Cooperative Mensch eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gabriele Dr. Niehörster seit 26.3.2020 | Vorstandsmitglied |
Christian Löw seit 2.10.2018 | Prokura |
Georg Dudaschwili seit 30.9.2005 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Cooperative Mensch eGBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023A. LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Die Cooperative Mensch eG ist Trägerin von Einrichtungen und Diensten vorzugsweise nach SGB XII mit dem Ziel, Menschen mit Behinderungen die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft sowie am Arbeitsleben zu ermöglichen. Entsprechend den individuellen Bedürfnissen und den jeweiligen Behinderungen unterstützt, begleitet und berät die Cooperative Mensch eG bei der Bewältigung des Alltags. Wir bieten Wohnassistenz in unterschiedlicher Betreuungsdichte, stundenweise bis "rundum-die-Uhr" an sowie Arbeitsmöglichkeiten in unseren Tagesförderstätten. Für behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder bieten wir medizinischtherapeutische Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten in unseren SPZ/KJA sowie zwei Integrationskindertagesstätten und für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen ein Medizinisches Behandlungszentrum. Unsere Genossenschaft wurde am 27.10.2021 - gültig bis 22.10.2024 - nach ISO 9001:2015 zertifiziert und trägt weiterhin den ersten Stern des Paritätischen Qualitätssiegels. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2023 war insgesamt sowohl branchenbezogen als auch für unsere Genossenschaft herausfordernd. Die auch im Jahr 2023 nicht abgeschlossenen Verhandlungen über den Berliner Rahmenvertrag (BRV) erzeugen nach wie vor Unsicherheit bei den Leistungserbringern über die künftige Bedarfserhebung und Vergütungsstruktur und erschweren die mittelfristige unternehmerische Planung. Schon jetzt ist erkennbar, dass sich die angespannte Haushaltslage des Landes auf die künftigen Vergütungsverhandlungen auswirkt. Barrierefreier Wohnraum für Menschen mit Behinderungen ist kaum vorhanden. Neuer Wohnraum entsteht nahezu ausschließlich durch Eigenerstellung oder Kooperation z.B. mit Wohnungsbaugenossenschaften. Überdurchschnittliche Fehlzeiten sowie eine angespannte personelle Situation bei den Leitungskräften im Wohnbereich führten zu teilweise schwierigen personellen Situationen insbesondere in den Besonderen Wohnformen. Dies alles wirkte sich auf unser Ergebnis aus. Geschäftsverlauf Der infolge der Neuwahlen Anfang 2023 erfolgte Wechsel in der politischen Leitung der Sozialverwaltung verzögerte den Abschluss unserer Vergütungsverhandlungen im Bereich der Leistungen nach § 123 ff SGB IX bis in den August 2023. Wir konnten insgesamt weitgehend unsere Forderungen durchsetzen. Im Bereich Personal werden inzwischen die tariflich vereinbarten Vergütungen, in unserem Fall der am TV-L ausgerichtete Haustarifvertrag, anerkannt. Die Refinanzierung der Sachkosten blieb dennoch aufgrund der zeitlichen Inkongruenz von Inflation und Verhandlungszeitraum hinter der realen Entwicklung zurück, eine Sockelanpassung wurde vom Land abgelehnt. Zumindest im Energiebereich konnten wir durch die Refinanzierungen nahezu vollständig eine Kostendeckung erzielen. Auch wenn die Mieten nicht mehr so stark steigen wie noch vor einem Jahr, bleibt Wohnraum für Menschen mit Behinderungen knapp. Einer unserer Schwerpunkte liegt in der Sicherung der Bestandsimmobilien. Dies schließt die Instandsetzung ein, weshalb unsere diesbezüglichen Aufwendungen im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 17% bzw. 88 TEUR gestiegen sind. Die Sanierung von Bestandsimmobilien im laufenden Betrieb ist technisch und organisatorisch nur mit erhöhtem Leerstand zu realisieren. Die Fehlzeiten unserer Mitarbeitenden sind im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 10% zurückgegangen, gleichwohl liegen sie im Vergleich zum Jahr 2021 noch bei einem Anstieg von 29%. Hinzu kommt eine hohe Ausfallrate bei den Leitungskräften durch Krankheit oder z.B. Elternzeit, aber auch über längere Zeit vakante Positionen. Teilweise zeigte sich durch den Umgang mit den personellen Engpässen Verbesserungspotenzial in der Steuerung. Wir waren als Vorstand im regelmäßigen intensiven Austausch mit der Fachbereichsleitung und haben viele Maßnahmen zur Stabilisierung des Wohnbereichs veranlasst. Im Ergebnis konnten bis Anfang des Jahres 2024 nahezu alle Leitungsstellen besetzt werden. Die schwierige Situation in der zweiten Jahreshälfte führte allerdings zu einem überdurchschnittlich hohen Personaleinsatz und minderte das Ergebnis im Wohnbereich zusätzlich. Insgesamt war das Jahr 2023 rein wirtschaftlich für den Fachbereich Wohnen nicht erfolgreich. Im Geschäftsjahr 2023 konnte die schon gute Belegung unserer Tagesförderstätten aus dem Jahr 2022 noch einmal um 100 Tage auf ca. 31.200 Belegtage gesteigert werden. Der neue Standort in der Schlangenbader Str. wurde weiterhin gut angenommen. Für den Standort Kienhorststrasse haben wir mit unserem Vermieter eine Kostenteilung notwendiger Sanierungskosten vereinbart, die diesbezüglichen Arbeiten wurden im Jahr 2023 fortgesetzt, sie werden 2024 abgeschlossen sein. Das im Herbst 2022 begonnene partizipative Organisationsentwicklungsprojekt unter Leitung von Herrn Prof. Komorek, Evangelische Hochschule Berlin, ist der zentrale Baustein zur Umsetzung des BTHG im Sinne der geforderten vollen, wirksamen und nachhaltigen Teilhabe. Wir haben im Steuerungskreis 4 Arbeitsfelder entwickelt, deren Themen in 9 Arbeitsgruppen bearbeitet werden. Die Ergebnisse sollen im Herbst 2024 vorgestellt werden. Durch die o.g. schwierige personelle Situation hat sich der Prozess zeitlich verzögert. Unsere Kitas waren trotz der insgesamt schwierigen Personalsituation die vereinbarte Belegung einhalten. Mit der Einrichtung einer heilpädagogischen Gruppe konnte die Platzzahl in Karow auf 108 gesteigert werden. Beide Kitas nehmen inzwischen am Landesprogramm "Gute und gesunde Kita" zur Bildungs- und Gesundheitsförderung teil. Ziel des Landesprogramms ist die Steigerung der Bildungs- und Gesundheitschancen sowie der Abbau von Benachteiligungen. Unser medizinisches Zentrum für Erwachsene mit schweren und mehrfachen Behinderungen (MZEB) ist inzwischen nahezu voll ausgelastet. Unsere neue ärztliche Leitung hat die Zahl der Patienten deutlich steigern können, von 505 im Jahr 2022 auf 910 Ende 2023. Aktuell befinden wir uns in Verhandlungen über eine neue Vergütung, die neben der Tarifsteigerung auch eine Erweiterung des Teams vorsieht. Gleiches gilt für unsere Sozialpädiatrischen Zentren, die sind Jahren voll ausgelastet sind. Wir konnten Anfang 2023 für die Nachfolge unserer langjährigen leitenden Ärztin eine neue Kollegin gewinnen; angesichts des dramatischen Ärztemangels sowie hoher Anforderungen an die Qualifikation der ärztlichen Leitung eines SPZ war dies ein großer Erfolg. Zusammengefasst zeigt sich, dass unsere Genossenschaft Jahr für Jahr die Auswirkungen der Pandemie hinter sich lässt. Die Überlagerung unserer unternehmerischen Entwicklung durch die Pandemie, die Erschöpfung unserer Mitarbeitenden, die nach wie vor hohen Krankenstände und die Unsicherheit über die künftige Vertragsgrundlage wirken dennoch nach und beeinflussen uns weiterhin. Im letzten Jahr planten wir ein Jahresergebnis in Höhe von 330,1 TEUR. Tatsächlich wurde ein Jahresergebnis in Höhe von 256,1 TEUR erzielt. Die wesentlichen Ursachen lagen in den deutlichen Kostensteigerungen insbesondere im Personalbereich, welche nicht vollständig von Umsatzerlösen und anderen Erträgen getragen werden konnten. Lage der Genossenschaft Umsatzentwicklung der Genossenschaft
Die Erlöse für die Tagesförderstätten sind im Vergleich zu 2022 gesunken, allerdings aufgrund von Nachberechnungen aus Vorjahren, die im Jahr 2022 in Höhe von 654,0 TEUR nachgebucht wurden. Die reelle Betrachtung zeigt eine Steigerung auf. Die Erlöse aus Geschäftsbesorgung sind den tatsächlichen Aufwendungen angepasst worden. Erlössteigerungen sind weitgehend auf die Anhebung der Vergütungen zurückzuführen. Erfolgsübersicht
Die vorgenannte erläuterte Umsatzentwicklung bildet den Ausgangspunkt für die Ertragslage. Es sind bei den Personalkosten und Sonstigen betrieblichen Kosten sowie Abschreibungen Erhöhungen zu verzeichnen. Dadurch hat sich das Betriebsergebnis um 77,9 % verringert. Das gestiegene neutrale Ergebnis ist durch Kostenerstattungen aus Vorjahren gekennzeichnet. Das Jahresergebnis hat sich um 11,2 % erhöht. Finanz- und Liquiditätslage Neben dem Eigenkapital wird das Anlagevermögen auch durch umfangreiche Sonderposten finanziert. Unter Berücksichtigung der hiermit verrechneten Zuschüsse zur Gebäudefinanzierung ist die Finanzlage geordnet. Wir tätigen Ersatzinvestitionen sowie Instandsetzungs- und Instandhaltungsmaßnahmen ausschließlich aus Eigenmitteln bzw. Eigenersatzmitteln, wie z.B. Zuwendungen. Die Zahlungsfähigkeit unserer Genossenschaft war im Jahr 2023 stets aus Eigenmitteln gegeben. Ein Betriebsmittelkredit wurde nicht in Anspruch genommen. Vermögenslage Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen zum überwiegenden Teil Vergütungen in Form von Tagessätzen. Sie sind im Vergleich zum Vorjahr um 215,3 TEUR angestiegen, was auf höhere Umsätze zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 121,9 TEUR reduziert. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Gehältern, Lohnsteuer und kreditorischen Debitoren. Die Gehaltsverbindlichkeiten aus dem Vorjahr wurden durch Zahlungen zurückgeführt. Unsere Vermögenslage ist weiterhin geordnet. Finanzielle Leistungsindikatoren Spitzenkennziffer für die Ertragsseite ist die Belegung. Aufgrund der durch Verträge festgelegten Vergütungshöhe macht die Auslastung unserer Einrichtungen und Dienste unseren leistungsseitigen Erfolg aus. Wir erheben die Kennziffer monatlich und steuern die Auslastung über frühzeitige Maßnahmen zur Wiederbesetzung offener Plätze. Entsprechend des Stellenplans/Schlüssels werden die Personalkosten refinanziert. Diese machen insgesamt 80% der Gesamtkosten aus, pro einzelnem Leistungsangebot teilweise bis zu 95%. Die Einhaltung der vereinbarten und refinanzierten Personalschlüssel ist also ausgabeseitig der Schlüsselindikator für den Betriebserfolg. Wir erheben pro Monat die Voll- Arbeitskraftstellen, die geleisteten Arbeitsstunden, den Stand der Arbeitszeitkonten sowie die Fehlzeiten. Die Urlaubsansprüche werden quartalsweise abgegrenzt. Im Rahmen der Quartalsberichterstattung an den Aufsichtsrat erheben wir den Stand der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die liquiden Mittel. Seit Ende 2015 kommt dazu die Inanspruchnahme der beschlossenen Kreditgrenzen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die wichtigen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren sind einnahmeseitig die Belegtage in den besonderen Wohnformen, Tagesförderstätten und Wohngemeinschaften, die geleisteten Assistenzstunden im Betreuten Einzelwohnen, die Anzahl und der Status der Kita-Kinder sowie die Patientenzahl in den SPZ und dem MZEB. Diese sind Maßstab für künftige Erlöse und ertragsseitige Stabilität. Aufwandsseitig steuern wir über die Einhaltung der vereinbarten Personalplanung. Im Wohnbereich insgesamt, den Tagesförderstätten sowie den Kitas ergibt sich der vereinbarte Personaleinsatz aus der Belegung bzw. dem Alter der Kinder und dem Betreuungsumfang sowie den vereinbarten Fachleistungsstunden. In den besonderen Wohnformen ist die aufwandsseitige Spitzenkennziffer die Planung der Leistungsstunden (Dienstplan). Diese ergibt sich aus der Personalplanung und ermöglicht den Verantwortlichen Leitungen vor im Dienstplan und noch vor Periodenbeginn deren Einhaltung. Wir erheben diese Kennziffern laufend und werten sie monatlich aus. III. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres ergaben sich nicht. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Wir erwarten für 2024 ein positives Ergebnis in Höhe von 296,5 TEUR und damit ca. auf dem Niveau des Vorjahres. Ertragsseitig gehen wir im Wohnbereich von einer Belegung in Höhe der vereinbarten Belegung aus. Im Förderbereich erwarten wir eine Auslastung aller 127 Plätze. Wir schätzen die Inflationsrate für 2024 entsprechend der Prognose der Bundesbank auf 2,5%. Der Cash-Flow aus laufendem Geschäft wird mit 794,1 TEUR positiv ausfallen. Chancen- und Risikobericht Chancen Die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes bietet uns nach wie vor große Chancen zur vollen und wirksamen Umsetzung von Teilhabe von Menschen mit schweren Behinderungen. Unser sog. Kulturprojekt zeigt uns den Weg der erforderlichen Transformation unserer Genossenschaft in organisatorischer und inhaltlicher Hinsicht. Es ist für uns ein essentielles Projekt zur Weiterentwicklung der Leistungsangebote. Dem sich infolge der demographischen Entwicklung der kommenden Jahre noch verschärfenden Fachkräftemangel begegnen wir bereits mit einer umfassenden Ausbildungsoffensive, die auch die Schaffung eigener Ausbildungskapazitäten einschließt. Digitalisierung beschleunigt und vereinfacht Prozesse und ermöglicht somit mehr Zeit für Assistenz. Wir wollen die erforderliche und geforderte Dokumentation insbesondere in den Schnittstellen zu Prozessketten weiter digitalisieren. Perspektivisch werden wir uns mit dem Einsatz von Kl in der Assistenz beschäftigen. Risiken Die nach wie vor nicht abgeschlossenen Verhandlungen über den Berliner Rahmenvertrag erschweren die Umsetzung des BTHG erheblich. Die Erfahrungen aus einigen anderen Bundesländern zeigen, dass es in erster Linie um mehr Dokumentation und Einsparungen geht, nicht um die Umsetzung der Teilhabe. Innovative Ansätze wie das Trägerbudget sind dem Land seit Jahren bekannt und werden nicht aufgegriffen. Die schwarz-rote Koalition hat im Koalitionsvertrag den Vorrang der Eingliederungshilfe vor der Pflege bekräftigt und bestätigt, dass es keinen systematischen Ersatz der Eingliederungshilfe durch die Pflege geben soll. Dennoch gibt es seitens der Verwaltung Bestrebungen, die Zusammensetzung und Höhe der Vergütung sowie mindestens einen Teil der Bedarfserhebung mit dem Pflegegrad in Verbindung zu bringen. Derzeit ist nicht absehbar, ob dies als Einstieg in die Pflegleistung für Menschen mit Behinderung gewertet werden muss. Der Fachkräftemangel wird sich durch den Renteneintritt der sog. geburtenstarken Jahrgänge verschärfen. Gerade therapeutische Berufe werden in den kommenden Jahren stark nachgefragt werden, wenn berlinweit viele Mitarbeitende "der ersten Stunde" in den SPZ in den Ruhestand gehen. Wir müssen in erster Linie dafür sorgen, dass der Zuwendungsgeber die Gehaltshöhe auf ein mit den Krankhäusern konkurrenzfähiges Niveau anhebt. B. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden
Berlin, 8. Mai 2024 Cooperative Mensch eG Der Vorstand gez. Dudaschwili gez. Niehörster C. Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstands. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.
Berlin, 08. Mai 2024 gez. Benneter, Vorsitzender des Aufsichtsrates Bestandteile Jahresabschluss 1. Bilanz 2. Gewinn- und Verlustrechnung 3. Anhang 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
3. AnhangA. Allgemeine Angaben 1. Die Cooperative Mensch eG mit Sitz in Berlin ist registriert beim Amtsgericht in Charlottenburg und eingetragen unter der Registernummer GnR 436 B. 2. In der Gliederung der Bilanz ergibt sich keine Veränderung. Von der Darstellungsstetigkeit wurde nicht abgewichen. Die ausgewiesenen Beträge des Geschäftsjahres sind mit den Vorjahresbeträgen vergleichbar. 3. In der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich bis auf eine Änderung keine Veränderungen. Die Veränderung betrifft die Erlöse aus der Geschäftsbesorgung von 616.388,56 EUR, welche richtigerweise in die Umsatzerlöse umgegliedert wurden. Im Vorjahr waren diese Erlöse noch in der Position "Sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von 1.076.122,13 EUR enthalten. Eine Umgliederung in den Vorjahresbeträgen erfolgte. 4. Von der Darstellungsstetigkeit der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde außer der vorgenannten Veränderung nicht abgewichen. Die ausgewiesenen Beträge des Geschäftsjahres sind mit den Vorjahresbeträgen durch die Anpassung vergleichbar. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:
Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht abgewichen. C. Entwicklung des Anlagevermögen 2023
D. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Genossenschaft besitzt folgende Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB:
Eigenkapital Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
Die Kapitalrücklage blieb unverändert. Sie setzt sich zusammen aus 2.189.522,80 EUR aus Schenkungen des Cooperative Mensch e.V., Berlin, und aus 1.278,25 EUR verjährtem Auseinandersetzungsguthaben. Sonderposten Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von 2.506.323,05 EUR (Vorjahr: 2.589.459,97 EUR) veränderte sich im Berichtsjahr analog den Neuanschaffungen bzw. den Abschreibungen der bezuschussten Anlagengegenstände. Der sonstige Sonderposten (= Sonderposten Schenkung/ Senatszuschüsse vor Zuschussverrechnung) in Höhe von 4.304.986,00 EUR (Vorjahr: 4.485.472,00 EUR) wurde entsprechend den Gebäudeabschreibungen aufgelöst. Seit 2003 werden von diesen Sonderposten die nachfolgend dargestellten, in den Folgejahren zu verrechnenden Zuschüsse abgesetzt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende wesentliche Rückstellungen:
Verbindlichkeiten 1. Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von:
Von den Verbindlichkeiten haben insgesamt 1.055.440,81 EUR eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. 2. Verbindlichkeiten sind durch folgende Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:
3. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. 4. In den Verbindlichkeiten sind folgende antizipativen Posten größeren Umfangs enthalten: Vorschüsse Bezirksämter 98.841,47 EUR 5. Rechnungsabgrenzungsposten bestehen insbesondere für erhaltene Vorauszahlungen von Leistungsträgern. E. Gewinn- und Verlustrechnung
2. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind per Saldo 291.856,27 EUR (Vorjahr: 278.447,22 EUR) Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens Passiva enthalten. 3. Da Leiharbeitskräfte in die Genossenschaft weitgehend organisatorisch eingegliedert sind und hinsichtlich Arbeitszeit sowie Arbeitsinhalt den Weisungen der Genossenschaft unterliegen, wurden die Aufwendungen für Leiharbeitnehmer mit unter den Posten Personalaufwendungen ausgewiesen. 4. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 28.233,35 EUR (Vorjahr: 21.774,90 EUR) Einstellungen in den Sonderposten Passiva enthalten. 5. Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält folgende wesentliche periodenfremde Aufwendungen und Erträge, die für die Beurteilung der Ertragslage von Bedeutung sind:
F. Sonstige Angaben 1. Zur Verwendung des Ergebnisses wird folgender Vorschlag gemacht: Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in die gesetzliche Rücklage (gemäß Satzung) in Höhe von 5.324,07 EUR und den Rest den anderen Ergebnisrücklagen in Höhe von 250.800,49 EUR zuzuführen. 2. Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, deren Risiken, Vorteile und finanziellen Auswirkungen wesentlich sind:
3. Die Zahl der durchschnittlichen beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Es wurden durchschnittlich 41 Auszubildende beschäftigt.
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich um 255,65 EUR verringert. Die Haftsummen haben sich um 255,65 EUR verringert.
5. Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: Genoverband e.V. Geschäftsstelle Schwerin Wismarsche Straße 302 19055 Schwerin 6. Mitglieder des Vorstandes: Georg Dudaschwili Dr. Gabriele Niehörster 7. Mitglieder des Aufsichtsrates:
8. Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an den Vorstand 0,00 EUR und an den Aufsichtsrat EUR 0,00.
Berlin, 8. Mai 2024 Cooperative Mensch eG (Firma der Genossenschaft) Der Vorstand gez. Dudaschwili gez . Dr. Niehörster Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 26.06.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Cooperative Mensch eG, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Cooperative Mensch eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG i. V. mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Schwerin, 8. Mai 2024 Genoverband e.V. gez. Thomas Dobbertin, Wirtschaftsprüfer gez. Matthias Wienandt, Wirtschaftsprüfer |
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