Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 131980
Eingetragen
4.7.2000
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von Maschinenspannzeugen und sonstigem Zubehör für WerkzeugmaschinenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.
Gegenstand
Herstellung, Vertrieb, Installation und Montage, Wartung und Instandhaltung von, sowie Erbringen von Serviceleistungen für Ionen Implantationsmaschinen und Zubehör sowie ähnlicher Geräte für den Einsatz in der Halbleiterindustrie und verwandter Industrien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Russell Low
seit 6.10.2023
Geschäftsführer
Noel McKenny
seit 6.10.2023
Prokura
Cheryl Ann Wiechmann
seit 28.5.2019
Prokura
Diana Schlichting
seit 25.7.2017
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Axcelis Technologies, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Axcelis Technologies, Inc.
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Axcelis Technologies, GmbH

Aschheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäftliche Grundlagen

Die Axcelis Technologies GmbH (im Folgenden auch "GmbH") mit Sitz in AschheimDornach betreibt ein Büro in Dresden. Während sich das Management, Controlling und die Finance Abteilung am Sitz des Unternehmens in Aschheim befinden, beherbergt das Büro in Dresden das Personalwesen, IT und die Ingenieur-Abteilung.

Axcelis Technologies GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Axcelis Technologies Inc., Beverly, Massachusetts, USA (im Folgenden "Axcelis Inc."). Axcelis bietet Produktionsanlagen für die Halbleiterindustrie an, die im Frontendbereich eingesetzt werden. Das Produktportfolio umfasst gegenwärtig Ionenimplanter, Thermoprozess-Systeme, Plasma-Asher und Photostabilisatoren, wobei die GmbH den Vertrieb, die Installation, die Ersatzteilversorgung und die Betreuung (Service und Anwendungsunterstützung) der Anlagen während und nach der Gewährleistungsfrist übernimmt.

Die Absatzmärkte der GmbH beschränken sich sehr stark auf Europa, wobei Deutschland, Italien und Frankreich zu den Hauptabsatzmärkten gehören und in diesen Regionen ein Umsatzanteil von ca. 79% erzielt wird. Mit Axcelis Technologies SARL in Frankreich, Axcelis Technologies S.r.l in Italien und Axcelis Technologies, Inc, (Israel) bestehen weitere Schwestergesellschaften der GmbH in Europa, die zur Unterstützung der Marktaktivitäten und Betreuung der jeweiligen Kunden tätig sind. Alle Schwestergesellschaften sind über separate Intercompany Agreements mit der GmbH verbunden.

Für die Erzielung des Aftermarket Services benutzte Ersatzteile werden über die Muttergesellschaft in den USA bezogen.

Die GmbH besitzt Ersatzteilläger in Deutschland (Frankfurt, Dresden) und in Italien, von denen die jeweiligen Kunden mit Ersatzteilen versorgt werden.

Zudem unterhält die GmbH mehrere Konsignationsläger bei Kunden in Deutschland, Frankreich, Österreich, Niederlande, Israel und Italien.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In 2023 hat das Bruttoinlandsprodukt einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3% verzeichnet. Obwohl sich die privaten Konsumausgaben in 2023 von dem starken Rückgang im Winter 2022/23 wieder erholten, waren sie weiterhin rückläufig. Auch die Investitionen im Bau und Maschinen/Fahrzeuge gingen mit -3,5% deutlich zurück.

Der Entwicklung bei den sonstigen Dienstleistern und im Verarbeitenden Gewerbe verliefen sehr unterschiedlich. Während erstgenannte leicht zulegen konnten, verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe mit -2,2% einen deutlichen Rückgang. Im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe konnte man ebenfalls einen Rückgang von -1,1% feststellen. Auch das Baugewerbe musste wieder, wie im Vorjahr einen deutlichen Rückgang von -2,6% durch Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und schlechtere Finanzierungsbedingungen hinnehmen.

Im internationalen Vergleich liegt die Entwicklung des BIP Deutschlands im Vorjahresvergleich mit 0,2% deutlich unterhalb der Entwicklung in der EU (+0,3%). Aber auch in den anderen EU- Mitgliedsstaaten sowie in der gesamten EU hat sich die Wirtschaft im 4. Quartal 2023 abgekühlt.1

Das Wirtschaftswachstum des Euroraums ist in 2023 um +0,4% gestiegen gegenüber +3,4% in 20222.

Mit 45,9 Mio. Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland waren so viele wie nie zuvor erwerbstätig. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um +0,7% gegenüber dem Vorjahr3. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Der Anstieg betrug 1,6%. Die zweitstärkste Zunahme mit 0,9%, konnte im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe verzeichnet werden. Die Zahl der Erwerbstätigen im produzierenden und im Baugewerbe konnte wie im Vorjahr nur leichte Zuwächse verzeichnen.4

Während in Deutschland die Arbeitslosenquote 5,3% auf 5,7%5 stieg, blieb sie im Euroraum unverändert bei 6,0% 6.

Das Finanzierungsdefizit des Staates in 2023 betrug nach vorläufigen Berechnungen 87,4 Mrd. EUR7 und war um ca. 9,5 Mrd. EUR geringer als im Vorjahr. Die Schuldenbremse wurde auch für das Jahr 2023 wie bereits für die vergangenen drei Jahre ausgesetzt.

Der World Semiconductor Trade Statistics (WSTS) prognostizierte für 2023 dem weltweiten Halbleitermarkt einen Umsatzrückgang von 9,4% und dieser soll einen weltweiten Umsatz von ca. 520 Mrd. Dollar erreichen. Ein Wachstum von ca. 5,8% gab es vor allem bei den diskreten Halbleitern, wobei es bei der Kategorie integrierter Schaltkreise ein Rückgang von ca. 8,9% ähnlich zu dem im Vorjahr gab.8

2.2 Geschäftsverlauf

Die Axcelis Technologies GmbH schließt das Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 58.679 TEUR im Vergleich zu 50.907 TEUR im Vorjahr. Der Jahresüberschuss nach Steuern beläuft sich für das Geschäftsjahr 2023 auf 1.093 TEUR im Vergleich zum Vorjahr mit 784 TEUR.

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1 Ertragslage

Die Umsätze gegenüber Dritten teilen sich auf den Bereich Services, Upgrades und Ersatzteile.

Durch die hohe Nachfrage nach Halbleitern hat die Gesellschaft ihre ursprüngliche Prognose für 2023 überarbeitet und die Umsätze von 38.900 TEUR auf 42.600 TEUR im Laufe des aktuellen Jahres erhöht. Die Erhöhung betraf alle Umsatzbereiche.

Im Geschäftsjahr 2023 erhöhten sich die Umsatzerlöse gegenüber Dritten von 36.895 TEUR um 5.104 TEUR (bzw. 13,8%) gegenüber dem Vorjahr auf 42.000 TEUR. Der Anstieg ist auf den Bereich der Ersatzteile mit 1.548 TEUR, den Bereich der Upgrades mit 908 TEUR und den Bereich der Services mit 2.649 TEUR zurückzuführen. Der Grund für den Anstieg ist weiterhin auf den weltweiten Chipmangel und die hohe Nachfrage zurückzuführen.

Die Umsatzerlöse gegenüber der Gesellschafterin erhöhten sich um 1.691 TEUR auf 11.247 TEUR (Vorjahr: 9.556 TEUR); dies ist in erster Linie auf die Verpflichtungen aus den langfristigen Verträgen zurückzuführen. Diese Verträge wurden aus strategischen Aspekten in Abstimmung mit dem Mutterunternehmen Axcelis Technologies Inc., USA, abgeschlossen. Die weiteren Umsatzerlöse im Verbundbereich haben sich um 976 TEUR auf 5.432 TEUR erhöht (Vorjahr: 4.455 TEUR).

Im Geschäftsjahr 2023 wurden weder langfristige Verträge mit Kunden verlängert noch neue abgeschlossen. Durch den Abschluss der Verträge verbessert die Axcelis Technologies GmbH ihre Auftragslage und sichert dadurch ihre Umsätze im Bereich Services.

Der Materialaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 um 15,1% von 42.842 TEUR auf 49.325 TEUR, dies ist in erster Linie auf die hohe Nachfrage der Kunden und die Verpflichtungen aus den langfristigen Verträgen zurückzuführen. Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand in Relation zu den Umsatzerlösen) ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 13,8% von 4.515 TEUR im Jahr 2022 auf 5.136 TEUR im aktuellen Geschäftsjahr. Die höheren Aufwendungen für Gehälter wurden verursacht durch eine höhere Anzahl an Mitarbeitern.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Berichtsjahr um 1.386 TEUR auf 11.993 TEUR (Vorjahr:10.607 TEUR) erhöht. Der Anstieg ist auf höhere Aufwendungen für Zahlungen an innereuropäische Gesellschaften, für Aufwendungen für Ausgangsfrachten sowie Ausgaben für Reisekosten der Arbeitnehmer zurückzuführen, wobei sich die Aufwendungen aus Währungsumrechnung verringert haben.

Aufgrund des veränderten Währungskurses bei EUR/USD (Wechselkurs von 1,0703 vom Ende Dezember 2022/Anfang Januar 2023 und von 1,1064 per Ende Dezember 2023) ergibt sich ein kleiner Gewinn in Höhe von 149 TEUR. Dabei sind die Erträge im Vergleich zum Vorjahr um 2,2% auf 4.108 TEUR und die Aufwendungen um 6,1% auf 3.738 TEUR gesunken.

Das im Jahr 2013 aktualisierte Intercompany Agreement mit der Muttergesellschaft in den USA garantiert der GmbH einen operativen Gewinn in Höhe von 3,5% auf alle Verkäufe an Dritte. Der operative Gewinn wird in erster Linie als Ergebnis vor Zinsen und Steuern verstanden.

Die GmbH weist für 2023 einen Jahresüberschuss von 1.093 TEUR aus. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) beläuft sich auf 1.592 TEUR nach 1.260 TEUR in 2022 und konnte damit um 26,3% gesteigert werden, was im Wesentlichen auf die höheren Umsätze zurückzuführen ist.

2.3.2 Finanzlage

Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital der Gesellschaft am Ende des Geschäftsjahres 2023 ist mit 23,4% im Vergleich zum Vorjahr um 1% gesunken.

Die liquiden Mittel der GmbH erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 245 TEUR von 4.076 TEUR auf 4.321 TEUR. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf 475 TEUR. Negative Effekte ergaben sich aus den Erhöhungen der Vorräte (4.570 TEUR), der Forderungen im Verbundbereich (2.310 TEUR) und der Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (149 TEUR). Positive Effekte ergaben sich aus dem Jahresüberschuss, aus der Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (209 TEUR) und der sonstigen Vermögensgegenstände (414 TEUR). Darüber hinaus ergaben sich weitere positive Effekte aus der Erhöhung der Rückstellungen (1.226 TEUR), der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten (535 TEUR) sowie der Verbindlichkeiten im Verbundbereich (4.565 TEUR).

Der Wert des bestehenden Intercompany Darlehens belief sich am Stichtag 31. Dezember 2023 auf 3.443 TEUR. Die Höhe des Darlehens mit 3,8 Mio. USD blieb im Geschäftsjahr 2023 unverändert. Der Zinssatz für den Zeitraum 01. Januar 2023 bis zur Rückzahlung am 30. September 2024 beträgt 2.55%.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt gegeben.

Von der GmbH wurden im Geschäftsjahr 2023 geringe Investitionen für Inventar und Büroumbau getätigt. Die gesamten Anlagenzugänge beliefen sich auf 230 TEUR in 2023.

2.3.3 Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2023 ist eine Erhöhung des Vermögens um 14% von 47.676 TEUR auf 54.372 TEUR bei der GmbH zu verzeichnen. Der größte Teil dieser Erhöhung resultiert aus dem höheren Vorratsvermögen. Darüber hinaus wurde die Vermögenslage durch eine Anpassung einer Forderung gegenüber der Muttergesellschaft aufgrund einer Rückstellung für Verpflichtungen aus langfristigen Verträgen auf 10.925 TEUR in 2023 gegenüber 9.675 TEUR in 2022 erhöht. Die daraus resultierenden höheren Aufwendungen wurden der Muttergesellschaft weiterbelastet - siehe hierzu die Erläuterungen zu den sonstigen Rückstellungen.

Das Anlagevermögen und die Vorräte haben sich im Geschäftsjahr 2023 um 22,5% von 21.125 TEUR auf 25.884 TEUR im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Der Grund für die Erhöhung ist einerseits weiterhin eine hohe Nachfrage der Kunden, andererseits eine Vermeidung möglicher Lieferengpässe.

Des Weiteren reduzierten sich im Geschäftsjahr 2023 die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 209 TEUR auf 6.579 TEUR. Die Forderungen gegenüber in Deutschland ansässigen Kunden erhöhten sich um 556 TEUR auf 3.456 TEUR. Die Forderungen gegenüber nicht in Deutschland ansässigen Kunden reduzierten sich um 765 TEUR auf 3.124 TEUR im Vergleich zum Vorjahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um 14,5% von 2.860 TEUR auf 2.446 TEUR. Hauptgrund hierfür ist die Reduzierung der Umsatzsteuerforderung an das Finanzamt in Deutschland um 474 TEUR von 1.612 TEUR in 2022 auf 1.141 TEUR in 2023. Die Umsatzsteuerforderung an Fiskalvertreter in Italien erhöhte sich dagegen leicht um 35 TEUR von 1.208 TEUR im Jahr 2022 auf 1.243 TEUR im Jahr 2023.

Das Eigenkapital ist im Berichtszeitraum 2023 um 1.093 TEUR von 11.625 TEUR auf 12.718 TEUR gestiegen. Dies begründet sich durch den im laufenden Geschäftsjahr erwirtschafteten Jahresüberschuss. Gewinnausschüttungen sind keine erfolgt.

Die Pensionsrückstellung reduzierte sich um 2,1 % von 2.417 TEUR in 2022 auf 2.366 TEUR in 2023.

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich in 2023 um 1.226 TEUR auf 12.822 TEUR. Hauptgrund hierfür ist die Erhöhung der Rückstellung für Verpflichtungen aus langfristigen Verträgen in Höhe von 10.925 TEUR in 2023 gegenüber 9.675 TEUR in 2022.

Seit Ende 2015 bietet die Axcelis Technologies GmbH sogenannte "All-in-Verträge" für ausgewählte Kunden als ein weiteres Serviceprodukt an. Bei diesen Verträgen bezahlen die Kunden einen fixen Betrag pro Monat und erhalten dafür die Ersatzteile und die Servicestunden. Die Verträge haben z.T. eine mehrjährige Laufzeit (max. 3 Jahre). Alle Verträge erwirtschaften eine negative Marge für die GmbH. Die sich hieraus ergebenden Verluste der laufenden und verhandelten Verträge wurden zum Geschäftsjahresende 2023 als Rückstellung für Verpflichtungen aus langfristigen Verträgen ausgewiesen. Der komplette Aufwand hierfür wurde an die Muttergesellschaft weiterbelastet.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 um 4.416 TEUR, was überwiegend auf höhere offene Verbindlichkeiten an die Muttergesellschaft zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf 25.043 TEUR (31. Dezember 2022: 20.478 TEUR). Die wesentlichen Verbindlichkeiten der GmbH bestehen in USD.

2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Der wichtigste finanzielle Leistungsindikator der GmbH ist der Umsatz. Für die interne Unternehmenssteuerung wird in erster Linie das Umsatzwachstum neben weiteren Parametern herangezogen.

2.3.5 Gesamtaussage zur Wirtschaftlichen Lage

Die Axcelis Technologies GmbH konnte ihre hohen Umsatzziele übertreffen. Das Ergebnis entwickelte sich positiv und konnte das Vorjahr übertreffen. Durch Maschinenverkäufe der Axcelis Inc. an Kunden in Europa konnte die Nachfrage nach Ersatzteilen in 2023 hoch gehalten werden. Die oben genannten Gründe und die finanzielle Stabilität durch die Einbindung in den Axcelis-Konzern und das mit dem Mutterunternehmen abgeschlossene Intercompany-Agreement bilden eine Grundlage für die zukünftige weitere Unternehmensentwicklung. Insgesamt war die Entwicklung positiv.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikomanagement

Um den Anforderungen der Marktverhältnisse gerecht zu werden, bedarf es eines Risikomanagements, welches die Vorhersage und Erkennung der aus dem Markt entstehenden Risiken schnell und zeitnah ermöglicht.

Monatlich werden die aktuellen Ertragszahlen mit den Zahlen aus der Planung und des Forecasts analysiert. Quartalsmäßig wird der neue Forecast für das aktuelle Wirtschaftsjahr angepasst. Monatliche Management Meetings finden in Persona oder online statt. Darüber hinaus fanden in 2023 zwei halbjährliche Management Meetings in Persona statt. Hier wird anhand der Geschäftszahlen die abgelaufene Periode analysiert, um auf Chancen und Risiken der zukünftigen Perioden frühzeitig reagieren zu können. Das jährlich stattfindende StrategiePlanungsmeeting in den USA wurde online durchgeführt.

Ziel des internen Kontrollsystems ist es, die Risiken laufend zu überwachen und diese zu minimieren.

3.2 Chancen und Risiken im Einzelnen

Da die bestehenden Intercompany Agreements der Muttergesellschaft mit der GmbH einen operativen Gewinn von 3,5% der Umsätze an Dritte garantieren, besteht ein geringeres direktes finanzielles und operatives Risiko für die GmbH.

Auf der anderen Seite sind die Chancen der GmbH auf Steigerungen der Umsätze an Dritte durch die feste Anzahl an Kunden bzw. Fabriken innerhalb Europas auch limitiert. Dies wird sich voraussichtlich in den nächsten Jahren durch den geplanten Bau von neuen Fabriken in Europa verändern.

Da es sich beim Halbleitermarkt um einen sehr kapitalintensiven Markt handelt, ist die Anzahl der Marktteilnehmer (Kunden und Wettbewerber) sehr gering verglichen mit anderen Märkten.

Aus diesem begrenzten Markt ergibt sich natürlich auch eine Chance aus der geringeren Anzahl an Konkurrenten. Durch die oben genannte Kundennähe und den laufenden Anstrengungen in der Entwicklung neuer Maschinen (in den USA durch die Muttergesellschaft Axcelis Inc.) versucht die GmbH, diese Chancen zu nutzen.

Im Folgenden werden die einzelnen Risiken aufgeführt:

Absatzrisiko

Die GmbH ist als Anbieter von Maschinen zur Halbleiterfertigung den Markt- und Produktzyklen der Halbleiterindustrie ausgesetzt.

Durch monatliches Reporting der erwirtschafteten Ergebnisse an das Mutterunternehmen Axcelis Inc. und die Geschäftsführung der GmbH sowie einem Soll-Ist-Vergleich wird versucht, diesem Risiko entgegenzuwirken und eventuell Korrekturmaßnahmen einzuleiten.

Preisänderungsrisiko

Die Preisgestaltung der von der Muttergesellschaft bezogenen Ersatzteile wird aus den USA zentral gesteuert. Bei einer Änderung des Verkaufspreises ändert sich auch der Bezugspreis der GmbH für die jeweiligen Ersatzteile.

Eine Ausnahme in diesem Bereich stellen die oben beschriebenen langfristigen Verträge dar, da in diesen Fällen die GmbH zunächst allein das Risiko von Preissteigerungen trägt. Über die mit der Axcelis Technologies Inc., USA, abgeschlossenen Verträge können hieraus resultierende Aufwendungen weiterverrechnet werden.

Wechselkursrisiko

Die GmbH kauft ihre Ersatzteile von der Muttergesellschaft in USD und verkauft diese auch in USD an ihre Kunden weiter. Damit wird versucht, das Wechselkursrisiko in diesem Bereich zu minimieren. Trotzdem hat der Wechselkurs aufgrund der Lagerbewertung in EUR und der in Fremdwährung getätigten Transaktionen einen Einfluss auf den Jahresüberschuss.

Aufgrund des Intercompany Agreements zwischen der GmbH und der Axcelis Inc. wird das Wechselkursrisiko von der Axcelis Inc. übernommen.

Ausfallrisiko

Jeder Kunde der GmbH wird einer Kreditwürdigkeitsprüfung unterzogen, die zentral in den USA bei der Muttergesellschaft durchgeführt und gesteuert wird. Neukunden oder als riskant eingestufte Kunden erhalten Waren nur gegen Vorauszahlung.

Es erfolgt ein monatliches Reporting der Top-Kunden und ein zusätzliches Risiko-Ranking der einzelnen Kunden.

Liquiditätsrisiko

Der Liquiditätsstatus der GmbH wird auf monatlicher Basis in die USA berichtet und intern täglich kontrolliert. Unter den gültigen Intercompany Agreements zwischen der GmbH und der Axcelis Inc. ist die GmbH über den Konzern mitfinanziert.

Die oben aufgeführten Risiken wurden wie folgt klassifiziert: das Absatz-, Preisänderungs- und das Wechselkursrisiko wurde als hoch, das Ausfallrisiko als mittel und das Liquiditätsrisiko als gering eingestuft.

Aufgrund der oben beschriebenen Intercompany Agreements ist die GmbH wirtschaftlich von der Muttergesellschaft in USA abhängig. Finanzielle Risiken werden über die Intercompany Agreements an die Muttergesellschaft ausbelastet.

Aktuelle Risikosituation

Nach wie vor ist die wirtschaftliche Lage durch hohe Unsicherheiten gekennzeichnet. Dazu gehören eine Eskalation des Krieges in der Ukraine und in Israel, die Gefahr einer geopolitischen Fragmentierung, Schuldenkrisen und unerwartete Preisanpassungen an den Finanzmärkten. Aufgrund der gesunkenen Inflation und der teilweise gesunkenen Energiepreise wird langsam eine Preisstabilität bzw. in Teilen auch eine geringe Preisreduzierung erwartet.

Die Sanktionen des Westens gegen Russland haben keine Auswirkung auf das Geschäft der GmbH, da die Gesellschaft keine Kunden in Russland beliefert. Der Konflikt im Gazastreifen und in Israel haben ebenfalls keine mittelbaren Auswirkungen auf unser Geschäft. Der Umsatzanteil in Israel in 2023 betrug 1,3% und bleibt voraussichtlich stabil.

Insgesamt lassen sich zurzeit keine unmittelbaren Risiken für die Gesellschaft ableiten. Mittelbare Risiken werden durch die Intercompany Verträge mit der Axcelis Inc. abgedeckt und finanziell ausgeglichen.

Prognosebericht

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet (Stand: März 2024) für das laufende Jahr mit einem weltweiten Wachstum von nur noch 3,1% in 2024 und 3,2% in 20259. Nach wie vor prägen die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, aber auch der Krieg in Israel und die starke Unstimmigkeit zwischen Israel und Iran das Weltbild. Optimistischer ist die Situation bei der Inflation, da die Inflationseindämmung immer deutlichere Erfolge zeigt und zu einem Rückgang der Inflation führt. Die anhaltende Auswirkung der hohen Energiepreise und den erhöhten Zinsen dämpften besonders das Wachstum in Europa. Aber auch andere Indikatoren wie z.B. drastische Erhöhungen der Transportkosten durch politische Unruhen und die Verlängerung der Lieferzeit und die damit einhergehende Störung der Produktionspläne führen einer Zunahme des Preisdrucks und im Endeffekt weiter zu einer gewissen Abschwächung. Das Wachstum für Deutschland soll mit 0,5% im Jahr 2024 und 1,6% im Jahr 2025 sowie für den Euroraum mit 0,9% und 1,7% für das aktuelle und das Jahr 2025 deutlich geringer ausfallen.10

Der weltweite Halbleitermarkt soll in 2024 laut dem World Semiconductor Trade Statistic (WSTS) (Stand: November 2023) um etwa 13,1% steigen. Dabei wurde für die Region AsienPazifik mit 12% und Amerika mit 22,3% das stärkste Wachstum prognostiziert. Für Europa wird von einem Wachstum von 4,3% ausgegangen. Die Prognose für den weltweiten Umsatz für 2024 geht von einem Anstieg von 13,1% aus. Hiervon wird das größte Wachstum im Bereich Speichersektor erwartet.11

Zurzeit wird von einer nachlassenden Nachfrage im ersten Halbjahr und einer anziehenden Anfrage im zweiten Halbjahr 2024 ausgegangen. Aufgrund des leichten Wachstums in Europa sowie weiterhin steigender Kundennachfrage für das Jahr 2024 geht die Geschäftsführung von höheren Umsatzzahlen gegenüber Dritten aus. Die Umsätze im Bereich der Ersatzteile und im Bereich Services sollen um 400 TEUR bzw. 1.000 TEUR steigen, die Umsätze im Bereich der Upgrades dagegen sollen mit 500 TEUR geringer ausfallen. Insgesamt sollen die Umsätze um 2,2% gegenüber 2023 zulegen.

Zusätzlich sollen neue Maschinenverkäufe das Aftermarketgeschäft unterstützen. Die GmbH versucht mit dem Verkauf von neuen Anlagen - diese werden von der Muttergesellschaft in USA direkt an die europäischen Kunden verkauft - auch die Umsätze mit Ersatzteilen/Serviceverträgen weiter zu steigern.

Die Geschäftsführung plant keine Investitionen für das Jahr 2024.

Zudem bleibt die Kostenkontrolle ein zentraler Punkt in der Planung der GmbH.

Vor dem Hintergrund der Absicherung durch die Muttergesellschaft ist nicht von finanziellen Liquiditätsengpässen auszugehen.

Die Geschäftsführung sieht zurzeit keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden und geht von einer Unternehmensfortführung aus.

 

Aschheim-Dornach, 21.11.2024

Russell Low

Andreas Lantenhammer

1 Destatis - Pressemitteilung Nr. 066 vom 23. Februar 2024

2 eurostat - euroindicatoren vom 8. März 2024

3 Destatis - Pressemitteilung vom 15. Januar 2024

4 Destatis - Pressemitteilung Nr. 001 vom 2. Januar 2024

5 Statista - https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1224/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1995/

6 eurostat - euroindikatoren 26/2023 vom 1. März 2024

7 Ifo - Konjunkturprognose vom 6. März 2024

8 World Semiconductor Trade Statistics - WSTS_FC_2023_11 (Nov 2023)

9 BMWK - IWF - Die Lage der Weltwirtschaft zum Jahresanfang 2023

10 BMWK - IWF - Die Lage der Weltwirtschaft zum Jahresanfang 2023

11 World Semiconductor Trade Statistics - WSTS_FC_2023_11 (Nov 2023)

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 243.869,03 54.611,85
I. Sachanlagen 243.869,03 54.611,85
1. technische Anlagen und Maschinen 151.905,99 54.549,79
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 91.963,04 62,06
B. Umlaufvermögen 54.069.746,64 47.567.319,52
I. Vorräte 25.640.836,39 21.070.569,45
1. fertige Erzeugnisse und Waren 25.640.836,39 21.070.569,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 24.108.160,22 22.421.185,05
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.579.368,68 6.788.163,10
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.083.091,47 12.773.261,57
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.445.700,07 2.859.760,38
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.320.750,03 4.075.565,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 58.457,31 54.183,16
Aktiva 54.372.072,98 47.676.114,53

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.717.939,67 11.624.554,50
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 6.274.549,76 6.274.549,76
III. Gewinnvortrag 5.325.004,74 4.541.306,38
IV. Jahresüberschuss 1.093.385,17 783.698,36
B. Rückstellungen 15.375.135,33 14.208.854,44
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.365.679,00 2.416.743,00
2. Steuerrückstellungen 187.418,13 196.111,22
3. sonstige Rückstellungen 12.822.038,20 11.596.000,22
C. Verbindlichkeiten 26.224.312,96 21.808.145,60
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.021.097,90 1.173.290,61
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.043.030,54 20.478.265,22
3. sonstige Verbindlichkeiten 160.184,52 156.589,77
davon aus Steuern 121.024,88 133.803,62
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 19.515,09 13.885,99
D. Rechnungsabgrenzungsposten 54.685,02 34.559,99
Passiva 54.372.072,98 47.676.114,53

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 58.679.387,89 50.907.451,55
2. sonstige betriebliche Erträge 9.407.607,19 8.321.855,56
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 4.107.802,23 4.201.370,60
3. Materialaufwand 49.324.756,22 42.842.222,61
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 49.324.756,22 42.842.222,61
4. Personalaufwand 5.136.308,51 4.515.116,93
a) Löhne und Gehälter 4.319.087,14 3.683.478,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 817.221,37 831.638,37
davon für Altersversorgung 154.289,35 295.956,66
5. Abschreibungen 40.425,72 4.556,97
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 40.425,72 4.556,97
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 11.993.275,85 10.607.178,13
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 3.737.784,94 3.980.557,14
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 105.625,10 68.442,83
davon aus verbundenen Unternehmen 4.635,36 2.201,10
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 132.110,65 134.461,31
davon an verbundene Unternehmen 89.600,65 92.195,31
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 42.510,00 42.266,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 468.768,79 406.205,73
10. Ergebnis nach Steuern 1.096.974,44 788.008,26
11. sonstige Steuern 3.589,27 4.309,90
12. Jahresüberschuss 1.093.385,17 783.698,36

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Axcelis Technologies, GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Aschheim
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 131980

Nach den in §267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Wesentlichen unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern entsprechen im Wesentlichen den steuerlichen Afa-Tabellen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden von Axcelis Technologies Inc, USA, übernommen und finanziell ausgeglichen. Somit erfolgt keine Abwertung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Eventuelle Risiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß der Projected-Unit-Credit-Method (PUC-Method) unter Verwendung der Klaus Heubeck Richttafeln 2018 G ermittelt. Als Abzinsungsfaktor wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlage für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet werden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag gem. § 256a HGB bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungskosten
Stand am Zugänge Abgänge Stand am
01.01.2023 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00
1. Technische Anlagen und Maschinen 56.989,50 124.734,86 0,00 181.724,36
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 440.465,72 104.948,04 60.848,87 484.564,89
Summe Sachanlagen 497.455,22 229.682,90 60.848,87 666.289,25
Summe Anlagevermögen 497.455,22 229.682,90 60.848,87 666.289,25
Abschreibungen
Stand am Zuführungen Abgänge Stand am
01.01.2023 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.439,71 27.378,66 29.818,37
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 440.403,66 13.047,06 60.848,87 392.601,85
Summe Sachanlagen 442.843,37 40.425,72 60.848,87 422.420,22
Summe Anlagevermögen 442.843,37 40.425,72 60.848,87 422.420,22
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
0,00 0,00
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
1. Technische Anlagen und Maschinen 151.905,99 54.549,79
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 91.963,04 62,06
Summe Sachanlagen 243.869,03 54.611,85
Summe Anlagevermögen 243.869,03 54.611,85

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sämtliche sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben in Höhe von T€ 11.203 (Vorjahr: T€ 7.009) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und in Höhe von T€ 3.880 (Vorjahr: T€ 5.764) eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre und enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 14.852 (Vorjahr: T€ 12.682).

Aktive latente Steuern

Der sich auf Grund der Differenz zwischen den handels- und steuerlichen Wertansätzen bei den Pensionsrückstellungen ergebende Überhang an aktiven latenten Steuern wird in Ausübung des Aktivierungswahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz beträgt 30% (gewichteter Gewerbesteuerhebesatz 380%).

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betragen T€ 2.366.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Rechnungs-Zinssatz 31.12.2023 1,83%
Rententrend 0,00%
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 2,00%
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von T€ 24 (Vorjahr: T€ 115). Dieser Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Sonstige Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen wurde eine Rückstellung in Höhe von T€ 10.925 (Vorjahr: T€ 9.675) für Verpflichtungen aus längerfristigen Verträgen gebildet.

Des Weiteren enthalten die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Rückstellungen für Mitarbeiterboni, ausstehende Rechnungen, Jahresabschlussprüfungs- und -erstellungskosten, Kosten für nicht genommenen Urlaub, Zollabgaben sowie Vertriebsboni.

Diese Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Angabe zu Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 T€ kleiner 1 J.
T€
1 bis 5 J.
T€
größer 5 J.
T€
aus Lieferungen und Leistungen 1.021 1.021 0 0
(Vorjahr) (1.173) (1.173)
gegenüber verbunden Unternehmen 25.043 21.600 3.443 0
(Vorjahr) (20.478) (16.919) (3.559)
sonstige Verbindlichkeiten 160 160 0 0
(Vorjahr) (157) (157) (0) (0)
Summe 26.224 22.781 3.443 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 24.080 (Vorjahr: T€ 19.867); hierin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 20.550 (Vorjahr: T€ 16.322).

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Jährliche Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen und sonstige Dauerschuldverpflichtungen i. S. von § 285 HGB der Gesellschaft summieren sich wie folgt:

T€
2024 306
2025 274
2026 172
2027 91
2028 57
900

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Umsatz
T€
Service 28.961
Ersatzteile (Spares) 21.647
Nachrüstung (Upgrades) 8.071
Geographisch bestimmter Markt Umsatz
T€
Europa 41.471
USA 16.679
Israel 529

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 4.108 (Vorjahr: T€ 4.201).

Periodenfremde Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 12 (Vorjahr: T€ 77).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 3.738 (Vorjahr: T€ 3.981).

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Innerhalb der Umsatzerlöse und des Materialaufwands sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von T€ 6.585 (Vorjahr: T€ 4.799) und außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 7.835 (Vorjahr: T€ 8.520) enthalten. Sie stehen in Zusammenhang mit den Verpflichtungen aus langfristigen Verträgen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug 46. Hierbei handelt es sich ausschließlich um angestellte Arbeitnehmer.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Mary G. Puma ausgeübter Beruf: Chief Executive Officer
bis 31.08.2023
Erster Geschäftsführer: Russell Low ausgeübter Beruf: Chief Executive Officer
ab 01.09.2023
Weitere Geschäftsführer: Andreas Lantenhammer ausgeübter Beruf: International Controller

Vergütungen der Geschäftsführer

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Nr. 9a HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernzugehörigkeit

Der Abschluss der Axcelis Technologies GmbH wird in den Konzernabschluss der Axcelis Technologies, Inc., Beverly, Massachusetts, USA, als höchste Konzernspitze einbezogen; der Abschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Mit dem Central Index Key 1113232 kann der Konzernabschluss online unter www.sec.gov eingesehen werden.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt T€ 1.093 €.

Auf neue Rechnung werden T€ 1.093 € vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Aschheim-Dornach, 21.11.2024

Russell Low

Andreas Lantenhammer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Axcelis Technologies GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Axcelis Technologies GmbH, Aschheim-Dornach - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Axcelis Technologies GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 21. November 2024

EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bostedt, Wirtschaftsprüfer

Faiß, Wirtschaftsprüfer

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