Cooperative Mensch eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) GnR 436
Vorher
Spastikerhilfe Berlin eG
Eingetragen
30.9.2005
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für Menschen mit BehinderungErbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
(1) Zweck der Genossenschaft ist die Eingliederung und Förderung von Menschen mit Behinderung sowie von Behinderung bedrohten Menschen in die Gesellschaft sowie die Förderung der Bildung und Erziehung. (2) Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch Errichtung und Betrieb von Einrichtungen und Dienstleistungsangeboten für Menschen mit Behinderung, insbesondere Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung, chronisch kranke oder pflegebedürftige Menschen, wie beispielsweise stationäre und ambulante Betreuungsangebote, Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Tagesförderstätten, Ambulatorien und Kindertagesstätten, das Angebot und die Durchführung von Bildungsveranstaltungen sowie eine enge Zusammenarbeit mit dem Cooperative Mensch e.V. unter anderem auf dem Gebiet der Integration. Unter Beachtung der UN-Behindertenrechtskonvention werden im Rahmen von §§ 66 und 65 Abgabenordnung Angebote für Menschen mit und ohne Behinderung geschaffen, betrieben und entwickelt, die der Inklusion und Sozialraumorientierung zuträglich sind und durch die sich Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für Menschen mit Behinderung realisieren lassen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Christian Löw
seit 2.10.2018
Prokura
Georg Dudaschwili
seit 30.9.2005
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cooperative Mensch eG

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

A. Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Cooperative Mensch eG ist Trägerin von Einrichtungen und Diensten vorzugsweise nach SGB XII mit dem Ziel, Menschen mit Behinderungen die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft sowie am Arbeitsleben zu ermöglichen. Entsprechend den individuellen Bedürfnissen und den jeweiligen Behinderungen unterstützt, begleitet und berät die Cooperative Mensch eG bei der Bewältigung des Alltags.

Wir bieten Wohnassistenz in unterschiedlicher Betreuungsdichte, stundenweise bis "rundum-die-Uhr" an sowie Arbeitsmöglichkeiten in unseren Tagesförderstätten.

Für behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder bieten wir medizinischtherapeutische Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten in unseren SPZ/KJA sowie zwei Integrationskindertagesstätten und für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen ein Medizinisches Behandlungszentrum.

Unsere Genossenschaft wurde am 27.10.2021 - gültig bis 22.10.2024 - nach ISO 9001:2015 zertifiziert und trägt weiterhin den ersten Stern des Paritätischen Qualitätssiegels.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 war insgesamt sowohl branchenbezogen als auch für unsere Genossenschaft herausfordernd. Die auch im Jahr 2023 nicht abgeschlossenen Verhandlungen über den Berliner Rahmenvertrag (BRV) erzeugen nach wie vor Unsicherheit bei den Leistungserbringern über die künftige Bedarfserhebung und Vergütungsstruktur und erschweren die mittelfristige unternehmerische Planung. Schon jetzt ist erkennbar, dass sich die angespannte Haushaltslage des Landes auf die künftigen Vergütungsverhandlungen auswirkt. Barrierefreier Wohnraum für Menschen mit Behinderungen ist kaum vorhanden. Neuer Wohnraum entsteht nahezu ausschließlich durch Eigenerstellung oder Kooperation z.B. mit Wohnungsbaugenossenschaften. Überdurchschnittliche Fehlzeiten sowie eine angespannte personelle Situation bei den Leitungskräften im Wohnbereich führten zu teilweise schwierigen personellen Situationen insbesondere in den Besonderen Wohnformen. Dies alles wirkte sich auf unser Ergebnis aus.

Geschäftsverlauf

Der infolge der Neuwahlen Anfang 2023 erfolgte Wechsel in der politischen Leitung der Sozialverwaltung verzögerte den Abschluss unserer Vergütungsverhandlungen im Bereich der Leistungen nach § 123 ff SGB IX bis in den August 2023. Wir konnten insgesamt weitgehend unsere Forderungen durchsetzen. Im Bereich Personal werden inzwischen die tariflich vereinbarten Vergütungen, in unserem Fall der am TV-L ausgerichtete Haustarifvertrag, anerkannt. Die Refinanzierung der Sachkosten blieb dennoch aufgrund der zeitlichen Inkongruenz von Inflation und Verhandlungszeitraum hinter der realen Entwicklung zurück, eine Sockelanpassung wurde vom Land abgelehnt. Zumindest im Energiebereich konnten wir durch die Refinanzierungen nahezu vollständig eine Kostendeckung erzielen.

Auch wenn die Mieten nicht mehr so stark steigen wie noch vor einem Jahr, bleibt Wohnraum für Menschen mit Behinderungen knapp. Einer unserer Schwerpunkte liegt in der Sicherung der Bestandsimmobilien. Dies schließt die Instandsetzung ein, weshalb unsere diesbezüglichen Aufwendungen im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 17% bzw. 88 TEUR gestiegen sind. Die Sanierung von Bestandsimmobilien im laufenden Betrieb ist technisch und organisatorisch nur mit erhöhtem Leerstand zu realisieren.

Die Fehlzeiten unserer Mitarbeitenden sind im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 10% zurückgegangen, gleichwohl liegen sie im Vergleich zum Jahr 2021 noch bei einem Anstieg von 29%. Hinzu kommt eine hohe Ausfallrate bei den Leitungskräften durch Krankheit oder z.B. Elternzeit, aber auch über längere Zeit vakante Positionen. Teilweise zeigte sich durch den Umgang mit den personellen Engpässen Verbesserungspotenzial in der Steuerung. Wir waren als Vorstand im regelmäßigen intensiven Austausch mit der Fachbereichsleitung und haben viele Maßnahmen zur Stabilisierung des Wohnbereichs veranlasst. Im Ergebnis konnten bis Anfang des Jahres 2024 nahezu alle Leitungsstellen besetzt werden. Die schwierige Situation in der zweiten Jahreshälfte führte allerdings zu einem überdurchschnittlich hohen Personaleinsatz und minderte das Ergebnis im Wohnbereich zusätzlich. Insgesamt war das Jahr 2023 rein wirtschaftlich für den Fachbereich Wohnen nicht erfolgreich.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die schon gute Belegung unserer Tagesförderstätten aus dem Jahr 2022 noch einmal um 100 Tage auf ca. 31.200 Belegtage gesteigert werden. Der neue Standort in der Schlangenbader Str. wurde weiterhin gut angenommen. Für den Standort Kienhorststrasse haben wir mit unserem Vermieter eine Kostenteilung notwendiger Sanierungskosten vereinbart, die diesbezüglichen Arbeiten wurden im Jahr 2023 fortgesetzt, sie werden 2024 abgeschlossen sein.

Das im Herbst 2022 begonnene partizipative Organisationsentwicklungsprojekt unter Leitung von Herrn Prof. Komorek, Evangelische Hochschule Berlin, ist der zentrale Baustein zur Umsetzung des BTHG im Sinne der geforderten vollen, wirksamen und nachhaltigen Teilhabe. Wir haben im Steuerungskreis 4 Arbeitsfelder entwickelt, deren Themen in 9 Arbeitsgruppen bearbeitet werden. Die Ergebnisse sollen im Herbst 2024 vorgestellt werden. Durch die o.g. schwierige personelle Situation hat sich der Prozess zeitlich verzögert.

Unsere Kitas waren trotz der insgesamt schwierigen Personalsituation die vereinbarte Belegung einhalten. Mit der Einrichtung einer heilpädagogischen Gruppe konnte die Platzzahl in Karow auf 108 gesteigert werden. Beide Kitas nehmen inzwischen am Landesprogramm "Gute und gesunde Kita" zur Bildungs- und Gesundheitsförderung teil. Ziel des Landesprogramms ist die Steigerung der Bildungs- und Gesundheitschancen sowie der Abbau von Benachteiligungen.

Unser medizinisches Zentrum für Erwachsene mit schweren und mehrfachen Behinderungen (MZEB) ist inzwischen nahezu voll ausgelastet. Unsere neue ärztliche Leitung hat die Zahl der Patienten deutlich steigern können, von 505 im Jahr 2022 auf 910 Ende 2023. Aktuell befinden wir uns in Verhandlungen über eine neue Vergütung, die neben der Tarifsteigerung auch eine Erweiterung des Teams vorsieht.

Gleiches gilt für unsere Sozialpädiatrischen Zentren, die sind Jahren voll ausgelastet sind. Wir konnten Anfang 2023 für die Nachfolge unserer langjährigen leitenden Ärztin eine neue Kollegin gewinnen; angesichts des dramatischen Ärztemangels sowie hoher Anforderungen an die Qualifikation der ärztlichen Leitung eines SPZ war dies ein großer Erfolg.

Zusammengefasst zeigt sich, dass unsere Genossenschaft Jahr für Jahr die Auswirkungen der Pandemie hinter sich lässt. Die Überlagerung unserer unternehmerischen Entwicklung durch die Pandemie, die Erschöpfung unserer Mitarbeitenden, die nach wie vor hohen Krankenstände und die Unsicherheit über die künftige Vertragsgrundlage wirken dennoch nach und beeinflussen uns weiterhin. Im letzten Jahr planten wir ein Jahresergebnis in Höhe von 330,1 TEUR. Tatsächlich wurde ein Jahresergebnis in Höhe von 256,1 TEUR erzielt. Die wesentlichen Ursachen lagen in den deutlichen Kostensteigerungen insbesondere im Personalbereich, welche nicht vollständig von Umsatzerlösen und anderen Erträgen getragen werden konnten.

Lage der Genossenschaft

Umsatzentwicklung der Genossenschaft

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Zuwendungen Ambulanzen/Therapiebad 2.806,6 2.665,3 141,3 5,3
Kitafinanzierung 4.333,7 4.007,8 325,9 8,1
Tagesförderstätten (Vergütung) 7.083,8 7.396,1 -312,3 -4,2
Wohnheime/-gruppen/-gemeinschaften 29.914,3 28.675,9 1.238,4 4,3
Ambulanzen (Selbstzahler) 26,9 19,8 7,1 35,9
Ambulanzen (Krankenkassen) 1.500,1 1.215,3 284,8 23,4
Kindertagesstätte/Tagesförderstätten (Elternbeiträge) 47,5 43,7 3,8 8,7
Vermietung und Untervermietung, Verkäufe 668,8 692,1 -23,8 -3,4
Geschäftsbesorgung 616,4 1.076,1 -459,7 -42,7
sonstige Zuwendungen 619,3 515,8 103,5 20,1
Umsatzerlöse (brutto) 47.617,4 46.307,9 1.309,5 2,8
abzüglich Senatszuwendung 0,0 -115,0 115,0 100,0
47.617,4 46.192,9 1.424,5 102,8
Belegungstage (ohne Kita u. BEW) 117.560 119.053 -1.493 -1,3

Die Erlöse für die Tagesförderstätten sind im Vergleich zu 2022 gesunken, allerdings aufgrund von Nachberechnungen aus Vorjahren, die im Jahr 2022 in Höhe von 654,0 TEUR nachgebucht wurden. Die reelle Betrachtung zeigt eine Steigerung auf.

Die Erlöse aus Geschäftsbesorgung sind den tatsächlichen Aufwendungen angepasst worden.

Erlössteigerungen sind weitgehend auf die Anhebung der Vergütungen zurückzuführen.

Erfolgsübersicht

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Rohertrag 46.924,0 44.851,2 2.072,8 4,6
sonstige Erträge 1.079,8 913,4 166,4 18,2
Personalaufwand 38.625,3 36.387,0 2.238,3 6,2
planmäßige Abschreibungen 709,9 649,2 60,7 9,3
sonstige betriebliche Aufwendungen 8.616,2 8.501,3 114,9 1,4
Betriebsergebnis 49,7 224,4 -174,7 -77,9
Finanzergebnis -22,8 -23,3 0,5 2,1
neutrales Ergebnis 229,2 29,2 200,0 **,*
Jahresergebnis 256,1 230,3 25,8 11,2

Die vorgenannte erläuterte Umsatzentwicklung bildet den Ausgangspunkt für die Ertragslage.

Es sind bei den Personalkosten und Sonstigen betrieblichen Kosten sowie Abschreibungen Erhöhungen zu verzeichnen. Dadurch hat sich das Betriebsergebnis um 77,9 % verringert.

Das gestiegene neutrale Ergebnis ist durch Kostenerstattungen aus Vorjahren gekennzeichnet.

Das Jahresergebnis hat sich um 11,2 % erhöht.

Finanz- und Liquiditätslage

Neben dem Eigenkapital wird das Anlagevermögen auch durch umfangreiche Sonderposten finanziert. Unter Berücksichtigung der hiermit verrechneten Zuschüsse zur Gebäudefinanzierung ist die Finanzlage geordnet.

Wir tätigen Ersatzinvestitionen sowie Instandsetzungs- und Instandhaltungsmaßnahmen ausschließlich aus Eigenmitteln bzw. Eigenersatzmitteln, wie z.B. Zuwendungen.

Die Zahlungsfähigkeit unserer Genossenschaft war im Jahr 2023 stets aus Eigenmitteln gegeben. Ein Betriebsmittelkredit wurde nicht in Anspruch genommen.

Vermögenslage

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen zum überwiegenden Teil Vergütungen in Form von Tagessätzen. Sie sind im Vergleich zum Vorjahr um 215,3 TEUR angestiegen, was auf höhere Umsätze zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 121,9 TEUR reduziert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Gehältern, Lohnsteuer und kreditorischen Debitoren. Die Gehaltsverbindlichkeiten aus dem Vorjahr wurden durch Zahlungen zurückgeführt.

Unsere Vermögenslage ist weiterhin geordnet.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Spitzenkennziffer für die Ertragsseite ist die Belegung. Aufgrund der durch Verträge festgelegten Vergütungshöhe macht die Auslastung unserer Einrichtungen und Dienste unseren leistungsseitigen Erfolg aus. Wir erheben die Kennziffer monatlich und steuern die Auslastung über frühzeitige Maßnahmen zur Wiederbesetzung offener Plätze.

Entsprechend des Stellenplans/Schlüssels werden die Personalkosten refinanziert. Diese machen insgesamt 80% der Gesamtkosten aus, pro einzelnem Leistungsangebot teilweise bis zu 95%. Die Einhaltung der vereinbarten und refinanzierten Personalschlüssel ist also ausgabeseitig der Schlüsselindikator für den Betriebserfolg. Wir erheben pro Monat die Voll- Arbeitskraftstellen, die geleisteten Arbeitsstunden, den Stand der Arbeitszeitkonten sowie die Fehlzeiten. Die Urlaubsansprüche werden quartalsweise abgegrenzt. Im Rahmen der Quartalsberichterstattung an den Aufsichtsrat erheben wir den Stand der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die liquiden Mittel. Seit Ende 2015 kommt dazu die Inanspruchnahme der beschlossenen Kreditgrenzen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren sind einnahmeseitig die Belegtage in den besonderen Wohnformen, Tagesförderstätten und Wohngemeinschaften, die geleisteten Assistenzstunden im Betreuten Einzelwohnen, die Anzahl und der Status der Kita-Kinder sowie die Patientenzahl in den SPZ und dem MZEB. Diese sind Maßstab für künftige Erlöse und ertragsseitige Stabilität.

Aufwandsseitig steuern wir über die Einhaltung der vereinbarten Personalplanung. Im Wohnbereich insgesamt, den Tagesförderstätten sowie den Kitas ergibt sich der vereinbarte Personaleinsatz aus der Belegung bzw. dem Alter der Kinder und dem Betreuungsumfang sowie den vereinbarten Fachleistungsstunden.

In den besonderen Wohnformen ist die aufwandsseitige Spitzenkennziffer die Planung der Leistungsstunden (Dienstplan). Diese ergibt sich aus der Personalplanung und ermöglicht den Verantwortlichen Leitungen vor im Dienstplan und noch vor Periodenbeginn deren Einhaltung.

Wir erheben diese Kennziffern laufend und werten sie monatlich aus.

III. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres ergaben sich nicht.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Wir erwarten für 2024 ein positives Ergebnis in Höhe von 296,5 TEUR und damit ca. auf dem Niveau des Vorjahres. Ertragsseitig gehen wir im Wohnbereich von einer Belegung in Höhe der vereinbarten Belegung aus.

Im Förderbereich erwarten wir eine Auslastung aller 127 Plätze.

Wir schätzen die Inflationsrate für 2024 entsprechend der Prognose der Bundesbank auf 2,5%.

Der Cash-Flow aus laufendem Geschäft wird mit 794,1 TEUR positiv ausfallen.

Chancen- und Risikobericht

Chancen

Die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes bietet uns nach wie vor große Chancen zur vollen und wirksamen Umsetzung von Teilhabe von Menschen mit schweren Behinderungen. Unser sog. Kulturprojekt zeigt uns den Weg der erforderlichen Transformation unserer Genossenschaft in organisatorischer und inhaltlicher Hinsicht. Es ist für uns ein essentielles Projekt zur Weiterentwicklung der Leistungsangebote.

Dem sich infolge der demographischen Entwicklung der kommenden Jahre noch verschärfenden Fachkräftemangel begegnen wir bereits mit einer umfassenden Ausbildungsoffensive, die auch die Schaffung eigener Ausbildungskapazitäten einschließt.

Digitalisierung beschleunigt und vereinfacht Prozesse und ermöglicht somit mehr Zeit für Assistenz. Wir wollen die erforderliche und geforderte Dokumentation insbesondere in den Schnittstellen zu Prozessketten weiter digitalisieren. Perspektivisch werden wir uns mit dem Einsatz von Kl in der Assistenz beschäftigen.

Risiken

Die nach wie vor nicht abgeschlossenen Verhandlungen über den Berliner Rahmenvertrag erschweren die Umsetzung des BTHG erheblich. Die Erfahrungen aus einigen anderen Bundesländern zeigen, dass es in erster Linie um mehr Dokumentation und Einsparungen geht, nicht um die Umsetzung der Teilhabe. Innovative Ansätze wie das Trägerbudget sind dem Land seit Jahren bekannt und werden nicht aufgegriffen.

Die schwarz-rote Koalition hat im Koalitionsvertrag den Vorrang der Eingliederungshilfe vor der Pflege bekräftigt und bestätigt, dass es keinen systematischen Ersatz der Eingliederungshilfe durch die Pflege geben soll. Dennoch gibt es seitens der Verwaltung Bestrebungen, die Zusammensetzung und Höhe der Vergütung sowie mindestens einen Teil der Bedarfserhebung mit dem Pflegegrad in Verbindung zu bringen. Derzeit ist nicht absehbar, ob dies als Einstieg in die Pflegleistung für Menschen mit Behinderung gewertet werden muss.

Der Fachkräftemangel wird sich durch den Renteneintritt der sog. geburtenstarken Jahrgänge verschärfen. Gerade therapeutische Berufe werden in den kommenden Jahren stark nachgefragt werden, wenn berlinweit viele Mitarbeitende "der ersten Stunde" in den SPZ in den Ruhestand gehen. Wir müssen in erster Linie dafür sorgen, dass der Zuwendungsgeber die Gehaltshöhe auf ein mit den Krankhäusern konkurrenzfähiges Niveau anhebt.

B. Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden

EUR
Einstellung in die gesetzliche Rücklage § 58 Nr. 7a AO i.V.m. § 39 der Satzung 5.324,07
Einstellung in die anderen Ergebnisrücklagen 250.800,49
Insgesamt 256.124,56

 

Berlin, 8. Mai 2024

Cooperative Mensch eG

Der Vorstand

gez. Dudaschwili

gez. Niehörster

C. Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstands. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.

 

Berlin, 08. Mai 2024

gez. Benneter, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Bestandteile Jahresabschluss

1. Bilanz

2. Gewinn- und Verlustrechnung

3. Anhang

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.156,00 68.555,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 32.561,00 41.867,00
75.717,00 110.422,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 12.966.628,00 12.008.815,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.415,00 20.430,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 901.386,40 773.331,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 369.826,98 1.586.460,12
14.256.256,38 14.389.036,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 825.000,00 825.000,00
2. Beteiligungen 21.571,76 21.571,76
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 256.881,11 256.881,11
1.103.452,87 1.103.452,87
15.435.426,25 15.602.910,99
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.594.863,88 1.379.581,11
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.177,55 177.358,17
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 16.460,00 16.460,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 411.231,34 173.842,17
2.029.732,77 1.747.241,45
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.869.814,89 7.636.861,73
8.899.547,66 9.384.103,18
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 60.459,62 16.110,00
Summe der Aktivseite 24.395.433,53 25.003.124,17

Passivseite

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Geschäftsguthaben
1. der verbleibenden Mitglieder 212.445,24 212.700,80
2. der ausscheidenden Mitglieder 255,56 1.278,25
212.700,80 213.979,05
II. Kapitalrücklage 2.190.801,05 2.190.801,05
III. Ergebnisrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 234.876,09 230.069,34
2. Andere Ergebnisrücklagen 6.991.383,75 6.472.402,91
7.226.259,84 6.702.472,25
IV. Gewinnvortrag 0,00 293.502,66
V. Jahresüberschuss 256.124,56 230.284,93
9.885.886,25 9.631.039,94
B. SONDERPOSTEN PASSIVA
I. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 2.506.323,05 2.589.459,97
II. Sonstige Sonderposten 4.304.986,00 4.485.472,00
6.811.309,05 7.074.931,97
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Sonstige Rückstellungen 2.083.756,27 2.688.200,06
2.083.756,27 2.688.200,06
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.090.652,51 1.116.312,70
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 845.055,88 967.024,27
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 102.000,00 100.000,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 22.502,74 22.502,74
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.285.384,80 1.086.093,40
- davon aus Steuern: EUR 292.293,14 (Vorjahr: EUR 289.462,69)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
3.345.595,93 3.291.933,11
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.268.886,03 2.317.019,09
Summe der Passivseite 24.395.433,53 25.003.124,17

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 47.617.357,46 46.192.882,63
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.322.226,97 48.939.584,43 1.039.497,96
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 579.914,98 579.914,98 687.701,71
Rohergebnis 48.359.669,45 46.544.678,88
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 32.600.527,56 31.009.417,79
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für 0,00 38.617.704,57 5.940.034,21
Altersversorgung und Unterstützung 6.017.177,01
davon für Altersversorgung (EUR 138.724,32) (153.620,07)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 709.921,17 649.238,02
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.750.479,28 9.460.400,45 8.689.754,21
Zwischensumme 281.564,43 256.234,65
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4.050,14 4.305,56
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 269,38 2,71
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 27.062,79 27.561,39
Finanzergebnis -22.743,27 -23.253,12
11. Ergebnis nach Steuern 258.821,16 232.981,53
12. Sonstige Steuern 2.696,60 2.696,60
13. Jahresüberschuss 256.124,56 230.284,93

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

1. Die Cooperative Mensch eG mit Sitz in Berlin ist registriert beim Amtsgericht in Charlottenburg und eingetragen unter der Registernummer GnR 436 B.

2. In der Gliederung der Bilanz ergibt sich keine Veränderung. Von der Darstellungsstetigkeit wurde nicht abgewichen. Die ausgewiesenen Beträge des Geschäftsjahres sind mit den Vorjahresbeträgen vergleichbar.

3. In der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich bis auf eine Änderung keine Veränderungen. Die Veränderung betrifft die Erlöse aus der Geschäftsbesorgung von 616.388,56 EUR, welche richtigerweise in die Umsatzerlöse umgegliedert wurden. Im Vorjahr waren diese Erlöse noch in der Position "Sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von 1.076.122,13 EUR enthalten. Eine Umgliederung in den Vorjahresbeträgen erfolgte.

4. Von der Darstellungsstetigkeit der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde außer der vorgenannten Veränderung nicht abgewichen. Die ausgewiesenen Beträge des Geschäftsjahres sind mit den Vorjahresbeträgen durch die Anpassung vergleichbar.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird - in Ermangelung einer sicher schätzbaren Nutzungsdauer - nach § 253 Abs. 3 HGB über 10 Jahre abgeschrieben.

Grundstücke, Bauten und bewegliche Anlagengegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Bauten und bewegliche Anlagengegenstände abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis (vermindert um Vorsteuer) von 800,00 EUR sind voll abgeschrieben und als Abgang behandelt worden.

Die Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten bewertet. Bei dauerhafter Wertminderung erfolgte eine Wertkorrektur auf den beizulegenden Wert.

Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung entsprechend § 253 Abs. 3 Satz 5 oder Satz 6 HGB außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz weggefallen sind, wurden entsprechend § 253 Abs. 5 HGB Zuschreibungen vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet.

Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt. Sechs Bankkonten über insgesamt 192,5 TEUR sind als Mietkaution nicht frei verfügbar. Vier Bankonten über insgesamt 314,8 TEUR sind verpfändet.

Erhaltene Investitions- und sonstige Zuschüsse sowie Schenkungen wurden in Sonderposten eingestellt und die Posten ratierlich aufgelöst.

Sonstige Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Das Wahlrecht, Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger abzuzinsen, wurde nicht ausgeübt.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für wesentliche Posten gebildet worden.

Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht abgewichen.

C. Entwicklung des Anlagevermögen 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
zu Beginn Geschäftsjahr Zugänge während Umbuchungen während des Geschäftsjahres Abgänge es am Ende Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 535.635,04 0,00 0,00 2.975,00 532.660,04
2. Geschäfts- oder Firmenwert 93.052,00 0,00 0,00 0,00 93.052,00
628.687,04 0,00 0,00 2.975,00 625.712,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bautengrundstücksgleiche Rechteauf fremden Grundstücken 20.511.470,74 101.292,01 1.216.633,14 0,00 21.829.395,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 54.821,67 0,00 0,00 0,00 54.821,67
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.359.984,74 448.124,40 0,00 195.934,86 3.612.174,28
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.586.460,12 0,00 -1.216.633,14 0,00 369.826,98
25.512.737,27 549.416,41 0,00 195.934,86 25.866.218,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 825.000,00 0,00 0,00 0,00 825.000,00
2. Beteiligungen 24.570,76 0,00 0,00 0,00 24.570,76
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 264.496,91 0,00 0,00 0,00 264.496,91
1.114.067,67 0,00 0,00 0,00 1.114.067,67
Summe Anlagevermögen 27.255.491,98 549.416,41 0,00 198.909,86 27.605.998,53
Abschreibungen
zu Beginn Geschäftsjahr im Geschäftsjahr auf Abgänge Geschäftsjahr am Ende Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 467.080,04 25.399,00 2.975,00 489.504,04
2. Geschäfts- oder Firmenwert 51.185,00 9.306,00 0,00 60.491,00
518.265,04 34.705,00 2.975,00 549.995,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bautengrundstücksgleiche Rechteauf fremden Grundstücken 8.502.655,74 360.112,15 0,00 8.862.767,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.391,67 2.015,00 0,00 36.406,67
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.586.653,74 313.089,02 188.954,88 2.710.787,88
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
11.123.701,15 675.216,17 188.954,88 11.609.962,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 2.999,00 0,00 0,00 2.999,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 7.615,80 0,00 0,00 7.615,80
10.614,80 0,00 0,00 10.614,80
Summe Anlagevermögen 11.652.580,99 709.921,17 191.929,88 12.170.572,28
Buchwert Buchwert
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.156,00 68.555,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 32.561,00 41.867,00
75.717,00 110.422,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bautengrundstücksgleiche Rechteauf fremden Grundstücken 12.966.628,00 12.008.815,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.415,00 20.430,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 901.386,40 773.331,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 369.826,98 1.586.460,12
14.256.256,38 14.389.036,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 825.000,00 825.000,00
2. Beteiligungen 21.571,76 21.571,76
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 256.881,11 256.881,11
1.103.452,87 1.103.452,87
Summe Anlagevermögen 15.435.426,25 15.602.910,99

D. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Genossenschaft besitzt folgende Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB:

Anteil am Unternehmenskapital Eigenkapital des Unternehmens Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
% Jahr TEUR Jahr TEUR
1. Neue Lebenswege GmbH, Berlin 100 2022 833,8 2022 80,8
2. Geteq Gesellschaft für teilhabeorientiertes Qualitätsmanagement mbH 9,7 2021 30,4 2021 10,2

Eigenkapital

Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage Andere Ergebnisrücklage
Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
Anfangsbestand 230.069 222.820 6.472.403 6.120.747
Einstellung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres 4.807 7.250 518.981 351.656
Einstellung aus Jahresüberschuss Geschäftsjahr 0 0 0 0
Endbestand 234.876 230.070 6.991.384 6.472.403

Die Kapitalrücklage blieb unverändert. Sie setzt sich zusammen aus 2.189.522,80 EUR aus Schenkungen des Cooperative Mensch e.V., Berlin, und aus 1.278,25 EUR verjährtem Auseinandersetzungsguthaben.

Sonderposten

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von 2.506.323,05 EUR (Vorjahr: 2.589.459,97 EUR) veränderte sich im Berichtsjahr analog den Neuanschaffungen bzw. den Abschreibungen der bezuschussten Anlagengegenstände.

Der sonstige Sonderposten (= Sonderposten Schenkung/ Senatszuschüsse vor Zuschussverrechnung) in Höhe von 4.304.986,00 EUR (Vorjahr: 4.485.472,00 EUR) wurde entsprechend den Gebäudeabschreibungen aufgelöst. Seit 2003 werden von diesen Sonderposten die nachfolgend dargestellten, in den Folgejahren zu verrechnenden Zuschüsse abgesetzt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende wesentliche Rückstellungen:

• für Personalverpflichtungen 298.334 EUR
• für Urlaubsrückstände 664.121 EUR
• für Überstundenrückstände 602.095 EUR
• für Prozessrisiken 216.460 EUR
• für Ausbau Kinderangebote Prettauer Pfad (zweckgebundene Erbschaft) 108.801 EUR

Verbindlichkeiten

1. Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von:

bis zu einem Jahr mehr als 1 Jahr
Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr
Verbindlichkeiten
• gegenüber Kreditinstituten 26.110 25.660 109.101 107.221
• aus Lieferungen und Leistungen 845.056 967.024 0 0
• gegenüber verbundenen Unternehmen 2.000 0 0 0
• gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 22.503 22.503 0 0
• sonstige Verbindlichkeiten 1.285.385 1.086.093 0 0
2.181.054 2.101.281 109.101 107.221
über fünf Jahre
Geschäftsjahr Vorjahr
Verbindlichkeiten
• gegenüber Kreditinstituten 955.441 983.432
• aus Lieferungen und Leistungen 0 0
• gegenüber verbundenen Unternehmen 100.000 100.000
• gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
• sonstige Verbindlichkeiten 0 0
1.055.441 1.083.432

Von den Verbindlichkeiten haben insgesamt 1.055.440,81 EUR eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

2. Verbindlichkeiten sind durch folgende Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:

Art der Verbindlichkeiten Art und Form der Sicherheit EUR
• Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Grundpfandrechte 1.090.653

3. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

4. In den Verbindlichkeiten sind folgende antizipativen Posten größeren Umfangs enthalten: Vorschüsse Bezirksämter 98.841,47 EUR

5. Rechnungsabgrenzungsposten bestehen insbesondere für erhaltene Vorauszahlungen von Leistungsträgern.

E. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen: Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
Zuwendungen Ambulanzen/Therapiebad 2.806.565,37 2.665.315,65
Kita-Finanzierung 4.333.737,15 4.007.752,59
Tagesförderstätten 7.083.808,18 7.396.047,42
Wohnheime/-gruppen/-gemeinschaften 29.914.348,64 28.675.851,66
Erlöse Ambulanzen (Selbstzahler) 26.993,09 19.800,00
Erlöse Ambulanzen (Krankenkassen) 1.500.073,60 1.215.293,68
Elternbeiträge/Selbstzahler Kindertagesstätte/Tagesförderstätten 47.495,00 43.769,00
Vermietung und Untervermietung 663.249,95 684.542,38
Verkäufe und Essensgeld 5.525,85 7.623,65
Geschäftsbesorgung 616.388,56 1.076.122,13
sonstige Zuwendungen 619.172,07 515.805,15
abzüglich Senatszuwendungen 0,00 -115.040,68
47.617.357,46 46.192.882,63

2. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind per Saldo 291.856,27 EUR (Vorjahr: 278.447,22 EUR) Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens Passiva enthalten.

3. Da Leiharbeitskräfte in die Genossenschaft weitgehend organisatorisch eingegliedert sind und hinsichtlich Arbeitszeit sowie Arbeitsinhalt den Weisungen der Genossenschaft unterliegen, wurden die Aufwendungen für Leiharbeitnehmer mit unter den Posten Personalaufwendungen ausgewiesen.

4. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 28.233,35 EUR (Vorjahr: 21.774,90 EUR) Einstellungen in den Sonderposten Passiva enthalten.

5. Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält folgende wesentliche periodenfremde Aufwendungen und Erträge, die für die Beurteilung der Ertragslage von Bedeutung sind:

Posten Art EUR
Sonstige betriebliche Erträge Kostenerstattungen Vorjahre 322.776
Versicherungsentschädigungen 15.394
Sonstige periodenfremde Erträge 17.708
Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebskosten Vorjahre 74.704
Zuwendungsrückzahlungen Vorjahre 14.577
Sonstige periodenfremde Aufwendungen 45.030

F. Sonstige Angaben

1. Zur Verwendung des Ergebnisses wird folgender Vorschlag gemacht:

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in die gesetzliche Rücklage (gemäß Satzung) in Höhe von 5.324,07 EUR und den Rest den anderen Ergebnisrücklagen in Höhe von 250.800,49 EUR zuzuführen.

2. Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, deren Risiken, Vorteile und finanziellen Auswirkungen wesentlich sind:

• Miet- und Erbauverpflichtungen für Immobilien 2.524,60 TEUR

3. Die Zahl der durchschnittlichen beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 24,3 47,8
pädagogische und therapeutische sowie Wirtschaftskräfte 136,3 578,8
160,6 626,6

Es wurden durchschnittlich 41 Auszubildende beschäftigt.

4. Mitgliederbewegung Zahl der Anzahl der Haftsummen
Mitglieder Geschäftsanteile EUR
Anfang 56 832 212.700,80
Zugang 0 0 0
Abgang 1 1 255,65
Ende 55 831 212.445,15

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich um 255,65 EUR verringert.

Die Haftsummen haben sich um 255,65 EUR verringert.

Höhe des Geschäftsanteils 255,65 EUR
Höhe der Haftsumme 255,65 EUR

5. Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:

Genoverband e.V.

Geschäftsstelle Schwerin

Wismarsche Straße 302

19055 Schwerin

6. Mitglieder des Vorstandes:

Georg Dudaschwili

Dr. Gabriele Niehörster

7. Mitglieder des Aufsichtsrates:

Klaus Uwe Benneter Vorsitzender
Reinald Purmann stellvertretender Vorsitzender
Catherina Pieroth
Elisabeth Pelster
Christa Schaal
Klaus Mindrup

8. Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an den Vorstand 0,00 EUR und an den Aufsichtsrat EUR 0,00.

 

Berlin, 8. Mai 2024

Cooperative Mensch eG

(Firma der Genossenschaft)

Der Vorstand

gez. Dudaschwili

gez . Dr. Niehörster

Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 26.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Cooperative Mensch eG, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Cooperative Mensch eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG i. V. mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Genossenschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Schwerin, 8. Mai 2024

Genoverband e.V.

gez. Thomas Dobbertin, Wirtschaftsprüfer

gez. Matthias Wienandt, Wirtschaftsprüfer

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