtvermögen i.H.v. 26,88 (33,29) %. Insgesamt hat sich das Anlagevermögen von T€ 7.552 auf T€ 6.279 verringert und weist einen Anteil von 29,25 (36,03) % an der Bilanzsumme auf. Das Umlaufvermögen i.H.v. T€ 15.087 (70,29 % der Bilanzsumme) ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.782 gestiegen. Hauptursache ist eine Abnahme der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. T€ 6.780. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 70,02 (70,01) %. Die Rückstellungen sind von T€ 3.474 auf T€ 4.418 gestiegen und weisen einen Anteil am Gesamtkapital i.H.v. 20,58 (16,58) % auf, hauptsächlich bedingt durch Erhöhungen von Rückstellungen für Abfindungen T€ 1.040 sowie Anteilsoptionen der Mitarbeiter T€ 2.345. Ursache für die Abnahme der Verbindlichkeiten von T€ 1.031 auf T€ 470 ist die Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. T€ 876. Der Finanzierungsgrad aus den Verbindlichkeiten gemessen am Gesamtkapital beläuft sich somit auf 2,19 (4,98) %. Die passiven latenten Steuern resultieren aus dem aktivierten Kundenstamm und der Marke auf Grund der Verschmelzung mit der the sportsman leisure industry solutions GmbH und sind von T€ 1.767 auf T€ 1.546 gesunken. Sie weisen einen Anteil i.H.v. 7,21 (8,43) % am Gesamtkapital auf. Der Rückgang resultiert aus der jährlichen Auflösung. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ausschließlich über den operativen Cash Flow sowie durch Cost-Plus-Verrechnungen an eine Konzerngesellschaft. Die Veränderung der liquiden Mittel beträgt T€ 8.490. Der negative Cash Flow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von T€ -58 ist auf die Anschaffung von EDV- Anlagen zurückzuführen. Investitionstätigkeit Im Berichtsjahr wurden Investitionen i.H.v. T€ 69 (T€ 89) getätigt. Das Abschreibungsvolumen erreichte T€ 1.332 (T€ 1.341). III. Prognosebericht, Risikobericht, Chancenbericht Durch die Transformation der Gesellschaft vom Eigenhandel zum Kommissionär verringern sich gleichwohl Chancen & Risiken für Handelsgeschäfte, die im eigenen Namen und auf eigene Rechnung geschlossen werden. In der Folge wird der Umsatz aus Handelsgeschäften weiter zurückgehen, und nur noch vereinzelte Verkaufsverträge mit Kunden werden abgehandelt. Der Großteil der Umsätze wird (Cost Plus) mit der Muttergesellschaft Sportradar AG erzielt werden. Der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft zur Finanzierung der Betriebskosten wird durch die Muttergesellschaft, die Sportradar AG, zur Verfügung gestellt. Die Prognose basiert auf den Ist-Werten der vorangegangenen Berichtsperioden sowie einer detaillierten vorausgerichteten Budgetplanung. Im Rahmen der internen Kontrolle werden die allgemeinen Prinzipien der Risikovorbeugung, wie zum Beispiel die Funktionstrennung und das Vieraugenprinzip, angewendet. Zusätzlich kommen im Sinn eines effizienten Risikomanagements vielfältige, teilweise automatisierte Softwaresysteme (z.B. Dynamics, Salesforce, Confluence, Jira, OneStream, Workday) zum Einsatz. Diese erleichtern die systematische Analyse aller Geschäftsvorgänge hinsichtlich der erwarteten Entwicklung und quantifizieren damit verbundene Risiken. Sich daraus abzeichnende Trends können dadurch frühzeitig erkannt werden und fließen in Form von strategischen Weichenstellungen in die künftigen Entscheidungsprozesse ein. Die Abteilungsleiter sind verantwortlich für die Einhaltung von Richtlinien, Genehmigungsgrenzen und Bestimmungen. Die Gesellschaft hat fast keine Währungsrisiken, da nahezu alle Geschäftsvorgänge in Euro vereinbart werden. Dem Wettbewerb am Markt begegnet die Gesellschaft durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität. Kurze Wege und flache Hierarchien im Unternehmen sichern ein schnelles und effizientes Risikomanagement. Das Ansehen der Gesellschaft hat sich durch die Integration in die Sportradar-Gruppe erhöht. Die hohen Qualitätsansprüche der Gesellschaft werden durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei den Lizenzgebern in den verschiedenen Herkunftsländern als auch durch die interne qualitätsorientierte Umsetzung und Beratung sichergestellt. Die Gesellschaft ist zur Erfüllung dieser Aufgaben fachlich und personell sehr gut aufgestellt. Da die Gesellschaft immer weniger operativ am Markt tätig ist, werden nur noch die verbleibenden Handelsgeschäfte in einem Finanzplan erfasst, um das Liquiditätsrisiko abzusichern. Jener Liquiditätsbedarf, der nicht aus dem eigenen Cash Flow der Gesellschaft gedeckt werden kann, wird durch die Muttergesellschaft ausgeglichen. Forderungsausfälle sind allenfalls nur in geringem Maße zu erwarten. Zu den verbleibenden Kunden bestehen langfristige Beziehungen, die zur Stabilität der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft beitragen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt die Gesellschaft eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitoren- und Forderungsmanagement. Etwaige Risikobegrenzungsmaßnahmen werden zentral auf Gruppenebene gesteuert. In Bezug auf die Sportradar Germany GmbH ist ein moderater Umsatzanstieg bei einem gleichzeitigen moderaten Anstieg des Rohgewinns und EBIT geplant. Abschließend stellen wir fest, dass aus heutiger Sicht keine existenzgefährdenden Risiken zu erkennen sind. IV. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen soliden Kundenstamm. Das Ausfallrisiko wird als gering eingestuft. Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist zufriedenstellend, die Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bezahlt. Das Unternehmen verwendet keine derivativen Finanzinstrumente; die originären Finanzinstrumente werden als risikolos eingestuft. V. Forschung und Entwicklung, bestehende Zweigniederlassungen l Das Unternehmen ist nicht im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Das Unternehmen verfügt über keine Zweigniederlassungen.
München, den 27.8.2024 Die Geschäftsführung Stefan Debus Patrick Schmidt Dies ist eine elektronische Kopie. Maßgeblich ist ausschließlich die Papierfassung vom 27. August 2024 Bilanz- für Offenlegungszwecke -Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023- für Offenlegungszwecke -
AnhangAllgemeine Angaben Die Gesellschaft hat ihren Sitz in München und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Registergerichtsnummer 163940 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach § 266 HGB, die der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256a HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatz und Bewertungsbestimmungen für Kapitalgesellschaften nach den §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden unterjährig und zum Bilanzstichtag mit dem täglichen Referenzkurs der EZB umgerechnet. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer zwischen 3 und 15 Jahren des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 HGB). Immaterielle Vermögensgegenstände und bewegliche Anlagengüter werden linear abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EstG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB). Rechnungsabgrenzungsposten Dieser Bilanzposten enthält Ausgaben vor dem Abschluss-Stichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Rückstellungen Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten; sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Dieser Bilanzposten enthält Einnahmen vor dem Abschluss-Stichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden grundsätzlich unverrechnet angesetzt (§ 274 Abs. 1 Satz 3 HGB). Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Entwicklung des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagenspiegel dargestellt (siehe Anlage zum Anhang). Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Dem Zeitraum der voraussichtlichen Nutzung liegen betriebswirtschaftliche Überlegungen basierend auf der Unternehmensplanung zugrunde. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Zur Fristigkeit der in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden folgende Erläuterungen gegeben:
Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betreffen Mietkautionen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.194 (Vj. TEUR 2.614) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für nicht konsumierten Urlaub TEUR 181 (Vj. TEUR 164), für Prämien TEUR 1.396 (Vj. TEUR 936) sowie für Mitarbeiterbeteiligungen TEUR 2.345 (Vj. TEUR 1.311). Verbindlichkeiten Zur Fristigkeit der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden folgende Erläuterungen gegeben:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erlöse aus Auflösung von Rückstellungen (TEUR 38) sowie Versicherungsentschädigungen (TEUR 20). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erlöse aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 16). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 19 (Vj. TEUR 16). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten einen latenten Steuerertrag in Höhe von TEUR 221 (TEUR 221), der sich aus der Veränderung einer passiven Steuerlatenz in Höhe von TEUR 221 (TEUR 221) ergibt. Die passiven latenten Steuern resultieren aus dem aktivierten Kundenstamm und der Marke aufgrund der Verschmelzung der the sportsman leisure industry solutions GmbH. Es kommt ein Steuersatz von 32,97 % zu Anwendung. Sonstige Angaben Im Jahresdurchschnitt waren 113 (117) Mitarbeiter (ausschließlich Angestellte) beschäftigt. Als Geschäftsführer waren bestellt und als solche tätig: Herr Stefan Debus, München, Dipl.-Betriebswirt; Herr Patrick Schmidt, München, Dipl.-Kaufmann. Die beiden Geschäftsführer sind gemeinsam vertretungsbefugt. Hinsichtlich der Angaben zu den Gesamtbezügen macht die Gesellschaft von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB gebrauch. Der Jahresabschluss der Sportradar Germany GmbH, München, wird in den Konzernabschluss der Sportradar Group AG, St. Gallen, die die Konzernobergesellschaft ist, einbezogen. Der Konzernabschluss kann unter https://investors.sportradar.com/financials-filings/annual-reports eingesehen werden. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus zum Bilanzstichtag abgeschlossenen Lizenz-, Vermarktungs-, Miet-, Leasingverträgen und anderen Dauerschuldverhältnissen beträgt EUR 1,04 Mio. (EUR 1,04 Mio.). Das Honorar der Abschlussprüfer beträgt im Geschäftsjahr TEUR 19 (TEUR 19) und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Haftungsverhältnisse - § 251 HGB Die Gesellschaft hat keine Haftungsverhältnisse. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn, der sich aus einem Gewinnvortrag von EUR 5.964.002,40 und einem Jahresüberschuss von EUR 352.599,93 zusammensetzt, mithin in Summe EUR 6.316.602,33 beträgt, auf neue Rechnung vorzutragen.
München, den 27.8.2024 Die Geschäftsführung Stefan Debus Patrick Schmidt Anlagenspiegel zum 31.12.2023Sportradar Germany GmbH
In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sportradar Germany GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sportradar Germany GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sportradar Germany GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes M aß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Albstadt, 27. August 2024 Klaiber
GmbH
Gerd Klaiber, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses 2023ErgebnisverwendungDer Jahresabschluss wurde am 17.02.2025 festgestellt. Der im Jahresabschluss auf den 31.12.2023 ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von EUR 352.599,93 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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